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Pädiatrie Theorie
Pädiatrie
Theorie

Döpfer Schule Nürnberg Pädiatrie / Lehrkraft: Elke Pfister ©

1

Inhaltsangabe:

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Inhaltsangabe:
 

Teil I

Der Säuglingsbefund

1

Befund: Die frühkindlichen Reflexe

1.1

Hautreflexe

6

1.1.1 Palmarer Greifreflex

6

1.1.2 Plantarer Greifreflex

6

1.1.3 Babinski

6

1.1.4 Galant

7

1.2

Tonische Nackenreflexe

7

1.2.1 ATNR

7

1.2.2 STNR

7

1.2.3 TLR vorwärts

7

1.2.4 TLR rückwärts

7

1.2.5 Moro

7

1.3

Reflexe der unteren Extremität

8

1.3.1 Schreitreaktion

8

1.3.2 Bauerreaktion

8

1.3.3 Magnetreaktion

8

1.4

Reflexe der Nahrungsaufnahme

8

1.4.1 Saugreflex

8

1.4.2 Rooting, Suchreflex

8

1.4.3 Babkin

8

1.5

Schutzreflexe

8

1.5.1 RAF

8

1.5.2 ROF

8

1.5.3 Glabella

9

1.5.4 Automatische Reaktion

9

2

Befund: Die Stellreaktionen

 

2.1

Halsstellreaktion/Nackenstellreflex (HSR)

9

2.2

Körperstellreaktion auf den Körper/Körperstellreflex

9

2.3

Labyrinthstellreaktion (LSR)

9

2.4

optische und akustische Stellreaktion

9

3

Befund: Die Stützreaktionen

 

3.1

Sprungbereitschaft der Arme

9

3.2

Stützreaktionen der Arme im Sitz

10

3.3

Reaktive Schrittauslösung

10

Sprungbereitschaft der Arme 9 3.2 Stützreaktionen der Arme im Sitz 10 3.3 Reaktive Schrittauslösung 10
Sprungbereitschaft der Arme 9 3.2 Stützreaktionen der Arme im Sitz 10 3.3 Reaktive Schrittauslösung 10

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2

  4 Befund: Die Gleichgewichtsreaktionen 4.1 GGR in BL 10 4.2 GGR in RL 10
  4 Befund: Die Gleichgewichtsreaktionen 4.1 GGR in BL 10 4.2 GGR in RL 10
 

4

Befund: Die Gleichgewichtsreaktionen

4.1

GGR in BL

10

4.2

GGR in RL

10

4.3

GGR im Sitz

10

4.4

GGR im Stand

10

5

Befund: Lagereaktionen nach Vojta

 

5.1

Tabelle

11

5.2

Traktionsversuch

12

5.3

Landau Reaktion

13

5.4

Axillare Hängereaktion

14

6

Befund: Die Sinne

 

6.1

Einteilung nach Jean Ayres

15

6.1.1

Die Fernsinne

15

6.1.2

Die Basissinne

15

6.1.2.1

Das taktile System (Oberflächensensibilität)

16

6.1.2.2

Das propriozeptive System (Tiefensensibilität)

16

6.1.2.3

Das vestibuläre System (Gleichgewichtssinn)

16

6.2

Erkennen der Sinneskanäle bei Kindern

17

Teil II

Die Idealmotorische Entwicklung im ersten Jahr (IME)

 

1

Erster Trimenon

1.1

Übersicht

19

1.2

Begriffe

19

1.2.1

Phase der Massenbewegungen

19

1.2.2

Holokinese (ersten 4 Wochen)

19

1.2.3

Dystone Beweglichkeit (1/2. Monat)

19

1.2.4

Orofaziale Orientierung (1. Monat)

19

1.2.5

Automatische Reaktion (1. Monat)

19

1.2.6

Optische Orientierung (ab 2. Monat)

19

1.2.7

Entwicklung der Beinbeweglichkeit

19

1.2.7.1

Primitives Strampeln alternierend (1. Monat)

19

1.2.7.2

Differenziertes Strampeln (2. Monat)

20

1.2.8

Fechterstellung (2.Monat)

20

1.2.9

Primitive Henkelstellung der Arme

21

1.2.10

Protokonversation (6/8. Woche)

21

1.2.11

Soziales Lächeln (4/6. Woche)

21

1.2.12

Koordinationen

21

1.2.13

Körperschema

21

1.3 Auflageflächen bis hin zum Stütz

22

1.4 Tabelle

23

1.5 Befund im 1. Trimenon

24

1.6 Voraussetzungen im 1. Trimenon

24

bis hin zum Stütz 22 1.4 Tabelle 23 1.5 Befund im 1. Trimenon 24 1.6 Voraussetzungen
bis hin zum Stütz 22 1.4 Tabelle 23 1.5 Befund im 1. Trimenon 24 1.6 Voraussetzungen

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3

  2 Zweiter Trimenon 2.1 Übersicht 25 2.2 Begriffe 26 2.2.1 Amphibienreaktion 26 2.2.2 Split
  2 Zweiter Trimenon 2.1 Übersicht 25 2.2 Begriffe 26 2.2.1 Amphibienreaktion 26 2.2.2 Split
 

2

Zweiter Trimenon

2.1

Übersicht

25

2.2

Begriffe

26

2.2.1 Amphibienreaktion

26

2.2.2 Split Brain Phase

26

2.2.3 Wahrnehmungsfähigkeit des Handrückens

26

2.3

Stützaktivitäten

27

2.4

Befund im 2. Trimenon

27

2.5

Voraussetzungen im 2. Trimenon

28

3

Dritter Trimenon

 

3.1

Übersicht

29

3.2

Begriffe

30

3.2.1 unreifes Krabbeln

30

3.2.2 Hochziehen an Gegenständen

30

3.2.3 Robben

30

3.3

Stützaktivitäten

30

3.4

Befund im 3. Trimenon

30

3.5

Voraussetzungen im 3. Trimenon

31

4

Vierter Trimenon

 

4.1

Übersicht

32

4.2

Begriffe

33

4.2.1 Die Entwicklung des Armstützes im Sitz

33

4.2.2 Die Handentfaltung

33

4.2.3 Reifes Krabbeln (10. Monat)

33

4.2.4 Der Sitz (ab 9. Monat)

33

4.2.5 Der Prinzenstand (10. Monat)

33

4.2.6 Der freie Stand

34

4.3

Befund im 4. Trimenon

34

4.4

Voraussetzungen im 4. Trimenon

34

5

Arbeitsblätter

 

5.1 Arbeitsblätter: Entwicklung der Koordinationen

36

5.2 Arbeitsblätter: Die Bewegungsentwicklung im 1. Jahr

37

5.3 Arbeitsblätter: Die Entwicklung der Hüfte

38

5.4 Arbeitsblätter: IME Tabelle

39

6

Anlage

 

6.1

Die Bewegungsentwicklung im 1. Jahr

41-42

6.2

Folgen von persistierenden Reflexen

42-48

6.3

Tabelle: Spielentwicklung

49

6.4

Tabelle: Das Kleinkind Entwicklung

49

6.4

Sprachentwicklung im ersten Jahr

50

Spielentwicklung 49 6.4 Tabelle: Das Kleinkind – Entwicklung 49 6.4 Sprachentwicklung im ersten Jahr 50
Spielentwicklung 49 6.4 Tabelle: Das Kleinkind – Entwicklung 49 6.4 Sprachentwicklung im ersten Jahr 50

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4

Teil I: Der Säuglingsbefund

Teil I: Der Säuglingsbefund

Teil I: Der Säuglingsbefund

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5

  1 Befund: Die frühkindlichen Reflexe   Sie sind die erste motorische Antwort auf einen
  1 Befund: Die frühkindlichen Reflexe   Sie sind die erste motorische Antwort auf einen
 

1

Befund: Die frühkindlichen Reflexe

 

Sie sind die erste motorische Antwort auf einen Reiz. Im Laufe des ersten Lebensjahres sollten Sie die Motorik des Kindes nicht mehr beeinflussen.

 

Die Reflexprüfung ist ein fester Bestandteil des Säuglingsbefundes, da über sie Informationen über die Gehirnentwicklung (und evtl. Gehirnschäden) gewonnen werden kann.

Alle Reflexe haben Waltungszeiten (die Zeit in der sie aktiv sind) und Integrationszeiten (die Zeit in der sie nicht mehr auslösbar sein dürfen). Denn mit zunehmender Ausreifung des Gehirns werden die frühkindlichen Reflexe überflüssig. Ein Nachlassen der Reflexaktivitäten ist ein sicheres Zeichen für eine physiologische Reife des Gehirns.

Persistieren die Reflexe, das heißt wenn die Reflexe über die Waltungszeiten hinaus bestehen ist es immer ein Warnsignal und bedarf der ärztlichen Aufklärung. Die Reflexe werden dann pathologische Reflexe genannt. (z.B. Handgreifreflex bei der infantilen cerebral parese)

Bei Kindern mit Wahrnehmungsproblemen können diese Reflexe in abgeschwächter Form vorhanden sein. Sie sind ein Zeichen des unreifen ZNS. Sie treten bei Integrationsstörungen des Sensorischen Systems auf. (siehe auch 6.2) Nach dem 1. Lebensjahr werden sie nur durch einen Hirnschaden wieder auslösbar und bleiben dann auch ein Leben lang bestehen (Bsp. Handgreifreflex bei apoplex).

Sinn der frühkindlichen Reflexe

 

Festigung wichtiger Nervenverbindungen

 

Kräftigung der Muskeln

 

Hilfe bei der Geburt

 

Sicherung des Überlebens nach Geburt

 
 

1.1 Hautreflexe

 

1.1.1

Palmarer Greifreflex

Dauer: von Geburt an bis 3./4. Monat Auslösung: leichter Druck auf die Handinnenfläche Reaktion: Fingerbeugung, Faustschluss Pathologie: Seitenunterschiede bei Plexusparesen, schwach/fehlend bei stark hypotone Kindern, stark erhöht: bei spastischer Bedrohung, verstärkter Greifreflex mit eingeschlagenem Daumen

 

1.1.2

Plantarer Greifreflex

 

Dauer: von Geburt an bis zum gehen Auslösung: leichter Druck auf die Fußsohle Reaktion: Zusammenkrallen der Zehen Pathologie: Fehlen bei RM Läsion, Asymmetrisch bei Hemiparesen, stark erhöht bei spastischer Bedrohung

 

1.1.3

Babinski

Dauer: Kann bis zum 3. Lebensjahr positiv sein Auslösung: kräftiges Bestreichen des Außenrandes der Fußsohle von der Ferse zum kleinen Zeh hin Reaktion: Großzehe in DE und Zehenspreizen

 
des Außenrandes der Fußsohle von der Ferse zum kleinen Zeh hin Reaktion : Großzehe in DE
des Außenrandes der Fußsohle von der Ferse zum kleinen Zeh hin Reaktion : Großzehe in DE

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6

  Pathologie: Bei isolierter DE der Großzehe nicht positiv, Seitenunterschiede: Hemiparese, fehlend: bei RM
  Pathologie: Bei isolierter DE der Großzehe nicht positiv, Seitenunterschiede: Hemiparese, fehlend: bei RM
 

Pathologie: Bei isolierter DE der Großzehe nicht positiv, Seitenunterschiede: Hemiparese, fehlend: bei RM Läsionen

1.1.4

Galant

Dauer: von Geburt an bis 3./4. Monat Auslösung: Streichen paravertebral von Scapula bis L2/L3 Reaktion: Latflex WS konkav zur Seite des Stimulus, Anheben des Becken und Streckung von Arm und Bein gleicher Seite Pathologie: Segmentale Lokalisation bei RM Läsionen, schwach/fehlend: spastische Bedrohung, Persistiert: ICP, Dyskinesien

 

1.2 Tonische Nackenreflexe

 

1.2.1

ATNR: Asymmetrischer Tonischer Nackenreflex

Dauer: von Geburt an bis 3./4. Monat danach pathologisch Auslösung Passives Kopfdrehen gegen den Thorax, mit Thoraxfixation Reaktion: Hinterhauptsseite: Bein/Arm Flexion Gesichtsseite: Bein/Arm Extension Pathologie: bei Persistenz des ATNR ist keine Hand - Augen - Mund - Koordination möglich

1.2.2

STNR: Symmetrischer Tonischer Nackenreflex

Dauer: von Geburt an bis 3./4. Monat danach pathologisch

 

A) Auslösung: passive Flex des Kopfes gegen den Rumpf Reaktion: Arme Flex, Beine Ex

B) Auslösung: passive Ex des Kopfes gegen den Rumpf

Reaktion: Arme Ex, Beine Flex, Füße DE Pathologie: bei Persistenz: kann das Kind nicht krabbeln, Häschenhüpf und die Aufrichtung zum Sitzen wird verhindert

1.2.3

TLR vorwärts: Tonischer Labyrinthreflex vorwärts

Dauer: ab Geburt bis zum 3./4. Monat Auslösung: in BL Flex des Kopfes Reaktion: Kompletter Beugetonus des gesamten Körpers Pathologie: kompletter TLR : immer pathologisch, inkompletter TLR: Kopf wird zur Seite

gedreht: physiologisch

 

1.2.4

TLR rückwärts: Tonischer Labyrinthreflex rückwärts

Dauer: ab Geburt bis zum 3./4. Monat Auslösung: in RL Ex des Kopfes Reaktion: Extension des gesamten Körpers Pathologie: Opistotonus, immer pathologisch

 

1.2.5

Moro (Umklammerungsreflex)

Dauer: ab Geburt bis zum 3./4. Monat Auslösung: laute Geräusche, plötzlicher Erschütterung der Unterlage, schnelles Verlieren der Vertikalen Reaktion: 1.Phase: Kopf Ex, Arme nach außen, Mund geöffnet 2. Phase: Arme gebeugt, Mund geschlossen - Schreien Pathologie: ein Ausbleiben der 2. Phase ist pathologisch, einseitig: ICP, Plexus Parese, persistieren: Zeichen einer Überempfindlichkeit, Anpassungsschwierigkeit des Nervensystems

einseitig: ICP, Plexus Parese, persistieren: Zeichen einer Überempfindlichkeit, Anpassungsschwierigkeit des Nervensystems
einseitig: ICP, Plexus Parese, persistieren: Zeichen einer Überempfindlichkeit, Anpassungsschwierigkeit des Nervensystems

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7

  1.3 Reflexe der unteren Extremität   1.3.1 Schreitreaktion Dauer : Von Geburt an bis
  1.3 Reflexe der unteren Extremität   1.3.1 Schreitreaktion Dauer : Von Geburt an bis
 

1.3

Reflexe der unteren Extremität

 

1.3.1

Schreitreaktion

Dauer: Von Geburt an bis zum 2./3. Monat Auslösung: Berühren der Fußsohle des aufrecht gehaltenen Kindes mit der Unterlage Reaktion: das betreffende Bein beugt sich, das kontralaterale wird gestreckt (Schreitbewegungen) Pathologie: Bei RM Schädigung, Hypotonie

1.3.2

Bauerreaktion

Dauer: von Geburt an bis 4./5. Monat Auslösung: Kind ist in Bl, Druck auf die Fußsohle

 

Reaktion: kriechen Pathologie: Bei RM Schädigung, Hypotonie

1.3.3

Magnetreflex

Dauer: Von Geburt an bis 2./3. Monat Auslösung: Druck auf die Fußsohle und langsames zurückziehen des Th Daumens Reaktion: das Bein wird unter Beibehaltung des Kontaktes gestreckt Pathologie: Bei RM Schädigung, Hypotonie

 

1.4

Reflexe der Nahrungsaufnahme

 

1.4.1

Saugreflex

Dauer: von Geburt an bis zum 3./4. Monat Auslösung: Berühren der Lippen Reaktion: Spitzen des Mundes und kräftigen Saugbewegungen Pathologie: Sprachstörungen, Artikulationsstörungen, Essstörungen

 

1.4.2

Rooting, Suchreflex

Dauer: Von Geburt an bis zum 3./4. Monat Auslösung: Bestreichen der Wange Reaktion: Verziehen des Mundes und Kopfbewegung in Richtung auf den Reiz Pathologie: Persistiert: ICP

1.4.3

Babkin, Hand/Mund Reflex

 

Dauer: von Geburt an bis 4./5. Woche Auslösung: Druck auf beide Handflächen Reaktion: Öffnen des Mundes, Flex des Kopfes, Schließen der Augen Pathologie: Persistiert ICP

 

1.5 Schutzreflexe

 

1.5.1

RAF: Reflex acustico facialis

 

Dauer: vom 10. Tag an und bleibt ein Leben lang Auslösung: Klatschen in die Hände, Abstand ca. 30cm zum Ohr Reaktion: Reflexblinzeln Pathologie: Hörstörungen, geistige Behinderung, Fazialisparesen

1.5.2

ROF: Reflex optico facialis

Dauer: Ab dem 3. Monat und bleibt ein Leben lang Auslösung: rasche Annäherung der Hand in Richtung der geöffneten Augen (Luftzug vermeiden)

Reaktion: Reflexblinzeln Pathologie: Fehlen bei Fazialisparesen, bei Blindheit und geistige Behinderung

vermeiden) Reaktion : Reflexblinzeln Pathologie : Fehlen bei Fazialisparesen, bei Blindheit und geistige Behinderung
vermeiden) Reaktion : Reflexblinzeln Pathologie : Fehlen bei Fazialisparesen, bei Blindheit und geistige Behinderung

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8

  1.5.3 Glabella Dauer : von Geburt an bis 2./3. Monat Auslösung : Druck auf
  1.5.3 Glabella Dauer : von Geburt an bis 2./3. Monat Auslösung : Druck auf
 

1.5.3

Glabella

Dauer: von Geburt an bis 2./3. Monat Auslösung: Druck auf die Stirnmitte Reaktion: Augenschluss Pathologie: fehlen bei Fazialisparesen

 

1.5.4

Automatische Reaktion

Dauer: Bleibt ein Leben lang Auslösung: BL Reaktion: Rotation des Kopfes um Atemwege frei zu halten Pathologie: TLR, Mehrfachschwerstbehinderung, Kopf dreht immer zur gleichen Seite: Sgl. Skoliose, torti collis

 

2 Befund: Die Stellreaktionen

 

Sie sind zeitlich gesehen die Vorläufer der Stütz- und Gleichgewichtsreaktionen. Sie entwickeln sich aus den tonischen Nackenreflexen

 

2.1

Halsstellreaktion (HSR) auch Nackenstellreflex (Kopf auf Körper)

Dauer: Geburt bis 2./3. Monat Auslöser: passive Drehung des Kopfes Reaktion: der Rumpf folgt en bloc. Ab 4 Monat selektiver Bewegungsablauf Pathologie: Kind dreht sich nacheinander Hypotonie, persistiert Hypertonie

 

2.2

Körperstellreaktion auf den Körper auch Körperstellreflex (Körper auf

Kopf)

Dauer: Geburt bis 2./3. Monat Auslöser: Rotation des Schultergürtels Reaktion: der Körper folgt en bloc. Bis zum 7. Monat vollendet: selektiver Bewegungsablauf Schultergürtel gegen Becken Beispiel: Drehen von RLSL

2.3

Labyrinth Stellreaktion (LSR)

Dauer: ab dem 3. Monat in BL, ab dem 5. Monat in RL Reaktion: Der Kopf stellt sich im Raum gegen die Schwerkraft ein und zwar mit horizontaler Einstellung der Augen

2.4

Optische und Akustische Stellreaktion

Dauer: ab dem 5. Monat (die akustische sogar schon früher) Reaktion: Augen folgen der Stützaktivität der Hände, der Körper dreht zur Geräuschquelle

Sie ergänzen die Labyrinth- und die Körperstellreaktion und überlagern sie. Es erfolgt eine Haltungsorientierung hin zu dem entsprechenden Reiz

 

3 Befund: Die Stützreaktionen

 

Stützreaktionen sind automatische Schutzreaktionen gegen das Fallen bei schneller Verlagerung des Körperschwerpunktes.

 

3.1

Sprungbereitschaft der Arme (paraschute Reaktion)

Dauer: ab dem 5. 7. Monat bis lebenslang in modifizierter Form Auslösung: den Säugling vertikal am Rumpf halten und ihn dann schnell nach ventral kippen Reaktion: die Arme sind nach vorne gestreckt und die Hände geöffnet

halten und ihn dann schnell nach ventral kippen Reaktion: die Arme sind nach vorne gestreckt und
halten und ihn dann schnell nach ventral kippen Reaktion: die Arme sind nach vorne gestreckt und

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  3.2 Stützreaktion der Arme im Sitz Dauer: Arme stützen nach vorne mit 6 Monaten,
  3.2 Stützreaktion der Arme im Sitz Dauer: Arme stützen nach vorne mit 6 Monaten,
 

3.2

Stützreaktion der Arme im Sitz

Dauer: Arme stützen nach vorne mit 6 Monaten, zur Seite mit 8 Monaten und nach hinten mit 10 Monaten Auslösung: das Kind hinsetzen. Gewichtsverlagerungen nach vorne, zur Seite und nach hinten

 

3.3

Reaktive Schrittauslösung

Dauer: mit 3 Jahren Auslösung: Das Kind hinstellen. Gleichgewichtsverlagerungen zur Seite Reaktion: seitlicher Ausfallschritt des Beines (mobile Seite)

 
 

4 Die Gleichgewichtsreaktionen

 

Es ist die am höchsten differenzierte Reaktion. Sie erfolgen auf Lageveränderungen des Körperschwerpunktes

 

Die Lageveränderung sollte langsam erfolgen, denn der Körper braucht Zeit um sich anzupassen.

4.1

Gleichgewichtsreaktion in BL

Dauer: mit ca. 6 Monaten ist es entwickelt

 
 

Die unbelastete Seite zeigt vermehrte Flex. von Armen, Beinen

Die Stützseite verlängert sich

Latflex und Rotation vom Rumpf zur kurzen Seite

 

Vorläufer sind in der Amphibienreaktion zu sehen. Hierbei zeigt sich eine Flex des entlasteten Beines.

 

4.2

Gleichgewichtsreaktion in RL

Dauer: ca. ab dem 7. Monat entwickelt

 
 

ähnlich wie in BL; Flex. der unbelasteten Seite

Extension der Stützseite

Latflex und Rotation des Rumpfes zur kurzen Seite

 

4.3

Gleichgewichtsreaktion im Sitz

Dauer: mit 10 Monaten

 
 

nach ventral: Streckeraktivität Nach dorsal: Beugeraktivität

Nach lateral: Stützseite: lang, ADD/ARO der Hüfte, Flex Knie und PF des OSG , Arm in ABD, Finger gestreckt Mobile Seite: ABD/IRO der Hüfte, Knie Flex, DE des OSG, Arm in leichter ADD, Rumpf verkürzt

 

Bei Verlust des Gleichgewichtes: erfolgt eine Rotation zur mobilen Seite (mit GGR gegen den Fall) oder Stützreaktion des Armes auf der Stützseite

 

4.4

Gleichgewichtsreaktion im Stand

Dauer: ab dem 15. Monat

 
 

nach ventral: Streckeraktivität. Zehenspitzen, Arme nach hinten, Bogenförmige Extension von Fußspitzen bis Kopf

Nach dorsal: Beugeraktivität. Hackenstand, Hüfte in Flex, Arme nach vorne gebracht, Gesäß nach hinten

Nach lateral: Stützseite wird lang

Hackenstand, Hüfte in Flex, Arme nach vorne gebracht, Gesäß nach hinten  Nach lateral: Stützseite wird
Hackenstand, Hüfte in Flex, Arme nach vorne gebracht, Gesäß nach hinten  Nach lateral: Stützseite wird

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10

5 Befund: Lagerreaktionen (nach Vojta) 5.1 Tabelle
5 Befund: Lagerreaktionen (nach Vojta)
5.1 Tabelle

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11

5.1 Traktionsversuch  

5.1 Traktionsversuch

 
5.1 Traktionsversuch  
 

Test für Kopfkontrolle, Symmetrie und UEX

 
 

Wir beobachten die Reaktion des Kopfes, des Rumpfes und der Extremitäten. Das Kind fassen wir am distalen Teil des Unterarms, unseren Finger schieben wir in die Handfläche des Kindes von der ulnaren Seite her, damit wir den Greifreflex hervorrufen. Wir achten darauf, dass der Kopf in der Mittelstellung ist und die UEX nicht den Untersucher berühren. Gleichzeitig ziehen wir das Kind in die schräge Haltung, maximal bis zu 45°.

 
 

1. TM

 

0-6 WOCHEN

 

Der Kopf hängt nach hinten

 

Die unteren Extremitäten befinden sich in Flexion

 

3 MONATE

 

Der Kopf wird in der Verlängerung des Rumpfes gehalten

 

Die unteren Extremitäten haben in allen Gelenken eine Flexion bis zu 90°

 
 

2.TM

 

4.-6.MONAT

 

Der Kopf wird bis zum Brustkorb herangezogen

 

der Rumpf geht in die Flexion

 

Die unteren Extremitäten Beugen bis zum Bauch ein, die Zehen haben Kontakt miteinander

 
 

3.TM

 

7.-9.MONAT

 

Der Kopf geht nur sehr leicht in die Flexion

 

der Rumpf richtet sich wieder auf

Die oberen Extremitäten werden angezogen: Kind zieht sich aktiv hoch und hat zum ersten Mal den Po belastet. Die Bauchmuskeln richten ihren Zug so wie im schrägen Sitz.

 

Die unteren Extremitäten gehen leicht über die Unterlage

 

UEX: Semiextension im Knie, Hüfte in leichte ABD und FLEX

 

4.TM

 

10.-12.MONAT

 

Der Kopf befindet sich in einer Linie mit der oberen Hälfte des Körpers

 

der Rumpf hat eine Flexionsbewegung nur im Bereich des LWS-Überganges

 

Die oberen Extremitäten sind leicht angezogen

 

die unteren Extremitäten bleiben in leichter Abduktion und Semiextension im Knie auf der Unterlage liegen

 

Das Kind belastet sich beim Hochziehen in den Sitz bis zu den Fersen

 

Sind die unteren Extremitäten immer über der Unterlage, dann ist das Kind sicher nicht älter als 9 Monate. Belässt das Kind bei dem Traktionsversuch seine unteren Extremitäten auf der Unterlage, ist es bestimmt älter als 9 Monate.

 
bei dem Traktionsversuch seine unteren Extremitäten auf der Unterlage, ist es bestimmt älter als 9 Monate.
bei dem Traktionsversuch seine unteren Extremitäten auf der Unterlage, ist es bestimmt älter als 9 Monate.

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12

5.2 Landau-Reaktion  

5.2 Landau-Reaktion

 
5.2 Landau-Reaktion  
 

Test für Aufrichtung, Symmetrie und Kopfkontrolle

 

Bei diesem Test ist es sehr wichtig, dass sich das Kind in Ruhe befindet und nicht weint, weil sonst alle anschließenden Reaktionen ihre Objektivität verlieren würden.

Wir halten das Kind unter dem Bauch in einer streng horizontalen Lage. Der Kopf muss sich in Mittelstellung befinden.

 

1.TM

0-6 WOCHEN

 

Der Kopf und das Becken sind unter der Horizontalen

 

der Rumpf befindet sich in der Flexion

 

Die Extremitäten sind in leichter Flexion

die Finger leicht zur Faust geschlossen.

3 MONATE

 

Der Kopf und der Nacken sind symmetrisch angespannt/aufgerichtet (in der

 

horizontalen

Ebene bis zum Bereich zwischen den Schulterblättern)

Die Extremitäten befinden sich in leichter Flexion, die Finger sind leicht gefaustet

Das Becken ist unter der Horizontale

 

6. 7. MONAT

 

2/3.TM

 

Der Rumpf ist bis zum LSÜ gestreckt

 

Der Kopf und das Becken in der horizontalen

 

Die Extremitäten sind in der freien Flexion

die Hände sind geöffnet

 
 

3.TM

AM ÜBERGANG VOM 8. ZUM 9. MONAT In diesem Zeitraum bemüht sich das Kind darum, den Kopf hoch zu heben. Deshalb den Kopf in der Horizontale halten

Streckung der gesamten Wirbelsäule

 

Die Extremitäten sind in lockerer Extension

 
   

Bis 6. Monat vollendet

   

Kopf und Becken in der Horizontalen

Extension       Bis 6. Monat vollendet      Kopf und Becken in der
Extension       Bis 6. Monat vollendet      Kopf und Becken in der

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13

5.3 Axillare Hängereaktion  

5.3 Axillare Hängereaktion

 
5.3 Axillare Hängereaktion  
 

Test für die UEX

 
 

Das Kind wird von uns im Bereich des Rumpfes so gefasst, dass unsere ulnaren Handkanten die crista illiaca greifen, und wir halten es mit dem Rücken zu uns in der Vertikalen

 
 

1.

TM

 

0-3 MONATE

 

UEX

in inerter Flexion

 

4.-7.MONAT

 

2./3. TM

 

UEX:

aktive Flexion

in Richtung zum Bauch

 

Bis zum

4.

Monat: aktive Flexion in der Hüfte bis zu 90°

 

bis zum

7.

Monat: aktive maximale Flexion

in der Hüfte

bis zum 7. Monat: Phase der Astasie: Unfähigkeit Gewicht auf die Füße zu übernehmen

 
 

3.

TM

 

AB 8. MONAT

 

Hüfte und Kniegelenke: Extension

 

Fußgelenke: Null- und Mittelstellung

 

kurzfristiger Bodenkontakt mit Gewichtübernahme

 
 

Diagnostische Kriterien Der Schaukeltest mit Fußbelastung

 
 

ICP Kind: belastet die innere Kante und die Spitze des Fußes

 

Verdacht auf Hemiparese: Eine Extremität ist schwächer

Verdacht auf eine Schädigung des Kleinhirns: beide Extremitäten schwingen zu sehr

Verdacht auf Diparese: beide Extremitäten bleiben starr oder die Spannung nimmt zu in ADD/EX/IRO mit PLANTARFLEX des Fußes und schwingen nicht

beide Extremitäten bleiben starr oder die Spannung nimmt zu in ADD/EX/IRO mit PLANTARFLEX des Fußes und
beide Extremitäten bleiben starr oder die Spannung nimmt zu in ADD/EX/IRO mit PLANTARFLEX des Fußes und

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6 Befund: Die Sinne

6.1 Einteilung der Sinne nach Jean Ayres (Die Sensorische Integration)

6.1.1 Die Fernsinne

Ermöglichen die bewusste Wahrnehmung der Umwelt

Die Fernsinne in schwacher Reizform helfen dem Kind zu sich zu kommen. Sie fördern: Konzentration, Gedächtnis, Emotionen, Zentrierung, Blickfixation

6.1.2 Die Basissinne

Die Verarbeitung erfolgt zum größten Teil im Gehirn

Merksatz Die Basissinne legen die Grundlage für

und

Bis zum Alter von 7 bis 8 Jahren ist die beste Förderung über die Basissinne

Die Motorik wird durch sensorischen Input differenzierter

Die Motorik ist in diesem Alter immer die Antwort auf einen sensorischen oder emotionalen Input

Eine gute Sensorik = eine gute Motorik

Siehe auch: www.unfallkassen.de

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  6.1.2.1 Taktiles System (Oberflächensensibilität) Förderung durch:   Förderung von: 
  6.1.2.1 Taktiles System (Oberflächensensibilität) Förderung durch:   Förderung von: 
 

6.1.2.1

Taktiles System (Oberflächensensibilität)

Förderung durch:

 

Förderung von:

Körperschema

 

Koordinationen

Emotionales Wohlbefinden

Gehirnentwicklung im ersten Lebensjahr

Definition: Körperschema: Das Bild vom Körper gespeichert im Gehirn

Definition: Koordinationen: Beide Extremitäten zeigen die gleiche Fähigkeit (in Symmetrie) in Rückenlage, als Zeichen der vorhandenen Speicherung im Gehirn

Im ersten Lebensjahr ist die sensibelste Phase der Synapsenbildung über das taktile System, da Berührungen und Gehirnentwicklung im ersten Lebensjahr eng miteinander verknüpft sind.

6.1.2.2

Propriozeptives System auch kinästhetische Wahrnehmung

(Tiefensensibilität)

 

Förderung durch:

Förderung von:

Tiefensensibilität

 

Aufrichtung

Zentrierung, Mitte

Tonusregulation

Schnelligkeit, Ausdauer, Reaktion

Körperschema

6.1.2.3

Das vestibuläre System (Gleichgewichtssinn)

Förderung durch:

 

Förderung von:

Symmetrie

 

Selektive Muskelarbeit

Raumorientierung

Tonusregulation

Vegetative Regulierung (Regulierung der körpereigenen Rhythmen)

 Raumorientierung  Tonusregulation  Vegetative Regulierung (Regulierung der körpereigenen Rhythmen)
 Raumorientierung  Tonusregulation  Vegetative Regulierung (Regulierung der körpereigenen Rhythmen)

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  6.2 Erkennen der Sinneskanäle bei Kindern Jedes Kind verfügt über verschiedene Sinneskanäle. Sie kommen
  6.2 Erkennen der Sinneskanäle bei Kindern Jedes Kind verfügt über verschiedene Sinneskanäle. Sie kommen
 

6.2 Erkennen der Sinneskanäle bei Kindern

Jedes Kind verfügt über verschiedene Sinneskanäle. Sie kommen häufig als Mischformen vor. Doch meistens dominiert ein Kanal. Sie zu erkennen ist wichtig für unsere Therapie mit Kindern. Wir nutzen diese um den Einstieg in die Therapie zu erleichtern und Lernprozesse zu fördern. Hier eine kleine Auswahl:

Fernsinne

Akustisch Singt gerne, hört aufmerksam zu, dreht Kopf zu Geräuschquelle, macht gerne Musik, klatschen, Tanzen, wiedererkennen von Stimmen, guter Stimm- und Geräuscheimitator, hört gerne Hörbücher, erzählt über Geräusche und Gesagtem, erzählt Geschichte mit Geräusche, macht gerne Geräusche nach (brumm, brumm)

Visuell Sucht Blickkontakt, malt gerne, macht große Augen, schaut viel, schaut gerne Bilderbücher, kommuniziert über die Augen, Liebe zum Detail, schminken sich gerne, farblich abgestimmte Kleidung, Ästhetiker, Lieblingskleider nach Farbe und Form, erzählt von Naturlandschaften und Farben, redet in Bilder (ich fühle mich wie der Bär nach seinem Winterschlaf)

Olfaktorisch/Gustatorisch Mag gerne essen, riecht oft an Gegenständen, steckt viel in den Mund, hat Schuffel Tuch, mag Blumen, kocht und backt gerne, ist gerne in der Natur, spielt gern mit Erde, riecht das Essen bevor es gegessen wird, erzählt von Essen und Gerüchen

Basissinne

Taktil Mag Zärtlichkeit, mag weiche Stoffe, Kuscheltiere, hat gerne Körperkontakt, berührt gerne verschiedene Materiale, gute feinmotorische Fähigkeiten, Lieblingskleider nach Stoffart, arbeitet gerne mit Ton, eher hypoton, streichelt gerne Tiere, erzählt über gespürtem (es war toll)

Propriozeptiv Stampft gerne, liebt wilde Spiele, rauft gerne, springt gerne, eher lautes gehen, eher hypomobil, stampft gerne, springt gerne in Pfützen, eher Grobmotoriker, Bewegungen eher eckig, Sportarten eher Fußball, Ballspiele, Spiele der Kraft und Ausdauer, erzählt mit viel Bewegungswörter (wir gingen)

Vestibulär Schaukelt gerne, beruhigt sich übers wiegen, wird gerne geschaukelt, gute Körperkoordination, balanciert gerne sich und Gegenstände, mag Schaukelpferd und Roller, fährt gerne Fahrrad, Inliner, Schlittschuh, eher hypermobil, Bewegungen sind fließend und harmonisch, tanzt gern, rhythmische Gymnastik, jongliert gern

Schlittschuh, eher hypermobil, Bewegungen sind fließend und harmonisch, tanzt gern, rhythmische Gymnastik, jongliert gern
Schlittschuh, eher hypermobil, Bewegungen sind fließend und harmonisch, tanzt gern, rhythmische Gymnastik, jongliert gern

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Teil II:

Die Idealmotorische Entwicklung im ersten Jahr (IME)

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1 Erster Trimenon 1.1 Übersicht Meilensteine Soziales Lächeln (4. – 6. Woche) Beginnende Kopfkontrolle (6-8.
1 Erster Trimenon 1.1 Übersicht Meilensteine Soziales Lächeln (4. – 6. Woche) Beginnende Kopfkontrolle (6-8.
1 Erster Trimenon 1.1 Übersicht Meilensteine Soziales Lächeln (4. – 6. Woche) Beginnende Kopfkontrolle (6-8.
1 Erster Trimenon 1.1 Übersicht Meilensteine Soziales Lächeln (4. – 6. Woche) Beginnende Kopfkontrolle (6-8.

1 Erster Trimenon 1.1 Übersicht

1 Erster Trimenon 1.1 Übersicht Meilensteine Soziales Lächeln (4. – 6. Woche) Beginnende Kopfkontrolle (6-8. Woche)
1 Erster Trimenon 1.1 Übersicht Meilensteine Soziales Lächeln (4. – 6. Woche) Beginnende Kopfkontrolle (6-8. Woche)

Meilensteine Soziales Lächeln (4. 6. Woche) Beginnende Kopfkontrolle (6-8. Woche) Symmetrischer UA Stütz (3. Monat)

Auflagefläche erster Stütz

Globale Haltungsmuster

Primitive Henkelstellung

Primitives differenziertes Strampeln

Fechterstellung

Wichtige Begriffe

Massenbewegungen

Holokinese

Dystone Beweglichkeit

Orofaziale Orientierung

Optische Orientierung

Protokonversation

Soziales Lächeln

Koordinationen

Körperschema

Koordinationen

Finger/Finger (2. Monat)

Hand/Hand (3. Monat)

 Finger/Finger (2. Monat)  Hand/Hand (3. Monat) Voraussetzungen sym. UA – Stütz, stabile RL,

Voraussetzungen sym. UA Stütz, stabile RL, Greiffunktion

 Finger/Finger (2. Monat)  Hand/Hand (3. Monat) Voraussetzungen sym. UA – Stütz, stabile RL, Greiffunktion

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  1.2 Begriffe   1.2.1 Phase der Massenbewegungen Das Neugeborene bewegt Arme, Beine und den
  1.2 Begriffe   1.2.1 Phase der Massenbewegungen Das Neugeborene bewegt Arme, Beine und den
 

1.2 Begriffe

 

1.2.1

Phase der Massenbewegungen

Das Neugeborene bewegt Arme, Beine und den ganzen Körper gleichzeitig, weil es einzelne Bewegungen noch nicht differenzieren kann. In den ersten 4 Wochen als Zeichen motorische Anpassung (siehe auch Holokinese). Später als Zeichen von Kontaktaufnahme/Erregung/Greiflust (siehe auch Dystone Beweglichkeit)

1.2.1.1

Holokinese (ersten 4 Wochen)

Einfluss von Moro, Verkoppelung von Kopf und Rumpf. Als Zeichen des unreifen NS

(hyperreagibilität) (siehe auch Phase der Massenbewegungen)

1.2.1.2

Dystone Beweglichkeit (2. Monat)

Unkoordinierte Bewegung von Arme und Beine gleichzeitig bei Erregung/ Kontaktaufnahme. Mundöffnung und Zunge raus bei Greiffunktion. Bei Greifansätzen ist immer der ganze Körper beteiligt. Die Augen fixieren den Gegenstand, die Nasenlöcher blähen sich, der Mund schmeckt und schmatzt, die Extremitäten machen auf und zu Bewegungen, Greifreflex an Händen und Füßen aktiv, die Atmung wird schneller. Der Sgl. treibt mit seiner Neugier die Motorik an (siehe auch Phase der Massenbewegungen)

1.2.2

Orofaziale Orientierung (1. Monat)

Erste Orientierung verläuft über das orofaziale Gebiet: Das Heben und Drehen des Kopfes wird durch olfaktorische, akustische und optische Reize initiiert (orofaziale Reizung) Der n. Trigeminus ist zu dieser Zeit im ganzen Gesicht hochempfindlich.

1.2.2.1

Automatische Reaktion (1. Monat)

Drehen des Kopfes um Atemwege frei zu halten. Wobei das Kinn mit der Unterlage in

Berührung bleibt. Gekoppelt an die orofaziale Orientierung

 

1.2.3

Optische Orientierung (ab 2. Monat)

Optische Fixierung ist der wichtigste Motor für Bewegung 50% fixieren mit 4 Wochen, 90% fixieren mit 6 Wochen wg. Synapsenverknüpfung. Das Kind hebt in BL seinen Kopf getrieben durch die Neugier und die optische Orientierung

Motor der Entwicklung:

 

1. Monat: Orofaziale Orientierung Ab 2. Monat: Beginn der optischen Orientierung

1.2.4

Entwicklung der Beinbeweglichkeit

1.2.4.1

Primitives Strampeln alternierend (1. Monat)

Tripple Extension / Tripple Flexion: Beine entweder komplett in Ext oder Flex alternierend verkoppelt: Beugung und Eversion des Fußes/ Streckung und Inversion des Fußes, da keine Differenzierung vorhanden ist

1.2.4.2

Differenziertes Strampeln (2. Monat)

Knie, Hüfte und Fußgelenke können isoliert voneinander bewegt werden

1.2.5 Entwicklung der Arme

 

1.2.5.1

Primitive Henkelstellung der Arme (1. Monat)

Schultergelenke: leichte IRO + EX Schultergürtel: protrahiert Ellbogen: max. FLEX und PRO Handgelenk: leichte ULNAABD, Hände zu Fäusten (können reaktiv geöffnet werden)

Daumen: inkliniert

 
und PRO Handgelenk : leichte ULNAABD, Hände zu Fäusten (können reaktiv geöffnet werden) Daumen : inkliniert
und PRO Handgelenk : leichte ULNAABD, Hände zu Fäusten (können reaktiv geöffnet werden) Daumen : inkliniert

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1.2.5.2 Fechterstellung (2.Monat)  

1.2.5.2

Fechterstellung (2.Monat)

 
1.2.5.2 Fechterstellung (2.Monat)  

ist nur in der 6/7 Woche als globales Muster erkennbar und nie fixiert. Sie ist inkonstant und

variabel. Auslöser: Beim Hinschauen: Gesichtsseite Extremitäten: leichte ARO, ABD und EX, Hinterhauptsseite: ARO und FLEX (unterschied zu ATNR: Kopfdrehung und Gelenke in IRO)

1.2.7

Protokonversation (6/8. Woche)

 

Neben dem Auftreten des ersten Lächelns ist die Fähigkeit zur „Protokonversation“ eine weitere universelle Verhaltensweise, die dazu dient Kontakt und Beziehung zu anderen herzustellen. Unter Protokonversation versteht Stern (2000) eine spontane Lautproduktion, die auftritt, wenn eine andere Person Blickkontakt zum Kind aufnimmt. Das Kind zeigt sie so lange wie Blickkontakt besteht und vermehrt, wenn die Bezugsperson mit ähnlichen Lauten antwortet.

 

1.2.8

Soziales Lächeln (4/6. Woche)

 

Nach etwa 4-6 Wochen wird das Kind zunehmend wacher. 50% fixieren in der 4. Woche, 90% fixieren in der 6. Woche. Ab dieser Zeit, die von manchen Forschern als das „soziale Erwachen“ bezeichnet wird, zeigt sich zum ersten Mal ein Lächeln, wenn man sich ihm zuwendet.

 

1.2.9

Koordinationen

Beide Extremitäten zeigen die gleiche Fähigkeit (in Symmetrie) in Rückenlage

 

1.2.9.1

Körperschema

Alles was berührt werden kann und begriffen (Greifen) wird ist im Gehirn repräsentiert. Je deutlicher dieses Bild gespeichert ist, desto koordinierter kann es bewegt werden. Hängt eng mit den Koordinationen zusammen.

 

Ordnen Sie die Begriffe zu den jeweiligen Monaten Automatische Reaktion, beginnende Kopfkontrolle, differenziertes Strampeln, Dystone Beweglichkeit, Fechterstellung, Holokinese, Koordinationen, optische Orientierung, orofaziale Orientierung, Protokonversation primitive Henkelstellung, primitives Strampeln, soziales Lächeln, symmetrischer UA Stütz.

1. Monat

2. M0nat

3. Monat

Henkelstellung, primitives Strampeln, soziales Lächeln, symmetrischer UA – Stütz. 1. Monat 2. M0nat 3. Monat
Henkelstellung, primitives Strampeln, soziales Lächeln, symmetrischer UA – Stütz. 1. Monat 2. M0nat 3. Monat

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  1.3 Auflageflächen bis hin zum Stütz Erster Monat – Auflagefläche BL: seitliche Wange, asym.
  1.3 Auflageflächen bis hin zum Stütz Erster Monat – Auflagefläche BL: seitliche Wange, asym.
 

1.3

Auflageflächen bis hin zum Stütz

Erster Monat Auflagefläche BL: seitliche Wange, asym. Thorax, Unterarme, beide Knie, sowie hin und wieder einer der beiden Großzehen

 

Schwerpunkt: relativ weit cranial (Wange, cranialer Sternum)

Asymmetrisches Liegen

RL: seitlicher Kopf, seitlicher Rumpf, Arme

Schwerpunkt: relativ weit caudal

Holokinese: Einfluss von Moro, Verkoppelung von Kopf und Rumpf

Asymmetrisches Liegen

Die RL ist sehr unsicher / Phase der Massenbewegung

Zweiter Monat Auflagefläche/Stütz BL: Auflagefläche verschwindet, der erste Stütz entsteht: Ab 20° Aufrichtung des Kopfes erstes Abstützen auf Unterarmen. Mitte Unterarmen unter Schulterlinie

Schwerpunkt: Sternum

Asymmetrisches Liegen

RL: Fersen können abgelegt werden

Dystone Beweglichkeit

Auflösung der Henkelstellung

differenziertes Strampeln möglich

Dritter Monat Unterstützungsfläche BL: Symmetrischer Ellbogenstütz

Stützdreieck: UA (mit Stützmaximum im Ellbogenbereich) und cranialer Bauchbereich (zwischen Xyphoid und Bauchnabel)

Schwerpunkt Xyphoid/Bauchnabel

RL: Symmetrische Rückenlage

Kopf mittig, ganzer Rumpf, aufliegendes Becken

Schwerpunkt wandert nach cranial

RL: Symmetrische Rückenlage  Kopf mittig, ganzer Rumpf, aufliegendes Becken  Schwerpunkt wandert nach cranial
RL: Symmetrische Rückenlage  Kopf mittig, ganzer Rumpf, aufliegendes Becken  Schwerpunkt wandert nach cranial

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Arme: Primitive

Beine: innerte FLEX Position Becken: massiv nach ventral gekippt, von der Unterlage abgehoben Hüfte: max. FLEX, ARO und 45° ABD, Kniegelenke: max. FLEX, OSG: DE USG: PRO, Zehen: EX

HWS: LATFLEX, HYPEREXT

Erster Monat: BL

Henkelstellung

und ROT bis 30° Aufrichtung möglich BWS/LWS: Hyperlordose im TLÜ LWS : Hyperlordose mit max.

und ROT bis 30° Aufrichtung möglich

BWS/LWS: Hyperlordose im TLÜ LWS: Hyperlordose mit max. ventraler Beckenstellung

 

Arme: Primitive

Beine: Primitives Strampeln alternierend Hüfte: ABD, ARO und FLEX Knie: FLEX Füße: DE + EVERSION/PF + INVERSION

HWS in allen Ebenen außerhalb der Nullstellung:

Erster Monat: RL

Henkelstellung

Hände : locker Gesicht zu einer Seite rotiert, zur Gegenseite geneigt und leicht überstreckt.

Hände: locker

Gesicht zu einer Seite rotiert, zur Gegenseite geneigt und leicht überstreckt.

gefaustet,

Daumen:

inkliniert

 
 

LWS: Hyperlordose

 

Schultergürtel:

Becken + UEX:

Kopf 5/6 Woche: Beim Wechsel des Blickes von einer Seite zur anderen ist das Kind fähig die HWS mittig einzustellen, um dann den Kopf wieder Asymmetrisch abzulegen

Beginnende Kopfkontrolle

Zweiter Monat: BL

PROTRAKTION Scapula wandert mehr in ADD, Schulter: ARO/ABD Ellbogen: hinter Schulterlinie, max. FLEX lässt nach Hände: öffnen sich langsam Daumen:

sollte mit Beginn der optischen Fixierung draußen sein

FLEX lässt in allen Gelenken langsam nach

draußen sein FLEX lässt in allen Gelenken langsam nach Aufrichtung 6/8 Woche: bis 60° Entwicklung geschieht

Aufrichtung 6/8 Woche: bis 60° Entwicklung geschieht wegen der optischen Orientierung des Kindes

 

Handgreifreflex:

Differenziertes

Globales Haltungsmuster in der 6/7 Woche: Fechterstellung

Zweiter Monat: RL

Deutlich schwächer, bei Erregung aktiv

Strampeln

Becken : Ventral  

Becken: Ventral

 
 

gekippt

HWS: LATFLEX, ROT zur Gegenseite und HYPEREX LWS: Hyperlordose

Auflösung der

Hüfte: FLEX

Henkelstellung

Füße: SUP

Fersen: können

 

abgelegt werden

Dritter Monat: BL

Ellbogen: PRO/SUP während dem Spiel, unter/vor Schulterlinie

Handgelenk: in EX, locker gefaustet/geöffnet

Beine: Breite Basis (O förmig)

Symmetrische BL Kopf: frei beweglich bis 30° ROT ohne Mitbewegung des Schultergürtels, Frontalebene des Gesichts bis in die vertikale Aufrichtung: bis 90°

Symmetrischer UA Stütz

Symmetrischer UA Stütz

Hüfte: Mittelstellung Knie: FLEX Füße: Großzeheninnenseiten spielen in der Luft

 

Schulter:

UEX: Mittelstellung aller Gelenke

Symmetrische RL Stabile RL: Arme und Beine können gebeugt gegen die Schwerkraft gehoben werden Kopf: kann in der Mitte gehalten werden und 30° ROT ohne Mitbewegung des Schultergürtels

Dritter Monat: RL

FLEX/ABD/ARO Hände: geöffnet, wollen greifen, können aber noch nicht

Hüfte: 90° FLEX, 30° ARO, 45° ABD Knie: Flex

Hüfte: 90° FLEX, 30° ARO, 45° ABD Knie: Flex

Symmetrische RL

 

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  1.4 Befund im 1. Trimenon Wir beobachten besonders:    Kopfkontrolle  Orofaziale Orientierung
  1.4 Befund im 1. Trimenon Wir beobachten besonders:    Kopfkontrolle  Orofaziale Orientierung
 

1.4

Befund im 1. Trimenon

Wir beobachten besonders:

 

Kopfkontrolle

Orofaziale Orientierung

Optische Fixierung 6/7 Woche: 3 Sek.

 

Kopfablegen zu beiden Seiten

sym. UA Stütz

Stützdreieck: UA (mit Stützmaximum im Ellbogenbereich) und cranialer Bauchbereich (zwischen Xyphoid und Bauchnabel)

 

Rumpf: Symmetrische und sichere BL

Ellbogen: vor/unterhalb der Schulterlinie

Reflexe/Lagerreaktionen/Stellreaktionen

Symmetrische BL

Fontanelle, Occiput Mitte, WS, rima ani liegen auf einer Linie

 

Gesäßfalten, Kniefalten liegen auf einer Linie

Symmetrische RL

Nase, Kinn, Brustbein, Nabel sowie Symphyse liegen auf einer Linie

 

Koordinationen RL

Finger/Finger ,Hand/Hand

 

1.5 Voraussetzungen

 

Voraussetzungen sym. UA Stütz

 

Der Trieb nach optischer Kontaktaufnahme (Neugier)

Aufrichtung HWS (bis 90°)

Kopfkontrolle

Aufrichtung obere BWS

Stabiler Schultergürtel: Ellbogen sind unterhalb/vor den Schultern

 

Schwerpunkt zwischen Xiphoid/Bauchnabel

Voraussetzungen stabile RL

Stabiler Schultergürtel

aktive Bauchmuskeln

Kopf in der Mitte, Blickfixation

 

Voraussetzung für die Greiffunktion der Hände/Füße

Symmetrische RL

Stabiler Schultergürtel

Stabiler Becken

Blickfixation, Interesse

 Symmetrische RL  Stabiler Schultergürtel  Stabiler Becken  Blickfixation, Interesse
 Symmetrische RL  Stabiler Schultergürtel  Stabiler Becken  Blickfixation, Interesse

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2 Zweiter Trimenon 2.1 Übersicht Wichtige Begriffe Split Brain Phase Amphibienreaktion Koordinationen  Hand/Mund
2 Zweiter Trimenon 2.1 Übersicht Wichtige Begriffe Split Brain Phase Amphibienreaktion Koordinationen  Hand/Mund
2 Zweiter Trimenon 2.1 Übersicht Wichtige Begriffe Split Brain Phase Amphibienreaktion Koordinationen  Hand/Mund
2 Zweiter Trimenon 2.1 Übersicht Wichtige Begriffe Split Brain Phase Amphibienreaktion Koordinationen  Hand/Mund

2 Zweiter Trimenon 2.1 Übersicht

2 Zweiter Trimenon 2.1 Übersicht Wichtige Begriffe Split Brain Phase Amphibienreaktion Koordinationen  Hand/Mund

Wichtige Begriffe Split Brain Phase Amphibienreaktion

Koordinationen

Hand/Mund (4.Mo)

Auge/Hand/Mund

Hand/Knie (5.Mo)

Hand/Genitalien

Fuß/Fuß (4.-6. Mo)

Fuß/Fuß/Koordinationen

Großzehenkontakt (4.Mo)

Medialer Fußrand (5.Mo)

Fußsohlenkontakt (6.Mo)

Medialer Fußrand (5.Mo)  Fußsohlenkontakt (6.Mo) Meilensteine  Einzel UA Stütz (4. Monat) 

Meilensteine

Einzel UA Stütz (4. Monat)

Greifen über die Mitte (5. Monat)

Drehen RL BL (6. Monat)

Symmetrischer Handstütz (6. Monat)

Voraussetzungen Einzelellbogenstütz, Drehen RL BL, sym. Handstütz

 Symmetrischer Handstütz (6. Monat) Voraussetzungen Einzelellbogenstütz, Drehen RL  BL, sym. Handstütz

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2.2 Begriffe

2.2.1 Amphibienreaktion (Kriechreflex) (6. 7.Monat)

Beginnt im Alter von sechs bis sieben Monaten. Wenn das Kind in BL auf dem Boden liegt, kann sie ausgelöst werden. Hebt man passiv die eine Seite des Beckens an, kommt es zu einer Rotation des Beckens. Das Bein der gleichen Seite wird in allen Gelenken gebeugt und seitlich angezogen, das andere Bein in allen Gelenken gestreckt. Es ist der Beginn des aktiven Kriechens, ein Vorstadium des Krabbelns

Wozu werden Amphibienreaktionen benötigt?

Leiten das Drehen von BL RL ein

Vorstufe des Kriechens /Robbens

Voraussetzung für die Fortbewegung (Krabbeln, Gehen)

2.2.2 Split Brain Phase (Ende der Phase um den 5. Monat)

Jede Gehirnhemisphäre arbeitet unabhängig von der anderen. Überkreuzbewegung ist nicht möglich. Verfolgen des Gegenstandes über die Mittellinie ist möglich. Ende dieser Phase:

Greifen über die Mittellinie. Spielzeug sollte daher seitlich von der Mittellinie angeboten werden, da das Kind sonst Entscheidungsprobleme hat welche Greifhand ausgewählt werden soll. Bei Greifunlust sollte das Spielzeug nicht in die Hand gegeben werden: weil „Greifen – wollen“ sich im Gehirn abspielt.

2.2.3 Wahrnehmungsfähigkeit des Handrückens (4/5. Monat)

Ein nicht gesehener auf dem Handrücken gelegener Gegenstand wird sofort wahrgenommen Reaktion: hinschauen und SUP. Bei Greifunlust: vorsichtig Handrücken klopfen.

Vierter/Fünfter Monat: BL

Schultergelenk: 60° ABD, 120° FLEX, Ellbogen jetzt vor der Schulterlinie, Hände:

geöffnet nicht entfaltet

Hüfte: Zunehmende Extensionsfähigkeit

 
BWS : EX und ROT bis zur mittleren BWS

BWS: EX und ROT bis zur mittleren BWS

Vierter Monat: RL

Greift es mit seinen Händen, so greifen auch die Füße vor seinem Körper

Beine werden nun länger in der Luft gehalten Becken: bei aufgestellter Ferse wirft es das Becken hoch (Brückebauen), Hüfte: > 45°ABD

Galant geht jetzt zurück als Zeichen der stabilen, mittigen RL

geht jetzt zurück als Zeichen der stabilen, mittigen RL Fünfter Monat: RL Greift über die Körpermitte,

Fünfter Monat: RL

Greift über die Körpermitte, schnell und zielsicher und wechselt Spielzeug von Hand zu Hand (Ende Split Brain Phase)

Becken: leicht schräggestellt, Beckenextension bis O Stellung an der LWS Hüfte > 90° FLEX und max. aktive ABD

Bauchmuskelaktivität bringen Becken in EXT. SIAS wandern nach cranial/dorsal

> 90° FLEX und max. aktive ABD Bauchmuskelaktivität bringen Becken in EXT. SIAS wandern nach cranial/dorsal

Sechster Monat: BL

Hände voll entfaltet im Handstütz Greifreflex ist erloschen (wenn nicht, dann kein radiales greifen möglich und keinen Handstütz) Hüfte: maximale EX Mit erweitertem Gesichtsfeld nimmt die Aufrichtung des Schultergürtels zu. TLÜ bis LWS in EX

die Aufrichtung des Schultergürtels zu. TLÜ bis LWS in EX Sechster Monat Hand : radiale ABD

Sechster Monat

Hand: radiale ABD Ellbogen: vollendet supiniert Handgelenk: EXT Handgreifreflex erloschen, Hüfte: max. aktive Flex und max. aktive ABD

in RL

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  2.3 Stützaktivitäten  Einzel UA – Stütz /Einzel Ellbogenstütz  Rumpf von Xyphoid bis
  2.3 Stützaktivitäten  Einzel UA – Stütz /Einzel Ellbogenstütz  Rumpf von Xyphoid bis
 

2.3 Stützaktivitäten

Einzel UA Stütz /Einzel Ellbogenstütz

Rumpf von Xyphoid bis Symphyse

HHSeite: Stützseite: ventrale Hüft/OS Partie, UA

Gesichtsseite: Mobile Seite: Condylus femoris medialis

Symmetrischer Handstütz

2 Stützdreiecke: Hände Symphyse, Symphyse Oberschenkel/Knie

Handstütz: MC + Daumen in ABD, Finger: fast gestreckt und breit gefächert

Greifreflex ist erloschen

2.4

Befund im 2. Trimenon

Wir beobachten besonders:

Einzel UA Stütz / Einzelellbogenstütz

Stützseite: Ellbogen vor Schulterlinie, Bein gestreckt

mobile/freie Seite: Arm in FLEX zum Greifen erhoben, Knie in FLEX und Hüfte in FLEX/ABD

Greifen

Im 5. Monat: ulnares Greifen: bei konzentrierter Beobachtungsphase (2-3 Sek lang) greift Kind besonders mit dem 5 und 4. Finger, seitliches Greifen beginnt

Im 5. Monat: greifen über die Körpermitte als Zeichen der Gehirnintegration

Im 6. Monat: Radiales Greifen: Finger 1 3 greifen sicher. Kann mit jeder Hand unabhängig voneinander einen Gegenstand nehmen, halten, in den Mund stecken, anschauen

Gegenstand nehmen, halten, in den Mund stecken, anschauen  sym. Handstütz  Stützdreiecke: Hand –

sym. Handstütz

Stützdreiecke: Hand Symphyse, Symphyse Oberschenkel/Knie

Hüfte: max. Extension

Schwerpunkt ist über die Symphyse hinaus bis OS Mitte gewandert

Hände voll entfaltet: MC + Daumen in ABD Finger: fast gestreckt und breit gefächert

Koordinationen

A/H/M, H/M, F/F, H/K

Reflexe/Lagereaktionen/Stellreaktionen/Stützreaktionen

gefächert  Koordinationen  A/H/M, H/M, F/F, H/K  Reflexe/Lagereaktionen/Stellreaktionen/Stützreaktionen
gefächert  Koordinationen  A/H/M, H/M, F/F, H/K  Reflexe/Lagereaktionen/Stellreaktionen/Stützreaktionen

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  2.5 Voraussetzungen  Voraussetzungen – Einzel UA – Stütz / Einzelellbogenstütz  Sicherer
  2.5 Voraussetzungen  Voraussetzungen – Einzel UA – Stütz / Einzelellbogenstütz  Sicherer
 

2.5 Voraussetzungen

Voraussetzungen Einzel UA Stütz / Einzelellbogenstütz

Sicherer symmetrischer UA Stütz / Ellbogenstütz

Amphibienreaktionen

Frei: Kopf, großer Bereich des Thorax und Greifarm

EXT/ROT der Wirbelsäule: HWS und mittlere BWS

Intrinsische Motivation

Rumpfkontrolle

Voraussetzungen Drehen RL BL

Symmetrie

Stabil in SL

Kopfkontrolle in SL

Hand/Hand, Fuß/Fuß, Hand/Knie, Hand/Fuß (instabil)

Ende split brain Phase, Greifen über die Mittellinie

Rumpfkontrolle

Voraussetzungen sym. Handstütz

Sym. UA Stütz, sicherer Einzel UA Stütz

Symmetrie

Kopfkontrolle

BWS Extension

Intrinsische Motivation

Maximale Hüftextension

– Stütz  Symmetrie  Kopfkontrolle  BWS Extension  Intrinsische Motivation  Maximale Hüftextension
– Stütz  Symmetrie  Kopfkontrolle  BWS Extension  Intrinsische Motivation  Maximale Hüftextension

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3
3
3 Dritter Trimenon 3.1 Übersicht Wichtige Begriffe  Unreifes Krabbeln Koordinationen  H/F (7.Mo)  H/F/M
3 Dritter Trimenon 3.1 Übersicht Wichtige Begriffe  Unreifes Krabbeln Koordinationen  H/F (7.Mo)  H/F/M

Dritter Trimenon 3.1 Übersicht

Wichtige Begriffe

Unreifes Krabbeln

Koordinationen

H/F (7.Mo)

H/F/M (7.Mo)

A/H/F (7.Mo)

Meilensteine

Einzelhandstütz (7. Mo)

Robben (8.Mo)

4-Füßler (8.Mo)

Drehen BLRL

(8.Mo)

Rocking (9. Monat)

Globales Haltungsmuster

Unreifes Krabbeln

Sekundäre Meilensteine

1. Gartenzwergposition (7.Mo)

2. Gartenzwergposition (9.Mo)

Voraussetzungen 4-Füßler, Drehen BL RL

(9.Mo) Voraussetzungen 4-Füßler, Drehen BL  RL Schwan - traditionell 1. Mit einem Quadrat anfangen. Die

Schwan - traditionell

4-Füßler, Drehen BL  RL Schwan - traditionell 1. Mit einem Quadrat anfangen. Die untere Ecke
4-Füßler, Drehen BL  RL Schwan - traditionell 1. Mit einem Quadrat anfangen. Die untere Ecke
4-Füßler, Drehen BL  RL Schwan - traditionell 1. Mit einem Quadrat anfangen. Die untere Ecke
4-Füßler, Drehen BL  RL Schwan - traditionell 1. Mit einem Quadrat anfangen. Die untere Ecke

1. Mit einem Quadrat anfangen. Die untere Ecke auf die obere Ecke falten und wieder entfalten.2. Die rechte obere und die rechte untere Kante auf den Mittelbruch falten.3. Das Modell wenden. 4. Die linke obere und die linke untere Kante auf den Mittelbruch falten. 5. Die linke Ecke zur rechten Ecke falten.

falten. 5. Die linke Ecke zur rechten Ecke falten. 6. Die Spitze im angegebenen Bereich nach
falten. 5. Die linke Ecke zur rechten Ecke falten. 6. Die Spitze im angegebenen Bereich nach
falten. 5. Die linke Ecke zur rechten Ecke falten. 6. Die Spitze im angegebenen Bereich nach
falten. 5. Die linke Ecke zur rechten Ecke falten. 6. Die Spitze im angegebenen Bereich nach
falten. 5. Die linke Ecke zur rechten Ecke falten. 6. Die Spitze im angegebenen Bereich nach

6. Die Spitze im angegebenen Bereich nach links falten.7. Die obere Hälfe nach hinten falten.8. Den Hals aufrichten und in dieser Position durch zusammendrücken am Ansatz fixieren.9. Den Kopf aufrichten und in dieser Position durch zusammendrücken am Ansatz fixieren.10. Fertiger Schwan. am Ansatz fixieren. 9. Den Kopf aufrichten und in dieser Position durch zusammendrücken am Ansatz fixieren.

fixieren. 9. Den Kopf aufrichten und in dieser Position durch zusammendrücken am Ansatz fixieren. 10. Fertiger

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  3.2 Begriffe   3.2.1 Unreifes Krabbeln (9.Monat)   Weil der Fuß zu Beginn der
  3.2 Begriffe   3.2.1 Unreifes Krabbeln (9.Monat)   Weil der Fuß zu Beginn der
 

3.2 Begriffe

 

3.2.1

Unreifes Krabbeln (9.Monat)

 

Weil der Fuß zu Beginn der Krabbelphase beim Vorwärtsschritt im OSG eine DE macht, spricht man von einem „unreifen Krabbeln“. Im Alter von 10 Monaten erlischt diese assoziierte Bewegung (STNR) im OSG. Es wird dann von einem „reifen Krabbeln“ gesprochen.

3.2.2

Hochziehen an Gegenständen

 

Orientierung: etwa 2 Wochen nach dem ersten Krabbeln beginnt der Säugling sich an Gegenständen hochzuziehen

3.2.3

Robben

Erste Form der linearen Fortbewegung, Die Beine sind anfangs noch ohne Gewichtsübernahme. Dauer: Robben dauert normalerweise 3 Wochen

 
 

3.3 Stützaktivitäten

 

Einzelhandstütz (7. Monat)

 

Stützdreieck: HHSeite: Handwurzel, Leiste / OS Gesichtsbein: ep. medialis femoris

1. Gartenzwergposition (7. Monat)

 

Stützbasis: Unterarm, Oberschenkel bis zum Becken und die Großzehe des oberen Beines

2. Gartenzwergposition (9. Monat)

 

Stützbasis: schräger Sitz mit stützender Hand

 

3.4

Befund im 3. Trimenon

 

Wir beobachten besonders:

H/F/M/K (7. Monat)

 

Fasst beide Füße und steckt sie in den Mund bei stabilem Haltungshintergrund vom Rücken.

Körperschema bis zu den Füßen erweitert. Im Handeln entdeckt es seine Füße

Stabiler Haltungshintergrund: Hat keinerlei Balanceschwierigkeiten

LWS: Aktive Dehnung

 

Hüften: Maximum an FLEX/ABD/ARO

 

1. Gartenzwergposition (7. Monat)

Beim Drang höher befindliche Gegenstände zu greifen geht es rückwärts in die Gartenzwergstellung

Erster Einsatz des Großzehes des Fußes der oberen Körperseite . Er sichert als Stützpunkt die labile Seitenlage ab.

Körperschema: Das Kind entdeckt dabei seine obere Beckenpartie

 
als Stützpunkt die labile Seitenlage ab.  Körperschema : Das Kind entdeckt dabei seine obere Beckenpartie
als Stützpunkt die labile Seitenlage ab.  Körperschema : Das Kind entdeckt dabei seine obere Beckenpartie

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 4Füßler/Rocking (8./9. Monat)

4Füßler/Rocking (8./9. Monat)

 4Füßler/Rocking (8./9. Monat)
 

Gewichtsverlagerung nach cranial/caudal. Die Gewichte werden von den Armen zu den Beinen übertragen das Vor und Rückwippen integriert den STNR und gibt die Beine frei für die Kreuzmusterbewegung des Krabbelns

 

Drehen BL RL (8. Monat)

2. Gartenzwergposition (9.Monat)

Hierbei richtet sich der Rumpf das erste Mal in vertikaler Richtung auf.

Fußgreifreflex wird durch den Fußsohlenkontakt bei der 2. Gartenzwergposition langsam integriert

Erster Fußsohlenstütz

Unreifes Krabbeln (9.Monat)

Lagereaktionen/Gleichgewichtsreaktionen/Stützreaktionen

 

3.5 Voraussetzungen

 

Voraussetzungen 4-Füßler

 

Handstütz/Kniestütz

Stabiler Schultergürtel

Beckenextension

Integrierte Amphibienreaktionen

Transitärer STNR hilft 4-Füßler zu stabilisieren

Rumpfkontrolle: Bauchmuskelkontraktion

 

WS EX

 

Voraussetzungen Drehen BL RL (8. Monat)

 

Gewichtsverlagerung (Stützseite wird lang)

Amphibienreaktion

Symmetrischer Handstütz

Rumpfkontrolle

Bewegen von Becken gegen Schulter

Stabile SL

   

Analyse: Drehen von BL RL

1.

2.

3.

 Bewegen von Becken gegen Schulter  Stabile SL     Analyse: Drehen von BL 
 Bewegen von Becken gegen Schulter  Stabile SL     Analyse: Drehen von BL 

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4 Vierter Trimenon 4.1 Übersicht Meilensteine  Reifes Krabbeln (ab 10. Monat)  Prinzenstand (10.
4 Vierter Trimenon 4.1 Übersicht Meilensteine  Reifes Krabbeln (ab 10. Monat)  Prinzenstand (10.

4 Vierter Trimenon 4.1 Übersicht

Meilensteine

Reifes Krabbeln (ab 10. Monat)

Prinzenstand (10. Monat)

Sitzen (ab 10. Monat)

Seitliche Schritte (11. Monat)

Freies Stehen (12. Monat)

Gehen (bis 18. Monat)

 Freies Stehen (12. Monat)  Gehen (bis 18. Monat) Wichtige Begriffe Reifes Krabbeln Vorteile des

Wichtige Begriffe

Reifes Krabbeln Vorteile des Krabbelns Entwicklung des Armstützes im Sitz

Standentwicklung

4Füßler (8. Monat)

Zieht sich an Gegenständen hoch (10. Monat)

Prinzenstand (10.Monat)

Seitliche Schritte (11. Monat)

Hockhaltung (12. Monat)

Bärengang (12. Monat)

Freier Stand (12. Monat)

Sitzentwicklung

1. Gartenzwergposition (7. Monat)

Schräger Sitz (9. Monat) = 2. Gartenzwergposition

Seitsitz (10. Monat)

Ringsitz (10. Monat)

Langsitz (11. Monat)

Sitzen mit geradem Rücken (12. Monat)

Voraussetzungen

Der Sitz, freier Stand, das Gehen

Langsitz (11. Monat)  Sitzen mit geradem Rücken (12. Monat) Voraussetzungen Der Sitz, freier Stand, das

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  4.2 Begriffe   4.2.1 Die Entwicklung des Armstützes im Sitz  6. Monat: Nach
  4.2 Begriffe   4.2.1 Die Entwicklung des Armstützes im Sitz  6. Monat: Nach
 

4.2 Begriffe

 

4.2.1

Die Entwicklung des Armstützes im Sitz

6. Monat: Nach vorne

 

8. Monat: zur Seite

10. Monat: nach hinten

4.2.2

Die Handentfaltung

Geschieht über den Handstütz. Im 10. Monat mit dem Krabbeln vollendet Handstütz: MC + Daumen in ABD Finger: fast gestreckt und breit gefächert Greifreflex muss dafür erloschen sein (wenn nicht, dann kein radiales greifen möglich und keinen Handstütz)

 

4.2.3

Reifes Krabbeln (10. Monat)

Unabhängig von der Unterlage:

 

Kopf: Ist stabil, Augen auf ein Ziel gerichtet

Scapula: saugt sich an Thorax

GHG: abwechselnd bis ca. 120° FLEX, Rotations Null Stellung, leichte ABD

Ellbogen: leichte FLEX, leichte PRO

Hand: vollständig entfaltet, Mittelfinger zeigen in Krabbelrichtung

WS: leichte EX, geringe ROT, geringe LATFLEX

Hüfte: FLEX bis ca. 120°

US/Füße: in einer Linie parallel zum Boden (kein STNR mehr)

Rhythmus: Rhythmisches Krabbeln: Hand/Knie, Hand/Knie

Knie sind Hüftbreit, Hände Schulterbreit

Vorteile des Krabbelns (10. Monat)

Kräftigt die Muskeln, die Haltungsschwäche vorbeugt

Trainiert Stützfunktionen der Arme, stabilisiert Schultergürtel

Differenziert die Hände

Fördert Sprachentwicklung

Schult A/H/K

Schult Raumwahrnehmung und die Körperlage im Raum

Ideale Überkreuzbewegung für optimale re/li Gehirnentwicklung

4.2.4

Der Sitz (ab 9. Monat)

Das Kind hat selten das Bedürfnis zum Sitzen. Sitzen wird eher als Zwischenposition und sehr kurzfristig eingenommen. Das Kind nützt den Sitz um Gegenstände zu untersuchen, bleibt jedoch in dieser Position nie länger als 2 Minuten.

 

4.2.5

Der Prinzenstand (10. Monat)

2 bis 3 Wochen vor/nach dem Krabbelbeginn, fängt das Kind an sich selbständig hochzuziehen. Der Drang in die Aufrichtung treibt das Kind in die Vertikale. 1. Ein Arm wird gehoben, der andere dazu geholt 2. Das Kind zieht sich in die Höhe und ein Bein wird im Becken angehoben und Kreuzkoordiniert (rechter Arm / linkes Bein) gebeugt aufgestellt 3. Oberkörper wird am Anfang für die Gewichtsabnahme eingesetzt

 
Arm / linkes Bein) gebeugt aufgestellt 3. Oberkörper wird am Anfang für die Gewichtsabnahme eingesetzt  
Arm / linkes Bein) gebeugt aufgestellt 3. Oberkörper wird am Anfang für die Gewichtsabnahme eingesetzt  

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  4.2.6 Freier Stand (12. Monat) Vom ersten Hochziehen an Gegenständen bis zum freien Gehen
  4.2.6 Freier Stand (12. Monat) Vom ersten Hochziehen an Gegenständen bis zum freien Gehen
 

4.2.6 Freier Stand (12. Monat)

Vom ersten Hochziehen an Gegenständen bis zum freien Gehen dauert es 4-6 Monate Geschieht meist zufällig, lässt beim Spielen im Stehen eine Hand los

Die Motivation ist das Sehen aus erhöhter Stellung

Zuerst mit dorsalen Gewichten

ABD/ Seemannsgang (breite Basis) bis es lernt sich auszubalancieren

4.3 Befund im 4. Trimenon

Wir beobachten besonders:

Die Spontanmotorik

Welche Fortbewegung hat das Kind? (Sollte 2 haben)

Mit was spielt das Kind, zeigt es Interesse, hat es eigenen Antrieb?

Der Sitz (ab 9. Monat)

Reifes Krabbeln (10. Monat)

Der Prinzenstand (10. Monat)

Seitliche Schritte (11. Monat)

Erste Schritte seitlich

Arme erinnern an primitive Henkelstellung

Läuft dem Schwerpunkt hinterher

Freier Stand (12. Monat)

 Arme erinnern an primitive Henkelstellung  Läuft dem Schwerpunkt hinterher  Freier Stand (12. Monat)
 Arme erinnern an primitive Henkelstellung  Läuft dem Schwerpunkt hinterher  Freier Stand (12. Monat)

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  4.4 Voraussetzungen  Voraussetzung: Das reife Krabbeln  Rumpfkontrolle  sicherer Handstütz 
  4.4 Voraussetzungen  Voraussetzung: Das reife Krabbeln  Rumpfkontrolle  sicherer Handstütz 
 

4.4 Voraussetzungen

Voraussetzung: Das reife Krabbeln

Rumpfkontrolle

sicherer Handstütz

integrierter STNR

stabiler 4Füßler

Voraussetzung: Der Sitz (ab 9. Monat)

Stabile sym. RL mit Arme und Beine gestreckt

Rumpfkontrolle (ventrale/dorsale/seitliche Rumpfkette)

Aktive Aufrichtung der WS

Gewichtübernahme der Beine (eingeübt im 2. Gartenzwerg/Seitsitz)

4Füßler

Reifes Krabbeln

Voraussetzung: Der freie Stand (12. Monat)

Den Weg nach unten zu erarbeiten schafft die Voraussetzungen für das sichere Stehen

Rumpfkontrolle und Hüftextension

Aktive Aufrichtung der WS

Gewichtübernahme der Beine

Gleichgewichtsreaktionen der Füße

Wahrnehmung der Füße

Rumpfkontrolle in RL auf labiler UF

Fußstützaktivität

Voraussetzung: Das Gehen (bis 18. Monat)

Dies wird in der Krabbelphase und beim ständigem Hoch und Runterziehen in den Stand trainiert:

Gleichgewicht

Koordination

ausreichende Haltungskontrolle

Körperschema Beine integriert

Tiefensensi/Propriozeption Füße

starke Beine

Haltungskontrolle  Körperschema Beine integriert  Tiefensensi/Propriozeption Füße  starke Beine
Haltungskontrolle  Körperschema Beine integriert  Tiefensensi/Propriozeption Füße  starke Beine