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Deutsch ais Fremdsprache in 3 S t ufen

Helrnut M "lI

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u er trau

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ebrS/e irn FlugZ~ugberraSchend t r ifft

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Oh

, Maria!

nach M unchen " ,

Langenscheidt bei Klett

978-3-12-606445-3

Felix & Theo

OH,

MARIA

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lan g enscheidt

Berl i n . Mad r id . Mün c hen . Warschau . W i en . Zürich

L e icht e L e kt ü r e n

Deutsch a is Fr e md s pr a ch e in dr e i Stuf e n

Oh, M a r ia 000

Stuf e 1

Di eses Werk fo l gt d e r n eue n Rec h tsc h re ib u n g

entsp r ec h end de n amt li c h e n Ri c htlini e n .

© 199 1 by L ange ns c h eid t

KG, B e rlin un d M ü nc h e n

Druck u nd B i n d un g:

S t ürtz Gmb H , Wür z bu rg

I SBN 9 78 -3-46 8 - 4 9681 -3

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C'l

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Die Hauptpersonen dieser Geschichte sind:

Helmut MüIler, Privatdetektiv, muss nach München

f l iegen, um dort einen Auf t rag zu erledigen. Im Flugzeug

begegnet er Maria , seiner früheren Freundin . Maria Hintersberger, wi ll einige Tage in München blei - ben , weiB aber noch nicht , ob sie Zeit hat, mit Müller essen zu gehen . Peter von Hacker, Textilfa b rikant , hat ein Problem: Seine Tochter ist mit einem italienischen Schlagersâ nger ver- schwunden. Bea Braun, Müllers Sekretãrin, b l eibt in Berlin u nd t r ifft sich m i t Kommissar Schweitzer . Kommissar Schweitzer weiB vie l über Maria Hinters- berger und hat einen schlimmen Verdacht .

1

,Mein Gott, ist das heiJ3', denkt Helmut Müller. August ist der Monat mit den h õ chsten Temperaturen in Berlin .

Müller steht auf der Wilmersdorfer StraJ3e und

ein Taxi . Er hat einen kleinen Koffer in der Hand . Er muss zum Flughafen. Es ist Samstagmittag und es fahren kaum

Autos auf den StraJ3en. Viele Berliner sind

nicht verreist ist, ist am Wannsee' beim Baden. Endlich kommt ein Taxi. Müller steigt ein. "Zum Flughafen Tegel, bitte, Lufthansa nach München." Der Fahrer ist ein alter Berliner Taxifahrer. Er hat Lust, sich zu unterhalten. Müller spricht eigentlich geme mit Taxifahrem, aber heute nicht . Er denkt an den Flug. Müller hasst Flugzeuge. Er hat Angst vorm Fliegen. Er muss nach München, weil er einen guten Auftrag bekommen hat. Ein Textilfabrikant hat gestem angerufen. Ein Routinefall . Und er arbeitet geme in München. Er hat dort studiert, an

im Urlaub. Wer

wartet auf

d e r L ud w ig - Max i m ilian s - U ni vers itãt .

Z e i t d a m a l s. Müller i s t h e ut e 42 J a hr e alt . Damals

2 0 . D a n a ch , E nd e der 60er - , A nfang der 70er - Jahr e, h a tt e er sein e politische Pha s e. Die S tudenten haben o f t gestreik t, er a uch . Er war m i t Maria zu s ammen. Mari a

, , 25 E u r o , mei n He r r . "

"Wie bitt e?" M ü Iler t r ãumt von München und von Maria . ,,25 E uro, sach ick ! Is wat??' '.

" Nein , nein , schon gut, hier bitt e ."

Es w ar e ine lu s ti ge

wa r er

2

MüIler steigt aus und geh t zum Lu f thans a - Schalter. Seine

S ekret ã rin, Bea Braun, hat gestern Abend noch den

Flugschein im Reisebüro neben seinem Büro bes o rgt . Bea Braun ist di e einzige Mitarb e iterin in Müllers Büro . Ein Pri v atdet e ktiv braucht n i ch t v iel . E in kleines Büro , ei n

T elefon , e in e Sekret ã rin. Man verdient nicht vie l , aber ma n

braucht a uch nicht v iel.

M üller g i bt sem e n F lug s ch e in em e r jun gen Fra u am

S

" Wo môchten S i e s it ze n ? "

ch a lter .

.Jch m õ chte einen Platz ganz vorne , bitte . " . Fenster oder G ang ?" "Gang , bitte ." Am F enster hat Müller noch m ehr Angst vorm Fliegen. Wenn man aus dem Fenster schaut, ist alles so schrecklich tiefunten . Furchtbar ! "Geben Sie Gepãck auf? "

" Nein."

. Bitte gehen Sie gleich zur Passkontrolle! Der F lug i s t

scho n a u fgerufen. " Die junge F rau gibt ihm die Bordkarte und den F lug -

schein . Der B e amt e an der Passkontrolle s ieht nur kur z

in den A us w ei s. Prob l em .

In der Wartehalle s it ze n s chon v iele L eute.

, Ob die auch all e A n gs t hab e n ? ' , denkt M ülle r . Er s ucht

s ich einen Plat z und zi e ht s e ine Jacke a u s .

E r setzt sich und b e tr a cht e t d i e Leute .

.Aber

" Helmut! D as gibt ' s doch gar nicht , Mensch , H elmut ! "

" Maria! Ich w e rd verrückt . Men s ch , siehst du g ut au s ! Wie geht ' s dir ? Was machst du hier? Wir hab e n un s ja eine

E wigkeit nicht gese hen!"

"Na u nd du! Ein bisschen ãl t e r , e in bisschen r unde r, aber charmant wie immer! Warum fliegst d u nach München?" .Jch muss einen Kunden besuchen." .Wa s tust du denn s o ?" . Du wirst es nicht glaub e n , ich b i n Pr iv atd e t e ktiv."

" Wa s , so wie im Krimi ?"

D a nn die S icherheitskontrolle . Kein

das i s t doch

, Men s ch, na so wa s ! Mari a ! "

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"Nein, nein , im Krimi trink e n Privatdetektive Whisky und lieben s ch õ n e Frauen . I c h trinke Bier und liebe nie- mand. " "Na komm , aber ernsthaft, wie geht's dir?"

" Naja , nicht so toll . Und du? Wie geht's dir?"

.Jch , ich habe

eine Boutique. " Jetzt sieht Müller a u ch, dass Maria sehr gut gekleidet ist . Elegante Bluse , enger schwarzer Rock aus gutem Stoff , feine Leder s chuhe. Früher hatte Maria imm e r Jeans und Pul l i an , und Turnschuhe.

.J c h , ach

" Maria zôgert einen

Moment.

3

Im Flug z eug fragt Müller sei n e n Nachbarn , einen jungen Amerikaner, ob er mit Maria Platz tau s cht. Er ist einver - standen. Jetzt sitzt Maria neben ihm und Müller hat weniger Angst . E r bestellt ein Bier. "Wo wohn s t du in München ?", fragt Maria . ,, 1m Penta-Hotel . Das ist beim Deutschen Museum ' , Ich gehe immer dorthin. Ich habe doch damals in H aidhausen" gewohnt , weiBt du noch? Ich mag die K n eipen dort. Im- mer , wenn ich dort bin , denk e ich an dich! " . A ch , du alter Charmeur. Und w ie l a nge bl e ibst du ?" .Wahrscheinlich zwei Tage. Das kommt darauf an o Und du?" .Jch weiB nicht genau , einige Tage. "

9

4

Wãhrend

nervôser, Jedenfalls glaubt Müller das . , Aber vielleicht ist

es auch nur eine Berufskrankheit, ich sehe immer irgend - etwas Merkwürdiges', denkt er . "Maria, wol l en wir zusammen essen gehen, he u te Abend

oder morgen?"

"Ich mõchte geme, aber

.Ach komm , wir haben uns so lange

des Fluges wird Maria immer emster

und

'.

"

nicht gese h en

"

aber ich weiB nicht, ob ich

kann." Maria ist sehr emst, ihre Stimme klingt nervos. .Jch rufe dich im Hotel an, wenn icb kommen kann . " . Ruf micb auf jeden Fall heute Abend ano Hier ist Nummer vom Hotel . Um acht, o.k . ?"

Müller schreibt die Telefonnummer des Hotels auf ein Stück Serviette. Nach der Landung in München verabschieden sie sich. "Wo f ã hrst du hin? Wir kõnnen zusammen in die Stadt

fahren. Ich nehme ein Taxi. Ich begleite dich bis ans Ende der Welt!" .Ach, Helmut! Nein, ich komme nicht mit in die Stadt . Man erwartet mich. Danke. Mach's gut!" .Also bis heute Abend. Tschüss!"

sagt Maria,

"Tschüss, Helmut", Stimme.

die

"Ja, ich mõchte wirklich,

wieder mit emster

5

, Warum war sie plõtzlich wieder so emst und nervos? ' ,

denkt MüIler , ais er ins Taxi steigt . ,Warum hat sie keine

Zeit? Wir haben uns fast zwanzig Jahre nicht gesehen und sie hat keine Zeit!' Im Hote l nimmt er eine Dusche, zieht sich um und geht dann zu seinem Kunden. Der Textilfabrikant Peter von Hacker ist ein groBer, schlanker Mann um die fünfzig. Er hat einen beigen Sommeranzug an, sein Gesicht ist von der Sonne gebrãunt. "Guten Tag, Herr Müller. Schõn , dass Sie schon da sind. Setzen Sie sich bitte." Peter von Hacker erklârt Müller sein Problem. Er soll seine Tocbter suchen, ein Mãdchen von 20 Jahren, das mit einem italienischen Schlagers ã nger verschwunden isto Offensichtlich mag Herr von Hacker keine italienischen Schlagersãnger. Herr von Hacker gibt Müller noch einige Informationen und Adressen von Freunden seiner Tochter. Sie sprechen über das Honorar, dann muss Herr von Hacker zu einer Modenschau in den . Bayerischen Hof', das beste und eleganteste Hotel in München. Helmut Müller hat keine Lust , jetzt zu arbeiten. Er mõchte lieber ein bisschen spazieren gehen und nimmt die U - Bahn zum Odeonsplatz. Von dort aus geht er an der Uni - versitãt vorbei zum Englischen Garten . Überall liegen dort die Münchner im Rasen und genieBen die Sonne. Einige erfrischen sich im Eisbach. MüIler geht weiter zum Chinesischen Turm. Dort gibt es einen wunderschônen, riesengroBen Biergarten. Hier war er oft mit seinen Freun- den und natürlich mit Maria. Er holt sich eine MaB 6 Bier und eine Brezel und betrachtet die vielen Menschen um

ihn herum. Touristen aus Amerika , aus Japan , aus allen europãischen L ã ndern und natürlich auch viele Münchner, die wie er den Samstagnachmittag hier genief3en. Gegen

19 . 00 Uhr geht er an der Isar entlang zurück zu seinem

Hotel .

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Müller ist in seinem Zimmer im Hotel und wartet. Es ist inzwischen fast 20 Uhr. Gleich wird Maria anrufen. Er freut sich auf den Abend mit ihr. Doch um 20 Uhr klingelt kein Telefon. Um 21 Uhr auch nicht . Er wartet bis 22 Uhr . Dann geht er traurig in die Hotelhalle. Er fragt den Empfangschef:

. Entschuldigen Sie, ich erwarte einen Anruf von einer "

" Welche Zimmernummer haben Sie ?"

. Zimmer 25 , mein Name ist Müller."

eine N achricht . Eine junge Dame gab mir

diesen Brief . Ich sagte ihr, dass Sie im Zimmer sind, aber

sie wollte nicht stôren ."

" J a, ich habe hier

Freundin. Kõnnen Sie mir sagen, ob

Müller nimmt den Briefund õffnet ihn .

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An diesem Abend hat Helmut Müller keine Lust mehr , es- sen zu gehen. Seine Trauer ist gr õ lier als der Hunger. Er bleibt im Hotel , bestellt ein Bier und noch ein Bier und noch ein Bier, dann geht er schlafen.

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7

Am Sonntag fâhrt er mit der S - Bahn an den Stamberger See. Eine der Adressen , die er von dem Textilfabrikanten bekommen hat, ist in Stamberg . Helmut Müller besucht eine Familie in der Nãhe des Bahnhofs. Er fragt nach der Tochter des Fabrikanten und nach dem italienischen Schlagersãnger . D i e Leute sind nicht sehr hi l fsbereit. Sie sagen, dass ein M â dchen mit 20 Jahren machen kann, was es will, und dass es lieben kann , wen es wil1 . Müller besucht noch eine and e re Familie, die das Mâdchen kennt . Auch hier die gleiche Antwort. , Na ja, eigentlich haben die Leute ja recht' , denkt Müller. ,Aber das ist nicht meine Angelegenheit . Peter von Hacker bezahl t und Schluss. ' Er hat keine Lust, weiter zu suchen. Er geht auf der Prome - nade am See spazieren. Dann kauft er ein Ticket fiir eine Dampferfahrt. Früher ist er oft mit Maria und anderen

F reunden Dampfer gefahren . Maria! Jetzt mõchte er mit

ihr auf dem Dampfer sein. Am Nachmittag fãhrt er mit der

S-Bahn zurück nach München .

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Er hat keine Lust, jetzt ins Hotel zu gehen. Er geht durch die StraBen von Haidha u sen . Am Pari ser Platz ist ein Eis- café. Er setzt sich an einen der Tische, die auf dem Bür- gersteig stehen . E r bestel lt ein groBes gemischtes Eis. Müller liebt diese Eisbecher. Früher hat er oft Eis ge - gessen. Heute muss er ein bisschen aufpassen. E is macht dick und sein Bauch ist schon groB genug.

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Auf der anderen Seite vom Pariser Platz ist ein McDo - na l d 's. Mül l er hasst Hamburger . Er versteht n i cht, wie ein Mensch so etwas essen kann . Er betrachtet d i e Le u te, die ins McDonald's gehen . Einige Jugend l i ch e, einige Ki nd er . Und eine j un ge Frau: scbwarze Lederj acke, schwa r ze

Stiefel , enge Jeans , Sonnenbrill e. ,Sie ht aus wie eine Rocks ã ngerin , d e n kt M üller . Die Haare sind l a n g u n d verstec k en das Gesic h t . V or dem E i n - gang von McDona ld 's bl ei b t s i e stehe n und s i eh t nach links und rechts . Jetzt erkennt Mü ll er die Fra u . Es ist Maria! ln den Le d ersachen ko n nte er sie nicht sofort erkennen. War u m hat sie sich so komisch angezogen? Mü ll er wi ll ihren Namen r u fen, ab er in diesem Mome nt

f â hrt ein Motorrad über den Platz . Der Fahrer h ã lt vor

Maria. Er macht sei ne Lederjacke auf und nirnrnt etwas aus einer lnnentasch e . Er gibt es Maria. Sie steckt es in ihre Jacke. Der Motorradfahrer gibt Gas u nd f ã hrt schn e l l weg.

M ü ller ist jetzt nicht mehr der alte Fre u n d , der eine a l te Liebe sucht, sondem nur noch Privatdetektiv. Er wi ll Maria folgen. Er steht auf, geht üb er den Platz. Maria ist ins McDona l d 's gegangen. Lan g sam nãhert er sich d em

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Hamburger-Laden . E r g e ht reino Maria i s t nicht da . , Die Toi l et te ', denkt er.

, Sie muss gleich wiede r d a sein . ' E r holt sich einen di e ser

s chre cklichen Ha mburger und w a rtet . Doch Mari a bleibt

au f der Toil e tte . Oder ? Nach fün f Minut e n fr a gt er eine jung e Frau , di e g erade au s der Toil e t t e kommt : . Haben Sie

eine junge Frau in einer schwarz e n Lederj a cke ge sehen? Sie mu s s auf der Toilette s ein!" Das Mâdchen schüttelt den Kopf : "Da ist niemand!" "Mi s t , ich Anfâ ng e r! Wahrscheinlich hat si e mich gesehen und i s t durch die Hint e rtür we gg e gang e n. " Mü11er i s t sauer. E r schenkt se inen H amburg er demjungen M ã dchen und geht auf di e S traBe. Natürlich i s t Maria nicht da.

9

Montag f rüh ruft MüIle r in Berlin a n . Seine Sekret ã rin ist

Bea , ich brauche lhre Hilfe. lch muss aIles über

Maria H intersberger wis s en . Si e is t 38 J a hre alt . lhr e heutig e A dres s e weif ich nicht . lhr e E lt e m wohnt en v or 20 J a hr e n in G a rmi s ch in d er Alp s pitzstraB e . Wenn Sie s ie erreich e n, sagen Sie einen s ch õ n e n GruB v on miro V iel-

im Bü r o

le i c ht er i nn e m sie s i c h a n mi c h. Mari a so ll angeblich eine

B outique in Berlin haben. "

ve rsuch e es. H e ut e ist h ier im Büro

s o w i e so nicht s lo s . Ruf e n S i e mich in e in pa a r Stunden

. J n Ordn u n g, ich

w i e der an ."

Ge g e n Mitt a g ruft M üIler wi e der in Berlin an.

" Tja, Herr Mü11er , ich habe e in e Meng e S achen e rfahren ."

.E r z ã hlen S ie!" .A lso , ich hab mit de r Mutt er tel e foni e rt. S i e sag t , ihre

T ochte r macht ihr groBe Sorg e n. S i e wa r einig e Jahre ver -

he ir a t e t , j e t z t i s t s i e gesc hi e d e n. S i e i s t v i e l ger e i s t , war in

S üd a merik a, in g an z E urop a, in Asien. Wa s s ie genau

m acht, weiB niem an d . Wo s ie j e tzt ist , w e iB auch niemand .

A ber ihr e Mutter hat sich

au ch gef r agt , wie es lhnen g e ht . " "S chon g ut , schon g ut . W as ma c h e n S i e heute Na chm i t-

tag, B e a ?"

d a s We tter i s t s o sc hõn hier , ich

wo llte eigentlich an d e n Wann s ee , wenn Sie ein ve r s tanden

s i n d."

"H õren Si e g u t z u , B ea . Zu e r s t gehen Sie zu K ommissar

Sc h w eit ze r . " "W a s ? Zu d e m Gl a t zk opf ? Was s ol1 ich da? " "Er s ol1 ln fo rmatio ne n besor g en. P assen Sie a uf : In mei-

n er Wohnung - den Schlü ssel finden Sie in meinem

S ch r eibtisch - liegt ein Foto von Maria Hinte r sberger .

D as F oto i s t in einem Regal im Wohnzimmer."

" Oh! "

" Si e neh me n da s F oto und ze igen es S ch we itz e r . Vi e l -

l eic ht we iB e r mehr a l s wi r. Ich ruf e heute N a chmittag

w ieder an. "

" Na ja , i ch woIlt e

sofort an Sie erinne r t . Sie ha t

10

Inzwischen arbeitet Müller weit e r a n dem FalI . Pe t e r von Hackers Tochter" . All e rdings ohn e E rfolg . Ü beralI die gleiche Reaktion. Die Leute sa gen , der Vater sol! s ich um seine eigenen A n g ele - genheiten kümmern und seine Tochter in Ruhe lassen . Langsam hat MüIler keine Lust mehr, die Tochter und den italienischen Schlagers ã nger zu suchen.

A m N a chmittag telefoni e rt er wieder mit Berlin . Aber es

meld e t s ich ni e mand. Auch in München ist das Wetter w underbar. Zu sch õ n , um noch weiter einen Schlagersãnger und eine F abrikanten - tochter zu suchen. MülIer geht ins Hotel , duscht sich und bummelt dann durch die Münchner Innenstadt , Marien- platz , Stachus , Lenbachplatz . E r bummelt weiter bis z ur Alten Pinakothek . Dort hãngt eine der schõn s ten

Gem ã ldesammlungen der klassischen Malerei Europa s . Aber das Wetter ist zu schõn für einen Museumsbesuch. Er g e ht lieber in einen kleinen Biergarten hinter dem Mu- seum. H ier t r effen sich Künstler , Filmemacher und der Münchner J e t se t . Er mag kein e J etset- L eute , ab e r der Bi e r ga rt e n i s t e infach w underb a r.

A m A b e nd bekommt er Besuch v on Peter v on H a cker .

Herr Hacker hat einen Scheck d a b e i .

. Her r MülIer , ich dank e Ihnen , geholfen!" "

. Aber

" Schon gut , m e ine Tocht e r i s t wied e r zu Hau se . Wir h a b e n

mitein a nder g es proch e n.

e inen De t ekti v engagiert habe. Si e meint , in e iner Fami-

Sie h a ben mir sehr

S i e w ar s ehr wüt e nd , w e il ich

20

l i e muss m a n s o1 c h e P r oblem e selbst l ôse n. Si e hat ja auch

re cht . Ich muss mir mehr Z e it f ür meine Familie nehmen .

A b e r die A r be i t , di e Arbeit . N a ja , Sie wissenja, wie d a s

so ist . Aber j e t z t mu ss i c h leid e r gehen , ich habe e inen Ter- min - ich m e ine , ich ge h e j e t z t mit m e iner Tochter in die Philharmoni e ! Also , nochmal s v ielen Dank . H ier ist I hr

H

onorar. Ich hoffe , Sie sind z ufried e n. "

H

H

.',

:t :.!_,.:!.~':';'

elmut Müller nimmt den Scheck . Sehr freundlich , dieser

err von H acker! MülIer ist sehr froh.

11

Am nãchsten Morgen gegen 9 Uhr klingelt da s Telefon in

seinem Hotelzimmer . MülIer ist noch ganz müde. Gestern

A b e nd na c h dem Ess en war e r in Schwabing

M u s ikkn e ip e,

gen Kneip e n in München ,

s chli e J3en mü s sen .

"HalIo,

N e uigkeiten. " Bea Brauns Stimme klingt frõ hlich.

in einer

di e bi s 3 Uh r g e õ ffnet h a t - eine d e r weni-

die nicht s chon um 1 Uhr

H err MülI e r ,

gut e n Morgen,

es gibt viele

"G uten Morgen , er zâ hlen Si e ! Was gibt' s? Hat Kommis -

s ar S chweit z er etwa s rau s gekriegt ?"

. A l s o : De r K ommi s sar war s ehr freundlich. E r hat s ehr

vi el herau s gefunden : Maria Hintersberger, alias , Mara' ,

21

ist oder war di e C hefin e iner Diebesbande , die s ich auf Diam a nten spezialisiert hat . Di e Bande a rbe i tet in ganz

Eu r op a . Vorg e ste r n hat si e e inen besonde r s groJ3en C oup

g e landet . D e r , blaue L otu s ' , e iner der s chõnst e n Dia- mant e n au s der Sammlung d e r Opernsãngerin Thea Colettr a in M ünchen , i s t v er s chwunden. Die Polizei glaubt , dass Maria Hintersberg e r und ihre Bande die T ã ter sind. "

"Sie i s t Bandenchefin?"

"

Jedenfall s sagt das Kommi ssar Schweitzer. E s kann auch

s

ein , d ass s i e j e t z t allein a rbei te t . Die Polizei sucht s ie

j e den fa lls s chon s eit z w e i Jahren. "

" Noch etwa s ? "

"Nein, e igentlich nicht . Doch. Kommissar Schweitzer hat mich zum Essen eingeladen! E r ist wirklich sehr nett . Er hat übrig e ns g efragt , in welchem H otel Si e wohne n . Ich habe es ihm gesagt , da s i s t doch o.k . , oder ?"

" Ja , j a, natürlich. Aber Si e gehen doch nicht mit die s em Men s ch e n es s en ?"

. Ach , ich weiJ3 noch nicht . Warum n i cht

"

,

Auch

d a s noch ' , denkt

12

Müller ,

, j etzt g e ht

meine

Sekret ãr in auch noch mit diesem Kommissar zum E ssen. ' Er steht auf und geht duschen. Kaum steht er unter der Dusche , klingelt das Telefon schon wieder. Es ist Kommissar Schweitzer . . Jch habe von I hrer Sekret â rin e rfahren - übrigen s e ine sehr nette und s y mpathi s che Per s on - dass Sie mit Mar ia Hinter s b e rger, alias , Mara' bef r eundet sind. "

24

" Das war mal vor 20 Jahren ."

" J edenfalls brauch e ich Ihre Auskunft. Was wissen Sie

v om Diebstahl d e s , bl a uen L otus'? "

" I c h ? Nichts! Wie s o ?" . Wirklich nichts? Inter essant!

Der Diamant wurde

v org e stern a us dem H otel z imm e r der S â ngerin gestohl e n .

Und wis sen Sie , in welchem Hotel?" "Nein , keine Ahnung!" .Aus dem Penta-Hotel in München! Also aus dem Hotel,

in dem Sie seit vor g e s tern wohnen! Ich bin beauftragt, Sie

z u v ern e hmen . Sie bleiben im H otel , bis ich komme! Ich nehme das nãchst e F lugzeu g , um 12 U hr bin ich da."

Müller geht in die E mpfang s halle des H otels. Üb e rall sind

P ol i zisten , Fotografen , Journalisten . Der Empfangschef

r uft ihn: . Herr Müller , hier ist wieder ein Brief von der

jungen Dame!"

25

26

La nd eskundlich e A nrn e rkungen

J{~lJt}<J (

WMUM- t ~ k

RA ottfft~ UM t1~ ?

h ~ ~M~o aciJj (lLaV.J. ({~

~rÁ ~t1~~~~4;

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k (Júi.'

(J~~ dv. ctQJ?fv- ~ ~

t~J r

~ '~CM.JoU., llAowl

l)~

~'lM~t~.lJ~ lJ - ~~ r.-.J

1

Der W a nn s ee i s t d er grõJ 3 t e See im Westen Berlins. Im

S

omm e r ge ht man dort seg e ln und bad e n , im Winter laufen

di

e Leut e S chlitt s chuh .

2

E nde d e r 60er-Ja hre gab es in D e ut s chland die Studen-

t en bewegung . Die Student e n protesti e rten gegen das Est a -

bl i shment , gegen den Krieg d e r USA in Vietnam , gegen die

a

lt e n Strukturen an d e n Univ e r s it ã t e n .

 

3

s ach ick = s ag ich ( Berlin e r Dial e kt ) "

is w at = i st wa s

(

"

)

4

Das D e utsche Museum i s t berühmt , weil es eine groJ3e

Sammlung natu r wi ssenschaftlicher und techni s cher E nt -

d ec kung e n der let z t e n z w e i J a hrhund e rt e zeigt .

~ . t -. ~\i:v'V\t v. G4 ~1

v Ju Coro C~ÍÀ

,

~~I1J

5 H aidh a usen lie g t im õ s tlich e n St a dt ze ntrum v on M ü n- ch en . Ã hnlich wie in Schw a bing wohnen dort auch v iel e

K ünstler und Studenten. ln H aidh a usen liegen auch d e r

 

R

o s enh e imer und d e r Pari s er Platz .

~

~

 

6

M aJ3 B ie r : Die

M ünchn er t r inken d as Bi e r im Somme r

l~ kl'"~ dAcL. ---(}t-

oft au s gr oJ3 e n Bi e rk r ügen: Die "MaJ3 " f as st

einen L iter .

27

Übun g en und Test s

1 . Was w i sse n S ie jetzt über He rrn Mü l 1 e r ? Bitte aus f üll e n :

 

Name

;•

Vomame

wohnt in

Studium in

.

Beruf

.

Alter

.

2

. Was w i sse n Si e jetzt übe r Maria ? Bitte au sf ül1 e n :

 
 

Name

.

Kleidung

.

Beruf

.

28

3 . und 4 . Ri c htig oder fal s ch ? Bitte ankreuzen :

Maria w ohnt im P e nta- H ot e l .

H elmut Müller m õ chte mit Maria essen

g e hen.

Sie fahren zusammen mit e inem Taxi nach München .

r

f

DD

DD

DD

Maria bleibt v ielleicht z we i Tage in M ü n c h e n , DD

Pet e r v . Hac k e r

seine To c ht e r

Helmut Mül1er

l iebt einen Schlagersãnger

ist groB und schlank

hat kein e Lu s t zu arb e ite n

ist ung e f á hr 50 Jahre a lt

ist unge f ãhr 20 Jahre alt

wi l l z u einer Modenschau

hat ein e n A uftrag

29

6. und 7. Fragen beantwort e n:

W a rum i s t Müll e r an diesem A b e nd s o traurig?

Warum helfen die Leute in Sta r nb e rg dem Detektiv nicht?

Haben die Leute recht? Was meinen Sie?

8 . Welche Frau ist Maria? Bitte ankreuzen:

10 . Was ist richtig ? He rr v on Hacker za h1t da s Honorar an

Müller , w e i1

a)

Müller den S chl a g e r sãnger gefund e n hat

b)

Müller di e T ocht e r gefunden hat

c)

die Tochter zurü c kgekommen ist und mit ihrem Vater gesprochen hat

11

. und 12. Frag e n b ea n t worten:

Wer hat den BL A U E N L OTUS ge s tohl e n ?

W

o w urde er g estohl e n ?

W

ann wurde e r ge s tohl e n ?

I WER ? I IL--

 

_

o

o

o

o

I WO ?

I

1

 

_

9 . Welche s Foto soll Bea such e n ? Bitte ankreuzen :

30

1 WANN? I IL-

_

31

Semtliche bisher in dieser Reihe erschienenen Bende :

Stufe I

Oh, Mar i a

- mit Mini-CD

Ein Mann zu v iel

- mit M i ni- CD

Adel und e d le 5teine

O k to b erfest

32 S ei t e n

Be s t e l l-Nr .

49681

32 S ei ten

Be s te l l-Nr.

49714

3 2 S e it e n

B e s t e l l-Nr .

49682

32Se iten

Bes t e ll -Nr .

49716

32 S e it e n

B es t e l l - Nr .

49685

32 S e it e n Beste l l-Nr . 49691

-

mit Mini - C D

32 · S e it e n

Ham b urg

- h i n und zurück

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Elvis in Kôln

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mit Min i- CD

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Donauwa l zer Berl iner Pokalfieber

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Der Marc henkônig

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Stufe 2

Tôdlicher 5chnee

Das Go l d der alten Dame

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Ferien be i Fr eu nden

Einer singt fal s ch

B il d oh ne Rahmen

Mord auf dem Golfplatz

Barbara

Ebbe und Flut

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Grenzve r kehr am Bodensee

Tatort Frankfur t Heidelberger Herbst

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Stufe3

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Leipziger Allerlei Müller auf Rügen

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