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Frühling nach 160 Jahren

Jahreskonzerte der Feldmusik Menznau

Die Feldmusik Menznau besteht seit 160 Jahren, zeigt aber keine Altersschwäche. Im
Gegenteil: Nach grossen Erfolgen im letzten Jahr verspricht das Jahreskonzert auch für das
neue Jahr viel.

BV. Nach 160 Jahren Feldmusik Menznau befindet sich der Verein in einem neuen Frühling.
Seit Stefan Schrag den Verein vor einem Jahr übernahm eilt der Verein von Erfolg zu Erfolg.
Vor einem Jahr brillierte die Musikgesellschaft am ersten Jahrskonzert unter Schrags Leitung.
Am Luzerner Kantonal-Musikfest wurde der musikalische Fortschritt offiziell bestätigt: Die
Feldmusik siegte in der zweiten Klasse Harmonie.
Schon mit dem Eröffnungschoral hinter dem Vorhang zeigte der Verein mit voluminösen
Klängen, dass er sich nach den Erfolgen nicht ausruht.

Anspruchsvolle Literatur
Die Jungmusik eröffnete das Jahreskonzert 2006 mit „The Power of Dreams“ von Celine
Dion. Nach „Can You Feel The Love Tonight“ von Elton John und „Down Under“ beendete
sie ihr Programm mit dem Stück „On Broadway“, das einen frischen Gegenpol zum ruhigen
restlichen Programm bildete.
Das Programm der Feldmusik war wie bewährt in zwei Teilen aufgebaut: Im ersten Teil
konzertante, im zweiten unterhaltende Musik.
Mit dem Eröffnungsstück „Generations Fanfare“ von Otto M. Schwarz spielte der Verein auf
die vielen Generationen von Musikanten an, die, wie Ansagerin Anita Rohrer erwähnte, in den
160 Jahren Vereinsgeschichte musizierten.
Mit „Carmen“ von Georges Bizet, aufgeführt in einer Bearbeitung von G. Swelsen, erreicht
das Konzert einen ersten Höhepunkt. In vier Sätzen zeigte die Feldmusik während über einer
Viertelstunde die Breite ihres Könnens. Von einem Takt auf den anderen wechselte die
Feldmusik mühelos von einer Solostelle im Piano zu einem Fortissimo-Tutti. Trotz den hohen
technischen Anforderungen klangen die Wechsel zwischen Solo und Tutti harmonisch.
Auf „Country Gardens“ von Percy Aldringer Grainger folgte ein Stück, das in Menznau lange
in Erinnerung bleiben wird: „To a New Dawn“ von Philip Sparke, mit dem die Feldmusik in
Nottwil siegte. Wie „Carmen“ fordert das Werk in allen Facetten des Musizierens. Nach dem
Erfolg in Nottwil waren die bei der Aufführung des Stücks an den Verein gestellten
Erwartungen hoch. Speziell im Bereich Dynamik gelang es dem Verein seinen
Siegesanspruch zu beweisen. Vom leisesten Piano bis zum gewaltigen Fortissimo erfüllte der
Klang den Raum gepflegt

Kosakentanz und Solo


Mit „Hawaii Five-O“ von Morton Stevens markierte die Feldmusik den Stil des zweiten
Teils.: Populäre, unterhaltende Literatur.
Im folgenden Stück sausten Michael Auchlis Finger über sein Saxophon. In atemberaubender
Geschwindigkeit entlockte er seinem Instrument das Solo „Sunny Sunday“ von Marcel
Peeters. Die von Auchli vorgelegte Fingerakrobatik legte im Folgestück „Cossack Dance“ von
Goff Richards die ganze Feldmusik an den Tag um es im von Naohiro Iwai arrangierten
Potpouri aus verschiedener Disney-Filmmusik „Disney Fantasy“ ruhiger anzugehen.
Mit „Boogie Woogie Bugle Boy“ von Kaye/Prince setzte die Feldmusik einen markanten
Schluss im Programm, in dem besonders Christoph Ineichen glänzte. In seinem kurzen Solo
zeigte er ein weit über das Spielen von Noten hinaus gehendes Gefühl für Musik.
Für den Applaus in der voll besetzten Rickenhalle bedankte sich die Feldmusik nach über
zwei Stunden Konzert mit dem Militär-Marsch „Die Regimentskinder“.
Weitere Aufführung: Nächsten Samstag, 20.15 Uhr, Rickenhalle Menznau.