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Modulhandbuch

für den

Masterstudiengang

Europastudien

(MES)

Modulhandbuch für den Masterstudiengang Europastudien (MES) (Juni 2010)

(Juni 2010)

2

Modul: Europäische Wirtschaft

Kennnummer:

work load

Kreditpunkte

Studiense-

Dauer

540 h

18 CP

mester 2. u. 3. Semester

2 Semester

1

Lehrveranstaltungen Blockveranstaltungen oder Kurse im Semesterrhythmus (8 SWS).

Kontaktzeit

Selbststudium

Kreditpunkte

8 SWS/120h

420 h

18 CP

Europarecht I, 40 Unterrichtsstunden Europarecht II, 40 Unterrichtsstunden Europarecht III, 40 Unterrichtsstunden

2

Lehrformen Wechsel zwischen verschiedenen Formen: beispielsweise Vorlesungen durch die Professoren und Dozenten, Vorträge der Studierenden, Repetitorien und Tutorien.

3

Gruppengröße durchschnittlich 30 Studierende.

 

4

Qualifikationsziele Die Studierenden verfügen über einen umfassenden thematischen Überblick, kennen sich in den Forschungsfragen aus, können selbständig ein wirtschaftswissenschaftliches Thema bearbeiten und professionell präsentieren. Sie sind fähig, Literatur für eigene Untersuchungen zu recherchieren, auszuwerten und zu referieren. Die Studierenden sind mit der inhaltlichen und methodischen Bandbreite des Fachs vertraut und können die erworbenen Kenntnisse anwenden.

Das Modul soll zur selbständigen wissenschaftlichen Erarbeitung eines Themas aus der Europäischen Wirtschaft leiten und zur praxisbezogenen Anwendung des Erlernten führen.

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Inhalte

a.) Europäische Wirtschaft I: Grundlagen des europäischen Wirtschaftssystems

I. Entstehungsgeschichte

 

- Die Entstehung der EU aus ökonomischer Sicht

 

- Die anstehenden Aufgaben und Entwicklungsprobleme

 

- Ökonomische Probleme der Ost-Erweiterung der EU

 

II. Die EU als Wirtschaftsorganisation

 

- Die Finanzierung der EU: Der Haushalt

 

- Die BRD Zahlmeister der EU?

 

- Die Geld- und Währungsverfassung der EU

 

3

III.

Die wirtschaftlichen Strukturmerkmale der EU

-

Die Binnenwirtschaftsstruktur I: Industrie- und Binnenhandelsstruktur und die nationalen und ökonomischen Potentiale im Vergleich

-

Die Binnenwirtschaftsstruktur der EU II: Die Sozial- und Regionalstruktur der EU

-

Die außenwirtschaftliche Struktur: Die Position der EU in der Triade

IV.

Die makro- und mikroökonomische Funktionsweise des integrierten Binnenmarktes

b.) Europäische Wirtschaft II: Theoretische Grundlagen der europäischen Wirtschaftsintegration

I. Güterwirtschaftliche Außenwirtschaftstheorie

- Entwicklungstrends der weltwirtschaftlichen Integration: Strukturwandel und Strukturverschiebung im internationalen Waren- und Dienstleistungsaustausch

- Klassische und neoklassische Theorien der internationalen Arbeitsteilung:

 

Ökonomischer Informationsgehalt und historisch politische Genese

- Die Theorie des intraindustriellen Handels und dynamische Ansätze der Außenhandelstheorie

II. Monetäre Außenwirtschaftstheorie

-

Grundzüge monetärer Außenwirtschaftsbeziehungen: Zahlungsbilanz und Zahlungsbilanzausgleich bei flexiblen Wechselkursen

-

Theorie optimaler Währungsräume und die Bilanz der Kosten und Nutzen einer Währungsunion

III.

Integrationstheorien

-

Grundzüge monetärer Außenwirtschaftsbeziehungen I: Zahlungsbilanz und Zahlungsbilanzausgleich bei flexiblen Wechselkursen

-

Grundzüge monetärer Außenwirtschaftsbeziehungen II: Zahlungsbilanzausgleich

-

Theorie optimaler Währungsräume

IV.

Integrationstheorien

-

Integrationstheorie I: Begriff und Formen der regionalen Wirtschaftsintegration

-

Integrationstheorie II: Wohlfahrtsökonomie regionaler Integration (Statische Integrationsgewinne/Dynamische Integrationsgewinne)

-

Die makro- und mikroökonomische Funktionsweise des integrierten Binnenmarktes am Beispiel der Binnenmarktinitiative BMI´92: Evaluierung und Kritik

c.) Europäische Wirtschaft III: Europäische Wirtschaftspolitik

- Haushaltspolitik der EU und die Frage nach einem gerechten Beitrag

- Europäische Agrarpolitik

- Europäische Struktur- und Regionalpolitik

- Europäische Umweltschutzpolitik

- Industriepolitik I: Industrie- und Technologieförderungspolitik

- Industriepolitik II: Unternehmensverfassung und Mitbestimmung

- Europäische Stabilisierungspolitik: Währungs- und Beschäftigungsstabilität durch Geld- und Kreditpolitik sowie Finanzpolitik

- Europäische Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik

- EU Außenhandelspolitik in der Globalisierung

- EU und Dritte Welt: Neuere Entwicklungen und Konzeptionen der europäischen Entwicklungspolitik

4

5

 

Literaturhinweise

- Björn Paape, Aspekte der Integration von Lernfeldern in eine handlungsorientierte Wirtschaftsdidaktik. Frankfurt a.M. 2002.

- Ders., Einführung in die europäischen Wirtschaftsbeziehungen. Aachen 2000.

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Verwendbarkeit des Moduls

Es ist nicht geplant, das Modul für andere Studiengänge zur Verfügung zu stellen.

7

Teilnahmevoraussetzungen Definiert der Kursleiter, beispielsweise einführende Literatur, Thesenpapier. Es ist nicht zwingend erforderlich, die Veranstaltungsblöcke in aufsteigender Nummerierung zu belegen.

8

Prüfungsformen Die Prüfungen werden mit Beginn der Veranstaltung angekündigt. Möglich sind: eine Klausur oder eine 15seitige Hausarbeit und ein 20minütiges Prüfungsgespräch. Die Hausarbeit umfasst einen Vortrag.

9

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten In den Kursen müssen Leistungsnachweise erworben werden.

10

Stellenwert der Note in der Endnote

-

Europäische Wirtschaft I

Note: 3/9 ECTS-Punkte: 6

-

Europäische Wirtschaft II

Note: 3/9 ECTS-Punkte: 6

Europäische Wirtschaft III Note: 3/9

-

ECTS-Punkte: 6

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Häufigkeit des Angebots einmal innerhalb der Regelstudienzeit

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Modulbeauftragter und hauptamtlich Lehrende Prof. Dr. Dr. Björn Paape, Prof. Dr. Martina Fromhold-Eisebith, Prof. Dr. Axel Wieger

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Sonstige Informationen

Modul: „Europarecht“

6

Kennnummer:

work load

Kreditpunkte

Studiense-

 

Dauer

mester

540 h

18 CP

2.

u.

3.

2 Semester

Semester

1

Lehrveranstaltungen Blockveranstaltungen oder Kurse im Semesterrhythmus (8 SWS).

Kontaktzeit

Selbststudium

Kreditpunkte

8 SWS/120h

420 h

18 CP

Europarecht I, 40 Unterrichtsstunden Europarecht II, 40 Unterrichtsstunden Europarecht III, 40 Unterrichtsstunden

2

Lehrformen Wechsel zwischen verschiedenen Formen: beispielsweise Vorlesung mit Diskussion, Vorträge der Studierenden, Gruppenarbeit und Tutorien.

3

Gruppengröße Im Durchschnitt beträgt die Gruppengröße 20 Studierende, maximal 30 Studenten.

4

Qualifikationsziele Ziel der Lehrveranstaltung Europarecht ist es, die EU als verfasste Rechtsgemeinschaft vorzustellen. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung materiellen Rechts, sondern die Studierenden sollen lernen, europarechtlich zu argumentieren. Deshalb orientieren sich die Rechtskurse eng an der Rechtsprechung der europäischen Gerichte. Die Studierenden sollen die jeweiligen Prozesssituationen, die den besprochenen Fällen zugrunde liegen, nachvollziehen und hierbei ein Gespür für die spezifisch europarechtlichen Argumentationsmuster entwickeln. Gleichzeitig lernen sie, die Rechtsprechung kritisch daraufhin zu überprüfen, in welchem Maße sie ökonomische und soziale Rationalität reflektiert.

Nach der Erarbeitung der Grundlagen des Europarechts sollten die Studierenden in der Lage sein, die nachfolgenden Vorlesungskomplexe problemlos zu bewältigen. Sie werden mit der inhaltlichen und methodischen Bandbreite des Fachs vertraut gemacht und sollten in der Lage sein, die erworbenen Kenntnisse in geeignetem Rahmen anzuwenden. Das Modul soll zur praxisbezogenen Anwendung des Erlernten führen. Deshalb wird großer Wert auf Anwendungsbeispiele gelegt und die Lehrenden zählen zu den besten Kennern des Europäischen Gerichtshofs in Luxemburg.

5

Inhalte

 

A.

Europarecht I: Grundlagen des Rechts der Europäischen Union

 

I. Entwicklungsphasen der europäischen Integration Schumanplan, Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, Einheitliche Europäische Akte, Maastricht, Amsterdam, Nizza

II. Struktur der europäischen Union Ziele, institutioneller Rahmen, Verhältnis EU - EG

 

III. Institutioneller Aufbau der EG Rat, Kommission, Europäisches Parlament, Gerichtshof, Rechnungshof,

Nebenorgane

 
 

-

Zusammensetzung, Aufgaben, Sitz

 

IV. Rechtsquellen des Gemeinschaftsrechts Primäres Recht, Sekundäres Recht

 

7

 

V. Strukturprinzipien des Gemeinschaftsrechts Vorrang, unmittelbare Wirkung, Staatshaftung

VI. Rechtsetzung und Vollzug des Gemeinschaftsrechts Kompetenzstruktur, Rechtsetzungsverfahren, Vollzug des Gemeinschaftsrechts

VII. Gerichtsbarkeit der EG

 

- Stellung und Funktion europäischer Gerichtsbarkeit

- Direkte Klagen, Vorabentscheidungsverfahren, Gutachten

- Gerichtsverfassung und Verfahrensrecht

B.

Europarecht II: Binnenmarkt

I.

Freier Warenverkehr

II.

Freier Personenverkehr

III.

Dienstleistungsfreiheit

IV.

Freier Kapital- und Zahlungsverkehr

V.

Einzelfragen - Rechtsharmonisierung

C.

Europarecht III: Ausgewählte Politiken

I.

Einbindung der EU in die internationale Rechtsordnung

-

Außen- und Sicherheitspolitik

II.

Handelspolitik Vertragsschließungskompetenzen, multilaterale (WTO) und autonome Maßnahmen, handelspolitische Schutzmaßnahmen (Antidumping-, Antisubventionsmaßnahmen)

III.

Wettbewerbsrecht Private Wettbewerbsbeschränkungen (Kartelle, Missbrauch marktbeherrschender Stellung, Fusionskontrolle Staatliche Wettbewerbsbeschränkungen (Beihilfekontrolle)

IV.

Zivilrecht Richtlinien zum Verbraucherschutz

D.

Literaturhinweise

Michael Ahlt und Thomas Deisenhofer, Europarecht. 3. neubearb. Aufl., Beck Juristischer Verlag 2003. Rüdiger Stotz, Lehrfeld: Europarecht, in: Europa studieren. Hochschuldidaktische Überlegungen zur Europäistik. Hrsg. v. Christian Bremen und Armin Heinen. St. Augustin 2003, S. 81-96.

6

Verwendbarkeit des Moduls Es ist nicht geplant, das Modul für andere Studiengänge zur Verfügung zu stellen.

7

Teilnahmevoraussetzungen Definiert der Kursleiter, beispielsweise einführende Literatur, Thesenpapier. Es ist

nicht zwingend erforderlich, die Veranstaltungsblöcke in aufsteigender Numerierung zu

 

belegen.

8

8

Prüfungsformen Die Prüfungsleistungen bestehen aus Klausur, Hausarbeit oder mündlicher Prüfung.

9

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten In den Kursen müssen Leistungsnachweise erworben werden.

10

Stellenwert der Note in der Endnote

-

Europarecht I

Note: 3/9

ECTS-Punkte: 6

-

Europarecht II

Note: 3/9

ECTS-Punkte: 6

-

Europarecht III

Note: 3/9

ECTS-Punkte: 6

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Häufigkeit des Angebots jährlich

12

Modulbeauftragter und hauptamtlich Lehrende Prof. Dr. Rüdiger Stotz,, Dr. Michael Ahlt

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Sonstige Informationen

Modulbeschreibung: „Europäische Kultur- und Sozialwissenschaften“

Kennnummer:

work load

Kreditpunkte

Studiense-

Dauer

540 h

18 CP

mester 2. u. 3. Semester

2 Semester

1

Lehrveranstaltungen Blockveranstaltungen oder Kurse im Semesterrhythmus (8 SWS).

Kontaktzeit

Selbststudium

Kreditpunkte

8 SWS/120h

420 h

18 CP

Methodenseminar, 40 Unterrichtsstunden Vertiefungsseminar, 40 Unterrichtsstunden Projektseminar, 40 Unterrichtsstunden

2

Lehrformen Wechsel zwischen verschiedenen Formen: beispielsweise Vorlesungen, Vorträge der Studierenden , Gruppenarbeit, projektbezogene Arbeit.

3

Gruppengröße Im Durchschnitt beträgt die Seminargröße 20 Studierende, maximal 30 Studenten.

9

4

Qualifikationsziele Die Studierenden sind in der Lage, Fragestellungen, methodische Zugriffe und Sachargumente der Kultur- und Sozialwissenschaften herauszuarbeiten und ausgewählte Themenfelder zu reflektieren. Sie kennen die einschlägigen Handbücher und Monographien. Sie verfügen über die Instrumente, Dokumente und Literatur für eigene Untersuchungen zu recherchieren, auszuwerten und zu referieren. Sie sind in der Lage unterschiedliche Textsorten in Deutsch und Englisch anzufertigen. Darüber hinaus lernen die Studierende Ansprechpartner in Brüssel kennen und verfügen somit über erste Kontakte, die sie für ihre wissenschaftliche Arbeit und für ihr späteres Berufsleben nutzen können.

5

Inhalte a.) Kultur- und sozialwissenschaftliche Zugänge zur europäischen Kultur

 

I. Methoden

 

Einführung und Begriffsklärung, Forschungsansätze und Theorierichtungen, Methoden und Fragestellungen

II. Schwerpunktthema: „Identität Europas“

 

b.) Vertiefungsseminar, Wahlmöglichkeit A. Europäische Sozialwissenschaften: Vergleichende Kultur- und Gesellschaftsanalyse B. Europäische Kulturwissenschaften: Kulturwissenschaften und Europa

zu A.) Vergleichende Kultur- und Gesellschaftsanalyse

 

- soziologische Fragestellungen und Methoden, Teil 2

- Themenfelder: das Dilemma der Nationalstaatlichkeit, zum Wandel von Gesellschaftsstrukturen, Wertewandel in Europa, Umweltpolitik in Europa, Nachhaltigkeit als transnationales Entwicklungskonzept, zum Umgang mit Zeit in Europa, Vorurteil und Interaktion, Frauen und postkoloniale Migration, globale Medien und lokale Aneignung, Minderheiten und europäische Integration

zu B.) Vergleichende Landeskunde

 

Die

Identität

Europas

im

historisch-politischen

Diskurs

der

Gegenwart

Begriffsgeschichte Historiographiegeschichte

 

- Europa als Kulturraum: der Raum der Antike, das Europa des Früh- und Hochmittelalters als europäischer Ursprungsraum, Europa als Raum staatlichen Unfriedens (Frühe Neuzeit), Europa als Vorreiter der Moderne und Ort einer spezifischen Form der Modernität (19. Jahrhundert), Europa als Erfahrungsraum seit den 1960er Jahren

- Die historische Identität Europas im Vergleich: Die USA und Europa:

 

Sozialstrukturen, Todesstrafe,

 

- Wohlfahrtsstaat, Innereuropäische Divergenzen und Annäherungsprozesse seit

 

1945

- Grundzüge

der

Weltgeschichte

im

20.

Jahrhundert

und

der

Prozess

der

 

europäischen Einigung

 

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- Makrogeschichte: Etappen der Weltgeschichte, Forschungsansätze zur Deutung

des

europäischen

Einigungsprozesses,

die Geschichte der europäischen

Integration - Phasen - Institutionen

- Mikrogeschichte:England und der Schumanplan

- Gliederung: Die neueren Kulturwissenschaften und das Thema Europa

1)

Kulturwissenschaften im Überblick Kultur - Begriffsklärung

 

2)

3)

Forschungsansätze: a) Die Tradition b) Kulturwissenschaftliche Zugriffe in den Geistes- u. Sozialwissenschaften

4)

Paradigmenwechsel: a) Linguistic turn Methoden und Fragestellungen:

b) Iconic turn

5)

a) Oral History und die Hermeneutik der Differenz

b) Dichte Beschreibung

 

c) Begriffsgeschichte

d) Diskursanalyse

 

e) Idealtypus

f) Untersuchung von Repräsentationen sozialer Ordnung

g) Performativität

 

h) Visuelle Kultur

6) Themen:

 

a) Sprachliche Konstruktionen der Wirklichkeit

b) Soziale Praktiken

 

c) Identität

7)

Europa - Diskurse und Praktiken:

 

a) Mental Maps

 

b) Nationale Identitäten und europäische Identität

c) Die Debatte der Historiker

 

d) Leben in der Euregio Maas-Rhein: Erlebte und erinnerte Geschichte

8)

e)

Das alte Amerika und das neue Europa Hilfsmittel: Bibliographien, Handbücher, Internetrecherche

c.) Projektseminar

 

Beispiel A: EU-Lobbying Das Seminar beleuchtet die theoretischen Grundlagen, vor allem aber die Praxis des EU-Lobbying bspw. aus der Sicht eines Industrieverbandes. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen in diesem Fall auf Regelungen zur Harmoni-sierung des EU- Binnenmarktes und auf der Umweltpolitik. Die Veranstaltung findet im Europabüro des Verbandes statt und wird von einem dort tätigen Mitarbeiter geleitet. Die Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch.

Beispiel B: Europäische Entwicklungszusammenarbeit (EEZ) Die Veranstaltung verdeutlicht praxisorientiert, wie und mit welchen Instrumenten die EEZ am konkreten Beispiel funktioniert. Es wird erörtert, wie Abkommen zustande kommen, Vereinbarungen in die Praxis umgesetzt werden und welche Rollen die verschiedenen Akteure hierbei spielen. Es werden die Fragen diskutiert, welche Schwierig-keiten es bei der Umsetzung gibt und wie im konkreten Fall die verschiedenen Phasen heutiger Entwicklungszu-sammenarbeit ablaufen? Weiterhin wird danach gefragt, was None-State-Actors (NGOs) eigentlich sind, wer sie definiert, wie sie zu identifizieren sind und wie diese mit staatlichen Stellen zusammenarbeiten. Beispielhaft werden anhand einiger Staaten „Country Strategy Papers“ vorgestellt und dabei wird herausgearbeitet, was und wer sich hinter Begriffen wie „ständiger politischer Dialog“, Partizipation der Zivilgesellschaft“, „institution building“ und „Economic Partnership Agreements“

11

 

verbirgt. Schließlich wird am Beispiel der aktuellen Hungerkrise in Afrika analysiert, wie die EU auf humanitäre Krisen reagiert, welche Instrumente zur Verfügung stehen und wie die Koordination der verschiedensten Akteure in der Praxis erfolgt. Das Projektseminar findet in Brüssel statt und wird von einem Mitarbeiter der Abteilung Europäische Entwicklungszusammenarbeit geleitet. In der Regel nehmen auch Vertreter von verschiedenen nicht-staatlichen Organisation als Vortragende am Unterricht teil.

d.) Literaturhinweise Markus Fauser, Einführung in die Kulturwissenschaft. Stuttgart 2003. Kurt Hammerich, Lehrfeld: Sozialwissenschaften. Europa als Bezugspunkt sozialwissenschaftlicher Fragestellung, in: Europa studieren. Hochschuldidaktische Überlegungen zur Europäistik. St. Augustin 2003, S. 3-14.

6

Verwendbarkeit des Moduls Es ist nicht geplant, das Modul für Studierende anderer Studiengänge zu öffnen.

7

Teilnahmevoraussetzungen Definiert der Kursleiter, beispielsweise einführende Literatur, Thesenpapier. Es ist nicht zwingend erforderlich, die Veranstaltungsblöcke in aufsteigender Numerierung zu belegen.

8

Prüfungsformen Die Prüfungen werden mit Beginn der Veranstaltung angekündigt. Möglich sind:

Klausur oder 15seitige Hausarbeit oder mündliche Prüfung.

9

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten In den Kursen müssen Leistungsnachweise erworben werden.

10

Stellenwert der Note in der Endnote

Methodenseminar zu Europäischen Kultur- und Sozialwissenschaften Note: 3/9 ECTS-Punkte: 6

-

Vertiefungsseminar Note: 3/9 ECTS-Punkte: 6

-

-

Projektseminar

Note: 3/9

ECTS-Punkte: 6

11

Häufigkeit des Angebots jährlich

12

Modulbeauftragter und hauptamtlich Lehrende Prof. Dr. Armin Heinen, Prof. Dr. Paul Georg Meyer, Prof. Dr. Dr. Anna Neuschäfer. Prof. Dr. Paul Hill, Prof. Dr. Emanuel Richter.

13

Sonstige Informationen

12

Modul: „Europapolitik“

Kennnummer:

work load

Kreditpunkte

Studiense-

 

Dauer

mester

540 h

18 CP

1.

u.

2.

2 Semester

Semester

1

Lehrveranstaltungen Blockveranstaltungen oder Kurse im Semesterrhythmus (8 SWS).

Kontaktzeit

Selbststudium

Kreditpunkte

8 SWS/120h

420 h

18 CP

EU Integrationsgeschichte, 20 Unterrichtsstd. Europapolitik I, 40 Unterrichtsstunden Europapolitik II, 40 Unterrichtsstunden Europapolitik in der Praxis, 20 Unterrichtsstd.

2

Lehrformen Wechsel zwischen verschiedenen Formen: beispielsweise Vorlesungen, Vorträge von Studierenden und Gruppenarbeit.

3

Gruppengröße Im Durchschnitt beträgt die Seminargröße 20 Studierende, maximal 30 Studenten.

4

Qualifikationsziele Nach Abschluß der Studieneinheit sind die Studierenden in der Lage, geschichts- und politikwissenschaftliche Themen zu recherchieren, auszuwerten und den Forschungsstand zu referieren. Sie können eigene Fragestellungen an die Literatur und die Quellen entwickeln und vorhandene Thesen überprüfen. Je nach situativer Anforderung wissen die Absolventen des Moduls, unterschiedliche Textsorten zu erzeugen und somit Leser und Zuhörer in geeigneter Weise anzusprechen. Zudem sind sie mit den europäischen Institutionen vertraut. Sie kennen Ansprechpartner und verfügen über erste Kontakte, die sie für ihre wissenschaftliche Arbeit und für ihr späteres Berufsleben nutzen können.

Das Modul vermittelt fundierte Kenntnisse zur europäischen Integrationsgeschichte und zur Europapolitik. Die Studierenden sind mit dem neuesten Forschungsstand vertraut. Sie erhalten zudem vor Ort eine praxisbezogene Einführung in die Funktionsweise der europäischen Institutionen.

5

Inhalte

a.) EU-Integrationsgeschichte

 

I. Theorien europäischer Integration aus Sicht der Historiker

 

- - Wirken von „pressure groups“ (Walter Lipgens)

 

- - Werk der Nationalstaaten (Alan Milward)

- - Resultat sozialgeschichtlicher Vorgänge (Hartmut Kaeble)

 

- - Geburtshelfer USA (Beate Neuss, Klaus Schwabe)

 

- - Modelle der vier Antriebskräfte (Wilfried Loth)

II. Europäische Integrationsgeschichte

 

- - Aufbauphase (1945-1957)

- - Konsolidierungs- und Krisenphasen (1958-1969)

 

- - Erweiterung und intergouvernementaler Neubeginn (1969-1974)

 

- - Institutioneller Fortschritt ( 1975-1985)

 

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b.) Europapolitik

I. Theorien europäischer Integration aus Sicht der Politikwissenschaftler

- - Grundbegriffe der europäischen Integration

- - Förderalismus

- - Funktionalismus

- - Realismus

- - Intergouvernementalismus

- - Regime-Theorie

- - Fusionstheorie

II. Politikfelder

- - GASP

- - Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik

- - Entwicklungspolitik

- - Erweiterungsprozeß

III. Globale Perspektiven

- - die EU in der Welt

- - das Verhältnis der EU zu den USA

- - das Verhältnis der EU zu Russland, China und Japan

- - die zukünftige weltpolitische Position der EU

c.) Europapolitik in der Praxis und Europapolitik: Das Parlament I. Das Projektseminar gibt Einblick hinter die Kulissen des „Projekts Europa“. Vor Ort, im Europäischen Parlament in Brüssel, können die Studierenden Europa und seine Institutionen kennen lernen: Wie funktioniert eine Ausschusssitzung, wie arbeiten die Parlamentarier, was macht ein Schattenberichterstatter und wo werden die wirklich wichtigen Entscheidungen getroffen? Zu den Vortragenden gehören Abgeordnete des Europaparlaments, Beamte aus den europäischen Institutionen und Vertreter der Medien. Bei der Themenauswahl stehen aktuelle politische Entwicklungen im Vordergrund. Seminarleiter ist immer ein Abgeordneter des Europaparlaments.

d.) Literaturhinweise Armin Heinen, Lehrfeld: Europäische Geschichte, in: Europa studieren. Hochschuldidaktische Überle-gungen zur Europäistik. Hrsg. v. Christian Bremen und Armin Heinen. St. Augustin 2003, S. 119-132. Ralph Rotte, Lehrfeld: Europapolitik, in: Europa studieren. Hochschuldidaktische Überlegungen zur Europäistik. Hrsg. v. Christian Bremen und Armin Heinen. St. Augustin 2003, S. 97-118.

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6

Verwendbarkeit des Moduls Es ist nicht geplant, das Modul für andere Studiengänge zur Verfügung zu stellen.

7

Teilnahmevoraussetzungen Definiert der Kursleiter, beispielsweise einführende Literatur, Thesenpapier. Es ist nicht zwingend erforderlich, die Veranstaltungsblöcke in aufsteigender Numerierung zu belegen.

8

Prüfungsformen Die Prüfungen werden mit Beginn der Veranstaltung angekündigt. Möglich sind:

Klausur oder mündliche Prüfung oder Hausarbeit.

9

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten In den Kursen müssen Leistungsnachweise erworben werden.

10

Stellenwert der Note in der Endnote

Europäische Integrationsgeschichte Note: 3/9 ECTS-Punkte: 4

-

Europapolitik in der Praxis Note: - ECTS-Punkte: 2

-

-

Europapolitik I

Note: 3/9

ECTS-Punkte: 6

-

Europapolitik II

Note: 3/9

ECTS-Punkte: 6

11

Häufigkeit des Angebots jährlich

12

Modulbeauftragter und hauptamtlich Lehrende Prof. Dr. Armin Heinen und Prof. Dr. Ralph Rotte.

13

Sonstige Informationen

Modul: Sprachausbildung in Englisch oder Französisch (hier: Englisch)“

Kennnummer:

work load

Kreditpunkte

Studiense-

Dauer

540 h

18 CP

mester 1., 2., 3. u. 4. Semester

4 Semester

1

Lehrveranstaltungen Blockveranstaltungen oder Kurse im

Kontaktzeit

Selbststudium

Kreditpunkte

Semesterrhythmus in Englisch oder Französisch (8 SWS).

8 SWS/120h

420 h

18 CP

European Topics, Part I and II, 60 Unterrichtstunden Intercultural Communication Part I and II, 60 Unterrichtsstunden

2

Lehrformen Wechsel zwischen verschiedenen Lehrformen: Dozentenvortrag, Rollenspiele, die Arbeitssituationen in den EU Institutionen zum Gegenstand haben und Vorträge der Studierenden.

3

Gruppengröße Im Durchschnitt beträgt die Seminargröße 20 Studierende, maximal 30 Studenten

15

4

Qualifikationsziele Die Studierenden lernen Fachvokabular und üben beispielhaft, sich in berufsnahen Situationen in der Fremdsprache auszudrücken. Sie sind darüber hinaus in der Lage, sich weiteren Fachwortschatz zu erschließen und sich in der fremdsprachigen Umgebung situationsgerecht auszudrücken, denn sie verfügen über solide theoretische Kenntnisse der interkulturellen Kommunikation, die sie täglich im Seminar praktizieren. Die Studenten sind ausgebildet, Präsentationen und Vorträge in Englisch zu halten und zu verstehen.

Am Ende des Moduls werden die Studierenden die Fremdsprache auf dem Niveau C des Europäischen Referenzrahmens beherrschen.

5

Inhalte

a.) European Topics, Part I and II Sprachbezogene Bearbeitung und Wiedergabe von Texten, Diskussionen und Projekten.

b.) Intercultural Communication Part I and II Sprachbezogene Bearbeitung und Wiedergabe von Texten, Theorien, Diskussionen und Projekten.

6

Verwendbarkeit des Moduls Oft wird das Modul für Teilnehmer anderer Studiengänge geöffnet.

7

Teilnahmevoraussetzungen Teilnahme an einem Sprachtest und Nachweis des entsprechenden Niveau des Europäischen Referenzrahmens.

8

Prüfungsformen

Die Prüfungen werden mit Beginn der Veranstaltung angekündigt. Möglich sind: eine

180minütige

Klausur oder eine 20minütige mündliche Prüfung auf C 1 Niveau des

Europäischen Referenzrahmens.

9

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten In den Kursen müssen Leistungsnachweise erworben werden.

10

Stellenwert der Note in der Endnote

-

European Topics Part I and II

Note: 4,5/9 ECTS-Punkte: 9

Intercultural Communication Part I and II Note: 4,5/9 ECTS-Punkte: 9

-

11

Häufigkeit des Angebots jährlich

12

Modulbeauftragter und hauptamtlich Lehrende Dr. Petra Pointner, Dr. Frank Hoffmann

13

Sonstige Informationen

16

Beschreibung: „Examenskolloquium“

Kennnummer:

work load

Kreditpunkte

Studiense-

Dauer

mester

60 h

2

CP

4.Semester

1 Semester

1

Lehrveranstaltungen Blockveranstaltungen oder Kurse im Semesterrhythmus

Kontaktzeit

Selbststudium

Kreditpunkte

4

SWS / 60 h

0 h

2 CP

Examenskolloquium, 6 Unterrichtsstunden Europapodium, 24 Unterrichtsstunden

 

2

Lehrformen Wechsel zwischen verschiedenen Formen: Planung und Durchführung des Europapodiums, Vortrag des Lehrenden, Vortrag des Studierenden, Einzelgespräche.

3

Gruppengröße Im Durchschnitt beträgt die Gruppengröße fünf Studierende, maximal 10 Studenten.

4

Qualifikationsziele Erwartete Kompetenzen nach Abschluß des Moduls

 

Methodensicherheit und Öffentlichkeitsarbeit.

Ziel Erweiterung der interdisziplinären Kompetenzen und Abgabe der Masterarbeit.

5

Inhalte Alle Examenskandidaten bilden im vierten Semester ein Examenskolloquium, das dazu dient, die Zwischenergebnisse ihrer Masterarbeiten vorzustellen. Gleichzeitig sind sie dafür verantwortlich, eine öffentliche Diskussion in Aachen mit einem hohen Vertreter der EU-Institutionen oder eines Mitgliedstaates oder Beitrittskandidaten der EU zu planen, vorzubereiten und durchzuführen. Das Europapodium findet in Zusammenarbeit mit der Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen und der Stadt Aachen statt.

6

Verwendbarkeit des Moduls Es ist nicht geplant, das Modul für Teilnehmer anderer Studiengänge zu öffnen.

7

Teilnahmevoraussetzungen Erfolgreicher Abschluß der Module Europarecht, Europäische Wirtschaft, Europäische Geschichte und Europapolitik sowie Europäische Kultur- und Sozialwissenschaft.

8

Prüfungsformen Eine Prüfung ist nicht vorgesehen.

 

9

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten Präsentation der Zwischenergebnisse der Masterarbeit sowie Planung und Durchführung des Europapodiums.

10

Stellenwert der Note in der Endnote

 

11

Häufigkeit des Angebots jedes Semester

12

Modulbeauftragter und hauptamtlich Lehrende Prof. Dr. Armin Heinen sowie der habilitierte Lehrkörper der Philosophischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät

13

Sonstige Informationen

17

Beschreibung: „Masterarbeit“

Kennnummer:

work load

Kreditpunkte

Studiense-

Dauer

mester

840 h

28 CP

4. Semester

1 Semester

1

Lehrveranstaltungen

Kontaktzeit

Selbststudium

Kreditpunkte

keine

0 SWS/0 h

840 h

28 CP

2

Lehrformen

keine

3

Gruppengröße

keine

4

Qualifikationsziele Mit der Masterarbeit weisen die Studierenden nach, dass sie einen gängigen Sachverhalt aus dem Fächerkanon des Studiengangs auf dem neuesten Forschungsstand analysieren und wissenschaftlich angemessen darstellen können.

5

Inhalte Der Studierende kann ein Thema aus den Bereichen: Europarecht, Europäische Wirtschaft, Europäische Geschichte, Europapolitik, Europäische Kulturwissenschaften und Europäische Sozialwissenschaften wählen.

6

Verwendbarkeit des Moduls Dieses Modul kann nicht mit Veranstaltungen anderer Studiengänge verbunden werden.

7

Teilnahmevoraussetzungen Teilnahme am Examenskolloquium und erfolgreicher Abschluß der Module Europarecht, Europäische Wirtschaft, Europäische Geschichte und Europapolitik sowie Europäische Kultur- und Sozialwissenschaften.

8

Prüfungsformen Bewertung der Hausarbeit

 

9

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten Abgabe der Magisterarbeit

 

10

Stellenwert der Note in der Endnote Anforderungen: Hausarbeit im Umfang von 200.000 Zeichen (ca. 80 Seiten) Note: 8/8 ECTS-Punkte: 28

11

Häufigkeit des Angebots jedes Semester

12

Modulbeauftragter und hauptamtlich Lehrende Prof. Dr. Armin Heinen und der habilitierte Lehrkörper der Fakultäten für Philosophie und Wirtschaftswissenschaften

13

Sonstige Informationen