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fungsberechtigung
fungsberechtigung

Campus Essen

Fachbereich Bildungswissenschaften Professur für Klinische Psychologie

Dr. Ulrich Kobbé

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ulrich.kobbe@uni-essen.de ulrich@kobbe.de

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Universitätsstr. 12, Raum R11 T03 C32

Datum

28.02.2005

The ADM reloaded:

Attentivität und das Beziehungsmodell kognitionspsychologischer Diagnostik

Forschungsimpact lacanianisch-psychoanalytischer Paradigmen

Einleitung

Die frühere Feststellung, innerhalb der diagnostischen Schemata sei mit der Einführung operationalisierender Klassifi- kationssysteme ein begriffliches und theo- retisches Beliebigkeitsspektrum entstan- den, das zur Verengung und Verzerrung des wissenschaftlichen Diskurses führe (Kobbé, 1993), verlangt nach Vertiefung und Begründung eines Urteils, das nicht nur Methodenkritik, sondern zugleich auch Wissenschaftskritik ist.

Wie an gleicher Stelle ausführlicher dar- gelegt, wird mit Einführung neuer psychia- trischer Diagnoseinventare nicht nur ein operationalisierender Methoden- und Pa- radigmenwechsel psychopathologischer Dia- gnostik vorgenommen, sondern es werden in der Aufgabe des bisherigen Krank- heitsmodells zugunsten eines ›flexibleren‹ Störungsmodells neue Signifikantenver- hältnisse etabliert.

»Die Zerstörung des alten Codes, das neue Signifikationsverhältnis, die Notwendigkeit die- ses in der Übercodierung begründeten Verhältnis- ses verweisen die Bezeichnungen auf das Beliebi- ge« (Deleuze & Guattari, 1974, 275)

Insofern erscheint die »Abschaf- fung der Psychopathologie im Namen des Empirismus« (Glatzel, 1990) eher als Zei- chen einer Krise der Wissenschaft und

des »Imperialismus« ihrer Signifikanten denn als Erkenntnisgewinn vermittels sub- jekt- oder problemadäquaterer Be-Deutungs- verhältnisse (Kobbé, 1993, 124).

Algorithmische Struktur klas- sifikatorischer Diagnostik

Begreift man diese Reform der

psychiatrisch-klassifikatorischen Diagnostik als Operation innerhalb wissenschaftlicher Sprachspiele, so ist das reine Benennen durch neue Signifikanten »noch gar kein Zug im Sprachspiel« (Wittgenstein, 1953, 128) im Sinne einer neuen Argumentati- on, sondern vielmehr die ›Mutation‹ des Spiels (Lyotard, 1986, 128) durch die Ein- führung neuer – algorithmischer – Regeln. Die Kritik richtet sich dabei insbesondere darauf, dass die in den Algorithmen ent- haltenen ›Frage-Antwort-Spiele‹ mit so- genannten »Satzradikalen« (Jäger, 1985, 69) operieren, die den diagnostischen Frageraum neu konstituieren, da in ihrer Anwendung die ›Oberflächengrammatik‹ des Fragens irrelevant geworden ist:

î einerseits offenbaren diese algorithmisch strukturierten Klassifikationssysteme ein

Methodenverständnis, das es für

logische Methoden

nicht-

blind wird oder sie

2/11

entstellt oder verbietet« (Jäger, 1985,

120);

î andererseits befasst sich ein algorith- misch vorstrukturiertes Diagnostizieren »nicht mit der Erkenntnis, sondern mit Anweisungen zum Handeln, zur Umge- staltung« des Subjekts, das heißt, sie »hört auf, schöpferische geistige Tätig- keit zu sein und wird zur schematischen Arbeit« (Klaus & Buhr, 1972, 51).

Verdeutlicht man sich, dass es bei der – über klassifikatorische Kategorisie- rungen hinausgehenden – differentialdia- gnostischen Subjektbeurteilung nicht um die Verhaltensebene, sondern um psy- chodynamische und persönlichkeitsstruk- turelle Charakteristika der intra- und inter- subjektiven Dynamik und Struktur geht, so wird gerade dieser wesentliche Aspekt bei einer operationalisierende Check-up- Diagnostik dadurch verunmöglicht, dass diese diagnostischen Inventare mit dem Begriff ›Beziehung‹ nichts anzufangen wissen (Kobbé, 1993, 126). Damit gerinnt auch die verobjektivierte Beziehung zum Untersuchungssubjekt zu einem funktiona- len, undialektischen Herr-Knecht-Verhäl- tnis, das keine Widerspiegelung ermöglicht und verstellt ein ich-fernes Abprüfen kli- nisch-rationaler Entscheidungsbäume je- den Zugang zum Subjekt. In der Folge wird jedoch nicht nur das Subjekt der Er- kenntnis, sondern auch der Diagnostiker selbst »in einer Sprache ohne Dialektik objektiviert« und den Stereotypen eines Wissenschaftsdiskurses unterworfen, in dem »das Subjekt sozusagen eher ge- sprochen wird als spricht« (Lacan 1953,

159).

Die Attention Diagnostic Me- thod (ADM)

Dass nicht nur die Strukturdiagno- stik des Subjekts sondern auch kogniti- onspsychologische Methoden der Aufmerk- samkeitsdiagnostik in Begriffen intersub- jektiver Modellbildung verstanden werden können, lässt sich exemplarisch anhand testpsychologischer Befunde zur Attention Diagnostic Method (ADM) aufzeigen. Bei

handelt es sich um ein differen-

tialdiagnostisches Instrument zur Erfas-

der ADM

sung kognitiver (›mentaler‹) Aufmerksam- keitskompetenzen beziehungsweise -defizi- te. Wie sich korrelationsstatisch nachwei-

sen ließ, unterscheidet sich die Zahlenta-

fel ADM

gen Verfahren zur testpsychologischen Quantifizierung visueller Aufmerksam-

keitsdiagnostik, was methodisch durch die

Stroop-Test

vergleichbare – Interferenz farbig fluoszie-

render, ultraviolett strahlender Zahlen auf mattschwarzem Hintergrund bedingt ist. Da die Aufgabe darin besteht, die ver- streut angeordneten, verschiedenfarbigen Zahlen von 10 bis 59 als nur bedingt strukturiertes Zahlenmaterial in die logi- sche Ordnung der arithmetischen Kon- vention zu bringen, sind verschiedene Stö- rungen des attentiven Suchprozesses (Aus- lassungen, Sprünge der Zahlenfolge, Wie- derholungen, Verdrehungen, Farbverwechs- lungen etc.) charakteristisch für mehr oder weniger ausgeprägte Störungen der ko- gnitiv-emotionalen Fähigkeiten des Sub- jekts mit ihren attentiven – mnestischen, noetischen, abstrahierenden und anderen – Teilfunktionen (Rutten et al., 1980, 20).

Das hier gewählte Vorgehen a po- entspricht jener gängigen For-

steriori

schungspraxis innerhalb der Humanwis- senschaften, innerhalb derer »das Nach- denken über die Methode in ihnen nicht, wie man gerne meint, am Anfang steht,

sondern nach

ben, 2009, 7). Nachdem zunächst aufge-

zeigt werden konnte, dass die

native, unscharf als ›Attentivität‹ konzep- tualisierte Leistungsbereiche betrifft, war zumindest das erste der zwei Elemente geistes- und humanwissenschaftlicher For-

schung erfüllt: Nach dieser (1) Identifikati- on des Erkenntnisproblems bedurfte es nun einer Spezifizierung eines adäquaten psychologischen Konzepts. Dass die er- fassten intrapsychischen attentiven Pro- zesse in Termini intersubjektiver Modell- bildung verstanden werden können, lässt sich exemplarisch anhand testpsychologi-

Attention Diagnostic

Method (ADM)

scher Befunde zur

als Diagnostikum von den gängi-

Exposition und eine – dem

der Praxis kommt« (Agam-

ADM alter-

aufzeigen und bestätigt

damit die Unmöglichkeit, eine (Test-)Me- thode von dem Kontext zu isolieren, in dem sie operiert (Agamben, 2009, 7).

3/11

Abb. 1: Abb. 2: ADM I ADM II
Abb. 1:
Abb. 2:
ADM I
ADM II

4/11

Ordnungen des Modells L

Für die psychoanalytische Theorie entwickelte Lacan das Modell eines grund- legenden Klassifikationsystems, das aus den drei Ordnungen des Imaginären, Sym-

bolischen und Realen

wird. Diese drei Ordnungen sind als grund- sätzlich heterogen zu verstehen und be- ziehen sich auf sehr unterschiedliche As- pekte psychischer Dynamiken.

Auf der Grundlage ihrer Heteroge- nität muss jede dieser Ordnungen in Beziehungen zu den beiden anderen gesetzt und durch diese Beziehungen definiert werden. Ihre strukturelle Interdependenz wird von Lacan (1955, 53) – neben anderen topologischen

Figuren – durch Strukturbeziehungen und diesen zugrunde liegende Vektoren als

sog.

· I S R · * gebildet

Modell L

wiedergegeben.

als sog. · I S R · * gebildet Modell L wiedergegeben. Diagr. 1: Schema L

Diagr. 1: Schema L

Dieses Schema enthält die struk-

turellen Beziehungen zwischen dem Sub-

jekt des Unbewussten

·

S ·

, dem [kleinen]

anderen

·

"

·

, dem bewusstseinsfähigen

Spiegel-Ich

·

"

(

@

moi

m

)

·

und dem [gro-

ßen] Anderen

·

A

·

. Damit bietet das

Schema L mit seinen verschiedenen Ele- menten auf den vier leeren loci nicht nur Möglichkeiten einer Analyse diverser Sets von Beziehungen, sondern zusätzlich zum Plan der intersubjektiven Relationen er- gibt sich auch eine Darstellung der intra- subjektiven Struktur, sofern beide über- haupt sinnvoll voneinander unterschieden werden können: Generell geht Lacan da- von aus, dass dieses Unbewusste tran- sindividuell zu verstehen ist, sodass psy- choanalytische Erfahrungselemente eher in Begriffen der Intersubjektivität denn in

solchen der Intrasubjektivität – jedoch an- dererseits nicht ohne sie - zu fassen ist.

Entsprechend lag es nahe, die theo- retischen Modellvorstellungen des kogni- tionspsychologischen Attentivitätskonzepts mit Hilfe dieser Topologie zu explizieren.

Beziehungsmodell kognitions- psychologischer Diagnostik

Verfolgt man das dieser differenti- aldiagnostischen Methode zugrunde lie- gende theoretische Modell, so lässt be- reits der wahrnehmungspsychologische

erkennen, dass

»tenter« von der

es sich bei dem Wortteil

Bedeutung her sowohl darum handelt,

Neologismus

›Attentivität‹

î versucht, verführt, genötigt zu werden,

als auch

î etwas oder jemanden zu suchen, zu versuchen, etwas zu unternehmen.

Deutlich wird, dass dieser schein-

bar ausschließlich kognitionspsychologi-

manifeste Bezie-

hungsimplikationen hat. Versteht man den

attentiven Suchprozess des Subjekts in

als Herstellung einer – bei ab-

gedunkeltem Raum durch ultraviolettes Licht und unterschiedlich stark affizieren- de Farben beeinflussten – Beziehung zum Testmaterial, so lässt sich eine opti-

sche, antizipatorische und emotionale Subjekt-Objekt-Beziehung angeben. Da- bei lässt sich das auf phänomenologi- schen und strukturalistischen Modellbil- dungen Merleau-Pontys (1945) und Grün- baums (Grünbaum & Bouman 1925) ba- sierende wahrnehmungspsychologische Be- wusstseinsparadigma von Rutten (1964) nicht nur hinsichtlich verschiedener Ba- siselemente sequentieller Ordnung diffe- renzieren (Rutten et al., 1980, 21-25) und als Informationsverarbeitungsprozesse (Kob- bé, 1978a; 1982) operationalisieren, son- dern zugleich als prozesshaftes Abfolge- und projektives Beziehungsmodell unter- schiedlicher Ich-Funktionen und -Instan- zen zueinander und zum Testobjekt kon- zeptualisieren.

Die Angabe, der 3D-Effekt des in knapp 85 % der Fälle dreidimensional er- lebten Suchfeldes (Rutten et al., 1980,

der ADM

sche

terminus technicus

5/11

69-70) impliziere einen zur Testinstruktion hinzukommenden »gewissen Aufforderungs- charakter« (Kobbé 1982, 81), unter- streicht den dieser Testdurchführung in- härenten Forderungsaspekt: Die Instrukti- on wird angesichts der Dunkelheit im Raum und der Plazierung des Testleiters hinter dem Probanden, das heißt außer- halb seines – visuellen – Wahrnehmungs- bereichs, wie eine imperative Stimme aus dem ›Off‹ erlebt, die ihre Wirkung auf der Grundlage einer impliziten Assoziation mit

frühe(re)n Gehorsams- und Leistungsge- boten entfaltet. Strukturell lässt sich dies in diskursiven Algorithmen – hier des

Das Ergebnis ist eine passagere, projektiv-identifikatorische Beziehung mit insbesondere affizierenden Rückwirkun- ’

gen · " ®m ·

terferenzen zwischen bewussten und un- bewussten Ich-Funktionen, zwischen Sub- jekt-Objekt- und intrasubjektiven Beziehun- gen, zwischen Farb- und Zahlwahrnehmung und -verarbeitung, zwischen Kognitions-, Emotions-, Konations- und Symbolisie-

, was zu entsprechenden In-

rungsfunktionen führt und sich mit den Al- ’

gorithmen

und

· S &m ·

· S

D

"

·

sowie

·

"

D

m ·

angeben lässt.

S [ . Schemas L von Lacan S®A · sowie als ›Botschaft‹ des · s
S
[
.
Schemas L
von Lacan
S®A
·
sowie als ›Botschaft‹ des
· s A
(
)
·
darstellen.
m
\
S
[
Diagr. 4: Diskursstruktur III
m
\
Diagr. 2: Diskursstruktur I
ist
·
û ·
" de-zentriert
gespaltenes (sog. ›gebarrtes‹) ‹Subjekt
$ ·
›Shifters‹
S
den anderen / Anderen
·
S ®" %
(
)
›fa-
S
[
m
\

oben skizzierten

(1955, 53) – als Sprachbeziehung des

[großen] Anderen zu den Instanzen des

Ich

· [großen] Anderen

Die nachfolgende visuelle Bezie- hungsebene des Subjekts zum Testobjekt ist einerseits bewusst-reflexiver, anderer- seits zugleich unbewusster Art; sie impli-

ziert zugleich insofern projektive Aspekte, als das Subjekt sich in seiner Konzentra-

tion auf das Objekt [klein]

und in Ermangelung einer sprachlich arti-

kulierten Wortvorstellung, eines

als Index oder Repräsentanz des Sub-

jekts des Aussagens auf eine Weise in

seiner Existenz bedroht ist, dass der

ding‹ -Effekt imaginativ kompensiert wer- den muss.

Diagr. 3: Diskursstruktur II

Was die (An-)Spannung auflöst und zu einer – zumindest passageren – Ent- lastung führt, ist das jeweilige Auffinden und sprachliche (Be-)Nennen der näch- sten Zahl der arithmetischen Zahlenfolge und ihrer Farbe. Einerseits offenbart sich hier die Abhängigkeit des Subjekts von einer, auf einer ursprünglicheren Signifi- kantenstruktur beruhenden logischen Struk-

tur, der es subjektkonstitutiv ›unterworfen‹

und mit der es als durch Sprache

·

aufzufassen und in der Gleichsetzung

@ $ zu beachten ist. Andererseits sucht das Subjekt seine Anerkennung durch

, wenngleich diese phantasierten Anerken- nung durch den (schweigenden) Ver- suchsleiter nicht nur ausbleibt, sondern darüber hinaus durch die testinduzierten Interferenzen und Fehlleistungen unter- graben wird. Für das Subjekt induziert dies nicht nur eine zusätzliche Anstren- gung im Sinne einer Identifikation mit ei- nem strengen Ideal-Ich, sondern darüber hinaus eine schuldhafte Verarbeitung ei- gener Fehlerhaftigkeit, hat es doch diese Anerkennung durch mangelhafte Aufga- benerfüllung selbst ›hintertrieben‹.

·

6/11

Für dieses Sprechen, diesen ei- nerseits ›Ort‹ des Aussagens, anderer- seits Prozess des Aussagens, dem un-

bewussten Sprechakt (»énonciation«

Ordnung der Sprache betrifft und der an-

die Intentionalität des

dere Vektor · ‚°$ ·

Subjekts darstellt.

· e · ) · m – · " eben der Moment und »der fading-
·
e ·
)
· m
– ·
"
eben der Moment und »der
fading- Effekten überzuwechseln,
S
[
Abb. 3: Lacans Graph 1
Aussagens
·
e ·
m
[\
·
$ e
(
)
·

Diagr. 5: Diskursstruktur IV

Was in diesem ›inter‹ der Subjekte

, Unter-Sagen (Lacan, 1973,

, Zwischen-Sagen, deut-

»inter-dit«

·

E ·

·

)

s A ®A

(

·

also, macht Lacan (1960, 159-160) darauf aufmerksam, dass dieses Sprechen zwi- schen dem einen und dem anderen Sub-

jekt

Ort ist, an dem sich die Durchsichtigkeit des klassischen Subjekts aufspaltet, um

zu jenen

die das Freudsche Subjekt bedingen«.

Mit Hilfe des skizzierten Graphen

(Abb. 3) wird nicht nur die Beziehung des

zum Subjekt des Aussagens

verdeutlicht, sondern zugleich an-

hand der so genannten ›Steppunkten‹, an denen sich beide Vektoren kreuzen, auf- gezeigt, dass und wie die Stimme als Sprechen nachträglich mit Bedeutung und Sinn ›aufgeladen‹ wird (Pagel, 1991,

181): Erst im Sinne eines spät(er)en Ver- stehens, einer Skandierung, wird das Aus-

gesagte (»énoncé«

punkt derart interpunktiert, dass das be- reits am ersten Punkt Ausgesagte (s)eine

nachträgliche Be-Deutung hält.

Die diskursive Analyse des schein- bar rein kognitionspsychologisch angeleg-

ten Leistungstests erweist diesen als we-

ADM

erfasst offensichtlich eine zweiseitige Struk- tur des Bewusstseins als Oszillieren von

Primär- und Sekundärprozess, indem die reflexive sekundärprozesshafte Konzen- trationsleistung nur unter der Bedingung gelingt, dass zunächst die Störungen des Primärprozesses wenn schon nicht kom-

pensiert, so doch zumindest abgemildert werden; »im Prinzip« jedoch behält damit der Primärprozess »die Herrschaft« (Sa- fouan, 1968, 272). Dass die Primärpro- zesse grundlegend unbewusst sind, ist – wie anhand der Diagramme 2 bis 5 er- sichtlich – dadurch bedingt, dass das Se-

kundärsystem als System des Ich

, als die der Realität (des Objekts) zuge- wandte »Seite eines Systems« zu verste-

sentlich komplexere Aufgabe: Die

er-

) am zweiten Step-

·

m

·

als

151) und »intra-dit«

licher wird, ist die unbewusste Sprachdy- namik der Fehlleistungen, wie sie im all- täglichen Sprechen als Versprecher, Witz, Auslassung erkennbar werden und sich in der ADM als charakteristische Fehler des Versprechens, der Wiederholung, der Aus- lassung manifestieren.

Insofern wird anhand dieses »Ein-

schnitts der signifikanten Kette« als ein- zigartigem Phänomen »die Struktur des Subjekts als Diskontinuität im Realen« bestätigt (Lacan 1960, 160). Denn wäh- rend der gesamte Aufmerksamkeitspro- zess – scheinbar unanfechtbar – in der Ordnung des Imaginären und die sprach- liche Kommunikation im Register des Sym- bolischen angesiedelt zu sein scheint, wird anhand dieser Fehlleistungen evi- dent, dass der intervenierende Effekt des

unbewussten Subjekts •

S • als Resultat

einer radikalen Unbestimmtheit des Rea- len zu verstehen ist.

Diese dynamische Struktur des kom- plexen Verhältnisses von Sprache, Begeh-

ren und Intersubjektivität (kenn-)zeichnet Lacan (1960, 164-166) als zwei Vektoren,

von denen der eine Vektor

das

· Gleiten der Signifikanten innerhalb der si- gnifikanten Kette beziehungsweise die

S°S' ·

7/11

hen ist, das im Sinne einer »unmöglichen symbolischen Sättigung« jedoch »mit ei- ner anderen Seite schon dem Ding zuge- wandt ist« (Safouan, 1968, 278) und mit

dem Algorithmus

geschrieben werden kann.

Wie bereits an anderer Stelle aus- gearbeitet (Rutten et al., 1980, 21-25) und schematisch dargestellt, muss eine psy- chodynamische Analyse dieser Prozesse – anders als eine funktionale Untersu- chung – mit »einer Analyse des dem Be- wusstsein gegebenen Sinns beginnen«, denn:

»Die intentionale Struktur des Bewusst- seins nötigt zur Anerkennung der Vorrangigkeit des Gegenstandsbewusstseins gegenüber dem unmit- telbaren Selbstbewusstsein« (Mattern, 1996, 48).

Damit würde nachträglich zunächst

erklärlich, warum die Korrelationen der

- Testwerte mit denen anderer Verfahrung zur testpsychologischen Quantifizierung von Konzentrations- und Aufmerksamkeitslei- stungen respektive Perseverationstenden-

zen – d2-Aufmerksamkeits-Belastungs-Test

nach Brickenkamp,

Zahlen-

Symbol-Test nach Hamburg und Wechsler,

nach Messick

und Häcker,

Farb-Diskriminations-Test

nach Stender und Marschner,

Zahlen-Revisionstest

·

$&}

·

,präziser

·

é

·

ADM

SZ-Perseverations-Test

nach

Bernstein und Hargreaves – signifikant negativ (Kobbé, 1978a; 1982; Rutten et al., 1980, 66-69) waren, sodass eindeutig kein Zusammenhang zwischen diesen aufmerksamkeits- und konzentrationspsy- chologischen Kognitionsleistungen und

den ›attentiven‹ Prozessen besteht. Be- rücksichtigt man darüber hinaus, dass die eigenen Untersuchungen verschiedener

klinischer, speziell neurologischer Gruppen

mit Zuständen nach

ge-

neralisierten, temporalen oder ›Misch‹-

Epilepsien (n = 69),

bri und/oder sub- / epiduralem Hämatom

(n = 114),

letzungen ohne ZNS-Beteiligung (n = 21), keine signifikanten Unterschiede ergab, so ist dies gegebenenfalls nicht auf die fehlende Diskriminierungsfähigkeit des differentialdiagnostischen Verfahrens zu- rückzuführen, sondern darauf, dass – an- stelle konzentrativer Leistungseinbußen – vielmehr gruppenübergreifend die indivi- duelle Abhängigkeit und/oder Störbarkeit der (projektiven) Ich-Funktionen bei Weg- fall der unmittelbaren visuellen / optischen Abstützung erfasst wird. Dies würde nicht nur die unspektakulären Gruppenindiffe- renzen, sondern zugleich die relativ große Streuung der Reaktionszeiten erklären. Selbst bei Einbeziehung mehrerer Nor-

Auszubildenden

und/oder Contusio cerebri (n = 42),

Commotio cerebri

ƒ Compressio cere-

peripheren Extremitätenver-

malpopulationen aus

der McLean Truck Company (n = 167), Instandhaltungsfacharbeitern der Salt

Angestellten der

Olin Chemical Corporation (n = 88),

Angestellten der Holländischen National-

bahn (n = 133) und einer weiteren klini-

physisch behin-

derten Erwachsenen (n = 77) ergeben

schen Population mit

Company (n = 46),

ˆ

Reaktionszeiten ADM I

1600

1400

1200

1000

800

600

400

200

0

Diagr. 6 1397 916 894 851 645 590 656 493,2 470,6 539,6 560 471,8 518
Diagr. 6
1397
916
894
851
645
590
656
493,2
470,6
539,6
560
471,8
518
409,0
376,3
353,8
348,2
271
321,0
203
202
170
229
215
218
200
162

GRP1

GRP2

GRP 3

GRP4

GRP5

GRP6

GRP7

GRP8

GRP9

8/11

sich zwar global Reaktionszeitunterschie- de zwischen den neurologischen Gruppen

(

,

), doch ist bereits zwischen den

•‚ƒ

,

,

,

,

ˆ

) und den ›Normal‹-Gruppen (

I

prinzipiell identischen Gruppen mit aus-

, ) ein klinisch nicht erklärbarer Reakti- onszeitunterschied festzustellen.

schließlich physischer Behinderung (

40

35

30

25

20

15

10

5

0

GRP6 GRP5 GRP4 GRP1-3 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
GRP6
GRP5
GRP4
GRP1-3
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20 >20
Diagr. 7: Gruppenvergleich der Fehlerhäufigkeiten in der ADM I

GRP7

GRP9

»er-

fasse

über einfache Messung von Reaktionszei- ten (›simple reaction times‹), sondern die-

ne zur Untersuchung der

merksamkeit des Individuums« (Rutten et al. 1980, 69) klärt diese Diskrepanz nur im Sinne eines defensiven Definitionsver- suchs, noch nicht jedoch hinsichtlich der psychologischen Faktoren und Artefakte. Andererseits ließ sich im Kontext empiri- sche, methodenvergleichender Untersu- chungen nachweisen, dass es sich nicht um einfache Konzentrationsfunktionen und -leistungen handelt (Kobbé 1979), sodass ›Attentivität‹ als eine weitergehende, an- ders zu qualifizierende Bewusstseinsfunk- tion zu konzeptualisieren ist.

ADM

mentalen Auf-

Die Interpretation, die

ADM

nicht die visuelle Aufmerksamkeit

In diesem Sinne erfasst die

zwar die attentive (Ver-)Störung des Sub- jekts durch die provozierende Wirkung der Farben als Fähigkeit zur Bewältigung eines kognitiv-emotionalen Dilemmas, das durch die Mangelsituation unterstrukturier- ter visueller Wahrnehmung als Wunsch

nach Wiederherstellung der symbolischen Ordnung getriggert wird. Doch anderer-

seits ist dieser intersubjektive Vorgang in seiner Verschränkung mit intersubjektiven Determinanten zu komplex beziehungs- weise muss der Bezug auf die Reaktions- zeiten oder Fehlerhäufigkeitsprozente – speziell nach der multivariaten Prüfung von insgesamt 21 Hypothesen (Kobbé, 1982, 84-87) – als zu reduktionisch ge- wertet werden, um eine differenzierte und insbesondere prädiktive Aussage treffen zu können. Dabei erweist sich die projek- tive Wahrnehmung als Vorstellung kei- neswegs als Beziehung des wünschen- den Subjekts zum Objekt, sondern zum

} •. Das Dilemma ist in dieser Ex-

›Ding‹ •

position des Subjekts gegenüber dem ›Ding‹ als ›verlorenem Ding‹ darin be- gründet, dass sich der Wunsch – in den jeweiligen Reaktionszeitdifferenzen unter- schiedlich markant – »zwischen Wahrneh- mung und Bewusstsein (Freud)« schiebt (Safouan, 1968, 278).

9/11

Mithin reproduziert das sich vom

Objekt unterscheidende Subjekt diese Dif-

) innerhalb eines Vor-

gangs, den Derrida (1976) als ›Differænz‹

(

und der die (Selbst-)Entfremdung des Sub- jekts mitdeterminiert. Das Konzept der »dif- férance« impliziert, dass sich das Subjekt in seiner Selbstwahrnehmung und Selbst- aktualisierung ›nie selbst gegeben‹ ist, in-

dem es sich selbst unablässig und zwangs- läufig (ver-)fehlt und sich so immer wieder von sich ›differiert‹.

Zusammenfassend lässt sich am Beispiel eines kognitionspsychologischen Diagnostikums aufzeigen, dass die schein- bare Focussierung auf ausschließlich in- trapsychisch determinierte Prozesse ma- nifeste intersubjektive Implikationen hat und dass diese Beziehungsmuster von Subjekt und Objekt innerhalb des vor(an)ge- stellten psychodynamischen Paradigmas angemessen ge- und erklärt werden kön- nen. Wenn diese Dynamik bereits für prinzipiell messbare Parameter der Kon- zentration und Aufmerksamkeit nachge- wiesen werden kann, so muss dies erst recht auf das Erfordernis der –nicht nur klassifikatorisch angelegten – differential- diagnostischen Subjektbeurteilung zutref- fen und damit bestätigen, dass dies die explizite Berücksichtigung intra- und in- terpersoneller, psychodynamischer und persönlichkeitsstruktureller Charakteristi- ka auf eine Weise indiziert, die operatio- nalisierende Methoden und algorithmisch angelegte Inventare der Check-up-Dia- gnostik als inadäquat erscheinen lassen.

ferenz ( »différence«

»différ nce«

a

), als Aufschub, bezeichnet

Epistemologie des attentiven Subjekts

Für das Erkenntnissubjekts und dessen ›Wahrheit‹ schlägt unter anderem Agamben vor, dieses »nicht vom Verhält- nis zur Wahrheit, sondern vom Verhältnis zum Irrtum aus zu denken« (Agamben, 1997, 8). Diese Provokation lässt sich in Bezug auf die hier untersuchten Struktu-

ren der Topologie(n) attentiver Prozesse und deren Störungen (Reaktionszeitspezi- fika, Fehlerhäufigkeiten und -arten) auf in

der

ADM

erfasste kognitiv-emotional de-

terminierte Irrtümer beziehen führt zur Fragestellung, inwiefern es erkenntnis- theoretisch primär um eine Untersuchung des nicht-kognitiven Status’ – des unbe- wussten Anteils – dieses Subjekts gehen muss (Agamben, 1997, 14).

Folgt man den lacanianische Dis- kursanalysen, so erweist sich der Wis- senschaftsdiskurs (oder ›Diskurs der Uni-

versität‹) jedoch als eine Praxis, bei der

im Zentrum des Interes-

das Wissen · © ·

ses steht und damit totalisiert wird. Indem sich dieses Wissen an das Objekt am

Platz des [kleinen] anderen adressiert

©¯" ·

Diskurselemente dominiert, werden die

signifikanten Bedeutungselemente

und diese Beziehung die anderen

·

·

¨

·

am Platz der Wahrheit wie das Subjekt selbst zu Restgrößen des Wissenschafts- diskurses. Das Diskursmathem schreibt sich dementsprechend wie folgt:

Das Diskursmathem schreibt sich dementsprechend wie folgt: Abb. 4: Diskurs der Universität Indem aber, wie oben

Abb. 4: Diskurs der Universität

Indem aber, wie oben skizziert, die objektivierende wissenschaftliche Befor- schung attentiver Fähigkeiten und Funk- tionen einer psychoanalytischen Diskursi- vierung unterzogen wird, entfaltet die ein- genommene analytische Position eine gänzlich andere:

Abb. 5: Diskurs der Psychoanalyse

Einerseits erweist sich das Sub- jekt, wie oben herausgearbeitet, als Refe-

und wird

es durch diesen determiniert und ›defi-

niert‹ · "¯$ ·

jekt ein selbstbewußtes Subjekt des Un-

, ein signifiziertes, unvoll-

ständiges Subjekt. Indem sich in diesem

auf dem

Platz der Wahrheit befindet, wird deutlich, dass die mit dem universitären Diskurs vertretene Kluft zwischen Wahrheit und

Wissen · õ ·

Diskursmathem das Wissen

bewussten · ú ·

. Andererseits ist dieses Sub-

renz des [kleinen] anderen

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dadurch ›aufgehoben‹ wird,

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dass sich das psychoanalytische Er- kenntnisinteresse nicht auf ein ›absolutes‹ Wissen im Sinne Hegels richtet, sondern auf ein symbolisches Wissen um die Wahrheit des unbewussten Begehrens, auf einen nicht-kognitiven Aspekt jenes attentiv kognizierenden konkreten Sub- jekts, das ein zwangsläufig niemals voll- ständig positivierbares, mithin immer – auch – unbestimmtes Subjekt sein (und bleiben) muss.

Strukturmodelle (in) der Wis- senschaft

Die Bezeichnung des Unbestimm- ten / Unbestimmbaren macht dabei deut- lich, dass es in dieser Forschungsarbeit nicht nur um eine Klärung der internen Struktur des psychologischen Wissens

über das Paradigma der ›Attentivität‹, das

oder

den inhärenten Subjektbegriff geht, son- dern den Prämissen kritisch-psychologi- scher Wissenschaft entsprechend immer auch um eine Bestimmung ihrer eigenen Grenzen. Das heißt, als Anerkennung ei- ner Unmöglichkeit wird diese zu einer ak- tiv reflektierten Unmöglichkeit positiviert.

Mit der Topologie eines intersub- jektiven Modells der Attentivität wird zu- gleich erkennbar, dass die testpsycholo-

, sondern zahlreicher anderer Verfahren mit Objektivitätsanspruch – keineswegs so eindeutig sind, wie dies die methodischen Voraussetzungen der Testkonstruktion und eine objektivierende Wissenschaftsfiktion fordern und suggerieren. Die nachträglich vorgenommene Kontextualisierung von Methode und psychophysischer Kogniti- ons- mit psychodynamischer Subjekttheo- rie entspräche demzufolge der Formulie- rung Wittgensteins, der Sinn eines Be- griffs sei die Methode seiner Verifikation, das heißt, diese Aussage identifiziert den ›Sinn‹ eines Begriffs »nicht mit seinem Bezugsobjekt, sondern mit den Operatio- nen, die man durchführen muss, um des- sen Vorhandensein festzustellen« (Berg- mann, 1984, 111). Andererseits werden die Phänomene, auf die sich die Untersu- chung bezieht, durch den dieser eigenen Diskurs respektive »durch die Art und

gischen Befunde – nicht nur der

testtheoretische Konzept der

ADM

ADM

Weise, durch die sie ihren eigenen [Wis- senschafts-]Diskurs entfaltet, konstituiert werden« (Starobinski, 1964, 101). Doch:

»Die Diskursivierung eines psychischen Mo- dells, das neben dem Bewussten [attentiver Teil- leistungen und noetischer Funktionen] auch ein Un- bewusstes kennt, verlangt nach einer adäquaten Veranschaulichung« (Lange, 2004, 10).

In diesem Sinne muss unter ande- rem versucht werden, die Psyche zu to- pographisieren und ihre Prozesse zu ›spatialisieren‹ (Lange, 2004, 1). Dement- sprechend sind die in dieser Arbeit wie- derholt verwendeten räumlichen Darstel- lungen und topographischen Figuren als »logische Konstrukte« - und nicht als »Reproduktionen« visueller Leistungen oder abstrahierender Vorstellungen aufzu- fassen (Hoffmann-Richter, 1994, 130). Das heißt, sie sind im Sinne Wittgensteins (Ja- nik & Toulman, 1987, 163-225) als Model- le zu verstehen, die – angesichts der durch die Grenzen der Vernunft determinierten Grenzen von Vorstellung und Sprache – wie Artefakte hergestellt werden.

Anmerkungen

* Die Sonderzeichen wurden von Siboni (1997) zur Verfügung gestellt und können als Font ›EcritSym‹ dort heruntergeladen werden.

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Dr. Ulrich Kobbé Universität Duisburg-Essen - Campus Essen - D-45117 Essen ulrich@kobbe.de

aktualisiert 05/2010.