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PARSIFAL

Nur eine Waffe taugt: die Wunde schliet der Speer nur,
der sie schlug.
(Amfortas' Miene leuchtet
in heiliger Entzckung auf;
er scheint vor groer Ergriffenheit zu schwanken; Gurnemanz sttzt ihn.)

Sei heil, entsndigt und entshnt,


denn ich verwalte nun dein Amt.
Gesegnet sei dein Leiden,
das Mitleids hchste Kraft
und reinsten Wissens Macht
dem zagen Toren gab.
(Er schreitet nach der Mitte,
den Speer vor sich erhebend.)

Den heil'gen Speer ich bring' ihn euch zurck!


(Alles blickt in hchster Entzckung
auf den emporgehaltenen Speer,
zu dessen Spitze aufschauend
Parsifal in Begeisterung fortfhrt.)

Oh! Welchen Wunders


hchstes Glck! Der deine Wunde durfte schlieen,
ihm seh ich heil'ges Blut entflieen
in Sehnsucht
nach dem verwandten Quelle,
der dort fliet in des Grales Welle!
Nicht soll der mehr
verschlossen sein:
enthllet den Gral,
ffnet den Schrein!
(Parsifal besteigt die Stufen des Weihtisches,
entnimmt dem von den Knaben geffneten
Schreine den "Gral"
und versenkt sich, unter stummem Gebete,
kniend in seinen Anblick. Allmhliche sanfte Erleuchtung des "Grales". Zunehmende Dmmerung in der Tiefe
bei wachsendem Lichtscheine aus der Hhe.)