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Frage 23: Schildern Sie die Lehre der Kirche zu den vier

Letzten Dingen.
Die vier letzten Dinge sind das Gericht, der Himmel, das Fegefeuer und die Hölle.

Das besondere Gericht

Der Tode setzt dem Leben des Menschen, das heißt die Zeit in der er die göttliche
Gnade entweder annehmen oder ablehnen kann ein Ende.

Im NT ist vom Gericht hauptsächlich im Hinblick auf auf die endgültige Begegnung mit
Jesus Christus bei seinem zweiten Kommen die Rede; es wird aber auch öfter darauf
hingewiesen, dass jedem, nach seinem Ableben, ein individuelles Gericht bevorsteht.

Das Gleichnis vom armen Lazarus (Lk 16, 22) spricht zum Beispiel davon, dass jede
Seele ein letztes Schicksal hat, dass für jeden Menschen unterschiedlich sein kann.

Im Moment des Todes empfängt jeder Mensch die ewige Vergeltung. Diese geschieht
beim besonderen Gericht, welches einen über die Läuterung, oder direkt ins himmlische
Reich entsendet, oder aber aber in die ewige Verdammnis führt.

Die abschließende Läuterung – das Purgatorium

Derjenige der in der Gnade und Freundschaft Gottes stirbt, aber dennoch noch nicht völlig
geläutert ist, ist zwar seines ewigen Heiles sicher, macht aber nach dem Tod noch eine
Läuterung durch um seine Heiligkeit zu erlangen, welche notwendig ist um in die
Freude des Himmels eingehen zu können.

Die Kirche nennt diese Läuterung auch Purgatorium; in Anlehnung an die Schrifttexte ist
auch von einem Läuterungsfeuer die Rede (der Begriff „Fegefeuer“ gibt diesen Ausdruck
nur ungenau wieder).

Die Lehre stützt sich auf die Praxis für die Verstorbenen zu beten (2 Makk 12, 45).

Schon seit frühester Zeit hat die Kirche das Andenken an die Verstorbenen in Ehren
gehalten und für sie Fürbitten und insbesondere das eucharistische Opfer dargebracht,
damit sie geläutert werden und zur beseligenden Gottesschau gelangen können.

Der Himmel

Diejenigen die in der Gnade und Freundschaft Gottes sterben und völlig geläutert sind,
leben für immer mit Christus. Sie sind für immer Gott ähnlich, denn sie sehen ihn „wie er
ist“ von Angesicht zu Angesicht.

Dieses vollkommene Leben mit der allerheiligsten Dreifaltigkeit wird Himmel genannt.
Er ist das letzte Ziel und die Erfüllung der tiefsten Sehnsüchte des Menschen, der Zustand
des höchsten, endgültigen Glücks.

Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat uns Jesus Christus den Himmel
geöffnet. Er lässt jene die an ihn geglaubt haben an seiner himmlischen Verherrlichung
teilhaben. Der Himmel ist die selige Gemeinschaft all derer, die völlig in ihn eingegliedert
sind.

Diese selige Gemeinschaft geht über alle Vorstellungen hinaus.

Die Hölle

Mit Gott können wir nicht vereint werden, solange wir uns nicht freiwillig dazu entscheiden
ihn zu lieben.

In Todsünde sterben ohne dies bereut zu haben, bedeutet, durch freiwilligen Entschluss
für immer von ihm getrennt zu bleiben. Dieses Zustand der ewigen
Selbstausschließung nennt man Hölle.

Die Lehre der Kirche sagt, dass es eine Hölle gibt und dass sie ewig dauert. Die Seelen
derer die in im Stand der Todsünde sterben, kommen sogleich nach dem Tod in die Hölle.
Die schlimmste Pein der Hölle besteht in der ewigen Trennung mit Gott.

Die Aussagen über die Hölle sind eine Mahnung an den Menschen, seine Freiheit im
Hinblick auf sein Schicksal verantwortungsvoll zu gebrauchen. Sie sind ein eindringlicher
Aufruf zur Bekehrung.

Niemand wird von Gott dazu vorherbestimmt, in die Hölle zu kommen; nur eine
freiwillige Abkehr von Gott, in der man bis zum Ende verharrt, führt dazu.

Frage 24: Erläutern Sie die Frage der Auferstehung


anhand des Textes 1 Kor 15, 35-58.
Der Text vergleicht die Auferstehung der Toten mit einem Samenkorn, welches ja
bekanntlich eine andere Gestalt hat, als es hat, nachdem es zu einer Pflanze wurde.
„ Gesät wird ein irdischer Leib, auferweckt ein überirdischer Leib.“ Im Text wird gefolgert,
dass wenn es einen irdischen Leib gibt, muss es auch einen überirdischen geben; „zuerst
kommt das Irdische, dann das Überirdische“. „Der Erste Mensch stammt von der Erde,
und ist Erde; der Zweite Mensch stammt vom Himmel.“ Die Nachfahren des ersten
Menschen sind ebenfalls Erde, aber die Nachfahren des zweiten Menschen sind dafür
auch Himmel. „Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht erben; das Vergängliche
erbt nicht das Unvergängliche:“ Das heißt es werden nicht alle sterben, sondern alle
werden verwandelt, beim Schall der Posaune werden die Toten in die Unvergänglichkeit
auferweckt. „Denn dieses Vergängliche muss sich mit Unvergänglichkeit bekleiden und
dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit...“ Zuletzt erklärt Paulus noch, dass der Stachel des
Todes die Sünde sei, und deren Kraft das Gesetz. Außerdem schreibt er, dass Gott uns
durch Christus den Sieg geschenkt hat.

Schlusssatz: „Daher, geliebte Brüder, seid standhaft und unerschütterlich, nehmt immer
eifriger am Werk des Herrn teil, und denkt daran, dass im Herrn eure Mühe nicht
vergeblich ist.“

Wird nicht viel geholfen haben, deswegen:


http://www.welt-der-bibel.de/bibliographie.1.2.erste_Brief_Paulus_Korinther.61.html
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