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1.Das Recht und die Rechtswissenschaft

1.1.Zum Begriff „Wissenschaft“

1.1.1. Wissenschaftliches Denken ist charakterisiert durch Objektivität und

somit Intersubjektivität, freie Wahl des Erkenntnisgegenstandes, Methodik und die Falsifizierbarkeit. 1.1.2.Nein, die Wahl des Erkenntnisgegenstandes kann nur mehr oder weniger zweckmäßig sein.

1.1.3. Die Suche nach wissenschaftlicher Erkenntnis muss methodisch (nach

einem festgelegten Plan) erfolgen.

1.1.4. Jeder, der die Aussage nach dem gegebenen Wissensstand überprüft

muss zur selben Erkenntnis kommen

1.1.5. Karl Popper hat das Kriterium der Falsifizierbarkeit vorgeschlagen.

Eine Aussage ist so lange als „richtig“ zu qualifizieren, solange sie nicht falsifitiert ist. Ein empirisch-wissenschaftliches System muss an der Erfahrung scheitern können.

1.2.Das Recht

1.2.1. Man meint damit, dass sich die Rechtswissenschaft mit dem Bereich

des „Sollen“ beschäftigt.

1.2.2. Es gibt Normen deren Verletzung staatlichen Zwang auslösen. Es gibt

aber auch Normen deren Nichtbeachtung „nur“ als sittenwidrig oder unmoralisch angesehen wird.

1.2.3. Sie lösen staatlich organisierten Zwang aus.

1.2.4. Das Wort positiv kommt von dem lateinischen Wort ponere(stellen,

setzen, legen). Positives Recht bedeutet, dass es vom Menschen festgelegtes Recht ist.

1.2.5. Ja, da positives Recht vom Menschen gesetzt werden kann und damit

auch verändert werden kann, kann es vorkommen, dass das positive Recht

zum Beispiel Meinungsfreiheit oder Versammlungsfreiheit einschränkt oder gar verbietet.

1.2.6. Einerseits sind es zwei unterschiedliche Erkenntnisgegenstände,

andererseits können Normen des Naturrechts gleichzeitig Normen des positiven Rechts sein.

1.2.7. Hans Kelsen. Dass es keinen Sinn mache Beweise für die Richtigkeit

und Ausschließlichkeit für positives Recht oder Naturrecht zu suchen.

1.3. Die Reine Rechtslehre

1.3.1. Das positive Recht.

1.3.2. Weil sie sich streng auf Erkenntnisse des positiven Rechts bezieht.

1.3.3. Werterelativismus bedeutet, dass es dem Menschen nicht möglich

absolute Werte zu erkennen. 1.3.4.Wir können aus der Tat eines Menschen(das Sein) nicht schließen ob

er diese Tat auch vollbringen soll(Sollen). Umgekehrt können wir auch nicht erkennen ob ein Gesetz(das Sollen) auch wirklich so beachtet und umgesetzt wird(das Sein). Aus dem Willen des Gesetzgebers, dass sich alle an die Gesetze halten können wir nicht erkennen, dass wir das auch sollen. Somit kann man nur aus einer anderen Norm ableiten, dass wir das auch sollen. Die Geltung einer Norm wird also aus einer anderen Norm abgeleitet.

1.3.5. Da wir die Geltung einer Norm aus einer andern ableiten muss es eine

oberste Norm geben. Da wir die nicht positiv rechtlich festlegen können

müssen wir annehmen, dass es sie gibt. Dies bezeichnet Kelsen als

Grundnorm. Es ist also einen Annahme mit erkenntnistheoretischer Funktion, die es und möglich macht normative Systeme wissenschaftlich zu beschreiben.

1.3.6. Nein, da wir sie nur annehmen und sie somit nicht wirklich existent ist

was wiederum dazu führt, dass sie nicht positiv rechtlich ist, da wir sie nicht festgelegt haben.

1.3.7. Weil man sonst die Gültigkeit anderer Normen nicht begründen

könnte.

1.4. Das Recht als möglicher Gegenstand verschiedener Wissenschaften

1.4.1. Die Aufgabe der Rechtsdogmatik ist es den Inhalt des Rechts möglich

genau zu erfassen.

1.4.2. Die Rechtstheorie will die allgemeinen Strukturen normativer

Ordnungen darstellen.

1.4.3.Die Rechtsphilosophie beschäftigt sich mit sehr allgemeinen Fragen des Rechts wie zum Beispiel die Frage was denn Gerechtigkeit ist.

1.4.4. Einerseits stellt sie Gewisse Themen des Rechts in begrenzten

Zeiträumen dar, andererseits erklärt sie wie es zu dem heute geltenden Recht gekommen ist.

1.4.5. In der Rechtspolitik befassen sich Juristen mit der Gestaltung

zukünftiger Normen.

1.5.Verständnisfragen

1.5.1. Ja, aufgrund der intersubjektiven Überprüfbarkeit kann dies eine

wissenschaftliche Aussage sein.

1.5.2. Nein, der Erkenntnisgegenstand kann nur mehr oder weniger

zweckmäßig sein.

1.5.3.Der Gebotsteil kann gleich sein, der Sanktionsteil nicht. Eine Norm der Sitte kann demnach keine Rechtsnorm sein. Der Sanktionsteil kann nicht gleich sein, da eine Regel der Sitte keinem staatlichen Zwang unterworfen ist.

1.5.4. Die Erklärung des Grundsatzes der Trennung von Sein uns Sollen

muss in diesem Zusammenhang jedenfalls auch den Gedanken enthalten, dass ein Sollen immer nur von einem anderen Sollen abgeleitet werden kann. Die angesprochene Problematik besteht in der Geltungsbegründung

der obersten Norm. Die Problematik wird aus rechtspositivistischer Sicht durch die Annahme einer obersten Norm, der Grundnorm, gelöst.

1.5.5. Die Gegenstandswahl kann nur mehr oder weniger zweckmäßig sein.

1.5.6. Die Grundnorm ist eine erkenntnistheoretische Annahme und ist damit

nicht Teil des positiven Rechts. Der Nationalrat kann nur Normen des positiven Rechts aufheben. 1.5.7.Wir können aus der Tat eines Menschen(das Sein) nicht schließen ob er diese Tat auch vollbringen soll(Sollen). Umgekehrt können wir auch nicht erkennen ob ein Gesetz(das Sollen) auch wirklich so beachtet und umgesetzt wird(das Sein). Aus dem Willen des Gesetzgebers, dass sich alle an die Gesetze halten können wir nicht erkennen, dass wir das auch sollen. Somit kann man nur aus einer anderen Norm ableiten, dass wir das auch sollen. Die Geltung einer Norm wird also aus einer anderen Norm abgeleitet. Da man eine oberste Norm aus einem werterelativistischem Standpunkt aus

keiner positivistischen Norm ableiten kann müssen wir eine annehmen. Die Norm wird Grundnorm genannt. Diese Überlegungen der Reinen Rechtslehre sind der Rechtstheorie zuzuordnen, da man sich mit der Struktur normativer Systemen beschäftigt.

1.5.8. Aufgrund der Trennung zwischen Sein und Sollen kann man nicht auf

die Effektivität eines Gesetzes schließen.

1.5.9. Er unterzieht das Gesetz einer Rechtsdogmatischen Untersuchung,

weil er darlegt welche Regeln es enthält. Er unterzieht das Gesetz einer Rechtsgeschichtlichen Untersuchung, weil darlegt aufgrund welcher Gegebenheiten die Regelung geschaffen wurde. Er unterzieht das Gesetz einer Rechtspolitischen Untersuchung, weil er darlegt welche Änderungen gemacht werden sollten. 1.5.10. Es handelt sich um eine Rechtstheoretische Betrachtung, da sich der Stufenbau des Rechts mit der Struktur der Rechtsordnung beschäftigt.

2.Die Struktur einer Rechtsordnung

2.1.Die inhaltliche Struktur

2.1.1.Eine Zwangsnorm ist eine Norm die uns sagt wie man sich verhalten soll und was uns für Sanktionen erwarten wenn wir das nicht tun. 2.1.2.Eine Zwangsnorm besteht aus Gebotsteil und Sanktionsteil. Man

spricht nur von einer Rechtsnorm, wenn man von beiden Teilen spricht, sonst spricht man von einer Rechtsvorschrift.

2.1.3. Man spricht auch von Verhaltensrecht und materiellem Recht.

2.1.4. Das Organisationsrecht regelt, wer eine Sanktion zu vollziehen hat.

2.1.5.Man bezeichnet Verfahrensrecht auch als formelles Recht oder Prozessrecht.

2.1.6. Erzeugungsnormen regeln, wer ermächtigt ist Zwangsnormen und

Zwangsnormvollzugsnormen zu erzeugen.

2.1.7. Auf Grund der Rechtsdogmatik kommt man zu der Ansicht, dass man

Zwangsnorm, Zwangsnormvollzugsnorm und Erzeugungsnormen nach ihrem Inhalt unterscheidet.

2.1.8. Weil ihre Rechtsfolgen nötigenfalls durch staatlichen Zwang

durchsetzbar sind.

2.2.Die formelle Struktur

2.2.1. Die Form einer Norm wird durch ihre Erzeugungsregel bestimmt.

2.2.2. Wie viele Rechtsformen es gibt kann ich nicht in absoluten Zahlen

nennen. Es gibt so viele Rechtsformen wie es Erzeugungsregeln gibt.

2.2.3. Eine schwierigere Erzeugungsform bringt mit sich, dass das Gesetz

einen höheren Stellenwert in der Rechtsordnung hat und deswegen nicht durch Gesetze leichterer Erzeugungsform derogiert werden können und dass das Gesetz mit höheren Quoren erzeugt werden muss.

2.2.4. Ein Gesetz im materiellen Sinn ist eine generelle Regelung.

2.2.5. Die Verfassung schreibt vor, dass Gesetze vom Nationalrat

beschlossen werden. Dieses Gesetz schreibt als das Erzeugungsorgan vor und ist damit ein Gesetz im formellen Sinne.

2.2.6. Das genannte Prinzip beschreibt, dass Rechtserzeugungsregeln durch

eine bestimmte (schwierige) Form zu erzeugen sind.

2.2.7.

2.2.7.1.

gesamtänderndes Verfassungsgesetz: Erzeugungsregel:

Nationalrat; 1/2 Anwesenheit, 2/3 Zustimmung; Volksabstimmmung

2.2.7.2. teiländerndes Verfassungsgesetz: Erzeugungsregel:

Nationalrat; 1/2 Anwesenheit, 2/3 Zustimmung

2.2.7.3. einfaches Gesetz: Erezeugungsregel: Nationalrat; 1/3

Anwesenheit; unbedingte Mehrheit

2.2.7.4. Verordnung: Erzeugungsregel: Verwaltungsbehörde

2.2.7.5. Bescheid: Akt unmittelbarer verwaltungsbehördlicher Befehls-

und Zwangsgewalt; Erzeugungsorgan: Verwaltungsbehörde

2.3.Rechtserzeugung und Vollziehung

2.3.1. Um eine Norm zu erlassen muss jemand durch die Erzeugungsnorm

dazu ermächtigt werden. Sobald dieser Die Ermächtigung hat muss er einen Willensakt vollziehen um eine Norm zu erzeugen. Diese normative Deutung des Willensaktes durch die Erzeugungsregel nennt man Deutungsschema.

2.3.2. Gesetzgebung und Vollziehung unterscheiden sich nicht, in beiden

Fällen deuten wir menschliche Willensakte normativ. In beiden Fällen wird neues Recht erzeugt und somit die Erzeugungsregel vollzogen. 2.3.3.Der Richter bzw. Verwaltungsbeamte setzt zwar ein vorgegebenes Gesetz um, hat aber einen gewissen Spielraum, deswegen ist er nicht nur Mund des Gesetzes sonder beeinflusst das Recht und erzeugt neues für einen gültiges Recht.

2.4.Der Stufenbau des Rechts

2.4.1.Die Rechtserzeugungsregel enthält die inhaltliche Bedingung für das zu erzeugende Recht. Man kann also bedingendes(erzeugendes) und bedingtes(erzeugtes) Recht unterscheiden. Die Beziehung zwischen bedingendem und bedingtem Recht können wir uns bildlich als Stufenbau

vorstellen; die bedingende Norm ist der bedingten Norm übergeordnet, sie ist die höhere Norm. Die Bedingte Norm, die auf Grund der bedingenden erzeugt wurde, ist die niedrigere.

2.4.2. Beim Stufenbau nach derogatorischer Kraft wird die Rechtsordnung

nach der Schwierigkeit der Erzeugung gegliedert. Um so schwieriger eine Norm zu erzeugen ist, desto höher ist sie im Stufenbau. Als derogatorische Kraft bezeichnet man die Kraft andere Gesetze aufzuheben oder abzuändern. Umso schwieriger ein Gesetz zu erzeugen ist um so mehr Kraft besitzt es, d.h. Verfassungsgesetzt können normale Gesetze aufheben oder abändern.

3. Der Staat im rechtlichen Sinn

3.1.Begriff

3.1.1. Der Staat als Gegenstand der Rechtswissenschaft ist ein Phänomen

des positiven Rechts und positives Recht ist durch staatlichen Zwang durchzusetzen. Man kann erkennen, dass Staat im positiv rechtlichen Sinne und Recht ident sind. 3.1.2.Staat wird als Verfassung samt allen Normen, die auf ihrer Grundlage erzeugt wurden definiert.

3.1.3.Man kann den Begriff des Staates auch durch andere Merkmale definieren: z.B. könnte man einen kulturellen-ethnologischen Staatsbegriff bilden oder auch einen historisch politischen.

3.2. Die Organe des Staates

3.2.1. Im theoretischen Sinne ist jeder Mensch der von der Rechtsordnung

zur Rechtserzeugung ermächtigt wird ist Staatsorgan.

3.2.2. Organe im funktionelle Sinne sind Menschen die eine von der

Rechtsordnung übertragene Funktion ausüben.

3.2.3. Organe im dienstrechtlichen Sinn sind Organe, deren Rechtsstellung

sehr detailliert geregelt ist, es bestehen genaue Regelungen über Bestellung, Entlohnung, Pflichten und Rechte. Sie unterliegen spezifischen dienstrechtlichen Vorschriften.

3.2.4.Organe im organisatorischen Sinn sind Organe über deren Bestellung, Abberufung und auch über deren Bezüge Regelungen vorliegen, allerdings unterliegen sie keinen spezifischen dienstrechtlichen Vorschriften. Bsp:

Bundeskanzler, Landeshauptmann

3.2.5. Organe im bloß funktionellen Sinn, sind Organe, deren Rechtsstallung

noch weniger genau geregelt ist. Sie stehen weder in einem

Dienstrechtsverhältnis noch sind sie in die Organisation der Verwaltung umfassend eingebunden. 3.2.6.Organe die Befehlsgewalt haben, d.h. die einseitig(heteronom) verbindliche Rechtsakte setzen dürfen, sind Behörden.

3.2.7. Ein Amt ist eine organisatorische Einrichtung eines Organs.

3.2.8.Der Bundesminister ist ein in der Verfassung vorgesehenes Organ, der zum Bundesminister berufene Mensch ist der Organwalter, er hat die Ermächtigung zu Normerzeugung.

3.3. Sie Staatsakte

3.3.1.Staatsorgane, die auf Grund ihrer Ermächtigung handeln und Normen erzeugen, schaffen neues Recht; man bezeichnet dieses Handeln als Staatsakt und meint damit nichts anders, als dass Recht gemäß einer Erzeugungsregel erzeugt wurde.

3.3.2. er kann einerseits seinen Erzeugungsnormen gemäß erzeugt worden

sein, andererseits ist er auch existent wenn für den fehlerhaften Staatsakt ein Fehlerkalkül vorliegt.

3.3.3. Fehler bei der Erzeugung von Rechtsakten, lassen den Rechtsakt als

solches nichtig werden, was so viel bedeutet, wie er ist nicht existent.

3.3.4. Die Rechtsordnung trifft die Vorkehrungen, dass sie spezifische

Fehlerfolgen festsetzt, man bezeichnet diese als Fehlerkalkül. Entspricht ein Rechtsakt nicht seinen Erzeugungsbedingungen, ist er absolut nichtig; besteht aber ein positivrechtliches Fehlerkalkül, dann führen Fehler, die innerhalb dieses Fehlerkalküls liegen, nicht zur absoluten Nichtigkeit; ein solcher fehlerhafter Akt wird rechtlich existent, ist aber nach den näheren Regelungen der Normen, die das Fehlerkalkül normieren, allenfalls vernichtbar, abänderbar,

3.3.5. Fehlerkalküle sind Regelungen die spezifische Fehlerfolgen vorsehen.

3.3.6.Um Rechtssicherheit zu gewährleisten.

4.Das Bundesverfassungsrecht

4.1.Einleitung

4.1.1. Unter formellem Verfassungsrecht versteht man jene Normen die den

Erzeugungsregeln eines Verfassungsgesetzes genügen. 4.1.2.Im wesentlichen ist das Bundesverfassungsgesetz die Quelle des formellen Verfassungsrechts. 4.1.3.Bundesverfassungsrecht regelt grundsätzlich die Fragen der staatlichen Ordnung und soll der Ausübung politischer Macht eine Basis geben. 4.1.4.Aufgrund des bundesstaatlichen Aufbaus der Republik

4.2.Die Grundprinzipien

4.2.1. Die Grundprinzipien sind das höchstrangige Recht der

österreichischen Rechtsordnung. 4.2.1.1.demokratisches Prinzip: Rechtserzeugung erfolgt durch das Volk(Gesetzesherrschaft). Das BV-G normiert eine mittelbare

Demokratie, das heißt, dass das Volk, Vertreter, durch Wahlen, zur Gesetzgebung ermächtigen.

4.2.1.2. republikanisches Prinzip: An der Spitze des Staates steht

ein verantwortliches Organ mit begrenzter Amtsdauer (Bundespräsident).

4.2.1.3. bundesstaatliches Prinzip: Die Staatsgewalten

(Gesetzgebung und Vollziehung) sind auf verschiedene Körperschaften aufgeteilt. Laut BV-G ist die Verwaltung in Bund und

Länder getrennt; die Gerichtsbarkeit ist ausschließlich Bundessache. Ein Bundesstaat ist ein dezentralisierter Staat.

4.2.1.4. gewaltentrennendes Prinzip: Die Staatsgewalt ist in

Gesetzgebung(Legislative), Verwaltung(Exekutive) und

Gerichtsbarkeit(Jurisdiktion) unterteilt. Diese wiederum sind in Organe unterteilt, welche sich zu gegenseitigen Kontrolle berufen fühlen sollen, um Machtkonzentration zu vermeiden.

4.2.1.5. rechtsstaatliches Prinzip: Die gesamte Staatstätigkeit muss

den Gesetzen unterliegen(Legalitätsprinzip)

4.2.1.6. liberales Prinzip: Das liberale Prinzip wird aus den Grund-

und Freiheitsrechten abgeleitet. Es regelt in welche Bereiche des Menschen der Staat nicht eingreifen darf.(Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, ) 4.2.2.Die Rechtserzeugung hat durch das Volk zu erfolgen. Das BV-G

normiert ein System der mittelbaren Demokratie, d.h. Die Gesetzgebung hat durch vom Volk gewählte Vertreter zu erfolgen. 4.2.3.Volksabstimmungen, Volksbegehren 4.2.4.An der Spitze des Staates steht ein verantwortliches Organ mit begrenzter Amtsdauer.

4.2.5. Gesetzgebung und Vollziehung sind auf verschiedene Körperschaften

aufgeteilt. In Österreich auf Bund und Länder. Wir haben also einen Bundesstaat, folglich einen dezentralisierten Staat. 4.2.6.Unter Gewaltenteilung versteht man die Trennung von Exekutive, Legislative und Judikative. Da Gesetzgebung und Verrwaltung von denselben politischen Kräften getragen wird.

4.2.7.Die gesamte Staatstätigkeit darf nur auf Gesetzen beruhen, d.h. der Staat ist also an die Gesetze gebunden. Die Einhaltung dieser Gebundenheit wird durch Rechtschutzeinrichtungen wie den VwGH und den VfGH gesichert. 4.2.8.Da unsere Rechtsordnung die Grundrechte des Menschen achtet und fördert. Ausgedrückt ist das durch das so genannte liberale Prinzip, das sich aus dem B-VG deuten lässt.

4.3.Die Gesetzgebung

4.3.1. Nationalrat und Bundesrat.

4.3.2. Die Landtage.

4.3.3. Bundes- bzw. Landesvolk.

4.3.4. Das Parlament besteht aus Nationalrat und Bundesrat. Die Mitglieder

des Nationalrats werden durch das Bundesvolk gewählt, die Mitglieder des Bundesrates durch die Landtage.

4.3.5.Die Bundesregierung, der Bundesrat, Mitglieder des Nationalrates und durch einen Teil des Bundesvolkes(Volksbegehren). 4.3.6.Der Bundesrat verfügt über suspensives Veto, das allerdings durch einen Beharrungsbeschluss übergangen werden kann. Bei manchen Gesetzesanträgen hat der Bundesrat kein Veto in manchen Fällen muss er zustimmen.

4.3.7. Der Einspruch des Bundesrates kann die Einstellung des Antrages

oder die Fassung eines Beharrungsbeschlusses bewirken.

4.3.8. Der Bundeskanzler und der Bundespräsident.

4.3.9.Um ein Bundesverfassungsgesetz zu beschließen bedarf 1/2 Präsensquorum und 2/3 Konsensquorum und es muss als Bundesverfassungsgesetz bezeichnet werden. 4.3.10.Die Bundesregierung. 4.3.11.Unter Geltung einer Norm versteht man, wann das Gesetz in Kraft tritt im Normalfall ist das am Tag nach der Kundmachung im Bundesgesetzblatt im Falle eines Bundesgesetzes. 4.3.12.Gesetze gelten ab dem Tag nach der Kundmachung des Gesetzes. 4.3.13.Rechtsnormen stehen in Geltung sobald sie der Rechtsordnung angehören. Dies ist bei Bundesgesetzen etwa bei Kundmachung im Bundesgesetzblatt der Fall. 4.3.14.Das Inkraftreten von Rechtsnormen bezeichnet den Beginn ihrer rechtlichen Verbindlichkeit; ab diesem Zeitpunkt sollen sich die Rechtsunterworfenen an den normativen Gehalt halten. Dies ist wenn nichts anderes festgesetzt ist der Tag nach der Kundmachung. 4.3.15. Üblicherweise treten Bundesgesetze am Tag nach der Kundmachung in Kraft. Ja, es darf anderes über das Inkrafttreten der Norm festgesetzt werden. 4.3.16. Unter Legisvakanz versteht man das spätere Inkrafttreten nach der Geltung der Norm. 4.3.17.Unter Rückwirkung versteht man das Inkrafttreten der Norm vor der Geltung der Norm. 4.3.18.Eine Rückwirkung von Gesetzen ist besonders dann unzulässig wenn es sich um Strafgesetze handelt, aber sie können auch in anderen Fällen verfassungswidrig sein.

4.4.Die Vollziehung

4.4.1. Man versteht im allgemeinen unter Vollziehung die Anwendung der Gesetze aber auch die Gesetzgebung, sie vollzieht die Verfassung. Unterschieden wird zwischen Verwaltung und Gerichtsbarkeit. 4.4.2.Ja, auch die Gesetzgebung ist Vollziehung, da sie die Verfassung anwendet. 4.4.3.Die Gerichtsbarkeit wird von weisungsfreien, unabsetzbaren und unversetzbaren Organen(Richtern) vollzogen und ist Bundessache. Im Gegensatz dazu ist, dem bundesstaatlichen Prinzip entsprechend, die Verwaltung auf Bund und Länder aufgeteilt und die Organe der Verwaltung sind weisungsgebunden. 4.4.4.Der Grundsatz der Trennung der Justiz von der Verwaltung bedeutet, dass jede Vollzugsbehörde entweder als Gerichtsbehörde oder als Verwaltungsbehörde organisiert sein muss, ein Instanzenzug von einer Verwaltungsbehörde an ein Gericht - oder umgekehrt - unzulässig ist, kein Weisungsverhältnis zwischen den Organen der Gerichtsbarkeit und jene der Verwaltung bestehen darf und alle Aufgaben der Vollziehung vom einfachen Gesetzgeber - unter Wahrung der verfassungsrechtlichen Schranken - strikte entweder der Gerichtsbarkeit oder der Verwaltung übertragen werden müssen. 4.4.5.Die Vollziehung ist in Bundesregierung und Landesregierungen aufgeteilt. Im allgemeinen bedient sich der Bund zur Verwaltung den Landesorganen, man bezeichnet dies als mittelbare Bundesverwaltung. 4.4.6.Als mittelbare Bundesverwaltung bezeichnet man, dass sich der Bund weitestgehendst den Landesorganen zu Bundesverwaltung bedienen soll, nur in Ausnhamefällen ist dies anders. 4.4.7.Das gewaltentrennende Prinzip besagt, dass die Staatsgewalt in Exikutive, Legislative und Judikative geteilt sind. Das Legalitätsprinzip sagt, dass die gesamte Vollziehung nur aufgrund der Gesetze erfolgen darf. 4.4.8.Gerichte sind für Sachen des bürgerlichen Rechts und für schwere Strafsachen zuständig. 4.4.9.Das Justizrecht ist der Teil der Rechtsordnung, der in die Vollzugszuständigkeit der Gerichte fällt. Justizrecht= Privatrecht + schweres Strafrecht 4.4.10.Ein Richter ist ein ernanntes beamtetes Organ, dass weisungsfrei, unabsetzbar und unversetzbar ist. 4.4.11. In schweren Strafsachen haben Volksvertreter an der Rechtsprechung mitzuwirken. 4.4.12.Für das gerichtliche Verfahren sieht das B-VG die Mündlichkeit und die Öffentlichkeit vor, im Strafprozess gilt der Anklageprozess. 4.4.13.Der Staatsanwalt ist ein Organ, dass den Staat im strafrechtlichen Verfahren als Ankläger vertritt. Er untersteht dem Bundesministerium für Justiz und ist diesem gegenüber weisungsgebunden. 4.4.14.Die obersten drei Verwaltungsorgane sind der Bundespräsident, die Bundesregierung und die Mitglieder der Bundesregierung, die Bundesminister. Der Bundespräsident ernennt völlig frei den Bundeskanzler. Den Bundespräsidenten wählt das Volk. Die Bundesminister werden auf Vorschlag des Bundeskanzlers durch den Bundespräsidenten ernannt. 4.4.15.Ein oberstes Organ kennzeichnet, dass sie niemanden weisungsgebunden sind. 4.4.16.Landesregierung und Landeshauptmann, der deren Vorsitzender ist.

4.4.17.Mitglieder der Landesregierung werden vom Landtag gewählt. 4.4.18.Sie sind weisungsfrei. 4.4.19.Gemeinde, Sozialversicherungsträger, Kammern. 4.4.20. Selbstverwaltung beschreibt die Besorgung der Verwaltungsaufgaben durch eigene Körperschaften. Durch ihre Unabhängigkeit von anderen Organen und ihrer Weisungsfreiheit stellen sie ein typisch liberales Element unserer Verfassung dar. 4.4.21.Prinzip, das auf die Entfaltung der individuellen Fähigkeiten, der Selbstbestimmung und Selbstverantwortung abstellt. Nur dort, wo die Möglichkeiten des Einzelnen bzw. einer kleinen Gruppe nicht ausreichen Aufgaben zu lösen, sollen staatliche Institutionen subsidiär eingreifen. Dabei ist der Hilfe zur Selbsthilfe der Vorrang vor einer unmittelbaren Aufgabenübernahme durch den Staat zu geben.

4.5.Rechtsschutz und Kontrolle

4.5.1.Rechtsschutzeinrichtungen sind unabdingbar, da es Menschen gibt die versuchen rechtliche Pflichten zu unterlaufen oder mehr Befugnisse auszuüben als ihnen die Rechtsordnung gibt. 4.5.2.Zur Kontrolle der Verwaltung ist der Verwaltungsgerichtshof zuständig, zu Kontrolle der Gesetzgebung der Verfassungsgerichtshof. 4.5.3.Da Richter weisungsfrei, unabsetzbar uns unversetzbar sind und somit eine Objektivität gewährleistet ist. 4.5.4.Nachdem der Instanzenzug erschöpft ist kann ich mich mit meiner Bescheidbeschwerde an der VwGH richten. 4.5.5. Aus Gerichtsbarkeit, Verwaltung, Rechtsanwälte. 4.5.6.Ja, bei einer Säumnisbeschwerde. 4.5.7.Die wichtigste Kompetenz des VfGH ist die Prüfung von Gesetzen auf ihre Verfassungskonformität. 4.5.8.Dem Rechnungshof obliegt die Kontrolle der Gebarung. 4.5.9.Die Volksanwaltschaft kann Missstände in der Verwaltung aufzeigen und diesbezüglich Empfehlungen an den Nationalrat geben.

4.6.Die Grundrechte

4.6.1.Grundrechte sind verfassungsgesetzlich gewährleistete Dinge. 4.6.2.Das Staatsgrundgesetz und die Europäische Menschenrechtskonvention. 4.6.3.Gesetzesvorbehalt bedeutet, dass der Gesetzgeber einen Eingriff in die Rechtsposition des Einzelnen zulassen darf, wenn besonders wichtige Interessen der Allgemeinheit dies erfordern. 4.6.4.IN Form von Verfassungsgesetzen. 4.6.5.In Form von einfachen Gesetzen. 4.6.6.Für den Gesetzgeber folgt aus dem Gleichheitssatz, dass er nur sachliche Differenzierungen vornehmen darf. Für die Vollziehung bedeutet der Gleichheitssatz im Wesentlichen das Verbot Willkür zu üben. 4.6.7.Willkür bedeutet das Fehlen eines sachlichen Grundes und damit

jedenfalls einen Verstoß gegen Verfassungsprinzipien. Beispielsweise wenn eine Behörde jemanden aus Gründen benachteiligt die ausschließlich in seiner Person liegen oder die Behörde grob rechtswidrig handelt. 4.6.8. Unter Eigentum versteht man jedes Vermögenswerte Privatrecht.

4.6.9.

4.6.9.1. es muss ein öffentliches Interesse bestehen 4.6.9.2.es darf der Eingriff das notwendige Maß nicht überschreiten 4.6.9.3.im Regelfall muss eine Entschädigung geleistet werden

4.6.10. Das Recht auf persönliche Freiheit schützt das körperliche Recht auf Bewegungsfreiheit. 4.6.11.Ein Wille des Volkes kann sich nur manifestieren wenn Menschen Informationen und Überzeugungen austauschen können, deswegen ist das Recht auf freie Meinungsäußerung für die Demokratie sehr bedeutend.

5.Das sogenannte „öffentliche Recht“

5.1.

5.1.1. Als politisches Recht hat man das Recht bezeichnet, welches dem Staatszweck dient. Als unpolitisches Recht hat man das Recht bezeichnet welches weitgehend irrelevant für den Staatszweck ist.

5.1.2.Weil es im Rechtswesen keinen Unterschied gibt. Diese Kritik stammt von Hans Kelsen.

5.1.3.

5.1.3.1.Behördenzuständigkeit (nach §1 JN gehören PR- Angelegenheiten vor die Gerichte, Angelegenheiten des öR vor die Verwaltungsbehörden), 5.1.3.2. Kompetenzverteilung (art10 Abs1 z6 B-VG legt fest, dass das "Zivilrechtswesen" Bundessache in Gesetzgebung und Vollziehung ist. Die ö Bundesländer haben demnach im Bereich des PR grundsätzlich keine Kompetenz zur Gesetzgebung und Vollziehung - Ausnahme: Annexmaterien nach art15 abs9 B-VG), 5.1.3.3. Amtshaftungsrecht (die besonderen Regelungen über die Amtshaftung nach dem AHG kommen nur dann zur Anwendung, wenn die Organe der amtshaftungspflichtigen REchtsträger "in Vollziehung der Gesetze", d.h. in Ausübung öR-Funktionen tätig sind) 5.1.4.siehe letzte Frage 5.1.5.Nach der Interessentheorie soll der Unterschied darin liegen, dass das öffentliche Recht dem Schutz öffentlicher Interessen dient, das Privatrecht dem Schutz privater Interessen dient. Man kann nach dieser Theorie nicht immer eine Unterscheidung treffen, da es viele Gebiete gibt in denen sowohl private als auch öffentliche Interessen bestehen. 5.1.6.Der Unterschied soll darin liegen, dass es im öffentlichen Recht typischerweise heteronome Normsetzung gibt, im Privatrecht typischerweise zwei- bzw. mehrseitige Normsetzungsbefugnis gibt, allerdings gibt es auch im Privatrecht heteronome Normsetzungsbefungnis beispielsweise Gestalzungsrecht, Eltern-Kind 5.1.7.Alles was nicht Privatrecht ist, ist öffentliches Recht. 5.1.8.Unter Staatsrecht versteht man Verfassungs- und Verealtungsrecht.

6.Das Verwaltungsrecht

6.1.

6.1.1.Verwaltungsrecht ist der Teil der Rechtsordnung, der in die Vollzugszuständigkeit der Verwaltungsbehörden fällt. 6.1.2.Nach der österreichischen Bundesverfassung ist die Verwaltungsorganisation zwischen BUnd und Ländern geteilt; wir unterscheiden also Angelegenheiten, die nach der VErfassung in die Zuständigkeit des Bundes und solche, die in die Zuständigkeit der Lönder fällt. 6.1.3.Die obersten Organe der Bundesverwaltung sin die Bundesminister. 6.1.4.Die obersten Organe der Landesverwaltung ist die Landesregierung.

6.1.5.Die Vollziehung des Verwaltungsrechts erfolgt regelmäßig in mehreren Instanzen. 6.1.6.Die Behörden entscheiden in Bescheiden. 6.1.7.Die Unterste Instanz erlässt einen Bescheid. Gegen den man bei der nächst höheren Instanz meist Einspruch erheben kann. Wenn es eine oder mehrere nächst höhere Instanzen gibt spricht man von einem Zwei- bzw. mehrgliedrigen Instanzenzug. Wenn es nur eine Instanz gibt spricht man von einem eingliedrigen Instanzenzug.

6.1.8. In erster Instanz entscheidet die Bezirksverwaltungsbehörde, in

zweiter und letzter Instanz entscheidet die Landesregierung. 6.1.9.Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten. In erster Instanz entscheidet die Bezirksverwaltungsbehörde, in zweiter der Landeshauptmann und in bedeutenden Angelegenheiten in dritter Instanz der Bundesminister. Die zweite Möglichkeit ist, dass der Landeshauptmann erste Instanz ist und der Bundesminister zweite Instanz, wenn dies nicht vom Gesetz ausgeschlossen ist. 6.1.10. Von unmittelbaren Bundesbeverwaltung versteht man, wenn Bundesbehörden dem jeweiligen Bundesminister direkt untergeordnet sind. 6.1.11.Unter mittelbarer Bundesverwaltung versteht man:

Verwaltungsaufgaben werden von Landesbehörden vollzogen. Der Bund vollzieht durch die Landesorgane. Der Landeshauptmann bekommt vom Bundesminister Weisungen, wie er etwas zu vollziehen hat. D.h. Der Bundesminister erteilt die Weisungen an den Landeshauptmann. Dieser kann es dann weiterleiten an Bezirksverwaltungsbehörde, als die erste Instanz und an die Landesregierung als zweite Instanz (oder an ein Mitglied dieser). 6.1.12. Im Falle der mittelbaren Bundesverwaltung übt der Landeshauptmann eine Funktion für den Bund aus, deswegen sagt man Bundesorgan im funktionellen Sinn. 6.1.13.Insbesondere im Verwaltungsstrafrecht dienen die UVS als Berufungsbehörde.

7.Justizrecht

7.1.

7.1.1.Das Justizrecht ist der Teil der Rechtsordnung, der in die Vollzugszuständigkeit der Gerichte fällt.

7.1.2. Der Zuständigkeitsbereich der Gerichte umfasst das Privatrecht und

das schwere Strafrecht.

7.1.3. Für schweres Strafrecht Gerichte für leichtes Verwaltungsbehörden.

7.1.4.Der OGH.

7.1.5.Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten. Entweder Bezirksgericht in erster Instanz, Landesgericht in zweiter Instanz. Oder Landesgericht in 1. Instanz Oberlandesgericht in 2. Instanz und der OGH in dritter Instanz. Sie Buch S.

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7.1.6.Staatsanwälte. Bezirksgericht-->Bezirksanwalt, Landesgericht-- >Staatsanwaltschaft, Oberlandesgericht-->Oberstaatsanwaltschaft, OGH-- >Generalprokuratur 7.1.7.Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten. Bezirksgericht in 1. Instanz, Landesgericht in 2. Instanz und in wichtigen Fällen der OGH in dritter Instanz. Landesgericht in erster Instanz, Oberlandesgericht in 2. Instanz und in wichtigen Fällen der OGH in 3. Instanz.

8.Das subjektive Recht

8.1.

8.1.1.Wenn Rechtsnormen darauf angelegt sind, ausschließlich Allgemeininteressen zu dienen, bilden sie objektives Recht, begründen aber keine subjektiven Rechte. 8.1.2.Subjektive Rechte folgen aus Rechtsvorschriften, die ausschließlich einzelne schützen wollen. Rechtsfolge eines einfachgesetzlichen subjektiven Rechts ist, dass der Anspruchsinhaber das in der Rechtsnorm genannte Verwaltungshandeln einverlangen kann. 8.1.3. Ja, man kann subjektive Rechte auch gegen den Staat durchsetzen. 8.1.4.Derjenige erlangt Parteistellung und kann somit Einfluss auf die behördliche Entscheidung nehmen oder diese prüfen. 8.1.5.Ja, solche wären beispielsweise die Grundrechte.

9.Das Rechtssubjekt

9.1.

9.1.1.Als Rechtssubjekte werden Träger von Rechten und Pflichten bezeichnet. 9.1.2.Rechtssubjekte werden als Rechtsunterworfene bezeichnet, da ihr Verhalten durch Vorschriften geregelt ist. 9.1.3.Sowohl natürliche als auch juristische Personen kommen als Träger von Rechten und Pflichten in Betracht. 9.1.4.Nein, die Rechte juristischer Personen sind genauso wie die natürlicher Personen der Rechtsordnung zu entnehmen. 9.1.5.Juristische Personen können nicht selber handeln, es können nur Organe für die juristische Person handeln. 9.1.6.Unter Zurechnung versteht man, dass das Organ die juristische Person vertritt. Das Organ handelt also im Namen der juristischen Person.

10.Die Interpretation(Auslegung)

10.1. Der Begriff der Interpretation

10.1.1.Die Rechtsdogmatik will den Inhalt des geltenden Rechts möglichst genau darstellen. Die zentrale wissenschaftliche Methode ist die Auslegung, auch Interpretation genannt. 10.1.2.Unter Auslegung versteht man den Weg zu Erzielung von Erkenntnissen über den Inhalt des positiven Rechts. 10.1.3.Es bedeutet, dass Auslegung ein Akt des Wissens und Auslegung der Erkenntnis der objektiven Wahrheit dient. 10.1.4.Wissensakte sind Erkenntnisse des Inhalts des Rechts durch dessen Interpretation. Willensakte sind Entscheidungen als Funktion des Willens. 10.1.5.Unter authentischer Interpretation versteht man, wenn der Gesetzgeber genau festlegt wie der Gesetzestext zu verstehen ist, man nennt sie auch Legalinterpretation. Sie ist keine Art der Interpretation, sondern ein Akt der Rechtsetzung. 10.1.6.Authentische Interpretation ist eher ein Gesetzgebungsakt den der Gesetzgeber der eine Vorschrift erlassen hat erklärt nun wie er sie schon immer verstanden haben wollte. Legaldefinitionen sind Definitionen von Wörtern die im Gesetz bestimmt sind also können unter anderem auch

anders verstanden werden als wir sie im normalen Sprachgebrauch verwenden 10.1.7.Weil die authentische Interpretationsmethode ist sonder ein Rechtsetzungsakt. 10.1.8.Unter Analogie versteht man die Anwendung einer Rechtsvorschrift, die einen bestimmten Sachverhalt regelt, auf einen ähnlichen, aber nicht geregelten Sachverhalt. 10.1.9.Bei echten Lücken, allerdings nicht in Strafrecht. Es ist verfassungsrechtlich verboten unechte Lücken durch Analogien zu schließen.

10.2.Der Gegenstand der Interpretation

10.2.1.Der Gegenstand der Interpretation ist das positive Recht. 10.2.2.Der Grund für viele Auslegungsdivergenzen ist, dass sich der Interpret nicht streng an das positive Recht hält, sondern sein Gerechtigkeitsgefühl oder seine Vernunft miteinfließen lässt.

10.3.Die Methoden der Interpretation

10.3.1.Man muss aus Äußerlichkeiten, die wir unmittelbar erkennen können, Einen Rückschluss auf den Willen des Normsetzers ziehen. 10.3.2.Folgende Arten der Interpretation gibt es:

10.3.2.1.Verbalinterpretation: Erfassung des Inhaltes sprachlicher Äußerungen durch Erfassung der Bedeutung der Worte. 10.3.2.2.grammatikalische Interpretation:Erfassung des Sprachzusammenhangs anhand des grammatikalischen Zusammenhangs. 10.3.2.3.Systematische Interpretation: Erfassung der Bedeutung des Textes durch Bedachtnahme auf andere Vorschriften. 10.3.2.4.Sinnesinterpretation: Erfassung der objektiven Wahrheit durch Ergründung der Absichten des Gesetzgebers beispielsweise anhand der Gesetzesmaterialien. 10.3.2.5.Teleologische Interpretation: Finden der objektiven Wahrheit unter Bedachtnahme des Zweckes der Norm. 10.3.3. Man geht von der Überlegung aus, dass wenn andere Interpretationsmethoden mehrere Möglichkeiten offen lassen, dass man das Gesetz am Verfassungskonformsten auslegt. 10.3.4.Man nennt die Willens- oder Sinnesinterpretation auch historische Interpretation bezeichnet, da man nach dem Willen des Gesetzgebers fragt der das Recht erzeugt hat und dies liegt nunmal zwingend in der Vergangenheit. 10.3.5.Gesetzesmaterialien sind die begleitenden Dokumente eines abgeschlossenen Gesetzesbeschlusses. Dies können zum Beispiel Beratungsprotokolle, Gesetzesentwürfe samt Erläuterungen sein. 10.3.6.Die Methode der teleologischen Interpretation stellt auf den Zweck der Norm ab. Man soll erkennen was diese Norm bezwecken soll. Die Gefahr besteht darin, dass man aus einer Norm sehr leicht einen Zweck ablesen kann wenn man das will, allerdings wäre das keine wissenschaftliche Interpretation.

10.4.Das Interpretationsergebnis

10.4.1.Die Rechtswissenschaft kann nur feststellen, dass die Auslegung nicht zu einem eindeutigen Ergebnis führt. Der Rechtsanwender kann sich dann nur für eine dieser Ergebnisse entscheiden.

10.4.2.Die österreichische Rechtsordnung ist in Form der Sprache kundzumachen, dass sie auch von den Adressaten verstanden werden kann, somit hat der Wortlaut eine besondere Bedeutung.

11.Österreich in der Internationales Staatengemeinschaft

11.1. Österreich und das Völkerrecht

11.1.1.ALs Völkerrecht wird die Gesamtheit jener Rechtsordnungen bezeichnet, die die Beziehung der souveränen Staaten und der sonstigen Völkerrechtssubjekte regeln. 11.1.2.Nur Staaten können unbeschränkte Völkerrechtssubjektivität haben. 11.1.3.Die Völkerrechtlichen Norman sind an die Staaten der internationalen Staatengemeinschaft adressiert. 11.1.4.Völkerrechtssubjekte sind die Träger völkerrechtlicher Rechte und Pflichten. Völkerrechtssubjekte sind anerkannte Staaten, anerkannte internationale Organisationen(UN), Der heilige Stuhl(Vatikan), der Malteser Ritterorden, das internationale Komitee vom Roten Kreuz 11.1.5.Souveränität bedeutet, dass die Staaten nur dem völkerrecht unterworfen sind. 11.1.6. Internationale Organisationen sind Organisationen, die durch völkerrechtliche Verträge gegründet werden und meist Völkerrechtssubjäktivität genießen. Die Völkerrechtssubjektivität internationaler Organisationen ist nur eine partielle, dh internationale Organisationen können nur insoweit Träger von Rechten und Pflichten sein als ihnen dies die Mitgliedstaaten in der Satzung zugestehen. 11.1.7.Supranationale Organisationen kennzeichnet, dass ihre Organe Recht schaffen können, das für die Bürger der Mitgliedstaaten unmittelbar verbindlich ist. UNO 11.1.8.Unter Internationalisierung der Menschenrechte versteht man die Erkenntnis, dass gewisse grundlegende Rechte des Individuums nicht bloß als innere Angelegenheiten der Staaten anzusehen sind, sondern dass der Schutz der Menschenrechte eine Angelegenheit der Völkergemeinschaft sei. 11.1.9.Man kann folgende drei Völkerrechtsquellen unterscheiden: das Völkergewohnheitsrecht, das Völkervertragsrecht und die allgemeinen Rechtsgrundsätze. 11.1.10.Völkerrechtliche Verträge kann man in bilaterale und multilaterale Völkerrechtsverträge unterscheiden. 11.1.11.Völkergewohnheitsrecht ist eine Form ungeschriebenen Völkerrechts, das durch allgemeine Übung, getragen von der Überzeugung der rechtlichen Verbindlichkeit der Norm, entsteht. 11.1.12.Allgemeine Rechtsgrundsätze werden durch den Vergleich verschiedener staatlicher Rechtsordnungen festgestellt. Ergibt der Vergleich, dass zahlreiche staatliche Rechtsordnungen einen bestimmten Grundsatz enthalten, Kann dieser Grundsatz auf völkerrechtlicher Ebene als allgemeiner Rechtsgrundsatz betrachtet werden. Ein solcher allgemeiner Rechtsgrundsatz ist zum Beispiel die Verpflichtung zum Schadenersatz. 11.1.13.Völkerrechtlicher Normen verpflichten nur Staaten, nicht aber ihre Bürger.

11.2.Österreich und das europäische Unionsrecht

11.2.1.DieDie Eurpäische Union ist eine durch multilaterale völkerrechtliche Verträge geschaffene Staatenverbindung in Form einer Supranationalen

Organisation, die auf die Schaffung einen politischen Union der Völker Europas abzielt. 11.2.2.Die EU ist eine supranationale Organisation, da sie Recht schaffen kann, dass unmittelbar für die Bürger der Mitgliedsstaaten bindend ist. 11.2.3.Die wichtigsten Organe der Eu ist der Europäische Rat, der Rat, das Europäische Parlament, die Europäische Kommission, der Gerichtshof der Europäischen Union, die Europäische Zentralbank und der Rechnungshof. 11.2.4.Der Rat wird gemeinsam mit dem Europäischen Parlament als Gesetzgeber tätig, hat aber auch bestimmte Kompetenzen in der Vollziehung.Der Rat setzt sich aus je einem Vertreter der Mitgliedstaaten auf Ministerebene zusammen und tritt in der Praxis als Ministerrat, je nach Angelegenheiten zuständigen Fachminister zusammen. 11.2.5.Die Europäische Kommission ist ein Kollegialorgan von derzeit 27 Mitgliedern, die von den Mitgliedstaaten unabhängig agieren. Weil Rat und Europäische Parlament Rechtsakte in der Regel nur auf Vorschlag der Kommission erlassen könne(Initativmonopol der Kommission), wird die Kommission auch als Motor der Unionspolitik bezeichnet. 11.2.6.Das Europäische Parlament besteht aus 754 Vertretern der Unionsbürgerinnen und Unionsbürger, die durch Volkswahlen in der einzelnen Mitgliedstaaten gewählt werden. Es ist gemeinsam mit dem Rat für die Gesetzgebung zuständig. 11.2.7.Da im Rat der EU die jeweiligen Fachminister sitzen, der das zentrale Gesetzgebungsorgan der EU ist, kann man sagen, dass die EU an einem Demokratiedefizit leidet, da die Minister nicht vom Volk gewählt werden, sondern von der Regierung. 11.2.8.Das Primärrecht bildet die zentrale Rechtsquelle des Europarechts im engeren Sinne. Es besteht aus den zwischen den Mitgliedstaaten geschlossenen Verträgen (auch Beitrittsverträge).Das Sekundärrecht (vom Primärrecht abgeleitetes Recht) sind die auf Grundlage des Primärrechts von den Organen der Europäischen Union oder der Europäischen Atomgemeinschaft erlassenen Rechtsakte. 11.2.9.Verordnungen und Richtlinien. 11.2.10.Da sie die Rechtsunterworfenen in den Mitgliedstaaten grundsätzlich direkt berechtigen und verpflichten. 11.2.11.Richtlinien verpflichten die Mitgliedstaaten zur Erreichung bestimmter Ziele. Es bleibt den Mitgliedstaaten überlassen, wie sie diese Ziele erreichen. Meist erfolgt die Umsetzung einer Richtlinie dich die Erlassung innerstaatlicher Gesetze oder Verordnungen. 11.2.12.Rechtsnormen des Unionsrechts berechtigen und verpflichten Rechtsunterworfene der Mitgliedstaaten teilweise unmittelbar ohne Dazwischentreten eines mitgliedstaatlichen Umsetzungsaktes. Dies bezeichnet man als die unmittelbare Anwendbarkeit des Unionsrechts. 11.2.13.Widerspricht eine Norm des innerstaatlichen Recht einen Mitgliedstaates den unmittelbar wirkenden Normen des Unionsrechts, darf die Norm des innerstaatlichen Rechts im konkreten Fall nicht angewendet werden.