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Nachrichtenblatt des DASD Berlin-Dahlem, Cecilienallee 4 Prisident: #-Obergruppenfihrer u. General der Waifen-4f Sachs 17, Jahrgang Oktober 1943 UKW-Ansbreitungsprobleme im Kriege Bei einer Reihe von Einsitzen, die ich als Infanteriefunker an der Ostfront mitmachte, war zeitweise die cinzige Verbindung 2wi- schen Regiment und Bataillon eine Funklinie mit quasioptischer Welle. Wenn auch das Gerat im allgemeinen sehr hohen Anforde- rungen gewachsen war, so gab es doch eine Anzahl Schwierigkeiten, die zu iiberwinden waren. Fiir den Kommandeur sowie fiir den Fun- ker war es immer eine Freude, wenn kurze Zeit nach dem Befchl: »Funkverbindung aufnehmen“ die Meldung: ,,Verbindung herge- stellt’, gemacht werden konnte. Der Funk ist ja bei der Infanterie nur der letzte Weg, falls alle anderen Nachrichtenmittel — insbesondere die gute Strippe — ver- sagen. Das Funkgerit muB daher stindig empfangs- und sende- bereit gehalten werden und die Funker sind die stindigen Begleiter der Kommandeure. Eine empfindliche Schwierigkeit ist die Aus- breitungsbedingung in bezug auf die Ortlichen Verhiiltnisse des Aufstellungsplatzes. Insbesondere auf den Marschen zwischen Donez und Mius, wo cine gebirgige Gelandebeschaffenheit vorherrscht, habe ich im Win- ter 42/43 erlebt, daB unser Funkverkehr selten auf Anhieb klappte. Es mufte dann meist durch wesentlich erhéhte Aufstellung der Antenne oder Stellungswechsel — oft geniigten einige Meter — giinstigere Empfangsverhiiltnisse geschaffen werden. In bezug auf die Wahl des Aufsiellungsplatzes gehért hier oft viel Einsicht des Reg.- oder Bat.-Kommandeurs, In besonders kritische und gefihr- liche Lage kam z. B. unser Kommandeur sowie mein Funktrupp, als das Bataillon voriibergehend durch den Feind eingeschlossen war. Unsere Stelling lag auf einer Anhohe ohne Vegetation. Das 65 Funkgerdt — unsere einzige Hoffnung —, das wegen zu schwacher Lautstarke und Fadings hoch ‘aufgestellt werden muBte, wurde zur Zielscheibe ftir den Feind. Man wird fragen: Warum wird gerade die quasioptische Welle im Fronteinsatz verwendet? Die Antwort ist einfach: Nur weil sie allein bestmoglichen Schutz gegen Abhéren und Stdrung bietet. Man nimmt diesen Vorteil gegeniiber den Nachteilen in bezug auf Ausbreitungskomplikationen in Kauf. In dem zum Gerat gehorigen Merkblatt tiber die Reichweite wird gleichzeitig darauf aufmerksam gemacht, da die Wellenausbreitung fiir den betreffenden Bereich -noch wenig erforscht ist. Nebenbei gesagt, waren wir oft froh, daB wir ein derartiges Schriftstiick des Oberkommandos in Handen hat- ten, wenn der Funk einmal wieder infolge héherer Gewalt nicht auf Anhieb klappte und wir uns den Zorn des' Kommandeurs zuzogen. Wir Amateurfunker und Kurzwellenforscher stehen hier altbe- bekannten Problemen gegeniiber. Es gibt derer immer noch cine ganze Anzahl! Die UKW-Arbeitsgruppe (damals 10-m-Gruppe) hat Vieles aufkliren kénnen, worliber fast jede Nummer der ,,CQ)" etwas my berichten wuBte. Der Infanteriefunker, der ja nur schr selten etwas vom DASD gehdrt hat, spricht von Schwundlochern und Wasseradern usw. und deutet instinktiv auf die Ausbreitungsprobleme hin. Ich habe es oft bedauert, in groBen Ziigen erkannte Ausbrei- tungserschcinungen infolge des Fronteinsatzes nicht niher erfor- schen zu kénnen. Es mu® eine grofe Aufgabe des DASD bleiben, solche Bedingungen noch mehr zu erferschen als bisher. Besonderes Interesse hat noch eine Erscheinung gefunden, dic man bisher noch nicht kennt. Es handelt sich um besonders un- regelmaBige Lautstirken bei starker Feuertatigkeit auf dem Aus- breitungsweg der. Funkwellen. Solche Flackerfadings, wie sie bei URW meist nur iiber Wasserstrecken infolge Interferenzstrahlungen beobachtet werden, sind tber Land sehr absetzen. Die QM’s wefden von D4 fbe je nach Text und te mit bis zu 200 Punkten bewertet. Die einzusetzende Punktzahl wird im zap der betreffenden OM durchyegeben. Die DE’s sind zur Mitarbeit durch Postsendungen an den DASD herzlich eingeladen. (Die Sendungen sollen den Vermerk ,,CQ-,Praxis‘! tragen!) D4 fhe sucht besonders Beitrage, tiber die einen Artikel zu schreiben die Miihe nicht lohnt, die aber auch wieder zu gut sind, als daB sie nicht alle angingen. Als Beispiel untenstehendes Schaltschema. (Fiir die nachste CQ hoffe ich schon mehr Stoff zu haben! fbc.) Also, nicht vergessen: Dienstags, 20,30 DSZ, K 12 qrv fiir D4 fbc! Die DASD-Leitung. G Ein Transformator und 8 verschiedene Spannungen: Anbringung einer Rasteinrichtung. Bekommit man jetzt einen cinfachen Drehkondensator ohne Rtick- wand und eine Rasteinrichtung, so kann man sich vielfach folgender- mafen helfen: In eine ca. 4,5 >X5 cm grofie Platte aus Isoliermaterial werden Lécher derart gebohrt, daB die Platte damit an den Halteschrauben des Stators befestigt werden kann. Die Rotorachse kann man mittels einer einfachen Buchse verlingern. Man létet die Buchse mit dem Kopf 12 an die Schraubenmitte. die die Rotorachse nach hinten abschliefit. Die Rastenscheibe wird dann auf das auBerste Ende der verlanger- ten Achse gesetzt. Die Feder und der Hebel, der in die Rasten eih~ springt, werden an der Isolierplatte befestigt. Gedachte Linien zwischen Rotorachse, Zapfen des Rasthebels und Befestigungspunkt des Rasthebels solien nach Méglichkeit im rechten Winkel zuein- ander stehen. L. Abrens DE-A/D. Kanalanzeige fiir Empfiinger und Wellenmesser. Auf der Achse des Drehkondensators unmittelbar hinter der stimmskala wird eine Schnurrolle a Holz oder Pertinax von groBerem Durchmesser angebracht. Seitlich yon der Abstimmskala wird an der Frontplatte des Empfangers oder bei offenem Aufbau an einem Winkel ein Achsenlager befestigt (z. B. von eihem alten. Cérler-Flachdrehko), auf dessen ciner Seite wiederum eine Schnur- rolle kleineren Durchmessers und auf der nach auBen gerichteten Seite cin Zeiger befestigt werden. Eine Skalenscheibe mit der Kanaleintragung 1—20 wird fest montiert. Die beiden Scheiben werden durch eine Treibschnur miteinander gekuppelt. Die Grofe der beiden Scheiben richtet sich nach dem notwendigen Ueber- setzungsverhdltnis. UmfaSt z. B. das 80-m-Band auf der Skala GO-Skuleuteils dann wird! die) Uebersetune onnersta; 10,30 4yum-3dyu Ki2 6.00 seas Ki 1,16 drma-4arr 20m 09,20 4hps-4zhg Ku 11,15 4hpg-4iro-4rho-Sayv 40m 49'95 grho-savy 40/20 m 18,00 Reichsrundspruch 80 m 19.00 guud-3dyu ne 13,45 4yrr-3dsr SOtmagws aust vids Ke re pe ¥V. 40/20 mM 9930 4zef-4opt-4uds Kea onta! fs 06,20 4hpy-4zhy K 14 Freitag 5 oe 40/20 m 08.20 4hpg: 4zhg K14 19,00 4hpg-rho 40/20 m2i 1 00K 4th sary goes 20.00 4uyd-3ayk-Sayv~ ave @ 20 00s 4ept Arian ee dave-Sedie 5 19,30 4akl-4vco-4viv K 1 20,30 gavk-4opt fe 3 19,45. 4rmq-darr Reet 20,30 4wvu-Scdk-Sayv K. 3. 20.00 abet a Re 21,00 4wil-4opt-3ayv es Met 2 21,90 Savk-4wil-dlkm-4vrr K 3 20:30 ser te rund peck Eis 21,30 dleu-3dyu Be 7 ee Seo anc ced 21,30 4gef-aynf 10m ie 2 21.40 dleu-8dyu K 4 eo aes bee Dienstag _ _ 21,80 dioh-4vco ‘Ket 06,00 4rmq-darr tout ade) K 3 06.20 4hpg-4zhe K14 qxvé-4jcv-dujw K 5 06,30 4dow-4uds-4bsw K 5 4wyf-4iro adap K 7 13,05 4rho-3ayv 40/20 m 4uyd-4bef-duds K 8 20.30 4f{be-qry 12 22.00 4opt-4pdt Ka 20.45 4bxw-4xld K 3 4rho-4u K 8 21,30 4bxw-dujw Kl 4cvke-4yiv-4iro K 4 Mittwoch 4y ey Ks 06.40 4cuq-4fmf-4uds K 65 ae ey se 13,05 4rho-3ayy 40/20 m Sonnabend 20,15 4cvk-3avk 10m 13,35 4rho-3ayy 20,30 4yco-rho-diro- 14,30 4hpg-4rho 4sto-4nlo ‘Koh 0 4opt-4pdt-3dyu je nach Bedingungen soll die taégliche Linie rho-ayy auf 7020 14320 kHz gefahren werden. NWF-Sendeplan (K 14 = 3565 —3570 kHz) Anruf: D4 oce, bzw. D4 gee, baw. D4 nee. zeuDSZ Montag —-Dienstag -Mittwoch Donnerstag ‘Freitag Sonnabend 05,45 D4 nbo D4 sto © D4 rho D3 ben D4 men Dé iro 06,15 D4nbo D4sto D4rho D8 ben D4 men Dé iro 06,35 D4 hpg D4 hpg .— D4 hpg D4 hpg Dé hpg} 06,45 Di nbo D4 sto D4tho D3 ben D4 men Dé iro 0845 D4nbo D4nbo Di nbo D4 nbo D4nbo D4 nbo 13,15 D4 hpg D4 hpg — D4 hpg D4 bpp D4 hpg 13,30 D4nbo D4 sto D4rho D3 ben D4 men Dé iro E: 1915 D4 hpg D4 hpg — Dé4hpg D4 hpg D4 hpg 19,30 D4nbo: Di sto D4rho D3 ben D4 men. Ddfiro Rundspruck-Funkplan a Sonntag 20,30 G D4 hpg 80 m , 08,00 U D3 dyu 80 m 21,00 W D4 ujw 80 m 08,30 G D4 hpg 80 m 21,30 R D3 dsr 20 m 09,00 O D4 iro 40 m 21,30 U D3 dyu 80 m 09,30 N D3 ben 80 m 22,15 Q D4 cuq 80 m 09,30 F D4 cmf 10 m Mittwoch 10,00 M D4 yum 80 m 19,45 J D4 cvk 10 m Z 10,30 R D8 dsr 40 m 20,90 L D4 wil g0 m 10,30 B D4 pab 10 m 20,00 K D3 avk 10 m 10,45 K D3 cck 10 m 20,30 S D4 uds 80 m 11,00 — D4 arr 20 m 21,00 J D3 avk 80 m 11,30 R D3 dsr 20 m 21,30 O D4 vco 80 m 12,00 — Dé arr 10 m 22,00 Eichsendung 12,30 y D4 icy 10 m D4 iro 80 m 14,00 — D4 adf 80 m Donnerstag 13,30 R D3 dsr 10 m 20,00 F D4 gef 80 m 13,45 W D4 ujw 10 m ohne amp 14,15 — D4 rmq 40 m 20,30 D D4 uyd 80 m 14,45 ¥ D4 awy 40 m 21,00 F D4 gef 80 m v1. emp 15,15 Y D4 awy 20 m 21,30 P D3 dap 80 m 16,00 Y D4 awy 10 m 22,00 P 198 dap 10 m 16,00 R D3 dsr 20 m 22,00 Z D4 toz 80 m ~. Montag Freitag 20,00 T D4 opt 80 m 19,30 G D4 hng 80 m 20,30 R D4 yr 80 m 20,00 V D4 jcv 80 m 21,00 K D4 cvk 80 m 20,30 — D4 adf 80 m 21,30 B D4 pqb 80 m 21,10 C D4 wyf 80 m 21,45 F D4 gef 10 m 21,830 ¥ D4 awy 80 m 22,00 F D4 gef 20 m Sonnabend Rs Dienstag 14,15 G D4 hpg 40 m ei. 2010 R_ D4 vrr 80 m 20,30 T_D4-opt_ 80 m ig Herausgeber: Deutscher Amafeur-Sende- und Feiler (DASD) Berlin-Dehlem, Cecilicnalleciit. ‘Semmelnummer 80 1100, Postscheskkonlo: Beviin 3800. Posts fo der Warenabiellung: Berlin 154128. FB e gussdere Poids Hacnsdn Gautagen. 22 dvtkel sur VerShentihung an den Hereusyeher erbelen, 74.