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Nachrichtenblatt des DASD Berlin-Dahlem, Cecilienallee 4 Prisident: 4-Obereruppentihrer u. General der Waffen-ff Sechs 17. Jahrgang November 1943 Nur fir DASD-Mitolieder pm Ein abgestimmter Niederfrequenzverstarker zur Trennscharfeerhéhung beim KW-Empfanger Es ist bekannt, daB die Trennschirfe eines KW-Geradeaus- empiingers oft nicht ausreicht, um ungesiirten Empfang eines von myei engbenachbarten Telegrafiesendern zu erméglichen Soll das Ohr von einem zweiten Zeichen, das in einem Frequenz- abstand von 100 Hz vom ersten Zeichen einfallt, nicht nennenswert gestért werden, so mui} der Lautsiarkeunterschied der beiden Zei- chen mindestens 3 r-Stufen betragen. Dies entspricht ungefahr einem Spannungsabfall auf */,)der ursprtinglichen Lautstarke. Aus dieser Forderung ergibt sich eine Frequenzkurve fiir unseren Emp- fanger, wie sie auf Abb. 1 dargestellt ist. Diese Frequenzkurve IABt sich durch Filteranordnungen errcichen, die in die Niederfrequenz- stufe des Empfangers geschaltet werden. ue we Abb. 2 (umseitig) zeigt die Schal- 40 Sender, derabee- tung eines solchen Verstirkers. Er ist pértwerdensol. als Zusatzgerat zum normalen KW- is Empfinger (Standard 7) gedacht, deshalb s enthalt er kein cigenes Netzteil. Die Stérsender Lautstiirkeregelung beim KW-Empfin- ger geschieht im allgemeinen durch einen Spannungsteiler, der parallel zur Sekundirseite des Ausgangstibertragers liegt. Wiirde der Verstarker an diesen Abgriff gelegt werden, so wiirde eine zusitel. Dampfung des ersten Schwing kreises cintreten. Diese hat aber kei- nen konstanten Wert, sondern ist ab- i haneig von der Stellung des Lautsiarkereglers. Deshalb wird die Lautstirkeregelung in den Gitterkreis der ersten NF-Réhre des [implangers gelegt. Abb. 3. : Ausyongs Uber Bana fitter kreis PE sot =e Genarator Abb. 3 Abb. 4 Ueber cin 800 Hz-Bandfilter kommt die Eingangsspannung an das Gitter einer EF 14. Ueber eine Drossel-Kondensator-Kopplung ist ein zweites 800 Hz-Bandfilter angekoppelt, dessen Ausgang am Gitter einer EF 12 liegt. Im Anodenkreis der EF 12 liegt der Aus- gangsiibertrager, der auf der Sckundarseite mit einem Ohm’schen Widerstand belastet wird. Sein Wert wird im Betrieb ermittelt und wird so groB gemacht, da} die Lautstirke mit und ohne Filter- Verstarker die gleiche ist. Der Umschalter U gestattet, den Kopf- hérer einmal in den Ausgang des Empfangers oder in den Ausgang des Verstarkers zu legen. Der wirksame AuSenwiderstand der EF14 ist infolge des kleinen Kennwiderstandes des Bandfilters sehr gering, so daB auch die Gesamtverstarkung der EF 14 verhiilinismaBig ge- ring ist. Ausschlaggebend fiir einen eimwandfreien Betrieb des Verstar- kers sind die 800 Hz-Bandfilter: Ueber Berechnung von Nieder- frequenz-Bandfiltern wurde in der CQ schon friiher berichtet. (Wolf, Selektivitéiserhéhungen bei Kurzwelienempiangern, CQ 1934, 5.13 und folgende.) Es wurden Eisenkernspulen verwendet, wie sie bei kdeinen Ausgangsiibertragern fiir Lautsprecher tiblich sind und zwar mit einem Luftspalt yon 1 mm. Die 4 Spulen werden genau gleich hergestellt. Bei ca. 900 Windungen 0,4 Cul-Draht ergibt sich eine Selbstinduktion von L, = 200 MHy. Fiir eine Resonanzfrequenz von 800 Hz wird C, ungefihr 0,2 # F. Dies sind Werte, die sich verbilt- nismaBig leicht beschalfen lassen. Die Koppelkapazitat C, wird experimentell ermittelt. Damit kommen wir zum Abgleich des Band- filters. Hierzu ist ein kleiner Tonfrequenzgenerator nétig, dessen Frequenz zwischen 600—1000 Hz veranderlich ist. AuBerdem brau- chen wir einen normalen Niederfrequenzverstarker mit einem Rohrenvoltmeter als Anzeigegerat. Die Bandfilter werden nicht behelfsmaBig vorabgeglichen, sondern der Abgleich geschieht im fertiggeschalteten Verstarker. Bandfilter 1 wird an den Ausgang des KW-Empfangers gelegt. Die Primarseite des Ausgangsiibertra- gers wird abgetrennt und an diese der Tonfrequenzgenerator ange- sschlossen. Der Koppelkondensator C, wird am ersten Schwingkreis abgetrennt und an diesem Punkt der Verstdrker mit Rohrenvolt- meter angeschlossen (Abb. 4). Der Tonfrequenzgenerator wird auf die Frequenz eingestellt, die man auch beim Abstimmen des Emp- fingers als giinstige Hérfrequenz einstellt, im allgemeinen ca. 800 Hz, dabei ist sehr wichtig, daB mit dieser Frequenz alle 4 Filter- kreise abgeglichen werden. Durch Veranderung von C, (Zu- baw. Abschalten von Kondensatoren von 5000—10000 pF) wird auf Re- sonanz eingestellt, Dadurch, daB wir Kreis 1 mit der Sekundar- wicklung des Ausgangsiibertragers abgleichén, stimmt unsere end- gultige Bandfilterkurve nur fiir diesen Ausgangsiibertrager. Auf Ahnliche Art wird Kreis 3 abgeglichen, d. h. wir unsere Ton- frequenzspannung an das Gitter. der EF 14 und gleichen Kreis 3 innerhalb der Schaltung ab, wobei die Koppelkapazitat wieder abge- trennt wird. Die Kreise 2 und-4 werden so abgeglichen, da wir den Tonfrequenzgenerator tiber einen Vorwiderstand von 100 K 2 an die Kreise legen und dann ebenfalls auf Resonanz abstimmen, #50 foo 850 Hz = 5 Sane Abb. 5. Abb. 6 Nun schalten wir C, an Filter 1 und verandern C, solange, bis sich eine Resonanzkurve ergibt, wie sie.in Abb. 5 zu sehen ist. C, '/yC,. Dasselbe geschieht mit Filter 2, Da kénnen wir den Verstarker voll- ends zusammenschalten und messen nun die Frequenzkurve iiber den Gesamtverstirker (Abb. 6). Aus dem Verlauf des oberen Teils der Frequenzkurve kénnen wir ersehen, ob wir den Abgleich richtig. vorgenommen haben. Die Unsymmetrie in Abb. 6 riihrt daher, daB die Dampfung der Kreise 1 und 3 eine andere ist, als die der Kreise- 2 und 4. Ergeben sich irgendwelche UnregelmaBigkeiten, so zeigen diese, daB der Abgleich nicht genau genug vorgenommen wurde. Es wird sich dann empfehlen, den gesamten Abgleich zu wieder- holen. Durch Verkleinern der Koppelkapazitit C, (unterkritische Kopp- lung) IaBt sich eine noch schmalere Frequenzkurve erreichen, doch ist diese fiir den praktischen Betrieb ungiinstig. Je schmaler das Frequenzband ist, desto gréBer ist die Einschwingzeit eines der- artigen Filters. Infolge dieser Einschwingzeit zeigen die Telegrafie- zeichen ein Nachhallen, das so stark werden kann, daf die Lesbar- keit der verschiedenen Zeichen unméglich wird. Unter eine Band- breite von ca. 100 Hz sollte man deshalb nicht gehen. Der Ver- starker bringt eine erhebliche Erleichterung beim Abhéren der dichtbesetzten Amateurbander, insbesondere des 80m-Bandes. Anmerkung der Schriftleitung: Die Vorteile, die beschriebenem abgestimmtem Niederfrequenz- verstirker eigen sind, sind keineswegs mit denen eines Quarcfilter- superhets zu vergleichen; denn wahrend hier der Ton festliegt (im ©. a. Fall 800 Hz), ist er beim Superhet durch die Abstimmung des 2. Ueberlagerers variabel, Man kann sich also des bekannten, Effekts bedienen, einen Stérer’ bequem in Schwebungsnull fallen ma lassen, wahrend das beim NF-Filtersatz nur méglich ist, wenn Storer und Nutzsender genau soviel Hertz auseinanderliegen, wic die Tonhéhe des Filtersatzes betragt (hier 800 Hz). AuBerdem bietet sich bei Verwendung cines Quarcfiltersuperhets die bekannte Még- lichkeit, mit Hilfe des Briickenneutralisationskondensators stérende Sender bis auf etwa 200 Hz Nahe des zu empfangenden Zeichens ,,auszupHasen‘’ (Anti-Resonanzpunkt). Doch sei abschlieBend be- tont, daB bei Geradeausempfangern sehr wolil eine spiirbare Ver- besserung geschaffen werden kann, wenn man den hier eingeschla- genen Weg verfolgt, wogegen normale Tonkreise praktisch nutzlos bleiben. Bekanntmachung der Leitung Auf Befehl des Reichsjugendfiihrers vom 5. August 1943 diirfen HJ-Angehérige, die DASD-Mitelieder sind, zum Dicnstanzug das DASD-Abzeichen tragen. Berlin-Dahlem, den 1. 10. 1943. eG\US D FUR DIE PRAXIS Handempfindlichkeit am 9-Réhrensuper Auf Ten noch auftretende Handempfindlichkeit des Supers kann durch kurze leitende Verbindung des Netzteilgchaduses mit der Frontplatte des: RX véllig beseitigt werden. D4 rho. Herstellung von selbstgecichten Skalenblattern. achdem dic Einteilung festliegt, wird die Skala in 3—4facher GréBe gezeichnet. Man kann sie dann auch leicht in Normschrift beschriften. Das Ganze wird fotografiert. Mit Hilfe eines VergroBe- rungsapparates kann man sich dann Blatter in beliebiger Zahl und GréBe herstellen. Kleine Zeichenunsauberheiten fallen bei Ver- wendung harten Papiers villig heraus. DE 6220/K. Hilfsmittel zum Trafowickeln. In Ermangelung eines Windungsziblers kann man zum Trafo- wickeln eine — — Nahmaschine benutzen, wenn sie an ciner Seite cin Handrad hat. An dieses Handrad wird eine Holzscheibe ange- brachtS{die ihrerseits wieder eine dem Kern des zu wickelnden Tralos entspyechende Halte- rung tragt. Man zahlt nun 50 Windungen ab und stellt fest, wie lang der Weg der Nadel- stiche auf einem statt Stoff cingeftihrten Stick Papier ist (2, B. 30 Wdg. = to cm). Mit Hilfe dieses Weg-Windungs-Verhaltnisses kann man leicht die ,,Lange der aufzubringenden Win- dungszahl festlegen und den Trafo wickeln. DE 7224/G. Reparatur von Siebkondensatoren. Durchgeschlagene Siebkondensatoren kann man haufig dadurch retten, dal} man sie vorsichtig auscinanderbaut, die enthaltenen Wickel einzeln durchmiSt, defekte entfernt, und den Kondensator neu backt. Dazu eignet sich jede Blechbiichse, in der man Paraffin zerlaBt. den Wickel hineintut und wartet, bis keine Luft mehr auf- steigt. Durchgeschlagene Wickel sind manchmal durch En:fernen der durchgeschlagenen Stelle zu retten. Auch diese mitissen neu entliifter werden. Achten auf evtl. in Serie geschaltete Wickel. DE 7224/G. SL cs a i = WAS SIE TATEN... In diesem Monat hat es schon viel besser geklappt, liebe Kmdn! ls liefen ein paar nette QM's ein, die alle mit entsprechenden Punkt- zahlen bedacht wurden. Manchmal waren die Kameraden ganz er- staunt, auf diese einfache Weise so viele Punkte zu erhalten, aber die Leitung laBt es sich schon was kosten, fiir die CQ gute Beitrage zu bekommen. WYF hat hauptsdchlich an seinen TEN-Empfangern herum- getrimmt. Er hat namlich 2 Super vind einen allerdings noch stre’ kenden Superregenerativ-Empfanger fiir TEN zur Verfiigung. (So ein GroBkopfeter! UJW) Sein Spezial-Ten-ECO-PA wird in Kiirze in Angriff genommen werden. Im tibrigen machte er Modulations- tests, aber nicht ,,zur Chirpverbramung™, wie er sagt! Hihi! (ds fr ufb qm, Ib WYF!) RHO berichtet von schlechten Ten-Conds am 26. 9. Keiner ward gearbeitet noch gchort, trotz vieler CQ's. Seine seit dem Frihjahr aul 7 MHz um 1300 dsz taglich mit 3 AYV ge- fahrene Linie ist bisher nur an zwei Tagen wegen schlechter Bedingungen ausgefallen. RHO war in Kiel durchschnittlich R 6,6, AYV in Konstanz R 6,3. (Ds fr gm's Ib om.) VJV. hat sich mit dem Bau cines Taschenfrequenz- eichgerates beschiftigt. Es ist mit 2 Quarzen versehen und nur 13X11X4,3 em grok. Auf Ten ist er nun mit einem CO-PA mit 8 Watt qrve (vin dk fr qm!) Soweit die QM's. Das Folgende habe ich selbst beim QSO’en erfahren (Sogar noch ,,ohne"* Punkte! Hi): {OH hat mit WYF viele QRP-ohne-QRB-Versuche durchge- fiihrt. Mittels eines Relais an WYF's Empfanger konnte IOH sogar dessen dicken Sender tasten! Im iibrigen untermauerten beide AHQ’s merkwiirdige QRP-Theorie, wonach ja QRP unter 10 Watt in gleichem Mae wie QRO tiber 10 Watt denselben Effekt haben sollen: nimlich Lautstarkezunahme! Hihi! Nach einem Bericht yon DSR ist ARR zwar umgezogen, doch schon wieder qrv. VQF war mit einem tragbaren Gerat qrv. Die QRK war uuufb, nur der Ton erinnerte etw an das Gerdusch leerer Milchkantien! Hihil LEY hat einen neuen besonders gefahrlichen Sender in Bau: MO-BF-FD- FD-PA, alles auf emer Achse mit Bandschaltung und 120 Watt In- puff. Das Ganze wird nicht groBer als der DASD-9-Rohren-Super, obwohl das Netzgerat mit hineinkommt, AuSerdem hat er mit WYF eine sogenannte ,,schnelle Welle“ eingerichtet. Mit seinem Auto- a2 Sender gibt er bis zu 500 BpM, und WYF nimmt oe mit dem Schrei- ber auf! Nachher lesen sie beide stundenlang an dem ‘4stiindigen QSO-Streifen! Hihi! XLD war viel mit seinem QRP-IX in der Luft. Ton und QRK immer fb! Mit Beginn des Oktobers sind cine ganze Reihe 10-m-Lisenzen ausgegeben worden. Die ersten Rufe wurden schon gehért. Man kann also mit einem starken Aufleben dieses Bandes rechnen. Und zum Schlu$ noch einen Vorschlag von UJW: IOH eae nun:so fb Streifen fiir seinen Auto-Sender, kénnte et doch eine Streifenfabrik aufmachen. Fir ein sogenanntes ,,Rei sie heits-QSO Type 43 mit yersiarker Perforierung’' ware bestimmt ein groBer Markt vorhanden! Hi! Das liebe Kmdn, ware alles fiir dieses mall Denkt bitte alle daran, daB im Dezember Weihnachten liegt, und dafiir mu doci: auch eine besonders nette CQ-Ecke geschaffen werden! Also, wic immer: QRV fiir D4 the on ee oe 2030 MEZ in K 15! In- zwischen vle 73 und hh Ever FBC. Front zur Front - Front zur Heimat Nachdem nun‘ bereits einige ,,Frontberichte’ aus dem. Osten und Westen in der CQ erschienen sind, spricht jetzt ein DE aus dem siidlichsten Siiden! . Ich bin Funkmeister in einer Ln.Abt. und habe reichlich: Ge- legenheit mich funktechnisch zu betitigen. Seit Februar 43 DE, be- teiligte ich mich sofort mit einem o-v-2 (nach Standard Nr. 7b) am BD. Leider habe ich hier sehr viel QRM, QRN und QSB! Aufsom ist von 0800—1900 Uhr absolut nichts zu horen. Auf 40 m hore ici: mit r 3—6 und auf 20 m mit 5—8. HA hire ich hier oft mit r 9! Ich arbeite see mit einem 1-v-2, der gute Ergebnisse peat eeu oea babe eh heal Schwingschwierigkeiten, jedoch setze icl: meme DaB die DASD-om's iiberall zu finden’ sind, beweist folgendes: Eines Tages ging ein Soldat an meiner Funl Soa cl einem physikalischen Labor Ahnelt, und sah auch Apes vielen Karten. Es ergab sich, daB auch er ein DE war. Ich rief iE einen om an, der auch hier unten weilt. Da mein Fernsprecher an einem: Verstarker mit Mikrofon angeschlossen ist, kam ein zackiges QSO zustande. (Allerdings nur QSUF, hil) So leisten auch wir Soldaten an der Front unter schwierigsten ‘Bedingungen einen wertvollen Beitrag an der eC icha Arbeit des DASD! Mein gréfster Wunsch ist es, als D mich noch inten- siver an dieser Arbeit beteiligen zu kénnen, Feldw. Otto Wessolleck, DE 7236/T. 83 Aus der Arbeitsgemeinschaft des Landesverbandes Reichshauptstadt. Dic letzten zwei Monate haben uns im wesentlichen zwei Auf- gaben gebracht. Neben der Entwicklung des in Nr. 2 der CQ kurz umrissenen Lesegerates fiir Kriegsblinde trat cine vordringlichere Aufgabe an uns heran, die zunachst all unsere Arbeitskraft bean- spruchte. Aus hestimmten Griinden ist es uns leider unméglich, be- reits heute Einzelheiten dariiber zu veréffentlichen. — Das Lesegerat fiir Kriegsblinde geriet dadurch voriibergehend etwas ins Hintertreffen, die Arbeiten sind jedoch schon wieder auf- genommen. Es gilt znachst die grundsatzliche Frage zu klaren, ob sich mittels elektrischer Reize tiberhaupt ein mit Hilfe des Tast- sinnes lesbares Bild erzeugen laBt. Ein clektrischer Reiz crzeugt ja nicht dieselbe Empfindung wie ein Nadelstich, denn der elek- trische Reiz ist nicht an die Berithrungsstelle der Elektrode’ ge- bunden, sondern pflanzt sich unter Umstinden in die Umgebung derselben fort. Hierdurch wird aber die Auflésbarkeit des Buch- stabenbildes beeintrachtigt, so dafs vielleicht anstelle des Buch- stabens nui ein undelinierter Reizfleck spiitbar ware. Diesem Nach- teil kann vielleicht durch VergréBerung der Tastflache abgeholfen werden, — Eine Riickfrage beim Physiologischén Institut der Uni- versitat Berlin brachte keine restlose Klarung der Bedenken. (Als vorteilhaft wurde uns ein Wechselstrom von 1—2 mA und einer Frequenz von ungefahr 160 Hz empfohlen.) Da aber diese Frage grundsatzlich dariiber entscheidet, in welcher Richtung alle weiteren Versuche zu erfolgen haben, soll sie zunachst anhand eines Modell- versuches geklart werden. Die praktische Durchfihrung des Versuchsaufbaues hat Om Faust BV/F A-B iibernopmmen und wir hoffen, bereits in Kiirze an dieser Stelle einige Ergebnisse mitteilen zu konnen Auf eine: Isolierplatte sind aus 0,8 mm-Stiften einige lateinische Druckbuchstahen von der Gréf&e 10X10 mm gebildet worden, wobei der Stiftabstand 1 mm betragt. Die Stifte sind auf der Riickseite der Isolierplatte in einer Messingplatte verlétet, wihrend die Ober- seite sauber abgeschliffen ist. Die zwei Pole einer Wechselspannungs- quelle kénnen nun an die Messingplatte cinerseits und um das Hand- gelenk der tastenden Hand andererseits gelegt werden. Mit dieser Anordnung ist es moglich, die vorerst noch zu tiberpriifenden phy- siologischen Fragen zu klaren, wie z. B. welche Frequenz die giin- ste ist, mit welcher Spannung sich ein geniigender Nervenrciz austiben la8t. Der Kérperwiderstand der Strecke Handgelenk— Tastfinder kann dann bestimmt werden und auferdem ist es mog- lich, durch Auswechseln verschiedener Platten festzustellen, wie gro der, Stiftabstand sein muB, damit zwei dicht nebeneinander Tiegende Reize noch als zwei erkannt werden. Hierbei kann auBer- 84 3 7 dem die Lesbarkeit einfacher und komplizierter Buchstabenformen untersucht werden, insbesondere, ob sich auch die Frakturbuch- staben in dieser Gréfe noch abtasten lassen, oder ob hierfiir etwa ein gréBeres Format gewahlt werden muB. Om’s, wir danken Euch fiir das unserer Aufgabe bereits ent- gegengebrachte Interesse. Wenn Eure konkreten Vorschlage noch nicht veréffentlicht werden, so liegt das daran, daB durch das Expe- riment erst eine gewisse Brauchbarkeit erwiesen sein mab. Wir empfehlen Euch daher, neben der rein gedanklichen auch einige praktische Arbeit in die Aufgabe zu stecken. Mangelt es an Mate- rial, so wendet Euch an die Arbeitsgemeinschaft des LV/F, die Euch nach Kraften unterstiitzen wird. Also, Om’s in GroBdeutsch- land, wo Ihr auch seid, beteiligt Euch! Die Arbeit an dieser Auf- gabe ist ein Kleiner Teil der Dankesschuld, dic wir an unseren Kriegsblinden abzutragen haben. Es sei daher die hohe Pflicht eines jeden deutschen Amateurs, seinem Kénnen gema& hieran mit- zuwirken! Faust DE 6903/F, Wiener, DE 7043/F. Punktabrechnung der DE’s fiir das 3. Vierteljahr 1943 Name Punkte 2441/T Zosel 1644 3935/H Biining 50 Grob 2700 2448/R Old 683 3983/D Reidemeister a 0155/W Mertz 332 © ©2449/F Schiifer 1581 6008/S_ Feldmann 650 0143/V Lampe 121 2518/F Stolp 1289 © 6077/A Buchsteiner 855 0687/F Noack 918 2526/U Brockmann 240 6115/F Kaster 1449 090€/S Reisenauer 112 2660/0 Bilfinger 521 (6 U Ow Rheinwein 363 0923/0 Lechleitner 210° 2680/0 Weib 2201 6137/D Wiese 1345 1058S Gatz 1250 2717/F Sedler 503 6182/¥ ‘Koch 211 1083/S Martin 795 © -2770/M Siegert 2541 © 6220/K Lithrs 1279 1262/0 Mirche 491 2799/N Ernst 272 6222/G Schroers 1049 1851/F Breitfeld 1734 2887/B Wieduwilt Bll 6276/U Franz 2285 1389/V Liefland 398 © 2914/F Schmitt, 30 © 6345/I_ Besgen 2161 1463/T Rudolph 575 3060/F Wachholz 231 6346/1 Langguth a1 1504/N Lederer 1051 = 3072/N Schurr 4581 - 6380/R Pollak Bll 1543/W Langer 2188 © 8214/T Groh 118) 6428/B Dorn 143 1545/V Halske 601 3232/F Olezefski 459 6454/P Wunschel 1764 1574/D Fischer 803 3265/T Unkelbach 956 6482/F Bohn 2971 1578/U Muller 3870 3267/C Asmus 202 «= 6488/F Schréder 11240 1668/D Groner 4080 3294/0 Rudert, 10321 Zicoe 69 1721/R Sehleifetbaum 177 3302/D Bluhm 993 Pichler 14202 1731/B Schwengler 270 © 3417/U Hartung 1593 Roder 309 1813/C Gemeinhardt 432 3428/J Dunekelmann 31 — 6500/H Groth 263 1829/0 Linsin 405 3562/F Riickert 146 6368/7 ~Dornemann 687 1853/K. Fischvoigt 1548 — 3603/L Pultke 41 6570/M Zschiedrich 950 1902/T Schlosser 447 3623/M Gebel 182 6578/V Reese 1165 1980/F Schifferdecker 3073 3727/R Engelhardt 4112 6583/W Klenert 6369 2209'S Merten 1397 3%60/N_ Kolberg 193 6584/W Harmet 105 2247/T Schnatz 682 8774/F Schulze 6161 6392/M Kunze AMD 2268/N Zeyer 925 3787/H Dr. Pauli 1362 © 6597/D Balater 230 2362/M Kinder 202 © 3818/R Stiegler 1530 6631/G_ Tzachiiter 867 2370/T Heveker 358 3842/P Assold 2278 — 66d44/W Machytka 918 2434/B Marquardt 1097 3918/D Schnoor 965 6647/F Waitz 80 85, 7191/T. Bott 7194/0 Tews Anw/D Wicchtann Anw/F Polke Anw/G Koppe Anw/G. PrenB tee Lutzenberger AnwiG. Seike C927/D Rackwits is ‘Anw/H Maser 5871 Anw/H Wellnitz ‘Anwy/O Falkenstein 1 Anw/O Miltenberger Bchretzmann Ant Bend Anw/U Oehme Anw/U Scheide Anw/U Schubert Anw/¥ Leptien TH. QM-Abkiirzungen: qm Uebungstelegramm qta QM ungiilig ath Wortz4blung stimmt nicht dtd Wortzahlung stimmt «ic? Wieviel QMs haben Sie? qtc (m.Zahl) Hier liegen..QMs|é zap Bestatigen zhc Haben Sie etwas fiir uns mn Wir haben nichts mehr Jetzt, Achtung! bte Bitte ? Wer ist an der Taste? ds Danke sehr (dk Danke) BDS Betriebsdienststation vl Viel (vin vielen) JOBDS Offizielle Betriebsdienstst. 86 Preise fir die 12 hesten DE’s im 2. Vierteljahr 1943 DE 7162/P Wienert 10386 Punkte 1 Antemenbuch Wolf * eel 1 Réhren-Vademeeum Hetzel 970' } ss . Lichthardt 9585, 1 Droscel Flinger 9506 1 Stabi 280/40 Pichler 9872 9203 +8018 5010 7595 DE 65118 DE 7237/4 DE @86/T DE 6512/8 BE oH Bt} et any 037) vl DE 7199/C 7034 Wiegand, Rundfunktochnik*. Preise fir die 12 besten DE’s im 3. Vierteljahr 1943 DE 6011/S Pichler 14202 Punkte 1 Kathodenstrablrobre DG 3/2 DE 6488/F Schroder . 11240 ro je 1 Antennenbuch DE 3294/0 Rudat ~ 10821 7} DE 70041, Wolf 10257 DE ae cay ois 1 APM-Kasien, geb. DE 31) ancke: 3 = DE i2ss/t Hohle 68s) ieee acy DE OS Schmid DE (26i/L Hetzel DE 0683 Klenert DE 8774/F je 1 CF 100 + CFK 18/Lur foie 51 6309, je 2 PS 35/5-+1 CFK 18/Lur Schulze 6}31 DE 717VQ Burki 5927 NWF-Sendeplan (K 14 = 3565 —3570 kHz) Antul: Dd ee, baw Dé gee, buy. Dé nee eH : Deiha DMeo er. SDs bes Dt nbo Dé sto Dt tho D3 ben Dt hpg Dé ohp — Dt hpg Din D4 stn Dt rho D3 ben Dt nbo Dt D4 nbo D+ nbo D4 hpg D4 hpg - D+ hpg. D4 nbo D4 sto D4 rho D3 ben D4 rho D4 bpg =D hy D4 D4nbo Dé ay D3 cn RegelmaBige Eichfrequenzs Jeden Mittwoch von 22,00 bis 22,25 dsz (siche Ri plan) sendet D4 iro Eichfrequenzen mit einer a 50 Hz = ca. 0,01"). Folgende Frequenzen werden je 5 Minuten lang ausgestrahlt: 3500, 3525, 3550, 3575, 3600 kHz. Anschliebend ist D4 ‘iro qrv fiir qso. 4 Spulenkérper FS 35/5 und cin Ne'ztransformator NT 514 Zeit ‘Sonnabend 05,45, Dé iro 06,15 Dé iro 6,35. Dt 06,45 vi 0845 4 13,15, 13,30 14,15. 19,30 PE ruchfunk- yon (6,3 V Ansgsp.) 2u kaufen oder tauschen gesucht. Wolfgang Haas, Hanau/M., Freigeriehtstrae 21. wae Trafo 2.800 Vi 3N 1404. Moeller, Muhlhausen/Th., Ovure JohannissiraBe 11 Randspruch-Funkplan « 14 = 2565-2970 kn: Sonntag Montag 21,30 H D4 veh 80m 08,00 U D3 dyu 80m 2000 T D4 opt, 80 m 2200 Eichsendumg eA FM i a i D4 iro 80 m iro m 21,00 K D4 ov m N Di ben 80m 2130 B D4 pab 80m Donnerstes F Diomf 10m 2145 F D4 gei 10m 2000 F D4 eet 80m M D4 yum 80m 22,00 F Dd get 20m 20,30. D D4 uyd 80 m R D3 dsr 40m __ Diensta; 21,00 F D4 gef 80m B Dd pqb 10 m . ohse 109 K pi ek 10m 2940 Q Dteug 80m P D3 dap 80m Speer ob 2010 RB Dd ver 80 m P D3 dep 10m Bobi th gpm 2030 G D4 hpg 60m % Dd tox 80 m ie 21,00 W D4 ujw 80 m R D3dsr 20m 5 aa Freitag ze 210 R Da dsr 20 m Diamar 10m 9:59 T Do dyn 80 19,30 G D4 lng 80 mx a f 80m e nar a ry tes Dé wy. 20,00 V D4 jey 80 m Rep L ices 10m: Mi ewech, 20,20 — D4 adt 80 m R Dsdsr Gm 1945 J Deevk 10m 2110 G D4 wyf 80 m W D4 ujw 10m 2000 K D3 avk 10m 2” — D4rmq 40m 20,10 L D4 wil 80m Sonnabond H Da yeh 40m 2030 S D4 uds 80m 14,15 G Da bpg 40m EB Dider 2m 2400 FJ Ds avk 8) m 2030 T Dd opt 80m Linien Sonntag Dienstag Freitag 03,45 Athodynt = 40m 06,20 Ahpg-dah, Kit Dep ehoasine an a ane ae Pet io nesehe Saye aloe 0920 darr-3dsr 20 m_.098'30 4dow dutis- 19,00 4opt-4rho Ki 1000 drho-twva = 40 m 7” gbsww K 5 19,30 4akk-4vco-tvjy K 1 1030 4yum-Bdyn K-12 1305 drhodaye 40/20 m 1945 4rmq-darr Ki 141d Armq-darr 20m 20/80 dfbe-arv K12 20,00 4dba-4lkm-dvrr _K 7 11,15 Ahpg-diro-4rho- 2045 dbxwaxld 9 «KB dioh-deyk-Beek K 5 Bayy 40m 81'30 dbxw-dujw KK 1 20,80 Reiehsrandspr, 80 m 12,00 Reichsrundspr. 80m” 21,00 dadf-4dba-dhxw- 18.45 dvrr-3der 10) os Miltwocks: devk-4opt KL TBAB dthoBayy 40/20 m 96,40 doug Afmt-4uds _K 5 4ulo-4yeo-4ujw- 14,00 4rho-4uds 40m 13,05 drho3ayy 40/20 m sto KS Montag 20,15 devk:“avk 10 ran pret eee i Z 0620 dhpg-dchy = KK 1d 2080 Aveohno-tiro- 80 dioh-tveo K 13,05 do aaye 40/20 1m 4eto-nlo Kl Sdme-tevk-dlkm K-38 19.00 4hpe-rho 40/20 m 21,00 4bxw-4uds-dujw K 2 - dxvE-djev-tujw KS 20,00 4uyd-avk-dayv- 21,30 4wil-tujw-drmq K 5 Awyt-diro-3dap K 7 Awvu K3 duds-dyum- Abgf-duds-duyd K 8 davé-3edk K5 dytm Kz 200 eae oe te t 20,30 3avk-4o K5 ran 20,30 dw Selkayr ac on DOnHerstER, Acvk-dvjv-diro K 4 21,00 4wil-dopt-Bayy K 3 06.00 4hng-3ayy K1 4yum-4ujw Kz 21,30 Savk-dwil-dikin- 06,20 thpg-4zhg Kis Adba-dbef-diev K 8 4yrr K 3 13:05 4rho-3ayy 40/20 m Sonmabend 21,30 Mlou-3dyn K7 1900 dund3dyn = -K 5 18,35 drho-ayy 40/20 m 91,30 dget-dynf = 10 m_— 2145 gut duds K1 1430 dhpg-dtho 40 m 2140 dleu-Bdyu K 4 22,00 dygidopt-duds K 1 21,00 dopt-dpdt-3dyu K 3 “Ye nach Bedingungen soll die tig]. Linie rho-ayy anf 7020 od. 14320 kHz gofahren werden ceusgebers Decider Anainw-Seade: coll Ennlngsienst (DASD) Derln-Datle, Catena 9 _ Feraruf Sammeiaunmer 89 1166. Poclached:konlo: Berl. 43800, Doclschedikonio der Warenableilung: Berlin 134129 Drudi: Buchdrudiere! Friedrich Hacnach, Galingen. Artikel sur Verolfenlichung ‘den Herausgeber erbelen 88