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Jane A.

Plant: Lichtblick oder Irrlicht der Brustkrebsbehandlung: Jane Plant’s Empfehlungen im Rückblick

Stand / Letzte Aktualisierung durch Elisabeth Rieping 29.10.2006

Stichworte: Maria Rollinger, Metastasierung, milchfreie Diät, Milchverzicht, Progesteron

Diäten
Neulich fragte ich, ob jemand wüsste, was aus Jane Plant geworden wäre. Ich war Forum
überrascht zu hören, dass sie noch lebt und mittlerweile sogar eine eigene Internetseite hat.

Früher bin ich gelegentlich gefragt worden, was ich von ihrer Diät hielte, und hatte mich
dahingehend immer bedeckt gehalten. Dass man mit einer Diät dem Krebstod entgehen
kann, schien mir eine Hoffnung, die ich niemandem rauben wollte, da die konventionelle
Behandlung von metastatischem Brustkrebs so wenig Erfolge aufweist. Aber ich hielt es
im Grunde genommen für unmöglich.

Nachdem ich also erfuhr, dass Jane Plant noch lebt, war deshalb meine erste Vermutung,
dass sie gar keinen Krebs, sondern einen gutartigen Tumor gehabt hatte.

Denn von vielen Menschen wird der Begriff Tumor mit dem Begriff Krebs gleichgesetzt
und das ist mitnichten so. Es gibt Tumore die bösartig sind, bei denen es sich also um
Krebsgeschwülste handelt, die Metastasen bilden und in andere Gewebe einwachsen und
es gibt harmlose Tumore, gerade auch in der Brust junger Frauen.

Nach der Analyse von Jane Plant’s Krankengeschichte musste ich aber, wie die Ärzte bei
denen sie in Behandlung war, davon ausgehen, dass sie 1992 nach langjähriger
konventioneller Behandlung, Operation Bestrahlung und mehreren Chemotherapien an
einem metastastierenden Brustkrebs mit einer großen Metastase in der linken
Schlüsselbeingrube litt, bei der man nicht mehr von einer längeren Lebenserwartung
ausgehen kann. Ihre Ersterkrankung war 1987 festgestellt worden und sie hatte sich allen
üblichen Behandlungen außer der Anti-Hormon Behandlung unterzogen.

Jane Plant ist von Beruf Geochemikerin. Sie hatte an der Analyse von Krankheiten

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gearbeitet, die in verschiedenen Gegenden der Erde in verschiedener Häufigkeit
vorkommen und wusste, ohne dass sie bis dahin Schlüsse daraus gezogen hatte, dass
Brustkrebs in Ländern ohne Milchwirtschaft kaum vorkommt.

Da sie sich keinen Ausweg mehr wusste, suchte sie ihr Heil in einer milchfreien Diät.
Darunter bildete sich tatsächlich der Tumor in ihrer Schlüsselbeingrube zurück und sie ist
immer noch, also 14 Jahre nach der Metastasierung, am Leben.

Obwohl ich auch immer angenommen hatte, dass ein möglicher Brustkrebsvirus durch die
Flaschenmilch auf Säuglinge übertragen wird, die dann später Brust- oder Prostatakrebs
bekommen, und es sich bei Brust- und Prostatakrebs um einen späten Milchschaden
handelt, hätte ich nie gedacht, dass man durch eine milchfreie Diät an diesem Schicksal
später noch etwas ändern kann. Schließlich nützt es einem Lungenkrebskranken auch
nichts mehr, wenn er zu Rauchen aufhört.

Aber der Erfolg von Jane Plant und die Lektüre eines weiteren Buchs, nämlich Maria
Rollingers ‚Milch besser nicht‘, hat mich zum Nachdenken gebracht.

Jane Plant vermutete, dass die Hormone und Wachstumsfaktoren in der Milch, die das
Wachstum von Kälbern bewirken sollen, auch Brustkrebszellen zum Wachstum anregen.
Das ist es vielleicht aber nicht der einzige Grund für den Erfolg ihrer milchfreien Diät. Wie
Maria Rollinger beschreibt, haben auch noch einige andere Veränderungen der
Milchproduktion stattgefunden, die sich sehr ungünstig auf das Wachstum von Brust- und
Prostatakrebszellen auswirken könnten, insbesondere das Melken von schwangeren Kühen.

Deshalb würde ich empfehlen, beide Bücher zu lesen und sich dann zu überlegen, ob man
Jane Plant’s Diät anwenden möchte.

Dabei sollte man bedenken, dass Brustkrebs nicht gleich Brustkrebs ist. Es gibt erbliche
und epidemische Formen und viele weitere Untergruppen. Vielleicht hatte Jane Plant
Glück, dass ihre Brustkrebszellen durch einen Mangel an Milchhormonen zugrunde
gingen. Das muss nicht bei jeder Frau so sein. Aber gerade wenn man Metastasen hat, kann

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man, ohne sich in Gefahr zu bringen, versuchen, ob man von dieser Diät profitiert.

Und so kann man in dem Buch einen LICHTBLICK in der immer noch düsteren Situation
von Frauen mit metastasierendem Brustkrebs sehen, der weder Leib noch Brieftasche in
Gefahr bringt und dessen Chancen man in Betracht ziehen kann.

Text im Archiv der Library of Congress: http://web.archive.org/web/*/http://www.erieping.de/jane_a._plant_kritik.htm

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