Sie sind auf Seite 1von 28
Schlafhorst TexLab Leistungskatalog

Schlafhorst TexLab Leistungskatalog

Copyright:

Alle Rechte vorbehalten. Ohne ausdrückliche Genehmi- gung von Schlafhorst TexLab ist es nicht gestattet, dieses Buch oder Teile daraus in irgendeiner Form zu vervielfälti- gen.

Dipl.-Ing. Iris Biermann Telefon: +49 - (0) 2161 - 28 23 29 Telefax: +49 - (0) 2161 - 28 30 84 texlab@schlafhorst.de

Gültig ab:

Oktober 2002

Inhalt

1.

Allgemeines

4

1.1

Das Textilprüflaboratorium

4

1.2

Akkreditierung des Textillaboratoriums

4

1.2.1

Akkreditierungsurkunde

5

1.3

Allgemeine Geschäftsbedingungen

5/6

2.

Textile Prüfung an Fasern in Flocken- oder Bandform

2.1

Micronaire, Reifegrad und Feinheit von Baumwollfasern (FMT 2)

7

2.2

Gravimetrische Prüfung des Trash- und Staubanteils (MDTA 3)

7

2.3

Bestimmung der Faserfestigkeit, Dehnung, Länge, Farbe, des Trashgehalts und des Micronaire-Wertes (HVI 900)

8

2.4

Bestimmung von Nissengehalt, Einzelfaser- länge und Trashgehalt (AFIS)

8

2.5

Prüfung der Klebeneigung von Baumwolle (SCT)

9

2.6

Nachweis von Cavitomabefall

9

2.7

Bestimmung der Bündelfestigkeit und -dehnung (Stelometer)

10

2.8

Faseridentifizierung

10

3.

Textile Prüfung an Faserbändern/Lunten

3.1

Bestimmung der Vorgarn/Faserbandfeinheit

11

3.2

Bestimmung der Bandungleichmäßigkeit (Uster Tester 4)

11

3.3

Haftgleittest an Faserbändern (Statimat ME)

12

4.

Textile Prüfung an Garnen

4.1

Bestimmung der Garnungleichmäßigkeit (optisch sowie kapazitiv), der Imperfektionen, der Garndichte sowie der Garnrundheit (Uster Tester 4)

13

4.2

Visuelle Bestimmung der Ungleichmäßigkeit von Garnen und Zwirnen (Garntafel)

13

4.3

Bestimmung der Feinheit von Garnen und Zwirnen (Uster Tester 4, F-Modul)

14

4.4

Bestimmung der Feinheit von Garnen und Zwirnen, entnommen aus der textilen Fläche

14

4.5

Bestimmung der Garnhaarigkeit (Uster Tester 4, H-Modul)

15

4.6

Bestimmung der Garnhaarigkeit (Zweigle Haarigkeitsprüfer G565)

15

4.7

Einfacher Zugversuch an Garnen und Zwirnen (Uster Tensorapid 3 und Statimat ME)

16

4.8

Bestimmung des zugelastischen Verhaltens an Garnen und Zwirnen (Statimat ME)

16

4.9

Hochgeschwindigkeitszugversuch an Garnen und Zwirnen (Uster Tensojet)

17

4.10

Bestimmung der Drehung an Garnen und Zwirnen (Zweigle Drehungsautomat D302)

17

4.11

Bestimmung der Drehung an Garnen und Zwirnen, entnommen aus der textilen Fläche

18

4.12

Bestimmung des Garnreibwertes (Schlafhorst Reibwertwaage)

18

4.13

Bestimmung der Abriebneigung eines Garnes (Zweigle Staff Tester G555)

19

4.14

Bestimmung der Kringelneigung von Garnen, Torque-Test

19

4.15

Bestimmung der Bauchbindenanzahl eines Rotorgarnes

20

4.16

Bestimmung des Garnherstellungsverfahrens (Makroskop)

20

4.17

Klassierung von Garnfehlern (Uster Classimat 2)

21

4.18

Gewebe und Gestricksimulationen (OASYS)

21

5.

Textile Prüfungen an textilen Flächengebilden

5.1

Streifenverzug an textilen Flächengebilden (Statimat ME)

22

5.2

Bestimmung des zugelastischen Verhaltens von textilen Flächengebilden (Statimat ME)

22

5.3

Bestimmung des Weiterreißverhaltens textiler Flächengebilde; Schenkelversuch (Statimat ME)

23

5.4

Bestimmung des Flächengewichtes

23

5.5

Bestimmung der Fadendichte

24

5.6

Bestimmung der Gewebebindung

24

5.7

Bestimmung der Maßstabilität von Textilien

25

5.8

Bestimmung der Farbechtheit von Färbungen und Drucken

25

6.

Spezielle Prüfungen an Fasern, Garnen, Flächen und Hilfsmitteln

6.1

Paraffinuntersuchungen

26

6.2

Spulendichte

26

1. Allgemeines

Schlafhorst produziert Rotorspinnmaschinen und Spulma- schinen. Rotorspinnmaschinen dienen der Produktion von Garnen aus natürlichen und synthetischen textilen Fasern, während die Spulmaschinen bereits fertig gesponnene Garne in weiterverarbeitungsgerechte Aufmachungsein- heiten überführen. Die Kernkompetenz von Schlafhorst liegt demnach nicht nur im Maschinenbau, sondern vor allem auch in der Verarbeitung von textilen Rohstoffen und in der Aufmachung des Halbfertigproduktes Garn. Die globale Textilindustrieproduktion für Bekleidung, Heimtextilien und technische Textilien bedient sich zum überwiegenden Teil des Halbfertigproduktes Garn und ausnahmslos des Rohstoffes Faser. Die physikalischen und chemischen Eigenschaften der textilen Rohstoffe und die technologischen Kennwerte von Garn und textilen Flächengebilden bestimmen den Gebrauchswert eines textilen Fertigartikels beim Konsumenten.

1.1 Das Textilprüflaboratorium

Schlafhorst verfügt zur Sicherstellung dieser Kernkompe- tenz über ein personell und apparativ erstklassig ausge- stattetes textiles Prüflaboratorium, dessen Aufgaben sich wie folgt untergliedern:

Prüfung von Fasern, Garnen, textilen Flächengebilden und textilen Fertigprodukten:

• zur Unterstützung bei der Entwicklung von Textilmaschinen

• zur Optimierung von Kundenanwendungen in der Textilindustrie

• als Dienstleistung für die Textilindustrie

In diesem Rahmen werden ca. 30.000 Aufmachungsein- heiten von Garnen, ca. 1.000 Proben von Faserstoffen und eine hohe Anzahl von Flächengebilden und textilen Fertigprodukten im Labor pro Jahr geprüft.

Die Prüfungen finden in den klimatisierten Prüfräumen im Normklima 65 % Luftfeuchte und 20 °C Lufttemperatur statt. Das Klima ist absolut konstant. Damit ist der Ver- gleich der Prüfergebnisse mit Laboratorien in aller Welt sicher gestellt.

TexLab verfügt über eine automatische Datenerfassung. Alle Prüfgeräte sind an ein Daten-Erfassungssystem ange- schlossen, so dass die Prüfabläufe optimiert und Übertra- gungsfehler ausgeschlossen sind. Die übersichtlichen Prüfberichte sind für den Kunden direkt verfügbar. Als zusätzlichen Service bietet TexLab die Übermittlung der Prüfberichte über Email an.

1.2 Akkreditierung des Textillaboratoriums

Das Schlafhorst Textillaboratorium wurde durch die DAP Deutsches Akkreditierungssystem Prüfwesen GmbH nach DIN EN ISO/IEC 17025:2000 für den Geltungsbereich:

"textil-physikalische Untersuchungen von Fasern, Faserbändern und Garnen und textilen Flächengebil- den"

unter der Registriernummer DAP-PL-2924.00 akkreditiert.

Durch die Akkreditierung ist das Schlafhorst Labor ein im Rahmen des EAL MLA (European cooperation for Accre- ditation for Laboratories Multilateral Agreement) europa- weit anerkanntes Textilprüflaboratorium, das von einer Akkreditierungsstelle bestätigt bekommt, kompetent zu sein, bestimmte Prüfungen unparteilich, unabhängig und integer durchzuführen. Dem Kunden wird somit von externer Stelle bestätigt, daß das Textilprüflaboratorium der Firma Schlafhorst im genannten Geltungsbereich kompetent ist, seine angebotenen Dienstleistungen durchzuführen. Die Definition von "Akkreditierung" nach DIN EN ISO/IEC 17025:2000 lautet:

"Formelle Anerkennung der Kompetenz eines Prüflabora- toriums, bestimmte Prüfungen oder Prüfungsarten auszu- führen".

der Kompetenz eines Prüflabora- toriums, bestimmte Prüfungen oder Prüfungsarten auszu- führen". DAP -PL-2924.00 4

DAP -PL-2924.00

1.2.1

Akkreditierungsurkunde

1.2.1 Akkreditierungsurkunde 1 . 3 A l l g e m e i n e Geschäftsbedingungen

1.3

Allgemeine

Geschäftsbedingungen

1.3.1 Inhalt des Vertrages

Für den Inhalt des Vertrages sind unsere schriftliche Auf- tragsbestätigung und die hier niedergelegten Bedingun- gen maßgebend. Haben wir ein schriftliches Angebot abgegeben und nimmt der Auftraggeber es fristgemäß, auch formlos, an, so wird dieses Angebot samt unserer Bedingungen zum Inhalt des Vertrages. Nebenabreden

und Änderungen bedürfen unserer schriftlichen Bestäti- gung. Das Vorstehende gilt auch dann, wenn der Auf- traggeber uns den erteilten Auftrag bestätigt. Maßge- bend bleiben unsere Bedingungen.

1.3.2 Durchführung des Auftrages

Die in Auftrag gegebenen Prüfungen werden vom Schlaf- horst TexLab entsprechend den im jeweils gültigen Lei- stungskatalog festgelegten Prüfparametern (Normengrundlage, Versuchsumfang usw.) durchgeführt, soweit nichts Abweichendes zwischen den Vertragspartei- en schriftlich vereinbart worden ist. Der Leistungskatalog ist jederzeit einsehbar oder kann vom Auftraggeber ange- fordert werden. Das Schlafhorst TexLab kann die Prüfung ausdehnen oder einschränken, wenn dies zur einwand- freien Durchführung der einzelnen Prüfung erforderlich erscheint. Muß der Prüfumfang aus statistischen Gründen erhöht werden und steigen aus diesem Grund die Prüfko- sten um mehr als 25 %, ist das Schlafhorst TexLab ver- pflichtet, den Auftraggeber hierüber zu informieren und dessen Einverständnis einzuholen.

1.3.3 Prüfmaterial

Das Prüfmaterial ist dem Schlafhorst TexLab frachtfrei zuzusenden. Die Kosten der Rücksendung gehen zu Lasten des Auftraggebers. Für den Transport übernimmt Schlafhorst TexLab keine Haftung. Für die Dauer der Auf- bewahrung des Prüfmaterials hat das Schlafhorst TexLab nur für diejenige Sorgfalt einzustehen, welche es in eige- nen Angelegenheiten anzuwenden pflegt. Das Schlafhorst TexLab ist berechtigt, über das bei der Prüfung verwende- te Prüfmaterial frei zu verfügen, soweit nicht etwas ande- res vereinbart ist. Das nicht gebrauchte Material geht in das Eigentum des Schlafhorst TexLab über, sofern nichts Gegenteiliges vereinbart ist.

1.3.4 Prüfergebnisse

Die Prüfergebnisse gelten nur für die untersuchte Probe. Mitgeteilte Prüfergebnisse sind nur dann rechtsverbind- lich, wenn sie unter Verwendung des hierfür vorgeschrie- benen amtlichen Vordruckes von Schlafhorst TexLab unterzeichnet worden ist.

1.3.5 Einwendungen gegen das mitgeteilte Prüfer-

gebnis Legt der Auftraggeber Einspruch gegen das mitgeteilte Prüfergebnis ein, wird Schlafhorst TexLab eine Nachprü- fung durchführen. Die Kosten hierfür trägt der Auftrag- geber, soweit das Prüfergebnis bestätigt wird. Anderen- falls wird der Prüfbericht kostenlos berichtigt. Einsprüche gegen das Prüfergebnis können nur innerhalb einer Frist

von 6 Monaten, gerechnet ab dem Datum des Prüfbe- richts, geltend gemacht werden. Der Einspruch ist schrift- lich einzureichen. Für die Nachprüfung behält sich das Schlafhorst TexLab vor, eine Rückstellprobe des zu prüfen- den Materials einzulagern.

1.3.6 Haftung

Eine Haftung des Schlafhorst TexLab, gleich welcher Art und aus welchem Rechtsgrund sowie aus unerlaubter Handlung für die durch fehlerhafte Prüfungen und Prü- fungsergebnisse oder bei der Durchführung der Prüfung und Untersuchung verursachten Schäden ist ausgeschlos- sen. Dies gilt nicht, soweit Vorsatz oder grobe Fahrlässig- keit vorliegt. Es wird nur für solche Schäden gehaftet, deren Vorhandensein vom Auftraggeber nachgewiesen worden ist. Die Haftpflicht ist auf den Ersatz des unmit-

telbaren Schadens in Höhe von Euro 25.564 begrenzt, die durch Handlungen oder Unterlassungen im Zusammen- hang mit der Erfüllung des Auftrages verursacht worden sind. Die Ansprüche des Auftraggebers wegen nicht ord- nungsgemäßer Erfüllung des Auftrages sowie die Ansprüche auf Schadenersatz verjähren nach der Bestim- mung des § 638 BGB.

1.3.7 Preis und Zahlungsbedingungen

Es gelten die in der jeweils gültigen Preisliste des Schlaf- horst TexLab aufgeführten Preise, soweit zwischen den Parteien nichts abweichendes vereinbart worden ist. Die Preise sind pro Prüfung festgelegt. In Ausnahmefällen, welche aus der Preisliste hervorgehen, sind die Preise auf eine Probe oder anderen Einheiten bezogen. Die Prüfbe- richterstellung ist im Preis enthalten. Alle angegebenen Preise verstehen sich ohne MwSt. Bei Prüfungen, die nach Aufwand berechnet werden, wird ein Stundensatz von Euro 71,58 pro Stunde zugrunde gelegt. Die Mindestprü- fungsgebühr für einen Auftrag beträgt Euro 51,13 ohne MwSt. Der Rechnungsbetrag ist sofort fällig und ohne Abzug innerhalb einer Frist von vier Wochen unter Anga- be der Rechnungsnummer an Schlafhorst TexLab zu über- weisen. Dies gilt auch dann, wenn der Auftraggeber gemäß Ziffer 1.3.5 gegen das mitgeteilte Prüfergebnis Einspruch eingelegt hat. Der Verzugszins beträgt 3 % über dem Diskontsatz der Deutschen Bundesbank.

1.3.8 Sonstiges

Der Prüfbericht darf nicht ohne schriftliche Genehmigung des Textillabors vollständig oder auszugsweise vervielfäl- tigt werden. Der Auftraggeber darf den vorliegenden Prüfbericht teilweise oder vollständig nicht für Werbe- zwecke nutzen, wenn die Stelle, die dem Textilprüfungs- labor der Firma Schlafhorst die Akkreditierung gewährlei- stet hat, Werbung als irreführend betrachtet. Die Akkredi- tierung des Textillabors bedeutet auf keinen Fall, daß die Stelle, die das Textillabor akkreditiert hat, die Prüfergeb- nisse akzeptiert, auf Richtigkeit geprüft oder in irgendei- ner Weise sonst gebilligt hat.

1.3.9 Gerichtsstand und Erfüllungsort

Erfüllungsort ist Mönchengladbach. Für Auftraggeber, die Kaufmänner, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder internationale Kunden ist der Gerichtsstand Mönchengladbach.

2. Textile Prüfung an Fasern in Flocken- oder Bandform

2. Textile Prüfung an Fasern in Flocken- oder Bandform 2.1 Micronaire, Reifegrad und Feinheit von Baumwollfasern

2.1 Micronaire, Reifegrad und Feinheit von Baumwollfasern (FMT 2)

Prüfgeräte:

• Shirley Fineness & Maturity Tester Series 2 (FMT 2)

• Faseraufbereitungs- und Reinigungsinstrumente, Zell- weger Uster MDTA 3

Prüfergebnisse:

• Micronaire-Wert (MIC)

• Faserfeinheit (dtex)

• Reifegradverhältnis (M)

• Prozentsatz der reifen Fasern (PM)

Probengröße:

• Benötigte Menge: ca. 30 g Rohmaterial

• Probenahme: 12 g aufbereitetes Material (3 Proben à 4 g ± 0,001 g)

Normative Grundlage:

• ASTM D 3818 - Standard Test Method for Linear Den- sity and Maturity Index of Cotton

• ISO 2403 - Textiles; Cotton, Fibres; Determination of micronaire value

• Interne Prüfvorschrift (LAA.P.14)

TexLab Prüfbedingungen:

• Schlafhorst setzt einen empirisch ermittelten Korrek- turfaktor je Materialvorlage (Flocke, Band) ein.

Anmerkungen:

Die Faserreife und Faserfeinheit geben Aufschluß über die Qualität des Baumwollrohstoffes in bezug auf die Verar- beitung, die Wahl der Spinnmittel und der Ausspinngren- ze.

Akkreditiertes Verfahren

und der Ausspinngren- ze. Akkreditiertes Verfahren 2.2 Gravimetrische Prüfung des Trash- und Staubanteils

2.2 Gravimetrische Prüfung des Trash- und Staubanteils (MDTA 3)

Prüfgeräte:

• Zellweger Uster MDTA 3 (Micro Dust and Trash Analy- ser 3)

Prüfergebnisse:

• Gewichtsbezogener Trashgehalt (%)

• Gewichtsbezogener Faserfragmentgehalt (%)

• Gewichtsbezogener Staubanteil (%)

Probengröße:

• Benötigte Menge: ca. 50 g Rohmaterial ca. 20 m Bandmaterial

• Probenahme: 2 mal 20 g Flockenmaterial, 10 m Band- material

Normative Grundlage:

• Interne Prüfvorschrift (LAA.P.17)

TexLab Prüfbedingungen:

• Filtergrössen: Staub 15µ, Faserfragment 500µ.

Anmerkungen:

Der Trash- und Staubanteil in der Baumwolle sind wichti- ge Parameter für die Ausspinnbarkeit des Rohstoffes. Die Fremdanteile in dem Fasermaterial können sich störend auf weitere Verarbeitungsprozesse auswirken. So kann Staub in der Rotorrille abgelegt zu einem Moiré-Effekt im Garn führen. Durch die Bestimmung der Anteilswerte in der Rohbaumwolle können in der Spinnereivorbereitung die Maschinen optimal zur Ausreinigung eingestellt wer- den. Durch Prüfung der Fasern in Flockenform oder als Kardenband kann festgestellt werden, inwieweit die Aus- reinigung des Fasermaterials bereits erfolgt ist.

Akkreditiertes Verfahren

2. Textile Prüfung an Fasern in Flocken- oder Bandform

2. Textile Prüfung an Fasern in Flocken- oder Bandform 2.3 Bestimmung der Festigkeit, Dehnung, Länge, Farbe,

2.3 Bestimmung der Festigkeit, Dehnung, Länge, Farbe, des Trashgehalts und Micronaire-Wertes (HVI 900)

Prüfgeräte:

• High Volume Instrument (HVI), Zellweger Uster AG

Prüfergebnisse:

• Uniformity Index (UI), Mean Length (ML) und Upper Half Mean (UHML)

• Faserfestigkeit in cN oder g • tex -1 (1/8 inch)

• Faserdehnung (%)

• Kraftdiagramm

• Micronaire-Wert (MIC)

• Reflexion, Helligkeit, Gelbheitsgrad

• Flächenanteil Schmutzpartikel (%), Anzahl Schmutztei- le, Verschmutzungscode

Probengröße:

• Benötigte Menge: ca. 30 g Rohmaterial, ca. 2 m Faserband

Normative Grundlage:

• ASTM D 4605 - Standard Test Method for Measure- ment of Cotton Fibers by High Volume Instruments

• Interne Prüfvorschrift (LAA.P.15) Baumwolle

• Interne Prüfvorschrift (LAA.P.51) Man-Made Fibre

TexLab Prüfbedingungen:

• HVICC Baumwoll Kalibrationsstandard

• Mit dem Man-Made Fibre Programm können syntheti- sche Fasern auf Länge, Festigkeit und Dehnung unter- sucht werden

Anmerkungen:

Aufgrund der Bestimmung der verschiedenen getesteten Parameter kann eine Aussage auf die Qualität der Fasern für die verschiedenen Verarbeitungsprozesse getroffen werden.

Akkreditiertes Verfahren

getroffen werden. Akkreditiertes Verfahren 2.4 Bestimmung von Nissengehalt, Einzel- faserlänge und

2.4 Bestimmung von Nissengehalt, Einzel- faserlänge und Trashgehalt (AFIS)

Prüfgeräte:

• Uster AFIS mit Multi-Data, Module für Länge, Nissen (N) sowie Trash (T), Zellweger Uster AG

Prüfergebnisse:

• Absolute und gewichtsbezogene Anzahl der Nissen

• Mittlere Größe der Nissen sowie Häufigkeitsverteilung der Nissengröße (µm)

• Mittlere Stapellänge und Upper-Quartile Staple (mm)

• Kurzfasergehalt

• Häufigkeitsverteilung gewichtsbezogener und anzahl- bezogener Stapellänge (mm)

• Anzahl der Trash- und Staubpartikel, Schmutzanteil

• Partikelgröße und -häufigkeit

Probengröße:

• Benötigte Menge: ca. 10 g Rohmaterial

• Probenahme: 10 mal 0,5 g Flocken bzw. Band- oder Flyerproben

Normative Grundlage:

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.16)

Anmerkungen:

Ziel dieses Verfahrens ist die Qualitätsüberwachung während des gesamten Öffnungs- und Reinigungsprozes- ses. Die ermittelten Werte ermöglichen Rückschlüsse auf die Kardierintensität, des Kardenverschleißes, die Streck- werkseinstellungen, die Überprüfung von Kämmvorgän- gen und der Vorlagen für die jeweiligen Spinnverfahren.

Akkreditiertes Verfahren

2. Textile Prüfung an Fasern in Flocken- oder Bandform

2. Textile Prüfung an Fasern in Flocken- oder Bandform 2.5 Prüfung der Klebeneigung von Baum- wolle
2. Textile Prüfung an Fasern in Flocken- oder Bandform 2.5 Prüfung der Klebeneigung von Baum- wolle

2.5 Prüfung der Klebeneigung von Baum- wolle (SCT)

Prüfgeräte:

• Graf/IRTC Sticky Cotton Thermodetector (SCT)

• Labormixer

Prüfergebnisse:

• Anzahl der Klebepunkte

• Klassifizierung der Klebrigkeit

Probengröße:

• Benötigte Menge: ca. 15 g Rohbaumwolle

• Probenahme: 3 mal 2,5 g ± 0,001 g Baumwolle

Normative Grundlage:

EN 248318 -

using a manual thermodetection device

Determination of cotton Fibre stickiness

• interne Prüfanweisung (LAA.P.13)

Anmerkungen:

Die Prüfung mit dem SCT ermöglicht die generelle Beur- teilung der Klebeneigung einer Baumwolle. Ursachen der Klebeneigung können physiologischer Zucker (Honigtau), Sekrete von Insekten, Samenkapselöl oder klebrige Fremdsubstanzen sein.

Akkreditiertes Verfahren

oder klebrige Fremdsubstanzen sein. Akkreditiertes Verfahren 2.6 Nachweis von Cavitomabefall Prüfgeräte: • Chemische
oder klebrige Fremdsubstanzen sein. Akkreditiertes Verfahren 2.6 Nachweis von Cavitomabefall Prüfgeräte: • Chemische
oder klebrige Fremdsubstanzen sein. Akkreditiertes Verfahren 2.6 Nachweis von Cavitomabefall Prüfgeräte: • Chemische

2.6 Nachweis von Cavitomabefall

Prüfgeräte:

• Chemische Prüfung mit einer Indikator-Lösung

Prüfergebnisse:

• Positiver oder negativer Befund, d. h., Nachweis bezie- hungsweise Nichtvorhandensein von Cavitoma

Probengröße:

• Benötigte Menge: ca. 10 g Baumwolle

Normative Grundlage:

• Interne Prüfvorschrift (LAA.P.19)

Anmerkungen:

Cavitoma ist die Folge eines Befalls mit Mikroorganismen, der sich unter bestimmten Witterungsbedingungen vor der Ernte oder durch unsachgemäße Lagerung einstellen kann. Durch Mikroorganismen zerstörte Zellulosestruktu- ren der Faser können zu einer Beeinträchtigung der Faser- festigkeit, der Faserlänge und der Farbstoffaffinität führen.

Akkreditiertes Verfahren

2. Textile Prüfung an Fasern in Flocken- oder Bandform

2. Textile Prüfung an Fasern in Flocken- oder Bandform 2.7 Bestimmung der Bündelfestigkeit und Dehnung (Stelometer)

2.7 Bestimmung der Bündelfestigkeit und Dehnung (Stelometer)

Prüfgeräte:

• Stelometer, Spinlab

Prüfergebnisse:

• Festigkeit (cN • tex -1 oder g• tex -1 )

• Dehnung (%)

Probengröße:

• Benötigte Menge: ca. 30 g Rohmaterial

• Prüfmenge: 10 Proben Prüfmaterial 10 Proben eines Referenzmaterials

Normative Grundlage:

• ASTM D 1445 - Standard Test Method for Breaking Strength and Elongation of Cotton Fibers (Flat Bundle Method)

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.23)

Anmerkungen:

Die Stelometerprüfung dient zur Feststellung der Bündel- festigkeit bei einer Einspannlänge von 1/8". Das Prüfgerät erlaubt, im Gegensatz zu der HVI Bündelfestigkeitsbe- stimmung, eine Messung von synthetischem und farbi- gem Fasermaterial.

Akkreditiertes Verfahren

und farbi- gem Fasermaterial. Akkreditiertes Verfahren 2.8 Faseridentifizierung Prüfgeräte: • Zeiss Mikroskop
und farbi- gem Fasermaterial. Akkreditiertes Verfahren 2.8 Faseridentifizierung Prüfgeräte: • Zeiss Mikroskop

2.8

Faseridentifizierung

Prüfgeräte:

• Zeiss Mikroskop mit optischem Zubehör, Videoanlage und Kameraadapter

• Axiovision, Bildverarbeitungsprogramm

Mikrotom, Leitz

Prüfergebnisse:

• Qualitative Bestimmung von textilen Fasern mittels Faserquerschnitten und/oder Faserlängsansichten

• Nachweis durch fotografische Dokumentationen

Probengröße:

• Benötigte Menge: eine geringe Fasermenge

Normative Grundlage:

• ISO 3696 - Water for analytical laboratory use, Specifi- cation and test methods

• DIN 60001-T01 - Textile Faserstoffe; Teil 1: Naturfa- sern und ihre Kurzzeichen

• DIN ISO 2076 - Textilien, Chemiefasern; Gattungsna- men und Kurzzeichen

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.18)

Anmerkungen:

Die Methoden und Vorgehensweisen bei der mikroskopi- schen Betrachtung und Identifizierung von Faserstoffen sind ebenso zahlreich und vielfältig wie die textilen Roh- stoffe selbst. Die Identifizierung erfolgt aufgrund der charakteristischen Erscheinungsbilder der Fasern, Reagen- zien, Färbetests.

Akkreditiertes Verfahren

3. Textile Prüfung an Faserbändern/Lunten

3. Textile Prüfung an Faserbändern/Lunten 3.1 Bestimmung der Vorgarn/Faserband- feinheit Prüfgeräte: • Zweigle

3.1 Bestimmung der Vorgarn/Faserband- feinheit

Prüfgeräte:

• Zweigle Bandweife L212

• Sartorius Textilwaage L2200

Prüfergebnisse:

• Vorgarn/Faserbandfeinheit in ktex

• Vorgarn/Faserbandfeinheit in Nm

Probengröße:

• Benötigte Menge:

in Nm Probengröße: • Benötigte Menge: 3.2 Bestimmung der Bandungleichmäßig- keit (Uster Tester

3.2 Bestimmung der Bandungleichmäßig- keit (Uster Tester 4)

Prüfgeräte:

• Uster Tester 4, Zellweger Uster AG

Prüfergebnisse:

• CV (%) bei 1 cm, 3 m , 10 m Schnittlänge (Schnittlänge = Meßlänge)

• Ungleichmäßigkeitsindex (I)

• Diagramm

Spektrogramm

Flyerlunten

ca. 220 m

Probengröße:

Bänder

ca. 20 m

• Benötigte Menge: 250 m

• Prüfmenge:

• Probenahme: 125 m Prüflänge

Flyerlunten

100 m

Bänder

10 m

Normative Grundlage:

Normative Grundlage:

• Vergleichend DIN EN ISO 2060 - Textilien; Garne von Aufmachungseinheiten; Bestimmung der Feinheit (Masse je Längeneinheit) durch Strangverfahren.

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.21)

Anmerkungen:

Die Bestimmung der Bandfeinheit ist wichtig zur Kontrolle von Karden und Strecken sowie für die Verzugseinstellun- gen an Flyern und Spinnmaschinen.

Akkreditiertes Verfahren

• DIN 53 817 T02 - Bestimmung der Ungleichmäßigkeit an Faserbändern, Garnen und Zwirnen; kapazitives Meßverfahren

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.05)

TexLab Prüfbedingungen:

• Prüfzeit: 5 min

• Prüfgeschwindigkeit: 5 m • min -1

Anmerkungen:

Die Qualität der gesponnenen Garne wird u. a. durch die Gleichmäßigkeit des Vorlagebandes beeinflußt. Die Bestimmung der Bandungleichmäßigkeit stellt eine Kon- trolle der Karden- bzw. der Streckenregulierung dar.

Akkreditiertes Verfahren

3. Textile Prüfung an Faserbändern/Lunten

3. Textile Prüfung an Faserbändern/Lunten 3.3 Haftgleittest an Faserbändern (Statimat ME) Prüfgeräte: •

3.3 Haftgleittest an Faserbändern (Statimat ME)

Prüfgeräte:

• Automatisches Zugprüfgerät Statimat ME, Textechno H. Stein

• Mahlo-Feuchtigkeitsmeßgerät

Prüfergebnisse:

• Höchstzugkraft (cN)

• Höchstzugkraft-Dehnung (%)

• Haftlänge (m)

• Reißarbeit (N • cm)

• Haftgleitkurve

Probengröße:

• Benötigte Menge: ca. 20 m

• Probenahme: 10 Proben à 1 m

Normative Grundlage:

• Interne Prüfanleitung (LAA.P.02)

TexLab Prüfbedingungen:

• Einspannlänge: 3 mal Faserlänge

• Prüfgeschwindigkeit: 20 m • min -1

Anmerkungen:

Der Haftgleittest dient der Ermittlung der Haftlänge, der Höchstzugkraft und der Höchstzugkraft-Dehnung von textilen Vorlagebändern (Streckenbändern, Kardenbän- dern). Die Größen sowie das Haftgleitdiagramm sind wichtige Parameter für den Ausspinnprozeß.

Akkreditiertes Verfahren

4. Textile Prüfung an Garnen

4. Textile Prüfung an Garnen 4.1 Bestimmung der Garnungleichmäßig- keit (optisch sowie kapazitiv), der Imperfektionen,

4.1 Bestimmung der Garnungleichmäßig- keit (optisch sowie kapazitiv), der Imperfektionen, der Garndichte sowie der Garnrundheit (Uster Tester 4)

Prüfgeräte:

• Uster Tester 4, Zellweger Uster AG

Prüfergebnisse:

• Kapazitive Garnungleichmäßigkeit CV (%)

• Dickstellen (+50 %) • km -1

• Dünnstellen (-50 %) • km -1

• Nissen (+200 %, +280 %) • km -1

• Optischer Garndurchmesser und dessen Variation bei den Schnittlängen 0,3 mm und 8 mm

• Garndichte

• Garnrundheit

• Spektrogramm der Ungleichmäßigkeit (optisch sowie kapazitiv) Von allen Meßergebnissen werden die Standardabwei- chung und der Variationskoeffizient angegeben.

Probengröße:

• Benötigte Menge: 1.200 m

• Probenahme: mind. 5 Aufmachungseinheiten 1.000 m Prüflänge

Normative Grundlage:

• DIN 53 817 T02: Bestimmung der Ungleichmäßigkeit an Faserbändern und Garnen; kapazitives Meßverfah- ren

• Interne Prüfvorschrift (LAA.P.05 und LAA.P.48)

TexLab Prüfbedingungen:

• Prüfgeschwindigkeit: 400 m • min -1

Anmerkungen:

Die Gleichmäßigkeit eines Garnes beeinflußt u. a. das gleichmäßige Warenbild des späteren textilen Flächenge- bildes.

Akkreditiertes Verfahren

textilen Flächenge- bildes. Akkreditiertes Verfahren 4.2 Visuelle Bestimmung der Ungleichmäßigkeit von Garnen

4.2 Visuelle Bestimmung der Ungleichmäßigkeit von Garnen und Zwirnen (Garntafel)

Prüfgeräte:

• Garnlängenmäßigkeitsprüfer G552, Zweigle

Prüfergebnisse:

• Garnschautafel

• Klassifizierung nach den Denkendorfer Garnstandards oder den ASTM Yarn Appearance Standards

Probengröße:

• Benötigte Menge: ca. 500 m

Normative Grundlage:

• ASTM D 2255 - Standard Test Method for Grading Spun Yarns for Appearence

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.37)

Anmerkungen:

Garnschautafeln ermöglichen eine visuelle Beurteilung der Garne. Die Klassifizierung erlaubt, je nach Garnan- wendung, eine weitere Aussage neben der apparativ gemessenen Ungleichmäßigkeitsbeurteilung.

Akkreditiertes Verfahren

4. Textile Prüfung an Garnen

4. Textile Prüfung an Garnen 4.3 Bestimmung der Feinheit von Garnen und Zwirnen (Uster Tester 4,

4.3 Bestimmung der Feinheit von Garnen und Zwirnen (Uster Tester 4, F-Modul)

Prüfgeräte:

• Uster Tester 4, F-Modul, Zellweger Uster AG

Prüfergebnisse:

• Garnfeinheit (dtex)

Von allen ermittelten Meßwerten werden die Standardab- weichung und der Variationskoeffizient angegeben.

Probengröße:

• Benötigte Menge: die Prüfung findet parallel zur Ungleichmäßigkeitsbestimmung statt

• Probenahme: mind. 5 Aufmachungenseinheiten 100 m Prüflänge

Normative Grundlage:

• DIN EN ISO 2060 - Textilien; Garne von Aufmachungs- einheiten; Bestimmung der Feinheit (Masse je Län- geneinheit) durch Strangverfahren

• Interne Prüfvorschrift (LAA.P.05)

• Interne Prüfvorschrift (LAA.P.48)

TexLab Prüfbedingungen:

• 100m je Aufmachungseinheit

• Anzahl der Stichproben = Anzahl der Aufmachungs- einheiten

Anmerkungen:

Feinheitsbestimmungen an einfachen Garnen und Zwir- nen werden durch Feststellung des Quotienten von Länge und Masse an einem bestimmten Prüfabschnitt durchge- führt. Das Ergebnis wird Ist-Feinheit genannt, die sich von der Nenn-Feinheit im Toleranzbereich unterscheiden kann.

Akkreditiertes Verfahren

Toleranzbereich unterscheiden kann. Akkreditiertes Verfahren 4.4 Bestimmung der Feinheit von Garnen und Zwirnen,

4.4 Bestimmung der Feinheit von Garnen und Zwirnen, entnommen aus der tex- tilen Fläche

Prüfgeräte:

• Analysewaage

• Maßstab

Prüfergebnisse:

• Garnfeinheit (dtex)

Von allen ermittelten Meßwerten werden die Standardab- weichung und der Variationskoeffizient angegeben.

Probengröße:

• Benötigte Menge: 1 lfd. m textile Fläche

• Probenahme: mind. 20 Proben, 500 mm Prüflänge pro Probe

Normative Grundlage:

• DIN 53 830 T03 - Bestimmung der Feinheit von Gar- nen und Zwirnen; einfache Garne und Zwirne; textu- rierte Garne; Abschnittverfahren

• DIN 53 830 T04 - Bestimmung der Feinheit von Gar- nen und Zwirnen; einfache Garne und Zwirne; Elasto- garne; einschließlich Umwindegarne aus Eslastofasern; Abschnittverfahren

• Interne Prüfvorschrift (LAA.P.41)

Anmerkungen:

Feinheitsbestimmungen an einfachen Garnen und Zwir- nen werden durch Feststellung des Quotienten von Länge und Masse an einem bestimmten Prüfabschnitt durchge- führt. Die Garnabschnitte werden aus der textilen Fläche vorsichtig zur Analyse herausgelöst.

Akkreditiertes Verfahren

4. Textile Prüfung an Garnen

4. Textile Prüfung an Garnen 4.5 Bestimmung der Garnhaarigkeit (Uster Tester 4, H-Module) Prüfgeräte: • Uster

4.5 Bestimmung der Garnhaarigkeit (Uster Tester 4, H-Module)

Prüfgeräte:

• Uster Tester 4, H-Module, Zellweger Uster AG

Prüfergebnisse:

• Uster Haarigkeit (H)

• Standardabweichung der Haarigkeit (sh)

Von allen Meßwerten werden die Standardabweichung und der Variationskoeffizent angegeben.

Probengröße:

• Benötigte Menge: die Prüfung findet parallel zur Ungleichmäßigkeitsbestimmung statt

• Probenahme: mind. 5 Aufmachungseinheiten, 1 Prüfung je Aufmachungseinheit, 1.000 m Prüflänge

Normative Grundlage:

• Interne Prüfvorschrift (LAA.P.05)

• Interne Prüfvorschrift (LAA.P.48)

Anmerkungen:

Die Garnhaarigkeit ist ein wichtiges Kriterium für die Weiterverarbeitung, z. B. ist die Anzahl der Rauhpassagen der textilen Fläche in der Veredlung von der Haarigkeit des Garnes abhängig. So gibt die Haarigkeit Auskunft über den Charakter des späteren Fertigproduktes (Griff, Fülligkeit usw.).

Akkreditiertes Verfahren

(Griff, Fülligkeit usw.). Akkreditiertes Verfahren 4.6 Bestimmung der Garnhaarigkeit (Zweigle

4.6 Bestimmung der Garnhaarigkeit (Zweigle Haarigkeitsprüfer G565)

Prüfgeräte:

• Haarigkeitsprüfgerät G 565, Zweigle

Prüfergebnisse:

• S3 Wert • km Garn -1 (S3 = Anzahl Fasern, die 3 mm und länger von der Fadenachse abstehen)

• Anzahl Fasern von bis zu zwölf Längenklassen (1 - 25 mm) • km Garn -1

• Variationskoeffizient

Probengröße:

• Benötigte Menge: ca. 300 m

• Probenahme: mind. 5 Aufmachungseinheiten 200 m Prüflänge

Normative Grundlage:

• Interne Prüfvorschrift (LAA.P.09)

TexLab Prüfbedingungen:

• Vorspannkraft 4-5 cN

Anmerkungen:

Feinheitsbestimmungen an einfachen Garnen und Zwir- nen werden durch Feststellung des Quotienten von Länge und Masse an einem bestimmten Prüfabschnitt durchge- führt. Das Ergebnis wird Ist-Feinheit genannt, die sich von der Nenn-Feinheit im Toleranzbereich unterscheiden kann.

Akkreditiertes Verfahren

4. Textile Prüfung an Garnen

4. Textile Prüfung an Garnen 4.7 Einfacher Zugversuch an Garnen und Zwirnen (Uster Tensorapid und Stati-

4.7 Einfacher Zugversuch an Garnen und Zwirnen (Uster Tensorapid und Stati- mat ME)

Prüfgeräte:

• Statimat ME, Textechno H. Stein

• Tensorapid, Zellweger Uster AG

Prüfergebnisse:

• Höchstzugkraft (cN oder N)

• Höchstzugkraft-Dehnung (%)

• Feinheitsbezogene Höchstzugkraft (cN • tex -1 )

• Reißarbeit (cN • cm)

• Strichdiagramm

• Kraft-Dehnungsdiagramme (auf Anfrage)

Von allen Meßwerten werden der Variationskoeffizient und der Vertrauensbereich sowie die Minimum- und Maximumwerte angegeben.

Probengröße:

• Benötigte Menge: 100 m

• Probenahme: mind. 5 Aufmachungseinheiten, 100 Werte pro Aufmachungseinheit, 0,5 m mal 100 Werte = 50 m Prüflänge

Normative Grundlage:

• ISO 2062 - Textiles; Yarn from packages; Determination of single-end breaking force and elongation at break

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.01)

TexLab Prüfbedingungen:

• Prüfgeschwindigkeit: 5 m • min -1

Anmerkungen:

Die Kenntnis der Höchstzugkraft und Höchstzugkraft- Dehnung eines Garnes liefert wertvolle Informationen für die Weiterverarbeitung eines Garnes, z. B. hinsichtlich der zu erwartenden Garnbeanspruchung und Stillstandshäu- figkeiten der Maschinen infolge von Fadenbrüchen.

Akkreditiertes Verfahren

infolge von Fadenbrüchen. Akkreditiertes Verfahren 4.8 Bestimmung des zugelastischen Verhaltens an Garnen und

4.8 Bestimmung des zugelastischen Verhaltens an Garnen und Zwirnen (Statimat ME)

Prüfgeräte:

• Statimat ME, Textechno H. Stein

Prüfergebnisse:

• Kraft-Dehnungsdiagramm der Kraftspiele

• Gesamt- und Restdehnung (%)

• Elastische Dehnung und Dehnungsverhältnis (%)

Es wird der Variationskoeffizient, die Standardabwei- chung, der Minimum- und Maximumwert angegeben.

Probengröße:

• Benötigte Menge: 10 m

• Probenahme: mind. 5 Aufmachungseinheiten, 10 Wer- te/Aufmachungseinheit, 10 Kraftspiele pro Versuch, 0,5 m mal 10 = 5 m Prüflänge

Normative Grundlage:

• DIN 53835-T02 - Prüfung des zugelastichen Verhaltens von Garnen und Zwirnen; von Endlosgarnen aus Elato- fasern bei mehrmaliger Zugbeanspruchung zwischen konstanten Dehngrenzen

• DIN 53835-T03 - Prüfung von Textilien und des zuge- lastichen Verhaltens; Garne und Zwirne; einmalige Zugbeanspruchung zwischen konstanten Dehngrenzen

• DIN 53835-T04 - Prüfung von Textilien und des zuge- lastichen Verhaltens; Garne und Zwirne; einmalige Zugbeanspruchung zwischen konstanten Kraftgrenzen

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.08)

TexLab Prüfbedingungen:

• Vorspannkraft: 0,3 cN • tex -1

• Geschwindigkeit: je nach angewendeter Norm

Anmerkungen:

Textile Flächen aus Garnen mit schlechtem zugelastischem Verhalten haben schlechte Gebrauchs- bzw. Trageeigen- schaften. Auf dem technischen Sektor sind sie unbrauchbar.

Akkreditiertes Verfahren

4. Textile Prüfung an Garnen

4. Textile Prüfung an Garnen 4.9 Hochgeschwindigkeitszugversuche an Garnen (Uster Tensojet) Prüfgeräte: • Tensojet,

4.9 Hochgeschwindigkeitszugversuche an Garnen (Uster Tensojet)

Prüfgeräte:

• Tensojet, Zellweger Uster AG

Prüfergebnisse:

• Strichdiagramm, Histogramm, Streudiagramm der Höchstzugkraft-Dehnung und der Höchstzugkraft

• Höchstzugkraft (cN)

• Höchstzugkraft-Dehnung (%)

• Feinheitsbezogene Höchstzugkraft (cN • tex -1 )

• Reißarbeit (cN • cm)

• Perzentilwerte (Verteilung der Testwerte in Prozent- klassen) Von allen Meßwerten wird der Variationskoeffizient, die Standardabweichung, der Vertrauensbereich und der Minimum- und Maximumwert angegeben.

Probengröße:

• Benötigte Menge: 8.000 m

• Probenahme: die Zahl der Aufmachungseinheiten rich- tet sich nach der Aufgabenstellung 10.000 Werte pro Aufmachungseinheit Prüflänge 0,5 m mal 10.000 Werte = 5.000 m

Normative Grundlage:

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.04)

TexLab Prüfbedingungen:

• Prüfgeschwindigkeit: 400 m • min -1 , eine Selektion der Bruchenden einer Schwachstelle ist möglich

Anmerkungen:

Der Tensojet ermittelt die Höchstzugkraft und die Höchst- zugkraft-Dehnung an Garnen und Zwirnen bei praxisna- hen Eintragsgeschwindigkeiten in den Webereien. So ist es möglich, in kürzester Zeit von Garnkörpern Bereichs- aussagen auszusprechen. Langwellige periodische Fehler oder sich schleichend verändernde Meßgrößen innerhalb einer Spule können aufgezeigt werden.

Akkreditiertes Verfahren

Spule können aufgezeigt werden. Akkreditiertes Verfahren 4.10 Bestimmung der Drehung an Garnen und Zwirnen (Zweigle

4.10 Bestimmung der Drehung an Garnen und Zwirnen (Zweigle Drehungsauto- mat D302)

Prüfgeräte:

• Drehungsautomat D 302, Zweigle

Prüfergebnisse:

• Drehungen (T • m -1 )

• Drehungsdifferenz (T)

• Drehungsbeiwert (α)

Von allen Meßwerten wird der Variationskoeffizient, der Vertrauensbereich, die Standardabweichung und der Minimum- und Maximumwert angegeben.

Prüfgröße:

• Benötigte Menge: 200 m

• Probenahme: mind. 5 Aufmachungseinheiten 20 Test pro Aufmachungseinheit Prüflänge 0,5 m mal 20 Werte = 100 m

Normative Grundlage:

• DIN EN ISO 2061 - Textilien; Bestimmung der Drehung von Garnen; direktes Zählverfahren

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.03), Spannungsfühler- verfahren

TexLab Prüfbedingungen:

• Vorspannkraft:

Ringgarn 0,5 cN • tex -1 OE-Garn 0,6 cN • tex -1

Anmerkungen:

Das anzuwendende Prüfverfahren richtet sich nach der Art und Beschaffenheit des Prüfgutes. Die Anzahl der Drehungen beeinflußt die technologischen Eigenschaften der Garne, wie z. B. Festigkeit, Elastizität, Aussehen, Glätte, Fülligkeit und Schmiegsamkeit.

Akkreditiertes Verfahren

4. Textile Prüfung an Garnen

Spannungsfühlerverfahren

¼ Schleiflänge Aufdrehverfahren
¼ Schleiflänge
Aufdrehverfahren

4.11 Bestimmung der Drehung an Garnen und Zwirnen, entnommen aus der tex- tilen Fläche

Prüfgeräte:

• Drehungsprüfer, Zweigle

Prüfergebnisse:

• Drehungen (T • m -1 )

Von allen Meßgrößen wird der Variationskoeffizient, der Vertrauensbereich, die Standardabweichung und der Minimum- und Maximumwert angegeben.

Prüfgröße:

• Benötigte Menge: ca. 1 lfd. m textile Fläche

• Probenahme: 20 Proben; 500 mm Prüflänge pro Probe

Normative Grundlage:

• DIN

EN ISO 2061 - Textilien; Bestimmung der Dre-

hung von Garnen; direktes Zählverfahren

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.36)

Anmerkungen:

Die Prüfabschnitte zur Bestimmung der Garndrehung werden vorsichtig aus der textilen Fläche entnommen.

Akkreditiertes Verfahren

aus der textilen Fläche entnommen. Akkreditiertes Verfahren 4.12 Bestimmung des Garnreibwertes (Schlafhorst

4.12 Bestimmung des Garnreibwertes (Schlafhorst Reibwertwaage)

Prüfgeräte:

• Schlafhorst Reibwertwaage, Textechno H. Stein

Prüfergebnisse:

• Diagramm des Reibungskoeffizienten µ bei 1 cN Einlaufspannung

• Diagramm des Reibungskoeffizienten µ bei 4,5 cN Einlaufspannung

Probengröße:

• Benötigte Menge: siehe Probenahme

• Probenahme: Kops: volle Kopslänge; Kreuzspule:

mind. eine Kopslänge; OE-Garne: nach Vereinbarung

Normative Grundlage:

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.10)

Anmerkungen:

Die Prüfung dient der Bestimmung des Reibwertes von Garnen gegen polierten Stahl. So ist es möglich, den Paraffiniereffekt zu kontrollieren.

Akkreditiertes Verfahren

4. Textile Prüfung an Garnen

4. Textile Prüfung an Garnen 4.13 Bestimmung der Abriebneigung eines Garnes (Zweigle Staff Tester G 555)

4.13 Bestimmung der Abriebneigung eines Garnes (Zweigle Staff Tester G 555)

Prüfgeräte:

• Zweigle Staff Tester G 555

• Sartorius Analysewaage

Prüfergebnisse:

• Staff-Wert (mg Abrieb pro 10 g Garn)

Von der Meßgröße wird der Variationskoeffizient, der Vertrauensbereich und der Minimum- und Maximumwert angegeben.

Probengröße:

• Benötigte Menge: max. 700 m

• Probenahme: mind. 5 Aufmachungseinheiten pro Prü- fung Prüflänge; je nach Garnfeinheit, max. 500 m

Normative Grundlage:

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.11)

TexLab Prüfbedingungen:

• Vorspannkraft: 4-5 cN

Anmerkungen:

Diese Prüfung wird überwiegend an Chemiefasergarnen durchgeführt, um zu überprüfen, ob eine mechanische Beeinflussung während des Spinnprozesses auf die Faser stattgefunden hat bzw. ob mit einer hohen Verstaubung während des Weiterverarbeitungsprozesses zu rechnen ist.

Akkreditiertes Verfahren

zu rechnen ist. Akkreditiertes Verfahren 4.14 Bestimmung der Kringelneigung von Garnen, Torque-Test

4.14 Bestimmung der Kringelneigung von Garnen, Torque-Test

Prüfgeräte:

• Garnweife (1,5 Yards)

• Stativ

• Gewichtsringe

Prüfergebnisse:

• Anzahl Drehungen zur Bestimmung von evtl. Problem- faktoren in der Weiterverarbeitung

Probengröße:

• Benötigte Menge: 300 m pro Aufmachungseinheit

• Probenahme: 2 Aufmachungseinheiten je Prüfmaterial Prüfgröße:

< Nm 25 = 80 Windungen in 1,5 Yards > Nm 25 = 160 Windungen von 1,5 Yards

Normative Grundlage:

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.32)

Anmerkungen:

Die Bestimmung der Kringelneigung eines Garnes ist wichtig für die Beurteilung der Verarbeitbarkeit von Gar- nen in Webereien, Strickereien und in der Ausrüstung (z. B. Ballwarp-Verfahren). Eine hohe Kringelneigung während des Verarbeitungsprozesses kann zu einer erhöhten Fadenbruchzahl führen.

Akkreditiertes Verfahren

4. Textile Prüfung an Garnen

4. Textile Prüfung an Garnen 4.15 Bestimmung der Bauchbindenanzahl eines Rotorgarnes Prüfgeräte: • Garnanalysegerät

4.15 Bestimmung der Bauchbindenanzahl eines Rotorgarnes

Prüfgeräte:

• Garnanalysegerät GAG, Technische Hochschule Aachen

Prüfergebnisse:

• Zum Öffnen erforderliche Drehungen (T • m -1 )

• Längenänderung beim Aufdrehen

• Durchschnittliche Mittelwerte des Durchmessers vor und nach dem Aufdrehen

• Anzahl der Einschnürungen pro Prüflänge

• Anzahl der Einschnürungen insgesamt und Länge der Einschnürungen

• Prozentualer Anteil von Einschnürungen

• Gesamtlänge aller Einschnürungen (mm)

Von allen Größen wird die Standardabweichung, der Variationskoeffizient und der Verbrauchsbereich angege- ben.

Prüfgröße:

• Benötigte Menge: 10 m

• Probenahme: 10 Werte pro Aufmachungseinheit 0,5 m mal 10 Werte = 5 m Prüflänge

Normative Grundlage:

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.24)

Anmerkungen:

Die Anzahl der Bauchbinden im Garn beeinflußt im wesentlichen das Öffnungsverhalten des Garnes im Wei- terverarbeitungsprozeß.

Akkreditiertes Verfahren

im Wei- terverarbeitungsprozeß. Akkreditiertes Verfahren Ringgarn Rotorgarn 4.16 Bestimmung des Garnherstellungsver-

Ringgarn

Rotorgarn

4.16 Bestimmung des Garnherstellungsver- fahrens (Makroskop)

Prüfgeräte:

• Makroskop, Wilde

Prüfergebnisse:

• Garnherstellungsverfahren (z. B. Ring-, Rotorgarn usw.)

Prüfgröße:

• Benötigte Menge: ca. 10 m

Normative Grundlage:

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.76)

Anmerkungen:

Die verschiedenen Spinnverfahren weisen typische für die Garne charakteristische Oberflächenstrukturen auf.

Akkreditiertes Verfahren

4. Textile Prüfung an Garnen

Fehlerquerschnitt

Fehlerquerschnitt Fehlerlänge (cm)

Fehlerlänge (cm)

4.17 Klassierung von Garnfehlern (Uster Classimat 2)

Prüfgeräte:

• Uster Classimat 2, Zellweger Uster AG

Prüfergebnisse:

• Klassifizierungsausdruck

• Klassifizierungsmatrix

• Karton mit Garnfehler

• Klassengrenzen

Prüfgröße:

• Benötigte Menge: mind. 100.000 m

Normative Grundlage:

• Interne Prüfvorschrift (LAA.P.20)

Anmerkungen:

Die Prüfung dient zur Klassierung von seltenen Garnfeh- lern. Der Uster Classimat 2 ermöglicht das Auffinden und Herausschneiden von Fehlerstellen, so daß aufgrund der visuellen Betrachtung Rückschlüsse auf die Ursache der Defekte gezogen werden können. Gleichzeitig wird eine Matrix erstellt, aus der die Anzahl der Fehler in den ent- sprechenden Größenklassen ersichtlich werden.

Akkreditiertes Verfahren

Klassifikationsmatrix

Fehlerlänge (mm)

Nissen: 24 • km -1 Dickstellen: 105 • km -1 Dünnstellen: 0 • km -1
Nissen: 24 • km -1
Dickstellen: 105 • km -1
Dünnstellen: 0 • km -1

Abw.(%)

OCV-Wert: 12,80 % Ref. Wert: 0,31 mm Geschw.: 400 m • min -1 Länge: 800 m

Wert: 0,31 mm Geschw.: 400 m • min - 1 Länge: 800 m 4.18 Gewebe- und
Wert: 0,31 mm Geschw.: 400 m • min - 1 Länge: 800 m 4.18 Gewebe- und

4.18 Gewebe- und Gestricksimulationen (OASYS)

Prüfgerät:

• OASYS Meßsystem G 588 - Transfer

• OASYS - Gold Simulationsprogramm

• OASYS - Fancy Yarn Modul

Prüfergebnisse:

• Auswertematrix einer optischen Imperfektionsklassie- rung

• Anzahl Imperfektionen (km -1 )

• Optische Garngleichmäßigkeit (%)

• Simulation der gemessenen Garne auf einer Garntafel, als ein Gestrick oder Gewebe

• Designbestimmung von Effektgarnen mit anschließen- der Simulation in der textilen Fläche

Probengröße:

• Benötigte Menge: mind. 2000 m eines Garnes

Normative Grundlage:

• Interne Prüfvorschrift (LAA.P.80)

TexLab Prüfbedingungen:

• Prüfgeschwindigkeit: 400 m • min -1

Anmerkungen:

Mit einem optischen Sensor werden der Verlauf des Garn- durchmessers und damit die Nissen, Dick- und Dünnstel- len und die optische Gleichmäßigkeit des Prüfmaterials erfaßt. Aus diesen Daten werden vom Computer eine Garntafel, ein Gestrick und Gewebe simuliert. So läßt sich eine Mustererstellung von Gestricken und Geweben einsparen. Eine schnelle visuelle Einschätzung der Garn- verwendbarkeit ist möglich.

5. Textile Prüfungen an textilen Flächengebilden

5. Textile Prüfungen an textilen Flächengebilden 5.1 Streifenzugversuch an textilen Flächengebilden (Statimat ME)
5. Textile Prüfungen an textilen Flächengebilden 5.1 Streifenzugversuch an textilen Flächengebilden (Statimat ME)

5.1 Streifenzugversuch an textilen Flächengebilden (Statimat ME)

Prüfgeräte:

• Statimat ME, Textechno H. Stein

Prüfergebnisse:

• Kraft-Dehnungsdiagramm aller Proben

• Mittleres Kraft-Dehnungsdiagramm

• Höchstzugkraft-Dehnung (%)

• Höchstzugkraft (N)

• Reißarbeit (cN • cm)

Von allen Größen wird der Variationskoeffizient, der Ver- trauensbereich und der Minimum- und Maximumwert angegeben.

Probengröße:

• Benötigte Menge: 2 lfd. m textile Fläche

• Probenahme: 6 cm mal 40 cm (0,5 cm der Kante fadengerade ausgeriffelt); 5 Proben je in Kett- und Schußrichtung

Normative Grundlage:

• DIN EN ISO 13934-T01 - Bestimmung der Höchstzug- kraft und Höchstzugkraft-Dehnung; Dehnung mit dem Streifen-Zugversuch

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.28)

Anmerkungen:

Der einfache Zugversuch dient der Ermittlung der Bezie- hung zwischen Zugkraft und Längenänderung von Gewe- bestreifen oder der Zugkraft und der Längenänderung unmittelbar vor dem Bruch der Meßprobe.

Akkreditiertes Verfahren

5.2 Bestimmung des zugelastischen Ver- haltens von textilen Flächengebilden (Statimat ME)

Prüfgeräte:

• Statimat ME, Textechno H. Stein

Prüfergebnisse:

• Kraftstufen (cN)

• Gesamt- und Restdehnung (%)

• Elastische Dehnung (%)

• Dehnungsverhältnis

Von allen Größen wird der Variationskoeffizient, der Ver- trauensbereich und der Minimum- und Maximumwert angegeben.

Probengröße:

• Benötigte Menge: 2 lfd. m textile Fläche

• Probenahme: 6 cm mal 40 cm (0,5 cm der Kante fadengerade ausgeriffelt); 5 Proben je in Kett- und Schußrichtung

Normative Grundlage:

• DIN 53835-T013 - Prüfung von Textilien; Prüfung des zugelastischen Verhaltens; Textile Flächengebilde; ein- malige Zugbeansprucjung zwischen konstanten Dehn- grenzen

• DIN 53835-T14 - Prüfung von Textilien; Prüfung des zugelastischen Verhaltens; Maschenware, einmalige Zugbeansprucjung zwischen zwei Kraftgrenzen

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.31)

Anmerkungen:

Das zugelastische Verhalten eines Gewebes ist eine wich- tige Gebrauchseigenschaft. Grundsätzlich wird unterschieden zwischen der Prüfung mit konstanten Kraftgrenzen (Retardation) und konstanten Dehnungs- grenzen (Relaxation). Die Prüfergebnisse ermöglichen Rückschluß auf verbleibende Formänderungen bei kon- stanter Kraftaufbringung.

Akkreditiertes Verfahren

5. Textile Prüfungen an textilen Flächengebilden

5. Textile Prüfungen an textilen Flächengebilden 5.3 Bestimmung des Weiterreißverhaltens textiler Flächengebilde;
5. Textile Prüfungen an textilen Flächengebilden 5.3 Bestimmung des Weiterreißverhaltens textiler Flächengebilde;

5.3 Bestimmung des Weiterreißverhaltens textiler Flächengebilde; Schenkelver- such (Statimat ME)

Prüfgeräte:

• Statimat ME, Textechno H. Stein

Prüfergebnisse:

• Diagramm Kraftspitzenauswertung beim Weiterreißversuch

• Weiterreißkraft (cN)

Von den ermittelten Größen wird der Variationskoeffizi- ent, der Vertrauensbereich und der Minimum- und Maxi- mumwert angegeben.

Probengröße:

• Benötigte Menge: 2 lfd. m textile Fläche

• Probenahme: 5 cm breit und 15 cm lang (Einschnitt bei 2,5 cm; Breite mit 10 cm Länge); 5 Proben je in Kett- und Schußrichtung

Normative Grundlage:

• DIN EN ISO 13937-T02 - Weiterreißeigenschaft von textilen Flächengebilden Teil 2: Bestimmung der Wei- terreißkraft mit dem Schenkel-Weiterreißversuch

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.33)

Anmerkungen:

Der Weiterreißversuch dient der Bestimmung der Kraft, die ein eingeschnittenes Textil dem Weiterreißen entge- gensetzt. Die ermittelte Kraft ist die, die jeweils dem Anschluß des Einschnittes in Querrichtung des Fadens entgegengesetzt wird.

5.4 Bestimmung des Flächengewichtes

Prüfgeräte:

• Probenschneider, Zweigle T610

• Analysewaage

Prüfergebnisse:

• Flächengewicht in g • m -2

Von den ermittelten Größen wird der Variationskoeffizi- ent, der Vertrauensbereich und der Minimum- und Maxi- mumwert angegeben.

Probengröße:

• Benötigte Menge: 1 lfd. m textile Fläche

• Probenahme: 5 Rundproben von je 100 cm 2 Fläche (Gewebe); 3 Rundproben von je 100 cm 2 Fläche (Gestricke)

Normative Grundlage:

• DIN EN 12127 - Textile Flächengebilde; Bestimmung der flächenbezogenen Masse unter Verwendung klei- ner Proben

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.38)

Anmerkungen:

Gewichtsbestimmungen an textilen Flächengebilden die- nen zum Nachweis der Erfüllung der Produktions- und Lieferbedingungen.

5. Textile Prüfungen an textilen Flächengebilden

5. Textile Prüfungen an textilen Flächengebilden Gewebebindungen Leinwand- Köperbindung Atlasbindung bindung 5.5

Gewebebindungen

Leinwand- Köperbindung Atlasbindung bindung
Leinwand-
Köperbindung
Atlasbindung
bindung

5.5 Bestimmung der Fadendichte

Prüfgeräte:

Fadenzähler

Präpariernadel

Prüfergebnisse:

• Fäden pro cm in Kett- und Schußrichtung

• Anzahl Maschenstäbchen und Maschenreihen

Probengröße:

• Benötigte Menge: 0,5 lfd. m textile Fläche

• Probenahme: Größe der Bestimmung von je 3 Werten in jeder Richtung des Gewebes

Normative Grundlage:

• DIN 53 883 - Bestimmung der Maschen- und Stäb- chendichte von textilen Strickwaren

• DIN EN 1049-T02 - Gewebe, Konstruktion; Untersu- chungsverfahren Teil 2: Bestimmung der Anzahl Fäden je Längeneinheit

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.39) (Gewebe)

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.50) (Gestricke)

Anmerkungen:

Die Bestimmung der Fadendichte von textilen Flächenge- bilden dienen zum Nachweis der Erfüllung der Produkti- ons- und Lieferbedingungen.

5.6 Bestimmung der Gewebebindung

Prüfgeräte:

Fadenzähler

Präpariernadel

Prüfergebnisse:

• Bindungsbezeichnung

• Bindungspatrone

Probengröße:

• Benötigte Menge: die Prüflänge muß mind. 5 zusam- menhängende Rapporte beinhalten

Normative Grundlage:

• DIN ISO 9354 - Gewebe; Bindungskurzzeichen und Beispiele

• ISO 3572 - Textile; Weaves; Definition of general terms and basic weaves

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.35)

Anmerkungen:

Die Gewebebindung charakterisiert das textile Flächenge- bilde. So kann Rückschluß auf die Produktionsparameter gezogen werden.

5. Textile Prüfungen an textilen Flächengebilden

5. Textile Prüfungen an textilen Flächengebilden 5.7 Bestimmung der Maßstabilität von Textilien Prüfgeräte: •
5. Textile Prüfungen an textilen Flächengebilden 5.7 Bestimmung der Maßstabilität von Textilien Prüfgeräte: •

5.7 Bestimmung der Maßstabilität von Textilien

Prüfgeräte:

• Handelsübliche Waschmaschine (Miele Novo Eco)

• Handelsüblicher Trockner (Miele Novotronic Duett A)

• Geeichter Maßstab

Prüfergebnisse:

• Maßänderung in mm oder % zwischen den jeweiligen festgelegten Meßpunkten

Probengröße:

• Benötigte Menge: Textile Flächen: mind. 1 m mal 1 m Konfektionierte Textilien: Komplettes Bekleidungsstück

Normative Grundlage:

• DIN EN ISO 3759-04.1995 - Vorbereitung; Markierung und Messung von Messproben aus Flächengebilden und Kleidungsstücken für Prüfungen zur Bestimmung der Maßänderung

• DIN EN ISO 6330-04.2001 - Nichtgewerbliche Wasch- und Trocknungsverfahren zur Prüfung von Textilien

• DIN EN 25077-02.1994 - Bestimmung des Messände- rung beim Waschen und Trocknen

• DIN EN ISO 3175-T01-10.1998 - Textilien; Chemisch- reinigung und Nachbehandlungen; Teil 1: Beurteilung der Eignung von Textilien und Bekleidungsstücken für die Reinigung

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.29)

Anmerkungen:

Die Bestimmung der Maßänderung durch einen Wasch- und/oder Trocknungsprozeß gibt Aufschluss über das Pflegeverhalten des konfektionierten Kleidungsstückes beim Verbraucher.

5.8 Bestimmung der Farbechtheit von Färbungen und Drucken

Prüfgeräte:

• Graumaßstab zur Beurteilung des Anblutens

• Graumaßstab zur Beurteilung der Farbänderung

• Perspirations-Tester (Schweißechtheit, Wasserechtheit, Meerwasserechtheit)

• Handelsübliche Waschmaschine (Waschechtheit)

• Crockmeter (Reibechtheit)

• Multifibre-Begleitgewebe

• Minolta Farbmessgerät

Prüfergebnisse:

• Note für die Beurteilung der Farbänderung der Probe

• Note zur Beurteilung des Anblutens auf dem jeweiligen Material des Multifibre-Begleitgewebes (Acetat, Baum- wolle, Polyamid 6.6, Polyester, Polyacylnitril, Wolle)

Probengröße:

• Benötigte Menge: Textile Flächen: Gewebeabschnitt von ca. 30 mal 30 cm, Garne: ca. 5 g, Fasern: ca. 5 g

Normative Grundlage:

• DIN EN ISO 105-E04 - Textilien; Farbechtheitsprüfun- gen, Farbechtheit gegen Schweiß (LAA.P.43)

• ISO 105-X12 - Textiles; Test for colour Fastness; Part X12: Colour fastness to rubbing (LAA.P.45)

• DIN EN ISO 105-E02 - Textilien; Farbechtheitsprüfun- gen; Farbechtheit gegen Meerwasser; Bestimmung der Meerwasserechtheit von Färbungen und Drucken

(LAA.P.46)

• DIN EN ISO 105-E01 - Textilien; Farbechtheitsprüfun- gen; Farbechtheit gegen Wasser (LAA.P.47)

• LAA.P.53 - Bestimmung der Waschechtheit; in Anleh- nung an ISO 105-C06-08.1994 - Textiles; Tests for colour festeness; Colour fastness to domestic and commercial laudering

Anmerkungen:

Die Resistenz der Farben im Gebrauch werden bestimmt. TexLab bewertet die Farbechtheit visuell oder instrumentell.

6. Spezielle Prüfungen an Fasern, Garnen, Flächen und Hilfsmitteln

Prüfungen an Fasern, Garnen, Flächen und Hilfsmitteln 6.1 Paraffinuntersuchungen Prüfgeräte: • Heizplatte •

6.1

Paraffinuntersuchungen

Prüfgeräte:

• Heizplatte

• Erstarrungspunkt-Thermometer

• Mikroskop

• Penetrometer

Temperierbad

Prüfergebnisse:

• Erstarrungspunkt (°C)

• Beschreibung der kristallinen Struktur

• Beurteilung der Wasserlöslichkeit

• Penetrationskurve von 20°C - 40°C

• Beschreibung der äußeren Form der Paraffinrolle

Probengröße:

• Benötigte Menge: mind. 2 Paraffinrollen

Normative Grundlage:

• DIN ISO 2207 - Bestimmung des Erstarrungspunktes am rotierenden Thermometer

• DIN 51 579 - Prüfung von Paraffin; Bestimmung der Nadelpenetration

• Interne Prüfanweisung (LAA.P.12)

Anmerkungen:

Die Paraffinuntersuchung gibt Aufschluß über die Ver- wendbarkeit des Paraffins in den verschiedenen Klimazo- nen.

wendbarkeit des Paraffins in den verschiedenen Klimazo- nen. Gewicht (g) Spezifisches Gewicht (g / cm 3
Gewicht (g) Spezifisches Gewicht (g / cm 3 ) = Volumen (cm 3 ) Volumen,
Gewicht (g)
Spezifisches Gewicht (g / cm 3 ) =
Volumen (cm 3 )
Volumen,
konisch
Volumen,
zylindrisch
6.2
Spulendichte

Prüfgeräte:

Die Prüfung läuft parallel zur Schnellzugprüfung am Uster Tensojet. Auf Anfrage kann die Spulendichte auch ohne gleichzeitiger Festigkeitsbestimmung erfolgen.

• Waage

Maßstab

Prüfergebnisse:

• Volumen des Garnringes

• Spezifisches Gewicht des Garnringes

• Höchstzugkraft und Höchstzugkraft-Dehnung im Garnring

Probengröße:

• Benötigte Menge: je nach Aufgabenstellung

Normative Grundlage:

• Interne Prüfvorschrift (LAA.P.34)

TexLab Prüfbedingungen:

• Die Bestimmung der Spulendichte findet zeitgleich mit der Festigkeitsbestimmung durch den Uster Tensojet statt. Dies ermöglicht die Bestimmung des Einflusses der Spulendichte auf die Garnfestigkeit und Garndeh- nung.

Anmerkungen:

Die Bestimmung der Spulendichte gibt Aufschluß über Spulenaufbau und den damit verbundenen Bewicklungs- druck.

P-S-200-12/02, ka, d

W. Schlafhorst AG & Co. Blumenberger Straße 143 - 145 D-41061 Mönchengladbach

Telefon:

+49 (0)2161 28-0

Telefax:

+49 (0)2161 28-2645

Internet: www.schlafhorst.de E-Mail: info@schlafhorst.de