You are on page 1of 16

Moviemento & City-Kino

Oktober 2015
Nr. 321 – Programmzeitung für Moviemento & City-Kino
www.moviemento.at

Madame Marguerite
oder

Die Kunst der schiefen Töne
einen film von

XAVIER GIANNOLI

Vorspann
Inhalt

Neue Filme im Oktober
A Perfect Day........................................... 4
A Royal Night–
Ein königliches Vergnügen............... 6
Alles steht Kopf.................................. 10
Am Ende ein Fest..................................... 3
Beautiful Girl......................................... 8
Der Staat gegen Fritz Bauer.............. 5
Der Vater meiner besten Freundin... 7
Er ist wieder da....................................... 8
Hotel Transsilvanien 2....................... 11
How to Change the World.................. 3
Iraqi Odyssey........................................... 9
It Follows................................................. 6
Macbeth.................................................... 5
Madame Marguerite oder
die Kunst der schiefen Töne.............. 3
Natural Resistance............................ 10
Picknick mit Bären................................ 4
Sicario....................................................... 7
Sprache:Sex............................................. 8
The Visit..................................................... 9
The Walk.................................................... 6
Voll verzuckert –
That Sugar Film...................................... 10
Cinema Next Filmnacht.............................. 11
Südwind......................................................12
Filmring der Jugend....................................12
AK-Kultur....................................................12
Babykino.....................................................12
Entwicklungspolitische Filmtage...............14

Wir können zwar mit keinem Riesenrad auftrumpfen, aber im Oktober geht es bei uns so richtig rund. Zusätzlich zu den zahlreichen Filmstarts haben wir mit unseren Kooperationspartnern wieder einige Specials und Themenschwerpunkte zusammengestellt. Um den breitgefächerten Interessen unseres Publikums gerecht zu werden, raschelt die bunte Vielfalt nicht
nur draußen unter den Füßen, auch in unseren Kinosälen wird es spannend. Bis auf das Geraschel, darauf wird bei uns weitgehend verzichtet.
Über den Zeitraum der letzten Monate steckten ein paar Mitarbeiter ihre Köpfe in reger Überlegung zusammen. Das Ergebnis ist kein Kastanienmännchen, sondern die Möglichkeit bei
uns jetzt auch online Kinotickets zu kaufen. Mit dieser Zeitersparnis könnte man noch eine
Runde durchs Herbstlaub warten, ehe man in die Kinostätte seines Vertrauens einkehrt.
Eine weitere Neuerung wurde im Bereich der »Kino-Kulinarik« ausgetüftelt: Mit dem FilmLUNCH bietet das City-Kino zusammen mit dem Café Stern am Sonntag eine Alternative zum
allseits beliebten FilmBrunch. Nach der Kinovorstellung genießt man hier eine Hauptspeise,
zur Auswahl vegetarisch oder nicht, ein Stück Kuchen und einen Kaffee. Zutaten die man für
einen gelungen Sonntag braucht.
Wir wünschen Ihnen einen schönen Kinoherbst!

FilmBrunch

Sonntags im Moviemento & Gelben Krokodil
Preise:
Programmheft-Jahresabo: EUR 19,–
Kinometerbank: 10 Karten +
Programmheftabo: EUR 70,–
MovieMember: 1 Jahr ermäßigter Eintritt +
Abo: EUR 30,–,
Einzelexemplar-Programmzeitung: EUR 1,50
Bankverbindung: Hypobank, Linz Landstraße,
IBAN: AT955400000000761858 / BIC: OBLAAT2L
lautend auf »Moviemento Programmkino gemeinnützige GmbH«
Satz- und Druckfehler vorbehalten.
Hinweis für Kinometerbank Käufer_innen
Per Überweisung bezahlte Kinometerbanken und
MovieMember-Cards liegen an der Moviemento
Kino-Kassa auf und können dort gegen Vorlage der
Zahlungsquittung (=Auftragsbestätigung) zwischen
ca. 17.00 und 21.00 Uhr abgeholt werden. Aus organisatorischen Gründen ist die Abholung im City-Kino
nicht möglich.
Wegen immer häufiger aufretender Zustellprobleme unserer Programmzeitung durch die Post
möchten wir uns entschuldigen. Diese liegen nicht
in unserem Bereich. Gegebenenfalls bekommen
Sie das Programm gerne an der Kassa.
Impressum
Medieninhaber: Verein zur Förderung kommunikativer
Kinokultur, OK Platz 1, 4020 Linz, Tel: 0732/784090.
Obmann: Wilhelm Schwind. DVR: 0562831/180189.
F. d. I. v.: Wolfgang Steininger.
Gestaltung Heft 321: Stefanie Pachlatko, Stefan Messner.
Mitarbeit: Rüdiger Ratzenböck.
Druck: Haider Schönau, Niederndorf 32, 4274 Schönau, Tel: 07261/7232. Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier. Mit der Unterstützung von BMUKK,
LAND OÖ, STADT LINZ und zahlreichen Mitgliedern,
Förder_innen.
Offenlegung gem. Mediengesetz § 25(2): Verein zur
Förderung kommunikativer Kinokultur, Unternehmensgegenstand: Präsentation von Filmkunst.
§ 25(4): Vermittlung von Informationen über Film,
Kino-Kultur und Zeitkultur.

2

So 4. Oktober

So 18. Oktober

A Royal Night
11.15 Life
11.30 45 Years
13.00 Camino de santiago
13.00 Sicario
13.15 Am Ende ein Fest

11.15

So 11. Oktober

So 25. Oktober

Der Staat gegen Fritz Bauer
11.15 Sprache:Sex
11.30 Broadway Therapy
13.00 Amy
13.15 Er ist wieder da
13.15 Buoni a nulla

11.15

11.15

11.15

Beautiful Girl
Picknick mit Bären
11.30 Taxi Teheran
13.00 Learning to Drive
13.00 The Visit
13.15 Hotel Transsilvanien 2
11.15

Der Vater meiner Besten Freundin
How to change the World
11.30 Señor Kaplan
13.10 The Walk
13.15 French Women
13.15 Wunder der Lebenskraft
11.15

FilmLUNCH

Sonntags im City-Kino & Café Stern

So 4. Oktober

So 18. Oktober

11.30 Sicario

11.45

11.30 Der Tote am Teich

11.45 hotel transsilvanien 2 (3D/DF)

S0 11. Oktober

So 25. Oktober

11.30 A royal night

11.30 Picknick mit bären

11.30 Alles steht kopf (3D/DF)

11.30 Der Vater meiner besten Freundin

Er ist wieder da

Madame Marguerite

Madame Marguerite
oder die Kunst der
schiefen Töne
Marguerite
FR/BE/CZ 2015, 127 min, Französisch OmU,
R: Xavier Giannoli, B: Xavier Giannoli,
Marcia Romano, K: Glynn Speeckaert,
S: Cyril Nakache, D: Catherine Frot,
André Marcon, Michel Fau, Christa Théret,
Denis M'Punga, Sylvain Dieuaide

Ab Freitag, 30. Oktober
Tragikomödie über das Scheitern einer
Frau, die keinen Ton halten kann, sich aber
als große Sopranistin fühlt.
1921, Beginn der Goldenen Zwanziger. Unweit von Paris findet wie jedes Jahr ein großes Fest auf Marguerite Dumonts Schloss
statt, auf dem sich eine Vielzahl von Musikliebhabern versammelt. Niemand weiß
Genaueres über die Gastgeberin, außer
dass sie reich ist, und dass sie ihr ganzes
Leben ihrer großen Leidenschaft widmet:
der Musik. Denn Marguerite singt. Sie
singt von ganzem Herzen, doch furchtbar
schräg. Aber Marguerite lebt in ihrer eigenen Traumwelt, und das heuchlerische
Publikum, jederzeit bereit, sich auf Kosten
anderer zu amüsieren, bejubelt sie als die
Diva, die sie zu sein glaubt. Als Lucien Beaumont, ein junger, provokanter Journalist,
einen überschwänglichen Artikel über ihren
Auftritt schreibt, fühlt sich Marguerite umso
mehr in ihrem Talent bestätigt. Dies gibt ihr
den Mut, den sie braucht, um ihrem großen
Traum zu folgen, einmal auf der Bühne zu
stehen. Trotz der Widerworte ihres Mannes
Georges und mit Hilfe des sowohl humorvollen als auch abgehalfterten Stars Atos Pezzini probt sie für ihr erstes Konzert, welches
vor einer Schar von wildfremden Menschen
stattfinden soll …
MADAME MARGUERITE ODER DIE KUNST
DER SCHIEFEN TÖNE zeichnet das Porträt
einer starken Frau, die um Anerkennung
ringt. Mit Meisterhand hat Regisseur Xavier Giannoli, der bereits mit CHANSON
D'AMOUR sein Geschick für musikalische
Themen bewiesen hat, dieses emotionale
Filmepos inszeniert. Darüber hinaus zeigt
er ein Zeitdokument der 20er Jahre in Paris, das Aufkommen der Clubs, des Jazz
und der Rebellion gegen die Bourgeoisie.
Als Marguerite brilliert Catherine Frot (DIE
KÖCHIN UND DER PRÄSIDENT). Die junge

Am Ende ein Fest

Nachwuchssängerin Hazel wird gespielt von
Frankreichs Shootingstar Christa Théret.

Autor und Regisseur Xavier Giannoli
bietet ein amüsant-unterhaltsames Porträt von Wohlstand, Infamie und schweren
melodischen Fehlfunktionen in einer hochglanzpolierten Historien-Dramödie. – The
Hollywood Reporter

Am Ende ein Fest
Mita Tova
IL/DE 2014, 93 min, Hebräisch OmU,
R: Sharon Maymon, Tal Granit,
K: Tobias Hochstein, D: Ze'ev Revach,
Levana Finkelstein, Aliza Rosen, Ilan Dar,
Raffi Tavor, Yosef Carmon

Ab Freitag, 2. Oktober
Tragikomödie um einen im Altersheim lebenden Erfinder einer Sterbehilfemaschine.
Eine Gruppe von Senioren hat sich im Altersheim um den 72-jährigen Yehezkel, einen
Tüftler und Erfinder, zusammengeschlossen: Sie wollen Max, einem schwerkranken
Freund, helfen, dessen Sterben zu erleichtern. Zusammen mit einem pensionierten
Tierarzt, der die Beruhigungsmittel besorgt,
und einem ehemaligen Polizisten, der die Beweise verwischen soll, suchen sie nach dem
besten Weg, um Max‘ Wunsch zu erfüllen.
Da keiner sich tatsächlich dazu überwinden
kann, Max zu töten, baut Yehezkel eine Maschine, mit der der Sterbende sich selbst
töten kann. Bald schon ist diese Maschine
in aller Munde, und Menschen aus ganz Jerusalem strömen zu dem Altersheim, um
ihre Liebsten von ihren Leiden zu befreien.
Anfangs noch zögernd, geben Yehezkel,
seine Frau Levana und Dr. Daniel bald dem
Andrang der Sterbewilligen nach, und die
eingeschworene Truppe macht sich auf, um
letzte Wünsche zu erfüllen. Währenddessen
verschlechtert sich der Zustand von Levana,
Yehezkels Frau, die an Alzheimer leidet, und
bald muss Yehezkel selbst eine Entscheidung
treffen. Einen der erfolgreichsten israelischen
Filme der letzten Jahre hat das Regie-Duo
Sharon Maymon und Tal Granit geschaffen,
der mit großer Leichtigkeit Worte und Bilder
für etwas findet, das sich so oft der Darstellung entzieht. Ihnen gelingt eine wunderbar
schelmische Komödie über das Abschiednehmen, die jedem das Herz erleichtern wird.

How to Change the World

REGIESTATEMENT
In AM ENDE EIN FEST geht es um Trennung.
Um Trennung von jemandem, den man liebt,
Trennung von sich selbst – wenn der Geist
zu versagen beginnt – und um die Trennung
vom Leben und dem Recht zu wählen, wie
es endet. Die Hauptfiguren sind Senioren,
die in einer Seniorengemeinde in Jerusalem
leben, Menschen, die sich von ihren Berufen zurückgezogen haben. Menschen wie
diese sind normalerweise keine Filmhelden.
Aber aus diesem Ort des Rückzugs und der
Tatenlosigkeit heraus entscheiden sie sich,
wieder die Kontrolle über ihr Leben zu gewinnen. Doch wie in jeder Tragödie, in der
die Protagonisten versuchen, ihr Schicksal
und das der anderen zu verändern, muss
dafür ein unzumutbar hoher Preis bezahlt
werden.

Die Zuschauer werden schallend lachen
und mit einem breiten Lächeln aus dem
Kino kommen. – Screen International
Stark gespielt und inszeniert, weiß der
Film klug und differenziert mit dem Thema
umzugehen – und dass sich mit dem Tod
durchaus spaßen lässt. – epdFIlm

How to Change
the World
CA/GB 2015, 110 min, Englisch OmU,
R/B: Jerry Rothwell, K: Ben Lichty,
S: James Scott
Ab Freitag, 23. Oktober
Ein sensationelles Porträt der Greenpeace-Pioniere – Journalisten, Forscher
und Hippies – und ein packender Dokumentarfilm mit spektakulären Aufnahmen.
HOW TO CHANGE THE WORLD – wie alles
begann: 1971 segelt eine Gruppe engagierter Leute mit einem kleinen Boot in eine
Atomtestzone vor der Küste Alaskas – diese Protestaktion begeistert, inspiriert und
verändert die Welt. Damit beginnt die Geschichte von Greenpeace und der gesamten modernen Umweltbewegung. Es war
der nicht geplante Start eines Umbruchs,
der inzwischen längst unsere ganze Gesellschaft erreicht hat. Die Aktivisten charterten im September 1971 den Fischkutter
»Phyllis Cormack« mit der Absicht, einen
US-Atomtest vor Alaska zu stören und die
3

A Perfect Day

Zündung der Bomben zu verhindern. Das
Schiff wurde in »Greenpeace« umbenannt
und setzte Segel in Richtung des Testgeländes nach Amchitka. Die US Coast Guard fing sie mit einem Küstenwachschiff ab
und zwang sie, zum Hafen zurückzukehren.
Bei ihrer Rückkehr nach Alaska erfuhr die
Mannschaft, dass in allen größeren Städten
Kanadas Proteste stattgefunden und die
USA den zweiten unterirdischen Test auf
November verschoben hatten. Viele weitere
Greenpeace-Aktionen sollten in den nächsten Jahren folgen, teilweise unter Einsatz
des Lebens der Mannschaften. Überall auf
der Welt formierten sich Gruppen, protestierten gegen Atomtests, gegen die Tötung
der Wale und setzten sich für die Rettung
von Robben ein – Aktionen, die die Welt veränderten. Die Gründer von Greenpeace waren sich der Macht der Bilder für politische
Kampagnen von Anfang an bewusst und
dokumentierten ihre Aktionen auf 16mmFilmmaterial. Für seinen packenden Dokumentarfilm HOW TO CHANGE THE WORLD
konnte sich Regisseur Jerry Rothwell deshalb aus einem riesigen Archiv unglaublicher, bisher unveröffentlichter Filmaufnahmen bedienen.

Trotz seiner eindeutigen Haltung verfällt
der Regisseur nicht in ideologische Verklärung, sondern lässt auch Kritiker wie den
zum Greenpeace-Gegner konvertierten Patrick Moore zu Wort kommen. Eine packende Kino-Reise. – filmrezension.de
HOW TO CHANGE THE WORLD ist ein
Film mit Bildern, die die Welt verändern. –
Süddeutsche Zeitung

A Perfect Day
ES 2015, 106 min, Englisch OmU,
R/B: Fernando León de Aranoa, nach der
Buchvorlage von Paula Farias,
K: Alex Catalán, S: Nacho Ruiz Capillas,
D: Benicio Del Toro, Tim Robbins,
Olga Kurylenko, Mélanie Thierry,
Fedja Stukan, Eldar Residovic

Madame Marguerite

nationale Hilfsorganisation. Der gelassene
Mambrú und der Zyniker B haben schon
viele dieser Einsätze erlebt. Weder verminte Kühe auf der Straße, Blauhelmsoldaten
mit Weisungsbefugnis noch nächtliche
Irrfahrten durch schwer zugängliches Gelände können sie aus der Bahn werfen. Als
dann aber Sophie, jung und idealistisch,
der Gruppe zugeteilt wird und auch noch
Mambrús Ex-Geliebte Katya auftaucht, die
die Arbeit vor Ort überprüfen soll, ist es mit
der Gelassenheit vorbei. Ein scheinbar kleines Problem – eine Leiche muss aus einem
Brunnen entfernt werden, um die Wasserversorgung eines Dorfes zu gewährleisten
– entwickelt sich zu einer Mission voller Tücken um Zuständigkeiten, politische Machtspiele und sonstige Irrationalitäten, die das
Team bei allen Kontroversen mit viel Gefühl
und noch mehr Humor zu bewältigen weiß.
Ein perfekter Tag eben.
Mit schwarzem Humor, witzigen Dialogen,
geprägt von großer Menschlichkeit erzählt A
PERFECT DAY von alten Feindbildern, nicht
erwiderten Gefühlen und verbissenen Bürokraten im Alltag von Hilfsorganisationen.
A PERFECT DAY ist mit den Oscar-Preisträgern Benicio del Toro (TRAFFIC – MACHT
DES KARTELLS) und Tim Robbins (DIE
VERURTEILTEN) prominent besetzt. Die
weiblichen Hauptrollen werden gespielt von
Mélanie Thierry und Olga Kurylenko. Für
die passende Stimmung sorgt die Musik
von The Velvet Underground, Marilyn Manson, Gogol Bordello, den Ramones und den
Buzzcocks. Der mehrfach ausgezeichnete
spanische Drehbuchautor und Regisseur
Fernando Léon de Aranoa konnte bereits
mit MONTAGS IN DER SONNE und PRINCESAS Publikumserfolge feiern. »Dieser Film
ist wie eine russische Matroschka-Puppe«,
beschreibt er seinen sechsten Spielfilm.
»Es ist ein Drama in einer Komödie, in einem Road-Movie, in einem Kriegsfilm.«
Die umjubelte Welturaufführung feierte A
PERFECT DAY bei den diesjährigen Internationalen Filmfestspielen von Cannes in
der Reihe »Quinzaine des Réalisateurs«. Die
Geschichte basiert auf der Romanvorlage
»Dejarse llover« der »Ärzte ohne Grenzen«Mitarbeiterin Paula Farias.

Benicio del Toro und Tim Robbins brillieren! – Screen International
Ab Freitag, 30. Oktober
Robbins und Benicio Del Toro in einer melancholischen Dramödie als gewitzte NGOs.
Sie arbeiten für die gute Sache. Sie sind
ein Team von Mitarbeitern für eine inter4

Scharf wie ein Skalpell. – The Guardian
Ein Film, bei dessen Humor kein Auge trocken bleibt. – Le Figaro

Picknick mit Bären

Picknick mit Bären
A Walk in the Woods
US 2015, 98 min, Englisch OmU,
R: Ken Kwapis, B: Rick Kerb, Bill Holderman,
nach der Buchvorlage von Bill Bryson,
K: John Bailey, S: Carol Littleton,
Julie Garces, D: Robert Redford, Nick Nolte,
Emma Thompson, Nick Offerman,
Mary Steenburgen, Kristen Schaal
Ab Freitag, 16. Oktober
Robert Redford, Nick Nolte und viele geriatrische Gags sind die Stars einer amüsanten und lehrreichen Tour durch die Wildnis
der Appalachen.
Der bekannte Reiseschriftsteller Bill Bryson
möchte sich nicht in ein langweiliges Rentnerleben verabschieden. Allen Warnungen
seiner liebevollen Frau Cathy und seiner
Kinder zum Trotz will er sich ein letztes Mal
in ein Abenteuer stürzen und zu Fuß den
Appalachian Trail bezwingen, einen 3.500
Kilometer langen Wanderweg quer durch
die USA. Die Probleme beginnen allerdings
bereits bei der Suche nach einem geeigneten Wanderpartner. Der Einzige, der sich
mit ihm auf die Reise machen möchte, ist
ausgerechnet sein schon lang entfremdeter
Schulfreund Stephen Katz, ein ehemaliger
Alkoholiker, der für das gewagte Vorhaben
neben einer schlechten Kondition auch zu
viele Kilos mitbringt. Dennoch macht sich
das ungleiche Gespann auf den Weg in die
atemberaubende amerikanische Wildnis.
Beruhend auf dem gleichnamigen Weltbestseller erzählt PICKNICK MIT BÄREN
mit einer großen Portion Humor und Drive
von den zwei alten Schulfreunden Katz und
Bryson, die es noch einmal wissen wollen,
anstatt sich einfach nur sang- und klanglos in
den Ruhestand zu verabschieden. Da sie sich
ausgerechnet einen der schwierigsten Wanderwege der Welt, den Appalachian Trail, aussuchen, haben die beiden nicht mehr ganz so
fitten Herren so manche Herausforderung
bei ihrem Trip durch die amerikanische Wildnis zu meistern. Doch die Abenteuer warten nicht nur auf dem Wanderweg, Bryson
und Katz lernen, wie man ausgewachsene
Braunbären in die Flucht schlägt, eifersüchtige Ehemänner und nervtötende Reisebekanntschaften abhängt, und vor allem finden sie zurück zu einer fast vergessenen
Freundschaft. Eine bessere Besetzung für
Bill Bryson und Stephen Katz als die beiden
Hollywood-Legenden Robert Redford und
Nick Nolte hätte man kaum finden können.

Macbeth

Macbeth
GB 2015, 113 min, Englisch OmU,
R: Justin Kurzel, B: Todd Louiso, Jacob
Koskoff nach der Buchvorlage von William
Shakespeare, K: Adam Arkapaw,
S: Chris Dickens, D: Michael Fassbender,
Marion Cotillard, Jack Reynor, Elizabeth
Debicki, Sean Harris, Paddy Considine
Ab Freitag, 30. Oktober
Neuverfilmung von Shakespeares Klassiker über Ehrgeiz und Machtgier, die
mit düsterer Optik und wuchtigen Landschaftsbildern visuelle Akzente setzt.
Schottland im Mittelalter. Nach einer siegreichen Schlacht beginnt der unaufhaltsame
Aufstieg des machthungrigen Heerführers
Macbeth. Verführt von einer mysteriösen
Prophezeiung und angetrieben von seiner
ehrgeizigen Frau, ermordet Macbeth seinen König Duncan, um selbst den Thron
von Schottland zu besteigen. Sogar seinen
treuen Freund und Mitwisser Banquo lässt
er beseitigen. Doch je brutaler seine Schreckensherrschaft wird, desto mehr plagen
Macbeth und seine Frau die Dämonen ihrer
Schuld. Als sich Duncans Sohn Malcolm mit
Macbeths größtem Widersacher Macduff
verbündet und eine Armee gegen den Tyrannen versammelt, wendet sich das Blatt.
Der Königsmörder und seine machtgierige
Frau: Kaum ein Werk fasziniert seit Jahrhunderten so wie Shakespeares Tragödie
vom Aufstieg und Fall Macbeths. Von den
Produzenten des weltweiten Kinohits THE
KING’S SPEECH kommt eine opulente, neue
Verfilmung, in welcher der Oscar-Nominierte

Der Staat gegen Fritz Bauer

Schauspieler Michael Fassbender und
Oscar-Preisträgerin Marion Cotillard das
wohl berühmteste Tyrannenpaar der Weltliteratur auf atemberaubende Weise neu
interpretieren. In den weiteren Rollen brillieren einige der renommiertesten britischen
Schauspieler: David Thewlis als Duncan,
Paddy Considine als Banquo, Jack Reynor
als Malcolm und Sean Harris als Macbeths
ultimativer Gegenspieler Macduff. Regie
führt Justin Kurzel, der 2011 mit seinem
Film DIE MORDE VON SNOWTOWN erstmals Aufsehen erregte.

Auch wenn die Worte des Barden mit
viel Sorgfalt von einem perfekten Ensemble, angeführt von Michael Fassbender und
der kühnen Besetzung von Marion Cotillard,
zum Leben erweckt werden, ist es vor allem
die feurige, sinnliche Inszenierung des australischen Filmemachers, die diesen Shakespeare zeitlos macht. – Variety

Der Staat gegen
Fritz Bauer
DE 2015, 105 min, OdF, R: Lars Kraume,
B: Lars Kraume, Olivier Guez,
K: Jens Harant, S: Barbara Gies,
D: Burghart Klaußner, Ronald Zehrfeld,
Sebastian Blomberg, Jörg Schüttauf,
Lilith Stangenberg, Laura Tonke
Locarno 2015: UBS-Publikumspreis
Ab Freitag, 9. Oktober

HOW TO CHANGE THE WORLD

Drama um den hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der sich um die NS-Verbrechensaufklärung verdient gemacht hat.
Deutschland 1957. Während die junge Bundesrepublik die NS-Zeit hinter sich lassen
will, kämpft ein Mann unermüdlich dafür, die
Täter im eigenen Land vor Gericht zu stellen: Zwölf Jahre nach Kriegsende erhält der
kompromisslose Generalstaatsanwalt Fritz
Bauer den entscheidenden Hinweis darauf,
wo sich der frühere SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann versteckt halten soll.
Gemeinsam mit dem jungen Staatsanwalt
Karl Angermann beginnt Bauer, die Hintergründe zu recherchieren. Doch es formiert
sich Widerstand bis in die höchsten Kreise:
In seiner eigenen Behörde verschwinden
immer wieder Akten, und auch Oberstaatsanwalt Ulrich Kreidler und BKA-Mitarbeiter
Paul Gebhardt behindern den unliebsamen
Bauer in seinen Ermittlungen. Ein scheinbar
aussichtsloser Kampf gegen unsichtbare
Gegner beginnt, doch Bauer und Angermann geben nicht auf, wohl wissend, dass
ihnen die Jagd auf Eichmann sowohl beruflich als auch privat alles abverlangen wird.
Die Bedeutung des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer für das Zustandekommen der Auschwitz-Prozesse der
1960er Jahre ist unumstritten. Doch erst
nach seinem Tod wurde sein entscheidendes Verdienst um die Ergreifung Eichmanns
bekannt. Grimme-Preisträger Lars Kraume
(DIE KOMMENDEN TAGE) zeichnet mit DER
STAAT GEGEN FRITZ BAUER nun das kraftvolle und fesselnde Porträt eines mutigen
Mannes und dessen Kampf um Wahrheit
und Gerechtigkeit. Unbeirrbar legte Bauer
den Finger in die Wunden und schreckte

10. Internationales

Filmfestival
Oberösterreich

Moviemento, Linz / OK Platz 1
22. - 29. November 2015
www.kinderfreunde.cc/kinderfilmfestival
festival for
children‘s rights
5

A Royal Night

dabei auch nicht vor unbequemen Fragen
der Regierung Adenauer gegenüber zurück.
Burghart Klaußner verkörpert den Titelcharakter kongenial bis in die feinsten Details
von Mimik und Gestik. Für die weiteren Rollen in seinem packenden, dichten Porträt der
jungen BRD versammelte Lars Kraume mit
Ronald Zehrfeld, Sebastian Blomberg, Lilith
Stangenberg und Jörg Schüttauf ein hochkarätiges deutsches Schauspieler-Ensemble.

A Royal Night –
Ein königliches
Vergnügen
A Royal Night Out
GB 2015, 97 min, Englisch OmU,
R: Julian Jarrold, B: Trevor De Silva,
Kevin Hood, K: Christophe Beaucarne,
S: Luke Dunkley, D: Sarah Gadon,
Bel Powley, Jack Reynor, Emily Watson,
Rupert Everett, Jack Laskey
Ab Freitag, 2. Oktober
Die Windsor-Schwestern Elizabeth und
Margaret entfliehen in Julian Jarrolds
märchenhafter Romantikkomödie für eine
Nacht der höfischen Etikette.
A ROYAL NIGHT – EIN KÖNIGLICHES VERGNÜGEN erzählt von einer ganz besonderen Nacht zweier Prinzessinnen. Am 8. Mai
1945, nach der deutschen Kapitulation und
dem Ende des Zweiten Weltkriegs, mischen
sich Elizabeth und Margaret Windsor unter
die Menschenmenge auf Londons Straßen,
um den Frieden in Europa zu feiern. Es ist
bekannt, dass die damals 19 und 14 Jahre
jungen Prinzessinnen in jener Nacht den
Buckingham-Palast verließen, zum Tanz in
das Hotel Ritz gingen und kurz nach Mitternacht wieder heimkehrten. Regisseur Julian
Jarrold (WIEDERSEHEN MIT BRIDESHEAD)
zeigt in A ROYAL NIGHT – EIN KÖNIGLICHES VERGNÜGEN, was sich in dieser
königlichen Nacht ereignet haben könnte
und wie die Erlebnisse die spätere Königin
Elizabeth II. prägten. »Es ist ein spannender
Gedanke, dass zwei Prinzessinnen inkognito in London unterwegs sind«, sagt Regisseur Julian Jarrold. »Dass die Geschichte
wahr ist, macht sie nur noch faszinierender. Allerdings wissen wir nicht genau, was
damals passiert ist. Deshalb haben wir die
Ereignisse mit ein wenig Phantasie weiter6

The Walk

gesponnen.« Der Film ist auch eine höchst
ungewöhnliche romantische Komödie über
ein seltsames Paar, denn Prinzessin Elizabeth trifft durch Zufall Jack, einen jungen
Mann aus der Arbeiterklasse. Sie durchleben gemeinsam diese verrückte Nacht in
London. »Beide haben ein Geheimnis«, sagt
Julian Jarrold, »die Prinzessin darf ihre wahre Identität nicht preisgeben, und auch in
Jack steckt etwas, von dem Elizabeth nichts
ahnt.« Das Drehbuch stammt vom Newcomer Trevor de Silva und wurde vom erfahrenen Autor Kevin Hood überarbeitet, mit
dem Julian Jarrold bereits GELIEBTE JANE
auf die Leinwand brachte. »Kevin hat sehr
geschickt und mit viel Humor zwei unterschiedliche Welten miteinander verbunden:
einerseits das Leben im Buckingham-Palast, andererseits die wild feiernden Massen
auf den Straßen.«

The Walk
US 2015, 123 min, Englisch OmU, 2D/3D,
R: Robert Zemeckis, B: Robert Zemeckis,
Christopher Browne nach der Buchvorlage
von Philippe Petit, K: Dariusz Wolski,
S: Jeremiah O'Driscoll,
D: Joseph Gordon-Levitt, Sir Ben Kingsley,
Ben Schwartz, Charlotte Le Bon,
James Badge Dale, Steve Valentine

Ab Freitag, 23. Oktober
Drama über den Hochseilartisten Philippe
Petit, der in seiner berühmtesten Aktion
1974 zwischen den Twin Towers balancierte.
Was für andere Leute ein todesmutiges
Hirngespinst ist, ist für Philippe Petit die
Erfüllung seines Traums. Der französische
Hochseilartist will nämlich nichts Geringeres, als auf einem Drahtseil zwischen den
Twin Towers des World Trade Centers zu
spazieren. Neben der Tatsache, dass diese
Aktion ihn das Leben kosten könnte, bringt
sie ihn im besten Fall auch noch ins Gefängnis. Denn eine Erlaubnis für seine wagemutige Tat hat Petit nicht, weswegen er mit einer
Verhaftung rechnen muss, sollte er sicher
auf den anderen Turm gelangen. Viel wichtiger für ihn ist aber, dass ihn dieses Hindernis erheblich in seiner Vorbereitung stört.
Um sein Kunststück dennoch umzusetzen,
versammelt Petit ein Team von Spezialisten,
das ihn in seinem Unterfangen unterstützen
soll. Zusammen mit seinem Mentor Papa

It Follows

Rudy beginnen die Vorbereitungen, die sich
über Jahre erstrecken. Nach einer ganzen
Reihe von Komplikationen, Streitereien und
Beinahe-Abbrüchen tritt Petit am 7. August
1974 zum ersten Mal auf das dünne Drahtseil, das ihm sicher über einen mehr als 400
Meter tiefen Abgrund helfen soll.
THE WALK beruht auf wahren Begebenheiten, denn den Balanceakt von Philippe Petit
zwischen den Türmen des World Trade Centers hat es tatsächlich gegeben. Petit ist der
einzige Mensch, dem dieses Kunststück je
gelang. Nach ungefähr 45 Minuten gelang
es der Polizei, Petit in Gewahrsam zu nehmen. Aufgrund der Popularität seiner Aktion
wurden jedoch im nachfolgenden Prozess
sämtliche Anklagepunkte fallen gelassen.
Die Regie übernahm Robert Zemeckis, der
THE WALK im IMAX-Format und mit 3D-Kameras aufnahm, um die Tat von Petit möglichst eindrucksvoll einzufangen.

It Follows
US 2014, 100 min, Englisch OmU,
R/B: David Robert Mitchell,
K: Michael Gioulakis, S: Julio C. Perez IV,
D: Maika Monroe, Keir Gilchrist,
Daniel Zovatto, Jake Weary, Olivia Luccardi,
Lili Sepe

Ab Freitag, 9. Oktober
Das unkonventionelle Teenager-Horrordrama besticht mit unheimlicher Atmosphäre
und langsam gesteigerter Spannung.
Nachdem die 19-jährige Jay mit dem süßen
Hugh auf der Rückbank seines Autos Sex
hatte, wird sie das beunruhigende Gefühl
nicht los, dass sie jemand – oder etwas –
verfolgt und findet sich schließlich in einem
paranoiden Alptraum wieder, aus dem es
kein Entkommen zu geben scheint.
David Robert Mitchell gelingt mit minimalistischen Mitteln und zahlreichen Anleihen bei
den Klassikern des Genres ein alptraumhafter Indie-Horrorfilm. Mithilfe von atmosphärischen Bildern und einem einzigartigen,
wummernden Soundtrack wird IT FOLLOWS zur filmgewordenen Paranoia, die
einem das Blut in den Adern gefrieren lässt.
AUS EINEM INTERVIEW MIT DEM
REGISSEUR DAVID ROBERT MITCHELL
Woher kam die Idee für den Film?
Der Film basiert auf einem Alptraum, den

Der Vater meiner besten Freundin

Macbeth

ich als Kind hatte. Als ich ungefähr 10 Jahre
alt war, hatte ich ständig diesen Traum – von
dem ich übrigens glaube, dass ihn viele haben –, in dem ich von etwas verfolgt werde.
Dieses Etwas war langsam, aber beharrlich.
Ich träumte, ich sei auf dem Schulhof, und
da war dieses Kind, das auf mich zulief. Und
irgendwie wusste ich, dass es ein Monster
war. Ich rannte davon, den ganzen Block
entlang. Dann blieb ich stehen und wartete. Nach einer Weile sah ich es in der Ferne
um die Ecke kommen: es folgte mir weiter.
Dieses Monster sah jedes Mal anders aus,
es konnte jedes Aussehen annehmen. Später, als ich den Alptraum nicht mehr hatte,
dachte ich, es wäre interessant, daraus einen Film zu machen.

Ihre Väter sind mit von der Partie. Während
Lounas Vater Antoine nur strenge Vorschriften macht, sieht Maries Dad alles ganz locker. Auch sonst macht Laurent ziemlich
Eindruck auf Louna. Eines Abends schließlich verführt sie ihn am Strand. Für Laurent
war es nur ein Ausrutscher, doch Louna ist
bis über beide Ohren verliebt. Als Antoine
davon Wind bekommt, dass seine Tochter
mit einem älteren Mann geschlafen hat, versucht er mit allen Mitteln herauszufinden,
wer der Mann ist. Dabei bittet er ausgerechnet Laurent um Hilfe. Jean-François Richets
Sommerdramödie basiert auf Claude Berris
Original aus dem Jahr 1977, fokussiert aber
weniger auf die beiden von ihren Ehen gebeutelten Väter als auf die Heranwachsende.

Der Look des Films ist in der Tat einer seiner bemerkenswertesten Aspekte. Was
waren Ihre Einflüsse?
Es sind viel zu viele, um sie alle aufzuzählen.
Die Filme von John Carpenter, viele Horrorfilme, aber auch viele andere Filme. Ich habe
PARIS, TEXAS sehr oft gesehen. Von Filmen
wie TOUCH OF EVIL, ROSEMARY‘S BABY,
THE SHINING und INVASION OF THE BODY
SNATCHERS (natürlich sowohl die Version aus den 1950ern als auch die aus den
1970ern) konnte ich nie genug kriegen. Außerdem einige Filme von David Cronenberg,
BLUE VELVET und DER SCHRECKEN VOM
AMAZONAS. Dann wären da auch noch Fotografen wie Todd Hido und Gregory Crewdson, die wirklich tolle, inspirierende Sachen
gemacht haben.

AUS EINEM INTERVIEW MIT Regisseur
Jean-François Richet
1977 war dieses Thema nur sehr stiefmütterlich behandelt worden und trotz allem ziemlich skandalös. Was glauben Sie, wie wird das
Thema 2015 aufgenommen werden?
Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht. Jeder Film
muss Kritik einstecken. Aber ich lese schon
lange keine Kritiken mehr. Ich glaube, wie
wir mit dem Thema umgehen, erzählt viel
über uns selbst. Dieses junge Mädchen von
nicht mal 18 Jahren! Ich persönlich finde, die
Figur von Vincent hätte das nicht tun sollen
– aber ich verurteile ihn nicht! Er tut einfach,
was er tut – und danach hat er den Salat.
Was uns interessierte, war, zu zeigen, wie
dieser schwache Moment sich anbahnt: die
Party, die laue Sommernacht, der Alkohol.
Auch wenn nichts davon seine Handlung
rechtfertigt. Am Ende reden die Mädchen
darüber. Louna sagt: »Es ist nicht seine
Schuld«, und Marie (Laurents Tochter) antwortet: »Doch, denn er ist schließlich der
Erwachsene.« Und sie hat recht: Man kann
Louna vieles verzeihen, denn sie ist noch
ein unerfahrenes Mädchen. Es ist Laurent,
der versagt hat. Aber im Grunde ist er ein
feiner Kerl, ein guter Vater, und nach dem
Ausrutscher ist er Louna gegenüber ja auch
wirklich standhaft. Er lässt sich nicht aufs
Neue verführen. Okay, er ist einmal schwach
geworden – aber wer wäre das nicht in dieser Situation? Und hinterher? Es ist nicht
leicht, seinem besten Freund zu gestehen,
dass man mit seiner Tochter geschlafen hat.
Die Moral ist immer die Moral der anderen,
und es ist nicht meine Aufgabe, meine Moral jemandem aufzudrücken. Man muss die
Figuren auch mit den Folgen ihrer Handlungen konfrontieren. Sonst hätte Othello auch
nicht Desdemona getötet!

Der Vater meiner
besten Freundin
Un moment d’égarement
FR 2015, 106 min, Französisch OmU,
R: Jean-François Richet, B: J.F. Richet,
Lisa Azuelos, K: Robert Gantz,
Pascal Marti, S: Hervé Schneid,
D: Vincent Cassel, François Cluzet,
Lola Le Lann, Alice Isaaz
Ab Freitag, 23. September
Französische Sommerdramödie über einen unüberlegten Moment der Verführung,
erste Liebe und Männerfreundschaft.
Endlich Urlaub! Louna und Marie wollen am
Strand von Korsika Jungs aufreißen und
nächtelang feiern gehen. Einziges Problem:

Sicario

Sicario
US 2015, 121 min, Englisch OmU,
R: Denis Villeneuve, B: Taylor Sheridan,
K: Roger Deakins, S: Joe Walker,
D: Emily Blunt, Benicio Del Toro,
Josh Brolin, Victor Garber, Jon Bernthal,
Daniel Kaluuya
Ab Freitag, 2. Oktober
Im US-Mexikanischen Drogenkrieg stößt
eine idealistische FBI-Agentin an ihre moralischen Grenzen.
Der Drogenkrieg beherrscht seit Jahren den
Grenzbereich zwischen Arizona und Mexiko. Nachdem die idealistische FBI-Agentin
Kate Macer im Geheimversteck eines Drogenkartells einen grausamen Fund macht,
meldet sie sich zu einer internationalen
Task-Force um Jagd auf die Drahtzieher zu
machen. Ihr erster Einsatz führt Kate direkt
in das umkämpfte Grenzgebiet, wo sich ein
routinierter Gefangenentransfer innerhalb
von Sekunden als gefährlicher Hinterhalt
entpuppt. Nur durch die Hilfe des ebenso
skrupellosen wie kampferprobten Söldners
Alejandro kann sie entkommen. Bei der
nächsten Geheimoperation trifft sie Alejandro wieder, der wie sie Bestandteil einer
Spezialeinheit ist. Doch bald wird klar, dass
er zusammen mit anderen Mitstreitern eigene Pläne verfolgt. Kates moralische Überzeugungen werden einer harten Prüfung unterzogen, als die Grenzen zwischen Gut und
Böse im Laufe der Operation zusehends
verschwimmen…
Nach seinem aufwühlenden und hochgelobten US-Debüt PRISONERS inszeniert Regisseur Dennis Villeneuve mit SICARIO erneut
einen ebenso brillanten wie intensiven Thriller voller Hochspannung, der im Wettbewerb der 68. Filmfestspiele in Cannes seine
Weltpremiere feierte. Mit seinem Star-Ensemble bestehend aus Emily Blunt, OscarPreisträger Benicio del Toro und Josh Brolin
taucht er ein in eine Welt voller Korruption
und Gewalt, in der Moral schon längst keine
Kategorie mehr ist.

Großartiges Unterhaltungskino. Zwar
erzählt SICARIO eine in Hollywood gern genommene Geschichte, doch die besondere
Qualität von Villeneuves Inszenierung liegt
darin, wie er Bedrohung in totale Entfremdung einfasst. – Berliner Zeitung
Denis Villeneuve hat erneut ein großartiges Werk abgeliefert. – gamona
7

Beautiful Girl

Beautiful Girl
AT 2014, 94 min, OdF, R: Dominik Hartl,
B: Agnes Pluch, Dominik Hartl, nach der
Buchvorlage »Charlottes Traum« von
Gabi Kreslehner, K: Andreas Thalhammer,
Xiaosu Han, S: Ingrid Koller, Christoph
Loidl, D: Jana McKinnon, Marlon Boess,
Giacomo Pilotti, Lilian Klebow, Hary Prinz,
Dany Sigel
Ab Freitag, 16. Oktober
Charly ist gerade 16 geworden, aber ihr
Leben ist derzeit eher bittersüß. Der Sommer ist vorbei, und ihre Eltern, ehemals ein
Vorzeige-Traumpaar, lassen sich scheiden.
Doch die Mutter packt ihre Siebensachen,
Charly und Bruder Felix ein und zieht mit
ihnen vom ländlichen Elternhaus zur Oma
in die große Stadt – Wien. Oma und Mama,
Papa und seine neue Freundin sollen erst
mal selber klarkommen. Denn Charly hat
selbst genug damit zu tun, sich in ihrer neuen Schule zu orientieren. Die Hierarchien
sind schnell abgecheckt, die Zicken vom
Dienst entlarvt und in Sitznachbarin Hanna eine Komplizin gefunden. Nicht so recht
einordnen lässt sich hingegen der fesche
Klassenrabauke Sulzer. Hinter der raubeinigen Schale entdeckt Charly schnell eine
sensible Seite. Und als Charly Kondome aus
der Tasche fallen, »steht Sex wie ein Furz im
Raum«, wie Sulzer sagt. Aber da wäre noch
der nicht minder fesche, aber introvertierte
Italiener Carlo, der das genaue Gegenteil von
Mädchenschwarm Sulzer ist. Beide, Carlo
und Sulzer, haben noch viel haarsträubendere Hintergrundverhältnisse zu bewältigen
als Charly – das schweißt zusammen. Also
beginnen die drei im Triumvirat die süßen
Verheißungen der Großstadt zu erkunden:
Partys, Clubs, antikapitalistisches Randalieren im Einkaufszentrum, Rock’n’Roll. Charly, Sulzer und Carlo sind mittendrin, in einer
großartigen Freundschaft mit pulsierendem
Soundtrack.
AUS EINEM INTERVIEW MIT REGISSEUR
DOMINIK HARTL
Was hat dich an der Geschichte berührt?
Die Reise, die Charlotte innerhalb eines Jahres macht. Besonders die Ebene der Eltern
fand ich schon im Buch sehr gut. Die lassen sich scheiden, obwohl Charlotte selbst
gerade in einer schwierigen Phase ist. Das
spiegelt eine Normalität wider, zu der man
leicht Anknüpfungspunkte findet. Mir hat
auch gefallen, dass dieser österreichische
8

Sprache:Sex

Mittelstand gezeigt wird. Es gibt darin viele Situationen, die man aus seiner eigenen
Jugend kennt und die dadurch eine gewisse
Allgemeingültigkeit haben. Was ist die Zielgruppe? Jugendliche und Leute in meinem
Alter. Ich glaube dass die Zielgruppe für
Coming-of-Age-Filme oft älter ist, als man
glaubt. Ich schaue mir die zum Beispiel mit
Mitte 30 gerne an, weil man ja auch mal den
ganzen Scheiß durchgemacht hat und froh
ist, dass es vorbei ist. Also eigentlich ist die
Zielgruppe 12 bis 99. (lacht)

Er ist wieder da

Die Optionen, die sich uns paarungswilligen Individuen heute bieten, scheinen vielfältig. Wie gehen wir aber mit diesen neuen
Freiheiten um?
Abstrakt kann man mittlerweile über fast
alles sprechen. Aber wie sieht es aus, wenn
wir ganz konkret gefragt werden? Es besteht offensichtlich eine große Verunsicherung darüber, was Liebe wirklich ist und wie
man mit der eigenen Sexualität umgehen
soll. Obwohl Liebe als höchster Wert gilt und
das Sexuelle allgegenwärtig scheint, ist das
persönliche Sprechen über Sex und Liebe
noch immer stark tabuisiert.

Sprache:Sex
DE 2015, 80 min, OdF, R: Saskia Walker,
Ralf Hechelmann, B: Saskia Walker,
K: Andreas Haas, S: Laia Pratt

Ab Freitag, 9. Oktober
Dokumentarfilm, in dem 16 Personen unterschiedlichen Alters über Sex reden.
Sex ist die schönste Sache der Welt. Darüber zu sprechen, jenseits von Schlüpfrigkeiten oder Verklemmungen, bleibt schwer.
SPRACHE:SEX vertraut der Kraft des offenen Worts, der Kunst des Gesprächs, dem
Wunder der Begegnung. 16 Personen im
Alter von 13 bis 74 Jahren beweisen sich
als Praktiker in diesen Disziplinen. Es geht
um Unsicherheiten und Begierden, um
Vorlieben und Abneigungen, um Liebesund Lebensentwürfe. Ein repräsentativer
Querschnitt durch die Gesellschaft? Sicher
nicht! Statistisch auswertbare Resultate?
Noch weniger! Fanatische Ratgeberei?
Schon gar nicht! Stattdessen eine beherzte
Versuchsanordnung. Sachlich und verspielt.
Ein dokumentarischer Reigen, der in seiner
Gesamtheit mehr ist als die Summe seiner
Teile. Wen‘s was angeht? Eigentlich alle.
Regiestatement
Ausgehend vom eigenen Erleben forschen
wir seit Jahren nach neuen Formen, die Themen Liebe und Sex zu beleuchten, zu erweitern und zu hinterfragen. Die Fragen sind
oftmals schmerzhaft, denn sie rühren an die
verletzlichen Stellen der eigenen Persönlichkeit. Sich jemandem wirklich zu öffnen,
macht angreifbar, fördert Verlustängste, bedroht die eigene Autarkie. Sich aber abzuschotten und eine Zufriedenheit zu behaupten, die vielleicht nur ein Wunschkonstrukt
ist, begrenzt die eigenen Möglichkeiten.

Er ist wieder da
DE 2015, 83 min, OdF, R: David Wnendt,
B: David Wnendt, Minna Fischgartl,
Johannes Boss nach der Buchvorlage von
Timur Vermes, K: Hanno Lentz,
S: Severin Schultze, D: Oliver Masucci,
Fabian Busch, Christoph Maria Herbst,
Katja Riemann, Lars Rudolph,
Franziska Wulf

Ab Freitag, 9. Oktober
Rasend bösartige Satire nach Bestsellervorlage, in der Adolf Hitler 70 Jahre nach
seinem Tod Deutschland zurückerobern will.
Er ist wieder da, der Führer. Knapp 70 Jahre nach seinem unrühmlichen Abgang erwacht Adolf Hitler im Berlin der Gegenwart.
Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva. Im tiefsten Frieden, unter Angela Merkel und vielen
tausend Ausländern startet er, was man am
wenigsten von ihm erwartet hätte: eine Karriere im Fernsehen. Denn das Volk, dem er
bei einer Reise durch das neue Deutschland
begegnet, hält ihn für einen politisch nicht
ganz korrekten Comedian und macht ihn
zum gefeierten TV-Star. Und das, obwohl
sich Adolf Hitler seit 1945 äußerlich und innerlich keinen Deut verändert hat.
ER IST WIEDER DA ist keine Romanverfilmung im üblichen Sinne. Denn Hauptdarsteller Oliver Masucci spielt Adolf Hitler
nicht nur an der Seite von erstklassigen
Kollegen wie Fabian Busch, Christoph Maria
Herbst und Katja Riemann – er begegnet in
dokumentarischen Szenen auch dem kleinen Mann auf der Straße, außerdem Kleintierzüchtern, Unternehmern, Prominenten,
Jungpolitikern, Journalisten, Nipstern und
Neonazis.

Iraqi Odyssey

Zuletzt deutete David Wnendt in seinem
zweiten Film, der Charlotte-Roche-Verfilmung FEUCHTGEBIETE, bereits an, dass er
der richtige Mann für die furiose Bebilderung
und moderne Erzählung ungewöhnlicher
Stoffe ist. Mit seiner Adaption des satirischen Bestsellers von Timur Vermes setzt
er jetzt noch einen drauf: Teilweise mit versteckter Kamera im richtigen Berlin gedreht,
könnte dieser bitterböse Film über Deutschlands Faszination für Hitler und den Medienwahnsinn unserer Zeit nicht bissiger sein. –
Blickpunkt:Film

Iraqi Odyssey
CH/DE/IQ 2015, 90 min, Diverse OmU,
R/B: Samir, K: Lukas Strebel,
Pierre Mennel, Yuri Burak, u.a.,
S: Sophie Brunner, Ali Alfatlawi,
Wathiq Al Ameri, Samir

Ab Freitag, 23. Oktober
Spannender Einblick in die Familiengeschichte des Regisseurs, die gleichzeitig
die Geschichte des Irak und eine Geschichte der Auswanderung erzählt.
Wütende Kriegserklärungen bärtiger Männer. Autobomben. Schluchzende Frauen in
schwarzen Umhängen. Zerstörte, staubige
Landschaften. Bilder westlicher Nachrichten
aus dem Irak von heute. Dem gegenüber stehen Erinnerungen einer Familie aus den 50er
bis 70er Jahren: Frauen in schicken Kleidern
studieren an der Universität und werden

Picknick mit Bären

von zuvorkommenden Männern in eleganten Anzügen begleitet. Überall ist moderne
arabische Musik zu hören. Die Kinos zeigen
amerikanische, indische und arabische Filme. Trotz Demonstrationen und Kritik an der
kolonialen Tradition des Westens dominierte
ein ausgeprägter Glaube an den Fortschritt
und die Teilhabe an der modernen Welt.
Fünfzig Jahre später ist davon nichts mehr
geblieben. Heute lebt jeder fünfte Iraker in
der Diaspora. Der Filmemacher Samir – im
Irak geboren, in der Schweiz aufgewachsen
– erzählt die Geschichte seiner irakischen
Familie, die verstreut auf der ganzen Welt in
Auckland, Moskau, Paris, London und Buffalo
(NY) lebt. Seine Familie schildert den Traum
von Moderne, gesellschaftlichem Fortschritt
und dem Wunsch nach Freiheit. Die Doku
wird als Plädoyer für ein menschliches Miteinander der Kulturen gefeiert.

Die gesellschaftliche und soziale Geschichte ineinander verflechtend, decodiert IRAQI ODYSSEY ein Land, das stets
ausschließlich im Hinblick auf die jüngsten
Ereignisse und Statistiken rezipiert wird –
indem den Vertriebenen ein Gesicht und
eine Stimme gegeben wird. Es ist nicht nur
ein Film über eine einzige irakische Familie,
sondern die Geschichte über uns alle. – Jury
Begründung für die Auszeichnung »Best
Asian Film« beim Filmfestival Abu Dhabi
Schönheit am Tigris, kolonialistische
Demütigung, Revolution, Diaspora – der
Zürcher Regisseur Samir verwebt im Dokumentarfilm Iraqi Odyssey die herzzerreißende Familiensaga mit blutiger Weltgeschichte. – Tages Anzeiger

The Visit

The Visit
DK/AT/IRL/FIN/NO 2015, 83 min,
Englisch OmU, R/B: Michael Madsen,
K: Heikki Färm, S: Stefan Sundlöf
Ab Freitag, 16. Oktober
Dokumentarfilm, der bei Institutionen und
Wissenschaftlern nachfragt, wie der Erstkontakt mit Aliens aussehen könnte.
»Dieser Film dokumentiert ein Ereignis, das
so noch nie stattgefunden hat: die erste
Begegnung zwischen Menschen und intelligentem Leben aus dem All.«
Tatsächlich beschäftigt sich die internationale Diplomatie mit dem Ablauf einer Landung von unbekannten extraterrestrischen
Lebewesen. Es mag sein, dass die Erde noch
nie von Aliens besucht wurde, doch seit der
Erfindung von Radio und Fernsehen haben
die Menschen Signale ins Weltall gesendet
und so ihre Existenz bei anderen Zivilisationen angekündigt. Die Frage ist also nicht,
»ob« es passiert, sondern eher »wann«.
Durch noch nie da gewesenen Zugang zu
Personen wie der Direktorin des UNO-Büros
für Weltraumfragen, Experten der NASA,
ISU (International Space University), des
SETI Institute (Search for Extraterrestrial
Intelligence) und Militärberatern konstruiert
der Film ein Szenario eines Erstkontakts auf
der Erde, beginnend mit der einfachsten aller Fragen: Warum bist du hier? Wie denkst
du? Was siehst du in uns Menschen, das wir
nicht in uns selbst sehen? Die möglichen
Folgen entfalten sich in einer vielfältigen
Darstellung alltäglicher Bilder und Töne, die
ins Bizarre und Außergewöhnliche umge-

9

Natural Resistance

wandelt werden, ganz als ob sie durch die
Augen eines Besuchers betrachtet würden,
der die Erde das erste Mal zu Gesicht bekommt. Der renommierte Regisseur Michael Madsen nimmt das Publikum mit auf eine
Reise jenseits seiner irdischen Perspektive
und hinein in das Unbekannte und enthüllt
so die Ängste, Hoffnungen und Rituale unserer Spezies, die nicht nur dazu gezwungen ist, fremden Lebensformen zu begegnen, die uns als feindlich ansehen könnten,
sondern auch ihr eigenes Selbstbild konfrontieren muss mit der schwierigsten aller
Fragen: »Wer sind wir?«
REGIESTATEMENT
Wenn wir über einen Erstkontakt sprechen,
dann glaube ich, dass die einzige Gewissheit jene ist, dass das jenseits unserer
Vorstellungskraft ist. Die Herausforderung
für THE VISIT ist also, etwas wesentlich
Unverständliches verständlich zu machen.
Infolgedessen bewegt sich THE VISIT auf
ein Gelände, das die Terra incognita der
westlichen Selbstwahrnehmung ist, da die
Anwesenheit einer fremden Lebensform
nicht nur unser Verständnis infrage stellt,
sondern den ultimativen Kontrollverlust
bedeutet. Vielleicht ist ja auch der Verlust
der Kontrolle der fremdeste Standpunkt für
den modernen Menschen? Gerade dieser
spezielle blinde Fleck in unserem heutigen
Selbstverständnis bietet einen einzigartigen Blickpunkt für jeden Dokumentarfilm.
Anders gesagt repräsentiert THE VISIT meinen Versuch, mich an die Frage anzunähern:
Was ist der Mensch?

Natural Resistance
IT/FR 2015, 85 min, Italienisch OmU,
R/B: Jonathan Nossiter, K: Paula Prandini,
Jonathan Nossiter, S: Jonathan Nossiter

Ab Donnerstag, 29. Oktober
Ist der traditionelle Weinbau vom Aussterben bedroht? Filmemacher Jonathan Nossiter kommt vom Wein einfach nicht los ...
Zehn Jahre nach MONDOVINO, seiner Analyse der zunehmend standardisierten Weinproduktion in Frankreich, nimmt Weinexperte Jonathan Nossiter den Faden wieder
auf. Er zeigt, was es bedeutet, mit der Erde
verwurzelt zu sein, die man bearbeitet. In
Spaziergängen durch die Weinberge und
10

Voll verzuckert – That Sugar Film

entspannten Runden mit einer Gruppe alternativer italienischer Weinbauern werden
Erfahrungen und Argumente ausgetauscht.
Was wie ein bukolisches Paradies erscheint,
in dem kluge Menschen nach altmodischen
und ökologischen Methoden Wein produzieren, offenbart sich als Kampfplatz. Die
DOC-Vereinigung, die sich um die Interessen unabhängiger Erzeuger kümmern sollte, protegiert Winzer, die standardisierte
Qualität in großen Mengen produzieren, und
die Agroindustrie verdrängt mit ihren Hygienevorschriften traditionelle Herstellungsmethoden. Die Landschaft ist nur deshalb
unzerstört, weil reiche Ausländer die alten
Weingüter als Sommervillen bewohnen.
Mit Unterstützung eines befreundeten Filmkurators, der Schätze aus den Archiven
beisteuert, werden die Restauration dieses
Filmerbes und die Weinkultur miteinander
verglichen, was überraschende Verbindungen zwischen geistiger Nahrung und der Ernährung aufzeigt. Natural Resistance
eine Liebeserklärung an die Macht des
Kinos und der Landwirtschaft als Akt des
fröhlichen Widerstands.

Alles steht kopf

solchem »Wellness-Food« zugeführt – so
sah Gameaus Diät unter Aufsicht von Wissenschaftlern und Ernährungsberatern aus.
Während seines Experiments reiste Damon
Gameau zudem durch die süße, weite Welt
des Zuckers und schaute der Lebensmittelindustrie auf die Finger, besuchte Fachleute, Ärzte, Wissenschaftler und nicht zuletzt
Zucker-Geschädigte.
VOLL VERZUCKERT – THAT SUGAR FILM,
die erfolgreichste australische Dokumentation aller Zeiten, zeigt die Gefahren, die in
der Süße liegen. Ebenso unterhaltsam wie
informativ klärt Regisseur und Hauptakteur
Damon Gameau über das Lebensmittel Zucker auf und demonstriert am eigenen Leib
dessen Wirkung auf den menschlichen Organismus. Gäste wie die Schauspieler Stephen Fry und Isabel Lucas unterstützen ihn
dabei. VOLL VERZUCKERT – THAT SUGAR
FILM räumt mit Illusionen auf und zeigt die
Folgen der süßen Sucht. Ein Film, der vor
Augen führt, wohin übermäßiger Zuckerkonsum unsere Gesellschaft führt.

Alles steht kopf
Voll verzuckert –
That Sugar Film
AU 2014, 101 min, Englisch OmU,
R/B: Damon Gameau, K: Judd Overton,
S: Jane Usher, D: Damon Gameau, Rory
Williamson, Paul Wiegard, Nick Batzias,
Seth Larney, Virginia Murray
Ab Freitag, 30. Oktober
Doku, in der der Regisseur im Selbstversuch nur sogenannte gesunde Nahrungsmittel zu sich nimmt, die sich oft durch
(zu) hohen Zuckergehalt auszeichnen.
Zucker ist in aller Munde. Er ist weltweit
das am weitesten verbreitete Nahrungsmittel. Doch welchen Effekt hat Zucker auf
uns? Was passiert, wenn die Ernährung vor
allem aus zuckerhaltigen Lebensmitteln
besteht? Diese Fragen stellte sich der australische Schauspieler und Filmemacher
Damon Gameau und wagte den Selbstversuch. Nicht etwa Limonade, Eiscreme oder
Schokolade stehen hier im Mittelpunkt, sondern Lebensmittel, die als »gesund« verkauft werden: ob fettarmer Joghurt, Müsli,
Fruchtriegel, Säfte oder Smoothies. 60 Tage
lang 40 Teelöffel Zucker täglich aus eben-

Inside Out
US 2015, 95 min, DF, 3D/2D,
R: Peter Docter, B: Peter Docter,
Meg LeFauve, Josh Cooley

Ab Freitag, 2. Oktober
Hinreißende Animationskomödie, in der
fünf Gefühle einem elfjährigen Mädchen
beim Manövrieren durchs Erwachsenwerden helfen.
Im Hauptquartier, dem Kontrollzentrum im
Kopf der elfjährigen Riley, leisten fünf Emotionen Schwerstarbeit: Angeführt von der
optimistischen Freude, die Riley immer nur
glücklich sehen möchte, sorgt sich Angst
ständig um Rileys Sicherheit, während Wut
auf der Suche nach Gerechtigkeit bisweilen
die Hutschnur platzt. Und die aufmerksame
Ekel schützt den Teenager davor, sich zu
vergiften – körperlich oder mental. Nur die
unglückliche Kummer weiß nicht so recht,
was ihre Aufgabe ist – nun ja, die anderen
offensichtlich aber auch nicht.
Als Rileys Familie eines Tages vom Land
in eine fremde große Stadt zieht, sind die
Emotionen gefragt, Riley durch die bislang
schwerste Zeit ihres Lebens zu helfen. Aber
als Freude und Kummer durch ein Missge-

Hotel Transsilvanien 2

schick tief im Gedächtnis des Mädchens
verschwinden, liegt es an den anderen drei
Emotionen, das Chaos in den Griff zu bekommen. Dummerweise haben Freude und
Kummer versehentlich wichtige Kernerinnerungen von Riley mitgenommen und müssen diese nun unbedingt ins Hauptquartier
zurückbringen, wenn sie nicht für immer
verloren gehen sollen. Es beginnt eine aufregende Reise durch ihnen unbekannte Hirnregionen wie das Langzeitgedächtnis, das
Fantasieland, das Abstrakte Denken und die
Traum-Studios, die den beiden Emotionen
alles abverlangt – auch, über den eigenen
Gefühlsrand hinauszuwachsen...

Hotel
Transsilvanien 2
US 2015, 89 min, DF, 2D/3D,
R: Genndy Tartakovsky,
B: Adam Sandler, Robert Smigel
Ab Freitag, 16. Oktober
Amüsante Fortsetzung zum Animationsfamilienspaß aus dem Jahr 2012, in dem
Draculas Halbblut-Enkel zu einem richtigen Vampir erzogen werden soll.
Im Hotel Transsilvanien hat sich einiges geändert. Außer Monstern sind auch Menschen
willkommen, und Graf Draculas Tochter
Mavis hat ein Kind bekommen, einen Sohn,
der dem Menschenvater sehr ähnlich sieht.
Der Großpapa hat Bedenken, dass aus dem
Jungen kein richtiger Vampir werden könnte,
und versucht ihn mit Hilfe seiner Freunde zu
einem zu machen. Die Lektionen in Erschrecken und Ähnlichem sind allerdings von wenig Erfolg gekrönt. Da taucht auch noch sein
eigener Vater auf und findet die Veränderungen im Hotel gar nicht gut.
Das Sequel zum Hit von Sony Animation aus
dem Jahr 2012 erweitert das sympathischskurrile Personal um Hotelbesitzer Graf
Dracula um zwei neue Familienmitglieder,
Enkel und Großvater. Erneut unter der Regie
von Genndy Tartakovsky wird eine eigentlich
klassische Familiengeschichte erzählt, bei
der es u.a. um die richtige Erziehung geht,
und die ihre Komik aus dem Culture-Clash
zwischen Mensch und Monster bezieht.
Adam Sandler, im Original Sprecher der
Hauptfigur, schrieb auch am Drehbuch mit,
das etliche Gags bereithält.

ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT

Special Night
Triple Feauture:
ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT I–III
Mi 21. OKTOBER, 17.30, City-Kino
Triple-Ticket: EUR 15,–
Eine der größten Filmtrilogien aller Zeiten
kommt zurück!
Ende der 80er Jahre präsentierten Produzent Steven Spielberg und Regisseur Robert
Zemeckis ihre ganz besondere Vision der
Zukunft. In diesem Jahr wird sie nun endlich
Realität, denn der 21. Oktober 2015 ist der
Tag, an dem Marty McFly und Doc Brown
mit ihrer Zeitmaschine in der Zukunft ankommen! Grund genug, den DeLorean noch
einmal aufzupolieren und in einem einmaligen Event alle drei Teile der legendären
Filmreihe in brillanter digitaler Qualität auf
der großen Leinwand zu erleben. Seid dabei,
denn dieses Datum kommt nie wieder!

Zurück in die Zukunft

Die erste Zeitreise im DeLorean führt den
Highschool-Schüler Marty McFly aus dem
Jahr 1985 in das Jahr 1955, wo er auf die
jüngere Version seines Freundes Doc Brown
trifft und aus Versehen verhindert, dass sich
seine Eltern treffen und verlieben. Um seine
eigene Geburt nicht zu gefährden und wieder zurück in die Zukunft reisen zu können,
muss sich Marty dringend etwas einfallen
lassen. 116 min

Zurück in die Zukunft II

Marty reist mit Doc ins Jahr 2015, um seinem zukünftigen Sohn zu helfen. Als dort
die Zeitmaschine gestohlen wird, entsteht
eine parallele Zeitlinie, die ganz Hill Valley
erschüttert. Marty muss zurück zu den Ereignissen von 1955 reisen, um die Existenz
seiner Familie zu retten. 108 min

Zurück in die Zukunft III

Doc Brown wurde mitsamt dem DeLorean
ins Jahr 1885 katapultiert. Als Marty erfährt, dass er dort getötet wurde, reist er
kurzentschlossen in den Wilden Westen,
um den Mord zu verhindern. Doch Doc will
lieber bleiben – er hat sich verliebt. Marty
muss ein letztes Mal alles geben, um seinen
Freund zu retten und wieder zurück in die
Zukunft zu kommen. 118 min

Cinema Next / ALLES WIRD GUT

Cinema Next
Filmnacht
5 Jahre Cinema Next
Mi 21. Oktober, 21.00, Moviemento
Eintritt: EUR 5,–
Wer sich einen Überblick über den heimischen Nachwuchsfilm verschaffen und
neue Filmtalente entdecken möchte, ist bei
Cinema Next gut aufgehoben. Die Initiative
wird im Herbst fünf Jahre alt und feiert das
kleine Jubiläum am 21. Oktober im Moviemento mit einem Kurzfilmprogramm, das
sich sehen lässt und beweist, wie stark der
junge Film aus Oberösterreich und aus Österreich sein kann.
Die Beiträge aus OÖ zeugen von der Bandbreite filmischer Qualität, die in der Region
gedeiht: Animationsfilme (AD-VENTURE
und Dialog) von Studierenden der FH Hagenberg sowie Experimental- und Kurzdokumentarfilme (Von Ilse ganz zu schweigen und 15 Jahre und keine Antwort) von
Studierenden der Kunstuniversität Linz.
Filme von den Kunstuni-AbsolventInnen
Karin Fisslthaler und Lukas Marxt ergänzen
das vielseitige Programm wie auch andere
Arbeiten, die in Linz ein Gastspiel haben
werden: der vielschichtige Animationsfilm
drum & bass von Xenia Ostrovskaya, der
schöne Doku-Essay Schwerelos von Jannis
Lenz über die Parkour-Jugendbewegung
und der wohl derzeit erfolgreichste österreichische Kurzfilm Alles wird gut von Patrick
Vollrath (mit Simon Schwarz in der Hauptrolle), der nicht nur im offiziellen Wettbewerb in Cannes lief, sondern soeben auch
den Studentenoscar erhalten hat. Gewohnt
vielseitig, spannend und überraschend!
Das Programm (83 min):
AD-VENTURE – C. Lindner, P. Wagesreiter &
Michaela Wiesinger, 2014, 4:30 min
Dialog – Julian Moser, Benedikt Schreter &
Christoph Streicher, 2014, 2 min
Von Ilse ganz zu schweigen – Jens Höffken,
2014, 8:30 min
drum & bass – X. Ostrovskaya, 2015, 4 min
15 Jahre und keine Antwort –
Gita Ferlin, 2015, 7 min
Schwerelos – Jannis Lenz, 2015, 9 min
Captive Horizon – L. Marxt, 2015, 14 min
Brainbows – Karin Fisslthaler, 2:30 min
Alles wird gut – P. Vollrath, 2015, 30 min
www.cinemanext.at
11

Das Mädchen Hirut

Welt Mädchentag
Das Mädchen Hirut
So 11. Oktober, 17.00, Moviemento
Äthiopien im Jahre 1996. Die Anwältin Meaza Ashenafi kämpft mit ihrer Organisation
für die Rechte der Frauen und Kindern in ihrem Land. Dabei legt sie sich immer wieder
mit den Behörden in ihrem Land an. Als die
Anwältin vom schrecklichen Schicksal der
14-jährigen Hirut hört, beschließt sie sofort
den Fall anzunehmen. Das junge Mädchen
wurde auf dem Heimweg von der Schule
von einem älteren Landwirt gekidnappt und
vergewaltigt, um sie gemäß der örtlichen
Traditionen, der »Telefa«, anschließend zur
Frau zu nehmen. Doch dem mutigen Mädchen gelang die Flucht und es tötete dabei
seinen Peiniger. Nun droht Hirut die Todesstrafe und sie wird festgenommen. Um
das Leben des Mädchens zu retten muss
Meaza den fast aussichtslosen Kampf gegen jahrhundertalte Traditionen und patriarchalischen Glaubenssätzen aufnehmen.
DAS MÄDCHEN HIRUT beruht auf wahren
Begebenheiten und wurde von der UN-Botschafterin Angelina Jolie mitproduziert. Der
Film gewann u.a. beim Sundance Filmfestival sowie der Berlinale.

Equal Pay Day
Am Mo 12. Oktober, Bekommen
Frauen, im Moviemento & City-Kino,
Das KinoTicket um EUR 6,–
Aktuellen Berechnungen der AK zufolge arbeiten die Linzerinnen im Vergleich zu den
Linzern heuer 82 Tage »gratis«. Das entspricht einem Einkommensunterschied von
– 22,5 % auf Basis ganzjähriger Vollzeiteinkommen. Der »equal pay day« markiert jenen Tag im Jahr, ab dem Frauen im Vergleich
zu ihren männlichen Kollegen statistisch
gesehen ihr Jahreseinkommen erreicht haben. Dieser Unterschied hat mehrere Ursachen. Zwei Drittel davon sind reine Diskriminierungsfaktoren. Diese Ungerechtigkeit
thematisiert die Stadt Linz mit einer besonderen Initiative.

Auf der Suche nach Isolde

/ tanzhafen
FESTIVAL 2015
Di 13. Oktober, Moviemento
Tanzkurzfilme und ein TanzRoadMovie zeigen
den Tanz durch den Blick der Filmkamera.
18.00 Villaggio
Ilona Roth (XE - Local Artists 2015)
18.30 Tanzkurzfilme
kuratiert von Theresia Dückelmann
20.00 Auf der Suche nach Isolde
(XE - Eröffnungsfilm 2015)
Barbara Windtner/Ulrike Hager
mehr info unter
www.tanzhafenfestival.at

Südwind

Filmring
Wild tales
Mo 19. – Fr 23. Oktober, 17.30 &
Sa 24. Oktober, 15.30, Moviemento
WILD TALES – JEDER DREHT MAL DURCH!
ist eine schwarze Komödie aus Argentinien
mit sechs Geschichten, die Rache und Frustration zum Thema haben – allesamt mit
wahnsinnigen Konsequenzen und tonnenweise Spaß.
Der Filmring der Jugend ist der älteste Filmclub Österreichs. Er bietet besonders interessante Filme, manchmal mit anschließender Diskussion, an. Die Filmvorführungen
finden zirka einmal monatlich statt.
www.filmring-linz.at

AK-Kultur

Ohne Rast. ohne Eile.

A Perfect day

Mo 12. Oktober, 19.00, Moviemento
In Kooperation mit Radio Fro richtet der
»Südwind im Kino«-Film im Oktober den
Blick auf Argentinien. Ausgangspunkt von
Ohne Rast. ohne Eile. ist die Ermordung
eines jungen indigenen Mannes, der erschossen wurde, weil er sich der Räumung
des Landes, das er und seine Vorfahren seit
Generationen bewirtschafteten, widersetzte. Der Dokumentarfilm zeigt, wie organisierte indigene Gemeinschaften in einer
LandarbeiterInnen-Bewegung für ihr Land
und für ihr Leben eintreten. Die KameradistInnen begleiten die LandarbeiterInnen
in ihrem Alltag sowie bei ihren Protesten
in Buenos Aires und geben den Menschen
Raum und Zeit, um ihren Anliegen Gehör
zu verschaffen. Im Anschluss stehen die
Regisseurin Viviana Uriona von den KameradistInnen sowie Karin Fischer als Expertin
für Auswirkungen von Globalisierungsprozessen in Lateinamerika (JKU Linz) für ein
Publikumsgespräch zur Verfügung.

Fr 30. Oktober, 21.00, Moviemento
AK-Kultur & Moviemento haben für Filmfreund_innen eine Kooperation vereinbart.
Inhalt dieser Zusammenarbeit ist, dass einmal monatlich gemeinsam ein Film vorgeschlagen wird, für den AK-Mitglieder mit der
Leistungskarte oder der AK-plus-Card einen
ermäßigten Eintrittspreis von 6 Euro zahlen.
Für die jeweiligen Filme mit sozialem oder
politischem Hintergrund werden Einführungsreferate angeboten. Das Einführungsreferat für den Oktober-Film A Perfect
day hält der Linzer Filmwissenschafter
Markus Vorauer.

Mehr zum Film: www.kameradisten.org/
ohne-rast-ohne-eile

Eine Kooperation des Linzer Frauenbüros
mit dem Moviemento

Mehr zum entwicklungspolitischen
Engagement von Südwind unter:
www.suedwind-agentur.at/ooe
12

A Perfect Day

babykino

jeden ersten Mittwoch im Monat – City-Kino
Am Mi 7. Oktober zeigen wir
45 Years (9.30) /
A Royal Night (10.00)
Ein Kinoangebot speziell für Eltern mit Babys und Kleinkindern. Sehen Sie aktuelle
Filmhighlights bei freiem Eintritt in speziellen Vorführungen, bei denen Sie Ihr Kleinkind getrost in den Kinosaal mitnehmen
können. Eintritt frei – für Eltern mit Babys!

FilmTage 50+

Calling Hedy Lamarr
AT/DE/GB 2004, 72 min, OmU,
R: Georg Misch

Mi 14. – Fr 16. Oktober, Moviemento
Gezeigt werden Filme, die viele unterschiedliche Aspekte des Alters thematisieren.
www.seniorinnen.gruene.at

Gruber geht

DE 2015, 105 min, OdF, R: Marie Kreutzer
John Gruber ist Mitte 30 und lebt schnell,
teuer und egozentrisch. Eine plötzliche
Krebsdiagnose wirft ihn aus der Bahn, genauso aber deren unfreiwillige Überbringerin: Sarah, DJane aus Berlin – und so gar
nicht sein Typ. Mi 14. Oktober, 18.30

Die Wolken von Sils Maria

CH/DE/FR/US 2014, OmU, 124 min
R: Olivier Assayas
Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere soll Maria eine Rolle im Remake des Theaterstücks
übernehmen, mit dem sie vor zwanzig Jahren über Nacht berühmt geworden ist. Dieses Mal wird ihre Figur jedoch von einer jungen aufstrebenden Nachwuchsdarstellerin
übernommen. Mi 14. Oktober, 20.30

My old lady

US/FR 2014, 104 min, R: Israel Horovitz
Mathias, ein erfolgloser New Yorker, hat von
seinem Vater ein Appartement in Paris geerbt. Mit dem Vorhaben die Wohnung zu
verkaufen und das Geld einzukassieren, reist
er in die Stadt der Liebe. Dort angekommen
ist die Überraschung groß, als er Mathilde,
eine Engländerin in ihren Neunzigern, nebst
ihrer Tochter in »seiner« Wohnung vorfindet.
Do 15. Oktober, 18.30

Zu Ende ist alles erst
am Schluss

FR 2014, 96 min, R: Jean-Paul Rouve
Die frisch verwitwete Mutter soll ins Altersheim, dem Sohn fällt der Übergang in die
Rente schwer, und der Enkel scheint sein
Leben zu verbummeln – Jean-Paul Rouve
hat einen der traurig-optimistischen Romane von David Foenkinos verfilmt.
Do 15. Oktober, 20.30

Still Alice

US 2015, 101 min, OmU,
R: Richard Glatzer, Wash Westmoreland
Zunächst sind es nur Kleinigkeiten, die kaum
jemandem auffallen. Bei einem Vortrag fällt
Professorin Alice Howland plötzlich ein Wort
nicht ein. Wenig später verliert sie beim Joggen die Orientierung, Die Diagnose ist ebenso unerwartet wie erschütternd: Alice leidet
an Alzheimer. Fr 16. Oktober, 18.30

Conducta

CU 2014, 108 min, R: Ernesto Daranas
Chala wächst bei seiner drogensüchtigen
Mutter auf und muss mit mehr oder minder
legalen Jobs zum Lebensunterhalt beitragen.
Kein Wunder, dass er den Behörden und anderen Aufsichtspersonen immer wieder mal
negativ auffällt. Doch Carmela, seine beseelte Lehrerin, steht dem Jungen mit ihrer Lebensklugheit beiseite. Fr 16. Oktober, 20.30

Filmreihe
Mythos Schönheit
Eine Kooperation mit
dem OÖ Landesmuseum
Die große Sonderausstellung »Mythos
Schönheit« im Schlossmuseum Linz lädt
die Besucher/innen ein, die schillernden Facetten des Schönen zu erleben. Die Schau
spannt einen weiten kultur- und epochenübergreifenden Bogen – von der Antike
bis zur Gegenwart, vom Bauplan der Natur
über die Schönheitsideale des 19. Jahrhunderts bis zu den »Wundern« der plastischen
Chirurgie. Es ist also eine Begegnung mit
Natur- und Kunstschönheiten, aber auch
mit vermeintlichen Idealen und seltsamen
Eigenarten des Schönen. Nahezu alle Exponate stammen aus den einzigartigen natur-, kultur- und kunstwissenschaftlichen
Sammlungen des Oberösterreichischen
Landesmuseums, ergänzt durch ausgesuchte Leihgaben und interaktive Schauelemente. Auf diese Weise macht die umfangreiche Ausstellung den Mythos Schönheit
in seiner interdisziplinären Vielfalt nicht nur
sichtbar, sondern geradezu greifbar.
Im Oktober ergänzen ein spezielles Filmprogramm im Moviemento sowie Vorträge und
Diskussionen im Schlossmuseum die sehenswerte Ausstellung »Mythos Schönheit«.

Miss Universe 1929 –
Lisl Goldarbeiter.
A Queen in Wien

AT/NL 2006, 70 min, OmU, R: Péter Forgács
Di 6. Oktober, 20.00
1929 wurde die erste und bisher einzige Österreicherin zur Miss Universum gekürt: Lisl
Goldarbeiter. Ihr Aufstieg zur Schönheitskönigin, ihr Leben im Wien der Zwischenkriegszeit und das Schicksal der Familie während
des Nationalsozialismus wurden von ihrem
gleichaltrigen Cousin Marci Tänzer mit seiner 9,5-mm-Kamera dokumentiert. Beide
überlebten die Kriegswirren und fanden 1949
endlich auch als Paar zueinander. Marci filmte seine Lisl, bis diese im Alter von 88 Jahren
starb. Das filmische Tagebuch Marci Tänzers
ist aber nicht nur ein zeitgeschichtliches Dokument. Vielmehr zieht es sich wie ein roter
Faden durch ein Geflecht von Unausgesprochenem, Erahntem, von kleinen Geheimnissen. Die Magie dieses Filmes liegt aber sicher
in der Gabe der zwei Hauptprotagonisten,
dem Lauf der Ereignisse bis ins hohe Alter
mit Gelassenheit zu begegnen.

Di 13. Oktober, 20.00
Hedy Lamarr – wer war sie wirklich? Wienerin. Hollywood-Göttin. Erfinderin. Erfolgreich. Gescheitert. Reich. Arm. Vergessen.
Wiederentdeckt. Das Studio wollte, dass sie
schön war und sonst nichts. Der Sohn wollte
eine liebende Mutter. Die sechs Männer eine
Ehefrau. Und sie? Ein Film auf der Spurensuche nach der schönsten Erfinderin der
Welt, erzählt als Mischung aus modernen
Mythen, konstruierten Legenden und wahren Geschichten. »The Most Beautiful Woman In Films!« –MGM

Schönheit

DE 2011, 81 min, OdF, R: Carolin Schmitz
Di 20. Oktober, 20.00
Carolin Schmitz stellt in ihrem Dokumentarfilm SCHÖNHEIT ohne den Einsatz von
Musik oder Kommentaren ganz unterschiedliche Menschen und ihre individuellen Vorstellungen von Schönheit vor. Das
Zuhause und die Alltagswelten der Interviewten dienen überwiegend als Kulisse und
stehen so unmittelbar im Kontext mit dem
Gesagten. Vielfach setzt Carolin Schmitz
die Kamera als stillen Beobachter ein und
lässt die entstandenen Bilder für sich sprechen. Nüchtern und ohne Polemik erfährt
der Zuschauer, wie unmittelbar körperliche
Schönheit mit Konsum, Besitz und Karriere
verknüpft ist.

Seht mich verschwinden
DE 2014, 84 min, OmU, R: Kiki Allgeier

Di 27. Oktober, 20.00
SEHT MICH VERSCHWINDEN erzählt die
Geschichte von Isabelle Caro, die im Jahr
2007 für Aufsehen sorgte, als sie sich nackt
mit nur 32 Kilo Körpergewicht für die »No
Anorexia«-Kampagne des italienischen Modelabels »Nolita« von Starfotograf Oliviero
Toscani abbilden ließ.
Die Weltpresse ist fasziniert vom selbstzerstörerischen Exhibitionismus der Bilder,
die sich in Windeseile auf diversen Plattformen und in anderen Medien verbreiten.
Gleichzeitig stößt die Kampagne auf harte
Kritik – auch aus Angst, die Bilder könnten,
anstatt abzuschrecken, jungen Frauen als
Inspiration dienen. So werden die Poster
nach wenigen Tagen wieder von den Plakatwänden der Mailänder Modemesse entfernt
– nicht aber aus dem Netz oder den Köpfen.
Was bleibt, ist Isabelles Erkenntnis über die
Macht ihrer Zerbrechlichkeit. Sie wird immer besser darin, die Medien für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.

Mythos Schönheit.
Facetten des Schönen in Natur,
Kunst und Gesellschaft
6. Mai – 29. Nov 2015, Schlossmuseum Linz
www.landesmuseum.at
13

12. Entwicklungspolitische Filmtage
8. – 10. Oktober, Moviemento
in Kooperation mit dem Kulturverein KuKuRoots – verwurzelt Kunst & Kultur – www.kukuroots.at
Bombay Diaries

Indien
Die entwicklungspolitischen Filmtage bieten
Spiel- und Dokumentarfilme aus und über
den Süden Indiens, dazu Vorträge und Podiumsdiskussionen, ein Kulturprogramm sowie kulinarische Köstlichkeiten der Region.
Als Gäste freuen wir uns auf die Architektin,
Baumeisterin und Designerin Martina Spies
– sie ist Gründerin des Vereins Anukruti,
dessen Ziel es ist, städtische Mikroflächen
in verschiedenen Stadtteilen Mumbais in
Spielplätze zu verwandeln – und auf den
Soziologen, Sozial- und Kulturanthropologen Andreas Obrecht.

Filme
Millions can walk

CH/IN, 2013, 88 min, OmU,
R: Christoph Schaub, Kamal Musale
Ein kämpferischer wie philosophischer Film
über den 400 km langen »Marsch der Gerechtigkeit«, mit welchem hunderttausende
InderInnen, landlose Bauern und Ureinwohner – die Adivasi – gewaltlos ihre Rechte auf
eine würdige Existenz einfordern.

Live aus Peepli –
Irgendwo in Indien

IN 2009, 105 min, OmU, R: Anusha Rizv
Der Bauer Natha und seine Familie kämpfen
ums Überleben, als sich ein Ausweg aus der
Misere abzeichnet: Die Regierung hat ein
Programm eingerichtet, das Hinterbliebene
entschädigt, wenn ein Bauer sich umbringt.
Das könnte man ja nutzen, einer aus Nathas
Familie könnte sich umbringen, damit die
anderen etwas verdienen. Die Medien bekommen Wind von der Idee, und plötzlich
wird der geplante Bauernselbstmord zum
Thema Nummer eins. Man will den Bauern
nicht retten, man will derjenige sein, der live
dabei ist, wenn er es tut. Amüsant wie nachdenklich.

Dharavi – Slum for Sale

CH/DE 2010, 80 Min, R: Lutz Konermann
War Bombay früher Indiens Tor zum Westen, so ist Mumbai heute eine moderne Metropole. Die Hälfte seiner fast 20 Millionen
Einwohner leben allerdings in Slums. Der
größte heißt Dharavi. Mit seinen geschätzten 800.000 EinwohnerInnen gehört er zu
den am dichtesten besiedelten Orten der
14

Welt. Einst außerhalb der Stadtgrenzen,
befindet sich Dharavi heute im Herzen der
Metropole, eingeschlossen von zentralen
Verkehrsadern und in unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen Finanzzentrum. Der
Architekt Mukesh Mehta hat eine Vision:
Dharavi soll saniert und radikal umgestaltet
werden. Doch die SlumbewohnerInnen leisten Widerstand.

Bombay Diaries –
Dhobi Ghat

IN 2011, 100 min, OmU, R: Kiran Rao
Shai ist eben erst in Bombay angekommen.
Die junge Hobby-Fotografin will die Heimat
ihrer Eltern mit der Kamera erkunden. Sie
trifft auf den unnahbaren Künstler Arun
und verbringt eine Nacht mit ihm. Ihre Wege
trennen sich wieder – die Sehnsucht bleibt.
Arun zieht in ein anderes Quartier und findet
in der neuen Wohnung zufällig drei Videotagebücher seiner Vormieterin Yasmin, die darin über ihr Leben in Bombay erzählt. Shai
freundet sich inzwischen mit dem Wäscher
Munna an, über alle Konventionen hinweg.
Er führt sie durch die entlegensten Winkel
der pulsierenden und modernen Metropole
und beginnt vom Unmöglichen zu träumen.
Vier Lebensfäden aus einer irren Stadt.

Luck by Chance

IN 2009, 155 min, OmU, R: Zoya Akhtar
In Mumbai, dem Hollywood Indiens, sind ein
junger Schauspieler und eine junge Schauspielerin auf der Suche nach einer ersten
Traumrolle. Er hat Bühnenerfahrung und
möchte Leinwandheld werden, sie ist beinahe zu allem bereit, um in einer großen Produktion mitzuwirken. Die beiden verlieben
sich ineinander, doch... Die junge Filmemacherin Zoya Akhtar zeigt, wie seinerzeit bei
Lagaan, in ihrer Produktion aus Mumbai
nicht nur die schönsten Seiten des Genres.
In diesem Film geht es um die große Liebe
und ums Filmemachen selber, spielt seine
erfrischende Geschichte doch mitten in den
Dekors der Filmstadt Mumbai.

A Throw of Dice

IN 1929, 76 min, Stummfilm,
R: Franz Osten
König Sohat giert nach dem Reich seines
Vetters Ranjit. Als Ranjit auf einer Tigerjagd von einem vergifteten Pfeil getroffen
wird, pflegt ihn Sunita, die schöne Tochter
eines Naturheilers, gesund. Von Eifersucht

ergriffen, bedient sich Sohat jeder List, um
einen Keil zwischen das junge Liebespaar zu
treiben. Sein doppelzüngiges Spiel scheint
gewonnen, als Ranjit mit falschen Glückswürfeln sein Königreich, seine Freiheit und
Sunita verspielt... Der Film beruht auf einer
zentralen Episode des »Mahabharata«. Regie führte der deutsche Filmpionier Franz
Osten. Diese Version feierte 2007 mit neuer musikalischer Begleitung von DJ Nitin
Sawhney mit dem Londoner Symphonieorchester erneut Premiere.

Programm
Donnerstag, 8. Oktober
Themenabend:
»Namaste – Recht auf Würde«
18.30 Eröffnung & kurze Filmeinführung
18.45 Film MILLIONS CAN WALK (OmU)
20.30 Film LIVE AUS PEEPLI (OmU)
Ausklang im Gelben Krokodil mit kulinarische Köstlichkeiten aus Indien
Freitag, 9. Oktober
Themenabend: »Mumbai Megacity«
18.30 Film DHARAVI – SLUM FOR SALE
20.00 Projektpräsentation:

»DHARAVI GROUND UP«
Martina M. Spies (Anukruti)

im Anschluss Publikumsgespräch

mit Andreas Obrecht (KEF, Ö1)
21.00 BOMBAY DIARIES (OmU)
Ausklang im Gelben Krokodil mit kulinarische Köstlichkeiten aus Indien
Samstag, 10. Oktober
Themenabend: »Bollywood«
18.00 Film LUCK BY CHANCE (OmU)
20.45 Film A THROW OF DICE
Ausklang im Gelben Krokodil mit kulinarische Köstlichkeiten aus Indien
Ticket EUR 8,50 (Film & Gespräch)
Ermäßigungen erhalten: AK-Mitglieder,
SchülerInnen, StudentInnen, Ö1-Clubmitglieder und MovieMembers.
Das gesamte Programm der Filmtage
finden Sie auf der Website:
http://filmtagelinz.kukuroots.at
zum Download.

27.10.2015 19:30 GS
Thomas Hampson
Klaus Florian Vogt
Wiener Virtuosen

30.10.2015 19:30 MS
Die „silbernen“ 20er
Arantxa Armentia

3.11.2015 19:30 MS
Starsolisten
der Akademie des
Mariinski-Theaters
St. Petersburg

5.11.2015 19:30 MS
Forum Zeitgenössisches
Musikschaffen
OÖ KomponistInnenbund
7.11.2015 19:30 GS
Zu Mikis Theodorakis
90. Geburtstag:
Alexis Zorbas
Brucknerchor Linz
9.11.2015 19:30 GS

Vocale

27.10.–21.11.2015

10.11.2015 19:30 MS
Russische Opernstars
präsentieren:
Liederabend
In memoriam
Jelena Obraszowa
In Kooperation mit Elena
Obraztsova Foundation

18.11.2015 19:30 GS

Karten und Info:
+43 (0) 732 77 52 30
www.brucknerhaus.at

Die große Belcanto-Nacht
Edita Gruberova
Nürnberger Symphoniker

PLEASE
KEEP

YOUr MACHINE
CLEAN

Fr 02.10.

O C T O B E R

Festival

East meets West
Carmen Bradford
Quartet

HOUSE, ELECTrO

CErNY & DrOPANOBO
QUEEN & KING OF STYLES #22 AFTErSHOWPArTY
DJ PHEK T (FM4 TrIBE VIBES) & DJ HOOrAY

Fr 09.10. POST.GENrE, ELECTrONICA, TECHNO
HErE TO STAY! SEDVS (BArE HANDS)
MEHMET ACUMA (CLICHé‘81)

SA 10.10. HOUSE, TECHNO

ATTILA (BONBON / GrA Z) HELMCHEN (E-VErTEILEr / LINZ)

Fr 16.10. BASS MUSIC

SELECTA UFUK VS. NOISYBOY

SA 17.10. TECHNO,HOUSE

MUSICTALKEr 15 YEArS INJECTIONMUSIC

Fr 23.10. TECHNO, DUB

MA XIMILIAN MEINDL (MUSIK K ANTINE, HOUZTEKK)
UCIEL (MUSIK K ANTINE, HOUZTEKK)

SA 24.10. HIP HOP

S O L A r I S B A r . A T

SA 03.10. HIP HOP

STATE OF YO! DJ FANTASTIC / DJ CONCEPT / AVErAGE

DO 29.10.

POSTSCrIPTUM POETrYSLAM & LADO

Fr 30.10. VArIOUS ELECTrONICA
rATATOSK (A.K .A. DJ KILLEr)

SA 31.10. HOUSE, TECHNO, ELECTrO
MASK & GADGET

15

Moviemento & City-Kino
oktober 2015

Die spielzeiten und - orte entnehmen sie bitte
unserem wochenprogramm, unserer homepage sowie der tagespresse

Filmstarts

FilmBrunch

ab Fr 2. oktober

a royaL NIgHt

ab Fr 23. oktober
omu

gB 2015, 97 min, r: Julian Jarrold
laufzeit: mindestens 3 wochen

aLLes steHt KoPF

inside out
us 2015, 95 min, 2D/3D, r: Peter Docter
laufzeit: mindestens 3 wochen

aM eNde eIN Fest omu

Mita tova
il/De 2014, 93 min, r: sharon maymon
laufzeit: mindestens 3 wochen

sICarIo

omu

us 2015, 121 min, r: Denis Villeneuve
laufzeit: mindestens 3 wochen

ab Fr 9. oktober

der staat gegeN
FrItz BaUer odf

der Vater MeINer
BesteN FreUNdIN omu

Un moment d‘égarement
fr 2015, 106 min, r: Jean-françois richet
laufzeit: mindestens 3 wochen

How to
CHaNge tHe worLd omu

cA/gB 2015, 110 min, r: Jerry rothwell
laufzeit: mindestens 3 wochen

IraqI odyssey omu

ch/De/iq 2015, 90 min, r: samir
laufzeit: mindestens 2 wochen

tHe waLK omu

us 2015, 123 min, 2D/3D,
r: robert zemeckis
laufzeit: mindestens 3 wochen

ab Do 29. oktober

De 2015, 105 min, r: lars kraume
laufzeit: mindestens 3 wochen

er Ist wIeder da odf

NatUraL resIstaNCe omu

it/fr 2015, 85 min, r: Jonathan Nossiter
laufzeit: mindestens 2 wochen

De 2015, 83 min, r: David wnendt
laufzeit: mindestens 3 wochen

ab Fr 30. oktober

It FoLLows omu

es 2015, 106 min,
r: fernando león de Aranoa
laufzeit: mindestens 3 wochen

us 2014, 100 min, r: David robert mitchell
laufzeit: mindestens 3 wochen

De 2015, 80 min,
r: saskia walker, ralf hechelmann
laufzeit: mindestens 3 wochen

ab Fr 16. oktober

BeaUtIFUL gIrL odf

HoteL traNssILVaNIeN 2

us 2015, 89 min, r: genndy tartakovsky
laufzeit: mindestens 3 wochen
omu

A Walk in the Woods
us 2015, 98 min, r: ken kwapis
laufzeit: mindestens 3 wochen

Dk/At/irl/fiN/No 2015, 83 min,
r: michael madsen
laufzeit: mindestens 1 woche

so 4. oktober
11.15
a royal niGht
11.15
life
11.30
45 years
13.00 camino De santiaGo
13.00 sicario
13.15
am enDe ein fest
so 11. oktober
11.15
Der staat GeGen fritz Bauer
11.15
sPrache:sex
11.30
BroaDway theraPy
13.00 amy
13.15
er ist wieDer Da
13.30
Buoni a nulla
so 18. oktober
11.15
Beautiful Girl
11.15
Picknick mit Bären
11.30
taxi teheran
13.00 learninG to Drive
13.00 the visit
13.15
hotel transsilvanien 2 (2D)
so 25. oktober
11.15
Der vater meiner
Besten freunDin
11.15
how to chanGe the worlD
11.30
señor kaPlan
13.10
the walk
13.15
french women
13.30
wunDer Der leBenskraft
es stehen für den Brunch zwei termine zur
Verfügung:
1. termin 10.00 - 11.15 uhr,
2. termin 11.45 - 13.00 uhr
tischreservierung im gelben krokodil
dringend empfohlen: 0732/784182

gB 2015, 113 min, r: Justin kurzel
laufzeit: mindestens 3 wochen

FilmLUNCH

MadaMe MargUerIte
oder dIe KUNst
der sCHIeFeN töNe omu

Marguerite
fr/Be/cz 2015, 127 min, r: xavier giannoli
laufzeit: mindestens 3 wochen

At 2014, 94 min, r: Dominik hart
laufzeit: mindestens 3 wochen

PICKNICK MIt BäreN

a PerFeCt day omu

MaCBetH omu

sPraCHe:sex odf

tHe VIsIt omu

Sonntags im Moviemento &
Gelben Krokodil

VoLL VerzUCKert –
tHat sUgar FILM omu

Au 2014, 101 min, r: Damon gameau
laufzeit: mindestens 3 wochen

Babykino

Sonntags im City-Kino & Café Stern

so 4. oktober
11.30
sicario
11.30
Der tote am teich
so 11. oktober
11.30
Der tote am teich
11.30
alles steht koPf (3D, DF)
so 18. oktober
11.45
er ist wieDer Da
11.45
hotel transsilvanien 2 (3D, DF)
so 25. oktober
11.30
Picknick mit Bären
11.30
Der vater meiner Besten
freunDin
essen incl. kuchen & kaffee nach dem film,
tischreservierung bei der city-kino-kassa
dringend empfohlen.

im City-Kino

MI 7. oktober
9.30 45 years
10.00 a royal niGht

Moviemento OK Platz 1, 4020 Linz, 0732/78 40 90
City-Kino Graben 30, 4020 Linz, 0732/77 60 81

www.moviemento.at

Österreichische Post AG/Sponsoring.Post - Verlagspostamt: 4020 Linz, Donau - GZ 02Z031032 S

Related Interests