Moviemento & City-Kino

mai 2016
Nr. 328 – Programmzeitung für Moviemento & City-Kino
www.moviemento.at

Ein FiLM von CathErinE Corsini

Vorspann
Inhalt

Neue Filme im Mai
A Bigger Splash........................................5
Athos – Im jenseits dieser Welt..........8
Der Nachtmahr......................................... 7
Ein letzter Tango....................................3
Ente Gut! Mädchen allein zu Haus....8
Heart of a Dog...........................................8
La Belle Saison – Eine Sommerliebe...3
Mängelexemplar.....................................5
Midnight Special......................................4
Nur fliegen ist schöner........................4
Peggy Guggenheim –
Ein Leben für die Kunst.......................... 7
Remember....................................................6
Schrotten!................................................. 7
Sing Street.................................................6
The Lobster................................................6
Une histoire de fou.................................8
Vor der Morgenröte –
Stefan Zweig in Amerika........................9

K U N S T
IM KINO
DEN MODERNEN GARTEN MALEN

MONET BIS MATISSE
Von der Royal Academy of Arts London
DI 24. MAI, 18.30
SO 29. MAI, 11.30
IM MOVIEMENTO
TICKETS: EUR 14,– / ermäßigt EUR 11,–
FilmBrunch am Sonntag EUR 23,–

Cinema Next Filmnacht............................... 9
Südwind....................................................... 9
Babykino...................................................... 9
AK-Kultur..................................................... 9

Preise:
Programmheft-Jahresabo: EUR 19,–
Kinometerbank: 10 Karten +
Programmheftabo: EUR 70,–
MovieMember: 1 Jahr ermäßigter Eintritt +
Abo: EUR 30,–,
Einzelexemplar-Programmzeitung: EUR 1,50
Bankverbindung: Hypobank, Linz Landstraße,
IBAN: AT955400000000761858 / BIC: OBLAAT2L
lautend auf »Moviemento Programmkino gemeinnützige GmbH«
Satz- und Druckfehler vorbehalten.
Hinweis für Kinometerbank Käufer_innen
Per Überweisung bezahlte Kinometerbanken und
MovieMember-Cards liegen an der Moviemento
Kino-Kassa auf und können dort gegen Vorlage der
Zahlungsquittung (=Auftragsbestätigung) zwischen
ca. 17.00 und 21.00 Uhr abgeholt werden. Aus organisatorischen Gründen ist die Abholung im City-Kino
nicht möglich.
Wegen immer häufiger aufretender Zustellprobleme unserer Programmzeitung durch die Post
möchten wir uns entschuldigen. Diese liegen nicht
in unserem Bereich. Gegebenenfalls bekommen
Sie das Programm gerne an der Kassa.

FilmBrunch

Sonntags im Moviemento & Gelben Krokodil

Neu beim FILMBRUNCH: PLATZKARTEN IM KINO
#1 TISCH & KINOTICKET RESERVIEREN im Gelben Krokodil und Moviemento / #2 BEZAHLEN IM GELBEN
KROKODIL Sie erhalten einen Bon / #3 MIT DEM BON IHRE PLATZKARTE ABHOLEN an der MoviementoKassa den Bon gegen das Kinoticket tauschen

So 1. Mai

So 22. Mai

11.15

Familie zu vermieten
11.15 Monsieur Chocolat
11.30 Ein Hologramm für den König
13.15 Die Kommune
13.15 Der Schamane und die Schlange
13.30 Bauernopfer – Spiel der Könige

11.15

So 8. Mai

So 29. Mai

11.15 Suffragette

11.15 Sing Street

11.30 ein letzter Tango

11.30 Kunst im Kino
Monet Bis Matisse: Den
Modernen Garten Malen
11.30 Ich bin dann mal weg
13.15 Nur Fliegen ist schöner
13.15 Heart of a Dog
13.30 Birnenkuchen und Lavendel

11.30 Das Leben ist keine Generalprobe
13.15 Monsieur Chocolat
Impressum
Medieninhaber: Verein zur Förderung kommunikativer
Kinokultur, OK Platz 1, 4020 Linz, Tel: 0732/784090.
Obmann: Wilhelm Schwind. DVR: 0562831/180189.
F. d. I. v.: Wolfgang Steininger.
Gestaltung Heft 328: Stefanie Pachlatko, Stefan Messner.
Mitarbeit: Rüdiger Ratzenböck.
Druck: Haider Schönau, Niederndorf 32, 4274 Schönau, Tel: 07261/7232. Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier. Mit der Unterstützung von BMUKK,
LAND OÖ, STADT LINZ und zahlreichen Mitgliedern,
Förder_innen.
Offenlegung gem. Mediengesetz § 25(2): Verein zur
Förderung kommunikativer Kinokultur, Unternehmensgegenstand: Präsentation von Filmkunst.
§ 25(4): Vermittlung von Informationen über Film,
Kino-Kultur und Zeitkultur.

2

13.15 A Bigger Splash
13.30 Ein Mann namens Ove

So 15. Mai
11.15 Peggy Guggenheim
11.30 Athos – Im Jenseits dieser Welt
11.30 Ein Hologramm für den König
13.15 La Belle Saison – Eine Sommerliebe
13.15 Birnenkuchen mit Lavendel
13.30 Mängelexemplar

Nur Fliegen ist schöner

11.30 Ich bin dann mal weg
11.30 Ein Hologramm für den König
13.15 Ein letzter Tango
13.30 Mängelexemplar
13.30 A Bigger Splash

La Belle Saison – Eine Sommerliebe

Ein letzter Tango

La Belle Saison –
Eine Sommerliebe

70er Jahre ein. LA BELLE SAISON ist eine
inspirierende Ode an die Freiheit, das Leben
und die Liebe.

FR 2015, 105 min, Französische OmU,
R: Catherine Corsini, B: Catherine Corsini,
Laurette Polmanss, K: Jeanne Lapoirie,
S: Frédéric Baillehaiche,
D: Cécile de France, Izïa Higelin,
Noémie Lvovsky, Kévin Azaïs,
Laetitia Dosch, Benjamin Bellecour
Locarno 2015:
Variety Piazza Grande Award

INTERVIEW MIT REGISSEURIN
CATHERINE CORSINI
Worin bestand für Sie der Reiz, die Handlung von LA BELLE SAISON in die 70er
Jahre zu verlegen?
Ich verspürte das Bedürfnis, den damaligen
Feministinnen, die oft verunglimpft oder
als sexuell frustrierte Emanzen beschimpft
wurden, meinen Respekt zu zollen. Ich
selbst war zwar über viele Jahre hinweg keine sonderlich engagierte Feministin, ja ich
tendierte sogar dazu, mir die Vorurteile, die
man ihnen gegenüber hegte, selbst zu eigen
zu machen. Dann aber begriff ich, dass ein
Großteil der Errungenschaften, die für mein
heutiges Leben ganz selbstverständlich
sind, eben diesen Frauen zu verdanken sind,
die sich damals engagiert und wirklich gekämpft haben. Viele von ihnen waren Lesbierinnen, denen sich dank der Frauenbewegung endlich die Chance bot, ihre Stimme
zu erheben. Es ist eine Tatsache, dass gerade die Lesben viel für die Emanzipation der
Frau im Allgemeinen geleistet haben. Die Vitalität und die Lust zu provozieren, von der
die Frauenbewegung geprägt war, fand ich
sehr faszinierend. Ich sehe heute nirgendwo
etwas Vergleichbares. Ich hatte begriffen,
dass beim Feminismus das Menschliche im
Mittelpunkt stand – und dies war denn auch
der Kerngedanke, von dem ich mich bei der
Arbeit am Skript habe leiten lassen.

Ab Freitag, 13. Mai
Eine Liebesgeschichte zweier gegensätzlicher Frauen zwischen Leidenschaft und
gesellschaftlicher Erwartungshaltung im
Frankreich der frühen 70er Jahre.
Im Frankreich der 1970er Jahre zieht die
23-jährige Delphine vom Bauernhof ihrer
Eltern nach Paris, um Engstirnigkeit und
ländlichen Moralvorstellungen zu entkommen. Dort lernt sie die extrovertierte Carole
kennen, mit der sie sich gemeinsam in der
Frauenrechtsbewegung engagiert und in
die sie sich sogleich unsterblich verliebt.
Es dauert nicht lange, bis auch Carole, die
noch nie mit einer Frau zusammen war, ihre
Gefühle für Delphine entdeckt. Ihre stürmische Affäre wird jäh unterbrochen, als Delphines Vater schwer erkrankt und sie aufs
Land zurückkehren muss, um ihrer Mutter
bei der Arbeit auf dem elterlichen Bauernhof zu helfen. Von Sehnsucht getrieben, beschließt Carole, ihren langjährigen Freund
zu verlassen und Delphine zu folgen. Für die
beiden Frauen beginnt ein Sommer voll leidenschaftlicher und glücklicher Momente.
Als das idyllische Landleben jedoch erste
Schattenseiten zeigt, muss Delphine schon
bald entscheiden, wie offen sie zu ihrer Liebe stehen kann.
Feinfühlig, sinnlich und bewegend erzählt
Regisseurin Catherine Corsini (DIE AFFÄRE) die Liebesgeschichte zweier gegensätzlicher Frauen zwischen Leidenschaft
und gesellschaftlicher Erwartungshaltung.
Cécile de France (DER JUNGE MIT DEM
FAHRRAD) als extrovertierte, freiheitsliebende Städterin und Izïa Higelin (HEUTE
BIN ICH SAMBA) als Mädchen vom Land,
das den Konventionen zu trotzen versucht,
sind das pulsierende Herz des Films. Während die beiden durch ihr eindringliches,
mitreißendes Spiel begeistern, fängt Corsini in wunderschön komponierten Bildern
die Aufbruchsstimmung und den Geist der

Ein letzter Tango
Un tango más
DE/AR 2015, 85 min, Spanisch OmU,
R: German Kral, B: German Kral,
Daniel Speck, K: Jo Heim, Felix Monti,
S: Ulrike Tortora, D: María Nieves,
Juan Carlos Copes, Pablo Verón, Alejandra
Gutty, Ayelen Álvarez Miño, Juan Malizia

Premiere: Mittwoch, 4. Mai, 20.00,
Moviemento – in Anwesenheit von
Regisseur German Kral
Dokumentarfilm über das berühmte
Tangotänzer-Paar María Nieves Rego und
Juan Carlos Copes.
Sie waren das Vorzeigepaar des argentinischen Tangos und lebten über 50 Jahre eine

Sing Street

leidenschaftliche Hassliebe. María Nieves
und Juan Carlos Copes waren 14 und 17
Jahre alt, als sie sich erstmals begegneten,
und brachten den damals außerhalb Argentiniens unbekannten Tanzstil des Tango Argentino von schummrigen Clubs in Buenos
Aires auf die großen Theaterbühnen der
Welt. Kein anderer Mann tanzte wie Juan,
keine andere Frau wie María.
EIN LETZTER TANGO porträtiert das Talent und das Temperament der Ausnahmekünstler, die den Tango revolutionierten
und die Kunst über ihre Beziehung stellten,
bis diese zerbrach. Heute, mit 81 und 84
Jahren, treffen sie sich nach jahrelangem
Schweigen für diesen Film erneut: für einen
letzten Tango...
Regisseur German Kral (DER LETZTE APPLAUS, MÚSICA CUBANA, BUENOS AIRES,
MEINE GESCHICHTE) schafft eine berührende und visuell beeindruckende Liebeserklärung an den Tango, die Leidenschaft
und das Leben. Erst heute, fast am Ende
ihres Lebens, sind María und Juan bereit,
ihre Geschichte zu erzählen: von ihrer Liebe, ihrem Hass und ihrer Leidenschaft. Ihre
Zuhörer sind eine Gruppe der besten Tangotänzer und Choreografen von Buenos Aires,
die die schönsten, bewegendsten und dramatischsten Momente des Lebens der beiden Tanzlegenden in unglaublichen TangoChoreografien wieder aufleben lassen. Auf
dem 40. Toronto International Film Festival
feierte EIN LETZTER TANGO in der Reihe
TIFF DOCS seine Weltpremiere. Der renommierte Regisseur Wim Wenders wirkte als
Executive Producer und als künstlerischer
Berater bei diesem Projekt mit.
AUS EINEM INTERVIEW MIT DEM
REGISSEUR GERMAN KRAL
Wann und wie haben Sie zum ersten Mal
von María Nieves und Juan Carlos Copes
gehört? Welche Rolle spielten sie als Stars
des Tangos in Ihrem Umfeld?
Juan Carlos Copes und María Nieves kenne
ich seit meiner Kindheit. Sie waren das Tangopaar Argentiniens und überall präsent –
im Fernsehen, im Theater, in den Zeitschriften... Immer, wenn es um Tango ging, waren
sie das Vorzeigepaar.
Welchen Bezug haben Sie als Argentinier
selbst zum Tango?
Interessanterweise begann meine Liebe
zum Tango erst, als ich vor vielen Jahren
nach Berlin kam. Ein argentinischer Freund
von mir erwartete mich am Flughafen und
gab mir Unterkunft in seiner Wohnung. Dort
hatte er eine Musikkassette von Roberto
3

Midnight Special

Goyeneche, einem berühmten Tangosänger, der »Naranjo en Flor« (»Blühender
Orangenbaum«), einen wunderschönen
Tango, sang. Der Text ging so:
»Primero hay que saber sufrir, después
amar, después partir y al fin andar sin pensamiento...« (»Zuerst muss man leiden können, danach lieben können, danach weggehen können, und am Ende gehen können
ohne Gedanken...«)
Ich war frisch in Berlin angekommen, hatte
gerade mein Heimatland, meine Stadt und
meine Leute verlassen, um in Deutschland
Film zu studieren. Also trafen mich diese
Zeilen mitten ins Herz. Das war der Beginn
meiner Liebe zum Tango...

Midnight Special
US 2015, 112 min, Englisch OmU,
R/B: Jeff Nichols, K: Adam Stone,
S: Julie Monroe, D: Michael Shannon,
Joel Edgerton, Kirsten Dunst,
Jaeden Lieberher, Adam Driver, Bill Camp

Ab Freitag, 20. Mai
Packender Thriller von US-IndependentIkone Jeff Nichols über einen Jungen mit
besonderen Fähigkeiten.
Mit dem provokanten Science-FictionThriller MIDNIGHT SPECIAL beweist Autor/
Regisseur Jeff Nichols einmal mehr, dass er
zu den mitreißendsten Geschichtenerzählern unserer Zeit gehört. Ein Film, der in kein
Genre passen will, denn trotz der übernatürlichen Elemente entwickelt sich die Story
auf einer sehr intim-menschlichen Ebene:
Vater Roy flieht, um seinen kleinen Sohn
Alton zu schützen und herauszufinden, was
es mit den ungewöhnlichen Fähigkeiten des
Jungen auf sich hat.
Die Flucht vor religiösen Extremisten und
der örtlichen Polizei eskaliert bald zu einer
landesweiten Menschenjagd, an der auch
die höchste Regierungsebene beteiligt ist.
Letztlich muss der Vater auf dem Trip von
Texas an die Küste Floridas alles riskieren,
um Alton vor dem Schlimmsten zu bewahren und sein Schicksal zu erfüllen, wobei sie
elementare Erfahrungen durch das Band
der Liebe und Geborgenheit, aber auch in
Glaubensfragen machen.
ÜBER DIE PRODUKTION
Der Thriller gibt uns übernatürliche Rätsel
4

Nur fliegen ist schöner

auf, indem er uns auf eine provokante Reise
ins Unbekannte entführt – ins Reich des Unbegreiflichen.
»Ich wollte eine Verfolgungsjagd drehen, einen Film über Typen, die in einem schnellen
Wagen über Nebenstraßen durch den amerikanischen Süden brettern – nachts und mit
ausgeschalteten Scheinwerfern«, berichtet
Nichols und skizziert damit die Situation der
handelnden Figuren, die sich auf Kollisionskurs mit einem Phänomen befinden, das ihre
Vorstellungskraft übersteigt. »Sie befinden
sich auf der Flucht, sie werden gejagt und
bewegen sich gleichzeitig auf etwas extrem
Bedeutendes zu, obwohl wir zunächst nicht
wissen, worum es sich handelt.«
Doch was zunächst wie eine hektische, aber
geradlinige Verfolgungsjagd erscheint, entpuppt sich bald als tiefschürfende und rätselhafte Erfahrung, die nicht von dieser Welt
ist. Als wir die Flüchtigen und ihre Verfolger
näher kennenlernen, werden wir direkt mit
in dieses Abenteuer hineingezogen, dessen
Wesen und Dimensionen wir nur erahnen
können. Dazu Nichols: »Ich bezeichne diesen Film gern als russische MatroschkaPuppe mit umgekehrtem Vorzeichen: Die
großen Puppen enthalten beim Öffnen immer kleinere Versionen ihrer selbst, bis man
im inneren Kern angekommen ist. Unser
Film beginnt wie ein kleiner, unabhängig
produzierter Film, ein Roadmovie mit ein
paar Darstellern, und dann entwickelt er
sich zu gigantischen Ausmaßen, bis er den
Rahmen des Filmbildes sprengt.«

Nur fliegen ist
schöner
Comme un avion
FR 2015, 105 min, Französische OmU,
R/B: Bruno Podalydès, K: Claire Mathon,
S: Christel Dewynter,
D: Bruno Podalydès, Sandrine Kiberlain,
Agnès Jaoui, Vimala Pons,
Denis Podalydès, Michel Vuillermoz
Ab Freitag, 20. Mai
Eine unwiderstehlich charmante AntiStresskomödie über Liebe und Leidenschaft, über Magie und Muse und über die
befreiende Kraft des Paddelns.
Michel in den Fünfzigern, verheiratet, die
Kinder aus dem Haus, Nine-to-five-Job,
steckt in seiner täglichen Routine fest. Nach

Ein letzter Tango

der Arbeit, wenn er auf sein Motorrad steigt,
träumt er von einem anderen Leben. Wie
gerne würde er wie sein Held, LuftpostPionier Jean Mermoz, in einer Propellermaschine durch den Abendhimmel schweben.
Eines Tages stößt Michel durch Zufall auf
das Foto eines Kajaks – und ist begeistert
von der formvollendeten Schönheit und Eleganz des Objekts. Es ist Liebe auf den ersten
Blick! Ein Klick, und ein Grand Raid 416 zum
Selbstzusammenbauen liegt in seinem virtuellen Einkaufskorb. Einige Tage gelingt es
Michel, den Kauf vor seiner Frau Rachelle zu
verheimlichen. Voller Hingabe setzt er auf
der Dachterrasse sein Kajak Stück für Stück
zusammen und häuft immer mehr Expeditionsausrüstung an. Ganze Nachmittage
verbringt er in seinem halbfertigen Gefährt
und träumt sich davon. Schließlich entdeckt
Rachelle das Ausrüstungslager, setzt den
Trockenübungen ein Ende und ihren Mann
an einem Fluss aus, damit er endlich in
die Gänge und aufs Wasser kommt. Dass
Michels Auszeit ihr gemeinsames Leben
komplett auf den Kopf stellen könnte, ahnt
Rachelle. Und wirklich: Schon bei seiner ersten Rast trifft Michel im Ausflugslokal der
schönen Laetitia auf eine ländliche, exzentrische Bohème. Er taucht in eine exotische
Welt außerhalb von Raum und Zeit ein, die
geprägt ist von Unbeschwertheit, Kirschen,
Sinnlichkeit und eisgekühltem Absinth…
Der mehrfache César-Preisträger Bruno
Podalydès zaubert mit NUR FLIEGEN IST
SCHÖNER eine unwiderstehlich charmante
Anti-Stress-Komödie auf die Leinwand, die
sommerlich-leicht und gleichzeitig tiefgründig ist. Der Regisseur erzählt die Geschichte
von Michel, der aus dem Alltagstrott ausbricht, um endlich das Leben wieder leicht
zu nehmen und bei sich selbst zu sein. Er
erzählt auch von Liebe und Leidenschaft,
von Magie und Muse, und davon, wie Paddeln die Gedanken befreit. Wieder einmal
beweist sich Podalydès als wahrer Spezialist, exzentrische Menschen in Aufbruchsstimmung zu porträtieren, bereichert mit
seinem neuesten Geniestreich den französischen Autorenfilm und entführt uns mit
wunderschönen Bildern in ein ländliches
Paradies nicht weit von Paris. Gedreht wurde im Sommer 2014 im Burgund und in den
Départements Yonne und Loiret.

Der federleichte, aber letztlich dennoch
profunde Film steckt voller visueller Ideen
und entzückendem Geplänkel: ein weiterer
Volltreffer des französischen Filmemachers
Bruno Podalydès. – The Hollywood Reporter

Mängelexemplar

Mängelexemplar
DE 2016, 112 min, OdF,
R/B: Laura Lackmann, nach der Buchvorlage von Sarah Kuttner, K: Sten Mende,
S: Gergana Voigt, D: Claudia Eisinger,
Katja Riemann, Barbara Schöne,
Laura Tonke, Maren Kroymann,
Christoph Letkowski
Ab Freitag, 13. Mai
Tragikomödie um eine Frau, die der Depression den Kampf ansagt. Verfilmung von Sarah Kuttners gleichnamigem Bestseller.
Karo hat kein Problem. Karo ist das Problem: für ihre Chefin, ihren Freund und für
einen Baumarktmitarbeiter, der Karo nach
einem sonderbaren Wutausbruch in Gewahrsam nehmen muss.
Und es stimmt, mit Karo stimmt was nicht.
Sie ist ungeduldig, viel zu emotional und hat
sich selbst nicht unter Kontrolle. Als Karo
deswegen ihren Job verliert und selbst ihre
beste Freundin nichts mehr von ihr wissen
will, wird ihr klar, dass sich etwas ändern
muss. Voller Übereifer stürzt sie sich in eine
Therapie, will die Superpatientin sein und
macht gerade deshalb alles falsch. Als daraufhin ihr Freund mit ihr Schluss macht,
wird es ernst. Von Panikattacken in die Depression getrieben, muss sie feststellen,
dass es nicht leicht ist, ein Problem zu lösen, wenn man es selber ist. MÄNGELEXEMPLAR ist die lang erwartete Verfilmung
von Sarah Kuttners Bestsellerroman. Phantasievoll, wild und zugleich sensibel erzählt
Newcomer-Regisseurin Laura Lackmann
den tragikomischen Trip einer jungen Frau
auf der Suche nach sich selbst.
AUS EINEM INTERVIEW MIT
REGISSEURIN LAURA LACKMANN
MÄNGELEXEMPLAR sucht und findet einen formal wie erzählerisch sehr verspielten und ideenreichen Umgang mit dem
Thema Depression.
Ja, ich wollte, dass der Film trotz seines
Themas nicht abschreckend wirkt, sondern
für jeden zugänglich ist. MÄNGELEXEMPLAR ist wie ein Märchen – von außen bunt,
wild und phantasievoll – und hat trotzdem
einen ernsten Kern. Im Kostüm haben wir
zum Beispiel einen Pullover mit einem
schwarzen Punkt auf dem Herzen, der mit
Karos Trauer wächst. Wenn Karo den Mut
verliert, gehen stellvertretend in ganz Berlin die Lichter aus. Vergleicht sie in Gedanken ihren Freund mit ihrem Vater, wechselt

A Bigger Splash

Christoph Letkowski mit Detlev Buck die
Plätze und Kostüme. Der Film ist reich an
Details, die man entdecken kann, und wirkt
deswegen manchmal ein bisschen so, als
hätte ein Gastgeber zu viel Zeit gehabt, einen Tisch zu decken.
Wie viel verbindet Sie persönlich mit Sarah
Kuttner und der Hauptfigur Karo in der Geschichte?
Sarah und ich sind unterschiedliche Menschen, aber wir haben in unserer Biografie
bestimmt noch mehr Schnittmengen als
unsere kleinen Hunde. In meinem Leben
gab es auf jeden Fall viele Parallelen zum
Roman. Was Karo hat, ist vielleicht keine
Depression in einem klassisch-klinischen
Sinne. Sie leidet wie viele unserer Generation daran, dass sie als Mensch nicht mehr
gebraucht wird. Die Mischung aus Ziellosigkeit, zu viel Phantasie und Emotion treibt sie
quasi in die Krankheit. Weil sie nicht geliebt
wird, liebt sie sich nicht, dabei wird sie nur
nicht geliebt, weil sie sich nicht liebt. Am
Ende ist es die Trennung von einem Mann,
den sie eigentlich nicht liebt, die ihr den Boden unter den Füßen wegreißt. Das ist für
viele Frauen schon fast pathologisch.

A Bigger Splash
FR/IT/GB 2015, 124 min, Englisch OmU,
R: Luca Guadagnino, B: David Kajganich,
K: Yorick Le Saux, S: Walter Fasano,
D: Ralph Fiennes, Dakota Johnson,
Matthias Schoenaerts, Tilda Swinton,
Aurore Clement, Elena Bucci

Ab Donnerstag, 5. Mai
Ein sinnliches Porträt über Leidenschaft,
Eifersucht und Rock’n’Roll unter der mediterranen Sonne Süditaliens.
Das berühmte Künstlerpaar Paul und Marianne reist auf die idyllische Insel Pantelleria,
um in der malerischen Abgeschiedenheit
Süditaliens einen romantischen Urlaub zu
verbringen. Es scheint der perfekte Ort. Doch
die Harmonie der beiden gerät abrupt ins
Wanken, als sie unerwartet Besuch von ihrem
alten Freund Harry und dessen äußerst attraktiver Tochter Penelope bekommen. Während Paul bald der lasziven Ausstrahlung der
jungen Frau verfällt, erwacht zwischen Marianne und Harry eine »alte« Leidenschaft. Ein
gefährlicher Sog zieht die vier immer tiefer in

La Belle Saison – Eine Sommerliebe

einen Abgrund aus Leidenschaft, Eifersucht
und sexueller Obsession...
Mit dem virtuosen Thriller A BIGGER
SPLASH feiert der italienische Regisseur
Luca Guadagnino (I AM LOVE) den Rausch
der sexuellen Anziehung. Raffiniert, elegant und in absoluter Starbesetzung führt
Guadagnino hinein in die dunklen Abgründe menschlicher Leidenschaft. Inspiriert
durch David Hockneys berühmtes Bild »A
Bigger Splash«, ist ihm eine brillante Hommage an Jacques Derays legendären Film
DER SWIMMINGPOOL (1969) gelungen. Die
Figuren dieser verhängnisvollen Vierecksgeschichte spielen Ralph Fiennes (GRAND
BUDAPEST HOTEL), Tilda Swinton (ONLY
LOVERS LEFT ALIVE), Matthias Schoenaerts (DER GESCHMACK VON ROST UND
KNOCHEN) und Dakota Johnson (BLACK
MASS) mit vibrierender Intensität. Guadagnino, berühmt für seine Affinität zur Mode,
hat auch bei A BIGGER SPLASH mit der
Kostümdesignerin und Oscar-Gewinnerin
Antonella Cannarozzi zusammengearbeitet. Die Kostüme von Swinton stammen von
Raf Simmons, dem ehemaligen Chef-Designer von Dior.
REGIESTATEMENT
Meine Inspiration rührte von Roberto Rosselini, die erbarmungslose Energie von
Martin Scorsese und die tief menschlische
Einsicht von Jonathan Demme. Ich bin auch
ein großer Fan der Arbeit von Patricia Highsmith und Paul Bowles, mit ihrem ausgeprägten Sinn für das Genre noir und ihren Fähigkeiten, Charaktere in einer ihnen fremden
Welt gefangen zu nehmen. Das bringt ihre
am tiefsten verankerten Instinkte ans Licht,
Leidenschaft und die Verlockung einer intensiven Liebe in ihren dunkelsten Facetten.
Wir sind von der Idee eines Buchs ausgegangen. Die Kluft zwischen einer Welt, die es
nicht mehr gibt – der Welt des Rock’n‘Roll
gegen Ende des 20. Jahrhunderts – und
einer neuen Art von Konservativismus, die
uns in gewisser Weise heute lenkt. In meinen
Augen ist A BIGGER SPLASH ein zeitgenössisches Porträt unserer Zeit, zusätzlich wird
eine Seite Italiens gezeigt, die normalerweise sehr wenigen vorbehalten ist. In dem Film
sind Menschen, die alles haben, was sie wollen, verletzbar und versuchen, sich aus ihrer
Welt zurückzuziehen. Die Realität überwältigt sie dann aber wieder, und wenn das einmal passiert ist, sind Glamour, Leidenschaft
und Sicherheit aufgebrochen. Alles, was
bleibt, sind die natürlichen Instinkte, aus denen heraus sich etwas entwickelt.
5

Sing Street

Remember

Sing Street

The Lobster

Remember

IE/US/GB 2016, 106 min, Englisch OmU,
R/B: John Carney, K: Yaron Orbach,
S: Andrew Marcus,
D: Ferdia Walsh-Peelo, Aidan Gillen,
Maria Doyle Kennedy, Jack Reynor,
Lucy Boynton, Kelly Thornton

IE/GB 2015, 119 min, Englisch OF,
R: Yorgos Lanthimos, B: Y. Lanthimos,
Efthymis Filippou, K: Thimios Bakatakis,
S: Yorgos Mavropsaridis, D: Colin Farrell,
Rachel Weisz, Jessica Barden,
Olivia Colman, Ashley Jensen, Ariane Labed

CA/DE 2015, 95 min, Englisch OmU,
R: Atom Egoyan,
B: Benjamin August,
K: Paul Sarossy, S: Christopher Donaldson,
D: Christopher Plummer, Martin Landau,
Dean Norris, Bruno Ganz, Heinz Lieven,
Jürgen Prochnow

Ab Freitag, 27. Mai
Autobiografisch inspiriertes, charmantes
romantisches Märchen über eine Bandgründung und junge Liebe im Dublin der
Achtzigerjahre.
Irland in den Achtzigern. Vor dem Hintergrund von Rezession und Arbeitslosigkeit
wächst der jugendliche Conor in Dublin
auf. Als Außenseiter in der Schule gebrandmarkt, flieht er in die Welt der Popmusik und
träumt nebenbei von der unerreichbaren,
schönen Raphina. Seine Idee: Er lädt Raphina ein, im Musikvideo seiner Band aufzutreten. Sein Problem: Er hat gar keine Band,
kann noch nicht mal ein Instrument spielen.
Aber sein Plan darf auf keinen Fall scheitern.
Also gründet er mit ein paar Jungs aus der
Nachbarschaft kurzerhand eine Band, und
voller Leidenschaft schreiben sie ihre ersten
Songs…
Nach ONCE und CAN A SONG SAVE YOUR
LIFE? begeistert John Carney erneut mit
einem energiegeladenen Musikfilm. Der
kreative Filmemacher, der auch für das
Drehbuch verantwortlich zeichnet, zaubert
das Lebensgefühl der 80er Jahre zurück auf
die Leinwand: die Geschichte eines musikverrückten Jugendlichen, der seinen Traum
lebt, mit einem unvergesslichen Soundtrack
mit Hits von The Cure, Duran Duran, The Police und Genesis. SING STREET ist wie das
Lieblings-Album auf Vinyl – nur in Bildern.

Ab Freitag, 20. Mai
Satire über eine Parallelwelt, in der alleinstehende Menschen per Gesetz zur Zweisamkeit verdammt sind.
In der Zukunft erhalten Erwachsene ohne
Beziehung 45 Tage, in einem abgeriegelten
Ressort am Meer, genannt das Hotel, einen
neuen Lebenspartner zu finden – wenn es
ihnen nicht gelingt, werden sie in ein Tier
ihrer Wahl verwandelt. Der übergewichtige
David macht zunächst alles mit, bis er die Situation nicht mehr ertragen kann und flieht.
Er schließt sich anderen Abtrünnigen an,
die den Aufstand gegen die Unterdrückung
proben – eckt aber auch da an, als er sich
verliebt, denn hier ist Liebe streng untersagt.
Die pechschwarze Satire des gefeierten
griechischen Regisseurs Yorgos Lanthimos ist in einer dystopischen Parallelwelt
angesiedelt, wie sie auch der Fantasie eines Luis Buñuel entsprungen sein könnte.
Sensationell hochkarätig besetzt mit Colin
Farrell, Rachel Weisz und Léa Seydoux, wird
das gesellschaftliche Ideal der Zweisamkeit
als ultimatives Lebensziel in einer atemberaubend komischen Szene nach der anderen radikal auf die Spitze getrieben, bis
die Stimmung unvermittelt umschlägt. Ein
Meisterwerk des Arthouse-Kinos.

Im Kern erzählt Sing Street von der
Kraft der Träume, dem Glauben daran, alles erreichen zu können, wenn man es nur
versucht und alles dafür gibt. Man mag das
ein wenig naiv finden, doch genau so funktioniert ja auch ein guter Popsong. Und
wenn dann Conor und Raphina endlich
zueinander finden und den Ausbruch aus
ihrer grauen Welt wagen, kann man nicht
anders, als ihnen alles Gute wünschen.
– programmkino.de
Dieser charmante Gute-Laune-Film geht
ins Herz – und mit Hits der 1980er Jahre sowie Neukompositionen auch ins Ohr.
– Blickpunkt:Film
6

The Lobster

Schwärzer als THE LOBSTER kann ein
Liebesfilm nicht sein. – Die Zeit
Es ist eine skurrile Welt, die Lanthimos
kreiert. Ein düsteres Universum, das vor allem von seinen schrägen Details lebt und
wie eine Art Wes Anderson für Erwachsene
daherkommt, ohne kunterbunte Pappkulissen, aber dafür mit einer zynischen Dystopie:
In ihr ist es ganz normal, dass ein Kamel, ein
Schwein, ein Flamingo durch den Wald spazieren; dann hat sich eben ein Hotelgast für
dieses Tier entschieden, und dann passt es
auch in die Gesellschaft von THE LOBSTER.
Und genau das ist das Großartige an diesem
Film: eine Welt abzubilden, die unserer so
ähnlich ist, aber sehr zugespitzt und verfremdet genau das entblößt, was wir in der Realität
noch zu ignorieren versuchen. – Cereality.net

Ab Freitag, 13. Mai
Drama um einen Holocaust-Überlebenden, der sich 70 Jahre nach dem Tod seiner Angehörigen rächen will.
Es gibt für Zev eigentlich nichts mehr, für
das es sich zu leben lohnt. Vor kurzem starb
seine geliebte Frau, und seine fortschreitende Demenz raubt ihm immer mehr die
Erinnerung. Dann wird er von seinem alten
Freund Max an einen ungeheuerlichen Plan
erinnert, den die beiden gemeinsam geschmiedet hatten: Max hat einen ehemaligen KZ-Aufseher gefunden, der in den USA
unter falscher Identität lebt. Und Max will
Rache. Genau wie Zev, der sich entscheidet, loszuziehen, um diese Rache selbst zu
vollstrecken. Trotz seiner Verfassung unternimmt er die anstrengende Reise quer
durchs Land. Denn er hat einen Wunsch:
dem Mann in die Augen zu sehen, der so
viele Leben auf dem Gewissen hat.
In seinem neuen Film verhandelt der Regisseur Atom Egoyan die Themen Schuld,
Vergeltung, Vergessen und Verdrängung.
Erneut arbeitet er dabei mit Christopher
Plummer zusammen, der die Rolle des Zev
mit beeindruckender Intensität erfüllt. Ein
Mann am Ende seines Lebens, der alles, was
er liebte, bereits verloren hat und sich nun
ohne Rücksicht auf Konsequenzen auf die
letzte entscheidende Reise macht.

REMEMBER unterhält auf angenehm
zurückhaltende Weise und regt zum Nachdenken über Erinnern und Vergessen an. –
Deutsche Film- und Medienbewertung
Nach Devil's Knot und Captive wagt
der kanadische Regisseur Atom Egoyan
erneut die ihm typische Gratwanderung
zwischen eigenwilligem Autorenkino und effektivem B-Thriller. Basierend auf einer Prämisse, die an Cheyenne – This Must Be
the Place und natürlich Der Marathon
Mann erinnert, schickt er den großartigen
Christopher Plummer auf eine Reise durch
die USA, die in doppeltem Sinne eine Reise
wider das Vergessen ist. – Blickpunkt:Film

Der Nachtmahr

Der Nachtmahr
DE 2015, 92 min, OdF, R/B: Akiz (Achim
Bornhak), K: Clemens Baumeister, S: Akiz,
Philipp Virus, D: Carolyn Genzkow, Wilson
Gonzalez Ochsenknecht, Sina Tkotsch,
Arnd Klawitter, Julika Jenkins, Uwe Preuss
Max-Ophüls-Preis 2016: Preis der Jugendjury; Preis der ökumenischen Jury

Ab Freitag, 27. Mai
Teenage Angst als ungestümer Psychotrip:
Ein Partygirl begegnet der Verkörperung
seiner Ängste.
Tina ist 17 Jahre alt und hat scheinbar alles,
was sich ein Mädchen in ihrem Alter wünschen kann. Doch nach einer Party beginnt
sie massive Albträume zu erleben, fortan
wird sie Nacht für Nacht von einem abgrundtief hässlichen Wesen heimgesucht.
Ihre Eltern glauben ihr nicht. Der Einzige,
mit dem sie über ihre Ängste spricht, ist ihr
Psychiater. Er rät ihr, Kontakt mit diesem
Wesen aufzunehmen. Zunächst weigert sich
Tina, doch als sie merkt, dass ihre Eltern
ernsthaft überlegen, sie in eine Klinik einzuweisen, überwindet sie ihre Angst und geht
auf das Wesen zu. Anders als erwartet, stellt
Tina fest, dass dieses Wesen als Personifikation ihrer Ängste real existiert und dass
es die gleichen Gefühle und Empfindungen
spürt wie sie selbst. Aus Angst, in Freundeskreis und Familie als Freak zu gelten,
versteckt sie das Wesen in ihrem Zimmer.
Mit der Zeit verliert sie langsam den Ekel vor
ihm. Es entsteht ein zutrauliches Verhältnis,
etwa wie zu einem zugelaufenen wilden Tier.
Im Umgang mit ihm scheint Tinas wahres
Ich durch. Doch dann sehen ihre Eltern und
schließlich auch ihre Freunde dieses Wesen
mit eigenen Augen.
DER NACHTMAHR ist junges, kraftvolles
Kino aus Deutschland. Ohne zu werten oder
seine Figuren zu verurteilen, erzählt Akiz
in seinem zweiten Kinospielfilm das Drama eines jungen Mädchens, das aus seiner
überschaubaren Welt fällt. Die fulminanten
schauspielerischen Leistungen von Neuentdeckung Carolyn Genzkow in ihrer ersten
Kinorolle sowie von Sina Tkotsch, Wilson
Gonzalez Ochsenknecht und Alexander
Scheer vermitteln auf emotionale Weise, was
es heißt, plötzlich und inmitten des Erwachsenwerdens ausgegrenzt zu sein und keinen
Weg zurück zu finden, um jedoch schließlich
– isoliert und auf sich selbst zurückgeworfen
– mit sich selbst ins Reine zu kommen.

Peggy Guggenheim – Ein Leben für die Kunst

2007 verfilmte Achim Bornhak DAS WILDE
LEBEN der Uschi Obermaier – dann nannte
er sich Akiz, kollaborierte mit Banksy und
wurde im MoMA ausgestellt. Mit dem ersten Teil einer »Dämonischen Trilogie« kehrt
er nun zum Kino zurück und lässt in puncto
Ambition und Radikalität heimische Genrevertreter weit hinter sich. Sein furioser Ritt in
die Phantastik experimentiert mit Einflüssen
von David Lynch und des Expressionismus,
reizt die Sinne mit seinem Mix aus Teenage
Angst, Jugendporträt und Psychodrama.

Peggy Guggenheim
– Ein Leben für
die Kunst
US 2014, 96 min, Englisch OmU,
R: Lisa Immordino Vreeland,
B: Bernadine Colish,
Lisa Immordino Vreeland, K: Peter Trilling,
S: Bernadine Colish, Jed Parker

Schrotten!

größen wie Larry Gagosian und der Verfasser der Picasso-Biografie, John Richards, der
Kunsthistoriker und Autor Dore Ashton, die
New-Museum-Direktorin Lisa Philipps und
»Art in America«-Herausgeberin Lindsay
Pollock sowie der Schweizer Kurator für zeitgenössische Kunst, Hans Ulrich Obrist, kommen zu Wort und vervollständigen das Bild.
Ihre Geschichte ist eine spannende Reise
durch die gleichzeitig unsicheren und aufregenden Anfänge des 20. Jahrhunderts,
eine Zeit voll unerwarteter kultureller Umwälzungen. Ein einfühlsames Porträt einer
Frau, deren Leben mindestens ebenso faszinierend und ausgefallen war wie die Kunst,
die sie sammelte.

Ein sehr unterhaltsamer Film über eine legendäre Epoche – The Hollywood Reporter
Ich sammelte Männer und Kunst. Die
Männer gingen, die Kunst blieb. – Peggy
Guggenheim

Schrotten!
Ab Freitag, 13. Mai
Porträt der berühmten Mäzenin und
Kunstsammlerin.
Der Dokumentarfilm von Lisa Immordino
Vreeland porträtiert das Leben der KunstIkone Peggy Guggenheim: Ein Leben im kulturellen Umbruch des 20. Jahrhunderts, das
von Affären und Beziehungen zu einigen der
größten Künstler des 20. Jahrhunderts wie
Samuel Beckett, Max Ernst, Jackson Pollock
oder Marcel Duchamp geprägt war. Das Leben der Peggy Guggenheim zeigt, dass sich
Kunst und Leben nicht ausschließen und
in einem ewigen, gegenseitigen Austausch
stehen. Ihre Leidenschaft ließ Peggy Guggenheim als Autodidaktin zu einer der einflussreichsten amerikanischen Kunstmäzeninnen, Sammlerinnen und Galeristinnen
moderner Kunst werden.
Grundlage der 96-minütigen Dokumentation sind bisher verschwunden geglaubte
Tonaufnahmen von Interviews mit Peggy
Guggenheim von Jacqueline Bograd Weld
aus den Jahren 1978 – 1979. Es handelt
sich dabei um die letzten Aufnahmen, die
vor Peggy Guggenheims Tod aufgezeichnet wurden und den sensiblen und temperamentvollen Charakter der schillernden
Kunstfigur ans Licht bringen. Ihre Erzählungen werden unterstrichen von einem
umfangreichen Foto- und Filmarchiv. Kunst-

DE 2016, 95 min, OdF, R: Max Zähle,
B: Max Zähle, Johanna Pfaff, Oliver Keidel,
K: Carol Burandt von Kameke,
S: Sebastian Thümler,
D: Lucas Gregorowicz, Frederick Lau,
Anna Bederke, Lars Rudolph,
Jan-Gregor Kremp, Heiko Pinkowski

Ab Freitag, 27. Mai
Komödie um zwei Brüder, die ihr Familienerbe, einen Schrottplatz, retten wollen.
Mirko Talhammer ist fassungslos, als zwei
sonderbare Typen in seinem feinen Hamburger Versicherungsbüro auftauchen und
ihn per Kopfnuss daran erinnern, wo er eigentlich herkommt: von einem Schrottplatz
in der Provinz. In dieser Welt zählt nicht
die große Karriere, hier sind andere Dinge
wichtig: das Schrotten, die Familie und ab
und zu eine gepflegte Schlägerei. All das
hatte Mirko hinter sich gelassen, doch sein
Vater macht ihm noch im Tod einen Strich
durch die Rechnung und vererbt ihm den
heruntergewirtschafteten Schrottplatz zusammen mit seinem Bruder Letscho. Der
ist immer noch stinksauer, dass Mirko den
Clan damals im Stich gelassen hat. Schnell
wird den Brüdern allerdings klar, dass die
Talhammers nur eine Zukunft haben, wenn
7

Une histoire de fou

sie sich zusammenraufen und den letzten
waghalsigen Plan ihres Vaters gemeinsam
verwirklichen: einen Zugraub im ganz großen Stil! Der Coup an sich ist schon ein
Himmelfahrtskommando, doch dann kriegt
auch noch Kercher, der ärgste Konkurrent
der Talhammers, Wind von der Sache...
Nach seinem Oscar-nominierten Kurzfilm
RAJU nimmt sich Max Zähle mit seinem
Langfilmdebüt einer skurrilen und von uralten Traditionen geprägten Kultur an: der
Schrotthändler. SCHROTTEN! gibt einen
Einblick in das manchmal etwas verschrobene, aber immer liebenswerte Milieu der
»Schrottis« und erzählt die Geschichte einer
Familie, die sich zusammenraufen muss,
um nicht unterzugehen. Der wendungsreiche Plot und das bis in die Nebenrollen perfekt besetzte Ensemble um die Hauptdarsteller Lucas Gregorowicz (LAMMBOCK),
den Deutschen Filmpreisträger Frederick
Lau (VICTORIA) und Anna Bederke (SOUL
KITCHEN) machen SCHROTTEN! zu einer
sympathischen und lässigen Komödie.

Une histoire de fou
FR 2015, 134 min, diverse OmU,
R/B: Robert Guédiguian, nach der Buchvorlage von José Antonio Gurriaran,
K: Pierre Milon, S: Bernard Sasia,
D: Ariane Ascaride, Syrus Shahidi,
Grégoire Leprince-Ringuet, Simon Abkarian,
Razane Jammal, Serge Avedikian

Ab Freitag, 6. Mai
Das Drama erforscht die Täter-OpferBeziehung zwischen einem Bombenleger
und einem Radfahrer vor dem Hintergrund
der armenischen Geschichte.
Paris, 1981. Aram, ein junger Mann armenischer Herkunft, sprengt das Auto des türkischen Botschafters in die Luft und verletzt
dabei Gilles, der zufällig mit seinem Fahrrad
vorbeifährt. Aram flüchtet nach Beirut, um
sich der armenischen Befreiungsarmee
anzuschließen. Seine Mutter Anouch besucht Gilles im Krankenhaus und bittet um
Vergebung für ihren Sohn, doch Gilles will
mit dem Schuldigen von Angesicht zu Angesicht sprechen. Rache ist sein erstes Motiv,
das ihn nach Marseille und zu Arams Familie
führt, die ihn jedoch herzlich einlädt, länger
zu bleiben. Währenddessen kommt Aram in
Beirut mit seinen Kameraden nicht klar und
8

Athos – Im jenseits dieser Welt

macht sich auf, seinem Opfer gegenüberzutreten, ihn vielleicht sogar zu seinem Fürsprecher zu machen.
UNE HISTOIRE DE FOU wurde auf dem Filmfest von Cannes 2015 in einem besonderen
Screening vorgestellt. Den Score zum Drama
von Robert Guédiguian steuerte der oscarprämierte Komponist Alexandre Desplat bei.

Athos – Im jenseits
dieser Welt
DE/AT 2016, 95 min, Griechisch OmU,
R/B: Peter Bardehle, K: Yiannis Fotou,
S: Ulrich Skalicky
Ab Freitag, 13. Mai
Eine spirituelle Reise voller Frieden und
Achtsamkeit zum heiligen Berg Athos.
Ein Rhythmus aus schwingenden Tönen erfüllt die Dunkelheit der Gemäuer. Vereinzelt
huschen Männer in schwarzen Mönchskutten durch die Flure. Das Simantron ruft die
Lebenden und die Toten. Nach und nach
füllt sich die Kirche, und die riesigen goldenen Kronleuchter werden entzündet – ein
See aus warmem Licht flutet den dunklen
Bau. Ein Mönch singt Psalm um Psalm,
Stunde um Stunde. Sein Echo breitet sich
über den gesamten Raum aus und mündet
in Chorgesängen, die mit dem Einfall des
ersten Sonnenlichts den Tag ankündigen.
Um sechs Uhr morgens ist das Werk erfüllt,
die Liturgie vollendet, die Nacht besiegt, ein
neuer Tag am Athos willkommen geheißen.
So geht das seit über 1000 Jahren. Seit dem
Jahr 972 spielt sich im Kloster Vatopedi das
immer gleiche Ritual ab.
Die Mönchsrepublik Athos bei Thessaloniki
in Griechenland ist eines der letzten Geheimnisse Europas. Auf dem gleichnamigen
östlichen Finger der Halbinsel Chalkidikí
lebt das 1453 untergegangene Byzanz fort –
in den Mönchen, in ihrer Kunst und in ihren
Riten. Es gilt der Julianische Kalender, und
der doppelköpfige byzantinische Reichsadler ist allgegenwärtig. Das Reich zu Füßen
des heiligen Bergs ist heute das letzte theokratische Staatsgebilde, geführt von einem
Klosterparlament.
Die Halbinsel ist das spirituelle Herz der
Orthodoxie, ein Refugium, in dem das Alte
wichtiger ist als das Neue. Und sie ist eine
Oase der Stille. Knapp 350 Quadratkilometer, dicht bewaldet, felsig und beinahe men-

Heart of a Dog

schenleer. Manche behaupten, hier liege die
Wiege des Christentums – jedenfalls findet
sich hier ein Stück Paradies auf Erden.

Heart of a Dog
US 2015, 75 min, Englisch OmU,
R/B: Laurie Anderson, K: Laurie Anderson,
Toshiaki Ozawa, Joshua Zucker Pluda

Ab Freitag, 27. Mai
Die Multimedia-Künstlerin Laurie Anderson setzt sich in ihrem Essay-Film mit dem
Tod in verschiedenen Erscheinungsformen
auseinander.
»Hallo, du kleiner Dummkopf – ich werde
dich für immer lieben.« So beginnt HEART
OF A DOG, Laurie Andersons filmische Reise
zu Liebe, Tod und Sprache.
Anderson, weltberühmte multimediale
Künstlerin, verarbeitet in ihrem zweiten
Film, einem sehr persönlichen Essay, den
Tod ihres Ehemannes Lou Reed, ihrer Mutter und ihres heißgeliebten Hundes. Sie
verwebt Kindheitserinnerungen und Videotagebücher mit Reflexionen über Datensammlungen, Überwachungskultur und die
buddhistische Konzeption des Lebens nach
dem Tod und untersucht, wie wir Geschichten benutzen, um unserem Leben Sinn zu
geben. Außerdem zollt Laurie Anderson
zahlreichen Künstler, Autoren, Musikern
und Philosophen, die sie zutiefst berührt
und inspiriert haben, Tribut.

Eine unnachahmliche Meditation über
Liebe und Erinnerung. – Variety

Ente Gut! Mädchen
allein zu Haus
DE 2016, 92 min, OdF,
R: Norbert Lechner,
B: Antonia Rothe-Liermann, Katrin Milhahn,
K: Namche Okon, S: Manuela Kempf,
D: Lynn Dortschak, Lisa Bahati Wihstutz,
Linda Phuong Anh Dang, Andreas Schmidt
Ab Freitag, 27. Mai
Der sympathische Kinderfilm erzählt von
Freundschaft, Familienzusammenhalt und

Vor der Morgenröte – Stefan Zweig in Amerika

nicht zuletzt: der wundersamen Macht von
Glückskeksen.
Die elfjährige Linh und ihre kleine Schwester Tien sind plötzlich auf sich allein gestellt,
als ihre Mutter nach Vietnam muss, um sich
um die kranke Oma zu kümmern. Doch das
darf niemand erfahren – vor allem nicht das
Jugendamt. Linh ist jetzt nicht nur für Tien
verantwortlich, sondern muss sich neben
der Schule auch um den Haushalt und den
vietnamesischen Imbiss ihrer Mutter kümmern. Doch die selbsternannte Spionin
Pauline aus dem Wohnblock gegenüber entdeckt das Geheimnis und droht, die beiden
Mädchen zu verraten. Aus der anfänglichen
Erpressung wächst bald eine Freundschaft,
die jedoch immer wieder auf die Probe gestellt wird. Denn auch die Polizei und Frau
Trost vom Jugendamt sind nah dran, hinter
das Geheimnis zu kommen ...

Vor der
Morgenröte –
Stefan Zweig
in Amerika
DE/FR/AT 2016, 107 min, OdF,
R: Maria Schrader, B: Maria Schrader,
Jan Schomburg, K: Wolfgang Thaler,
S: Hansjörg Weissbrich, D: Josef Hader,
Barbara Sukowa, Aenne Schwarz,
Matthias Brandt, Charly Hübner,
André Szymanski

Premiere: Freitag 27. Mai, 18.00,
Moviemento – In Anwesenheit von
Josef Hader
VOR DER MORGENRÖTE erzählt episodisch aus dem Leben des österreichischen
Schriftstellers Stefan Zweig im Exil. Auf dem
Höhepunkt seines weltweiten Ruhms wird er
in die Emigration getrieben und verzweifelt
angesichts des Wissens um den Untergang
Europas, den er schon früh voraussieht. Die
Geschichte eines Flüchtlings, die Geschichte vom Verlieren der alten und dem Suchen
einer neuen Heimat. Rio de Janeiro, Buenos
Aires, New York, Petrópolis sind vier Stationen im Exil von Stefan Zweig, die ihn trotz
sicherer Zuflucht, gastfreundlicher Aufnahme und überwältigender tropischer Natur
keinen Frieden finden lassen und ihm die
Heimat nicht ersetzen können.

Cinema Next – Wald der echos

In ihrem ebenso stringenten wie sinnlichopulenten Film zeigt Maria Schrader den
weltberühmten Autor in sechs Episoden
seines Lebens.

Cinema Next
Filmnacht
6 Kurzfilme
Mi 18. Mai, 21.00, Moviemento
Am 18. Mai gastiert Cinema Next zum 10.
Mal mit einer Filmnacht im Moviemento. Wie
immer im Gepäck: ein gewohnt vielseitiges
Filmprogramm mit vielen Linz-Premieren.
Jeweils zweimal im Jahr – im Mai und Oktober – tourt Cinema Next mit Kurzfilmprogrammen durch Österreich und zeigt
gewohnt konzentriert und gut sortiert die
Vielfalt des heimischen Nachwuchsfilms.
Die Cinema Next Filmnacht im Moviemento bietet neben einer Auswahl von Filmen
aus dem Local-Artists-Programm des
Crossing Europe (Home von Studierenden der FH Hagenberg, Yachay von Anne
Zwiener und Circus Debere Berhan
von Lukas Berger) preisgekrönte Filme
aus Rest-Österreich: Antoinette Zwirchmayr erhielt für ihren eindringlichen Film
Josef – Täterprofil meines Vaters
auf der Diagonale in Graz den Preis für
Innovatives Kino und Maria Luz Olivares
Capelle für den beeindruckenden Wald
der Echos den Preis für den besten Kurzspielfilm. Christoph Schwarz und Peter
Moosgaard müssen nichts gewinnen, denn
sie wissen, wie sie mit ihrer Kunst auch anders Aufmerksamkeit generieren. Davon
erzählt ihr amüsanter Film Supercargo.
Eintritt: 5 Euro // www.cinemanext.at

Südwind
DER SCHaMANE UND
DIE SCHLANGE
So 1. Mai, 13.30, Moviemento
In Kooperation mit Südwind OÖ zeigt das
Moviemento jeden Monat einen Film mit einer »Brise Südwind« – Filme von RegisseurInnen aus dem oder mit Blick in Richtung
Süden. Für Mai gibt es eine Filmempfehlung
mit Vorführung im besonderen Rahmen,
nämlich den Film-Brunch von Der Scha-

Ente Gut! Mädchen allein zu Haus

mane und die Schlange.
Der Reisefilm, im Originaltitel »El abrazo de la
serpiente«, erzählt die Geschichte von zwei
Forschern, die auf der Suche nach einer seltenen Pflanze auf die Hilfe eines Eingeborenen, eines Schamanen, angewiesen sind, um
den geheimnisumwobenen Standort zu finden. Die Forschungsreise entlang des Amazonas zeigt die Spuren der Zerstörung und
würdigt eine bedrohte Kultur, ohne dabei einen kolonialistischen Blick auf sie zu richten.
Mehr über das entwicklungspolitische
Engagement von Südwind unter:
www.suedwind-agentur.at/ooe

babykino

jeden ersten Mittwoch im Monat – City-Kino
Am Mi 4. Mai zeigen wir
Familie zu vermieten (9.30)
Monsieur Chocolat (10.00)
Ein Kinoangebot speziell für Eltern mit Babys und Kleinkindern. Sehen Sie aktuelle
Filmhighlights bei freiem Eintritt in speziellen Vorführungen, bei denen Sie Ihr Kleinkind getrost in den Kinosaal mitnehmen
können. Eintritt frei – für Eltern mit Babys!

AK-Kultur
UNE HISTOIRE DE FOU
Fr 20. Mai, 21.00, Moviemento
AK-Kultur & Moviemento haben für Filmfreund_innen eine Kooperation vereinbart.
Inhalt dieser Zusammenarbeit ist, dass einmal monatlich gemeinsam ein Film vorgeschlagen wird, für den AK-Mitglieder mit der
Leistungskarte oder der AK-plus-Card einen
ermäßigten Eintrittspreis von 6 Euro zahlen.
Für die jeweiligen Filme mit sozialem oder
politischem Hintergrund werden Einführungsreferate angeboten.
Das Einführungsreferat für den Mai-Film
UNE HISTOIRE DE FOU hält der Linzer Filmwissenschafter Markus Vorauer, am Freitag,
20. Mai, 21.00, Moviemento.

9

KLASSIK
IM KINO

SAISON

TERROR
Ferdinand von Schirach

15/16

MI 18. MAI, 20.15, CITY-KINO

FRANKENSTEIN
LIVE BALLETT
aus dem Royal Opera House,
London

10. Mai – 30. Juni 2016
Landesgericht Linz
Großer Schwurgerichtssaal

ACHTUNG
TERMINÄNDERUNG

MI 1. JUNI, 20.00, CITY-KINO
(VORMALS DO 26. MAI)

I CAPULETI
E I MONTECCHI
LIVE OPER
aus dem Gran Teatre del Liceu,
Barcelona

Mai 2016

n
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MO 27. JUNI, 20.00, CITY-KINO

WERTHER
LIVE OPER
aus dem Royal Opera House,
London

Musikalisch-literarische Reise in die Welt der Liebe
mit Julia Frisch und Rudi Müllehner

CITY-KINO Graben 30 | 4020 Linz | Tel. 0732 776081
www.moviemento.at

10

tribünelinz Theater am Südbahnhofmarkt
Eisenhandstraße 43 | 4020 Linz
TERMINE & INFOS & KARTEN
0699 11 399 844 | karten@tribuene-linz.at
www.tribuene-linz.at

17.6. Die freudlose Gasse

14.6.2016 19:30 MS
Young Classics:
Proms on Stage
Universität Mozarteum Salzburg
Institut für Neue Musik
L. v. BEETHOVEN, P. HINDEMITH

Festival

Neue Musik
14.6.–18.6.2016

16.6.2016 19:30 GS
Bruckner Orchester Linz
Dennis Russell Davies Dirigent
Till Brönner Trompete
B. A. ZIMMERMANN, W. DAUNER,
M. DAVIS

17.6.2016 19:00 MS
Die elektrisierte Stadt
oenm . österreichisches ensemble
für neue musik
Johannes Kalitzke Dirigent
P. HINDEMITH, H. W. HENZE, S. REICH

17.6.2016 21:00 MS
Stummfilm live:
Die freudlose Gasse
Stangl-Trio
Burkhard Stangl akustische und
elektrische Gitarren, Zuspielung,
Konzeption
Angelica Castellò Paetzold-Subbassblockflöte, Elektronik, Tapes
dieb13 Turntables, Grammophon,
Computer
Christina Bauer Klangregie
G. W. PABST, B. STANGL

Karten und Info:
+43 (0) 732 77 52 30
kassa@liva.linz.at
W W W . B R U C K N E R H A U S . AT

18.6.2016 19:30 MS
Stummfilm live:
Die Weber Ensemble
Collegium Novum
oenm . österreichisches ensemble
für neue musik
Johannes Kalitzke Dirigent
F. ZELNIK, J. KALITZKE

Werther
lieben
von Thomas Arzt

Uraufführung

12. Mai 2016

Termine bis
1. Juli 2016

Karten-Infos: 0732 666 500 | www.theater-phoenix.at

11

Moviemento & City-Kino
Mai 2016

die Spielzeiten und - orte entnehmen Sie bitte
unserem Wochenprogramm, unserer homepage sowie der tagespresse

Filmstarts

FilmBrunch

ab Do 5. Mai

ab Fr 20. Mai

a BIgger SpLaSh omu

mIdnIght SpecIaL omu

fr/it/gB 2015, 124 min, r: luca guadagnino
laufzeit: mindestens 3 Wochen

uS 2015, 112 min, r: jeff nichols
laufzeit: mindestens 3 Wochen

eIn Letzter tango omu

nur FLIegen
ISt Schöner omu

Un tango más
de/Ar 2015, 85 min, r: german Kral
laufzeit: mindestens 3 Wochen

ab Fr 6. Mai

Sonntags im Moviemento &
Gelben Krokodil

Comme un avion
fr 2015, 105 min, r: Bruno podalydès
laufzeit: mindestens 3 Wochen

une hIStoIre de Fou omu

the LoBSter of

fr 2015, 134 min, r: robert guédiguian
laufzeit: mindestens 2 Wochen

ie/gB 2015, 119 min, r: yorgos lanthimos
laufzeit: mindestens 2 Wochen

ab Fr 13. Mai

ab Do 26. Mai

athoS –
Im jenSeItS dIeSer WeLt omu

heart oF a dog omu

de/At 2016, 95 min, r: peter Bardehle
laufzeit: mindestens 2 Wochen

La BeLLe SaISon –
eIne SommerLIeBe omu

fr 2015, 105 min, r: catherine corsini
laufzeit: mindestens 3 Wochen

mängeLexempLar

odf

de 2016, 112 min, r: laura lackmann
laufzeit: mindestens 3 Wochen

peggy guggenheIm –
eIn LeBen Für dIe KunSt omu

uS 2015, 75 min, r: laurie Anderson
laufzeit: mindestens 2 Wochen

ab Fr 27. Mai

der nachtmahr odf

de 2015, 92 min, r: Akiz
laufzeit: mindestens 3 Wochen

SIng Street omu

ie/uS/gB 2016, 106 min, r: john carney
laufzeit: mindestens 3 Wochen

Schrotten! odf

rememBer omu

in Anwesenheit des regisseurs german Kral

Mi 18. Mai, 21.00, MoVieMenTo
ciNema Next FilmNacht
Mi 18. Mai, 20.15, CiTY-Kino
KlassiK im KiNo: FraNKeNsteiN

So 22. Mai
11.15
Nur FliegeN ist schöNer
11.30
eiN hologramm Für deN KöNig
11.30
ich biN daNN mal weg
13.15
eiN letzter taNgo
13.30
a bigger splash
13.30
mäNgelexemplar
So 29. Mai
11.15
siNg street
11.30
ich biN daNN mal weg
11.30
KuNst im KiNo moNet bis matisse:
deN moderNeN garteN maleN
13.15
heart oF a dog
13.15
Nur FliegeN ist schöNer
13.30
birNeNKucheN mit laveNdel

de 2016, 95 min, r: max zähle
laufzeit: mindestens 2 Wochen

cA/de 2015, 95 min, r: Atom egoyan
laufzeit: mindestens 3 Wochen

Mi 4. Mai, 20.00, MoVieMenTo
premiere: eiN letzter taNgo

So 8. Mai
11.15
suFFragette
11.30
das lebeN ist
KeiNe geNeralprobe
11.30
eiN letzter taNgo
13.15
a bigger splash
13.15
moNsieur chocolat
13.30
eiN maNN NameNs ove
So 15. Mai
11.15
peggy guggeNheim
11.30
athos
11.30
eiN hologramm Für deN KöNig
13.15
birNeNKucheN mit laveNdel
13.15
la belle saisoN
13.30
mäNgelexemplar

uS 2014, 96 min, r: lisa immordino Vreeland
laufzeit: mindestens 2 Wochen

Specials

So 1. Mai
11.15
Familie zu vermieteN
11.15
moNsieur chocolat
11.30
eiN hologramm Für deN KöNig
13.15
der schamaNe
uNd die schlaNge
13.15
die KommuNe
13.30
bauerNopFer

tischreservierung im gelben Krokodil
dringend empfohlen: 0732/784182

Filmgespräche

Babykino

Fr 13. Mai, 21.00, MoVieMenTo
a bigger splash
mit der Volkshochschule

Mi 4. Mai
9.30 Familie zu vermieteN
10.00 moNsieur chocolat

Fr 20. Mai, 21.00, MoVieMenTo
uNe histoire de Fou

Kinderkino

mit Markus Vorauer

im City-Kino

im City-Kino

mit der Arbeiterkammer

ab Fr 27. Mai
eNte gut! mädcheN alleiN zu haus

live Ballett aus dem royal opera house, london

Di 24. Mai, 18.30 &
So 29. Mai, 11.30 MoVieMenTo
KuNst im KiNo: moNet bis matisse –
deN moderNeN garteN maleN
Fr 27. Mai, 18.00, MoVieMenTo
premiere: vor der morgeNröte
in Anwesenheit von josef hader

Moviemento OK Platz 1, 4020 Linz, 0732/78 40 90
City-Kino Graben 30, 4020 Linz, 0732/77 60 81

Österreichische Post AG/Sponsoring.Post - Verlagspostamt: 4020 Linz, Donau - GZ 02Z031032 S

www.moviemento.at

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