Moviemento & City-Kino

Juli/August 2016
Nr. 331 – Programmzeitung für Moviemento & City-Kino
www.moviemento.at

Vorspann
Inhalt
Neue Filme im Juli/August
Toni Erdmann.......................................................3
Julieta.....................................................................3
Seefeuer.................................................................4
Hotel Rock'n'Roll...............................................4
Unterwegs mit Jacqueline..............................4
Frühstück bei Monsieur Henri......................5
Taxi Driver.............................................................5
Die fast perfekte Welt der Pauline............. 6
Ma Ma – Der Ursprung der Liebe.................. 6
Nur wir drei gemeinsam...................................7
Die Poesie des Unendlichen............................7
Caracas, eine Liebe............................................ 8
Liebe Halal............................................................ 8
Deckname Holec................................................. 8
Maggie's Plan...................................................... 9
Mein Praktikum in Kanada.............................. 9
High-Rise................................................................ 9
Agnes.....................................................................10
Marshland..........................................................10
Lamb.......................................................................10
The Girl King........................................................11
Wiener-Dog...........................................................11
The Lady in the Van............................................11
Wild........................................................................12
Der Wert desMenschen.................................. 12
Schweinskopf al dente..................................12
Seit die Welt Welt ist........................................ 13
Argentina............................................................ 13
Dieses schöne ScheiSSleben1����������������������� 13
Zeit für Legenden............................................. 13
Risttuules – In the Crosswind.................... 14
Mother‘s Day....................................................... 14
Mullewapp........................................................... 14
Südwind................................................................ 15
Babykino............................................................... 15
Stratford Festival im City-Kino............................. 15
Preise:
Programmheft-Jahresabo: EUR 19,–
Kinometerbank: 10 Karten +
Programmheftabo: EUR 70,–
MovieMember: 1 Jahr ermäßigter Eintritt +
Abo: EUR 30,–,
Einzelexemplar-Programmzeitung: EUR 1,50
Bankverbindung: Hypobank, Linz Landstraße,
IBAN: AT955400000000761858 / BIC: OBLAAT2L
lautend auf »Moviemento Programmkino gemeinnützige GmbH«
Satz- und Druckfehler vorbehalten.
Hinweis für Kinometerbank Käufer_innen
Per Überweisung bezahlte Kinometerbanken und
MovieMember-Cards liegen an der Moviemento
Kino-Kassa auf und können dort gegen Vorlage der
Zahlungsquittung (=Auftragsbestätigung) zwischen
ca. 17.00 und 21.00 Uhr abgeholt werden. Aus organisatorischen Gründen ist die Abholung im City-Kino
nicht möglich.
Wegen immer häufiger aufretender Zustellprobleme unserer Programmzeitung durch die Post
möchten wir uns entschuldigen. Diese liegen nicht
in unserem Bereich. Gegebenenfalls bekommen
Sie das Programm gerne an der Kassa.
Impressum
Medieninhaber: Verein zur Förderung kommunikativer
Kinokultur, OK Platz 1, 4020 Linz, Tel: 0732/784090.
Obmann: Wilhelm Schwind. DVR: 0562831/180189.
F. d. I. v.: Wolfgang Steininger.
Gestaltung Heft 331: Stefanie Pachlatko, Stefan Messner.
Mitarbeit: Rüdiger Ratzenböck, Paul Plöchl.
Druck: Haider Schönau, Niederndorf 32, 4274 Schönau, Tel: 07261/7232. Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier. Mit der Unterstützung von BMUKK,
LAND OÖ, STADT LINZ und zahlreichen Mitgliedern,
Förder_innen.
Offenlegung gem. Mediengesetz § 25(2): Verein zur
Förderung kommunikativer Kinokultur, Unternehmensgegenstand: Präsentation von Filmkunst.
§ 25(4): Vermittlung von Informationen über Film,
Kino-Kultur und Zeitkultur.

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Kulinarisches
Sommerkino
Di 19. Juli

Kirschblüten
und rote Bohnen
Tradition und Moderne ergänzen sich am
bunten Buffet, inspiriert durch die Küche Japans.
Preis/Person inkl. Kinokarte: 29.50

Di 2. August

Tomorrow
So schmeckt unser Sommer!
Saisonale Vielfalt aus der Region,
am vorwiegend vegetarischen Buffet.
Preis/Person inkl. Kinokarte: 29.50

Di 16. August

Ein Hologramm
für den König
Eine geschmackliche Reise in den Orient –
Das reichhaltige Buffet lockt mit dem Duft
von exotischen Gewürzen und Aromen.
Preis/Person inkl. Kinokarte: 29.50

Kombi-Tickets in limitierter Stückzahl
INFOS / KARTENVORVERKAUF / RESERVIERUNGEN:
GELBES KROKODIL // OK PLATZ 1 / 4020 LINZ /
0732 78 41 82 // www.krokodil.at

Toni Erdmann

Toni Erdmann
DE/AT/RO 2016, 162 min, OdF,
R/B: Maren Ade, K: Patrick Orth,
S: Heike Parplies, D: Peter Simonischek,
Sandra Hüller, Michael Wittenborn,
Thomas Loibl, Trystan Pütter,
Hadewych Minis
Ab Freitag, 15. Juli
Premiere im Sommerkino:
Mittwoch, 13. Juli, 21.15
Meisterhafte Tragikomödie um eine Karrierefrau, die wieder lernen muss, ihren
Vater und ihr eigenes Leben zu lieben.
Peter Simonischek (OKTOBER NOVEMBER)
ist TONI ERDMANN und er ist Winfried, 65,
ein Musiklehrer mit ausgeprägtem Hang
zum Scherzen, der mit seinem alten Hund
zusammenlebt. Seine Tochter Ines – gespielt von Sandra Hüller (ÜBER UNS DAS
ALL, FINSTERWORLD, REQUIEM) – ist eine
Karrierefrau, die um die Welt reist, um Firmen zu optimieren. Vater und Tochter könnten also nicht unterschiedlicher sein: Er, der
gefühlvolle, sozialromantische Alt-68er, sie,
die rationale Unternehmensberaterin, die
bei einem großen Outsourcing-Projekt in
Rumänien versucht, aufzusteigen und sich
in einer Männerdomäne zu behaupten.
Da Winfried zu Hause also nicht viel von
seiner Tochter sieht, beschließt er, sie nach
dem Tod seines Hundes spontan zu besuchen. Statt sich anzukündigen, überrascht
er sie mit Scherzgebiss und Sonnenbrille
in der Lobby ihrer Firma. Ines bemüht sich,
gute Miene zum bösen Spiel zu machen,
und schleppt ihren Vater in seinen alten
Jeans mit zu Businessempfängen und Massageterminen. Doch der Besuch führt nicht
zu einer Annäherung. Winfried nervt seine
Tochter mit lauen Witzen und unterschwelliger Kritik an ihrem leistungsorientierten
Leben zwischen Meetings, Hotelbars und
unzähligen E-Mails. Vater und Tochter stecken in einer Sackgasse, und es kommt zum
Eklat zwischen den beiden. Doch statt wie
angekündigt Bukarest zu verlassen, überrascht Winfried Ines mit einer radikalen Verwandlung in Toni Erdmann, sein schillerndes
Alter Ego. Mit schiefem Gebiss, schlechtem
Anzug und Perücke ist Toni wilder und mutiger als Winfried und nimmt sich kein Blatt
vor den Mund. Toni mischt sich in Ines‘
Berufsleben mit der Behauptung ein, der
Coach ihres Chefs zu sein, und startet einen Amoklauf aus Scherzen. Überraschend
lässt Ines sich auf sein Angebot ein, und Va-

Julieta

ter und Tochter machen eine verblüffende
Entdeckung: Je härter sie aneinandergeraten, desto näher kommen sie sich.
AUS EINEM INTERVIEW
MIT REGISSEURIN MAREN ADE
Wie kam es zu der Toni-Figur, die im Film
ja eine Erfindung des Vaters Winfried ist?
Winfried versucht mit seiner spontanen und
waghalsigen Verwandlung eine Auflösung
der alten Vater-Tochter- Beziehung, »Toni
Erdmann« wird aus einer Verzweiflung heraus geboren. Humor ist ja oft eine Lösung,
um etwas zu überwinden, und insofern auch
immer dem Schmerz abgerungen. Der Vater
ist unfähig, seiner Tochter anders zu begegnen. Er hat als Vater einen Versuch gestartet,
das Verhältnis zu erneuern, und ist gescheitert. Er weiß nicht mehr weiter und ist hinund hergerissen zwischen der Sehnsucht
nach mehr Nähe und seiner Aggression auf
sie. Das Machtverhältnis zwischen den beiden war ja längst nicht mehr das alte. Winfried befreit sich mit Toni aus dieser Misere,
indem er dieses radikale Angebot macht. Er
hat nur seinen Humor als Waffe, und den
beginnt er voll einzusetzen. Daraus entsteht
ein härteres Spiel, und weil Ines auch ein
harter Hund ist, spricht er damit plötzlich
eine Sprache, die sie verstehen kann.

Aufgeklärt, heiter, bissig – mitten aus
dem Alltag schießt Toni Erdmann hinein ins
Herz der Familie. Maren Ade hat den Film
gedreht, den man sich besser nicht hätte
wünschen können. – critic.de

Julieta
ES 2016, 100 min, Spanisch OmU,
R/B: Pedro Almodóvar, nach den
Geschichten »Entscheidung«, »Bald« und
»Schweigen« von Alice Munro,
K: Jean-Claude Larrieu, S: José Salcedo,
D: Emma Suárez, Adriana Ugarte,
Daniel Grao, Inma Cuesta, Michelle Jenner,
Darío Grandinetti

Ab Freitag, 5. August
Mit einem wunderbaren Drama über eine
Mutter-Tochter-Beziehung kehrt Pedro Almodóvar zu bekannter Stärke zurück.
Die junge Witwe Julieta lebt mit ihrer Tochter Antía in Madrid. Beide leiden im Stillen
am Verlust von Julietas Mann Xoan, Antías

Die fast perfekte Welt der Pauline

Vater. Doch manchmal bringt Trauer Menschen nicht näher zusammen, sondern
treibt sie auseinander. Als Antía sie kurz
nach ihrem 18. Geburtstag ohne ein Wort
der Erklärung verlässt, bricht für Julieta
eine Welt zusammen. Die verzweifelte Mutter lässt nichts unversucht, Antía aufzuspüren, aber was sie herausfindet, ist nur, wie
wenig sie über ihre Tochter weiß. Viele Jahre
später trifft Julieta auf der Straße zufällig
eine Jugendfreundin ihrer Tochter, die Antía
erst kürzlich getroffen hat. Julieta schöpft
neue Hoffnung und beginnt ihre Erinnerungen aufzuschreiben, die schönen wie die
schmerzhaften ...
JULIETA erzählt davon, wie eine Mutter gegen die Ungewissheit ankämpft und sie zu
überwinden versucht. Der Film erzählt auch
von Schicksalsschlägen und Schuldkomplexen, von Liebe, Trauer und Einsamkeit und
von dem unergründlichen Geheimnis, das
uns dazu bringt, Menschen, die wir lieben,
zu verlassen und aus unserem Leben zu
streichen, so als hätten sie uns nichts bedeutet, als hätten sie nie existiert ...
Nach preisgekrönten Meisterwerken wie
ALLES ÜBER MEINE MUTTER, SPRICH MIT
IHR und dem internationalen Publikumsliebling VOLVER – ZURÜCKKEHREN knüpft der
spanische Ausnahmeregisseur Pedro Almodóvar mit seinem 20. abendfüllenden Spielfilm JULIETA wieder an gewohnte Stärken
an und zeigt sich von seiner bislang reifsten
Seite. Sein neuer Film ist auch eine Rückkehr
in die Welt der Frauen, von denen niemand
so feinfühlig zu erzählen vermag wie Almodóvar selbst. Auf dem Höhepunkt seiner
Kunst kommt er bei seiner bewegenden Geschichte über die Suche einer Mutter nach
ihrer verschwundenen Tochter sogar ganz
ohne grelle Zwischentöne oder überhöhte
Charaktere aus. Vielmehr ist das lose, von
drei Erzählungen der kanadischen Nobelpreisträgerin Alice Munro inspirierte und raffiniert komponierte Drama die sensible und
feinnervige Auseinandersetzung um familiäre Geheimnisse und das Schweigen über
Vergangenes und uneingestandene Schuld,
die einer Aussöhnung entgegenstehen.

Endlich findet Pedro Almodóvar ...zu seiner alten erzählerischen Leidenschaft zurück! Es ist schon erstaunlich, wie es dem
kürzesten Wettbewerbsfilm gelingt, ein ganzes Leben, seine Sehnsüchte, seine Abgründe, seine Trauer zu erkunden. – Die Zeit
Mehr Frauen geht kaum, mehr Almodóvar
auch nicht. – sueddeutsche.de
3

Seefeuer

Seefeuer
Fuocoammare
IT/FR 2016, 118 min, diverse OmU,
R/K: Gianfranco Rosi, S: Jacopo Quadri
Berlinale 2016: Goldener Bär – bester Film
Ab Freitag, 29. Juli
Premiere im Sommerkino:
Dienstag, 26. Juli, 21.00
Zeitdokument, das die weltweite Flüchtlingsproblematik am Beispiel von Lampedusa spür- und begreifbar macht.
Samuele ist 12. Nach der Schule trifft er
seine Freunde oder streift mit einer selbstgebauten Steinschleuder durch die Gegend.
Er will Fischer werden, so wie sein Vater.
Samuele lebt auf der Mittelmeerinsel Lampedusa, auf der das Leben schon immer von
dem geprägt war, was das Meer bringt. Seit
Jahren sind das nun vor allem Menschen –
Tausende Flüchtlinge, die in der verzweifelten Hoffnung auf ein besseres Leben eine
lebensgefährliche Reise wagen.
Ein Jahr lang beobachtete Regisseur Gianfranco Rosi Leben und Alltag auf Lampedusa, der »Insel der Hoffnung«, die zur
Anlaufstelle unzähliger Flüchtlinge wurde.
Der bewegende Dokumentarfilm überzeugte auf der diesjährigen Berlinale Publikum
wie Kritiker und gewann den Goldenen Bären als bester Film. Der italienische Originaltitel FUOCOAMMARE« kann sowohl als
»brennendes Meer« als auch »Leuchtturm«
übersetzt werden. Der deutsche Kinotitel ist
dieser Doppelbedeutung geschuldet: SEEFEUER bezeichnet zum einen das Lichtsignal auf Leuchttürmen, zum anderen eine
historische Brandwaffe, die vor allem gegen
Schiffe zum Einsatz kam und nicht mit Wasser gelöscht werden konnte.
REGIESTATEMENT
Im Herbst 2014 bin ich das erste Mal nach
Lampedusa gefahren, um die Möglichkeiten
auszuloten, einen 10-minütigen Film für ein
internationales Festival zu drehen. Die Idee
des Produzenten war es, einen Kurzfilm zu
machen, um dem faulen und mitschuldigen
Europa, das nur ein diffuses und verzerrtes
Bild der aufkeimenden Flüchtlingskrise hat,
eben eine andere Seite von Lampedusa zu
zeigen. Das sah auch ich so, denn Lampedusa war lange Zeit ein wirres Durcheinander
von Stimmen und Bildern aus Fernsehspots,
schockierenden Schlagzeilen über Tod, Notfälle, Invasionen und Volksaufstände. Als ich
aber auf der Insel war, stellte ich fest, dass
4

Hotel Rock'n'Roll

sich die Realität stark von dem unterschied,
was man in den Medien und der Politik fand,
und mir wurde bewusst, dass es unmöglich
sein würde, ein so komplexes Gefüge wie
das von Lampedusa in wenige Minuten zu
pressen. Man würde für längere Zeit komplett eintauchen müssen. Es würde nicht
einfach werden. Ich wusste, ich würde einen
Weg hineinfinden müssen. Dann – und so
ist es oft bei Dokumentarfilmern – passierte etwas Unvorhergesehenes: Ich musste
wegen einer schlimmen Bronchitis zur örtlichen Notaufnahme und traf dort Dr. Pietro
Bartolo, welcher der einzige Doktor auf der
Insel ist und schon seit Jahren jede Ankunft
von Flüchtlingsbooten begleitet. Er beurteilt, wer ins Krankenhaus gebracht wird,
wer inhaftiert wird und wer verstorben ist.
Nicht wissend, dass ich ein Regisseur auf
der Suche nach einer Story war, erzählte mir
Dr. Bartolo von seinen Erfahrungen mit den
medizinischen und humanitären Notfällen.
Seine Worte berührten mich tief. Ein gegenseitiges Verständnis entwickelte sich zwischen uns, und mir wurde klar, dass er ein
Protagonist im Film werden könnte. Nach
anderthalb Stunden intensiven Gesprächs
schaltete der Doktor seinen Computer an,
um mir Bilder zu zeigen – herzzerreißende,
nie zuvor gesehene Bilder, so dass ich die
Realität des tragischen Schicksals der Migranten »mit meiner Hand berühren« konnte.

Hotel Rock'n'Roll
AT 2016, 100 min, OdF,
R: Helmut Köpping, Michael Ostrowski,
K: Wolfgang Thaler, D: Michael Ostrowski,
Pia Hierzegger, Gerald Votava, Detlev Buck,
Hilde Dalik, Georg Friedrich

Ab Freitag, 26. August
VorPremiere im Sommerkino:
Mi 10. August, 20.45 / Live-Konzert:
Ostrowski & Votava
Michael Ostrowskis Fortführung und Beendigung von Michael Glawoggers Trilogie,
die mit NACKTSCHNECKEN und CONTACT HIGH eröffnet wurde.
Mao erbt von ihrem Onkel ein abgetakeltes
Hotel am Land, und gemeinsam mit ihren
stets gutgelaunten Loserfreunden, den Hobbyrockstars Max und Jerry, versucht sie,
den Spirit des Sex, Drugs & Rock'n'Roll dort
wieder aufleben zu lassen. Doch bald schon

Unterwegs mit Jacqueline

müssen unsere Helden das Erbe gegen die
feindliche Konkurrenz, das Großkapital,
einen falschen Gärtner, einen walzenden
Inspektor und ihre eigene Unfähigkeit verteidigen. Es beginnt eine fulminant-boulevardeske Tour de force irgendwo zwischen Peter
Alexander, Louis de Funès, Kebapaufstrich
und Post-Punk-Iggy-Pop. Hallefuckinluja!
Mit HOTEL ROCK'N'ROLL vollendet Michael Ostrowski gemeinsam mit Co-Regisseur
Helmut Köpping virtuos die Sex, Drugs &
Rock'n'Roll-Trilogie des 2014 in Liberia verstorbenen Michael Glawogger. Futschikato
Masalani forever!

Unterwegs mit
Jacqueline
La vache
FR/MA 2014, 92 min, Französisch OmU,
R: Hamidi Mohamed, B: Mohamed Hamidi,
Alain-Michel Blanc, Fatsah Bouyahmed,
K: Elin Kirschfink, S: Marion Monnier,
D: Fatsah Bouyahmed, Lambert Wilson,
Jamel Debbouze, Catherine Davenier,
Charline Paul, Julia Piaton
Ab Freitag, 15. Juli
Premiere im Sommerkino:
Donnerstag, 14. Juli, 21.15
Komödie und Roadmovie durch Frankreich
um einen algerischen Bauern, der seine
Kuh bei einer Landwirtschaftsausstellung
präsentieren will.
Die schöne Kuh Jacqueline ist Fatahs ganzer Stolz. Der größte Traum des algerischen
Bauern ist es, sie eines Tages auf der Landwirtschaftsmesse in Paris zu präsentieren.
Als er tatsächlich eine offizielle Einladung
aus Frankreich bekommt, gibt es für ihn
kein Halten mehr. Mit der Unterstützung der
gesamten Dorfgemeinschaft treten Fatah
und seine Kuh eine abenteuerliche Reise an:
zuerst mit dem Boot übers Mittelmeer nach
Marseille und von dort zu Fuß einmal quer
durch Frankreich. Im Laufe dieser Odyssee,
die viele Überraschungen und unerwartete
Wendungen bereithält, trifft Fatah viele ungewöhnliche Menschen, die ihm dabei helfen, seinen Traum wahr werden zu lassen.
UNTERWEGS MIT JACQUELINE ist eine
genauso lustige wie ergreifende Geschichte über Menschlichkeit, Freundschaft und
die Verwirklichung von Träumen. Die charmante Feelgood-Komödie hat in Frankreich

Frühstück bei Monsieur Henri

bereits die Herzen der Zuschauer im Sturm
erobert. An der Seite einer ganz besonderen
vierbeinigen Hauptdarstellerin spielen der
in Frankreich gefeierte Komiker Fatsah Bouyahmed sowie die Schauspiel-Stars Lambert Wilson und Jamel Debbouze.

Unfassbar lustig und herzergreifend – ein
echter Publikumsliebling! – Le Figaro
Ein modernes Märchen im Gewand einer
großartigen Komödie mit einem echten gesellschaftlichen Thema. – Allociné

Frühstück bei
Monsieur Henri
L' étudiante et Monsieur Henri
FR 2015, 95 min, Französisch OmU,
R/B: Ivan Calbérac,
K: Vincent Mathias, S: Véronique Parnet,
D: Claude Brasseur, Valérie Kéruzoré,
Guillaume de Tonquedec, Noémie Schmidt,
Frédérique Bel, Thomas Solivéres
Ab Freitag, 22. Juli
Premiere im Sommerkino:
Mittwoch, 20. Juli, 21.15
Komödie über einen älteren Herrn, der in
eine WG mit einer jungen Frau zieht.
Monsieur Henri ist ein mürrischer alter Herr
und stolz darauf. Er lebt allein mit einer
Schildkröte in einer viel zu großen Pariser
Altbauwohnung und ärgert sich – über die
Ehefrau seines Sohnes, die jungen Leute
von heute oder was sonst so anfällt. Doch
weil Henris Gesundheit letzthin etwas nachgelassen hat, beschließt sein Sohn Paul,
dass es Zeit wird für eine Mitbewohnerin.
Mit der chronisch abgebrannten Studentin
Constance kommt ihm eine junge Dame ins
Haus, die all das hat, was Henri auf den Tod
nicht leiden kann, die seine Pantoffeln klaut
und unerlaubt das Klavier benutzt. Bei aller
Stichelei akzeptieren sich Constance und
Henri bald zähneknirschend als Komplizen.
Weil sich Constance die Miete eigentlich
nicht leisten kann, bietet Henri ihr ein skurriles Geschäft an: Wenn sie es schafft, seinem Sohn Paul so lange schöne Augen zu
machen, bis der seine Ehefrau verlässt, ist
die Miete umsonst. Mehr übel als wohl willigt Constance ein. So stolpert der ahnungslose Paul in seinen zweiten Frühling und
Constance in eine schrecklich nette Familie,

Toni Erdmann

Taxi Driver

die dank Monsieur Henri heillos im Chaos versinkt. FRÜHSTÜCK BEI MONSIEUR
HENRI ist eine wunderbare Wohnkomödie
aus Frankreich. Mit großer Heiterkeit inszeniert Regisseur Ivan Calbérac die hochkomischen Verwicklungen einer hinreißenden
Wohngemeinschaft, die einen grimmigen
Herrn das Fürchten und das Lieben lehrt.

Taxi Driver

AUS EINEM INTERVIEW
MIT DEM REGISSEUR Ivan Calbérac
Wie kam Ihnen die Idee zu FRÜHSTÜCK
BEI MONSIEUR HENRI?
Es waren zwei Dinge, die ich machen wollte: zum einen zwei Menschen an sehr unterschiedlichen Momenten in ihrem Leben
zusammenbringen, eine Person, die noch
am Anfang ihres Weges steht, und eine, die
auf das Ende zusteuert. Ich wollte auch eine
Geschichte schreiben, in der die Hauptfigur am Ende genau das Gegenteil von dem
bekommt, was sie sich anfangs gewünscht
hat. Ich liebe diese Ironie, die ich in meinem
Alltag oft erlebe: Wenn man ein Ziel verfolgt,
bewirkt man manchmal unbewusst das Gegenteil. Von diesen beiden Ideen ausgehend
habe ich die Handlung entwickelt und Themen eingebaut, die mich seit eh und je fasziniert haben, wie die Notwendigkeit, sich von
inneren Blockaden freizumachen, die durch
unsere Erziehung entstanden sind, um das
zu erreichen, was wirklich zu uns passt. Der
folgende Satz eines weisen amerikanischen
Ureinwohners schwirrt mir oft im Kopf herum: »Frei sein bedeutet von den Eltern frei
zu sein, nichts anderes.« Der Film erzählt
viel darüber, denke ich.

Ab Freitag 26. August
Ein New Yorker Taxifahrer beginnt – angewidert von den herrschenden gesellschaftlichen und moralischen Abgründen – einen
tödlichen Kreuzzug durch die Stadt.
Nacht für Nacht erlebt der New Yorker Taxifahrer und Vietnamveteran Travis Bickle den
Moloch Großstadt von seiner negativsten
Seite. Zu seinen Kunden gehören Kriminelle,
Prostituierte und Drogenhändler, während
ringsherum in den Straßenschluchten Verfall und Zerstörung unkontrolliert wuchern.
Als auch noch seine hoffnungsvolle Beziehung zu einer selbstbewussten Karrierefrau
unvermittelt in die Brüche geht, keimt in
Travis der Wunsch nach einem komplexen
Befreiungsschlag. An einer zwölfjährigen
Prostituierten, die der Taxifahrer aus ihrem
Elend zu befreien gedenkt, entzündet sich
der entscheidende Funke.
Neonglänzender amerikanischer Nachtmahr von New Yorks alternativem Stadtchronisten Martin Scorsese, eine universelle
Parabel auf die Verlorenheit des Individuums
in der modernen Großstadt ebenso wie der
definitive cineastische Kommentar zum
spezifisch amerikanischen Volkssport des
Amoklaufens. Robert De Niro gibt als soziopathischer Möchtegern-Ritter eine Jahrhundertvorstellung, und die seinerzeit 13-jährige
Jodie Foster steht ihm bei der Darstellung einer Kinderprostituierten nur wenig nach. Für
die stimmungsvolle musikalische Untermalung sorgt der kurz nach den Dreharbeiten
verstorbene Psycho-Komponist Bernard
Herrmann (der Film ist ihm gewidmet).

Warum haben Sie die Komödie gewählt,
um sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen?
Zuallererst, weil es meiner Persönlichkeit
entspricht. Zweitens, weil die Komödie eine
Versöhnung mit der Realität ermöglicht. Das
ist die ideale Form, um sich mit etwas Tragischem auseinanderzusetzen. Sobald man
über ein Problem lachen kann, relativiert es
sich ein wenig und wird klarer. Der französische Komödiant Coluche sagte einmal: »Lachen ist wie ein Scheibenwischer, es stoppt
den Regen nicht, aber es hilft einem, klarer
zu sehen.« Außerdem ist FRÜHSTÜCK BEI
MONSIEUR HENRI für mich sowohl eine
Charakterkomödie, die sich auf die Dialoge
zentriert, auf die Wortschlachten, als auch
eine dramatische Komödie. Je weiter die
Handlung fortschreitet, umso mehr Tiefe
bekommt der Film und umso mehr treten
die Wunden der Figuren zutage.

US 1976, 114 min, Englisch OmU,
R/B: Martin Scorsese,
K: Michael Chapman,
D: Robert De Niro, Peter Boyle,
Harvey Keitel, Jodie Foster, Albert Brooks

Filmografie // Martin Scorsese
(Regie, Auswahl):
1976 TAXI DRIVER
1990 GOOD FELLAS –
DREI JAHRZEHNTE IN DER MAFIA
1991 KAP DER ANGST
1995 CASINO
2002 GANGS OF NEW YORK
2004 AVIATOR
2006 DEPARTED – UNTER FEINDEN
2010 SHUTTER ISLAND
2011 Hugo Cabret
2013 THE WOLF OF WALL STREET
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Die fast perfekte Welt der Pauline

Die fast perfekte
Welt der Pauline
Les chaises musicales
FR 2015, 83 min, Französisch OmU,
R: Marie Belhomme, K: Pénélope Pourriat,
D: Isabelle Carré, Carmen Maura,
Philippe Rebbot, Nina Meurisse,
Camille Loubens, Céline Poli
Ab Freitag, 26. August
Premiere im Sommerkino:
Mittwoch, 24. August, 20.30
Tragikomödie um eine Musikerin, die sich
in einen Mann verliebt, der im Koma liegt.
Mit 39 Jahren hat es Pauline nicht sehr
weit gebracht: Sie teilt sich ihre Wohnung
mit einer kleinen Maus, aber noch sehr viel
kleiner sind ihre Verdienste, die sie sich als
Alleinunterhalterin auf komischen Partys
zusammenklaubt. Eines Tages ist sie im
Darth-Vader-Kostüm in Eile und hetzt von
einer Kinder- zur Seniorenfeier. Doch dann
erschreckt sie versehentlich den nichtsahnenden Fabrice, der daraufhin in eine Grube stürzt und sich schwer verletzt. Pauline
flüchtet, schließlich steht ihr nächster Auftrag auf dem Spiel. Später besucht sie den
im Koma liegenden Mann und ist plötzlich
von seinem Anblick, aber auch von ihrer
eigenen Schuld so überwältigt, dass sie an
nichts anderes mehr denken kann. Immer
mehr dringt sie in sein Leben ein, verbringt
Zeit mit dessen Sohn, und sogar bei seinem
Job als Musiklehrer springt sie kurzerhand
ein. Doch was wird passieren, wenn Fabrice
wieder aufwacht? Pauline müsste zu ihren
Gefühlen stehen – oder wieder flüchten…
AUS EINEM INTERVIEW MIT
REGISSEURIN MARIE BELHOMME
Wie sind Sie auf die Idee gekommen, diesen Film zu machen?
Anfangs wollte ich die Chronik einer jungen
Frau drehen, die etwas schräg und unbeholfen ist, und die die ganze Zeit wegläuft. Wie
Ihnen vielleicht bereits aufgefallen ist, rennt
sie viel herum. So als hätte sie bei dem Spiel
»Die Reise nach Jerusalem« ihren Platz noch
nicht gefunden. Sie kennen die Regeln: man
läuft um Stühle und wenn die Musik aufhört,
muss jeder einen Stuhl aussuchen und sich
hinsetzen... Pauline schafft es lediglich,
sich auf den Stuhl eines anderen zu setzen:
nämlich auf den Stuhl des Mannes, den sie
unabsichtlich ins Koma katapultiert hat und
dessen Leben sie mehr und mehr zu ihrem
6

Ma Ma – Der Ursprung der Liebe

eigenen werden lässt. Der Unfall als Ausgangspunkt für die Dramaturgie des Films
gefällt mir sehr: Pauline, die ihr Leben damit
verbringt, sich für alles und jeden, aber vor
allem für nichts zu entschuldigen, ist plötzlich tatsächlich verantwortlich für etwas
Schwerwiegendes.
Alles geht von Pauline aus, sie ist es, die
den Film trägt. Erzählen Sie uns von ihr!
Pauline ist so ein »Beinahe/Fast«-Mädchen.
Beinahe/Fast-Musikerin, beinahe erwachsen, wie sie selbst sagt. Manchmal doch
noch sehr kindlich: sie animiert auf Geburtstagsfeiern, verkleidet sich gerne und
sie tritt in jedes Fettnäpfchen. Gleichzeitig
liegt ihr aber auch eine Ernsthaftigkeit nahe.
Sie entschuldigt sich für alles und jeden, sie
entschuldigt sich dafür, zu existieren. Das
ständige Rennen ist wie eine Flucht vor Verantwortung. Genau deshalb verliebt sie sich
in einen Mann, der im Koma liegt: hier gibt
es wenigstens kein Risiko. Sie kann sagen,
was sie will, denken, was sie will. Sie hat bei
ihm nicht das Gefühl zu stören, gegen- über
allen anderen fühlt sie sich immer INTERVIEW MIT DER REGISSEURIN MARIE BELHOMME wie eine Hochstaplerin, fehl am
Platz. Ihre Mitmenschen mögen sie, doch
das kann sie sich nur schwer eingestehen:
sie versteht nicht so ganz, wozu sie existiert. »Ich würde niemals die Einladung einer
Gruppe akzeptieren, die mich als Mitglied
haben möchte«, wie Groucho Marx so schön
sagte, passt wie die Faust aufs Auge zu ihr.
Ich mag Menschen sehr gerne, die etwas
schusselig sind und nie genau wissen, wohin
mit sich, wie zum Beispiel die Figuren vom
Tati, die immer etwas zu groß waren.

Ma Ma – Der
Ursprung der Liebe
Ma Ma
ES 2015, 123 min, Spanisch OmU,
R/B: Julio Medem, K: Kiko de la Rica,
S: Julio Medem, Iván Aledo,
D: Penélope Cruz, Luis Tosar,
Asier Etxeandía, Teo Planell,
Àlex Brendemühl, Silvia Abascal
Ab Freitag, 8. Juli
Melodram um eine Frau, die trotz Schicksalsschlägen ihrem Motto Carpe diem treu
und den anderen eine Stütze bleibt.

Julieta

Für Magda, Mutter des kleinen Dani, schlägt
das Schicksal unerwartet hart zu: Nachdem
sie ein Geschwulst entdeckt, bekommt sie
die schockierende Krebsdiagnose. Sie wird
eine Brust verlieren und sich anschließend
einer anstrengenden Chemotherapie unterziehen. Eines Tages lernt sie bei einem Fußballspiel ihres Sohnes den Talentscout Arturo
kennen. Doch ehe sie sich näher kennenlernen können, muss er erfahren, dass bei einem Autounfall seine Tochter getötet wurde
und seine Frau ins Koma gefallen ist. Magda
begleitet den am Boden zerstörten Mann ins
Krankenhaus, und auch später bleiben sie
in ständigem Kontakt. Zwischen den beiden
vom Leben Gebeutelten entwickelt sich nach
und nach eine innige Verbundenheit. Aber
gerade als es so scheint, dass sich das Blatt
zum Guten wendet, muss Magda einen erneuten herben Rückschlag hinnehmen…
Penélope Cruz wurde beim spanischen
Filmpreis, den Goya Awards 2016, als beste
Schauspielerin und Alberto Iglesias für die
beste Filmmusik nominiert. Niemals sentimental und mit leisem Humor gelingt Julio
Medem, einem der aktuell wichtigsten Regisseure Spaniens, eine märchenhafte Erzählung über die Kraft der Liebe und gleichzeitig
eine wunderschöne Ode an das Leben.
REGIESTATEMENT
Das zentrale Thema von MA MA – DER URSPRUNG DER LIEBE ist die Haltung, mit der
Magda ihrer Lebenstragödie begegnet, die
Gefühlslagen, die sich in zwei zeitlich auseinanderliegenden Phasen entwickeln: Nachdem die erste Krise überwunden ist, stellt
sich die zweite ein. Die erste macht ihr bewusst, dass sie schwer krank, die zweite gibt
ihr die Gewissheit, dass sie dem Tod geweiht
ist. Der Krebs in ihrer rechten Brust ließ sich
heilen, der in ihrer linken ist unheilbar.
Deshalb ist MA MA eine Geschichte, die in
zwei grundverschiedenen Strängen erzählt
wird. Das erste »Ma« erzählt, wie die Krankheit überwunden wird. Diese Tragödie wird
symbolisch von den Krebsen dargestellt, die
am Strand herumkrabbeln, zwar Angst verursachen, aber schließlich wieder im Meer
verschwinden. Das zweite »Ma« ist eine
unabwendbare Tragödie, die Krebse lassen
sich nicht aufhalten, obwohl Natascha sie
mit ihren zarten Kinderhänden packt und
ins Meer schleudert. Doch die Wirklichkeit
lässt sich so nicht bezwingen. Was aber
zählt, ist die symbolische Geste, nämlich
die Verheißung des Lebens, das Natascha
repräsentiert und was Magda hinterlässt,
nachdem die Krebse sie überwältigt haben.

Nur wir drei gemeinsam

Nur wir drei
gemeinsam
Nous trois ou rien
FR 2015, 102 min, Französisch OmU,
R/B: Kheiron, K: Jean-François Hensgens,
S: Anny Danché, D: Kheiron, Leïla Bekhti,
Gérard Darmon, Zabou Breitman,
Khereddine Ennasri, Sébastien Pouderoux
Ab Freitag, 1. Juli
Regisseur Kheiron erzählt seine eigene
Familiengeschichte, die von Teheran nach
Paris führt, als Spielfilm.
Teheran, Anfang der 1970er Jahre. Mit viel
Mut, Entschlossenheit und einer ordentlichen Portion Humor kämpft Hibat mit
seiner Frau Fereshteh und anderen Gleichgesinnten erst gegen das brutale SchahRegime, dann gegen die Schergen des Ayatollah Khomeini. Als der politische Druck
zu groß wird, bleibt ihnen nur die Flucht ins
Ausland. Mit ihrem einjährigen Sohn Nouchi
machen sich Hibat und Fereshteh auf den
Weg über die Türkei nach Frankreich und
landen in den sozialen Ghettos der Pariser
Banlieue. Was zunächst als vorübergehende Lösung geplant ist, wird für die Familie zu
einem Neuanfang. Dabei ist die Formel »nur
wir drei gemeinsam« nicht nur das Credo ihres Familienglücks, sondern auch der beste
Beweis, dass alles möglich ist, wenn man
zusammenhält.
Fast glaubt man sich in einem Märchen, wäre
die berührende Geschichte, die uns der französische Schauspieler und Komiker Kheiron
in NUR WIR DREI GEMEINSAM präsentiert,
nicht die wahre Lebensgeschichte seiner Eltern. Tiefgründig und mit viel schwarzem Humor erzählt der Film von Abschied und Neuanfang, der Macht der Liebe und von starken
Frauen und Männern, die das Schicksal ihrer
Familien und des Landes, in dem sie leben,
mitbestimmen. NUR WIR DREI GEMEINSAM
ist eine großartige Liebeserklärung an die Familie und an das Leben selbst.Für NUR WIR
DREI GEMEINSAM schrieb Kheiron nicht nur
das Drehbuch und führte erstmalig Regie, er
spielt zudem auch die Hauptrolle – seinen
eigenen Vater Hibat – an der Seite von Frankreichs Jungstar Leïla Bekhti (EIN PROPHET,
PARIS - JE T’AIME) in der Rolle seiner Mutter
Fereshteh. NUR WIR DREI GEMEINSAM gewann auf dem 28. Tokyo International Film
Festival den Spezialpreis der Jury. Zudem ist
der Film als bester Debütfilm für den diesjährigen César nominiert.

Die Poesie des Unendlichen

AUS EINEM INTERVIEW MIT DEM
REGISSEUR Jean-François Hensgens
NUR WIR DREI GEMEINSAM ist eine wunderbare Liebeserklärung an Ihre Eltern.
Wann und wie kamen Sie auf die Idee?
Die Lebensgeschichte meiner Eltern hat
mich schon immer inspiriert, und ich dachte, wenn ich ihre Geschichte mit anderen
teile, werden sie dadurch ebenfalls inspiriert. Mit NUR WIR DREI GEMEINSAM widme ich meinen Eltern einen Film.
Das Schreiben ist seit jeher meine Leidenschaft. Angefangen habe ich mit circa zwölf
Jahren – zunächst mit Rap und Poesie.
Dann kamen dank des Studio Théâtre de
Stains Improvisationsübungen dazu, die
mich nach und nach zur Stand-up-Comedy
brachten. Die Erfahrungen, die ich dabei
gesammelt habe, erlaubten mir, aus vielen
und sehr unterschiedlichen Erzählarten für
den Film zu schöpfen. Meine Familie habe
ich nie in meinen Stand-up-Shows erwähnt.
Ich fand das Thema einfach zu komplex, um
es in diesem Rahmen zu behandeln. Aber
eines Tages, da war ich mir sicher, würde
ich die Möglichkeit haben, einen Film über
sie zu machen. Diese Familiengeschichte ist
einfach das ideale Material für einen Film.
Und wie kam es dann dazu, dass aus dieser Filmidee Wirklichkeit wurde?
Nach einer meiner Shows kamen Filmproduzenten auf mich zu und fragten, ob ich mir
nicht vorstellen könnte, einen Film zu machen.
Da kam mir natürlich sofort mein Wunsch in
den Sinn, die Geschichte meiner Eltern zu verfilmen. Das war im Sommer 2013.

Eine wunderbare Komödie ein warmherziger Familienfilm. – programmkino.de

Die Poesie des
Unendlichen
The Man Who Knew Infinity
US 2015, 109 min, Englisch OmU,
R: Matt Brown, B: Matt Brown, nach der
Buchvorlage von Robert Kanigel,
K: Larry Smith, S: JC Bond,
D: Dev Patel, Jeremy Irons, Stephen Fry,
Toby Jones. Jeremy Northam, Devika Bhise
Ab Freitag, 8. Juli
Warmherziges biografisches Drama über
ein indisches Mathematikgenie, das mit-

Hotel Rock'n'Roll

hilfe eines englischen Gelehrten zwischen
1914 und 1919 die akademische Welt von
Cambridge eroberte.
Im kolonialen Indien des Jahres 1913 arbeitet der 25-jährige Srinavasa Ramanujan als
einfacher Büroangestellter. Seine Berufung
ist jedoch eine andere: Er hat ein einzigartiges Gespür für Mathematik. Wild entschlossen, seine Hingabe an die Zahlen trotz Ablehnung von Vorgesetzten und Familie zu
verwirklichen, schreibt Ramanujan an G.
H. Hardy, einen bedeutenden britischen
Mathematikprofessor am Trinity College in
Cambridge. Dieser erkennt Ramanujans
Originalität und Brillanz und setzt sich seinerseits gegen Widerstände aus den eigenen akademischen Reihen durch, den »Rohdiamanten« samt seinen unkonventionellen
Ideen nach Cambridge zu bringen. Für eine
Reise ins Ungewisse verlässt Ramanujan
sein Land, seine Familie und Ehefrau Janaki.
Angekommen in England, kann er auf das
Verständnis und Vertrauen seines Mentors
Hardy bauen. Unter seiner Protektion entwickeln sich Ramanujans Theorien zu Formeln, die die Welt der Mathematik und die
Haltung vieler Wissenschaftler bis heute
für immer verändern sollen. Unermüdlich
plädiert Hardy für die Anerkennung Ramanujans durch die elitären Universitätszirkel.
Doch sein indischer Kollege ist im kalten,
abweisenden England kurz vor dem Ersten
Weltkrieg ebenso ein Außenseiter wie in seinem Heimatland. Mit letzter Kraft kämpft
der mittlerweile schwer erkrankte Ramanujan darum, seine Arbeiten zu veröffentlichen
und ein Establishment zu überzeugen, das
für seine Geniestreiche noch nicht bereit ist.
Geniale Eingebungen vs. exakte Berechnung: DIE POESIE DES UNENDLICHEN ist
eine unglaubliche, aber wahre Geschichte
über den Zauber purer Wissenschaft. Im
Zentrum steht nicht nur die tiefe Freundschaft zweier Gelehrter aus unterschiedlichen Welten, deren Zusammenarbeit die
Welt der Mathematik in ihren Grundfesten
erschütterte, sondern auch eine historische
Schlüsselfigur der Mathematik.
S. Ramanujans einzigartige Theorien brachten das Zahlengenie aus Südindien kurz
vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs von
einfachsten Verhältnissen in Südindien zu
höchsten akademischen Ehren. Der Film beschreibt den schwierigen Weg eines brillanten jungen Mannes in eine Kultur, die ohne
Beweise nicht zu glauben bereit ist. An der
ehrwürdigen Universität von Cambridge trifft
Glauben an eine höhere Macht auf die Macht
der Beweise und fatale politische Wirren.
7

Une
Caracas,
histoire
eine
de
Liebe
fou

Das Charisma der Hauptdarsteller Jeremy
Irons (Das Geisterhaus, Being Julia)
und Dev Patel (Best Exotic Marigold
Hotel) machen DIE POESIE DES UNENDLICHEN zu einem berührenden Drama über
Inspiration, bedingungslose Hingabe und
die bewiesene Annahme, dass sich nicht alles im Leben berechnen lässt.

Caracas, eine Liebe
Desde allá
VE 2015, 93 min, OmU, R/B: Lorenzo Vigas,
K: Sergio Armstrong, S: Isabela Monteiro
de Castro, D: Alfredo Castro, Luis Silva,
Jericó Montilla, Catherina Cardozo
Venedig 2015: Goldener Löwe

Ab Freitag, 1. Juli
Preisgekröntes Drama um die ungewöhnliche Beziehung eines 50-Jährigen mit einem 17-jährigen Kleinganoven.
Der wohlhabende Armando holt sich für
Geld junge Männer in seine Wohnung, die
er betrachtet, aber nie berührt. Einer von ihnen ist der Straßenjunge Elder, der ihn beim
ersten Treffen niederschlägt und ausraubt.
Trotzdem sucht Armando weiterhin die
Nähe des gutaussehenden Jungen. Dieser
lässt sich zunächst nur des Geldes wegen
auf ihn ein, doch nach und nach entwickelt
sich eine unerwartete Intimität zwischen
den beiden. Während Elder sich zunehmend
öffnet, bewahrt Armando einen Rest Distanz. Um ihm nahe zu sein, ist Elder bereit,
alles zu tun.
Basierend auf einer Geschichte von Guillermo Arriaga (AMORES PERROS, 21 GRAMM,
BABEL) inszeniert Regisseur Lorenzo Vigas
ein gewaltreiches Drama über Liebe und Zurückweisung, falsche Vaterfiguren und fatale Begierden. Das spannungsvolle Spiel in
den Straßen von Caracas über zwei Männer
aus verschiedenen Welten gewann 2015 bei
den Internationalen Filmfestspielen Venedig
den Goldenen Löwen.

Caracas, eine Liebe konzentriert sich
auf die Begegnung der beiden ungleichen
Männer und spielt sie aus. Das intensive Zusammenspiel der beiden Darsteller funktioniert, es knistert und brodelt immer wieder,
wenn der Teenager auf den älteren Mann
trifft, der einfache Automechaniker auf den
gut situierten Zahntechniker. – kino.de
8

Athos – Im jenseits dieser
Liebe Halal
Welt

Liebe Halal
LB/DE 2015, 91 min, OmU,
R/B: Assad Fouladkar,
K: Lutz Reitemeier, Nadia Ben Rachid,
D: Darine Hamzé, Rodrigue Sleiman,
Zeinab Hind Khadra, Hussein Mokaddem,
Mirna Moukarzel, Ali Sammoury
Ab Freitag, 22. Juli
Premiere im Sommerkino:
Donnerstag, 21. Juli, 21.00
Eine vergnügliche Gesellschaftskomödie
über die erotische Liebe im Islam.
Im libanesischen Beirut vibriert das Leben.
Hier leben junge Frauen und Männer, die
die Regeln des Islams respektieren und
trotzdem Spaß an der Liebe haben wollen. –
Doch was ist erlaubt? Wie geht Liebe halal?
Die schöne Loubna hat sich gerade von ihrem Mann getrennt und hofft auf einen Neuanfang mit ihrer Jugendliebe Abou Ahmad,
der sich jedoch nur eine Ehe auf Zeit und
zum Vergnügen wünscht. Awatef hat das
Hausfrauenleben gründlich satt. Die Scherereien mit ihren Töchtern sind jedoch nichts
gegen die allnächtliche Bürde, mit ihrem
liebeshungrigen Mann schlafen zu müssen.
Kurzerhand beschließt sie, eine Zweitfrau zu
engagieren, doch damit gehen die Probleme
erst richtig los. Direkt nebenan wohnt der
eifersüchtige Mokhtar mit seiner hübschen
Frau Batoul. Leider hat sich Mokhtar im Eifer des Gefechts schon drei Mal von Batoul
getrennt. Um sie zurückzugewinnen, muss
er nach islamischem Gesetz zuerst einen
anderen Mann für sie finden.
LIEBE HALAL ist eine vergnügliche Gesellschaftskomödie über erotische Liebe im
heutigen Islam. Mit Sinn für die Verrücktheiten des Alltags beobachtet Regisseur Assad
Fouladkar, wie sich Anziehungskraft und
Sinnlichkeit zwischen den Grenzen des Gesetzes und den stets aufmerksamen Blicken
der Nachbarn austoben können. Eine wunderbar bunte und verwickelte Komödie, die
uns die Liebe mit anderen Augen sehen lässt.

Seinem arabischen Feel-Good-Movie aus
dem Land der Zedern gelingt der Balanceakt
zwischen Engagement und Unterhaltung
mühelos. Ein erfrischendes, beinah lässiges
Filmvergnügen. – programmkino.de
Eine glänzend besetzte und angenehm
kurzweilige Farce. […] Während diese Komödie selten zu schallenden Lachsalven
animiert, gibt es häufig genug Anlass zu

Deckname
Heart ofHolec
a Dog

sanftem Gekicher, während man Einblicke
in den Umgang echter Menschen mit den
Herausforderungen von Glauben und Begehren bekommt. – Variety

Deckname Holec
AT/CZ 2016, 98 min, OmU,
R: Franz Novotny, B: Franz Novotny,
Alrun Fichtenbauer, Martin Leidenfrost,
K: Robert Oberrainer, S: Karin Hammer
D: Johannes Zeiler, Vica Kerekes,
Krystof Hádek, David Novotny,
Gerrit Jansen, Michael Fuith

Ab Freitag, 29. Juli
Premiere im Sommerkino:
Donnerstag, 28. Juli, 21.00
Sex, Agenten und andere Affären: DECKNAME HOLEC. Der neue Film von Franz
Novotny mit Johannes Zeiler als Helmut
Zilk. Ein packender Spionage-Thriller rund
um den Prager Frühling 1968.
Prag, Frühling 1968: Ein junger tschechischer Regisseur, der gerade die ersten
Bilder des Einmarsches der WarschauerPakt-Truppen in Prag gefilmt hat, sieht im
ORF-Direktor Helmut Zilk die Chance, der
Welt von dem Unrecht, das der CSSR gerade widerfährt, zu berichten. Mit seiner großen Liebe Eva versucht der systemkritische
Honza, dessen letzter Film von der Zensur
verboten wurde, die brisanten Aufnahmen
außer Landes nach Wien zu bringen. Den
smarten Fernsehdirektor und Charmeur
Helmut Zilk, Initiator der »Prager Stadtgespräche«, haben sie bei einer gemeinsamen
Livesendung des tschechischen und österreichischen Fernsehens kennengelernt.
Eva noch viel »besser« als Honza ... Was die
beiden noch nicht wissen: Zilk steht schon
längst im Fokus des Geheimdienstes. Denn
Zilks Faible für die aufstrebende Schauspielerin Eva ist auch dem tschechischen Geheimagenten Nahodil nicht entgangen und
ein schöner Grund, Zilk zu erpressen. Zilk
soll anstelle realer Tatsachen gefälschtes
Propagandamaterial senden und die Okkupation als Befreiung verkaufen.
Regisseur Franz Novotny (DIE AUSGESPERRTEN) stellt eine bekannte Persönlichkeit der jüngeren österreichischen Innenpolitik in den Mittelpunkt einer fiktiven
Geschichte. Novotny deutet die Rolle von
Helmut Zilk, dem ehemaligen Fernsehdirek-

Maggie's Plan

tor des ORF, der später von 1984 bis 1994
Bürgermeister Wiens war und als gewichtige Figur der österreichischen Sozialdemokratie gilt, in Zusammenhang von Zilks
Aktivitäten Ende der 1960er-Jahre. Der Film
orientiert sich in seinen Eckpunkten an den
umstrittenen Fakten zu Helmut Zilks Kontakten zum tschechischen Geheimdienst
Mitte der 60er-Jahre und beleuchtet die
inneren Konflikte der zentralen Figuren. Das
Originaldrehbuch von Franz Novotny, Alrun
Fichtenbauer und Martin Leidenfrost basiert
auf der Erzählung »The Italian Connection/
Italská Spojka« des tschechischen Regisseurs Jan Nemec und auf realen und vermuteten Geschehnissen, wie auch auf den
im »Profil« publizierten Geheimdienstakten.

Mein Praktikum in Kanada

autorin Rebecca Miller. »Maggie will ehrlich
sein, hat ethische Ansprüche und möchte immer das Richtige tun. Doch mit ihren
wohlgemeinten Plänen richtet sie das totale
Chaos an.«
Miller inszenierte mit MAGGIES PLAN eine
spritzige Komödie über Irrungen und Wirrungen der Liebe inmitten des New Yorker
Großstadtdschungels.
Publikumsliebling
Greta Gerwig (FRANCES HA) gibt die herrlich neurotische Titelfigur. An ihrer Seite:
Oscar-Preisträgerin Julianne Moore (STILL
ALICE) und Ethan Hawke (BOYHOOD).

Ein Vergnügen. Greta Gerwig und Ethan
Hawke sind ein Gewinnerpaar in Rebecca Millers unvorhersehbarer New-York-Komödie.
Julianne Moore ist ein Comedy-Profi: Sie ist
vollkommen unerschrocken. – The Guardian

Maggie's Plan

Ein spritziger und überquellender Film –
Süddeutsche Zeitung

US 2015, 92 min, Englisch OmU,
R/B: Rebecca Miller, K: Sam Levy,
S: Sabine Hoffmann,
D: Greta Gerwig, Julianne Moore,
Ethan Hawke, Bill Hader, Travis Fimmel,
Maya Rudolph

Mein Praktikum
in Kanada
Guibord s'en va-t-en guerre

Ab Freitag, 5. August
Premiere im Sommerkino:
Donnerstag, 4. August, 20.45
In New York angesiedelte Komödie um ein
ungewöhnliches Liebesdreieck.
Maggie hat einen Plan: Sie wünscht sich ein
Kind – einen Vater sieht der Lebensentwurf
der Mittdreißigerin aus New York dabei jedoch nicht vor. Ein geeigneter Samenspender ist schnell gefunden, doch kurz bevor
Maggie ihren Plan in die Tat umsetzen kann,
steht John vor der Tür, enttäuscht von seiner eingefahrenen Ehe mit der dominanten
Georgette, bereit, mit Maggie einen Neuanfang zu wagen.
Wo die meisten Romantikkomödien enden,
geht es bei MAGGIES PLAN erst richtig los:
Drei Jahre später ist Maggie zwar glückliche
Mutter, aber John arbeitet lieber an seinem Roman als an seiner Ehe mit ihr. Maggies Lösung: Es muss ein neuer Plan her!
John soll zurück zu seiner Ex-Frau. Doch
bald muss Maggie erkennen, dass sie ihre
Rechnung ohne Georgette und Ehemann
John gemacht hat. »Es war spannend, den
Charakter der Maggie entstehen zu lassen”,
erinnert sich die preisgekrönte und von der
Kritik gefeierte Regisseurin und Drehbuch-

CA 2015, 104 min, Englisch OmU,
R/B: Philippe Falardeau, K: Ronald Plante,
S: Richard Comeau, D: Patrick Huard,
Suzanne Clément, Irdens Exantus,
Clémence Dufresne-Deslières,
Sonia Cordeau, Paul Doucet
Ab Freitag, 8. Juli
Komödie um einen Praktikanten, der einen
kanadischen Lokalpolitiker begleitet.
Guibord ist ein unabhängiger Abgeordneter, der Prescott-Makadewà-Rapides-auxOutardes vertritt, einen großen Wahlkreis
im Norden Québecs. Zu seinem großen
Leidwesen wird der Politiker zum Zünglein
an der Waage bei einer Abstimmung von
nationaler Tragweite: Soll Kanada sich an
einem Kriegseinsatz im Nahen Osten beteiligen? Guibords Stimme ist entscheidend.
Das ganze Land schaut auf ihn. In Begleitung seiner Frau, seiner Tochter und eines
idealistischen Praktikanten aus Haiti tourt
der Parlamentarier durch seinen Bezirk, um
sich mit seinen Wählern zu beratschlagen.
Die Debatte kocht hoch, und Guibord droht
völlig die Kontrolle zu verlieren.
MEIN PRAKTIKUM IN KANADA ist eine gleichermaßen bissige wie amüsante Politsati-

High-Rise

re, in der sich Politiker, Bürger und Lobbyisten einen Wettlauf darum liefern, wer als
Erster die Demokratie zur Strecke bringt.
Philippe Falardeau studierte Politische Wissenschaften und arbeitete dann beim Fernsehen als Regisseur. Sein vierter Film MONSIEUR LAZHAR gewann 2011 in Locarno
den Publikumspreis und war nominiert für
den Oscar als bester fremdsprachiger Film.

Die Witze sind pointiert und laufen nie
Gefahr, in eine extreme Lächerlichkeit zu
fallen. Am Ende fragt man sich, ob die Wirklichkeit außerhalb des Kinosaals noch ohne
Humor tatsächlich zu bewältigen ist. – filmrezension.de
Regisseur Philippe Falardeau gelingt das
Kunststück, mit einer knackigen Komödie
zu unterhalten und gleichzeitig den Politbetrieb trefflich aufs Korn zu nehmen. –
Filmtabs.de

High-Rise
GB 2015, 112 min, Englisch OmU,
R: Ben Wheatley, B: Amy Jump nach der
Buchvorlage von J. G. Ballard,
K: Laurie Rose, S: Amy Jump,
Ben Wheatley, D: Tom Hiddleston,
Luke Evans, Jeremy Irons, Sienna Miller,
Elisabeth Moss, James Purefoy

Ab Freitag, 8. Juli
Adaption eines J.-G.-Ballard-Romans um
einen Mikrokosmos in einem HochhausKomplex.
1975. Zwei Meilen westlich von London bezieht Dr. Robert Laing auf der Suche nach
Anonymität sein neues Appartement, nur
um bald feststellen zu müssen, dass seine
Mitbewohner gar nicht daran denken, ihn in
Ruhe zu lassen.
So ergibt er sich schließlich seinem Schicksal, freundet sich mit den neuen Nachbarn
an und wird dadurch zunehmend in das
komplexe soziale Gefüge hineingezogen.
Während er seine Probleme damit hat, seinen Platz Laings gute Manieren und sein
Verstand ebenso deutliche Risse wie das
Gebäude selbst. Die Lichter gehen aus, die
Aufzüge halten an, aber die Party geht weiter. Die Menschen sind das Problem. Der
Alkohol ist die Währung, Sex gilt als Allheilmittel. Erst sehr viel später, als er auf dem
9

Agnes

Balkon sitzt und den Hund des Architekten
verspeist, fühlt Laing sich endlich zu Hause.
Aus einem Interview mit der Drehbuchautorin Amy Jump
Wenn ich an meine Kindheit im London der
späten 1970er zurückdenke, kommen mir
nur Angst und Unruhe in den Sinn. Straßen
voller Scheiße, Müll und verrostetem Metall.
Der schier endlose Fußmarsch mit einem
mit Einkäufen vollgepackten Kinderwagen
durch den höllischen Qualm der Finchley
Road. Betrunkene, brüllende Eltern, die aus
Pubs und Volvos kippen, Treppen hinunterstürzen und aus den Betten anderer Leute
fallen. Ich beobachtete die Erwachsenen bei
ihren wahnwitzigen Eskapaden und fragte
mich, wie das alles enden würde. Es gibt sie,
diejenigen mit einem besseren Verständnis
bezüglich Ballards philosophischen und formalistischen Intentionen. Ich weiß aber, wie
es ist, sich in diesem Gebäude zu verirren.
Einige der Echos, die durch die lange abgeschalteten Heizkanäle des Films hallen, sind
die meinen, aber dieses Hochhaus, dieses
»High Rise«, wurde ohne jeden Zweifel von
Mr. J.G. Ballard errichtet. Aus diesem Grund
möchte ich Mr. Ballard und seiner Familie
meinen Dank aussprechen, dass ich mich
für eine Weile darin niederlassen durfte.

Marshland

Agnes ihrem Liebhaber vor, ohne zu ahnen, was für einen Mechanismus sie damit
in Gang setzt: Was passiert mit der Liebe,
wenn man über sie schreibt? Wenn man sie
schon dokumentiert, während man sie noch
lebt? Wenn man Eingriffe in die Wirklichkeit
vornimmt, sie nach eigenen Vorstellungen
und Wünschen verändert und manipuliert?
Regisseur Johannes Schmid erzählt nach
dem gleichnamigen Erfolgsroman von Peter
Stamm eine so intensive wie überlegte Liebesgeschichte. In hypnotisierenden Bildern
und getragen von virtuosen Darstellern
fängt AGNES die Linien ein, denen unser
Begehren folgt und die jede Liebe zu einer
Geschichte machen.

In diesem Film stimmt vieles, was in erster Linie dem Gesicht wie der erotischen
Strahlkraft von Odine Johne (JACK, DIE
WELLE) zu verdanken ist. Nachhaltig und
überwältigend. – Kino-zeit.de
Odine Johne spielt so zurückhaltend wie
sensationell – Der Tagesspiegel

Marshland
la isla mínima

Agnes
DE 2015, 104 min, OdF, R: Johannes
Schmid, B: Johannes Schmid, Nora Lämmermann, nach der Buchvorlage von Peter
Stamm, D: Odine Johne, Stephan Kampwirth, Sonja Baum, Walter Hess, Berit Karla
Menze, Oliver Bürgin
Max-Ophüls-Preis 2016:
beste Nachwuchsdarstellerin –
Odine Johne

Ab Freitag, 26. August
Obsessive Liebesgeschichte zwischen einem Autor und einer Studentin nach dem
gleichnamigen Roman von Peter Stamm.
Der Sachbuchautor Walter und die PhysikStudentin Agnes laufen sich per Zufall über
den Weg. Beide sind auf Anhieb voneinander fasziniert, ihm imponieren ihr selbstbewusstes Auftreten und ihre Neugier bei der
Erforschung existenzieller Fragen, ihr gefällt
sein Umgang mit den Worten.
»Du könntest über mich schreiben«, schlägt
10

ES 2014, 104 min, Spanisch OmU,
R: Alberto Rodriguez, B: Alberto Rodriguez,
Rafael Cobos, K: Alex Catalán, S: José M. G.
Moyano, D: Raúl Arévalo, Javier Gutiérrez,
Antonio de la Torre, Nerea Barros,
Jesús Castro, Salvador Reina

Ab Freitag, 1. Juli
Ein Ausnahme-Psychothriller, der ebenso
viel über nationale Pathologien erzählt wie
über die Krankheit der Menschen selbst.
Als die beiden Ermittler Juan und Pedro
im September 1980 in den tiefen Süden
Spaniens reisen, um das mysteriöse Verschwinden zweier Schwestern aufzuklären,
wird den zwei Kriminalbeamten aus Madrid
schnell klar, dass sie in der kleinen andalusischen Dorfgemeinschaft mit ihren Nachforschungen auf Widerstand stoßen werden.
Hier wird lieber mal ein Auge zugedrückt,
als dass man einem möglichen Verbrechen
auf den Grund gehen möchte. Denn wie sich
herausstellt, sind die beiden jungen Frauen
nur zwei von mehreren Opfern...
Regisseur Alberto Rodríguez ist mit LA ISLA

Lamb

MINIMA ein visuell und atmosphärisch brillanter Thriller gelungen. In dieser Welt – im
andalusischen Marschland – ist nichts solide und vertrauenswürdig, sondern alles entlarvt sich als trügerisch. Ein bestechendes,
spannungsgeladenes Filmjuwel!

MARSHLAND besticht durch seine überwältigenden Bilder und seine atmosphärische Spannung. Feinster Neo-Film-noir!
– NZZ
Ein großartiger Film mit einem zutiefst
politischen Unterton – kino-zeit.de

Lamb
FR/DE/ET 2015, 94 min, Amharisch OmU,
R: Yared Zeleke, B: Yared Zeleke,
Géraldine Bajard, K: Josée Deshaies,
S: Véronique Bruque, D: Rediat Amare,
Kidist Siyum, Rahel Teshome, Surafel Teka,
Welela Assefa, Indris Mohamed

Ab Freitag, 19. August
Drama um einen Jungen, dem nach dem
Tod der Mutter nur ein Lamm bleibt, um
ihn zu trösten.
Als der 9-jährige Ephraim von seinem Vater
zu Verwandten ins grüne Hochland Äthiopiens gebracht wird, um der Dürre zu entgehen, nimmt der Junge sein geliebtes Lamm
Chuni mit. In der neuen Umgebung, zwischen
verbotenen Wäldern und magischen Bergen,
fühlt sich der Junge fremd und sehnt sich zurück nach Hause. Ephraim verfügt über eine
heimliche Leidenschaft, das liebevolle Zubereiten köstlicher Speisen, mit denen er seine
Tanten begeistert, aber von seinem Onkel für
diese »Frauenarbeit« nur Spott und Zorn erntet. Stattdessen soll er auf dem Feld helfen,
was dem Jungen nicht liegt. In der rebellischen Tsion findet Ephraim eine Verbündete,
die lieber Zeitung liest und über neue Ideen
des Landbaus nachdenkt, als sich einen Ehemann zu suchen. Als sein Onkel will, dass
Ephraim das Lamm für das anstehende Fest
des Heiligen Kreuzes opfert, ist er entschlossen, seinen Gefährten zu retten und mit ihm
in die Heimat zurückzukehren. Mit Verkäufen
seiner kleinen Leckereien auf dem Markt will
er das nötige Kleingeld für das Busticket verdienen. Doch als er es schon fast geschafft
hat, muss Ephraim zu einer nicht ganz einfachen Erkenntnis kommen.

The Girl King

Wiener-Dog

LAMB erzählt die berührende und hoffnungsvolle Geschichte der Suche nach
einem Neuanfang in der Fremde. Der Film
ist eine märchenhafte Reise durch ein unbekanntes, doch atemberaubend schönes und
vielfältiges Äthiopien im Wandel zwischen
Vergangenheit und Zukunft.

sie mit der Gründung der »Royal Academy
of Rome« die Künste, Natur- und Geisteswissenschaften fördert. Sie ist eine von drei
Frauen, die in den Vatikanischen Grotten im
Petersdom bestattet wurden.

Ein atemberaubender Film
– The Guardian

Wiener-Dog

Ein behutsames, überzeugendes Drama.
– Variety

US 2016, 90 min, Englisch OmU,
R/B: Todd Solondz, K: Ed Lachman,
S: Kevin Messman, D: Danny DeVito,
Greta Gerwig, Ellen Burstyn, Julie Delpy,
Zosia Mamet, Kieran Culkin

The Girl King
FI/CA 2015, 106 min, Englisch OmU,
R: Mika Kaurismäki,
B: Michel Marc Bouchard, Mika Kaurismäki,
K: Guy Dufaux, S: Hans Funck,
D: Malin Buska, Sarah Gadon,
Michael Nyqvist, Lucas Bryant, Laura Birn,
Hippolyte Girardot

Ab Freitag, 5. August
Kostümdrama um eine junge Königin, die
wie ein Junge erzogen wurde.
Herbst 1632. Inmitten des Dreißigjährigen
Kriegs kämpfen Protestanten gegen Katholiken, Schwedens König Gustav II. Adolf
fällt auf der Seite der Protestanten. Nach
seinem Tod wird seine Tochter Kristina
Wasa zur nominellen Regentin von Schweden, obwohl sie erst sechs Jahre alt ist. Sie
wird wie ein Junge erzogen, so bekommt sie
mehr Bildung mit auf den Weg, als es für
Frauen im 17. Jahrhundert üblich war. Sie
liebt die Jagd, die Kunst und die Wissenschaften. Mit achtzehn weigert sie sich zu
heiraten und verfällt stattdessen sexuell wie
emotional ihrer schönen Kammerzofe Ebba
Sparre. Damit nicht genug, konfrontiert sie
den konservativen Königshof weiterhin mit
der modernen Welt: Nach ihrer Krönung
will sie vor allem den immer noch andauernden Krieg beenden und Schweden zu
einem kultivierten Land machen. Um das
zu untermauern, ignoriert sie alle Regeln
des Protestantismus und lässt katholische
Philosophen an ihren Hof holen, um von ihnen zu lernen. Grundsätzlich unwillig, dem
Reich einen Thronfolger zu liefern, adoptiert
sie im Alter von 27 Jahren ihren Cousin Karl
Gustav, setzt ihn zum König ein, konvertiert
zum Katholizismus und zieht nach Rom, wo

Ab Freitag, 29. Juli
Premiere im Sommerkino:
Montag, 25. Juli, 21.00
Episoden-Ensemble-Komödie, in der ein
Hund von einem Besitzer zum nächsten
wechselt.
Ein Dackel blickt mit seinen treuen, weisen
Augen auf die Schicksale seiner Herrchen:
Da ist der kleine Junge, der erdrückt wird
von der Liebe seiner bourgeoisen Eltern.
Die unscheinbare Tierarztassistentin, die
sich auf ein Abenteuer mit einem Bad Boy
einlässt. Der gescheiterte Drehbuchautor,
der auf eine letzte Hollywood-Chance hofft.
Und eine in die Jahre gekommene Dame,
die nur dann von ihrer Enkelin besucht wird,
wenn diese Geld braucht. Erträglich wird der
Kampf der traurigen Helden gegen die Windmühlen des Alltags oft nur dadurch, dass sie
den Hunde-Gefährten an ihrer Seite wissen.
Todd Solondz (WILLKOMMEN IM TOLLHAUS) ist zurück mit seinem skurrilsten
und abgründigsten Film bislang und unterstreicht mit der pechschwarzen Komödie
über vier Menschen, deren Leben sprichwörtlich auf den Hund gekommen ist, seine
Ausnahmestellung als einer der führenden
amerikanischen Autorenfilmer. Mit einem
verdammten Gespür für das Aberwitzige
sozialer Kontakte, einer unvergleichlichen
Beobachtungsgabe für die (Un-)Tiefen der
menschlichen Existenz und einem Humor,
der so gnadenlos ist, dass er weh tut, lässt
Solondz den titelgebenden Dackel in den
emotionalen Abgründen amerikanischer
Vororte buddeln.
REGIESTATEMENT
Ich liebe Hunde und hätte selber gerne einen. Das einzige Problem ist, dass ich nicht
Gassi mit ihnen gehen will und sie nicht gern

The Lady in the Van

füttere oder sie wasche oder wegen ihnen
zu Hause bleiben will. Als ich ein Kind war,
hatten wir (meine Familie) eine Menge von
ihnen. Aber keiner machte es lange mit.

The Lady
in the Van
GB 2015, 103 min, Englisch OF/DF,
R: Nicholas Hytner, B: Alan Bennett,
K: Andrew Dunn, S: Tariq Anwar,
D: Maggie Smith, Alex Jennings,
Frances de la Tour, Roger Allam,
Jim Broadbent, Dominic Cooper
Ab Freitag, 1. Juli
Mit Maggie Smith ideal besetzte Theaterverfilmung über die schrullige authentische Beziehung eines berühmten britischen Autors zu einer Obdachlosen.
Die zweifache Oscar-Gewinnerin Maggie
Smith, bekannt aus der britischen TV-Erfolgsserie Downton Abbey, bringt in THE
LADY IN THE VAN ihre berühmte Bühnenrolle »Miss Shepherd« auf die große Leinwand.
Der Film basiert auf der wahren Geschichte von Alan Bennett, in dessen Londoner
Auffahrt Miss Shepherd »vorübergehend«
ihren Van parkte und für 15 Jahre wohnen
blieb. Diese Begegnung, die als widerwillig
gewährter Gefallen begann, entwickelte sich
zu einer innigen Freundschaft, die die Leben
der beiden für immer veränderte.
Alan Bennett adaptierte für diese Komödie
sein erfolgreiches Theaterstück, das auf seinen Memoiren beruht. Der Film wurde in der
Straße und dem Haus gefilmt, in denen Bennett und Miss Shepherd jahrelang lebten.

Im britischen Original sind The Lady in
the Van und seine cleveren Dialoge eine
kleine Köstlichkeit. Auch wenn ein solches
Intermezzo niemand am eigenen Leibe erleben möchte, macht der Film warm ums
Herz. – FilmDienst.de
Der Film ist aufrichtig, setzt Hilfsbereitschaft stets Eigennutz an die Seite und
denkt nicht daran, die im Takt von Tee-undGebäck-Ereigniskino beobachtete Beziehung mit Versöhnlichkeit zu verzuckern.
[...] Motor ist die mitreißende One-WomanShow von Maggie Smith als komische
wie auch traurige nörgelnde Giftspritze.
– Blickpunkt:Film
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Wild

Wild
DE 2016, 97 min, OdF,
R/B: Nicolette Krebitz,
K: Reinhold Vorschneider,
S: Bettina Böhler, D: Lilith Stangenberg,
Georg Friedrich, Silke Bodenbender,
Saskia Rosendahl, Kotti Yun
Ab Freitag, 22. Juli
Drama und Liebesgeschichte um eine
Frau, deren Begegnung mit einem Wolf ihr
Leben radikal ändert.
Auf dem Weg zur Arbeit hat Ania eine seltsame Begegnung. Mitten im Park steht sie
einem Wolf gegenüber. Sie sehen sich direkt
in die Augen – und es kommt ihr so vor, als
wäre ihr bisheriges Leben ein Witz. Der Moment lässt sie nicht mehr los, genau wie der
Gedanke, den Wolf wiederzufinden und nie
mehr gehen zu lassen. Ania wird zur Jägerin,
legt Fährten und schafft es, das wilde Tier
zu fangen. Sie sperrt es in ihrer Hochhauswohnung ein – und sprengt sämtliche Fesseln ihres bisherigen bürgerlichen Lebens.
Erstaunlicherweise finden die Menschen
um sie herum daran Gefallen, besonders
ihr Chef Boris, der ihre Nähe sucht wie nie
zuvor. Fast scheint es, als teilten sie alle eine
ähnliche, geheime wilde Sehnsucht.
Mit WILD erzählt Regisseurin Nicolette Krebitz (JEANS, DAS HERZ IST EIN DUNKLER
WALD) eine Geschichte von Freiheit und
Glück. Kraftvoll, sinnlich und ebenso faszinierend wie verstörend führt sie mit ihrem
Film in die entfesselte Welt einer jungen
Frau, die unsere stillschweigenden Vereinbarungen mit der Zivilisation aufkündigt und
sich unerschrocken für ein Leben ohne Netz
und doppelten Boden entscheidet. Und die
sich mit jedem Schritt in die »Wildnis« einen
Schritt weiter selbst befreit.

Der Film ist kein romantisches »zurück
zur Natur«-Plädoyer – Es geht hier um die
menschliche Natur: um Sehnsüchte, Freiheit und das Ungezähmte. Um eine Frau,
die die Fesseln der Zivilisation sprengt und
sich furchtlos zu ihren Trieben bekennt. Der
Wolf, diese mythologische Kreatur, steht
hier anders als in Grimms Märchen nicht für
die männliche Sexualität. Stattdessen ist er
Auslöser für eine weibliche Selbstbefreiung.
Wild stellt gleichzeitig Fragen nach dem
Zustand unserer Gesellschaft, den vorherrschenden Geschlechterrollen und der Entfremdung der Menschen. Ein Film, der niemanden kalt lassen sollte. – Blickpunkt:Film
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Der Wert des Menschen

Schweinskopf al dente

Der Wert des
Menschen

Schweinskopf
al dente

La loi du marché

DE 2016, 95 min, OdF,
R: Ed Herzog,
B: Stefan Betz, nach der Buchvoralge
von Rita Falk, K: Philipp Sichler,
S: Stefan Essl, Marco Pav D’Auria,
D: Sebastian Bezzel, Simon Schwarz,
Lisa Maria Potthoff, Eisi Gulp,
Sigi Zimmerschied, Enzi Fuchs

FR 2015, 93 min, Französisch OmU,
R: Stéphane Brizé, B: Stéphane Brizé,
Olivier Gorce, K: Éric Dumont,
S: Anne Klotz, D: Vincent Lindon,
Karin de Mirbeck, Matthieu Schaller
Cannes 2015 / César 2016:
bester Darsteller – Vincent Lindon
Ab Freitag, 12. August
Packendes Sozialkino über einen vom
Schicksal gebeutelten Mittfünfziger, der
eine Anstellung als Sicherheitsbeamter in
einem Supermarkt antritt.
Thierry, 51 Jahre alt, Familienvater und
gelernter Maschinist, ist seit 20 Monaten
arbeitslos und befindet sich auf der Suche
nach einem neuen Arbeitsverhältnis. Dabei
muss er sinnlose Fortbildungen absolvieren
und aussichtslose Job-Interviews bestreiten. Immer wieder kommt er an den Punkt,
an dem er sich fragen muss, ob er es sich
noch erlauben kann, auf seinen Prinzipien
zu bestehen. Als er schließlich eine Anstellung als Kaufhausdetektiv findet, gerät er
aufs Neue in ein moralisches Dilemma, das
ihn endgültig vor die Wahl stellt, ob er dazu
imstande ist, den Gesetzen des Marktes zu
gehorchen oder nicht.
Für seine darstellerische Leistung wurde
Vincent Lindon im offiziellen Wettbewerb
des Cannes Filmfestivals 2015 mit dem
Preis für die beste männliche Hauptrolle
ausgezeichnet. Der Film wurde mit Standing
Ovations gefeiert – neun Minuten lang.
In diesem im Cinéma-Vérité-Stil inszenierten Drama wird Lindon von einem großartig
agierenden Ensemble aus Laien begleitet.
Der Schauspieler (u.a. MADEMOISELLE
CHAMBON, WELCOME) war hierfür auch
beim Europäischen Filmpreis 2015 in der
Kategorie Best European Actor nominiert.
In Cannes erhielt der Film zudem den Preis
der ökumenischen Jury und wurde von
Frankreich auf die Short-List für die Einreichungen zum Auslands-Oscar 2016 gesetzt.

Vom ewigen Freiheitsdrang des Kinos
beseelt – Süddeutsche Zeitung
Eine formal strenge, fast philosophische Mediation über menschlich-moralische Kosten unseres Wirtschaftssystems.
– FilmDienst.de

Ab Freitag, 12. August
Die nach DAMPFNUDELBLUES und WINTERKARTOFFELKNÖDEL dritte Provinzkrimikomödie um den Dorfpolizisten Franz
Eberhofer nach den beliebten Vorlagen
von Rita Falk.
Dorfpolizist Franz Eberhofer kommt nicht
zur Ruhe. Irgendwas ist ja immer los, selbst
in der tiefsten bayerischen Provinz Niederkaltenkirchens, wo Eberhofer seinen
Beruf als Gesetzeshüter mit der ihm eigenen bajuwarischen Entspanntheit ausübt.
Damit ist es aber schlagartig vorbei: Franz’
On-off-Freundin Susi hat ihn kurzerhand
verlassen, um mit ihrem italienischen Verehrer in dessen Pizzeria am Gardasee neu
durchzustarten. Denn der Franz ist ja nicht
bereit zu einem Bekenntnis. Zudem ist da
noch die unangenehme Sache mit dem
Küstner, einem entflohenen Psychopathen,
der auf Rache sinnt. Ganz oben auf seiner
Liste: Franz’ Vorgesetzter Moratschek, der
die Panik kriegt, als er nachts einen blutigen Schweinskopf in seinem Bett vorfindet. Moratschek erklärt Franz zu seinem
persönlichen Bodyguard und quartiert sich
zum eigenen Schutz kurzerhand auf dem
Eberhofer-Hof ein. Zum Glück kann sich
Franz – wie immer – auf seinen Freund Rudi
Birkenberger verlassen...
Für den bisher humorvollsten EberhoferFall ist es Regisseur Ed Herzog gelungen,
erneut das großartige Ensemble zu versammeln: Die Publikumslieblinge Sebastian
Bezzel, Simon Schwarz, Lisa Maria Potthoff,
Eisi Gulp, Sigi Zimmerschied und Enzi Fuchs
laufen zu Hochtouren auf, denn ein Psychopath treibt in der beschaulichen Idylle
Niederkaltenkirchens sein Unwesen. Ausgerechnet jetzt, wo die Susi den Franz für
immer verlassen will. Wieder einmal Stress
pur für den Eberhofer!
Die Autorin Rita Falk freut sich besonders:
»Endlich wird mein Lieblingsbuch der Reihe
verfilmt.«

Seit die Welt Welt ist

Seit die Welt
Welt ist
AT/ES 2015, 103 min, Spanisch OmU,
R/B/K: Günter Schwaiger,
S: Günter Schwaiger, Martin Eller
Ab Freitag, 26. August
Eine Hymne an das ursprüngliche Spanien
abseits der Metropolen.
Der Kleinbauer Gonzalo lebt mit seiner Familie in einem Dorf im Hochland von Kastilien. Die alte und weise Tradition der Selbstversorgung – vom Schweineschlachten
bis zum eigenen Wein – kommt ihm sehr
zugute in Zeiten der Krise, die Spanien gerade durchlebt. Denn auch sein Dorf ist von
Firmenschließungen und Arbeitslosigkeit
betroffen, während die Kleinbauern unter
ständigem Druck der Lebensmittelindustrie, der Banken und der Großgrundbesitzer
stehen. SEIT DIE WELT WELT IST, ein Porträt des anderen, unbekannten Spanien,
das eingezwängt zwischen Traditionen und
Wirtschaftskrise in den kleinen Dörfern ums
Überleben kämpft, versteht sich auch als
eine Hommage an die einfachen Dinge, an
die Natürlichkeit und die erfrischende Rebellion von Lebensweisheit.
Günter Schwaiger aus Neumarkt in Salzburg, bekannt für HAFNER PARADIES, ARENA, IBIZA OCCIDENT und zuletzt MARTAS
KOFFER, studierte Ethnologie und Theaterwissenschaften in Wien. Er arbeitet seit Anfang der neunziger Jahre als Filmemacher,
überwiegend in Spanien.

Man möchte sich zu Gonzalos Familie an
den Tisch setzen und hausgemachten Wein
und Chorizo kosten. […] Schwaigers Porträt
des klugen Freigeists ist eine Hymne an das
ursprüngliche Spanien abseits der Metropolen. – Viennale

Argentina
Zonda: folclore argentino
AR/FR/ES 2015, 89 min, Spanisch OmU,
R/B: Carlos Saura, K: Felix Monti,
S: Cesar Custodio

Ab Freitag, 5. August
ARGENTINA zeigt mit Musik und Tanz ein

Dieses schöne ScheiSSleben

Land, seine Einwohner sowie seine Geschichte. Und wie aus diesen Wurzeln das
Wesen der faszinierenden, lebendigen argentinischen Kultur gewachsen ist.
Carlos Saura führt uns in seinem neuen Film
ARGENTINA zurück zu den Ursprüngen der
traditionsreichen argentinischen Folklore.
Anhand einer Reihe choreographierter Szenen nimmt er uns mit auf eine persönliche
Reise durch verschiedene Regionen Argentiniens mit ihrer faszinierenden Tradition. Sein
Ensemble interpretiert in lose verknüpfter
Folge überlieferte Paartänze und Choreographien sowie die mitreißend emotionalen
Lieder großartiger argentinischer Bands und
Sänger. Poetisch, fesselnd und bewegend
zugleich führt uns diese vom Meister selbst
inszenierte Live-Performance durch die gesamte Geschichte dieses Landes, das so
stark geprägt wurde vom besonderen Klang
der Gitarren und des Akkordeons.

Dieses schöne
ScheiSSleben
Que caramba es la vida
MX 2014, 88 min, Spanisch OmU,
R/B: Doris Dörrie, K: Daniel Schönauer,
Doris Dörrie, S: Frank Johannes Müller
Südwind: Di 5. Juli, 19.00,
MOVIEMENTO – Live-Konzert von
Jorge Villalón Im Anschluss
Eine liebevolle Momentaufnahme vom Leben, vom Tod und den Dingen dazwischen.
Eine musikalische Liebeserklärung an Mexico, die Stärke der Frauen und die Kraft
der Musik.
Das Bild des musizierenden, Sombrero und
Cowboystiefel tragenden Mariachi in engen Hosen gehört zu den populärsten Assoziationen mit der mexikanischen Kultur.
Mariachi ist nicht nur Musik, sondern ein
Lebensstil, der die Welt aus einer MachoPerspektive zeigt. Das Business ist hart,
und Frauen haben in dieser von Männern
dominierten Welt nichts verloren. Trotzdem
entscheiden sich einige Frauen für ein Leben als Mariachi. Eine von ihnen ist María
del Carmen. Vor dem Hintergrund des »Día
de los Muertos«, dem farbenfrohen und oft
bizarren Totenfest, begleitet Regisseurin
Doris Dörrie sie und ihre Musikerkolleginnen der »Estrellas de Jalisco« und der »Las
Pioneras« bei ihren Auftritten auf den Stra-

Zeit für Legenden

ßen von Mexiko-Stadt. Wenn die MariachiFrauen kräftig und laut über Tod, Liebe und
Armut singen, erscheinen die schweren Dinge des Alltags leichter.

Kraftvoll, laut und wunderbar: In ihrer
Doku porträtiert Doris Dörrie Frauen, die
in die Männerdomäne der Mariachi-Musik
vorgestoßen sind. Ihre Unbeirrbarkeit fügt
sich grandios ein in die mexikanische Kultur
der Extreme. […] Dörries Film ist mitreißend
und genau - und irgendwie einfach schön.
– sueddeutsche.de

Zeit für Legenden
Race
FR/DE/CA 2016, 118 min, Englisch OmU,
R: Stephen Hopkins, B: Joe Shrapnel,
Anna Waterhouse, K: Peter Levy,
S: John Smith, D: Stephan James,
Jason Sudeikis, Jeremy Irons,
Carice van Houten, David Kross

Ab Freitag, 29. Juli
Sportdrama um den afroamerikanischen
Spitzenathleten Jesse Owens, der allen
Widerständen zum Trotz bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin brillierte.
Ohio, 1934. Der schwarze Ausnahme-Athlet
Jesse Owens trainiert unter seinem Coach
Larry Snyder, der ihn auf die Olympischen
Spiele in Berlin vorbereiten will. Sportlich
läuft es perfekt für Jesse, der immer wieder
Bestzeiten läuft – aber der Trubel um seine
Person macht ihm zu schaffen. Zwei Jahre
später hat er mit Snyders Hilfe rechtzeitig
für Olympia zu innerer Stärke gefunden.
Als Jesse jedoch erfährt, dass die Nazis die
Olympischen Spiele für ihre rassistische
Propaganda nutzen wollen, erwägt er, sie
zu boykottieren. Doch letztlich trifft er die
einzig richtige Entscheidung: Er reist nach
Berlin – und macht die Spiele nicht nur zu
seinem persönlichen sportlichen Triumph,
sondern sorgt für eine herbe Niederlage für
Hitlers Nazi-Regime...
Die unglaubliche, wahre Geschichte des
größten Olympia-Helden aller Zeiten: Unter der Regie von Stephen Hopkins (LOST
IN SPACE) erweckt ein Star-Ensemble die
Olympischen Spiele von 1936 – pünktlich
zum Olympia-Jahr 2016 und zum 80. Jubiläum der »Owens-Spiele« – auf der Leinwand
wieder zu beeindruckendem Leben: Neben
13

Risttuules – In the Crosswind

Shooting-Star Stephan James (SELMA)
und Jason Sudeikis (WIR SIND DIE MILLERS) begeistern dabei die Oscar-Preisträger Jeremy Irons und William Hurt sowie
europäische und deutsche Stars wie Carice
van Houten (OPERATION WALKÜRE) als
Leni Riefenstahl oder Barnaby Metschurat
(SOLINO) als Joseph Goebbels.

Risttuules –
In the Crosswind
EE 2015, 87 min, Estnisch OmU,
R/B: Martti Helde, K: Erik Põllumaa,
S: Liis Nimik, D: Laura Peterson,
Tarmo Song, Mirt Preegel, Ingrid Isotamm,
Einar Hillep
Ab Freitag, 15. Juli
Estland, 1941. Zu Hunderttausenden wird
die Bevölkerung unter dem stalinistischen
Regime in sibirische Lager deportiert.
Diese »ethnische Säuberung« zerreißt auch
die junge Familie Erna und Heldur und ihre
kleine Tochter. Ernas Briefe aus der sibirischen Gefangenschaft, verfasst zwischen
Zügen, Lager und Zwangsarbeit, rahmen
die von Regisseur Martti Helde als elegische
Schwarzweiß-Tableaus konzipierten Filmbilder, die magisch in den Bann ziehen. Im
Dazwischen von Bewegung und Stillstand
entfalten sich Ernas Erinnerungen zu einer filmischen Erzählung, die weit über die
persönliche Geschichte hinausgeht. IN THE
CROSSWIND macht Geschichte zugänglich
und widersetzt sich dem Vergessen. Ein
Film, der bleibt.
Martti Helde, Jahrgang 1986, nähert sich in
seinem Debütfilm einem Punkt in der Geschichte seines Heimatlandes Estland an,
den bis dato niemand zu berühren wagte.
Mit seinem Erstlingswerk hat der junge
Regisseur Mut zur ungewöhnlichen Form
und viel Durchhaltevermögen bewiesen,
denn beinahe vier Jahre hat die Produktion
gedauert. Jedes Standbild setzte monatelange Planung und Vorbereitung voraus.
Riesige Karten und Bodenpläne mussten
angefertigt werden, um die Positionen der
Schauspieler und die Bewegung der Kamera minutiös festzulegen.
AUS EINEM INTERVIEW MIT
REGISSEUR MARTTI HELDE
Ihr Film scheint ein Film der Extreme zu
14

Mother‘s Day

sein. Es gibt einige Anspielungen auf die
Gegensätze von Licht und Dunkelheit,
Schwarz und Weiß. Woher kam die Motivation, einen Film in Schwarzweiß zu machen?
Meine Idee war, dieser Film sollte wie ein Fotoalbum sein. Ich kann mein Publikum nicht
dazu zwingen, diese Zeit in Farben zu sehen.
Wir wollten ein 3D-Album kreieren, durch
das man reist. Der andere Grund ist wirklich
pragmatisch. Bei diesem geschichtlichen
Thema war es äußerst schwierig, authentische Kostüme zu finden. Wir wollten diesen Teil eliminieren, auch noch die richtige
Farbe dieser auszuwählen. Selbst so war es
hart, aber dann noch die richtigen Farben zu
kombinieren, hätte die Kosten der Kostümausstattung verdoppelt. Das war ein praktischer Grund.

Was diesen Meilenstein von einem Film
besonders und untersuchenswert macht,
ist seine mutige visuelle Sprache.
– Hollywood Reporter

Mother‘s Day
US 2016, 118 min, Englisch OmU,
R: Garry Marshall, B: Anya Kochoff,
Matthew Walker, Tom Hines,
K: Charles Minsky,
S: Bruce Green, Robert Malina,
D: Jennifer Aniston, Kate Hudson,
Julia Roberts, Jason Sudeikis,
Britt Robertson, Timothy Olyphant

Ab Freitag, 26. August
Premiere im Sommerkino:
Donnerstag, 25. August, 20.30
Eine romantische Ensemblekomödie mit
Starbesetzung vom PRETTY WOMAN-Regisseur Garry Marshall.
Sandy ist seit Jahren von Henry geschieden,
aber irgendwie hofft sie immer noch, dass
er zu ihr zurückfindet. Wäre da nicht Henrys Neue, die mit ihren gefühlten Anfang 20
selbst Sandys Söhne auf dumme Gedanken
bringt. Oder Jesse und Gabi, die ihren Eltern schon seit Jahren verheimlichen, dass
Jesses Mann Russell Inder und Gabis Max
gar kein Mann ist. Bradley wiederum versucht, seit dem Tod seiner Frau als »Mister
Mom« bei seinen Teenie-Töchtern zu punkten, stolpert aber von einem Fettnapf zum
nächsten. Zack hat schon mehrmals um
Kristins Hand angehalten, doch diese kann

Mullewapp – Eine schöne Schweinere

ihr Ja-Wort erst geben, wenn sie ihre leibliche Mutter gefunden hat. Aus Mirandas Leben dagegen scheint die Liebe vollkommen
verschwunden. Als Jugendliche hat sie ihr
Herz hoffnungslos verloren, heute verkauft
sie als Star des lokalen Home-ShoppingKanals magische Steine. Nur die Magie in
ihrem eigenen Leben, die scheint sie nicht
mehr zu finden…
Turbulent, witzig und mit ganz viel Herz:
Garry Marshall erweist sich mit MOTHER’S
DAY einmal mehr als Altmeister der Romantic Comedy. In sechs miteinander verwobenen Geschichten erzählt auch sein neuer
Film von der Liebe.

Mullewapp –
Eine schöne
Schweinerei
DE/LU 2016, 79 min, DF, R: Tony Loeser,
Theresa Strozyk, B: Jesper Møller, nach der
Buchvorlage von Helme Heine

Ab Freitag, 15. Juli
Sequel zum Animationsfilm über die tierischen Freunde, nach der beliebten Vorlage
von Helme Heine.
Einen Tag vor Waldemars großer Geburtstagsparty steigt die Aufregung in Mullewapp. Waldemar kann sich kaum zurückhalten, die schokoladig-sahnige Erdbeertorte,
die es zur Feier geben soll, schon jetzt zu
vernaschen. Aber dann taucht unerwarteter
Besuch auf dem beschaulichen Bauernhof auf. Das rüde Wildschwein Horst von
Borst und seine Bande haben ein Auge auf
die Geburtstags-Leckereien geworfen und
nehmen die Mullewapp-Bewohner in Beschlag. Die drei Freunde Waldemar, Franz
von Hahn und Johnny Mauser ahnen sofort:
Hier stimmt was nicht! Doch sie werden
vom windigen Wildschwein-Chef Horst reingelegt, mit einem Trick schickt er sie dabei
ungewollt auf eine ganz besonders abenteuerliche Fahrrad-Tour. Wie können sie ihr
geliebtes Zuhause jetzt bloß von den Eindringlingen befreien?
MULLEWAPP – EINE SCHÖNE SCHWEINEREI verbindet animationstypischen Witz
mit der erzählerischen Spannung einer ausgewachsenen Abenteuergeschichte. Was
so lustig und mit reichlich Slapstick daherkommt, hat es pädagogisch in sich.

Dieses Schöne Scheissleben

Südwind
Dieses Schöne
Scheissleben
Film & KonZert: Di 5. Juli, 19.00,
MOVIEMENTO – MIt Live-Konzert von
Jorge Villalón Im Anschluss
In Kooperation mit Südwind OÖ zeigt das
Moviemento jeden Monat einen Film mit
einer »Brise Südwind« – Filme von RegisseurInnen aus dem oder mit Blick in Richtung Süden. Im Juli wird es musikalisch mit
Dieses schöne Scheißleben und anschließendem Konzert. Doris Dörrie porträtiert in
ihrem Dokumentarfilm das Leben der wenigen weiblichen Mariachi in Mexiko. Nach der
filmischen Einstimmung werden die Gäste
in einer kurzen Pause zu einem Gläschen
südamerikanischen Rotwein aus dem Weltladen eingeladen, die nahtlos zum Live-Konzert mit Jorge Villalón führt. Der Musiker hat
sein Leben ebenfalls dem gesellschaftspolitisch inspirierten Liedgut Lateinamerikas
verschrieben. Seine Lieder lassen diesen
Kinoabend ausklingen.
Kombiticket (Film+Konzert): EUR 13,–
Als Sommerfilm im August empfiehlt
Südwind ARGENTINA (Seite 13)
www.suedwind-agentur.at/ooe

babykino
jeden ersten Mittwoch im Monat – City-Kino
Am Mi 6. Juli zeigen wir
Mein Praktikum in Kanada (9.30)
Bach in Brazil (10.00)
Am Mi 3. August zeigen wir
Liebe Halal (9.30)
Frühstück bei Monsieur Henri
(10.00)
Ein Kinoangebot speziell für Eltern mit Babys und Kleinkindern. Sehen Sie aktuelle
Filmhighlights bei freiem Eintritt in speziellen Vorführungen, bei denen Sie Ihr Kleinkind getrost in den Kinosaal mitnehmen
können. Eintritt frei – für Eltern mit Babys!

Stratford Festival – Hamlet

Stratford Festival
im City-Kino
Seit über 60 Jahren schätzen Theaterkenner weltweit das kanadische Stratford
Festival für seine unvergleichlich intimen
Inszenierungen zeitgenössischer sowie
klassischer Stoffe auf höchstem Niveau.
Im Juli und August hebt sich nun auch im
City-Kino an vier Freitagen der Vorhang für
Stars wie Christopher Plummer in aufwendig festgehaltenen Abenden nach William
Shakespeare und George Bernard Shaw.
Ticketpreise: EUR 17,– / ermä. EUR 14,–

Ceasar & Cleopatra
Fr 22. Juli, 20.00, City-Kino (OmenglU)
Es muss nicht immer Shakespeare sein!
Nach längerer Abwesenheit vom Stratford
Festival konnte der frisch bestellte künstlerische Leiter Des McAnuff im Jahr 2008
Christopher Plummer mit der messerscharfen Machtstudie »Caesar & Cleopatra« von
George Bernard Shaw zu einer Rückkehr
auf die Bühne, die er 1956 erstmals betrat,
bewegen. In den kompetenten Händen der
Akteure gelingt es, Shaws antiimperialistische Geschichtsphilosophie kongenial aus
den genauso pointierten wie bedeutungsschweren Dialogen seiner Figuren sprechen zu lassen. Der stets aktuelle Text war
in dieser Inszenierung erstmals in Stratford
zu sehen und läutete gleichzeitig ein neues,
erfolgreiches Kapitel in der wechselvollen
Festivalgeschichte ein.

The Tempest
Fr 29. Juli, 20.00, City-Kino (OmenglU)
Falls es sich für Sie nicht mehr ergeben
sollte, Christopher Plummer live auf einer
Bühne zu erleben, empfiehlt sich diese über
zwei Abende aufwendig festgehaltene Inszenierung von Shakespeares letztem Stück als
lohnende Entschädigung. Im selben Jahr entstanden wie Julie Taymor‘s Kinoadaption des
Stoffes mit Helen Mirren als Prospera, glänzt
Plummer in Des McAnuff’s Bühnenfassung
als verspieltes Alter Ego des Dichters. »The
New Yorker« fühlte sich gar an den Zauberer
von Oz erinnert. Die intime und ausgelassene
Theaterstimmung überträgt sich perfekt in
den Kinosaal und wird zu einer traumwand-

Stratford Festival – The Tempest

lerischen Reflexion eines (Künstler-)Lebens.
Prospero ist hier mit überschäumendem intellektuellen Elan nicht nur Herrscher über
sämtliche Geister und Elemente auf seinem
mysteriösen Eiland, sondern glänzt am Weg
zur Wiederherstellung seiner Ehre und vor
seiner möglichen Rückkehr nach Mailand
auch als alleinerziehender Vater – »We are
such stuff as dreams are made on«.

Hamlet
Fr 5. August, 20.00, City-Kino (OmenglU)
Das bekannteste und vermutlich meist gespielte Stück Shakespeares läutete 2015 die
bereits 63. Spielzeit in Stratford ein. Von der
ersten Szene an überrascht Jonathan Goad
als hoch dynamischer Hamlet, der über
noch nicht gravierte Grabsteine gen Himmel empor hechtet um seinem Vater nahe
zu sein. Dessen Geist wartet aber zu ebener
Erde und lässt von Anfang an erahnen, dass
es wenig Zeit zur Kontemplation geben wird
und auf viel zitierte theatrale Manieriertheit
unter der Regie von Antoni Cimolino kein
Wert gelegt wird. Unnötiger intellektueller
Ballast wird kurzerhand abgeworfen und die
in totengleiches Schwarz getauchte Bühne
gibt den Blick auf eine zutiefst menschliche
Tragödie frei.

Antony & Cleopatra
Fr 12. August, 20.00, City-Kino (OmenglU)
Als Mittelteil seiner Römerdramen gilt Antony and Cleopatra zugleich als das am
schwierigsten für die Bühne zu inszenierende aller Stücke Shakespeares. Jede Wendung im fatalen Liebesparcours der beiden
reifen Herrscher führt zu unvorhersehbaren
Verstrickungen in ihren bereits dem Untergang geweihten Imperien. Der profilierte
Musical-Regisseur Gary Griffin stellt in dieser Stratford Festival-Inszenierung aus 2014
die titelgebende Liebe der Despoten in den
Vordergrund und vergisst doch nie die entscheidenden politischen Intrigen im Hintergrund präsent sein zu lassen. Damit rückt
er das Stück, wie weiland von ShakespeareConnaisseur Northrop Frye reklamiert,
wieder in die Nähe der großen Romanzen
Shakespeares (The Winter's Tale/ Pericles).
Geraint Wyn Davies' Verkörperung des Protagonisten galt nicht wenigen Kritikern als
die Beste, die jemals auf einer englischsprachigen Bühne zu sehen war.
15

SUNNSEITN 2016

DER NEUE

FESTIVAL #29

HEIMATFILM

TANZ DER KULTUREN
SA 30. JULI / BRAUHAUS FREISTADT

TRADITIONELL

CUBA GROOVE
S TREICHFÄHIG
K IRSCHHOFER

MI 24. – SO 28.
AUGUST 2016
LOCAL-BÜHNE
FREISTADT

ANDROMEDA
ARNAUD „NANO“
MÉ THIV IER & SILK
MENTÉS MÁ SK ÉNT

www.filmfestivalfreistadt.at
www.local-buehne.at

WIADAWÖ!
ALTERNATIVE

ERWIN & EDWIN
MIK E V INYL

BRAUNBERGHÜTTE • ST. OSWALD • FREISTADT

YELLOWFR AME

www.kino-freistadt.at

AK JEL A
BLECHSAL AT
S TEEL CIT Y SOUND
SYS TEM MOV EMENT

www.local-buehne.at
16

Di 5. Juli

BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL

Mi 13. Juli

UNTERWEGS MIT JACQUELINE

Mi 20. Juli

DER GROSSE DIKTATOR
mit David Wagner am Klavier

Mi 27 Juli

DAS LEBEN IST KEINE GENERALPROBE

Mi 3. Aug.

KIRSCHBLÜTEN UND ROTE BOHNEN

Mi 10. Aug.

HOTEL ROCK’N’ROLL
Live-Konzert: Ostrowski & Votava

INFO-TELEFON: 07942/77711 / BEI SCHLECHTWETTER: VORSTELLUNG ENTFÄLLT!
BEGINN: BEI EINBRUCH DER DUNKELHEIT

SOMMERKINO
11. Juli – 31. August
Linz / OK Platz
voestalpine open space

Mo 11. 7.

21.15

DIE POESIE DES UNENDLICHEN

Mo 1. 8.

20.45

BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL

Di 12. 7.

21.15

MA MA – DER URSPRUNG DER LIEBE

Di 2. 8.

20.45

TOMORROW

Mi 13. 7.

21.15

PREMIERE
TONI ERDMANN

Mi 3. 8.

20.45

THE DANISH GIRL

Do 4. 8.

20.45

PREMIERE MAGGIE‘S PLAN

Do 14. 7.

21.15

PREMIERE
UNTERWEGS MIT JAQUELINE

Fr 5. 8.

20.45

DAS BRANDNEUE TESTAMENT

Sa 6. 8.

20.45

ICH BIN DANN MAL WEG

// FAMILIENTAG

So 7. 8.

20.45

DER GROSSE TRIP – WILD

20.45

DAS LEBEN IST KEINE GENERALPROBE

Fr 15. 7.

21.15

Sa 16. 7.

21.15

NUR WIR DREI GEMEINSAM

Mo 8. 8.

So 17. 7.

21.15

VOR DER MORGENRÖTE

Di 9. 8.

20.45

Mo 18. 7.

21.15

HAIL, CAESAR!

PREMIERE
WILLKOMMEN IM HOTEL MAMA

Di 19. 7.

21.15

KIRSCHBLÜTEN UND ROTE BOHNEN

Mi 10. 8.

20.45

Mi 20. 7.

21.15

PREMIERE
FRÜHSTÜCK BEI MONSIEUR HENRI

VOR-PREMIERE & KONZERT
HOTEL ROCK‘N‘ROLL

Do 11. 8.

20.45

MONSIEUR CHOCOLAT

Do 21. 7.

21.00

PREMIERE LIEBE HALAL

Fr 12. 8.

20.45

HANNAS SCHLAFENDE HUNDE

Fr 22. 7.

21.00

ALEXIS SORBAS

Sa 13. 8.

20.45

ATHOS – IM JENSEITS DIESER WELT

Sa 23. 7.

21.00

MEIN PRAKTIKUM IN KANADA

So 14. 8.

20.45

EIN MANN NAMENS OVE

20.45

CAROL

So 24. 7.

21.00

NUR FLIEGEN IST SCHÖNER

Mo 15. 8.

Mo 25. 7.

21.00

PREMIERE WIENER DOG

Di 16. 8.

20.45

EIN HOLOGRAMM FÜR DEN KÖNIG

20.30

PREMIERE
MEINE GRIECHISCHEN FERIEN

Di 26. 7.

21.00

PREMIERE
FUOCOAMMARE – SEEFEUER

Mi 17. 8.

Mi 27. 7.

21.00

DAVID WAGNER – STUMM & LIVE
DER GENERAL

Do 18. 8.

20.30

PICKNICK MIT BÄREN

Fr 19. 8.

20.30

MAIKÄFER FLIEG

20.30

STURE BÖCKE

Do 28. 7.

21.00

PREMIERE DECKNAME HOLEC

Sa 20. 8.

Fr 29. 7.

21.00

SUFFRAGETTE

So 21. 8.

20.30

EIN LETZTER TANGO

20.30

QUO VADO?

Sa 30. 7.

21.00

VERSTEHEN SIE DIE BÉLIERS?

Mo 22. 8.

So 31. 7.

21.00

EWIGE JUGEND

Di 23. 8.

20.30

GRUBER GEHT

Mi 24. 8.

20.30

PREMIERE DIE FAST PERFEKTE
WELT DER PAULINE

Do 25. 8.

20.30

PREMIERE MOTHER‘S DAY

Fr 26. 8.

20.30

TAXI DRIVER

Sa 27. 8.

20.30

KORIDA

So 28. 8.

20.30

PREMIERE DER LANDARZT –
ZIEMLICH UNERSETZLICH

Mo 29. 8.

20.30

HOLZ ERDE FLEISCH

Di 30.8.

20.30

PREMIERE
EL OLIVO – DER OLIVENBAUM

Mi 31. 8.

20.30

VOR-PREMIERE DIE GETRÄUMTEN

www.moviemento.at
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achrichten.

ch in den OÖN

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Moviemento & City-Kino
Juli/August 2016

die Spielzeiten und - orte entnehmen Sie bitte
unserem wochenprogramm, unserer Homepage sowie der Tagespresse

filmstarts
aB Fr 1. JULI

aB Fr 15. JULI

caracas, EInE lIEbE

omu

TonI Erdmann

Desde allá
vE 2015, 93 min, r: lorenzo vigas
laufzeit: mindestens 3 wochen

marsHland

dE/aT/ro 2016, 162 min, r: maren ade
laufzeit: mindestens 3 wochen

omu

La isla mínima
ES 2014, 104 min, r: alberto rodriguez
laufzeit: mindestens 3 wochen

nur wIr drEI gEmEInsam

aB Fr 5. aUGUsT
odf

omu

Nous trois ou rien
fr 2015, 102 min, r: kheiron
laufzeit: mindestens 3 wochen

THE lady In THE van of/df
gb 2015, 103 min, r: nicholas Hytner
laufzeit: mindestens 2 wochen

aB Fr 8. JULI

dIE poEsIE dEs
unEndlIcHEn omu

The Man Who Knew Infinity
uS 2015, 109 min, r: matt brown
laufzeit: mindestens 4 wochen

dIEsEs scHönE
scHEIsslEbEn omu

Que caramba es la vida
mx 2014, 88 min, r: doris dörrie
laufzeit: mindestens 1 woche

HIgH-rIsE omu

maggIE‘s plan omu

uS 2015, 92 min, r: rebecca miller
laufzeit: mindestens 3 wochen

THE gIrl kIng omu

unTErwEgs
mIT JacqulInE omu

fi/ca 2015, 106 min, r: mika kaurismäki
laufzeit: mindestens 3 wochen

La Vache
fr/ma 2014, 92 min, r: Hamidi mohamed
laufzeit: mindestens 3 wochen

aB Fr 12. aUGUsT

aB Fr 22. JULI

dEr wErT dEs mEnscHEn omu

früHsTück
bEI monsIEur HEnrI omu
L‘ étudiante et Monsieur Henri
fr 2015, 95 min, r: ivan calbérac
laufzeit: mindestens 3 wochen

scHwEInskopf al dEnTE odf
dE 2016, 95 min, r: Ed Herzog
laufzeit: mindestens 3 wochen

lIEbE Halal omu

Halal Sex
lb/dE 2015, 91 min, r: assad fouladkar
laufzeit: mindestens 3 wochen

wIld

odf

dE 2016, 97 min, r: nicolette krebitz
laufzeit: mindestens 2 wochen

aB Fr 19. aUGUsT

lamb omu

Ephraim und das Lamm
fr/dE/ET 2015, 94 min, r: yared Zeleke
laufzeit: mindestens 2 wochen

aB Fr 26. aUGUsT

agnEs odf

aB Fr 29. JULI

dEcknamE HolEc omu

aT/cZ 2016, 98 min, r: franz novotny
laufzeit: mindestens 3 wochen

sEEfEuEr

La loi du marché
fr 2015, 93 min, omu, r: Stéphane brizé
laufzeit: mindestens 3 wochen

omu

dE 2015, 104 min, r: Johannes Schmid
laufzeit: mindestens 3 wochen

dIE fasT pErfEkTE wElT
dEr paulInE omu

gb 2015, 112 min, r: ben wheatley
laufzeit: mindestens 1 woche

Fuocammare
iT/fr 2016, 118 min, r: gianfranco rosi
laufzeit: mindestens 3 wochen

Les chaises musicales
fr 2015, 83 min, r: marie belhomme
laufzeit: mindestens 3 wochen

ma ma –
dEr ursprung dEr lIEbE omu

wIEnEr-dog omu

HoTEl rock‘n‘roll odf

ES 2015, 123 min, r: Julio medem
laufzeit: mindestens 3 wochen

mEIn prakTIkum
In kanada omu

Guibord s‘en va-t-en guerre
ca 2015, 104 min, r: philippe falardeau
laufzeit: mindestens 2 wochen

aB Fr 15. JULI

mullEwapp –
EInE scHönE scHwEInErEI df
dE/lu 2016, 79 min, r: T. loeser, T. Strozyk
laufzeit: mindestens 3 wochen

rIsTTuulEs –
In THE crosswInd omu
EE 2015, 87 min, r: martti Helde
laufzeit: mindestens 2 wochen

aT 2016, 100 min,
r: Helmut köpping, michael ostrowski
laufzeit: mindestens 3 wochen

uS 2016, 90 min, r: Todd Solondz
laufzeit: mindestens 3 wochen

ZEIT für lEgEndEn omu

Race
fr/dE/ca 2016, 118 min, r: Stephen Hopkins
laufzeit: mindestens 2 wochen

uS 2016, 118 min, r: garry marshall
laufzeit: mindestens 3 wochen

sEIT dIE wElT wElT IsT omu

aB Fr 5. aUGUsT

argEnTIna omu

Zonda: folclore argentino
ar/fr/ES 2015, 89 min, r: carlos Saura
laufzeit: mindestens 3 wochen

JulIETa omu

moTHEr‘s day omu

aT/ES 2015, 103 min, r: günter Schwaiger
laufzeit: mindestens 2 wochen

TaxI drIvEr omu

uS 1976, 114 min, r: martin Scorsese
laufzeit: mindestens 2 wochen

ES 2016, 100 min, r: pedro almodóvar
laufzeit: mindestens 4 wochen

Moviemento OK Platz 1, 4020 Linz, 0732/78 40 90
City-Kino graben 30, 4020 Linz, 0732/77 60 81

www.moviemento.at

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HILDE
DALIK

DETLEV
BUCK

GEORG
FRIEDRICH

MICHAEL
OSTROWSKI

PIA
HIERZEGGER

GERALD
VOTAVA

JAYNEY
KLIMEK

AB
26. AUGUST
IM KINO

EIN FILM VON

FOLGE UNS AUF: ROLL
N
/HOTELROCK

MICHAEL OSTROWSKI
UND HELMUT KÖPPING

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