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Generalaudienz 02.06.2010 - Leben und Werk des Hl. Thomas von Aquin (* um 1225 - † 7.

März 1274 )

ROM, 2. Juni 2010 (ZENIT.org).- Wir veröffentlichen den vollständigen Text der Ansprache in einer
eigenen Übersetzung, die Papst Benedikt XVI. bei der Generalaudienz am 02.06.2010 über das Leben
und Werk heiligen Thomas von Aquin (* um 1225 auf Schloss Roccasecca bei Aquino in Italien; † 7.
März 1274 in Fossanova) gehalten hat.

***

Liebe Brüder und Schwestern!

Nach einigen Katechesen über das Priestertum und meine letzten Reisen kehren wir heute zu unserem
Hauptthema zurück, das heißt zur Betrachtung einiger großer Denker des Mittelalters. Wir hatten
zuletzt die große Gestalt des Franziskaners und Heiligen Bonaventura gesehen, und heute möchte ich
über den sprechen, den die Kirche „Doctor communis" nennt: über den heiligen Thomas von Aquin.

Mein verehrter Vorgänger Papst Johannes Paul II. hat in seiner Enzyklika „Fides et Ratio" in
Erinnerung gerufen, dass der heilige Thomas von Aquin „von der Kirche immer als Lehrmeister des
Denkens und Vorbild dafür hingestellt worden (ist), wie Theologie richtig betrieben werden soll" (Nr.
43). Es überrascht nicht, dass nach dem heiligen Augustinus unter den im Katechismus der
Katholischen Kirche erwähnten Kirchenschriftstellern der heilige Thomas mehr als alle anderen zitiert
wird: ganze 61 mal! Er wurde auch „Doctor angelicus" genannt, vielleicht ob seiner Tugenden,
insbesondere ob der Feinheit im Denken und der Reinheit im Leben.

Thomas wurde zwischen 1224 und 1225 im Schloss geboren, das seine adelige und wohlhabende
Familie in Roccasecca bei Aquino nahe der berühmten Abtei von Montecassino besaß, wohin ihn die
Eltern schickten, um die ersten Elemente seiner Ausbildung zu erhalten. Einige Jahre später
übersiedelte er nach Neapel, die Hauptstadt des Reiches von Sizilien, wo Friedrich II. eine angesehene
Universität gegründet hatte. In ihr wurde ohne die anderswo geltenden Beschränkungen das Denken
des griechischen Philosophen Aristoteles gelehrt, in das der junge Thomas eingeführt wurde und
dessen großen Wert er sofort erkannte. Doch vor allem entstand in jenen in Neapel verbrachten Jahren
seine Berufung zum Dominikaner. Thomas wurde nämlich vom Ideal des wenige Jahre vorher vom
heiligen Dominikus gegründeten Ordens angezogen. Nachdem der den Habit der Dominikaner
angelegt hatte, widersetzte sich seine Familie dennoch dieser Entscheidung, und er wurde gezwungen,
den Konvent zu verlassen und einige Zeit in der Familie zu verbringen.

1245 konnte der nunmehr Volljährige seinen Weg der Antwort auf den Ruf Gottes wieder aufnehmen.
Er wurde nach Paris gesandt, um dort unter der Leitung eines anderen Heiligen, über den ich vor
kurzem gesprochen habe, Albertus Magnus, Theologie zu studieren. Albertus und Thomas schlossen
eine wahre und tiefe Freundschaft und lernten, sich gegenseitig zu schätzen und gern zu haben, dies
bis zu dem Punkt, dass Albertus wollte, dass sein Schüler ihm auch nach Köln folgen sollte, wohin er
von den Oberen des Ordens entsandt worden war, um ein theologisches Studienzentrum zu gründen.
So kam Thomas mit allen Werken des Aristoteles und dessen arabischer Kommentatoren in
Berührung, die Albertus erläuterte und darlegte.

Es war die Begegnung mit den Werken des Aristoteles, die für lange Zeit als unbekannt galten, die zu
jener Zeit war die lateinische Kultur zutiefst anregten. Es handelte sich um die Schriften über das
Wesen der Erkenntnis, die Naturwissenschaften, die Metaphysik, die Seele und die Ethik, Schriften,
die reich an Informationen und Erkenntnissen sind, die gültig und überzeugend erschienen.

Es handelte sich um eine umfassende Weltsicht, die vor Christus und ohne ihn einzubeziehen
entwickelt worden war. Definiert aus reiner Vernunft und schien sie sich der Vernunft als „die"
Weltanschauung an sich aufzuerlegen; es war somit für die jungen Menschen unglaublich
faszinierend, diese Philosophie zu beobachten und zu kennen. Viele nahmen mit Begeisterung, ja mit
einer unkritischen Begeisterung diesen enormen Schatz des antiken Wissens auf, der die Kultur
vorteilhaft erneuern und völlig neue Horizonte eröffnen zu können schien.

Andere jedoch fürchteten, dass das heidnische Denken eines Aristoles im Gegensatz zum christlichen
Glauben stünde, und sie weigerten sich, es zu studieren.

Zwei Kulturen prallten aufeinander: die vorchristliche Kultur des Aristoteles mit ihrer radikalen
Rationalität und die klassische christliche Kultur.

Gewisse Kreise kamen auch durch die Darstellung, welche die arabischem Kommentatoren Avicenna
und Averroes von diesem Philosophen gegeben hatten zur Ablehnung des Aristoteles. Sie nämlich
waren es, die der lateinischen Welt die aristotelische Philosophie vermittelt hatten. So hatten diese
Kommentatoren zum Beispiel gelehrt, dass die Menschen über keine personale Intelligenz verfügten,
sondern dass es einen einzigen universalen „intellectus" gebe, eine allen gemeinsame geistliche
Substanz, die in allen als „eine" wirke: also eine Entpersonalisierung des Menschen. Ein weiterer
diskutierbarer, durch die arabischen Kommentatoren vermittelter Aspekt bestand in der Behauptung,
dass die Welt so ewig sei wie Gott. Verständlicherweise entfesselten sich daraufhin endlose
Diskussionen in der Welt von Universität und Kirche. Die aristotelische Philosophie fand sogar unter
den einfachen Leuten Verbreitung.

Thomas von Aquin leistete in der Schule des Albertus Magnus ein Werk von grundlegender
Wichtigkeit für die Geschichte der Philosophie und Theologie, ich würde sagen: für die Geschichte
der Kultur.

Er studierte gründlich Aristoteles und seine Interpreten, indem er sich neue lateinische Übersetzungen
der griechischen Originaltexte besorgte. So stütze er sich nicht mehr nur auf die arabischen
Kommentatoren, sondern konnte persönlich die Originaltexte lesen, und er kommentierte einen
Großteil der aristotelischen Werke, wobei er das Gültige von dem unterschied, was zweifelhaft oder
völlig abzulehnen war.

Es ging ihm um die Übereinstimmung mit den Tatsachen der christlichen Offenbarung zeigte und in
breitem Umfang und scharfsinnig das aristotelische Denken für die Darlegung der von ihm verfassten
theologischen Schriften verwandte.

Thomas von Aquin zeigte schließlich, dass zwischen dem christlichen Glauben und der Vernunft eine
natürliche Harmonie besteht. Und das ist das große Werk des Thomas gewesen, der in jenem
Augenblick des Aufeinanderprallens von zwei Kulturen - jenem Augenblick, in dem es den Anschein
hatte, der Glaube müsse sich der Vernunft ergeben - gezeigt hat, dass sie zusammen gehen, dass das,
was als eine mit dem Glauben nicht vereinbare Vernunft zu sein schien, keine Vernunft war, und dass
das, was Glaube zu sein schien, kein Glaube war, da er mit der wahren Vernünftigkeit im Gegensatz
stand; so hat er eine neue Synthese geschaffen, welche die Kultur der nachfolgenden Jahrhunderte
geformt hat.

Aufgrund seiner herausragenden intellektuellen Begabungen wurde Thomas als Professor für
Theologie auf den Lehrstuhl der Dominikaner zurückberufen. Dort begann auch sein literarisches
Schaffen, das sich bis zu seinem Tod fortsetzte und etwas Wunderbares an sich hat: Kommentare zur
Heiligen Schrift, da der Professor für Theologie in erster Linie ein Ausleger der Schrift war,
Kommentare zu den Schriften des Aristoteles, umfangreiche systematische Werke, unter denen die
„Summa Theologiae" herausragt, Abhandlungen und Ansprachen zu verschiedenen Themen. Bei der
Niederschrift seiner Werke halfen ihm einige Sekretäre, unter diesen der Mitbruder Reginald von
Piperno, der ihm treu folgte und mit dem ihn eine brüderliche und aufrechte Freundschaft verband, die
sich durch eine große Vertraulichkeit und ein großes Vertrauen auszeichnete. Das ist der Charakterzug
der Heiligen: Sie pflegen die Freundschaft, da sie eine der edelsten Manifestationen des menschlichen
Herzens ist und in sich etwas Göttliches birgt, wie Thomas selbst in einigen Quaestiones der „Summa
Theologiae" erklärt hat, wenn er schreibt: „Die Liebe ist vor allem die Freundschaft des Menschen mit
Gott, und mit den Menschenwesen, die ihm gehören" (II, q. 23, a.1).
Er blieb nicht lange ansässig in Paris. 1259 nahm er am Generalkapitel der Dominikaner in
Valenciennes teil, wo er Mitglied einer Kommission war, die das Studienprogramm des Ordens
festlegte. Von 1261 bis 1265 war Thomas dann in Orvieto. Papst Urban IV. , der ihn hochschätzte,
beauftragte ihn mit der Verfassung der liturgischen Texte für das in der Folge des eucharistischen
Wunders von Bolsena eingerichtete Fronleichnamsfest, das wir morgen feiern werden.

Thomas hatte eine ausgesucht eucharistische Seele. Die wunderschönen Hymnen, die die Liturgie
singt, um das Geheimnis der Realpräsenz des Leibes und des Blutes des Herrn in der Eucharistie zu
feiern, sind seinem Glauben und seiner theologischen Weisheit zuzuschreiben. Von 1265 bis 1268
lebte Thomas in Rom, wo er wahrscheinlich ein Studium leitete, das heißt ein Studienhaus des Ordens,
und wo er begann, die „Summa Theologiae" zu schreiben (vgl. Jean-Pierre Torrell, Tommaso
d'Aquino. L'uomo e il teologo, Casale Monferrato, 1994, S.118-184).

1269 wurde er nach Paris für einen zweiten Lehrzyklus zurückberufen. Die Studenten - man kann es
verstehen - waren begeistert über seine Vorlesungen. Einer seiner ehemaligen Schüler erklärte, dass
eine sehr große Schar von Studenten die Kurse des Thomas besuchte, dies in einem Umfang, dass die
Vorlesungssäle sie kaum aufnehmen konnten, und er fügte als persönliche Anmerkung hinzu, dass es
für ihn ein „tiefes Glück" gewesen sei, ihm zuzuhören. Die von Thomas gegebenen Auslegungen des
Aristoteles wurden nicht von allen angenommen, doch sogar seine Gegner im akademischen Bereich,
wie zum Beispiel Gottfried von Fontaines, gaben zu, dass die Lehre des Bruders Thomas alle anderen
an Nützlichkeit und Wert übertraf und als Korrektiv für die Lehren aller anderer „Doctores" diente.
Vielleicht auch, um ihn den gegebenen lebhaften Diskussionen zu entziehen, entsandten ihn die
Oberen ein weiteres Mal nach Neapel, um König Karl I. zur Verfügung zu stehen, der beabsichtigte,
die Universitätsstudien neu zu organisieren.

Neben dem Studium und der Lehre widmete sich Thomas auch der Predigt vor dem Volk. Und auch
das Volk kam gerne, um ihn zu hören. Ich würde sagen, dass es wahrlich eine große Gnade ist, wenn
die Theologen es verstehen, mit Einfachheit und Inbrunst zu den Gläubigen zu sprechen. Der Dienst
der Predigt verhilft andererseits den Gelehrten in Theologie zu einem gesunden pastoralen Realismus
und bereichert ihre Forschung mit lebhaften Anregungen.

Die letzten Monate des Erdenlebens des Thomas sind von einer besonderen, ich würde sagen
geheimnisvollen Atmosphäre umgeben. Im Dezember 1273 rief er seinen Freund und Sekretär
Reginald, um ihm seine Entscheidung mitzuteilen, alle Arbeiten zu unterbrechen, da er während der
Feier der Messe infolge einer übernatürlichen Offenbarung verstanden hatte, dass das, was er bisher
geschrieben hatte, nur ein „Haufen Spreu" war.

Es ist dies eine geheimnisvolle Episode, die uns hilft, nicht nur die persönliche Demut des Thomas,
sondern auch die Tatsache zu verstehen, dass alles, was wir über den Glauben zu denken und zu sagen
vermögen, sei es auch noch so erhaben und rein, unendlich von der Größe und Schönheit Gottes
übertroffen wird, der uns in Fülle im Paradies offenbart werden wird. Einige Monate später stirbt
Thomas immer vertiefter in eine nachdenkliche Besinnlichkeit, während er unterwegs nach Lyon ist,
wohin er sich begeben wollte, um am von Papst Gregor X. einberufenen Ökumenischen Konzil
teilzunehmen. Er verschied in der Zisterzienserabtei Fossanova, nachdem er die Wegzehrung mit
Gefühlen großer Frömmigkeit empfangen hatte.

Das Leben und die Lehre des heiligen Thomas von Aquin könnte man mit einer von den alten
Biographen überlieferten Episode zusammenfassen.

Während der Heilige am frühen Morgen in der Kapelle „San Nicola" in Neapel wie üblich im Gebet
vor dem Gekreuzigten verharrte, hörte der Mesner der Kirche, Domenico da Caserta, wie es zu einem
Dialog kam. Besorgt fragte Thomas, ob das, was er über die Geheimnisse des christlichen Glaubens
geschrieben hatte, richtig gewesen sei. Und der Gekreuzigte antwortete: „Thomas, du hast gut
geschrieben über mich. Was willst du dafür?" Und die Antwort, die Thomas gab, ist jene, die auch wir,
Freunde und Jünger Jesu, ihm immer geben wollen: „Nur dich allein, Herr!" (ebd. S. 320).
[Für die deutsche Zusammenfassung der Katechese bediente sich der Heilige Vater des folgenden
Manuskriptes:]

Liebe Brüder und Schwestern!

Nach einigen Katechesen über das Priestertum kehren wir heute wieder zu dem großen Thema der
letzten Jahre zurück: christliche Denker aus Altertum und Mittelalter. Wir waren im hohen Mittelalter
bei Bonaventura und Albertus Magnus angekommen. Heute möchte ich über den größten
mittelalterlichen Denker sprechen, den heiligen Thomas von Aquin, und zwar zunächst über sein
Leben. Seine Lehre werden wir in den nächsten Katechesen bedenken. Thomas stammte aus
Mittelitalien, er wurde 1224 oder 1225 in Roccasecca, unweit der berühmten Abtei Montecassino,
geboren. Verschiedene Völker, so die Langobarden und die Normannen, wie zuvor schon die Griechen
und die Römer, haben in diesem Landstrich im Laufe der Jahrhunderte Spuren ihrer Kultur
hinterlassen. Zur Zeit des heiligen Thomas stand das Land unter der Herrschaft der Staufer, einem
schwäbischen Adelsgeschlecht. Die Klöster und Orden waren, wie wir heute sagen würden,
multikulturell und vermittelten eine große Universalität des Wissens. Dort ist Thomas mit den
Kirchenvätern bekannt geworden. Er ging dann an die neugegründete Universität Neapel, die Kaiser
Friedrich II. von Schwaben gegründet hatte, und lernte dort den bisher fast unbekannten großen
griechischen Philosophen Aristoteles kennen, dessen neu entdecktes Werk eine Faszination
außergewöhnlicher Art ausübte. Er hat aber noch ein anderes Faszinosum gefunden, nämlich neben
der großen Philosophie des Aristoteles die neue geistliche Bewegung der Predigerbrüder, der
Dominikaner. In diesen Orden ist er eingetreten. Das galt als eher proletarisch und wurde von seinen
Eltern zunächst nicht geduldet. Er musste nach Hause zurückkehren. Erst als er volljährig geworden
war, konnte er seinen Plan verwirklichen und sich definitiv dem Predigerorden anschließen. Der
Orden schickte ihn dann nach Paris an die damals bedeutendste Universität. Dort traf er Albertus
Magnus, den großen Theologen, der sein Lehrer und Freund wurde. Dieser war zugleich ein großer
Ausleger des Aristoteles, so dass sie sich in diesem Interesse getroffen haben. Damals kam eine
ungeheure geistige Auseinandersetzung in Gang, viele interpretierten Aristoteles gegen das
Christentum. Mit dieser neuen Rationalität schien das Christentum überholt zu sein. Thomas,
zusammen mit Albertus Magnus, hat eine tiefere Interpretation gefunden, in der Glaube und Vernunft
ineinander gingen, Aristoteles und das Christentum miteinander in Einklang standen und so eine neue
Periode christlicher Kultur sich eröffnete. Thomas von Aquin hat am Ende seines Lebens, etwa ein
halbes Jahr vor seinem Tod, aufgehört zu schreiben. Er hat eine Art Vision gehabt, in der er sagte,
plötzlich begriffen zu haben: Alles was er geschrieben habe, komme ihm nur wie Spreu vor angesichts
der Größe dessen, was er schauen konnte. So wollte er nicht mehr schreiben. Aber es ist uns auch ein
Dialog des heiligen Thomas bekannt, eine zweite Vision, die gleichsam die erste ergänzt und
ausgleicht. Er betete in Neapel in einer Kirche vor dem Gekreuzigten und hörte den Gekreuzigten
sagen: „Thomas, du hast gut geschrieben über mich. Was willst du dafür?" Und er antwortete: „Nur
dich allein". Das soll auch unsere Antwort sein. Wir möchten nicht irgend etwas, wir wollen Christus
kennenlernen und seine Liebe. Thomas ist dann auf dem Weg zum Konzil von Lyon in Fossanova,
hier in Latium, 1274 gestorben.

[Die deutschsprachigen Pilger begrüßte der Papst mit folgenden Worten:]

Von Herzen heiße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher willkommen. Vom heiligen Thomas
von Aquin lernen wir, was an Christus glauben heißt. Glauben bedeutet, sich vom Licht der Wahrheit
Gottes umfangen zu lassen, die unserem Leben die volle Bedeutung, den Wert und den Sinn verleiht.
Versuchen auch wir unseren Mitmenschen das Licht des Glaubens zu bringen. Der Geist Gottes
geleite euch auf allen euren Wegen.

[ZENIT-Übersetzung des italienischen Originals; © Copyright 2010 - Libreria Editrice Vaticana]