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ZEITSCHRIFT

DES

ÖSTERREICHISCHEN

INGENIEUR- UND ARCHITEKTEN-VEREINES

Nr.49

11 A J . T :

Wien, Freitag den 3. Dezember 1909

LXI. Jahrgang

Über

elektrische Öfen

mit

besonderer

Berücksichtigung

der Elektrostahldarstellung.

Von

Viktor

Eng e I h a r d t

(

cbluJl). -

Mechanische Reinigung der Siederohre. Von

Fach.l/rllppcnberichtc

e~undbeitstechnik.

Bücherschon. - Hingelangte Bi/c1m·. -

F .

Verordnungen, Erlässe lind

X.

Sau rau. -

J/itt eilungen aus einzelnen

Entscheidungen. -

Fachgebieten. Betonbau. Kraftwerke. -

Patentbericht.

Zeitschriftenschau, -

- Vereinsallgelegellheiten. -

- Briefe an die Schriftleitung, - Persona/nachrichten.

A ll e Reohte vorbehalten

Über elektrische Öfen mit besonderer Berücksichtigung der Elektrostahldarstellung.

Vortrag, gebalten in

der Versammlung

der Fachgruppe

für Cbemie am 23. April 1909 von

fiktor Enge lhardt,

• iemens

- Halske A.-G.,

Berlin, Direktor der Gesellschaft für

Elektrostahlanlagen m. b.

H.

Ober-Ingenieur der

(Schluß zu Nr. 48)

Jctzt komme ich zu dem für mich heikelsten 'feile meiner in den Lichtbogen, ie ehen al 0 die h e i ß e s tc tclle der

Charge. die Oberfläche der chlacke, bei weitem aber nicht eine Lichter .cheinung, die dcr Temperatur de Metalles ent pricht.

können. Da spielen natürlich Konkurrenzfragen mit herein, Beim Induktion ofen : ehen ie den kälte ten Teil der Charge,

wieder die obere Fläche der chlacke, welche durch trahlung

doch will ich mich, wie eingang ver prochen, möglichster

Objektivität, befleißen. Es ist selbstver tändlich, daß bei drei und Leitung fortwährend Wärme abgibt. Vom Standpunkte

Ausftihrungen, nämlich in welchem mfange die verschiedenen Systeme die erwähnten Vorzüge für sich in Anspruch nehmen

direkter

Lichtbogen-, trahlungs- und Induktionserhitaung, die bezüg- liehen Ofensysteme nicht in jedem Betrieb detail voll tändig gleichartig und gleichwertig sein können. Darauf kommt es dem anwendenden Il üttenmann auch gar nicht an. Für ihn ist nur der Saldo wichtig, der. ich aus den ver chiedenen Plus und j Iinus in der Bewertung der einzelnen y teme ergibt, und die sch ließliehe B ilanz zieht ja doch nur die Praxis. Da nützt kein Beschönizen und keine Reklame.

loh möchte aber zwei der wichtigsten Punkte doch kurz

chon bei der Besprechung der einzelnen

Ofensysteme hervorgehoben, daß die Art der Wiirme\'crteilung bei den verschiedenen Gruppen ver chieden ist. Der H e r 0 u I t- und der U i rod - Ofen haben unter den Elektroden. al 0 auf der Oberfläc he der Schlacke und nicht im Metalle selbst, ihre Wiirmemaxima, und crfolgt der Ausgleich durch Wiil'meleit lUlg. Beim , ta s . a n 0 - Ofen gilt prinzipiell da Gleiche. nur wird das Maximum, soweit die Beschickung elbst in Frage kommt, in a bsolutem Muß niedriger ein. da die Wärmeverlustc der Luftschichte zwischen Lichtbogen und Oberfläche der Be- schickuns in Abzua zu bringen sind. Bei den l nduktionsöfcn hat der g~nze J3ad q~lCrsch n itt prakti. ch die gleiche 'J'empe!atur . [u n suchte man wiederholt aus dem mstande, daß d ie I n- duktionsöfen ohnc Lichtbogen arbeiten, di Folgerung zu ziehen. daß man in diesen Ofen keine g nilsend hohen Temperaturen erzeugen könnc. D cm möchte ich nachstehende Bemerkungen

cn tgegensetzen :

Jeder Elektrotechniker wird mir ohneweiters zugeben. daß ich bei richtig gewählten elektri chen VerhiiItnis en die Sekundärseite eines Tran Iormators 0 weit belasten kann. als

ich

will, al. 0 in der Hcschickung einc beliebig hohe Tempera tur

erz uzen kann. Prakti: che ,renzen sind !!ezogen durch die

so gr uudverschiedencn Arten der Arbeitsweise, wie

berühren .

Ich habe

o.

~

Widerstandsffi higkeit des Ofenfutt rs fT g en hohe

ystem

gleich weit,

'I'emperaturcn. da a lle a uf die

Di ese Grenzen sind für alle

uleichen Materialien angewi -en ind. Hier hätten wir also keinen

nterschied. Habe ich aber im Induktion ofen den Wärme- nachsch ub beliebig in der Hand, so kann ich auch die für die Ra ffina tionsproze e wichtig. te Zone. die Berlihrungsfläche zwischen ~Ietall und chlncke, so heiß bekommen, als ich ie brauche. Ich möchte allerdings hi zu bemerken. daß in der

g wi ermaßen eine optische

Beu rt ·ilung dieser Wärmcfra gc

'I'iillschung miu prechen kann. Wenn ie in einen H e r 0 u I t-.

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11

san 0 - Ofen

hinein ehen,

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Je

des Beschauer nimmt also die Temperatur im Lichtbogenofen nach unten ab, im Induktionsofen zu.

Bei die er Gelegenheit möchte ich auf ein piel de Zu- falles aufmerk am machen, das allerdings nicht ganz in den Hahmen eine techni chen Vortrag s hineinpaßt. Die Erfinder der wichtigsten Lichtbogenöfen für Elektro tahldar teilung sind alle Romanen, Her 0 u I t, G i I' 0 d Franzo en, ta s- san 0 Italiener. Die Erfinder der Induktionsöfen ind Ger-

manen, K j e 11 i n, F I' i 0 k, G I' Ö n w a l l Schweden, C 0 I b Y

che. Da

könnte man die paradoxe Behauptung aufstellen, daß auch die Ofen ysteme ich den Ha eneigen ohaften ent prechend ver- halten. Die Lichtbozenöfen priihen, knattern und leuchten. zeigen aber mehr Feuer, als der inneren W ä rme entspricht, während die Induktion. öfen sich umgekehrt verhalten und mit einer kühleren Außenseite nicht gleich zeigen. welche innere Wärme ihnen zur Verfügung steht.

Amerikaner, R ö chi i n g, Rod e n hau s e r Deut

Tabelle I.

Ana lyse n von

El ektro tahl,

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1°'112 0'009 0'015,1 ehern.", .J11nn. HIO!l

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1'420 jO'3i7 IO'190 0'022 Spuren

Röchling-

Rodenhauser

Direkte Angaben

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Wie ie aus der Ta bell e I entnehmen können, werden bei allen Elektro stahlofen ystemen so ziemlioh die gleichen Qualitäten in bezug auf die chemische Zu anunen etzung herg teilt. W nn daher bei gleichem Endprodukt bei den Lichtbogenöfen die Raffinationsproz e angeblich infolge der höheren Reaktion ge chwindigkeit so viel schneller verlaufen würden. so müßte :ich di ' bei den Induktionsöfen in höherem Kraft.verbl'lluch zeigen. Die er i -t aber nicht vorhanden, ~ondern

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das Gegenteil. Die Analysenresultate der Tabelle I kann man

da die Ausgangsmaterialien

jedenfall verschiedene waren. 0 beziehen sich Z. B. die An- gaben für den Kj e l l i n-Ofe n auf rein ten schwedischen Ein- satz. Für den Röchling -Rodenhauser-Ofen auf flüssiges

Themas-Flußeisen. Für die übrigen y tcme ist mir das für die angeführten Chargen verwendete Rohmaterial nicht bekannt. Ein zweites ~loment. welche wieder zugun ten der Induktionsöfen besender in Anspruch genommen wird, betrifft die leichte Regulierbarkeit der Ofen. Diese ist von zwei Seiten aus zu betrachten. Einersein wird man Temperaturregulierungen,

die in verhii ltni miißig kleinen Grenzen erfolgen sollen, jeden- falls in einer Beschickung leichter vornehmen, die praktisch im ganzen Querschnitt gleichmäßig durch den Strom erhitzt wird. Andererseits kommt bei Ofen , welche an das allgemeine

natürlich nicht direkt vergl eichen,

1 -etz ange.'ehlossen werden. eine möglichst gleichmäßige

Be-

lnstunsr in Frage. Beim eh, rgieren eine ' Lichtbogenofens

mit

Schrott sind. abgei'eben von den Wallungen in der Charge, Stromstöße durch Kurzschliissc kaum zu vermeiden. Meines Wissens hab sn bisher alle Anlagen, welche mit direkten Licht-

bogen arbeiten. eigene Generatoren. die zum Teil .'ogar mit Schwungradau gleichem versehen sind. Direkt <Ln Dreh trom- netze an~e chlossen wurden, soweit ich informiert bin. hisher 1IllJ' die Ofen von S t a s s a n 0 und H ö c h li n g - Rod e n- hau s e r, 1 m Ihnen zu zeigen, wie prinzipiell verschieden Ja die Belastung der Generatoren, bezw. des 1 Jetze i t. habe ich Ihnen in 'l'nbelle II eine Reihe von hargcnkurven am direkten Lichtbogenofen und am Induktion. ofen, und zwar für flüssigen und festen Einsatz, zu ammengestellt. da speziell beirn Licht-

bei flü sig m Ein atz die chwankungen in der

ein werden wie beim

Chargieren von kaltem chrott. Die betreffenden Schaulinien werden dem Elektrotechniker genügende Aufklärung geben. Die beiden berührten Fragen, die Temperatur und die Regulierbarkeit, sind es, über welche zwi chen den einzelnen Konkurrenten die größten Meinun« ver. chiedenheiten herrschen. Die Bilanz hat die Praxi. noch nicht endgültig gezogen, da das ganze Gebiet ja noch in der Entwicklung ist. Wenn also auch aus dem gegenwärtigen Umfang, in welchem die einzelnen ysteme bisher zur Anwendung g langt sind. noch kein end- gültiger Schluß gezogen werden kann, .0 wird es ie doch inter- essieren, dariiber etwa' Nähere zu erfahren. Eine genaue Fe t- st lIung ist. da natürlich kaum möglich. E i·t zwar vor kurzem eine bezügliche Auf t lIung in ,. tahl und Eisen" erschienen. an der ich auch meiner eits mitgearbeit t habe. Al: ich aber dann IlUS geschäftlichen Gründen den einzelnen Angaben nachging, zeigte sich doch. daß bei einzelnen ystemen die Phanta io ·tark mitge. pielt hatt . Ich habe versucht, in Abb. 42

bogenofen

Belastung verhältni mäßig geringer

Kj Hin,

IWeh l.-R.

Heroult,

Abb. 42

Girod,

tassano

dip hf'ziigliuhen l 'ntcrla en über die Hauptsy teme nach be. tem Wissen und Gewi ssen graphi .ch zusammen. teilen, lind habe

mich dabe i nur auf E 11 I' 0 pa nach dem, tande vom ß Järz

1.

.1.

be 'chriinkt, da die Ilmerik ni. chen Angaben noch unzuver- j;'s igel' Rind lind im allgemf'incn .\merikll auf dem in Rech· tehenden Gebieto vorläufiu g'genübcr dem curopiiischen Kontinent noch ziemlich zurückgebli hen i ·t. 1n der Abb.

sehen Sie den GeslImtein 'atz für die 'inzclnrn Systeme in

~Ioc~form dargestellt und dazu al. Vergleich bei jedem ystem die bi her gebaute größte Ofeneinheit. Wa . nun die spezielle Anwendung der elektrischen Ofen 111 der tahl- und Ei. enindu trie anbelangt. so kann man heute wohl agCl.l. daß man. rein theoretisch und vom tandpunkte ~Ie~' techni chen Durchführbark it g sprachen. im rtande ist.,

111 Ihnen alle .V ~ rfa h re n . vom Hochofenprozeß bi o zur G winnung

die

elektri chen Ofen an teile des Hochofen . de • Ji .cher . des .\Iartinofens, der Birne und de, Tiegelofens verwenden. Ob die aber in allen Fällen auch ökonomisch ist, das i teine ander Frage. E sind da einerseit Grenzen in der Ofengröße cesctz . die vorläufig bei den Elektroöfen noch nicht in allen Fällen gleichgroße Einheiten gegenüber den bewährten. bi her im Betrieb stehenden, rein thermischen Appa ra ten zulassen. anderer- seits bedingen die ven chiedenen Verfahren bei elektrischem Betriebe natürlich einen um . 0 höheren Kraftbedarf. je mehr Operationen wir der elektri. chen Erhitzung aufbürden. Der Wiirmekon um bei den einzelnen Verfahren ist ja auf verschiedene Ursachen zurückfilhrbar, wie Reduktion von Metalloxyden, Schmelzen von ~Ietall und Zu chlägen, Raffination, bezw. wieder- holte ' chmclzen chlackenbildender Zu chläge. ndlich .'·ach- schnb der durch Strahlung oder Leitung verloren uegan"enen Wärme.

Tabe lle 111 .

b sten Quahta tahles, durchzuführen. MlIn kann al. 0

A IIPI·o.· illlathf' l· Kraft verbrauch

in

J{ IV/ ·t «l.

bei größeren Ofeneinheiten.

111' \1 t

Hoheisen, direkt aus Erz

.

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. :2000

Stahl, direkt allS Erz

.

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. :3U()()

tahl, aus kaltem Roheisen

.

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lnOO

Stahl,

aus flüs igem

Roheisen.

1100

Stahl, aus kaltem Roheisen und kaltem

Schrott .

.

700

Stuhl, aus flüssigem

Roheisen

und

kaltem Schrott.

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600

tahl, uus kaltem

chrott .

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gewöhnliches

(Elekt roschienen)

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Elektromaterial

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Roheisen

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für

Gießereizwecke

(heizbarer

.

250

120

50

E i t nicht möglich, für alle Fälle genaue und gleich - zeitig allgemein geltende Zahlen für den 1 raftverbrauch auf- zustellen. E ist ohneweiters einleuchtend, daß da nterschiede in den Ofensy temen elb t be tehen, daß ferner die Ofengröße maßgebend i t, da mit teigendem Ofeninhalt die Y rlu. te durch trahlung und Leitung abnehmen. Endlich pielt nat.iir- lieh Zu ammensetzung von Rohmaterial und Endprodukt eine große Holle. Trotzdem läßt sich eine rohe Skala auf teilen. Ich habe dies in 'I'abelle III getan. die einen orientierenden berblick nach die er Richtung geben kann. ie er ehen daraus, daß wir vom einfachen Warm halten und Entga: en einer harge bi zur direkten Erzverarbeitung auf elektrischem Wege einen pielraum im Y raftverbrauch von zu. 1 : 60 haben. Daß da der Prei der Kraft von ganz we entlichem Einfluß auf die Wirt- chaftlichkeit elektrothermi eher Verfahren i t, bedarf wohl keiner weiteren Begriindung. Die direkte Erzeugung von Roheisen, bezw, tahl au:

Erz auf gleichem Wege. al 0 der Ersatz des Hochofens, i·t natürlich ein vielumworbenes Ziel jener Länder, welche zwar iiber gute Erze und billige Wasserkrlifte verfügen, den Koks aber teuer bezahlen mii en. Wir finden daher diese Be. tre- bungen vor allem in kandinavien, Italien und Kanada. Vor kurzem ind von verschiedener eite, von H ä r den. dem Elektriker der Gröndal Kjellin Co., und von a ta n i, dem Sachverständigen de italieni. ehen tahlsyndikates, Studien darüber veröffentlicht worden, welche Grenzen der elektri. chen Rohei enerzeugung ge etzt. ind. Die.e tudien hat Profos 01' Te u man n von der Teclll1i ehen J (ochschule in Darm tadt

in einem der

gefaßt

letzten Hefte von., tahl und Ei en" zu. ammen-

Als R 'ümee die er Arbeit haue ich Ihnen die von .I. s e u-

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ZE IT 'ClIIU F T

DEf' Ö 'TEH I1. INGE.TIEUR· U 'D AR 'IIITEKTE.T.VEHEI . TEf'

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Kontr. 43,(

Abb. 43 Schlagpr oben an Elektro st ahl sch ien en und gewö hnlic hen Thomasschienen

~Il ~ n 11 zU e'all1n~engestelite T a belle in etwa,

abgeänderter Form .

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I'abelle 1\

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wiedergegeben. Di e e Tabelle enth ält al

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:1'0 en. (.en ~a ft.verbrauch de: elektri chen Verfahren s auf d!e Ge\~·lChtselllh.eIt erzeugten Meta lle gerechnet und den Kok preis un~l gibt d ann für die verschiedenen Variationen den GrenzpreIs für das J a hresp ferd a n, zu welchem eine K on- kurrenz mit dem Hochofenprozeß noch möglich

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Tabelle IV. (.renzwerte CUr den Krnftlll"O',S (Jahres- n",,, Roh oisenorzengnug

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Krahve,braoch

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der

elektrisch en

ie können daraus ersehen, daß im allgemeinen an eine l~onkurrenz mit dem Hochofen für die mei ten ei enprodu- zlCre~den .Länder Europa kaum zu denken i t, um 0 mehr, al die beiden in der dritt n und vierten Zeile der Tafel wieder- gegebenen v rhält~li,mäßig gün .tigeren Zahlen für den Kraft - verbrauch noch nicht einv undfrei nachgewi en sind.

der

direkten Verarbeitune d flü: irren oder festen Roheisen auf

Elektro tahl mit oder ohne Zu atz

.Etwa

gün ·t ig '1'

teh t

die

Frage

c ho n

bezüglich

.

I:,\\, I\ \~I

von

eine Reihe von Fällen, wo, wie

z. B . in Oberitalien , di \Va .erkraft schon 0 billig ist, daß man an

einen Ersatz d es Mar tinofens oder des K onverters du rch den elektri -

schen

Auch

weitige Verwertune

der Hochofe n-

chrott oder Erz.

Da

gibt e

Ofen ganz gut denken kann.

gibt Cl

F älle, wo eine ander-

"

uase nicht möglich i t und daher bei

nicht bewerteten (:a , en der Einzelprei: . 0 niedrig ist , (~llß man ebenfalls bei einem Arbeiten nach dieser Richtung seine

eine

ich e I' - H ii t t e n-

ver ein L e : n I1 a i ~Ie t z c Co. im Bau, wo direkt vom fi ü igen Rohei sen. welche ', in die sem Falle dem L u."em bur"er

Vorkommen ent spre chend, noch tark pho:phorhaltiM i st. w"

arbeitet werd 'n . oll. K om mt aber Dampfhaft in Frage, oder

(l wird mall in den

mei sten Fälk-u bei der großindu:triellen nwendung d . Elekt,ro -

auf eine weitergehende Hnffinnti on

d s im K o nverter oder ~Ia rtin o fc n s chon vorbehandelten Ma terilllt' s beschr änken. Auch diese elcktroth i-mische • ' aeh- bchandlung bedingt natürlich eine Erhöhung de Gestehu,~gs.

prei . es, die aber bei den stetigen F ortsch rit ten auf dem UeblCte

un d der zunehmenden Größe d er Einheiten nicht mehr pro -

hibitiv ins Uew icbt fä llt. B ei giin: tigen Bedingungen . a lso norma lem P reis Iür d ie D a mpfk raf t und g roße n Eins~tzg?­ wichten, kann man d iese [aohraffination, di e a lso eine rseits In weiterem Heru nterd rü cken der schädlichen Besta nd teile, ins-

sta hlofens sein 'J'ätigkeit

miis 'eil die H ochofenanse bewertet werden

Elektroöfen für den g

große Anlage mit vier

.

Hechnuug findet. ' 0 hat z . H. meine (} 11 c ha ft derzeit

kg Elsen p rol 24 PS/Sld.

KW.Sld .

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6

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12

IT2950/ "

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2200

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Bei

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einem Annngornb stnnd 19 cm 3 , Q= lO'ä cm2,

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Thomn schiene:

'~"B.laatuDg= 910 kg

kg/m",'

ßrochllrafl = 86 k g l"'''' '

kraft

=

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Ele kt rostahlschiene:

zo l.

Tragk r, = 46- B ruchk ra fl =

Belast oDg = 1430 kg

kgl"' ''''

47

~O kg /,"""

24

I

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32

besondere

des, 'chwefels und P hosp hors, anderers its in einem

Entga sen

de s Ma teriales besteht, schon in den Grenzcn VOll

]t.

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~I J O

bis 20 pro t je nach dem gewiin s chten Enuprodukt he-

30' 70

38'40

48'00

54'00

4 1 '00

51'20

64'00

72'00

~I

"

"

"

itreiten . Da gibt es natürlich ein> ganze H ihe von, An -

wendungsgebieten. Wl) die se - Mehrkosten durch don erZielten

prung um in vi lfnchcs aufgewo"ell. werden .

I ch möchte nur erinnern an Konst ru kt IOn ' tahl. wei h ste Flußeisen für die D ra ht - und Hlechind u-

-t rie. die Herst Ilung nahtloscr I.~ohre,.ui~ IIt' r-

e'tellung der fiir die Elektrizität '!JI(lllst ne. IInmcr

wichtiger werdenden legierten Bleche. dIe H,er. tellullg von Qualität.-gußei,,·n ll :W, Es ,diirfte vwl- leicht nicht allen Anwe:enden bekannt : elll. daß man im Ind ukt ion: of n schon mehrer 'rausend Tonnen Elektro tah l .'pezicll für das Verwalzl'n auf r~ii' n- hahn ech i n n herg . tellt hat. ,olche ,elllenen

Qua litä vor.

Hei gleicher Belastung

"""

'I'homasträger:

-.

p ,

22,11" =

27

Blektrostnhllräger:

N .

P.

18,

W' =

181 cm:l

1,1 = 27·~ c',.:I, G= 21 '7 kg lm

Tragk"

Bru.hkraft = 80 kglm",'

kg/", ,,.'

= 46-'1

Q= 39 °6 cm:l, a =30'b kg/ m

'l'ragkraft

=

SO J. " ",m

:!

llru.hkraf l = .0

~gl"'''''

Hel gleicher Heia tung

Th omßsrulldeisen

El ektroru lldeisell

Abb. 44

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n heute : chon lä ngere Zeit. zu r E rp robung

auf

d('n

staatlichen Rahnen in P reußen,

Bayel'll

un d den Heichsla nden. fel'IIeI' b iden • chwcizcr

Bu ndes ha hnen.

und

Ab.'tehen und l~ntgasen des ria l(\.-; im Elek troofell ein seh r

von ganz w esentl ich höheren E igen charten. PIC

nter l1run dba hn

tellp, ?lla n or hält durch ei nfac he s

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de r L ondon r

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fer ti gen 'fhomasma~e­

homogenes MnteI'l~I

Zä higkeit. solcher Elektro. tahl:ch ienen

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chlagprob n an E lek trosta hl- und gewohnhchell

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ZEI1 " CIIHlFT D E~ ÜS'I'Elm. TNGE:\'lEUI:· U , 'J)

ARCIlITEKTEN - VEREINE .

,Tr .

4 !1

785

spr ung des elekt risch nach raffi niert en gegenühc r dem gewöhn- lich en 'l'h om asm aterial gibt Ihn en noc h Abb. 44 mit ver- gleichend en Unte rlagen üb er Schie nen. Ru ndeisen un d Träger. Um nur ein Beisp iel heran zi greifen, von welchem volk s- wirtschaftli chen W erte di e neuen E rr ungenschafte n a uf dem

der El ekt.rostahlerzeugu ng ein können , möchte ich

Sie

weisen und in Erinnerun g b rin gen , daß

heute aus unreinen, z. B . de ut, chen ph osphorreiehen R oh-

matoriali on ein unerreich t weiches uud beliebig härtbares

und lczi erbares Flußei en

erzeuge n kann . so daß die deutsche

K o l l m a n u s ver- man im El ek troofen

Gebi et e

auf di e seinerze itigen

Au Iührungen

U nabhä ngig- Rohmateria-

keit von au sländisch en , in besondere schwedischen

lien

be-

ziehen sich alle auf eine Qualitä t verbe eru ng. di e mit einer

ccrinccn Erh öhune der Ge te hungs kos ten verbunden

wenn au ch

Eisenil~lustrie auf d em

und

Diese

W ege i st. ihr e v ol lstä ndige

Halbfabrikaten zu erringe n.

kurz

b

0

skizzierten

Anwendu ngsmö gli chkeiten

ist. Außerdem haben wir aber eine ganze R eih e von Artwen-

dung smöglichkeiten , w elche ~ueh. be i Dampfkraft direk~ e ine

Verbilligung der Methoden bei gleichem

I ch

sei es

für di e Erzeugung von Sta hlfasso ng uß. Dies ist ein Gebiet, wo sich di e Erzeugun g vo n El ek trostahl a m ra schesten Bahn gebro chen hat. Am besten läßt s.ch d ies durch den Um stand bew eisen , daß eine ganze R eih e von Qualitätswerken, ich

El ektroofen; sei es für H erst ellung von

Endprodukt bedin gen. 'I'i e gelofcn s durch den

W erkzeugstahl,

eril~nere da nur an d en Er sat z d es

erinnere nur an Kr u P

p

- E

s s e n ,

Pol d

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Oll e I' Rc h I s i s c h e E i s e n i n d u s t r i c - G 1e i w i t

z,

V i c k e I'

~ 0 n und 1'1 a x i m- • h e f f i e l d, nsw. El ektro -

stahlöfen nuf ihren Werken betrei ben. Auf die in den El ektrostahlöfen vor sich gehenden che- misch -metallurgischen Operationen bra uch en wir wohl nicht besonders detailliert einzugeh en . Sie sind schon oft von ver- schiedener Seite beschrieb en worden, und da man auch im Elektroofen nicht hex en kann , so beschränken sie sich im allge- meinen auf di e bekannt en Verfahren im Murtinofen und im Tiegel, natürlich unter Au snutzung der durch die elektrische Erhitzung sich ergebe nden besonderen Vorteile. So wenig an -

gebracht es ist, dem elektri schen Strom gewisse spezifische kata- lytische Wirkungen zuzuschreiben , ebenso ungerechtfertigt sind die wiederholt von verschiedenster Seite gemachten Ver- Ruche, aus der Arbeit im Elektroofen neue, no ch nicht bekannte Verfahren konstruieren zu wollen. D er Zweck dieser Ver su che liegt ja für den Eingeweihten auf der Hand. E s besteht in der Regel darin , bei Man gel a n patentrechtlich geschützten Ofen - kon struktionen für das betr effende ys t em an geblich neue Verfahren hcrnu szukl ügcln, um ein e bes e re Handhabe für die nicht immer gerad e bescheid enen Li zenzford erungen den Inter- cssenten gegenüber zu find en. Von den verschiedenen Inter- essen tcngruppen , die aber da gegen eitig ga nz charf aufpas cn, werden auch den Lizcnznchmern allmählich di e Augen geöffn et, lind wogt da ein gegen .eit igor Kampf an patentrechtliehen Einspriichen , Be schwerden und 1 [ichtigkeitsklagen. So lästig

und unangenehm solche für die

Bet eiliaten sind so notwendig

.

cl

b

SIl1 s~.e, Ulll U1~ erechtig~e Be cl~ränkUl)IYel~ in der Anwendung

.

0'

zu st ürzen. Diese Begleiter cheinungen sind auch stets ein Beweis dai ür , daß man es mit ein r für die I nd ust rie bedeuten -

t~n hat, uncl von di "em Standpunkte au s

den mwiilz~ll1g zu

kann man SIO nlll' 11lIt Genugtuung

belYriißen . im ßl ektrosta hlofen kurz

dahi n zu ·a mmenfll. Re n, daß wir e mit ein er s ehr reinen und

höhere 'remperaturgrad e al bei rein thermischen Verfahren

Wir

können

di e

Arbeit ' weise

Sys te me n

haud en.

Kalk. chlac ke n.

Di e D esox yd ation ist be im Elektrostahlofen besond ers

weit gehend durchführbar. Hi ezu ist eine eisenfreie chlac ke e rforde rlich, di e so wohl im I~i chtb o g en - al s im T nduk tion. ofen zu erzielen ist, nur de oxydiert man z. B. im Heroul t-Ofen mit

Kalziumkarbid , da s

sto ff, während

sich im Li chtbogen bildet, also mi t Kohlen-

man im Induktionsofen Ferrosilizium verwendet.

durch einmalige oder wiederh olte Aufgabe von

D ie

En tphosphorung

gesc hieht

bei

all en

Hand in Hand mit der De soxydation geht da s Entschwefeln vor sich, und nimmt man heute an , daß dieses bei allen ,. ys teme n, ob man mit C od er Si desoxydiert, durch Bildung von Schwefel-

kalzium erfolgt, z. B. na ch der Gleichung

2 Ca 0

+ Fe S +

Si

=

2 Ca S + Fe +

Si

O~.

Di e Rückkohlung bei H er stellung harten Materials erfolgt im

Induktionsofen

na ch

der Entpho sphorung

und

vor

der

Ent-

schwefelung, im

Heroult-Ofen im fertigraffinierten

Bade.

Wir müssen nun das interessante Thema der Elektro -

stahlöfen verla: sen, um noch etwas Zeit für die übrigen Ver-

wendungen der elektrischen liegende Gebiet betrifft die

son stiger Schwermetalle im elektri schen Ofen. Auf die em Gebiete befindet man sich eigentlich noch auf der ganzen Linie im Ver su chs tadium, Eine direkte Ü bertragung der in der tahl-

darstellung gemachten Erfahrungen auf andere Metalle ist in den selte nst en Eällen mögli ch. Am ehe sten ist dies noch bei

der W eit erverarbeitung des Ni ckel s zulä sig, wo die physikalischen Eigen. cha ften, wie Schmelzpunkt, Leitfähigkeit, T emperatur- koeffizient u w., sowie zum '1'eiI auch das chemische Verhalten

ähnliche Arbeitsweisen

daran , den Elektroofen in der Ni ckelindustrie einzuführen.

-

gestatten. Man ist auch schon ern tli ch

Ofen zu erübrigen . Das nächst- H er stellung, bezw. Verarbeitung

B ei

den

anderen

Schwermetallen

und I

egierungen,

in

besondere denj enigen mit niedrigerem Schm elzpunkt , mii sen wir zwisch en solchen untersch eiden , bei welchen das Metall direk t clunelzflü sig gewonnen wird , also z. B. Kupfer, Me, sing, Bronze usw., und solchen, bei denen man . wie beim Zink, da s Metall im elektri che n Ofen verdampft und wieder kondensiert. In beiden Fällen hat der direkte Lichtbogen bioher keine be- friedigenden Resultate gegeben , da seine Temperatur für einen solchen \ erwendungssweck im allgemeinen zu ho ch i t. Der Induktionsofen wieder dürfte durch die genaue Regulierbarkeit in der Temperatur für die e l\Ietalle be onders geeignet sein, doch ist man auch hier über da s Versuchsstadium noch nicht hinaus. Daß man beim Schmelzen und Verarbeiten der Schwer- metalle gegenüber dem Tiegel mit dem Induktionsofen ökono- mische Vorteile erringen wird, ist wohl außer Zweifel, und auch technische Vorteile, wie di chtere Gü sse, Verminderung des Abbrande , gleichmäßigere Chargen infolge de s größeren Ein - satzgewicht es, kann man wohl mit icherheit annehmen. Dafür miis en aber noch die notwendigen nterlagen für die siche re

die mei ten

Schwermetalle fehlen un s noch verläßliche Angaben über Leit-

Berechnung solcher Ofen ge chaffen werden , denn für

fähigkeit und Temperaturkoeffizient bei höheren Temperaturen und im geschmolzenen Zustande. Au ch mii sen gewi sse elek- tri ehe Ersch einungen an den geschmolzenen Schwermetallen erst näher st udiert werden. Ich erinnere nur z. B. an den

" P inch" -E ffekt, da Abreißen ge chmolzener metalli eher Leiter beim Bela ten mit hohen Stromdichten. Endlich fehlt noch die

Anpassung an den . peziellen Verwendungszweck, da s Studium

ver chied en er Zu teIlungsmaterialien u w. Jedenfalls ist das Gebiet aber trotz ein er yorläufigen nerfol'schtheit ein recht interessantes und au sichtsvolles, und arbeiten wir auch in

Ilnserem Konzern, und ich nehme an , daß die s bei den anderen }nteres entengruppen ebenfalls der Fall ist, intensiv na ch ver-

zu

laRsC!H]en Wärmequelle zu tun haben. Daß die erforderlichen

schiedener

Hi chtung.

.

'I'ernperaturen bei allen , y:>temen erreich t werden , habe ich

Wa s

speziell das Zink anbelangt, 1'0 müßte man eigent-

nter schiod l ie lYt al so

bei den einzelnen Systemen in der W ärm everteilung ~nd im

Wärmeausgleich. I n den Detail , der Ofenarbeit sind IlUtiirlich

auch in chemisch-metallurgi cher Beziehung

nterschiede vor-

f rüher

schon

au seinander g se t zt .

D er

lich annehmen, daß bei di esem Metall , welch es verdampft und erst außerhalb des Ofens wied er kondensiert wird , am ehe ten alle Systeme von Elektroöfen mehr oder weniger glei ch gut geeignet ein mü s n . Dies i t aber nicht der :Fall. Ich habe selb· t

'I

6

ZEITSCHlm ' l' DE.

lOO 11

vor nicht langer Zeit durch meine berufliche Tätigkeit an Ver-

imstande

ar,

da

erzeugte Karbid

au fließen

zu

la

en,

ging

. uchen größeren Ma ßsta bes ü ber d ie Anwend ung der Ofen

man zu Öfen mit fe. t tehoudem

unteren Elektrodenkörper übe r.

in der Zinkin du strie teil-

genommen . Es zeigte sic h aber, Jaß man im Liehtbogen auch

geringe M encen anderer ]'Jetalle

Beschickung mit vergast und die. e Beimengungen dann die

Kondensation der Zinkd ämp fe ungiin

man zum überwiegenden Teil nur P ou

vielen Jahren bemüht sich d e La v a l speziell in der Zink- industrie den indirekten Lichtbogen, also den truhlung. ofen, zur Einfiihrumr zu bringen. Die Sache kommt aber nicht recht vorwärts und cheint also auch ihre ganz bedeutenden 'chwierig- keiten zu haben. Es ist speziell beim Zink wohl anzunehmen. daß hier der d irekte oder ind irekte Widersta nd sofen am ehesten zum Ziele führen d iirlt e, wenn man iibcr d as derzeitige Ver- such. tadiurn etwas weiter hinaus i t.

mit direkter Li ch t bogenerhit zung

aus den

tig

Verunr eini gungen der

beeinflussen, so daß iere b 'kommt. eit

Die Anwendung des elektrischen Ofens in der reinen Meta llurgie i t im großen und ganzen eine Errungenschaft der letzten zehn Jahre. Wir finden aber die Vorbilder fiir die Ofen- typen, wenig tens soweit die direkten L ichtbogenöfen in Frage kommen, in einem Grenzgebiete zwi: chen reiner ~Ietallurgie und chemischer Großimlu trie, welches für die H er telluns der

Karbide

mfanrre

der direkten L icht bogenöfen bediente.

und

ilizide - sich

zuen t

im

industriellen

0

- I

Abb. 45

. D ie bekannte R eaktion zur H erst ellung d es K al zium - karbide a 0 + 3 C = Ca C + CO hat bei ihrer techn ischen

R eihe von tcch- verun acht. Eine

m

dies I' techni schen Enttäuschungen war die , hwierigkcit, da.

en tandene Karbid abzu techen. Die. er mstand fiihrte zu einer eigentümlichen O fenform . die, ie in Ab b. 45 dar-

ge tellt finden. Jn die. en Ofen b . tand die eine Elektrode

au dem wagenartig au . ccbildotcn unteren Ölenkörper. welcher

mit leitenden Kohl~nrlattenauscelcet war. D a man das K a rbid

Verwert ung, wie allgemein

eh

n und

bekannt ist,

eine

wirt ehaftlichen Enttäu. chuncen

b

.

'

d

ei er ersten Entwick lung die er Ind ustrie nicht abzu: techen

11~ der Lage war, so machte man, wie Co n I' a d in seinem

eIngang erwähnten Vor trage ganz t re ffend bemerkt, aus der l~ot eine Tugend un d züchtete mit A bsicht eine O fensau, Es

ent tand der sogenannte

auf der Öfensohle in die H öh , man zog di obere Elektrode allmählich höher und erhielt so einen "Block" von K a rbid . I der nach dem H era us fahren de E roktrodonwa rren und erfolgter

. bkiihlung au der umgeh nden Hülle noch unzer etzter Be-

wurde.

0

n

Blockbctrieb"

. D as K a rbid wuchs

chickung

herausgor chlagen

Er

t

als

man

durch

ver-

chiedene litt eI, unter anderem durch Verwendung von H ilfs-

elektroden, mit denen man einen Abstich freibrennen konnte,

Ein n

dargestellt.

olch n

Ofen

.

h

n

ie

chemati. ch

in

A bb.

406

Abb. 46

Vorbilder

für den Elektrostahlofen von G i I' 0 d erkennen, m it dem

einzigen

warme leit nd ist und ni

nur an

ganze O fen-

I n

beiden

Ofenformen

können

beim

wir

un schw I'

nter. chied, daß

bei den K a rbidöfen di

ht wie

Gi I' 0

d - O fen

einzelnen

tollen

trom zugefiihrt erhält.

'

Die. e

b iden

llJ'SJlI ünglichsten

Formen

von

Karbidöfen

hatten den wir schaftliehen •?achteiL daß man während der Bildung de K a rbidblockes die ganze H öhe der Beschickung als Widerstand einge. chaltet halten und durch den trom heizen mußte. Die er Energievergeudung steuerte man in der Weise, daß man beide P ole an tangenförmige K ohlenel ktroden

an . chloß und di se von oben in den O fentiegel hineinhängen ließ. D ad urch wurde trotz de : allmäh lichen Aufbaues des K arbid- blockes nur die obere, chichte d urch den trom erhitzt. Das

in Abb. 47 darcestollt-

D ie. e O fen bezeichnete man al s erienöfen, und sind ie a ls

Vorläufer des H e r 0 u I t . chen Elektro. tahlofen. anzu H eute hat man auf der

unsredeuteten Ba sis die

öfen weiter entwickelt und sie für alle verfügbaren tromarten,

Gleich trom, einphasigen Wech-

selstrom und D reh trom, ein- ge richtet. D ie Ofeneinheiten . ind

heu te in

wohl die größten, die bish r zur Anwendung gelangt sind. Wä hrend man bei der Erzeugung de Elektro tahl bisher iib 'I' Ofeneinheiten von rund 1000

l\1V nicht hinausgegang n i. t.

Ein-

der K a rbidi nd ust rie

chema eines

solchen O fens

sehen

, ie

ehen.

Karbid-

ind in der Karbidindu tri

heiten

von

!'i000

bis

GO

0

t: JJ'

nicht

Auß rgewöhnliche

mehr.

I n der I nd ust rie d I' F er-

rologierungen, i nsbesonderc de s

Ferrosiliziums, hat man sich die

Erfahrungen der K a rbid ind ust rie zunutze gemilcht und die Ion- . y t me auf gl icher lrundl ge und nach den gleich rn kon- . truktiven P rinzipien zur Ent- wicklung gebracht. D ies ist um

Abb. 47

o natürlicher.

al

in

der Zeit,

in

wurden, die betr ffendel~Werke, um ihren Ofen Bcsch ä ü igu ng

er

der so

viele H offnuneen i n der K arbidind ustrie zu

W a

1909

7

7

zu geben, sich auf andere Produkte, in besondere Ferrosilizium, warfen, die gleichen Produzenten sich also an der Entwicklung der Ofen für die se bei en Industrien betätigten.

+

Abb. 48

Abb. 49

Doch auch in diesen, schon technisch zu croßcr Voll- kommenheit gelangten Of~n für Kalziumkarbid und Ferro- silizium dürfen wir nicht die ersten Vorbilder für un cre heutigen Elektrostahlöfen sehen. Wir en da auf die Versuche i r

Me chanische Reinigung der Siederohre .

Von F •• -.

Sanrnu, k.

k.

Baurat im

Eisenbahnministerium.

Das Reinigen der iiederohre der Lokemotiv- und Stabilkessel von den innen anhaftenden Verbrenuungsrückatänden wurde bis in die letzten Jahre bei den k. k. Staatsbahncn fast uusnnhmslos durch Au s- stoßen mit \Vi:;chern und Rohrnadeln vorgenommen. Erst in der letzten Zeit wurden Vorrichtungen auf d en ~Iarkt gebracht, mit Hilfe welcher das Reinigen der Heizrohre gründlicher und billiger erfolgen kann. Die Stantseiseubahnverwaltung versäumte nicht, mit allen ihr an- gebotenen · 'ystemen im Bereiche sämtlicher Direktionen Vergleichs- versuche anzustellen und deren Ergebnis zu verwerten. Bei diesen Er- probungen hat sich gezeigt, daß mit den von der Firma K. II a- c z e w s k i, M. Dom i s z e w s k i & C 0 m p. in Kolomea gelieferten mechanischen Vorrichtungen derart günstige Erfolge erzielt wurden, daß deren Bekanntgabe jm Interesse weiterer Kreise gelegen ist.

Diese Vorrichtungen,

im

folgenden

kurz

"Apparat Haczew ki''

genannt, entfernen die an

den

Innenwänden der Heizrohre sich an-

sammelnden Aschen- und Rußteilchen, ähnlich wie dies bei den im

Handel unter dem Kamen "Vacuum Cleaner" bekannten Staubsauge, Apparaten der Fall ist, mittels 'augwirkung.

W

i I I i ami e m e n s zurückgreifen, der Ende der siebziger

Ein derartiger Apparat besteht aus einem auf zwei Rädern

Jahre schon die Her teilung von Stahl auf clektromotallur-

leicht fahrbaren kubischen Kasten, dem \{ ein i g e r k a s t e n, Rn

gisehern Wege in Angriff nahm. ohne aber technische Erfolge

welchem ein Ejektor zur Erzeugung der Luftverdünnung hefestigt ist

zu

erzielen. I n den in den Abb. 4 und 49 schematisch dar -

(siehe die Abb.), aus einem Dampfzuleitungschlauch mit Anschlußstück

ge

'teilten

Formen

des

i e m

n

, chen

Elektrostahltiegel '

und dem augschlauch mit dem Saugrohr itutzen. Der aus Blech her-

sehen ie die konstruktiven Grundprinaipien fiir die direkten und

gestellte Heinigerka ten enthält im oberen Teil einen kleinen \Yasser-

ind

irekten, in der Elekt rostahlindustrie zur Einführung gelangen-

bohälter, von dessen Boden ein ~uleitungsröhrchen zu dem an den

den Lichtbogenöfen. oll» t die Induktionsöfen, welche bisher nur in der Elektro. tahlindu trie zur Anwendung gelangt sind. können wir in ihrem Grundgedanken hi in da ' Jahr] 7 zurückverfolgen, in welchem Fe I' I' a n ti ein englisches Patent auf bezügliche Olcnformen, von denen eine in Abb. 50 dar- gestellt ist, erteilt wurde.

Abb. 50

W ir sehen a1. 0 au h hier wieder daß richtige Grund-

ged~nken lange bra h liecen bleiben mußten, bis gün. tigere

tech-

Elektrostahl-

darstellung insbesondere mußte C1'-'t die Entwicklunc der

We?hselst l'OllIte.chnik mit der Entwicklung der Großg~ma-

sch!nen

gel'lngCl,~Kosten dl? gewiin: chte Herstellunp 1e

mit

1lI. C ier Verwendbarkeit ermöglicht sn.

13edlllgungen

.

I

und

da .

13 d ürfnis

gehen.

um

ihre

Entwicklunz

Bei

der

0

zu

Hand 111, Hand

auch

vcrh ältnismiißig

erer Qualitäten

auch

fiir

allgemeinere

Verwendung izw cko

zu

ermöglichen.

Man

darf heute wohl annehmen, daß wir lill auf die . em Gebiete

I' ger u,nd, ge und I' !"ortentwicklung b finden. Wenn auch

noch

mancher auf der , trecke bleiben dürfte, .0 kann man doch mit ziemlicher • icherhcit annehmen. daß das Prinzip sich durchgerungen hat" und daß der Elektrostahlofen sich wohl dauernd in der l mlustrie : inen Platz errungen hat. Wenn ich . mit dem Wunsche schließe, daß dieser Platz ein recht bequemer, ,,'.armer und sonnig gelegener sein möge, so werden Sie mir dies als Partei gewiß nicht übel nehmen.

!n

111 dem g I. tigen und wirt ichaltliehen Wettkampfe wohl

Ejektor anschließenden tau b f ä n g e r

führt,

Der Vorgang bei der Reinigung eines Lekemotivkessels i t

äbe der Rauchkammer der aus

folgender: Der Apparat wird in der

dem Dienst tretenden, noch unter Dampf stehenden Lokomotive auf- gestellt, hierauf der zum Ejektor führende Dampfzuleitungsschlauch an eine Dampf führende Leitung dieser Lokomotive angeschlossen, der aug chlaueh an den Apparat befestigt und der Saugrohrstutzen mit seinem konischen Ende nach erfolgter Dampfzuführung von der Rauchkammerseite an die einzelnen Siederohrenden augepreßt. Durch die im Ejektor erzeugte Luftverdünnung gelangen die Aschenteilchen in den 'taubflinger, werden daselbst mit "'asser benetzt und kommen im breiigen Zustand in den Reinigerkasten, von wo sie nach Bedarf

entfernt werden können.

Die solcherart vorgenommene Reinigung wird bei Lokemotiv- kesseln je nach der Anzahl und der Länge der iederohre in 5 bis 20 Minuten durchgeführt, was gegenüber der bisherigen Reinigung von Hand aus eine bedeutende Zeitersparnis ergibt. Infolge dieses geringeren Zeitaufwandes wird die Möglichkeit geboten, die Heiuigung der Heizrohre öfter vorzunehmen und dadurch eine Verkrustung und Verstopfung derselben hintanznhalten. 'Yenn zum Beispiel nach jeder Außerdienst teilung, bzw. Heimkehr der Lokomotive in das Heizhaus der IIaczewski-Apparat angewendet wird, können die Heizrohre innen fast blank erhalten werden. Dadurch wird auf eine leichte und ein, fache Weise die Wiederindienst teilung der Lokomotive beschlcunigt, die Lei tungsfiihigkeit des Kessels auf gleicher Höhe erhalten und eine bessere ~Iaterialausnutzungerzielt. Zu diesen ökonomischen Vor- teilen kommen uoch Personalersparnisse, nachdem die Hoinigung der Rohre unmittelbar nach beendeter Dienstleistung durch die Loko- motivrnannschaft selbst vorgenommen werden kann und kein eigenes Bedienungspersonal erfordert. Die Kosten des Dampfverbrauches während der kurzen Arbeitszeit von rund einer Viertelstunde pro Loko- motive kommen gegenüber den erwähnten bedeutenden Ersparnissen nicht in Betracht. Diese Heiniguugsmethode schiitzt außerdem die iiederohre vor gewaltsamen Beschädigungen und infolge des Ab- saugens der Luft aus der Feuerbüchse vor schädlichen Abkühlungen.

Gegenüber anderen verwandten ystemen der mechanischen Heizrohrreinigung muß beim System Haczewski die Verhinderung jeder Staubentwicklung sowie der Rostbildnng in den Rohren, die ab- solute Gefahrlosigkeit der Haudhabung und die ~litreinigung der Feuer- gewölbe vou Hrennmnterinlrückständen besonde;s hervorgehoben werden. All die genannten Gründe bewogen die StaRtseisenhRhnverwaltun"',

7

=

==== = = = = = = = = ====== ===== =-

Sie deroh rreinigungsapparat System Haczewski

Reinigung der Lokemotiv- bringen und mit d en selben

dieser Dien ststelleu au szu statten. " . eitere

Verwendungsmöglichkeiten des Apparates, zum Beispiel zur Heinigung

der Überhitzorrohre der Heißdampflokomotiven, zur Entstauhung der

s ofor t eine größere Anzahl

diese Apparate in den H eizhäusern zur sle.lerohre allgemein zur Einführung zu

inn eren

Abteile der Personenwagen

11sw.

stehen noch

offen.

Mitteilungen aus einzelnen Fachgebieten.

Betonbau.

Bet onllfiihl e System "S t I'IIU" " . ( Unter Nr. 12.BG4 der Bibliothek

ein e Er-

und Koll egienrates Anton

ei nge re ih t.) \' orlierrendes

ru ssisch en

Betonpfahl -Grilndungsverfahren

Bergin geni eurs

ist

find une

des

t rau s s

in K i e w. D er Vorgan g bei diesem Verfahren ist folg

nd er :

Ein

eise rnes Hohl' wird

in senk rech ter

'teilung, auf d em " . eg

unter H erauabeförderung de s Bohr-

d e

g ute , bis zu r Ti efe des tra gfähigen Boden s od er der berechneten not-

lIi eb ei kann di e Verrohrung d es Bohr-

nachgef ührt

loch e

wen digen

g e wöhnli che n

Bohrverfahrun s

Bohrungen,

Ti efe ab gesenkt.

,

wi e

bei

all en

auf

b eliebige

T'ief

mittel s e ine r Bod en , um 'Yi e

sich

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D i f f e r e n ti

d er verschi ed en eu

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eise rne n Hlechhüchse

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l1auh igk eit d er Au ßen tliich e n cht rüu l iehe

W es entl ich

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g"e c hilde r te u

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d ie

Zu sa.mmen s et zung

d

er

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c hic h to u

0" ma u

tu

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w -r de n

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k'i n.' r

 

\\' eise, wie

dies zum

Blli·

spiel

b ei

Anw en dun g v on

 

,'ch lagwe r ke n d er Fall ist ,

belü ti gt wird . Es hat dah er

(:riin dun ' .

da

s vorliegend

",.erden. Das zur Au sführung der Verrohrung aufgestellte Bohrger üst

ve rfa hre n sc hon

e ine

au s-

d ient zur Aufhänguug d er Betonbü ch se und des tößel s an einer in-

ge

de h nte

V rbroitun g und

fach en

Holl e.

Der

Bet on

wird

wie üblich

aufbereitet und eimerwei e

Anw endung

b ei

den

vor-

in

d as

Rohr ein g ebracht

und

mittels

des

an

der R oll e hilngend en

sc

hi -do ne n lnueui eur- und

,

~n rnpfs töß el s v on etwa 50 k,fJ Gewicht t üchtig einge stampft, Ili cb ei

lI

oehbauten

Da s

g 'fund pn.

 

tritt der gestampfte Beton

über die unteren Ränder der Verrohrune

Yerd ien st ,

d 'n

hinaus

und

verdrängt

den

di e

Hohrmündung

umgeb end en Bod en ,

S

trau s s- P fnhl ill /1 st 'J r-

letzter en unter d er fortgesetzten Stüßelung fest komprimi erend. Am

r

e ich e inge fü hrt zu h ab en,

G

eräu sch des auffallenden ' (üße ls ist deutlich zu e rken nen, wann di ese

gebiihrt

der

Beto n-

und

K

Olllprimierung

de s Boden s

u nd

damit

auc h

die

Verdichtung

d es

Eis enb eton - Bauuuteru eh -

Bet on s se lbs t ihre G renze erreic ht hnt, indem der B eton un d er Ober-

mun jr ,'. n

"

e f f e

m-

fläche

' '' asser

au ssch eidet

oder,

wie

man

zu

sagen

pflegt,

zu

in

"

.

i

e n,

e i l a:' wel ch e

im

S

"sch wi tze n"

be ginnt.

Der

tößel

füllt alsdann

plätsch ernd

Ruf

ein

m

r UIO

auf

d eu G r ünd en

d

ünn e '''a s

rschiehte,

und

beim

H er ausziehen

kann di e Saugwirkun g

vernommen

de

s kunfti gen

l1ei ch okrie!!o.

de se lnen

in

die

ser

' Yl\ss ersch ichte

deutlich

word en,

m

ini st erium -X .uba u s

ge -

H

ierauf wird

un s

Ei senrohr

ein

wenig ho .hg uzog on, neu er Beton na ch -

lezentli ch der im Auftrnir

g

efüllt und d er oben

beschri eb en e

VorO"l\ng

wied erholt, hi s alhnähli eh

d e -;'

k ,

u,

k . ~( il itlirb au ­

da '

ga nze

Hohl' ho chgezogen

und d er I'fllhl

fertig ist.

ahteilung

uutu r uo nu ue ue n

B oi w as s erführ eud eu

i eh i ehten

IIlUß

tet s ein e gewi sse

Hod enunt

rsu ehung un me h-

Betou im

Rohre b elassen

bl eiben ,

um

ein Nnch str ömen des ' '' a aers

rere

d ieöheziil-;li ch e

prak -

zu v"rh ind rn . In e ine m solche n Falle c r folg t das Einbrin g en de s B -tons

ti

seh

Versu ,h e

vornah m.

lUO!)

ZETT SCHRIFT

DES ÖST E HR. TNßENIEUH- UND ARCHITEKTEN -VERETI TES

Nr.

49

7

~

E ine r d ieser Versu ch e fand am 1. A ug ust 1!lOS im Beisein za hlre iche r

Baub ehörd en

stat t.

Vertreter

im

ti ef im Pl a tt el sch ott cr s teckende r S t I' 11 U s s- Pfa hl dur ch vi erm al

,18 Stund en mit 52 t belastet und h iebei eine Setz ung von nur i 111111

d er mil it rtr iseh eu , staatlichen

ei n

9·2

111

tief

und

städtisc he n

E~ wurd e

F üllboden

un d hiebei nur 0 '3

In

beoba chtet .

DI". SeM.

Kraftwerke.

Wasst'rkrafl alllll~t' drr Xf'\ lldll ·('alifnrllia l'II\\I'r ('omlll\lI~·. B

eim

au d er WlIsst'rk ruft d es B isho p Cree k ist m it d er Anlage eines ' um

begonnen

dur ch

ein h ölzernes Oberwasserge rinne und eine nnmit telh ar d nran a nsc h ließe nde

eiserne Dru ckl eitung ge wonnen wird: d er .\ bla ufgra be n bikh-t d en Ob er- wuss erka na l fiir ei n weiteres a ls ' Yerk Y bezeichnetes 1\raf tw erk. d as

a m t iefst en g elegen ist und mi t 11:1 m Gefji llc n rbei t et. D ieses K ra tt werk ist im l.aufe des ,Jahres.l!lOi m it :lOOü Kir Leistung e rric h te t word en;

u nm it te lbn r in d en Bish op Creek . Zur voll -

s tä ndigen Au snut zung d er Wasserk ra ft d ieses Flu sses werden gege nwiirtig

d as

m

)I aschinen gruppen

Fertigstellu ng di eses

e iner weiter en Anl age, d as " 'erk 1II bei :2:10 In Ge- iOOO f{ W Leist un g in An gri ff ge no mme n werd en ,

ZIII' S ich erun g d es Be tr ieb ps d ieser W erk e wiihre nd d er wass erarm en .lu lrresz c it werd en a n de n d re i Qu el lbächen d es Bish op Creek Tal sp erren

a nge legt ,

er baut.

a

e

m it. je 2:)()O 1\ IV Leistung im

Werk l's so ll d er Bau

fiillc

\u sh

Unte rla uf gl'll'gl'lll'n K ra ft werkes von

word en .

Die 'es

nut zt

ei n

nooo 1\ 11'

H öhe

Lei stung

aus,

Gefiille vo n :3:20 m

d as

se in

Ahl nuf'gruben

Anl a gen

11 m

m ünd et

weit ere

m

ine

Ob ert a ufe

D as

be i

berei ts

K ra

ft werk

I1

h i cv on,

von

2i:l

weit esten Leis tun g

mit

vorgeschritt en

ist.

von

i,ilJO

l\ 11",

erhä lt

wovon

eine m

zwe!

'ach

Gefä lle

Bet riebe si nd.

l:2,:200.0ün

g leiohfn lls

von

d en en

d ie grüßte

m" Inh alt haben wird, d er en

.\ bll iissc in eine m R egelun gsbecken. ebe nfa lls eine r 'I'a lspe rre von 140.000 m'l Jnhalt, gesa mme lt werden . D a di e T ulspcrre n von d em unt erst en Kraft-

we rk V et wa :2:; kill entfernt

Kru lt werken imm er n och Ra um genug fiir die A nlage weit er er W crke,

die d as vo rha udono g ro Bt· Gefä llc ausn utzen kö nne n. Im ga nze n könn en

et wa :2,;,000.000 111" " 'assel' a nges taut werde n, m it de nen sc ho n m it den

f est. ge planten K ra ftw erken 11 hi

geleist et werd en können . Die Anl agen ha ben d u rch di e vor k u rzem er-

folgt e E rschli eßung ausgede h nt 'I' Berg baugobiet e im •' taate • [evud n

crh öht e Bed eutung erlangt .

bezirk mit d en i':itiitlten Goldfleld , 'I'a no pnh, Blair, Rh y olit e und Bull-

si nd. so b leibt zw ische n d en ber eit s ge nnnnte n

'" insgesamt .t;";,()()O.OOO 1\ IJ'·Stund en

Ihr Ahsa tzgeb iet

ist nuch di eser B er gwerk.

fr

og

in

N ev ad a.

( ,, 8 ehwei z. El ek tre t . Z eits chr. "

11l01l, J. Tl' .

4 :1 )

 

Jlu ll Schnnlstal-Elek trtaltätswerk .

Na chd em

di e

Etsehwerk e

oberhalb Meran b er eits v oll stäudi g au sgenut zt s ind . so wurd e a n eine

Vergröß erung derselb en dur ch Au snut zung de s Sehual sb aeh es, ein es

im Vin tsch guu, geschritte n. Da s Schn nlstalwerk

wird nach se ine m voll en Au sbau b ei ei ne r ' Vasser m enge von 5 m"/Sek.

N eu-

F einrecben ,

während de s Betri ebes

Kliirhecken und Uml aufkanal. um d as Kl ärbo cken

R etteis g el eg ene Wehr ist ein G r und weh r mit Grob-

und

N ebenflu sses d er Et sch

310 111 G efäll e

15.000 rs

leist en.

D as

in

d er

Näh e

und

von

reinigen zu

k önn en.

Von

di esem

au s führt

ein

4 200 111

lan ~ er Stoll en

unmittelbar

bi s zum

Wass erschl oß obe rhalb d es

)lasehinenh au ses, das

unmittelbar

neb en

dem, chnalstalh ot el

er baut wird. Bei 1' 5%0 Rinn -

g efälle

wird

beträgt d er lichte Querschnitt

15 C/II

stark

mit glatt

d es

' tollens 2'i m 2 ; d er 8toll en

dem

v erputztem

Beton

au s gekl eid et ,

um

'

Yasser

m öglich st

ge

ri nge R eibun g z u bi eten . I!:ur AbkUrzun<T d er

Bauz eit

wurd e

d er

S

to lle n IlU 16 ' te ile n gl eichz eitig in An griff <Te·

J~olllm~n. E s s t~he n v er schi ed en e l~ohn n ~ schin en in ': e r wend ung . El~t­

h eh

s ind in ll ereits ehaft) und dunn ver schi eelene Drueklnfthohrmusehinen

( Boh rhiimme r) . Gut e Erfolge ha t man

Han<! Co. erz ie lt . Di ese an eiu er

ma schine bohrt e twus g ro ße L öch er und

Dynumitverbrauch i en ts p rec he nd d er <Tröß eren L eistung ist uuch d er

Flott.

munn sch en Bohrhämm ern , Die Dru ckluft wird an ein er un der Berg-

lehne errichteten Htation mittel s ein es zw ei stufi gen Kompressors er- zeugt, der bei 1i 5 minutlichen Umdrehun gen i Atm. li efert. Der KOlllpresso r wird von ein em '0 PS-Dreh stromlllotor für 115 V an-

getrieben

Kraftverbranch ein g röße re r al s b ei d en in

Bohranlag e nut zwet Bohrmasehlllen (zwei weitere

ellle el ektn sl.:he

mit d er Ma s chine der Ing'er soll- :pllnn siiul e a nge brachte Bohr-

hut demnach einen größ eren

G eb rauch

d em

stehenden

au s die Druck-

und arb eitot in

eine m

\Vindk es 1'1, von

luftleitu ng en zu d en Arb eitstell en fübr en . Di e elektri s chen Stoßbohr. mu s ehin on d er iem en s·S chuek ertw erk e sind ebe nfalls auf einer Rllunn-

~äule auf gebrueht und werd en " on e ine m

g et ri ebe

d en

Druckluftb ohrel'll in dr eisehi cht ij!em Betri ebe 8 bis 1-1 111 ge gen

2

" ' asser s chloß von 100011/ 8 I nllliit

1 PS·Dreh strommotOI· an .

h etrilirt

bei

D er

h ei

wöch entli ch e

AuflJru chfort sehritt

Dus

IJis

G 111

I1undbohrun g.

ist ohne

Üb erluuf ge baut; es soll g le ichzei tig al s Wass er- und Dru ck·

hehiilter

di ouen , hat a lso in di eser Ar t h ierzuland e noch keinen Vor·

lüu fer . Bei ruh end em Betri eb ste ht der -' tollen voll stiindig unter Druck

his zum 'Vehr h inauf; während d as Betri eb

Schloß entsprech end de m je wei ligen Vorbrau ch

I1öhe. Beim Anlaufen un el Ab stell en d er Turbin en

Illuf Schwin gungen der 'Vassermasse anf, welch e ei n Senken und

lieben de s ' Yu s s e r s pi e g e l s im ,' cbloß

11/ lan g er Dru ck seh a cht , 'on l ·r) IJI lichter

'"

han s.

rohr von 5 bi s 12 mm 'VanLlst ärk e, d as in e ine Betonhiille von 0 5 111 Dicke ein gehaut ist. Vor1llufi g so ll en zwei Maschin en grupp en von j e

es ste h t das ' Ya sser im

a uf eiuer bestimmten

tr eten im Wasser-

1"oJge

huh en .

V on

L1 em

z

nr

' Yllss er s chl o ß mhrt e in -ir)o

e

ite

unter 4ao

Di eser

N ei gnng z n d em

111 t ief er li eg end en Ma schin en ·

ge nie te te n :-;taldhlech-

3~O

Druckscha cht

best eht RU S ei nc m

000 PS be i 15.000 b is 18.000 V eingeste llt werd en; für eine dritte

G r uppe ist Raum vorha nde n . Das im Bau begriffene chnalstalwerk

is t b erei ts dureh

Querschn it t m it d em nlten 'Yerk e Rn

Bau erforder lic he n S tro m. Nach der Ferti gstellung

wird im a lt en '" erke e ine Hauptschnltnnlnge a usge führ t werd en ,

es m ögli ch se in wird , un t er Hinzu ziehun g e nts p reche nder

Tran sform at oren jedes Ve rbrauch sgebi et von j ed em d er \Yerk e au s

zu ver sor gen . Di e " E tse hwe rl(e" beab sich tigen in späterer Zeit weiter

unterh alb an d er Et sch b ei Marl ing da s Unterwass er des

a uszunutzen und h offen auf di ese W eise weit er e ~ 5 .000 P S zu g e-

winn en , und z war bei

Anl eguu g ei nes Staubeck en s YOn 100 .000 lila

Inhalt. In di esem Fall e würd en di e b eiden b esteh enden W erk e nur

f. El ektrot ech ,

u.

für in du stri ell e Zwecke

mitt els wel cher

zwei

je

11 km

lan ge Dreh stromkabel

für

3 X 70

mm :

d er T öll verbund en; s ie führen

jetzt nur d en z um

T öllwerk es

Er.

verwend et

werd en.

(nl!:eitsc hr.

)Iaschinb.",

J!109,

H eft 43 )

Fachgruppenberichte.

Fachgruppe fü r Gesundheitstechnik.

Berl eht

über tlie 11. ":xkllrsiun zum

Ba u

der zwei ten Ihi scr "'m ilz J nscl-

Hueh quel lenl elt nn g,

u nd zwar tier Strec ke

SI.

Gt'orge ll-

Wilhcl msb urg -

 

Ilolstetten u m 26 . Jlni

1909.

Di e

a n

di esem

T age sta ttg efunclene

Exklll"sion,

welch e s ich eine r

Dam en

zu erfreu en hatte, bezweckte , die Trassenfiihrung und B aut en d er zweiten K ai ser F ranz .Iosof-Hoch que llenlcit ung in d er Strecke von Wilhelmsbu rg

sehr g ro ßen T eilnahme se ite ns d er

Verein smit glieder

und d er en

bis H ofsr ett en

in J. ' iede rös te rl'eieh zu

besichtigen.

Abb, 1 Aquädukt in Pömmern

in

t, P ölt en, woselb st di e T eiln ehmer von d em Ober-B aurate d es Wi cn er , tn d t ba uamtes Dr . K ar! Kin ze r. dem Chef der I!:entralbauleitung d('r 'Vasserl citung, empfangen wurden , gela ng te m an in wcit erer Fahrt

mn !J U hr 14 :'Ilin. yo nn ittarrs n lleh St. G eorgen a m St einf eld e im Trais en·

und

L.

t nl e, w oselb t s ich di e von d er U nte rne hm ung F . ~I

Ladestation

N ach

einer

kurzen

Un terb rechung

d er

Eisenbahnfahrt

a

r

i 11 C 11 i

F a e e 11 n O ll

i

err ichtete

und

eho tte rg rn bc

befindet.

D er Zw eck di esel' Anlage i"t ui c Versorgun g eines Teil es d es Bau-

loses I , welches I'ieh in ei ner Liin ge vo n zn. 14 km von Wilh elm sburg

mit a nd llnu Sch otter.

bis Fah rnf eld si id lieh ,'on llöh eimkireh en erstreckt,

l)ie Beförucl'lln g di l'stor )Iat erialien von d er Sch ott ergrube znm Bllnlose 1,

Abb, 2 Aquädukt in Pömmern

790

erfolut

durch

eine

2,00 11I lauge

Drahtseilbahn

nach

dem

System

B

I I'

i I' h

I' I' t, und hl'triigt die Lei tung~fähi)!kl'it dersclln-n hci zr-hn-

stündizer

Arbeitszeit zu, :iUU t : lIngetriehl'n \I ird dieselbe durch ein (iO PS:

Lokom.ibil,

 
 

Um

den

in der

(Irubc gewonnl'Ill'n

Sund IIIHl Schotter auch an

die näher bei \ril'n an der \\'e~tbahnstroekogl'legl'nen Baustellen der-

selben L'nt oruelnuung mit di-r Eisl'nbahn verf ühren zu können, ist die

Anlage außerdem 1'0 eingetichtet , dnß diese :'Ilatl'rialien

wägon direkt

Hull-

von