Sie sind auf Seite 1von 1

Pflanzanleitung für Kohl, Salat, Fenchel, Sellerie, Porree & Zuckermais

Beim Pflanzen sind ein paar Kleinigkeiten zu beachten, damit die Pflänzchen auch gut angehen und sich wie erhofft entwickeln. Grundsätzlich gilt: Die Erde mit der Hacke lockern, eine kleine Mulde in die Erde machen (kein Loch graben), den Erdballen dort hinein legen und ordentlich wässern wenn er noch trocken ist. Wenn der Ballen vollgesogen ist, drückt man ihn mit beiden Händen kräftig in den Boden. Wichtig ist der enge Kontakt zwischen Wurzelballen und umgebender Erde, damit die Pflanzen schnell anwachsen können. Je nach Art der Pflanze ist es wichtig, die entsprechende Tiefe zu beachten:

Kohl: Alle Kohlpflänzchen können so tief gesetzt werden, dass der Wurzelballen nicht mehr sichtbar ist und der Stängel von der Erde etwas gestützt wird. (Pflanzabstand ca 40 cm)

Kohlrabi: Schon die kleinen Kohlrabi-Pflänzchen haben einen kleinen Knollen- Ansatz, der auf keinen Fall mit Erde bedeckt werden darf. Sonst kann es passieren, dass die gewünschte Kohlrabi-Knolle gar nicht entsteht! (Pflanzabstand ca 30 cm)

Salat: Beim Pflanzen von Salat-Setzlingen guckt idealerweise die Oberkannte des Erdballens noch aus dem Boden. Die Pflanzmulde sollte also nur ganz flach sein, damit man den Wurzelballen noch gut andrücken kann, ohne ihn zu tief in die Erde zu befördern! Wird Salat zu tief gepflanzt, so kann das die Salatfäule begünstigen – d.h. kurz vor der Ernte kann plötzlich der gesamte Kopf wegfaulen. (Pflanzabstand ca 30 cm)

Fenchel, Sellerie: Beide Gemüse sollten beim Pflanzen eher „wacklig auf den Beinen stehen“ - es ist völlig in Ordnung, dass sie nach dem Setzen umfallen! Die Oberkante des Erdballens sollte wie beim Salat noch aus dem Boden schauen. Zu tiefes Pflanzen kann zur Folge haben, dass keine Knollen ausgebildet werden können. (Pflanzabstand ca 30 cm)

Porree: Ziel ist es, möglichst lange, gerade weiße Schäfte zu erhalten. Dazu zieht man eine etwa 15 cm tiefe Furche, in die noch zusätzlich im Abstand von etwa 15 cm kleine Pflanzlöcher gemacht werden. Dort hinein wird jeweils ein Lauch-Pflänzchen gesetzt, angegossen, gut angedrückt und das Loch verschlossen. Bei jedem Unkrauthacken füllt man die Furche etwas weiter mit Erde auf. Wenn sie schließlich ebenerdig geschlossen ist, werden die Pflanzen zusätzlich angehäufelt, so dass sie später auf einem kleinen Damm wachsen.

Zuckermais: Die Jungpflanzen sollten am besten in Furchen gesetzt werden. So entsteht für die kleinen Pflänzchen ein günstiges Kleinklima und die Furchen können beim Hacken nach und nach geschlossen werden, so dass die Pflanzen angehäufelt werden. Das Anhäufeln gibt den Maispflanzen mehr Halt und sie bilden vom Stamm aus zusätzliche Wurzeln (sogenannte Adventivwurzeln) aus. Dadurch wachsen die Pflanzen kräftiger. Zuckermais bildet pro Pflanze meist zwei Kolben. Die Pflanzen müssen unbedingt in einer Gruppe zusammen stehen (nicht nur in einer Reihe), damit sie sich gegenseitig bestäuben können. Andernfalls haben die Kolben nur wenig Körner! Ideal sind 6 Pflanzen / m². D.h. ein Abstand von 50 cm zwischen den Reihen und 25-30 cm Pflanzabstand in der Reihe.