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Dachentwässerung Wavin QuickStream September 2011 Technisches Handbuch Solutions for Essentials

Dachentwässerung Wavin QuickStream

September 2011

Technisches Handbuch

Dachentwässerung Wavin QuickStream September 2011 Technisches Handbuch Solutions for Essentials

Solutions for Essentials

Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream Inhaltsverzeichnis Wavin

Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream

Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream

Inhaltsverzeichnis

Wavin QuickStream Dachentwässerungssystem

Wavin QuickStream Dachentwässerungssystem   Hotline tecHnik: Hotline Marketing: e-Mail:
 

Hotline tecHnik:

Hotline Marketing:

e-Mail:

2

freecall: 0800 / 44 7 44 74

0 59 36/12-256

info@wavin.de

Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream

Wavin QuickStream Dachentwässerungssystem

1. Kompetente Beratung

6

2. Dachentwässerung mit Druckströmung – Planung und hydraulische Auslegung

7

3. Systembeschreibung Dachabläufe

16

4. Wavin QuickStream Systembeschreibung Befestigung

23

5. Wavin QuickStream Rohre und Formteile

34

6. Lieferprogramm

37

7. Anlagen

48

technisches Handbuch Druckentwässerungssystem September 2011

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GebäuDetechnik Technisches Handbuch

3

Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream Kompetente Beratung 1. Kompetente Beratung Gebiet Ihr Standort

Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream

Kompetente Beratung

1. Kompetente Beratung

Gebiet

Ihr Standort

Kaufmännischer

Postleitzahl

Außendienst

1

19000

- 25999

Marc Poon

29000

- 31999

38000

- 39999

2

26000

- 28999

Bernd Pieper

49340

- 49459

49550

- 49999

3

32000

- 33999

Georg Breuers

40000

- 49339

49460

- 49549

50000

- 53999

57000

- 59999

4

35000

- 35999

Andreas Renz

54000

- 56999

60000

- 72999

73200

- 73299

73600

- 74399

74700

- 79999

5

07000

- 07999

Ute Hellmann

34000

- 34999

36000

- 37999

90000

- 92999

95000

- 99999

6

73000

- 73199

Klaus Bräsel

73300

- 73599

74400

- 74699

80000

- 89999

93000

- 94999

7

01000

- 06999

René Schmidt

08000

- 18999

Anschriften:

 

Kaufm. Außendienst:

Kaufm. Innendienst:

Klaus Bräsel Am Ried 4

Kirsten Hans Tel.: 0 59 36 / 12 235

85658

Egmating

kirsten.hans@wavin.de

Tel.: 0 80 95 / 87 58 91 Fax: 0 80 95 / 87 58 92 Mobil: 01 75 / 2 68 15 53 klaus.braesel@wavin.de

Dietmar Helmes Tel.: 0 59 36 / 12 263 dietmar.helmes@wavin.de

Georg Breuers

Schwieoingshook 29

Helen Lingers 0 59 36 / 12 0

48683

Ahaus-Alstätte

helen.lingers@wavin.de

Tel.: 0 25 67 / 93 86 96 Fax: 0 25 67 / 93 86 97 Mobil: 01 70 / 3 20 77 84 georg.breuers@wavin.de

Ute Hellmann

Alte Ruhlaer Straße 6A

98599 Brotterode

Tel.: 03 68 40 / 40 99 09 Fax: 03 68 40 / 40 99 10 Mobil: 01 70 / 4 49 19 55 ute.hellmann@wavin.de

Bernd Pieper Tel.: 0 59 36 / 12 275 Fax: 0 59 36 / 12 393 Mobil: 01 60 / 98 94 46 18 bernd.pieper@wavin.de

Marc Poon

Sprützmoor 63

22547 Hamburg

Mobil: 01 60 / 98 90 66 51 marc.poon@wavin.de

Andreas Renz

Jean-Braun-Straße 23a

55232 Alzey

Tel.: 0 67 31 / 99 63 39 Fax: 0 67 31 / 99 63 25 Mobil: 01 71 / 8 10 80 53 andreas.renz@wavin.de

René Schmidt

In Willmersdorf 269

16356 Werneuchen

Mobil: 01 71 / 3 51 17 12 rene.schmidt@wavin.de

Christian Tenfelde Tel.: 0 59 36 / 12 226 christian.tenfelde@wavin.de

Gerd Wanscheer Tel.: 0 59 36 / 12 239

gerd.wanscheer@wavin.de

Techn. Innendienst:

Klaus Angelkort Tel.: 0 59 36 / 12 328 klaus.angelkort@wavin.de

Lena Fedrowitz Tel.: 0 59 36 / 12 375 lena.fedrowitz@wavin.de

Gerwin Hes Tel.: 0 59 36 / 12 404 gerwin.hes@wavin.de

Daniel Höckel Tel.: 0 59 36 / 12 381 daniel.hoeckel@wavin.de

Berthold Kruse Tel.: 0 59 36 / 12 273 berthold.kruse@wavin.de

Stephan Schulten Tel.: 0 59 36 / 12 0 stephan.schulten@wavin.nl

 

Hotline tecHnik:

Hotline Marketing:

e-Mail:

4

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info@wavin.de

Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream

Kompetente Beratung

24 Kiel 25 Rostock Lübeck 18 23 22 Schwerin 17 Bremerhaven 20 Hamburg 19 21
24 Kiel
25
Rostock
Lübeck
18
23
22 Schwerin
17
Bremerhaven
20
Hamburg
19
21
26
Bremen
2
28
27
16
29 1
49
Berlin 13
10
12
Hannover
39
30
14 15
38 Magdeburg
32
31
48
Cottbus
Paderborn 33
03
7
46
37
Dortmund
44
59
06
45
47
Leipzig
Kassel
04
Düsseldorf
3
02
40
58
34
42
01
41
Dresden
99
57
Köln
Erfurt
51
51
50 Siegen
Aachen
Zwickau
52
09
35
07
Bonn
36
53
08
98
5
56 61
65 Frankfurt a.M.
60
63
96
95
54
97
55
Würzburg
4 64
Kaiserslautern
67
Nürnberg
92
68 69
66
90
Saarbrücken
74 91
76
93
71
75 Stuttgart
73 Ingolstadt
70
94
71
73
89
77
85
84
86
72
München 80
6
81
Freiburg im Breisgau
78
79
88
82
83
87
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GebäuDetechnik Technisches Handbuch

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Regenwasserbewirtschaftung INTESIO: Nachhaltiges Wassermanagement INTESIO – die intelligente Systemlösung für

Regenwasserbewirtschaftung

INTESIO: Nachhaltiges Wassermanagement

INTESIO – die intelligente Systemlösung für nachhaltiges Wassermanagement von Wavin

Seit Jahrzehnten produziert und vermarktet Wavin kunststoff-rohrsysteme für den transport von regenwasser. 1998 kamen Versicke- rungssysteme dazu, die mittlerweile in mehr als 20 europäischen ländern erfolgreich vertrieben werden. Jetzt geht Wavin noch einen Schritt weiter: Mit inteSio bietet Wavin eine innovative komplettlösung für die nachhaltige regenwasserbewirtschaftung an, die mit aufeinander perfekt abgestimmten komponenten vom Sammeln des regenwassers über transport, Vorbehandlung, Versickerung und rückhaltung bis zur abflussbegrenzung reicht.

Die Vorteile der INTESIO-Systemlösung auf einen Blick

Professionelle Intelligente Umfangreiches Nachhaltige Beratung Planung Sortiment Sicherheit
Professionelle Intelligente Umfangreiches Nachhaltige Beratung Planung Sortiment Sicherheit
Professionelle Intelligente Umfangreiches Nachhaltige Beratung Planung Sortiment Sicherheit
Professionelle Intelligente Umfangreiches Nachhaltige Beratung Planung Sortiment Sicherheit

Professionelle

Intelligente

Umfangreiches

Nachhaltige

Beratung

Planung

Sortiment

Sicherheit

Das inteSio-team analysiert die Situation vor ort (grad der Bebauung, grundwasser- stand, Bodenarten, regen- spende, Verschmutzungsgrad usw.) und empfiehlt auf dieser grundlage eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle lösung.

Unter Berücksichtigung der gültigen normen und richt- linien wird die gesamte anlage von den inteSio-experten fachgerecht ausgelegt. Mit einer speziellen Planungs- software können statische Berechnungen durchgeführt werden.

inteSio umfasst ein umfang- reiches Produktsortiment auf dem neuesten Stand der technik:

Dachentwässerung mit Druckströmungreiches Produktsortiment auf dem neuesten Stand der technik: entwässerungsrinnen transportleitungen Vorbehandlung durch

entwässerungsrinnenStand der technik: Dachentwässerung mit Druckströmung transportleitungen Vorbehandlung durch Sedimentation

transportleitungenDachentwässerung mit Druckströmung entwässerungsrinnen Vorbehandlung durch Sedimentation Vorbehandlung durch

Vorbehandlung durchmit Druckströmung entwässerungsrinnen transportleitungen Sedimentation Vorbehandlung durch Filterung rückhaltung und

Sedimentation

Vorbehandlung durchtransportleitungen Vorbehandlung durch Sedimentation Filterung rückhaltung und Versickerung abflussbegrenzung

Filterung

rückhaltung unddurch Sedimentation Vorbehandlung durch Filterung Versickerung abflussbegrenzung inteSio-lösungen sind auf

Versickerung

abflussbegrenzungVorbehandlung durch Filterung rückhaltung und Versickerung inteSio-lösungen sind auf lange Sicht zuverlässig und

inteSio-lösungen sind auf lange Sicht zuverlässig und sicher. Wavin unterstreicht das mit einer über die übliche gewährleistung hinaus- gehenden garantie für einen Zeitraum von 15 Jahren. Diese garantie gilt für alle inteSio-Projekte, die bei Wavin berechnet und mit Wavin Produkten nach Wavin

Standards fachgerecht installiert wurden.

nach Wavin Standards fachgerecht installiert wurden.   Hotline tecHnik: Hotline Marketing: e-Mail:
 

Hotline tecHnik:

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Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream

Wavin QuickStream Dachentwässerungssystem

2. Dachentwässerung mit Druckströmung

2.1. Das Wavin QuickStream Dachentwäs- serungssystem

Das Wavin QuickStream Dachentwässerungssystem ist ein System zur sicheren, wirtschaftlichen regenentwässerung von Dachflächen. Das entwässerungssystem arbeitet nach dem Prinzip der Druckströmung (Vollfüllung). in den Bereichen industrie, logistik und in vielen anderen Bereichen hat sich die Druckentwässerungstechnik zum Standard durchgesetzt.

Wavin kann bei der entwässerung von Dachflächen mittels Druck- strömung auf eine jahrzehntelange erfahrung zurückgreifen. in Deutschland, europa und in zahlreichen internationalen Projekten wurde das Wavin QuickStream System eingesetzt.

Die Wavin Systemvorteile:

Kleinere RohrdimensionenQuickStream System eingesetzt. Die Wavin Systemvorteile: Durch ein spezielles Berechnungsverfahren können die rohr-

Durch ein spezielles Berechnungsverfahren können die rohr- leitungen sehr klein ausgeführt werden.

Weniger Dachabläufekönnen die rohr- leitungen sehr klein ausgeführt werden. Durch Hochleistungsdachabläufe werden bereits bei geringen

Durch Hochleistungsdachabläufe werden bereits bei geringen anstauhöhen hohe literleistungen erreicht.

Weniger Erdarbeitenbei geringen anstauhöhen hohe literleistungen erreicht. ein großteil der erdarbeiten entfällt durch reduzierung

ein großteil der erdarbeiten entfällt durch reduzierung der Fallleitungen.

Schnelle Montageerdarbeiten entfällt durch reduzierung der Fallleitungen. Spezielle Schellenkonstruktionen und ein abgestimmtes System

Spezielle Schellenkonstruktionen und ein abgestimmtes System ermöglichen eine schnelle Montage.

Reduzierter Wartungsaufwandein abgestimmtes System ermöglichen eine schnelle Montage. Durch weniger Fallleitungen werden auch weniger kontroll-

Durch weniger Fallleitungen werden auch weniger kontroll- schächte benötigt. Dies spart bei Wartungen/inspektionen Zeit und somit geld.

Kein Leitungsgefälle erforderlichDies spart bei Wartungen/inspektionen Zeit und somit geld. Die leitungen können ohne gefälle durch die Durchbrüche

Die leitungen können ohne gefälle durch die Durchbrüche in den Bindern geführt werden.

Reduzierung der Bauzeitendurch die Durchbrüche in den Bindern geführt werden. Die Betonierarbeiten an der Sohlenplatte sind unabhängiger

Die Betonierarbeiten an der Sohlenplatte sind unabhängiger von der Druckentwässerung, da nur sehr wenige Fallleitungs- anschlüsse im Halleninneren benötigt werden.

Reduzierung der IsolierkostenFallleitungs- anschlüsse im Halleninneren benötigt werden. kleinere rohrleitungen bedeuten auch gleichzeitig geringere

kleinere rohrleitungen bedeuten auch gleichzeitig geringere kosten bei der isolierung.

technisches Handbuch Druckentwässerungssystem September 2011

www.wavin.de

Druckentwässerungssystem September 2011 www.wavin.de Eine kleine Auswahl von Kunden die bereits heute durch das

Eine kleine Auswahl von Kunden die bereits heute durch das Wavin QuickStream System profitieren:

BMW in Dingolfingheute durch das Wavin QuickStream System profitieren: ikea Duisburg, erfurt, osnabrück … H&M in Hamburg oBo

ikea Duisburg, erfurt, osnabrück …das Wavin QuickStream System profitieren: BMW in Dingolfing H&M in Hamburg oBo Bettermann in Menden Fedex

H&M in HamburgBMW in Dingolfing ikea Duisburg, erfurt, osnabrück … oBo Bettermann in Menden Fedex Frachthalle in köln

oBo Bettermann in Mendenikea Duisburg, erfurt, osnabrück … H&M in Hamburg Fedex Frachthalle in köln (direkt am Flughafen) Prologis

Fedex Frachthalle in köln (direkt am Flughafen)osnabrück … H&M in Hamburg oBo Bettermann in Menden Prologis Hünxe, Hamm, Herbrechtingen … Plazza in

Prologis Hünxe, Hamm, Herbrechtingen …in Menden Fedex Frachthalle in köln (direkt am Flughafen) Plazza in lübeck GebäuDetechnik Technisches Handbuch 7

Plazza in lübeckin köln (direkt am Flughafen) Prologis Hünxe, Hamm, Herbrechtingen … GebäuDetechnik Technisches Handbuch 7

(direkt am Flughafen) Prologis Hünxe, Hamm, Herbrechtingen … Plazza in lübeck GebäuDetechnik Technisches Handbuch 7

GebäuDetechnik Technisches Handbuch

7

Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream Wavin QuickStream Dachentwässerungssystem 2.2. Die Wavin QuickStream

Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream

Wavin QuickStream Dachentwässerungssystem

2.2. Die Wavin QuickStream Systemleistungen

2.2. Die Wavin QuickStream Systemleistungen Das Wavin Projektteam, bestehend aus zahlreichen

Das Wavin Projektteam, bestehend aus zahlreichen ausgebildeten Fachkräften, steht ihnen bei der realisierung ihres Bauvorhabens unterstützend zur Seite …

realisierung ihres Bauvorhabens unterstützend zur Seite … … Das „Herz“ einer Druckentwässerungsanlage. Wavin

… Das „Herz“ einer Druckentwässerungsanlage. Wavin bietet ein

umfangreiches Dachablaufprogramm mit umfangreichen Zube- hörteilen wie z. B. einer komplettlösung für den baulichen Brand-

schutz nach der industriebaurichtlinie …

baulichen Brand- schutz nach der industriebaurichtlinie … … Hohe statische und dynamische Belastungen, die in einer
baulichen Brand- schutz nach der industriebaurichtlinie … … Hohe statische und dynamische Belastungen, die in einer
baulichen Brand- schutz nach der industriebaurichtlinie … … Hohe statische und dynamische Belastungen, die in einer
baulichen Brand- schutz nach der industriebaurichtlinie … … Hohe statische und dynamische Belastungen, die in einer
baulichen Brand- schutz nach der industriebaurichtlinie … … Hohe statische und dynamische Belastungen, die in einer

… Hohe statische und dynamische Belastungen, die in einer

Druckentwässerung entstehen, sind für das Schnellmontage- system kein Problem.

Wavin bietet ein komplettes Befestigungssystem von 40 – 315 mm …

ein komplettes Befestigungssystem von 40 – 315 mm … … Qualifizierte Beratung bei ihnen im Büro

… Qualifizierte Beratung bei ihnen im Büro oder auch direkt auf

der Baustelle zum Beispiel bei einer Projektbesprechung sind für

das Wavin außendienstteam selbstverständlich …

sind für das Wavin außendienstteam selbstverständlich … … Mit einer anwenderfreundlichen Software und mit einem

… Mit einer anwenderfreundlichen Software und mit einem

umfangreichen Schulungsangebot (Softwareschulungen, Hydraulikschulungen oder Verarbeitungsschulungen) geben wir unser Wissen und unsere erfahrungen gerne an Sie weiter …

unser Wissen und unsere erfahrungen gerne an Sie weiter … … ein umfangreiches rohrsystem speziell auf

… ein umfangreiches rohrsystem speziell auf die anforderungen

der Druckentwässerungstechnik abgestimmt, ist selbstverständ-

lich in den Dimensionen 40 – 315 mm verfügbar.

 

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Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream

Wavin QuickStream Dachabläufe

2.3. Dachentwässerung mit Druckströmung – Planung und hydraulische Auslegung

2.3.1. Funktionsweise

grundsätzlich kann eine Dachfläche auf zwei arten entwässert werden.

Freispiegelsystemkann eine Dachfläche auf zwei arten entwässert werden. Dachentwässerung mit Druckströmung (Wavin QuickStream) Bei

Dachentwässerung mit Druckströmung (Wavin QuickStream)auf zwei arten entwässert werden. Freispiegelsystem Bei beiden Systemen handelt es sich um Schwerkraftentwäs-

Bei beiden Systemen handelt es sich um Schwerkraftentwäs- serungsanlagen. Die aufgabe einer Dachentwässerung ist es, anfallendes regenwasser und tauwasser (Schneeschmelze) vom Dach an einen bestimmten Übergabepunkt (kanalsystem, regenrückhaltung oder Versickerungsanlage) zu transportieren. Bei dem transport des regenwassers, entstehen durch notwen- dige einbauten wie z. B. Dachabläufe, Formteile oder rohrlei- tungen Druckverluste.

in Schwerkraftentwässerungsanlagen (Freispiegel und Druckent- wässerungsanlagen) wird die energie zur Überwindung dieser Druckverluste (Formteile, Dachabläufe und rohrreibung) aus der Wasserspiegeldifferenz zwischen anfangs- und endpunkt des rohrnetzes (Wassersäule) gewonnen.

in einer Freispiegelentwässerung steht zur Überwindung der Druckverluste nur eine sehr geringe energiehöhe zur Verfügung. Die Wasserspiegeldifferenz (energiehöhe) resultiert lediglich aus dem vorgeschriebenen rohrleitungsgefälle (siehe abb. 2). Zudem ist nachteilig, dass die wichtige Forderung der Be- und entlüftung des Freispiegelentwässerungssystems eingehalten werden muss. Die Din 1986-100 schreibt vor, dass zur ausreichenden Be- und entlüftung von regen-Freispiegelentwässerungen innerhalb von gebäuden, ein maximaler Füllungsgrad von 0,7 vorzusehen ist. Somit stehen 30 % der rohrleitung nicht für den transport des regenwassers zur Verfügung, da in diesem rohrbereich die Be- und entlüftung des rohrsystems ausgeführt wird.

Bei Druckentwässerungsanlagen wird durch spezielle Dach- abläufe verhindert, dass während des Betriebs luft durch die Dachabläufe eindringen kann. Somit wird die Sammelleitung nach und nach immer weiter mit regenwasser gefüllt. im Umlen- kungsbereich in die Fallleitung entsteht durch die planmäßige Überlastung der Sammelleitung ein „Wasserpfropfen“ der durch die Fallleitung nach unten fällt. Durch das Herabfallen des Wasserpfropfens entsteht im entwässerungsnetz Unterdruck. Durch diesen Unterdruck wird das regenwasser mit hohen geschwindigkeiten vom Dach „abgesaugt“. Das gesamte rohr- netz, vom Dachablauf bis zum Übergang auf die entspannungs- leitung ist voll gefüllt (h/d = 1). Somit kann die gesamte Wasser- spiegeldifferenz (energiehöhe) zur Überwindung von Druckver- lusten genutzt werden. Pro Meter voll gefüllter rohrleitung stehen ca. 98 mbar energie zur Verfügung. Die rohrleitungen können im Vergleich zu einer Freispiegelentwässerung wesentlich kleiner dimensioniert werden, da die zur Verfügung stehende energie zur Überwindung der Druckverluste erheblich größer ist.

technisches Handbuch Druckentwässerungssystem September 2011

www.wavin.de

Druckentwässerungssystem September 2011 www.wavin.de DN 40 DN 50 DN 75 DN 110 Energiehöhe Abb. 1:
DN 40 DN 50 DN 75 DN 110 Energiehöhe
DN 40
DN 50
DN 75
DN 110
Energiehöhe

Abb. 1: Energiehöhe Druckentwässerung

DN 110 DN 160 DN 200 DN 315 Wa Energiehöhe sserspiegeldifferenz
DN 110
DN 160
DN 200
DN 315
Wa Energiehöhe
sserspiegeldifferenz

Abb. 2: Energiehöhe Freispiegelsystem

2.3.2. Hauptplanziel

Die regenentwässerungsanlage muss so dimensioniert und installiert werden, dass alle regenereignisse bis zu einem Jahr- hundertregenereignis die statischen Sicherheitsreserven der trag- werkskonstruktion des Daches nicht beanspruchen. Die Summe der einzelnen Funktionshöhen darf die maximale Dachbelastung nicht überschreiten.

Das entwässerungssystem wird in eine Hauptentwässerung und in eine notentwässerung aufgeteilt.

1 2 Attika­ H2 H3 öffnung H1 1. Dachablauf Hauptentwässerung 2. Dachablauf Notentwässerung (alternativ
1
2
Attika­
H2
H3
öffnung
H1
1. Dachablauf Hauptentwässerung
2. Dachablauf Notentwässerung (alternativ
Attikaöffnung)
r (5,100) - r (5,5)
H1 = erforderliche Anstauhöhe am Hauptablauf
H2 = erforderliche Anstauhöhe am Notablauf
(Überlauf)
H3 = maximale Anstauhöhe
freier Auslauf

Abb. 3: Funktionshöhen

GebäuDetechnik Technisches Handbuch

r (5,5) (z. B. Kanalnetz)

9

Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream Wavin QuickStream Dachabläufe 2.3.3. Dachflächen Für die Berechnung der

Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream

Wavin QuickStream Dachabläufe

2.3.3. Dachflächen

Für die Berechnung der wirksamen Dachfläche ist die im grund- riss projizierte Dachfläche anzunehmen (siehe abb. 4).

DF 1200 m² TF 1200 m² 100 m 12 m 12 m Abb. 4: Projizierte
DF 1200 m²
TF 1200 m²
100 m
12 m
12 m
Abb. 4: Projizierte Dachfläche

2.3.4. Ausführung der Dachflächen (Dach-

begrünung/Kiesschüttung) – Abflussverzö- gerung

Bei Dachflächen, bei denen eine Dachbegrünung oder kiesschüt- tung vorgesehen ist, tritt der abfluss des regenwassers durch die Dachabläufe verzögert auf. ein teil der niederschlagsmenge verdunstet oder versickert auf der Dachfläche. Das Verhältnis zwischen dem tatsächlichen abfluss durch die entwässerungsan- lage und der für die Berechnung angenommenen niederschlags- menge wird als abflussverzögerung (c) bezeichnet.

2.3.4.1. Ausführungen Dachbegrünung

Bei Dachbegrünungen wird grundsätzlich zwischen intensiv und extensiv begrünten Dachflächen unterschieden. Bei extensiver Begrünung wird zusätzlich die aufbauhöhe betrachtet.

intensivbegrünungen sind Pflanzungen von Stauden und gehölzen sowie rasenflächen. extensivbegrünungen sind naturnah angelegte Vegetationsformen. Die Begrünung erfolgt durch Moose, kräuter und gräser.

Die Begrünung erfolgt durch Moose, kräuter und gräser. Abb. 5: Extensive Begrünung Abb. 6: intensive Begrünung

Abb. 5: Extensive Begrünung

Moose, kräuter und gräser. Abb. 5: Extensive Begrünung Abb. 6: intensive Begrünung Quelle: Paul Bauder gmbH

Abb. 6: intensive Begrünung

Quelle: Paul Bauder gmbH & co. kg, Stuttgart, telefon: +49 (0) 7 11/ 88 07-0 www.bauder.de

Tab. 1: Abflussverzögerungen

Art der Dachfläche

Abflussbeiwert C

Foliendach (ohne Begrünung oder Bekiesung)

1 (keine Verzögerung)

kiesschüttdächer

0,5

Begrünte Dachflächen:

intensiv begrünte Dachflächen

0,3

extensiv begrünte Dachflächen bis 10 cm

0,5

extensiv begrünte Dachflächen ab 10 cm

0,3

2.3.5. Regenspende (Berechnungsregen)

Für die Bemessung von regenentwässerungsanlagen muss mit Werten (regenereignissen) geplant werden, deren Basis eine statistische ermittlung ist. Der Deutsche Wetterdienst führt diese statistischen ermittlungen durch. Die Werte können dem kostra-DWD atlas 2000* 1) entnommen werden. informationen zu ausgewählten ortsbezogenen regenereignissen finden Sie im anhang 8.

Der für die Berechnung anzusetzende Wert setzt sich aus der Dauerstufe (D in Minuten) und der Wiederkehrzeit (t in Jahren) zusammen.

Die statistisch erfassten Daten beinhalten informationen zur Dauerstufe (D) und zur Wiederkehrzeit (t) von regenereignissen. Bei regenentwässerungsanlagen ist grundsätzlich mit einer Dauerstufe (D) von 5 Minuten zu planen. Bei der Wiederkehrzeit (t) müssen die Hauptentwässerung und die notentwässerung separat betrachtet werden. Für die Berechnung der Haupt- entwässerung wird eine Wiederkehrzeit (t) von 5 Jahren, bei der notentwässerung eine Wiederkehrzeit (t) von 100 Jahren (Jahrhundertregenereignis), zur ermittlung der erforderlichen ablaufleistung zugrunde gelegt. Die einheit der regenereignisse wird in l/s/ha angegeben.

Somit sind für die ermittlung der regenspende folgende Werte anzusetzen:

Die Wiederkehrzeit (t) drückt aus, wie oft ein regenereignis statis- tisch mindestens einmal im gewählten Zeitraum auftritt.

Hauptentwässerung:

 

r (5,5) in l/s/ha r (5,100) in l/s/ha

 
 

notentwässerung:

 

Beispiel Regendaten (Ort Hamburg) Raster: Zeile: 22; Spalte: 35

 

r

(5,5) = 266,0 l/s/ha

 

r

(5,100) = 463,2 l/s/ha

 
 

T

0,5

 

1,0

 

2,0

 

5,0

 

10,0

 

20,0

 

50,0

 

100,0

 

D

hn

rn

hn

rn

hn

rn

hn

rn

hn

rn

hn

rn

hn

rn

hn

rn

 

5,0 min

3,4

114,5

4,8

160,1

6,2

205,7

8,0

266,0

9,3

311,7

10,7

357,3

12,5

417,6

13,9

463,2

*1) Bezugsquelle kostra DWD atlas: Deutscher Wetterdienst (www.itwh.de)

Abb. 7: Karte Regenereignis

 

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Hotline Marketing:

e-Mail:

10

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Wavin QuickStream Dachabläufe

2.3.6. Ermittlung der Systemablaufleistung

Um die dauerhaft sichere entwässerung von Dachflächen sicher-

zustellen, wird die regenentwässerungsanlage in ein Hauptab-

laufsystem und ein notablaufsystem aufgeteilt. Das Hauptab- laufsystem wird z. B. an das örtliche kanalnetz angeschlossen.

Die notentwässerungsanlage (z. B. attikaöffnung oder separates notentwässerungsnetz) muss immer frei auf schadlos überflut- bare Flächen auslaufen. Die notentwässerung darf nicht an das kanalnetz angeschlossen werden oder auf andere Dachflächen

abgeleitet werden. Durch die trennung der Systeme wird erreicht,

dass bei Versagen (z. B. Verschluss grundleitung oder Dachab- läufe ) oder Überlastung (Starkregenereignisse) sichergestellt ist, dass die notentwässerung weiter Wasser vom Dach abführen kann. Das notentwässerungsvolumen ergibt sich aus der Diffe- renz zwischen der regenspende r(5,100) und der regenspende r(5,5) – siehe nachfolgendes Beispiel.

Beispiel: Ermittlung der erforderlichen Ablaufleistungen (Haupt- und Notentwässerungen)

gegeben:

ort: Hamburg (raster: Zeile: 22 Spalte: 35)

r(5,5)

= 266,0 l/s/ha

r(5,100)

= 463,2 l/s/ha

a

= 3000 m²

Dachausführung: Foliendach abflussverzögerung: 1

30 m Tiefpunkt
30 m
Tiefpunkt

Schnitt

100 m Tiefpunkt 30 m
100 m
Tiefpunkt
30 m

Grundriss

Abb. 8: Schnitt und Grundriss

gesucht:

V Haupt = erforderliche entwässerungsleistung der Hauptentwäs-

serung in l/s = erforderliche entwässerungsleistung der notentwässe- rung in l/s

V

not

a = Dachfläche in m²

c = abflussverzögerung (ohne einheit)

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Hauptentwässerung

V Haupt

V Haupt

VHaupt

A · r (5,5) · C

=

10.000

3000 m² · 266,0 l/s/ha · 1

=

= 79,8 l/s

10.000

Notentwässerung

V Not

A · (r (5,100) – r (5,5)) · C

=

10.000

V Not

3000 m² · (463,2 – 266 l/s/ha) · 1

=

10.000

VNot

= 59,2 l/s

Hinweis Notentwässerung:

Wie beschrieben, berücksichtigt die abflussverzögerung den zeit- lich verzögerten ablauf durch die Dachabläufe. Die gesamtablauf- leistung reduziert sich. Bei Dachflächen mit abflussverzögerung (z. B. begrünten Dachflächen oder Bekiesung) darf bei der notentwässerung nicht mit einer abflussverzögerung gerechnet werden. im Falle eines Starkregenereignisses (Jahrhundertregen) ist davon auszugehen, dass die Dachflächen komplett mit Wasser gesättigt sind und keine rückhaltung/Verzögerung mehr statt- findet.

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Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream Wavin QuickStream Dachabläufe 2.3.7. Definition Rohrnetzbereiche einer

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2.3.7. Definition Rohrnetzbereiche einer Dachentwässerung Fließweg 2 Fließweg 1 Anlauf- Ablauf-Anschlussleitung
2.3.7. Definition Rohrnetzbereiche einer Dachentwässerung
Fließweg 2
Fließweg 1
Anlauf-
Ablauf-Anschlussleitung
Ablauf-Anschlussleitung
höhe HA
• Umlenkung in die Fallleitung
Sammelleitung (SL)
• druckkritischer Bereich
wirksame Höhe HW
Entspannungsleitung
Höhe Entspannung HE
HE
Übergabepunkt Entspannungsleitung
an Freispiegelentwässerung
(Dimensionierung nach DIN EN 12056-T3 (hld = 0,7)
Fließweg 1
Fließweg 2

Abb. 9: Rohrnetzbereiche einer Druckentwässerung

2.3.8. Allgemeine Planungsgrundsätze

2.3.8.1. Teilflächen

Jede teilfläche/Dachfläche benötigt mindestens einen Hauptab- lauf und einen notablauf (freier auslauf auf schadlos überflutbare Flächen). ist ein freier Überlauf nicht möglich (z. B. eingeschlos- sene Dachfläche), ist planerisch ein separates rohrnetz für die notentwässerung vorzusehen.

2.3.8.2. Maximal Größe der Dachflächen – maximale Stranglänge

eine wirtschaftliche und sichere Dachentwässerung ist stark vom Verhältnis der wirksamen Höhe zur Stranglänge abhängig. aus diesem Verhältnis ergibt sich das mögliche rohrreibungsgefälle (möglicher Druckverlust pro m rohrleitung). empfohlen wird ein maximales Verhältnis von 10. ist beispielsweise eine wirksame Höhe von 6 m vorhanden, sollte die Stranglänge 60 m (6 m · 10) nicht übersteigen. in ausnahmefällen kann das Verhältnis 20 betragen. ein längen-/Höhenverhältnis von > 10 wirkt sich jedoch negativ auf die Wirtschaftlichkeit aus. eine detaillierte Prüfung der hydraulischen eigenschaften und eine optimierung der Strang- führung (siehe Beispiel abb. 10 bis 12) kann eine alternative zu einem ungünstigen längen-/Höhenverhältnis sein.

Dachflächen größer als 5000 m² sollen über zwei unabhängige rohrsysteme entwässert werden. auch die Dachflächengröße hat wesentlichen einfluss auf die Wirtschaftlichkeit. analog zur Vorgehensweise bei ungünstigen längen-/Höhenverhältnissen kann hierauf planerisch durch die Strangführung positiv eingewirkt werden (siehe Beispiel abb. 10 bis 12).

Energiehöhe = 7 m – ca. 700 mbar Länge Fließweg = 87 m delta p/m
Energiehöhe = 7 m – ca. 700 mbar
Länge Fließweg = 87 m
delta p/m = 8,0 mbar/m

Abb. 10:

Energiehöhe = 7 m – ca. 700 mbar Länge Fließweg = 37 m delta p/m
Energiehöhe = 7 m – ca. 700 mbar
Länge Fließweg = 37 m
delta p/m = 18,9 mbar/m
Energiehöhe = 7 m – ca. 700 mbar
Länge Fließweg = 37 m
delta p/m = 18,9 mbar/m

Abb. 11:

Energiehöhe = 7 m – ca. 700 mbar Länge Fließweg = 27 m delta p/m
Energiehöhe = 7 m – ca. 700 mbar
Länge Fließweg = 27 m
delta p/m = 25,9 mbar/m
Energiehöhe = 7 m – ca. 700 mbar
Länge Fließweg = 27 m
delta p/m = 25,9 mbar/m

Abb. 12:

 

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2.3.8.3. Unterschiedliche Abflussverzöge-

rung/unterschiedlicher Höhen

Dachflächen mit unterschiedlichen abflussverzögerungen (z. B. gründach/Foliendach) sowie Dachflächen mit unterschied- lichen Höhen dürfen nicht an eine gemeinsame Fallleitung angeschlossen werden. Durch unterschiedliche Verzögerungen bzw. Höhen können die anlaufbedingungen stark unterschiedlich sein. auf den Dachflächen könnten zu unterschiedlichen Zeiten Wassermengen vorhanden sein. in diesem Fall würde in teil- bereichen luft in das System eindringen, welche zum gesamt- versagen der anlage führen könnte. es empfiehlt sich, die Dach- flächen durch zwei unabhängige rohrstränge zu entwässern.

2.3.8.4. Umlenkung in die Fallleitung

Die Umlenkung in die Fallleitung darf maximal in der Dimension der Sammelleitung ausgeführt werden. kleinere Dimensionen sind möglich (siehe auch Beschreibung anlaufvolumenstrom). Bei ausführung der Fallleitung in einer größeren Dimension als die Sammelleitung kann das System nicht sicher anlaufen.

DN 160 DN 160
DN 160
DN 160
Abb. 13: Fallleitung dimensionsgleich DN 160 DN 125
Abb. 13: Fallleitung dimensionsgleich
DN 160
DN 125
Abb. 14: Fallleitung reduziert DN 160 DN 200
Abb. 14: Fallleitung reduziert
DN 160
DN 200

Abb. 15: Fallleitung größer (so darf nicht verbaut werden)

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2.3.8.5. Fließgeschwindigkeit

Beim Betrieb der Druckentwässerung entstehen nicht selten sehr hohe Fließgeschwindigkeiten. Hierdurch wird das rohrnetz mehrmals jährlich gereinigt. ein teil der ablagerungen (z. B. laub) wird durch die hohen Fließgeschwindigkeiten durch das rohrnetz abtransportiert. Um die Selbstreinigung der Druckentwässerung gewährleisten zu können, sollte eine Mindestfließgeschwindigkeit von 0,5 m/s nicht unterschritten werden. Die Selbstreinigung der rohrleitung im Betrieb ersetzt nicht die normativen anforderungen an die Wartungsarbeiten.

2.3.8.6. Abstand der Dachabläufe

untereinander

Der abstand zwischen zwei Dachabläufen sollte 20 m nicht über- steigen. Zwischen zwei Dachabläufen entsteht ein natürlicher Wasserhochpunkt (Fließverhalten zum auslauf/Überlauf). Bis zu einem abstand von 20 m kann dieser Wasserhochpunkt als unkritisch betrachtet werden.

Durch das natürliche Fließverhalten von Wasser ergibt sich zwischen zwei Dachabläufen immer ein Wasserhochpunkt. Mit einführung der Din 1986-100 (2008-05) ist dieser natürliche Wasserhochpunkt unter bestimmten Umständen zu berücksich- tigen. Bis zu einem abstand von 20 m zwischen 2 notüberläufen, bzw. 10 m zum Überlauf (z. B. attikaöffung) kann der natürlichen Wasserhochpunkt vernachlässigt werden. Darüber hinaus muss die zusätzlich resultierende Dachbelastung berücksichtigt werden. in diesem Fall ist die tatsächliche, erforderliche anstauhöhe (siehe auch Beschreibung Dachabläufe) am notüberlauf mit dem doppelten Wert anzunehmen.

H1 = anstauhöhe Hauptentwässerung H2 = anstauhöhe notentwässerung H3 = maximale anstauhöhe
H1 = anstauhöhe Hauptentwässerung
H2 = anstauhöhe notentwässerung
H3 = maximale anstauhöhe

Abb. 16: Anstauhöhen (vgl. S. 16 Abb. 18)

2.3.8.7. Reduzierung der Fließgeschwindig-

keit vor Austritt

Vor Übergabe an das kanalsystem (Übergangsbereich Druck- entwässerung an die Freispiegelentwässerung) sollte die Fließgeschwindigkeit deutlich reduziert werden. empfohlen wird eine Fließgeschwindigkeit von ca. 2 bis 2,5 m/s. Der grundleitungsanschluss muss so ausgeführt sein, dass die reak- tionskräfte (auftreffen des Wasserstrahls auf die Umlenkung) sicher aufgenommen werden.

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Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream Wavin QuickStream Dachabläufe 2.3.9. Berechnung hydraulische Auslegung von

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2.3.9. Berechnung hydraulische Auslegung von Druckentwässerungssystemen Fließweg 2 Fließweg 1 TS 1 Anlauf-
2.3.9. Berechnung hydraulische Auslegung von Druckentwässerungssystemen
Fließweg 2
Fließweg 1
TS 1
Anlauf-
Ablauf-Anschlussleitung
Ablauf-Anschlussleitung
höhe HA
TS 3
TS 2
1 m
• Umlenkung in die Fallleitung
Sammelleitung (SL)
• druckkritischer Bereich (Px)
Berechnung druckkritischer Bereich – Px (Umlenkung Fallleitung) – vereinfachte Darstellung
(siehe auch Beschreibung 3.9.4. Druckkritischer Bereich)
wirksame Höhe HW
6 m
Px
= (Ha · 98,1 mbar) – Druckverluste der teilstrecken bis zur Fallleitung (tS 1, tS 2, tS 3)
Px
=
(1 m · 98,1 mbar) – 900 mbar
TS 4
Px
= – 800 mbar
Berechnung Abweichungswert (A-Wert) – vereinfachte Darstellung
(siehe auch Beschreibung 3.9.1. – Berechnung)
a = (HW + Ha) · 98,1 mbar – Druckverluste gesamter Fließweg (tS 1, tS 2, tS 3, tS 4)
a =
(6 m + 1 m) · 98,1 mbar – 787 mbar
a = – 100 mbar
Entspannungsleitung
Höhe Entspannung HE
HE
Übergabepunkt Entspannungsleitung
an Freispiegelentwässerung
(Dimensionierung nach DIN EN 12056-T3 (hld = 0,7)
Fließweg 1
Fließweg 2

Abb. 17:

2.3.9.1. Berechnung

grundlage für die hydraulische Berechnung von Druckentwäs- serungsanlagen ist die Bernoulli-gleichung. als verfügbare Höhe (wirksame Höhe) wird die Höhendifferenz zwischen Dachablauf und Übergabepunkt an die entspannungsleitung angesetzt. Pro Meter Höhendifferenz resultiert eine verfügbare energie von 98,1 mbar (siehe Beispiel abb. 17: 6 m Höhe · 98,1 mbar = 686,7 mbar).

Ziel der Berechnung ist ein abgeglichenes rohrnetz. Die rohr- leitungen müssen so dimensioniert werden, dass die Druckver- luste der einzelnen Fließwege möglichst der verfügbaren energie entsprechen. Die abweichungen des Druckverlusts im jeweiligen Fließweg zur verfügbaren energie werden mit dem a-Wert ausge- drückt. Der a-Wert soll in der Vorplanungsphase im Bereich ± 100 mbar liegen. Die einzelnen Fließwege sollten sich unter- einander aufheben (positiv/negativ). negative a-Werte (theoretisch ist der Druckverlust höher als die zur Verfügung stehende energie) wirken sich nachteilig auf die ablaufleistung des entwässerungs- systems aus. Für die ausführungsplanung muss die effektive entwässerungsleistung (Beurteilung der einzelnen a-Werte) durch eine iterative Berechnung (Soll/istabfluss) mit einer Software (Wavin Drain Star) nachgewiesen werden.

Beispiel:

Wirksame

Verfügbare

Druckverlust

A-Wert

Höhe

Energiehöhe

Fließweg 1

 

687

mbar

0

7 m

686,7 mbar

787 mbar

– 100

 

587

mbar

+ 100

2.3.9.2. Zulässige Abweichungen der

Ablaufleistung

Während der ausführungsplanung muss die rechnerisch nach- gewiesene ablaufleistung 100 % betragen. Dieser nachweis ist mit der Wavin Drain Star Software einfach zu erbringen. in der nachberechnung (Beurteilung der installierten anlage) darf die ablaufleistung um 5 % unterschritten werden. Hiermit wird berücksichtigt, dass auf der Baustelle kleinere Änderungen alltäg- lich sind.

2.3.9.3. Anlaufvolumenstrom

Für die hydraulische Berechnung von Druckentwässerungsanlagen ist die Bernoulli-gleichung anzu- wenden. Für diese Berechnung ist ein durchgehender Wasser- faden (Stromfaden) vom Dachablauf bis zum Übergang auf die entspannungsleitung erforderlich – ohne lufteintrag.

einen wesentlichen Beitrag für diesen durchgehenden Strom- faden, liefert der „Wasserpfropfen“ der durch die Fallleitung nach unten fällt. Durch das Herabfallen des Wasserpfropfens entsteht im entwässerungsnetz Unterdruck.

Der anlaufvolumenstrom sagt aus, welche Wassermenge im anlauffall durch das rohrnetz zur Fallleitung transportiert werden kann, damit ein „Wasserpfropfen“ an der Umlenkung in die Fallleitung entstehen kann und zum anlaufen der anlage führt. Für jede Fallleitungsdimension wird eine bestimmte Wassermenge benötigt. Die Berechnung kann ebenfalls mit der Wavin Drain Star Software ausgeführt werden.

 

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nur die anlaufhöhe bzw. die aus der anlaufhöhe resultierende energiemenge kann zum transport des regenwassers zur Fall- leitungsumlenkung (entstehung Wasserpfropfen) eingesetzt werden. auch wirtschaftlich betrachtet ist die anlaufhöhe ein wichtiger Faktor. eine geringe anlaufhöhe (z. B. 0,3 m) kann dazu führen, dass die Fallleitung kleiner ausgeführt werden muss als die Sammelleitung. in diesem Fall wird durch die Fallleitung (hohe Fließgeschwindigkeit) ein großteil der zur Verfügung stehenden energie verwendet. Die Sammelleitung muss entsprechend größer ausgeführt werden. Wirtschaftlich optimale Bedingungen ergeben sich bei einer anlaufhöhe von 1,0 m.

2.3.9.4. Druckkritischer Bereich (Px)

Die kritischsten Werte für den Unterdruck sind im Bereich „Umlen- kung in die Fallleitung“ zu erwarten. in diesem Bereich stehen die größten Druckverluste im Verhältnis zur kleinsten verfügbaren energiehöhe. Ähnlich wie beim anlaufvolumenstrom kann hier ebenfalls nur die anlaufhöhe (Dachablauf bis Sammelleitung) bei der Berechnung angesetzt werden. ein zu hoher Unterdruck kann zu kavitation (ausgasen) von Wasser führen. Dieser Zustand unterbricht den durchgehenden Wasserfaden und führt zur redu- zierung der ablaufleistung. ein maximaler Unterdruck von – 900 mbar sollte in Druckentwässerungsanlagen nicht unter- schritten werden.

2.3.9.5. Tauwasserschutz

nach Din en 12056 müssen innenliegende regenwasserleitungen gegen tauwasserbildung (Schwitz- wasser) geschützt werden, wenn an der kaltführenden leitung (regenwasserleitung) durch die raumbedingungen (temperatur, Feuchte) tauwasser (Schwitzwasser) entstehen könnte.

Das isoliermaterial muss diffusions-hemmende eigenschaften haben.

Beispiel mögliche isoliermaterialien:

Diffussionshemmender synthetischer kautschuk – z.B. armacell aF1 (bei Umgebungstemperatur 40 °c und relativer luftfeuchte von 50 %).

Mineralische Dämmmatte – Materialstärke 20 – 30 mm mit alukaschierung (z.B. rockwool klimarock).

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2.3.10. Inbetriebnahme und Wartung

2.3.10.1. Inbetriebnahme

Zur inbetriebnahme der anlage werden die folgenden Schritte empfohlen:

Prüfung des installierten Systems (rohrdimensionen, Dachab- laufanzahl und Positionen). Hierbei ist darauf zu achten, dass das System entsprechend dem aktuellen Planungsstand (Dimensionen, rohrführung) ausgeführt wurde.der anlage werden die folgenden Schritte empfohlen: anhand der Planungsvorgaben prüfen, ob alle Befestigungs-

anhand der Planungsvorgaben prüfen, ob alle Befestigungs- komponenten (Festpunkte, Baukörperanbindungen, Befesti- gungsabstände) entsprechend der Montagerichtlinien montiert wurden.Planungsstand (Dimensionen, rohrführung) ausgeführt wurde. Überprüfung des notablaufsystems. anzahl, Positionen und

Überprüfung des notablaufsystems. anzahl, Positionen und Dimensionen von attikaöffnungen.entsprechend der Montagerichtlinien montiert wurden. Bei notentwässerung durch ein separates rohrsystem über-

Bei notentwässerung durch ein separates rohrsystem über- prüfen, dass das rohrsystem auf eine schadlos überflutbare Fläche abgeleitet wird. (Das notentwässerungssystem darf nicht an das kanalnetz angeschlossen werden).anzahl, Positionen und Dimensionen von attikaöffnungen. Die Dachfläche und Dachabläufe müssen vor der inbetrieb-

Die Dachfläche und Dachabläufe müssen vor der inbetrieb- nahme gereinigt werden. Hierbei sind die Dachabläufe auf Voll- ständigkeit zu überprüfen. Bei fehlenden Bauteilen sind diese zu ersetzen.darf nicht an das kanalnetz angeschlossen werden). Bei Dachabläufen für notentwässerungen muss geprüft

Bei Dachabläufen für notentwässerungen muss geprüft werden, ob der anstauring entsprechend der Planung montiert wurde.Bei fehlenden Bauteilen sind diese zu ersetzen. 2.3.10.2. Wartung gemäß Din 1986-30 sind bei

2.3.10.2. Wartung

gemäß Din 1986-30 sind bei Dachentwässerungen mindestens folgende Wartungsarbeiten durchzuführen:

Die Dachfläche und die Dachabläufe sind regelmäßig zu warten. Hierzu gehören z. B. die reinigung der Dachfläche und der Dachabläufe bzw. Überläufe (attikaöffnungen). Die Voll- ständigkeit der Dachabläufe ist zu prüfen. Fehlende Bauteile müssen ersetzt werden.mindestens folgende Wartungsarbeiten durchzuführen: Bei den Dachabläufen muss geprüft werden, ob der Zulauf

Bei den Dachabläufen muss geprüft werden, ob der Zulauf frei möglich ist. Hierzu kann z. B. bei dem Dachablauftyp QS-Pe-75 der revisionsdeckel entfernt werden. alle Bauteile müssen nach den Wartungsarbeiten wieder montiert werden.ist zu prüfen. Fehlende Bauteile müssen ersetzt werden. Die Wartung (besonders die reinigung) ist mindestens zweimal

Die Wartung (besonders die reinigung) ist mindestens zweimal jährlich durchzuführen. Je nach örtlichen Bedingungen (z. B. Baumbestand) muss die Wartungshäufigkeit angepasst werden.werden. alle Bauteile müssen nach den Wartungsarbeiten wieder montiert werden. GebäuDetechnik Technisches Handbuch 15

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Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream Wavin QuickStream Dachabläufe 3. Systembeschreibung Dachabläufe 3.1.

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Wavin QuickStream Dachabläufe

3. Systembeschreibung Dachabläufe

3.1. Dachabläufe

Für Dachentwässerungen mit Druckströmung sind spezielle Dachabläufe erforderlich. Durch so genannte Funktionselemente wird verhindert, dass luft mit in das entwässerungssystem geführt wird. Wavin QuickStream Dachabläufe entsprechen der Din 1986-100. Diese norm sagt aus, dass Dachabläufe in Druckentwässerungsanlagen nach der Din en 1253 geprüft und zugelassen sein müssen.

Über dem Dachablauf befindet sich im Betrieb der Druckentwäs- serungsanlage eine Wassersäule. Die ablaufleistung des ablaufs

ist immer in Verbindung mit der Wassersäule (anstauhöhe) auf dem Dach zu beurteilen. Mit zunehmender anstauhöhe auf dem Dach steigt die entwässerungsleistung der abläufe und die statische Belastung des Daches. eine der wichtigsten Planungs- aufgaben ist es, die maximal zulässige Dachbelastung nicht zu überschreiten. Die gesamte resultierende anstauhöhe (Hauptent- wässerung + notentwässerung + Fließweg zur notentwässerung) muss bei der Planung berücksichtigt werden. Die resultierenden anstauhöhen ergeben sich aus den spezifischen ablaufdia- grammen der Dachabläufe (s. Seite 19, abb. 19).

H1 = anstauhöhe Hauptentwässerung H2 = anstauhöhe notentwässerung H3 = maximale anstauhöhe
H1 = anstauhöhe Hauptentwässerung
H2 = anstauhöhe notentwässerung
H3 = maximale anstauhöhe

Abb. 18: Anstauhöhen

3.1.1. Planungsgrundlagen (Anzahl/ Positionen) von Dachabläufen

Jeder durch die Dachkonstruktion vorgegebene tiefpunkt muss mindestens einen Dachablauf erhalten.Planungsgrundlagen (Anzahl/ Positionen) von Dachabläufen es muss geprüft werden, ob weitere tiefpunkte bedingt durch

es muss geprüft werden, ob weitere tiefpunkte bedingt durch die Dachkonstruktion entstehen (z. B. durch große Binderab- stände bei trapezblechdächern, vorgefertigte Dämmkonstruk- tion, Durchbiegung der Dachfläche).tiefpunkt muss mindestens einen Dachablauf erhalten. konstruktionsbedingte aufteilung der Dachflächen z. B.

konstruktionsbedingte aufteilung der Dachflächen z. B. durch lichtöffnungen, gebäudewände, Brandwände müssen berücksichtigt werden.Dämmkonstruk- tion, Durchbiegung der Dachfläche). Wenn sich die Dachabläufe in einem linearen tiefpunkt ohne

Wenn sich die Dachabläufe in einem linearen tiefpunkt ohne nennenswerte Höhendifferenzen befinden, sollte der maximale abstand der Dachabläufe (Hauptablaufsystem) 20 m nicht überschreiten.gebäudewände, Brandwände müssen berücksichtigt werden. Die maximale ablaufleistung der Dachabläufe muss betrachtet

Die maximale ablaufleistung der Dachabläufe muss betrachtet werden. Die resultierenden anstauhöhen (H1 – H3) müssen berücksichtigt werden.Dachabläufe (Hauptablaufsystem) 20 m nicht überschreiten. Besonderheit Notentwässerung: Um zu berücksichtigen, dass

Besonderheit Notentwässerung:

Um zu berücksichtigen, dass durch den Fließweg zum notab- lauf bzw. Überlauf die maximal erlaubte Dachbelastung nicht überschritten wird, ist mit der Überarbeitung der Din 1986-100 folgende regelung getroffen worden:

ist der Fließweg zum notablauf/notüberlauf länger als 10 m, muss die erforderliche anstauhöhe (siehe leistungsdiagramm) verdop- pelt werden. Hiermit wird berücksichtigt, dass sich durch das Fließverhalten zum notüberlauf/notablauf eine natürliche Höhen- differenz ergibt. Diese Höhendifferenz muss beim Überschreiten der abstandsregelungen berücksichtigt werden.

 

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3.2. Zubehörteile Dachabläufe

3.2.1. Anstauringe

3.2. Zubehörteile Dachabläufe 3.2.1. Anstauringe Wird ein Wavin QuickStream Dachablauf für ein notentwässe-

Wird ein Wavin QuickStream Dachablauf für ein notentwässe- rungssystem benötigt, ist es erforderlich, die einlaufhöhe des regenwassers an das Hauptentwässerungssystem anzupassen. Der aufstauring verhindert, dass bereits bei normalen regenereig- nissen Wasser in das notablaufsystem eindringt. Bei einsatz des aufstaurings wird der standardmäßig mitgelieferte

Pressdichtungsflansch nicht benötigt. Der Pressdichtungsflansch ist gegen den aufstauring auszutauschen. Seitlich am aufstau- ring sind umlaufende Höhenmarkierungen angebracht. Je nach erforderlicher aufstauhöhe der Hauptentwässerungen kann der aufstauring in der Höhe abgesägt werden.

3.2.2. Beheizung der Dachabläufe

i z u n g d e r D a c h a b l ä

Wavin QuickStream Dacheinläufe können mit einem automa- tischen Heizsystem ausgestattet werden. ein Heizsystem verhin- dert, dass der Dacheinlauf bei eisregen, überfrierendem Schmelz- wasser oder Schnee zufriert. Über einen eingebauten tempera- turfühler wird automatisch die Heizspirale eingeschaltet, wenn die Umgebungstemperatur unter + 4 °c sinkt. Das Heizelement wird zwischen grundkörper und Wärmedämmung installiert. ein Heiz- element hat eine leistung von 3 Watt im Stand-by-Modus und 18 Watt im Heizbetrieb; 230 Vac einphasenstrom. Der typ PM 907000 ist ein Heizelement, das die Heizleistung selbst- ständig in abhängigkeit von der temperatur des einlasses der äußeren Umgebung anpasst, ohne dass ein eigenständiges externes Steuersystem montiert werden muss.

Technische Daten:

Heizleistung:

3/18 W.

Versorgungsspannung: 230 V/~50 Hz Stromversorgung mit Wechselstrom

Schutzklasse:

iP – X7

länge anschlusskabel:

1,5 m

3.2.3. Dampfsperre mit Entwässerungsanschluss

230 mm
230 mm
1,5 m 3.2.3. Dampfsperre mit Entwässerungsanschluss 230 mm Falls aufgrund von regenereignissen die bauseitige

Falls aufgrund von regenereignissen die bauseitige Dach-Wärme- dämmung nicht verlegt werden kann, so verhindert die Wavin QS-Dampfsperre mit entwässerungsanschluss eine Verzögerung der Montagearbeiten. Bei der Verwendung/Montage der Dampf- sperre mit entwässerungsanschluss wird das standardmäßig mitgelieferte Dampfsperrenunterteil nicht benötigt. Das Dampf- sperrenunterteil ist gegen die Dampfsperre mit entwässerungs- anschluss auszutauschen. auf diese Weise kann ohne zeitliche Verzögerung mit der Montage der rohrleitungen begonnen werden. Das Spitzende des Formteils kann mit einer elektro- schweißmuffe an das rohrsystem angeschlossen werden.

Beim einsatz der Dampfsperre mit entwässerungsanschluss (siehe unten) ist in jedem Fall die anschlussleitung gegen absinken zu sichern.

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Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream Wavin QuickStream Dachabläufe 3.2.4. Provisorischer Verschluss für den

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3.2.4. Provisorischer Verschluss für den Dachablauftyp QS-PE-75

Provisorischer Verschluss für den Dachablauftyp QS-PE-75 Der kombiadapter 75-70/50-40 (Hersteller crassus/Purmo) kann

Der kombiadapter 75-70/50-40 (Hersteller crassus/Purmo) kann genutzt werden, um kurzzeitig den Dachablauf zu verschießen (z.B. bei Schweißarbeiten). er wird von oben in den grundkörper gesteckt (siehe Seite 19, Bauteil 8). auf der gegenseite kann ein rohrstück Ø 50 mm eingesteckt werden. Somit ist der einlauf verschlossen, aber bei einem Starkregenereignis kann regen- wasser ab einer bestimmten Höhe durch das rohrstück Ø 50 mm abfließen. eine Detailbeschreibung der Montage kann über die Projektabteilung oder den außendienstmitarbeiter ange- fordert werden.

Der kombiadapter befindet sich nicht im Wavin lieferprogramm. er kann jedoch über den Fachgroßhandel bestellt werden.

artikelnummer Hersteller: 3103660 (crassus/Purmo)

3.2.5. Verstärkungsbleche

. V e r s t ä r k u n g s b l e

Bei Durchdringungen von Dächern in leichtbauweise (trapez- dächer), z.B. für einen Dachablauf, sind in der Din 18807-3 anforderungen beschrieben, wie die Durchdringungen stabilisiert werden sollten. Durch ein Stahlblech (600/600/1,5 mm), mittig auf der Durchdringung befestigt, gelten diese anforderungen als erfüllt.

3.2.6. Bitumen-Anschlussblech

t u m e n - A n s c h l u s s b

Mittels Bitumen-anschlussblech kann eine Verbindung zwischen stärkeren Bitumenbahnen (z. B. 5,2 mm) und dem los-/Fest- flansch vom Dachablauftyp QS-Pe-75 hergestellt werden. Die Bitumenbahn wird auf das Bitumen-anschlussblech aufgebracht und anschließend in die los-/Festflanschkonstruktion, entspre- chend der Montageanleitung, eingebaut.

3.2.7. Brandschutzsets Dach/Halle

s c h u t z s e t s D a c h / H

anforderungen an den baulichen Brandschutz bei Dächern, nach industriebaurichtlinie bzw. Din 18234, können durch die Wavin Brandschutzsets erfüllt werden. Die Brandschutzsets sind jeweils in 3 verschiedenen ausführungen lieferbar (je nach trapezblechart – siehe Seite 37 lieferprogramm Dachablauf-Zubehör).

Anwendungsbeschreibung s. Seite 21 – 22.

Lieferumfang Wavin Brandschutzset Dach:

4 Vollsickenfüller (Dichte 150 kg/m³)

4

Vollsickenfüller (Dichte 150 kg/m³)

Verstärkungsblech nach Din 18807-3.

Verstärkungsblech nach Din 18807-3.

Dampfsperrenanschluss 75 mm

Dampfsperrenanschluss 75 mm

nichtbrennbarer Dämmkörper (400/400/80 mm)

nichtbrennbarer Dämmkörper (400/400/80 mm)

Befestigungsset

Befestigungsset

Lieferumfang Wavin Brandschutzset Halle:

1 Vollsickenfüller (Dichte 150 kg/m³)

1

Vollsickenfüller (Dichte 150 kg/m³)

Halteblech

Halteblech

Brandschutzmanschette

Brandschutzmanschette

Befestigungsset

Befestigungsset

 

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Wavin QuickStream Dachabläufe

3.3. Dachabläufe

3.3.1. Dachablauf QS-PE-75

Werkstoff:

Polyethylen (Pe)

Ausführungen:

Warmdach (artikel: 90.15.0000) kaltdach (artikel: 90.15.0100)

Anschluss:

75 mm Pe-rohr. Verbindung über elektro- schweißmuffe oder Spiegelschweißverbindung

Zulassung:

Din en 1253

Zulassungsnummer:

lga nr. 5361031

Leistung:

17,2 l/s (55 mm)

Widerstandsbeiwert:

0,26

Dachausschnitt:

l/s (55 mm) Widerstandsbeiwert: 0,26 Dachausschnitt: Geprüfte Anschlussfolien: PVc Bitumen Bitumen FPo 1,5 mm

Geprüfte Anschlussfolien: PVc Bitumen Bitumen FPo

1,5 mm 4,0 mm 5,0 mm (mit Bitumen-anschlussblech) 1,8 mm

FPo 1,5 mm 4,0 mm 5,0 mm (mit Bitumen-anschlussblech) 1,8 mm QS-PE-75: Ablaufleistung nach DIN EN

QS-PE-75: Ablaufleistung nach DIN EN 1253

1,8 mm QS-PE-75: Ablaufleistung nach DIN EN 1253 60 50 40 30 20 10 0 0,00
60 50 40 30 20 10 0 0,00 2,00 4,00 6,00 8,00 10,00 12,00 14,00
60
50
40
30
20
10
0
0,00
2,00
4,00
6,00
8,00
10,00
12,00
14,00
16,00
18,00
Überstau in mm

Ablaufleistung in l/s

Abb. 19: Leistungsdiagramm QS-PE-75 (nach DIN EN 1253)

Zubehörteile QS-PE-75:

QS-PE-75 (nach DIN EN 1253) Zubehörteile QS-PE-75: Anstauring für den Einsatz als Notentwässerung

Anstauring für den Einsatz als Notentwässerung

QS-PE-75: Anstauring für den Einsatz als Notentwässerung Dachablaufheizung 230 V/12 W 230 mm Dampfsperre mit
QS-PE-75: Anstauring für den Einsatz als Notentwässerung Dachablaufheizung 230 V/12 W 230 mm Dampfsperre mit
QS-PE-75: Anstauring für den Einsatz als Notentwässerung Dachablaufheizung 230 V/12 W 230 mm Dampfsperre mit

Dachablaufheizung 230 V/12 W

Einsatz als Notentwässerung Dachablaufheizung 230 V/12 W 230 mm Dampfsperre mit Entwässerungsanschluss
230 mm
230 mm

Dampfsperre mit Entwässerungsanschluss

230 V/12 W 230 mm Dampfsperre mit Entwässerungsanschluss Brandschutzsets technisches Handbuch

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Verstärkungsblech

19

Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream Wavin QuickStream Dachabläufe 3.3.2. Einbaubeispiele/Artikelübersicht

Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream

Wavin QuickStream Dachabläufe

3.3.2. Einbaubeispiele/Artikelübersicht Dachablauf QS-PE-75

2 10 9 11 14
2
10
9
11
14

Abb. 20: QS-PE-75 Warmdach-Hauptentwässerung

2 5 10 9 11 14
2
5
10
9
11
14

Abb. 21: QS-PE-75 Warmdach-Notentwässerung

5 10 9 11 14 Abb. 21: QS-PE-75 Warmdach-Notentwässerung Abb. 22: QS-PE-75 Warmdach mit Gründachschicht 1

Abb. 22: QS-PE-75 Warmdach mit Gründachschicht

1 2 3 4 6 5 7 8 9 10 11 12 11 13 14
1
2
3
4
6
5
7
8
9
10
11
12
11
13
14
15
1
revisionsdeckel (90150002)
2
kies/laubfangkorb (90150003)
3
Schraubenset (90150007)
4
Pressdichtungsflansch (03162540)
5
anstauring (alternativ zu
notentwässerung)
(optional 90150150)
4
bei
6
6

Dachfolie (bauseits)

7
7

Dichtring (03162532)

8
8

grundkörper (90150001)

9
9

Dämmblock B2 (90150005) (alternativ Dämmblock a1 – 03166287)

10
10

Wärmedämmung (bauseits)

11
11

Dampfsperrenanschluss (90150010) (oberteil/Unterteil)

12
12

Dampfsperre (bauseits)

13
13

Dampfsperre mit entwässerungs-anschluss (optional 90150170)

14
14

Verstärkungsblech (optional 03134060)

15
15

trapezdach/Betondach (bauseits)

 

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3.3.3. Baulicher Brandschutz nach DIN 18234

anforderungen an den baulichen Brandschutz großflächiger Dächer (> 2500 m²) werden in der Din 18234 beschrieben. Ziel dieser richtlinie ist es, die Brandausbreitung durch Öffnungen (z.B. Durchführung Dachabläufe oder lichtkuppeln) auf die brennbaren Dämmstoffe (isolierung) zu behindern. Wavin- Dachabläufe werden nach der Din 18234 in die kategorie „kleine Durchdringungen“ eingeordnet. Planungsdetails und anforde- rungen sind der Din 18234 zu entnehmen, bzw. mit der verant- wortlichen Planungsstelle abzustimmen.

Die brandschutztechnischen Anforderungen unterteilen sich in 4 Anwendungsbereiche:

1 großflächige Dächer mit anforderungen an die Feuerwider- standsdauer, Brandbelastung von unten.

2 großflächige Dächer ohne anforderungen an die Feuerwider- standsdauer, Brandbelastung von unten.

3 Montage in Decken mit anforderungen an die Feuerwider- standsdauer im abstand 5 m von einer aufgehenden Fassade mit Öffnungen (türen, Fenster), Brandbelastung von oben und unten.

4 Montage in Decken mit anforderungen an die Feuerwider- standsdauer im abstand > 5 m von einer aufgehenden Fassade mit Öffnungen (türen, Fenster), Brandbelastung von unten.

3.3.3.1. Anforderungen an den Dachaufbau bzw. an das Trapezblech im Dämmungs- bereich (Anwendungsbereiche 1 – 4)

nach Din 18234 sind bei Dachdurchdringungen, unabhängig von der Materialart der Dachabläufe, konstruktive Maßnahmen im Durchführungsbereich erforderlich. Hierzu gehört, dass der Durchführungsbereich durch 4 Vollsickenfüller (nichtbrennbar, Schmelzpunkt > 1000 °c mit einer Dichte von 150 kg/m³, länge 12 cm) geschützt wird. Hierdurch wird eine Brandausbreitung durch die tiefsicken der trapezbleche behindert. Die Vollsicken- füller werden mit der außenkante des Verstärkungsblechs (nach Din 18807) bündig in die tiefsicken des trapezblechs eingelegt. im Bereich von 1 m · 1 m um den Durchführungsbereich darf keine brennbare Dämmung eingesetzt werden.

Hinweis:

Der standardmäßig im lieferumfang enthaltene Dämmkörper für den Dachablauftyp QS-Pe-75 (Warm- und kaltdach) darf nicht bei den oben genannten anforderungen montiert werden.

%

$ ! § § " § §
$
!
§
§
" §
§

! trapezblech " Durchführungsbereich § Vollsickenfüller $ Verstärkungsblech nach Din 18807 % Befestigung nach Din 18807

Abb. 23:

technisches Handbuch Druckentwässerungssystem September 2011

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1 m ! " § 1 m
1 m
!
"
§
1 m

! Wärmedämmung nicht brennbar (1 m · 1 m) – Durchführung mittig

" nicht brennbarer Dachablauf-Dämmblock (400 mm · 400 mm · 80 mm)

§ Unterfütterung Dachablaufdämmkörper

Abb. 24:

3.3.3.2. Anforderungen an den Dachaufbau bzw. an das Trapezblech im Hallenbereich (Anwendungsbereiche 1, 3, 4)

Bei Dachdurchführungen aus brennbaren Baustoffen durch Dächer mit anforderungen an die Feuerwiderstandsdauer muss der Durchführungsbereich mit einer Brandschutzmanschette geschützt werden. Die Brandmanschette wird mit Maschinen- schrauben (M8) an einem Brandschutz-Halteblech befestigt. Das Halteblech wird im Hallenbereich an dem trapezblech befestigt. Der Hohlraum oberhalb des Halteblechs muss mit Vollsickenfüller (nicht brennbar, Schmelzpunkt > 1000 °c mit einer Dichte von 150 kg/m³) ausgefüllt werden.

Hinweis:

Die anforderungen wie unter 5.3.1. sind zusätzlich zu dieser Beschreibung erforderlich.

§ ! & " $ %
§
!
&
"
$
%

! Brandschutz-Halteblech

" Befestigung Halteblech an das trapezdach

§ Vollsickenfüller (nicht brennbar, Schmelzpunkt > 1000 °c, Dichte 150 kg/m³)

$ Brandmanschette mit Zulassung des DiBt % Pe-rohrleitung (Dachablauf-anschluss) & kennzeichnungsschild

Abb. 25:

GebäuDetechnik Technisches Handbuch

21

Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream Wavin QuickStream Dachabläufe 3.3.3.3. Anforderung bei Montage in Decken mit

Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream

Wavin QuickStream Dachabläufe

3.3.3.3. Anforderung bei Montage in

Decken mit Anforderungen an die Feuer- widerstandsdauer im Abstand 5 m von einer aufgehenden Fassade mit Öffnungen (Türen, Fenster), Brandbelastung von oben und unten (Anwendungsbereich 3)

Durch diese anforderung soll die Brandausbreitung über die aufgehende Fassade (mit Öffnungen z. B. türen oder Fester) in den Hallenbereich behindert werden. in diesem Fall soll durch metallische abdeckhauben behindert werden, dass bren- nende Bauteile durch den Dachablauf in einen zu schützenden Bereich fallen können. Die Durchführung in den Hallenbereich darf mit brennbaren Baustoffen (Baustoffklasse B2) erfolgen. im Hallenbereich sind die konstruktiven Maßnahmen (wie im anwen- dungsbereich 1, 3, 4 beschrieben) erforderlich.

Hinweis:

Die anforderungen wie unter 5.3.1. und 5.3.2. sind zusätzlich zu dieser Beschreibung erforderlich.

Außenwand mit Öffnungen (Fenster, Türen) < 5 m
Außenwand mit Öffnungen
(Fenster, Türen)
< 5 m

3.3.3.4. Systemlösung Brandschutzsets

gemäß den Anforderungen nach DIN 18234

Wavin bietet für die oben beschriebenen anforderungen im Zubehörprogramm/Dachabläufe (siehe Seite 37) passende Systemlösungen für unterschiedliche trapezblechabmessungen. (Montageanleitungen finden Sie im Downloadbereich unter www.wavin.de).

Die Brandschutzsets sind jeweils abgestimmt auf folgende trapezblechtypen:

sind jeweils abgestimmt auf folgende trapezblechtypen: Typ 135/310 Typ 150/280 Typ 165/250 Quelle:

Typ 135/310

abgestimmt auf folgende trapezblechtypen: Typ 135/310 Typ 150/280 Typ 165/250 Quelle: trapezblechzeichnungen:

Typ 150/280

auf folgende trapezblechtypen: Typ 135/310 Typ 150/280 Typ 165/250 Quelle: trapezblechzeichnungen: Fischer Profil

Typ 165/250

Quelle: trapezblechzeichnungen: Fischer Profil gmbH, www.fischerprofil.de.

Brandschutzsets Dach

Profil gmbH, www.fischerprofil.de. Brandschutzsets Dach Lieferumfang: 4 Vollsickenfüller (Dichte 150 kg/m³)

Lieferumfang:

4 Vollsickenfüller (Dichte 150 kg/m³)

4

Vollsickenfüller (Dichte 150 kg/m³)

Verstärkungsblech nach Din 18807-3

Verstärkungsblech nach Din 18807-3

Dampfsperrenanschluss 75 mm

Dampfsperrenanschluss 75 mm

nicht brennbarer Dämmkörper (400 mm · 400 mm · 80 mm)

nicht brennbarer Dämmkörper (400 mm · 400 mm · 80 mm)

Befestigungsset nach Din 18807-3

Befestigungsset nach Din 18807-3

alle Dämmmaterialien in nicht brennbarer ausführung. Schmelzpunkt > 1000 °c, Dichte 150 kg/m³.

Brandschutzsets Halle

> 1000 °c, Dichte 150 kg/m³. Brandschutzsets Halle Lieferumfang: 1 Vollsickenfüller (Dichte 150 kg/m³)

Lieferumfang:

1 Vollsickenfüller (Dichte 150 kg/m³)

1

Vollsickenfüller (Dichte 150 kg/m³)

Halteblech

Halteblech

Brandschutzmanschette

Brandschutzmanschette

Befestigungsset

Befestigungsset

alle Dämmmaterialien in nicht brennbarer ausführung. Schmelzpunkt > 1000 c°, Dichte 150 kg/m³.

 

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Wavin QuickStream Befestigungstechnik

4. Wavin QuickStream Systembeschreibung Befestigung

4.1. Befestigungssystem

Bei Dachentwässerungen mit Druckströmung entstehen, neben ausdehnungskräften der Pe-rohrleitungen, insbesondere große dynamische kräfte, resultierend aus den hohen geschwindig- keiten in Verbindung mit großen Volumenströmen. Das Befesti- gungssystem muss so dimensioniert sein, dass alle resultierenden kräfte sicher aufgenommen werden.

Durch ein externes, akkreditiertes ingenieurbüro hat Wavin den nachweis erhalten, dass das Wavin QuickStream Befestigungs- system für den einsatz in Druckentwässerungen geeignet ist. alle kräfte (statische, dynamisch und thermisch resultierte Beanspruchungen), die im Betrieb einer Druckentwässerung entstehen, werden sicher durch das Befestigungssystem aufge- nommen. Somit entspricht das System den anforderungen der Din 1986-100.

Wavin hat resultierend aus der jahrzehntelangen erfahrung ein innovatives Schnellmontage-Befestigungssystem entwickelt. Das Befestigungssystem zeichnet sich durch eine besonders einfache Montage aus. Durch eine spezielle Schellenkonstruktion, in die das Pe-rohrsystem gelegt wird, ist ein Herabfallen der rohr- leitungen ausgeschlossen. Dies vereinfacht die Montage wesent- lich.

Vorteile Wavin QuickStream Befestigungssystem:

geprüftes System von 40 – 315 mmwesent- lich. Vorteile Wavin QuickStream Befestigungssystem: Montage mit wenigen Werkzeugen Zeitersparnis bei der Montage

Montage mit wenigen WerkzeugenBefestigungssystem: geprüftes System von 40 – 315 mm Zeitersparnis bei der Montage Spezielle auflage in den

Zeitersparnis bei der MontageSystem von 40 – 315 mm Montage mit wenigen Werkzeugen Spezielle auflage in den rohrschellen Schienenverbindungen

Spezielle auflage in den rohrschellenMontage mit wenigen Werkzeugen Zeitersparnis bei der Montage Schienenverbindungen sind längskraftschlüssig Von 40 –

Schienenverbindungen sind längskraftschlüssigbei der Montage Spezielle auflage in den rohrschellen Von 40 – 315 mm gleich bleibender abstand

Von 40 – 315 mm gleich bleibender abstand (35 mm) der Schienen zum rohrrohrschellen Schienenverbindungen sind längskraftschlüssig einrastung Schelle Schiene rohrleitung auflage für

mm gleich bleibender abstand (35 mm) der Schienen zum rohr einrastung Schelle Schiene rohrleitung auflage für
einrastung Schelle Schiene rohrleitung auflage für rohrleitung
einrastung Schelle
Schiene
rohrleitung
auflage für rohrleitung
Schelle Schiene rohrleitung auflage für rohrleitung Schiene 41/62 Schiene 30/45 Schiene 30/30 35 mm 35 mm
Schiene 41/62 Schiene 30/45 Schiene 30/30 35 mm 35 mm Ø 40 – 160 mm
Schiene 41/62
Schiene 30/45
Schiene 30/30
35 mm
35 mm
Ø 40 – 160 mm
Ø 200 – 250 mm
Ø 315 mm

Festpunktkonstruktionen:

Mindestens alle 10 m wird im entwässerungssystem ein Fest- punkt angeordnet. Über den Festpunkt werden die kräfte, z. B. aus der längenausdehnung, in das Schienensystem abgeleitet bzw. über das Schienensystem in den Baukörper abgegeben. Die Befestigungsmaterialien müssen für diese kräfte geeignet sein. aus diesem grund umfasst das Wavin QuickStream Befesti- gungssystem, je nach rohrdimension, 3 unterschiedliche anker- schienen (mitlaufende Schienen oberhalb der rohrleitung) mit entsprechendem Zubehör (Verbinder, aufhängungen usw.).

typ 1) Dimension 40 – 160 mm

– Schienenabmessung 30/30 mm

typ 2) Dimension 200 – 250 mm

– Schienenabmessung 30/45 mm

typ 3) Dimension 315 mm

– Schienenabmessung 41/62 mm

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Festpunkte können sehr einfach mittels Festpunkt-einlegeschalen hergestellt werden. aufwendiges anordnen von Schweißmuffen (beidseitig) ist nicht erforderlich. Die einlegeschalen werden in die rohrschelle eingelegt, und anschließend wird die rohrschelle fest angezogen. auch das nachträgliche Herstellen einer Festpunkt- konstruktion ist ohne großen aufwand möglich.

GebäuDetechnik Technisches Handbuch

23

Dachablauf

Festpunkt montiert

FPGPGPFP

1 2 34

30/30 – 30/30

30/30 – 30/45

30/45 – 30/45

41/62 – 41/62

gewindeanschluss

rohrschelle mit

trapezanhänger

gewindestange

M 10

Dachablauf

rohrbefestigung

5

gewindestange M 10 Dachablauf rohrbefestigung 5 Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream Wavin

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Wavin QuickStream Befestigungstechnik

4.2. Wavin QuickStream Befestigungskomponenten

trapezaufhänger gewindestangen M 10 2 Bauteil Schienenaufhängung
trapezaufhänger
gewindestangen M 10
2
Bauteil Schienenaufhängung
4 Bauteil Festpunkt
4
Bauteil Festpunkt
1 Schienenverbindungen
1
Schienenverbindungen
3 30/30 30/45 6 41/62 3 ankerschienen 6 6 Bauteil Fallleitungsbefestigung, rohrschelle mit Halteplatte
3
30/30
30/45
6
41/62
3
ankerschienen
6
6
Bauteil Fallleitungsbefestigung,
rohrschelle mit Halteplatte
Fallleitungsbefestigung, rohrschelle mit Halteplatte ablauf-anschlussleitung 2 5   Hotline tecHnik:
Fallleitungsbefestigung, rohrschelle mit Halteplatte ablauf-anschlussleitung 2 5   Hotline tecHnik:
ablauf-anschlussleitung 2 5
ablauf-anschlussleitung
2
5
 

Hotline tecHnik:

Hotline Marketing:

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4.3. Übersicht Befestigungsregeln

eine ausführliche Beschreibung der Befestigungskomponenten befindet sich auf den Folgeseiten

Befestigungsabstände Da X Y T Ablauf-Anschlussleitung > 0,8 m – 2 m (Befestigung ohne Ankerschiene)
Befestigungsabstände
Da
X
Y
T
Ablauf-Anschlussleitung > 0,8 m – 2 m
(Befestigung ohne Ankerschiene)
Ist der Abstand der ersten Befestigung (am Ablauf) zur
Sammelleitung kleiner als das Maß „X“, ist keine zweite
Rohrschelle erforderlich.
FP = Festpunkt
GP = Gleitpunkt
mm
mmm
40
0,80
0,90
2,00*
Ablauf-Anschlussleitung ≤ 0,8 m
(keine Befestigung)
Ablauf-Anschlussleitung > 2,0 m
(Befestigung mit Ankerschiene)
50
0,80
0,90
2,00*
56
0,80
0,90
2,00*
63
0,80
0,90
2,00*
X
0)(TSEntspannungsleitung
Y
Y
75
0,80
1,20
2,00*
„T“ (siehe Seite 26/27) min. 0,3 mAbstand
Abstand „T“ (siehe Seite 26/27)
90
0,90
1,40
2,00*
Y
m10max.FestpunktAbstand
110
1,10
1,70
2,00*
88,5°-Bogen
88,5°-Bogen
88,5°-Bogen
125
1,25
1,90
2,00*
T
≤ 0,8 m
> 0,8 m bis 2,0 m
X
X
160
1,60
2,40
2,00*
> 2,0 m
*
200
2,00
3,00
2,00*
250
2,00
3,00
2,00*
315
2,00
3,00
2,00*
Abstand Rohrschellen
horizontal
Abstand Rohrschellen
vertikal
Abstand Ankerschienen-
befestigung
Die Ankerschiene muss
im Abstand von max.
0,3 m hinter dem Fest-
punkt befestigt werden.
A
A
max. 0,3 mmax.
0,3 m
Abstand „T“ (s. Hinweis 1)
Schienenkupplung A
FP
FPGPGP
FP
GP
FP
XX
X
X
X
Abstand Festpunkt max. 10 m
FP
Festpunktkonstruktionen:
Baukörperanbindungen:
Um einenen Festpunkt herzustellen, werden die Festpunkteinlegeschalen in die Rohrschellen eingelegt
und angezogen.
Um die Ankerschienen gegen axiale Bewegungen zu sichern,
sind in folgenden Situationen bauseitige Baukörperanbindungen herzustellen:
Bei den Dimensionen 40 – 250 mm wird eine Einlegeschale, bei der Dimension 315 mm werden
Bei Unterbrechung der Ankerschiene
2 Einlegeschalen benötigt.
Bei Umlenkungen (Sammelleitung)
Bei der Festpunktmontage an Schweißverbindungen darf die Schelle mit der Einlegeschale erst nach der
Maximaler Abstand zwischen 2 Leitungen = 12 m
Abkühlzeit der Schweißverbindung angezogen werden.
Nur bei Teilstrecken > 2,0 m erforderlich
GP
Maximaler Abstand zwischen 2 Festpunkten = 10 m
Vor und nach Abzweigen/Bögen/Reduzierungen
Hinweis 1: Die Ankerschiene muss im Abstand von 0,3 m hinter dem Festpunkt befestigt werden.
Festpunkt
FP
mit Einlegeschale
Festpunkt
Festpunkt
Betonunterzu g
Unterzu g
mit Einlegeschale
mit Einlege-
schale
abgehende
Leitung

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25

Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream Wavin QuickStream Befestigungstechnik 4.4. Wavin QuickStream

Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream

Wavin QuickStream Befestigungstechnik

4.4. Wavin QuickStream Befestigungstechnik 4.4.1. Wavin QuickStream Befestigungsregeln

Rohrschellenabstände

Bei der Montage der rohrleitung an die ankerschiene mittels rohrschelle ist darauf zu achten, dass der maximale Befestigungsabstand nach tab. 2 nicht überschritten wird. Bei horizontalen rohrleitungen < 0,8 m sind keine rohrschellen/Schienen erforderlich.

Die folgenden angaben beziehen sich auf eine maximale temperaturdifferenz von 40 kelvin (temperaturunterschied zwischen Montage- temperatur des Pe-Materials und der zu erwartenden Betriebstemperatur). Bei größeren temperaturdifferenzen empfehlen wir den einsatz von langmuffen. – eine Beschreibung dieser Montage finden Sie im anhang (Seite 48).

Tab. 2: Max. horizontale/vertikale Befestigungsabstände (Abstand „T“), siehe auch Seite 25

Max. Befestigungsabstand (m)

DN

 

40

50

56

63

75

90

110

125

160

200

250

315

Horizontal – Umgebungstemperatur

0,8

0,8

0,8

0,8

0,8

0,9

1,1

1,25

1,6

2,0

2,0

2,0

Vertikal

0,9

0,9

0,9

0,9

1,2

1,4

1,7

1,90

2,4

3,0

3,0

3,0

Rohrschellenabstände bei Umgebungstemperaturen > 60 °C

Um zu verhindern, dass sich die rohrleitungen zwischen den Befestigungen (rohrschellen) durchbiegen, empfehlen wir bei Umge- bungstemperaturen > 60 °c folgende horizontale Befestigungsabstände. Die vertikalen Befestigungsabstände müssen nicht verringert werden (siehe tabelle 2).

Tab. 3: Max. horizontale Befestigungsabstände (Abstand „Y“), siehe auch Seite 25

Max. Befestigungsabstand (m)

DN

 

40

50

56

63

75

90

110

125

160

200

250

315

Horizontal

0,6

0,6

0,6

0,6

0,6

0,6

0,7

0,8

1,4

1,4

1,4

1,4

QuickStream Ankerschienen

Um den sicheren Betrieb der Druckentwässerungsanlage zu gewährleisten, ist eine mitlaufende Schiene oberhalb von Sammelleitungen > 2,0 m erforderlich. Für die verschiedenen rohrleitungsabmessungen sind verschiedene ankerschienentypen vorgesehen (siehe tab. 1).

Tab. 4:

Typ

Bezeichnung

Artikel-Nr.

Für Rohrdimension

Abmessungen (B/H)

Länge

typ 1

QS-ankerschiene 40 – 160

9650.5602

Dn

40 – Dn 160

30/30 mm

6,0 m

typ 2

QS-ankerschiene 200 – 250

0314.3147

Dn 200 – Dn 250

30/45 mm

6,0 m

typ 3

QS-ankerschiene 315

9650.5665

Dn 315

41/62 mm

6,0 m

315 9650.5665 Dn 315 41/62 mm 6,0 m Typ 1 Typ 2 Typ 3 30/30 mm
315 9650.5665 Dn 315 41/62 mm 6,0 m Typ 1 Typ 2 Typ 3 30/30 mm
315 9650.5665 Dn 315 41/62 mm 6,0 m Typ 1 Typ 2 Typ 3 30/30 mm

Typ 1

Typ 2

Typ 3

30/30 mm

30/45 mm

41/62 mm

Abb. 26: Ankerschienentypen

 

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4.4.2. Baukörperanbindungen

Um zu verhindern, dass sich die ankerschiene horizontal durch wirkende dynamische kräfte bewegen kann, ist alle 12 m eine feste Verbindung der ankerschiene mit dem Baukörper (z. B. Unterzüge) erforderlich.

Zusätzlich sollte bei Unterbrechungen (z. B. Umlenkungen) der ankerschiene an beiden enden der ankerschiene eine feste Verbindung zum Baukörper hergestellt werden. Die Baukörperanbindung erfolgt mit bauseitigem Material (siehe abb. 27 bis 29).

Wird das rohrsystem (ankerschiene mit rohr) einseitig mit temperatur belastet (z.B. Sonneneinstrahlung oder Wärmequellen in der Halle), empfehlen wir die ankerschiene in diesen Bereichen zusätzlich alle 5 m seitlich zu verstreben. Unser Projektteam steht ihnen gerne bei der realisierung unterstützend zur Seite.

ihnen gerne bei der realisierung unterstützend zur Seite. Abb. 27: Stahlbau Abb. 28: Betonunterzug Abb. 29:

Abb. 27: Stahlbau

der realisierung unterstützend zur Seite. Abb. 27: Stahlbau Abb. 28: Betonunterzug Abb. 29: Unterzug 4.4.3. QuickStream

Abb. 28: Betonunterzug

zur Seite. Abb. 27: Stahlbau Abb. 28: Betonunterzug Abb. 29: Unterzug 4.4.3. QuickStream

Abb. 29: Unterzug

4.4.3. QuickStream Festpunkt-Einlegeschalen

Zur einfachen und schnellen Herstellung von Festpunkten werden Festpunkt-einlegeschalen in die rohrschellen eingelegt. Bis zur rohrdimension 250 mm wird eine Festpunkt-einlegeschale eingesetzt, bei der Dimension 315 mm werden 2 Festpunkt-einlegeschalen pro Festpunkt eingesetzt (siehe abb. 20, 21). Der maximale abstand zwischen 2 Festpunkten (horizontal/vertikal) darf 10 m nicht über- schreiten.

Bei rohrleitungen 2,0 m sind keine Festpunkte erforderlich. Zusätzlich sind bei abzweigen, reduzierungen und richtungsänderungen (Bogen) Festpunkte (siehe abb. 30 – 32) anzubringen.

Bei abzweigen sind jeweils an allen 3 anschlussseiten Festpunkte herzustellen. Wenn die abgehende leitung am abzweig < 2 m lang ist, muss an dieser leitung kein Festpunk montiert werden (z. B. ablauf-anschlussleitungen).

Wird ein Festpunkt hergestellt, muss die ankerschiene in einem maximalen abstand von 0,3 m (siehe abb. 35) an der tragenden konstruktion befestigt werden (siehe abb. 30). Diese abhängung ist pro Formteil (abzweig, reduzierungen) nur einmal erforderlich. Da die mitlaufende ankerschiene bei Umlenkungen (Bogen) unterbrochen wird, soll in dieser Situation an beiden Seiten eine aufhängung angebracht werden.

Festpunkt

mit Einlegeschale

aufhängung angebracht werden. Festpunkt mit Einlegeschale Abb. 30: Seitenansicht Reduzierung Festpunkt mit

Abb. 30: Seitenansicht Reduzierung

Festpunkt mit Einlegeschale
Festpunkt
mit Einlegeschale

Abb. 31: Draufsicht Richtungsänderung

Festpunkt mit Einlegeschale abgehende Leitung
Festpunkt
mit Einlegeschale
abgehende Leitung

Abb. 32: Draufsicht Abzweig

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Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream Wavin QuickStream Befestigungstechnik Abb. 33: Festpunkt-Einlegeschale DN 40

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Wavin QuickStream Befestigungstechnik

Wavin QuickStream Wavin QuickStream Befestigungstechnik Abb. 33: Festpunkt-Einlegeschale DN 40 – DN 250 Abb. 34:

Abb. 33: Festpunkt-Einlegeschale DN 40 – DN 250

Abb. 33: Festpunkt-Einlegeschale DN 40 – DN 250 Abb. 34: Festpunkt-Einlegeschalen DN 315 (2 Einlegeschalen)

Abb. 34: Festpunkt-Einlegeschalen DN 315 (2 Einlegeschalen)

Ankerschienenaufhängung bei Festpunktschellen

Ankerschienenaufhängung bei Festpunktschellen Abb. 35: Schienenbefestigung an Festpunkten 1 Abstand
Abb. 35: Schienenbefestigung an Festpunkten 1 Abstand „T“ F F F F siehe Tab. 5,
Abb. 35: Schienenbefestigung an Festpunkten
1
Abstand „T“
F
F
F
F
siehe Tab. 5, Zeile 1
F: siehe Tab. 5,
Zeile 3
3
2
8

Abb. 36: Befestigungsübersicht (Erläuterungen vgl. Seite 25)

4.4.4. Befestigung der Ankerschiene 4.4.4.1. Befestigung der Ankerschiene am Baukörper (z. B. Trapezdach)

Die Befestigung der ankerschiene am Baukörper besteht aus der Schienenaufhängung, einer gewindestange und der anbindung an das tragende Bauteil. Der abstand der Schienenaufhängung darf gemäß tab. 5 nicht überschritten werden. Je nach Dachkonstruktion kann es jedoch erforderlich sein, den abstand zwischen den Befestigungen zu verringern. Vor ausführungsbeginn sollten die resul- tierenden lasten (s. tab. 5) an der tragenden konstruktion mit der verantwortlichen Planungsstelle abgestimmt werden. tab. 5 zeigt ebenfalls das gesamtgewicht der einzelnen rohrdimensionen, inklusive Vollfüllung und Befestigungsmaterial.

Tab. 5: Maximaler Abstand der Ankerschienenaufhängungen

Ankerschiene

Typ 1

Typ 2

Typ 3

DN*

40

50

56

63

75

90

110

125

160

200

250

315

Abstand „T“ (m)**

2,0

2,0

2,0

2,0

2,0

2,0

2,0

2,0

2,0

2,0

2,0

2,0

Gewicht (kg/m)***

3,4

4,2

4,7

5,4

6,7

8,8

12,1

15,0

23,3

35,8

54,6

86,9

F (kg/T)****

6,8

8,4

9,4

10,8

13,4

17,6

24,2

30,0

46,6

71,6

109,2

173,8

*

rohrdimension, die an der ankerschiene befestigt wird

**

***

maximaler abstand zwischen den einzelnen ankerschienenaufhängungen gewicht der rohrleitungen inklusive Vollfüllung und Befestigungsmaterial (gesamt)

**** resultierendes gewicht/Punktlast pro abhängung bei abhängungsabständen nach Zeile 2

 

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4.4.4.2. Befestigungsmöglichkeiten des Rohrsystems in Abhängigkeit zur maximalen Abhängelast

eine wichtige Planungsaufgabe ist die Beurteilung der resultie- renden lasten am trapezblechdach. Durch das gewicht der rohrleitungen im Betrieb entstehen Belastungen (gewichtsbelas- tungen am trapezblech). Die zulässige Belastung wird von der verantwortlichen Planungsstelle vorgegeben. anhand der tab. 6 kann auf unterschiedliche arten auf diese Vorgaben reagiert werden:

Einpunktaufhängungunterschiedliche arten auf diese Vorgaben reagiert werden: Je nach rohrleitungsgewicht und Befestigungsabstand

Je nach rohrleitungsgewicht und Befestigungsabstand entstehen gewichtsbelastungen. Diese resultierenden lasten bei maximalem Befestigungsabstand (2 m) sind in tabelle 5, Zeile 4 angegeben. Überschreiten die lasten die maximal mögliche gewichtsbelastung des trapezblechs, kann z. B. der Befesti- gungsabstand (siehe abb. 36 abstand „t“) reduziert werden. Somit wird die gewichtsbelastung pro abhängung reduziert.

Somit wird die gewichtsbelastung pro abhängung reduziert. Fin kg Abb. 37: Einpunkt-Abhängung Zweipunktaufhängung

Fin kg

wird die gewichtsbelastung pro abhängung reduziert. Fin kg Abb. 37: Einpunkt-Abhängung Zweipunktaufhängung analog zur

Abb. 37: Einpunkt-Abhängung

Zweipunktaufhängungabhängung reduziert. Fin kg Abb. 37: Einpunkt-Abhängung analog zur möglichen reduzierung der Befestigungsabstände

analog zur möglichen reduzierung der Befestigungsabstände wird bei Zweipunktabhängungen zusätzlich die last durch
analog zur möglichen reduzierung der Befestigungsabstände
wird bei Zweipunktabhängungen zusätzlich die last durch eine
quer laufende Schiene auf zwei Punkte (aufhängungen) aufge-
teilt. Das gewicht der rohrleitung bleibt unverändert. Die kräfte
werden allerdings auf die doppelte anzahl an aufhängungen
aufgeteilt und halbieren sich somit.
≥ 1,1
Fin
kg m
aufgeteilt und halbieren sich somit. ≥ 1,1 Fin kg m Abb. 38: Zweipunkt-Abhängung Hinweis

Abb. 38: Zweipunkt-Abhängung

somit. ≥ 1,1 Fin kg m Abb. 38: Zweipunkt-Abhängung Hinweis Ein-/Zweipunktaufhängungen Die mögliche

Hinweis Ein-/Zweipunktaufhängungen

Die mögliche gewichtsbelastung der trapezbleche wird oft in kg/Punkt bzw. kg/m² angegeben. Die Befestigungsabstände der ankerschienen können nicht beliebig reduziert werden. Das Dach wird in so genannte lastquadrate (1 m · 1 m) eingeteilt. Bei Befestigungsabständen < 1 m würde automatisch ein last- quadrat zweimal angegriffen bzw. belastet. Der Befestigungs- abstand und der abstand der lastverteilung (siehe Bild „Zwei- punktaufhängung“) sollten nie kleiner als 1,1 m sein und müssen in jedem Fall mit der verantwortlichen Planungsstelle abgestimmt werden, da die gewichtsbelastungen immer unter einbezie- hung weiterer gewerke (z. B. Heizung, lüftung) geprüft werden müssen.

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Druckentwässerungssystem Wavin QuickStream Wavin QuickStream Befestigungstechnik Tab. 6: Befestigungsabstände

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Tab. 6: Befestigungsabstände Lastabhängig

1

2

3

4

5

6

7

8

9

 

15

kg/m²

20 kg/m²

25 kg/m²

Abstand „T“

Abstand „T“

Abstand „T“

Da

F

Tmax

1-Punkt

2-Punkt

1-Punkt

2-Punkt

1-Punkt

2-Punkt

mm

kg/m

m

m

m

m

m

m

m

40

3,40

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

50

4,20

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

56

4,70

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

63

5,40

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

75

6,70

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

90

8,80

2,00

1,70

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

110

12,10

2,00

1,24

2,00

1,65

2,00

2,00

2,00

125

15,00

2,00

X

2,00

1,33

2,00

1,67

2,00

160

23,30

2,00

X

1,29

X

1,72

X

2,00

200

35,80

2,00

X

X

X

1,12

X

1,40

250

54,60

2,00

X

X

X

X

X

X

315

86,90

2,00

X

X

X

X

X

X

1

2

3

4

5

6

7

8

9

 

30

kg/m²

35 kg/m²

40 kg/m²

Abstand „T“

Abstand „T“

Abstand „T“

Da

F

Tmax

1-Punkt

2-Punkt

1-Punkt

2-Punkt

1-Punkt

2-Punkt

mm

kg/m

m

m

m

m

m

m

m

40

3,40

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

50

4,20

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

56

4,70

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

63

5,40

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

75

6,70

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

90

8,80

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

110

12,10

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

125

15,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

2,00

160

23,30

2,00

1,29

2,00

1,50

2,00

1,72

2,00

200

35,80

2,00

X

1,68

X

1,96

1,12

2,00

250

54,60