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Ausgabe 2 - WiSe 2016/17

COGITO

Ausgabe 2 - WiSe 2016/17 COGITO DAS ERSTE LINZER STUDIERENDENMAGAZIN. VSSTÖ - SEIT 1966. Seite 2

DAS ERSTE LINZER STUDIERENDENMAGAZIN. VSSTÖ - SEIT 1966.

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#NOTstand

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Ich bin mein eigener Vormund!

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Meinung:

The 25€ Million Uni

JEDE WOCHE NEU! Das Sprachkurs-Debakel Bericht Seiten 4-5
JEDE
WOCHE
NEU!
Das Sprachkurs-Debakel
Bericht Seiten 4-5
WOCHE NEU! Das Sprachkurs-Debakel Bericht Seiten 4-5 VERBAND SOZIALISTISCHER STUDENT_INNEN ÖSTERREICHS I

VERBAND SOZIALISTISCHER STUDENT_INNEN ÖSTERREICHS

I

http://linz.vsstoe.at

Gehört > Gedacht

07. November ab 18.30 Uhr Altes Rathaus - Pressezentrum

Am 7. November rückt der VSStÖ Linz gemeinsam mit dem BSA die US-Wahlen in den Fokus. Stefan Sengl analysiert für uns den US-Wahlkampf mit einer anschließenden Publikums- diskussion.

EDITORIAL René Röbl Vorsitzender VSStÖ Linz Kostenfreie Sprachkurse! Grüß’ euch Leute! Zweite Uniwoche und
EDITORIAL
René Röbl
Vorsitzender
VSStÖ Linz
Kostenfreie
Sprachkurse!
Grüß’ euch Leute!
Zweite Uniwoche und die Universität
erwacht langsam aus dem Sommer-
schlaf. Das erste Mensafest haben
wir hinter uns, die ersten Kurster-
mine großteils auch und den motiv-
iertesten Erstsemestrigen kann auch
das grausliche Nieselwetter der
letzten Tage nichts anhaben. Wir
vom VSStÖ haben natürlich auch
nicht geruht und haben letzten Mitt-
woch unsere erste BreakfastLounge
bei der Halle C für euch veranstalt-
et. Mit Brötchen, Obst und selbstge-
machter Eierspeise haben wir ver-
sucht euch einen tollen Start in den
Tag zu ermöglichen. Noch toller
war die Resonanz unserer Petition
für kostenfreie Sprachkurse! 226
Unterstützungserklärungen haben
wir alleine am ersten Tag sammeln
können! Vielen Dank nochmal an
alle, die sich mit uns für kostenfreie
Lehre auf unserer Universität stark
machen! Für alle, die sich an der
Petition beteiligen möchten, darf
ich auf unsere Titelstory verweisen!
Dann wünsche ich noch eine
schöne Woche und viel Spaß auf
der Universität! :)
Bei Fragen kannst du mich unter:
rene.roebl@jku.at erreichen!

Caribbean Night

12. Oktober ab 20.00 Uhr Ch@t

Die IKS veranstaltet wieder ihre Caribbean Night im Ch@t. Leck- ere Cocktails zu fairen Preisen erwarten euch in einem tollen kari- bischen Ambiente, bevor es auf zur Afterparty in die WIST-Heimbar ab 23:00 geht!

Fem_Sem 2016

25. bis 27. November St. Gilgen

Die Welt, in der wir leben, wird noch immer vorwiegend von Männern ge- prägt, Gleichberechtigung ist noch immer nicht Realität. Das Fem_Sem bietet Frauen die Möglichkeit, sich untereinadner zu vernetzen, zu unter- stützen und kennenzulernen.

#NOTstand

Die vom Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) geplante Notstands- verordnung wird aktuell im Hauptaus- schuss des Parlaments verhandelt. Sollte diese Verordnung tatsächlich in Kraft treten, werden Flüchtlinge an der Grenze abgewiesen und ha- ben in Österreich keinen Anspruch auf Asylantrag. Wie aber der Innen- minister in einem Interview versichert, handelt es nicht um eine Notstands- verordnung, sondern um eine Sonder- ordnung der Bundesregierung. Somit bekommen in Zukunft nur Flüchtlinge ein Asylverfahren, bei denen Öster- reich auch laut EU-Recht dazu ver-

bei denen Öster- reich auch laut EU-Recht dazu ver- gespol Jacqueline Gindy ÖH Soziologie

gespol

Jacqueline Gindy

ÖH Soziologie jaqueline.gindy@oeh.jku.at

pflichtet wird; alle anderen werden in die Nachbarländer zurückgewiesen. Das Asylrecht soll aber nicht außer Kraft gesetzt werden. Stattdessen will man an den Strukturen arbeiten. Der VSStÖ Wien reagierte prompt auf die Verordnung und wies mit einer Medienaktion auf unseren ange- blichen #NOTstand hin.

Medienaktion auf unseren ange- blichen #NOTstand hin. Referendum in Ungarn Viktor Orbàn, der Premierminister Un-

Referendum in Ungarn

Viktor Orbàn, der Premierminister Un- garns, rief kürzlich zu einem Referen- dum auf. Abgestimmt wurde, ob sich Ungarn an die von der EU beschlos- senen Flüchtlingsumverteilung auch ohne Zustimmung des nationalen Par- laments halten muss.

Im Zuge der Kampagne gegen diese EU-Quote ließ es sich Orbàn nicht nehmen, dieses Referendum als ein Zeichen der Souveränität Ungarns zu deklarieren. Mithilfe seiner rechtspop- ulistischen Politik wird Stimmung ge- gen Schutzbedürftige gemacht. Das Quorum, also die Anzahl der tatsäch-

gespol

Selma Music

Frauensprecherin VSStÖ Linz selma.music@reflex.at

lichen Wähler_innen, war allerdings zu niedrig, was das Referendum un- gültig machte. Weniger als 50% der wahlberechtigten Bevölkerung hat den Gang zur Urne abgelegt. Von den ab- gegebenen Stimmen sprachen sich allerdings etwa 98% gegen die Um- verteilung der EU aus. Orbàn wertet das Ergebnis trotz Scheitern des Refer- endums als Erfolg.

Kulturkarussell zum Schwerpunkt Angst

18. November, 19:00 Uhr Gesellschaft für Kulturpolitik OÖ

Was kommt nach der Angst? Diese Frage stellt man sich beim nächsten Kulturkarussell. Eine der Gäste ist Esther Bejarano, eine jüdische Über- lebende aus Auschwitz, die nicht nur Partisan_innen-Lieder interpretiert, sondern auch selbst Musik macht.

VSStÖ

Mensafest

27. Oktober ab 21 Uhr @Mensakeller

Mind the Happy Hour!

Von 21:00 bis 22:30 Uhr

Wissenswertes zu Studienbeihilfe

Die Studienbeihilfe dient dazu, dich finanziell in deiner Studienzeit zu un- terstützen. Da viele Faktoren in die Berechnung einfließen, ist es ratsam einen Antrag zu stellen, auch wenn man sich nicht sicher ist, ob ein An- spruch besteht. Der Antrag kann bei der Stipendienstelle Linz gestellt werden oder du ladest dir das An- tragsformular online unter stipendium. at oder vstooe.at herunter. Anspruchsdauer Bachelor: Mindeststudiendauer (6 Se- mester) + 1 Toleranzsemester Master: Mindeststudiendauer (4 Semester) + 1 Toleranzsemester

Diplom: Mindeststudiendauer + 1 To- leranzsemester pro Abschnitt

Ein positiver Leistungsnachweis im Ausmaß von 30 ECTS ist nach den ersten beiden Semestern erforderlich, um eine Rückzahlung zu vermeiden. Dein Studium solltest du nicht öfter als zweimal und nicht später als nach dem zweiten Semester wechseln, damit dein Anspruch nicht erlischt.

Zuverdienstgrenze Jährlich kannst du neben dem Bezug der Studienbeihilfe 10.000 Euro dazu verdienen.

Ich bin mein eigener Vormund!

Das Fahrverbot für Frauen, stark eingeschränkte politische Mitwirkungs- rechte und ein patriarchales Vormund- schaftssystem – der Weg bis zur Gleichberechtigung der Geschlech- ter ist in Saudi-Arabien noch lang. Trotz massiver Rückstände konnten im Kampf für gleiche Rechte kleine Fortschritte verzeichnet werden.

1966 erhielten Frauen das Recht Schulen zu besuchen, was dazu führte, dass die Mehrheit der Studie- renden heute Frauen sind. Seit letztem Jahr ist es Frauen, die bis dato aus politischen Prozessen ausgeschlos-

sen waren, möglich zu wählen. Seit 2004 dürfen Frauen Firmen selbst- verantwortlich führen. Das aktive und passive Wahlrecht zu den Gemeinde- ratswahlen besitzen Frauen seit 2015. Erfreulich ist auch der Einsatz für die Abschaffung des Vormundschafts- systems. Dieses besagt, dass Frauen für das Verreisen oder die Arbeit die Zustimmung des Vormunds brauchen. Dieses System durchzieht den gesam- ten Alltag der Frauen und schränkt sie eklatant ein.

Nun wurde die Petition #IAmMyOwn- Guardian (Ich bin mein eigener Vor-

Großdemo:

Linz stellt sich quer

29. Oktober ab 14:00 Uhr Hauptbahnhof

Am 29. Oktober versammeln sich Rechtsextreme aus ganz Europa in Linz. Was als Kongress getarnt ist, ist in Wirklichkeit ein Vernetzungstreffen von Rechtsextremen aller Couleur. Jedoch stellt sich Linz quer und sagt ein klares Nein zum Kongress!

stellt sich Linz quer und sagt ein klares Nein zum Kongress! Soziales Andrea Martionic ÖH Kulturwissenschaften

Soziales

Andrea Martionic

ÖH Kulturwissenschaften andrea.martinovic@oeh.jku.at

Beachte:

Bis 15. Dezember kannst du dein- en Antrag auf Studienbeihilfe stellen. Stellst du deinen Antrag noch inner- halb dieser Frist, wirkt die Beihilfe auf den Semesterbeginn zurück. Solltest du weitere Fragen haben, melde dich unter:

andrea.martinovic@oeh.jku.at

gespol

haben, melde dich unter: andrea.martinovic@oeh.jku.at gespol Miriam Soldan studiert Jus miriam.soldan@reflex.at mund)

Miriam Soldan

studiert Jus miriam.soldan@reflex.at

mund) gestartet, um den 10 Millionen Frauen in Saudi-Arabien zu mehr Rechten zu verhelfen. Fast 15.000 Menschen haben diese bereits un- terzeichnet. Man kämpft gegen die strikten Gesetze des Landes, die we- niger mit dem Islam als mit dem Königshaus zu tun haben.

Das Sprachkurs-Deba Über den Wert von Fremdsprachen „Kennst du viele Sprachen, hast du viele Schlüssel

Das Sprachkurs-Deba

Über den Wert von Fremdsprachen

„Kennst du viele Sprachen, hast du viele Schlüssel für ein Schloss.“ Kaum jemand würde heute noch bezweifeln, was Voltaires berühmtes Zitat schon vor etwa dreihundert Jahren zum Ausdruck brachte. In einer zunehmend globalisierenden Welt ist der außerordentliche Wert von Mehrsprachigkeit alles andere als eine neue Erkenntnis. Umso befremdlicher erscheint der Weg, den die JKU neuerdings in diesem Bereich einschlägt. Wer ab diesem Semester einen Grundkurs in einer Fremdsprache be- suchen will, wird zur Kasse gebeten.

Bei der diesjährigen Klangwolke hob der Rektor den Fokus der JKU auf Internationalität hervor. Zu ihrem 50-jährigen Jubiläum lobte er im Besonderen die enge Vernetzung zu Kultur und Wirtschaft. Trotzdem führte die Universitätsleitung nun eine Gebühr in der Höhe von 180 Euro für Grund- kurse in Italienisch, Spanisch und Französisch ein, da diese Sprachen ohnehin in der Oberstufe erlernt werden könnten.

Bildung mit Weitblick lebt, gilt ein alter Leitsatz: „Die Grenzen mein- er Sprache, sind die Grenzen mein- er Welt“. Wenn wir Wittgenstein, Begründer dieser Weisheit, ernst nehmen, tragen Repräsentant_innen der JKU mit diesem Vorhaben wohl zu vielem, nur nicht zur zukunftsorient- ierten und kulturaufgeschlossenen Orientierung Linzer Studierender bei.

Das Erlernen einer neuen Sprache erweitert grundsätzlich den eigenen Horizont und kann so viel neues Wissen mit sich bringen. Schließlich beschäftigt man sich nicht nur mit Grammatik und Vokabeln, sondern auch mit Kultur

und Besonderheiten der betreffenden Länder. Natürlich ist es auch auf Reisen einfacher, neue Kontakte aus aller Welt zu knüpfen und dabei viel über andere Lebensweisen zu lernen.

Sprache in Studium und Beruf

In der dynamischen und vernetz- ten Berufswelt von heute wird Mehrsprachigkeit immer öfter zu einem entscheidenden Karrierefaktor. Während sehr gute Englischkennt- nisse von vielen Unternehmen bereits vorausgesetzt werden, wird auch ver- mehrt auf eine Dritt- oder Viertsprache geachtet. Das Beherrschen einer oder mehrerer Fremdsprachen erhöht die Aufstiegschancen insbesondere in internationalen Unternehmen stark. Ohne sie kann nur schwer mit aus- ländischen Geschäftspartner_innen in Kontakt getreten werden. Das Deut- sche Institut für Wirtschaftsforschung etwa zeigt in einer Studie, dass bereits ein Fünftel der Erwerbstätigen in Euro- pa in ihrem Beruf eine Fremdsprache benutzt, beziehungsweise braucht. Fremdsprachenkenntnisse seien nicht nur in der Führungsebene eine entschei-

dende Qualifikation, sondern in jeder Position ein Karriereboost. Als Universität in einem exportstarken Industrieland ist dies für die JKU besonders relevant. Laut einem Bericht der WKO verzeichnet Oberösterreich österreichweit die höchste Waren- exportquote. 2015 betrug diese 57%.

Neben der persönlichen Entwicklung und den Berufschancen wird den Fremdsprachen auch in der Wissen- schaft ein hoher Wert zugesprochen. Ohne Fremdsprachenkenntnisse ist es schwieriger Originalliteratur, oder generell passende Literatur zu ver- wenden. Je weniger Sprachen beim wissenschaftlichen Arbeiten verwendet werden können, desto eingeschränkter sind die Möglichkeiten bei der Liter- aturauswahl.

Natürlich ist es auch für ein auf der Universität stets stark beworbenes Aus- landssemester unumgänglich, nicht nur die eigene Muttersprache zu sprechen.

Schon in der frühkindlichen Entwick- lung ist das Erlernen von Sprachen ein zentrales pädagogisches Element. Sprache ist ein Leben lang das wichtig-

kel ste Mittel zur Verständigung und das Werkzeug, mit dem Dinge begreiflich gemacht, untersucht und

kel

ste Mittel zur Verständigung und das Werkzeug, mit dem Dinge begreiflich gemacht, untersucht und diskutiert werden können. Somit bildet es auch die Grundlage von Wissenschaft.

Kostenpflichtige Sprachkurse

An der JKU sind nun ab dem Wintersemester 2016 Sprachkurse kostenpflichtig und dadurch nicht mehr frei für alle zugänglich. Grundkurse in den Fächern Spanisch, Französisch und Italienisch können nur noch gegen die Entrichtung einer Gebühr besucht werden. Erst ab dem Sprachniveau B1 sind die Kurse wieder kostenfrei, da die niedrigeren Niveaus ohnehin in der Oberstufe erreicht werden könnten. Hier werden aber Studierende außer Acht gelassen, die ihre Universitäts- reife auf anderem Weg erlangt haben. Diese finanzielle Hürde schließt auch all jene Studierenden vom Erlernen ein- er neuen Sprache aus, für die es nicht

tragbar ist, zusätzliche 180 Euro für einen Sprachkurs in das Studium zu in- vestieren. Die kostenpflichtigen Sprach- kurse widersprechen somit auch dem Ideal einer kostenlos zugänglichen Bildung.

Einige wenige Ausnahmeregelungen existieren. Bei späterer Absolvierung eines Auslandssemesters etwa können die Gebühren des Sprachen-Grund- kurses im Nachhinein rückerstattet werden.

Weniger Kurse

Im Zuge der Einsparungsmaßnahmen wird jetzt auch die Zahl der angebo- tenen Kurse verringert, in denen die relativ teuren Lehrkräfte für vergleichs- weise wenig Studierende pro Einheit zuständig sind. Mit dem Argument, dass sich viele nur auf der Universität inskribieren würden, um das Ange- bot der kostenlosen Sprachkurse zu

nutzen und die neuen Fähigkeiten quasi zum Vergnügen bzw. für den nächsten Urlaub erlernen, soll die Anzahl an Teilnehmenden nun be- grenzt werden. Vorher verpflichtende Sprachkurse wurden teilweise aus den Curricula genommen.

Weniger Möglichkeiten

Studierenden an der JKU wird durch die Einführung der gebührenpflicht- igen Sprachkurse eine Chance für die persönliche Weiterentwicklung und für das zukünftige Berufsleben genommen. Durch die Gebührenpflicht bleiben uns also weniger Schlüssel für unser Schloss. Zumindest Voltaire würde zustimmen. Für eine Universität, die Anspruch auf Internationalität erhebt, ist ein breites Angebot an Fremd- sprachen unentbehrlich.

Petition: Sprachenkurse kostenfrei

Wir, der VSStÖ, stehen weiterhin für einen freien Zugang zu Bildung. Das Geldbörserl sollte für ambitionierte Studierende kein Hindernis sein, eine neue Sprache zu erlernen. Wir fordern eine Aufhebung der Kosten für die Einstiegskurse. Deshalb haben wir eine Petition für kostenfreie Sprachkurse ins Leben gerufen, die du noch bis 25. Oktober mit deiner Unterschrift unterstützen kannst. Unterschreiben kannst du unter https://goo.gl/b9zv75 , über unsere Facebook Seite „VSStÖ Linz“ oder bei unserem Infotisch.

Meinung

The 25 Million Euro Uni

Meinung The 25 Million Euro Uni René Röbl Vorsitzender ÖH SOWI rene.roebl@oeh.jku.at 50 Jahre JKU. 1966

René Röbl Vorsitzender ÖH SOWI rene.roebl@oeh.jku.at

50 Jahre JKU. 1966 erbaut nagt der Zahn der Zeit an den Gebäuden der Universität. Der TNF Turm, bei weitem äußerlich nicht das schönste Gebäude, rustikale Hörsäle, schwarze Bretter, die noch an- tiker wirkenden Steinfiguren auf der Uni. Richtig modern sieht das alles nicht aus. Zum 50sten Ge- burtstag bekam die Universität jetzt einen Architek- turwettbewerb. Der Gewinner sollte bestimmen, wie die Universität in den nächsten 50 Jahre auss- ehen sollte. Zuschlag bekam der Architekt Peter Riepl, der sich bei 70 Konkurent_innen durchsetzen konnte. Ziel sei es, den Unicampus wieder attraktiver zu ge- stalten. 25,8 Millionen Euro soll das Unterfangen kosten. Nicht wenig Geld. Was bekommen wir dafür?

Zuerst soll der TNF-Turm saniert werden. Das alte Gebäude, welches damals als Wahrzeichen für die Universität gebaut wurde, versteckt sich heute scheu hinter dem Juridicum, dem Hochschulfonds- gebäude und dem Bankengebäude. Der blaue Anstrich ist längst schon ab und die Architektur wirkt heute veraltet. Eine Sanierung ist also auf jeden Fall zu unterstützen. Etwas befremdlich ist der Versuch, auf dem Gebäude einen Garten zu züchten. Öffentlich begehbar soll das Dach des großen Turms werden. Die Frage die sich stellt:

Wer möchte bis an die Spitze eines Unigebäudes fahren, um dort einen mit Stahlgitter verdeckten Blick auf Urfahr zu erhaschen, wenn man auf der Wiese hinter dem Uniteich auch gemütlich, eben- erdig chillen und lernen kann? Sechs Millionen soll der Spaß kosten. Geld, das in der Sanierung sich- er gut investiert wäre. Den Garten könnte man sich in jedem Fall sparen.

Die größte Neuerung ist wohl die Kepler-Hal- le. Ein Empfang und Kristallisationspunkt soll es werden. Direkt in der Einfahrt der Universität. Wohin diese Halle soll? Auf die ersten rund 150 Parkplätze. Was mit den Parkplätzen passiert? Er- satzlos gestrichen. „Das ist ein klares Signal. Im 21. Jahrhundert braucht es ein Mobilitätskonzept, das wegführt vom Auto“, kommentiert der Rektor diesen Wunsch. Prinzipiell gebe ich der Universi-

tätsleitung hier auch recht. Was Rektor Lukas hier aber nicht beachtet: Unsere Universität ist eine Pendler_innen-Uni.

Wie viele wissen, ist die öffentliche Verbindung vor allem aus dem Mühlviertel alles andere als perfekt. Ich selbst musste mit Öffis in den ersten Se- mestern rund 3 Stunden am Tag mit Bus, Bahn und Bim pendeln. Eine nette Erfahrung, aber wer sich gleichzeitig eine Uni mit Campuskultur wünscht, muss darauf achten, dass Studierende auch nach 20:00 mit Öffis nach Hause kommen. 150 Park- plätze mögen bei den derzeitigen 1200 gering wirken. Es ist dennoch ein Schlag in die Magen- grube für alle Studierenden, die nebenbei be- rufstätig sind.

Zusätzlich sind noch diverse Sport- und Freizeit- aktivitäten geplant. Ein Sportplatz und ein eigenes Fitnessstudium sind sicher attraktive Zusatzan- gebote der Universität, keine Frage! Den Vogel schießt aber die schwimmende Freibadinsel in- mitten des Teiches ab. Was anfangs wie ein Ar- tikel aus unserem Satirebereich wirkt, ist aber tat- sächlich ein Plan des Architekten und der Univer- sitätsleitung. 10,3 Millionen soll das kosten. Wie viel es die Universität im laufenden Betrieb kosten soll, ist fraglich. Die Vorstellung in einem sauberen Chlorbecken zu planschen, während ringsum die Enten in der weniger gustiösen Teichsuppe schwim- men, ist aber durchaus amüsant.

Insgesamt denke ich, dass eine Modernisierung und Sanierung vieler Unigebäude ein richtiger Schritt der Universität ist. Einen Schritt, den man im nächsten Augenblick aber mit Freibad, Dach- garten und Parkplatzverknappung sofort wied- er wettmacht. Viel wichtiger wäre es, wenn sich die Universität bemühen würde, das Geld für diese Projekte in den Ausbau der Lehre zu in- vestieren. Ich würde ein Freibad jederzeit gegen ein ausgebautes Kursangebot (Nie mehr volle Vor- lesungen!) und eine bessere Betreuung tauschen. Denn, wenn ich wegen eines einzigen Kurses zwei Semester länger studieren muss hilft mir ein Garten am Dach eines Turms auch nicht viel weiter.

Achtung: Satire TV-Duell Kern vs. Strache Amerika wählt bald. Österreich vielleicht auch. In den Staaten

Achtung: Satire

TV-Duell Kern vs. Strache

Amerika wählt bald. Österreich vielleicht auch. In den Staaten haben sich Clinton und Trump bereits im ersten Fernsehduell ein Wortgefecht geliefert. Wie könnte dieses Fernsehinterview in Österreich aussehen?

Armin Wolf: Willkommen zur ersten Konfrontation der Spitzenkandidaten der beiden größten Parteien in Ös- terreich. Für die SPÖ begrüßen wir Bundeskanzler Christian Kern. Für die FPÖ den Bürgermeisterbundeskanzler Heinz-Christian Strache. Die erste Frage geht an den Herrn Bundeskanzler. Wie stehen Sie zu den geleakten E-Mails, ihrer privaten Adressen?

Kern: War klar, dass dieses Thema wie- der hochkommt. Ich sage noch einmal:

Ich bin gegen privat. Als Sozi ist es für mich selbstverständlich, dass meine Dienstmails verstaatlicht und für jeden und jede öffentlich einsehbar sein soll- ten.

Strache: Klassisch, dass sich Korrupt- er Kern wieder auf seinen Sozikram ausredet. Er muss einsehen, dass diese E-Mailsache genau beweist, dass er als Bundeskanzler ungeeignet ist! Er versteht es nicht anständige Geschäfte zu machen! Mit mir würde Österreich wieder groß werden! Ich habe die Grenzen von 1938 im Sinn. Und dann bauen wir eine Mauer um Deutschland und Österreich und die EU soll es be- zahlen!

Kern: Wirklich Heinz-Christian? Das Thema mit der Mauer und der EU?

Strache: Die Idee ist fantastisch! Wir müssen aufhören uns von der EU al- les vordiktieren zu lassen! Die Mauer werde ich so schalldicht bauen, dass kein Wort mehr aus Brüssel zu uns durchdringen kann! Die schlechten Ideen ziehen immer vom Ausland rein und Korrupter Kern ist der Lobbyist von Brüssel und den Ausländern.

Armin Wolf: Herr Bundeskanzler, wol- len Sie darauf antworten?

Kern: Nein, Nein. Er kann meine fünf Minuten haben!

Strache: Und wenn wir dann die Mau- er haben, dann bringen wir Leute raus, die jetzt schon hier sind. Am besten mit der Herculesmaschine! Und dann können wir Österreich wieder großar- tig machen. Das wird großartig! Wir werden grooooße Fortschritte machen! Kern: Grooooße Fortschritte?

Strache: Die größten Fortschritte, die wir in Österreich jemals erreicht haben! Und das alles werde ich als Bürgermeis- terbundeskanzler mit meinen eigenen Händen machen!

Armin Wolf: Wie groß sind die eigen- tlich? Strache: Grooooooooooß!

Wie groß sind die eigen- tlich? Strache: Grooooooooooß! Fotos: www.taz.de Dolm/Held_innen Polinnen 22.000

Fotos: www.taz.de

Dolm/Held_innen

Polinnen

22.000 Polin_innen versam- melten sich in Warschau, um gegen den Gesetzesentwurf einer Volksinitiative zu demon- strieren. Der Entwurf sieht eine Haft von fünf Jahren für Frauen vor, sollten diese eine Abtrei- bung durchführen, ohne dass ihr Leben gefährdet ist. Aufgr- und des Protestes und der me- dialen Aufmerksamkeit in Euro- pa wurde der Gesetzesentwurf vom polnischen Parlament mit einer deutlichen Mehrheit ab- gelehnt.

Parlament mit einer deutlichen Mehrheit ab- gelehnt. Foto: reuterskacper pempel   Gut Böse

Foto: reuterskacper pempel

 
 

Gut

Böse

Jenseits

Gut

Nach heftigen Protesten seitens polnischer Frauen wurde der umstrittene Gesetzesentwurf bezüglich des Abtreibungsver- botes verworfen. Das Parla- ment stimmte gegen Haftstrafen für Frauen und Ärzt_innen.

Böse

Ende Oktober findet eine Tagung der “Verteidiger Euro- pas” in den Redoutensäalen in Linz statt. Getarnt ist es als ein Kongress, auf welchem sich Personen aus dem rechts- extremen Lager treffen.

Jenseits

Donald Trump

http://linz.vsstoe.at http://facebook.com/vsstoe.linz http://twitter.com/vsstoelinz Impressum Medieninhaber_in und

http://linz.vsstoe.athttp://facebook.com/vsstoe.linz http://twitter.com/vsstoelinz Impressum Medieninhaber_in und Herausgeber_in: Verband

http://facebook.com/vsstoe.linzhttp://linz.vsstoe.at http://twitter.com/vsstoelinz Impressum Medieninhaber_in und Herausgeber_in: Verband Sozialistischer

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Impressum

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Verband Sozialistischer Student_innen Österreichs Unternehmensgegenstand: gemeinnütziger Verein Sektion Linz: J.W.Kleinstr. 72, 4040 Linz Tel. 0732 24 38 58 | office@linz.vsstoe.at Zweck/Grundlegende Inhalte: Hochschulpolitik, Gesellschaftspolitik Für den Inhalt verantwortlich: VSStÖ Linz Fotos: Stefan Mayerhofer

Vorstand:

Vorsitzender: René Röbl Stv. Vorsitzende/Frauensprecherin: Selma Music Kassierin: Merima Zukan

Selma Music Kassierin: Merima Zukan Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz

Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.

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