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Herbststürme

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© Uwe Fengler

Endlich ist Freitagmittag. Ich fahre an meinem Arbeitsplatz den PC herunter, verabschiede mich von meinen Kollegen und begebe mich, nachdem ich meinen Mantel angezogen habe, in Richtung Bushaltestelle. Es regnet bereits, also nehme ich meinen Rucksack ab und suche in ihm nach meinem Schirm. Dabei fällt mir ein, das ich ja nun ein langes Wochenende vor mir habe, denn der 1.November fällt dieses Jahr auf einen

Montag. Und dann finde ich tatsächlich einen kleinen Schirm. Ich denke nicht darüber nach, ob er dem inzwischen stärker gewordenen Wind standhalten wird, denn ich kann es kaum fassen:

Einen Tag mehr frei!

Gleichzeitig fällt mir ein, das für dieses Wochenende die ersten Herbststürme vorausgesagt wurden. Mit heftigen Regenfällen natürlich. Die auf jeden Fall bis Montag anhalten werden. Ich beschließe das Wochenende zu Hause zu verbringen. Und zwar mit ein paar Flaschen Bier, die ich mir natürlich noch besorgen muss. Also unterbreche ich meinen Weg und begebe mich in Richtung Hauptbahnhof, wo sich auch ein Supermarkt befindet.

Mein Schirm hat bis zu meinem Ziel gehalten, ich habe jedoch das Gefühl, dass es in der Zwischenzeit sehr viel kälter geworden ist. Nachdem ich meinen Schirm geschlossen habe, wechselt er darum immer wieder meine

Hand, während sich die andere in der Manteltasche befindet um sich dort ein klein wenig aufzuwärmen.

Im Supermarkt erstehe ich nun 2 Sechserpackungen Bier, und weil mir das etwas zu wenig erscheint für drei Tage, nehme ich mir noch 2 Flaschen lose mit. 2 Tiefkühlpizzen und ein Fertiggericht werden mich nicht verhungern lassen. Brot und einen entsprechenden Belag habe ich bestimmt noch zu Hause. Auf dem Weg zur Kasse landet dann noch eine Flasche Rum im Einkaufswagen. Für den Fall das es richtig kalt werden sollte, wäre ein Grog nicht schlecht, denke ich dabei. Nachdem ich bezahlt habe beginne ich die Sachen im noch fast leeren Rucksack zu verstauen. Eine Packung Bier muss ich mir jedoch unter den linken Arm klemmen. In der rechten Hand trage ich schließlich schon den Regenschirm.

Inzwischen ist der Regen so heftig geworden, dass ich einfach nur denke, meine Entscheidung für ein Wochenende in meiner Wohnung kann die einzigst richtige sein.

Endlich bin ich zu Hause, habe die eingekauften Waren verstaut und meine durchnässte Kleidung gewechselt. Mein ebenfalls nasser Schirm, der tatsächlich dem aufkommenden Sturm standgehalten hat, befindet sich aufgespannt über der Badewanne. Ich sitze inzwischen vor dem Fernseher und zappe zwischen den Programmen hin und her. Vor mir steht das erste Bier. Der Wind pfeift ums Haus. An diesem Wochenende bekommt mich bestimmt niemand mehr vor die Tür.

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Drei Flaschen Bier später beginne ich bei einem heftigen Luftzug ums Haus zu frieren und mir fällt die Flasche Rum ein, die ich heute gekauft habe. Der muss heiß werden, denke ich und springe fast gleichzeitig auf. Viel Zucker auf das heiße Getränk, damit dieses schneller im Blut landet und seine Wirkung zeigt. Irgendwann ist mein Alkoholpegel so hoch, dass ich nicht mehr sagen kann, ob ich schließlich im Bett gelandet bin …

Es ist trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit schon sehr hell in der Wohnung als ich durch das beharrlich klingende Telefon geweckt werde. Ich bin tatsächlich auf der Couch vor dem Fernseher eingeschlafen. Das letzte Glas heiß gemachter Rum steht noch halb gefüllt vor mir. Kalten Grog mag ich auf keinen Fall

und besonders nicht morgens, auch wenn der Morgen schon sehr weit fortgeschritten ist.

Als ich schließlich aufstehe um mich zur Toilette zu begeben lässt der Klang des Telefons nach, um sich nur Sekunden später wieder zu melden. Als ich von der Toilette komme und mich ein wenig klarer fühle nehme ich den Hörer ab.

Meine Mutter ist am anderen Ende. Meine Mutter möchte zum Grab meines Vaters gefahren werden, denn schließlich ist bald der 1. November. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass sie sozusagen gegenüber des Friedhofes wohnt, möchte ich im Moment nicht mit ihr über irgendein Brauchtum diskutieren und lege den Hörer auf.

3

Ich habe dabei natürlich nicht mit der Beharrlichkeit meiner Mutter gerechnet. Als ich vom Badezimmer ins Wohnzimmer zurück komme, höre ich plötzlich wieder den Klingelton im Ohr, der mir keine andere Wahl lässt … … meine Mutter.

Ich hole sie ab, der Sturm hat keinesfalls nachgelassen. Unser Weg führt an einer Pizzeria vorbei. Der Duft der auf die Straße strömt, sagt mir, dass ich Hunger habe. Jetzt nicht, sagt die streng klingende Stimme neben mir und zerrt mich weiter. Der Wind hat in der Zwischenzeit nicht nachgelassen, ganz im Gegenteil, es hört sich so an, als habe er kräftig zugelegt.

Wir sind am Friedhof angekommen und haben mittlerweile das Grab meines Vaters erreicht. Sie bleibt davor stehen und rückt die

Blumen die sich darauf befinden etwas hin und her. Dabei schüttelt sie wie jedes Jahr den Kopf und meint: „Das er nun so früh von uns gehen musste, hat nun wirklich keiner geahnt.“ Im Prinzip alles wie jedes Jahr. Nur ein klein wenig windiger und nasser. Als ich sie im Betracht der Jahreszeit und der damit verbundenen Kälte endlich dazu bewegen kann, den Heimweg anzutreten, fällt mir nur noch ein Stein vom Herzen.

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Zuhause warten schließlich noch die letzten Flaschen Bier auf mich. Als ich in meiner Wohnung angekommen bin hole ich mir gleich eine aus dem Kühlschrank. Jetzt kriegt mich hier keiner mehr raus, auf jeden Fall nicht dieses Wochenende.

Mit einer frisch geöffneten Flasche lasse ich mich auf die Couch fallen und greife nach der Fernbedienung: Das habe ich mir jetzt wirklich verdient

Schließlich ist das Wochenende bald vorbei, und dann wollen wir doch was davon gehabt haben, oder nicht?

Ich schlafe kurz ein, und als ich wieder aufwache, denke ich an den Weihnachtsmarkt.

Meine Güte, in ein paar Tagen ist wirklich der Weihnachtsmarkt auf; wer denkt da noch an Allerheiligen und an den letzten Herbststurm. Bratwürstchen sind jetzt angesagt. Und vor allem Glühwein.

Wenn ich den trinke, bin ich ja außerhalb meiner Wohnung. Das Telefon werde ich dann jedenfalls nicht hören, falls meine

Mutter oder sonst irgendwer auf perverse Gedanken kommen sollte. Und mein Handy bleibt auf jeden Fall zu Hause …

© Uwe Fengler

© Uwe Fengler

Herbstwind

Gedanken im Sommer gebundene Hände verwehte Gefühle

Sehe nach vorne bunte Farben fliehen im Wind

Ziel geht verloren Leben geboren Neues gesehen

Verstehen

Zurück Nein Keinen Schritt

Leben blüht will vorwärts Entgegen dem Frühlingswind

Glück wird geboren und versinkt im Fluss

Tränen

kann nicht sehen

Augen plötzlich klar …

Und

bunte

entgegen.

Blätter

Herbstwind

Schon wieder!

wehen

mir

© Uwe Fengler

Schneller Herbst

Ich kann nicht sagen, wie alt der Mann in meiner Geschichte „Der Alte“ ist. Ich habe ihn mir einfach etwas älter, als ich es selber bin, vorgestellt, vielleicht so 10, oder auch sogar 15 Jahre älter.

Der

Mann

in

der

folgenden

Geschichte allerdings, ist nur wenig von meinem wirklichen Alter entfernt, höchstens zwei Jahre. So um die 60 eben.

Ich sehe ihn genau vor mir, wie er an diesem Morgen Ende Oktober seine kleine Wohnung verlässt, sorgfältig die Tür hinter sich abschließt und durch das viel zu enge Treppenhaus nach unten geht. „Ein Aufzug wäre nicht schlecht“, denkt er, als er den Weg fasst geschafft hat, „denn ich werde auf keinen Fall

jünger.“ Seine Knie schmerzen etwas, das rechte mehr als links, und er bleibt einen Augenblick stehen.

Endlich ist er unten angekommen, und öffnet die Haustür. Frische Herbstluft weht ihm entgegen. Der Gehweg ist voll von herab gefallenem Laub. Er atmet tief ein und auch wieder aus. Er scheint sich irgendwie wohl zu fühlen.

„Die frische Luft wird mir gut

tun“, denkt er, bevor er sich nach rechts wendet, um seinen Weg zum Supermarkt fort zu setzen. Im Kopf geht er bei jedem Schritt vorwärts noch einmal seine ungeschriebene Einkaufs - liste durch.

Wenn die Sonne hinter den Wolken hervor scheint, fühlt er ihre warmen Strahlen auf seiner schon leicht blass wirkenden Haut. Wahnsinn, dass es Ende Oktober noch einmal so warm werden kann: 17 bis 20 Grad waren vorhergesagt.

Und die fallenden Blätter schweben direkt vor seine Füße. Er bleibt stehen und sieht sich die Bäume an. Irgendetwas kommt ihm anders vor. Obwohl er fast täglich dieses Weg geht, erscheint er ihm fast fremd. Endlich fällt ihm auf: Die Bäume sind gar nicht mehr grün.

Wie

schnell

kann

ein

Herbst

sein?

Jahre zuvor mochte er eher den Frühling. Er fand es schön, wenn alles zu blühen begann. Wenn es langsam warm wurde,

und er nicht vergessen musste, warum er auf dieser Welt war.

Der Sommer des Lebens fing so etwa mit 30 oder 35 an. Damals hatte er gehofft, das alles noch lange so weiter gehen würde. Er mochte in diesen Tagen weder den Herbst oder den Winter, den Frühling vielleicht ein wenig, vor allem dann, wenn schon ein wenig laue Luft wehte.

Und jetzt:

Herbst … obwohl alles Leben will ….

Der Herbst kann lang sein; in diesem Jahr aber ist er kurz.

Er zweifelt nicht an sich und seinen Gedanken. Er will doch nur die Welt verstehen.

Im Herbst des Lebens ist er angekommen. Vielleicht mag man die Jahreszeit immer am meisten, in der man sich im eigenen Leben befindet.

Herbst ….

Da ist der Winter nicht fern ….

Da ist ein Sterben in der Luft, dass nach der Vergangenheit ruft

…. und er wollte doch nur leben

© Uwe Fengler

© Uwe Fengler

Bunt und schnell

Dieser Herbst war irgendwie anders, als die Vorhergehenden, die ich erleben durfte. Vor allem kam er mir sehr schnell vor. Ich war fast jeden Tag in den letzten Wochen draußen, um zu fotografieren. So viel Zeit hatte ich mir für den Herbst noch nie genommen.

Es gab während dieser Tage Menschen, die mich kopfschüttelnd ansahen, während ich meine Fotos machte. Es kam aber auch vor, daß man feststellte: Sie fotografieren wohl den Herbst …

Ich hatte jedoch meine eigenen Gedanken während dieser langen Spaziergänge …

Alles fing Ende September mit diesem Bild an:

Da war es ja sogar noch grün, aber ein klein wenig vom Herbst war schon

Da war es ja sogar noch grün, aber ein klein wenig vom Herbst war schon zu erkennen. Die Luft roch immer noch nach Sommer und alles fühlte sich irgendwie gut an.

Anfang Oktober begann es bunt zu werden in unserer Straße. Da war in einigen Bäumen

Anfang Oktober begann es bunt zu werden in unserer Straße. Da war in einigen Bäumen noch ein Hauch von Grün, während sich bei anderen die Blätter in den Farben Rot bis Braun zu färben begannen.

… und dann wurden die Blätter immer weniger ….

Und ich dachte dabei:

So ist es auch mit uns Menschen; irgendwann beginnt der Herbst unseres Lebens, mal schnell – mal langsam, manchmal dauert er lange, ein anderes Mal fliegt er nur so dahin.

In diesem Jahr war der Herbst nur etwa vier Wochen lang. In einigen Bundesländern hat es sogar schon geschneit.

Und vier Wochen später sieht es so in unserer Welt aus. Herbst eben … Ganz anders als letztes Jahr

sieht es so in unserer Welt aus. Herbst eben … Ganz anders als letztes Jahr …

… oder doch nicht ….

© Uwe Fengler

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Herbstanfang

Und ich sehe den Himmel sehe die Sterne

denke daran, wie wir versuchten sie zu zählen, in jener Nacht …

… und der Herbst war nah,

froh

Farben

machten

uns

seine

und die bunten Blätter zu unseren Füssen …

Die Freiheit hat im lauen Herbstwind und den vielen Farben endlich ein Zuhause gefunden,

kann die Blätter nicht mehr zählen,

mag den Wind.

Er treibt mich vorwärts …

Nur

der

leiten

Wind

kann

atme tief ein …

mich

Mir ist nicht kalt!

© Uwe Fengler

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Der Herbst und ich

Ein paar Tage lang konnten wir die Kälte des kommenden Winters schon spüren. Aber wozu die Heizung anstellen, wenn der Wetterbericht eine Fortsetzung des „goldenen Oktober“ vorhersagt?

Recht

hat

er

gehabt,

und

im

Moment fühlt sich der Oktober eher so an:

Moment fühlt sich der Oktober eher so an:

Tagsüber, die Nächte dagegen sind schon recht kühl … alles

völlig normal Jahreszeit.

diese

für

Wäre es im Oktober, wenn alle Blätter beginnen zu fallen, nicht ab und zu um die 20 Grad warm, hätten sich die Menschen den Begriff „Goldener Oktober“ sicherlich nicht ausgedacht …

Und ich beginne den Herbst zu lieben. Eine Jahreszeit, die ich früher kaum beachtete …

Irgendwie komich ist das schon; denn in meinen jungen Jahren sehnte ich den Frühling herbei. Ein paar Jahre später war es der Sommer, den ich kaum erwarten konnte.

Und jetzt der Herbst? Kann das

Frühling herbei. Ein paar Jahre später war es der Sommer, den ich kaum erwarten konnte. Und

wirklich sein? Auch im letzten Jahr war dieses Gefühl schon einmal da. Aber nur einen kurzen Augenblick.

Bin ich jetzt wirklich schon im

Lebens

es

vielleicht so, dass man die

Lebensjahreszeit in der man sich

gerade

Natur am meisten mag?

der

Herbst

meines

angekommen, und ist

befindet,

auch

in

Was aber, wenn es den Golfstrom nicht mehr gibt oder vielleicht sogar unsere Galaxie, die von uns Milchstraße genannt

wurde, zu flattern aufhört. Könnt dies nicht zu Veränderungen führen, die den bisher nur geahnten Klimawandel im warsten Sinne des Wortes einfach nur in den Schatten stellen?

führen, die den bisher nur geahnten Klimawandel im warsten Sinne des Wortes einfach nur in den

Vielleicht gehören meine neuen Bilder ja zu den Letzten dieser schönen Jahreszeit.

neuen Bilder ja zu den Letzten dieser schönen Jahreszeit. Herbst zum Anfassen wird es vielleicht bald

Herbst zum Anfassen wird es vielleicht bald nicht mehr geben.

Die

Abschwächen des Golfstromes,

Meldungen über das

oder sogar über sein vollständiges Erliegen, gibt es alle paar Jahre mal. Natürlich passierte es im Laufe der Geschichte unseres derzeitigen Heimatplaneten schon öfters, das der Golfstrom seine Kraft verlor und schwächer wurde. Wir nennen diesen Zustand heute Eiszeit … aber keine Sorge, auch dies kann von Menschen überlebt werden.

Und da ich immer älter werde, und der Winter des Lebens anklopft, müsste ich mich jetzt einfach nur freuen.

Kann ich aber nicht, weil es dann für mich nach der großen Kälte keinen Frühling mehr geben wird.

© Uwe Fengler

© Uwe Fengler

Herbst in Andernach

Gestern erhielt ich E-Mails und über 18000 Likes,

verbrannte nicht im Meer der Gefühle.

Hielt mich einfach nur bereit.

Wollte nur nach vorne sehen, noch einmal durch Andernach gehen, bin immer bereit ….

See der Gefühle und der Einsamkeit.

Keinen Samen Keinen Namen

nur bereite Einsamkeit

Glück trinken aus großen Tassen nie mehr verlieren

Auf den Straßen tanzen und nie mehr hassen – bin bereit

Arme ausgebreitet

ohne Kleid …

Wahrheit sieht anders aus … letztes Kleid im Abendrot

vergessen der Tanz im September das kurze Glück in fremder Nacht. Zurückgeblieben in der Zeit …

© Uwe Fengler

© Uwe Fengler

Wenn der Herbst schon im

August beginnt

ist das eigentlich gar nichts Besonderes, denn ich habe einen kleinen Herbstanfang auch schon einmal im Juli erlebt:

In diesem Jahr saß ich, es mag so Mitte August gewesen sein, an einer Bushaltestelle. Dort wartete mit mir ein junger Mann auf den Bus, der hoffentlich bald eintreffen würde. Irgendwann versuchte er ein Gespräch mit mir zu beginnen. Und worüber redet man, wenn man nicht wirklich eine Ahnung davon hat, was man eigentlich sagen will? Natürlich über das Wetter

“Ist richtig kalt heute

Bei diesen Worten grinste er

mich breit an. “Ist eben Herbst

entgegnete ich, und sah schnell wieder gerade aus.

“Nee, wir haben doch noch ”

Bei diesen Worten grinste er mich noch breiter an Ich hätte jetzt mit ihm darüber sprechen können, das die Jahreszeiten keinen Kalender kennen, dass also nicht nur der April macht was er will, sondern eigentlich jeder Monat in jedem

Sommer

Jahr. Hatte aber gerade keine Lust auf ein Gespräch mit ihm und war daher froh, als endlich der Bus eintraf.

An diesem Tag roch ich den Herbst schon, als ich aus dem Haus trat

Wie kann man im August den Herbst riechen?

Ich weiß es nicht wirklich, ich kann es eben

Ich glaube es wird langsam Zeit für ein paar Bilder:

und inzwischen haben wir Anfang September, habe wirklich nicht damit gerechnet, das so viel Laub gefallen ist, obwohl ich den Herbst gerochen habe

Anfang September, habe wirklich nicht damit gerechnet, das so viel Laub gefallen ist, obwohl ich den

Ja,

Jahreszeiten haben

Kalender

ist das Leben nun

Mal,

so

keinen

Und das ist alles vollkommen normal, hat nichts mit irgendeiner Klimakrise zu tun

(Heißt es beim Klima eigentlich wirklich Krise, oder wird das Wort Krise derzeit nur für Kriege verwendet?)

Laßt

diesen

gehen

einatmen

also

durch

schönen Herbst

Luft

endlich

uns

total

und

die

frische

Ja, der Herbst ist da, mal wieder. Mal sehen, ob ich wirklich mal im Herbst nach Andernach fahre, nachdem mir Höxter zu anstrengend geworden ist

Schönen Herbst, wünsche ich allen Lesern

© Uwe Fengler

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Herbstblatt

Bin nur ein Herbstblatt kalt und nass vom Wetter

der Wind weht mich zum Platz der Einsamen

kann mich dort nicht wirklich wohlfühlen.

Ich habe den Eindruck, dass mir dort die Luft zum Atmen fehlt.

Und morgen werde ich frei sein, einfach nur frei und morgen wird das Lügen vorbei sein einfach vorbei

Und

ausbreiten

Herbstwind

leben

ich

werde

im

und

meine

Arme

frischen

nur

einfach

einfach nur leben

© Uwe Fengler

©© Uwe FenglerFengler

HerbsttageHerbsttage

BlätterBlätter rieselnrieseln vonvon denden BäumenBäumen warwar soso langelange nurnur zuzu HausHaus

undund alsals ichich aufauf denden GehwegGehweg trete,trete, wirbeltwirbelt einein kurzerkurzer WindWind buntesbuntes LaubLaub vorvor meinenmeinen FüßenFüßen aufauf

EinEin LebenszeichenLebenszeichen desdes Herbstes.Herbstes.

IchIch gehegehe weiter,weiter, derder kühlekühle WindWind gibtgibt mirmir KraftKraft

MorgenMorgen werdewerde ichich auchauch nichtnicht andersanders denken,denken, morgenmorgen willwill ichich keinkein andereranderer sein.sein.

undund diedie HoffnungHoffnung gehtgeht inin diedie letzteletzte RundeRunde

©© UweUwe FenglerFengler

©© UweUwe FenglerFengler

HerbsttageHerbsttage desdes LebensLebens

IchIch gehegehe diedie StraßeStraße mitmit einemeinem unbekanntenunbekannten GefühlGefühl undund denkedenke anan gesterngestern undund anan dasdas Herbstlaub.Herbstlaub.

BinBin ichich angekommen?angekommen?

UndUnd istist eses wirklichwirklich so,so, dasdas manman

amam

sichsich

inin

derder

JahreszeitJahreszeit

Und Und ist ist es es wirklich wirklich so, so, das das man man am am

wohlstenwohlsten fühlt,fühlt, inin derder manman sichsich auchauch imim wirklichenwirklichen LebenLeben befindet?befindet?

NiemandNiemand zähltzählt diedie BlätterBlätter diedie fallen,fallen, keinerkeiner siehtsieht zurück.zurück.

GeheGehe denden WegWeg alleinallein

HerbstwindHerbstwind undund GlücksgefühlGlücksgefühl reichenreichen sichsich diedie HandHand

Neue Neue Zeiten Zeiten kommen kommen uns uns entgegen entgegen und und haben haben keine

NeueNeue ZeitenZeiten kommenkommen unsuns entgegenentgegen undund habenhaben keinekeine leerenleeren HändeHände

undund irgendwoirgendwo spieltspielt dasdas GlückGlück mitmit denden verlorenenverlorenen ErinnerungenErinnerungen derder ZeitZeit

©© UweUwe FenglerFengler