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Ausführungen zum Diplom-Studiengang Bauingenieurwesen WS 2007/2008 und SS 2008

Ausführungen zum Diplom-Studiengang Bauingenieurwesen

WS 2007/2008

und

SS 2008

http://www.iib.bauing.tu-darmstadt.de/studienplan/index.html

Stand: 22.10.2008

Technische Universität Darmstadt - Studiengang Bauingenieurwesen

Allgemeines

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

 

1

1. Allgemeines

1

1.1. Vorwort

3

1.2. Der organisatorische Rahmen des Fachbereichs

4

1.3. Informationsbeschaffung

 

6

1.4. Beratung zum Studium

 

6

1.5. Hilfen beim Lernen

7

1.6. Organisation und Struktur des Studiums

 

7

1.6.1.

Lehrveranstaltungen

 

8

1.6.2.

Leistungsnachweise

10

1.6.3.

Berufspraktikum

14

1.6.4.

Verteilung

von

SWS

auf

die

einzelnen

Semester, Studienabschnitte und

Studienfächer

 

14

1.6.5. Grundstudium

15

1.6.6. Hauptstudium

18

1.6.7. Lagepläne der Institute und Einrichtungen des Fachbereiches

26

1.6.7.1. Lageplan TU-Stadtmitte

 

26

1.6.7.2. Lageplan TU-Lichtwiese

27

2. Studienpläne des Grundstudiums

 

28

2.1. Übersicht über die Lehrveranstaltungen im Grundstudium

29

2.2. Bau- und Geoinformatik

 

30

2.3. Werkstoffe im Bauwesen

 

31

(bisher: Baustofflehre/Werkstoffmechanik)

 

31

2.4. Grundzüge des Planens und Entwerfens (GPE)

32

2.5. Darstellende Geometrie

 

33

2.6. Mathematik

 

35

2.7. Orientierungsveranstaltungen (PEK)

 

39

2.8. Physik

 

40

2.9. Technische Mechanik

 

41

2.10. Vermessungskunde

44

2.11. Grundlagen des Planens, Entwerfens und Konstruierens (GPEK)

46

2.12. Übersicht über die Prüfungen im Vordiplom

48

3. Studienpläne des Hauptstudiums

 

51

3.1. Baubetrieb

 

53

3.2. Informatik im Bauwesen

 

65

3.3. Geologie

 

73

3.4. Geotechnik

75

3.5. Massivbau

93

3.6. Stahlbau

113

3.7. Statik

129

3.8. Verkehr (Eisenbahn-, Straßen- und Verkehrswesen)

143

3.9. Wasserbau

 

152

3.10. Wasserversorgung und Grundwasserschutz, Abwassertechnik, Abfalltechnik, Industrielle

Stoffkreisläufe, Umwelt- und Raumplanung (WAR)

165

4. Sprechstunden und Öffnungszeiten

179

Technische Universität Darmstadt - Studiengang Bauingenieurwesen

Allgemeines

1. Allgemeines

Allgemeines

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Allgemeines

1.1. Vorwort

Das Studium an der Universität findet in einem komplexen Raum von Institutionen, Zuständig- keiten und Rahmenbedingungen statt. Die Studierenden müssen, um das Studium erfolgreich abschließen zu können, nicht nur große Mengen von Inhalten aufnehmen, verarbeiten und sich aneignen, sondern sich auch in diesem Raum orientieren. Sie müssen Organisationsstrukturen und Abläufe kennen und sowohl Bestimmungen als auch Regelungen des Studienplans ein- halten bzw. erfüllen.

Dieser Studienführer soll - als Begleiter während des gesamten Studiums - Informationen vermitteln über

den organisatorischen Rahmen des Fachbereichs Bauingenieurwesen und Geodäsie,

die Informationsbeschaffung über Veranstaltungen, Prüfungen, Lehrinhalte

Stellen, die in allgemeinen und speziellen studienspezifischen Fragen Beratung und Hilfe anbieten,

den formalen Aufbau des Studiums (zu erbringende Leistungen, einzuhaltende Fristen, Wahlmöglichkeiten etc.),

die Lehrinhalte, den Zeitaufwand und die erforderlichen Leistungsnachweise in den ein- zelnen Fächern

,

und so die Orientierung im Studium und das Verständnis des Studienplans erleichtern helfen.

Der Studienführer kann und soll keine „Checkliste“ sein, die die Eigeninitiative der Studierenden bei der Gestaltung des eigenen Studiums ersetzt. Er kann auch keine Lösungen anbieten bei persönlichen oder inhaltlichen Fragen, wie etwa der Wahl des Studienschwerpunktes im Haupt- studium. Er kann letztlich auch keine Antwort geben auf die Gesamtheit aller möglicherweise auftretenden Fragestellungen.

Zudem sei bemerkt, dass sich sowohl die Lehrinhalte als auch der formale Rahmen des Stu- diums ständig weiterentwickeln, was eine kontinuierliche Korrektur und Neuauflage dieses Studienführers erforderlich macht.

Die Struktur der Universität bringt es mit sich, dass nicht alle Interessen überall berücksichtigt werden. Um das Studium möglichst gut und ohne vermeidbare Hindernisse und Ärgernisse studierbar zu machen, ist die Kommunikation zwischen Studierenden und Lehrenden von besonderer Bedeutung. Insbesondere die Studentinnen und Studenten sollten sich mit Kritik an Veranstaltungen und an der Studienorganisation an die Lehrenden wenden und so, zur Reflexion über die Studiensituation und gegebenenfalls auch zu Veränderungen beitragen.

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1.2. Der organisatorische Rahmen des Fachbereichs

Innerhalb des Fachbereichs Bauingenieurwesen und Geodäsie (FB 13) existiert eine Reihe von Institutionen und Gremien, die u.a. über Studienpläne, Inhalte und Prüfungsfragen entscheiden. Die Kenntnis dieser Struktur ist für viele Angelegenheiten von Lehre und Studium von Bedeutung.

Für alle Angelegenheiten, die den Fachbereich insgesamt betreffen, ist der Fachbereichsrat zuständig. Zu seinen Aufgaben gehören die Verteilung der Haushaltsmittel, das Erarbeiten von Vorschlägen für die Berufung neuer Professoren, die Entscheidung über grundsätzliche Fragen von Lehre und Studium (z.B. Studienordnung), nicht jedoch über bestimmte Prüfungsfragen (s.u.). Der Fachbereichsrat setzt sich zusammen aus 13 Professoren, vier wissenschaftlichen und zwei administrativ-technischen Mitarbeitern, die alle zwei Jahre gewählt werden, sowie fünf Studierenden, die jährlich gewählt werden. Der Fachbereichsrat tagt meist dreimal pro Semester während der Vorlesungszeit. Die Sitzungen sind öffentlich, ihre Termine sind im Dekanat oder in der Fachschaft zu erfahren.

Zwischen den Sitzungen des Fachbereichsrates führen der Dekan, der Studiendekan und der Prodekan die laufenden Geschäfte des Fachbereichs und treffen die notwendigen Entscheidungen. Dekan und Studiendekan werden vom Fachbereichsrat aus den Reihen der Professoren im allgemeinen auf zwei Jahre gewählt (Sprechzeiten siehe Kapitel 4). In der Regel übernimmt der Dekan nach dem Ausscheiden aus seinem Amt die Position des Prodekan.

Die Erledigung der laufenden Geschäfte und die Verwaltung des Fachbereichs sowie die Prü- fungsverwaltung (s.u.) obliegen dem Dekanat und dem Studiendekanat (Öffnungszeiten siehe Kapitel 4).

Der Bereich Bauingenieurwesen ist in insgesamt neun Institute gegliedert :

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Die Institute repräsentieren jeweils ein Sachgebiet innerhalb des Bauingenieurwesens. Einige Institute umfassen mehrere Fachgebiete, die zwar getrennt gelehrt werden, aber gemäß Studienplan als ein Fach gelten (Beispiel : Wasserbau setzt sich zusammen aus dem kon- struktivem Wasserbau, Hydraulik und Ingenieurhydrologie). Die Fächer Bau- stofflehre/Werkstoffmechanik und Grundzüge des Planens, Entwerfens und Konstruierens wer- den von mehreren Instituten gemeinsam angeboten. Dem zum Fachbereich gehörenden Geodätischen Institut obliegt im Grundstudium die Ausbildung im Bereich Vermessungskunde. Viele andere Veranstaltungen des Grundstudiums - z.B. Mathematik, Geologie und Physik - werden von anderen Fachbereichen durchgeführt. Der Fachbereich Bauingenieurwesen und Geodäsie ist für diese Veranstaltungen nicht unmittelbar verantwortlich; bei Fragen zu diesen Fächern sollte man sich an die entsprechenden Fachbereiche wenden.

Die Organisationsstrukturen innerhalb jedes Institutes entsprechen denen des Fachbereichs:

analog zum Fachbereichsrat entscheidet das jeweilige Direktorium über institutsinterne Fragen, die laufenden Geschäfte werden von einem der Professoren, dem Geschäftsführenden Di- rektor, geführt.

Die Zuständigkeit für Prüfungsangelegenheiten ist zweigeteilt: Für die Diplomvorprüfung ist die Diplomvorprüfungskommission zuständig, in der alle Fachbereiche mit einem Mitglied vertreten sind, für das Diplom die Diplomprüfungskommission des FB 13 (siehe Kapitel 4). Beide Kommissionen kontrollieren jeweils für ihren Bereich die Einhaltung der gültigen Prüfungsordnung und entscheiden über die Gesamtnote der Prüfung für jeden Studierenden, über die Verlängerung von Prüfungsfristen im Einzelfall, über die Zulassung zu Prüfungen und über die Prüfungstermine.

Die laufenden Geschäfte werden für Diplomvorprüfungen vom Prüfungssekretariat (Öffnungszeiten siehe Kapitel 4), für Diplomprüfungen vom Studiendekanat erledigt. Dort muss die Anmeldung zu den Prüfungen erfolgen (vgl. Kap. 1.6.2.2.2), es werden Bestätigungen der erbrachten Leistungen - beispielsweise für BAföG - ausgestellt und die Noten von Studien- und Prüfungsleistungen für das Zeugnis erfasst.

Die Vertretung der studentischen Interessen im Fachbereich wird von den studentischen Mit- gliedern im Fachbereichsrat und vom Fachschaftsrat - vereinfachend „Fachschaft“ genannt - wahrgenommen. Die Fachschaft organisiert u.a. die Orientierungswoche und das „Lernzentrum Bauingenieurwesen“ (LZBI) (vgl. Kap. 1.5), die jährliche Bauingenieursfete und Informationsveranstaltungen zum Hauptstudium. Sie gibt Informationen und berät in Studienfragen und steht schließlich in ständigem Kontakt mit den Lehrenden, um mit konstruktiven Anregungen die Studiensituation im Fachbereich zu begleiten. Die Fach- schaftssitzungen, zu denen alle Interessierten ausdrücklich eingeladen sind, finden montags um 20 Uhr im Fachschaftsraum S1/03-51 (siehe Kapitel 4) statt.

Alle Gremien der Universität werden per Wahl besetzt, wobei die einzelnen Gruppen der Universität (Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen, administrativ-technische Mitarbeiter/-innen und Studierende) jeweils ihre Vertretung wählen. Die Studierenden wählen neben den hochschulpolitischen Gruppierungen für das Studierendenparlament und den Konvent fünf studentische Mitglieder des Fachbereichsrates und neun Mitglieder des Fachschaftsrates. Auch in die Direktorien der Institute ist jeweils 1 studentisches Mitglied vom Fachschaftsrat zu wählen.

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1.3. Informationsbeschaffung

Ein ständiger Begleiter während des Studiums ist die Suche nach Informationen, beispielsweise über Klausurtermine, Übungslisten, Öffnungs- und Sprechzeiten, Anmeldefristen, Exkursionen,

Prüfungsergebnisse

Die räumliche Streuung des Fachbereichs über mehrere Gebäude auf

der Lichtwiese (siehe die Lagepläne in Kap.1.6.7) erschwert die Informationsbeschaffung mitunter.

Grundsätzlich gilt: Augen und Ohren offen halten. Alle erhaltenen Informationen rasch und richtig an Kommilitoninnen und Kommilitonen weitergeben. Im Zweifelsfall: Nachfragen bei Institutssekretariaten, wissenschaftlichen Mitarbeitern/-innen und Professoren.

Im Personal- und Studienplanverzeichnis der TU Darmstadt finden sich Telefonnummern und Räume von wissenschaftlichen Mitarbeitern/-innen, Professoren und Sekretariaten, was die Suche nach Ansprechpartnern zu bestimmten Themen erheblich erleichtert. Ferner ist eine Übersicht des Studienplans abgedruckt.

Das Vorlesungsverzeichnis der TU, das jeweils kurz vor Semesterbeginn neu erscheint, listet nahezu alle angebotenen Lehrveranstaltungen auf. Es bildet - zusammen mit dem Studienplan (vgl. Kap. 1.6.4., 1.6.5., 2) - die Grundlage für die Zusammenstellung des persönlichen „Stundenplans“.

Die wichtigsten Informationsquellen sind meist die Vorlesungen und Übungen selbst. Hier kündigen die Lehrenden Termine u.ä. an. Da selten alle Betroffenen oder Interessierten anwesend sind, sollten die erhaltenen Informationen möglichst schnell weitergegeben werden.

Die meisten wesentlichen Informationen werden an den „Schwarzen Brettern“ der Institute und bei den „Service-Fachbereichen“ (z.B. Mathematik, Mechanik) bekannt gegeben. Dort finden sich Aushänge zu Exkursionen, Vortragsreihen, Übungs- und Vorlesungs-Terminen, Eintragungs- und Anmeldungsterminen usw. Regelmäßiges Vorbeischauen lohnt sich immer.

Wer die rechtlichen Grundlagen des Studiums, also z.B. Hessisches Hochschulgesetz, Rahmenprüfungsordnung, Diplomprüfungsordnung und Studienordnung näher kennenlernen möchte, kann diese im Dekanat oder bei der Fachschaft einsehen und zum Kopieren ausleihen. Der Wortlaut findet sich außerdem im Internet über die Adresse http://www.iwar.bauing.tu-

1.4. Beratung zum Studium

Die allgemeine Studienberatung des Fachbereichs wird von den wissenschaftlichen Mitarbeitern der Arbeitsgruppe Planen, Entwerfen, Konstruieren (siehe Kapitel 4), durchgeführt. Sie beraten und geben Informationen zu Studienaufbau, Fächerwahl, Prüfungen, Fristen usw.

Bei Fragen zu einzelnen Fächern - sowohl was die Inhalte angeht als auch bezüglich der indivi- duellen Studienkonzeption - sind die wissenschaftlichen Mitarbeiter/-innen und Professoren des jeweiligen Faches die besten Ansprechpartner. Wer ihre Sprechzeiten einhält bzw. (vor allem bei Professoren) sich vorher anmeldet, hat beste Chancen, freundlich, ausführlich und kompetent beraten zu werden.

Die Fachschaft bietet ebenfalls Sprechstunden zur Studienberatung an (siehe Kapitel 4).

Generelle Fragen zum Studiengang- und Studienortwechsel können ebenfalls in der Studienberatung (PEK) geklärt werden. Für die Anerkennung von Leistungen von anderen

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Hochschulen oder aus anderen Fachbereichen sind das Studiendekanat sowie die einzelnen Hochschullehrer für jeweils ihre Fächer zuständig.

Kritik am Ablauf von Veranstaltungen, an Leistungsnachweisen etc. sollte direkt bei den zuständigen Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeiter/-innen geäußert werden. Auch der Studiendekan oder der Lehr- und Studienausschuss (Lust-Ausschuss, siehe Kap.4) und die Fachschaft können in solchen Fällen weiterhelfen.

1.5. Hilfen beim Lernen

Die Aufnahme und Verarbeitung der Lehrinhalte, das Lernen also, bedarf im allgemeinen der Unterstützung durch Fachliteratur und durch Ansprechpartner/-innen, die konkrete Fragen be- antworten können. Es steht eine ganze Reihe solcher Lernhilfen zur Verfügung:

Zu fast allen Vorlesungen werden Skripte herausgegeben, in denen die Lehrinhalte mehr oder minder ausführlich dargelegt werden. Da die Skripte zum Teil von Jahr zu Jahr erheblich überarbeitet werden, ist es ratsam, sich nach der jeweils aktuellsten Ausgabe zu richten. Die Skripte werden meist in den Vorlesungen, auf jeden Fall aber am jeweiligen Institut verkauft.

Zu den meisten Vorlesungen geben Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen Literaturempfehlungen. Da Fachbücher im allgemeinen teuer sind, sollte man sehr genau prüfen, welche Bücher man sich selbst anschafft. In vielen Fällen hilft auch die Ausleihe in der Lehrbuchsammlung der Hessischen Landes- und Universitätsbibliothek, in den dezentralen Handbibliotheken der Institute oder im Lernzentrum Bauingenieurwesen weiter.

Das Lernzentrum Bauingenieurwesen (LZBI) im „Neuen Bauingenieurgebäude“ (Petersenstraße 12) vereinigt gleich mehrere Arten von Lernhilfen in zwei Räumen miteinander. Während der Öffnungszeiten (siehe Kapitel 4) ist das LZBI mit Studierenden höherer Semester besetzt, die zu fachlichen Fragen vor allem des Grundstudiums meist weiterhelfen können. Es besteht eine Bibliothek mit einer Auswahl der wichtigsten Fachbü- cher, die auch entliehen werden können. Ferner existiert eine umfangreiche Sammlung von Klausuren der letzten Jahre, die - zusammen mit dem meist vorhandenen Lösungsvorschlag - zur Klausurvorbereitung nützlich sind.

An einigen Instituten gibt es studentische Arbeitsräume, die gegenüber beengten Studen- tenbuden die Vorteile relativer Ruhe, akzeptablen Mobiliars und inspirierender Nähe zu den Institutseinrichtungen und den Wissenschaftlern haben. Wo sich diese Räume befinden, ist in den einzelnen Instituten zu erfragen.

Schließlich bieten die wissenschaftlichen Mitarbeiter/-innen, studentische Hilfskräfte und auch die Professoren Sprechstunden an, in denen sie Auskunft und Rat geben, siehe Kap. 4. Für die Einhaltung der Sprechstundenzeiten sind sie sehr dankbar.

Zuletzt sei noch auf die Vielzahl von Lerntechniken hingewiesen, von denen jede/-r Student/-in die für sie/ihn beste herausfinden muss. Besonders bewährt hat sich die Bildung von Arbeitsgruppen zum gemeinsamen Lernen, zur Übungsbearbeitung etc.

Die Hochschuldidaktische Arbeitsstelle bietet Übungskurse zu Lern-, Diskussions- und Präsentationstechniken an (siehe http://www.tu-darmstadt.de/hda/)

1.6. Organisation und Struktur des Studiums

Allgemeines

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Im Folgenden werden zunächst die allgemeinen Strukturen von Veranstaltungen und Leistungs- nachweisen erläutert. Anschließend erfolgt darauf aufbauend die nähere Erklärung des Grund- und des Hauptstudiums, die dann in Kapitel 2 und 3 weiter ausgeführt wird.

Die Diplomprüfungsordnung der TU Darmstadt und die dazugehörigen Ausführungsbestim- mungen des Fachbereichs Bauingenieurwesen und Geodäsie sowie die Studienordnung des Studienganges Bauingenieurwesen regeln Ziele, Inhalte, Organisation, Umfang und zeitlichen Ablauf des Bauingenieurstudiums. Die Bestimmungen sollen dazu dienen, das Erreichen der Studienziele in angemessener Zeit und mit angemessenem Aufwand zu ermöglichen sowie die Gleichwertigkeit der Studienabschlüsse im Vergleich zu anderen Universitäten zu gewährleisten.

Strukturell lässt sich das Studium unterteilen in Veranstaltungen, in denen der Stoff vermittelt, erarbeitet oder eingeübt wird, und in Leistungsnachweise, mit denen die/der Studierende zeigen muss, dass er/sie den Stoff verstanden hat und das Gelernte anwenden und transferieren kann.

1.6.1. Lehrveranstaltungen

die

veranstaltungen deklariert.

Im

Studienplan

sind

geforderten

Lehrveranstaltungen

als

Pflicht-

(bzw.

Wahlpflicht)

Eine Anwesenheitspflicht besteht nur in wenigen Veranstaltungen. Dies sind z.B. Praktika und Exkursionen.

Die Abfolge der Veranstaltungen im Studienverlauf, wie sie im Studienplan vorgesehen ist (vgl. Kap. 1.6.4, 1.6.5), stellt lediglich eine Empfehlung dar. Allerdings gibt es kaum sinnvolle Möglichkeiten, von der empfohlenen Reihenfolge abzuweichen, da die Veranstaltungen inhaltlich aufeinander aufbauen, zeitliche Überschneidungen auftreten, und auch der Prü- fungsplan auf diese Reihenfolge abgestimmt ist.

Die überwiegende Mehrzahl der Lehrveranstaltungen wird nur einmal pro Jahr - also entweder im Sommer- oder im Wintersemester - angeboten, nur wenige in jedem Semester. Dies hat vor allem für die zu erbringenden Studienleistungen Konsequenzen, da bei Nichtbestehen bis zur nächsten Wiederholungsmöglichkeit meist ein Jahr vergeht und solange davon abhängige Prüfungen nicht begonnen werden können (vgl. Kap. 1.6.2., 1.6.2.2).

Die Erarbeitung eines 10-semestrigen wirklichkeitsnahen Studienplans zwang zur Festlegung eines verbindlichen Maßstabes, nach dem so unterschiedliche Tätigkeiten wie Besuch von Lehrveranstaltungen, Stoffverarbeitung, Anfertigung von Hausübungen und Entwürfen, Durchführung von Praktika, Prüfungsvorbereitungen usw. erfasst und zeitlich bewertet werden können.

Als Messgröße ist die Semesterwochenstunde (SWS) festgelegt. Sie wird gleichgesetzt mit einer Studienwoche mit 40 Arbeitsstunden.

Mit einer SWS wird eine Hörsaalstunde (ca. 45 Minuten) pro Woche in der ca. 14-wöchigen Vorlesungszeit eines Semesters erfasst, wobei der Besuch der Lehrveranstaltung, die anschließende Stoffverarbeitung und Prüfungsvorbereitung sowie die Anfertigung von vorlesungsbegleitenden kleineren Hausübungen im Zeitrahmen der SWS eingeschlossen sind. Die Aufteilung der 40-stündigen Studienwoche erfolgt nach folgendem Schlüssel:

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14 h Veranstaltungszeit (Vorlesung, Hörsaalübung, Seminare usw.)

18 h Stoffverarbeitung und Prüfungsvorbereitung

8 h Hausübungen.

Auch die Zeit, die für die Anfertigung von größeren Hausübungen, also Entwürfen, Studien- und Vertieferarbeiten sowie die Durchführung von Praktika erforderlich ist, wird nach SWS erfasst, indem für eine Woche Bearbeitungszeit von 40 h eine SWS angesetzt wird.

Im Studienplan werden die beiden Arten von SWS meist unterschiedlich ausgewiesen. Für den ersten Fall gilt die übliche Bezeichnung 1+0 (Vorlesung) oder 0+1 (Hörsaalübung). Im zweiten Fall wird für die Bearbeitungszeit in SWS z.B. die Bezeichnung 0+1* gewählt.

Über die im Studienplan geforderten Lehrveranstaltungen hinaus stehen den Studierenden prinzipiell alle Lehrveranstaltungen an der TU offen. Einschränkungen bestehen lediglich in zulassungsbeschränkten Studiengängen (z.B. Biologie, Architektur). Das Einbringen von Leistungen aus anderen Fachbereichen in das Bauingenieurstudium ist teilweise möglich (Austauschregelungen, vgl. Kap. 1.6.5.), teilweise ist es sogar notwendig (Wahlpflichtfächer, vgl. Kap. 1.6.4.5.4). Hingewiesen sei an dieser Stelle speziell auf das „fachübergreifende Lehrangebot“ an der Hochschule, das im Vorlesungsverzeichnis für Hörer/-innen aller Fachbereiche ausgewiesen ist.

Im folgenden sollen ein kurzer Überblick über die verschiedenen Arten von Lehrveranstaltungen gegeben und allgemein Beachtenswertes erläutert werden.

In Vorlesungen tragen Lehrende, also meist Professoren, seltener wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen, den Stoff vor. Fragen seitens der Studierenden sind der großen Anzahl der Zuhörer/-innen wegen oft nur begrenzt möglich. Zu vielen Vorlesungen wird ein begleitendes Skript herausgegeben.

Übungen dienen dazu, den in der Vorlesung vermittelten Stoff an Beispielen einzuüben und selbst anzuwenden. Es gibt einmal die Hörsaalübungen, in denen entweder Bei- spielaufgaben vor einer größeren Zahl von Studierenden behandelt werden oder von diesen unter Anleitung zu bearbeiten sind. Zum anderen gibt es die Gruppenübungen, in denen die Aufgaben unter Anleitung und Mithilfe eines/-r Gruppenbetreuers/-in selbständig zu lösen sind, jedoch ist die Zahl der Studierenden meist sehr viel kleiner. Zu den Gruppenübungen ist in der Regel eine Eintragung in Listen zu Beginn des Semesters erforderlich, um die organisatorische Durchführung der Übungen zu erleichtern.

Seminare sind Veranstaltungen mit begrenzter Teilnehmerzahl, in denen in Diskussion, Gespräch und durch Referate selbständig Kenntnisse und Fähigkeiten erarbeitet werden. Diese didaktisch hervorragende Veranstaltungsform wird des hohen Betreuungsaufwandes wegen im Bauingenieur-Studiengang erst gegen Ende des Studiums angeboten.

In Praktika führen die Studierenden unter Anleitung selbst Experimente, Messungen und Projektbearbeitungen durch und erlernen so bestimmte Arbeitstechniken. Mit dem Begriff Praktikum wird häufig auch das in der Studienordnung geforderte Berufspraktikum gemeint (vgl. Kap. 1.6.3), das aber keine Lehrveranstaltung im eigentlichen Sinn ist.

Exkursionen sind Lehrveranstaltungen außerhalb der Hochschule, bei denen an praktischen Beispielen anschaulich Kenntnisse und Erfahrungen vermittelt werden sollen.

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1.6.2. Leistungsnachweise

Leistungsnachweise lassen sich in zweierlei Hinsicht kategorisieren: zum einen nach der Form, in der sie erbracht werden, zum anderen nach ihrer formalen Bedeutung für den Studienabschluss.

1.6.2.1. Formen von Leistungsnachweisen

Der Form nach lassen sich unterscheiden:

Schriftliche Leistungsnachweise, in denen die Studierenden mit eingeschränkten Hilfsmitteln in begrenzter Zeit schriftlich Aufgaben lösen müssen. Die Spannweite geht von 30-minütigen Tests bis zu mehrstündigen Klausuren. Es bestehen von Fach zu Fach erhebliche Unterschiede bei den zugelassenen Hilfsmitteln.

Mündliche Prüfungen, in denen Studierende einzeln oder in kleinen Gruppen Fragen beantworten müssen. Dazu zählen auch die sogenannten Kolloquien, die eher den Charakter eines Prüfungsgespräches als einer Abfrage von Wissen haben.

Hausübungen, bei denen kleinere oder auch umfangreichere Aufgaben in häuslicher Be- arbeitung gelöst und in schriftlicher Form abgegeben werden müssen (als Einzel- oder Gruppenübung). Die in SWS angesetzte Bearbeitungszeit kann zwischen einigen Stunden und mehreren Wochen oder Monaten liegen.

Studien- oder Vertieferarbeit, in der eine anspruchsvolle, meist individuell gestellte Aufgabe über einen längeren Zeitraum zu bearbeiten ist. Die Bearbeitungszeit wird in SWS im Studienplan ausgewiesen.

Seminarvorträge, in denen über die Vertiefer- oder Diplomarbeit oder über ein gesondertes, selbst erarbeitetes Thema vorgetragen wird.

Diplomarbeit, in der eine fest umrissene Aufgabe in einem begrenzten Zeitraum von 6-8 Wochen zu lösen ist.

Praktika, Feldübungen und Exkursionen, bei denen praktische Aufgaben (z.B. Messungen) bewältigt bzw. anschauliche Beispiele des Lehrstoffs betrachtet und analysiert werden. Die erfolgreiche Durchführung der Aufgaben und die Teilnahme an der Veranstaltung gelten dann als Leistungsnachweis.

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1.6.2.2. Studien- und Prüfungsleistungen

Die Kategorisierung von Leistungsnachweisen nach ihrer formalen Bedeutung ist eigentlich eine juristische, da an die verschiedenen Arten unterschiedliche formale Ansprüche gerichtet sind. Man unterscheidet zwischen Studienleistungen, studienbegleitenden Prüfungsleistungen und Prüfungsleistungen.

Für die beiden Prüfungen im Bauingenieurstudium - Diplomvorprüfung (kurz: „Vordiplom“) als Zwischenprüfung und Diplomprüfung (kurz: „Diplom“) als abschließende, qualifizierende Prüfung - müssen in einer Reihe von Fächern - den „Prüfungsfächern“ - Prüfungsleistungen abgelegt werden. In einigen Fächern sind auch studienbegleitende Prüfungsleistungen möglich. Bevor die Prüfungsleistung in einem Prüfungsfach abgelegt werden darf, müssen in diesem Fach als Vorleistung Studienleistungen absolviert werden.

Die sonstigen Fächer, die keine Prüfungsfächer sind, werden mit Studienleistungen abge- schlossen, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt der Prüfung erbracht sein müssen. Auch vor diesen Abschluss-Studienleistungen müssen meist andere Studienleistungen nachgewiesen werden.

 

Vorleistung

Abschluss des Fachs

Art

Zeitpunkt

Prüfungsfächer

Studienleistungen

Prüfungsleistung

vgl. Kap. 1.6.4 / 1.6.5

Sonstige Fächer

Studienleistungen

Studienleistung

abhängig von der Prü- fung

1.6.2.2.1. Studienleistungen

Studienleistungen unterscheiden sich von Prüfungsleistungen hauptsächlich dadurch, dass sie - im Falle des Nichtbestehens - nochmals bearbeitet oder auch beliebig oft wiederholt werden können. Dabei ist aber zu beachten, dass es vom Bestehen der Studienleistungen abhängt, ob und welche Prüfungsleistungen absolviert werden dürfen. Auch werden viele Studienleistungen nur einmal pro Jahr angeboten, so dass bis zu ihrer Wiederholung viel Zeit verloren gehen kann.

Studienleistungen kommen in der ganzen Bandbreite der Formen von Leistungsnachweisen vor. Für Klausuren, Praktika und Exkursionen ist meist eine Anmeldung erforderlich, die der Organisationserleichterung dient (Bereitstellen von Praktikumsplätzen, Bestellen ausreichend großer Hörsäle für Klausuren etc.).

Die Termine, zu denen die Studienleistungen angeboten werden, unterscheiden sich von Fach zu Fach. Klausuren werden üblicherweise in den Semesterferien geschrieben, Übungen erfolgen meist semesterbegleitend oder im Anschluss an die zugehörige Veranstaltung auch in der vorlesungsfreien Zeit.

Allgemeines

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Bei Studienleistungen, die als Vorleistung für den Abschluss eines Faches gelten, geht die Benotung nicht oder nur zu einem geringen Anteil in die Abschlussnote ein (Ausnahme:

Vertieferarbeit im Hauptstudium) bzw. sie werden überhaupt nicht bewertet, sondern nur „anerkannt“ oder „nicht anerkannt“. Bei den meisten Nicht-Prüfungsfächern wird die abschließende Studienleistung jedoch benotet und fließt mit in die Prüfungsnote von Vordiplom bzw. Diplom ein.

1.6.2.2.2. Prüfungsleistungen

Für Prüfungsleistungen gelten im Vergleich zu Studienleistungen genauere und strengere Bestimmungen. Prüfungsleistungen sind immer im Gesamtzusammenhang der jeweiligen Prüfung (Vordiplom oder Diplom) zu sehen.

Jede Prüfungsleistung muss schriftlich beim Prüfungssekretariat (für das Vordiplom) bzw. beim Dekanat (für das Diplom) angemeldet werden. Die Anmeldungszeiträume liegen im allgemeinen im Juni für die Prüfungen im Herbst (September/Oktober) und im Januar für die Prüfungen im Frühjahr (März/April): Aushänge beachten! Bei der Anmeldung wird geprüft, ob die geforderten Vorleistungen für die Prüfung insgesamt und für das jeweilige Fach erfüllt sind. Bei der Anmeldung zu einer Prüfung müssen in dem entsprechenden Prüfungsfach die im Studienplan festgelegten Studienleistungen, z.B. Tests, Hausübungen etc. erbracht worden und anerkannt sein.

Bei der ersten Anmeldung zur Diplomprüfung muss der Nachweis für das Praktikum vorgelegt werden und anerkannt sein (siehe Kap.1.6.3). Außerdem sollten die studienbegleitenden Prüfungen in den A-Fächern, siehe Kap.1.6.2.3, erfolgreich abgeschlossen sein. Bis zur Anmeldung zum letzten Prüfungsfach müssen diese Prüfungsleistungen (A) vorliegen. Zur Studienleistung im Hauptvertiefungsfach (C) zählen auch die Vertieferarbeit, der Seminarvortrag u.a., sofern sie im Studienplan als erforderliche Leistungen aufgeführt werden. Die Vertieferarbeit muss daher bis zur Prüfung im Hauptvertiefungsfach (C) abgeschlossen sein.

Ferner ist im Vertiefungsstudium eine zusätzliche Anmeldung in den einzelnen Instituten für alle Teilfachprüfungen erforderlich. Diese Vorgehensweise rührt daher, dass die Prüfungen in den Teilfächern vor der Basisfachprüfung abgelegt werden können und die Organisation dieser Prüfungen bei den einzelnen Instituten liegt.

Die Noten der Teilfächer des Wahlpflichtbereiches (B) gehen in die Gesamtnote des Vertiefungsfaches mit ein. Die Prüfungsleistungen in den Teilfächern (B) müssen daher ebenfalls bis zur Prüfung in dem jeweiligen Vertiefungsfach vorliegen. Beim Hauptvertiefungsfach kommen die Noten aus den Prüfungen zum Wahlpflichtbereich (C) hinzu, so dass bis zur Prüfung im Hauptvertiefungsfach neben den Prüfungsleistungen der Teilfächer (B) auch die Prüfungsleistungen zu den gewählten C-Fächern erbracht sein müssen.

Bis zu vier Wochen vor dem Termin kann ohne Angabe von Gründen von der Prüfung zurückgetreten werden. Der Rücktritt ist schriftlich mitzuteilen. Nach diesem Zeitpunkt ist ein Rücktritt nur aus wesentlichen Gründen auf Antrag bei der zuständigen Prüfungskommission möglich. Bei unbegründetem ("nicht anerkanntem") Nichterscheinen zu einer Prüfungsleistung wird diese als nicht bestanden gewertet.

Nicht bestandene Prüfungsleistungen können einmal wiederholt werden, frühestens im folgenden Prüfungszeitraum. Wird auch die Wiederholungsprüfung nicht bestanden, so erfolgt

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kurze Zeit danach eine mündliche Nachprüfung. Ist auch diese nicht bestanden, so kann eine zweite Wiederholungsprüfung beantragt werden, allerdings nur in einem Fach.

Bei der erstmaligen Anmeldung zu einer Prüfung muss eine Prüfungsgebühr entrichtet werden, ebenso bei Wiederholungsprüfungen.

Eine besondere Prüfungsleistung ist die Diplomarbeit. Ihre Bearbeitungsfrist beträgt in der Regel sechs Wochen (30 Arbeitstage), maximal acht Wochen (40 Arbeitstage). Einmal kann bis zwei Wochen nach der Ausgabe des Themas dieses zurückgegeben und durch ein anderes er- setzt werden. Wird die Diplomarbeit als nicht bestanden gewertet, so darf sie einmal wiederholt werden. Die Diplomarbeit ist ebenfalls innerhalb der Zwei-Jahres-Frist anzufertigen.

1.6.2.2.3. Studienbegleitende Prüfungsleistungen

Alle Fächer im Wahlpflichtbereich (A), die nicht als Vertiefungsfächer gewählt werden, sind durch studienbegleitende Prüfungen abzuschließen. Diese nehmen eine Zwitterstellung zwischen den Studien- und den Prüfungsleistungen ein. Sie werden als Studienleistungen vor der eigentlichen Diplomprüfung geschrieben, d.h. sie lösen keine Prüfungsfrist aus, müssen nicht bei den Prüfungssekretariaten angemeldet werden und sind beliebig oft wiederholbar. Die studienbegleitenden Prüfungen (A) sind bei den einzelnen Instituten anzumelden, dazu sind die Aushänge zu beachten. Alle studienbegleitenden Prüfungen (A) müssen bis zur Anmeldung zur letzten Vertieferfachprüfung erfolgreich abgeschlossen sein. Die in den studienbegleitenden Prüfungen erzielten Noten gehen in die Gesamtnote des Diploms mit ein.

1.6.2.3. Allgemeines zu Leistungsnachweisen

Die Korrektur der Leistungsnachweise dauert je nach Umfang derselben zwischen einer und etlichen Wochen. Die angefertigten Arbeiten werden im allgemeinen an die Studierenden zu- rückgegeben. Die Ergebnisse der Prüfungsleistungen werden meist an den Instituten aus- gehängt. Klausuren und Protokolle von mündlichen Prüfungen verbleiben bei der Hochschule, allerdings besteht ein Recht auf Einsicht in die Klausuren. Ein Termin, an dem eine Prüfungsklausur eingesehen werden kann, wird durch Aushang bekanntgegeben.

Alle Noten der Leistungsnachweise werden, sofern sie prüfungsrelevant sind, von den jeweiligen Instituten automatisch an das zuständige Prüfungssekretariat gemeldet. Davon ausgenommen sind die Noten, die in anderen Fachbereichen erbracht werden (Wahlpflicht- und Austauschfächer). Hier muss die/der Student/-in sich von der/dem jeweiligen Prüfer/-in eine Bestätigung (einen sogenannten "Schein") mit dem Titel der Veranstaltung(en), dem Umfang in SWS und der in der Prüfung erzielten Endnote ausstellen lassen und diese an das Prü- fungssekretariat bzw. an das Dekanat weitergeben.

Zusätzliche Leistungen, die über den im Studienplan geforderten Pflichtteil hinaus erbracht wurden, finden keine Berücksichtigung in den Endnoten von Prüfungen. Zusätzliche, durch eine Prüfung abgeschlossene Fächer können im Diplomzeugnis mit aufgeführt werden.

Für die Anerkennung von Leistungen, die in anderen Studiengängen und/oder an anderen Hochschulen erbracht wurden, gibt es keine allgemein verbindlichen Regelungen. Lediglich Diplomvorprüfungen von Bauingenieurstudiengängen an „Hochschulen im Geltungsbereich des Grundgesetzes“ werden generell anerkannt. In allen anderen Fällen muss der Studierende, der

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den Studiengang oder die Hochschule wechselt, mit den Professoren der einzelnen Fächer klären, ob und in welchem Umfang seine Leistungen angerechnet werden.

Studierende mit abgeschlossenem FH-Studium müssen in gleicher Weise per Laufzettel klären, welche Übungs- und evtl. auch Prüfungsleistungen ihnen anerkannt werden. Wurde das FH- Studium mit einer Note von 2,0 oder besser abgeschlossen, so kann auf Basis einer Sonderregelung das Diplom in einem beschleunigten Verfahren erreicht werden.

Studenten/-innen, die ein oder mehrere Semester an einer ausländischen Universität studieren wollen, können sich die dort erbrachten Leistungen ebenfalls anerkennen lassen. Es wird empfohlen, sich schon vor dem Beginn des Auslandsstudiums über die Anerkennung von Studienleistungen zu informieren, um Enttäuschungen zu vermeiden und auch das Auslandsstudium optimal in den gesamten Studienablauf einzugliedern.

1.6.3. Berufspraktikum

Die Studienordnung sieht die Ableistung eines Berufspraktikums vor, damit die Studierenden Arbeitsweisen kennenlernen, Einblicke in die Arbeitsorganisation gewinnen und die menschlich- sozialen Probleme des Arbeitsprozesses besser verstehen lernen. Das Berufspraktikum muss mindestens 60 Arbeitstage dauern und kann in mehrere, nicht zu kleine Abschnitte geteilt werden.

Als Praktikantentätigkeit gilt praktische Arbeit auf einer Baustelle oder in einer Werkstatt des Bauhaupt- und Nebengewerbes. Bis zu einem Drittel der Zeit kann auch in Büros oder Laboratorien des Bauwesens abgeleistet werden.

Das Praktikum muss vom Arbeitgeber mit Dauer, Art und Ort der Tätigkeit bescheinigt werden. Die Anerkennung des Praktikums muss spätestens bis zur Anmeldung zur Diplomprüfung erfolgt sein (siehe Kapitel 4).

1.6.4. Verteilung von SWS auf die einzelnen Semester, Studienabschnitte

und Studienfächer

Aus der Überlegung, dass für das Studium in einem Halbjahr (Semester) 23 Wochen verfügbar sind (3 Wochen werden als Urlaub angesetzt), folgt im Mittel eine Belegung von 23 SWS pro Semester (Halbjahr). Es wird davon ausgegangen, dass die Studienbelastung annähernd gleich auf die Vorlesungszeit und vorlesungsfreie Zeit verteilt werden kann.

Die Zuweisung einer festen Anzahl von SWS an die einzelnen Fächer erfolgt unter Beachtung der Vorgaben aus der Rahmenstudienordnung der TU Darmstadt und der Bauingenieurstudienordnung, und zwar bezüglich des Orientierungsbereiches, der fachübergreifenden Fächer sowie des im Hauptstudiums vorgesehenen Pflichtbereiches (A) und der Wahlpflichtbereiche (B) und (C). Insbesondere das als notwendig erachtete breit angelegte Pflichtstudium (A) von 9 Bauingenieurfächern im 4. bis 6. Semester mit nachfolgendem spezialisierenden Wahlpflichtstudium von 3 Fächern im 7. bis 8. Semester lässt nur wenig Spielraum für die Vergabe von SWS-Zahlen. Für jedes Fach ergeben sich im Mittel 7 SWS im Pflichtbereich (A) und 12 SWS im Wahlpflichtbereich (B). Für den Wahlpflichtbereich (C) werden ca. 16 SWS festgelegt (vgl. Kap. 1.6.6).

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Ein Vertiefungsfach besteht im Wahlpflichtbereich (B) aus einem Basisfach im Umfang von 8 SWS, ergänzt um null (0) bis zwei (2) Teilfächer im Umfang von je 4 SWS. Insgesamt müssen die drei Vertiefungsfächer im Wahlpflichtbereich (B) 36 SWS umfassen. Die Teil- und Basisfä- cher können aus Katalogen gewählt werden, die die einzelnen Prüfungsfächer anbieten (siehe hierzu unbedingt die Kapitel 1.6.6 und 3).

Die den Fächern in den einzelnen Studienabschnitten fest zugewiesenen SWS können nach deren Besonderheiten frei ausgefüllt werden, von überwiegend Vorlesungsveranstaltungen bis zu überwiegend Übungs- und Entwurfsarbeiten. Einzelheiten können den Kapiteln 1.6.6 entnommen werden. Die bis 26 SWS erhöhte Stundenzahl im 4. bis 6. Semester schlägt sich dort nicht voll als Studienbelastung nieder, weil die eingerechneten Zeiten für die Prüfungsvorbereitung erst in den weniger belasteten höheren Semestern anfallen.

Die für ein Bauingenieurstudium ohne Diplomarbeit erforderlichen Stunden liegen nach diesem Studienplan bei 196 SWS. Diese Zahl liegt etwas niedriger als die in der Rahmenstudienordnung angegebene Obergrenze von 200 SWS, jedoch etwas höher als der mit 190 SWS vorgesehene Richtwert. Bei der Beurteilung dieses Sachverhaltes ist zu beachten, dass die hier angegebenen SWS-Zahlen einerseits reale Studienwochen sind und andererseits auch sämtliche Übungsleistungen umfassen.

1.6.5. Grundstudium

Basierend auf den vorausgegangenen allgemeinen Ausführungen zur Studienstruktur werden in diesem Kapitel anhand der Studienplanübersicht die „Spezialitäten“ des Grundstudiums erläutert. Nähere Angaben zu den einzelnen Fächern finden sich im Kapitel 2.

Der Studienplan für das Grundstudium ist so konzipiert, dass die Diplomvorprüfung innerhalb der Prüfungszeit des 3. Semesters vollständig abgelegt werden kann.

Prüfungsfächer für das Vordiplom sind:

Mathematik, wobei zwei Prüfungen zu schreiben sind : Teil 1 mit dem Stoff des 1. und 2.Semesters, und Teil 2 mit dem Stoff des 3. Semesters.

Technische Mechanik (TM),

Werkstoffe im Bauwesen (früher: Baustofflehre/Werkstoffmechanik),

Grundzüge des Planens, Entwerfens und Konstruierens (GPEK) und

Vermessungskunde.

Für das Ablegen der Prüfungsleistungen wird folgende Reihenfolge empfohlen:

1. Prüfungsabschnitt (nach dem 2. Semester) mit Vermessungskunde und Mathematik Teil 1

2. Prüfungsabschnitt (nach dem 3. Semester) mit Technischer Mechanik, Baustofflehre / Werkstoffmechanik und Mathematik Teil 2.

Die Prüfungsleistung in GPE erfolgt studienbegleitend in Form von Hausübungen bis zum letzten Prüfungsabschnitt. In den übrigen Prüfungsfächern werden durchweg als Vorbedingung für die Prüfung Studienleistungen in Form von Tests, Hausübungen und Praktika gefordert

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(genaueres siehe Kap. 5). Dies hat zur Folge, dass, wenn eine Studienleistung nicht erbracht wurde, die Prüfung nicht zum vorgesehenen Zeitpunkt geschrieben werden kann. Hat beispielsweise ein Studierender die Tests in TM im 2. Semester nicht bestanden, so kann er sie erst ein Jahr später (im 4. Studiensemester) wiederholen, da erst dann die Veranstaltung und die Tests wieder angeboten werden. Dadurch verschiebt sich zwangsläufig der Zeitpunkt der TM-Vordiplomprüfung auf den Zeitraum nach dem 4. Semester. Derlei Verzögerungen wirken sich im allgemeinen verlängernd auf die Gesamtstudiendauer aus.

Die Nicht-Prüfungsfächer, also

Physik,

Technisches Darstellen und Konstruktives Gestalten,

Bauinformatik

und das Wahlpflichtfach

werden mit Studienleistungen abgeschlossen, wobei wiederum teilweise Vorleistungen in Form von Übungen erforderlich sind (vgl. Kap. 2). Diese Abschlüsse müssen wie folgt bis zu einem bestimmten Zeitpunkt der Vordiplomsprüfung erbracht sein:

Bis zur Anmeldung zur letzten Vordiplomsprüfung : Berufserkundung oder Projektplanspiel, Physik und Technisches Darstellen und Konstruktives Gestalten,

Vor Ende der Diplomvorprüfungsfrist (Zwei-Jahres-Frist): Bauinformatik und Wahlpflichtfach.

Dabei können sich bei Nichtbestehen der Studienleistungen ähnliche zeitliche Verschiebungen der Vordiplomprüfungen ergeben wie oben schon ausgeführt.

Das Wahlpflichtfach ist eine Veranstaltung aus dem Bereich der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, die sich die Studierenden selbst auswählen können und sollen. Anhaltspunkte für die Auswahl kann das Vorlesungsverzeichnis liefern, wobei Fächer der Fachbereiche 1 und 2 grundsätzlich anerkannt werden sollten, sowie an dessen Ende als fachübergreifend ausgewiesene Veranstaltungen aufgeführt sind. Veranstaltungen der Sprachen, Sportwissenschaften, der Ingenieurfachbereiche und vor allem der Bauingenieure selbst werden bislang nicht als fachübergreifend, geistes- und gesellschaftswissenschaftlich bewertet und somit nicht als Wahlpflichtfach anerkannt. Orientierende Listen existieren beim Dekanat und in der Studienberatung. Zu beachten ist nur, dass das Wahlpflichtfach einen Umfang von zwei SWS hat (es können auch zwei Fächer zu je einer SWS gewählt werden) und dass zur Anerkennung ein Leistungsnachweis erforderlich ist, der allerdings nicht benotet sein muss. Um die Meldung des Leistungsnachweises an das Prüfungssekretariat muss sich die/der Student/-in im allgemeinen selbst kümmern (siehe auch Kap. 1.6.2.3).

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1.6.5.1. Studienplanübersicht - Grundstudium

Grundstudium

         

Studienfächer

   

1.

 

2.

 

3.

Summe

Sem.

Sem.

Sem.

 

1. Mathematik

4

+ 2

4

+ 2

3

+ 2

17

2. Technische Mechanik

3

+ 2

3

+ 2

3

+ 2

15

3. Werkstoffe im Bauwesen (früher:

   

2

+ 1

 

Baustofflehre / Werkstoffmechanik)

 

7

3

+ 1

Pflichtfächer 1)

4. Vermessungskunde

1

+ 1

0

+ 4

 

6

5. Grundzüge des Planens, Entwerfens

 

1

+ 2

1

+ 2

6

 

und Konstruierens

   

6. Physik

 

4

+ 0

 

4

7. Technisches Darstellen und

2

+ 2

   

4

Konstruktives Gestalten 2)

 

8.

Bauinformatik

1

+ 1

1

+ 1

 

4

Fachübergreifende

Aus dem Lehrangebot der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften

 

2

   

2

Wahlpflichtfächer

 
 

Summe: SWS

 

4

 

9

 

20

69

Die angegebenen Zahlen sind Semesterwochenstunden (SWS).

1) Die Fächer 1. bis 5. sind Prüfungsfächer. 2) Wird bis zur endgültigen Einführung als „Konstruktive Geometrie“ angeboten.

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1.6.6. Hauptstudium

Basierend auf den vorausgegangenen allgemeinen Ausführungen zur Studienstruktur werden in diesem Kapitel anhand der Studienplanübersicht die „Spezialitäten“ des Hauptstudiums erläutert. Nähere Angaben zu den einzelnen Fächern finden sich unter Kapitel 3.

Das Hauptstudium ist so angelegt, dass die Diplomprüfung nach dem 10. Semester abgelegt werden kann, und gliedert sich in insgesamt drei Teile:

Grundfachstudium (Pflichtbereich A, 4.-6. Semester)

Vertiefungsstudium (Wahlpflichtbereich B, 7.+8. Semester)

Hauptvertiefungsstudium (Wahlpflichtbereich C, 9.+10. Semester)

Die einzigen Nicht-Prüfungsfächer im Hauptstudium sind Geologie und die fachübergreifenden Wahlpflichtfächer. Sie werden mit Studienleistungen abgeschlossen (zu Wahlpflichtfächern siehe Kap. 1.6.5), die bis zum Beginn des zweiten Prüfungsabschnittes erbracht sein müssen.

Im Grundfachstudium sind insgesamt neun Prüfungsfächer verpflichtend. Von diesen neun Fächern sucht sich jeder Studierende sechs heraus, die er mit dem Stoff des A-Bereiches abschließt. Die Leistungsnachweise in diesen sechs A-Fächern werden in Form von studienbegleitenden Prüfungsleistungen (vgl. Kap. 1.6.2.2.3) erbracht, d.h. sie können, nachdem die erforderlichen Vorleistungen (meist Hausübungen) absolviert sind, im Anschluss an die jeweiligen Veranstaltungen geschrieben werden, lösen aber nicht die Prüfungsfrist aus.

Die drei verbleibenden Fächer werden im Vertiefungsstudium (B+C) weiterverfolgt. Dabei besteht die Möglichkeit und Notwendigkeit, innerhalb der drei B-Fächer eigene Schwerpunkte zu setzen:

Insgesamt müssen im B-Bereich Veranstaltungen im Umfang von 36 SWS belegt werden. Das Minimum in jedem der drei Fächer ist eine sogenannte Basis mit 8 SWS (entspricht 24 SWS). Die verbleibende Differenz von 12 SWS ist in Form von drei Teilfächern zu je 4 SWS auf die drei Basen zu verteilen, wobei sich zwei Kombinationsmöglichkeiten ergeben:

1. Möglichkeit

 
 

3

Teilfächer á 4 SWS

3 Teilfächer á 4 SWS

3

Basisfächer á 8 SWS

3 Basisfächer á 8 SWS
3 Teilfächer á 4 SWS 3 Basisfächer á 8 SWS 2. Möglichkeit Die Möglichkeit, 3 Teilfächer
2. Möglichkeit
2. Möglichkeit

Die Möglichkeit, 3 Teilfächer zur gleichen Basis zu wählen, ist als Ausnahme nur im Wasserbau zugelassen.

Das Lehrangebot der einzelnen Fächer gliedert sich in die oben genannten Basen zu je 8 SWS und in meist mehrere Teilfächer zu je 4 SWS. (Doch keine Regel ohne Ausnahme: die Fächer

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Verkehr, Wasserbau und WAR bieten keine Basen, sondern nur Teilfächer an, wobei dann jeweils zwei frei zu kombinierende Teilfächer zusammen eine Basis bilden.)

Bei der Wahl der Teilfächer ist zu beachten, dass zum Hauptvertiefungsfach (B+C) von den betreffenden Fachgebieten eine Mindestanzahl von Teilfächern vorgeschrieben wird. Die entsprechenden Angaben hierzu finden sich in der Studienplanübersicht in Kap.1.6.6.1 unter der Spalte „Hinweise“ oder in den Kapiteln 3.

Die drei Teilfächer können von den Studierenden relativ frei gewählt werden. Man sollte sich jedoch bei ausgefalleneren Fächerkombinationen so früh wie möglich die Zustimmung der Prüfer in den gewählten Vertiefungsfächern einholen. Zusätzliche Teilfächer können beliebig belegt und auch mit Prüfungsleistungen abgeschlossen werden, es werden jedoch nur 3 Teilfächer mit ihren Abschlussnoten über die Basisfächer in die Diplomnote übernommen.

Als Studienleistungen sind im Vertiefungsstudium vor Ablegen der jeweiligen Diplomprüfungen umfangreiche Hausübungen zu bearbeiten. Ihre Bewertung fließt teilweise in die Diplomnote ein.

Von den drei Vertiefungsfächern wird - wie bereits angedeutet - eines als Hauptvertiefungsfach im C-Bereich (9.+10. Semester) weitergeführt. Das Lehrangebot im Hauptvertiefungsstudium ist entsprechend der zunehmenden Spezialisierung gegen Ende des Studiums sehr vielfältig; es besteht eine große Wahlfreiheit, die nur durch wenige Restriktionen (vgl. Kap. 3) eingeschränkt wird.

Als Studienleistungen sind im Hauptvertiefungsstudium Studienarbeiten (sogenannte Vertie- ferarbeiten) anzufertigen, Seminare zu besuchen und Seminarvorträge zu halten. Ihre Bewertung fließt ebenfalls in die Diplomnote ein.

Der Aufbau des Hauptstudiums gestaltet sich im Überblick wie folgt (ohne Geologie und ohne die Wahlpflichtfächer):

Hauptvertieferbereich (C) mit insgesamt 16 SWS

B- Bereich

3 V ertiefungsfächer mit

in sgesamt 36 SWS

(K ombinations-

m öglichkeiten s.o.)

A-Bereich

9 Grundfächer

mit insgesamt 66 SWS

s.o.) A-Bereich 9 Grundfächer mit insgesamt 66 SWS Die Diplomprüfung setzt sich zusammen aus sechs

Die Diplomprüfung setzt sich zusammen aus sechs studienbegleitenden Prüfungsleistungen in den A-Fächern (siehe Kap.1.6.2.2.3), zwei Prüfungsleistungen in den B-Fächern (siehe Kap.1.6.2.2.2) und einer Prüfungsleistung im B+C-Fach. Hinzu kommt die Diplomarbeit, die üblicherweise im C-Fach, in Abstimmung mit den Prüfern auch in einem der B-Fächer geschrieben wird.

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Die Prüfungen in den drei B-Fächern können aus mehreren Teilprüfungen bestehen, da der Stoff der Basen und der Teilfächer getrennt geprüft wird. Die Prüfung des A-Stoffes zu den drei Vertiefungsfächern erfolgt meist gemeinsam mit der Prüfung der Basis des jeweiligen Faches, Einzelheiten hierzu sind den besonderen Bestimmungen der einzelnen Fachgebiete zu entnehmen, siehe die Kap.3. Im Hauptvertiefungsbereich kommen noch die C-Prüfungen hinzu, deren Noten mit der Note der B-Prüfung nach einem festen Schlüssel zur endgültigen Note des Hauptvertiefungsfaches zusammengerechnet werden.

Komplizierter gestaltet sich die Situation in den Prüfungsfächern Verkehr, WAR und Wasserbau. Sie bestehen aus drei oder vier Fachgebieten (z.B. WAR: Wasserversorgung, Ab- wasserbeseitigung, Abfalltechnik und Raumplanung) und bieten keine feste Basis mit 8 SWS, sondern drei bzw. vier Teilfächer mit je 4 SWS an. Die Basis besteht dann aus zweien dieser Teilfächer, das dritte (und vierte) Teilfach muss nur dann hinzugenommen werden, wenn das Prüfungsfach als Hauptvertiefungsfach (A+B+C) gewählt wird. (Beispielsweise könnte das B- Fach WAR aus Wasserversorgung und Abfalltechnik als Basis und Raumplanung als Teilfach bestehen. Abwasserbeseitigung müsste dann im B-Bereich nicht gehört werden.) Der Lehrstoff (A) der Fachgebiete, die nicht über die zugehörigen Teilfächer im B-Bereich weiter belegt werden, ist in Form von studienbegleitenden Prüfungsleistungen im A-Bereich abzuschließen.

Überblick über die erforderlichen Vorleistungen zum Hauptdiplom :

Bis zum ersten Prüfungsabschnitt:

Abgeschlossenes Vordiplom;

Anerkennung des Berufspraktikums (vgl. Kap. 1.6.3);

Studienleistungen in den im ersten Prüfungsabschnitt angemeldeten Vertiefungsfächern. Dazu gehören bei den Prüfungsfächern Verkehr, WAR und Wasserbau auch die studienbegleitenden Prüfungsleistungen (A) zu den im B-Bereich nicht belegten Fachgebieten.

Bei der Anmeldung zum ersten Prüfungsabschnitt sind die gewählten Grund-, Vertiefungs- und Hauptvertiefungsfächer anzugeben, letztere mit Basis und Teilfächern.

Bis zum zweiten Prüfungsabschnitt:

Studienbegleitende Prüfungsleistungen aller sechs Grundfächer (A), die nicht als Vertiefungsfächer gewählt wurden;

Studienleistungen in Geologie und in den fachübergreifenden Wahlpflichtfächern (letztere auch unbenotet);

Studienleistungen in den im zweiten Prüfungsabschnitt angemeldeten B- bzw. C-Fächern. Dazu gehören bei den Prüfungsfächern Verkehr, WAR und Wasserbau auch die studienbegleitenden Prüfungsleistungen (A) zu den im B-Bereich nicht belegten Fachgebieten.

Überblick über den Ablauf der Diplomprüfungen in den einzelnen Prüfungsabschnitten:

In einem Prüfungsabschnitt sind zu einem oder zweien der insgesamt drei Vertiefungsfächer (B) (einschließlich des Hauptvertiefungsfaches B+C) die Prüfungsleistungen zu erbringen. Dazu zählen die Prüfungen zum Stoff des A-Bereiches und der Basis des jeweiligen Vertiefungsfaches, zum Stoff der zugehörigen Teilfächer und beim Hauptvertiefungsfach auch zum Stoff des C-Bereiches. Die Prüfungen in den Teilfächern und zum C-Bereich können in vielen Fällen bereits vor der Prüfung der Basis, d.h. vor dem angemeldeten Prüfungsabschnitt

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abgelegt werden, die Prüfungsergebnisse müssen jedoch bis zur Notenfestlegung in den Vertiefungsfächern (B) oder im Hauptvertiefungsfach (C) vorliegen.

Nicht alle Prüfungsfächer müssen Fächer aus dem Bauingenieurwesen sein. Es besteht die Möglichkeit des Austauschs von Bauingenieurfächern gegen Fächer aus anderen Fachbereichen der TU Darmstadt. Damit ist die Möglichkeit gegeben, sich vertiefter, als dies in den Wahlpflichtfächern möglich ist, mit anderen Wissens- und Wissenschaftsbereichen zu beschäftigen und fachübergreifende Studienakzente oder Schwerpunkte zu setzen. Eine Ausnahme bildet jedoch das Grundfach Statik (A), das nicht generell ausgetauscht werden kann.

Es gibt folgende Möglichkeiten, Fächer auszutauschen:

Es gibt folgende Möglichkeiten, Fächer auszutauschen: 1 A-Fach 2 A-Fächer   1 A - F a

1 A-Fach

2 A-Fächer
2 A-Fächer
 
 
 
  1 A - F a c h m i t zugehörigem B-Fach 1 A-Fach ohne
  1 A - F a c h m i t zugehörigem B-Fach 1 A-Fach ohne
  1 A - F a c h m i t zugehörigem B-Fach 1 A-Fach ohne

1 A-Fach mit zugehörigem B-Fach

1 A-Fach ohne und ein 2. A-Fach mit zugehörigem B-Fach

1 A-Fach ohne und ein 2. A-Fach mit zugehörigem B-Fach Austausch der 3 A-Fächer Statik, Stahlbau

Austausch der 3 A-Fächer Statik, Stahlbau und Massivbau gegen das „Grundfächerpaket Umwelt“

Der Stundenumfang des eingetauschten „Fremdfaches“ muss dem des „weggetauschten“ Bau- ingenieurfaches entsprechen. Der Studierende muss sich dabei im Fremdfach die Lehrveran- staltungen selbst zusammensuchen. Einige häufig eingetauschte Fremdfächer, z.B. Städtebau, BWL und Ingenieurgeologie, haben für Bauingenieure ein fertiges Veranstaltungs- und Prü- fungspaket geschnürt, das verpflichtend ist.

Zum Eintausch des Faches „Technologie und Entwicklung in der Dritten Welt“ (TuE) gibt es ein Merkblatt im Institut WAR, Fachgebiet Umwelt- und Raumplanung.

Ein spezielles Austauschangebot seit dem WS 1992/93 stellt das sogenannte „Umweltpaket“ dar. Aktuelle Informationen enthalten die Internetseiten http://www.iwar.bauing.tu- darmstadt.de/upaket/upak001.htm, die auch generell zum Thema Austauschen ausführlich informieren (siehe Kapitel 4). Nur in diesem speziellen Austauschverfahren kann auch das Grundfach Statik (A) zusammen mit Massivbau (A) und Stahlbau (A) gegen das „Grundfä- cherpaket Umwelt“ ausgetauscht werden. Weitere Bedingungen sind dem Internetangebot zu entnehmen.

Zum Austauschen ist möglichst frühzeitig ein Antrag zu stellen. Das einzutauschende Fach darf nicht beliebig zusammengesetzt sein, sondern muss aus dem Lehrangebot eines Fachbereiches sinnvoll zusammengestellt sein, was die Professorin/der Professor des Eintauschfachs bestätigt. Eine Ausnahme von der fachbereichsbezogenen Auswahl stellt das Eintauschfach Umweltwissenschaften (Umweltpaket) und die Veranstaltung "Technologie und Entwicklung in der Dritten Welt" dar, in denen die Wahl von Veranstaltungen verschiedener Fachbereiche in Absprache mit der jeweiligen Studienberatung ausdrücklich gewünscht ist. Vor

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dem Austausch von Fächern oder Teilfächern sollte eine Beratung durch die Professoren/Professorinnen der Vertiefungsfächer oder des Hauptvertiefungsfaches erfolgen.

Der Antrag für das Eintauschfach Umweltwissenschaften ist bei den zuständigen MitarbeiterInnen (siehe aktuell http://www.iwar.bauing.tu-darmstadt.de/upaket/upak001.htm) erhältlich. Die Austauschanträge für andere Austauschmöglichkeiten sind im Dekanat zu bekommen. Der Antrag muss durch eine Prüferin/einen Prüfer des C-Bereichs und die Professorin/den Professor des Eintauschfaches unterschrieben werden. Dieser vorbereitete Antrag wird für das Eintauschfach Umweltwissenschaften bei den zuständigen MitarbeiterInnen, in allen anderen Fällen im Dekanat, abgegeben und durch den Dekan/die Dekanin mit einem Schreiben bestätigt. Dieses Schreiben wird den Studierenden im Dekanat ausgehändigt und muss durch die Studierenden bei der Anmeldung zur ersten Hauptfachklausur (B-Basisfach) im Dekanat vorgelegt werden, um den Eintausch zu ermöglichen.

Im Vertiefungsstudium können auch Teilfächer ausgetauscht werden. Das dabei eingetauschte Teilfach kann entweder aus einem anderen Bauingenieurfach oder aus einem Fremdfach stammen. Dem Austauschen von Teilfächern muss der Prüfer des jeweiligen Vertiefungsfaches zustimmen.

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1.6.6.1. Studienplanübersicht - Hauptstudium

   

Grundfächer

   
 

Vertiefungsfächer

   
 

Hauptvertiefungsfächer

 
 

Pflichtbereich (A)

 

Wahlpflichtbereich (B)

 

Wahlpflichtbereich (C)

Studienfächer 5)

Sem.

Sem.

Sem.

Sem.

Summe A

Teil- und Basisfächer *)

Sem.

Sem.

Basisfäch. Je 8 SWS

Teilfächer je 4 SWS

Hinweise

Summe B

Sem.

 

Sem.

Sem.

Summe C

Sem.

1.

4.

5.

6.

7.

8.

8.

9.

10.

10.

           

Verkehrkehrsplanung und

VV2

1+1

0+2

BS2+ SW2 BS2 + LV2 BS2 + VV2 SW2+ LV2

LV2; VV2

Ohne Teilfach oder bis zu 2 Teilfächer nach Wahl; wenn auch C-Studium dann mindestens 1 Teilfach

8

       

Verkehrstechnik II

SW2; VV2

Verkehr

Bahnsysteme und

BS2

1+1

0+2

SW2; LV2

oder

 

8

(Eisenbahn-

 

1+0

3+0

3+1

8

Bahntechnik II

BS2; VV2

12

 

0+4

16

       

SW2 + VV2 LV2 + VV2

BS2; LV2

Straßen- und

       

Straßenwesen II

SW2

1+1

0+2

       

BS2; SW2

oder

   

Verkehrswesen)

           

Luftverkehr II

LV2

1+1

0+2

     

16

0+2

0+2

 
   

2+1

     

Hydraulik

HYA

3+1

 

HYA + HYO

KWW

ohne oder mit Teilfach; wenn auch C- Studium,dann siehe 11)

8

10

     
 

1+0

   

Hydrologie

HYO

2+1

 

KWW

+

HYO

Wasserbau

       

8

 

KWW

2+0

0+3

HYA

HY

oder

   

0+4

16

1+0

2+1

Konstruktiver

Wasserbau

KWW

+

12

0+2

HYO

 
   

1+1

     

Wasserversorgung

WV

2+2

 

UR + AT AB + UR AB + AT

WV; AB

ohne Teilfach oder bis zu 2 Teilfächer nach Wahl; wenn auch C-Studium, dann 2 Teilfächer

8

 

4

     

Wasserversorgung

   

1+1

 

Abwassertechnik

AB

2+2

 

WV; AT

oder

Abwassertechnik

 

1+1

   

Abfalltechnik

AT

 

2+2

WV; UR

 

Abfalltechnik

 

1+0

1+1

 

9

Umwelt- und

UR

2+2

 

WV + AT WV + UR WV + AB

AB; UR

12

 

0+8

 

16

Umwelt-

und

6)

Raumplanung

AB; AT

 

oder

 

Raumplanung

               

UR; AT

   
                 

16

 

0+4

           

Baubetrieb Basis

BB

1+3

0+1+3

BB

BE

ohne oder mit Teilfach; wenn C- Studium, dann mit Teilfach

       

2+1

Baubetrieb Ergänzung 1

12)

BE

 

2+2

EC

8

0+6

Baubetrieb

         

oder

 

1+1

1+0

6

       

10

   

16

 

8)

Baubetrieb Ergänzung 2

BEC

1+1

1+1

 

12

   
           

Informatik im Bauwesen Basis

     

IBB

IBE

ohne Teilfach oder bis zu 2 Teilfächer nach Wahl; wenn C-Studium, dann mindestens 1 Teilfach

8

   

IBB

2+2

2+2

NM

FEM

oder

Informatik im Bauwesen /

     

D

Informatik im

2+2

4

Numerische Methoden Ergänzung

IBE

2+2

2+2

12

 

8

16

I

Bauwesen

oder

 

P

Numerische Methoden

NM

2+2

2+2

 

L

Finite Element Methode

FEM

 

2+2

16

 

0+8

 

O

                                   

M

           

Geotechnik Basis

GB

3+1+2

1+1

GB

GE1

ohne Teilfach oder bis zu 2 Teilfächer; wenn C-Studium,

dann mindestens 1 Teilfach

8

4+0

1+1

   

A

       

GE2

   

Geotechnik Ergänzung 1

GE1

2+0

2+0

oder

0+4

 

R

B

Geotechnik Ergänzung 2

GE2

4+0

       

Geotechnik

2+0

3+2

7

       

12

 

16

E

 

oder

I

16

 

0+6

T

           

Massivbau Basis 9)

MB

3+2

1+2

MB

ME; BP

ohne Teilfach oder bis zu 2 Teilfächer

nach Wahl; wenn

       

Massivbau Entwurf

ME

 

0+4

BK; BC

8

       

ZfP

Bauphysik

BP

 

4

C-Studium, dann

   

8

 

Baukonstruktionen

BK

 

4

KG; IBE

mindestens 1

oder

Massivbau

 

2+2

1+2

7

Bauchemie

BC

 

4

HA; HB

Teilfach

12

 

16

Zerstörungsfreie Prüfung

ZfP

 

4

GT

       

Konstruktives Gestalten

KG

 

4

oder

   

Inform. Im Bauwesen

IBE

 

2+2

16

 

0+8

 

Holzbau A, B

HA, HB

3+1

3+1

Gebäudetechnik

GT

 

4

 
           

Stahlbau Basis 7)

StB

4+1+1

2+0

   

ohne Teilfach oder bis zu 2 Teilfächer nach Wahl; wenn C-Studium, dann mindestens 1

8

2+0

     
       

Stahlbau Ergänzung

StBE

 

3+1

StB

 

BB; WM HA; HB; BP IBE

oder

 

6

1+0

2+0

Werkstoffmechanik II

WM

2+0

2+1

Stahlbau

7

Holzbau A, B

HA; HB

3+1

3+1

 

12

 

2+0

2+0

Bauphysik

BP

 

4

 

Teilfach

oder

   

Informatik im Bauwesen

IBE

 

2 + 2

16

 

0+8

16

           

Statik Basis

StaB

3+1

3+1

   

ohne Teilfach oder bis zu 2 Teilfächer nach Wahl; wenn C-Studium, dann mindestens 2 Teilfächer

   

4

     
 

0+2

StaB

FT; FEM;

10

Flächentragwerke

FT

 

2+2

BD; VTB

oder

0+2

0+2

Statik

4+1

3+2

10

FEM

FEM

 

2+2

14

16

Baudynamik

BD

 

2+2

oder

   

Verallg. Techn.

VTB

 

2+2

 

18

 

0+8

Biegetheorie

 
   

2+3

                             

Geologie

10)

5

Fachübergreifende

     

4

4

                       

Wahlpflichtfächer

Summe SWS

1

24

26

24

75

 

36

 

16

 

6+8

Allgemeines

Technische Universität Darmstadt - Studiengang Bauingenieurwesen

Die in der Studienplanübersicht angegebenen Zahlen sind Semesterwochenstunden (SWS). Die mit einem * verbundenen Zahlen bedeuten Vertieferarbeiten.

Weitere Anmerkungen :

5) Aus den genannten Studienfächern - ausgenommen das Fach Geologie und die fachübergreifenden Wahlpflichtfächer - werden 9 Prüfungsfächer wie folgt ausgewählt: 6 Fächer (Grundfächer) mit dem Stoff des Pflichtbereiches (A), 2 Fächer (Vertiefungsfächer) mit Stoff des Wahlpflichtbereiches (B) und des Pflichtbereiches (A) sowie 1 Fach (Hauptvertiefungsfach) mit dem Stoff des Pflichtbereiches A und der Wahlpflichtbereiche B und C.

6)

7)

8)

9)

10)

11)

Öffentliches Recht

Entnahme eines Teilfachs (4 SWS) möglich

Bauvertragsrecht

Entnahme eines Teilfachs Spannbeton (4 SWS) möglich

Einschließlich Exkursionen

Zu den Regelungen für den C-Bereich im Wasserbau siehe die nachfolgenden Tabellen

12) Kann unabhängig von Basis gewählt werden

*)

Weitere Teilfächer auf Nachfrage oder Antrag beim Prüfer des Basisfaches

Für

die

Wahl

des

Prüfungsfaches

Wasserbau

als

Hauptvertiefungsfach

gelten

folgende

Regelungen:

 

Teilfächer

   

Vertiefungsfächer

 

Abfalltechnik

 

AT

Wasserbau Wasserversorgung und Abwassertechnik Geotechnik Basis Massivbau Basis Informatik im Bauwesen Basis Bahnsysteme und Bahntechnik II und Straßenwesen II Abfalltechnik, Umwelt- und Raumplanung Stahlbau Basis

WB

Spannbeton

Sp

WA

Informatik im Bauwesen Erg. Stahlbau Hydrogeologie Geotechnik, Ergänzung 1

IBE

GB

St

MB

HG

IBB

GE1

BS2+SW2

Bauphysik

 

BP

AR

Umwelt - und Raumplanung Hydraulische Maschinen Geitechnik, Ergänzung 2 Techn. Entwickl. 3. Welt Geologie Botanik Mikrobiologie Bahnsysteme und Bahntechnik II Geodäsie

UR

StB

HM

 

GE2

TE

G

Bo

Mb

BS2

Gd

Technische Universität Darmstadt - Studiengang Bauingenieurwesen

Allgemeines

Vertiefungsfach 12 SWS

2 Teilfächer je 4 SWS nach Wahl

2 Vertiefungsfächer je 8 SWS nach Wahl

 

AT; Sp; HG; BP; GE1,2 UR; AT; HG; TE; Bo GE1,2; Gd; Bo; Mb

WA, GB

WB

UR; HG; IBE; Gd Gd; G; GE1,2; St; HM BS2; Sp; Gd; St GE 2; HG; Sp; Gd

WA; GB; IBB GB; MB; StB GB; BS2+SW2 WA; AR; BS2+SW2

Jede Zeile stellt eine sinnvolle Kombination dar; für davon abweichende Kombinationen Beratung empfehlenswert

 

Grundstudium

Technische Universität Darmstadt - Studienplan Bauingenieurwesen

1.6.7. Lagepläne der Institute und Einrichtungen des Fachbereiches

Bauingenieurwesen 1.6.7. Lagepläne der Institute und Einrichtungen des Fachbereiches 1.6.7.1. Lageplan TU-Stadtmitte 26

Technische Universität Darmstadt - Studienplan Bauingenieurwesen

Grundstudium

Technische Universität Darmstadt - Studienplan Bauingenieurwesen Grundstudium 1.6.7.2. Lageplan TU-Lichtwiese 27

Grundstudium

Technische Universität Darmstadt - Studienplan Bauingenieurwesen

2. Studienpläne des Grundstudiums

Technische Universität Darmstadt - Studienplan Bauingenieurwesen

Grundstudium

2.1. Übersicht über die Lehrveranstaltungen im Grundstudium

Pflichtbereich

Bau- und Geoinformatik

2 + 2

Werkstoffe im Bauwesen

5 + 2

Grundzüge des Planens und Entwerfens

2 + 4

Konstruktive Geometrie

2 + 2

Mathematik, Teil 1

8 + 4

Mathematik, Teil 2

3 + 2

Orientierungsveranstaltung

0 + 3

Physik

4 + 0

Technische Mechanik

9 + 6

Vermessungskunde

1 + 5

Wahlpflichtbereich

Aus den angebotenen fachübergreifenden Wahlpflichtfächern sind aus dem Lehrangebot der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften Veranstaltungen zu wählen, die insgesamt mindestens einen Umfang von zwei (2) Semesterwochenstunden haben.

Grundstudium

Technische Universität Darmstadt - Studienplan Bauingenieurwesen

2.2. Bau- und Geoinformatik

1. Semester

Bau- und Geoinformatik (2 + 2 SWS)

Vorlesung

Hörsaalübg.

- Fachspezifische Software-Systeme aus dem Bauingenieurwesen und der Geodäsie

   

- Computerumgebungen für Ingenieuranwendungen

- Ingenieurspezifische Software-Entwicklung mit der Programmiersprache Java

o

Datenstrukturen

o

Algorithmen

o

Objektklassen

o

Benutzerinteraktion

 

28 h

 

28 h

Zeitaufwand für Bau- und Geoinformatik 4 SWS Vorlesungen und Hörsaalübungen

4

× 14 =

56 h

Stoffverarbeitung und Prüfungsvorbereitung Blockübungen/Hausübungen im PC-Labor

4 × 18 =

72 h

32 h

 

Summe :

160 h

Technische Universität Darmstadt - Studienplan Bauingenieurwesen

Grundstudium

2.3. Werkstoffe im Bauwesen (bisher: Baustofflehre/Werkstoffmechanik)

3. Semester

Werkstoffmechanik

Vorlesung

Hörsaalübg.

(2 + 1

SWS)

1. Übersicht

   

2. Elastische Beanspruchungen

3. Rheologische Modelle

4. Werkstoffversagen

5. Statistik

6. Biegung, Verbund, Eigenspannungen

7. Kerben und Risse

8. Schwingfestigkeit

 

28

h

12

h

Baustofflehre

Vorlesung

Hörsaalübg.

(3 + 1

SWS)

1. Chemische und physikalische Grundlagen

   

2. Mineralische Baustoffe

3. Metallische Werkstoffe

4. Kunststoffe

5. Verbundwerkstoffe

6. Holz

7. Dauerhaftigkeit

 

42

h

16

h

Studienarbeiten in Werkstoffe im Bauwesen:

Praktikum und Tests

=

56 h

Zeitaufwand für Werkstoffe im Bauwesen 7 SWS Vorlesungen und Hörsaalübungen

7

× 14 =

98 h

Stoffverarbeitung und Prüfungsvorbereitung

7 × 18 =

126h

Praktikum und Testvorbereitung

56 h

 

Summe :

280 h

Grundstudium

Technische Universität Darmstadt - Studienplan Bauingenieurwesen

2.4. Grundzüge des Planens und Entwerfens (GPE)

Die Studienanfänger des Diplomstudienganges Bauingenieurwesen belegen laut Beschluss des Fachbereichsrates 13 vom 07.07.2004 anstelle der

Orientierungsveranstaltung Berufserkundung (1. Semester, 0 + 3 SWS) oder der Orientierungsveranstaltung Projektplanspiel (2. Semester, 0 + 3 SWS)

sowie den Lehrveranstaltungen

Grundzüge des Planens und Entwerfens I (2. Semester, 2 + 1 SWS) und Grundzüge des Planens und Entwerfens II (3. Semester, 2 + 1 SWS)

die im Bachelor of Science-Studiengang Bauingenieurwesen und Geodäsie angebotenen Module

Grundlagen des Planens, Entwerfens und Konstruierens I (1. Semester, 6 CP) und Grundlagen des Planens, Entwerfens und Konstruierens II (2. Semester, 6 CP).

Hinweis:

Die Prüfungsleistung des Faches Grundzüge des Planens und Entwerfens (6 SWS) wird durch das erfolgreiche Erwerben aller Kreditpunkte für die Module Grundlagen des Planens, Entwer- fens und Konstruierens I und II (jeweils 6 CP, siehe auch Kap. 2.11) erbracht. Die Gesamtnote des Faches Grundzüge des Planens und Entwerfens setzt sich zu gleichen Teilen aus den Noten der Module Grundlagen des Planens, Entwerfens und Konstruierens I und II zusammen. Dabei müssen beide Module mit mindestens ausreichend (4,0) bewertet sein.

Technische Universität Darmstadt - Studienplan Bauingenieurwesen

Grundstudium

2.5. Darstellende Geometrie

1. Semester

Darstellende Geometrie (2 + 2 SWS)

Vorlesung

Hörsaalübg

 

.

1. Geometrische Grundbegriffe und Grundtatsachen

2

h

2

h

- Begriffe der Abbildung

   

- Allgemeine Eigenschaften von Projektionen

- Projektionsarten

- eindeutige Abbildungen

2. Zweitafelprojektion der Grundelemente

6

h

6

h

- Abbildungsprinzip

   

- Grund- und Aufrisse von Punkten, Geraden und Ebenen

- Umprojektionen

- Konstruktion von Schnittpunkten und -geraden

- Wahre Größe von Geraden und Ebenen

3. Zweitafelprojektionen von Kurven, Flächen und Körpern

6

h

6

h

- Normalprojektion des Kreises

   

- Ellipsenkonstruktion

- Ebene Schnitte einfacher Flächen

- Abwicklungen

- Rotationsflächen

4. Durchdringungen

2

h

2

h

- Durchstoßpunkt einer Kurve mit einer Fläche

   

- Durchdringungskurve zweier Flächen

5. Senkrechte Eintafelprojektionen

4

h

4

h

- Abbildungsprinzip

   

- Konstruktion von Schnittpunkten und Geraden

- Dachausmittlung

6. Axonometrie

4

h

4

h

- Schiefe Axonometrie (Anfänge bereits nach 1.)

   

- Senkrechte Axonometrie

- Schatten bei parallelem und zentralem Licht

7. Zentralprojektion

4

h

4

h

- Architektenanordnung

   

- Rekonstruktion

 

28 h

28 h

Grundstudium

Technische Universität Darmstadt - Studienplan Bauingenieurwesen

Zeitaufwand für Darstellende Geometrie:

4 SWS Vorlesungen und Hörsaalübungen

4

× 14 =

56 h

Stoffverarbeitung und Prüfungsvorbereitung

4 × 18 =

72 h

10 Hausübungen je 3 h (freiwillig)

10 × 3 =

30 h

Summe :

158 h

Technische Universität Darmstadt - Studienplan Bauingenieurwesen

Grundstudium

2.6. Mathematik

1. Semester

Mathematik I, Teil 1 (4 + 2 SWS)

Vorlesung

Gruppen-

übung.

1. Zahlen und Verktoren

   

- Mengen und Abbildungen

- Die reellen Zahlen

- Die Ebene

- Vektoren

- Produkte

- Geraden und Ebenen

- Die komplexen Zahlen

2. Funktionen, Grenzwerte, Stetigkeit

- Funktionen (Grundbegriffe)