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Quercetin bei Fibroadenomen und Brustkrebs

Stand / Letzte Aktualisierung durch Elisabeth Rieping 25.11.2006

Stichworte: Flavonoide, Virusinfektion, BLV, EBV, Ernährung: Zwiebel, Apfel, Kaffee

Der Text zu Quercetin entspricht einem Auszug aus der Autobiographie von Elisabeth Rieping, s. dort ab Seite 47 unter
der Überschrift Quercetin.

Quercetin
Quercetin ist ein Flavonoid, das in vielen Pflanzen vorkommt, besonders im Johanniskraut, aber auch in der Schale von Äpfeln
und Zwiebeln. Jedenfalls in Zwiebeln und Äpfeln, die noch nicht aus hybridem Saatgut entstanden sind, sondern aus dem
davor üblichen Saatgut. Entdeckt hat man es in der Rinde von Eichen. Die Eiche heißt auf Latein Quercus und danach wurde
dieses Gift aus der Eichenrinde Quercetin genannt. Warum bilden so viele Pflanzen, besonders an ihren äußeren
Begrenzungen, Schalen oder Rinden z.B., Quercetin?

Warum bilden Pflanzen Quercetin?


Um das zu verstehen, muss man sich vor Augen halten, dass in der Natur, die wir heute in der Regel für etwas Schönes,
Harmonisches halten, in der Realität ein ziemlicher Kampf herrscht. Der Kampf geht ums Wasser, ums Licht, darum nicht
gefressen zu werden und, und das muss uns hier mal in erster Linie befassen, auch nicht von Viren befallen und zur
Produktion von Viruspartikeln umfunktioniert zu werden. Gegen das Gefressen werden und gegen diesen Virusbefall bilden
Pflanzen dauernd Gifte, die die Viren an der Produktion ihrer Viruspartikel hindern oder die die virusbefallenen Zellen töten,
oder sie zumindest an der Vermehrung hindern sollen.
Diese Giftproduktion der Pflanzen gegen Virus befallene Zellen können wir nützen, denn auch der epidemische Brustkrebs
scheint durch Virus-Infektionen zustande zu kommen. Und zwar lässt sich in den Brustkrebszellen das Erbmaterial des
Rinderleukämie-Virus BLV finden, das mit der Kuhmilch übertragen wird. Zusätzlich aber sehr häufig auch das Epstein-Barr-
Virus.
In Fibroadenomen finden sich noch mehr Viren, die man da, sozusagen zufällig, gefunden hat. Das Quercetin, das wir uns als
eine pflanzliche Waffe gegen virusinfizierte Zellen vorstellen können, muss ziemlich wirksam sein, sonst würden es nicht so
viele Pflanzen herstellen, um sich damit zu schützen.
Dass es gegen Zellen wirkt, die von BLV-Virus infiziert wurden, wurde auch gezeigt. Und besonders wenn man epidemischen

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Brustkrebs hat, ist es sicher nicht falsch, zu versuchen, mit Quercetin-haltiger Nahrung die virusinfizierten Zellen an der
Zellteilung zu hindern. Denn die Zellteilung, das ist das Wachstum der Krebsgeschwulste, und dagegen könnte Quercetin
besonders gut und spezifisch eingesetzt werden, weil es gegen die BLV-infizierten Zellen wirkt (Phillpott und Bühring 1999). Es
ist eben so wichtig, dass ein Zellgift so spezifisch wie möglich wirkt. Das Quercetin bietet uns da Möglichkeiten.

Quercetin-Nebenwirkungen
Viele Menschen bekommen Aufstoßen und Blähungen von Zwiebeln. Diese Nebenwirkungen muss man vielleicht in Kauf
nehmen. Vielleicht haben sie gar nichts mit dem Quercetin zu tun, sondern mit anderen Giften in der Zwiebel und anderen
Pflanzenteilen. Aber bis man das weiß, sollte man tunlichst auf die ganze Pflanze zurückgreifen. Dass Zwiebeln
Nebenwirkungen haben, ist meistens ja auch bekannt. Nicht jeder verträgt schließlich Zwiebeln, die besonders viel Quercetin
enthalten. Und man muss man sich ja auch klar machen, dass Quercetin ein Gift ist. Es soll Zellen töten. Gerade in der
frischen Zwiebel wird es in wirksamer Konzentration enthalten sein.

Eine weitere wichtige Nebenwirkung


Eine ganz wichtige Nebenwirkung ergibt sich aus der Wirkung des Quercetins, Brüche in der DNA, also dem Erbmaterial von
Zellen, zu machen (Phillpott und Bühring 1999). Zellen, die durch den Rindervirus BLV infiziert sind, und das ist ein großer Teil
der Brustkrebses, nämlich der epidemische Brustkrebs, können diese Brüche nicht reparieren und darauf könnte die
spezifische Wirkung gegen Brustkrebszellen beruhen. Denn andere Zellen können die Quercetinschäden in der Regel
reparieren. Wenn die BLV-infizierten Zellen jetzt an diesen unreparierten DNA-Brüchen absterben würden, das wäre gut.
Das war zum Beispiel beim Koffein und seiner Wirkung gegen den Ausbruch des genetischen Brustkrebs so. Das Koffein
bewirkte, dass der Zellzyklus weiterlief, ohne dass die Mutationen repariert wurden. Die nicht reparierten Zellen konnten sich
dann nicht mehr teilen und waren deshalb ungefährlich, weil Zellen, die sich nicht teilen konnten, keine Krebsgeschwulst
bilden können.
Die durch das Rinderleukämie-Virus infizierten Zellen können die durch das Quercetin bewirkten Mutationen ebenfalls nicht
reparieren. Sie zeigen Zeichen des Zelltods, den man auch Apoptose nennt. Das wäre gut, weil eine Zelle, die sich nicht teilen
kann, sich nicht zu einem Krebsgeschwulst auswachsen kann. In den anderen Zellen werden die Quercetinschäden dagegen
repariert.

Ich quäle mich damit rum, ob es nicht gefährlich ist, in den anderen gesunden, nicht infizierten Zellen, dauernd
Quercetinschäden zu setzen. Vielleicht ist es ungefährlich. Zwiebeln werden schon seit vielen zigtausend Jahren gegessen.
Insofern können wir mit den Quercetinschäden wahrscheinlich leben. Aber man kann ein Risiko da nicht ausschließen. Ich
würde es eher versuchen.
Soviel wie von der Radiojodbehandlung verspreche ich mir nicht davon. Aber die Hemmschwelle ist bei der Verspeisung von

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Zwiebeln ist vielleicht geringer. Man kann sofort damit anfangen und es auch wieder lassen. Insofern, ich würde es beim
epidemischen Brustkrebs eher versuchen.
Ansonsten würde ich sagen: Wenn man bei sich den epidemischen Brustkrebs vermutet, (sich behandeln lässt) und das Gefühl
hat, er ist nicht ganz weg, zum Beispiel wenn die Lymphknoten befallen waren, dann bietet nämlich auch die Chemotherapie
in der Regel kein Heilung mehr. Auch wenn sie den Tumor verkleinern kann.

Quercetin gegen erblichen Krebs


Beim genetischen Krebs und zwar beim Darmkrebs, gibt es Hinweise auf eine sehr günstige Wirkung. Also hier ist ein
ernsthafter Bericht über die Wirkung von Cucurmin aus dem Curry und dem Quercetin aus der Zwiebel, die die Entstehung
von Darmpolypen bei Menschen mit einer sehr starken Veranlagung zu diesen Darmpolypen, die zu Darmkrebs entarten,
zurückdrängen kann. Es entstanden weniger und kleinere Darmpolypen in diesen Menschen. Darmkrebs hat im Vergleich zum
Brustkrebs den Vorteil, dass man ihn zwar nicht problemlos, aber doch überhaupt, beobachten kann
http://www.aerzteblatt-studieren.de/...p?docId=103615.
Das kann man, denke ich schon, so interpretieren, dass das Quercetin uns nützen könnte.
Bei der Krebserkrankung von der oben die Rede ist, entstehen dauernd viele neue Krebszellen. Bei uns, also bei Menschen mit
erblichem Brustkrebs, entstehen nur selten Krebszellen, die sich nicht beobachten lassen, was bei den Darmpolypen viel
leichter ist. Aber beide Krebsarten entstehen aus Gewebe, das sich dauernd aus Stammzellen erneuert und dadurch
besonders krebsanfällig ist. Denn auch Brustdrüsenzellen des Menschen gehen immer wieder zugrunde und entstehen neu, so
wie Darmkrebszellen aber unter dem Einfluss der Hormone.

Dieses Beispiel einer Wirkung von Quercetin auf die Entstehung und das Wachstum von Krebszellen ist ein gutes Beispiel und
kann auch als Hinweis darauf gesehen werden, dass Quercetin auch gegen den erblichen Brustkrebs ein wirksames
Medikament sein könnte. Ein Problem ist die Dosis. Besonders der Anteil von Cucurmin im Curry soll gering sein. Man müsste
sich also Gerichte mit rohen Zwiebeln und vielleicht auch mit Cucurmin direkt überlegen. Ich weiß nicht, ob es auch Cucurmin
direkt als Gewürz der indischen Küche gibt.

Zubereitung
Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass mit Speisen wie Zwiebelsuppe keine ausreichende Dosis erreicht werden kann.
Und mir ist auch nicht bekannt, ob Quercetin noch genauso wirksam ist, wenn es gekocht ist, wie in der Zwiebelsuppe, die an
und für sich eine sehr quercetinreiche Nahrung ist. In der Forschung geht man davon aus, und benutzt gelegentlich
Zwiebelsuppe, um Versuchspersonen Querdetin zu geben.
Aber Kochen ist eine Zubereitungsweise, die die pflanzlichen Nahrungsmittel genießbarer machen soll, indem sie Gifte
zerstört. Zum Beispiel das Solanin in den Kartoffeln usw. Das könnte beim Quercetin genauso sein. Das müsste man

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untersuchen. Bis dahin kann man als Zubereitungsform nur das rohe Genießen empfehlen. Und möglichst auch keine
Zuchtformen. Denn auch Zwiebeln werden oft so gezüchtet, dass sie genießbarer, das heißt weniger giftig sind. Das heißt,
dass sie weniger Gift enthalten, deshalb bekömmlicher, leckerer sind.
Deshalb sind sie dann auch anfälliger und ob sie gegen virusinfizierte Zellen etwas bringen, ist die Frage, deren Beantwortung
nicht jeder abwarten kann. Ansonsten soll es Quercetin auch in Apotheken geben. Vielleicht ist das Frische aus Zwiebeln,
Äpfeln (Vorsicht Zuchtfomen und nicht die Schale abmachen), aber auch sehr gut oder besser, weil weniger denaturiert.

Vergleich Quercetin und Taxane


Ein großer Vorteil von Quercetin im Vergleich mit zum Beispiel den Taxanen ist auch, dass es durch seine Spezifiität die
normalen Zellen nicht so stark schädigt. Denn obwohl das Quercetin auch Nebenwirkungen hat, kann man sich doch
vorstellen, dass man Quercetin auf die Dauer in seinen Speiseplan oder seine Essensgewohnheiten einbaut, während man mit
den Taxanen sehr bald wieder aufhören muss und dann wachsen die Tumorzellen und die Haare wieder.
Durch Quercetin dürften die haarbildenden Zellen dagegen gar nicht angegriffen werden, außer sie sind auch
virusinfiziert. Außerdem wirken Taxane sowieso nicht, wenn die Brustkrebszellen durch Epstein-Barr-Viren infiziert sind. Das ist
aber ein großer Anteil der Brustkrebszellen. Aber soweit ich weiß, wird noch mal in den neueren Studien darauf gestestet, und
so werden viele Frauen umsonst, wenn auch nicht kostenlos mit diesem Gift gequält (Taxane).

Weitere spezifische Wirkungen von Quercetin


Quercetin ist ein Hemmstoff der Proteinkinase C, wobei ich vermute, dass das C von Casein kommt. Das Kasein ist ein
Inhaltstoffe der Milch, und die Milchproduktion ist die zentrale und wichtige Aufgabe der Brustdrüse, die über die Milch alle
Stoffe produziert und abgibt, die ein Säugling braucht und das sind nicht nur Nährstoffe, sondern auch viele Hormone. Ein
ziemlich zentrales Protein, das an einer Art Schaltstelle sitzen soll, ist die Proteinkinase C, die durch Quercetin gehemmt wird.
Insofern könnte sie tatsächlich ein guter bzw. relativ spezifischer Ansatzpunkt im Stoffwechsel einer aktiven Brustdrüsenzelle
sein und die Brustkrebszellen haben vermutlich viel mit aktiven Brustkrebszellen gemeinsam (siehe Die Brust verstehen).
Deshalb will ich mich intensiver mit Quercetin und den Möglichkeiten, die es in der Brustkrebsbehandlung bieten könnte,
befassen, ohne bis jetzt schon sehr viel sagen zu können. Denn es wird viel daran gearbeitet und ich muss einiges lesen, um
mir ein Bild machen zu können.

Quercetin hätte als Brustkrebsmittel weitere Vorteile. Es ist verglichen mit dem was sonst auf dem Markt ist und zahllose
grässliche Nebenwirkungen hat, billig. Man kann es kaufen, weil es nicht verschreibungspflichtig ist.

Das muss nicht heißen, dass es völlig harmlos ist. Und ich suche auch nach Nebenwirkungen. Aber da es in dem viel benutzten
Johanniskraut enthalten ist, dass ja auch Nebenwirkungen hat, aber keine so dramatischen und folgenschweren wie die
vielbenutzten Taxane, könnte man es versuchen. Ich werde jedenfalls weiter daran arbeiten.

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Über den Zelltod von Krebszellen durch Quercetin
Hier wird gezeigt, das Quercetin den Tod von HeLa Zellen durch die Aktivierung eines Apoptose-Gens namens gadd45
bewirkt (Yoshida T 2005) und zwar ohne das regulierende Gen p53 zu bemühen, das in Brustkrebszellen nicht funktioniert,
weshalb Brustkrebszellen eben auf Wegen, die p53 benötigen, nicht zum Zelltod kommen könnten. Dem Zelltod durch
Quercetin scheint aber nichts im Wege zu stehen.

Ein weiterer Vorteil der quercetinhaltigen Zwiebeln


Rohe Zwiebel schlagen schwer auf den Appetit. Ich weiß nicht, ob das am Appetit liegt oder an anderen Inhaltsstoffen der
Zwiebeln, aber seit ich kaum Milch und mehr Zwiebeln esse, esse ich weniger. Ich denke, das könnte daran liegen, dass die
Zwiebel ein Pflanzenteil ist, das von der Pflanze aus gesehen, vom Essen abschrecken soll. Es hat für die Pflanze keinen
Vorteil, wenn die Zwiebel zum Beispiel für einen Wurm lecker ist. Bei Früchten kann das anders sein. Sie werden ja oft durch
Fressen (gefressen werden) verbreitet, und dann wird über die Ausscheidung der unverdauliche Same an einen neuen Ort
getragen. Deshalb sind sie lecker, also süß, schön rot zum Beispiel. Genau wie Milchprodukte, die die Kälber zum Trinken
anregen sollen.
Bei der Zwiebel ist das nicht so. Für die Pflanze ist es von Vorteil, wenn sie unversehrt bleibt. Deshalb könnte sie einmal durch
Gifte gegen Virusbefall wie das Quercetin geschützt werden, aber auch durch Appetit verderbende Stoffe. Also die Zwiebel hat
vielleicht einen doppelten Vorteil für alle Vielfraße, zum Beispiel für mich. Ich esse ja auch Äpfel, die auch Quercetin enthalten.
Aber das fällt mir in Mengen schwer. Anders sieht es mit den Zwiebeln aus. Ich mache mir morgens eine Zwiebel, so dass ich
nur noch was Abschnibbeln muss und die kommt dazu, auf Tahine so eine Art Sesampaste, Erdnussbutter und so weiter. Das
begrenzt den Appetit. Während ich bei Käse immer mehr essen könnte, zum Beispiel Camenbert, aber auch andere Sorten
und gar nicht aufhören kann. Der Effekt war so deutlich, dass ich empfehlen kann, es gegen Gewichtsprobleme zu versuchen.

Quercetin soll den


Wirungen von Quercetin
Englische Literatur, die Östrogen Rezeptor alfa
Wirkungsmechanismus auf Prostatakrebszellen
Auswertung ist noch in weniger stark
von Quercetin
Arbeit: stimulieren als den
Huynh H 2003
Östrogenrezepter beta

Hänggli Quercetin wird Zum Quercetingehalt


langsam von Zwiebeln. Etwa 350

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ausgeschieden mg pro Kilo

Am meisten Quercetin soll der Boskop Apfel (1000 mg pro


Kilo) haben und wenig der Braeburn. Aus der Doktorarbeit von
Christine Thielen, die als Volltext im Netz steht. Danke Christine!

Text im Archiv der Library of Congress:


http://web.archive.org/web/*/http://www.erieping.de/quercetin_bei_fibroadenomen_und_.htm

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