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Ausgabe 09 | Herbst 2016 WimadiMu Das Magazin zum kulturellen Bildungsprogramm Wir machen die Musik!

Ausgabe 09 | Herbst 2016

WimadiMu

Das Magazin zum kulturellen Bildungsprogramm Wir machen die Musik!

zum kulturellen Bildungsprogramm Wir machen die Musik! Liebe Leserinnen und Leser, der Pädagoge und Philosoph

Liebe Leserinnen und Leser,

der Pädagoge und Philosoph Georg Picht formulierte über die Bedeu- tung von Musik für die menschliche Gesellschaft Folgendes: „Es hat noch nie eine Gesellschaft ohne Musik ge- geben; deshalb ist es in hohem Maße unwahrscheinlich, dass eine Gesell- schaft ohne Musik humanbiologisch möglich ist“. Dieser anthropologische Befund von Picht ist eines meiner Lieblingszitate, denn es stellt in eindrucksvoller Weise zwei für mich wesentliche Aspekte ästhetischer Bildung dar. Erstens verdeutlicht es, wie bedeutungsvoll Musik für uns Menschen ist und immer schon war: ein emotionales Grundbedürfnis, welches in allen Ethnien und Kulturen der Welt seit Jahrtausenden existent ist. Zweitens spiegelt dieser Satz eine wichtige Aufgabe unse- rer täglichen Musikschularbeit wieder, nämlich, allen Men- schen den Zugang zur Musik zu ermöglichen. Mit Hilfe des Landesförderprogramms Wir machen die Musik! gelingt es der Heidekreis-Musikschule, diese uns wichtige Zielsetzung in breitem Umfang umzusetzen.

Rund 1.000 Kinder in Kindergärten und Grundschulen profitie- ren aktuell in unserem Landkreis von diesem musikalischen Bildungsangebot. Gemeinschaftlich singen und musizieren, die damit verbundene Fähigkeit, sich auszudrücken, emotional zu entfalten und sich unabhängig von eigenen finanziellen Möglichkeiten zu integrieren, sind für unsere Kinder wert- volle Erfahrungen und Voraussetzung für eine erfolgreiche gesellschaftliche Teilhabe. Genau das hat auch die für den Heidekreis zuständigen Landtagsabgeordneten überzeugt. Fraktionsübergreifend setzten sie sich für den Fortbestand dieses Förderprogramms ein. Mit Erfolg und sehr zur Freude der mit unserer Musikschule kooperierenden Kindergärten und Grundschulen, die aufgrund dieser Zusammenarbeit und Unterstützung auch zukünftig von sich behaupten können:

Wir machen die Musik! Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen dieser Ausgabe

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen dieser Ausgabe Jürgen Heusler Schulleiter der Heidekreis-Musikschule

Jürgen Heusler Schulleiter der Heidekreis-Musikschule

Ein Liedgut für alle Schon seit über zehn Jahren beschäftigt sich Sabine Kleinau-Michaelis, Fachleiterin für
Ein Liedgut für alle Schon seit über zehn Jahren beschäftigt sich Sabine Kleinau-Michaelis, Fachleiterin für
Ein Liedgut für alle Schon seit über zehn Jahren beschäftigt sich Sabine Kleinau-Michaelis, Fachleiterin für
Ein Liedgut für alle Schon seit über zehn Jahren beschäftigt sich Sabine Kleinau-Michaelis, Fachleiterin für

Ein Liedgut für alle

Ein Liedgut für alle Schon seit über zehn Jahren beschäftigt sich Sabine Kleinau-Michaelis, Fachleiterin für

Schon seit über zehn Jahren beschäftigt sich Sabine Kleinau-Michaelis, Fachleiterin für EMP-Chor-Tanz an der Musikschule der Lan- deshauptstadt Hannover mit den positiven Auswirkungen von Musik und Bewegung auf die Sprachentwicklung. Im Auftrag der Stadt erarbeitete sie bereits 2006 ein Konzept für musikalische Angebote im Kita-Bereich, das den Aspekt Sprachförderung besonders im Fokus hatte. Das WimadiMu-Magazin sprach mit Frau Kleinau-Michaelis über ihre Arbeit.

Frau Kleinau- Michaelis, seit Jahren arbeiten Sie mit Musik und Bewegung im frühkindlichen Bereich und beobachten die positiven Effekte auf die Sprachentwicklung besonders von Kindern mit Migrationshintergrund. Jetzt ist das Thema in al- ler Munde. Wir wirken Musik und Bewegung auf die Sprache?

Zunächst ist besonders die nonverbale Ebene eine absolut wichtige, vor allem, wenn die Kinder die Sprache nicht können oder aber Probleme haben sich zu äußern, weil sie schüch- tern sind oder weil sie phonetische Probleme haben, wie z. B. Stottern. Dann hilft es sehr, wenn man nonverbal mit Musik und Bewegung arbeitet, weil die Kinder ihre Stärken trotzdem finden und ausleben können und nicht gleich etwas Negati- ves thematisiert wird. In der Folge arbeitet man mit wieder- kehrenden Versen und Liedern, die das Sprechen anregen. Ich hatte beispielsweise einmal ein Kind, das in der Kita kein einziges Wort gesagt hat. Es dauerte nur fünf Wochen, bis es zum ersten Mal in meiner Musikstunde gesprochen hat. Von Woche zu Woche wurde das Kind selbstbewusster, lebendiger und fing an Geschichten zu erzählen – aufgrund der Basis, die ich in Musik und Bewegung gelegt hatte. Das war natürlich ein großer Erfolg für alle Beteiligten.

Ist die Entwicklung der Sprache durch Musik und Bewegung schon einmal wissenschaftlich analysiert worden, um diesen Zusammenhang mit Fakten untermauern zu können?

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Das ist eine schwierige Frage, denn wie auch bei Therapien muss man sich immer fragen, ob es nur am Musikangebot liegt, oder ob auch andere Begleiterscheinungen eine Rolle spielen. Aber die Fakten liegen eigentlich auf der Hand. Es erscheint immer wieder neue Literatur, die zu ähnlichen Analysen und Schlussfolgerungen kommt wie ich in meinem Konzept. Die positiven Effekte sind nicht von der Hand zu weisen.

In Ihrem Konzept spielen Familien bzw. Kinder mit Migrati- onshintergrund eine wichtige Rolle. Hat bei der Ausarbeitung auch das heute ebenfalls so wichtige Thema der Inklusion mit hineingespielt?

Da wir letztlich schon immer inklusiv arbeiten – inklusiv bedeutet ja auch Migrantenfamilien miteinzubeziehen – steht das nicht ausdrücklich drin, denn je mehr man das Inklusive herausstellt, desto weniger inklusiv arbeitet man. Darum nennt sich die Musikschule ab diesem Schuljahr auch schlicht „Musikschule der Landeshauptstadt Hannover – eine Musik- schule für alle“. Gerade im elementaren Bereich war die Inte- gration beeinträchtigter Menschen für uns kein neues Thema, da wir schon lange mit ALLEN arbeiten, in Kursen, in Kitas und jetzt auch verstärkt in Schulen.

Sprachförderung ist ein langfristiges Thema, ihr Ansatz ein nachhaltiger. Haben Sie manche der Kinder weiter begleitet oder später wieder getroffen und gesehen, wie diese sich entwickelt haben?

Manchmal haben wir das, wenn sie weitere Angebote der Musikschule genutzt haben, aber nicht flächendeckend. Doch was wir machen und was ich auch den Musiklehr- kräften und Erzieherinnen zu vermitteln versuche, ist, dass wir ein bestimmtes Liedrepertoire etablieren, das sich wie- derholt, sodass Familien, deren Kinder in dieselbe Kita gehen, dasselbe Liedgut lernen. Dabei geht es gar nicht so sehr um die einzelnen Lieder, sondern darum ein Stückchen Identität, eine kulturelle Heimat zu schaffen und dadurch eine ganze Familie mit diesen Liedern zu prägen.

Stückchen Identität, eine kulturelle Heimat zu schaffen und dadurch eine ganze Familie mit diesen Liedern zu
Stückchen Identität, eine kulturelle Heimat zu schaffen und dadurch eine ganze Familie mit diesen Liedern zu
Heute spielen Kinder mit Fluchterfahrung auch eine besondere Rolle. Verändert sich dadurch die Arbeit in
Heute spielen Kinder mit Fluchterfahrung auch eine besondere Rolle. Verändert sich dadurch die Arbeit in

Heute spielen Kinder mit Fluchterfahrung auch eine besondere Rolle. Verändert sich dadurch die Arbeit in den Kitas, gibt es dazu noch andere Herangehensweisen?

In den Kitas verändert es sich zum Teil, es kann z. B. sein, dass wir die Gruppen etwas reduzieren, wenn Kinder mit trau- matischen Erfahrungen dabei sind, oder dass vielleicht eine Lehrkraft auch einmal ein Kind einzeln für zehn bis 15 Minuten musikalisch betreut. Wo sich unsere Arbeit aber ganz anders gestaltet ist direkt in den Flüchtlingsunterkünften, weil die Menschen mit völlig anderen Erfahrungen kommen. Für die Eltern dauert es ein paar Wochen, bis sie verstehen, dass wir nicht ihre Kinder für eine Weile „aufbewahren“, sondern mit einem musikalischen Angebot für Eltern und Kinder zu ihnen kommen. Aber wenn unser Angebot dann bekannter geworden ist, sind die Menschen wirklich dankbar, und man kann un- glaublich schöne und eindrückliche Situationen erleben.

Gibt es, seitdem so viele Kinder mit Fluchterfahrung ange- kommen sind, politischen Druck, neue Angebote zu schaffen?

Auf jeden Fall. Im vergangen Jahr sollten möglichst viele kulturelle Institutionen Angebote schaffen, und das wollten wir auch. Aber im Grunde genommen machen wir seit Jahren nichts anderes, denn wir gestalten niedrigschwellige Angebo- te für alle, jetzt eben auch in Flüchtlingsunterkünften.

Was würden Sie sich für Angebote von Musik und Bewegung mit dem Hinblick auf die Sprachförderung wünschen?

Ich würde mir wünschen, dass man sich im Elementarbereich auf ein Liedgut beruft, das es bereits gibt und das unglaublich reichhaltig ist: es reicht vom 15. Jahrhundert bis in die heu- tige Zeit. Man muss nicht für jedes Sprachproblem ein Lied erfinden, das keine musikalischen Qualitäten hat und schnell wieder vergessen ist. Denn dann gibt es keine Identifikation, und die liegt mir besonders am Herzen.

Frau Kleinau-Michaelis, vielen Dank für das Gespräch.

Frau Kleinau-Michaelis, vielen Dank für das Gespräch. Inklusion als Selbstverständlichkeit EIN BESUCH IM

Inklusion als Selbstverständlichkeit

EIN BESUCH IM MUSIKUNTERRICHT DER GRUNDSCHULE AM LINDENER MARKT

Die Grundschule am Lindener Markt in Hannover ist ein echter Vorreiter: Schon seit rund 15 Jahren wird hier inklusiv gearbei- tet, und zwar nicht nur in einzelnen Klassen, sondern flächen- deckend in der ganzen vier- bis fünfzügigen Grundschule. Doch nicht nur das: Auch die Kooperation mit der Musikschule der Landeshauptstadt Hannover läuft schon so lange, dass inklusiver Musikunterricht hier für alle selbstverständlich ist.

Zum Schuljahr 2016/17 wurde die Schule auch zur Ganztagsschule ausgebaut, es gibt einen Aufzug und Roll- stuhlrampen, sodass Barrierefreiheit gegeben ist und alle Schülerinnen und Schüler die Aula und den Musikraum im 2. Obergeschoss bequem erreichen können. Dort arbeitet die Rhythmikerin Annette Hartung, die seit 2014 an der Lindener Grundschule unterrichtet. Sie hat bereits in ihrem Studium Erfahrungen mit Kindern mit besonderem Förderbedarf gesammelt und ist in zwei WimadiMu-Projekten an der Schule im Einsatz. Für die zweiten Klassen bietet sie ein Orientierungsangebot mit den Instrumenten des schuleigenen Orchesters – Akkordeon, Kontrabass, Saxonett, Querflöte und Percussion – an, in dem aber auch viel gesungen und getanzt wird. Die Kinder wer- den spielerisch an Musik herangeführt und können sich für

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eines der vorgestellten Instrumente entscheiden, das sie im Schuljahr darauf im Kleingruppenunterricht und – das
eines der vorgestellten Instrumente entscheiden, das sie im Schuljahr darauf im Kleingruppenunterricht und – das

eines der vorgestellten Instrumente entscheiden, das sie im Schuljahr darauf im Kleingruppenunterricht und – das ist das Besondere – sofort im Orchesterverbund lernen. Im vergangenen Schuljahr hat Annette Hartungs Instrumenten- karussell besonders gefruchtet, sodass es dieses Schuljahr sogar zwei Orchester mit insgesamt 55 Kindern gibt! Für die außergewöhnliche Besetzung des Orchesters arrangieren Annette Hartung und ihre Kollegin Malena Böse, die Musik- lehrerin an der Grundschule ist, Volks- und Kinderlieder, aber auch Weltmusik und Songs aus Musicals, die je nach Schwie- rigkeitsgrad vereinfacht werden müssen. Völlig selbstver- ständlich sind in beiden Angeboten auch Kinder mit besonde- rem Förderbedarf – und ihre jeweiligen Begleiter – dabei. Für diese Kinder werden, ganz nach ihrem speziellen Bedarf, auch Einzelstunden, z. B. besonderer Musikunterricht, angeboten. In der heutigen Musikstunde ist das Saxonett an der Reihe. Das Instrument, dessen Korpus dem einer Blockflöte ähnelt, hat ein Klarinettenmundstück, das ein späteres Umsteigen auf Klarinette oder Saxofon erleichtert. Ebenso gebaut ist der Dood, der im Gegensatz zum Saxonett komplett aus Plastik und damit noch kostengünstiger in der Anschaffung ist. Annette Hartung zeigt die Instrumente und spielt sie an, ebenso wie die Blockflöte zum klanglichen Vergleich. Nach knapp 20 Minuten Instrumentenvorstellung gibt es aber noch Musik. Gemeinsam mit den Kindern singt sie ein afrikani- sches Lied, das zuerst mit Bewegung, dann mit Boomwha- ckers, Klanghölzern und Rasseln begleitet wird. Viel Zeit bleibt nicht, aber die Kinder haben sichtlich Spaß am Singen und Spielen, auch wenn beides gleichzeitig nicht immer ein- fach ist! Nach sechs bis acht Wochen hat eine zweite Klasse das grundlegende Orientierungsangebot durchlaufen und die nächste zweite Klasse ist an der Reihe. Auch die Orchesterprobe der Dritt- und Viertklässler beginnt mit gemeinsamem Singen, dazu klatschen die Kinder im Rhythmus. Nach und nach spielen einige Kinder auf ihren

Instrumenten dazu, zwei verschiedene Rhythmen müssen nebeneinander gehalten werden. Dabei ist es von Vorteil, dass Annette Hartung und Malena Böse im Team arbeiten. Wenn Malena Böse vor dem Orchester steht und dirigiert, kann Annette Hartung einzelnen Kindern helfen oder bei den Percussionisten auf der Djembé mitspielen. „Jedes Kind wird nach seinen Möglichkeiten gefördert, egal ob es eine Behin- derung hat oder nicht“, erklärt Annette Hartung. „Wir haben uns bewusst für ein heterogenes Orchester entschieden, so haben alle mehr Spaß, können voneinander lernen und wir haben mehr Möglichkeiten.“ Die Drittklässler, die momentan erst wenige Töne auf ihren Instrumenten spielen können, profitieren deutlich von den Viertklässlern im Orchester, die die Melodie übernehmen und rhythmisch sicherer sind. Das zeigt sich besonders beim zweiten Stück der Probe, „Obstsalat“, einem vierstimmigen Kanon. „Wer hat sich aus den vier Zeilen denn schon eine ausgesucht, die er uns mal vorspielen möchte?“, fragt Malena Böse in die Runde. Einige Schülerinnen und Schüler trauen sich, die anderen müssen herausfinden, welche der vier Zeilen es war. „Wenn es nicht richtig erraten wird, dann weißt du, dass du den Rhythmus nicht deutlich genug gespielt hast“, erklärt die Dirigentin einem Schüler, der beim zweiten Mal prompt exakter spielt. Nach und nach werden die vier Zeilen des Obstsalats zu- sammengesetzt, bis alle Kinder gleichzeitig spielen. Jetzt stehen die Verbesserung des Rhythmus, des Zusammen- spiels und dynamischer Feinheiten auf dem Plan. Für alles haben die beiden Lehrerinnen einen guten Tipp parat. „Immer mittwochs nach der Probe besprechen wir, was wir in der kommenden Woche machen möchten“, erklärt Malena Böse. Am Ende des Schuljahres, für das große Abschlusskonzert, werden die beiden Lehrerinnen die zwei Orchester wieder zu- sammenführen. Und auch dann werden Beeinträchtigungen einzelner Kinder keine Rolle spielen. Denn hier zählt nur eins:

der Zusammenklang!

auch dann werden Beeinträchtigungen einzelner Kinder keine Rolle spielen. Denn hier zählt nur eins: der Zusammenklang!
auch dann werden Beeinträchtigungen einzelner Kinder keine Rolle spielen. Denn hier zählt nur eins: der Zusammenklang!

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Der WimadiMu-Talk

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IN DIESER RUBRIK BESUCHEN WIR DIE KINDER DIREKT VOR ORT.

IN DIESER RUBRIK BESUCHEN WIR DIE KINDER DIREKT VOR ORT. DIESMAL: DIE VIERTE KLASSE DER GRUNDSCHULE BENEFELD (BOMLITZ)

Schon in der Pause vor dem Musikunterricht wird das Wima- diMu-Team von den Musikkindern der Grundschule Benefeld im Heidekreis in der Pausenhalle begrüßt: „Guckt ihr jetzt, wie wir spielen?“, werden wir vom neunjährigen Serhat aus der Trommelgruppe gefragt. Nach kurzem Scherzen mit den auf- geweckten Kindern, die sich sichtlich auf den Besuch freuen, teilen sie sich in ihre Gruppen auf. Vier Instrumente können die Kinder der Musikklasse in Benefeld lernen: Querflöte, Trommel, Trompete und Keyboard. In Kleingruppen haben die Kinder zwei Jahre lang jede Woche Instrumentalunterricht bei vier Lehrerinnen der Musikschule, einmal im Monat versu- chen die Lehrerinnen alle Kinder im Orchester zu vereinigen.

Laut geht es bei der größten Gruppe, den Trommlern, zu, wenn alle 15 Kinder gleichzeitig auf ihre Djembén hauen. „Bei der Djembé merkt man schnell Fortschritte und sie hat einen schönen Klang“, erklärt sich Lehrerin Susanne Mahn den Zulauf zu ihrer Gruppe. Zunächst spielen die Kinder einen gemeinsamen Rhythmus, wobei einige der Trommel- kinder sogar ihre Augen schließen und sich vom Klang in andere Welten hinaustragen lassen. Dann sind drei ver- schiedene Rhythmen an der Reihe, die von den Kindern in Fünfergruppen gegeneinander getrommelt werden. Das hat ordentlich Wumms – und klingt weit über den Flur. Genau aus diesem Grund haben auch Serhat, Thorge, Oscar und Ledion mit der Djembé angefangen. „Die Trommel fand ich einfach toll, und sie ist auch nicht so schwer zu lernen“, sagt Thorge, „aber nach der Probe tun mir manchmal die Hände weh.“ Auch Ledions große Schwester spielt Djembé, was ihn zu dem Instrument gebracht hat. „Manchmal üben wir auch zusammen“, erzählt er. Dass die Querflöte nicht so laut ist

WimadiMu | Ausgabe 09 | Herbst 2016

nicht so laut ist WimadiMu | Ausgabe 09 | Herbst 2016 wie die Trommel, gefällt hingegen

wie die Trommel, gefällt hingegen den zwei Flötistinnen des Jahrgangs. Sie mussten beim Unterrichtsbesuch ausnahms- weise bei den Trommelkindern mitmachen, da ihre Lehrerin krank war. Da merkt man dann wieder besonders, warum man sich das andere Instrument ausgesucht hat! Nach der vierten Klasse wollen viele der Kinder mit der Musik weiter- machen, auch ohne Wir machen die Musik!. Ob sie dann aber bei Trommel, Trompete, Querflöte und Keyboard bleiben, wissen viele noch nicht. Oscar möchte später auf jeden Fall Gitarre lernen, Talissa, die an der Schule Keyboardunterricht bekommt, will lieber bei ihrem Instrument bleiben: „Früher hatte ich einen Lehrer zuhause, vielleicht klappt das ab nächstem Jahr auch wieder. Oder ich gehe zur Musikschule.“ Der Trompeter Alexander hat sich bereits zu Bläserklassen an Gymnasien erkundigt. „Dort muss ich aber ein anderes Inst- rument lernen, weil alle Kinder gemeinsam anfangen sollen“, weiß er. Und eine Idee, was es werden soll, hat er auch schon:

„Schlagzeug und Saxofon finde ich gut.“ Wir fassen zusam- men: Für die Benefelder Musikkinder ist nicht das Instrument entscheidend, sondern das Musikmachen!

Wir fassen zusam- men: Für die Benefelder Musikkinder ist nicht das Instrument entscheidend, sondern das Musikmachen!

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WimadiMu-Marktplatz

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VERANSTALTUNGEN

VERANSTALTUNGEN Samba-Kids Mai Musikschule an der Oste + GS Lamstedt

Samba-Kids

Mai

Musikschule an der Oste + GS Lamstedt

Do., 03.11.2016,

11:30 Uhr

Grundschule Lamstedt

Schützenstr. 21

www.musikschule-

anderoste.de

21769

Lamstedt

Eröffnung des Advent- Basars

Musikschule der Gemeinde Schiffdorf + Kita Regenbogen

So., 27.11.2016

Rathausplatz, Brameler Str. 13, 27619 Schiffdorf

www.schiffdorf.de

Kinderchor beim

Musikschule an der Oste + GS Oste

So., 04.12.2016

St. Petri Kirche, Fährstr. 9

www.musikschule-

Adventsgottesdienst

21756

Osten

anderoste.de

Kinder singen Winterlieder

Musikschule der Gemeinde Schiffdorf + Kita Bramel

So., 04.12.2016

Kita Bramel, Dahlfordel 1

www.schiffdorf.de

27619

Schiffdorf

Die andere

   

GS Sellstedt, Zum Krumm- vordel 3, 27619 Schiffdorf

 

Weihnachtsgeschichte

Musikschule der Gemeinde Schiffdorf + GS Sellstedt

Fr., 09.12.2016

www.schiffdorf.de

     

Hokemeyer Hus

 

Senioren-Weihnachtsfeier

Musikschule der Gemeinde Schiffdorf + Kita Sellstedt

So., 11.12.2016

Zum Krummvordel 8

www.schiffdorf.de

27619

Schiffdorf

Weihnachtsmarkt auf Burg Warberg

Kreismusikschule Helmstedt + Kiga Warberg „Villa Kunterbunt“

So., 11.12.2016,

Burg Warberg, An der Burg 3

www.kreismusikschule-

11

+ 12 Uhr

38378

Warberg

helmstedt.de

Weihnachts-Schul-Konzert mit Kooperationsorchester, Einzel- beiträgen und Schulchor

Musikschule der Landeshauptstadt Hannover + GS Am Lindener Markt, Hannover

Mo., 12.12.2016,

18

Uhr

Grundschule am Lindener

Markt, Davenstedter Str. 14,

www.hannover.de

30449

Hannover

Weihnachts-Schul-Konzert mit Kooperationsorchester, Einzel- beiträgen und Schulchor

MS der LH Hannover + GS Am Lindener Markt, Hannover

Di., 13.12.2016,

18

Uhr

Grundschule am Lindener

Markt, Davenstedter Str. 14,

www.hannover.de

30449

Hannover

Weihnachtskonzert mit Schul- orchester

Musikschule der Landeshauptstadt Hannover + GS Lüneburger Damm

Do., 15.12.2016,

Eilenriedestift, Bevenser

www.hannover.de

17

Uhr

Weg 10, 30625 Hannover

Die Geeste-Strolche feiern Weihnachten

Musikschule der Gemeinde Schiffdorf + Kita Geeste-Strolche

Fr., 16.12.2016

Kita Geestenseth, Frelsdorfer Str. 7, 27619 Schiffdorf

www.schiffdorf.de

     

Grundschule Kastanienhof,

 

Adventskonzert mit

Schulorchester

MS der LH Hannover + GS Kastanienhof, Hannover

Di., 20.12.2016,

9

Uhr

Turnhalle, Harenberger

Str. 31, 30453 Hannover

www.hannover.de

Fantastic Plastic

Musikschule an der Oste + GS Neuhaus

Di., 20.12.2016,

10

Uhr

Grundschule Neuhaus

Schulpl. 1

www.musikschule-

anderoste.de

21785

Neuhaus (Oste)

Weihnachtsvorspiel

Musikschule Hellern + Elisabeth Siegel Schule

Di., 20.12.2016

Knappsbrink 48

www.elisabeth-siegel-

49080

Osnabrück

schule.de

Weihnachtsfrühstück

mit Musik

Kreismusikschule Helmstedt + TSG Sportkindergarten Königslutter

Fr., 23.12.2016,

9

Uhr

TSG Sportkindergarten

An der Stadtmauer 18

www.kreismusikschule-

helmstedt.de

38154

Königslutter

FORTBILDUNGEN

   

Musikschule im Bildungszen-

 

Entdecken-Spielen-Lernen: Ideen für die Unterrichtsgestaltung

05.11.2016

trum Landkreis Wolfenbüttel,

www.musikschulen-nieder-

Harzstraße 2-5, 38300 Wolfenbüttel

sachsen.de/fortbildungen

Musizieren im Alter: Einführung in das Arbeitsfeld der Musikgeragogik

12.11.2016

Kreisjugendmusikschule

Stade, Kehdinger Mühren 1,

www.musikschulen-nieder-

sachsen.de/fortbildungen

21682

Stade

   

Musikschule der

 

Inklusive Bandarbeit: Rock- und Popsongs – elementar arrangiert

19.11.2016

Hansestadt Lüneburg

www.musikschulen-nieder-

Sankt-Ursula-Weg 7

sachsen.de/fortbildungen

   

21335

Lüneburg

Sprachförderung mit Musik: Über das Singen in der Früherziehung – Singend bewegen und spielen

10.12.2016

Kulturzentrum PFL

Oldenburg, Peterstraße 3,

www.musikschulen-nieder-

sachsen.de/fortbildungen

26121

Oldenburg

sachsen.de/fortbildungen 26121 Oldenburg Impressum Weitere Veranstaltungshinweise finden Sie unter

Impressum

sachsen.de/fortbildungen 26121 Oldenburg Impressum Weitere Veranstaltungshinweise finden Sie unter

Weitere Veranstaltungshinweise finden Sie unter www.wirmachendiemusik.de.

Arnswaldtstraße 28 30159 Hannover Telefon: 0511-159 19 Telefax: 0511-159 01 info@musikschulen-niedersachsen.de www.musikschulen-niedersachsen.de www.wirmachendiemusik.de Präsidentin: PSt‘in Gabriele Lösekrug-Möller MdB Vorsitzender: Johannes Münter

Ansprechpartner für WimadiMu Christopher Nimz Telefon: 0511-270 640 53 nimz@musikschulen-niedersachsen.de

Redaktion: Christopher Nimz, Ulrike Eberle Texte: Ulrike Eberle, Jürgen Heusler V. i. S. d. P.: Klaus Bredl (Geschäftsführer) Fotos: privat (Seite 1 + 2), Jana Mai (Seite 4), Landesverband niedersächsischer Musikschulen (Seite 5)

4), Landesverband niedersächsischer Musikschulen (Seite 5) Gestaltung: www.artfaktor.de Druckfehler, Irrtümer und
4), Landesverband niedersächsischer Musikschulen (Seite 5) Gestaltung: www.artfaktor.de Druckfehler, Irrtümer und

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Druckfehler, Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Stand: Oktober 2016

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