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Das überholte monetäre System Das überholte monetäre System von Jacque Fresco

Obwohl talentierte Werbungsleute uns etwas Anderes glauben machen, sind in den heutigen monetärbasierten Ökonomien, wann immer neue Technologien eingeführt werden, die menschlichen Konsequenzen nur von geringem Belang für die, welche die Technologie einführen - es sei denn, natürlich, als Konsumenten. In einem monetärbasierten System liegen die größten Belange der Industrie in dem Profit, eine Position im Wettbewerb zu behalten und zu beobachten was unterm Strich übrig bleibt und nicht in dem Wohlbefinden der Menschheit. Die sozialen Probleme, die aus Massenarbeitslosigkeit entstehen, weil Menschen durch die Einführung von Automation als nutzlos angesehen werden, werden als irrelevant betrachtet, wenn sie überhaupt betrachtet werden. Jeder Nutzen, dem man begegnet, ist nur sekundär neben dem Anhäufen von Profit für das eigene Geschäft. Wenn der Profit unsuffizient ist, dann wird die Dienstleistung unterlassen. Was Industrien zu tun anstreben liegt darin die Wettbewerbskraft zu verbessern um die Progitmargen für ihre Anteilhaber zu erhöhen. Es dient nicht dem Interesse einer monetärbasierten Gesellschaft sich in der Produktion von Gütern und Dienstleistungen zu engagieren, welche das Ziel haben das Leben der Menschen zu verbessern. Mit wachsender öffentlicher Aufmerksamkeit bezüglich der Erderwärmung, säurenartigem Regen, verschmutzter Luft und Wasser usw. haben manche Unternehmen auch zu realisieren begonnen, dass es für eine nachhaltige Marktpräsenz in ihrem eigenen Interesse ist soziale und umweltbezogene Belange zu beachten. Während solche Trends lobenswert sind, so sind sie als Methode insuffizient die gesamten Probleme des Mülls, umweltbezogenen Abbaus und unnötigem menschlichem Leiden zu lösen.

Das monetäre System war ein nützliches aber vorläufiges Werkzeug, das als ein Mittel entstand um knappen Objekten und Arbeit einen Wert zu geben. Das monetäre System ersetzte natürlich das Tauschsystem, welches den direkten Tausch von Objekten und Arbeit beinhaltete. Jedenfalls, genauso wie es in der Vergangenheit kein universelles Tauschsystem gab, so gibt es heute auch kein globales monetäres System. Individuen und Gruppen benötigen, wie auch immer, heute genauso wie in der Vergangenheit immer noch den Austausch von Objekten und Arbeit für die heutigen Güter und Dienstleistungen. Die unausgeglichene Verteilung von Fähigkeiten, Ressourcen und Materialien in der ganzen Welt benötigt einen globalen Handel.

Bis zu den letzten paar Jahrzehnten funktionierte das monetäre System bis zu einem gewissen Grad. Die globale Bevölkerung von 3 Milliarden konsumierte nicht zu viele Ressourcen und Energie der Welt, globale Erwärmung war nicht nachweisbar und Luft- und Wasserverschmutzung wurden nur von relativ wenigen wahrgenommen. Der Beginn des 21ten Jahrhunderts wiederum sieht die globale Bevölkerung in einem exponentiellen Wachstum um 6 Milliarden zusammen mit schwindenden Vorkommen an Ressourcen und Energie, der Realität von globaler Erwärmung und nachweisbare weltweite Verschmutzung. Der Planet Erde befindet sich in einer Krise und die Mehrheit der Weltbevölkerung ist nicht in der Lage ihre grundlegensten Bedürfnisse zu befriedigen, weil die Menschen nicht die Mittel haben um immer teurere Ressourcen zu kaufen. Geld ist jetzt der bestimmende Faktor für den Lebensstandard der Menschen und nicht für die Verfügbarkeit von Ressourcen.

In einem monetären System ist die Kaufkraft nicht an unsere Kapazität Güter und Dienstleistungen zu produzieren gebunden. Zum Beispiel gibt es in einer Rezession CDs in den Schaufenstern und Autos in den Autohäusern, aber sehr viele Menschen haben keine Kaufkraft um sie zu kaufen. Die Erde ist dann immer noch der selbe Ort; es sind nur die Regeln des Spiels veraltet und sorgen für Streit, Entbehrung und unnötiges menschliches Leiden.

In der heutigen Profitkultur produzieren wir keine Güter, die auf dem menschlichen Bedarf beruhen. Wir bauen keine Häuser basierend auf dem Bedarf der Bevölkerung. Wir züchten kein Essen um Menschen zu füttern. Das größte Motiv der Industrie ist Profit.

Das monetäre System ist jetzt eine Behinderung für das Überleben anstatt ein Mittel zur Förderung von individueller Existenz und Wachstum zu sein. Dieses erdachte Werkzeug hat seine Nützlichkeit überlebt. Die jetzigen Begrenzungen für die Bevölkerung der Erde aufgrund des monetären Konstrukts können ersetzt werden. Die Menschen brauchen kein Geld sondern den Zugang zu Gütern und Seite 1

Das überholte monetäre System Dienstleistungen. Da die Menschheit Ressourcen benötigt um zu existieren, sollte das Umwandlungssystem diese Ressourcen direkt für die Menschen zur Verfügung stellen ohne die Behinderung durch finanzielle und politische Interessen für deren privaten Gewinn auf Kosten der Leben und des Lebenstandards der Mehrheit. Das Umwandlungssystem ist daher logischerweise eine ressourcenbasierte Ökonomie. Diese globale ressourcenbasierte Ökonomie würde in Stufen eingeführt während das monetäre System ausläuft.

Alle ökonomischen Systeme der Welt - Sozialismus, Kommunismus, Faschismus und sogar das gepriesene offene unternehmerische kapitalistische System - bewahren soziale Schichtung, Elitismus, Nationalismus und Rassismus, welche primär auf ökonomischer Ungleichheit basieren. Solange ein soziales System Geld oder Schulden benutzt, solange werden Menschen und Nationen danach streben um Positionen von unausgeglichenem Vorteil zu erhalten. Wenn sie es nicht durch Mittel des Marktes erreichen, dann werden sie auf militärische Intervention zurückgreifen.

Krieg repräsentiert den größten Fehlschlag von Nationen ihre Unterschiede zu beheben. Von einem strikt pragmatischen Standpunkt aus betrachtet ist es die höchst ineffizienteste Verschwendung von Leben und Ressourcen, dass jemals von irgendeiner Kreatur dieses Planeten konzipiert wurde. Dieser grobe und gewalttätige Weg eines Versuchs internationale Unterschiede zu beheben, hat immer ominösere Höhepunkte erreicht mit dem Beginn von fortschrittlichen computerisierten thermonuklearen Transportsystemen, tödlichen Krankheiten und Gasen und der Bedrohung der Sabotage des Computernetzwerks einer Nation. Ungeachtet des Verlangens von Nationen Frieden zu erreichen, so fehlt ihnen normalerweise das Wissen wie man zu friedlichen Lösungen gelangt.

Krieg ist nicht die einzige Form von Gewalt in den entwickelten und unterentwickelten Ländern, welche der Mehrheit der Bevölkerung durch unangemessene soziale Anordnungen aufgezwungen wird. Es gibt auch noch Hunger, Armut und Knappheit. Solange es die Benutzung von Geld, die Schaffung von Schulden und ökonomische Unsicherheit gibt, solange werden diese Umstände Kriminalität, Ungesetzlichkeit und Ärger fördern. Papierverkündungen und Gesetze ändern keine umstände von Knappheit und Unsicherheit. Und Nationalismus tendiert nur dazu die Trennung von Nationen und der Menschen der Welt zu propagieren.

Selbst das Unterzeichnen von Friedensabkommen kann keinen weiteren Krieg verhindern, wenn die unterliegenden Ursachen nicht addressiert werden. Die nichtanwendbaren Aspekte von internationalen Gesetzen tendieren dazu Dinge so einzufrieren wie sie sind. Alle Nationen, die Land weltweit durch Kraft und Gewalt erobert haben, würden immernoch ihre Positionen von territorialem und ressourcenbasiertem Vorteil behalten. Ob wir es realisieren oder nicht, solche Vereinbaarungen dienen nur als temporäre Suspensionen des Konfliktes.

Wenn wir versuchen in unserer heutigen Gesellschaft Lösungen für die monumentalen Probleme zu finden, dann dienen sie nur als temporäres Flickenwerk, dass ein veraltetes System verlängert.

In dieser Welt der konstanten Veränderung ist nicht länger eine Frage, ob wir uns entscheiden die notwendigen Veränderungen zu verwirklichen; es ist jetzt zwingend, dass wir diese Herausforderung annehmen und diese neuen Bedingungen anwenden oder dem unausweichlichen Untergang unserer heutigen sozialen und ökonomischen Institution begegnen.

Dies ist das Dilemma, welchem wir direkt begegnen müssen, und die Lösungen, zu welchen wir gelangen, müssen zu den Umständen der "realen Welt" passen. Es scheint keinen anderen Weg zu geben als unsere Blickrichtung zu erweitern und eine neue Ausrichtung erschaffen durch das Verbannen der alten Werte zu den alten Zivilisationen. Unglücklicherweise könnte dies nicht mehr vor dem Punkt ohne Wiederkehr in unserer globalen Ökonomie erreicht werden.

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