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Abschlussprüfung Winter 2012/13

der Berufsschulen Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Fachinformatiker/-in

Systemintegration

Abschlussprüfung Winter 2012/13

der Industrie- und Handelskammern (schriftlicher Teil) Baden-Württemberg

FA 229

Ganzheitliche Aufgabe I

Bearbeitungszeit: 90 Minuten

Verlangt:

I

Es sind jeweils alle Aufgaben zu lösen.

Hilfsmittel:

Nicht programmierter Taschenrechner, eingeführtes Tabellenbuch, eingeführte

Formelsammlung, PC mit entsprechender Softwareausstattung:

Office-Paket, Programm zur grafischen Darstellung von Prozessen,

Programmentwicklungsumgebung, Internet-Browser, Reader für PDF-Files,

HTML-Nachschlagewerk in digitaler Form und textbasierter HTML-Editor

Bewertung: Die Bewertung der einzelnen Aufgaben istdurch Faktoren näher vorgegeben.

Zu beachten: Die Prüfungsunterlagen sind vor Arbeitsbeginn auf Vollständigkeit zu überprüfen.

Der Aufgabensatz zur Ganzheitlichen Aufgabe I besteht aus:

den Aufgaben 1 bis 3 der Anlage 1(2): Schülervorgabeblatt zu Aufgabe 1

der Anlage 2(2): Schülervorgabeblatt zu Aufgabe 1

der Datei Kalkulation.xls

Bei Unstimmigkeiten ist sofort die Aufsicht zu informieren.

Klare und übersichtliche Darstellung der Rechengänge mit Formeln und Einheiten

wird entscheidend mitbewertet.

Geben Sie auf Ihrem Lösungsblatt an, welches Tabellenbuch Sie verwendet haben (Verlag, Auflage)

FA 229

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Winter 2012/13

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Aufgabe 1 Planung des Firmennetzes

Ganzheitliche Aufgabe I Aufgaben Faktor

Das Unternehmen Supersitz AG verfügt in Deutschland über vier Filialen an ebenso vielen räum lich getrennten Standorten. Bisher sind die Filialen netzwerkseitig eigenständig und verfügen le

diglich über eine Internetverbindung an einzelnen PCs. Nun soll das Netzwerk zusammengefasst

und die Filialen mit der Konzernzentrale verbunden werden. (Geplant ist darüber hinaus ein ge

meinsamer Zugang zum Internet sowie die Integration eines Mail- und eines Webservers.) Sie er halten die Aufgabe, dieses neue Netzwerk zu planen, wobei Ihnen die im Folgenden genannten

Teilaufgaben zufallen. Im Netz der Unternehmenszentrale stehen derzeit 300 PCs und 50 Netz

werkdrucker.

1.1 Die Filialen sollen in je einem IP-Subnetz zusammengefasst werden und verfügen jeweils über

max. 50 PCs sowie mindestens einen Server und zehn Netzwerkdrucker.

Welche Netzgröße sollten Sie fürdie Teilnetze mindestens vorsehen und welche Subnetzmaske

ergibt sich daraus?

Bedenken Sie dabei, dass die Firma für die Filialen in den nächsten Jahren eine Expansion von

ca. 30 % plant.

1.2 Welche Netzgröße sollten Sie fürdas Teilnetz der Zentrale mindestens vorsehen und welche

Subnetzmaske ergibt sich daraus?

1.3 Die Vernetzung soll mit einem SDSL-Anschluss über das Internet erfolgen. Welche Sicherheitsproblematik fürdas
1.3
Die Vernetzung soll mit einem SDSL-Anschluss über das Internet erfolgen.
Welche Sicherheitsproblematik fürdas Unternehmensnetzwerk tritthierbei auf und mitwelcher
Technik kann diese gelöstwerden?
1.4
Welche und wie viele Geräte müssen Sie für die Vernetzung der Filialen mit der Zentrale vorse
hen und welche Schnittstellen müssen diese Geräte mindestens aufweisen?
1.5
Die Größe des verwendeten Adressraums soll möglichst gering sein.

Welche Größe des Adressraums ergibtsich aus derAnzahl und Größe allerTeilnetze?

Geben Sie ein geeignetes Netzwerk aus dem privaten IP-Adressbereich an, das fürdieTeilnetze

des gesamten Unternehmensnetzwerks zu segmentieren ist.

Füllen Sie die Tabelle in Anlage 1(2) aus und erläutern Sie Ihre Auswahl kurz und stichwortartig.

1.6 Der Internetzugang fürdie Filialen und die Zentrale soll über einen zentralen Proxyserver mit Firewall
1.6
Der Internetzugang fürdie Filialen und die Zentrale soll über einen zentralen Proxyserver mit
Firewall über einen separaten Internet-Anschluss erfolgen.
Welches sind die Hauptfunktionen, die ein Proxyserver in einem Netzwerk erfüllt?
Erläutern Sie die Funktionsweise eines solchen Geräts.
1.7
Für Ihre Serverwurde Ihnen vom Internet-Provider das Netz 132.132.132.32/29 zugeteilt.

Ergänzen Sie nun in Anlage 2(2) mit Hilfe der grafischen Darstellung eines Ausschnittes des

Netzwerks die darunter stehende Tabelle.

FA 229

Aufgabe 2 Programmentwurf

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Winter 2012/13

Ganzheitliche Aufgabe I

Aufgaben

Faktor

In der Textdatei kosten.txt wurden die bei der Vernetzung der Filialen angefallenen Arbeitsstunden er-

fasst. Die Datensätze haben die Form:

ID; Datum; Arbeitszeit in Stunden; Stundenlohn;

wobei eine Person durch einen eindeutigen Schlüssel (ID) angegeben wird. Eine Person kann zu verschiedenen Zeitpunkten gearbeitet haben und taucht dann deshalb in mehreren Zeilen der Datei auf. Eine Person kann aber auch in verschiedenen Funktionen dort gearbeitet haben (Projektleiter, einfacher Mitarbeiter) und hat dann auch verschiedene Stundenlöhne.

Beispiel:

127;13.3.2011;3;120;

89;12.3.2011;4;60;

127;15.3.2011;2;90;

Erstellen Sie das Struktogramm für die Funktion Kostenrechnung", die zu einer ID die gesamte Arbeits

zeit, die gesamten Arbeitskosten und den Mittelwert des Stundenlohns berechnet.

Bemerkung: Auf das Abfangen von Fehlern wird verzichtet.

Aufgabe 3 Kostenkalkulation

Bei der Planungsbesprechung des Netzwerkes erhalten Sie den Auftrag, das Angebot zu kalkulie

ren. Preise und technische Beschreibungen für die Komponenten Server und Router liegen vor.

Bei der Kalkulation beziehen Sie sich auf das unvollständige Tabellenblatt Angebotskalkulation'1

unterVerwendung des Tabellenblatts Daten" (siehe Datei Kalkulation.xls).

Verwenden Sie kopierbare Formeln!!

3.1 Die Netzwerkkomponenten (Server und Router) sind sofort lieferbar. Sie erhalten die Materialien von Ihrem
3.1
Die Netzwerkkomponenten (Server und Router) sind sofort lieferbar. Sie erhalten die Materialien
von Ihrem Händler zum vorgegebenen Listenpreis, abzüglich 8 % Rabatt und 3 % Skonto, zuzüg
lich einem Versandkostenanteil von 165,00 EUR.
Bestimmen Sie den Nettobezugspreis.
3.2
Berechnen Sie den Selbstkostenpreis, wenn der Handlungskostenzuschlag in Ihrem Unterneh
men für Handelswaren 40 % beträgt.
3.3
Für die notwendige Programmierung der Vernetzung werden zwei Tage zu je acht Stunden ange
setzt bei einem Stundensatz von 90,00 EUR. Für Installation und Konfiguration sind jeweils acht
Stunden zu einem Stundensatz von 110,00 EUR veranschlagt. Bei der Kalkulation ist von einem
Fertigungsgemeinkostenzuschlag von 250 % auszugehen.
Weisen Sie die Berechnung als Zwischensumme aus.
3.4
Ermitteln Sie den Nettoangebotspreis, wenn von einem Gewinnzuschlag von 25 % ausgegangen
wird.
3.5
Das Unternehmen XXX hat im Projektgespräch eine Preisvorstellung von 38.000,00 EUR vorge

legt.

Wie hoch wäre in diesem Falle der Gewinnzuschlag? (Rechnerischer Nachweis, Zielwert)

3.6 Formatieren Sie die Kalkulation mit der Währung EUR.

Abschlussprüfung Winter 2012/13 von Berufsschule und Wirt-

FA229

schaft (gewerblicher Bereich) in Baden-Württemberg

Ganzheitliche Aufgabe I

Anlage 2(2): Schülervorgabeblatt zu Aufgabe 1

Prufungsnummer:

Name, Vorname:

Klasse:

Netzwerkadresse der DMZ: 132.132.132.32

Subnetzmaske der DMZ (dezimal):

Name

IP-Adresse 1

IP-Adresse 2

Fachinformatiker/-in

Systemintegration

Klassenlehrer:

ja

:

Internet

Default-GateWay

Abschlussprüfung Winter 2012/13 von Berufsschule und Wirt-

FA229

schaft (gewerblicher Bereich) in Baden-Württemberg

Ganzheitliche Aufgabe I

Anlage 1(2): Schülervorgabeblatt zu Aufgabe 1

Prüfungsnummer:

Name, Vorname:

Klasse:

Fachinformatiker/-in

Systemintegration

Klassenlehrer: