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Energieeffiziente Fenster, Fassaden und Verglasungen Energiesparendes Bauen mit innovativen Bauelementen

Energieeffiziente Fenster, Fassaden und Verglasungen

Energiesparendes Bauen mit innovativen Bauelementen

Energieeffiziente Fenster, Fassaden und Verglasungen Energiesparendes Bauen mit innovativen Bauelementen
Energieeffiziente Fenster, Fassaden und Verglasungen Energiesparendes Bauen mit innovativen Bauelementen
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Grußwort Neue Perspektiven für Unternehmen Energieeffizienz und Ener- gieeinsparung: Das sind un- sere wichtigsten

Grußwort

Neue Perspektiven für Unternehmen

Grußwort Neue Perspektiven für Unternehmen Energieeffizienz und Ener- gieeinsparung: Das sind un- sere wichtigsten

Energieeffizienz und Ener- gieeinsparung: Das sind un- sere wichtigsten Aufgaben, wenn wir dem globalen Kli- mawandel entgegentreten wollen. Der Gebäudebereich macht fast 40% des Energie- verbrauches aller Sektoren aus, und wir wissen, dass hier noch erhebliches Ein- sparpotenzial besteht. Des- halb haben wir hier einen besonderen Handlungsbe- darf.

Mit dem von der Bundes- regierung beschlossenen Inte- grierten Energie- und Klima- programm haben wir konkre- te Maßnahmen zur Erfüllung der deutschen Einsparziele bis zum Jahr 2020 festgelegt. Im Gebäudebereich beabsich- tigen wir eine Erhöhung der energetischen Anforderungen an Gebäude um durchschnitt- lich 30% im Rahmen der EnEV 2009. In einem weite- ren, für das Jahr 2012 ange- strebten Schritt soll das An- forderungsniveau nochmals bis zur gleichen Größenord- nung angehoben werden.

Das CO 2 -Gebäudesanierungs- programm erweist sich zu- dem als ausgesprochen er- folgreich. Die Energiespar- maßnahmen werden deshalb durch die Bundesregierung in einem Umfang wie noch nie zuvor gefördert. Das Pro- gramm wird bis 2011 auf dem bisherigen Niveau fort- gesetzt. Mit Beginn dieses Jahres haben wir das CO 2 - Gebäudesanierungsprogramm um das Zuschussprogramm

bei selbst genutztem Wohn- eigentum und zinsgünstige Kredite für Kommunen (z.B. Schulen, Kindergärten und Turnhallen) erweitert.

Um unsere Ziele zu errei- chen, brauchen wir das En- gagement von allen Beteilig- ten. Und wir brauchen neue Ideen, Technologien und In- novationen, um unsere Ge- bäude an die gestiegenen energetischen Anforderun- gen anzupassen. Eine ver- besserte Dämmung der Au- ßenbauteile, hocheffiziente Fenster und Gebäudetechnik sowie der Einsatz regenerati- ver Energien müssen künftig selbstverständlich sein. Der Klimawandel ist ein welt- weites Problem. Unterneh- men, die sich dieser Heraus- forderung stellen, gewinnen damit auch wirtschaftlich neue Perspektiven.

Wolfgang Tiefensee Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung www.bmvbs.de

Inhalt 1
Inhalt
1

Inhalt

Grußwort – Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee Neue Perspektiven für Unternehmen

Fenster, Fassaden und Glas

Innovativ Energie sparen Winterlicher und sommerlicher Wärmeschutz müssen gleich- rangig betrachtet werden. Eine besondere Bedeutung hat da- bei die Gebäudehülle mit Fenstern, Fassaden, Türen und Glas. Innovative Lösungen, Energie zu sparen, beschreibt Ulrich Sieberath, Leiter des ift Rosenheim.

S. 2

beschreibt Ulrich Sieberath, Leiter des ift Rosenheim. S. 2 Klimaschutz und nachhaltiges Bauen Ziele, Instrumente,
beschreibt Ulrich Sieberath, Leiter des ift Rosenheim. S. 2 Klimaschutz und nachhaltiges Bauen Ziele, Instrumente,

Klimaschutz und nachhaltiges Bauen

Ziele, Instrumente, Perspektiven Der Gebäudebestand in Deutschland soll auf Dauer energieeffizienter ausgerichtet werden. Hans-Dieter Hegner, Baudirektor im Bundesmi- nisterium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, erläutert das Ener- gie- und Klimaprogramm des Bundes.

S. 10

Gebäudesanierung

Analyse mit Thermographie Die Infrarot- und Gebäudethermographie gilt als ge- eignetes Instrument, um thermische Schwachstellen aufzudecken. Prof. Dr. h. c. Klaus Layer, Leiter der Karlsruher Gewerblichen Akademie für Glas-, Fens- ter- und Fassadentechnik, erklärt Einsatzmöglich- keiten.

S. 14

und Fassadentechnik, erklärt Einsatzmöglich- keiten. S. 14 Planen, Bauen und Betreiben S. 18 Der Weg zu
und Fassadentechnik, erklärt Einsatzmöglich- keiten. S. 14 Planen, Bauen und Betreiben S. 18 Der Weg zu

Planen, Bauen und Betreiben S. 18 Der Weg zu mehr Effizienz Nach Ansicht von Univ. Prof. Dr.-Ing. M. Norbert Fisch ist es mittlerweile dringend geboten, neben die Investitionsprogramme für Sanierung des Gebäudebestands ver- stärkt Akzente für die Verbesserung der Be- triebsführung von Gebäuden zu setzen.

Porträts ift und GFF Baden-Württemberg auf einen Blick

S. 23

© ift Rosenheim 3/2008

Themenheft Energieeffizientes Bauen mit Fenstern, Fassaden und Glas

IMPRESSUM

Verlag ift Rosenheim GmbH

Redaktionsanschrift

Theodor-Gietl-Straße 7-9

83026 Rosenheim

www.ift-rosenheim.de

Redaktionelle Bearbeitung Dipl.-Ing. Jürgen Benitz-Wildenburg, Martina Ostermann

Anzeigenverkauf

Martina Ostermann

Grafische Gestaltung PSE Redaktionsservice GmbH, Geretsried

Druckerei

Fuchs-Druck GmbH,

Miesbach

Veröffentlichungen Die inhaltliche Verantwortung mit Namen gekennzeichneter Beiträge übernimmt der Verfasser. Das Themenheft mit allen enthaltenen Beiträgen und Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Mit Ausnahme der gesetzlich zugelassenen Fälle ist eine Verwertung oder Vervielfältigung ohne Zustimmung des Verlages strafbar. Das gilt auch für das Erfassen und Übertragen in Form digitaler Daten. Die Allgemeinen Geschäfts- bedingungen finden Sie vollständig unter www.ift-rosenheim.de.

2 Energie-Effizienz
2
Energie-Effizienz

Fenster, Fassaden und Glas

Innovativ Energie sparen

Die weltweite Brisanz der Klimaproblematik wird nicht nur durch die öffentliche Diskussion deutlich, sondern vielmehr durch persönliches Erleben in Form von Hitze- und Trockenzeiten, Stürmen und Hurrikans, Starkregen und Überschwemmungen. Ein zentraler Lösungsansatz ist eine bessere bauliche Energieeffizienz.

Hierbei müssen der winterli- che und der sommerliche Wärmeschutz gleichrangig betrachtet werden. Während im Norden die Energie zum Heizen benötigt wird, muss im Süden die meiste Energie zur Kühlung aufgewendet werden. In Deutschland gibt es nach Angaben des CO 2 -Reports der Bundesregierung 17 Millio- nen Wohngebäude, die im Jahr 2005 191 Millionen Ton- nen CO 2 durch Heizen und Kühlen emittiert haben. Die Aufgabe der Gebäudehülle und der Haustechnik ist es, Energie effizienter zu nutzen. Hierbei wird der Neubau die Vorreiterrolle auf dem Weg zum Energiegewinnhaus übernehmen, in dem sogar Überschüsse produziert wer- den. Bereits 1996 wurden bei dem als „Power-Tower“ be- zeichneten RWE-Hauptver- waltungsgebäude in Essen Techniken wie Doppelfassa-

den, natürliche Belüftung, Nachtlüftung, die intelligente Nutzung von Tageslicht und Sonnenwärme sowie Energie- speicher eingesetzt, um den Energiebedarf zu reduzieren. Den größten Effekt hat jedoch die energetische Sanierung des Bestands, bei der folgen- de Faktoren maßgebend sind:

• Wärmeverluste durch Trans- missionen (Wärmedurch- gangskoeffizient U) und Wärmebrücken (linearer

Wärmebrückenverlustkoeffi-

zient Ψ). • Solare Gewinne (Gesamt- energiedurchlassgrad g) und

). • Solare Gewinne (Gesamt- energiedurchlassgrad g) und Das Fenster als modernes Energiegewinn-Bauteil

Das Fenster als modernes Energiegewinn-Bauteil

Tageslichtnutzung (Licht-

transmissionsgrad τ). • Lüftungswärmeverluste ent- stehen durch undichte Ge- bäudehüllen und durch die notwendige Mindestlüftung für die Wohnraumhygiene, die durch den Einsatz von

Wärmerückgewinnungsanla-

gen reduziert werden kann. Die für Europa seit 2002 gel- tende Richtlinie zur Energieef- fizienz von Gebäuden EPBD (Energy Performance of Buil- dings Directive) ist die Grund- lage der Energieeinsparver- ordnung (EnEV). Die kontinu- ierliche Reduzierung des bau- lichen Energieverbrauchs führt zur weiteren Verschär- fung der EnEV. Die Mindest- anforderungen für bauliche Sanierungen betragen für den U-Wert von Fenstern derzeit

1,7 W/(m 2 /K) und werden in der Neufassung 2009 auf ca. 1,3 W/(m 2 /K) und in einer weiteren Fassung 2012 vor-

aussichtlich auf 0,9 W/(m 2 /K) reduziert. Die Aufgaben für die Fenster-, Fassaden- und Glasbranche lassen sich da- raus wie folgt ableiten:

• Verbesserung der wärme- dämmenden Eigenschaften, • Minimierung der Lüftungs- wärmeverluste, • Optimierung des sommerli- chen Wärmeschutzes, • Nutzung der Sonnenenergie, • Reduzierung von Kunstlicht- einsatz mittels besserer Ta- geslichtnutzung, • Energieeinsparung durch Anbindung der Gebäudehül- le an die Haustechnik. Die Anforderungen der EnEV

2009 können noch durch den

Einsatz von guten Zweifach-

oder Dreifach-Isoliergläsern er- reicht werden. Mit der weite- ren Verschärfung der EnEV in

2012 wird aber eine Weiterent-

wicklung der Rahmen- und Profilkonstruktionen notwen- dig.

Themenheft Energieeffizientes Bauen mit Fenstern, Fassaden und Glas

© ift Rosenheim 3/2008

Energie-Effizienz 3
Energie-Effizienz
3
Energie-Effizienz 3 EnEV 2009 und 2012 und Umset- zung mit Fenstern und Glas Fensterprofile Die im

EnEV 2009 und 2012 und Umset- zung mit Fenstern und Glas

Fensterprofile

Die

im Fensterprofil (U f ) konzen-

Optimierungspotenziale

trieren

sich

auf folgende

Aspekte:

• Einsatz neuer Materialien und Beschichtungen mit ge- ringerer Wärmeleitfähigkeit und Emissivität,

• Optimierung der Profilgeo- metrie (Kammeranzahl, ver- besserte Wärmedämmzo- nen),

• Verbesserung Fenstersyste- me (Dichtungsebenen, Glas- einstand, Kastenfenster),

• Reduzierung der Profilbrei- ten (höherer Glasanteil),

• verbesserte Baukörperan- schlüsse (Überdeckung der Blendrahmen),

• Entwicklung neuer Glasein- bindungen,

• Wärmetechnisch verbesserte Randverbundsysteme.

Kunststofffenster

Bei Kunststofffenstern ist die thermische Schwachstelle die Stahlaussteifung der Profile, da Stahl mit einer Wärmeleit- fähigkeit von λ = 50 W/(mK) fast den 300-fachen Wert ge- genüber PVC mit λ = 0,17 W/(mK) aufweist. Bislang wur- de der Wärmeschutz durch ei- ne Erhöhung der Kammeran- zahl verbessert, jedoch nimmt die relative Verbesserung der Dämmwirkung mit zunehmen- der Kammeranzahl und Bau- tiefe ab. Weitere Ansätze sind die ther- mische Trennung der Ausstei- fungen und eine kleinere Hauptkammer mit Stahlaus-

© ift Rosenheim 3/2008

steifung, um den Einfluss der schlecht isolierenden Zone zu reduzieren. Dabei muss ein ausreichender statisch wirksa- mer Querschnitt beachtet wer- den, um die Gebrauchstaug- lichkeit des Fensters zu ge- währleisten. Auch die Stahlaussteifung selbst beeinflusst den Wär- medurchgangskoeffizienten, beispielsweise durch den Abstand der Stahlausstei- fung zur Kammerwand. Je Millimeter Abstand zwi- schen Stahlaussteifung und Kammerwand verbessert sich der Wärmedurchgangs-

und Kammerwand verbessert sich der Wärmedurchgangs- U f in Abhängigkeit Kammeranzahl koeffizient des

U f in Abhängigkeit Kammeranzahl

koeffizient des Rahmenpro- fils um ca. 0,01 W/(m 2 K). Weitere Verbesserungen sind

durch verringerte Abmes- sungen des Stahlprofils

möglich, indem das notwen- dige Flächenträgheitsmo- ment durch Umfalzen der Schenkel der Stahlarmierung erreicht wird. Auch die Ver- wendung von Materialien und Oberflächenlegierungen mit geringerer Wärmeleitfä- higkeit und geringem Emissi- onsvermögen bietet Verbes- serungsmöglichkeiten. Die Wanddicke des Stahlquer- schnitts bei gleichbleiben-

Die Wanddicke des Stahlquer- schnitts bei gleichbleiben- Optimierungsansätze bei Kunststoff-Fenstern den

Optimierungsansätze bei Kunststoff-Fenstern

den Außenmaßen führt nur zu einer geringen Ver- schlechterung des Wärme- durchgangskoeffizienten.

Holzfenster

Bei Holzfenstern ergeben sich Verbesserungsmöglichkeiten durch die Erhöhung der Bau- tiefe und durch den Einsatz von Verbundprofilen mit Werkstoffen die eine geringe- re Wärmeleitfähigkeit haben, beispielsweise Polyurethan- Hartschäume (PUR) oder Kork, die sich gut mit Holz verkleben lassen, eine ausrei- chende Festigkeit haben und mit λ-Werten zwischen 0,04 – 0,05 W/(mK) eine deutlich bessere Wärmedämmung auf- weisen als Weichholz mit 0,13 W/(mK). Der zweite Punkt ist die Vermeidung von Wärmebrücken, die vor allem im Bereich der Wetterschutz- schiene liegen und durch thermisch getrennte Profile um 0,1-0,2 W/(m 2 K) verbes- sert werden können.

Profil

Tabellenwert n. DIN EN 10077-1

Rechenwert 2 n. DIN EN 10077-2

Messwert n. DIN EN 12412-2

IV

68

1,8

1,4

1,2

IV

78

1,7

1,3

1,1

IV

86

1,6

1,2

1,0

Verbund-

Kein Tabellenwert

0,7

0,65

profile 1

1 Hinweise und Berechnungen im ift-Forschungsprojekt HIWIN, Rosenheim 2003

 

2 Berechnung mit λ-Weichholz 0,13 W/mk und Nachweis über ift-Typenblatt

Themenheft Energieeffizientes Bauen mit Fenstern, Fassaden und Glas

4 Energie-Effizienz
4
Energie-Effizienz

Moderne Holzfenster werden oft mit einem außenliegenden Aluminiumprofil angeboten (Holz-Metall-Fenster). Für den Wärmeschutz ist aller- dings nur der Querschnitt des innenliegenden Holzprofils wirksam. Aufgrund des äuße- ren Aluminiumprofils kön- nen nicht die Ψ-Werte für Holzrahmenprofile nach der EN ISO 10077-1 verwendet werden; hier sind gesonderte Nachweise erforderlich.

Metallfenster

Bei Metallfenstern ist die Opti- mierung schwieriger und er- streckt sich prinzipiell auf fol- gende Bereiche:

• Vergrößerung Dämmzone, • Materialminimierung in der Dämmzone,

• Optimierte Materialien des Profils und der Dämmzone, • Position der Dämmung, • Verringerung der Ansichts- breiten (Rahmenanteil), • Verbundfenster.

Verbundfenster

Verbundfenster bestehen aus zwei getrennten Fensterflü- geln, die in einem Blendrah- men sitzen. Der innere Flügel nimmt in der Regel das Isolier- glas auf, der äußere ein Ein- fachglas. Die beiden Flügel werden für Reinigungs- und Wartungszwecke lösbar ver- bunden. Der verbleibende Zwischenraum kann für Son- nenschutz-, Lichtlenkungs- und Lüftungseinrichtungen genutzt werden, und wird über geringe Fugen (< 2 mm)

genutzt werden, und wird über geringe Fugen (< 2 mm) Optimierungsansätze bei Metallfenstern (Randbedingungen: U

Optimierungsansätze bei Metallfenstern (Randbedingungen: U g =0,7 W/(m 2 K), Ψ=0,08 W/(m 2 K))

Themenheft Energieeffizientes Bauen mit Fenstern, Fassaden und Glas

nach außen belüftet, die den Wärmeschutz nicht ver- schlechtern. Mit Verbundfens- tern kann der Wärmeschutz um 0,2-0,3 W/(m 2 /K) verbes- sert werden, gleichzeitig ist auch der Schallschutz um ca. 3-5 dB günstiger.

Geklebte Fenster

Ein weiterer Ansatz zur Wei- terentwicklung ergibt sich durch die Verklebung ver- schiedener Materialien, wie bei Raumfahrt und Automobil- bau. Ein Vorteil der Klebung ist die gleichmäßige Abtragung der einwirkenden Lasten. In geklebten Fenstern wirkt das Glas aussteifend. Dies ermög- licht Konstruktionen mit ge- ringeren Ansichtsbreiten und bei Kunststofffenstern die Re- duzierung bzw. Verzicht auf Stahlprofile – beides Maßnah- men, die den Wärmeschutz verbessern. Generell ist für ge- klebte Konstruktionen eine sorgfältige Verarbeitung nach den Vorgaben des Sys- temgebers und die Verwen- dung von geeigneten Klebstof- fen erforderlich.

Vorhangfassaden

Die Planung und Bewertung von Vorhangfassaden ist eine komplexe Aufgabe, weil grö- ßere Projekte realisiert wer- den Gleichzeitig neben Iso- liergläsern viele andere Mate- rialien zum Einsatz kommen. Durch die großflächige von hochwärmedämmenden Iso- liergläsern und Verwendung von Vakuumpaneelen kann der U-Wert der gesamten Fas- sade in einem breiten Rahmen variiert werden. Eine wichtige Rolle werden vakuumge- dämmte Paneele (Vakuumiso- lationspaneele VIP) überneh- men, die eine 5- bis 10-fach bessere Dämmwirkung als konventionelle Dämmungen erreichen können. Es lassen sich Bauelemente mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,004 W/(mK) herstellen. Um diese Werte in der Praxis zu errei-

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Energie-Effizienz 5
Energie-Effizienz
5
Energie-Effizienz 5 Verbesserung des U W -Wertes eines 3-Kammer- profils durch geklebte Verglasung Variation

Verbesserung des U W -Wertes eines 3-Kammer- profils durch geklebte Verglasung

-Wertes eines 3-Kammer- profils durch geklebte Verglasung Variation Fassadenelemente mit solaren Gewinnen chen, sind

Variation Fassadenelemente mit solaren Gewinnen

chen, sind folgende Aspekte zu beachten:

• Wärmebrücken im Bereich der Paneelränder sowie Durchdringungen und Stoßfugen sind kritischer als bei konventioneller Dämmung und erfordern eine sorgfältige Planung.

• Einsatz von VIP bei räumlicher Begrenzung und wenn eine bessere Dämmung erforder- lich ist.

• Integrierte Planung und Baustellenlogistik zur Vermeidung von Beschädigungen.

• Die Verringerung des Dämmwertes über die Nutzungszeit von 50 Jahren ist im Rechen- wert zu berücksichtigen.

Verglasung

Wärmetechnische Entwicklungen wurden häufig durch Innovationen der Glasindustrie initiiert, und so wird sich auch das Dreifach- Isolierglas zur Standardverglasung entwi- ckeln. Isoliergläser müssen viele weitere Funktionen erfüllen, beispielsweise Sicher- heitsfunktionen, Schallschutz- oder Brand- schutzeigenschaften. Vakuumverglasungen er- reichen nach derzeitigem Stand der Technik einen U g -Wert von 0,8 bis 1,0 W/(m 2 K) und können mit weiteren Optimierungen ca. 0,5 W/(m 2 K) erreichen. Vorteilhaft sind das gerin- gere Gewicht und die Baudicke von 8 bis 10 mm. Die Vakuumverglasung kann als Ersatz für Einfachverglasungen dienen, beispielswei- se bei denkmalgeschützten Gebäuden. Ein Ein- satz in Zweifach- oder Dreifachverglasungen ermöglicht weitere Optimierungen.

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ermöglicht weitere Optimierungen. © ift Rosenheim 3/2008 Energieeinsparung beginnt mit Technoform Seit mehr als 30
ermöglicht weitere Optimierungen. © ift Rosenheim 3/2008 Energieeinsparung beginnt mit Technoform Seit mehr als 30
ermöglicht weitere Optimierungen. © ift Rosenheim 3/2008 Energieeinsparung beginnt mit Technoform Seit mehr als 30
ermöglicht weitere Optimierungen. © ift Rosenheim 3/2008 Energieeinsparung beginnt mit Technoform Seit mehr als 30

Energieeinsparung beginnt mit Technoform

Seit mehr als 30 Jahren entwickeln und produzieren wir für unsere Kunden hochpräzise Isolierprofile, die in Fenstern, Türen und Fassaden aus Aluminium für die thermische Trennung sorgen.

Weltweit haben wir bis heute rund 1,8 Mrd. Meter Isolierstege verkauft

In ca. 90 Mio. Fenstern sparen sie rund 9 Mrd. kWh Energie pro Jahr und reduzieren damit den CO 2 -Ausstoß erheblich

Bei 10 Cent Energiekosten pro kWh werden global 900 Mio. eingespart, die man für andere Dinge sinnvoller ausgeben kann – Jahr für Jahr.

Täglich arbeiten wir mit unseren Kunden an neuen, noch besseren Lösungen zur Einsparung von Energie und CO 2 -Emissionen.

Sprechen Sie mit uns.

von Energie und CO 2 -Emissionen. Sprechen Sie mit uns. Wir freuen uns auf Ihren Besuch

Wir freuen uns auf Ihren Besuch zur Sie finden uns in Halle 7A, Stand 418.

auf Ihren Besuch zur Sie finden uns in Halle 7A, Stand 418. Kunststoffprodukte GmbH Ostring 4,

Kunststoffprodukte GmbH Ostring 4, 34277 Fuldabrück, Deutschland Tel. +49 561 9583-400, Fax +49 561 9583-521 www.technoform-bautec.de

4, 34277 Fuldabrück, Deutschland Tel. +49 561 9583-400, Fax +49 561 9583-521 www.technoform-bautec.de Technoform Group

Technoform Group

6 Energie-Effizienz
6
Energie-Effizienz
6 Energie-Effizienz Aufbau VIP Vakuumisolations- paneel (ZAE Würzburg) Weitere Verbesserungen erge- ben sich durch die

Aufbau VIP Vakuumisolations- paneel (ZAE Würzburg)

Weitere Verbesserungen erge- ben sich durch die Verwen- dung wärmetechnisch opti- mierter Randverbünde oder durch einen tieferen Glasein- stand. Als Faustformel verbes- sert sich der Ψ-Wert um 0,002 W/(mK) pro mm Mehrein- stand der Verglasung im Rah- menprofil. Der U W -Wert des Fensters kann somit bei einem Glaseinstand von beispiels- weise 25 mm um bis zu U W = 0,05 W/(m 2 K) verbessert wer- den. Dies bewirkt auch eine Erhöhung der Oberflächen- temperatur im Glasrandbe- reich und vermindert so den Tauwasseranfall bei geringen Außentemperaturen.

Montage

Neben den wärmetechnischen Kennwerten von Bauelemen- ten sind die richtige Ausfüh- rung der Montage und die Ver- meidung von Wärmebrücken entscheidend. Der Wärme- durchgang wird u.a. von der Einbauebene sowie der Anord- nung der Dämmschichten be- stimmt. Die EnEV bietet für den Nachweis von Wärme- brücken drei Alternativen:

a) ohne Nachweis gilt ein pau- schaler Zuschlag von WB = 0,10 W/(m 2 /K) auf den U- Wert der Umfassungsfläche; b) Detailkonstruktionen nach DIN 4108 Beiblatt 2 reduzie- ren WB auf 0,05 W/(m 2 /K); c) die Ψ-Werte können exakt nach DIN V 4108-6, mit Wärmebrückenkatalogen oder nach DIN EN ISO 10211-2 ermittelt werden.

Motor Sonne

Die verfügbare Sonnenenergie ist 3.000 mal höher als der

weltweite Energiebedarf. Es ist die Aufgabe der Bautechnik dieses Reservoir nutzbar zu machen – Fenster, Fassaden und Glas können dabei helfen. Um die energetische Leis- tungsfähigkeit von Fenstern, und Glas zu bewerten, ist des- halb für zukünftige Regelwer- ke ein Bilanzwert sinnvoll, wie bereits in der Wärme- schutzverordnung 95 als äqui- valenter U-Wert U eq eingeführt. Der U-Wert der Verglasung und der Gesamtenergiedurch- lassgrad g sind die bestimmen- den Faktoren. Photovoltaik und Photothermie können den Restenergiebedarf von Gebäu- den decken und so dezentral die notwendige Energie für Antriebs- und Steuerungstech- nik von Fenstern und Sonnen- schutzeinrichtungen zur Ver- fügung zu stellen. Durch den intelligenten, ge- steuerten Einsatz der Verschat- tung, der Nutzung von thermi- schen Pufferspeichern sowie Lichtlenkungssystemen, kön- nen die solaren Gewinne opti- mal genutzt werden, ohne dass es zur Überhitzung der Räume kommt.

Sonnenschutz

Neben dem Energieverbrauch im Winter dürfen die Energie-

aufwendungen für Kühlung im Sommer nicht unterschätzt werden, die je nach Klima, Gebäudeausstattung, Nutzung und der Klimatechnik um ein Vielfaches über der Heizener- gie liegen. Deshalb werden in der EnEV, in DIN V 18599 und in DIN 4108-2 entsprechende Vorgaben gemacht. Wichtige Faktoren zur Reduzierung der Klimalast sind der sommerli- che Wärmeschutz und die Lüf- tung, ideal als geregelte natür- liche Nachtlüftung. Sonnen- schutzverglasungen sind leis- tungsfähig, können aber oft nicht alleine die Wärme vom Rauminneren fernhalten, so dass eine zusätzliche Verschat- tung notwendig wird (ift-For- schungsbericht „Sommerli- cher Wärmeschutz mit moder- nen Fenstern“). Ein Schwach- punkt der außenliegenden Verschattungen war die Anfäl- ligkeit bei höheren Windge- schwindigkeiten – neue Kon- struktionen halten auch Wind- stärken von 8 Beaufort stand. Verbundfenster und Zweite- Haut-Fassaden ermöglichen die Integration von Ver- schattung und Lüftung im wit- terungsgeschützten Bereich, verursachen aber konstruktive Mehraufwendungen. Eine Al- ternative sind Sonnenschutz-

Glas

Gesamtenergie-

Lichttrans-

Wärmedurch-

durchlassgrad

missionsgrad

gangskoeffizient

 

g

 

τ

U

g

   

[W/(m 2 K)]

2-Wärmeschutzglas*

40

– 60 %

70

– 80 %

1,0 – 1,7

3-Wärmeschutzglas**

40

– 50 %

60

– 70 % 80 %

0,5 – 0,8 0,8 – 1,0

Vakuumverglasung***

 

*Beschichtung auf Ebene 3, **Beschichtung auf Ebene 2 und 5, ***2-Scheiben, Wärmeschutzbeschichtung auf Ebene 3

Wärmetechnisch optimierte Montage des Fensters
Wärmetechnisch optimierte Montage des Fensters

Themenheft Energieeffizientes Bauen mit Fenstern, Fassaden und Glas

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Energie-Effizienz 7
Energie-Effizienz
7
Energie-Effizienz 7 Bewertung solarer Wärmegewinne U-Wert Fenster (1,23 m x 1,48 m) in Abhängigkeit von solaren

Bewertung solarer Wärmegewinne

Energie-Effizienz 7 Bewertung solarer Wärmegewinne U-Wert Fenster (1,23 m x 1,48 m) in Abhängigkeit von solaren

U-Wert Fenster (1,23 m x 1,48 m) in Abhängigkeit von solaren Gewinnen und Qualität der Verglasung

einrichtungen im Scheibenzwischenraum, die in übliche Fensterkonstruktionen inte- griert werden können. Diese Systeme bieten gute Verschattungsleistungen, verändern das Fassadenbild nicht und bieten systemische

Vorteile:

• Sonnenschutz außerhalb der bewitterten Zo- ne. • Energetische Leistungseigenschaften ver- gleichbar mit äußerem Sonnenschutz. • Anpassung an jahreszeitliche und tagesab- hängige Einflüsse. • Reinigungsaufwand reduziert sich auf Glas-

flächen.

Sonnenschutz

Gesamtenergie-

 

durchlassgrad g

Sonnenschutzglas

20

% bis 40 % abhängig von

Sonnenschutzbeschichtung

 

Sonnenschutz außen

5 % bis 40 % abhängig von Verglasungsaufbau, Refle- xionsgrad, Winkelselektivität und Einstellung Sonnenschutz

Sonnenschutz innen

25

% bis 60 % abhängig von

Verglasungsaufbau und Re-

 

flexionsgrad Sonnenschutz

Sonnenschutz im Schei- benzwischenraum (SZR)

12

% bis 40 % abhängig von

Verglasungsaufbau, Refle- xionsgrad, Winkelselektivität

 
 

und Einstellung Sonnenschutz

© ift Rosenheim 3/2008

Refle- xionsgrad, Winkelselektivität     und Einstellung Sonnenschutz © ift Rosenheim 3/2008
Refle- xionsgrad, Winkelselektivität     und Einstellung Sonnenschutz © ift Rosenheim 3/2008
Refle- xionsgrad, Winkelselektivität     und Einstellung Sonnenschutz © ift Rosenheim 3/2008
Refle- xionsgrad, Winkelselektivität     und Einstellung Sonnenschutz © ift Rosenheim 3/2008
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Refle- xionsgrad, Winkelselektivität     und Einstellung Sonnenschutz © ift Rosenheim 3/2008
8 Energie-Effizienz Sonnenschutz im Scheibenzwischenraum • Einfache Abstimmung zwi- schen Fassaden-, Isolierglas- und

8

Energie-Effizienz

8 Energie-Effizienz Sonnenschutz im Scheibenzwischenraum • Einfache Abstimmung zwi- schen Fassaden-, Isolierglas- und

Sonnenschutz im Scheibenzwischenraum

• Einfache Abstimmung zwi- schen Fassaden-, Isolierglas- und Sonnenschutzhersteller. Entscheidend für einen dauer- haften und störungsfreien Ein- satz ist die Beachtung folgen- der Kriterien:

• Sicherstellung der Gasdicht- heit und Vermeidung von Feuchtigkeitsaufnahme des Randverbundes, • Verhindern von Fogging (Niederschlag von Material- emissionen an der Scheiben- innenseite), • Dauerfunktionsfähigkeit des Einbaues, • Vermeidung von Glasbrü- chen durch rechnerische Di- mensionierung der Glasdi- cke (Klimalast). Es ist deshalb notwendig, die Systeme im Originalaufbau zu testen, damit eine ausreichen- de Nutzungsdauer sicher- gestellt werden kann (ift-Richt- linie VE-07/2 „Mehrscheiben- Isolierglas mit beweglichen Sonnenschutzsystemen“). Der Einsatz von Verschattungen

Autor

Ulrich Sieberath

Der Einsatz von Verschattungen Autor Ulrich Sieberath Ulrich Sieberath ist der Lei- ter des ift Rosenheim.

Ulrich Sieberath ist der Lei- ter des ift Rosenheim. Seit über 25 Jahren ist er in der Fenster-, Fassaden-, Tür- und Glasbranche tätig und stellt seine um- fangreiche Erfahrung und Sachkenntnis in einer Vielzahl von technischen Ausschüssen und Fach- gremien sowie als Gutachter, Fachrefe- rent, Autor und Lehrbeauftragter na- tional und international zur Verfügung. www.ift-rosenheim.de

darf nicht dazu führen, dass das Tageslichtangebot für die Beleuchtung der Innenräume nicht mehr ausreicht und un- nötige Energie für die Innen- raumbeleuchtung erforderlich wird. Für Sehaufgaben gilt als Mindestwert 500 lx; optimale Beleuchtungsstärken liegen zwischen 2000 lx und 4000 lx. Neue wissenschaftliche Unter- suchungen haben einen drit- ten Lichtrezeptor auf der Netz- haut entdeckt, der die biologi- sche Wirkung des Lichts auf den menschlichen Organis- mus steuert und erst ab Be- leuchtungsstärken von größer 1000 lx reagiert. Noch stärker als bisher müssen deshalb die Forderungen Lichtstärke und Blendschutz vereinbart werden. Dies gelingt gut durch winkelselektive Son- nenschutzelemente, die physi- kalische Gesetze wie Lichtbre- chung (Prismen) oder Reflexi- on (Spiegelreflektor) nutzen. So wird eine Blendung verhin- dert, und oberhalb des direk- ten Sichtfelds kann das Son- nenlicht den Raum mit diffu- sem, blendfreiem und natürli- chem Licht ausleuchten.

Lüften

Wohnräume müssen aus ge- sundheitlichen und bauphysi- kalischen Gründen belüftet werden. Der hygienisch not- wendige Frischluftbedarf be- trägt in Abhängigkeit von der körperlichen Tätigkeit ca. 10 bis 25 m 3 /h pro Person. Die baulich notwendige Lüftung muss die anfallende Luft- feuchte abtransportieren, die durch Pflanzen, Waschen oder Kochen entsteht und bei zu ge- ringen Oberflächentemperatu- ren zu Tauwasserausfall und Schimmelpilzbildung führen kann. Die intensive Wechsel- wirkung zwischen Heizsys- tem, Innenraumtemperatur und baulichem Wärmeschutz muss beachtet werden. Bei Niedrigenergiegebäuden (Jah- resenergieverbrauch von ca. 60 KWh/m 2 a) können die

Themenheft Energieeffizientes Bauen mit Fenstern, Fassaden und Glas

Energieeffizientes Bauen mit Fenstern, Fassaden und Glas Sonnenschutz und Lichtlenkung Lüftungswärmeverluste über

Sonnenschutz und Lichtlenkung

Lüftungswärmeverluste über 50 % betragen, so dass die Energieeffizienz durch eine Wärmerückgewinnung der Abluft durch zentrale oder de- zentrale Lüftungsgeräte ver- bessert werden sollte. Die Zu- sammenhänge der natürlichen Fensterlüftung wurden schon 1982 durch das ift Rosenheim im Forschungsprojekt „Be- standsaufnahme von Einrich- tungen zur freien Lüftung im Wohnungsbau“ ermittelt und sind abhängig von folgenden Faktoren:

• Öffnungsfläche (Größe, Form, Lage),

• treibende physikalische Kräfte (wind- thermisch be- dingte Druckunterschiede),

• raumbezogene Faktoren (Größe, Wärmequellen, Ein- richtung usw.). Neue luftdichte Baukonstruk- tionen und ein geändertes Lüf- tungsverhalten führten in den letzten Jahren zu einer höhe- ren Feuchtebelastung im In- nenraum und damit zu Dis- kussionen über den notwendi- gen Luftwechsel sowie die Grenzen der Fensterlüftung. So wird in Deutschland durch die Überarbeitung der DIN 1946-6, 2006-12, „Raumluft- technik – Teil 6: Lüftung von Wohnungen“ diskutiert, ob freie Lüftung nur zum Min- destluftwechsel beitragen darf, wenn dies ohne Nutzerein- fluss möglich ist. In E DIN 1946-6 werden vier Lüftungs- stufen und Außenluftvolu- menströme definiert:

© ift Rosenheim 3/2008

Energie-Effizienz 9
Energie-Effizienz
9
Energie-Effizienz 9 Zuluft in Abhängigkeit von Temperaturdifferenz. Windgeschwindigkeit < 0,5 m/s (ift-Forschungsbe-

Zuluft in Abhängigkeit von Temperaturdifferenz. Windgeschwindigkeit < 0,5 m/s (ift-Forschungsbe- richt „Lüften im Wohnungsbau“ 1982)

1. Lüftung zum Feuchteschutz – nutzerunab- hängige Lüftung (Minimalbetrieb).

2. Mindestlüftung – nutzerunabhängige Lüf- tung (Mindestanforderungen an Raumluft- qualität).

3. Grundlüftung – notwendige Lüftung zur Ge- währleistung des Bautenschutzes sowie der hygienischen und gesundheitlichen Erfor- dernisse (Normalbetrieb).

4. Intensivlüftung – zeitweilig erhöhte Lüftung

zum Abbau von Lastspitzen (Lastbetrieb). Wenn durch die Gebäudeabmessungen und die Aufteilung der Innenräume eine Luft- durchströmung gegeben ist (Querlüftung), kann das Lüftungskonzept auch ausschließlich mit Fenstern realisiert werden. Dies ist bei- spielsweise durch den Einbau von Außenluft- durchlässen (ALD) in den Fenstern möglich (ift-Richtlinie „Fensterlüfter –Teil 1 Leistungs- eigenschaften“). Teil 2 der Richtlinie wird Ein- satzempfehlungen für verschiedenste Randbe- dingungen treffen und so Verbrauchern, Pla- nern und Architekten die Planung und den Vergleich von Lüftungseinrichtungen erleich- tern.

Fazit

Die Reduzierung des baulichen Energiever- brauchs um 2/3 ist mit heute verfügbarer Technik wirtschaftlich möglich. Fenster, Fas- saden und Verglasung werden sich zu intelli- genten Bauteilen entwickeln und eine auto- matische Anpassung an die äußeren Klima- einflüsse, die Nutzeranforderungen sowie an die Haustechnik zulassen. Wie Haut und Kleidung beim Menschen wird die Gebäude- hülle von morgen das Wohlbefinden der Be- wohner mit einem Minimum an Energie er- möglichen. Neben Fragen der Wirtschaftlich- keit, die sich ja mit ständig steigenden Ener- giekosten jährlich ändert, ist die Frage der Nachhaltigkeit zu betrachten, denn die Natur kennt keine Finanzwerte, sondern nur Ener- giebilanzen.

© ift Rosenheim 3/2008

zu betrachten, denn die Natur kennt keine Finanzwerte, sondern nur Ener- giebilanzen. © ift Rosenheim 3/2008

zu betrachten, denn die Natur kennt keine Finanzwerte, sondern nur Ener- giebilanzen. © ift Rosenheim 3/2008

zu betrachten, denn die Natur kennt keine Finanzwerte, sondern nur Ener- giebilanzen. © ift Rosenheim 3/2008

zu betrachten, denn die Natur kennt keine Finanzwerte, sondern nur Ener- giebilanzen. © ift Rosenheim 3/2008
10 Energiepolitik
10 Energiepolitik

Energieeffizienz, Klimaschutz und nachhaltiges Bauen

Ziele, Instrumente, Perspektiven

Fast 70 Prozent des gesamten Energieverbrauches entfallen auf den Verkehrs- und Gebäudebereich, Gebäude haben daran allein einen Anteil von rund 40 Prozent. Es geht deshalb darum, den Gebäudebestand in Deutschland auf Dauer energieeffizienter zu machen und auf erneuerbare Energien auszurichten.

Der CO 2 -Gebäudereport 2007 des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtent- wicklung (BMVBS) zeigt sehr deutlich, dass der Gebäudebe- reich mit ca. 17,3 Mio. Wohn- gebäuden, 39 Mio. Wohnein- heiten, 1,5 Mio. Nichtwohnge- bäuden und einem Anteil von rund 40% am gesamten End- energieverbrauch in Deutsch- land ein enormes Energieein- sparpotenzial birgt. Deshalb hat die Bundesregierung in Meseberg ein Energie- und Kli- maprogramm beschlossen.

EU-Richtlinie

Die Europäische Richtlinie 2002/91/EG vom 16.12.2002 über die Gesamtenergieeffi- zienz von Gebäuden wurde in Deutschland durch das Ener-

gieeinspargesetz und die „Ver- ordnung über energiesparen- den Wärmeschutz und ener- giesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (EnEV)“ in der Fassung vom 24. Juli 2007 eins zu eins in deutsches Recht mit folgenden Zielen umgesetzt:

• ganzheitliche Beurteilung der energetischen Effizienz von Gebäuden mit Gebäude- hülle und Anlagentechnik,

• nationale energetische Min- deststandards im Neubau und im Bestandsbereich bei größeren Modernisierungen,

• transparente Informationen für den Verbraucher,

• Anforderungen an die ener- getische Verbesserung der Gebäudeausrüstung,

• Einbeziehung von Beleuch- tung und Klimaanlagen im Nichtwohnbereich,

• obligatorische Einführung von Energieausweisen, • Pflicht zur regelmäßigen In- spektion von Klimaanlagen.

Energieausweis

Mit der Einführung der Ener- gieausweise durch die EnEV 2007 wird eine wichtige For- derung der EU-Richtlinie um- gesetzt. Die Energieausweise zeigen den Primärenergiebe- darf entweder anhand des ge- messenen Verbrauches oder des berechneten Bedarfes. Bei Gebäuden für öffentliche Dienstleistungen, in denen Publikumsverkehr herrscht und die eine Nutzfläche grö- ßer 1.000 qm haben, besteht die Pflicht zum Aushang, ei- ne deutliche Auflage an „öf- fentliche Einrichtungen“, mit gutem Beispiel voranzuge- hen. Es gelten folgende Fris- ten:

• ab Inkrafttreten der EnEV 2007 für Neubauten, • ab 01.07.2008 für Wohnge- bäude Baujahr bis 1965, • ab 01.01.2009 für Wohnge- bäude Baujahr ab 1966,

• ab 01.07.2009 für Nicht- wohngebäude. Zur EnEV 2007 wurde die Wahlfreiheit zwischen Be-

darfs- und Verbrauchsaus- weisen intensiv diskutiert, da die Ausstellung von Ver- brauchsausweisen bei klei-

nen Gebäuden schwierig bzw. oft unmöglich ist und in

vielen Fällen ein fehlerhaftes Bild vom Gebäude vermitteln kann. Die EnEV 2007 sieht

deshalb im Bereich der Be- standsgebäude folgende Vor- gehensweise vor:

Themenheft Energieeffizientes Bauen mit Fenstern, Fassaden und Glas

Energieeffizientes Bauen mit Fenstern, Fassaden und Glas Energieausweis für Wohngebäude mit berechneten Werten

Energieausweis für Wohngebäude mit berechneten Werten (Bedarfs- ausweis)

• Bei Nichtwohngebäuden gibt es völlige Wahlfreiheit. • Bei Wohngebäuden gibt es Wahlfreiheit bis zum 30.

09.2008.

• Ab 01.10.2008 ist für Gebäu- de bis zu vier Wohneinhei- ten der Baujahre bis 1978 ausschließlich ein Bedarfs- ausweis auszustellen. Für al- le anderen Gebäude gilt wei- terhin Wahlfreiheit (auch bei Gebäuden bis zu vier Wohn- einheiten, die bereits auf das Niveau der Wärmeschutz- verordnung 1978 moderni- siert wurden). Uneingeschränkt von diesen Vorgaben sind die Modernisie- rungsempfehlungen unabhän- gig von der gewählten Variante des Ausweises stets beizufü- gen. Als Aussteller sind nach § 21 EnEV Bauvorlageberechtigte

© ift Rosenheim 3/2008

Energiepolitik 11
Energiepolitik 11

(Bauingenieure, Architekten, Bau-/Gebäudetechniker und Handwerksmeister) sowie Sachkundige mit Berufserfah- rung oder Qualifikations- nachweisen nach EnEV zuge- lassen. Ein Konzept zur Qua- litätssicherung wird von der Deutschen Energieagentur (dena) erstellt.

EnEV 2009/2012

Bereits die Wärmeschutzver- ordnung und die früheren Fas- sungen der EnEV haben ge-

zeigt, dass gesetzliche Anfor- derungen eine Verbesserung der Energieeffizienz bringen, qualitätssichernd sind und die internationale Wettbewerbs- fähigkeit verbessern. Die Bun- desregierung plant deshalb weitere Maßnahmen:

• Verschärfung der energeti- schen Anforderungen um

durchschnittlich 30% mit ei- ner Novelle der EnEV zum

01.01.2009.

• Weitere Verschärfung der Ef- fizienzanforderungen in der gleichen Größenordnung bis

2012.

• Ausweitung der Nachrüs- tungsverpflichtungen bei Anlagen und Gebäuden ent- sprechend technischen In- standsetzungserfordernissen unter Berücksichtigung fi- nanzieller Härtefälle.

• Stärkung des Vollzugs durch Intensivierung privater Nachweispflichten (Fachun- ternehmerbescheinigung).

• Stufenweise Außerbetrieb- nahme von Nachtstromspei- cherheizungen.

• Novellierung der Heizkos- tenverordnung.

• Fortführung von CO 2 -Gebäu-

desanierungsprogrammen bis mind. 2011 mit einem jährlichen Volumen von 700 Mio. € für Wohngebäude und 200 Mio. € für kommu- nale Einrichtungen.

• Fortführung des „Erneuerba- re-Energien-Wärmegesetzes“ (Pflicht zur anteiligen Nut- zung von erneuerbaren Ener- gien von 15% im Neubau).

© ift Rosenheim 3/2008

Ener- gien von 15% im Neubau). © ift Rosenheim 3/2008 Referenzgebäudeverfahren der EnEV 2007 •

Referenzgebäudeverfahren der EnEV 2007

• Marktanreizprogramm „Er- neuerbare Energien“ wird auf bis zu 350 Mio. € ver-

stärkt. • Ausbau der gebäudebezoge- nen Anwendungsforschung.

DIN V 18599

Für Nichtwohngebäude wurde die Erstellung eines neuen technischen Regelwerks not-

wendig. Die in einem Arbeits-

ausschuss des DIN erarbeitete Norm DIN V 18599 „Energeti- sche Bewertung von Gebäu- den“ stellt Berechnungs- und Bewertungsverfahren mit fol- genden Kriterien zur Verfü- gung:

• Energiebedarfsanteile von Beleuchtung und Klimaanla- gen werden in die Gesamt- energieeffizienzberechnung

integriert, • einheitliches Monatsbilanz- verfahren für die Bau- und

Anlagentechnik, • Bewertung des sommerli-

chen Verhaltens von Gebäu- den, der Tageslichtnutzung und anderer Faktoren wird ermöglicht. Eine detaillierte Bilanzie- rungsmethode wird bei ener- getisch verbesserten Gebäu-

den immer wichtiger, um Ver- besserungspotenziale zu er- kennen. Nichtwohngebäude haben sehr unterschiedliche Nutzungsanforderungen zu

erfüllen. Deshalb muss die Anforderung an ein Nicht- wohngebäude in Abhängig- keit von seinen Nutzungskri- terien entstehen. Eine Schwimmhalle benötigt für ihren Betrieb viel Energie für die Warmwasserbereitung und den Lüftungsdurchsatz – ein Bürogebäude kann ohne solche Aufwendungen betrie- ben werden. Deshalb wurde ein „Referenzgebäude-Verfah- ren“ entwickelt. Die Anforde- rung für ein konkretes Gebäu- de ergibt sich nicht mehr al- lein aus einer A/V-abhängigen Kurve, sondern aus einer kon- kreten Berechnung für die ex- akten geometrischen Abmes- sungen des Gebäudes. Die Hauptanforderungsgröße ist weiterhin der Jahres-Primär- energiebedarf, der sich aus folgender Gleichung ergibt:

Q p,max = Q p,Heiz,max + Q p,Lüft,max +

Q p,WW,max + Q p,Licht,max + Q p,Kühl,max

Der Wert ist bei gleicher Geo- metrie und Nutzungsmi- schung wie das zukünftige „Ist-Gebäude“ zonenweise zu ermitteln und dann zu kumu- lieren. Zur Berechnung der Soll- und Ist-Werte gibt die EnEV 2007 Anforderungsrand- bedingungen für das Klima und die Nutzung vor. Dazu werden Profile der DIN V

Themenheft Energieeffizientes Bauen mit Fenstern, Fassaden und Glas

12 Energiepolitik
12
Energiepolitik

18599-10 genutzt, die als „Standardprofile“ für monatli- che Außentemperaturen, Ein- strahlung, Warmwasserbedarf, Soll-Innentemperatur, Nut- zungszeit, z.B. Benutzung der Büros, herangezogen werden. So soll ausgeschlossen wer- den, dass durch Manipulation der Randbedingungen Gebäu- de „gutgerechnet“ werden. Entsprechend der Nutzung können in einzelnen Nut- zungszonen unterschiedliche Energieanteile wirksam wer- den. Das Gebäude muss des- halb für die Berechnung in Nutzungszonen eingeteilt wer- den. Es gilt: Q p,max ≥ Q p,IST Es ist damit zu rechnen, dass auch im Wohnungsbau die Verfahren nach DIN 4108-6 und DIN 4701-10 durch die DIN V 18599 nach einer Über- gangszeit ersetzt werden. Ver- einfachte Verfahren für die Er- mittlung des geometrischen Aufmaßes, der energetischen Qualität von Bauteilen und Anlagentechnik, Regeln für die Festlegung der Zonen und Beleuchtungsbereiche, Werte für Verschattung und Beleuch- tung sowie die Berücksichti- gung von Lüftungseinrichtun- gen sind in Vorbereitung.

Zukunft BAU

Die Verschärfung der Anforde-

rungen wird flankiert durch ei- ne Hightech-Strategie des Bun- des insbesondere in den Tech- nologiefeldern Energie, Mobi- lität, Gebäude und Wohnen, die sich in umfangreichen For- schungs- und Förderprogram- men mit folgenden Zielen zeigt:

• staatliche Unterstützung von Spitzentechnologie,

• „Leuchtturmprojekte“ in Ge- bäuden,

• langfristige Förderzusagen für energieeffiziente Produk- te bis zur Marktreife (u.a. Photovoltaik, Geo- und So- larthermie),

• Innovation und Qualität si- chern Investitionen und zu- künftige Arbeitsplätze,

Aspekte: nachhaltiges Bauen

Ökonomisch

(Kosten)

• Energie

• Lebenszyklus

• Herstellung/Modernisierung

• Nutzung

• Außenanlagen

• Abbruch/Entsorgung

• Verkehrswert

Soziokulturell

• Gestaltung und Ästhetik

• Eignung für die planerische Nutzung

• Kunst am Bau

• Raumluftqualität

• Thermischer Komfort Sommer/Winter

• Akustischer Komfort

• Visueller Komfort

Ökologisch

• Barrierefreiheit

• Toxikologische Risiken für Luft, Boden, Grundwasser

Funktional und

• Treibhauseffekt/Global Warming

bautechnisch

• Feinstaubbelastung durch Heiz-

• Schallschutz

prozess

• Raumakustik

• Ozonbildung/-zerstörung

• Brandschutz

• Luftverschmutzung

• Wärmeschutz

• Überdüngung

• Belichtung und Beleuchtung

• Verwendung erneuerbarer

• TGA-Standard

Energien

• Dauerhaftigkeit der Systeme

• Primärenergie über Lebenszyklus minimieren

• Wartungs-, Bedien- und Instandhaltungsfreundlichkeit

• Flächen- und Ressourcenver- brauch reduzieren

• Rückbaubarkeit /Recyclingfähigkeit

• Produktentwicklung und technische Ausrüstung für energieeffizientes Bauen als Grundlage eines wichtigen Zukunftsmarktes, • Projektförderung von Spit- zentechnologie und eine Verzahnung von Wissen- schaft, Forschung und Wirt- schaft, • Sicherung und Ausbau der deutschen Marktführer- schaft. Die baulichen Forschungs- maßnahmen unter der For- schungsinitiative „Zukunft BAU“ haben ein Volumen von ca. 32 Mio. € und verfolgen die

Ziele Abbau technologischer Defizite im Hochbau, Intensi-

vierung von Hightech-Initiati- ven und die Beseitigung orga-

nisatorischer Hemmnisse. Die Ressortforschung soll übergreifende Probleme mit einem starken Bezug zum Ordnungsrecht oder zu sons-

tigen Regelungen des Bundes sowie Themen von gesell- schaftspolitischer Relevanz

lösen. Die Antragsforschung steht unter dem Credo: „Es wird erforscht, was der Bran- che die größten Innovations- vorteile bringt“. Hiermit wird die Baubranche bei ihren For- schungsbemühungen unter- stützt (erwünschter Industrie- anteil 50%). Die Auftrags- und Antragsforschungspro- jekte verfolgen folgende Schwerpunkte:

• Erhöhung der Wertschöp- fung und Erschließung neuer Märkte, • Erhöhung der Bauqualität und Nachhaltigkeit, • Erleichterung der rechtli- chen Rahmenbedingungen, • Verbesserung von Energie- effizienz und Klimaschutz, • Intensivierung von Kommu- nikation und Wissenstrans- fer. In der Antragsforschung sind interessante Projekte vorgese- hen, beispielsweise die An- wendung von Vakuumvergla- sungen, multifunktionale Ele- mentfassaden zur energeti-

Themenheft Energieeffizientes Bauen mit Fenstern, Fassaden und Glas

© ift Rosenheim 3/2008

Energiepolitik 13
Energiepolitik
13

schen Sanierung, energetische Bewertung thermisch aktivier- ter Bauteile, hinterlüftete Fas- saden mit PV-Elementen oder ein Web-Portal für Kennwerte der energetischen Altbaumo- dernisierung.

Anforderungen

Neben der Verbesserung der Energieeffizienz sind weitere ökologische, soziokulturelle und bautechnische Aspekte sowie Fragen von Hygiene und Wohnkomfort zu beach- ten. Bereits im „Leitfaden Nachhaltiges Bauen“ von 2001 hat das damalige Bun- desbauministerium Bewer- tungsmaßstäbe für das nach- haltige Bauen gegeben. Mit der geplanten Aktualisierung des Leitfadens will das BMVBS bestehende Hinder- nisse beseitigen, um so zu ei- ner schnelleren Realisierung in der Baupraxis zu kommen. Der Leitfaden soll die Grund- sätze des nachhaltigen Bau- ens vorgeben und dabei auch die Wirtschaftlichkeit verbes-

Autor

Baudirektor Hans-Dieter Hegner

Autor Baudirektor Hans-Dieter Hegner Dipl.-Ing. Baudirektor Hans-Dieter Hegner war viele Jahre verantwort- licher Referent

Dipl.-Ing. Baudirektor Hans-Dieter Hegner war viele Jahre verantwort- licher Referent für ener- giesparendes Bauen. Seit April 2007 ist er Leiter des Referates B 13 „Bauinge- nieurwesen, Bauforschung, nachhal- tiges Bauen, baupolitische Ziele“ im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) in Berlin. Darüber hinaus ist er Obmann und Mitarbeiter in verschiedenen DIN-Aus- schüssen und im Sachverständigen- ausschuss A „Baustoffe und Bauarten für den Wärme- und Schallschutz“ des DIBt. Er ist Autor verschiedener Fach- artikel und Bücher. Aktuell ist von ihm ein Taschenbuch zum Energieausweis erschienen (Hegner, H.-D.: Energieaus- weis, 2007, Haufe-Verlag Planegg, ISBN 978-3-448-07766-7) www.bmvbs.de

© ift Rosenheim 3/2008

sern. Für den neuen Leitfa- den werden deshalb folgende konkrete Ziele formuliert:

• Nutzung für Neubau, Be- stand und Betrieb, • klare Zieldaten, die auch die Bewertung von „weichen Faktoren“ umfassen, • Entwicklung von Indikato- ren inkl. Berechnungsme- thodik, • Schaffung von Zertifizie- rungsregeln und eines Zei- chens für nachhaltige Ge- bäude, • Basisdaten zur einheitlichen Ökobilanzierung und valide Nutzungsdaten, • Gebäudebewertung ohne sei- ne städtebauliche und räum- liche Vernetzung als Prinzip erhalten, • eindeutige Festlegung der Lebensdauer von Bauteilen und Gebäuden (Lebenszy- klusbetrachtung). Bei der Ökobilanzierung be- steht noch ein großer Hand- lungsbedarf. Nur bei 10% aller notwendigen Daten hat die In- dustrie bisher ihre „Hausauf- gaben“ gemacht. Bei 53% aller Kriterien gibt es keine aufbe- reiteten Daten, und bei 20% ist unklar, wie sie aufbereitet wer- den sollen. Um noch in 2008 zu Ergebnis- sen zu kommen, ist eine inten- sivere Unterstützung durch Auftragsforschungen notwen- dig. Für alle Aspekte der Nachhaltigkeit sind Anforde- rungen und Bewertungsver- fahren festzulegen, damit eine Kennzeichnung und Zertifi- zierung möglich wird, die ei- nen Vergleich der Nachhaltig- keit im Baubereich zulässt. Die Regelsetzung soll über den Leitfaden „Nachhaltiges Bau- en“ in Abstimmung mit den Bundesländern und Verbän- den erfolgen. Als Zeichenge- ber fungiert das BMVBS, und als Zertifizierer sind privat- wirtschaftliche Berater mit entsprechendem Eignungs- nachweis und regelmäßiger Überprüfung durch einen ei- genen Verband geplant.

Überprüfung durch einen ei- genen Verband geplant. PASSIVHAUS FERRO- WIC Aufsatzfassaden decken alle
Überprüfung durch einen ei- genen Verband geplant. PASSIVHAUS FERRO- WIC Aufsatzfassaden decken alle
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FERRO-WIC Aufsatzfassaden decken alle erdenklichen Anforderungen mit einem Basissystem ab. Von hochwär- medämmend bis in den Passivhaus- bereich, von Brandschutz über Ein- bruch- bis zur Beschusshemmung, ob Holz- oder Stahlunterkonstruktion. esco Fassaden erfüllen die neuen Produkt- normen mit Höchstwerten.

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VISIONÄR

14 Thermographie
14
Thermographie

Außenthermographie zeigt Wärmebrücke am Rundbogen eines Fensters

Gebäudesanierung

Analyse mit Thermographie

Der energetischen Sanierung des Gebäudebestandes kommt bei der Reduzierung des Energiebedarfes eine zentrale Rolle zu. Die Infrarot- und Gebäudethermographie ist ein geeignetes Instrument, um thermische Schwachstellen und Wärmebrücken aufzudecken.

Neubauten und Bestandsge- bäude müssen aufgrund der jahreszeitlich wechselnden Außenlufttemperaturen in Deutschland im Regelfall zwi- schen Oktober und März be- heizt werden. Die Heizung ist erforderlich, um den Bewoh- nern ein hygienisches und ge-

erforderlich, um den Bewoh- nern ein hygienisches und ge- Analyse von Wärmebrücken: 1. Durchgehende Steinfensterbank

Analyse von Wärmebrücken:

1. Durchgehende Steinfensterbank unter Fensterkonstruktion, 2. Ringanker, 3. Dachgaube, 4. Isolierglas? (Unklar wegen teilweise heruntergelassenem Rollladenpanzer)

sundes Raumklima mit ausrei- chend hoher Innenlufttempe- ratur bereitzustellen und so die Gesundheit und die Ge- bäudesubstanz zu schützen. Die gesetzlichen Anforderun- gen an den Wärmeschutz sind in der Vergangenheit stetig ge- stiegen, um die Ressourcen zu schonen und die Emissionen von Treibhausgasen zu verrin- gern, und sie verfolgen grund- sätzlich folgende Ziele:

• gesundes und behagliches Raumklima, • Schutz der Gebäudekon- struktion vor Feuchteschä- den, • Heizkostenersparnisse für die Betreiber der Gebäude, • Verringerung des Heizener- giebedarfes und Entlastung der Umwelt, • Verbesserung der energeti- schen Nachhaltigkeit der Ge- bäudenutzung.

Themenheft Energieeffizientes Bauen mit Fenstern, Fassaden und Glas

Die Praxis zeigt, dass die oben definierten Anforderun- gen an Gebäude häufig nicht eingehalten werden. Bau- mängel und -schäden in Mil- liardenhöhe sind die Folgen. Die Schäden sind häufig auf eine unzureichende Planung und Ausführung der Kon- struktion und der Wärme- dämmmaßnahmen zurückzu- führen. Hierzu zählen wär- metechnische Schwachstel- len in der Gebäudehülle, durch die wertvolle Wärme verloren geht, Schäden an Fenster- oder Fassadenkon- struktion sowie Wärmebrü- cken und unzureichende Baukörperanschlüsse.

Möglichkeiten

Die Bauthermographie ist ei- ne zerstörungsfreie und schnell einsetzbare Mess- und Analysemethode zur Lo-

© ift Rosenheim 3/2008

Thermographie 15
Thermographie
15

kalisierung von Mängeln und Entwicklung von Vorschlägen für Maßnahmen zur Beseiti- gung. Die Thermographie muss als Hilfsmittel verstan- den werden; die letztendliche Beurteilung der vorgefunde- nen Situation ist nur mit ei- ner fundierten Ausbildung möglich, beispielsweise einer Ausbildung zum Bauthermo- graphen, mit Erfahrung und einer umfassenden Kenntnis von Baukonstruktionen, Bau- stoffen sowie konstruktiven und bauphysikalischen Zu- sammenhängen. Seit mehr als zwei Jahrzehnten findet die Bauthermographie deshalb in Deutschland ihre Anwen-

die Bauthermographie deshalb in Deutschland ihre Anwen- Thermographische Analyse von Glasfassade zeigt Leckage unter

Thermographische Analyse von Glasfassade zeigt Leckage unter Glasfläche. Temperatur- unterschiede resultieren aus Wärmebrücken und unterschiedlichen Glasaufbauten.

dung in folgenden Einsatzge- bieten:

• Bauphysik,

• Baukonstruktion,

• Anlagentechnik,

• Denkmalpflege,

• Bauen im Bestand,

• zerstörungsfreie Schadens- analysen.

Die Thermographie eignet sich insbesondere bei der Be-

standsanalyse sowie bei der

baubegleitenden Qualitäts-

kontrolle (BQK). Sie findet

überall dort ihren Einsatz, wo

Temperaturen und Tempera-

turunterschiede der Oberflä- che ein Beurteilungskriteri- um darstellen. Voraussetzung für eine sichere Messung sind ausreichende Unterschiede zwischen der Außentempera- tur und der Oberflächentem-

zwischen der Außentempera- tur und der Oberflächentem- Anwendungen/Einsatz Hinweise zur Anwendung und
zwischen der Außentempera- tur und der Oberflächentem- Anwendungen/Einsatz Hinweise zur Anwendung und

Anwendungen/Einsatz

Hinweise zur Anwendung und Einsatzmöglichkeiten der Bauthermographie und Infrarottechnologie

Anwendung

• Voraussetzungen/Ein- stellungen Wärmebild- kamera prüfen (Tempe- raturkeil, Emissionswert- einstellung, Außen-/Innen- temperatur, Scharfzeich- nung).

• Umgebungstemperatur/ Klimabedingungen be- stimmen.

• Außenthermographie zur Verschaffung von Über- blick.

• Innenthermographie zur höheren Temperaturauf- lösung.

• Tagesbilder als Vergleich (Realaufnahmen).

• „Auskühlung“ Gebäude muss vor Thermographie erfolgen (Nachtaufnahmen besser).

• Thermographiezeit im Ta- gesablauf prüfen (Vorsicht:

Sonnenbestrahlung Tag).

• Temperatureinstellung von untersuchtem Bauteil.

• Temperaturdifferenzen an den Bauteiloberflächen bewerten (U-Wert mit übli- chen Wärmebildkameras nicht bestimmbar).

• Sommerliche Messung für

Baustoffe mit unterschied- lichen λ-Werten möglich.

Einsatz

• Analyse von Fenster-/ Fassadenkonstruktionen und Glasbeschichtung.

• Ortung Versorgungs- leitungen.

• Wärmeleckagen Gebäu-

dehülle erkennen (evtl. Blower- Door-Messung).

• Zerstörungsfreie Analyse

von Mauerwerk, Fach- werk, Betonbau, Dach- dämmungen etc.

• Analyse Baumängel (Baukörperanschluss,

Anschlussfuge, Dämm- schicht, Feuchteschäden etc.).

• Beweisführung für

Probenentnahmen.

• Spezifikation des f rsi - Faktors.

• Untersuchung im Denk-

malbereich/Gebäudebe-

stand.

• Bewertung hinterlüfteter Baukonstruktionen (Kalt-

fassaden) nur durch Innenthermographie.

BAUELEMENTE MARKETINGMAGAZIN FÜR BAUAUSSTATTER Thermo-insulated The leading Aluminium Systems Das führende,
BAUELEMENTE
MARKETINGMAGAZIN FÜR BAUAUSSTATTER
Thermo-insulated
The leading
Aluminium Systems
Das führende,
Wärmegedämmte
Aluminium-
material independant
Systemkonstruktionen
werkstoffunabhängige
Wood-Aluminium
Compound Systems
magazine for the window,
Holz-Aluminium-
Verbundkonstruktionen
Magazin für den Fenster-,
Wood
door, and facade
construction
Window Systems
Holzfensterkonstruktionen
Türen- und Fassadenbau
Plastic
Window Systems
Kunststoff-
Fensterkonstruktionen
Verlag für
Fachpublizistik GmbH
Mörikestraße 15
D-70178 Stuttgart
Tel.: +49 711 258 55 63-0
Fax: +49 711 640 89 72
e-mail: info@bauelemente-bau.eu
16 Thermographie
16
Thermographie

peratur des Messobjektes, die mindestens eine Differenz von 15° Kelvin haben sollten. Moderne Infrarotkameras er- öffnen mit hohem Bedien- komfort vielschichtige Unter- suchungsmöglichkeiten; die Software erlaubt eine um- fangreiche Auswertung der Wärmebilder (Thermogram- me). Dies bietet dem Bauther- mographen eine Basis zur Be- wertung von baulichen

Autor

Prof. Dr. h. c. Klaus Layer

Autor Prof. Dr. h. c. Klaus Layer Prof. Dr. h. c. Klaus Layer ist Leiter der

Prof. Dr. h. c. Klaus Layer ist Leiter der Gewerbli- chen Akademie für Glas-, Fenster- und Fassaden- technik in Karlsruhe und stellt als Bausachverstän- diger und Gutachter seine Erfahrung in zahlreichen Aus- schüssen im In- und Ausland zur Verfügung. www.fensterakademie.de

Schwachstellen. Das wich- tigste Einsatzgebiet der Ge- bäudethermographie ist die Untersuchung des baulich- situativen Zustandes der Ge- bäudehülle mit Fokus auf Wärme- und Feuchteschutz. Thermographiert wird in der Regel in der kalten Jahreszeit, in der der Wärmestrom von innen nach außen am höchs- ten ist. Aussagefähige Wär- mebilder sind immer nur in Kombination von einer In- nen- und einer Außenthermo- graphie sowie einer zugehöri- gen Fotografie (Realaufnah- men) brauchbar. Die Infrarotthermographie ist auch für den Fenster- und Fassadenbereich ein ideales Werkzeug für eine zerstö- rungsfreie, zielgerichtete und kostengünstige Schadensana- lyse und für die nachfolgen- den Vorschläge zur Scha- densbehebung. Ein geprüfter Thermograph ist durch die Thermographie in der Lage, Oberflächentem- peraturen am Objekt festzu-

in der Lage, Oberflächentem- peraturen am Objekt festzu- Analyse Wandaufbau – durch Putzschale verdeckte Fachwerk-

Analyse Wandaufbau – durch Putzschale verdeckte Fachwerk- konstruktion mit Holzzerstörung

stellen und hieraus Fehler und Mängel abzuleiten, bei- spielsweise Wärmebrücken und -leckagen, mangelhafte Dichtheit der Konstruktion oder Material- und Konstruk- tionsfehler. Thermographien sind keine kurzzeitigen Mo- mentaufnahmen, sondern aussagekräftige Beweise zur Lokalisierung von Baumän- geln, die aber nur mit um- fangreichem Fachwissen und einem hohen Maß an Sach- verstand getroffen werden können.

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GORI schützt auch die nächste Generation von Fenstern.
Bei Dyrup wird darauf geachtet, Materialien zu verwenden, die eine geringe Auswirkung auf das Klima haben. Dyrup, der Produzent von GORI
Systembeschichtungsystemen für Holzfenster, ist ein zuverlässiger Partner, der auf die neuen Regelungen von VOC, REACH, BPD vorbereitet ist.
technologisch fortgeschrittene Produkte ein, die zugleich umweltfreundlicher und zukunftsorientiert sind.
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18 Energie-Effizienz
18
Energie-Effizienz

EVA – Evaluierung innovativer Energiekonzepte am Beispiel eines Bürogebäudes (Rickmers, Architekten BRT Hamburg)

Effizient Planen, Bauen und Betreiben

Der Weg zu mehr Effizienz

Innovative Gebäude zeichnen sich aus durch niedrige Lebenszykluskosten, geringen Gesamtenergiebedarf, hohe Nutzungsflexibilität und gute Behaglichkeit. Eine komplexe und mehrdimensionale Aufgabe, die mit der Fertigstellung nicht endet.

Die weltweit stattfindenden Klimadiskussionen und die damit in Verbindung stehende Forderung zur CO 2 -Reduktion verhelfen dem nachhaltigen und energieeffizienten Bauen zum endgültigen Durchbruch. Deutschland nimmt weltweit bei der Entwicklung und Um- setzung energieeffizienter Ge- bäude und der Nutzung von erneuerbaren Energien eine Spitzenposition ein. Die Poli- tik unterstützt die Themen durch ehrgeizige Ziele in der CO 2 -Einsparung und einen ho- hen Anteil an erneuerbaren Energien an der Energiever- sorgung sowie durch Steu- erungselemente wie Gesetze, Verordnungen und Förderpro- gramme. Beispielhaft sind hier zu nennen: die Einfüh- rung der neuen Energie-Ein- sparverordnung (EnEV 2007 im Kontext der DIN 18599) im Oktober 2007 und die aktuelle

Diskussion für ein EE-Wärme- gesetz zur Unterstützung der erneuerbaren Energien für die Raumheizung und Warmwas- serbereitung. Interessant ist in diesem Zu- sammenhang auch die Frage, wie wir unter dem Druck des Klimawandels unsere Opti- mierungsmöglichkeiten am effektivsten und wirtschaft- lichsten einsetzen. Aus mei- ner Sicht ist es dringend gebo- ten, neben die Investitions- programme für die Sanierung des Gebäudebestands ver- stärkt Akzente für die Verbes- serung der Betriebsführung von Gebäuden zu setzen. Das Potenzial im Betrieb ist zwei- felsfrei vorhanden und hat ge- genüber baulichen Maßnah- men zwei wichtige Vorteile:

die Optimierung wirkt in der Regel sofort und ist meistens mit geringen Kosten zu reali- sieren. Wenn man also die

Themenheft Energieeffizientes Bauen mit Fenstern, Fassaden und Glas

Frage nach der Wirtschaftlich- keit von Optimierungsmaß- nahmen stellt – Wie spare ich mit dem eingesetzten Kapital die meiste Energie ein? – ist die Energetische Betriebsopti- mierung sicherlich eine der ef- fektivsten Maßnahmen.

Forschung

Im Rahmen der Energiefor- schung unterstützt das BMWi (Bundesministerium für Wirt- schaft und Technologie) im Förderschwerpunkt das Ener- gieoptimierte Bauen (EnOB). „Gebäude der Zukunft“ ist das Leitbild des EnOB und be- zieht sich auf den Neubau und den Gebäudebestand. In Teil- bereichen geht es um die Ent- wicklung neuer Materialien (z. B. Vakuum-Isolationsglas, Vakuum-Isolationspaneele, Phasen-Wechsel-Material im Innenputz oder in Gipskarton- platten, etc.), Komponenten

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Energie-Effizienz 19
Energie-Effizienz 19
Energie-Effizienz 19 Entwicklung der Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz von Gebäuden in Deutschland (z. B.

Entwicklung der Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz von Gebäuden in Deutschland

(z. B. Elementfassaden mit in-

tegrierter HLK-Technik, extre- me Niedertemperatur-Heiz- und -Kühlflächen) und Syste- me unter ganzheitlicher Be- trachtung von Gebäudehülle und Gebäudetechnik bis hin zur Durchführung ambitio- nierter Demonstrationsgebäu- de (www.enob.info) – alles mit dem Ziel, die Energieeffi- zienz und den Nutzerkomfort von Nichtwohngebäuden zu steigern. Im Teilbereich EnBau – dies steht für den „Energie- optimierten Neubau“ – wur- den bisher über zwanzig Büro-, Verwaltungs- und Produk- tionsgebäude mit minimalem Energiebedarf geplant, gebaut und im Betrieb evaluiert. Der Primärenergieverbrauch soll 100 kWh/(m 2 a) nicht überstei- gen, Arbeitsmittel wie Com- puter sind dabei nicht berück- sichtigt. Mit diesen Demon- strationsgebäuden, die völlig normal genutzt werden, war es möglich, die angestrebten

normal genutzt werden, war es möglich, die angestrebten Planungsziele in punkto Ener- giebedarf und Nutzerkomfort zu

Planungsziele in punkto Ener- giebedarf und Nutzerkomfort zu evaluieren und im prakti- schen Betrieb zu optimieren. Die daraus gewonnenen Er- kenntnisse und Erfahrungen für die Planungspraxis der „Gebäude der Zukunft“ sind weltweit einmalig. Das hohe primärenergetische Ziel von 100 kWh/(m 2 a) wurde von der überwiegenden Zahl der De- monstrationsgebäude erreicht, und dies bei üblichen Baukos- ten (275 bis 375 Euro/m 3 ). Ver- glichen mit konventionellen Neubauten in Deutschland be- deutet dies Einsparungen von 50 - 65 % bei den Energieko- sten. Das Institut für Gebäude- und Solartechnik (IGS) hat im Rahmen von EnBau drei Pro- jekte wissenschaftlich beglei- tet, das Informatikzentrum der TU Braunschweig das Regi- onshaus Hannover und das Energieforum Berlin. Eine sehr wichtige Erfahrung aus den drei Vorhaben ist, dass ein

Energieoptimiertes Bauen EnOB-Projekt – Informatikzentrum der TU Braunschweig, Architekten:

Pysall, Stahrenberg, Braunschweig; Energiedesign: Prof. Dr. Fisch, IGS, TU Braunschweig

ganzheitliches Energiekon- zept und eine entsprechende Qualitätssicherung während der Planungs- und Bauphase die Voraussetzung zur Errei- chung des Ziels ist. Der ent- scheidende Erfolg liegt jedoch in der Evaluierung und Opti- mierung des Gebäudebetriebs in den ersten Betriebsjahren. Deshalb wurde in den letzten Jahren das Thema der Energe- tischen Betriebsoptimierung (EnBop) von Nichtwohn- gebäuden am IGS aufgegriffen und aktuell im Teilbereich En- Bop etabliert (www.enob.info).

Theorie & Praxis

Die Publikationen in Fach- zeitschriften und Magazinen über spektakuläre Architek- tur mit intelligenter Gebäude- technik bleiben meist in der Beschreibung der Konzepte

technik bleiben meist in der Beschreibung der Konzepte Energieoptimiertes Bauen EnOB-Projekt – Energie Forum
technik bleiben meist in der Beschreibung der Konzepte Energieoptimiertes Bauen EnOB-Projekt – Energie Forum
technik bleiben meist in der Beschreibung der Konzepte Energieoptimiertes Bauen EnOB-Projekt – Energie Forum

Energieoptimiertes Bauen EnOB-Projekt – Energie Forum Berlin, Architekten: BRT, Hamburg und Jentsch Architekten, Berlin; Energiedesign: Prof. Dr. Fisch, STZ/EGS, Stuttgart)

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Themenheft Energieeffizientes Bauen mit Fenstern, Fassaden und Glas

20 Energie-Effizienz Energieeffizienz und Nutzerkomfort in der Praxis (EVA) und Evaluierung von Energiekonzepten:

20

Energie-Effizienz

20 Energie-Effizienz Energieeffizienz und Nutzerkomfort in der Praxis (EVA) und Evaluierung von Energiekonzepten:
20 Energie-Effizienz Energieeffizienz und Nutzerkomfort in der Praxis (EVA) und Evaluierung von Energiekonzepten:
20 Energie-Effizienz Energieeffizienz und Nutzerkomfort in der Praxis (EVA) und Evaluierung von Energiekonzepten:
20 Energie-Effizienz Energieeffizienz und Nutzerkomfort in der Praxis (EVA) und Evaluierung von Energiekonzepten:

Energieeffizienz und Nutzerkomfort in der Praxis (EVA) und Evaluierung von Energiekonzepten: (v.l.n.r.) Nord LB Hannover. TwinSkin – Doppelfassaden in der Praxis, GSW Berlin. WKSP – Wärme/Kälte-Speicherung im Gründungsbereich. DEAL – Dezentrale, außenwandintegrierte Lüftungsgeräte, Post Tower Bonn

und Ziele, unterstützt mit bunten Bildern aus der Licht- und Strömungssimulation, stecken. Berichte über Erfah- rungen aus dem Betrieb oder sogar über erreichte Energie- performance und Nutzerkom- fort sind die Ausnahmen. Diese Beobachtung in Verbin- dung mit den Erfahrungen aus dem Betrieb der ersten Demonstrationsgebäude hat uns veranlasst zu fragen: Wie energieeffizient sind die als „innovativ“ und „ökolo- gisch“ bezeichneten Gebäude der letzten zehn Jahre tat- sächlich und wie funktionie- ren die Konzepte? Wie funk- tionieren z. B. Betonkern- temperierungen, Doppelfas- saden, fassadenintegrierte dezentrale Lüftungssysteme oder Energiepfähle in der Pra- xis? Hinzu kamen die seiner- zeit kontrovers und teilweise polemisch geführten Diskus- sionen über die Glasarchitek- tur in der Fachpresse bis hin zu dem im Spiegel erschiene- nen Artikel „Leben im Schwitzkasten“. In 2004 wurden deshalb am IGS verschiedene Forschungs- projekte zur Evaluierung von Energieeffizienz und Nutzer- komfort in Bürogebäuden im Betrieb begonnen. Die ersten Forschungsprojekte (EVA und TwinSkin) werden zurzeit abgeschlossen. Die Er- gebnisse aus rund 25 Gebäu- den sind äußerst vielfältig. So wurden sowohl in Büros mit Lochfassaden wie auch Räu-

men mit großem Glasanteil in der Fassade hohe Zahlen von Überhitzungsstunden gemes- sen. In beiden Gruppen gab es auch Räume mit gutem Kom- fort. Die Energieeffizienz lässt sich ebenfalls nicht klar zu- ordnen. Im Mittel beträgt der Primärenergieeinsatz rd. 285 kWhPE/(m 2 NGFa) (inkl. der Arbeitsmittel) wobei eine gro- ße Spanne der Energiekenn- werte vorliegt Ein hoher Verglasungsanteil in der Fassade muss nicht zwangsläufig zu einem extrem hohen Energieverbrauch und Überhitzungsstunden führen. So wird die Überhitzung ne- ben dem Verglasungsanteil und dem Sonnenschutz von vielen anderen Aspekten maß- geblich beeinflusst. Eine Rolle spielen unter anderem die Be- dienung des Sonnenschutzes, das Lüftungsverhalten der Nutzer und die internen Wär- melasten durch Beleuchtung

und Geräteausstattung. Hin- sichtlich des Fehlverhaltens ist selbst bei einem außen lie- genden Sonnenschutz eine farbneutrale Sonnenschutzver- glasung mit niedrigem Ener- giedurchlassgrad (g < 0,35) und hohem Lichttransmis- sionsgrad empfehlenswert. Insbesondere in technisch hoch installierten Gebäuden hängt der Energieverbrauch neben der Gebäudehülle von der Klimatisierung und den je- weiligen Zielvorgaben für den Komfort ab. Die eingestellten Luftwech- selraten, Befeuchtungs- und Entfeuchtungssollwerte so- wie die Präzision, mit der Temperaturen durch Einzel- raumregelungen gesteuert werden, haben jedoch nur sehr bedingt mit der Gestal- tung der Fassade zu tun. Eini- ge allgemeine Ergebnisse aus EVA lassen sich wie folgt zu- sammenfassen:

Ergebnisse aus EVA lassen sich wie folgt zu- sammenfassen: Ergebnisse aus dem EVA-Projekt

Ergebnisse aus dem EVA-Projekt „Jahres-Primärenergieverbrauch in Bürogebäuden“

Themenheft Energieeffizientes Bauen mit Fenstern, Fassaden und Glas

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Energie-Effizienz 21 • Primärenergieverbrauch liegt zum Teil mehr als 50 % über dem normierten Bedarf!

Energie-Effizienz

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Energie-Effizienz 21 • Primärenergieverbrauch liegt zum Teil mehr als 50 % über dem normierten Bedarf! •

• Primärenergieverbrauch liegt zum Teil mehr als 50 % über dem normierten Bedarf!

• Stromverbrauch macht ca. 70 - 90 % des Primärenergieverbrauchs aus.

• Anteil Kälte macht in den Gebäuden meist weniger als 10 % des gesamten Primärener- gieverbrauchs aus. Insbesondere Kälteanla- gen stellen jedoch in der Betriebsführung eine besondere Herausforderung dar.

• Beleuchtungssysteme in Büros sind oft effi- zienter als in Bedarfsberechnungen ange- nommen.

• Lüftungsanlagen werden oft effizient ge- plant, aber ineffizient betrieben.

• Der Nutzerkomfort ist in den meisten Ge- bäuden gut. Die Probleme des Sick-Buil- ding-Syndroms aus den 70er Jahren sind weitgehend abgestellt. Problematisch bleibt die sommerliche Überhitzung.

• Der Nutzer braucht Möglichkeiten zur Ein- flussnahme auf die Bedingungen seiner un- mittelbaren Umgebung, um sich wohl zu fühlen. Eine durchgehende Erkenntnis aus EVA ist:

Die Gebäude funktionierten oft nicht so gut, wie es der Planung nach eigentlich möglich wäre. Das Fehlen klarer Vorgaben aus der Planung für den Betrieb, mangelnde Quali- tätssicherung und fehlende Informationen und Schulung für die Betreiber und Nutzer führen offensichtlich dazu, dass die innova- tiven Konzepte nicht in der Praxis ankom- men. Die Möglichkeiten der Betriebsüberwa- chung sind oft nicht geeignet, um die kom- plexen Regelungsstrategien der Gebäude zu prüfen und eine energetische Betriebsopti- mierung durchzuführen. Die Ergebnisse aus den verschiedenen Pro- jekten des BMWi-Förderprogramms „Ener- gieoptimiertes Bauen“ liefern belastbare Grundlagen für das Energiedesign der Zu- kunft. In fast allen Projekten zeigt sich die Erfordernis einer durchgehenden Informa- tionskette von der Entwurfsplanung über den Bau und Betrieb und vor allem bis zum Nutzer. Dabei helfen Betriebshandbücher und Nutzerinformationen. Wichtig ist aber auch die frühe Einbindung des Facility Ma- nagements, am besten bereits in der Pla- nungsphase. Gerade der hohe Automatisie- rungsgrad der Gebäudetechnik und die vom Personal vor Ort selten beherrschte (be- herrschbare?) Gebäudeleittechnik führen zu Fehlfunktionen, die den Energiedesigner und noch mehr die Nutzer zur Verzweiflung bringen. Nötig ist aus meiner Sicht ein min- destens zweijähriges betriebsbegleitendes Monitoring mit intensiver Evaluierung und Optimierung und anschließender kontinuier- licher Überwachung der Energieeffizienz.

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Das revolutionäre System für Fenster und Türen

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22 Energie-Effizienz
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Energie-Effizienz

Nur so wird aus Konzepten auch eine gute Performance.

Quo vadis?

Das BMWi führt den Förder- schwerpunkt EnOB in den nächsten Jahren fort und zeigt damit Kontinuität in der For- schungspolitik. „Leuchtfeuer- und Leuchtturm-Demonstra- tionsprojekte“ stehen u. a. auf der Agenda. Plusenergie- Gebäude („Building as power plant“) und CO 2 -emissions- neutrale Energieversorgung sind Themen, die im Neubau und der Sanierung angegangen werden. Neben den Büro- und Produktionsgebäuden gibt es Schwerpunkte im Bereich der Sanierung von Schulen und Museen. Als wichtige Ergän- zung wird das IGS den For- schungsschwerpunkt EnBop – Energetische Betriebsoptimie- rung koordinieren, wissen- schaftlich begleiten und doku- mentieren. EnBop soll For- schungsprojekte zu drei Schwerpunkten enthalten:

• Die Entwicklung von Metho- den, Werkzeugen, Dienstleis- tungen zur verbesserten Be- triebsführung von Gebäuden,

• Fallstudien zur Betriebsfüh- rung oder -optimierung ein- zelner Gebäude, Systeme oder Komponenten,

• Empirische Untersuchungen zur Betriebsführung von Ge- bäuden.

Autor

Univ. Prof. Dr.-Ing. M. Norbert Fisch

von Ge- bäuden. Autor Univ. Prof. Dr.-Ing. M. Norbert Fisch Professor für Technische Gebäudeausrüstung, Bau- physik

Professor für Technische Gebäudeausrüstung, Bau- physik und Energiedesign an der TU Braunschweig, Leiter des Instituts für Ge- bäude- und Solartechnik und des Steinbeis-Trans- ferzentrums „Energie-, Gebäude und Solartechnik“, Stuttgart, Geschäftsfüh- render Gesellschafter EGS-plan, Inge- nieurgesellschaft für Energie-, Gebäude- und Solartechnik mbH, Stuttgart, sowie Energydesign Braunschweig GmbH. www.tu-bs.de/institute/igs

Energydesign Braunschweig GmbH. www.tu-bs.de/institute/igs Ergebnisse aus dem EVA-Projekt – Überhitzungsstunden

Ergebnisse aus dem EVA-Projekt – Überhitzungsstunden sortiert nach Verglasungsanteilen in der Gebäudehülle

sortiert nach Verglasungsanteilen in der Gebäudehülle Im Schwerpunkt „Methoden und Werkzeuge“ wird in den

Im Schwerpunkt „Methoden und Werkzeuge“ wird in den kommenden Jahren an der Entwicklung des „Energie- Navigators“ gearbeitet, ein System, das eine gebäudespe- zifische und teilautomatisier- te energetische Betriebsanaly- se und -überwachung inner- halb der Systemlandschaft

der Gebäudeautomation er- möglichen soll. Die Möglich- keiten der Informationstech- nologien zur nutzerorientier-

ten Bedienung der Raumrege- lung (User Needs Analysen, Human Interface), sowie die Einrichtung interaktiver Platt-

formen zur direkten Kommu- nikation zwischen Nutzer und Facility Management müssen erprobt werden. Das IGS hat neben EVA in den letzten Jahren weitere Projek- te bearbeitet. Das Thema hat eine sehr gute Resonanz er- halten. Insbesondere die Fall- studien zu innovativen Kom- ponenten wie dezentrale au- ßenwandintegrierte Lüftungs- geräte (Projekt DeAL mit dem Steinbeis-Transferzentrum Energie-, Gebäude- und Solar- technik) und Systemen, die das Projekt WKSP zur Unter- suchung von Anlagen zur Nutzung von oberflächenna- her Geothermie untersucht, unterstützen die Motivation für EnBop. Im Bereich der

empirischen Untersuchungen sind Defizite vorhanden, die dringend bearbeitet werden müssen. Wie wird das Thema Energieeffizienz in der Praxis in den Lebenszyklus inte- griert? Was wird aus Energie- konzepten zwischen Archi- tektur-Wettbewerb und Be- trieb? Wie wird Energiema- nagement in Deutschland betrieben? Brauchen wir eine Ausbildungsoffensive im Technischen Gebäudemana- gement? Was wissen Nutzer von den Gebäuden, in denen sie lernen oder arbeiten und mit welchen Mitteln kann ihr Verhalten möglicherweise verbessert werden? Welchen Stellenwert hat Energiema- nagement bei Entscheidungs- trägern der Wirtschaft? Das Thema ist sehr umfang- reich und nur interdiszipli- när zu bearbeiten. EnBop wird deshalb von einem Team aus Ingenieuren, Archi- tekten, Informatikern, Phy- siologen, Umweltpsycholo- gen und Betriebswirten be- gleitet, das Inhalte und Struk- turen vorbereitet und Ergebnisse bewertet. Die Integrale Planung war in den 90er Jahren der entschei- dende Schritt zu effizienten Gebäuden. Mit EnBop kön- nen wir den nächsten Schritt tun und guten Konzepten durch optimierte Performance über den gesamten Lebens- zyklus zum Erfolg verhelfen.

Themenheft Energieeffizientes Bauen mit Fenstern, Fassaden und Glas

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Service 23
Service
23

Alles aus einer Hand

Das ift Rosenheim ist eine europaweit notifizierte Prüf-, Überwachungs- und Zertifi- zierungsstelle und internatio- nal nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert. Im Mittel- punkt steht die praxisnahe, ganzheitliche und schnelle Prüfung, Bewertung und Gü- tesicherung von Produkten und Bauteilen aus einer Hand. Der Aufgabenschwerpunkt des ift Rosenheim ist der Nachweis der Gebrauchstaug- lichkeit in Abhängigkeit vom Verwendungszweck, die neu- trale und unabhängige Be- wertung von Schadensfällen sowie die Prüfung von Aus- schreibungen, Konstruktio- nen und Details. Ein Team aus Wissenschaftlern, Inge- nieuren und Praktikern un- terschiedlicher Fachgebiete sowie umfangreiche Labor-

einrichtungen bieten die bes- ten Voraussetzungen zum Nachweis aller Produkteigen- schaften. Ergänzend kann die ift-Zertifizierungsstelle eige- ne Regeln zur Definition und Sicherung der Produktquali- tät erstellen. Das ift Rosenheim versteht sich als oberste Fachinstanz in Streitfällen, die wissen- schaftlich und fundiert Scha- densursachen analysiert und realisierbare Sanierungsvor- schläge entwickelt. Die Mitarbeit in nationalen und europäischen Normungs- gremien sowie die Obmann- schaft in wichtigen Aus- schüssen gewährleisten die normative Umsetzung techni- scher Anforderungen in Europa und deren Überwa- chung. Die Akkreditierung durch den Deutschen Akkre- ditierungsrat (DAR bzw.

DAP) sichert die internatio- nale Anerkennung der ift- Nachweise bei Instituten, Be- hörden und Zulassungsstel- len. Das ift unterstützt seine Kunden auch in internationa- len Märkten mit dem Ziel, Mehrfachprüfungen sowie -überwachungen zu vermei- den. Das ift Rosenheim stellt das gewonnene Wissen in Form von Normvorlagen, Richtlinien, Zertifizierungs- programmen, Fachpublikatio- nen, Workshops und Semina- ren zur Verfügung. Auch auf den Leitmessen der Branche werden die neuesten Trends und Innovationen attraktiv und publikumswirksam einer breiten Öffentlichkeit präsen- tiert.

Alle Prüfungen und Leistungen aus einer Hand von A wie Absturz- sicherung bis Z wie Zertifizierung

Hand von A wie Absturz- sicherung bis Z wie Zertifizierung Fachverband GFF B.-W. Als Berufsorganisation vertritt
Hand von A wie Absturz- sicherung bis Z wie Zertifizierung Fachverband GFF B.-W. Als Berufsorganisation vertritt
Hand von A wie Absturz- sicherung bis Z wie Zertifizierung Fachverband GFF B.-W. Als Berufsorganisation vertritt
Hand von A wie Absturz- sicherung bis Z wie Zertifizierung Fachverband GFF B.-W. Als Berufsorganisation vertritt
Hand von A wie Absturz- sicherung bis Z wie Zertifizierung Fachverband GFF B.-W. Als Berufsorganisation vertritt
Hand von A wie Absturz- sicherung bis Z wie Zertifizierung Fachverband GFF B.-W. Als Berufsorganisation vertritt

Fachverband GFF B.-W.

sicherung bis Z wie Zertifizierung Fachverband GFF B.-W. Als Berufsorganisation vertritt der Fachver- band GFF

Als Berufsorganisation vertritt der Fachver- band GFF Baden-Würt- temberg die gemeinsa- men Interessen der In- nungsfachbetriebe des Glas-, Fenster- und Fas- sadenbaues. Er nimmt wichtige Aufgaben in den Be- reichen Branchenlobby, indi- viduelle Dienstleistungen und berufliche Bildung wahr. Gemeinsam mit dem rhein- land-pfälzischen Glaserver- band unterhält der Fachver- band GFF Baden-Württem- berg das Bildungszentrum Gewerbliche Akademie für Glas-, Fenster- und Fassaden- technik in Karlsruhe. Das oben stehende Verbands- logo des Fachverbandes GFF B.-W. darf nur von Innungs- fachbetrieben verwendet wer- den. Mit diesem Zeichen si-

© ift Rosenheim 3/2008

wer- den. Mit diesem Zeichen si- © ift Rosenheim 3/2008 GFF-Zentrale gnalisieren die Mitgliedsbe- triebe gegenüber

GFF-Zentrale

gnalisieren die Mitgliedsbe- triebe gegenüber Kunden ihre Kompetenz als Mitglied einer starken Berufsorganisation.

Gemeinsam stark – der Fach- verband GFF B.-W. bietet Hil- festellung in folgenden Berei- chen:

Branchenlobby • Nationale Präsenz bezüg- lich Wirtschafts-, Sozial- und Bildungspolitik • Handwerks- und Tarifpolitik • Technik, Fachregeln und Normen • Öffentlichkeitsarbeit, Fach- messen

Individuelle Dienstleistungen

betriebs-

wirtschaftliche Betriebsbe- ratung

• Rechtsberatung (Bau-, Ar- beits-, Wettbewerbsrecht)

• Informationsdienste

• Marketing/Werbemittel

• Technische

und

Aus-, Fort- und Weiterbildung (Gewerbliche Akademie GFF Karlsruhe und Fachschule GFF Karlsruhe e.V.)

• Überbetriebliche Ausbil- dung der Lehrlinge in Süd- westdeutschland

• Voll- und Teilzeit-Meister- kurse zur Vorbereitung auf die Ablegung der Glaser- Meisterprüfung

• Fachspezifische Seminare und geschlossene Lehr- gangskonzeptionen wie Ge- bäudeenergieberatung oder CAD- und CNC-Fachkraft

Themenheft Energieeffizientes Bauen mit Fenstern, Fassaden und Glas

QUALITÄT.

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