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Prüfung
Wirtschafts-
 
deutsch
International Übungssatz 02 Kandidatenblätter
 
 
Prüfung Wirtschaftsdeutsch International
Leseverstehen 75 Minuten
In diesem Prüfungsteil sollen Sie mehrere Texte lesen und die dazugehörenden Aufgaben lösen. Sie können mit jeder beliebigen Aufgabe beginnen. Markieren Sie bitte Ihre Lösung auf dem separaten  Antwortbogen. Wenn Sie zuerst auf dieses Aufgabenblatt schreiben, vergessen Sie bitte nicht, Ihre Lösungen innerhalb der Prüfungszeit auf den  Antwortbogen zu übertragen. Hilfsmittel wie Wörterbücher sind nicht erlaubt.
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PWD-Übungssatz 02 Kandidatenblätter – Leseverstehen
 Aufgabe 1:
 Auf der Suche nach einem neuen Geschäftspartner lesen Sie folgenden Artikel. Ergänzen Sie neben den Nummern 1 bis 10 die Informationen zu dem porträtierten Unternehmen.
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DYNASTIEN, NEWCOMER, AUßENSEITER:
WILA Leuchten
 
Die Dinge ins rechte Licht rücken Das Familienunternehmen aus Iserlohn trotzt der Branchenkrise und steht an einem Wendepunkt
(SZ) Mit der professionellen Beleuchtung von Räumen und Gebäuden verhält es sich mitunter wie mit hochwertigen Videorekordern: das Ganze ist so kompliziert, dass die Benutzer die technischen Möglichkeiten nicht nutzen. Der Mann, der das sagt, muss es wissen. Helmut K. Unger ist Präsident des Fachverbandes Elektroleuchten im Zentralverband der deutschen Elektroindustrie und Aufsichtsratsvorsitzender der
Unger AG
, einem der führenden Hersteller von Leuchten und Beleuchtungssystemen
.
Ein interessantes Geschäft, erzählt der Unternehmer aus Iserlohn, sei beispielsweise die Beleuchtung von Lackieran-lagen für die Automobil-industrie. Die Kunden ver-langten, dass die Räume so gut ausgeleuchtet seien, dass jeder Kratzer im Lack zu erkennen sei. Die Referenzliste des ost-westfälischen Mittelständlers ist lang: Die Flughäfen in München und Düsseldorf ge-hören dazu wie das
 Daimler-Technologiezentrum
 oder auch das Verlagshaus der
 New York 
 
Times.
 
Wila
 ist eine starke Marke“, meint Unger. Die Kraft dieser Marke reichte freilich nicht aus, um das Unternehmen vor dem Konkurs zu bewahren. Das war 1983. Unger, der sich 1978 selbststän-dig gemacht hatte
(Hartmann & Unger Leuchtenhersteller)
 über-nahm die
Wila
-Anteile – vornehmlich, um den Vertrieb des Unternehmens für den Absatz der eigenen Produkte zu nutzen. Rund 60 Mitarbeiter  beschäftigte
Wila
 damals; der Umsatz betrug rund 2,5 Millionen Euro. Im vergan-genen Jahr hat die Gruppe mit rund 500 Mitarbeitern etwa 84 Millionen Euro erwirtschaftet. Jetzt steht das Unternehmen gleich in verschiedener Hinsicht an einem Wendepunkt. Unger hat Ende Dezember die operative Verantwortung an seinen Sohn Thomas abgegeben und sich auf die Rolle des Aufsichtsratsvorsitzenden zu-rückgezogen
.
Ein Grund dafür war, dass er das Gefühl hatte, sein eher autoritärer Führungs-stil habe sich überlebt. Hinzu kam die zum Jahreswechsel 2001/02 wirksam gewordene Umstrukturierung der Gruppe: Unter dem Dach der
Unger- Holding
 operiert neben
Wila
 die übernommene Firma
 Bruck
als selbständiges Unternehmen. Die ebenfalls zur Gruppe gehörende
 Hartmann & Unger 
 arbeitet als interner Zulieferer. Trotz der schwachen Bau-konjunktur hat die Gruppe auch im vergangenen Jahr ihren Umsatz leicht gesteigert. Möglich war dies zum einen durch ein starkes Export-geschäft, zum anderen sind
Wila
 und
 Bruck
stark im Geschäft, wenn es um die Renovierung und Sanierung von Gebäuden geht. Mit Blick auf die Zukunft haben Vater und Sohn vornehmlich eine Sorge: starke Führungs-kräfte nach Ostwestfalen zu locken. Die meisten Manager, so der Senior, ziehe es eher nach Düsseldorf oder Essen. Geschäftsführer Helmut K. Unger und Sohn Thomas
nach: SZ, 18.02.2002
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