Sie sind auf Seite 1von 32
Verlagspostamt 6020 Innsbruck - P.b.b. - 02Z030036 I S S N 2 5 3 1
Verlagspostamt 6020 Innsbruck - P.b.b. - 02Z030036
I S S N 2 5 3 1 - 4 8 7 4
9 7 7 2 5 3 1 4 8 7 4 0 7

Mitteilungsblatt der Schützen der Alpenregion

40. Jahrgang • N° 5 | Oktober 2016 • Bozen · Innsbruck · Kronmetz · Weyarn

Nachdenken über uns!

Skeptisch bis vorsichtig sind viele in den Nachdenkprozess des Bundes der Tiroler Schützenkompanien ein- gestiegen. Das Angebot in den „Offe- nen Foren“, alle Themen ansprechen und diskutieren zu können, hat die Teilnehmer von der Sinnhaftigkeit unseres Anliegens überzeugt. Das Engagement der Diskutierenden und das Niveau der Gespräche bestärken uns auf unserem Weg

meint euer Landeskommandant Fritz Tiefenthaler

SPENDEN:

SPENDEN:

damit ein Aus- kommen in der Heimat möglich

wird.

WANDERN:

WANDERN:

auf den Spuren von Andreas Hofer.

FEIERN:

FEIERN:

Das Zillertal

trägt Tracht.

6
6
10
10
13
13
FEIERN: Das Zillertal trägt Tracht. 6 10 13 „Nachdenken über uns“: Reflexionsprozess des BTSK von

„Nachdenken über uns“:

Reflexionsprozess des BTSK

von Thomas Saurer

Die 235 Schützenkompanien im Bundesland Tirol sind ab Herbst 2016 eingeladen, über sich und ihre Werte nachzudenken: Mit der partizipativen Entwicklung eines Grundsatzdokuments spiegelt der Bund der Tiroler Schützenkompanien die Schüt- zenwerte in der Betrachtung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wider. Und stellt damit die Weichen für die zukünftige Ausrichtung und Schwerpunktsetzung im Tiroler Schützenwesen.

Der Bund der Tiroler Schützenkompanien wird mit Herbst 2016 einen partizipativen Refle- xionsprozess initiieren, bei dem auf Initiative der Bundesleitung und unter Miteinbeziehung des Bundesausschusses, der Viertel und aller Kompanien die zukünftige Ausrichtung und Schwerpunktsetzung des Bundes entwickelt, verhandelt und abschließend von der Bundes- versammlung beschlossen werden soll. Der Prozess wird im Herbst 2017 im Rahmen einer außerordentlichen Bundesversammlung abgeschlossen.

2 Aus den LANDESTEILEN …

2

Aus den LANDESTEILEN …

Stufenverfahren:

von unten nach oben

Das Vorhaben der partizipativen Entwick- lung des Grundsatzdokuments erfolgt über ein Stufenverfahren, das jeweils unter- schiedliche Verbandsebenen mit einbezieht und durch eine Steuerungsgruppe und eine externe Prozessgestalterin begleitet wird.

1. Phase – Sammeln im Herbst 2016

Es geht um das Sammeln dessen, was aus Sicht der Mitglieder gut ist und erhalten werden soll und das Ergründen jener Felder, die einer Neuorientierung bedür- fen. Dies erfolgt im Herbst 2016 mittels dezentraler Veranstaltungen in jedem der vier Schützenviertel Oberland, Tirol- Mitte, Unterland und Osttirol. Zu diesen Viertelbildungstagen werden jeweils vier Personen jeder Schützenkompanie eingeladen, (mindestens) zwei dieser vier Personen sollten „einfache Schützen“ sein, nach Möglichkeit sollte auch eine Marke- tenderin die Kompanie beim Viertelbil- dungstag vertreten. „Wesentlich ist, dass in den Viertelbildungstagen vor allem den Mitgliedern der einzelnen Kompanien die Möglichkeit der Mitsprache geboten wird“, hält der Landeskommandant fest und un- terstreicht die Wichtigkeit der Teilnahme aller Kompanien: „Diese Ergebnisse sind die Grundlage des Gesamtprozesses!“

In den halbtägigen Viertelbildungstagen wird nach der Methode des Open Space, also eines „offenen Forums“, gearbeitet. Ein Format, das – im wahrsten Sinne des Wortes – einen offenen Raum für die dialogische Erarbeitung unterschiedlicher, von den Teilnehmenden eingebrachter Themen bietet. Open Space erlaubt das selbstbestimmte Ergründen unterschied- licher Fragestellungen durch relativ große Gruppen in relativ kurzer Zeit und ist daher als Instrument der Miteinbeziehung sehr wirksam. Gleichzeitig unterstützt dieses Format durch das unkomplizierte schriftliche Festhalten des Erarbeiteten das weitgehend unverfälschte Weitertragen der Ergebnisse in die nächste Projektstufe.

Zwischenphase – Ordnen und Verbinden im Herbst 2016/ Winter 2017

Die in den Viertelbildungstagen gesam- melten Ergebnisse werden von einer Steu- erungsgruppe mit Unterstützung durch die Prozessgestalterin thematisch geordnet und zusammengefasst („geclustert“). Sie

geordnet und zusammengefasst („geclustert“). Sie Gespräche in der Steuerungsgruppe aus den Vierteln des

Gespräche in der Steuerungsgruppe aus den Vierteln des Bundeslandes Tirol

der Steuerungsgruppe aus den Vierteln des Bundeslandes Tirol Mit dem Nachdenken über uns wollen wir verstehen,

Mit dem Nachdenken über uns wollen wir verstehen, welche Werte und Haltungen uns leiten, um unser zukünftiges Handeln daran auszurichten. Wir haben dabei ganz klar die Zukunft im Auge, schließlich tragen auch wir Verantwortung für unsere Heimat. Wir werden unsere Werte und Grundsätze hinterfragen, manche werden wir bestätigen, manche neu fassen. Auch andere und neue Perspektiven sind uns dabei wichtig!

Auch andere und neue Perspektiven sind uns dabei wichtig! Landeskommandant Major Mag. Fritz Tiefenthaler bilden die

Landeskommandant Major Mag. Fritz Tiefenthaler

bilden die Grundlage für die Erarbeitung von ersten Themenpapieren.

2. Phase – Vertiefen im Frühjahr 2017

Die Themenpapiere dienen als Ausgangs- punkt für eine vertiefte Auseinanderset- zung im Rahmen einer eintägigen Bun- desausschussklausur im Frühjahr 2017. Im Rahmen dieser Bundesausschussklausur werden für jedes der eingebrachten The- men Arbeitsgruppen gebildet, welche die aufgeworfenen Themen näher ausleuchten und je nach Themenfeld neben Grund- sätzlichem auch Handlungsempfehlungen erarbeiten.

Zwischenphase – Verdichten im Frühjahr/Sommer 2017

Im Anschluss an die Bundesausschuss- klausur werden die Ergebnisse durch die Steuerungsgruppe und die Prozessbeglei- terin erstbearbeitet und dann gemeinsam mit der Bundesleitung zum Grundsatzpa- pier verdichtet.

3. Phase – Kommunizieren und Beschließen im Herbst 2017

Das Grundsatzdokument wird von der Bundesleitung der Bundesversammlung im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung vorgestellt und unter Wahrung der formalen Notwendigkeiten mit geeigneten Verfahren, die dem partizipativen Grund- gedanken und dem gesamten Prozessver- lauf Rechnung tragen, zur Beschlussfas- sung vorgelegt. n

ANSPRECHPARTNER

Viertel Oberland: Bildungsoffizier, Olt. Gerhard Gstraunthaler

Viertel Tirol Mitte: Bundesmarketen- derin Franziska Jenewein

Viertel Unterland: Viertelkomman- dant, Mjr. Johann Steiner

Viertel Osttirol: Viertelkommandant, Mjr. Josef Aussersteiner

N° 5 | Oktober 2016

N° 5 | Oktober 2016 Aus den LANDESTEILEN … … 3 Wien von Dr. Reinhard Olt

Aus den LANDESTEILEN …

…

3

N° 5 | Oktober 2016 Aus den LANDESTEILEN … … 3 Wien von Dr. Reinhard Olt

Wien

von Dr. Reinhard Olt

„Magna Charta“ für oder „Verrat“ an Südtirol? Wie es vor 70 Jahren in Paris zum Gruber-DeGasperi-Abkommen kam (Teil 1)

Am 5. September wurde auf Schloss Sigmundskron der für Tiroler vornehmlich südlich des Brenners mit Genugtuung und Freude, aber auch mit Leid, Schmerz und Verzicht verbundene 70. Jahrestag des Gruber-DeGasperi-Abkommens begangen.

S igmundskron, die festlich herausge- putzte Gedenkstätte bei Bozen, auf

der die im Gefolge des österreichischen Außenministers Sebastian Kurz und seines italienischen Pendants Paolo Gentiloni zusammengekommenen einschlägigen Ver- treter der politischen Klasse aus Wien und Rom sowie Innsbruck, Bozen und Trient einander in gutnachbarlicher Beweihräu- cherung übertrafen, konnte symbolträch- tiger kaum sein. Wo Bergsteigerlegende Reinhold Messner unter tatkräftigem Mittun des vormaligen Südtiroler Landes- hauptmanns Luis Durnwalder einen von insgesamt sechs Standorten seines zugege- benermaßen imposanten „MMM“ (Mess- ner Mountain Museum) einrichtete, damit die örtliche Firnis enthistorisierte und also ihrer Wirkkraft entkleidete, hatte weiland Silvius Magnago, der legendäre „Vater des Südtirol-Pakets“, im fernen Jahre 1957 vor 35.000 Kundgebungsteilnehmern das „Los von Trient“ propagiert.

Im Pariser Vorort Saint-Germain-en-Laye, wo man 1919 auch Österreich ein Frie- densdiktat auferlegte, aufgrund dessen Südtirol an Italien fiel, war die Selbstbe- stimmung entgegen dem Vorhaben des amerikanischen Präsidenten Wilson ebenso verweigert worden wie von den alliierten Siegermächten aufs Neue nach Ende des Zweiten Weltkriegs, wofür das Abkommen vom 5. September 1946 als eine Art „Er- satzlösung“ galt. Was es hervorrief, ist unter Parteien zwischen Wien, Innsbruck und Bozen je nach politischer Couleur respek- tive „regierender“ oder „opponierender“ Stellung wie unter Historikern und deren jeweiligem „erkenntnisleitenden Interesse“ höchst umstritten. Die auf Sigmundskron Champagnisierenden stimmten Elogen auf die angebliche „Magna Charta für Südtirol“ an. Für andere war und ist der Vertrag − wie für Bruno Kreisky, der einst als Wiener Außenminister die Südtirol-Frage vor die Vereinten Nationen (UN) trug − ein „einmaliges Dokument österreichischer Schwäche“; gleichwohl haben sie sich damit arrangiert. Wieder andere jedoch eracht(et)

en neben Inhalt und Folgen des „Pariser Abkommens“ vor allem dessen Zustande- kommen als „Verrat an den Südtirolern“.

Wien verlangt die Selbstbestimmung

Wie war es dazu gekommen? Karl Gruber, Tiroler Landeshauptmann und Außen- amtsstaatssekretär in der provisorischen österreichischen Regierung unter Staats- kanzler Karl Renner, hatte am 21. August 1945 in gleichlautenden Telegrammen an den amerikanischen Präsidenten Harry S. Truman und dessen Außenminister James F. Byrnes, an den britischen Außenminister Ernest Bevin, an Charles de Gaulle, Chef der provisorischen Regierung Frankreichs, und dessen Außenminister Georges Bidault sowie an den sowjetischen Generalissimus Iosif Stalin und dessen Außenminister Wjatscheslaw Molotow um „Wiederher- stellung der Freiheit für Südtirol“ sowie „Vorbereitung einer Volksabstimmung“ zwischen Brenner und Salurner Klause und um „Zulassung einer österreichischen Delegation“ zu den für Paris anberaumten Friedens(vertrags)verhandlungen ersucht.

Die Regierung Renner legte sich am 5. Sep- tember 1945 per Kabinettsratsbeschluss auf die Forderung nach Selbstbestimmung für Südtirol fest. Sie richtete ein Memorandum

an die Londoner Außenministerkonferenz, in welchem sie die „Rückgliederung Südti- rols“ forderte. Doch schon in London, wo es seit 11. September primär um die Behand- lung des Friedensschlusses mit Italien sowie um Friedensverträge mit Rumänien, Bulga- rien, Ungarn und Finnland ging, legten sich die Minister indes bereits am 14. September 1945 „provisorisch“ auf die Beibehaltung der Brennergrenze fest.

Rom forciert seine Ansprüche

Von alldem wusste man jedoch weder in Wien und Innsbruck noch in Bozen etwas. Wohl aber in Rom, von Nicolò Carandini, dem italienischen Gesandten in London, davon in Kenntnis gesetzt. Daher bemüh- te sich Italien um die Forcierung seiner Interessen und Ziele. Dem auf Täuschung zielenden „Beweis guten Willens“ unter Hinweis des amtierenden Außenminis- ters Alcide DeGasperis auf die dem von ethnischen Franzosen bewohnten Aostatal gewährte „weitgehende Autonomie“ vom 24. August diente ein am 27. Oktober er- lassenes Gesetzesdekret (Nr. 755), mit dem „deutsche Schulen in Südtirol genehmigt“ wurden. Am 4. November sprach DeGas- peri in Mailand von der „Notwendigkeit der Brennergrenze für die Entwicklung und Verteidigung Italiens“. Und in einem am 7. Dezember in der in Bozen erscheinen-

Brennergrenze für die Entwicklung und Verteidigung Italiens“. Und in einem am 7. Dezember in der in
N° 4 | August 2016 4 Aus den LANDESTEILEN …

N° 4 | August 2016

4

Aus den LANDESTEILEN …

den Zeitung „Alto Adige“ veröffentlichten „Offenen Brief “ des Präfekten Bruno De Angelis, eines vormaligen Faschisten, an die Führung der Südtiroler Volkspartei (SVP) hieß es, Rom sei der Auffassung, dass die Südtirolfrage mittels Erlass eines Autono- miegesetzes gelöst werden sollte. Sozusagen als Kontrapunkt zur österreichischen Note an den Alliierten Rat richtete De Gasperi zu Jahresbeginn 1946 an die in Rom akkredi- tierten Botschafter eine Note, in welcher er am Verbleib Südtirols bei Italien festhielt, zumal es „unentbehrliches Hinterland für die Industrie der Po-Ebene“ sei.

Gruber, nach der infolge Nationalratswahl vom 25. November 1945 (ÖVP 85, SPÖ 76, KPÖ 4 Sitze) gebildeten ersten regulä- ren Regierung unter Kanzler Leopold Figl (ÖVP) nunmehr auch formell Außenminis- ter, schlug daraufhin vor, offene wirtschaft- liche Fragen bezüglich Südtirol „durch eine österreichisch-italienische Treuhandge- sellschaft klären und lösen zu lassen“. Am 21. Januar 1946 ließ er dem Alliierten Rat ein Memorandum zukommen, worin er für den Fall der Rückgliederung Südtirols anbot: Verbleib der Wasserkräfte bei Italien und deren Nutzung durch österreichisch- italienische Gesellschaften; freie Wahl der Staatsbürgerschaft für die in Südtirol lebenden Italiener bei privilegiertem Son- derstatus hinsichtlich Sprache und Kultur; Unterstellung Südtirols unter UN-Schutz der Vereinten Nationen; Gewährung einer Freihafenzone für Italien an der Donau. Daraufhin bekundete William B. Mack, Vertreter des britischen Foreign Office in Wien, Grubers Memorandum sei „ein großzügiger und staatsmännischer Beitrag zur Lösung des Problems“.

Bevin: Italien wichtiger als Österreich

Wiewohl in London durchaus Sympa- thie für eine Rückgliederung Südtirols an Österreich bestand, ließ Außenminister Bevin (Labour Party) im Unterhaus keinen Zweifel daran, dass wegen der Entwicklung hin zum „Eisernen Vorhang“, der sich, wie Winston Churchill (Tories) in einer Rede dargelegt hatte, „von der Ostsee bis Triest über Europa gelegt“ habe, Italien für den Westen wichtiger sei als Österreich. Daher könne es bis auf kleinere Berichtigungen keine Grenzänderungen geben.

Weder die an Kanzler Leopold Figl am 22. April in Innsbruck während einer Groß- kundgebung übergebenen und später nach Paris weitergereichten 155.000 Unterschrif-

und später nach Paris weitergereichten 155.000 Unterschrif- ten von Südtirolern für die Wiedervereini- gung Tirols,

ten von Südtirolern für die Wiedervereini- gung Tirols, noch die Forderung nach Ge- währung der Selbstbestimmung, wie sie auf Kundgebungen in Innichen, Brixen, Bozen und Meran sowie in Innsbruck, Salzburg und Wien erhoben worden waren, konnten die Alliierten dazu bewegen, wenigstens eine – selbst auch vom Amerikaner Byrnes ins Spiel gebrachte, aber von Molotow abge- lehnte – Kommission zur Ergründung der Verhältnisse zu entsenden.

Wenngleich er offiziell für Selbstbestim- mung und Rückgliederung des südlichen Tiroler Landesteils eintrat, überreichte Gruber offenbar unter dem Eindruck, der Inhalt könne unter dem Rubrum „kleinere Grenzberichtigungen“ Wirkung entfalten, am 12. April ein geheimes, namentlich nicht gezeichnetes Memorandum an Mack. Im Wesentlichen sollte gemäß dem darin enthaltenen Vorschlag Südtirol einschließ- lich der Stadt Bozen − aber ohne deren während des Faschismus aus dem Boden gestampfte Industriezone und erhebliche Teilen des Südtiroler Unterlands − zu Österreich kommen. Doch dies fand ebenso wenig Gehör wie seine später angebotene (formell in eine Regierungsnote geklei- dete) „Pustertal-Lösung“; wiewohl Mack bekundet hatte, Bevin sei bereit, Österreich zu unterstützen, sofern es Anspruch auf das Pustertal erhebe. Und am 11. Mai hatte Norbert Bischoff, Österreichs Gesandter in Paris, eine an die tagende Vier-Mächte- Außenministerkonferenz gerichtete Note der Wiener Regierung übergeben, in der die Rückgliederung des Pustertals, des oberen Eisacktals und der Stadt Brixen als „kleinere Grenzberichtigung“ mit der Begründung der Wiederherstellung einer direkten Eisenbahnverbindung zwischen Nord- und Osttirol verlangt wurde.

zwischen Nord- und Osttirol verlangt wurde. Herbe Enttäuschung und Vorbehalte gegen Grubers Politik

Herbe Enttäuschung und Vorbehalte gegen Grubers Politik

Doch am 30. April bestätigten Bidault, Byr- nes, Bevin und Molotow den schon am 14. September 1945 gefassten Beschluss, „keine größeren Grenzveränderungen zwischen Österreich und Italien vorzunehmen“. Und tags darauf bekräftigten sie die damalige Festlegung, wonach Südtirol bei Italien bleibe.

Die Bekanntgabe bewirkte in Tirol einen allgemeinen fünfstündigen Proteststreik so- wie Demonstrationen; auch in Bozen, Me- ran und Brixen kam es zu Protestkundge- bungen. Sämtliche Glocken Tirols läuteten zum Zeichen der Trauer. In Wien demon- strierten mehr als 100.000 Menschen für die Selbstbestimmung der Südtiroler und die Rückkehr des Landesteils zu Österreich. Auf einer Besprechung von Vertretern Nord- und Südtirols am 10. Juni in Inns- bruck kamen massive Vorbehalte gegen die Politik des Außenministers zum Ausdruck. So warf der stellvertretende Landesregie- rungschef Franz Hüttenberger (SPÖ) „den für Österreichs Außenpolitik verantwort- lichen Männern“ vor, sie hätten „in der Behandlung des Problems Ungeschick- lichkeiten begangen, welche die gerechte Sache Südtirols ungünstig beeinflussen“. In der zwischen 15. Juni und 12. Juli zu Paris fortgesetzten Vier-Mächte-Außenminister- konferenz wurde Österreichs Anspruch auf Südtirol neuerdings abgelehnt.

Wenngleich die SVP in einem Telegramm vom 17. Juli an das britische Oberhaus den Anspruch auf Selbstbestimmung erhob und bat, die Südtiroler dabei zu unterstützen, erklärten sich Obmann Erich Amonn und Generalsekretär Josef Raffeiner gegenüber

Im Palais Luxembourg, ein Schloss im 6. Arrondissement von Paris, fand vom 15.7.-15.10.1946 die internationale

Im Palais Luxembourg, ein Schloss im 6. Arrondissement von Paris, fand vom 15.7.-15.10.1946 die internationale Friedenskonferenz statt.

von Paris, fand vom 15.7.-15.10.1946 die internationale Friedenskonferenz statt. 5 Aus den LANDESTEILEN …

5

Aus den LANDESTEILEN …

dem Bozner Präfekten Silvio Innocenti zur Mitarbeit in der Autonomiefrage bereit. Gruber ließ indes De Gasperi über Roberto Gaja, den italienischen Botschaftssekretär in Wien, wissen, er sei zu einem „Gespräch über freundschaftliche Beziehungen und der Zusammenarbeit“ bereit, woraufhin De Gasperi am 20. Juli via Gaja mitteilen ließ, er sei damit einverstanden, sofern territo- riale Fragen nicht zur Diskussion stün- den. Im Pariser Palais Luxembourg hatte am 15. Juli die Friedenskonferenz begonnen; sie dauerte bis 15. Oktober 1946. Der Kon- ferenz lagen die Entwürfe des Rates der Außenminister der Großen Vier respektive der von ihnen beauftragten Stellvertreter zu den Friedensverträgen mit Italien, Finn- land, Bulgarien, Rumänien und Ungarn sowie noch nicht geklärte Fragen vor. Den insgesamt 21 Delegationen wurden vier Memoranden unterbreitet, in denen eine Volksabstimmung über die Zukunft Südtirols verlangt wurde: von der österrei- chischen Bundesregierung; ein vom SVP- Obmann Ammon und dem Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei Südtirols, Lorenz Unterkircher sowie vier Südtiroler Mitgliedern des letzten gewählten italieni- schen Parlaments und sieben Mitgliedern des letzten gewählten Südtiroler Landtags unterzeichnetes; ein drittes von Vertretern der Ladiner; schließlich das vierte vom Brixner Fürstbischof Johannes Geisler.

Die SVP hatte einer – offiziell nicht zuge- lassenen − Südtiroler Delegation (Friedl Volgger, Otto von Guggenberg und Hans Schoefl) als Vorgabe aufgetragen: Falls kein Plebiszit durchsetzbar sei, möge man entweder auf eine „Liechtenstein-Lösung“ oder auf ein „Südtirol unter internationaler Kontrolle“ oder auf eine „Autonomie“ (al- lerdings nur unter den Bedingungen einer internationalen Garantie und ausschließlich für die Provinz Bozen) hinwirken.

Lesen Sie im nächsten Teil:

Warum es bei der Pariser Friedenskonferenz „nur“ noch um die Autonomie ging und warum dieses Abkommen in der Folge für Misstrauen und Auflehnung in Süd-Tirol sorgte.

70 Jahre Pariser Vertrag

von Heinz Wieser

Der 70. Jahrestag des Pariser Abkommens erinnert uns daran, dass es damals nicht zur erhofften Erringung des Selbstbestimmungsrechtes gekommen ist. Am 1. Mai 1946 wiesen die Außenminister der vier Großmächte, also der USA, Englands, Frankreichs und der UdSSR, die österreichische Forderung nach einer Volksabstimmung in Südtirol endgültig zurück. Auf Drängen der Westmächte kam es am Rande der Pariser Friedens- konferenz aber wenigstens noch zum Abschluss eines Schutzvertrages für das neuerdings Italien überantwortete Südtirol. Das Abkommen wurde vom italienischen Ministerprä- sidenten Alcide De Gasperi und dem österreichischen Außenminister Dr. Karl Gruber am 5. September 1946 geschlossen. Der Vertrag sicherte den Südtirolern besondere Maßnahmen zur Erhaltung des Volkscharakters sowie der wirtschaftlichen und kultu- rellen Entwicklung zu und räumte ihnen die vollständige Gleichberechtigung mit der italienischen Bevölkerung ein. Italien verpflichtete sich zu besonderen Maßnahmen zum Schutze der ethnischen Eigenart und kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung des deutschsprachigen Bevölkerungsteiles und sicherte den Bewohnern Südtirols eine Au- tonomie zu, deren Inhalt im Einvernehmen mit den Südtirolern festgelegt werden sollte. Aufbauend auf den Pariser Vertrag bzw. in Umsetzung desselben wurde in der Folge im Jahre 1948 das 1. Autonomiestatut erlassen und im Jahre 1972, auf der Grundlage des mit dem italienischen Staat ausgehandelten Verhandlungsergebnisses für einen besseren Schutz der Südtiroler, das 2. Autonomiestatut. Ferner versprach Italien unter anderem eine entgegenkommende Revision des Optionsabkommens von 1939, Großzügigkeit im Verkehr zwischen Nord- und Osttirol sowie Sonderabmachungen über den Warenaus- tausch zwischen Österreich und Italien. Der Pariser Vertrag wurde dem Friedensvertrag der Alliierten mit Italien beigefügt und bildet bis zum heutigen Tag die Basis für die weitere Entwicklung in Südtirol. Das Abkommen machte das Geschick der deutschsprachigen Bevölkerung südlich des Brenners nicht mehr allein zu einer inneren Angelegenheit Italiens, sondern Österreich besaß und besitzt nun, anders als nach 1919, die rechtliche Legitimation, als Anwalt seiner Landsleute aufzutreten. Dabei haben weder Südtirol noch Österreich 1946 auf den Anspruch auf Selbstbestimmung verzichtet. Heute hat es wenig Sinn, darüber zu klagen, dass es nur zum Pariser Abkommen gereicht hat, das am 5. September vor 70 Jahren geschlossen wurde. Man sollte vielmehr positiv feststellen, dass der Pariser Vertrag mit all seinen Mängeln jedenfalls sechs Jahrzehnte lang das einzige rechtliche Fundament war, auf dem die Wege zur UNO, zu den österreichisch-italienischen Verhandlungen und zum Südtirol-Paket gegangen werden konnten. Die legistische Umsetzung dieses Paketes nahm Italien im Jänner 1972 in Angriff. Es sollte jedoch zwanzig Jahre dauern, bis alle vorhergesehenen Maßnahmen durch entsprechende Durchführungsakte umgesetzt wa- ren. Im April 1992 meldete Italien den endgültigen Vollzug des Paketes, worauf Südtirol im Mai und der Tiroler Landtag im Juni 1992 einer Streitbeilegung zustimmten. Wenn Südtirol heute eine Autonomie hat und Österreich und Italien freundschaftlich mitein- ander Verbesserungen für die Südtiroler ausreden können, so ist das Gruber-DeGaspari- Abkommen der Auftakt für solche Regelungen gewesen.

Abkommen der Auftakt für solche Regelungen gewesen. Südtirolkundgebung auf dem Rathausplatz in Wien im Mai 1946

Südtirolkundgebung auf dem Rathausplatz in Wien im Mai 1946

6 Aus den LANDESTEILEN … Wien/Bozen von Margareth Lun Zum 100. Todestag von Franz Joseph

6 Aus den LANDESTEILEN …

6 Aus den LANDESTEILEN … Wien/Bozen von Margareth Lun Zum 100. Todestag von Franz Joseph I.:
6 Aus den LANDESTEILEN … Wien/Bozen von Margareth Lun Zum 100. Todestag von Franz Joseph I.:

Wien/Bozen

von Margareth Lun

Zum 100. Todestag von Franz Joseph I.:

ein Kaiser, der eine Ära geprägt hat

A ls vor fast genau 100 Jahren, am 21. November 1916, Kaiser Franz Joseph

um 9 Uhr abends auf Schloss Schönbrunn in Wien starb, da hatte nicht nur eine der größten Persönlichkeiten unserer Geschich- te ihr Leben ausgehaucht, sondern mit ihm ging auch eine ganze Ära zu Ende. Fast 68 Jahre lang hat Kaiser Franz Jo- seph Österreich-Ungarn und somit auch Tirol regiert und dabei geprägt wie kaum ein anderer Monarch zuvor. Damit hat nicht einmal die Queen, sondern nur der derzeitige thailändische König Bhumibol eine längere Amtszeit aufzuweisen. 1916 war Österreich-Ungarn bevölkerungsmäßig (nach dem Zarenreich und dem Deutschen Reich) das drittgrößte Land Europas und flächenmäßig war er sogar das zweitgrößte Land Europas. Kaiser Franz Joseph war eigentlich ein Mann, der Entscheidungen, Reformen und Veränderungen zeitlebens eher scheute − etwas, was sicher vor allem mit seiner dynastiebewussten, konservativen Erzie- hung und mit seinem Sendungsbewusstsein zusammenhing − aber nicht zuletzt auch mit seinen Erfahrungen als blutjunger Kaiser. Denn erst 18 Jahre alt war Franz Joseph – und damit übrigens nicht einmal

volljährig − als ihm die schier untragbare Last aufgebürdet wurde, als Monarch ein 53-Millionen-Reich zu übernehmen – und das auch noch im Revolutionsjahr 1848! Überall im Inneren des Reiches toben Aufstände – die Märzrevolution und der Wiener Oktoberaufstand liegen auch nur erst wenige Monate zurück. Überall im Reich fordern Völker – angeregt durch die nationalstaatlichen Ideen dieser Zeit − eine eigene Verfassung und mehr Demokratie. Das ist freilich etwas, was für uns heute als selbstverständlich erachtet wird. Für die damalige Zeit und in der Staatsauffassung Kaiser Franz Josephs war das aber eine bedenkliche Entwicklung, welche die Habs- burgermonarchie in ihren Grundfesten erschütterte und gefährdete und welche es mit allen Mitteln zu bekämpfen galt. Nicht von ungefähr hatte Kaiser Franz Joseph den Wahlspruch „Viribus unitis“ gewählt, also:

„Mit vereinten Kräften“. Denn in einer Zeit des aufstrebenden Nationalismus die Völker zu einen und durch Einigkeit das Reich stark zu machen, das sah Franz Joseph als seine wichtigste Lebensaufgabe. Aber nicht nur im Inneren gab es Proble- me, sondern in Kaiser Franz Josephs erste Regierungsjahre fällt auch eine Reihe von

kleineren Kriegen. 1848, also im Jahr der Thronbesteigung, und in den Jahren darauf tobten in Italien 3 Unabhängigkeitskriege, bei denen die Lombardei, Venetien und andere große Gebiete verloren gingen, und beim Deutschen Krieg 1866 stieg Österreich durch seine Niederlage bei Königgrätz gar aus der gesamtdeutschen Politik aus. Franz Joseph wollte aber in erster Linie ein Friedensfürst sein − und in friedlicher Arbeit das Glück seiner Völker und den Fortschritt auf allen Gebieten des geistigen und materiellen Wohles fördern. Und in der Tat gelang es ihm auch, über viele Jahr- zehnte hinweg den Frieden in seinem Reich zu erhalten und somit bleibende Spuren zu hinterlassen, die bis in unsere Zeit reichen. n

Spuren zu hinterlassen, die bis in unsere Zeit reichen. n Bozen von Elmar Thaler Schützenbund ermöglicht

Bozen

von Elmar Thaler

Schützenbund ermöglicht Schulprojekt in Addis Abeba

P ünktlich zum Schulanfang macht der Südtiroler Schützenbund einmal mehr mit einer positiven Meldung von sich reden. In der

äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba wurde auf Initiative vom Südti- roler Schützenbund ein Computerraum für Blinde neu eingerichtet. Möglich gemacht hat das Ganze auch ein großzügiger Beitrag des Landes Südtirol. Bereits länger gibt es zwischen der German Church School in der äthiopischen Hauptstadt und dem Südtiroler Schüt- zenbund eine lose Verbindung. Im Jahre 2009 haben die Schützen und Marketenderinnen die Schule erstmals mit mehr als 10.000 Euro unterstützt. Damals wurden im Gedenken an die Opfer der italie- nischen Invasion in Abessinien Gelder gesammelt und Computer angekauft, um die Grundausbildung der Schüler im informatischen Bereich überhaupt erst zu ermöglichen. Nun, sieben Jahre später, konnte das Projekt durch die Initiative des Südtiroler Schützenbundes fortgeführt werden und die Computer werden mit einem Gesamtbe- trag von über 25.000 Euro auf den neusten Stand gebracht. „Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass man dazu beitragen kann, Menschen ohne Chance eine Möglichkeit zur Ausbildung in ihrer Heimat zu geben“, so Elmar Thaler, der Landeskommandant des Süd- tiroler Schützenbundes in Bezug auf das Projekt. „Genau in Zeiten,

in denen viele Menschen aus Afrika keine andere Möglichkeit sehen, als ihre Heimat zu verlassen, ist es wichtig, vor Ort zu helfen, weil dort auch vergleichsweise bescheidene Summen eine große Wirkung haben“, ist Thaler überzeugt. n

eine große Wirkung haben“, ist Thaler überzeugt. n Hilfe vor Ort: Der Südtiroler Schützenbund hat in

Hilfe vor Ort: Der Südtiroler Schützenbund hat in Addis Abeba einen Computerraum für Blinde neu eingerichtet.

N° 5 | Oktober 2016

N° 5 | Oktober 2016 Aus den LANDESTEILEN … 7

Aus den LANDESTEILEN …

7

N° 5 | Oktober 2016 Aus den LANDESTEILEN … 7 Fließ von Josef Gfall Einweihung der

Fließ

von Josef Gfall

Einweihung der Natur- und Kulturpanorama „Gacher Blick“

A m 19. Juni 2016 konnte ein gemeinsa- mes Projekt des Naturparks Kauner-

grat und der SK Fließ abgeschlossen und eingeweiht werden. Bereits 2009, anlässlich des Gedenkjahres 1809–2009, entstand in der Kompanie Fließ die Idee, am Gachen Blick, oberhalb der Pontlatz, mit dem Blick über die Schauplätze des Tiroler Freiheitskampfes der Pontlatz und dem Tullenfeld, einen Gedenk- und Informationspunkt zu den Ereignissen 1703 und 1809 zu errichten. Dies keineswegs, um kriegerische Ereignisse zu verherrlichen; vielmehr soll er an den Wehr- und Freiheits- willen unserer Vorfahren erinnern. Freiheit und Selbstbestimmung lautet daher auch der Titel des geschichtlichen Projektteiles. Diese Freiheit und Selbstbestimmung war nicht nur damals zu verteidigen, sondern das sind sie nach wie vor. Geändert haben sich nur die Herausforderungen und die Mittel.

Egoismus, Hass, Fanatismus, Gewalt und Vorurteile gegenüber anderen Kulturen und Religionen sind die heutigen Herausfor- derungen. Denen kann nicht mit Waffen, sondern mit Toleranz, Verständnis und Ver- antwortungsbewusstsein gegenüber unserer Umwelt und Gesellschaft begegnet werden. Dabei dürfen aber unsere Grundsätze, Her- kunft, Kultur und Tradition nicht verloren gehen, da diese unsere Heimat zu dem machen, was sie ist und was wir schätzen.

Mit dem Verein Naturpark Kaunergrat hat die Kompanie Fließ einen Partner gefunden, diese Idee mit dem Natur- und Kulturpanorama Gacherblick umzusetzen. Vorausgegangen ist dem Projekt ein Ideen- wettbewerb unter Leitung und Förderung durch die Abteilung Dorferneuerung im Amt der Tiroler Landesregierung. Umge- setzt wurde das Siegerprojekt des Architek- turbüros Columbusnext. So wird es in der Projektbroschüre be- schrieben:

Mit dem Natur- und Kulturpanorama Gacher Blick wurde nicht nur der beeindru- ckende Aus- und Weitblick neu interpretiert, es wurde auch versucht, eine gedankliche Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft zu schlagen. Die dazu ausgewählten Themen beschäftigen sich mit der Bewahrung der Heimat und ihrer Identität. Der Tiroler Freiheitskampf und die Europaregion Terra

Der Tiroler Freiheitskampf und die Europaregion Terra Gacher Blick:„gach“ bedeutet so viel wie plötzlich und

Gacher Blick:„gach“ bedeutet so viel wie plötzlich und wird im Oberland auch für schnell oder steil verwendet. Der Gache Blick befindet sich am Piller Sattel, dem Übergang vom Pitztal ins Obere Gericht. Hier fällt der Berghang 800 Meter fast senkrecht zur Pontlatz ab, wo damals die Steinlawinen donnerten. Hier oben haben Menschen aus der Region oder Rei- sende schon vor Jahrtausenden auf ihrem beschwerlichen Weg über die Alpen innegehalten. Zahlreiche Fundstücke zeugen davon. Naturparkhaus, Brandopferplatz, Alpines Heiligtum und das Natur- und Kulturpanorama dokumentieren die Besonderheiten dieses Platzes

Raetica sind dabei zwei Seiten derselben

Medaille. (Auszug aus der Projektbroschüre)

Mit der Verwirklichung dieses Panoramas konnte am Gachen Blick ein weiter Span- nungsbogen erzeugt werden. Dieser reicht von den Millionen Jahre alten geologischen Formationen des Engadiner Fensters, den Jahrtausende alten Besiedlungsspuren mit dem alpinen Heiligtum und Brandopfer- platz und der bewegten Geschichte Tirols mit ihren Freiheitskämpfen 1703 und 1809 bis zur Moderne − sichtbar an der architek- tonischen Gestaltung. Als Informationen dienen Infotafeln am barrierefreien Zugang zur Aussichtsplatt- form, Broschüren im Naturparkhaus, und für Smartphone-Nutzer gibt es einen Speechcode (funktioniert ohne Internetver- bindung über eine eigene App).

Ein Besuch lohnt sich − vielleicht auch im Rahmen eines Schützen- bzw. Jungschüt- zenausfluges. n

im Rahmen eines Schützen- bzw. Jungschüt- zenausfluges. n Trotz sehr schlechten Wetters sind die SK Fließ

Trotz sehr schlechten Wetters sind die SK Fließ sowie zahlreiche Fahnenabordnungen der Naturparkgemeinden und der Talschaf- ten Pontlatz und Landeck zum Landesübli- chen Empfang für die LHStv.in Ingrid Felipe angetreten.

8 Aus den LANDESTEILEN … Die nächsten Olympischen Sommer- spiele finden vom 24. Juli bis

8 Aus den LANDESTEILEN …

8 Aus den LANDESTEILEN … Die nächsten Olympischen Sommer- spiele finden vom 24. Juli bis zum

Die nächsten Olympischen Sommer- spiele finden vom 24. Juli bis zum 9. August 2020 in Tokio statt.

Tirol/Rio de Janeiro

Tirol/Rio de Janeiro

von Lukas Wegscheider

Olympische Spiele 2016 – Wiederum politische Instrumentalisierung von Süd-Tiroler Sportlern

Nun sind sie also Geschichte, die XXXI. Olympischen Sommerspiele 2016 von Rio. Mit fantastischem Ausgang für uns. Für uns Süd-Tiroler. Denn: wir konnten drei, fast vier Medaillen nach Hause bringen. „Wir“, wohlgemerkt! So zumindest wurde uns immerzu euphorisch von Seiten der Landesmedien aller Couleur die sportliche Erfolgsbilanz unserer Sportler von vorne bis hinten vorgekaut.

I n einem Anflug von Hochmut vergaßen die Journalisten von Mamma Rai und

der dolomitischen Tageszeitung sogar mal Anstand und Manieren und brachten die gewagte These, dass wir sogar stärker, schneller und besser, vielleicht auch noch schöner und gscheider als „unser geliebtes Vaterland Österreich“ wären. Nahtlos in diesen Diskurs reiht sich dann auch mal schnell die Geschichte vom talentierten Volleyballer Simone Giannelli, der es tatsächlich schaffte, gleich zwei Kunststü- cke fertig zu bringen: als junger, fescher Süd-Tiroler aus Bozen mit der italienischen Nationalmannschaft die Silbermedaille zu erringen und in den Nachrichtensendun- gen der provinziellen, deutschsprachigen Rai tatsächlich kein einziges Wörtchen in jener Sprache hervorzubringen, welche die meisten seiner Mitbürger „gelegentlich“ sprechen Das Tagesblatt der stolzen Süd-Tiroler seinerseits, ging dabei freilich noch einen Schritt weiter: Es führte nämlich bei der Auflistung der Olympischen Medaillenrän- ge Süd-Tirol glatt separat an. Süd-Tirol, die Sommersportnation schlechthin und bereits losgelöst vom Staat Italien. Ja, was will man da mehr?! Nun sieht jedoch die reale Situation freilich doch noch etwas anders aus. Leider. Denn Sportler, die in unseren Breitengraden geboren und aufgewachsen sind, „müssen“ immer noch artig unter grün-weiß-roter Flagge zu ihren sportlichen Wettkämpfen antreten. Und werden dabei mehrheitlich in vom italienischen Militär verwalteten Ein- heiten eingegliedert. In genau gesagt, bis zu acht (!) dieser Militärsportgruppen werden Athleten aus Süd-Tirol dann zu unterwür- figen Vorzeige-Staatsangehörigen gedrillt, dürfen ohne Erlaubnis von „oben“ keine Äußerungen verlauten lassen; von politi- schen Aussagen, oder gar Bekenntnissen zu Tirol mal ganz zu schweigen. Dafür werden sie dann aber genötigt, Mameli-Lieder zu trällern, oder es werden ihnen bei jeder Gelegenheit Tricolore-Fahnen zugesteckt. Mit denen dann fleißig gefuchtelt werden darf. Und selbst wenn sich die Kommenta-

toren der nationalen Rundfunkanstalten an den unaussprechlichen Namen stoßen, oder über die vielen „acca e zeta“ in eben diesen ungewöhnlichen Nachnamen lamentieren, wissen sie auch stets zu versichern, dass es sich bei diesen „altoatesini di lingua tedesca“ trotzdem um überzeugte Italiener handelt. Nun setzen wir mal voraus, dass sich in einem freien Land wie dem unseren jeder entscheiden kann, für und zu was oder wem halten bzw. Anhänger vom wem oder was auch immer zu sein, wozu er/sie eben will, oder mal Lust hat. Aus sportlicher Sicht hat sowieso jeder das Recht, seinen ganz eige- nen Lieblingen die Daumen zu drücken. Wie es auch mittlerweile zur Normalität geworden ist, dass sich Ureinwohner dieses Landes zu waschechten Staatsangehörigen veraltoadigesiert haben. Und es ist gerade diese Tendenz, wenn man dann von solch einer sprechen kann, die uns doch zu denken geben sollte. Vor allem unserer Hohen Politik. Denn: sollten wir uns eines schönen Tages, alle zusammen in diesem schönen Land zu Standarditalienern verwandelt haben, wird uns möglicher- weise „irgendjemand anderes“ unsere tolle Vorzeige-Autonomie früher oder später mal ordentlich zusammenstutzen. Denn, diese Voll-, oder Teilzeit-, oder Fast-Autonomie wurde uns nur aufgrund unserer ethnischen Sonderheit gewährt. Gibt es dann „eines Tages“ keine „Tiro- ler“ mehr, wird es auch keine nationale Minderheit mehr geben. Und erst Recht keine Sammelpartei mehr. Und ein solches Szenario sollte gerade den Damen und Herren dieser Vereinigung irgendwann zu denken geben. Letztlich müsste der amtierende Parteiobmann doch sensibel auf diese Thematik geworden sein, nach seinem fußballerischem Outing und dem dadurch ausgelöstem Shitstorm im Internet. Wie bei den gerade erst abgehaltenen Autonomiekonventen gefordert, sollte es dem reichen und tüchtigen Süd-Tirol doch noch möglich sein, die Abteilung Sport in einer sogenannten Vollautonomie selbstbe- stimmt in die Hand zu nehmen. Vor allem,

selbstbe- stimmt in die Hand zu nehmen. Vor allem, Wie auch alle anderen Süd-Tiroler Athleten, startet

Wie auch alle anderen Süd-Tiroler Athleten, startet z.B. die Mountainbikerin Eva Lech- ner aus Eppan im grün-weiß-roten Trikot. In Rio erreichte sie den 18. Platz.

um die systematische Instrumentalisierung der Sportler und Idole der heranwachsen- den Generationen zu unterbinden. Unsere Politiker, sollten sie überhaupt gewillt sein, müssen endlich Alternativen schaffen. n

Das Grab von Freiheitskämpfer Luis Amplatz befindet sich auf dem Friedhof Bozen-Oberau. 9 Aus den

Das Grab von Freiheitskämpfer Luis Amplatz befindet sich auf dem Friedhof Bozen-Oberau.

Das Grab von Freiheitskämpfer Luis Amplatz befindet sich auf dem Friedhof Bozen-Oberau. 9 Aus den LANDESTEILEN

9

Aus den LANDESTEILEN …

dem Friedhof Bozen-Oberau. 9 Aus den LANDESTEILEN … Bozen von Andreas Raffeiner Zum 90. Geburtstag von

Bozen

von Andreas Raffeiner

Zum 90. Geburtstag von Luis Amplatz

Luis Amplatz kam am 28. August 1926, also vor 90 Jahren, im Bozner Stadtteil Gries auf die Welt und wurde am 7. September 1964 durch einen bis heute ungeklärten Mord aus dem Leben gerissen. Bereits als Kind und Heranwachsender lernte er die fa- schistische Assimilierungspolitik kennen und wurde von ihr geprägt. Zeitlebens hat Amplatz hart gearbeitet, um sich, seiner Frau und seinen Kindern ein Zuhause aufzubauen.

So war Luis Amplatz, der nach dem Zweiten Weltkrieg zu den Vätern der wiedergegrün- deten SK Gries „Major Josef Eisenstecken“ gehörte, bereits 1958 gemeinsam mit dem Frangarter Gemischtwarenhändler Sepp Kerschbaumer und dem Waltener Schmied Jörg Klotz Gründungsmitglied des „Be- freiungssauschuss Südtirol“ (BAS), der mit gezielten Anschlägen das Süd-Tirol- Problem weltweit bekannt machen wollte. Amplatz selbst war bei der so genannten „Feuernacht“ und anderen, unzähligen Sprengstoffanschlägen gegen Einrichtungen des italienischen Staates, Rohwohnbauten und faschistische Denkmäler, aber auch an bewaffneten Angriffen auf Polizeieinheiten mit von der Partie. Seiner Verhaftung durch die italienische Polizei entkam er durch eine waghalsige Flucht über die Berge ins Vaterland Österreich und wurde 1964 in Abwesenheit wegen Terrorismus zu einer 25-jährigen Gefängnishaft verurteilt.

Mord im Passeiertal

In der warmen Jahreszeit des Jahres 1964 kehrten Jörg Klotz und Luis Amplatz einmal über die hohen Gipfel heimlich wieder nach Süd-Tirol zurück. Mit von der Partie war auch der Nord-Tiroler Christian Kerbler, der nach heutigem Kenntnisstand ein Agent des italienischen Geheimdienstes war. Als die drei Männer nach einem langen und kräftezehrenden Fußmarsch im Pas- seiertal in der Heuhütte Brunner Mahder oberhalb von Saltaus übernachteten, zückte Kerbler in der dunklen Nacht hinterhältig und ohne Vorwarnung eine Pistole und tö- tete den Grieser Freiheitskämpfer im Schlaf. Klotz, von den Schüssen wach geworden, überlebte den feigen Mordanschlag schwer verletzt und konnte sich mit einer Kugel in der Brust und einer Wunde im Gesicht zu Fuß nach Österreich in Sicherheit retten. Kerbler selbst floh über alle Berge. Amplatz’ Mörder wurde fünf Jahre später von einem italienischen Geschworenengericht wegen Mordes und Mordversuchs zu 20 Jahren Kerkerhaft verurteilt. Bis heute wurde er nie gefasst, obwohl er in der englischen Hauptstadt London bei einem Ladendieb- stahl verhaftet wurde. Man kann in einem vereinten Europa wie dem gegenwärtigen

wohl kaum verstehen, aus welchem Grund Italien immer noch keine Auslieferungshaft angeordnet hat. Diese undurchsichtigen, in gewisser Weise auch rätselhaften Affären haben dem italienischen Staat ohne Zweifel mehr Schaden zugefügt, als es die Süd- Tirol-Aktivisten um Amplatz und seine Kameraden je vermochten.

Letzte Ruhe in Oberau

September 1964: An die 20.000 Menschen gaben Luis Amplatz das Geleit zu seiner letzten Ruhestätte auf dem Bozner Friedhof in Oberau. Österreichs Unterrichtsminis- ter Heinrich Drimmel schrieb in einem ergreifenden und schönen Nachruf, dass die Beerdigung so wie eine Generaldecharge über das stille Grab in den Bergen war. Auf dem Grabstein steht Amplatz’ Leitspruch „Freund, der du die Sonne noch schaust, grüß mir die Heimat, die ich mehr als mein Leben geliebt.“ Der Grabstein selbst ähnelt in frappierender Weise dem Schlernmassiv. Aus dem Passeiertal, aus der Etschtaler Marktgemeinde Lana, dem Sarntal, dem Ritten und anderen Süd-Tiroler Landestei- len und Gebieten waren viele Trauergäste in Tracht gekommen. Dessen ungeachtet wur- de ihnen der Eingang in den Friedhof von italienischen Polizeibeamten verwehrt. Alle Vermittlungsversuche brachten kein Ergeb- nis. In der Folge beteten die Ausgesperrten laut einen Rosenkranz nach dem anderen, bis das Leichenbegängnis vorüber war und die anderen Menschen aus dem Friedhof strömten. Als der Letzte den Friedhof verließ, schlossen die Sicherheitskräfte die eisernen Gitter. Junge Menschen kletterten jedoch darüber, und als die Ordnungskräfte wild gestikulierend einschritten, kam es zu einigen tumultartigen Szenen, bei denen einige Beamte verletzt wurden. Auf diese Art und Weise konnten die vorher Ausge- sperrten in einem langen Zug zur letzten Ruhestätte von Amplatz strömen und ihm als einem der treuesten freiheitsliebenden Söhne seiner Heimat Lebewohl sagen.

Wiedervereinigung Tirols als Ziel

Auch an seinem 90. Geburtstag, den Am- platz heuer am 28. August gefeiert hätte, sind seine Worte zielführender denn je.

Sein allzu früher, ungesühnter Tod ist keinesfalls umsonst, denn auch in der Gegenwart gibt es im südlichen Tirol mutige Frauen und Männer, die sich mit friedlichen Mitteln für die Wiedervereini- gung Tirols einsetzen. Kein Unrecht dauert ewig, und außerdem: Der Mord am Grieser Schützenkameraden verjährt nicht, auch nicht nach 52 Jahren. n

verjährt nicht, auch nicht nach 52 Jahren. n Jörg Klotz, Luis Amplatz und Kurt Welser kämpften

Jörg Klotz, Luis Amplatz und Kurt Welser kämpften in den 60er Jahren für die Frei- heit Tirols.

10 Aus den LANDESTEILEN … N° 5 | Oktober 2016

10

Aus den LANDESTEILEN …

N° 5 | Oktober 2016

Ballino-ST. Leonhard

Ballino-ST. Leonhard

von Manuela Sartori

Der Andreas-Hofer-Weg in Welsch- und Süd-Tirol

Der Andreas-Hofer-Weg ist eine neue Wanderroute, welche in Erinnerung an eine der Hauptfiguren der Tiroler Geschichte verschiedene Punkte unseres Tiroler Landes miteinander verbindet. Und ein ideales Ziel für ein- und mehrtägige Wanderun- gen im Herbst ist.

D as Wandern erlaubt uns, alles aus der Nähe zu betrachten, mit Intensität jeden Augenblick zu erleben und Teil der Welt

werden, die wir erfahren dürfen. Wenn wir auf den Spuren Andreas Hofers sind, ist es so, als würde uns der Tiroler Held selbst beglei- ten, um zusammen den Weg zu entdecken. Andreas Hofer, 1767 in Sankt Leonhard in Passeier geboren, verbrachte einige Jahre in Ballino, um bei einem Wirt zu arbeiten und die italienische Sprache zu erlernen. Es war eine wichtige Zeit, die es ihm erlaubte, Welschtirol kennenzulernen und zu verstehen, tiefe Freundschaften zu schließen und dann, sowohl militärisch als auch ideologisch, Bezugsperson für ganz Tirol zu werden. Der Weg zeigt die Spuren des Tiroler Helden auf seiner Rückkehr nach Hause nach der Zeit als Wirtsgeselle in Ballino auf.

Vom kleinen Platz in Ballino aus, welcher im Jahr 2009 nach Andre- as Hofer benannt wurde, machen wir uns auf den Weg und kom- men am Ende der Route zum Sandhof in St. Leonhard in Passeier. Selbstverständlich kann man die Wanderung auch von dort aus starten. Die Wanderung erstreckt sich zum größten Teil auf Schot- ter- und Forststraßen, auf Pfaden und Fahrradwegen. Die gesamten 160 Kilometer sind in 6 Etappen unterteilt. Die Strecke verläuft durch die Gebiete von Lomaso, Banale, das Becken von Molveno, dann durch Andalo und zwischen Obstgärten und Feldern, Dörfer und Schlössern des Nonsbergs hindurch gelangt man zur Predaia- Hochebene und zur Wallfahrtskirche des Heiligen Romedius, wo man den Romedius-Pilgerweg kreuzt. Letzterer eine herausfordernde

Unsere Leser meinen

kreuzt. Letzterer eine herausfordernde Unsere Leser meinen Ein neuer Wanderweg – auch für sonnige Herbsttage

Ein neuer Wanderweg – auch für sonnige Herbsttage gedacht.

Etappenwanderung, die in Thaur bei Innsbruck anfängt und über Nord- und Südtirol hier zu ihrem Ziel gelangt. Immer durch Wiesen und Felder führt unser Weg weiter nach Fondo und Unsere Liebe Frau im Walde, erreicht den Gampenpass und läuft bergab nach Völlan, Lana und Marling und durchquert Meran, um schließlich in St Leonhard zu enden.

Der Weg ist vollständig markiert: Alle weiteren Informationen, die Wanderkarten und die GPS-Files der sechs Etappen kann man auf der Internetseite www.andreashoferweg.blogspot.com finden. n

Internetseite www.andreashoferweg.blogspot.com finden. n 70 Jahre Pariser Vertrag Der am 5. September 1946, also vor
Internetseite www.andreashoferweg.blogspot.com finden. n 70 Jahre Pariser Vertrag Der am 5. September 1946, also vor
Internetseite www.andreashoferweg.blogspot.com finden. n 70 Jahre Pariser Vertrag Der am 5. September 1946, also vor
Internetseite www.andreashoferweg.blogspot.com finden. n 70 Jahre Pariser Vertrag Der am 5. September 1946, also vor

70 Jahre Pariser Vertrag

Der am 5. September 1946, also vor 70 Jahren in Paris zwischen Karl Gruber und Alcide De Gasperi abgeschlossene Vertrag über die Autonomie Süd-Tirols war ein Mittelweg, der die Erwartungen jener enttäuschen musste, welche eine Wiederangliederung Süd-Tirols an das Vaterland Österreich im Zuge einer Neuordnung Europas nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erwartet hatten. Dennoch bildete das Abkommen die völkerrechtliche Verpflichtung Italiens, Süd-Tirol eine Autonomie zuzubilligen und die Lebensbe- dingungen der Süd-Tiroler zu verbessern. Heute, nach 70 Jahren, kann man sagen, dass sich der Pariser Vertrag in der Absicherung des durch die vergangenen Begebenheiten äußerst gefährdeten Bestandes der österreichischen Minderheit in einem fremdnationalen Staat bewährt hat. Er ist gewiss die Basis einer facettenreichen Autonomie geworden, um die man lange kämpfen musste und die die weitere kul- turelle und wirtschaftliche Entwicklung der Süd-Tiroler Volksgruppe garantiert hat. Ohne Zweifel ist die Autonomie eine Zwischenlösung, aber der Pari- ser Vertrag ist der Ausgangspunkt der völkerrechtlichen Verankerung

der Süd-Tiroler Autonomie und der österreichischen Schutzfunktion gegenüber den Süd-Tirolern, die auch nach der Streitbeilegung von 1992 Bestand hat. Österreichs Gänge zur UNO 1960/61 und das „Pa- ket“ 1969 wären ohne diese formelle Rechtsgrundlage niemals möglich gewesen. Das muss man auch betonen. Die anhaltenden und praktizierten Autonomieregelungen mit ihren unterschiedlichen Absicherungen realisieren die wegweisenden Ziel- setzungen des Pariser Vertrages, nämlich die Wahrung des ethnischen Charakters sowie der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung der Menschen zwischen dem Brennerpass und der Salurner Klause. Überdies sind sie parallel dazu die Basis für ein florierendes Mitei- nander der in Süd-Tirol lebenden Volksgruppen. Ein wesentliches Element in der Entwicklung der Autonomie in Richtung Selbststän- digkeit ist selbstverständlich die Fähigkeit der Volksgruppe, eine eigene politische Vertretung demokratisch zu wählen. Auch wenn die Kapazität dieser Vertretung, mit großer Sachkenntnis Vorschläge einzubringen und durchzusetzen, manchmal an ihre Grenzen stößt und niemand weiß, was die Zukunft für unsere Heimat und uns bereithält. Andreas Raffeiner, Bozen

Aus den LANDESTEILEN … 1 1

Aus den LANDESTEILEN …

11

Aus den LANDESTEILEN … 1 1 Die Plakataktion des SHB – eine freie Meinungsäußerung ? Der
Aus den LANDESTEILEN … 1 1 Die Plakataktion des SHB – eine freie Meinungsäußerung ? Der

Die Plakataktion des SHB – eine freie Meinungsäußerung?

Der Südtiroler Heimatbund will Ende des Jahres in Rom 1.000 Plakate mit der Aufschrift „Il Sudtirolo non è Italia“ (Südtirol ist nicht Italien) anschlagen lassen. Das Plakatierungsamt der Gemeinde Rom hat das entsprechende Ansuchen für die Plakatie- rung abgewiesen. Von vielen Süd-Tirolern wird die Plakataktion begrüßt und als freie Meinungsäußerung angesehen. Andere wiederum lehnen sie als Provokation ab.

Roland Lang, Obmann des Südtiroler Heimatbundes:

„Wer dem anderen das Recht auf freie Meinungsäußerung untergräbt, kann gleich die ganze Verfassung und sämtli- che demokratische Grundprin- zipien in Frage stellen.“

che demokratische Grundprin- zipien in Frage stellen.“ JA – Es ist schon seltsam, dass Italien seine

JA – Es ist schon seltsam, dass Italien seine eigenen Gesetze nicht kennt und das Recht auf freie Meinungsäußerung unter- gräbt. So hat laut Art. 21 Verf. jeder das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und durch jedes sonstige Mittel der freien Meinungsäußerung frei zu äußern. Aus welchem Grund das Plakatierungsverbot der Stadtgemeinde Rom Art. 116 Verf., wonach fünf Regionen in Italien über besondere Selbstständigkeitsformen und -bedingungen nach den jeweiligen durch Verfassungsgesetz angewendeten Spezialstatuten mit ins Spiel bringt, ist mehr als dubios. Auch die formelle Begründung, dass die Aussage keineswegs der Wahrheit entspreche und im Widerspruch zum genannten Artikel stehe, muss man sich auf der Zunge zergehen. Doch wahrscheinlich ist die Stadtgemeinde Rom, was die Mei- nungsfreiheit betrifft, in der Steinzeit stehen geblieben. Dem Plakatierungsamt steht es auf keinem Fall zu, die Legitimität eines Plakates in Frage zu stellen oder zu bewerten, zumal das Plakat in allen Gemeinden Südtirols angeschlagen und keineswegs beanstan- det wurde. Was in Südtirol erlaubt ist, scheint in Rom verboten zu sein. Sie sind schon ein eigenes Völkl, diese Italiener. Zudem vertrete ich die Auffassung, dass Meinungsfreiheit ein kost- bares Gut ist. Dennoch ist es Makulatur, wenn es darum geht, als Vorwand Andersdenkende mundtot zu machen. Wer dem anderen das Recht auf freie Meinungsäußerung untergräbt, kann gleich die ganze Verfassung und sämtliche demokratische Grundprinzipien in Frage stellen. Daher lassen wir uns nicht kleinkriegen und werden mit allen demokratischen Mitteln um dieses Recht kämpfen. Diesen Einsatz sind wir all jenen schuldig, die ihren Einsatz für unsere Heimat mit Kerker, Folter und Tod bezahlt haben.

info@suedtiroler-freiheitskampf.net

NEIN Kommentar der Redaktion

Gerne hätten wir unseren Lesern auch einen Contra-Part geliefert. Leider haben aber gleich zwei „Persönlichkeiten“ des Landes unsere Anfragen völlig ignoriert. Zum Ersten handelt es sich dabei um den Chefredakteur einer italienischen Tageszeitung, der sich in seinem Medium vehement gegen die geplante Aktion des SHB geäußert hat. Die TSZ hat beim Herrn Chefredakteur zweimal angefragt, zweimal wurden wir mit Nichtbeachtung abgestraft.

Zum Zweiten hat die TSZ dann bei einem Bürgermeister aus dem Bezirk Bozen um eine Stellungnahme angefragt. Auch er hat sich öffentlich heftig gegen die Plakataktion des SHB ausgesprochen und auch bei ihm blieben mehrere Anfragen der TSZ gänzlich unbeant- wortet.

Selbstverständlich steht es jedem frei, ob er in unserer Zeitung eine Stellungnahme abgeben will oder nicht. Aber dass man auf mehrere (!) in höflicher Form gestellte Anfragen zumindest eine Antwort (Zu- oder eben auch eine Absage) erhält, hat wohl, nicht nur nach Meinung der Redaktion, mit Anstand und Respekt zu tun! Der Herr Chefredakteur und der Herr Bürgermeister sehen das offen- sichtlich anders…

 

zur Hochzeit

Aus unseren Reihen sind den Bund der Ehe eingegangen:

GAIS  9. JULI 2016:

Marketenderin Tanja Told & Matthias Auer

ST. JAKOB IN VILLNÖSS  7. MAI 2016:

Maria Pernthaler & Schütze Josef Rettenbacher (SK Schlanders)

SCHALDERS  10. SEPTEMBER 2016:

Marketenderin Bernadette Faller (SK Vahrn) & Manfred Oberhofer

N° 5 | Oktober 2016 12 Pfui Hui …dem Alto Adige Vom 11. bis 14.

N° 5 | Oktober 2016

N° 5 | Oktober 2016 12 Pfui Hui …dem Alto Adige Vom 11. bis 14. August

12

Pfui

Hui

…dem Alto Adige

Vom 11. bis 14. August 2016 fand in Altrei das traditionelle Jungs- chützenzeltlager statt. Wie auch alle anderen Veranstaltungen des Südtiroler Schützenbundes, wurde dieses Zeltlager vom Presseteam des SSB medial begleitet. Mehrere Pressemitteilungen wurden

…den Jungbauern! Gemeinsames „Mein Tirol Festwochenende“

Jungbauern! Gemeinsames „Mein Tirol Festwochenende“ dazu an die verschiedensten Medien des Landes geschickt, und

dazu an die verschiedensten Medien des Landes geschickt, und erfreulicherweise wurde auch sehr umfangreich und positiv vom Jungschützenzeltlager berichtet. Ein Kunststück der besonderen Art hat hier aber die italienische Tageszeitung „Alto Adige“ vollbracht. Diese Zeitung hat es nämlich doch tatsächlich geschafft, eine Pres- semitteilung des SSB so zu „zerklauben“, dass im veröffentlichten Artikel nicht ein einziges Mal zu lesen war, dass es sich hierbei um Jungschützen handelt. Auch das Foto, das eigentlich urheberrecht- lich geschützt ist und ohne Namensnennung nicht hätte veröffent- licht werden dürfen, wurde vom „Alto Adige“ einfach abgedruckt, ohne auch nur mit einer kleinen Andeutung auf den Schützenbund hinzuweisen.

Seriöser Journalismus sieht anders aus, meint Euer Raffl

Seriöser Journalismus sieht anders aus, meint Euer Raffl Wollen auch in Zukunft über die Grenzen hinweg

Wollen auch in Zukunft über die Grenzen hinweg erfolgreich zusammenarbeiten: (v.l.) Barbara Sterkl – Projektleiterin für Internationales der Landjugend Österreich, Margarethe Tesch – Projektmitarbeiterin der Landjugend Österreich, Sieghard Alber – Landesobmann der Südtiroler Bauernjugend, Andreas Mair – Lan- dessekretär der Südtiroler Bauernjugend sowie Martin Stieglbauer – Bundesobmann der Landjugend Österreich.

SBJ-Landesobmann Sieghard Alber und SBJ-Landessekretär An- dreas Mair tauschten sich kürzlich bei mehreren Treffen mit der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend, der Landjugend Salzburg und der Landjugend Österreich über aktuelle Themen aus. Die Vertreter der drei Jugendorganisationen betreuen ein großes Netzwerk und wissen nur zu gut, wie wichtig es ist, sich regelmä- ßig auszutauschen: „Die Themen, die uns als Jugendorganisati- onen wichtig sind, vermitteln wir unseren Mitgliedern und allen Interessierten über Aktionen, spannende Wettbewerbe oder lustige Freizeitveranstaltungen. So entstand in Süd-Tirol etwa der „In- novationspreis IM.PULS für die Landwirtschaft“, mit der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend gemeinsam das Mein-Tirol-Wo- chenende, ein Fest der Freundschaft und des Austausches, begehen. Die Landjugend Salzburg setzt sich etwa mit dem „Landjugend- Partykompass“ verstärkt für einen Erhalt der Festkultur ein, und die Landjugend Österreich macht unter anderem mit ihrem Projekt „Tat.Ort Jugend“ auf die ehrenamtliche Tätigkeit aufmerksam. Eine tolle und für andere Organisationen nachahmenswerte Aktion der Jungbauern, meint Euer Raffl

nachahmenswerte Aktion der Jungbauern, meint Euer Raffl Reinhold Stecher Mit Leben anstecken Neue Texte, Bilder

Reinhold Stecher Mit Leben anstecken Neue Texte, Bilder und Zeichnungen aus dem Nachlass herausgegeben von Paul Ladurner

Erst langsam tritt klar zu Tage, was Bischof Reinhold Stecher in 91 Jahren fast unbändiger Kreativität alles geschaf- fen hat. Auf Aquarellen und in Gedichten hat er Freude und glückliche Stunden festgehalten, er galt als Mahner gegen Antisemitismus und Diktatur, mit seinen Vorträgen und Predigten hat er Schafzüchtern und Gärtnern, Universitätsprofessoren und Ärzten Orientierung gegeben, und sein Unbehagen über gewissen Entwicklungen in seiner Kirche hat er durch pointierte Karikaturen zum Ausdruck gebracht.

Der Autor: Reinhold Stecher (1921–2013) war über dreißig Jahre in der Jugendseelsorge und als Religionspädagoge tätig und von 1981 bis 1997 Bischof der Diözese Innsbruck; erfolgreicher Autor, Zeichner und Maler; Träger zahlrei- cher Preise, u. a. Ökumenischer Predigtpreis 2010 für sein Lebenswerk (Bonn). Jedes seiner Bücher – alle bei Tyrolia erschienen – ist zu einem Bestseller geworden (Gesamtauflage über 700.000 Exemplare).

Die Kaiservilla in Bad Ischl war die Sommerre- sidenz von Kaiser Franz Joseph I. und

Die Kaiservilla in Bad Ischl war die Sommerre- sidenz von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth von Österreich.

sidenz von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth von Österreich. 1 3 Aus den BEZIRKEN

13

Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN

Österreich. 1 3 Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN Ramsau von Gerhard Hauser „Ein Tal trägt Tracht“

Ramsau

von Gerhard Hauser

„Ein Tal trägt Tracht“ in der Ramsau in Zillertal

Die SK Ramsau und die Bundesmusikkapelle Ramsau wagten Großes. Zum ersten Mal feierten alle Musikkapellen und Schüt- zenkompanien des Zillertales mit den Themen „Ein Tal trägt Tracht“ und „200 Jahre Zillertal bei Tirol“ ein gemeinsames Fest.

Das wunderschöne Fest der Gemeinsamkeit und beeindruckendes Zeugnis für gelebte Tiroler Tradition im besten Sinne lockte zahlreiche Besucher an, die zu der hervor- ragenden Stimmung beitrugen.

Ohne sein tief verwurzeltes Brauchtum und die Traditionsvereine würde das Zillertal nicht so markant und authentisch sein. Wir danken den Organisatoren für ihren Einsatz und ihren Mut. Stellvertretend für alle Helfer und Unterstützer sind hier vor allem Georg Huber (SK Ramsau) und Mar- tin Eberharter (BMK Ramsau) zu erwäh- nen. Treue, Heimatbewusstsein, soziales Engagement, zukunftsorientiertes Weltbild sowie die Bewahrung sinn- und gehaltvoller Bräuche sind Stärken unseres Schützenwe- sens. Gerade diese Werte verlieren nicht an Aktualität und stehen beim Zillertaler Schützenregimentstreffen im Vordergrund. Das Regimentstreffen, das alle drei Jahre stattfindet, hat aber auch wieder gezeigt,

Brixen/Bad Ischl

Brixen/Bad Ischl

von Josef Kaser

wie stark das Traditionsbewusstsein im Zillertal unter den Menschen, insbesondere auch den Jungen, verankert ist. Die Ehrensalve feuerte die SK Ried-Kal-

tenbach unter dem Kommando von Olt. Christian Jäger ab. LH Günther Platter war sichtlich begeistert. n

Jäger ab. LH Günther Platter war sichtlich begeistert. n Ein einzigartiges und beeindruckendes Fest: „200 Jahre

Ein einzigartiges und beeindruckendes Fest: „200 Jahre Zillertal bei Tirol“ und „Ein Tal trägt Tracht“.

Geburtstagsfeier für Kaisers Franz Joseph

Jedes Jahr auf den Tag, am 18. August wird in der Kaiserstadt Bad Ischl im Salzkammergut der Geburtstag des Kaisers Franz Josephs gefeiert, heuer zum 186. Mal. Der Bürgermeister der Stadt und die Besitzer der Kaiservilla laden alljährlich dazu ein.

Vom Kurpark aus marschierten die Traditi- onsverbände, Kaiserschützen und Schützen aus der alten Donaumonarchie zur Kirche. Auch von weit her kamen viele Teilnehmer in Dirndl und Tracht zu diesem Fest. Der Altbischof von Linz, Maximilian Aichner, zelebrierte mit dem Rektor des Päpstli- chen Collegio Teutonico di Santa Maria dell’Anima in Rom, Franz Xaver Brand- mayr und weiteren Würdenträgern den Festgottesdienst in der Pfarrkirche zum Hl. Nikolaus, in der bei weitem nicht alle Platz fanden. Zum Abschluss sangen die Anwe- senden mit dem Chor die Kaiserhymne. Unter dem Kommando von Major Alfred Mühlhauser von der Wiener Deutschmeis- ter Kompanie bewegte sich der Festzug zur Kaiservilla. Er meldete die angetretenen Formationen an den Erzherzog Markus Habsburg-Lothringen sowie an den Bürger- meister Hannes Heide. Nach der Vorstellung der Formationen und der Begrüßung durch den Bürgermeister

bedankte sich Markus von Habsburg für die ihm entgegengebrachte Ehrerbietung und beendete mit einem Gebet für alle Verstor- benen des Kaiserhauses und der Völker seiner Länder, insbesondre des vor 100 Jah-

ren, am 21. November 1916, verstorbenen Kaisers seine Rede. Anschließend wurde die Defilierung abgenommen, wo durch die vielen Formationen, eine sogar aus Ungarn, das alte Österreich zum Ausdruck kam. n

sogar aus Ungarn, das alte Österreich zum Ausdruck kam. n Aus Süd-Tirol war die Schützenvertretung der

Aus Süd-Tirol war die Schützenvertretung der Stadt Bozen mit der Standschützen-Batail- lonsfahne von 1914, die Vertretung der Stadtkompanie Meran mit L.Abg. Sven Knoll sowie die Vertretung der Stadt Brixen angereist, um nach wie vor die Verbundenheit und Zuge- hörigkeit zum Hause Habsburg und dem Vaterland Österreich zu beweisen.

N° 5 | Oktober 2016 1 4 Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN

N° 5 | Oktober 2016

14

Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN

| Oktober 2016 1 4 Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN Karrösten von Werner Föger 48. Bataillonsfest

Karrösten

von Werner Föger

48. Bataillonsfest Starkenberg in Karrösten

Am Wochenende des 25./26. Juni 2016 fand in Karrösten das 48. Bataillonsfest des Bataillons Starkenberg statt. Am Vorabend des Bataillonsfestes gedachte man bei einer Feier beim Kriegerdenkmal der gefallenen Kameraden, und bei diesem Festakt wurde auch die neu angeschaffte Kanone von Hochw. Johannes Laichner gesegnet.

Zum Bataillonsfest am Sonntag nahmen neben den 7 Kompanien des Baon Star- kenberg auch einige Gastkompanien und Fahnenabordnungen aus nah und fern teil. Besonders hervorzuheben sind die Schüt- zenkompanie aus Strassen in Osttirol, die zugleich die Ehrenkompanie dieses Festes war, und die Schützenbruderschaft aus Weilerswist in Deutschland. Nach der hl. Messe fand der Festakt mit Ansprachen der Gäste und Ehrungen verdienter Schützen- kameraden statt. Der Festumzug bewegte sich dann von der Kirche, vorbei an den Ehrengästen, die sich oberhalb der Weberei Schatz postiert hatten, hinauf zum Festzelt in der Nähe der Karröster Volksschule. Mit einem Frühschoppenkonzert der Musikka- pelle Karrösten und einem unterhaltsamen musikalischen Ausklang durch „Die Ötz- taler“ ging das Fest in den Abendstunden des Sonntags zu Ende. Ein Dank gilt der SK Karrösten für die tolle Ausrichtung dieses

gilt der SK Karrösten für die tolle Ausrichtung dieses Zum 48. Bataillonsfest in Karrösten wurde die

Zum 48. Bataillonsfest in Karrösten wurde die Ehrenkompanie Strassen aus Osttirol herzlich willkommen geheißen.

Bataillonsfestes und den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern aus dem Dorf und der Umgebung, ohne die es nicht möglich gewesen wäre, so ein Fest in einem doch so kleinen Dorf auszurichten. Danke auch allen Kompanien und Fahnenabordnungen

aus der Umgebung, aus Deutschland und aus Osttirol und natürlich auch der Mu- sikkapelle Karrösten für die Umrahmung des Festes am Samstag und Sonntag. Ein herzliches Danke auch allen Besucherinnen und Besuchern dieses Festes! n

St. Leonhard im Passeier

St. Leonhard im Passeier

von Bernadette Pfeifer

Kameradschaftsband und Gedenkfeier zwischen Bayrischen Gebirgsjägern und Süd-Tiroler Schützen

Seit vielen Jahren organisiert die Gebirgsjägervereinigung Burgau und Umgebung Treffen mit Süd-Tiroler Schützenkom- panien. Da sie stets ihren Vereinsurlaub an einem anderen Ort in Süd-Tirol verbringt, nimmt sie der Wahl entsprechend, Kontakt mit der örtlichen Schützenkompanie, der Gemeindeverwaltung und der Pfarrei auf und organisiert gemeinsam mit Vertretern des Südtiroler Schützenbundes eine Heldengedenkfeier. Dieses Jahr stattete die Vereinigung der SK Andreas Hofer von St. Leonhard einen Besuch ab. Mit einem gemeinsamen Kameradschaftsabend am 24. Juni in St. Martin begann der erste persönliche Kontakt zwischen beiden Vereinen.

Am Samstagabend, nach dem Einzug in die Pfarrkirche St. Leonhard, feierte Landes- schützenkurat P. Christoph Waldner OT eine hl. Messe für die Gefallenen aller Kriege. Mit Klängen der Lierntner Böhmischen erhielt der Gottesdienst einen besonders feierlichen Rahmen. Anschließend fand, in Anwesen- heit von Bürgermeister Konrad Pfitscher und von EMjr. und Obmann-Stellvertreter des Herz-Jesu-Notfonds Hubert Straudi, eine Gefallenenehrung vor dem Kriegerdenk- mal statt. Zu diesem Anlass kam neben der Gebirgsjägervereinigung Burgau und Um- gebung unter der Leitung des Vorsitzenden Oberstabsfeldwebel Harald Wagner auch ei- ne Abordnung des Südtiroler Schützenbun- des mit der Bundesfahne in den Geburtsort

Andreas Hofers. Der Bezirkskulturreferent und EMjr. Josef Kaser des Schützenbezirks Brixen vertrat Bundesgeschäftsführer Florian von Ach. Bürgermeister Konrad Pfitscher rief in seiner Gedenkrede die damalige Feindschaft in den Freiheitskriegen um 1809 zwischen Bayern und Tirolern in Erinne- rung. Die Gedenkrede vom Vorsitzenden der Gastvereinigung Harald Wagner erinnerte an die vielen vermissten und gefallenen Kameraden, den Austritt Italiens aus dem Friedensbund und das Festhalten von Bräu- chen und Sitten. Die Böhmische schloss die Feier mit „Ich hatte einen Kameraden“, dem Bayernlied, der Deutsche Hymne und „Zu Mantua in Banden“ ab. n

der Deutsche Hymne und „Zu Mantua in Banden“ ab. n Josef Kaser sprach in seiner Gedenkrede

Josef Kaser sprach in seiner Gedenkrede vom Deutschen Alpenkorps, das sich im Ersten Weltkrieg als besonders hilfreich erwiesen hat.

Traunstein von Hans Baur N° 5 | Oktober 2016 30-jähriges Wiedergründungsfest der GSK Traunstein und
Traunstein von Hans Baur N° 5 | Oktober 2016 30-jähriges Wiedergründungsfest der GSK Traunstein und

Traunstein

von Hans Baur

N° 5 | Oktober 2016

Traunstein von Hans Baur N° 5 | Oktober 2016 30-jähriges Wiedergründungsfest der GSK Traunstein und 32.
Traunstein von Hans Baur N° 5 | Oktober 2016 30-jähriges Wiedergründungsfest der GSK Traunstein und 32.

30-jähriges Wiedergründungsfest der GSK Traunstein und 32. Bataillonsfest Inn-Chiemgau

der GSK Traunstein und 32. Bataillonsfest Inn-Chiemgau Mit den Festtagen vom 9. bis 11. September 2016

Mit den Festtagen vom 9. bis 11. September 2016 feierte die GSK Traunstein das 30. Jubi- läum ihrer Wiedergründung. Höhepunkt war das Bataillonsfest des Gebirgsschützenbatail- lons Inn-Chiemgau. Insgesamt marschierten 24 Kompanien, davon die 17 Kompanien des Bataillons Inn-Chiemgau, und Gastkom-

die 17 Kompanien des Bataillons Inn-Chiemgau, und Gastkom- Bichl von Hans Baur panien aus dem Salzburger

Bichl

von Hans Baur

panien aus dem Salzburger Land, Tirol und Südtirol, ergänzt von Ortsvereinen durch Traunstein. Musikalisch wurde der Festzug von acht Musikkapellen begleitet. Die 1.500 Teilnehmer versammelten sich am Stadtplatz zum Festgottesdienst, der von Weihbischof Wolfgang Bischof zelebriert wurde. Anschlie-

von Weihbischof Wolfgang Bischof zelebriert wurde. Anschlie- ßend würdigten Vertreter der Politik und der

ßend würdigten Vertreter der Politik und der Landeshauptmann Karl Steininger die Jubilä- umskompanie Traunstein unter der Führung von Hptm. Sebastian Knittler. Diese war am 10. Januar 1986 als 39. Kompanie in den BBGK und als 14. Kompanie in das Bataillon Inn-Chiemgau aufgenommen worden. n

Kompanie Bichl errichtet Feldkreuz am Straßberg

Die Bichler GSK hat am 31. Juli 2016 ihr neues Feldkreuz am Straß- berg mit einer Bergmesse feierlich eingeweiht. Rund 150 Gläubige wohnten dem Gottesdienst bei, der von der Bichler Blaskapelle musikalisch umrahmt wurde. Die GSK Bichl wird an diesem schö- nen Aussichtspunkt oberhalb von Bichl künftig alle zwei Jahre ihre Bergmesse abhalten. Das neue Kreuz ersetzt ein etwa hundert Jahre altes Feldkreuz. Pfarrer Pater Heiner Heim ging in seiner Predigt auf die Bedeutung des Kreuzes ein. Der Vorstand der Kompanie, Rudi Kramer, dankte der Landwirtsfamilie Prantl, die nicht nur den Platz zur Verfügung gestellt, sondern auch die Christusfigur und eine Bank gespendet hat. Das Kreuz selbst wurde von Bichler Zimmerleuten gefertigt, von unbekannten Spendern erworben und der GSK Bichl überlassen. Damit kommt der gesamte Erlös der Renovierung der St. Georgskirche in Bichl zugute. n

Quelle: Tölzer Kurier/Münchner Merkur

kommt der gesamte Erlös der Renovierung der St. Georgskirche in Bichl zugute. n Quelle: Tölzer Kurier/Münchner

Berichte aus Bayern

16

N° 5 | Oktober 2016

Berichte aus Bayern 16 N° 5 | Oktober 2016 München von Hans Baur 175 Jahre Deutschlandlied
Berichte aus Bayern 16 N° 5 | Oktober 2016 München von Hans Baur 175 Jahre Deutschlandlied

München

von Hans Baur

175 Jahre Deutschlandlied

Es wurde gefeiert und idealisiert: Das „Deutschlandlied“ von Hoffmann v. Fallersleben

Den Anstoß für seine Dichtung gab 1841 eine Dampferfahrt von Hamburg nach Helgoland, das damals noch zu England ge- hörte. Zur Begrüßung spielte die Schiffska- pelle für die französischen und englischen Passagiere die jeweilige Nationalhymne. Für die deutschen Fahrgäste blieben die Bläser stumm. Der Dichter August Heinrich Hoff- mann (1798–1874), bekannt als Hoffmann v. Fallersleben, empfand dies als Makel. Auf Helgoland angekommen, griff er zur Feder. So entstand am 26. August 1841 das dreistrophige „Lied der Deutschen“. Er kombinierte sein Gedicht mit der bekannten „Kaiserhymne“ von Joseph Haydn. Am 11. August 1922 wurde die Hymne zur Nationalhymne der Weimarer Republik

erklärt. Im Dritten Reich missbraucht, war das „Lied der Deutschen“ nach Kriegsende verpönt. Konrad Adenauer forderte seine Zuhörer in einer Rede 1950 erstmals dazu auf, die dritte Strophe des Deutschlandliedes zu singen. Viele Politiker kritisierten diese Forderung als „Schritt zurück“, darunter auch Bundespräsident Theodor Heuss. Eine Meinungsumfrage ergab jedoch, dass drei von vier Westdeutschen die alte Hymne gut fanden. Schließlich gab Theodor Heuss nach und man einigte sich 1952 auf das „Hoff- mann-Haydn’sche Lied“ als Nationalhymne. Jahrzehntelang stand die Frage, ob das gesamte Lied oder nur die dritte Strophe als Nationalhymne gelten sollte, unbeantwortet im Raum. Erst nach der Wiedervereini-

gung wurde diese Frage geklärt, als Bundespräsident Richard v. Weizsäcker 1991 in einem Brief an Bundeskanzler Helmut Kohl erklärte:

Die dritte Strophe des Liedes der Deutschen von Hoffmann v. Fallersleben mit der Melo- die von Joseph Haydn ist die Nationalhym- ne für das deutsche Volk.

Die entsprechende Briefmarke „175 Jahre Deutschlandlied“ erscheint am 6. Oktober 2016. n

Quelle: Postfrisch Nr. 5/2016

am 6. Oktober 2016. n Quelle: Postfrisch Nr. 5/2016 Bad Tölz von Rosi Bauer Ehrung für

Bad Tölz

von Rosi Bauer

Ehrung für Anton Krinner

Sein 60-jähriges Bestehen feierte jüngst der Tölzer Spielmannszug – und genauso lange ist Anton Krinner engagiertes aktives Mitglied. Ja noch viel mehr: er ist einer der zwei Hauptinitiatoren, die damals nach der Wiedergründung der Tölzer Schützenkompanie 1955 Überzeugungsarbeit leisteten und die Gründung eines zugehörigen Trommlerzuges 1956 zur Umsetzung brachten. Als „Zugpferde“ fanden Leonhard Steigenberger und Anton Krinner dann sieben gleichgesinnte Kameraden, die in Steigenbergers Zimmererwerk- statt das Trommeln erlernten. Neun Jahre später fanden sich weitere Beitrittswillige, die das Querpfeifenspiel erlernten und damit aus dem Trommlerzug einen Spielmannszug machten. Anton Krinner ließ sich nach dem Trommeln jetzt auch noch das Pfeifen beibrin- gen. In all den Jahrzehnten war er immer und überall zur Stelle, wo ein zuverlässiger Mann gebraucht wurde. Tambourmajor Martin Hinterholzer blickte in seiner Laudatio bei der 60-Jahr-Feier auf Krinners Verdienste zurück. „Und nicht zuletzt führt er seit der Gründung bis heute mit akribischer Genauigkeit unsere Chronik“, so Hinterholzer. Die Ehrung des unermüdlichen Mitstreiters wurde mit kräftigem Applaus begleitet. n

Mitstreiters wurde mit kräftigem Applaus begleitet. n (v.l.n.r.) Klaus Aumüller, 2. Tambourmajor Anton Krinner,

(v.l.n.r.) Klaus Aumüller, 2. Tambourmajor Anton Krinner, 1. Tambourmajor Martin Hinterholzer

Anton Krinner, 1. Tambourmajor Martin Hinterholzer Partenkirchen von Hans Baur Bataillonsschießen in

Partenkirchen

von Hans Baur

Bataillonsschießen in Werdenfels

Die Kompanien des Bataillons Werdenfels führten ihr 14. Batail- lonsschießen auf dem Schießstand in Partenkirchen durch. Für den Mannschaftssieger hatte die Kompanie Wallgau einen Pokal gestiftet, der künftig als Wanderpokal an die Mannschaftssieger weitergereicht wird. 107 Schützen beteiligten sich an dem Wettbe- werb. Den Pokal gewann die GSK Kohlgrub mit 852 Ringen vor der GSK Partenkirchen mit 846 Ringen und der GSK Garmisch mit 839 Ringen. Die Ehrenscheibe gewann Anton Buchwieser (GSK Garmisch) mit einem 201,0-Teiler vor Ludwig Jais (GSK Partenkir- chen) mit einem 1.197,0-Teiler und Josef Simon (GSK Wallgau) mit einem 1.284,0-Teiler. Den Einzelwettbewerb gewann Hans Korber (GSK Garmisch) mit 93 Ringen vor Josef Reindl (GSK Kohlgrub) mit ebenfalls 93 Ringen und Peter Karg (GSK Partenkirchen) mit 92 Ringen. Baon-Kdt. Hans Jais dankte den Schützen für die rege Teilnahme und der GSK Wallgau für den gespendeten Pokal. n

Teilnahme und der GSK Wallgau für den gespendeten Pokal. n v.l.n.r. Hptm. Anton Witting (Partenkirchen), Anton

v.l.n.r. Hptm. Anton Witting (Partenkirchen), Anton Buchwieser (Garmisch), Gewinner der Ehrenscheibe, Hptm. Gottfried Schauer (Kohlgrub) mit dem Siegerpokal, Hptm. Hans Baur (Wallgau), Stv. Baon-Kdt. Thomas Maurer (Garmisch)

N° 5 | Oktober 2016

Berichte aus Bayern

17

17

Wolfratshausen

Wolfratshausen

von Ewald Brückl

Ordinari-Schießen 2016

„Wehrhaftes Brauchtum zu erhalten und weiterzugeben…“ sind für die Gebirgs- schützen des Loisachgaues keine leeren Worte. Sie erfüllen diesen Auftrag u.a. durch ihr jährliches Ordinari-Schießen, das heuer zum 29. Mal stattfand. An dem Schießen auf der Bundeswehr-Schießanlage in Mittenwald, von der Kompanie Wolfrats- hausen organisiert, beteiligten sich 122 Ge- birgsschützen und Gäste. Bei guten äußeren Bedingungen wurden folgende Ergebnisse erzielt:

äußeren Bedingungen wurden folgende Ergebnisse erzielt: Ellbach von Tobias Riesch Kompanienwertung: 1. Königsdorf,

Ellbach

von Tobias Riesch

Kompanienwertung:

1. Königsdorf, 234 Ringe

2. Wolfratshausen, 233 Ringe

3. Benediktbeuern, 224 Ringe

Einzelwertung:

1. Wolfgang Suttner, Kochel, 48 Ringe

2. Herbert Pischulti, Königsdorf, 48 Ringe

3. Dieter Lechner, Wolfratshausen, 48 Ringe

Die Ehrenscheibe, gestiftet vom Gauhaupt- mann Michael Bromberger, gewann Wolf- gang Suttner von der GSK Kochel. n

Bromberger, gewann Wolf- gang Suttner von der GSK Kochel. n v.l.n.r. Gauhptm. Michael Bromberger, Schützenmeister

v.l.n.r. Gauhptm. Michael Bromberger, Schützenmeister Matthias Schmid (Bene- diktbeuern), Hptm. Ewald Brückl (Wolfrats- hausen), Wolfgang Suttner (Kochel) und Schützenmeister Xaver Länger (Königsdorf).

Treffen der Hauptleute des Isargaues in Ellbach

Fast alle ehemaligen und aktiven Hauptleute des Isargaues trafen sich zu einer gemütlichen Feier, um mehrere Ereignisse zu begehen. Ge- laden hatten Thomas Simon anlässlich seiner Ernennung zum Ehren-Gauhauptmann, sein Nachfolger Beppo Schlickenrieder anlässlich seiner Wahl zum Gauhauptmann und Martin Sappl anlässlich seines 30-jährigen Jubilä- ums als Hauptmann der Kompanie Ellbach. Martin Sappl hatte zu seinem Jubiläum eine Scheibe malen lassen, die an diesem Tag mit dem Kleinkaliber ausgeschossen wurde. Gewonnen hat diese Scheibe Hptm. Kaspar Reiser aus Lenggries. n

hat diese Scheibe Hptm. Kaspar Reiser aus Lenggries. n v.l.n.r. Josef Sappl (Vorstand Ellbach), Jakob Reiser

v.l.n.r. Josef Sappl (Vorstand Ellbach), Jakob Reiser (ehem. Hptm. Lenggries und ehem. Gauhptm.Stv.), Jakob Reiser jun., Hans Baumgartner (Hptm. Wackersberg, verdeckt), Georg Gilg (Hptm. Jachenau), Josef Riesch (ehem. Hptm. Tölz), Hias Schwarz (Gaukassier), Scheibengewinner Kaspar Reiser (Hptm. Lenggries), Hans Mayer (Hptm.Stv. Ellbach), Franz Simon (Hptm. Gaißach, Gauhptm.Stv.), Scheibenstifter Martin Sappl (Hptm. Ellbach), Hans Haslinger (Ehrenhptm. Gaißach), Tobias Riesch (ehem. Gauhptm.Stv.), Thomas Simon (Ehrenhptm. Wackersberg und Ehrengauhptm.) sowie Beppo Schlickenrieder (Hptm. Reichersbeuern und Gauhptm.)

Beppo Schlickenrieder (Hptm. Reichersbeuern und Gauhptm.) Schliersee von Anneliese Ausfelder Besondere Ehrung in

Schliersee

von Anneliese Ausfelder

Besondere Ehrung in Schliersee-Agatharied

Vier Mitglieder der GSK Schliersee-Agatharied wurden am Jahrtag besonders geehrt: ihnen wurde die Goldene Verdienstmedaille der Kompanie verliehen. Rudi Brumme (Schützenkönig 2016) ist seit 40 Jahre Kassier der Kompanie, Peps Mühlbauer seit 33 Jahren Schüt- zenmeister, Ernst Hämmerle seit 23 Jahren Fähnrich und Franz Stögmeier seit 23 Jahren Salutzugführer und Oberleutnant.

Hptm. Michael Ausfelder dankte den Geehrten, die alle bereits über 70 Jahre alt sind, für die jahrzehntelange Arbeit in der Hauptmann- schaft. n

für die jahrzehntelange Arbeit in der Hauptmann- schaft. n (v.l.n.r.) Premierlt. Hans Bram, Olt. Franz Stögmeier,

(v.l.n.r.) Premierlt. Hans Bram, Olt. Franz Stögmeier, Fhr. Ernst Häm- merle, Kassier Rudi Brumme, Schützenmeister Peps Mühlbauer, Hptm. Michael Ausfelder und LH Karl Steininger

Berichte aus Bayern

18

N° 5 | Oktober 2016

Berichte aus Bayern 18 N° 5 | Oktober 2016 von Hans Baur Neue Hauptleute Franz Holexa
Berichte aus Bayern 18 N° 5 | Oktober 2016 von Hans Baur Neue Hauptleute Franz Holexa

von Hans Baur

Neue Hauptleute

18 N° 5 | Oktober 2016 von Hans Baur Neue Hauptleute Franz Holexa (68) führt die
18 N° 5 | Oktober 2016 von Hans Baur Neue Hauptleute Franz Holexa (68) führt die
18 N° 5 | Oktober 2016 von Hans Baur Neue Hauptleute Franz Holexa (68) führt die

Franz Holexa (68) führt die GSK Hofmark-

Thomas Raab führt die GSK Reichenhall.

Christian Stadler (53) führt als Hauptmann

Söllhuben. Er war 1985 der Kompanie

2010

trat Thomas Raab (38 Jahre) als aktives

seit diesem Jahr die GSK Oberammergau.

beigetreten, diente ihr als Jäger und steht

Mitglied in die GSK Reichenhall ein. Er über-

Im Jahre 2000 ist er in die Kompanie einge-

seit 2016 als Hauptmann an Spitze der

nahm das Amt des Waffenwarts und wurde

treten und war 9 Jahre Rechnungsführer.

Kompanie.

2011

zum Oberjäger befördert. Seit 16. April

2016

ist er Hauptmann der Kompanie.

Seit 16. April 2016 ist er Hauptmann der Kompanie. Prien Hans Schuderer † Ehrenoffizier Hans Schuderer

Prien

Hans Schuderer †

Ehrenoffizier Hans Schuderer verstarb nach

längerer Krankheit am 24. Juli 2016 im Alter von 72 Jahren. Er wurde unter großer An- teilnahme von seinen Schützenkameraden beigesetzt.

1980 trat er in die Kompanie Prien ein und

führte diese ab 1991 zehn Jahre lang als Hauptmann. 1999 wurde er zum stellvertre- tenden Gauhauptmann im Baon Inn-Chiem-

er zum stellvertre- tenden Gauhauptmann im Baon Inn-Chiem- Iffeldorf gau gewählt. Ab 2012 übernahm er auch

Iffeldorf

gau gewählt. Ab 2012 übernahm er auch das Amt des Protokollführers im BBGK. Mit Ehrenoffizier Hans Schuderer verlieren wir einen leidenschaftlichen Gebirgsschüt- zen, der sein ehrenamtliches Engagement voll in den Dienst der Schützen gestellt hat. Sein Vermächtnis ist eine Verpflichtung für alle, die in den Kompanien Verantwortung tragen. n

Heinrich Matthias Raab †

Überraschend verstarb am 12. September

2016 Heinrich Matthias Raab im Alter

von 76 Jahren. Mit ihm verlieren wir einen bayerischen Patrioten, für den Glaube, Sitte und Brauchtum ein Gerüst und eine Richt- schnur für seine Lebensgestaltung waren. Zum Ausdruck brachte er dies in seinem „Oberbaierischen Fest-Täg und Alte-Bräuch Kalender“, den der belesene und künstlerisch begabte „Hias“ begründet und mit dem er seit mehr als einem Vierteljahrhundert

eine große Schar von Lesern durch das Jahr begleitet hat. Den Gebirgsschützen räumte der „Kalendermacher“ stets einen Ehrenplatz ein und berichtete in Wort und Bild über das Schützenjahr. Ihn selbst hat es als Jugendli- chen aufgrund der Kriegswirren nach Kals am Großglockner verschlagen, und dort trat er der Schützenkompanie bei. Seine Schützenkameraden aus Osttirol trugen ihn zu Grabe, begleitet von vielen trauernden Freunden. n

bei. Seine Schützenkameraden aus Osttirol trugen ihn zu Grabe, begleitet von vielen trauernden Freunden. n
bei. Seine Schützenkameraden aus Osttirol trugen ihn zu Grabe, begleitet von vielen trauernden Freunden. n

N° 5 | Oktober 2016

N° 5 | Oktober 2016 Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN 1 9

Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN

19

Afing/St. Moritz/Stuls

Afing/St. Moritz/Stuls

von Lukas Varesco

Stirbt der Bauer, stirbt das Land!

„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“ Diese Frage könnte man genauso auch etwas anders stellen, die Dinge aus einer anderen, vielleicht weniger schönen Perspektive betrachten.

Auch im reichen Land Süd-Tirol gibt es Ar- mut, prekäre Familienverhältnisse, persön- liche Schicksalsschläge, und viele weitere Schattenseiten des Lebens findet man vor. Die vom Südtiroler Bauernbund gestartete Initiative der „Freiwilligen-Arbeitseinsätze bei Südtiroler Bergbauern“ setzt dort an, wo versteckte Notwendigkeit einer schnellen Unterstützung in bangen Zeiten vor- herrscht. Bergbauern, die aus den verschie- densten Gründen nicht in der Lage sind, ihre Wiesen zu bearbeiten, werden durch freiwillige Helfer unterstützt.

Der Tag der guten Tat des Schützenbezirks Süd-Tiroler Unterland bei Süd-Tiroler

des Schützenbezirks Süd-Tiroler Unterland bei Süd-Tiroler „Hoffnung schenken, Solidarität zeigen“ hieß es heuer

„Hoffnung schenken, Solidarität zeigen“ hieß es heuer in Afing bei Jenesien, in St. Moritz im Ultental sowie in Stuls bei Moos in Passeier.

Bergbauern fand heuer in zweiter Aufla- ge statt und war wiederum geprägt von unzähligen Erlebnissen, Herzschlagmo- menten, harter Arbeit und unvergesslichen

Eindrücken. Mit dieser einmaligen Aktion leisteten die Schützen und Marketenderin- nen des Bezirks ihren bescheidenen Beitrag, die Not etwas zu lindern. n

ihren bescheidenen Beitrag, die Not etwas zu lindern. n Sillian von Martina Hopfgartner Pustertaler Schützen

Sillian

von Martina Hopfgartner

Pustertaler Schützen treffen sich im Osten Tirols

Bei strahlendem Sonnenschein veranstaltete die SK Sillian am Sonntag, den 14. August 2016 das Pustertaler Schützentreffen. Zu diesem Treffen kamen rund 900 Schützen aus dem östlichen und westlichen Pustertal zusammen.

Am frühen Morgen begann das Zusammentreffen nach der Front- abschreitung mit der Feldmesse, die der Dekan von Sillian, Dr. Anno Schulte Herbrüggen, zelebrierte. Dieser lobte die Schützen für ihre Standfestigkeit, für das Erhalten der Wurzeln und beson- ders der gemeinsamen Tiroler Traditionen. Die Messe umrahmten die Musikkapellen Sillian und Innervillgraten, die Ehrenkompanie Wörgl feuerte drei Ehrensalven ab. Im Gedenken an alle verstor- benen Kameraden wurde zur Weise „Ich hatt’ einen Kameraden“ ein Kranz niedergelegt. EMjr. Hermann Huber blickte in seiner Festrede auf das Jahr 2015 zurück. Der SSB habe mit dem Welschti- roler Schützenbund und dem Bund der Tiroler Schützenkompanien ein Projekt zur Erinnerung gestartet, um die Menschen in unserem Land an die Folgen des Ersten Weltkrieges zu erinnern und auf die Teilung unserer Heimat hinzuweisen. Bürgermeister Hermann Mitteregger zeigte sich erfreut, dass dieses Treffen in Sillian statt- fand. Schützen stünden für Tradition, Heimat und Werte, mit der Aufgeschlossenheit und dem Blick nach vorne, fest verwurzelt, in einem Tirol. Bezirksmajor Haymo Laner überbrachte die Grüße vom Schützen- bezirk Pustertal und des Südtiroler Schützenbundes. „Arbeiten wir gemeinsam für eine Heimat, in der wir uns wohl, geborgen, sicher und eben auch beheimatet fühlen dürfen. Auch morgen noch“, so Laner. Der Landtagsabgeordnete Martin Mayerl bedankte sich für die Einladung und überbrachte die Grüße des Bundeslandes Tirol, besonders von LH Günther Platter. Und Bildungsreferent Mjr.

Hartwig Röck meinte: „Selbstbewusst stehen wir da, selbstbewusst können wir Schützen auch sein, weil wir wissen, wofür wir stehen, und weil wir wissen, warum wir dafür stehen.“ Schützenkamerad und FPÖ-Politiker Gerald Hauser ermahnte:

„Stehen wir zu unserem Tirol, diesseits und jenseits! Es ist keine Schande, hinter den Begriffen wie Heimat, Tradition, Vaterland und Familie zu stehen und diese Werte auch hochzuhalten, und diese nicht nur in Sonntagsreden zu verteidigen.“ n

und diese nicht nur in Sonntagsreden zu verteidigen.“ n Das nächste Treffen der Pustertaler Schützen findet

Das nächste Treffen der Pustertaler Schützen findet in zwei Jahren in Süd-Tirol statt.

2 0 Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN N° 5 | Oktober 2016

20

Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN

N° 5 | Oktober 2016

Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN N° 5 | Oktober 2016 Völs von Thomas Saurer 800 Schützen

Völs

von Thomas Saurer

800 Schützen marschierten in Völs auf

Mit dem Aufmarsch aller Kompanien des Schützenbataillons Sonnenburg am Sonn- tag, den 26. Juni 2016 in Völs erreichte das 63. Schützenfest seinen Höhepunkt: 800 Schützen, Marketenderinnen und Jung- schützen, aber auch Musikantinnen und Musikanten verwandelten die Marktge- meinde in ein buntes Farbenmeer an Trach- ten. Baon-Kdt. Mjr. Anton Pertl dankte allen Teilnehmern und besonders seiner Heimatkompanie Völs für die Ausrichtung des 3-tägigen Festes: „Die viele Arbeit hat sich gelohnt, es waren drei schöne Festta- ge!“

Gastfreundschaft und gelebte Tradition in Völs

Die Aktiven der 14 Schützenkompanien des östlichen und westlichen Mittelgebirges des Bezirks Innsbruck-Land begeisterten die Zuschauer in Völs: „Das ist gelebte Tiroler Tradition!“, freute sich Baon-Kdt. Pertl. Der Hauptmann der SK Völs, Thomas Wirth, der mit seinem umsichtigen, engagierten Team für eine reibungslose Festorganisa- tion sorgte, fasste am Sonntag zufrieden zusammen: „Wir haben viel gearbeitet, aber heute wurden wir belohnt. Ich bin allen sehr dankbar!“ Der Höhepunkt des 3-tägigen Schützenfes- tes war zweifelsohne am Sonntag: Rund 800 Aktive nahmen zur Meldung und anschlie- ßenden Feldmesse Aufstellung. Landesrätin Dr. Christine Baur konnte gemeinsam mit Klubobmann LAbg. Bgm. Mag. Jakob Wolf die unglaublich lange Front von über 1 km

Mag. Jakob Wolf die unglaublich lange Front von über 1 km Der Höhepunkt in Völs zum

Der Höhepunkt in Völs zum 63. Schützenfest des Bataillons Sonnenburg

Länge abschreiten – und das gemeinsam mit dem Landeskommandanten des BTSK Mjr. Mag. Fritz Tiefenthaler und dem Bür- germeister der Marktgemeinde Völs, Erich Ruetz. In den Ansprachen wurde mehrfach eine Verbindung zwischen Vergangenheit, Ge- genwart und Zukunft hergestellt. Bürger- meister Erich Ruetz blickte zurück, als er vor 40 Jahren erstmals als Jungschütze beim Bataillonsfest in Völs ausrückte. Heute sei er als Bürgermeister stolz auf seine Gemeinde, die sich in diesen Jahren so unglaublich dynamisch entwickelte. LKdt. Mjr. Mag. Fritz Tiefenthaler dankte den Schützen und Marketenderinnen für ihren Einsatz: „Ihr

seid eine Klammer der Gesellschaft – in der Traditionspflege und dadurch, dass ihr un- sere Schützenwerte lebt.“ In dieselbe Kerbe schlugen Klubobmann LAbg. Mag. Jakob Wolf und Landesrätin Dr. Christine Baur:

„In den Jahren als Regierungsmitglied sind mein Respekt für und mein Wissen über die Tiroler Schützen immer mehr gewachsen. Ich danke euch vor allem für euer offenes, wohlwollendes Herz!“ Die Sozial-Landes- rätin hielt dabei auch die Verbindung von Tradition und Moderne fest und blickte in die Zukunft: „Ich wünsche euch und uns viel Kraft, alle bevorstehenden Herausfor- derungen gut zu meistern – im gemeinsa- men Miteinander.“ n

gut zu meistern – im gemeinsa- men Miteinander.“ n Weerberg von Christian Geisler Bataillonsschützenfest am

Weerberg

von Christian Geisler

Bataillonsschützenfest am Weerberg

Vom 8. bis zum 10. Juli veranstaltete die SK Weerberg das diesjäh- rige Schützenfest im Bataillon Schwaz. Am Freitag wurde das Fest mit einer Ehrensalve der SK Weer eröffnet. Im Anschluss folgte ein Konzert der Musikkapelle Weerberg. Am Samstag eröffnete den Abend der Weerberger Trachtenverein. 1067 Marketenderinnen, Jungschützen, Schützen und Musikanten wurden am Sonntag empfangen. Ein Höhepunkt aus Sicht der SK Weerberg war die Überreichung der Bronzenen Verdienstmedaille an den Fähnrich der Heimkehrerfahne Karl Knapp. Die Margare- then-Medaille erhielt für besondere Verdienste um die SK Weerberg die Ehefrau von Karl, Hermine Knapp. Die SK Weerberg bedankt sich auf diesem Wege noch einmal bei allen Helfern recht herzlich und gratuliert den Geehrten. n

allen Helfern recht herzlich und gratuliert den Geehrten. n Eine beeindruckende Sicht auf die Schützen und

Eine beeindruckende Sicht auf die Schützen und Marketende- rinnen, die zum Fest auf den Weerberg gekommen sind.

N° 5 | Oktober 2016

N° 5 | Oktober 2016 Wir gratulieren … 2 1

Wir gratulieren …

21

Innervillgraten

Innervillgraten

Ernst Lanser – 90 Jahre

Der letzte noch lebende Kriegsteilnehmer, Ernst Lanser, hat im Februar seinen 90. Geburtstag gefeiert. Zu diesem Anlass besuchte eine Abordnung der SK Innervillgraten, standesgemäß in Tracht, ihr ältestes Mitglied. Es war ein unvergesslicher Nachmittag, an welchem er über seine Erlebnisse im Krieg und über den Alltag als Bergbauer und Familienvater in der damaligen Zeit erzählte. Wir wünschen dem Jubilar noch viele glückliche und gesunde Jahre im Kreise seiner Familie! n

glückliche und gesunde Jahre im Kreise seiner Familie! n Pradl/Innsbruck Ehrenleutnant KR Karl Winkler - 85
Pradl/Innsbruck

Pradl/Innsbruck

Ehrenleutnant KR Karl Winkler - 85 Jahre

Eine Abordnung der SK Pradl und Freunde des Ehrenleutnants KR Karl Winkler empfingen den Jubilar am 25. August 2016 in Pradl zu seinem 85. Geburtstag vor der Pradler Kirche. Hptm. Thomas Krautschneider bedankte sich bei ihm für seinen langjährigen Einsatz und gratulierte im Namen der Kompanie recht herzlich. Nach der perfekten Ehrensalve und der Überreichung des Geschenkes wurden alle zu einer Feier eingeladen. n

des Geschenkes wurden alle zu einer Feier eingeladen. n v.l.n.r. Hptm. Thomas Krautschneider, Jubilar KR Karl

v.l.n.r. Hptm. Thomas Krautschneider, Jubilar KR Karl Winkler, Marketenderin Mirja Plattner, Ehrenoberleutnant Otto Prax- marer, Schützenkurat Maximilian Thaler und Bundesgeschäfts- führer-Stv. Mjr. Walter Flory

Thaler und Bundesgeschäfts- führer-Stv. Mjr. Walter Flory Kappl Talmajor und Hptm. Siegfried Juen - 60 Jahre

Kappl

Talmajor und Hptm. Siegfried Juen - 60 Jahre

Am 9. Juli 2016 feierte der Hauptmann und Talkommandant Sieg- fried Juen seinen 60. Geburtstag. Die Majore des Bezirkes Landeck und die SK Kappl marschierten fast vollzählig auf, um zu gratulie- ren. Wir freuen uns auf viele weitere Jahre unter dem Kommando von unserem Siegfried. n

weitere Jahre unter dem Kommando von unserem Siegfried. n Zams ELkdt. Emmerich Steinwender - 85 Jahre
weitere Jahre unter dem Kommando von unserem Siegfried. n Zams ELkdt. Emmerich Steinwender - 85 Jahre

Zams

ELkdt. Emmerich Steinwender - 85 Jahre

Anlässlich des 85. Geburtstags von EMjr. Emmerich Steinwender fand am 5. August 2016 in Zams ein Festakt statt, an dem auch zahlreiche Ehrengäste teilnahmen. Die SK Zams lud zu einer Ge- burtstagsgratulation zu Ehren des Ehrenhauptmanns der SK Zams ein. Neben zahlreichen Markentenderinnen und Schützen der SK Zams konnte sich Emmerich Steinwender, der von seiner Gattin Wilma und zahlreichen Verwandten begleitet wurde, auch über eine große Anzahl von hochrangigen Vertretern des BTSK freuen. Nachdem die Ehrensalve von der SK Zams, unter der Führung von Hptm. Hannes Rudig, durchgeführt worden war, konnte Ehrenre- gimentskdt. Emmerich Steinwender die zahlreichen Glückwünsche entgegennehmen. Unter den Gratulanten befanden sich unter ande- rem der Bürgermeister von Zams Siegmund Geiger, der Lkdt. Mjr. Fritz Tiefenthaler, der Bundesbildungsoffizier Mjr. Hartwig Röck, der Viertel- und Regimentskdt. Mjr. Fritz Gastl, der Regimentskdt.- Stv. EMjr. Wolfram Vindl, die Bezirkskdt. Mjr. Martin Schönherr und Mjr. Heinrich Gstrein, die Baon-Kdt. Mjr. Josef Gfall und Mjr. Herbert Schweißgut sowie der Reg.-Fähnrich Rudi Heinz. n

Mjr. Heinrich Gstrein, die Baon-Kdt. Mjr. Josef Gfall und Mjr. Herbert Schweißgut sowie der Reg.-Fähnrich Rudi

22

Wir gratulieren …

N° 5 | Oktober 2016

22 Wir gratulieren … N° 5 | Oktober 2016 Schlanders Werner Schuster – 60 Jahre Am

Schlanders

Werner Schuster – 60 Jahre

Am 4. August feierte der Leutnant der SK „Priester Josef Daney“ Schlanders, Werner Schuster, seinen 60. Geburtstag. Zu seiner Feier war die Kommandantschaft samt Zeugwart und Ehrenhauptmann eingeladen. Der Hptm. Joachim Frank überreichte dem Jubilar als Geschenk eine handgemalte Geburtstagsscheibe. Die SK Schlanders wünscht ihrem Leutnant und Kassier Werner noch einmal alles Gute und bedankt sich für die fast 20-jährige Mitarbeit in der Kommandantschaft der Kompanie! n

Mitarbeit in der Kommandantschaft der Kompanie! n (v.l.) Zw. Oswald Frank, Joachim Gruber, Daniela Frank, Fhr.

(v.l.) Zw. Oswald Frank, Joachim Gruber, Daniela Frank, Fhr. Ulrich Hauser, Hptm. Joachim Frank, Stephan Pfitscher, Lt. Werner Schuster, Olt. Uwe Frank, Flt. Ulrich Platzgummer und Lt. Herbert Schuster

Uwe Frank, Flt. Ulrich Platzgummer und Lt. Herbert Schuster Weer Ehrenkranzträgerin Monika Hirsch- huber – 75

Weer

Ehrenkranzträgerin Monika Hirsch- huber – 75 Jahre

Monika Hirschhuber, Wirtin beim traditionsreichen Gasthof „Steix- ner“, das seit Jahrzehnten als „Weerer Schützengasthaus“ gilt, feierte ihren 75. Geburtstag. Als im Jahr 2009 die 100 Jahre alte Weerer Schützenfahne restauriert und wieder geweiht wurde, übernahm die Jubilarin das Ehrenamt einer Fahnenpatin der SK Weer. Zum 75. Geburtstag der großen Gönnerin rückten die Bundesmusikkapelle Weer und die SK gemeinsam aus, um mit Ständchen und Ehrensal- ve zu gratulieren. Obm. Manfred Wechselberger und Hptm. Peter Unterlechner gratulierten im Namen der Kompanie und überreich- ten der Jubilarin ein Ehrengeschenk. n

und überreich- ten der Jubilarin ein Ehrengeschenk. n Jubilarin Monika Hirschhuber mit den Marketenderinnen Danie-

Jubilarin Monika Hirschhuber mit den Marketenderinnen Danie- la Steinlechner und Sarah Süß sowie EHptm. Herbert Schöffauer, Hptm. Peter Unterlechner und Obm. Manfred Wechselberger

Hptm. Peter Unterlechner und Obm. Manfred Wechselberger Volders Ehrenmitglied Anton Thaler – 90 Jahre Am 7.

Volders

Ehrenmitglied Anton Thaler – 90 Jahre

Am 7. August konnte die Senseler SK zu einem besonderen Anlass ausrücken, feierte doch ihr langjähriger dienstführender Oberjäger Anton Thaler seinen 90. Geburtstag. Im Zweiten Weltkrieg rückte Toni zur 3. Gebirgsdivision ein und nahm am Russlandfeldzug teil. Als Obergefreiter kam er in russische Kriegsgefangenschaft. Nach der Heimkehr trat er 1947 der Senseler bei. Bald wurde er zum dienstführenden Oberjäger gewählt. Diese Funktion übte er über 65 Jahre bis 2014 aus. Die Liste seiner Auszeichnungen reicht vom Eisernen Kreuz I. und II. Klasse, dem Infanterie-Sturmabzeichen und dem Verwundetenabzeichen über zahlreiche Langjährigkeits- medaillen bis zur Verdienstmedaille des BTSK. 2014 trat Toni von seinem aktiven Schützenleben zurück. Seinen Schützenkameraden war es ein besonderes Anliegen, ihm für sein langjähriges Wirken in der Kompanie und für das Schützenwesen zum Ehrenmitglied der Senseler SK Volders zu ernennen. n

zum Ehrenmitglied der Senseler SK Volders zu ernennen. n Meran Benno Frank - 80 Jahre Am
zum Ehrenmitglied der Senseler SK Volders zu ernennen. n Meran Benno Frank - 80 Jahre Am

Meran

Benno Frank - 80 Jahre

Am 30. Juli 2016 beging unser langjähriger und treuer Kamerad Benno Frank seinen 80. Geburtstag. Ein außergewöhnlicher Tag, der unter allen Umständen gebührend gefeiert werden musste. In all den Jahren unterstützte er mit viel Elan und Begeisterung sämtliche Belange der SK Meran und handelte sich so die Ehrenbezeichnung „Benno, die gute Seele der Kompanie“ ein. Natürlich durfte auch ein Geschenk nicht fehlen: eine „Magnum- Weinflasche“ mit dem Tiroler Adler und Glückwunsch der Kompanie. Mit großer Freude und einem „Vergelt's Gott“ nahm der Jubilar die Glückwünsche entgegen. Ein wunderschöner Abend − geprägt von Kameradschaft und Wertschätzung − der unserem Benno noch lange in Erinne- rung bleiben wird! n

N° 5 | Oktober 2016

N° 5 | Oktober 2016 Aus den KOMPANIEN … 2 3

Aus den KOMPANIEN …

23

N° 5 | Oktober 2016 Aus den KOMPANIEN … 2 3 Abfaltersbach von Patrick Rossmann Ein

Abfaltersbach

von Patrick Rossmann

Ein halbes Jahrhundert Waffenwart

Im Anschluss an die heurige Fronleichnamsprozession nahm die SK Abfaltersbach die Ehrung für Langjährigkeit für Waffenwart Georg Rauchegger sen. vor. Rauchegger ist 60 Jahre Mitglied in der Kompanie und über 50 Jahre als Waffenwart tätig. Zusammen mit seinem Sohn Georg jun. hält er unsere „Werndl“-Gewehre bestens in Schuss. Eine kleine Hochrechnung ergab, dass Georg sen. für ca. 31.500 satte Ladungen sorgte. Die Kompanie schoss für ihn und alle 2016 Ausgezeichneten eine Ehrensalve. n

für ihn und alle 2016 Ausgezeichneten eine Ehrensalve. n Axams von Thomas Saurer v.l. Hptm. Franz

Axams

von Thomas Saurer

Ausgezeichneten eine Ehrensalve. n Axams von Thomas Saurer v.l. Hptm. Franz Fuchs, Waffenwart Georg Rauchegger sen.,

v.l. Hptm. Franz Fuchs, Waffenwart Georg Rauchegger sen., Obm. Wolfgang Obrist und EMjr. Bertl Jordan

Primiz-Feier für Andreas Zeisler mit den Axamer Schützen

Nur ein neuer Priester aus Tirol: Der Pries- terweihe folgte die feierliche Primiz am 17. Juli 2016 in seiner Heimatgemeinde – die Axamer Schützen begleiteten Andreas Zeisler. Eine Primiz – die erste Messe eines neu geweihten Priesters – ist keine alltägliche Sache. Dementsprechend stand die Gemein- de Axams am 17. Juli 2016 ganz im Zeichen dieses Festes von Andreas Zeisler. Er wurde Ende Juni in Innsbruck von Bischof Manfred Scheuer zum Priester geweiht. Der Primiziant wurde am frühen Morgen von der Musikka- pelle, der Georg-Bucher-Schützenkompanie, dem Kameradschaftsbund, der Fahnenab- ordnung der Feuerwehr, dem Kirchenchor, dem Pfarrgemeinderat und natürlich von den Priestern samt Ministranten in seinem El- ternhaus in Axams abgeholt. Dort wurde An- dreas Zeisler auch die Ehre zuteil, die Front

Dort wurde An- dreas Zeisler auch die Ehre zuteil, die Front Primiz-Feier von Tirols einzigem Neupriester,

Primiz-Feier von Tirols einzigem Neupriester, Andreas Zeisler

der angetretenen Formationen abzuschreiten. Anschließend feuerten die Axamer Schützen ihm zu Ehren eine Generaldecharge ab. Ge- meinsam begleitete man Andreas Zeisler zur Axamer Pfarrkirche. Pfarrer Peter Ferner, die ehemaligen Axamer Pfarrer Paul Kneussl und

Rudolf Silberberger sowie weitere Vertreter der hohen Geistlichkeit waren Konzelebran- ten. Die Axamer Schützen beglückwünschen Andreas Zeisler zur Primiz und wünschen alles Gute zur Ausübung dieses besonderen Amtes im Dienste Gottes! n

Gries im Sellrain

Gries im Sellrain

von Thomas Saurer

Jux-Bewerb der SK Gries im Sellrain

Auch wenn das Laserschießen als Jux-Wettbewerb ausge- schrieben war: Der Eifer, ins Schwarze zu treffen, um dann mit seinem Team im K.O.-System eine Runde weiter zu kommen, war trotzdem ungemein groß!

Die SK Gries im Sellrain lud am vergangenen Samstag Vereine, Ins- titutionen, aber auch private Mannschaften zu jeweils vier Teammit- gliedern zu einem Jux-Wettbewerb im Laserschießen ein. Obmann Hansjörg Kirchebner und Hauptmann Christoph Weber konnten sich schließlich über 22 teilnehmende Mannschaften aus Gries, Sellrain und aus den benachbarten Orten wie Grinzens und Axams freuen. Die Laser-Schießanlage wurde vom BTSK ausgeliehen, und neben den 22 Teams versuchten sich auch viele Einzelschützen im Mann-gegen-Mann oder Frau-gegen-Frau-Wettkampf. n

im Mann-gegen-Mann oder Frau-gegen-Frau-Wettkampf. n Der große Eifer, in einem Mannschaftsbewerb im

Der große Eifer, in einem Mannschaftsbewerb im Laserschießen in das Schwarze zu treffen

N° 5 | Oktober 2016 24 Aus den KOMPANIEN …

N° 5 | Oktober 2016

24

Aus den KOMPANIEN …

N° 5 | Oktober 2016 24 Aus den KOMPANIEN … Fritzens von Elmar Spiß Der Fritzner

Fritzens

von Elmar Spiß

Der Fritzner Schützenmarsch

Der Fritzner Schützenmarsch entstand durch eine Wette zwischen dem Kapellmeister der Fritzner Musikkapelle Matthias Rauch und dem Schützenhauptmann Stanis Schwarzenauer der SK Fritzens. Die Anzahl der anwesenden Schützen beim Cäcilienkonzert in Fritzens gab an, wie viele Takte der Fritzner Schützenmarsch haben wird. Obwohl beim Konzert der MK Fritzens leider nur wenige Schützen anwesend waren, widmete Mathias Rauch 107 Takte der Rettenberger SK Fritzens. Die Uraufführung fand am 5. August 2016 nach der Herz-Jesu-Pro- zession im Fritznerhof statt. Der Marsch wurde von der Musikkapelle gespielt, und im Refrain stimmten die Schützen mit voller Stimme ein:

„Kameraden, so wie wir! Kameraden, so wie wir! Mit Herz und Hand fürs Heimatland, die Treue nur fürs Vaterland! Kameraden, so wie wir! Kameraden, so wie wir! Tirolerland, mein Heimatland! In Freud und Leid, ich treu dir bleib! Tirolerland, mein Heimatland! Schütze mich mit Gotteshand!“

St. Ulrich/Urtijëi

St. Ulrich/Urtijëi

von Egon Zemmer

Aufgenommen wurde der Schützenmarsch am 15. Juni 2016 ge- meinsam mit den Mitgliedern der Fritzner Musikkapelle und den Fritzner Schützen. n

der Fritzner Musikkapelle und den Fritzner Schützen. n Es werden alle Schützen der Euroregion darum gebeten,

Es werden alle Schützen der Euroregion darum gebeten, den Fritz- ner Schützenmarsch anzustimmen, denn er soll für jeden Schützen und jede Marketenderin von besonderer Bedeutung sein.

St. Ulrich für zwei Tage in Schützenhand

Am letzten Juliwochenende war St. Ulrich fest in Schützenhand. Die SK St. Ulrich in Gröden lud Schützen und Marketende- rinnen aus allen Teilen Tirols, Österreich, Bayern und Deutschland zum 40-jährigen Jubiläum ins ladinische Tal. Rund 500 Schützen und Marketenderinnen folgten der Einladung von Hauptmann Patrick Kostner.

Der Festauftakt begann bereits am Samstag, als alle anwesenden Formationen und Ehrenkompanien durch das Dorf bis zum Antoni- usplatz marschierten. Der Aufmarsch wurde von der Musikkapelle St. Ulrich und von der uniformierten Garde und Musikkapelle Himmelberg aus Kärnten begleitet. Die Meldung zur Frontabschrei- tung wurde an den österreichischen Nationalratsabgeordneten und Südtirol-Sprecher Werner Neubauer erstattet. Gemeinsam mit dem Bürgermeister von St. Ulrich Dr. Tobia Moroder und dem Lan- deskommandanten der Schützen Elmar Thaler wurde die Front abgeschritten. Angeführt vom Ulricher Hauptmann wurde nach der Frontabschreitung der Große Österreichische Zapfenstreich aufge- führt − gespielt von der Musikkapelle St. Ulrich. Mit einer exakten Ehrensalve bewies die Ehrenkompanie Allerheiligen aus dem Norden Tirols ihr Können. Am darauf folgenden Tag wurde aufgrund des schlechten Wetters der weltliche Teil im Festzelt abgehalten. Dr. Tobia Moroder eröffnete die Feier mit seinen Grußworten. Es folgten die Grußworte und die Rede von Hptm. Patrick Kostner. Pater Reinald Romaner OFM feierte mit allen Anwesenden die hl. Messe und verlas am Ende einen an die Kompanie gerichteten Brief des abwesenden Pfarrers und Dekans von St. Ulrich, Vijo Pitscheider. Das Gelöbnis für die neuen Mitglieder der SK St. Ulrich und aller anwesenden Schützen und Marketenderinnen wurde vom Bundesgeschäftsführer des Südtiroler Schützenbundes Dr. Florian von Ach vorgesprochen. Von Ach hielt im Anschluss die Festrede. „Bei unseren Veranstal- tungen und Aktionen seid ihr stets an vorderster Front mit dabei“, so

Aktionen seid ihr stets an vorderster Front mit dabei“, so Hptm. Patrick Kostner: „Wenn wir die

Hptm. Patrick Kostner: „Wenn wir die Selbstbestimmung wollen, dann müssen wir sie fordern und zeigen und beweisen, wie sehr wir danach streben!"

Mjr. Dr. Florian von Ach. „Und vor mir sehe ich auch eine blühende Schützenkompanie, unter junger, tatkräftiger Führung. Euer Weg war erfolgreich, ihr steht sehr gut da, ihr seid eine Säule des Dorflebens und eine Säule im Schützenbund“, bekräftigte der Bundesgeschäfts- führer des SSB. n

Vor den großen Schlachten erbat Andreas Hofer immer wieder im Kloster San Romedio im Nonstal

Vor den großen Schlachten erbat Andreas Hofer immer wieder im Kloster San Romedio im Nonstal den Segen.

großen Schlachten erbat Andreas Hofer immer wieder im Kloster San Romedio im Nonstal den Segen. 25

25

Aus den KOMPANIEN …

Matrei in Osttirol

Matrei in Osttirol

von Alois Köll

„Kranzltag-Prozession“ in Matrei in Osttirol

Traditionsgemäß wurden am 19. Juni 2016 nach der „Kranzltag-Pro- zession“ in Matrei in Osttirol die Medaillen für langjährige Mitglied- schaft und besondere Verdienste bei der SK Matrei verliehen. Besonders hervorzuheben ist dabei wohl die 70-jährige Mitglied- schaft von Albert Holzer, dem „Holzer Weartl“. Seine Enkeltochter Barbara Rainer schreibt uns dazu:

„Seit 1947 bei der SK Matrei. Das erste Mal ist unser Opa in Huben mit 15 Jahren ausgerückt, da musste man ihn noch zum Glück zwingen, da sein Vater ausgefallen war. Nichts ahnend, wie es funktioniert, hat er erst in der Kirche he- rausgefunden, auf welcher Seite man das Gewehr tragen muss. Aber von da an war unser Opa Albert Holzer ein Schütze aus Leidenschaft. Unzählige Male ist er in der Gemeinde Matrei mit seiner Schüt- zenkompanie ausgerückt. Auch bei dem Begräbnis von unserem damaligen Bundeskanzler Leopold Figl (Ehrenbürger von Matrei) in Wien war er dabei. Wir Enkelkinder sind immer sehr stolz, wenn sich unser Opa für den Kranzltag herausputzt und neben den Jungen aufmarschiert. Wir wünschen ihm noch viele weitere Jahre bei der SK Matrei. n

Sanzeno/Nonsberg

Sanzeno/Nonsberg

von Hildegard Flor

bei der SK Matrei. n Sanzeno/Nonsberg von Hildegard Flor Herzliche Gratulation an alle geehrten Schützen und

Herzliche Gratulation an alle geehrten Schützen und Marketenderinnen.

„Ein geeintes Tirol ist unser Ziel“

Da die Straße zum Wallfahrtsort St. Romedius Anfang Juli wegen Steinschlags gesperrt und das Portal der Basilika von San- zeno anlässlich des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit als Heilige Pforte geöffnet worden war, fand heuer dort die Andreas- Hofer-Feier statt. Nach Aufstellung und Frontabschreitung versammelten sich die Schützen aus Welsch-, Süd- und Nord-Tirol in der Wallfahrtskirche, wo Pfarrer Giorgio Silvestri die Heilige Messe feierte. Musikalisch gestaltet wurde sie von einigen Bläsern der „Böhmischen Judicarien“. Pfarrer Silvestri erzählte in seiner Predigt die Geschichte der drei Kirchenpatrone Sisini- us, Martyrius und Alexander, deren Todestag sich zum 1.620 Male jährt, und mahnte, ihrem Beispiel folgend auch Werke der Barmherzigkeit zu vollbringen. Das Schützengebet trug Donatella Sembianti von der SK Nonsberg vor.

Auf dem Platz vor der Kirche nahm Landes- kommandant Paolo Dalprà die Angelobung der Neuzugänge von den Kompanien Destra Ades und Nonsberg vor. Die Generaldechar- ge feuerte die Ehrenkompanie, bestehend aus Schützen der Kompanien Rhendena und Sulzberg ab, verstärkt von zwei Böllerschüt- zen aus Piné. Der Kranz für die Gefallenen wurde von zwei Schützen nach St. Romedius gebracht, wohin die Straße teilweise wieder geöffnet war. Dort befindet sich die Gedenktafel an Andreas Hofers Besuch am 7. Juli 1809, um den Segen für seine Bergisel-Schlachten zu erbitten. Zum Abschluss der Feier dankte Landeskommandant Dalprà allen fürs Kom- men: den Kompanien, den Abordnungen aus Süd- und Nord-Tirol und der Gemein- deverwaltung. Dalprà dankte auch für die Teilnahme am Alpenregionsfest in Waakir- chen/Bayern. „Wir wollen diese Feier aufwerten, sie ist eine der wichtigsten im Jahreslauf “, sagte Dalprà und beschwor alle Anwesenden, sich für

“, sagte Dalprà und beschwor alle Anwesenden, sich für Landeskommandant Paolo Dalprà bei der Angelobung neuer

Landeskommandant Paolo Dalprà bei der Angelobung neuer Mitglieder

Tracht, Brauchtum und Tradition einzuset- zen − mit dem Ziel eines geeinten Tirol. Die Landeshymne beendete die Feier, bei der

erstmals keine Festredner zu Wort gekom- men waren. n

26 Aus den KOMPANIEN … N° 5 | Oktober 2016

26

Aus den KOMPANIEN …

N° 5 | Oktober 2016

Schloss Königsberg/Faedo

Schloss Königsberg/Faedo

von Hildegard Flor

SK „Königsberg“ und ihre Tracht vorgestellt

Im vollbesetzten Rittersaal des Schlosses, einst Sitz der Gerichtsbarkeit, wurden am 16. Juli die gleichnamige Schützenkom- panie und ihre Tracht vorgestellt. Dazu begrüßte Vizebürgermeisterin Viviana Brugnara alle Anwesenden und überbrachte die Grüße der Besitzerfamilie Schmid. Nach kurzer Vorstellung des Bauwerks marschierten die Mitglieder der zu gründenden Kompanie ein, begleitet von den „Königsberger Musikanten“. Einen Willkommensgruß entbot Bürgermeister Carlo Rossi, Dankesworte kamen vom Hauptmann Oskar Enrici an die Eigentümer, die Vortragenden, die Pineiter Böllerschützen und die Feuerwehr für den Ordnungsdienst.

„Nach drei Jahren harter Arbeit sind wir nun am Ziel. Zu den gegenwärtigen 12 Mitgliedern kommen zu Jahresende drei weitere, und wir haben uns zur Gänze selbst finanziert“, sagte der Hauptmann. Dafür gab es lobende Worte von Landeskommandant Paolo Dalprà. Der Historiker Roberto Baz- zanella streifte die Geschichte der Gerichts- barkeit Königsberg, beginnend mit Karl dem Großen über das Landlibell von 1511 und die daraus entstandenen Schießstände und Kompanien, „Bersaglieri“ genannt, die aber nichts mit den federhuttragenden Elitekorps des italienischen Heeres zu tun haben, bis zu den Kaiserjägern und Standschützen, ehe diese mit dem Ende der Monarchie untergingen. Mehrmals durch Beifall un- terbrochen wurde die Rede vom Obmann der Arbeitsgruppe „Unsere Tracht“, Helmut Rizzolli. „Wir befinden uns hier nahe einer Grenze, die eigentlich nie eine war. Im alten Tirol herrschte Koexistenz dreier Sprachen, Deutsch, Italienisch und Ladinisch, aber oh- ne Verfälschungen“. Weiters räumte Rizzolli mit einigen Unwahrheiten auf. So hatten die

räumte Rizzolli mit einigen Unwahrheiten auf. So hatten die Ein Teil der wiedererstandenen SK Königsberg mit

Ein Teil der wiedererstandenen SK Königsberg mit Helmut Rizzolli (l.) von der ARGE „Unsere Tracht“

Schützen wohl eine Fahne, aber keine Uni- form. Die Tracht war ein Festgewand und anhand von historischen Schautafeln wurden die Ursprünge der Tracht genau ersichtlich. Es gibt auch eine Kleiderordnung von 1803. Nun führten der Hauptmann und zwei Mar-

ketenderinnen das neue Gewand im Detail vor. Mit den Worten „Pflegt eure Tracht, denn wir sind alle Tiroler!“ schloss Rizzolli seine Ausführungen. Die 26. Welschtiroler Kompanie wird im nächsten Jahr ihre Wie- dergründung feiern. n

wird im nächsten Jahr ihre Wie- dergründung feiern. n St. Johann von Christian Fuchs Feierliche Enthüllung

St. Johann

von Christian Fuchs

Feierliche Enthüllung und Segnung der Feller-Gedenktafel

Anlässlich der 800-Jahrfeier in St. Johann in Tirol wurde von der Fel- lerschützenkompanie eine Feller-Gedenktafel enthüllt und anschlie- ßend von Erzbischof Franz Lackner gesegnet. Anfang Juli feierte St. Johann in Tirol mit einem großen Festgottesdienst sein 800-jähriges Bestehen. Den Auftakt zu den Feierlichkeiten bildete ein Landesüb- licher Empfang auf dem Kirchplatz. Nach dem Abschreiten der Eh- renformationen durch Erzbischof Franz Lackner, LH Günther Platter und Bgm. Stefan Seiwald schoss die Fellerschützenkompanie eine Generaldecharge. Anschließend zelebrierte Erzbischof Franz Lackner gemeinsam mit acht Priestern einen feierlichen Festgottesdienst. Nach der Messe folgte der Höhepunkt des Festaktes. Nach der Enthüllung der Gedenktafel in Erinnerung an die beiden Schützen- hauptleute und Freiheitskämpfer Andreas Augustin Feller und dessen Sohn Anton Georg Feller wurde diese von Erzbischof Franz Lackner in einem würdevollen Akt gesegnet. Zur Ehren ihrer zwei Namenspa- trone schoss die Fellerschützenkompanie noch eine Generaldecharge. Mit der Tiroler Landeshymne wurde der Festakt beendet. n

Mit der Tiroler Landeshymne wurde der Festakt beendet. n Die Gedenktafel nach der Enthüllung durch Steinmetz

Die Gedenktafel nach der Enthüllung durch Steinmetz Stefan Neumayr

N° 5 | Oktober 2016

N° 5 | Oktober 2016 Aus den KOMPANIEN … 27

Aus den KOMPANIEN …

27

N° 5 | Oktober 2016 Aus den KOMPANIEN … 27 St. Georgen von Erich Mair &

St. Georgen

von Erich Mair & Margareth Lun

Gründungsfest der SK St. Georgen

Am letzten Juliwochenende gab es in St. Georgen an der Ahr allen Grund zur Freude: Mit einem dreitägigen Fest wurde die Wiedergründung der örtlichen Schützenkompanie gefeiert. Entstanden ist die Idee zur Gründung einer „Jergina“ Kompanie bereits vor drei Jahren beim Festakt zum Jubiläum „100 Jahre Schützenfahne St. Georgen“, und tatsächlich konnte LKdt. Mjr. Elmar Thaler im Dezember 2014 bei der offiziellen Gründungsversammlung 23 Mitglieder angeloben. Nun fand das offizielle Gründungsfest statt.

angeloben. Nun fand das offizielle Gründungsfest statt. Den Auftakt bildete der „Große Österrei- chische

Den Auftakt bildete der „Große Österrei- chische Zapfenstreich“ am Samstagabend, aufgeführt durch die Musikkapelle St. Georgen und die Ehrenkompanie Imsterberg aus Nordtirol. Mit über 1.500 anwesenden Schützen fand am Sonntag der Höhepunkt der Feierlich- keiten statt. Die Treue zur Heimat sei ein Grundwert; der Väterglaube, so Landeskurat P. Christoph Waldner OT in seiner Predigt, sei jedoch das Wichtigste für einen Schützen. Musikalisch umrahmt wurde die Messe von der Musikkapelle St. Georgen. Das Kom- mando oblag Bezirksmajor Haymo Laner. Die Ehrensalven feuerte die Ehrenkompanie Prettau ab. Der weltliche Teil wurde aufgrund des schlechten Wetters ins Festzelt verlegt. Zahlreiche Ehrengäste waren der Einladung gefolgt, allen voran LH Arno Kompat- scher, NR-Abg. Hermann Gahr, zahlreiche Landtagsabgeordnete und LKdt. Mjr. Elmar Thaler mit Vertretern der Bundesleitung. Der Hauptmann der SK St. Georgen, Werner Pramstaller, dankte allen Mithelfern und Gönnern, der Partnerkompanie Imsterberg und nicht zuletzt der Dorfbevölkerung. Bürgermeister Roland Griessmair sprach von einem Freudentag für St. Georgen und das Ehrenamt. „Wenn nach über hundert Jahren Zugehörigkeit zu Italien eine neue Kompanie gegründet wird, ist das ein Zeugnis dafür, dass wir uns unsere Eigenständigkeit bewah- ren konnten“, so Griessmair.

Landeshauptmann Arno Kompatscher be- tonte, wie wichtig es sei, Werte selbstbewusst zu leben. „Wir erinnern uns an die Un- rechtsgrenze am Brenner, die in den letzten Monaten wieder spürbar wird. Es liegt an uns, dass diese Grenze wieder verschwindet. Gemeinsam mit allen Landesteilen können wir Tirol leben, in einem Europa der Völker“, so der Landeshauptmann. Der Nationalratsabgeordnete Hermann Gahr überbrachte die Grüße des Landeshaupt- mannes Günther Platter und des Vaterlandes Österreich.

Den Abschluss des offiziellen Teils bildete schließlich die Rede des Südtiroler Landes- kommandanten: „Wir Schützen tun unsere Arbeit, weil wir überzeugt sind, dass es die tirolische Komponente heute mehr denn je braucht.“ Es sei manchmal auch notwendig, den Finger in offene Wunden zu legen und Fehlentwicklungen in der Politik aufzuzei- gen. „Letztendlich ziehen wir aber alle an ei- nem gemeinsamen Strang“, so Elmar Thaler. Im vollbesetzten Festzelt wurden bei bester Stimmung alte Freundschaften gepflegt und neue geschlossen. n

alte Freundschaften gepflegt und neue geschlossen. n Ein imposantes Bild: Mehr als 1500 Schützen und

Ein imposantes Bild: Mehr als 1500 Schützen und Marketenderinnen, 115 Fahnenabordnun- gen und unzählige Freunde und Gäste aus der Umgebung, dem ganzen historischen Tirol und Bayern waren dem Aufruf der „Jergina“ Kompanie gefolgt.

2 8 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN N° 5 | Oktober 2016

28

Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN

N° 5 | Oktober 2016

JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN N° 5 | Oktober 2016 Inzing von Hannes Ziegler Hörtenberger Jungschützen auf

Inzing

von Hannes Ziegler

Hörtenberger Jungschützen auf Pilgerfahrt nach Rom

Ein wohl einzigartiges Erlebnis hatten kürzlich zwölf Jungschützen des Bataillons Hörtenberg. Sie verbrachten mit Eltern und Betreu- ern Anfang August einen viertägigen Pilgeraufenthalt in Rom. Das Programm, das die 39-köpfige Mannschaft dabei absolvierte, war gleichermaßen spannend wie umfangreich. Neben dem Petersdom, wo man sogar das Dach erklomm, und weiteren bekannten Basiliken und Pilgerkirchen besuchten die Hörtenberger auch viele der be- rühmten weltlichen Sehenswürdigkeiten. Der Trevi-Brunnen durfte dabei ebenso wenig fehlen wie die Engelsburg, die Spanische Treppe, das Kolosseum oder das Forum Romanum. Die stärkste Abordnung innerhalb der Hörtenberger stellte eindeutig die SK Inzing mit gleich 27 Pilgern, während die Kompanien Zirl und Oberhofen mit je sechs Teilnehmern vertreten waren. Verantwortlich für die gelungene Rom-Reise waren in erster Linie Baon-Kdt. Mjr. Stephan Zangerl, der die Programmgestaltung und die Reiseführung übernahm, JS-Betr. Albert Maurer aus Inzing als Initiator dieser bisher einzigartigen Pilgerfahrt sowie OLt. Ernst Markt (ebenfalls Inzing), der für einen problemlosen Bahntransfer der Teilnehmer sorgte. n

einen problemlosen Bahntransfer der Teilnehmer sorgte. n Unter der Führung von Baon-Kdt. Mjr. Stephan Zangerl

Unter der Führung von Baon-Kdt. Mjr. Stephan Zangerl konnten die Jungmarketenderinnen und Jungschützen vielfältige Eindrücke sammeln, wie etwa bei der Besichtigung des Peterdoms.

sammeln, wie etwa bei der Besichtigung des Peterdoms. Pfunds von Wilfried Griesser Kitzbühel von Christian Fuchs

Pfunds

von Wilfried Griesser

der Besichtigung des Peterdoms. Pfunds von Wilfried Griesser Kitzbühel von Christian Fuchs Feierliche Jungschützenmesse

Kitzbühel

von Christian Fuchs

Feierliche Jungschützenmesse des Winterstellerbataillons am Kitzbühler Horn

Die alljährlich am ersten Sonntag im September am Kitzbüheler Horn stattfindende Jungschützenmesse wurde dieses Jahr von der SK Oberndorf ausgerichtet. Kooperator Roman Eder zelebrierte eine sehr schöne Messe, welche von zwei Weisenbläsern musikalisch umrahmt wurde. Eine große Schar von Jungschützen, Betreuern, Eltern und Freunden der Schützen waren bei idealem Bergwetter der Einladung zur gemeinsamen Messfeier gefolgt. Der Messplatz beim Jungschützenkreuz ist landschaftlich besonders schön gelegen. Das Kreuz ragt auf einer kleinen Felskanzel in das Leukental hinaus. Der Organisator und Bataillonsjungschützenbetreuer Lt. Christian Hopfensperger begrüßte alle Teilnehmer herzlich. Koop. Roman Eder zeigte beim Gottesdienst wieder einmal, wie gut er vor allem auch auf junge Messbesucher eingehen kann. Abschließend richtete Baon-Kdt. Mjr. Hans Hinterholzer Grußworte an die Jungschützen des Winter- stellerbataillons und bedankte sich bei den Betreuern für den Einsatz im vergangenen Jahr. n

bei den Betreuern für den Einsatz im vergangenen Jahr. n Baon-Kdt. Mjr. Hans Hinterholzer, Lt. Hopfensperger

Baon-Kdt. Mjr. Hans Hinterholzer, Lt. Hopfensperger und Koop. Roman Eder mit Jungschützen und Jungschützenbetreuern beim Jungschützenkreuz

Jungschützen glänzen beim Wissenstest in Altfinstermünz

Auch heuer wurde im Bezirk Landeck ein Wissenstest für Jungschützen und Jungmarketenderinnen durchgeführt.

Dieser Wissenstest beinhaltet zahlreiche Fragen zur Geschichte und Geografie Tirols und allgemein zum Schützenwesen. Jene Marketenderinnen und Jungschützen, die diesen Wissenstest positiv bestehen, erhal- ten als sichtbaren Beweis ihres Fleißes und Wissens die Leistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold. Über Auftrag der Talschaft Pontlatz führte die SK Pfunds unter Obm.

Christoph Pinzger und Jungschützenbe- treuer Gerhard Kratter in der historischen Anlage von Altfinstermünz den diesjährigen Wissenstest durch. Dazu trafen sich am 2. Juli 63 Marketenderinnen und Jungschützen samt ihren Betreuern in Altfinstermünz, wo sie nach einer schriftlichen Aufgabe auch mündlich ihr Wissen unter Beweis stellten. Gleich voraus sei gesagt, dass über 90 Prozent

der jungen Teilnehmer den Wissenstest positiv bestanden. Besonders beeindruckend war die Leistung der zwei jüngsten Teilneh- mer aus der SK Kauns. Gerade einmal 6 Jahre alt und im Schreiben noch nicht besonders geübt, bestanden sie den mündlichen Test mit Bravour. n

Über 600 Fotos vom Jungschützenzeltlager 2016 unter www.schuetzen.com 2 9 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN

Über 600 Fotos vom Jungschützenzeltlager 2016 unter www.schuetzen.com

Über 600 Fotos vom Jungschützenzeltlager 2016 unter www.schuetzen.com 2 9 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN

29

Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN

2 9 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN Altrei von Efrem Oberlechner Jungschützenzeltlager in

Altrei

von Efrem Oberlechner

Jungschützenzeltlager in Altrei: großer Erfolg für 111 Kinder

Ein großer Erfolg war auch das heurige Jungschützenzeltlager, das vom 11. bis 14. August 2016 auf dem malerisch gelegenen Festplatz von Altrei stattfand. Mit dem Aufziehen der Tiroler und der Jungschützenfahne wurde das Jungschützenzeltlager am Donnerstagnachmittag offiziell eröffnet. Der Bundesjungschützenreferent Werner Oberhollenzer begrüßte die 111 Jung- schützen und 34 Betreuer. Dann wurden gemeinsam die Zelte aufgebaut.

Am Freitag erklärte Rita Wolkan Amort aus Altrei den Jungschützen und Jungmarketen- derinnen das Brotbacken von der Getreide- ähre bis zum fertigen Laib Brot, und die inte- ressierten Kinder und Jugendlichen erfuhren vieles über die verschiedenen Getreidesor- ten. Eine weitere Station des ereignisreichen Tages war die Besichtigung des Zirmerhofes der Familie Amort, auf dem 700 Hühner in Freilandhaltung und 9 Kühe gehalten werden. Albert Amort weihte die Jung- schützen und Jungmarketenderinnen in die Käseproduktion ein. Die letzte Station des Tages war der Besuch zweier Jäger, die den Kindern und Jugendlichen die Jagd erklär- ten und über den Naturpark Trudner Horn informierten. Am Freitagabend war der Besuch von zwei Sagenerzählern angesagt. Die beiden Hauptmänner der Kompanien Truden und Altrei erzählten am Lagerfeuer Sagen aus dem Süd-Tiroler Unterland. Der Samstagvormittag wurde für die Vorbe- reitung auf das „Wetten dass“ genützt, das am Nachmittag auf dem Programm stand und bei dem die Kinder und Jugendlichen durch ihre Kreativität und Geschicklichkeit beein- druckten. Nach dem Essen wurde zudem von der SK Altrei ein toller Unterhaltungs-

wurde zudem von der SK Altrei ein toller Unterhaltungs- Mit 111 teilnehmenden Kindern war das Jungschützenzeltlager

Mit 111 teilnehmenden Kindern war das Jungschützenzeltlager ein großartiger Erfolg.

abend mit einem DJ geboten. Dabei durften die Kinder bis Mitternacht aufbleiben. Am Sonntag nahmen die Jungschützen und Jungmarketenderinnen in der Pfarrkirche Altrei am sonntäglichen Hochamt teil, das von Ortspfarrer Heinrich Langes zele- briert wurde. Zum Abschluss des Zeltlagers bekamen alle Jungschützen als Anerkennung für ihre Leistungen bei der „Wetten dass…“-

Show einen Preis mit nach Hause. Mit dem Einholen der Jungschützen-Zeltlagerfahne und einem dreifachen Jungschützen-Heil wurde das Zeltlager 2016 offiziell beendet. Anschließend wurde von der SK Altrei gegrillt und ein kleines Fest für die Jung- schützen und Jungmarketenderinnen sowie für ihre Betreuer und Eltern ausgerichtet, bei dem der Nachmittag gemütlich ausklang.n

ausgerichtet, bei dem der Nachmittag gemütlich ausklang. n Weerberg von Magdalena Kaltenhauser Marketenderinnen trafen

Weerberg

von Magdalena Kaltenhauser

Marketenderinnen trafen sich am Weerberg

Am Eröffnungsabend des 68. Bataillonsschüt- zenfestes am 8. Juli 2016 fand im Vorfeld das 2. Marketenderinnen-Treffen des Baon Schwaz statt. Die Bataillonsmarketenderinnen Magdalena Kaltenhauser und Bettina Stein- lechner waren erfreut über das rege Interesse und konnten Baon-Kdt. Karl-Josef Schubert samt Mitgliedern des Baon-Ausschusses, die Viertelmarketenderin Simone Klausner sowie 28 Marketenderinnen aus dem gesamten Baon Schwaz beim „Schwannerwirt“ in Weerberg begrüßen. Ziel des Treffens waren der Austausch und die Vernetzung unter den Marketenderinnen. „Frauen haben ihren festen Platz im Tiroler Schützenwesen. Wir leben Zusammenhalt und Gemeinschaft.“ Der neu gewählte Bildungsbeauftragte des Baon Schwaz Fabian Woloschyn referierte in seinem Kurzvortrag über die Grundlagen des Tiroler Schützenwesens. n

über die Grundlagen des Tiroler Schützenwesens. n Es war ein wissensreiches und kameradschaftliches Treffen

Es war ein wissensreiches und kameradschaftliches Treffen mit einem großartigen Gedankenaustausch.

N° 5 | Oktober 2016 30 Wir gedenken …

N° 5 | Oktober 2016

30

Wir gedenken …

Rudolf Gamper

† 11. AUGUST 2016 - AMRAS

Am 11. August 2016 ist unser Schützenkamerad Rudolf Gamper im 92. Lebensjahr verstorben. Er wurde am 8. Juli 1925 in Kaltern geboren. Aufgrund der aussichtslosen Lage in Südtirol optierten seine Eltern für das Deutsche Reich. So kam Rudolf als 16-Jähriger nach Aldrans, wo er 1942 der SK Aldrans beitrat. Nach zwei Jahren wurde seine 1941 ange- fangene Tischlerlehre durch die Einberufung zum Kriegsdienst unterbrochen. Er wurde schwer verletzt und war bis 1948 in französischer Kriegsgefangen- schaft. Heimgekehrt, konnte er seine Tischlerlehre abschlie- ßen. Durch seine Heirat mit seiner Rosa kam Rudolf nach Amras, wo er zur hiesigen Schützenkompanie wechselte. Die SK Amras, bei der er bis vor wenigen Jahren mit Stolz als Zimmermann ausrückte, war ein wichtiger Teil seines Lebens, und er hat hier tiefe Spuren hinterlassen. Er war ein durch und durch ehrlicher Mensch, treu, hilfsbereit und offen, der von allen Kameraden hoch geschätzt wurde.

und offen, der von allen Kameraden hoch geschätzt wurde. Zgf. Franz Xaver Petter † 26. JULI
und offen, der von allen Kameraden hoch geschätzt wurde. Zgf. Franz Xaver Petter † 26. JULI
und offen, der von allen Kameraden hoch geschätzt wurde. Zgf. Franz Xaver Petter † 26. JULI
und offen, der von allen Kameraden hoch geschätzt wurde. Zgf. Franz Xaver Petter † 26. JULI
und offen, der von allen Kameraden hoch geschätzt wurde. Zgf. Franz Xaver Petter † 26. JULI

Zgf. Franz Xaver Petter

† 26. JULI 2016 - KAPPL

Am 26. Juli 2016 ist Zgf. Franz Petter im 80. Lebensjahr verstorben. Franz war seit 1977 Mitglied der SK Kappl, von 1979 bis 1982 Jungschützenbe- treuer und bis Ende der 90er

Jahre als Schütze aktiv. Danach trug Franz noch bis ca. 2012 die Fahne der Kriegsheimkeh- rer bei Beerdigungen. Eine Ab- ordnung der SK Kappl erwies Franz bei der Beerdigung die letzte Ehre.

SK Kappl erwies Franz bei der Beerdigung die letzte Ehre. Zgf. Erich Zauser † 11. AUGUST
SK Kappl erwies Franz bei der Beerdigung die letzte Ehre. Zgf. Erich Zauser † 11. AUGUST
SK Kappl erwies Franz bei der Beerdigung die letzte Ehre. Zgf. Erich Zauser † 11. AUGUST
SK Kappl erwies Franz bei der Beerdigung die letzte Ehre. Zgf. Erich Zauser † 11. AUGUST
SK Kappl erwies Franz bei der Beerdigung die letzte Ehre. Zgf. Erich Zauser † 11. AUGUST

Zgf. Erich Zauser

† 11. AUGUST 2016 - KAPPL

Am 11. August 2016 ist Zgf. Erich Zauser im 72. Lebensjahr verstorben. Erich war seit 1968 Mitglied der SK Kappl. Dabei pendelte er Jahrzehnte von seinem Wohnort Pians nach Kappl, um an den Ausrückun- gen seiner Heimatkompanie teilzunehmen. Im Jahr 2014 durften wir mit Erich seinen 70. Geburtstag feiern, der schon von seiner Krankheit überschattet war. Dennoch ist Erich in den letzten beiden Jah- ren immer ausgerückt, wenn es sein Gesundheitszustand erlaubte, und so war es das Mindeste, dass die SK Kappl ihm bei der Beerdigung die letzte Ehre erwiesen hat. Der Herr gebe ihm die ewige Ruhe!

letzte Ehre erwiesen hat. Der Herr gebe ihm die ewige Ruhe! Harald Oberhofer † 17. JULI
letzte Ehre erwiesen hat. Der Herr gebe ihm die ewige Ruhe! Harald Oberhofer † 17. JULI
letzte Ehre erwiesen hat. Der Herr gebe ihm die ewige Ruhe! Harald Oberhofer † 17. JULI
letzte Ehre erwiesen hat. Der Herr gebe ihm die ewige Ruhe! Harald Oberhofer † 17. JULI
letzte Ehre erwiesen hat. Der Herr gebe ihm die ewige Ruhe! Harald Oberhofer † 17. JULI

Harald Oberhofer

† 17. JULI 2016 - MERAN

Harald Oberhofer ist am 17. Juli 2016 bei einem tragischen Bergunglück am Rimpfisch- horn im Schweizer Kanton Wallis ums Leben gekommen. Harald war ein durch und durch wertvoller – in sich ruhender − Mensch, ein guter Kamerad, und er zeichnete sich durch seine Besonnenheit und sein Vernunftdenken aus. Den Kameraden der SK Meran war er immer Vorbild und bereit, seine Erfahrungen einzubrin- gen. Aber auch im täglichen Leben standen für ihn Hilfsbe- reitschaft und Nächstenliebe an erster Stelle. An die zweihundert Schützen aus dem Burggrafenamt und darüber hinaus, unzählige Freunde und Bekannte beglei- teten Harald auf seinem letzten Weg. Mit einer Ehrensalve ga- ben ihm seine Kameraden der SK Meran einen letzten Gruß mit auf den Weg.

Kameraden der SK Meran einen letzten Gruß mit auf den Weg. EMjr. OSR Dir. Hubert Danzl
Kameraden der SK Meran einen letzten Gruß mit auf den Weg. EMjr. OSR Dir. Hubert Danzl
Kameraden der SK Meran einen letzten Gruß mit auf den Weg. EMjr. OSR Dir. Hubert Danzl
Kameraden der SK Meran einen letzten Gruß mit auf den Weg. EMjr. OSR Dir. Hubert Danzl
Kameraden der SK Meran einen letzten Gruß mit auf den Weg. EMjr. OSR Dir. Hubert Danzl

EMjr. OSR Dir. Hubert Danzl

† 19. JULI 2016 - SCHWAZ

Groß war die Trauergemeinde, die am 23. Juli 2016 Abschied nahm von EMjr. OSR Dir. Hubert Danzl, der wenige Tage zuvor im Alter von 87 Jahren überraschend verstorben war. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Stadtpfarrkirche zele- brierte Pfarrer Martin Müller das von der Stadtmusik Schwaz feierlich gestaltete Requiem. Auf dem anschließenden Zug durch die trauerbeflaggte Schwazer Innenstadt begleite-

ten hunderte Vertreter des öf- fentlichen Lebens, der Schwa- zer Vereine und Institutionen und viele Schwazer Bürger ihren Alt-Bgm. und Ehren- bürger zur letzten Ruhe. Das Tiroler Schützenwesen wurde vertreten durch die beiden Schwazer Schützenkompanien, der Führung des Baon Schwaz mit den Fahnenabordnungen aller 16 Kompanien, Vertreter des BTSK, Abordnungen der Südtiroler Schützen sowie der Bayrischen Gebirgsschützen. Bei der Verabschiedung im Stadtpark blickten Bgm. Dr. Hans Lintner, Mjr. Fritz Tie- fenthaler sowie LH-Stv. Josef Geisler auf das erfüllte Leben des Verstorbenen zurück und gingen besonders auf seine Verdienste um das Tiroler Schützenwesen sowie sein Engagement im öffentlichen Leben und im sozialen Bereich ein. Als Sohn von Josef Danzl, der von 1946 bis 1967 Mjr. des Baon Schwaz war, rückte Hubert 1945 zum ersten Mal mit seiner 1. Schwazer SK aus. Er übernahm die Funktionen des Jungschützenbetreuers und des Schriftführers und war von 1965 bis 1973 Obmann und Hauptmann. Neben der Funktion des Schriftführers im BTSK, die er 10 Jahre ausübte, wurde Hubert Danzl JS-Betr. des Baon Schwaz und stand ihm von 1971 bis 2010 insge- samt 39 Jahre als Kommandant voran. Für sein jahrzehnte- langes Engagement und seine Verdienste im Schützenwesen wurde Hubert Danzl mit der Andreas-Hofer-Medaille für 70 Jahre Mitgliedschaft, dem Jungschützenverdienstzeichen in Gold, der Verdienstme- daille des BTSK in Gold und der Verdienstmedaille der BBGK in Gold ausgezeichnet. Das Land Tirol ehrte ihn mit der Verdienstmedaille, dem Verdienstkreuz und dem Ehrenzeichen. Seine Verdienste im sozialen und kirchlichen Bereich wurden mit der päpst- lichen Auszeichnung „Pro

N° 5 | Oktober 2016

N° 5 | Oktober 2016 WirWir gedenkengedenken …… 31

WirWir gedenkengedenken ……

31

Ecclesia et Pontifice“ geehrt. Hubert Danzl war Ehrenmajor, Ehrenbürger von Schwaz und Ehrenobmann. Nach 87 Jahren endete sein sehr erfülltes Leben, das 71 Jahre lang dem Tiroler Schützenwesen und der 1. Schwazer Schützenkompanie gewidmet war.

und der 1. Schwazer Schützenkompanie gewidmet war. Otto Gaiser † 20. AUGUST 2016 - EPPAN Am
und der 1. Schwazer Schützenkompanie gewidmet war. Otto Gaiser † 20. AUGUST 2016 - EPPAN Am
und der 1. Schwazer Schützenkompanie gewidmet war. Otto Gaiser † 20. AUGUST 2016 - EPPAN Am
und der 1. Schwazer Schützenkompanie gewidmet war. Otto Gaiser † 20. AUGUST 2016 - EPPAN Am
und der 1. Schwazer Schützenkompanie gewidmet war. Otto Gaiser † 20. AUGUST 2016 - EPPAN Am

Otto Gaiser

† 20. AUGUST 2016 - EPPAN

Am 20. August 2016 verstarb Otto Gaiser, geschätztes Mitglied und Ehrenleutnant der SK „Sepp Kerschbaumer“ nach kurzer schwerer Krank- heit. Otto war 56 Jahre lang Mitglied der Kompanie und solange es seine Gesundheit er- laubte, bei allen Ausrückungen dabei. Vorbildlich waren seine Hilfsbereitschaft, sein Fleiß und seine Bescheidenheit, aber auch seine kameradschaftli- che Art, die ihn bei Jung und Alt so beliebt machte. Otto scheute aber auch nicht davor zurück, stets wachsam auf die Schützenwerte aufmerksam zu machen.

stets wachsam auf die Schützenwerte aufmerksam zu machen. Kurz & bündig - Eine ungewöhnliche Partnerschaft mit
stets wachsam auf die Schützenwerte aufmerksam zu machen. Kurz & bündig - Eine ungewöhnliche Partnerschaft mit
stets wachsam auf die Schützenwerte aufmerksam zu machen. Kurz & bündig - Eine ungewöhnliche Partnerschaft mit
stets wachsam auf die Schützenwerte aufmerksam zu machen. Kurz & bündig - Eine ungewöhnliche Partnerschaft mit
stets wachsam auf die Schützenwerte aufmerksam zu machen. Kurz & bündig - Eine ungewöhnliche Partnerschaft mit
stets wachsam auf die Schützenwerte aufmerksam zu machen. Kurz & bündig - Eine ungewöhnliche Partnerschaft mit

Kurz & bündig

- Eine ungewöhnliche Partnerschaft mit über 1.000 km Entfernung:

Immer am zweiten Wo- chenende im Juli feiert der Schützenverein Buch- holz in der Nordheide bei Hamburg sein mehrtägi- ges großes Schützenfest.

Auch heuer ist eine 23 Mann starke Abord- nung der SK Lana nach Buchholz gereist, um am Schützenfest teilzuneh- men.

- Zwei Jahre lang hatten die Jung- und Altschützen von Telfes das Projekt „Reno- vierung der Halskapelle“ vorbereitet. Insgesamt mussten etwa 5.000 Euro aufgebracht werden – nicht nur durch Spenden. Zehn Mal suchten die Schützen die Kapelle am Telfer Berg auf, und etwa 400 bis 500 Arbeitsstun- den waren nötig.

Besonderes Lob verdienen dabei unsere Jungschüt- zen Lukas und Matthias sowie ein besonders zäher Altschütz, ELt. Franz Schwab. Mit 75 Jahren ließ er es sich nicht neh- men, bei den Betonarbei- ten zu helfen.

- Traditionell zum Hohen Frauentag wurden in Gries im Sellrain Ehrungen durchge- führt. Geehrt wurden die Marketenderinnen

Julia Rauchenberger und

Marina Kranebitter für 15-jährige Mitgliedschaft. Sie erhielten die Pater- Haspinger-Medaille. Den Jungschützen bzw.

Jungschützenmarketen-

derinnen Sarah Holzer, Fabian Haider, Andreas

Ruetz und Martina Kirch- mair wurde das Goldene

Jungschützen-Leistungs-

abzeichen verliehen.

- Am Samstag, den 2. September 2016 traf sich der Ausschuss des Ba- taillons Schwaz mit den Ehrenhauptmännern und den Funktionären vom Mangfall-Leitzach-Gau zu einem partnerschaft- lichen Treffen in Pertisau am Achensee. Das Tref-

fen findet alle zwei Jahre statt, und dieses Jahr war das Baon Schwaz für die Organisation an der Reihe.

- Die SK Innervillgraten er- richtete am 15. Juni 2001 das sogenannte „Mosche- kreuz“ in der Nähe der Fürathöfe. Anlässlich des 15-Jahr-Jubiläums führte der Weg wieder zum Mo- schekreuz, wo nach altem Brauch für gutes Wetter und eine gute Ernte gebe- tet wurde.

Weihnachtskartenaktion

Vielen ist es ein lieber Brauch geworden, den Verwandten, Freunden, geschätzten Mitmenschen oder im Namen der Kompanie den Mitgliedern, den Unterstützungs- und Ehren- mitgliedern, den Freunden und Gönnern in der Weihnachts- zeit mit einer kunstvoll gestalteten Karte die Weihnachtsgrüße und zugleich ein Zeichen der Wertschätzung und der Verbun- denheit zu übermitteln. Wer dazu unsere Weihnachtskarten verwendet, unterstützt mit dem Kauf dieser Karten zugleich den Herz-Jesu-Notfonds. Der gesamte Erlös aus der Weih- nachtskartenaktion wird diesem zugeführt und kommt aus- schließlich in Not geratenen Schützenmitgliedern und deren Familien zugute. Wir sagen bereits im Voraus ein herzliches Vergelt’s Gott! Besonderen Dank schulden wir den Künstlern Klaudius Molling, Karl Obleitner, Erwin Flor, Walter Haberer und Rosina Zipperle, die uns die Motive für die Weihnachts- karten unentgeltlich zur Verfügung gestellt haben. Wichtige Hinweise: Die Karten sind ohne Aufschrift auf der Innenseite. Spende je Karte und passendes Kuvert 1,50.- Euro. Die Karten werden über die Bundeskanzlei des SSB verteilt, eventuelle Versandspesen werden dem Empfänger mitgeteilt. Privatpersonen und Unternehmen haben im Sinne der gülti- gen Steuergesetze die Möglichkeit, Spenden an Volontariatsor- ganisationen zum Teil steuerlich abzusetzen.

Bestellungen bitte an den SSB, Tel. (0039) 0471-974078

an Volontariatsor- ganisationen zum Teil steuerlich abzusetzen. Bestellungen bitte an den SSB, Tel. (0039) 0471-974078
an Volontariatsor- ganisationen zum Teil steuerlich abzusetzen. Bestellungen bitte an den SSB, Tel. (0039) 0471-974078
an Volontariatsor- ganisationen zum Teil steuerlich abzusetzen. Bestellungen bitte an den SSB, Tel. (0039) 0471-974078
N° 5 | Oktober 2016 32 Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT

N° 5 | Oktober 2016

32

Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT

| Oktober 2016 32 Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT 7 Jahre: Sabrina Zerlauth, Julia Mayr und
| Oktober 2016 32 Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT 7 Jahre: Sabrina Zerlauth, Julia Mayr und

7 Jahre:

Sabrina Zerlauth, Julia Mayr und Alexandra Riss (Amras); Marlene Berger und Christina Müller (Neustift i.St.); Jasmin Mattersberger (Matrei i.O.) und Marion Kleinlercher (Hopfgarten i.Def.)

15 Jahre:

Lisa Schuchter (Allerheiligen), Stefan Abenthung, Lisa-Anna Haller und Stefan Haid (Götzens); Manfred Riepler und Johann Berger (Matrei i.O.), Christian Berger, Manfred Haas und Johann Kindl (Neustift i.St.); Martin Salzburger (Strass i.Z.); Julia Rauchenberger und Marina Kranebitter (Gries im Sellrain) sowie Norman Klotz (SK Walten)

25 Jahre:

Gerhard Schwitzer (Allerheiligen); Helmut Ranalter, Arnold Gleinser, Wolfgang Haas und Wendelin Ranalter (Neustift i.St.); Georg Holzer, Albert Presslaber und Daniel Wolsegger (Matrei i.O.); Andreas Eberharter (Strass i.Z.); Vigil Haller und Alexander Klotz (SK Walten)

40 Jahre:

Hans Wieser und Franz Mayr (Amras); Markus Haller und Walter Holzknecht (Götzens); EHptm. Otto Rifesser, Arthur Prinoth, Reinhard Senoner, Georg Mahlknecht, Siegfried Santifaller, Alois Senoner und Josef Piccolruaz (SK St. Ulrich); Alfred Enthofer und Jakob Fischler (Strass i.Z.); Franz Gufler, Peter Haller, Franz Klotz, Manfred Klotz und Wolfram Klotz (SK Walten)

50 Jahre:

Herbert Holzmann (Götzens) und Alois Egger (Matrei i.O.)

55 Jahre:

Alois Haller, Franz Haller und Johann Kapeller (Götzens)

60 Jahre:

Georg Rauchegger (Abfaltersbach) und Pionier Franz Eberharter (Strass i. Z.)

70 Jahre:

Albert Holzer (Matrei i.O.)

Abs.: Bund der Tiroler Schützenkompanien, Brixner Str. 2, A-6020 Innsbruck

Termine 2016

1. Oktober:

9.

Oktober:

21.

Oktober:

24.–25. Oktober:

25. Oktober:

Viertelbildungstag – Viertel Unterland in Bad Häring

51. Tiroler Schützenwallfahrt in Absam Podiumsdiskussion „Die Österreichische Staatsbürgerschaft für Südtiroler“ in Prad Offiziersausbildung in Matrei/St. Michael

Gr. Zapfenstreich zum Nationalfeiertag in Innsbruck

2.

November:

Tiroler Landesgedenkfeier

12.

November:

in Innsbruck/Bergisel Bundesausschusssitzung BTSK in Absam

19.

November:

Gedenkfeier zum 100. Todesjahr von

19.

November:

Kaiser Franz Joseph I. in Brixen 2. Viertelschießen Tirol Mitte in Igels

20. November:

Franz-Höfler-Gedenkfeier in Lana

8.

Dezember: Sepp-Kerschbaumer-Gedenkfeier in St. Pauls

11.

Dezember:

Dr.-Josef-Noldin-Gedenkfeier in Salurn

11. Dezember: Dr.-Josef-Noldin-Gedenkfeier in Salurn Impressum Anschriften der Schriftleitungen: Bayern:

Impressum

Anschriften der Schriftleitungen:

Bayern: Hptm. Hans Baur, Schöttlkarstr. 7, D-82499 Wallgau, Tel. 08825/9219560, Fax 08825/9219561 E-Mail: Baur-Hans@t-online.de Nord-/Osttirol: Franziska Jenewein, Brenner-Straße 56, A-6143 Matrei, Tel. 0664/88265867, E-Mail: zeitung@tiroler-schuetzen.at Süd-Tirol: SSB, Schlernstr. 1, I-39100 Bozen, Tel. 0471/974078, E-Mail: presse@schuetzen.com Welsch-Tirol: Romina Tomasini, P.zza d. Chiesa, 27, I-38016 Mezzocorona, E-Mail: info@wtsb.org Redaktionsschluss ist der jeweils letzte Tag der Monate Februar, April, Juni, August, Oktober und Dezember. In der TSZ abgedruckte Bilder und Texte unterliegen dem Urheber- recht und dürfen nur mit Zustimmung der Schriftleiter reproduziert werden.

Die Beiträge müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Eigentümer und Herausgeber:

Bund der Tiroler Schützenkompanien, Brixner Str. 2, Innsbruck, und Südtiroler Schützenbund, Schlernstr. 1, Bozen Eingetragen beim Landesgericht Bozen, Nr. 6/77. Verantwortlicher Schriftleiter im Sinne des Pressegesetzes Hartmuth Staffler. Die Tiroler Schützenzeitung versteht sich als Mitteilungsblatt des Südtiroler Schützenbundes, des Welschtiroler Schützenbundes, des Bundes der Tiroler Schützenkompanien und des Bundes der Bayerischen Gebirgs- schützenkompanien. Schriftleiter SSB: Mjr. Günther Mairhofer; BGSK:

Hptm. Hans Baur; BTSK: Franziska Jennewein, WTSB: Romina Tomasini Druck: Karodruck, Frangart