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UNTERSUCHUNG VON OUTSOURCINGPOTENTIALEN. Kontraktlogistiker, bzw. 3PL-Logistiker haben in den letzten Jahren einen

UNTERSUCHUNG VON OUTSOURCINGPOTENTIALEN.

Kontraktlogistiker, bzw. 3PL-Logistiker haben in den letzten Jahren einen massiven Wachstumsschub erlebt und nehmen inzwischen eine wichtige Rolle als Bindglied zwischen der verschiedenen Wertschöpfungsstufen innerhalb, sowie zwischen den verschiedenen Unternehmen ein. Noch immer wird in den Medien ein Outsourcingpotential im Industriebereich zwischen 30 – 50 % kolportiert, welches in den nächsten Jahren an eben diese Kontraktlogistiker ausgegliedert werden soll. Damit sind natürlich weitere Wachstumspotentiale für die Logistikbranche verbunden, welche sich auch in einem zusätzlichen Flächenbedarf nach Logistikimmobilien niederschlagen.

Das Bankhaus Ellwanger & Geiger, Geschäftsfeld Industrie und Logistik, führte unter kleinen bis mittelständischen Unternehmen, sowie Großkonzernen eine Umfrage zum Thema Outsourcingpotentiale durch. Die befragten Unternehmen sind in verschiedenen Branchen tätig. Dies soll es ermöglichen, ein möglichst breites Bild über den Themenbereich Outsourcing zu erhalten. Die untersuchten Branchen sind: Papier und Druckgewerbe, Metall- und Kunststoffverarbeitung, Maschinen- und Werkzeugbau, Fahrzeugbau, Automobilzulieferer, Elektrotechnik und Anlagenbau.

Ziel der Untersuchung war es, das in den Medien kolportierte Outsourcingpotential (30 –50%) auf seine Plausibilität zu überprüfen und wenn möglich das tatsächliche Potential in Erfahrung zu bringen.

Auswertung der Untersuchung:

· 29% der befragten Unternehmen wollten keine Auskunft geben

· 9% der befragten Unternehmen haben Potential, welches in den nächsten 2 ausgegliedert wird

· 26% Unternehmen haben Potential, welches jedoch nicht auf den Markt kommt

· 36% Unternehmen haben kein Potential, das nach außen vergeben werden kann

Von den untersuchten Unternehmen hat mehr als 1/3 Potential, welches an Logistikdienstleister ausgegliedert werden kann. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation, sind derzeit aber nur 9% der Unternehmen bereit, tatsächlich Potentiale auf den Markt zu werfen. Viele Unternehmen halten sich momentan mit weiteren Ausgliederungen zurück, da sie zunächst ihre eigenen Kapazitäten auslasten möchten. Noch einen Schritt weiter gehen die Automobilbauer. In diesem Bereich ist ein gegenläufiger Trend in Richtung Insourcing zu beobachten.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass in vielen Unternehmen Outsourcingpotential vorhanden ist. Allerdings ist dieses nicht so stark ausgeprägt, wie dies in den Medien kolportiert wird. Es liegt nach Angaben der Unternehmen nur zwischen 5 – 10%. Durch die anhaltende Wirtschaftskrise kommt dieses Potential, aufgrund von Kapazitätsauslastungen, jedoch zum größten Teil nicht in den nächsten zwei Jahren auf den Markt. In der Automobilbranche ist zur Zeit ein Trend zum Insourcing zu beobachten. Wie lange dieser Trend anhalten wird ist nicht abzuschätzen.

BRANCHENVERTEILUNG DER BEFRAGTEN UNTERNEHMEN. Maschinenbau 29% Metall-/Kunststoff- verarbeitung 10% Automobilzulieferer

BRANCHENVERTEILUNG DER BEFRAGTEN UNTERNEHMEN.

Maschinenbau

29%

Metall-/Kunststoff-

verarbeitung

10%

Automobilzulieferer 26%
Automobilzulieferer
26%

Fahrzeugbau

13%

Papier- und

Druckgewerbe

10%

Elektroanlagen/-

technik

6%

Textilgewerbe

3%

Anlagenbau

3%

ERMITTELTE OUTSOURCINGPOTENTIALE.

Haben Potential, w ird jedoch nicht vergeben

26%

Haben Potential und w erden Outsourcen

9% Geben keine Auskunft 29%
9%
Geben keine Auskunft
29%

Haben kein Potential

36%