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DER FLUG-NAVIGATIONS- RECHENSTAB LG 35 - 7380 NAVIGAT als unentbehrliches Hilfsmittel fiir Theorie und Praxis Eine Anleitung zum Gebrauch VEB MANTISSA - RECHENSTABE - ZEICHENGERATE DDR 808 DRESDEN - GOETHESTRASSE9Q- TEL. 584347 cen Eee ene nena ——— Inhalt 1 Ejinleitung ......... : Heiter eee ees 2 Aufbau des Navigationsrechenschiebers .......00.0000ecsecseeeveeneeeees 5 3. Die Intervalle der Tellungen .......000.:c2c00eeeerne 8 iat Dias chitzers cesta are ea Meee 9 1 Allgemeine Mathematik auf dem »Navigat« 5: DIS Multipliketion ..... one. eens seme seme scenes snes teins Pele FEET ES " ee Sh. ner rr rer errrs try Tir? Tit) Tit Tritt itt Thre | 1 7 Das Quadrieren und Quadratwurzelziehen 12 8 Bostimmung der Werte der trigonometrischen Funktionen ...........--+5+05 14 9 Multiplikation von Zahlen mit trigonometrischen Winkelfunktionen ......-.. 15, 10 Division von Zahlen mit trigonometrischen Winkelfunktionen ...---....+++++ 16 11 Kombinierte Operationen .......sss cree eee eee cece eter teense t nett e eee 7 12 Umrechnung von MaBeinheiten .......0.000eeeeeceeeeeees 8 Il Aufgaben fiir die Navigation 13. Berechnung der Machzahl und der Schallgeschwindigkelt .............--... 21 14 Berechnung der Weggeschwindigkeit aus zuriickgelegter Entfernung und Flugzeit .........-.6.0000ee ee eee 15. Berechnung der zuriickgelegten Entfernung aus Weggeschwindigkeit und Flugzeit 22 16 Berechnung der Flugzeit aus der zuriickgelegten Entfernung und Weggeschwindigkeit ......---...... 23 17, Berechnung der Weggeschwindigkeit aus der Flugzeit und einer Basis gleich der Flughéhe 23 18 Berechnung der Seitenabweichung in Grad (SA°) I aus Entfernung und Seitenabweichung in km (SAkm) - eee 2a i 19 Berechnung der berichtigten Flughdhe | aus. der Anzeige des barometrischen Héhenmessers: 2 20. Berechnung der berichtigten Flugaeschwindigkeit aus der Anzeige des Geschwindigkeitsmessets | 0.0.0... ..cccseseteseeee 2 t i 21 Bestimmung des Aquivalentwinkels ........ 6.0.6.0 0seee sree ee enter eee 29 22. Berechnung des Abdriftwinkels und der Weggeschwindigkeit mit bekanntem Windvektor vamaeee ee iu 30 23 Berechnung des Abdriftwinkels eines Flugzeuges mit Léings- und Vertikalwinkel 31 24 Bestimmung des Abdriftwinkels mit einer seitlichen Funkstation 32 25 Bestimmung der horizontalen Entfernung mit der Héhe und dem Vertikalwinkel 33. 26 Berechnung der horizontalen Entfernung mit der Héhe und der schragen Entfernung 34 27 Bestimmung der Weggeschwindigkeit mit Hilfe von funktechnischen Systemen 36 Ill Berechnung fiir Flugmanéver 28. Bestimmung des Kurvenradius mit dem Schraglagewinkel und der Kurvengeschwindigkeit ...........-- 37 29 Bestimmung der Dauer einer Kurve fiir ein Flugzeug mit gegebenem Radius und gegebener Kurvengeschwindigkeit 37 30 Bestimmung der Dauer einer Kurve mit gegebener Schriiglage und Kurvengeschwindigkeit 38 31 Bestimmung des linearen Vorhaltes der Kurve 39 32. Berechnung der kleinsten Entfernung zur Tilgung eines Zeitmangels oder Uberschusses 40 33 Bestimmung der Flugzeit fiir eine Schleife zur Tilgung eines Zeitiiberschusses . 40 34 Berechnung der Zeit fir Begegnung und Einholung von Flugzeugen a IV Aufgaben zum Bombenwurf 35 Berechnung des Zielwinkels ..... 42 36 Bestimmung der schréigen Entfernung beim Bombenwurt 44 37. Bestimmung der GréBe der Abdrift eines langsam fallenden Kérpers....-. 46 38 Bestimmung der Bombenabwurfhéhe mit Lichtbildern .......0.c00cceeeeee 46 39 Berechnung der erforderlichen Anzahl von Aufnahmen beim Foto-Bombenwurf 47 3 40 a 42 43 a4 aS 16 ay a8 19 53 VI 54 55 56 57 58 59 Aufgaben zur Luftbildfotografie Bestimmung des AufnahmemaBstabes . Bestimmung der Héhe fiir die Aufnahme Bestimmung der maximal zuldssigen Belichtungsdauer Bestimmung der Gelandeerfossung Bestimmung der Seitenkanten der MeBstabschablone Bestimmung der Anzahl der Aufnahmen fiir einen Flugweg Bestimmung des Intervalles zwischen den Belichtungen Bestimmung der Anzahl der Flugwege zum Folograficren einer gegebenen Flache Bestimmung der Héhe bei Perspektivfotografie 1 des Abbildungsmafstabes bei der Perspektivfotografie mmung der Geldindcerfassung mit dem vorderen und hinteren Abschnitt Bestimmung der ntfemung der Vertikalen des Flugzeuges bei der Perspektivfotogratie ... Bestimmung des Intervalles zwischen den Belichtungen boi der Perspektivfotografie Bestimmung der Anzahl der Aufnahmen aus einem Flugzeug bei Perspektivfotografie Aufgaben fiir das LuftschieBen Bestimmung der linearen Abdrift fiir Kuge! und GeschoB Bestimmung des linearen Vorhaltes Bestimmung des Vorhaltewinkels Bestimmung der Entfernung bis zum Ziel Berechnung des Visierwinkels Die Behandlung des Rechenstabes 418 48 49 49 49 50 50, 50 51 52 54 54 55 57 57 58 59 59 ACHTUNG! Wenn Sie bereits routinierter Rechenstabrechner sind, dann beginnen Sie mit Ihren Ubungen bei Abschnitt Il! 1 Einleitung Der Rechenstab — auch Rechenschieber genannt ~ ist in einer etwa 200jéhrigen Ent- wicklungszeit ein unentbehrliches und vielseitig verwendbares Hilfsmittel fiir eine Viel- zahl von Rechnungsarten geworden. Man kann damit multiplizieren, dividieren, poten- zieren, radizieren usw. Die ersten Navigationsrechenschieber, in dieser Anleitung kurz »Navigate genannt, mit gradlinigen Skalen wurden bereits 1923 von dem sowjetischen Konstrukteur Nemtschinow herausgebracht. Durch stindige Fortentwicklungen ist er heute ein gernbenutztes Rechen- instrument fiir das gesamte fliegende Personal geworden. Man fordert vom »Navigat« nicht die Eigenschaften einer Rechenmaschine, sei aber da- von iiberzeugt, daB die erzielte Rechengenauigkeit vollkommen ausreichend ist. Der »Navigat« besteht aus einem nicht leicht entflammbaren Kunststoff, der mit einem weichen Radiergummi leicht gereinigt werden kann. Hauptteile und Anordnung der gravierten Skalen sind aus der Abbildung 1 und 2 ersichtlich. Zwischen den Skalen, auch Teilungen genannt, liegen eine Anzahl besonderer Kenn- zeichen, sie erleichtern das Einsteilen und Ablesen, sie sind ebenfalls aus Abbildung 1 und 2 ersichtlich, ‘ypnious “1puiizeq s9p “qewonioyy eh 0}04S-7 Bunupeswa Sts Bua Bunuyposu os a ee a os au iKeheeeiceal| ares atrewoag e6unz —jjaysebsbunsyny 2] -| B/DIS-> J9INB] Bunuyponuin UNIEUIAN DIDIS- ‘WioUoBL3 1p} sp Bunya), S/S mIPAS "| N DIpIS-O wi ogoz! $14 uayeH sny TTT TTT mo) 2 096 jne jezueniny uspunis “po USIAUI WI UapUMag UL Bunukunseq Bunuuiyseq 11928014, ya26n)4 us 90021 3940 BIS“ BIDAS-S. DIPAS-d usyRH 40} DIPS“ [OAS-q_ sntPEsuonsn} 21DyS-g »|04S-4 21DIS-9 Tene | 4 alee ees ae ! “ape ae Shee a) beat i thir tetra dhe erry ‘ens | i eyo -s8u0juy INR “qayloney BIDIS-D Site 8 Bestimmung der Werte der trigonometrischen Funktionen Die Bestimmung der Werte von Sinus und Tangens eines gegebenen Winkels erfolgt nach folgenden Gleichungen (Abbildung 10): sina = BC. tana = AB Abb. 10 B a Be AC c sina cos « tan « cot a = BC AB AC AB BC AC AC ‘BC Bei diesen Rechenoperationen muB der Index E <> auf dem Teilstrich 100 der F-Skala stehen! Dies bezeichnen wir forthin als Grundstellung des Rechenschiebers. einstellen auf Skala Werte auf F-Skala Winkel entspricht Beispiel 19 sin 45° ~ D 0,707 Beispiel 20 sin 15° - D 0,258 Beispiel 21 sin 173° - D 0,112 Abb. 11 Beispiel 22 cos 70° sin 20° D 0,342 Beispiel 23 tan 25° - E 0,466 Beispiel 24 tan 56° 7 E 1,48 Beispiel 25 cot 21° tan 69° E 2,605 Sinus 5° 175° wird auf der D-Skala eingestellt, kleine Sinuswinkel und alle Tangens- winkel hingegen auf der E-Skala, Beispiel 26: sin 2°30’ = tan 2°30’ = # Lésung nach Abbildung 12: Lauferstrich auf E~2-5, darunter auf F—4~3-7. Ergebnis: 0,0437 - i 437 a 5 alm 3. 3 9 Multiplikation von Zahlen mit trigonometrischen Winkelfunktionen Die Multiplikation mit dem Sinus oder Cosinus lautet: A a=c-sina Abb. 15 Ergebnis: r=11km Abbildung 15 zeigt Ihnen den Rechnungsgang 12 Umrechnung von MaBeinheiten a) Stundenkilometer in Metersekunden Beispiel 38 und 39: 725km/h = m/s Lésung: Index CG gegeniiber B-7-2-5, Laufer auf Index |10} fiihren und auf B-2-0—1 ablesen. Ergebnis: 201m/s. Uben Sie weiter: 515 km/h = 143 m/s b) Metersekunden in Stundenkilometer Beispiel 40 und 41: 25/ms = ?km/h L8sung: Index C/10) unter B-2-5 ziehen, Léufer auf Index C © fihren, dariiber auf B-9-0 ablesen. Ergebnis: 90kmjh. Uben Sie weiter: 195 m/s == 702 km/h c) Umrechnung von See-, engl. Meilen und FuB in metrische Werte und umgekehrt. Beispiel 42: 205 engl. Mellen = ?km 205 Seemeilen = ?km 205 Fu = 7m L8sung nach Abbildung 16: R100 iber S—2-0-5 zichen, Lauferstrich nacheinander auf Index R EM, SM und FuB fithren und darunter auf $ ent- sprechende metrische Ziffernfolge ablesen: a = 328 km = 380 km c= 625m Beispiel 43: 455km = a) ?engl.Meilen b) ?Seemeilen c) 455m — ?FuB Lésungen: Léuferstrich auf S~4~5—5, dann zieht man die Zunge nach- einander auf vorstehende Marke und liest den jeweiligen Wert unter R-100 auf § ab, so erhailt man folgende Ergebnisse: a= 283engl. Meilen, b == 246 Seemeilen, ¢ = 149 FuB t @ © ® y vy Vv v 100 EM sm Fu R 205 328 380 625 s A A A @ ® Abb. 16 Meter pro Sekunde FuB pro Sekunde 1m 3,281 FuB (ft) 1 m/s 3,281 ft/s 1 m/s = 3,281 - 60 ft/min = 196,86 ft/min, Beispiel 44: 5 m/s & ? ft/min L& sung : Index R-100 auf S~197 fihren und unter R-500 Ergebnis S—985 ablesen. Ergebnis: 985 ft/min Uben Sie weiter 7 m/s & 1380 ft/min, FuB pro Minute & Meter pro Sekunde Beispiel 45: 1500 ft/min & ? m/s Lésung : Index R-100 auf S~197 fiihren und iiber S150 Ergebnis R-762 ablesen. Ergebnis: 7,62m/s d) Umrechnung von Winkelgraden in Radianten (ArcusmaB) und umgekehrt. Hierbei gilt folgende Formel : x 180° ™ Feo * x [rvs = (2°.)* srans | Hierbei B-Skala Interval! 1 bis 10 und C-Skala Intervall 10 bis 100 benutzen! Beispiel 46 und 47: 35° = ? arc Lésung nach Abbildung 17: Zunge mit C-1-8 unter B= ziehen, dann Lauferstrich auf C-3-5, dariiber steht auf B-6—1, Ergebnis: 0,61arc. Mit gleicher Zungeneinstellung schieben wir den Lauferstrich auf 240° und lesen B—4—2, das ist 4,2 arc. Beispiel 48 und 49: 1,84 arc = ? Winkelgrad Lésung : Unter B-1-8 die Zunge mit Cx ziehen, Lauferstrich auf C-1-8-4 gleiten lassen, dartiber auf B—1—-0-5 ablesen. Ergebnis: 105°. Mit gleicher Zungenstellung Laufer auf 0,27 are = 15,5° q 1 B ¥ { c i Abb. 17 ® 20 Il Aufgaben fiir die Navigation 13 Berechnung der Machzahl und der Schallgeschwindigkeit ue -t a = Schallgeschwindigkeit oa M = Machzahl Beispiel 50: Wie groB ist die Schallgeschwindigkeit bei t,, = — 40°C? Lésung nach Abbildung: Auf P-Skala sténdig 3,25 km einstellen, dar- iiber ty = — 40°C dann liest man iiber Index $1000 auf R-1100 ab. Ergebnis: a = 1100km/h ee eeeteerr PD eee ee Ee R 3,25 km (const) s Vw = 800km/h & M = 0,729; M = 1,2 = Vw = 1320km/h Bei gleicher Schiebereinstellung ist mon in der Lage, auf R fiir jede beliebige Ge- schwindigkeit darunter auf $ die entsprechende M-Zahl abzulesen bzw. umgekehrt an Hond der Machzahl die Geschwindigkeit zu bestimmen 14 Berechnung der Weggeschwindigkeit aus zuriickgelegter Entfernung und Flugzeit ee re ee ates W = Weggeschwindigkeit km/h oder m/s Herel gilts Woy s = zurlickgelegte Entfernung km oder m t = Flugzeit in min oder sec aL 18 Berechnung der Seitenabweichung in Grad (SA°) aus Entfernung und Seitenabweichung in km (SAim) Folgende Formeln gelten: gae =z SAkm — Seitenabweichung in km jen Srur = zurlickgelegte Entfernung in km 73 SAtm_ 2B = ruséitzliche Berichtigung ton 7B = “Spost SRest = restliche Entfernung tan KB. = SA°-+- 2B Ziel/ Bestimmungs- punk Vorhalt ) SAY #0 S zur le 65km 9Okm Abb. 20 Beispiel 57: Wir entnehmen die Werte der Abbildung 20 Lésung: Index E~} aber F~6-5 ziehen, Lduferstrich auf F-8 filhren, gegeniiber auf E~7 ablesen 1. Ergebnis: SA°= 7° (Abbildung 20), Index E % tiber F~9-0 ziehen, Lauferstrich auf F-8 fiihren, gegentiber auf E-5~1 ablesen, 2. Ergebnis: ZB = 5,1", Gesomtberichtigung 7° + 5,1° = 12,1° v v E 10° 4 F a a &) Abb. 21 24 Ist die seitliche Abweichung nur in Grad bekannt, so wird die Aufgabe ebenfalls wie in Abbildung 21 dargestellt gelést, aber mit dem Unterschied, daB onfangs gegeniiber dem Laufer nicht der gesuchte Wert in Grad, sondem die Seitenabweichung in Kilo- meter abgelesen wird und durch ihn schon die zusétzliche Berichtigung im Kurs er- rechnet ist: Beispiel 58: Zurlickgelegte Entfernung = 73 km Restliche Entfernung = 125 km Seitenabweichung = 0 Sain =? ZB=?%? KB=? Lésung: SA = 13km ZB == 6? KB = 16° Das Vorzeichen der Berichtigung fiir den Kurs wird durch die Abweichung von der Weg- linie bestimmt: Linksabweichung ++ Rechtsabweichung — 19 Berechnung der berichtigten Flughdhe aus der Anzeige des barometrischen Héhenmessers a) Umrechnung der angezeigten Héhe bis zu 12000 m Beispiel 59: Der barometrische Héhenmesser an Bord zeigt 7200 m bei th = 22°C, fy = — 30°C; — wie hoch ist Hpor? Lésung nach Abbildung 22: Man errechnet zuerst to + ty, = 22° — 30° = —8°C; dann stellt man den linken Index K t auf H~8 und fiihrt den Lauferstrich auf K-7-8, dem Wert gegeniiber steht auf J-8, das Ergebnis lautet: Hper = 8000 m. @ H. 3 5 2 | po ) 22 Berechnung des Abdriftwinkels und der Weggeschwindigkeit mit bekanntem Windvektor Hierbei gilt: sin AW = ysine A fae pain U = Windgeschwindigkeit (km/h) : V = Fluggeschwindigkeit (km/h) oder; W= SA +AW) y ¢ = Windwinkel in Grad sine we = Weggeschwindigkeit (km/h) Beispiel 67: V=620km/h =U=120km/h én = 1522. MWW = 120° 2 AW=?% W=? Lésung: Man berechnet zuerst ¢ = dp-—MWW ¢ = 152° — 120° = 32° Lauferstrich auf F-6-2, darunter Zunge mit D-3-2, dann Lauferstrich auf F-1-2, dariiber auf D-5,8° ablesen. Jetzt addiert man 32 + 5,8 = 37,8, auf diesen Wert der D-Skala fahrt man den Léuferstrich und liest darunter auf F-7~2 ab. Ergebnis: W = 720km/h AW +5,8° el zwischen 5° und 90°, bzw. 90° und 175° auf D-Skala el zwischen 0° und 5°, bzw. 175° und 180° auf E-Skala einstellen! Ist der Windwinkel gréBer als 180°, so muB sein Komplementwinkel zu 360° benutzt werden. Merke: Beispiel 68: V—280km/h, U=45km/h, «= 155, AW= 4°, W= 237km/h Das Vorzeichen fiir die Abdrift ist positiv, es wird jedoch negativ, wenn & als Komplement- winkel zu 360° genommen wird. Wird AW kleiner als 0,5°, so setzt man es gleich Null und errechnet W= V + U 23 Berechnung des Abdriftwinkels eines Flugzeuges mit Langs- und Vertikalwinkel IoeERE SCSI ERAS ; _ __We VWi = Vertikalwinkel zu einem Richt- Es gilt: AW = owe punkt, der sich voraus auf der Kurslinie befindet Wg = Seitenneigung in Grad (Vertikalwinkel zum Richtpunkt auf der Querlinie zur Kurslinie) Beispiel 69: VWi= 35° VWo=—8 AW=° Lésung nach Abbildung 28: Lauferstrich auf F-8, darunter zieht man die Zunge mit E-3-5, fishrt den Laufer auf Index E und liest darunter auf F-1-1—4 ab. Ergebnis: AW = —11,4° E Abb. 28 Bemerkung: VWi= 45° —26,5° 63,6° AW =VWq 2VWa ') VWe 31 27 Bestimmung der Weggeschwindigkeit mit Hilfe von funktechnischen Systemen _AR t+ siny Stationswinkel AR = Entfernungsénderung von der Geschwindig- keitsstation in der Zeit Abb. 35 Beispiel 75: R= 2500m, t= 20sec, y= 30, W=? L&sung nach Abbildung 36: Lauferstrich auf B-2-5 stellen, darunter C-2-0 ziehen, dann Lauferstrich auf Index € © fiihren, darunter die Zunge mit D-30°; gegeniiber Index | 100 |auf B-9 ablesen. Ergebnis: W = 900km/h Oo +8<4-@) wt $4 SI > |9! Abb. 36 Ill Berechnungen fiir Flugmanéver 28 Bestimmung des Kurvenradius mit dem Schraglagewinkel und der Kurvengeschwindigkeit ve g tone = Kurvenradius des Flugzeuges (m) Fluggeschwindigkeit (m/sec) Erdbeschleunigung (9,81 m/sec) = Schréighagewinkel Es gilt: R= ~a