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C Einzelübersichten 2.

Zusammenfassende Übersicht Kapitel 2.1: Offene Selbstfinanzierung am Beispiel


einer Kommanditgesellschaft

Gewinnanteil
Komplementär Kommanditist
Ausschüttung Einbehaltung Vereinbarte Kapitaleinlage
des Gewinnanteils des Gewinnanteils (Pflichteinlage)
ist nicht durch Verlustver- ist durch Verlustverrech-
rechnung unterschritten nung unterschritten
Gewinnanteil wird HGB § 169 (1)

aus- in ein in Gewinnanteil dient


kein Finanzierungseffekt offene Selbstfinanzierung bezahlt Darlehen zusätz- zur Wiederauffüllung
(Aus- an die liches der Kapitaleinlage
schüttun KG Kom-
g) umge- mandit-
wandelt kapital
umge-
wandelt

Kein Fremd- offene gesetzlich


Finanzier finan- Selbt- erzwungene offene
ungs- zierung finan- Selbstfinanzierung
effekt zierung
(freiwillig)

© 2007 by Verlag Europa-Lehrmittel, Nourney, Vollmer GmbH & Co. KG, 42781 Haan-Gruiten, http://www.europa-lehrmittel.de
Distel – Feist – Kraus – Lüpertz, Betriebswirtschaftliches Handeln – Grundlagen – Europa-Nr.: 94223
C Einzelübersichten 2.2

Zusammenfassende Übersicht Kapitel 2.2: Offene Selbstfinanzierung am Beispiel einer


Aktiengesellschaft

Offene Selbstfinanzierung = Einbehaltung von Gewinnen

Bildung von Gewinnrücklagen (= Teil des Eigenkapitals)

gesetzliche Rücklage andere (freiwillige) Rücklagen


= gesetzlich erzwungene Selbstfinanzierung = freiwillig vorgenommene Selbstfinanzierung
AktG § 150 (1), (2) AktG § 58 (2): Vorstand und Aufsichtsrat
5 % des (um einen eventuell vorhandenen Ver- können nach Einstellung in die gesetzliche
lustvortrag verminderten) Jahresüberschusses Rücklage vom Rest bis zu 50 % in andere
bis die Summe aus gesetzlicher Rücklage und (freiwillige) Gewinnrücklagen einstellen.
Kapitalrücklage 10 % des Grundkapitals er- AktG § 58 (3): Die Hauptversammlung kann
reicht hat vom Bilanzgewinn weitere Beträge in andere
(freiwillige) Gewinnrücklagen einstellen
Auflösung der gesetzlichen Rücklage nur unter Auflösung freiwilliger Gewinnrücklagen
bestimmten Voraussetzungen möglich AktG i. d. R. problemlos möglich

Verwendung des Jahresüberschusses


Jahresüberschuss (JÜ)
± /Gewinn-/Verlustvortrag aus dem Vorjahr1)
= Bereinigter Jahresüberschuss: Basis für Einstellung in gesetzliche Rücklage
+ Entnahme aus Rücklagen
– Einstellung in gesetzliche Rücklage AktG § 150
= Restbetrag: Basis für Einstellung in andere Gewinnrücklagen
(= maximaler Bilanzgewinn)
– Einstellung in andere Gewinnrücklagen AktG § 58 (2)
= Bilanzgewinn
– Einstellung weiterer Beträge in andere Gewinnrücklagen durch HV AktG § 58 (3)
= verfügbare Dividende
– ausgezahlte Dividende
= Gewinnvortrag/Verlustvortrag

1)
Nur der Verlustvortrag, nicht aber der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr ist bei der Ermittlung der
Bemessungsgrundlage für die Einstellung in die gesetzliche Rücklage zu berücksichtigen.

Aufstellung des Jahresabschlusses


vor der nach teilweiser nach vollständiger
Gewinnverwendung Gewinnverwendung Gewinnverwendung
Eigenkapitalpositionen: Eigenkapitalposition: Eigenkapitalposition:
Gewinn-/Verlustvortrag Vor- Bilanzgewinn Gewinn-/Verlustvortrag
jahr nächstes Jahr
Jahresüberschuss/ Fremdkapitalposition:
Jahresfehlbetrag sonst. Verbindlichkeit (noch
aktuelles Jahr auszuzahlende Dividende)
Interessenkonflikte bei der Gewinnverwendung
Bildung von Gewinnrück- Kompromiss durch AktG Dividendenzahlung
lagen gesetzlich erzwungene offene
(= offene Selbstfinanzierung) Selbstfinanzierung
freiwillige offene
Selbstfinanzierung
maximaler/minimaler Aktionäre
Geschäftsführung/Gläubiger Bilanzgewinn

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C Einzelübersichten 2.3

Zusammenfassende Übersicht Kapitel 2.3: Finanzierung aus Abschreibungsgegenwerten

Abschreibungen
(= Erfassung von Wertminderungen des abnutzbaren Anlagevermögens)

bilanzielle Abschreibungen kalkulatorische Abschreibungen


= gewinnmindernder Aufwand = Teil der Selbstkosten
Aufwand der nicht liquiditätswirksam ist „verdiente“ Abschreibungen (Zufluss über die
Umsatzerlöse in liquider Form)

Ausschüttungssperre Kapitalfreisetzung
(Umwandlung von Anlage- in
Umlaufvermögen)

Abschreibungskreislauf

Finanzierungseffekte

nominale Kapitalerhaltung substanzielle Kapitalerhaltung


wertmäßiger Bestand des Vermögens mengenmäßiger Bestand des Vermögens
(ausgedrückt in Geldeinheiten) bleibt erhalten bleibt erhalten

bilanzielle Abschreibungen: kalkulatorische Abschreibungen:


Abschreibung von den Anschaffungs- Abschreibung vom
und Herstellungskosten Wiederbeschaffungswert

Problem bei Preissteigerungen

Anschaffungskosten < Wiederbeschaffungskosten

bilanzielle Abschreibungen < kalkulatorische Abschreibungen

Scheingewinne = kalkulatorische Abschreibung – bilanzielle Abschreibung

zusätzliche Finanzierungsmaßnahmen zur Substanzerhaltung nötig

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C Einzelübersichten 2.4

Zusammenfassende Übersicht Kapitel 2.4: Finanzierung aus Rückstellungsgegenwerten

Rückstellungen

Aufwand, der erst später liquiditätswirksam wird

Ausschüttungssperre

Voraussetzungen für Finanzierungswirkung von Pensionsrückstellungen


Pensionszahlungen < Durch Pensionsrückstellungen bedingter
Pensionsrückstellungen Personalaufwand fürt nicht zu einer
Erhöhung eines Verlusts.

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C Einzelübersichten 2.5

Zusammenfassende Übersicht Kapitel 2.5: Bildung stiller Rücklagen – Stille Selbstfinanzierung

Stille Rücklagen
Aktivposten werden in der Bilanz zu niedrig Passivposten werden in der Bilanz zu hoch
ausgewiesen ausgewiesen
Unterbewertung von Aktiva Überbewertung von Passiva

Nicht offen ausgewiesene Gewinne

Stille Selbstfinanzierung

Bei Auflösung der stillen Rücklagen wird der „versteckte“ Gewinn sichtbar.

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C Einzelübersichten 3.1

Zusammenfassende Übersicht Kapitel 3.1: Beteiligungsfinanzierung am Beispiel


einer Kommanditgesellschaft

Beteiligungsfinanzierung bei einer Kommanditgesellschaft


Bisherige Gesellschafter bringen weitere Es werden neue Gesellschafter
Einlagen in das Unternehmen ein aufgenommen, die Einlagen einbringen

EIgenkapital
(Gesamthandsvermögen)

Komplementäreinlage Kommanditeinlage

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Zusammenfassende Übersicht Kapitel 3.2: Beteiligungsfinanzierung am Beispiel einer


Aktiengesellschaft: Kapitalerhöhung gegen Einlagen
Kapitalerhöhung gegen Einlagen
= Eigenkapitalbeschaffung durch Ausgabe junger Aktien

Voraussetzung: Beschluss der HV mit 3/4-Mehrheit des vertretenen Grundkapitals


AktG § 182
Bei Stückaktien: Zahl der Aktien muss im selben Verhältnis
wie das Grundkapital erhöht werden.
AktG § 182 (1) S. 5

Emissionsverfahren

Emissionskonsortium (Banken)

Interessen der AG Festsetzung des Interessen der


Emissionskurses Aktionäre

Untergrenze: Bookbuilding- Obergrenze:


(fikiver) Nennwert Verfahren Börsenkurs

Finanzierungswirkungen
Zahl der jungen Aktien · (fiktiver) Nennwert Grundkapitalerhöhung
Zahl der jungen Aktien · Agio Erhöhung der Kapitalrücklage
Zahl der jungen Aktien · Emissionskurs Eigenkapitalerhöhung
= Zufluss von Finanzierungsmittel

Bezugsrecht der Altaktionäre


Aufrechterhaltung der Kapitalbeteiligungs- Ausgleich für den Vermögensverlust
und Stimmrechtsverhältnisse durch „Kursverwässerung“
Bezugsverhältnis: altes Grundkapital : Kapitalerhöhung = a : n
Mittelkurs: Kø = (a · Ka + n · Kn) / (a + n)
Kursgewinn für junge Aktien Kursverlust für alte Aktien

Altaktionär übt Bezugsrecht aus Altaktionär übt Bezugsrecht nicht aus


Kursgewinn junge Aktien = Verkauf der Bezugsrechte an der Börse
Kursverlust alte Aktien Rechnerischer Wert des Bezugsrechts:
B = Ka – Kø
oder
Bezugsrechtsformel: B = (Ka – Kn) / (a/n + 1)
Kursverlust alte Aktien =
Verkaufserlös Bezugsrechte

kein Vermögensverlust kein Vermögensverlust


Ausschluss des Bezugsrechts möglich AktG § 186 (3)

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C Einzelübersichten 3.3

Zusammenfassende Übersicht Kapitel 3.3: Darlehensfinanzierung

Darlehen
BGB § 488 ff.

Darlehensformen nach Art der Tilgung


Festdarlehen Abzahlungsdarlehen Annuitätendarlehen
(Einmaltilgung)
 jährlich gleiche  jährlich gleiche Tilgungs-  jährlich fallende Zinszah-
Zinszahlung beträge lungen wegen der abneh-
 Tilgung des Darlehens am  jährlich fallende Zinszah- menden Restschuld
Ende der Laufzeit in einer lungen wegen der abneh-  jährlich steigende
Summe menden Restschuld Tilgungszahlungen in
 fallende Jahresleistung Höhe der ersparten Zinsen
Effektivverzinsung
bestehend aus Zins- und  gleich bleibende Jahres-
d
Tilgungsanteil leistung (Annuität) be-
pnom + n stehend aus Zins- und
Peff = · 100
Auszahlungskurs Tilgungsanteil
Liquiditätsbelastung ins- Liquiditätsbelastung ins- Liquiditätsbelastung ins-
gesamt wesentlich höher gesamt etwas niedriger als gesamt etwas höher als
als beim Abzahlungs- und beim Annuitätendarlehen beim Abzahlungsdarlehen
Annuitätendarlehen
Ursache:
höhere Zinszahlungen
Liquiditätsbelastung in den Liquiditätsbelastung in Liquiditätsbelastung in
Jahren vor der Tilgung allen Jahren leicht fallend allen Jahren gleich
erheblich niedriger als (Annuität)
beim Abzahlungs- und
Annuitätendarlehen

Zinsen verringern den steuerpflichtigen Gewinn

Liquiditätsbelastung nach Steuern

Unterschiede bei der Liquiditätsbelastung verringern sich

Vergleichskriterien
Wie hoch ist die Liquiditätsbelastung Wann erfolgt die Liquiditätsbelastung?
insgesamt?

Ermittlung der Barwertsummen


= Betrag, der zum gegenwärtigen Zeitpunkt zinsbringend angelegt werden muss,
um von diesem Betrag und den anfallenden Zinsen alle künftigen Zahlungen
bestreiten zu können.

Barwertformel Je geringer die Barwertsumme eines


Darlehens, desto vorteilhafter ist es.
Kn
Ko =
p n

(1+
100 ) Unterschiede bei der Belastung durch
die verschiedenen Tilgungsformen
verringern sich.

Vergleich zwischen Darlehnsfinanzierung und Eigenfinanzierung


Vorteile Nachteile

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C Einzelübersichten 3.4

Zusammenfassende Übersicht Kapitel 3.4: Leasing als spezielle Form der Fremdfinanzierung

Leasing
Mietvertrag gem. BGB § 535 ff.

Leasingarten
Leasinggeber Laufzeit/ Amortisation Verbleib des
Vertragspflichten Leasingobjekts
direktes indirektes kurzfristig mittel-/ Teilamorti- Vollamor- ohne Ver- Kauf-
Leasing Leasing Operate langfristig sation tisation Op- länge- option
Leasing Finanzie- tion rungs-
rungs- option
leasing
Leasingerlass
Bedingungen für die steuerliche Zurechnung 1. Grundmietzeit > = 40 % und < = 90 % der
des Leasingobjekts zu Leasinggeber (Leasing- betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer
nehmer kann Leasingraten als Aufwand Steuer 2. Anschlussmiete > = linearer Abschreibungs-
mindernd geltend machen) betrag
3. Kaufpreis > = Restwert bei linearer Ab-
schreibung
Vergleich zwischen
Kreditfinanzierung Finanzierungsleasing mit Vollamortisation
Liquiditätsbelastung durch Zins- und Liquiditätsbelastung durch Zahlung der Lea-
Tilgungszahlungen niedriger als beim Leasing singraten höher als bei Kreditfinanzierung
Aufwand durch Zinsen und Abschreibung Aufwand durch Leasingraten höher als bei
niedriger als beim Leasing Kreditfinanzierung

Aufwendungen verringern den steuerpflichtigen Gewinn

Liquiditätsbelastung nach Steuern

Unterschiede bei der Liquiditätsbelastung verringern sich

Vergleichskriterien zur Liquiditätsbelastung


Wie hoch ist die Liquiditätsbelastung insgesamt? Wann erfolgt die Liquiditätsbelastung?

Ermittlung der Barwertsummen


= Betrag, der zum gegenwärtigen Zeitpunkt zinsbringend angelegt werden muss,
um von diesem Betrag und den anfallenden Zinsen alle künftigen Zahlungen
bestreiten zu können.

Je höher der Steuersatz und je höher der Abzinsungssatz, umso geringer wird der
Unterschied zwischen Leasing und Kreditfinanzierung bei der Liquiditätsbelastung.
Aber: Leasing ist unter Liquiditäts- und Kostengesichtpunkten immer ungünstiger
als Kreditfinanzierung

Weitere Kriterien zum Vergleich zwischen Leasing und Kreditfinanzierung


Auswirkungen auf Eigentumserwerb Flexibilität zeitliche
die Bilanz: Verwendung des (un-)kündbarer Vertrag Übereinstimmung
Bilanzneutralität/ Wirtschaftsgutes als Veräußerungsmöglich- von Einnahmen und
Verschuldungsgrad Kreditsicherheit keit des Wirtschafts- Ausgaben
gutes (pay as you
earn-Prinzip)

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C Einzelübersichten 4.1

Zusammenfassende Übersicht Kapitel 4.1:


Investitionsarten und Investitionsrechnung im Überblick

Sachinvestitionen Finanzinvestitionen

Laufende Investitionen
Gründungs-
investitionen Erweiterungs- Rationalisierungs- Ersatz-
investitionen investitionen investitionen

Bruttoinvestitionen
Nettoinvestitionen Ersatzinvestitionen

Investitionsverfahren
Statische Investitionsrechnung Dynamische Investitionsrechnung
 Kostenvergleichsrechnung  Kapitalwertmethode
 Amortisationsrechnung  ...
 ...  ...

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C Einzelübersichten 4.2

Zusammenfassende Übersicht Kapitel 4.2: Statische Investitionsrechnung


am Beispiel der Kostenvergleichsrechnung

Entscheidungsrelevante Kosten
Kapitalkosten Betriebskosten
kalkulatorische kalkulatorische  Löhne, Gehälter, Personalnebenkosten
Abschreibungen Zinsen  Materialverbrauch
 Instandhaltung
linear vom vom Ø gebundenen
 Raumkosten
Anschaffungswert Kapital
 Energieverbrauch
(ggf. abzüglich (AW + RW)/2
 …
Restwert)
(AW – RW)/ND

fixe Kosten variable Kosten

Kg = Kf + kv · x

Entscheidungskriterium bei Vergleich von zwei Investitionsalternativen:


KI ≤ KII
>

kritische Menge: Kg I = Kg II : x0 = (Kf II – Kf I)/(kvI – kvII)

Probleme der Kostenvergleichsrechnung


 Künftige Kostenentwicklung wird nicht berücksichtigt.
 Erträge, Erlöse, Gewinn, Kapitaleinsatz, Rentabilität werden nicht berücksichtigt.
 kurzfristiger Vergleich: Ein Jahr ist u. U. nicht repräsentativ.
 Aufteilung in fixe und variable Kosten schwierig

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C Einzelübersichten 4.3

Zusammenfassende Übersicht Kapitel 4.3: Statische Amortisationsrechnung


Ermittlung der Amortisationszeit (Wiedergewinnungszeit)

Umrechnung von Erlösen und Kosten in Einzahlungen und Auszahlungen

Einzahlungsüberschuss = Ø Gewinn + nicht ausgabewirksame Kosten = Ø Kapitalrückfluss

Anschaffungswert (Kapitaleinsatz)
Amortisationszeit tw =
Ø Kapitalrückfluss pro Jahr

Vergleich von Investitionsalternativen: Entscheidungskriterium tw I  tw II

Einzelinvestition Rationalisierungsinvestition
Entscheidungskriterium zusätzlicher Kapitaleinsatz
(Anschaffungswertneu – Restwertalt)
tW  tW max Amortisationszeit tw =
Ø Auszahlungsminderung pro Jahr

Entscheidungskriterium: tW ≤ tW max

Probleme der statischen Amortisationsrechnung


 Schätzung der künftigen Kapitalrückflüsse  Rentabilität nicht berücksichtigt. Eine
schwierig Investition kann trotz kurzer Amortisations-
 Zurechenbarkeit von Erlösen und Gewinnen zeit unrentabel sein.
auf ein Investitionsobjekt schwierig  Investitionen mit kurzer Laufzeit werden ge-
 Gewünschte Amortisationszeit tw max wird oft genüber Investitionen mit langer Laufzeit
willkürlich und zu kurz festgelegt. (u. U. ungerechtfertigt) begünstigt.

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C Einzelübersichten 4.4

Zusammenfassende Übersicht Kapitel 4.4: Dynamische Investitionsrechnung


am Beispiel der Kapitalwertmethode
Kalkulationszinssatz p
i = p/100 q = 1 + i = 1 + p/100
Barwert (K0) einer künftigen Zahlung: K0 = Kn · 1/qn
1/qn bzw. q – n = Abzinsungsfaktor

Kapitalwert (C0) = Barwertsumme aller durch die Investition verursachten Zahlungen


A0 = Anschaffungsausgaben n Lt = Liquidationserlös
C0 =  Ü · q – n – A0 + Lt · q – t zum Zeitpunkt t
Ü = Einzahlungsüberschüsse t=1

C0 > 0 C0 = 0 C0 < 0

Investition ist vorteilhaft. Indifferenz Investition ist nicht vorteilhaft.

Vergleich von Investitionsalternativen


Je höher der Kapitalwert, desto vorteilhafter ist die Investition.

bei unterschiedlichen Anschaffungsausgaben der Investitionsobjekte

Differenzinvestition
Der Kapitalwert der Differenzinvestition wird dem Kapitalwert der Investitionsalternative mit den
geringeren Anschaffungsausgaben hinzugezählt.

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C Einzelübersichten Teil C (1/2)

Zusammenfassende Übersicht Teil C:


Finanzierung und Investition

Innenfinanzierung
Offene Selbstfinanzierung
KG AG
Einbehaltung des  freiwillige gesetzliche andere
Gewinnanteils eines Einbehaltung von Rücklage Gewinnrücklagen
Komplementärs Gewinnanteilen AktG § 150 AktG § 58 (2) u. (3)
eines Komman-
5 % des JÜ Vorstand und AR
ditisten
(abzüglich Verlust- können vom Rest
 erzwungene
vortrag) bis die bis zu 50 % und die
Einbehaltung von
Summe aus HV kann vom Bi-
Gewinnanteilen
Kapitalrücklage und lanzgewinn weitere
eines Komman-
ges. Rücklage 10 % Beträge in die
ditisten
des Grundkapitals anderen Gewinn-
HGB § 169 (1)
beträgt rück-lagen ein-

Finanzierung aus Finanzierung aus


Abschreibungsgegenwerten Rückstellungsgegenwerten
bilanzielle Abschr. kalk. Abschreibung
Ausschüttungssperre Kapitalfreisetzung
Rückstellungen
Finanzierungseffekt

Aufwand, der erst später


bei Preissteigerung:
liquiditätswirksam wird
AHK < Wiederbeschaffungskosten

bilanz. Abschr. < kalk. Abschreibung Ausschüttungssperre

Scheingewinne Finanzierungseffekt

keine Substanzerhaltung

Stille Rücklagen – Stille Selbstfinanzierung


Unterbewertung von Aktiva Überbewertung von Passiva
Außenfinanzierung
Beteiligungsfinanzierung (externe Eigenfinanzierung)
Anteil am Eigenkapital
KG
Komplementäreinlage Kommanditeinlage
AG
Kapitalerhöhung gegen Einlagen (= Ausgabe junger Aktien)

Emissionsverfahren/Emissionskurs

Finanzierungswirkung
Grundkapitalerhöhung Erhöhung der Kapitalrücklage durch Agio

Eigenkapitalerhöhung

Bezugsrecht der Aktionäre: B = (Ka – Kn)/(a/n + 1)

kein Vermögensverlust

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C Einzelübersichten Teil C (2/2)

Außenfinanzierung
externe Fremdfinanzierung
Darlehen Leasing
Fest- Abzahlungs- Annuitäten- Finanzierungsleasing
darlehen darlehen darlehen mit Vollamortisation
jährlich jährlich jährlich Leasingerlass
gleiche fallende steigende
Zinsen Zinsen Zinsen Vergleich zwischen Kreditfinanzierung
Tilgung in jährlich jährlich und Leasing
voller Höhe gleiche steigende
am Ende Tilgung Tilgung höhere Liquiditätsbelastung beim Leasing
unterschiedliche Liquiditätsbelastung
Zinsen, Abschreibung, Leasingraten
Zinsen verringern die Steuerbelastung verringern die Steuerbelastung

Liquiditätsbelastung nach Steuern Liquiditätsbelastung nach Steuern

Barwertsumme der Liquiditätsbelastung


Barwertsumme der Liquiditätsbelastung
Barwertformel
K0 = Kn/(1 + p/100) n
Unterschiede bei der Liquiditätsbelastung Unterschied bei der Liquiditätsbelastung
zwischen den drei Darlehensformen zwischen Kreditfinanzierung und Leasing
verringern sich. verringert sich.
Investitionsrechnung
Zweck
optimale Verwendung der Entscheidung für Gewinnsteigerung
Finanzierungsmittel vorteilhafte Investitionen

Verfahren

Statische Investitionsrechnung Dynamische Investitionsrechnung


 nur eine Nutzungsperiode berücksichtigt  Alle Nutzungsperioden werden berücksichtigt.
 Rechnungsgrößen: Kosten und Leistung  Rechnungsgrößen: Ein- und Auszahlungen
 zeitlicher Anfall von Kosten und Leistungen  zeitlicher Anfall der Ein- und Auszahlungen
bleibt unberücksichtigt (keine Abzinsung) wird berücksichtigt (Abzinsung)
Kostenvergleichsrechnung Kapitalwertmethode
entscheidungsrelevante Kosten Kapitalwert (C0) = Barwertsumme aller
durch die Investition verursachten Zahlungen
Kapitalkosten Betriebskosten C0 > 0 C0 = 0 C0 < 0
kalk. Abschreibung, (fixe und Investition indifferent Investition
kalk. Zinsen variable Kosten) ist ist nicht
(fixe Kosten) vorteilhaft vorteilhaft
kritische Menge: Kg I = Kg II Je höher der Kapitalwert,
x0 = (Kf II – Kf I)/(kv I – kv II) desto vorteilhafter ist die Investition.
Amortisationsrechnung
Ermittlung der Amortisationszeit bei unterschiedlichen Anschaffungsausgaben
(Wiedergewinnungszeit) der Investitionsobjekte
Kapitalrückfluss = Gewinn + Abschreibung
Differenzinvestition
Kapitaleinsatz Der Kapitalwert der Differenzinvestition wird
tw = Ø Kapitalrückfluss pro Jahr zum Kapitalwert der Alternative mit den nied-
rigeren Anschaffungsausgaben hinzugezählt.

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