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NATIONALE TOURISMUS ORGANISATION SERBIENS Tourismus Informationszentrum und Souvenirshop 11000 Belgrad, Čika Ljubina 8
NATIONALE TOURISMUS ORGANISATION SERBIENS Tourismus Informationszentrum und Souvenirshop 11000 Belgrad, Čika Ljubina 8

NATIONALE

TOURISMUS

ORGANISATION

SERBIENS

Tourismus Informationszentrum und Souvenirshop 11000 Belgrad, Čika Ljubina 8 Tel: +381 11 6557 127 E-mail: info@serbia.travel www.serbien.travel

11 6557 127 E-mail: info@serbia.travel www.serbien.travel NATIONALE TOURISMUS ORGANISATION SERBIENS www.serbien.travel
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1.

BELGRAD, MLADENOVAC

Alle Wege führen zur

1. BELGRAD, MLADENOVAC Alle Wege führen zur Die Hauptstadt Serbiens, Belgrad, eine Metropole mit über zwei

Die Hauptstadt Serbiens, Belgrad, eine Metropole mit über zwei Millionen Einwohnern, liegt an der Mündung der Save in die Donau. Durch ihre geographische Lage war die Stadt schon immer die Schnittstelle zwischen Ost und West, Nord und Süd. Heute befinden sich hier die wichtig- sten Staats-, Kultur- und Bildungseinrichtungen Serbiens sowie dichte Industrieansiedlungen. Außerdem bildet die Stadt den entscheidenden Knotenpunkt für den nation- alen und internationalen Bahn- und Straßenverkehr. Die Besichtigung Belgrads beginnt man am besten von seinem ältesten Stadtteil aus – der Festung Kalemegdan. Diese auf einem weißen Steinfelsen ruhende Festung an der Mündungsstelle der Save wurde in den 7000 Jahren ihres Bestehens 77 Mal erobert, mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Hier kann man durch das ausgedehnte Gelände flanieren, die Aussicht geniessen, in ein Café einzukehren, sich auf dem Sportplatz oder in dem Vergnü- gungspark amüsieren, oder auch das Militärmuseum, die Sternwarte, den Kunstpavillon Cvijeta Zuzorić, den Zoolo- gische Garten, und den alten Aussichtsturm besichtigen. Am Fuße des Kalemegdan dehnt sich das älteste Stadtvi- ertel Belgrads aus mit Sehenswürdigkeiten wie z.B. dem Palais der Fürstin Ljubica aus dem Jahr 1831, der Haupt- kirche, dem Gebäude des Patriarchensitzes und dem Manak-Haus (heute Ethnografische Museum). Einige Straßen abwärts erhebt sich die Bajrakli Moschee, das

älteste Gotteshaus in der Stadt (1660–1688). In diesem Stadtteil befindet sich auch das das älteste Wirtshaus der Stadt aus dem Jahr 1823. Es trägt den ungewöhnlichen Name „Fragezeichen“, eine Bezeichnung, die der Legende nach auf einen Streit zwischen dem Wirtshausbesitzer und der Geistlichkeit zurückgeht: Sobald ein neuer Be- sitzer das Wirtshaus übernahm, änderte sich der Name des Lokals, wobei das Wirtshaus nach „Tomaz“, „Zum Hirten“ u.a. den Namen „Zur Kathedrale“ erhielt. Diese letzte Bezeichnung sagte aber den Geistlichen sowenig zu, dass sie sie schlichtweg verboten. Der damalige Be- sitzer hängte daraufhin vorläufig eine Tafel mit einem „?“ über die Tür. Dabei ist es bis heute geblieben. In unmittelbarer Nähe liegt die bekannteste Belgrader Straße - ulica Knez Mihailova. Diese Fußgängerzone bil- det mit ihren denkmalgeschützten Bürgerhäusern eine eindrucksvolle Kulisse und ist eine beliebte Einkaufsmeile. Neben zahlreichen Galerien und Boutiquen finden sich hier u.a. die Bibliothek der Stadt Belgrad im Gebäude des ersten europäischen Hotels in Belgrad – Serbische Krone aus dem Jahr 1869, das Gebäude der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste SANU, und der Palast Al- banija (der erste Belgrader Wolkenkratzer). Etwas weiter, auf der Terazije, befinden sich das 1907 erbaute Hotel Moskau und davor der aus dem Jahr 1860 stammende Terazije-Brunnen.

weißen Stadt

1. BELGRAD
1.
BELGRAD
weißen Stadt 1. BELGRAD Zum Gedenken an die Helden seiner langen und reichhaltigen Geschichte ließ Belgrad

Zum Gedenken an die Helden seiner langen und reichhaltigen Geschichte ließ Belgrad ihnen zu Ehren eine Vielzahl von Denkmälern erbauen. Im Stadt- zentrum, genannt 2-er Ring nach der populären Bel- grader Straßenbahnlinie 2, stehen das Nikola Tesla-, Josif Pančić-, Svetozar Marković-, Dositej Obradović-, Vuk Karadžić-Denkmal. Das größte, das Knez Mi- hailo-Denkmal, prägt den Trg Republike (Platz der Republik). Am Platz der Republik, dem zentralen Versammlungsort der Belgrader, erheben sich das Na- tionalmuseum (1903) und das Nationaltheater (1869). Zahlreiche Restaurants, Cafés und Bars liegen in un- mittelbarer Umgebung. Einige Straßen abwärts beginnt das Belgrader Bo- heme-Viertel - Skadarlija. Es entstand Ende des 19. Jahrhunderts, als die Caféhäuser in dieser Straße (Skadarska ulica) der Treffpunkt der Belgrader Kultur- welt und Boheme waren. Wegen des Ambientes und der fröhlichen Atmosphäre wird diese Straße häufig mit dem Pariser Montmartre verglichen. U.a. im Tri šešira (Drei Hüte), Ima dana (Es gibt noch Tage), Dva jelena (Zwei Hirsche), Skadarlija, Zlatni bokal (Gold- ener Krug), Dva bela goluba (Zwei weiße Tauben) wird das historische Image bis heute gepflegt. Gediegens Interieur, Straßenmusik und nationale Spezialitäten gehören dazu. Belgrad hat zwei Schlosskomplexe. Das Königsschloss und das Weiße Schloss, befinden sich in Dedinje, und die zweite Anlage ist im Stadtzentrum, direkt neben dem Pionierpark. Zu ihr gehört das Alte Schloss, 1882

neben dem Pionierpark. Zu ihr gehört das Alte Schloss, 1882 für die Bedürfnisse des Herrschers Milan

für die Bedürfnisse des Herrschers Milan Obrenović erbaut, in dem heute das Stadtparlament untergebracht ist, und das zwischen 1912 und 1920 erbaute Neue Schloss, in dem das Präsidium Serbiens seinen Sitz hat. In unmittelbarer Nähe steht das Gebäude des Hauses der Nationalversammlung der Republik Serbien (1907), das zusammen mit dem Postamt eine harmonische architektornische Einheit bildet. An dieser Stelle beginnt die längste Straße in Belgrad – der berühmte Bulevar Kralja Aleksandra. Den Anfang des Boulevards prägt die Markuskirche (1935) am Tašmajdan-Park. Sie beherbergt die Grabstätten von Zar Stefan Dušan, König Aleksandar und Königin Draga. Gleich hinter der Markuskirche steht eine kle- ine Russische Kirche. Von jedem Winkel der Stadt aus ist die sogenannte „Beograđanka“ zu sehen, ein schwarzes Gebäude, das mit sein- en 23 Etagen genau hundert Meter hoch ist. Etwas weiter, auf dem Vračar-Plateau erhebt sich die größte orthodoxe Kirche

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Rundgang auf dem Kalemegdan – Mittagessen beim Miloš-Palast im Topčider – Baden
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
Rundgang auf dem Kalemegdan
Mittagessen beim Miloš-Palast im Topčider
Baden auf Ada
beim Miloš-Palast im Topčider – Baden auf Ada des Balkans – die strahlend weiße Kirche des

des Balkans – die strahlend weiße Kirche des hl. Sava - sow- ie die ältere und kleinere Kirche des hl. Sava. Vor der großen Sava-Kirche befindet sich das Karađorđe-Denkmal und rechts daneben die Nationalbibliothek Serbiens. Auch Belgrads fünfzehn Museen werden gerne besucht – vor allem in der jährlich im Herbst veranstalteten „Nacht der Mu- seen“, in der alle Besucher freien Besichtigungzugang haben. Am gegenüber liegenden Ufer der Save erstreckt sich Neu-Bel- grad, das sich in den letzten Jahrzehnten zum Geschäftszen- trum der Stadt entwickelt hat. Hier befinden sich die Belgrad- er Arena und das Sava-Zentrum, in denen die meisten großen Events der Stadt stattfinden. Am rechten Donauufer liegt das einstige Taurunum, heute Zemun (zemlja – Erde), benannt nach den Erdhütten, in denen seine ersten Bewohner haus- ten. Längs sind es nicht mehr Erdhütten, die dieses Viertel prägen, stattdessen haben die kopfsteingepflasterten Gas- sen, die bis hinauf zum sogenannten Gardošhügel führen, die Nikolajevska-Kirche, die Dreifalitigkeitskirche aus dem 18. Jahrhundert und die hübschen alten Häuser im Stil der

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BELGRAD, MLADENOVAC

Habsburgerzeit, wie z.B. das Sonnenuhrhaus, das Kara- mate-, Ičko- und Spirtin-Haus (derzeit Heimatmuseum)

und das Dimitrije-Davidovič-Haus ihren ganz eigenen Reiz. Direkt am Donauufer be- findet sich das Gebäude der Alten Hafenverwal- tung. Gleich daneben zieht sich die lange Donau- Promenade am Flussufer entlang, an der zahlreiche Fischrestaurants ihre Spe- zialitäten anbieten. Die Touristische Organ- isation Belgrads emp- fiehlt auch einen Besuch von Vinča Richtung Sme- derevo. Ausgrabungs- und Forschungsarbeiten in die- ser archäologischen Fund- stätte aus dem Neolithi- kum belegen das Bestehen einer großen Siedlung, die tausende Jahre überdau- erte. Funde aus Vinča sind im Nationalmuseum, Mu- seum der Stadt Belgrad und in der Philosophischen Fakultät augestellt. Belgrad Unterkunftskapa- zitäten reichen vom Luxushotels bis hin zu guten Hostels, die von heimischen und internationalen Gästen gern ge- nutzt werden. Vor allem während der großen Kulturver- anstaltungen BELEF, BEMUS, FEST (Filmfestival) oder dem Kurzfilmfestival herrscht Andrang. In den letzten Jahren haben sich aber auch weitere interessante Events wie z.B. der Schiffskarneval im

August, der Belgrader

Events wie z.B. der Schiffskarneval im August, der Belgrader Marathon, das Radrennen, das Rollerblade-Rennen oder das

Marathon, das Radrennen, das Rollerblade-Rennen oder das Beer-Fest her- umgesprochen. Vor allem aber ist Belgrad bekannt für sein lebhaftes Nachtleben, das immer mehr junge Gäste in die Hauptstadt lockt. Vor allem auf den an der Save, Donau und auf Ada Cigan- lija gelegenen Hausboot- Restaurants, aber auch im Innenstadtzentrum ist es oft betriebsam bis in die frühen Morgenstunden. Ada Ciganlija ist eigentlich eine Halbinsel auf der Save, 4 km vom Stadtzentrum, und ein beliebtes Naherholungsgebi- et Belgrads. In dem geklärtem Wasser des künstlichen Sees kann man baden und Bootfahren, es gibt über 50 Sportplätze, darunter auch einen Golfplatz und eine Wasserskianlage. Belgrad hat auch 15 Jagdgebiete und außerdem 65 öffentliche Parkanlagen (Kalemegdan- Park, Tašmajdan-Park, Studentski park, Karađorđe- Park, Freundschaftspark, Hyde Park, Topčider-Park, Košutnjak u.a.). Der Avala-Berg ist ein beliebtes Ausflugsziel der Bel- grader und bekannt durch seinen schönen Park. Auf Geheiß von Fürst Miloš wurden hier alle in Serbien wachsenden Baumarten angepflanzt. Hier steht auch das Denkmal des Unbekannten Soldaten, ein Werk von Ivan Meštrović, gewidmet den Helden des Ersten Weltkriegs. Das Wahrzeichen Belgrads – Avala-Turm, der beim NATO-Bombenangriff zerstört war, ist wieder gebaut. Der Košutnjak, die „grüne Lunge der Stadt“, beherbergt

Der Košutnjak, die „grüne Lunge der Stadt“, beherbergt RÖMISCHER BRUNNEN Auf dem Kalemegdan, gleich hinter dem
Der Košutnjak, die „grüne Lunge der Stadt“, beherbergt RÖMISCHER BRUNNEN Auf dem Kalemegdan, gleich hinter dem

RÖMISCHER BRUNNEN

„grüne Lunge der Stadt“, beherbergt RÖMISCHER BRUNNEN Auf dem Kalemegdan, gleich hinter dem Königstor (kralj

Auf dem Kalemegdan, gleich hinter dem Königstor (kralj kapije), befindet sich der Römische Brunnen. Im Jahr 1721 verliehen ihm die Österreicher sein heutiges Aussehen. Der Brunnen ist 62 m tief, sein Wasserspiegel liegt unterhalb derjenigen von Save und Donau. Eine gewundene Treppe führt in den Brunnen und 35 m tief hinab.

liegt unterhalb derjenigen von Save und Donau. Eine gewundene Treppe führt in den Brunnen und 35
zwei besondere Komplexe – das Sport- und Rekreationszentrum Pi- onirski grad und Filmski grad mit

zwei besondere Komplexe – das Sport- und Rekreationszentrum Pi- onirski grad und Filmski grad mit verschiedenen Objekten zur Film- produktion. Angrenzend erstreckt sich Topčider, dessen Gestaltung 1831 Fürst Miloš mit der Errichtung seines Palastes in die Wege leitete. Die zu seiner Zeit um den Palast angepflanzten Platanen sind bis in die heutige Zeit erhalten. In unmittelbarer Nähe von Belgrad befindet sich Kovilovo, ein exklu- siver Erholungsort mit Fußball-, Basketball-, Volleyball-, Handball- und Tennisplätzen. Auch hochwertige Schießstände fehlen nicht. Von Belgrad aus kann man mit Museumszügen eine Reise in verschie- dene Richtungen antreten. Der mit einer Dampflokomotive ausges- tattete Zug „Romantika“ fährt nach Sremski Karlovci, Novi Sad, Palić, Smederevo und Vrnjačka Banja. Der Blaue Zug, mit dem sich einst der Präsident der SFRJ Josip Broz Tito auf Reisen begab, verfügt über einen Festsalonwaggon und drei Salonwaggons und fährt nach Užice, Sub- otica und Vrnjačka Banja. Die Reederei Belgrads besitzt drei Schiffe, und der Jachtklub verfügt über zwei Katamarane für 70 und 110 Per- sonen. Außerdem gibt es die Luxusschiffe Sirona und Danuvija. Wer

Außerdem gibt es die Luxusschiffe Sirona und Danuvija. Wer 1. BELGRAD Tourismusorganisation Belgrad Masarikova 5/IX,
1. BELGRAD
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BELGRAD

Tourismusorganisation Belgrad Masarikova 5/IX, 11000 Belgrad Tel: +381 11 3061 400 E-Mail: info@tob.co.rs www.travel-belgrade.com

Touristisches Informationszentrum Knez Mihailova Tel: +381 11 3281 859 E-mail: bginfo.knezmihailova@tob.co.rs

Touristisches Informationszentrum am Hauptbahnhof Tel: +381 11 3612 732 E-mail: bginfo.stanica@tob.co.rs

Touristisches Informationszentrum am Hafen Belgrad (März–November) Tel: +381 11 3288 246 E-mail: bginfo.pristaniste@tob.co.rs

Tourismusorganisation Mladenovac Kralja Petra I 175, 11400 Mladenovac Tel: +381 11 8244 000, 8244 001 E-Mail: admin@tom.co.rs www.tom.co.rs

Mladenovac Kralja Petra I 175, 11400 Mladenovac Tel: +381 11 8244 000, 8244 001 E-Mail: admin@tom.co.rs

die Stadt von oben erleben will kann an einer Bal- lonfahrten über Belgrad teilnehmen. Etwa 1000 Anlagen bieten Raum für sportliche Aktivitäten verschiedenster Disziplinen. In der Vorstadtgemeinde Mladenovac befindet sich der moderne Kurort Selters Banja, eine Oase der Ruhe und Entspannung. Sein „Antistress- Wochenendprogramm“ ist bei Belgradern sehr beliebt. Oberhalb von Mladenovac erhebt sich das Kosmaj-Gebirge, ein Naturschutzgebiet, das durch seine vielen klaren Quellen, die dichten Wälder und Wiesen besticht. Die mittelalterli- chen Klöster Pavlovac, Tresije und Kastaljan und der schöne See Markovačko jezero bei Mladeno- vac bilden einens zusätzlichen Reiz.

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NOVI SAD, SREMSKI KARLOVCI

Gemächlicher

2. NOVI SAD, SREMSKI KARLOVCI Gemächlicher Die Hauptstadt der Vojvodina Novi Sad ist mit fast einer

Die Hauptstadt der Vojvodina Novi Sad ist mit fast einer halben Million Einwohnern die zweitgrößte Stadt Serbiens. Sie ist 75 km von Belgrad entfernt und in knapp einer Autostunde auf der Autobahn E 75 zu erreichen. Novi Sad ist aber auch in das internationale Bahnnetz gut eingebunden und außerdem durch seine Lage an der Donau per Schiff zu erreichen. Die Stadt verfügt über in wichtiges Wirtschafts- und Verwaltungszentrum, ist aber gleichzeitig eine attraktive Kulturmetropole. Noch ohne Großstadthektik verbindet Novi Sad einen mod- ernen betriebsamen Lebensrhythmus mit Tradition und Geschichte.

die noch heute moderne Literaturzeitschrift Jahrbuch der Matica srpska (Serbischer Kunst- und Literaturverein) wurde das erstmals herausgegeben. Im 18. Jh. bekam Novi Sad sein Serbisches Volkstheater. Auch die Bautätigkeit erlebte eine wahre Blüte. Der Trg Slobode (Freiheitsplatz), bildet das Zentrum der Innenstadt und wird von der neogotischen Römisch- Katholische Kathedrale (auch: Marienkirche) dominiert. Die Kirche wurde Ende des 19. Jh. mit Hilfe zahlreicher Spenden errichtet und beherbergt die Grabstätten verschiedener Adelsfamilien. Die Statue des Svetozar Miletić (1826–1901), ein von Ivan Meštrović 1939 gefer- tigtes Werk zu Ehren dieses erfolgreichen Politikers und Freiheitskämpfers aus dem 19. Jh., steht in der Mitte des Platzes. Gleich hinter der Kathedrale erhebt sich zudem das schmucke Rathaus, ein zweistöckiges Gebäude im Neorenaissance-Stil, eigentlich eine Kopie des Rathauses im österreichischen Graz. Zu den alten Architekturdenkmälern der Stadt gehört auch das Gebäude „Zum eisernen Mann“, das nach der dort angebrachten Ritterstatue benannt wurde. Das Haus selbst wurde erst 1909 unweit der Njegoš Straße errichtet, die Statue ist jedoch weitaus älter – sie gehörte vorher zum Schmuck des Vorgängergebäudes.

In der Fußgängerzone der Zmaj Jovina Straße imponiert der Palast Vladičanski dvor durch seinen teils
In der Fußgängerzone der Zmaj Jovina Straße imponiert
der Palast Vladičanski dvor durch seinen teils eklektischen
Architekturstil. Hinter dem Vladičanski dvor, gleich am
Anfang der Pašić Straße, stößt man auf die serbische
Saborna crkva (Hauptkirche), in dessen Kirchhof ein
Votivkreuz aus rotem Marmor steht. Die Dunavska ulica
(Donaustraße), heute größtenteils eine Einkaufsmeile,
beginnt im Stadtzentrum und verläuft direkt zur Donau.
Die Ursprünge der Stadt reichen zurück bis in die
Bronzezeit. Damals entstand eine Siedlung am rechten
Ufer der Donau, an der Stelle des heutigen Petrovaradin.
Im 17. Jh. verlieh Königin Maria Theresa den Status einer
freien königlichen Stadt. Kultur, Bildung und Kunst
erlebten einen raschen Aufschwung: die erste Druckerei
und eine moderne Buchhandlung wurden eröffnet und
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
– Spaziergang auf der Novi Sader Donaustraße
– Weinprobe in den Weingütern von Karlovci
– Bahnfahrt mit der „Romantika“
2. BELGRAD
2.
BELGRAD

Lebensrhythmus

BERMET

Ausgezeichnete Bodenbedingungen ermöglichten schon seit dem Mittelalter den Weinanbau in der Fruška gora. Heute existieren hier drei Weinzentren: Petrovaradin mit Sremski Karlovci, Irig und Erdevik. Hergestellt werden derzeit zwei autochthone Weinarten – Slankamenka und Bermet. Letztgenannter wurde schon am Wiener Hof getrunken und stand auch auf der Weinkarte der Titanic. Viele Keller laden in Karlovci zur Verkos- tung ein.

Sie säumt den offiziell 1895 eröffneten Dunavski park (Donaupark). Inmitten der Innenstadt gelegen bildet dieser Park eine erholsame grüne Oase. Die auf einem Felsen am anderen Donauufer gelegene Festung Petrovaradin ist das attraktivste Kultur- und Geschich- tsdenkmal der Stadt und wird oft als „Gilbratar der Donau“ bezeichnet. Die Festung wurde von den Österreichern zur

Verteidigung gegen die Türken als militärische Befestigung angelegt. Mit vier Ebenen, 16,5 km unterirdische Galerien, etwa 12.000 Schießscharten und 13 Pforten zählt die Festung zu den größten Burganlagen Europas. Novi Sad verfügt über etwa zwanzig Hotels und Hostels aller Kategorien sowie zahlreiche Privatunterkünfte.

Tourismusorganisation der Stadt Novi Sad Modene 1, 21000 Novi Sad Tel: +381 21 6617 343, 421 811 E-Mail: tons@turizamns.rs, info@turizamns.rs www.turizamns.rs

Touristisches Informationszentrum Modenа Modene 1, 21000 Novi Sad Tel/Fax: +381 21 6617 343

Touristisches Informationszentrum Bulevar Bulevar Mihaila Pupina 9, 21000 Novi Sad Tel: +381 21 421 811, 421 812 E-Mail: info@turizamns.rs

Tourismusorganisation der Gemeinde Sremski Karlovci Patrijarha Rajačića 1, 21205 Sremski Karlovci Tel/Fax: +381 21 882 127, 883 855 E-Mail: info@karlovci.org.rs www.karlovci.org.rs

883 855 E-Mail: info@karlovci.org.rs www.karlovci.org.rs Die Novi Sader sind an Touristen gewöhnt, denn die

Die Novi Sader sind an Touristen gewöhnt, denn die städtischen Events ziehen schon lange viele Besucher an. So ist Novi Sad jeden Mai Gastgeber des Theaterfes- tivals Sterijino pozorište, im Juni findet das Festivals der digitalen Kunst und des alternativen und neuen Theaters statt. Im Juli sammeln sich auf der Festung Petrovaradin jährlich mehr als 100.000 Fans, um an dem Musikfes- tival EXIT teilzunehmen. 2007 wurde EXIT als bestes Musikevent Osteuropas ausgezeichnet.

Sremski Karlovci ist 11 km von Novi Sad und 57 km von Belgrad entfernt. Von Belgrad lässt sich die hübsche Barockstadt z.B. auch mit dem „Romantika-Zug“ er- reichen. Die Kleinstadt war 200 Jahre das religiöse Zentrum der orthodoxen Kirche Serbiens und bekannt für seine Kultur- und Bildungseinrichtungen. Im Zentrum des kleinen Städtchens, um den 1799 erbauten Vier-Löwen-Brunnen, von dem die Legende behauptet, dass das Trinken seines Wasser dazu führt nach Karlovci zurückkehren und hier zu heiraten, stehen die histo- rischen Barockgebäude dicht an dicht: die 1762 erbaute Saborna crkva sv. Nikole (Nikolaikirche) mit zwei hohen Glockentürmen und einem Ikonostas, der Palast des Patriarchensitzes, in dem gegenwärtig der Sitz des Epis- kopats von Srem untergebracht ist, aus dem 19. Jh. und das älteste Gymnasium Serbiens.

In unmittelbarer Umgebung der Stadt breiten sich die Weingärten und –hänge der Fruska gora aus. Die herrli- che Landschaft und die guten Weine, die in den hiesigen Kellern angeboten werden, gehören längs zum beliebten touristischen Angebot der Stadt dazu. Stražilovo, 4,5 km von Karlovci, ist ebenfalls ein beliebter Ausflugsort, seine gemütlichen Gastwirtschaften werden durch gute und vielseitige Sportangebote ergänzt.

3. BAČKI PETROVAC, BAČKA PALANKA, BAČ

Symbole der

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Radtour entlang der Donau – Die Natur ringsum die Siedlung Gložan an
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
– Radtour entlang der Donau
– Die Natur ringsum die Siedlung Gložan an der Donau
– Abendessen in einer Čarda

An der Regionalstraße Novi Sad–Sombor, 35 km von der Autobahn E 75 ent- fernt, liegt Bački Petrovac. Von Belgrad sind es 150 km. Obst- und Weingärten, die Donau und ihre Kanäle bilden eine reizvolle Land- schaft, die durch die Donau-Radrennstrecke EUROVELO nun auch für Rad- sportler zugänglich und attraktiv geworden ist. Die Ortschaft selbst besteht eigentlich aus vier Siedlungen. Ein denkmalgeschütztes, gut erhaltenes Haus aus dem 18. Jh. dominiert das Zentrum, doch auch die alte Kirche im Dorf Kulpin, das alte Gymnasium und das Volksmuseum tragen dazu bei, dass das Flair vergangener Zeiten hier noch authentisch zu spüren ist.

Seit 1919 werden hier immer Anfang August die „Slowakische Volksfeste“ ab- gehalten, da viele Angehörige dieser Nation bis heute in dieser Region leben. Ein besonders Event ist auch das Kulen-Festival“ (kulen = Wurstsorte), das jedes Jahr Ende Mai als Wettbewerb veranstaltet wird.

In 10 km Entfernung von Bački Petrovac befindet sich Čelarevo, in dem eine große Grabanlage aus dem 8. und 9. Jh. mit wertvollen Goldschmuck, Waffen und Werkzeug freigelegt wurde. Gleich neben Bački Petrovac direkt an der Donau ist Bačka Palanka. Die paläontologische Ausstellung im städtischen Museum sollte man sich nicht entgehen lassen, sie gibt einen guten Über- blick über die Tierwelt der Vojvodina in verschiedenen Zeiten – das Skelett eines über 25.000 Jahre alten Mammuts gehört dazu!

Bekannt ist Bačka Palanka jedoch vor allem für sein „Jazz- und Blues-Festi- val“, das jedes Jahr im Juni veranstaltet wird.

Aber auch Naturliebehaber, Jäger und Fischer kommen auf ihre Kosten: zahl- reiche Angelplätze, der Naturpark „Tikvara“, das Reservat „Karađorđevo“ oder Bukinski rit – insgesamt fast 60.000 ha locken mit Jagdgebieten, verschlun- genen Flussarmen und einer der größten Fasanerien zur Erkundung. Bač, eine alte Stadt an der Mostonga (140 km von Belgrad entfernt), hat der

einer der größten Fasanerien zur Erkundung. Bač, eine alte Stadt an der Mostonga (140 km von

Vergangenheit

3. BELGRAD
3.
BELGRAD

ganzen Region den Namen gegeben – Bačka. Schon in der Römerzeit gab es hier eine Siedlung. Im Mittelalter war Bač bereits ein prosperier- endes Städtchen, in dem sich der Sitz des Erzepiskopats und der Ges- panschaft befand. Aus dieser Zeit stammt auch das in einer ungewöhn- lichen Mischung aus Romanik und Gotik erbaute Franziskanerkloster. Im Hause Gebauer wurde die erste Apotheke der Vojvodina eingerich- tet. Empfehlenswert ist auch der Besuch des 13 km vom Ortszentrum entfernten Klosters Bođani. Das Kloster ließ der Kaufmann Bogdan aus Dalmatien neben einer Quelle erbauen, an der er ein Heilmittel für seine kranken Augen fand.

Die Besichtigung der mittelalterlichen Festung Bač und der Aufstieg zum Donžon kula (Turm) garantieren interessante Einblicke in die Ge- schichte und malerische Ausblicke auf die Umgebung. In allen Dörfern dieser Gegend werden wunderschöne Handarbeiten gefertigt und als Souvenirs verkauft. Unter Anleitung können Touristen hier auch selbst kleine Handwerksarbeiten anfertigen, die sie dann als Andenken mit nach Hause nehemn dürfen. Ein Abendessen in einer der landestypisch- en Čardas (Fischrestaurant) in Bač ist ein besonderes Erlebnis. Über- nachtungen können zu günstigen Preisen über die lokalen Tourismusor- ganisationen gebucht werden.

über die lokalen Tourismusor- ganisationen gebucht werden. KULEN Tourismusorganisation der Gemeinde Bački Petrovac

KULEN

die lokalen Tourismusor- ganisationen gebucht werden. KULEN Tourismusorganisation der Gemeinde Bački Petrovac Maršala

Tourismusorganisation der Gemeinde Bački Petrovac Maršala Tita 5-7, 21470 Bački Petrovac Tel: +381 21 780 478, Fax: +381 21 782 643 E-Mail: turizam@backipetrovac.rs www.turizambackipetrovac.com

Tourismusorganisation der Gemeinde Bačka Palanka Veselina Masleše 8, 21400 Bačka Palanka Tel/Fax: +381 21 6041 336, 753 734 E-Mail: koordinator@toobap.rs www.toobap.rs

Tourismusorganisation der Gemeinde Bač Trg Zorana Đinđića 4, 21429 Bač Tel/Fax: +381 21 772 222 E-Mail: turizambac@eunet.rs www.turizambac.org

Kulen ist eine Wurstspezialität der Bačka. Sie wird aus den besten Stücken des Sch- weinefleischs (Filet oder Schinken) hergestellt. Das Fleisch wird nicht gemahlen, sondern in Stückchen geschnitten, mit Paprika, Pfeffer, Knoblauch und Salz gewürzt. Dann wird es in eine Salzlake eingelegt, geräuchert und getrocknet und später an einem trockenen Ort aufbewahrt.

Dann wird es in eine Salzlake eingelegt, geräuchert und getrocknet und später an einem trockenen Ort

4.

SUBOTICA, PALIĆ, KANJIŽA

Pferde eilen dahin

4. SUBOTICA, PALIĆ, KANJIŽA Pferde eilen dahin Subotica ist verkehrsmäßig gut angebunden: nicht nur die

Subotica ist verkehrsmäßig gut angebunden: nicht nur die Eisenbahnstrecke Belgrad- Novi Sad-Budapest sorgt dafür sondern auch die Autobahn E 75. Bis Belgrad sind es 180 Kilometer.

Diese Stadt hat sich zum modernen Zentrum der nördlichen Vojvodina entwickelt, hat aber die schöne historische Stadtarchitektur mit der für sie typischen Zsolnay-Keramik an den Fassaden erhalten können. Zu den sehenswerten Gebäude zählen die Synagoge (1901), das große Rathaus (1908) von den Architekten Komor und Jakab, in dem derzeit auch das städtische Museum untergebracht ist, der Reichel-Palast (1904) und das Na- tionalkasino (1894). Die Synagoge in Subotica war eines der ersten Bauwerke aus Beton und Stahl.

Das erste städtische Theatergebäude wurde Mitte des 19. Jh. im neoklassizistischen Stil mit den charakteris- tischen sechs Säulen an der Vorderfront errichtet. Die erste Theatervorstellung darin datiert auf das Jahr 1747 zurück. Bis heute wird auf Suboticas Bühne sowohl Ser- bisch als auch Ungarisch gesprochen.

Der Palić-See liegt 8 km von Subotica entfernt. Der See ist 8 km lang, etwa 950 m breit, und durchschnittlich zwei Meter tief. Anfang des 19. Jh. fand man heraus, dass das Wasser des Palić-Sees heilsame Wirkung hat, so

entwickelte sich damals das erste Kurbad. Heute gehören Hotels, Villen, Sportplätze, drei gepflegte Badestrände sowie ein Zoologischer Garten zur Anlage dazu. Der Wasserturm, der Frauenstrand, die Große Terrasse, der Musikpavillon, das Hotel „Jezero“ in Palić entsprechen auf ihre Weise dem Architekturstil des Rathauses von Sub- otica. 1912 wurde in in Palić die Sommerresidenz eröffnet – nun wurde die Anlage sogar mit berühmten europäischen Kurorten wie Karlovy Vary und Wiesbaden verglichen. Seit 1992 wird das Internationale Filmfestival „Palić“ verans- taltet.

Die Weinanbau der Region blickt auf eine fast zweit- ausend Jahre alte Tradition zurück. Dank der Sanddünen- landschaft Subotica-Horgoš, die hier nach dem Austrock- nen des prähistorischen Meeres entstanden ist, dem gemäßigte Kontinentalklima und dem Anbau von Qual- itätsrebsorten sind um die Siedlungen in den Gemeinden von Subotica und Kanjiža etliche Weingüter zu finden.

Die Einwohner von Subotica empfehlen zu ihrem Wein gern Spezialitäten der Region. So wird z.B. zum Pörkelt, einem typischen Gericht dieser Gegend, ein Merlot, zu Hühner-Gulasch ein Cabernet gereicht und zu einem Rinderschnitzel mit Champignons muss unbedingt der lokale Wein Kadarka probiert werden.

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Pferdeausritte in Zobnatica – Mittagessen auf den Bauernhöfen bei Kanjiža – ein
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
– Pferdeausritte in Zobnatica
– Mittagessen auf den Bauernhöfen bei Kanjiža
– ein Glas Wein in den Weinkellern von Palić
4. BELGRAD
4.
BELGRAD

Nicht weit von Subotica liegt das Pferde- gestüt Kelebija mit 70 Lipizzanern. Außer Re- iten kann man sich Kutschen, Pferdewagen, Fiaker bis zur Diligence aus dem Jahr 1700 mi- eten. Der „Hit“ in Subotica sind Kutschfahrten für Hochzeitsgäste.

Auf dem Weg nach Subotica sollte man unbedingt auch Zobnatica besuchen. Auch in dieser Ortschaft hat die Pferdezucht eine lange Tradition, außer dem Gestüt gibt es hier auch eine Trabrennbahn mit Manege und ein Pferdezuchtmuseum. Für Gäste werden Aus- ritte, Reitunterricht sowie Fahrten im Fiaker und in der Jagdkutsche organisiert. Jedes Jahr werden in der zweiten September-Woche in Zobnatica „Reiterspiele“ veranstaltet.

Vor etwa 50 Jahren ist mit dem Zusammen- schluss der Gemeinden Horgoš, Martonoša und Kanjiža die heutige Grenzgemeinde Kanjiža entstanden.

Seit 1913, mit der Eröffnung des Thermalbades in Kanjiža, erlebte das Städtchen tourist- ischen Aufschwung. Sein heilsames Wasser und die erholsame, ruhige Atmospäre in der malerischen Umgebung an der Theiss ziehen bis heute viele Gäste an. Die Unterkunftska- pazität in Kanjiža umfasst ca. 700 Plätze.

THEIß-BLÜTE

pazität in Kanjiža umfasst ca. 700 Plätze. THEIß-BLÜTE Jedes Jahr im Juni blüht die Theiß. Den

Jedes Jahr im Juni blüht die Theiß. Den Fluss bedecken dann ganze Wolken blütenähnlicher, weißer Schmetterlinge. Es handelt sich um ein geflügeltes weißes Insekt, dessen Larven im Fluss gebildet werden und die später als Schmetterlinge an die Oberfläche dringen. Sie sind derart zahlreich, dass sie den Fluss und das Flussufer ganz und gar bedecken. Die Schmetterlinge der Theiß-Blüte verbringen ihr kurzes Leben flatternd knapp über der Wasseroberfläche. Das un- gewöhnliche Schauspiel dauert nur zwei-drei Tage, die Theiß sieht dann aus, als sei sie mit Schnee bedeckt.

die Theiß sieht dann aus, als sei sie mit Schnee bedeckt. Tourismusorganisation der Stadt Subotica Trg
die Theiß sieht dann aus, als sei sie mit Schnee bedeckt. Tourismusorganisation der Stadt Subotica Trg

Tourismusorganisation der Stadt Subotica Trg Slobode 1, 24000 Subotica Tel: +381 24 670 350 E-Mail: info@visitsubotica.rs www.visitsubotica.rs

Touristisches Informationszentrum Subotica Trg Slobode 1, 24000 Subotica Tel: +381 24 670 350

Tourismusorganisation der Gemeinde Kanjiža Glavni trg 9, 24420 Kanjiža Tel: +381 24 875 414, 854 412 E-Mail: turkanj@eunet.rs www.kanjizatourism.org.rs

Touristisches Informationszentrum Kanjiža Tel: +381 24 875 412

Touristisches Informationszentrum Totovo selo Tel: +381 24 887 136

5. SOMBOR, BEZDAN, APATIN

Alte Fiaker kutschieren

Die vornehme Kleinstadt im Flachland der Bačka, Sombor, ist etwa 174 km von Belgrad und 99 km von Novi Sad entfernt. Am Ufer der Donau gelegen und mit einem wunderbar erhaltenen historischen Stadtkern ist die Besichtigung Sombors zu Fuss oder mittels eines der zahlreichen Fiaker, die man hierfür anmieten kann, ein echtes Erlebnis. Prächtige Barockbauten und das 1842 im klassizistischen Stil erbaute Rathaus mit einem hohen Turm dominieren das Zentrum. Auch das Gebäude der Ges- panschaft, in dem das größte Ölgemälde Serbiens (28 m2 „die Schlacht bei Senta“ von Ferencz Eisenhut) ausgestellt wird, die orthodoxe Kirche des hl. Georg und das katholische Pfarrhaus aus dem 18. Jh. befinden sich hier. Letzteres Gebäude soll genauso viele Räume wie Tage im Jahr haben. Der Pascha-Turm auf dem Platz beherbergt heute die Ateliers der Somborer Maler.

Sombor ohne Tamburizza ist kaum vorstellbar, die Klänge dieses Musikinstruments, die Legenden über seine Spieler sind aus der Stadt ebensowenig wegzudenken wie die Fiaker. Früher sollen auf den Straßen von Sombor an die hundert Fiaker verkehrt haben.

16 Bauernhof-Siedlungen gruppieren sich um Sombor. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, wer – z.B. auf einer von den örtlichen Tour- ismusvereinen organisierten Fiakerfahrt – hierherkommt, wird die gast- freundlichen Traditionen und die beschauliche Atmosphäre genießen.

Entlang des Donaulaufs gibt es zahlreiche Flussarme und Sumpfland, ganz in der Nähe der Stadt bilden Veliki bački kanal, der Bajski kanal, und

DAMASTWEBEREI

Die Webereitraditionen in Bezdan lassen sich bis ins 18. Jh. zurück- verfolgen. Die Webstühlen der damaligen Zeit, die zur modern- sten Technologie Europa im 18. Jh. gehörten, werden zur Produk- tion der Unikate immer noch eingesetzt. Aus dem handgewebten Damast werden Servietten, Tischtücher und Bettwäsche herg- estellt.

Servietten, Tischtücher und Bettwäsche herg- estellt. der Donau-Theiß-Donau-Kanal ein wahres Anglerparadies.

der Donau-Theiß-Donau-Kanal ein wahres Anglerparadies.

Bezdan ist eines der 16 Dörfer um Sombor. Das mit Jod angereicherte, heilsame Was- ser (ein Liter „Bezdan-Wasser“ enthält 2,84 Milligramm Jod!) wurde Anfang des 20. Jh. entdeckt. Bad Bezdan verfügt mittlerweile über 100 Hotelbetten und ebensoviele Privatunterkünfte. Unweit von Bezdan können Naturfreunde in der „Ökologisch- en Werkstatt Baračka“ schöne Naturwaren erwerben.

Nur 17 km von Sombor findet sich am linken Donauufer das Städtchen Apatin. Das Städtchen bildete lange eine der größten deutschen Gemeinden des Landes und war bekannt für seinen florierende Handel und sein blühendes Gewerbe. Die 1756 gegründete Bierbrauerei ist erhalten

durch die Straßen

5. BELGRAD
5.
BELGRAD

geblieben, sie produziert bis heute eine der bekanntesten Biersorten in Serbien.

Die Wald- und Flusslandschaften um Apatin sind bekannt für Kleinwild, Wildschweine und Donauhirsche, hier finden sich hervorragende Jagdreviere und Fischfanggebiete. Beliebte Aus- flugsziele sind u.a. Bestrement, Kupusinski dunavac, Ciganski dunavac und Kandljilja pesak Als bekanntermaßen größtes Fisch- fangzentrum Serbiens, verans- taltet die Stadt auch zahlreiche Events „rund um den Fisch“. So werden z.B. Wettbewerbe im Fischsuppe kochen oder tradtio- nelle Fischabende veranstaltet, bei denen die besten tradtionellen Rezepte und Fangergebnisse vorg- estellt werden. Unweit von Apatin befindet sich das Bad Junaković, ein Erholungsort für Patienten mit Herz- und Kreislauferkrankun- gen und anderen Beschwerden. Das Bad verfügt über mehrere Schwimmbecken, Sportplätze, Sauna sowie Massageräume.

Schwimmbecken, Sportplätze, Sauna sowie Massageräume. UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besuch des „Kleinen
Schwimmbecken, Sportplätze, Sauna sowie Massageräume. UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besuch des „Kleinen
Schwimmbecken, Sportplätze, Sauna sowie Massageräume. UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besuch des „Kleinen

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Besuch des „Kleinen Montmartre“ im Paschaturm in Sombor

– Kutschfahrt mit dem Fiaker

– Kauf von Souvenirs in der Weberei in Bezdan

Tourismusorganisation der Stadt Sombor Trg Cara Lazara 1, 25101 Sombor Tel: +381 25 434 330, 434 350 E-Mail: info@visitsombor.org www.visitsombor.org

Touristisches Informationszentrum Sombor Kralja Petra I 26, 25000 Sombor Tel: +381 25 420 041

Tourismusorganisation der Gemeinde Apatin Petefi Šandora 2a, 25260 Apatin Tel: +381 25 772 555 E-Mail: apatintours@mmnetkds.com www.apatin.org.rs

Gemeinde Apatin Petefi Šandora 2a, 25260 Apatin Tel: +381 25 772 555 E-Mail: apatintours@mmnetkds.com www.apatin.org.rs

6. BAČKA TOPOLA, MALI IĐOŠ, SRBOBRAN

Am Donauufer

Etwa 146 km von Belgrad, im Krivaja-Tal liegt Bačka Topola. Viele schöne Barockgebäude sowie die Katholische Kirche von 1905 im pseudo- gotischen Stil (der Turm ist 74 m hoch), das Heimathaus, die Schmiede mit Wagenwerk- statt und das Müllereimuseum gehören zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Viele Gäste besuchen die Stadt allerdings aufgrund einer weiteren speziellen Beson- derheit: Sportjagd und Sportangeln werden in Bačka Topola und dem Nachbarort Mali Iđoš groß geschrieben. Die Jagdgebiete in der Umgebung, besonders das sogenannte „Krivaja-Revier“, erfreuen sich international eines besonderen Rufes, neben Hasen und Fasanen sind große Rehwild-Herden in den Wäl- dern beheimatet.

Die Kleinstadt Srbobran liegt nördlich von Novi Sad, genau 100 km von Belgrad entfernt.

Das Städtchen dehnt sich auf beiden Ufern des Großen Bačka-Kanals aus. Durch seine günstige Lage an der Verkehrverbindung zwischen Mittel- und Südeuropa hat sich Srobran wirtschaftlich gut entwickeln können. Die schönen alten Gebäude im Zentrum, wie z.B. die Dreikönig- skirche aus dem Jahr 1787 oder auch die 1815 erbaute römisch-katholische Kreuzer- höhungskirche, belegen wiederum die historische Substanz der Stadt.

Turija und Nadalj sind Dorfsied- lungen. Turija, berühmt für seine Würste und die sogenannte „Koba- sicijada“ (Wurstfest), wurde nach dem Flüsschen Turija benannt, einem Nebenfluss der Drina, von dem die ersten Bewohner dieser Ortschaft stammten. Schwieriger ist der Ortsname Nadalj zu be- gründen: vermutlich geht er auf die in der Steppenlandschaft angesiedelten Fronbauern zurück.

Dem Wasserreichtum dieser Gegend ist es zu verdanken, dass der Boden dieser Region als besonders

Dem Wasserreichtum dieser Gegend ist es zu verdanken, dass der Boden dieser Region als besonders fruchtbar gilt. Die Flüsse Krivaja, Veliki bački kanal, zahlreiche Seen, von denen Beljansko jezero der bekannteste ist, und viele un- terirdischen (Warm-)wasserquellen, dienen der Bewässe- rung der Felder und Wiesen und erschaffen eine herrliche Natur.

der Felder und Wiesen und erschaffen eine herrliche Natur. НЕ ТРЕБА ПРОПУСТИТИ: – лов на
der Felder und Wiesen und erschaffen eine herrliche Natur. НЕ ТРЕБА ПРОПУСТИТИ: – лов на
der Felder und Wiesen und erschaffen eine herrliche Natur. НЕ ТРЕБА ПРОПУСТИТИ: – лов на
der Felder und Wiesen und erschaffen eine herrliche Natur. НЕ ТРЕБА ПРОПУСТИТИ: – лов на

НЕ ТРЕБА ПРОПУСТИТИ:

– лов на зечеве у Малом Иђошу

– Кобасицијаду у селу Турија

– Музеј млинарства у Бачкој Паланци

6. BELGRAD
6.
BELGRAD

ТУРИЈА

у Бачкој Паланци 6. BELGRAD ТУРИЈА Србобран у време одржавања

Србобран у време одржавања Кобасицијаде у Турији, селу непосредно уз варош, посећује велики број гурмана из читавог региона. Ова манифестација одржава се сваке године, последњег викенда у фебруару. Србобран нема хотел, али су се мештани ове регије одлучили да на чак шест салаша у крају отворе своје домове за путнике-намернике.

домове за путнике-намернике. Tourismusorganisation Bačka Topola Maršala Tita 30, 24300
Tourismusorganisation Bačka Topola Maršala Tita 30, 24300 Bačka Topola Tel: +381 24 715 310, lokal

Tourismusorganisation Bačka Topola Maršala Tita 30, 24300 Bačka Topola Tel: +381 24 715 310, lokal 106 E-Mail: tourg@stcable.net www.btopola.org.rs

Zentrum für körperliche Betätigung, Sport und Tourismus Srbobran Trg mladosti bb, 21480 Srbobran Tel/Fax: +381 21 731 279 E-Mail: cst.srbobran@eunet.rs www.cst.org.rs

7.

ODŽACI, KULA, VRBAS

Tradition alter

Das heutige Örtchen Odžaci wurde unter dem Namen Udžak im 16. Jh. von Türken gegründet. Es liegt an der Strecke Novi Sad–Bačka Palanka–Sombor und ist 139 km von Belgrad ent- fernt. Zu den Nachbargemeinden zählen Apatin, Sombor, Kula, Vrbas, Bačka Palanka und Bač. Im Stadtkern dominiert die römisch-katholische Kirche des hl.

Erzengel Michael (1821). Sehenswert ist auch das Museum in Odžaci, in dem u.a. Fundstücke aus der neolithischen Aus- grabungsstätte von Donja Branjevina zu besichtigen sind. Zu den wertvollsten und ungewöhnlichsten Exponaten zählt sicherlich die sogenannte „Rothaarige Göttin“ eine 7000

Jahre alte Frauenstatue des frühen Neolithikums. Im Gegensatz zu anderen Götterfiguren ist sie ganze 38 cm hoch – alle anderen Figuren dieser Art haben nicht mehr als höchstens 15 cm. Odžaci ist von zahlreichen kleinen Seen umgeben, die nach dem Donauhochwasser im Jahr 1926 entstanden sind. Für

Tourismusorganisation der Gemeinde Odžaci Knez Mihajlova 28, 25250 Odžaci Tel/Fax: +381 25 5742 212, 5742 308 E-Mail: turizamodzaci@open.telekom.rs www.turizamodzaci.rs

Kleinwild-

jäger und Fischer bieten die von zahlreichen Kanälen durchzogenen Wälder der bung ein ideales Revier. Städtchen Kula erstreckt sich zwischen einem Kanal des Donau-Theiß- Donau-Systems und der Straße bzw. Bahnstrecke der Bačka. Kula gilt als alteingesessener Handwerkszünfte, Schneider-, Schuster-, Kürschner- und Weberwerkstätten datieren mitunter bis ins Jahr 1815 zurück. Fast ebenso altehrwürdig sind die Hutfabrik und die Wollstofffabrik der Stadt. An Kula grenzt Vrbas, eine Stadt mitten im Herzen der Bačka. Vrbas ist von Novi Sad 44 km und von Belgrad 125 km entfernt.

Umge- Das Ort
Umge-
Das
Ort

Meister

7. BELGRAD
7.
BELGRAD
Meister 7. BELGRAD UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besichtigung der „Rothaarigen Göttin“ – Besuch der Weberei in
Meister 7. BELGRAD UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besichtigung der „Rothaarigen Göttin“ – Besuch der Weberei in
Meister 7. BELGRAD UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besichtigung der „Rothaarigen Göttin“ – Besuch der Weberei in

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Besichtigung der „Rothaarigen Göttin“

– Besuch der Weberei in Kula

– Kostprobe des Jägerschnitzels in Vrbas

Unweit von Donau und Theiß hat die Stadt zudem noch ihr eigenes Flüss- chen: die Crna Bara. Durch das viele Wasser der Umgebung musste Vrbas wie auch viele andere Städte der Vojvodina auf Sumpfland errichtet werden, Erde und Schilf waren damals das vorherrschende Baumaterial. Heute allerdings sind vor allem die vornehmen Villen ehmaliger reicher Industrieller und die schöne, deutlich mitteleuropäisch beeinflusste Stadtarchitektur zu bewun- dern. Auch sechs Kirchen gehören zum Stadtbild: die Serbische orthodoxe Kirche, die Katholische Kirche, die Reformationskirche, die Ruthenische

Kirche, die Evangelistische Kirche und die Methodistische Kirche. Weitere Sehenswürdigkeiten sind z.B. die Kapelle „Vodice“, das Jozef-Kiš-Denkmal und das „Bapas Basis“, wo Exponate, Fotografien und anderes historisches Material aus dem Zweiten Weltkrieg zu besichtigen sind. Der Name geht auf die geheimen Treffpunkte (Basen) der Partisanen-

abteilungen im zweiten Weltkrieg zurück – die erwähnte Basis befand sich im Haus des Dragutin Radanov Bapa, dem es gelang, mit seinen fünf Kindern während der ganzen Kriegszeit diesen Ort geheim zu halten. Neben den geschichtlichen Zeugnissen ist auch das Haus selbst außergewöhnlich: es ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele der traditionellen serbischen Dorfarchitektur von Vrbas. Auch Vrbas ist von Jagrevieren umgeben. Die besten Jagdgebiete liegen im Areal von Savino Selo. Das Jagdge- biet Kucura eignet sich besonders für Hasenjagd. Vrbas ist auch für seine ausgezeichneten Speisen bekannt, viele der lokalen Restaurants locken mit Spezialitäten aus der Region.

WOCHENMARKT
WOCHENMARKT

WOCHENMARKT

Die lebhaften Wochenmärkte werden in Vrbas jew- eils mittwochs (der Kleine Wochenmarkt an der Kreuzung Glavna, Ecke Njegoš Straße) und sam- stags (der Große Wochenmarkt an der Vinogradski most) abgehalten. Hier findet man neben vielen frischen Naturprodukten der Region auch schöne Flecht- und Korbwaren, sowie Textilien und Haus- haltsbedarf.

8.

KIKINDA, BEČEJ, NOVI BEČEJ

Siedlungen mit

Kikinda, das Verwaltungszentrum des Nordbanats, ist 132 km von Belgrad entfernt. Obwohl „tief “ im Innern des Banats, hat Kikinda auch mit den übrigen Teilen Serbiens gute Verbindungen. In der Stadt und ihrer Umgebung stößt man auf immer wieder auf archäologische Fundstätten, die bezeugen, dass hier schon fünftausend Jahren v. Chr. Menschen organisiert gelebt haben.

Heute beherrscht der hohe Turm des Rathauses (1894) das Zentrum. Das Wappen Kikindas an seiner Fassade ist immer noch ein markantes Wahrzeichen der Stadt. Doch auch die Lepedats Villa aus dem Jahr 1908 an der Ecke der Glavna ulica (Hauptstraße) zieht die Blicke auf sich. Eine reichhaltige archäologische Sammlung ist im Gebäude der Kurie ausgestellt, das heute als Museum dient. Unweit davon steht die Nikolaikirche (1769), unverkennbar durch die alte Son- nenuhr an der Südseite. Kikinda besitzt auch eine alte Trockenmühle. Dabei handelt es sich um eine große Mühle, die früher mittels eingepannter Pferde in Bewegung gesetzt wurde. Die Trockenmühle in Kikinda ist eine der zwei in ganz Europa noch existierenden Mühlen dieser Art. Früher wurde hier Weizen gemahlen, heute finden in ihr Konzerte und Theateraufführungen statt.

Besucher übernachten entweder im Hotel Narvik**** im Stadtzentrum oder auch in einer der zahlreichen Privatpen- sionen direkt im Ort oder in den umliegenden Dörfern. Ausflüge in die Umgebung garantieren zudem Einblicke in alte Traditionen und ungewöhnliche Unterhaltungsmöglichkeiten. So wird z. B. in dem unweit von Kikinda gelegenen Dorf Mokrin jedes Jahr an Ostern ein Wettbewerb im Ostereierklopfen veranstaltet. Außerdem finden in diesem Dorf die traditionellen Ganterkämpfe statt. Kikinda selbst hat dem Kürbis besondere Tage gewidmet. Dabei werden am ersten Wochenende im Oktober „Dani ludaje“ (Narrenkürbistage) organisiert. An diesen Tagen sind mehr Kürbisse als Men- schen im Zentrum der Stadt zu finden, doch hat bis jetzt noch niemand die Frage beantwortet, weshalb tikve (Kürbisse) hier ludaje (Narrenkürbisse) heißen.

Tourismusorganisation der Gemeinde Kikinda Trg srpskih dobrovoljaca 21, 23300 Kikinda Tel: +381 230 26 300
Tourismusorganisation der Gemeinde Kikinda
Trg srpskih dobrovoljaca 21, 23300 Kikinda
Tel: +381 230 26 300
E-Mail: marijana.ilicin@kikinda.org.rs
Tourismusorganisation der Gemeinde Bečej
Trg oslobođenja 1, 21220 Bečej
Tel: +381 21 6910 404
E-Mail: tobecej@gmail.com
www.tobecej.com
Touristisches Informationszentrum Bečej
Tel: +381 21 6910 444
Touristisches Informationszentrum Novi Bečej
Svetozara Miletića bb, 23272 Novi Bečej
Tel: +381 23 773 522
E-Mail: ticnovibecej@gmail.com
www.novibecej.rs

Erinnerungen

8. BELGRAD
8.
BELGRAD
Erinnerungen 8. BELGRAD UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Tamburizzaspieler – Ostereierklopfen in Mokrin – Palast
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Tamburizzaspieler – Ostereierklopfen in Mokrin – Palast Dunđerski
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
– Tamburizzaspieler
– Ostereierklopfen in Mokrin
– Palast Dunđerski

Das Städtchen Bečej, 120 km von Belgrad, liegt an der Theiß. Alle Sehenswürdigkeiten dieses Ortes sind auf dem Haupt- platz mit dem offiziellen Namen Trg oslobođenja (Befreiungsplatz) konzentriert. Allerdings wird selbiger Platz von den Anwohnern aufgrund seiner Form zumeist pogača (Fladenbrot) genannt. Hier stehen das Rathaus, die Stiftung der Baronin Eufemija Jović und die 1851 erbaute Orthodoxe Kirche. Gern gelobt wird die gute Küche in Bečej, häufig aber auch die exotische Übernachtungsmöglichkeit, die das Hotel Fantast seinen Gästen ermöglicht. Das Hotel geht auf den Industriellen Bogdan Dunđerski zurück, der Anfang des 20. Jh. 14 km westlich von Bečej einen Palast im Märchen- stil erbauen ließ, der heute ein Hotel ist. Die Hotelanlage umfasst 65 Hektar – dazu gehören auch eine kleine Famil- ienkapelle und ein namhaftes Pferdegestüt, das zwischenzeitlich bis zu 1.400 Pferde besaß. Auf der anderen Seite der Theiß erstreckt sich Novi Bečej, 113 km von Belgrad entfernt. 1886 legte ein fürchterlicher Brand mehr als ein Drittel der Ortschaft in Schutt und Asche. Die Spuren des verheerenden Brandes sind an der mittelalterlichen Basilika aus dem 14. Jh. noch sichtbar (Arače, 14 km vom Zentrum der Gemeinde).

Ein Wunder der Technik ist der Betonstaudamm des Donau-Theiß-Donau-Hydrosystems. Er hat sieben Sparbecken und eine Schiffsschleuse und befindet sich direkt bei Novi Bečej. Die ebenfalls am Donau-Theiß-Donau-Kanal gelegene

Eiffel-Schleuse ist eine der technischen Spitzenerrungenschaften des beginnenden 20. Jh. Diese „Šlajz“ (Schleuse), wie die Ortsbewohner sie meistens nennen, wurde seinerzeit aus der Not heraus gebaut: Hochwasser flutete von Zeit zu Zeit die Stadt, so dass man beschloss, an der Mündung des Großen Bačka-Kanals in die Theiß einen mächtigen Stau- damm zu errichten. Ob die Schleuse ein Werk des berühmten Architekten Eiffel ist, kann nicht mit Sicherheit bestätigt werden, aber die gitterförmige Konstruktion der Schleuse erinnert tatsächlich

dem Stil nach an den Pariser Eiffelturm.

Gute Jagdgebiete, Wander- möglichkeiten und Ausflug- sziele machen die Umgebung ist bekannt für seine festliche alljährlich in Vranjevo statt- jeden Sommer die traditionel- das Internationale Art Camp

MAMMUT

Beim Tonerdeabbau der Fab- Das imposante gut erhaltene Skelett ist den Wissenschaftlern von großem Nutzen.

Beim Tonerdeabbau der Fab-

Das imposante gut erhaltene Skelett ist den Wissenschaftlern von großem Nutzen. Das Mammut ist 4 m hoch, 7 m lang und 3 m breit.

9.

ZRENJANIN, ŽABALJ, TITEL

Gebäude erzählen

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Massage im Bad Rusanda – Foto-Safari in Žabalj – Drink im Zentrum
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
– Massage im Bad Rusanda
– Foto-Safari in Žabalj
– Drink im Zentrum Zrenjanins

Zrenjanin ist 73 km von Belgrad ent- fernt. Diese größte Stadt des Banats, ist auch unter dem früheren Namen Veliki Bečkerek bekannt. Hier kreuzen sich die Regionalstraßen aus Novi Sad und aus Belgrad.

Der Zentrumsplatz, Trg Slobode (Freiheitslatz) ist nicht groß, aber außergewöhnlich schön gestaltet. Hier steht das barocke Rathaus (1820), das erst unlängst renoviert wurde und der Rathausgarten, welcher reich mit Fontänen, Statuen und Pavillons ausgestattet ist. Neben dem Rathaus erhebt sich die 1864 im neoromantisch- en Stil erbaute römisch-katholische Kathedrale des Schutzpatrons des hl. Ivan Nepomuk (mit den berühmten Orgeln). Sie wurde „nach Maß“ gebaut, so dass das Echo ihrer Glocken „ genau bis an den Stadtrand reicht, nicht weiter“. Auch der Palast des Volksmuse- ums, der ehemalige Finanzpalast (1894)

und des Gebäude des Volkstheaters „Toša Jovanović“ mit dem ältesten Theatersaal in Serbien sind ebenso beieindruckende wie monumentale Bauten. Vom Trg Slobode zweigt die Straße kralja Aleksandra Prvog ab, in der sich die meisten Restaurants und Cafés Zrenjanins befinden. Die verschie- denen Paläste dieser Straße zeugen abermals von der Architekturvielfalt der Stadt: so z.B. der Bence-Palast, der Panaji- Palast, der Kovač-Palast oder der Tuner-Palast (wegen seines maurischen Baustils auch Scheherazade genannt), die Häuser der Kaufleute Jakšić oder Stagelschmidt bis zum Renaissance-Palast.

Neben den Parkanlagen (acht große) und Plätzen (fünf) verleihen die zehn Brücken der Stadt an der Begej einen beson- deren Reiz. Die älteste ist die 1904 erbaute so genannte Kleine Brücke, sie ist nur für Fußgänger bestimmt. In der Kapelle neben der Kirche Vavedenje (Kirche des Einzugs der Muttergottes in den Tempel) sind die Reliquien des Hieromonachus Rafailo Banatski aufbewahrt, eines Missionars aus Chilandar, der noch zu Lebzeiten zum Heiligen und Wundertäter erklärt wurde. Nach seinem Tod soll aus einer alten Ulme im Kirchhof heilsames Wasser hervorgequollen sein, das vielen, bislang Verzweifelten geholfen hat.

Zrenjanin hat vier Hotels, einige Motels und viele Privatunterkünfte. Man kann letztere über die lokalen Tourismus- Organisationen reservieren.

In der Nähe von Zrenjanin, bei Melenac am Ufer des Rusanda-Sees liegt der Kurort Bad Rusanda. Ausgezeichnete Spa-Angebote, verschiedene Therapien und sportliche Aktiv- itäten stehen auf dem Programm, gute Fischrestaurants mit diversen Spezialitäten ergänzen auf angenehme Weise die Aktivitäten. Etwa 15 km von Zrenjanin an der Hauptstraße nach Belgrad befindet sich die „Tiganjica“, eine Freizeitanlage mit Übernach- tungs-, Speise- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Sogar ein kleiner Zoo gehört dazu.

Zu den beliebtesten Zrenjaniner Veranstaltungen gehören sicherlich die Biertage (Dane piva), die traditionsgemäß in der letzten Augustwoche stattfinden. In Form eines Wettkampfes wird der schnellste und ausdauerndste Biertrinker ermittelt. Ungleich geschäftiger, aber ruhiger geht es im Juni auf dem Festtagen der „Fleißigen Banater Hände“ (Banatske vredne ruke) zu, wo verschiedene Handarbeiten präsentiert und alte Banater Gerichte zubereitet werden.

(Banatske vredne ruke) zu, wo verschiedene Handarbeiten präsentiert und alte Banater Gerichte zubereitet werden.

Geschichten

9. BELGRAD
9.
BELGRAD
CARSKA BARA (KAISERSUMPF) Das 10 km von Zrenjanin in Richtung Belgrad entfernte Naturresrevat Carska bara
CARSKA BARA (KAISERSUMPF)
Das 10 km von Zrenjanin in Richtung Belgrad
entfernte Naturresrevat Carska bara umfasst
1.767 Hektar einer wildromatischen Wasser-
landschaft. 240 seltene Vogelarten, darunter
Weißschwanzadler, Sumpfweihe, Wiesen-
weihe, Finkenhabicht, Mäusebussard, Rei-
her, Löffelreiher, Wildtiere und Fische haben
hier ihre Heimat. Carska bara steht auf der
UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.

Die Strecke Zrenjanin-Novi Sad führt durch Žabalj. Hier bee- indruckt die im Barockstil erbaute Nikolai-Kirche mit einem einzigartigen Ikonostas aus poliertem vielfarbigem Kunststein. Gleich neben Žabalj liegt das Jagdgebiet Alte Theiß, bekannt für seinen reichen Bestand an Reh- und Federwild. Das Jegrička- Tal mit seinem vom Hauptfluss abgeschnittenen Mäander der Theiß ist einer der bedeutendsten Lebensräume von Sump- fvögeln in Serbien. Außer herrlicher Natur hat Žabalj seit Neuestem in unmittel- barer Umgebung auch den ersten professionell ausgestatteten Golfplatz Ser- biens anzubi- eten.

Nach Titel, einem Städtchen im Dreieck der Theiß, Donau und Begej, ist es aus Belgrad, Novi Sad und Zrenjanin etwa gleich weit. Am schnellsten er- reicht man Titel jedoch über die südliche Re- gionalstraße der Bačka von Novi Sad Richtung Banat.

Tourismuszentrum der Stadt Zrenjanin Koče Kolarova 68, 23101 Zrenjanin

Tel: +381 23 523 160, Fax: +381 23 523

161

E-Mail: office@zrenjanintourism.org www.zrenjanintourism.org

Touristisches Informationszentrum Zrenjanin Subotićeva 1, 23101 Zrenjanin Tel: +381 23 581 890 E-Mail: ticzr@zrenjanintourism.org www.zrenjanintourism.org

Tourismusorganisation der Gemeinde Žabalj Trg Svetog Save 3, 21230 Žabalj Tel: +381 21 831 688 E-Mail: info@zabalj-tourism.org, turistickaorganizacijazabalj@yahoo. com www.zabalj-tourism.org

Die Geschichte

dieser Ortschaft reicht bis in die Römerzeit zurück und zeugt von den vielen Völkern, die hier ihre Spuren hinterließen.

In Titel befindet sich aber auch das Geburtshaus von Mileva Marić Einstein, die später mit ihrem Mann, Albert Einstein, in Novi Sad lebte. Die größte Attraktion des Ortes ist der Titel-Hügel (Titelski breg)– eine merkwürdig geformte Lößanhöhe, die sich über die sonst flache Eb- ene der Vojvodina erhebt. Über die Theiß und die Begej kann man per Schiff bis nach Mošorin gelangen, wo sich die archäologische Fundstätte Feudvar aus der Eisen- und Bronzezeit befindet.

Vor allem Aktivurlauber kommen in Titel auf ihre Kosten: sportliche Aktivitäten wie Rudern, Bootsfahrten, Regatten, Drachenfliegen und Pferderennen gehören zum Angebot. Camping- freunde finden in Titel wunderschöne Plätze vor.

Drachenfliegen und Pferderennen gehören zum Angebot. Camping- freunde finden in Titel wunderschöne Plätze vor.

10.

PANČEVO, KOVAČICA

Heimatmotive

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT – Spaziergang an der Tamiš – Besuch der archäologischen Fundstätte Starčevo – Kauf
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT
– Spaziergang an der Tamiš
– Besuch der archäologischen Fundstätte Starčevo
– Kauf eines Gemäldes in Kovačica
Tourismusorganisation Pančevo
Sokače 2, 26101 Pančevo
Tel: +381 13 351 366
E-Mail: office@pancevo.info
www.pancevo.info
Tourismusorganisation der
Gemeinde Kovačica
Maršala Tita 50,
26210 Kovačica
Tel: +381 13 660 460
E-Mail: office@took.org.rs
www.took.org.rs

Pančevo liegt an der Mündung der Tamiš in die Donau und ist nur 13 km von Belgrad entfernt. Im Grunde ist es nur die Pančevo-Brücke, die es von der serbischen Haupt- stadt trennt. Trotz der Nähe zu Belgrad ist Pančevo eine typische Stadt des Südbanats. Und obwohl die Stadt eines der wichtigen Industriezentren ist, hat ihr Zentrum doch zahlreiche Kirche und historische Gebäude aus dem 19. Jh., die dem Zentrum einen ruhigen und architek- tonisch harmonischen Charakter geben. Die römisch- katholische Kirche des hl. Karl Boromej direkt im Zentrum ist eigentlich das umgestaltete Haus des Grafen Marus aus dem Jahr 1722. Hier steht auch die Verklärungskirche (Preobraženjska crkva) mit einer mächtigen Kuppel, hohen Glockentürmen und einer reichgefüllten Schatzkam- mer. Die Wandmalerein im Innenraum sind ein Werk des berühmten Uroš Predić. Dieses Gotteshaus ist heute eines der Symbole Pančevos. Die Himmelfahrtskirche (Uspenska crkva), eine Basilika vom Beginn des 19. Jh., ist ebenfalls ein Wahrzeichen dieser Stadt. Zum Bau der Kirche steuerte Karađorđe selbst das nötige Bauholz bei und leistete Un- terstützung zum Brennen von Ziegeln.

Nur 5 km nordöstlich von Pančevo in Richtung Starčevo befindet sich das berühmte Kloster Vojlovica. Den Über- lieferungen nach wurde es noch im Jahr 1393 nach der Schlacht auf dem Amselfeld (Kosovski boj) erbaut.

Archäologische Fundstätten zeugen von der kontinui- erlichen Besiedlung der Region seit dem Neolithikum.

Zu den sensationellsten Ausgrabungen zählen die Funde der Starčevo-Kultur, eines prähistorischen Volkes, das vor Tausenden von Jahren hier siedelte. Mit der Industrialisierung in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat sich Pančevo zu einem mächtigen Wirtschaftszentrum entwickelt. Erdölraffiner- ien, Plastik-, Flugtechnik-, Glas- und Glühbirnenindustrie gehören dazu. Auch die Tradition der Bierbrauerei hat sich seit 1722 erhalten.

Romantisch und erholsam ist hingegen ein Spaziergang entlang des Tamiš-Flusses. Hier kann man das Flusspanor- ma geniessen oder in eines der vielen kleinen Restaurants (vor allem Fisch-Restaurants) und Cafés einkehren. Das Naturschutzgebiet Deliblatska peščara, 13 km von Kovin entfernt, erstreckt sich bis zum Donauufer. Es ist eine in ihrer Art einzigartige Dünenlandschaft in Europa, die durch ihre Öko-Systeme und seltenen Pflanzenarten nun gesetzlich geschützt und zum Biosphäre-Reservat nominiert worden ist. Vorbei an vielen Sonnenblumenfeldern gelangt man bis zu der kleinen Ortschaft Kovačica. Sie ist genau 50 km von Belgrad entfernt und durch ihre vorwiegend slowakische Bevölkerung sowie durch dort beheimatete Tradtition der naiven Malerei bekannt.

1939 schufen die Ortsbewohner Martin Paluška und Jan Sokol die Anfänge einer Bewegung, die sich ständig er- weiterte und schließlich in den 50-er Jahren zur Gründung

eines Malerclubs der naiven Kunst führte. Dort versam- melten sich engagierte Dorfbewohner aus Kovačica, Padina und anderen um- liegenden Ortschaften, und schufen ihren eigenen Stil und ihre spezielle Schule der Malerei. Keines der Gründungsmitglieder oder der späteren Mitglieder hat irgendeine (offizielle) Schule besucht, die sich mit naiver Malerei befasst.

Die erste Ausstellung der naiven Malerei in Kovačica fand 1952 statt. Drei Jahre später wurde auch die erste Galerie der naiven Malerei gegründet.

10. BELGRAD
10.
BELGRAD
erste Galerie der naiven Malerei gegründet. 10. BELGRAD MALER HULE Die Schule der naiven Malerei in
MALER HULE Die Schule der naiven Malerei in Kovačica (Zu- zana Halupova, Martin Jonaš und
MALER HULE
Die Schule der naiven Malerei in Kovačica (Zu-
zana Halupova, Martin Jonaš und andere) ist
heute weltweit bekannt. Neben der Galerie der
malenden Bauern und der berühmten Galerie
Babka finden sich hier in fast jedem Haus dieser
Ortschaft interessante Gemälde und Verkaufsau-
sstellungen.

11.

VRŠAC, BELA CRKVA

Die Winde der

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besuch der Vršacer Weinberge – Spaziergang zum Turm auf dem Berg –
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
– Besuch der Vršacer Weinberge
– Spaziergang zum Turm auf dem Berg
– „Blumenkarneval“
Spaziergang zum Turm auf dem Berg – „Blumenkarneval“ Nach Vršac, 84 km von Belgrad, gelangt man

Nach Vršac, 84 km von Belgrad, gelangt man über die Autobahn E 70. Diese Stadt ist für den ständigen Wind bekannt, der hier herrscht. Sie liegt eingebettet in die hügelige Landschaft der Karpatenausläufer. Die Region ist ein bekannts und fruchtbares Weinanbaugebiet. In nur 10 Autominuten erreicht man den Grenzübergang nach Rumänien – Vatin/Moravita.

Durch diese Stadt verläuft auch die internatio- nale Eisenbahnstrecke Wien-Budapest-Belgrad- Bukarest. Die Stadt verfügt auch über einen kleinen Flughafen, einen Übungsflughafen von JAT.

Die ältesten Gebäude im Stadtkern von Vršac stammen aus dem 18. Jh. Zum architektonischen Ensemble des Zentrums gehören der Barock- palast des Vladičanski dvor, die orthodoxe Niko- lai- Kirche, die neogotische katholische Kirche des hl. Gerhard, das Magistratsgebäude, das Haus des Jovan Sterija Popović und das Stadt- museum, das eine reichhaltige archäologische Sammlung von den Ausgrabungsstätten Vatin, Dubovac und Židovar beherbergt. An der Ecke der Kumanovska und Stevan Nemanja Straße befindet sich die Alte Apotheke, die wegen ihres ungewöhnlichen Treppeneingangs Apotheke unter den Treppen genannt wird. In diesem Gebäude befand sich schon Mitte des 18. Jh. die Apotheke „Zum Erlöser“ (kod Spasitelja). Seit 1965 gehört das Haus nun zum Stadtmuseum.

Von jedem Winkel der Stadt kann man den Turm (vršačka kula) der alten Festung aus dem 15. Jh. auf dem Hausberg (vršački breg) sehen. Die Fes- tung ist ein beliebtes und schönes Ausflugsziel.

Wer nicht wandern will dem bietet das Sport-

zentrum „Millenium“ diverse sportliche Aktivitäten und abends lassen sich die Weinkeller der Stadt erkunden. Die Vršacer sind sehr stolz auf ihre Wein- anbautradition. Jedes Jahr am dritten Wochenende im September laden sie zur Vršacer Weinlese (Vršačku berbu grožđa) ein. Im Sommer wird hier auch ein Inter- nationale Folklorefestival veranstaltet.

Vršac hat eine gut entwickelte Wirtschaft – die Arzneimittelgesell- schaft Hemofarm/Stada, die Vršacer Weinberge, die Vršacer Brauerei, die Süßwarenfirma Swiss Lion gehören dazu. Außerdem werden in Vršac schon seit langer Zeit an der Akademie der JAT die Piloten der serbischen Fluglinien ausgebildet.

werden in Vršac schon seit langer Zeit an der Akademie der JAT die Piloten der serbischen

Karpaten

Das anmutige Städtchen Bela Crkva liegt nur 35 km südlich von Vršac entfernt und direkt an der Grenze zu Rumänien. Von Belgrad ist Bela Crkva 96 km entfernt. Die Stadt liegt am Nera-Fluss und ist außerdem von ei- nigen kleinen Seen und dem Donau-Theiß-Donau-Kanal umgeben. Charakteristisch für Bela Crkva sind – ähnlich wie in Vršac – die vielen historischen Barockfassaden des Stadtzentrums. Hier befindet sich auch das örtliche Museum, das schon seit 1877 besteht. Den schönsten Blick auf die Stadt hat man vom Berg Kalvarija.

Bela Crkva ist auch als Stadt der Blumen bekannt. Jeden Sommer wird hier der „Blumenkarneval“ veranstaltet, ein Event, das mittlerweile auf über 100 Jahre Tradtition zurückblicken kann.

Die reine Luft, die schöne Natur und vor allem die kristallklaren Badeseen von Bela Crkva locken vor allem im Sommer viele Touristen an.

VRŠACER WEINBERGE

vor allem im Sommer viele Touristen an. VRŠACER WEINBERGE In Vršac und Umgebung blickt der Weinanbau
vor allem im Sommer viele Touristen an. VRŠACER WEINBERGE In Vršac und Umgebung blickt der Weinanbau

In Vršac und Umgebung blickt der Weinanbau auf eine reiche Tradition zurück. Noch Mitte des 15. Jh. wurde Wein aus dieser Region an europäischen Höfen kredenzt und mit Goldmünzen bezahlt. Schon die Römer und Daker sollen sich hier mit Weinanbau befasst haben. Vor allem das kleine Dorf Gudurice unweit der Stadt war und ist einer der größten Reben- und Weinproduzenten der Vršacer Region. Wegen der guten Erträge und Qualität der Trauben, aber auch der Tradition, werden autochtone Sorten angebaut. Dazu zählen z.B. Smederevka, Dinka, Slankamenka, Portugizac und Kreaca. Dank des „Košava“, dem Wind, der hier ständig weht, müssen sehr viel weniger Sprühmittel zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden, ein ökologischer Mehrwert für die Trauben.

Tourismusorganisation der Gemeinde Vršac Trg pobede 1, 26300 Vršac Tel: +381 13 832 999, 831 055 E-Mail: toovrsac@yahoo.com www.to.vrsac.com

Tourismusorganisation der Gemeinde Bela Crkva Proleterska 2, 26340 Bela Crkva Tel/Fax: +381 13 851 777 E-Mail: toobc@neobee.net www.belacrkvatourism.org

11. BELGRAD
11.
BELGRAD
Proleterska 2, 26340 Bela Crkva Tel/Fax: +381 13 851 777 E-Mail: toobc@neobee.net www.belacrkvatourism.org 11. BELGRAD

12.

IRIG, INĐIJA

Region der

12. IRIG, INĐIJA Region der UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besuch der Klöster in der Fruška gora –
12. IRIG, INĐIJA Region der UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besuch der Klöster in der Fruška gora –

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Besuch der Klöster in der Fruška gora

– Bad im Thermalbad Vrdnik

– Kauf von Souvenirs in Maradik

en
en

Die etwa 55 km von Belgrad entfernte Ge- meinde Irig soll der Legende nach früher eine der größten Städte des Srem gewesen sein. Erst eine schreckliche Pestepidimie im Jahr 1795 hat die Stadt in einen kleinen Marktflecken verwan- delt.

Die drei orthodoxen Kirchen aus dem 18. Jh. im Ortszentrum zeugen noch vom ehemali- gen Glanz der Stadt. Die älteste und malerischste von ihnen, die Nikolai- Kirche, wurde 1722 im gleichen Stil wie das nahe gelegene Kloster Hopova erbaut. Vor allem der mit Hol- zschnitzereien verzierte Ikonostas von 1760 zeugt von der großen Kunstfertigkeit jener Zeit.

7 km nördlich von Irig, direkt am Bergkamm der Fruška gora, erstreckt sich Iriški venac (Iriger Bergkranz) (451 m), eines der beliebtesten Naherholungsgebiete dieser Region.

Irig gehört übrigens schon zu der „Region der Heiligtümer“. Vor allem aber zählt der Na- tionalpark Fruška gora dazu, der mit seiner intakten Natur und den siebzehn orthodox-

Klöstern, die hier zwischen dem 15. und 18. Jh. erbaut wurden, zu den beliebtesten Tourismusdestinationen der Vojvodina zählt. Das Kloster Krušedol wurde von der Familie Branković gestiftet und beherbergt das Mausoleum dieser Herrscherfamilie aus dem Srem. Von allen Klöstern der Fruška gora besitzt es die reichste Schatzkammer. Auch das Kloster Grgeteg steht mit den Brankovićs in Zusammenhang. Das Gotteshaus Hopovo (Hop- ovski hram) wiederum ist der größte Monumentalbau unter den spätmittelalterlichen Kirchen dieser Region.

Das Thermalbad Vrdnik in Irig befindet sich an der Stelle eines ehemals aktiven Bergwerkes. Die alten Zechensied- lungen mit ihren typischen Häusern sind ein malerisches Überbleibsel dieser Zeit. Die Mineralwasserquellen wurden beim Erzabbau durch Zufall entdeckt und so verwandelte sich Vrdnik nach der Schließung der Zeche in ein Kur- und Heilbad. Der Srem und die Fruška gora gehört zu den bedeutend- sten Weinbauregionen Serbiens. Mehr als 60 Weinkeller - vorwiegend in den Klöstern und in den Dörfern Čerević, Neštin, Banoštor, Erdevik – bieten ihre guten Weine zur Verkostung an.

Inđija ist 42 km von Belgrad entfernt. Da sich Belgrad und Novi Sad immer mehr ausdehnen, sagten behaupten viele, dieser Ort sei eigentlich der Vorort beider Metro- pole. Doch Inđija hat durchaus seine eigene besondere Srem-Geschichte. Die Architektur des Zentrums ist weitgehend vom Ende des 19. und Anfang des 20. Jh., sie zeugt von der Zeit der industriellen Entwicklung und dem Bevölkerungswachstum in der Stadt. Sehenswert sind die Gebäude der Gemeindeverwaltung, das Haus Vojnović, die römisch-katholische Peterskirche (crkva sv. Petra), das Pfarrhaus (župni dvor). Aber auch gewöhnli- che Stadthäuser faszinieren durch ihre Fassaden im Stil des Klassizismus, der Sezession und der Neorenaissance. Unlängst wurde eine Fußgängerzone in der Innenstadt angelegt.

In der Dorfsiedlung Maradik unweit von Inđija kann man einen Einblick in die Traditionen der Sremregion erhalten. Vor allem das sogenannte „Ethno-Haus“ mit seinen über

12. BELGRAD
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BELGRAD

Heiligtümer

200 Ausstellungsstücken zu Brauchtum und Kultur der Region und ein gutes, traditionell eingerichtetes Restaurant sind sehr beliebt bei allen Touristen.

In Inđija wird alljährlich Jahr im März die Vojvodiner Weinmesse verans- taltet. Ein spektakulaeres Event ist auch der Wettbewerb der Sremer Hufeisen (sremska potkovica), der jeweils im Mai stattfindet und bei dem viele Pferdezüchtereien ihre Fuhrwerke – von Einspännern bis Siebenspännern – vorführen.

– von Einspännern bis Siebenspännern – vorführen. Tourismusorganisation der Gemeinde Irig Ribarski trg 16,
Tourismusorganisation der Gemeinde Irig Ribarski trg 16, 22406 Irig Tel: +381 22 461 126 E-Mail:
Tourismusorganisation der
Gemeinde Irig
Ribarski trg 16, 22406 Irig
Tel: +381 22 461 126
E-Mail: tur.orgirig@open.telekom.rs
www.turorgirig.org.rs
Touristisches Informationszentrum
Vrdnik
Karađorđeva 6, 22408 Vrdnik
Tel: +381 22 465 466
Tourismusorganisation der
Gemeinde Inđija
Cara Dušana 1, 22320 Inđija
Tel: +381 22 510 970
E-Mail: turizam@indjija.net
www.indjija-tourism.net
WEINE
Dank ihrer vorteilhaften Bedingungen an den sonnigen Donauhängen der Fruška gora mit einem milden Mik-
roklima sind die Gemeinde Irig und in ihr die Fruska gora zu einer ergiebigen Weinregion geworden.
Von den Trauben dieser Region heißt es, dass ihr Zuckergehalt bis zu zwei Prozent höher sei als in anderen Teilen
der Vojvodina. Zu den autochtonen Sorten gehören Vranac, eine alte Sorte des Portugieser, die einheimische
gekreuzte Sorte Župljanka (Prokupac und roter Burgunder), Neoplanta (Smederevka und roter Traminer), Sila
(Kevedinka und Chardonne), Liza (grauer Burgunder und Kunleanj) sowie Petra (roter Burgunder und Kubrat).
Zu empfehlende Weinsorten dieser Gegend sind u.a. italienischer und Rheinriesling, Traminer, Chauvignon,
Neoplanta und Župljanka.

13.

RUMA, PEĆINCI

Investition in

Ruma ist etwa 65 km westlich von Belgrad und 35 km von Novi Sad entfernt. Der Ort hat ausgezeichnete Verkehrs- verbindungen: Die Autobahn Belgrad-Zagreb ist nur 6 km entfernt und durch die Stadt führt die Nord-Süd-Achse, welche die Vojvodina mit Sarajevo und weiter mit der Adria verbindet. Die Bahnlinie Belgrad-Zagreb führt eben- falls durch Ruma.

Ruma liegt im Zentralteil des Srem, an den Südhän- gen der Fruška gora. In den 20.er und 30.er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erlebte die Stadt einen raschen Aufschwung. Es wurden zahlreiche Läden, Gewerbe- und Manufakturwerkstätten eröffnet, Banken

Gewerbe- und Manufakturwerkstätten eröffnet, Banken UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besuch des Brotmuseums in
Gewerbe- und Manufakturwerkstätten eröffnet, Banken UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besuch des Brotmuseums in
Gewerbe- und Manufakturwerkstätten eröffnet, Banken UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besuch des Brotmuseums in

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Besuch des Brotmuseums in Pećinci

– Baden in der Save bei Kupinovo

– Besuch der Malerkolonie

gegründet, Kinos eröffnet und die Druck- ereien druckten Bücher und Zeitungen, die über das politische, wirtschaftli- che, kulturelle und sportliche Leben der Stadt berichteten. Doch trotz seines wirtschaftli- chen Potentials und (hier war der größte Getreide- markt im Königreich Jugo- slawien) und des kulturel- len kulturellen Niveaus wurde Ruma erst 1933 der Status einer Stadt zugesprochen. Mehr über die Stadt und die Region erfährt man im Stadtmuseum von Ruma. Hier sind viele Ex- ponaten aus dem Leben der Bevölkerung des Srem und Informationen zu seiner Geschichte zusammengestellt wor- den.

Die ältesten Kirchen in Ruma sind die orthodoxe Nikolaikirche (sv. Nikola) von 1758 und die Himmel-

fahrtskirche (Voznesenska) von

1761.

Nicht weit von der Stadt und noch innerhalb der Gemeinde Ruma befin- det sich die archäologische Fundstätte Gomolava Hrtkovci aus dem Paläolithi- kum.

Er- holung und Freizeitaktivitäten bietet ein Ausflug zum Borkovac-See (Borkovačko jezero). Außerdem

das Leben

13. BELGRAD
13.
BELGRAD
das Leben 13. BELGRAD gibt es innerhalb der Gemeinde Ruma zwei Jagdre- viere: Karakuša und Morović.

gibt es innerhalb der Gemeinde Ruma zwei Jagdre- viere: Karakuša und Morović.

In Ruma wird jeden Sommer ein Melonenfest, das Tamburizza-Festival, die Malerkolonie und das Ama- teurtheaterfestival veranstaltet. Die Spezialitäten der Sremer Küche probiert man am besten in einem der vielen nationalen Restaurants. Pećinci ist eine der kleineren Gemeinden Serbiens und liegt südlich von Srem, 25 km südwestlich von Belgrad. Seine gute Verkehrsanbindung (Nähe Belgrad,

Flughafen, Autobahn Belgrad-Zagreb) haben die Gemeinde zu einem attraktiven Standort für auslän- dische und heimische Investoren gemacht. Mittler- weile werden hier mehr Greenfield-Investitionen als in jeder anderen Gemeinde Serbiens getätigt.

Innerhalb der Gemeinde Pećinci ist es wiederum die die Ortschaft Šimanovci die sich als Industriezone international einen Namen erworben hat. Die Region hat jedoch nicht nur Industrie- und „Business“-Charakter: Die Ortschaft Kupinovo neben Pećinci z.B. ist malerisch ge- prägt von der Save, die durch sie hindurchfließt. Hier steht die Lukaskirche (crkva sv. Luke), eine Palastkirche der Familie Branković aus dem 15. Jh. Der alte Dorfkern wurde in einen Ethno-Park umgestaltet, in dem man tradtionelle Bauweise, Kultur, Brauchturm und nicht zuletzt die Gastfreundschaft des Srem kennenlernen kann.

Entlang der Save gelangt man nach Jakovo, Progar und Kupinovo und schließlich zum Obed-Sumpf (Obedska bara). Das artenreiche Naturreservat steht auf der UNESCO-Liste. Mitten im Sumpfgebiet stehen auf einer Insel die Überreste der mittelalterlichen Festung Kupinik. Die Burg gehörte im 15. Jh. dem serbischen Herrscher Stefan Lazarević und der Herrscherfamilie Branković.

Informationen zu Unterkünften, Restaurants und Preisen erhält man bei der Tourismusorganisation der Gemeinde.

erhält man bei der Tourismusorganisation der Gemeinde. Rathaus der Gemeinde Pećinci Slobodana Bajića 5, 22410

Rathaus der Gemeinde Pećinci Slobodana Bajića 5, 22410 Pećinci Tel: +381 22 400 700, Fax: +381 22 400 792

Rathaus der Gemeinde Pećinci Slobodana Bajića 5, 22410 Pećinci Tel: +381 22 400 700, Fax: +381

BROTMUSEUM

Seit fünfzehn Jahren gibt es in Pećinci ein Brotmu- seum. Die Gründung dieses originellen und interessanten Museums geht den Maler Slobodan Jeremić – Opa Jeremije – zurück. Opa Jeremije bereiste in den letzten 30 Jahren etwa 750 serbische Dörfer und eröffnete mit den Exponaten, die er mitgebracht hatte, in seinem Haus ein Museum, welches dem hl. Nikola geweiht wurde. Mittlerweile sind es etwa 2000 Ausstellungsstücke „rund ums Brot“, die man besichtigen kann sowie 96 zu ver- schiedenen Ritualen gereichte Brotsorten, die entsprechend des festlichen Anlasses – Weihnachten, Ostern, Schutzpatronenfest, Hochzeit und Totenmesse – in Gruppen eingeteilt und erläutert werden.

14.

SREMSKA MITROVICA, ŠID

Geschichtsträchtige

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – –
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

Besatzungt errichtet wurde durfte sie nur eine bescheidene Außenfassade aufweisen. Der kleine Holzturm wurde später angebaut. In Sremska Mitrovica befindet sich das Srem-Museum, das in zwei Gebäuden untergebracht ist. Der eine Teil in der Pinki-Straße gegenüber dem Hotel „Sirmium“ beherbergt Ikonen und Gemälde aus den letzten drei Jahrhunderten. Der zweite Teil mit der so genannten Rö- mischen Kollektion befindet sich in der Stephanstraße. Unmittelbar neben dem Museum steht das ehemalige Zollamt (carinarnica), den Ortsbewohnern als Kaiserhaus (carska kuća) bekannt, das aus dem Jahr 1729 stammt und als ältestes Gebäude dieser Ortschaft angesehen wird. In der Nähe von Sremska Mi- trovica, an der Save, erstreckt sich das Naturreservat Zasavica. Der gleichnamige kleine Fluß ähnelt mit seinem ruhi- gen Plätschern mehr einem Sees als einem Flusslauf. Den Fluss umgibt eine malerische Sumpflandschaft mit überschwemmten Wiesen und Wäl- dern und mit einer Vielfalt an Pflan- zen, Fischen und Insekten. Dass die Gemeinde Šid zu Recht unter die „grünen“ Gemeinden eingereiht werden kann, lässt sich überzeugend durch

Besichtigung der Ausgrabungsstätten vom Kaiserpalastes

Spaziergang nach Zasavica

Gemäldegalerie und Atelier des Sava Šumanović

Die Gemeinde Sremska Mitrovica liegt im Nordwesten Serbiens und ist 74 km von Belgrad entfernt. Sirmium, aus dem das heutige Sremska Mitro- vica entstand, war eine bedeutende römische Stadt und die altchristliche Res- idenz der Region. An der Kreuzung einiger wichtiger Verkehrsstraßen und am Ufer des großen und schiffbaren Flus- ses Save gelegen, hatte die Stadt wichtige politische und wirtschaftliche Funktionen und verfügte schon früh über eine Vielfalt von Institutionen. Der Kaiser und Philo- spoh Marcus Au- relius starb hier in einem Palast, der bereits Fußboden- heizung besaß und dessen Fußböden und Wände wert- volle Mosaike und Fresken schmück- ten. Überreste dieses Palastes bezeugen, dass es auch große Thermen, Getreides- peicher, Wohnviertel und Festungsmauern gegeben hat. Einige Über- reste dieser großen Stadt sind noch immer im Zentrum von Sremska Mitrovica sichtbar, vieles ist aber immer noch unter- halb der heutigen Stadt verborgen. Die interessantesten Ausgrabungen finden sich an der Ecke Pivarska- und Branko-Radičević-Straße. Auch in der Mitte des Hauptstadt- platzes, Trg Nikola Pašić, befindet sich eine archäologische Aus- grabungsstätte. Um diesen Platz, der früher als Getreideplatz bekannt war, gruppieren sich viele schöne alte Bauten aus dem 19.Jh., die die Kaufleute aus Mitrovica errichten ließen. Manche Häuser haben halbrunde Giebel - ein deutsches Stilelement, das von dem Ein- fluss der Habsburger Herrschaft zeugt. Unweit des Platzes steht die Stephanskirche (crkva sv. Stefana) aus dem 16. Jh. Sie ist die älteste Kirche in dieser Ortschaft. Da sie zur Zeit der osmanischen

Städte

Zahlen belegen:Von den insgesamt 69.800 ha sind 40.000 ha Felder und 22.000 ha Wälder Šid liegt im Südwesten der Vojvodina, im Westen der Sremregion und im Nordwesten Serbiens. Von Belgrad ist es 86 km entfernt.

Direkt an der Autobahn befindet sich die Gemein- same Grabstätte der an der Srem-Front 1944–1945 gefallenen Soldaten.

In Serbien wird Šid zumeist mit Sava Šumanović assoziiert, einem der bedeutendsten Vertreter des serbischen Modernismus, dessen Gemäldegalerie (mit über 400 seiner Werke) und Atelier in der Sa- va-Straße im Stadtzentrum liegen. Šid beherbergt auch das Museum für naive Künste „Ilianum“. In unmittelbarer Nähe der Stadt befinden sich das Kloster Privina glava, die für ihren Ikonostas berühmte Kirche im Dorf Molovin und die Jagdge- biete Vorov, Vranjak und Morović.

Molovin und die Jagdge- biete Vorov, Vranjak und Morović. Tourismusorganisation der Stadt Sremska Mitrovica Svetog

Tourismusorganisation der Stadt Sremska Mitrovica Svetog Dimitrija 10, 22000 Sremska Mitrovica Tel: +381 22 618 275 E-Mail: info@tosmomi.rs www.tosmomi.rs

Tourismusorganisation Šid Cara Lazara 7, 22240 Šid Tel: +381 22 710 610, 710 661 E-Mail: tourismsid@gmail.com www.tourismsid.rs

SELTENE ARTEN

14. BELGRAD
14.
BELGRAD

Im Fluss Zasavica leben seltene und vom Aussterben bed- rohte Fischarten wie z.B. Brachsen, Plötze oder Karpfen. Außerdem ist die Region Aufenthalt oder Nistplatz von fast 180 Vogelarten. Weitere hier heimische, seltene Tier- arten sind die balkanische Amphibie - ein ungewöhnlicher Donaumolch -, Fischotter, Wildkatzen und seit einigen Jahren sogar wieder der europäische Biber. Auf den umlieg- enden Weideplätzen werden auch seltene Haustierarten gezüchtet – das Rind podolac oder das Schwein mangulica.

umlieg- enden Weideplätzen werden auch seltene Haustierarten gezüchtet – das Rind podolac oder das Schwein mangulica.

15.

TOPOLA, OPLENAC, ARANĐELOVAC

Ein Geschenk an die

Die Kleinstadt Topola ist 80 km von Belgrad entfernt. Im Umfeld der Stadt liegen Sme-
Die Kleinstadt Topola ist 80 km von Belgrad
entfernt. Im Umfeld der Stadt liegen Sme-
derevska Palanka, Rača, Gornji Milanovac,
Aranđelovac und Mladenovac.
Der berühmte Freiheitskämpfer und Be-
gründer der gleichnamigen Dynastie
Karađorđe Petrović machte Topola zum
Zentrum des von den Türken befre-
iten Teils Serbiens. Auch heute
noch ist zu spüren, dass sich
hier während des Ersten
serbischen Aufstands der
politische administrative Sitz
Serbiens befand - obwohl
1877 unter der Herrschaft der
konkurierenden Obrenović-
Dynastie die von Karađorđe
angelegte Befestigung nie-
dergerissen und die Stadt ver-
nachlässigt wurde. Heute ist in
Topola nur noch der Konak mit
dem Turm von Karađorđes Fes-
tung übrig geblieben, in dem ein
Museum mit persönlichen Dingen
des Vožd Karađorđe (vožd=Führer) und Waffen aus seiner Zeit
untergebracht ist. Hier steht auch die Muttergotteskirche
(crkva Presvete Bogorodice), bekannter als Karađorđes Kirche,
ein ausnehmend harmonisches und rustikales Gebäude. Das
Kircheninnere schmücken zahlreiche Wandmalereien und ein
holzgeschnitzter Ikonostas. Der Raum wird durch das Den-
kmal Karađorđes dominiert und es finden hier bis heute die
Gottesdienste statt.
Das Mausoleum der Familie Karađorđević, die Georgskirche
(crkva sv. Đorđe) auf dem Gipfel von Oplenac oberhalb von
Topola beherrschen diesen Teil der Šumadija. Die große
Fünfkuppelkirche mit zentralem Grundriss ist mit weißem
Venčac-Marmor verkleidet und ihr Inneres schmücken Mo-
saike (40 Millionen Mosaiksteinchen in 15.000 Nuancen). Hier
sind auch Kopien der schönsten Fresken aus 60 serbischen
Klöstern, 725 Kompositionen mit 1.500 Figuren zu sehen. Die
Bauarbeiten dauerten Jahre, so dass auf diese Weise fast eine
Art „Anthologie der serbischen mittelalterlichen Freskom-
alerei“ in dem Gebäude zu finden ist. Im zentralen Teil der
Kirche befinden sich die Grabstätten des Karađorđe und König
Peter I. (1903–1921), auf dessen Wunsch und nach dessen Idee
die Kirche auch gebaut worden ist. In der Krypta
sind die Gräber der 22 Angehörigen der Dynastie
untergebracht. Hier ist auch die Ruhestätte von
zwei weiteren Herrschern – Fürst Aleksandar
und König Aleksandar I.
In die innere Anlage von Oplenac kommt
man durch ein Wachthaus, ein Gebäude
im typischen Šumadija-Stil. Die Som-
merresidenz der Familie Karađorđević
(Petrova kuća) auf Oplenac ist heute eine
Museumsgalerie mit Ausstellungen, die
das Leben dieser Dynastie beschreiben.
Gleich neben diesem Museum stehen die
Villa des König Aleksandar und die Villa der
Königin Maria.
Der Waldpark Oplenac, den man vom
Zentrum Topolas aus auch zu Fuß er-
reichen kann, lockt viele Naturliebha-
ber, die hier im Grünen spazieren
gehen oder picknicken. Mit
seinen hohen Kiefern,
alten Eichen, Eschen,
Linden und der
Pančić-Fichte steht
er unter staatlichem
Schutz.
Unter Herrschaft
von Fürst Miloš sollen
die Weingärten dieser
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
Besichtigung der persönlichen Dinge Karađorđes im Konak
Gottesdienst in der Georgskirche
Lehmbehandlung in Bukovička banja

Herrscher

Region derart ertragreich gewesen sein, dass der Lagerplatz nicht ausreichte. Auch heute noch sind Trauben und Wein Symbole vieler Dörfer dieses Land- strichs. Man nennt diese Region daher auch „Haupt- stadt der serbischen Weinstöcke“. Der königliche Weinkeller in Topola hat zwei unterirdische Ebenen, wo die Temperatur bei konstanten 8 Grad Celsius liegt. Hier lagern 99 Weinfässer, von denen jedes einzelne 4.000 Liter fasst. Der Wein stand wohl auch Pate als die alten Römer dem Dorf Vinča und den sich an Oplenac anschließenden Hügeln einen Namen gaben – Vincea. Jedes Jahr im Oktober wird in Topola traditions- gemäß die „Oplenacer Weinlese“ (Oplenačka berba) veranstaltet, eine dreitägige festliche Veranstal- tung zur Traubenernte. Die Hügel um Topola bieten auch einen großen Reichtum an anderem Obst, an Heilkräutern und verschiedene Arten von Speisepil- zen. In Lipovac, bei der Dorfschule, steht eine der ältesten Eichen in der Šumadija. Ihr Umfang misst 5,5 m. Bis heute dient sie auch der künstlerischen Inspiration, denn gerade neben der alten Eiche wird die traditionelle „Lipovacer Malerkolonie“ verans- taltet. Im Dorf Ovsište, wo der serbische Schriftsteller Ra- doje Domanović geboren ist, treffen sich stattdessen die serbischen Satiriker. Die 85 km von Belgrad gelegene Kleinstadt Aranđelovac wurde unter Fürst Miloš gegründet und ist heute an den Kurort Bad Bukovac (Bukovačka Banja) angeschlossen. Bekannt ist der Erholung- sort vor allem durch den hießigen weißen Venčac- Marmor, das heilsame Wasser und das angenehme Klima. Im Zentrum von Bukovička Banja erstreckt sich auf 25 ha eine gepflegte Parkanlage mit einer alten Villa

Tourismusorganisation der Gemeinde Topola „Oplenac“ Kneginje Zorke 13, 34310 Topola Tel: +381 34 811 172, 814 027 E-Mail: info@topolaoplenac.org www.topolaoplenac.org.rs www.oplenackaberba.com

Tourismusorganisation der Gemeinde Aranđelovac Knjaza Miloša 267, 34300 Aranđelovac Tel: +381 34 724 097, 725 575 E-Mail: office@bukovickabanja.rs www.bukovickabanja.rs

Touristisches Informationszentrum Aranđelovac Knjaza Miloša 228, 34300 Aranđelovac Tel: +381 34 715 335 E-Mail: officetoar@gmail.com

BELGRAD 15.
BELGRAD
15.

RISOVAČA

715 335 E-Mail: officetoar@gmail.com BELGRAD 15. RISOVAČA Risovača ist eine Grotte bei Aranđelovac, die als wichtige

Risovača ist eine Grotte bei Aranđelovac, die als wichtige archäologische, paläontologische und speläologische Fundstätte angesehen wird. Hier wurden eiszeitliche Tierknochen sowie Stein- und Knochenwerkzeuge aus dem Paläolithikum (ca. vor 30.000 Jahren) entdeckt.

aus dem Paläolithikum (ca. vor 30.000 Jahren) entdeckt. - die einstige Sommerresidenz der Fürstenfamilie

- die einstige Sommerresidenz der Fürstenfamilie Obrenović. Das Mineralwasser aus Bukovac wurde am Hof des Fürsten Miloš Obrenović als Tafelwasser gereicht. Heute gehört es zu den bekanntesten serbischen Brends unter den abgefüllten Wassersorten. Im Spezialkrankenhaus des Kurortes bekom- men z.B. Kinder, die an Diabetes erkrankt sind, zusätzlich zu ihren Therapien das heilkräftige Mineralwasser verabreicht. Aranđelovac ist auch bekannt für das Festival „Marmor und Klänge“ (Mermer i zvuci). Im 6 km entfernte Orašac wurde der Beschluss über die Ausru- fung des Ersten serbischen Aufstands gefasst.

i zvuci). Im 6 km entfernte Orašac wurde der Beschluss über die Ausru- fung des Ersten

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KRAGUJEVAC, KNIĆ

Die wundersame Rose

Die größte Stadt der Šumadija, Kragujevac, liegt 120 km südlich von Belgrad. Die Eisenbahnstrecke verbindet die Stadt mit Budapest, Thessaloniki und Bar. Die Stadt ist umgeben von den Ortschaften Jagodina, Rekovac, Kraljevo, Knić, Gornji Milanovac, Batočina, Rača und Topola.

Kragujevac war die erste Hauptstadt des aus der Revolu- tion (1818–1839) hervorgegangenen serbischen Staates. So wurde die Stadt auch die „Nummer 1“ für viele Neu- gründungen im Kultur- und Bildungsbereich des jungen Staates: das erste serbische Gericht (1820), das erste Gymnasium (1833), die erste Zeitung (Serbische Zeitung), das erste Theater Joakim Vujić, das erste Lyzeum, die erste gegossene Kanone (1853) und das erste Elektriz- itätswerk (1884).

Das Zentrum der alten Hauptstadt liegt am Fluss Lep- enica. An seinem rechten Ufer erhebt sich die Drei- faltigkeitskirche (crkva Svete Trojice) mit dem alten Parlament. Hier sind viele wichtige Beschlüsse für das serbische Volk und den Staat verabschiedet worden.

Auch die Parlamentsversammlung von 1835, die am Fei- ertag der christlichen Othodoxie Sretenje (Begegnung unseres Herrn), stattfand und zur ersten Verfassung des erneuerten Serbien führte gehört dazu.

Am linken Ufer der Lepenica steht Amidžas Wohnhaus (Amidžin konak), das einzige erhaltene Gebäude des Fürstenhofs. Im gleichen Gebäude befindet auch das Wohnhaus des Fürsten Mihailo, beides sind heute Museen. Wie viele andere Städten auch hat Kragujevac im Stadt- zentrum eine Fußgängerzone, die am Kreuzplatz (Trg kod krsta) beginnt. Die Hauptstraße führt bis zum Gedenkpark in Šumarice, wo im Zweiten Weltkrieg etwa 7.000 Kragu- jevacer, vorwiegend aus den Schulen abgeführte Schüler, erschossen wurden.

Kragujevac entwickelte sich Mitte des 19. Jh. zu einem Industriezentrum. Eine jähen Aufschwung erlebte die Stadt nach dem zweiten Weltkrieg als hier zuerst eine Waffen- fabrik und später die Pkw- und Lkw-Produktion aufgebaut wurde.

Kragujevac hat (auch hier) das erste öffentliche Aquarium in Serbien mit Amphibien, Kriechtie- ren und
Kragujevac hat (auch hier) das erste öffentliche Aquarium
in Serbien mit Amphibien, Kriechtie-
ren und wirbellosen Tieren. In der
Umgebung der Stadt befinden
sich die mittelalterlichen Klöster
Voljavča, Blagoveštenje (Verkün-
digungskloster), Nikolje, Petkov-
ica, Denkovac, Raltinac, Sarinac
und Divostin. Alle im Morava-Stil
erbauten Klöster weisen interes-
sante architektonische Momente
auf, die Wände sind oft mit ver-
schiedenen
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
– Besuch des Klosters Divostin
– Baden im See in Gruža
– Erfrischungsgetränk unter der Linde im Karstgebiet Borac

der Šumadija

BELGRAD 16.
BELGRAD
16.

Schichten alter Wandmalereien versehen. Flussaufwärts vom Kloster Petkovica sind Überreste der Festung Srebrnica zu sehen. Die Festung und die Nikolakirche (crkva sv. Nikole) wurden dem Kloster des hl. Panteleimon auf dem Heiligen Berg vermacht. Bei dem Verkündigungs-Kloster Divostin befindet sich die Grabstätte eines Heiligen und das Wasser aus der dortigen Quelle, genannt Svetinja, soll heilsame Wirkung haben.

Im Herzen von Gruža, 20 km von Kragujevac und 150 km südlich von Belgrad liegt die Ortschaft Knić. Archäologische Fundstätten bezeugen auch hier die Besiedelung noch in der jüngeren Steinzeit, aber auch in der späteren Zeit der hellenischen und römischen Kultur.

Die Eliaskirche (crkva sv. Ilije) in Knić wurde 1910 auf den Fundamenten eines alten Gotteshauses von 1842 errichtet.

Der Dichter Dobrica Erić nennt diese Region die „wun- dersame Rose Gruža“. Die Schönheit der Natur dieser für Landwirtschaft und Obstbau bekannten Gegend, ihre sauberen kleinen Flüsse mit Gründlingen, Dö- beln und Flusskrebsen und der klare Gruža-See sind tatsächlich eine Besonderheit.

Das Karstgebiet Borac (borački krš) ist ein Naturphän- omen und steht als solches unter dem Schutz des Staates. Die Überreste einer mittelalterlichen Festung direkt am Felsen und weitere Funde in der Unterstadt lassen auf eine vormals reiche historische Siedlung schließen. An die Stadt Borač erinnern auch die Ruinen einer Kirche aus dem 8. Jh., in deren Kirchgarten eine Linde steht, die vier erwachsene Männer nicht umfas- sen können. Ein ähnlicher Baum ist auch beim Kloster Kamenac aus dem 15. Jh. im Dorf Ćestin zu sehen. Im Karstgebiet Borac findet übrigens jeden Winter die tra- ditionelle Fuchsjagd statt. Die Schönheit dieser Gegend lockt auch Maler an, für die jedes Jahr die Malerkolonie „Herbst in Gruža“ (Gružanska jesen) veranstaltet wird. сваке зиме организује се традиционална хајка на лисицу. Лепота овог краја привлачи и сликаре, за које се сваке године организује ликовна колонија Гружанска јесен.

колонија Гружанска јесен. LEGENDE VON DEN DREI SCHWESTERN Unweit von Velike Pčelice,
колонија Гружанска јесен. LEGENDE VON DEN DREI SCHWESTERN Unweit von Velike Pčelice,
колонија Гружанска јесен. LEGENDE VON DEN DREI SCHWESTERN Unweit von Velike Pčelice,
колонија Гружанска јесен. LEGENDE VON DEN DREI SCHWESTERN Unweit von Velike Pčelice,
колонија Гружанска јесен. LEGENDE VON DEN DREI SCHWESTERN Unweit von Velike Pčelice,

LEGENDE VON DEN DREI SCHWESTERN

Unweit von Velike Pčelice, im Flusstal Dulenska reka, befinden sich nah bei einander die Ruinen der mittelalterlichen Klöster Denkovac, Raletinac und Sarinac. Wann sie erbaut wurden, ist nicht genau bekannt, aber man vermutet, dass es unter der Herrschaft Stefans gewesen sein könnte. Einer Volk- slegende nach errichteten drei Schwestern Raleti- na, Dena und Sara gleichzeitig die Klöster Raletinac, Denkovac und Sarinac, als sie sich nach der Schlacht auf dem Amselfeld, sich vor den Türken verbergend, in dieser Gegend niederließen.

vor den Türken verbergend, in dieser Gegend niederließen. Tourismusorganisation der Stadt Kragujevac Kralja Aleksandra

Tourismusorganisation der Stadt Kragujevac Kralja Aleksandra Prvog Karađorđevića 44, 34000 Kragujevac Tel: +381 34 332 172, 334 883 E-Mail: gtorgkg@sbb.rs www.gtokg.org.rs

Touristisches Informationszentrum Kragujevac Dr Zorana Đinđića 11, 34000 Kragujevac Tel: +381 34 335 302, 301 306 E-Mail: tic_kg@open.telekom.rs

Tourismusorganisation der Gemeinde Knić Rathaus der Gemeinde Knić, 34240 Knić Tel: +381 34 510 115 E-Mail: toknic@ptt.rs www.knic.rs

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LJIG, GORNJI MILANOVAC

Ein Geflecht von Natur

Ljig liegt am Fuße des Berges Rajac an der Hauptverkeh- rstraße Ibarska magistrala. Die Stadt ist auch bekannt als Kačer, nach dem gleichnamigen Fluss, der durch sie fließt. Die Städte Arandjelovac, Gornji Milanovac, Mionica, Lazarevac und Lajkovac liegen in der näheren Umgebung von Ljig. Ljig ist eine relativ junge, malerische kleine Stadt mit 3.000 Einwohnern, die vor allem vom Gemüse- und Getreideanbau leben. Der lokale hausgemachte Schnaps (Rakija) und der ebenfalls lokale Käseteigstru- del (Gibanica) sind als Spezialitäten weit über Serbien hinaus bekannt. Seit einigen Jahren ist Ljig ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen geworden. Dazu beigetragen hat das Kurbad Ljig, das nur zwei Kilometer vom Ort entfernt ist und über Thermal-Mineralwasser mit einer durchschnit- tlichen Temperatur von 32,5 Grad Celsius verfügt. Die Gewässer sind zum Baden und zum Trinken geeignet und fördern die Heilung von rheumatischen Beschw- erden und Knochenbrüchen. Die umliegenden Dörfer von Ljig sind echte Kulturschä- tze. Der Besuch der aus dem 15. Jahrhundert stam- menden Kirche im Dorf Ba ist ein Muss! Ebenfalls einen Besuch wert ist die Sommersiedlung Kolibe unterhalb der Berge Rajac und Ravna Gora, die früher von Viehhirten genutzt wurde. Im Dorf Dići auf dem Weg nach Gornji Milanovac wird Sie die Ruine einer alten Kirche begeistern, die von König Dra- gutin Nemanjić im 13. Jahrhundert gestiftet wurde. Fahren Sie die Straße von Ljig nach Rajac, gelangen Sie nach Slavkov-

ica, einem kleinen Ort, der für seinen speziellen Granit bekannt ist und in dessen Umgebung das malerische Dorf Ikonići liegt. In der mittelalterlichen Kirche von Ikonići wurde in der Krypta die Sarkophage der mittelalterlichen serbischen Despoten (Herrscher) Djuradj Branković, Djur- adj Smederevac und der Despotin Jerina gefunden. Das Gebirge Rajac wird als touristisches Reiseziel immer beliebter. Dazu beigetragen hat der jährlich in der zweiten Juliwoche stattfindende Heuernte-Wettbewerb (Kosidba na Rajcu). Die Veranstaltung hat ihren Ursprung darin, den Landbesitzern bei der Anwerbung von Landarbeitern für diese mühsame Arbeit zu helfen. Die Heumäher tragen traditionelle Kleidung mit Strohhüten und bunt bestickten Taschen. Der Geschickteste - manche behaupten stattdes- sen der Bestaussehenste – wird am Ende des Festes zum Meister des Heumähens gekrönt (Djidija oder Kozbaša). Die dreitägige Veranstaltung bietet leckeres Essen, reichlich Getränke und gute Unterhaltung für mehr als 50.000 Besucher. Prinz Aleksandar Karadjordjević gründete Gornji Milanovac, in dem er die Einwohner von Brusnica umsiedelte. Sechs Jahren lang wurde die Stadt Despotovica genannt nach dem Fluss, der durch sie fließt, bis Prinz Miloš 1859 den Na- men zu Ehren seines verstorbenen Bruder Milan änderte.

In Gornji Milanovac lohnt sich der Besuch der Bezirks- UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Ein Gläschen hausgemachten
In Gornji
Milanovac lohnt sich der Besuch der
Bezirks-
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
– Ein Gläschen hausgemachten
Schnaps (Rakija) in Ljig
verwaltungsbehörde (Okružno
načelstvo). Das Gebäude ist
fast so alt wie die Stadt selbst.
Heute ist es die Heimat des
städtischen Kulturzentrums,
der Bibliothek, der Galerie
für Moderne Kunst und
des kommunalen Fern-
sehsender. Vor dem Ge-
bäude finden Sie Statuen
des Stadtgründers Prinz
Aleksandar, des Na-
mensge-
– Mittagessen auf den Wiesen des
Bergs Rajac
– Ein Spaziergang vom Örtchen
Rudnik nach Ostrvica

und Geschichte

BELGRAD 17.
BELGRAD
17.

bers Fürst Milan Obrenović und eine Büste von Živojin Mišić, der die hiesige Suvobor-Kolubara Schlacht anführte. Stöbern Sie weiter und entdecken Sie die 1860 von Prinz Miloš gestiftete Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit (Crkva Svete Trojice). Sehenswert ist auch der Berg des Friedens (Brdo Mira) mit dem norwegischen Haus, das halb Wikingerschiff, halb traditio- nelles serbisches Haus ist. Es ist ein Symbol für die Freundschaft zwischen dem norwegischen und dem serbischen Volk und verfügt über eine ständige Ausstellung mit Stücken, die an die Gefangenschaft von Serben in norwegischen Konzentration- slagern erinnern. In der Nähe von Gornji Milanovac befinden sich der Berg Rud- nik, der diese Gegend von Zentralserbien dominiert. Die glei- chnamige Siedlung am Berg existierte schon lange bevor die Slawen im 6. Jahrhundert kamen. Die alten Römer förderten Erz und prägten Münzen hier. Heute ist es ein natürliches Paradies für Bergsteiger und Jäger. Der vulkanische Gipfel Ostrvica ragt mit den Ruinen einer alten Festung hoch über der Region. Am Hang des Rudnik liegt das Kloster Vraćevšnica, das über drei

des Rudnik liegt das Kloster Vraćevšnica, das über drei KOŠTUNIĆI Das Dorf Koštunići gilt als das
des Rudnik liegt das Kloster Vraćevšnica, das über drei KOŠTUNIĆI Das Dorf Koštunići gilt als das

KOŠTUNIĆI

KOŠTUNIĆI

Das Dorf Koštunići gilt als das einzig echte ser- bische Öko-Dorf. Das Wasser ist hier so rein, dass man es direkt aus dem Bach trinken kann. In Koštunići kann man ein Ethno-Haus besi- chtigen, in dem es kleine künstlerische Stücke von Textilien, Handarbeiten und Gewobenem gibt. Das Dorf verfügt über die sogenannte Prodanovića magaza, eine Ethno-Museum mit einer Ausstellung von Boža Prodanović mit mehr als 120 Jahre alten Gemälden, und ein historisches Museum über die Schlacht von Kolubarska und den General Živojin Misic. Mehrere Privathaushalte in Koštunići bieten Unterkünfte für Reisende an.

Herbergen aus verschiedenen Epochen verfügt und in dem die Kirche des Hl. Georgs (Crkva Sv. Djordja) steht. Drei Kilometer weiter in dem kleinen Ort Gornja Crnuća baute sich Fürst Miloš seine Residenz, die für drei Jahre zur Hauptstadt Serbiens wurde bis dieser Titel 1819 der Stadt Kragujevac verliehen wurde. Zur Gemeinde von Gornji Milanovac gehört die histo- rische Stadt Takovo. In diesem Ort erhob sich 1815 unter der Leitung von Miloš Obrenović der Zweite Serbische Aufstand. Zu einem Ausflug in die Stadt gehört auch der Besuch der Holzkirche aus dem 18. Jahrhundert mit ihren geschnitzten Türen und der schönen Ikonostase. Savinac ist ein kleines Dorf in der Nähe von Šarani. Einer Legende nach soll der Heilge Sava durch das Dorf gekommen sein und noch heute soll der Hufabdruck seines Pferdes erkennbar sein. Mina Karažić, eine Dichterin und Malerin und die Tochter des wichtigsten Reformers der serbischen Sprache Vuk Karadžić, liegt in der Kirche von Savinac begraben.

Tourismusorganisation der Gemeinde Ljig Karađorđeva 7, 14240 Ljig Tel: +381 14 83 300, 85 242 E-Mail: info@ljig.org.rs, tolj@ptt.rs www.ljig.org.rs, www.kosidba.com www.selo.rs, www.selo.org.rs

Tourismusorganisation der Gemeinde Gornji Milanovac Cara Dušana 2, 32000 Gornji Milanovac Tel: +381 32 720 565, 720 566 E-Mail: togm@open.telekom.rs www.togm.org.rs

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ČAČAK, LUČANI

Ein Leben mit

Čačak am Fluss Morava ist von den Gebirgen Jelica, Ovčar, Kablar und Vujin umschlossen und etwa 144 km von Belgrad entfernt. An der Stelle der heutigen Stadt befand sich ursprünglich eine römische Siedlung (4. Jh.), was noch Überreste römischer Thermen, ein Jupiter-Denkmal und die Fundamente von zahlreichen „villae rusticae“ (rö- mischen Landwirtschaftsgütern) bezeugen. Der Wohn- sitz des Jovan Obrenović in Čačak ist nach der Kirche das älteste erhaltene Bauwerk. Jovan, der Bruder des Fürsten Miloš, ließ es 1835 erbauen. Das Wappen der Obranović- Dynastie ist noch am Gebäude erhalten. Im Gebäude sind wechselnde Ausstellungen zu besichtigen. Das Nation- almuseum beherbergt drei ständige Ausstellungen – die Darstellung der Geschichte vom Neolithikum bis ins Mittelalter, die Klöster des Ovčar- und Kablar-Gebiets, Kirchen aus der Umgebung von Čačak sowie die Region von Čačak zur Zeit der Aufstände und Kriege 1804–1941. Viele Häuser der Čačak-Region haben ihr historisches Aussehen bewahrt, so z.B. das Bezirksamt, das Sokolski dom (Falkenhaus) das Gymnasium, das Hadžić-Haus, das Dragomirović-Haus, das Haus des Major Gavrilovć und andere.

Die Kunstgalerie Nadežda Petrović ist gleichnamiger Malerin und Begründerin der modernen bildenden Kunst in Serbien gewidmet, ebenso das Nadežda-Petrović- Memorial. Das 1934 errichtete Kriegerdenkmal des Ersten Weltkriegs auf dem Friedhof von Čačak ist auf der einen Seite mit dem orthodoxen Kreuz, auf der anderen mit dem katholischen Kreuz, auf der dritten mit dem isla- mischen Halbmond und auf der vierten Seite mit dem Davidstern geschmückt.

Das Tanasko-Rajić-Denkmal auf dem Berg Ljubić wahrt die Erinnerung an den legendären Kanonier des Ersten

Serbischen Aufstands. Der Burgruine auf dem Gipfel des Gebirges Jelica, im Dorf Grab, 8 km vom Stadtzentrum Čačaks, ist durch ihre Ausgrabungsstätte bekannt. Es handelt sich um Überreste einer frühbyzantinischen befestigten Stadt aus dem 6. Jh. In der Ovčar-Kablar-Schlucht, durch die sich die Westmora- va zwängt, finden sich zehn Klöster und zwei heilige Stät- ten. Sie wurden Ende des 14. Jh. errichtet, als der Mönch Isichas nach Serbien kam. Im Volksmund wird die Region auch als Heiliger Berg Serbiens bezeichnet. Am rechten Ufer liegen die Klöster Vavedenje (Einzug in den Tempel), Vaznesenje (Christi Himmelfahrt), Preobraženje (Verk- lärung), Sretenje (Begegnung des Herrn) und Sveta Trojica (Dreieinigkeit) und am linken Ufer Blagoveštenje (Verkün- digung), Ilinje (Eliaskloster), Jovanje (Johanneskloster, Uspenje (Kloster Mariä Himmelfahrt) und Nikolje (Niko- lai-Kloster). Außer diesen Klöstern stehen hier auch die Zufluchtskirche Kađenica und die dem hl. Sava geweihte Kirche Savinje. Architektonisch präsentieren sie die Renais- sance der Raška-Schule. Die Klöster waren Werkstätten zur Abschrift von Büchern, der Buchmalerei, der Ikonen- malerei und der Herstellung verschiedener lithurgischer Gegenstände.

Das Ovčar- und Kablargebirge bietet ideale Möglichkeiten für Angler, Bergsteiger und Floßfahrer. Auch Extremsport, wie alpines Klettern auf dem Kablar gehört zum Tourimsu- angebot. Besonders beliebt ist Gleitschirmfliegen auf dem Ovčar-Gipfel.

In Čačak gibt es viele Mineralwasserquellen und drei Bäder. Die Kurbäder Ovčar Banja, Atomska und
In Čačak gibt es viele Mineralwasserquellen und drei
Bäder. Die Kurbäder Ovčar Banja, Atomska und Slatinska
Banja sind für die therapeutische Wirkung des Thermal-

Tourismusorganisation Čačak Trg Ustanka 4, 32000 Čačak Tel: +381 32 342 360 E-Mail: toc@ptt.rs www.turizamcacak.org.rs

Touristisches Informationszentrum Čačak Tel: +381 32 343 031, 343 721

Touristisches Informationszentrum Ovčar Banja Tel: +381 32 596 250

Zentrum für Kultur, Sport und Touris- mus der Gemeinde Lučani „Dragačevo- Guča“ Trg slobode bb, 32230 Guča Tel: +381 32 854 110, 854 765 E-Mail: domtrube@eunet.rs www.saborguca.com

Denkmälern

BELGRAD 18.
BELGRAD
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wassers und ihre ergänzenden Angebote zu Aktivsport und Wellness bekannt. Jedes Jahr ist Čačak Gastgeber für 30 verschiedene Kultur- und Sportveranstaltungen. Vor allem am jeweils im Mai stattfinden „Dis-Frühling“, der zu Ehren des Dichters Vladislav Petković Dis und der Poesie ins Leben gerufen wurde, beteiligten sich viele bedeu- tende Dichter des 20. Jahrhunderts.

Von Užice, Požega und Čačak auf dem Weg durch die Ovčar- und Kablarschlucht und das Flusstal der Bjelica gelangt man nach Lučane. Zu dieser Stadt gehört auch Dragačevo, welches schon seit uralten Zeiten besiedelt war und daher reich an Kulturdenkmälern ist. Vor allem ist es jedoch die schöne Natur, die diesem Landstrich ihren besonderen Reiz verleiht. Dies ist u.a. ein Verdienst der Ortsbewohner, die sich zu „ökologischen Gesellschaften“ zusammengeschlossen haben, um der Umweltverschmutzung entgegenzuwirken. Besonders stolz sind die Ökologen von Dragačevo auf das Naturdenkmal Radanova gora im Dorf Guča, im Weiler Veles, dem ersten und einzigen Privatwald unter staatlichem Schutz in Serbien. Es handelt sich hier um einen Mischwald aus Sommereichen, Zirneichen, Bu- chen und Hainbuchen. Ein weiteres Naturdenkmal ist die Baumgruppe von Dragačevo, welche aus neun Bäumen in verschiedenen Dörfern dieses Gebiets besteht, die aufgrund ihres Alters, ihrer Schönheit im Landschaftsbild und ihres biologischen Wertes unter Naturschutz und staatlichen Schutz gestellt wurden.

Das 16 km von Lučane gelegene Dorf Guča erlangte durch das Trompetenfestival von Dragačevo (Dragačevski sabor trubača) inernationale Berühmtheit. Allährlich kommen in der ersten Augustwoche zehntausende Besucher aus der ganzen Welt in dieses Dorf, um sich die rasante Musik der Balkan-Blechorchester anzuhören Seit mit- tlerweile

45 Jahren wird Guča in dieser Zeit zur Welthauptstadt der Trompete. Zahlreiche Jahrmarktverkäufer säumen die Straßen und in den Zelten genießen die Besucher deft- iges Essen und Live-Musik. Gegrilltes Fleisch, Braten und Hochzeitskohl (svadbarski kupus) gehören in jedem Fall dazu. Guča ist aber auch durch andere Veranstaltungen und Sehenswürdigkeiten interessant. So befindet sich z.B. gleich neben der Schule das Muzej krajputaša (Museum der Grabsteine am Wegrand) das eine Sammlung von Grabsteinen aus der Dragačevo-Region zeigt. Die farbigen Grabsteine haben die Form von Pfeilern mit einer in Stein gemeißelten Figur des Verstorbenen und wurden früher oftmals am Wegrand aufgestellt.

und wurden früher oftmals am Wegrand aufgestellt. UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Überreste der römischen
und wurden früher oftmals am Wegrand aufgestellt. UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Überreste der römischen

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Überreste der römischen Thermen im Zentrum von Čačak

– Sparziergang auf den Serbischen Heiligen Berg

– Guča und das Trompetenfestival in Dragačevo

Berg – Guča und das Trompetenfestival in Dragačevo PRISLONICE Im Dorf Prislonica bei Čačak findet seit

PRISLONICE

Im Dorf Prislonica bei Čačak findet seit über zwei Jah- rzehnten jeweils in der zweiten Julihälfte das Flöten- festival (Sabor frulaša) statt. Dabei werden Lieder und Tänze der Volksmusik sowie traditionelle Musikinstru- mente und Bräuche vorgeführt. Flötenbauer und an- dere Instrumentenbauer ebenso wie Strickerinnen, Stickerinnen und Weberinnen der Region stellen ihre Handwerkserzeugnisse aus und die Gastgeberinnen bereiten alte traditionelle Gerichte dieser Gegend zu. Der geistige Vater des Flötenfestivals ist Miodrag Mile Azanjac, Professor für Flöte.

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ŠABAC, BOGATIĆ, LOZNICA

Lust auf das Volksfest

Šabac erreichte seine Blütezeit im 19. Jahrhundert als es von der sehr wohlhabenden Nachbarregion Vojvodina profitierte, das zu dieser Zeit noch zu Österreich-Ungarn gehörte. In die an der Save gelegene Stadt wurde im da- maligen Königreich Serbien das erste Klavier gebracht und das erste Orchester formiert sowie das erste Krankenhaus und die erste Apotheke eröffnet.

Die 1931 erbaut Kirche der Hll. Peter und Paul dominiert das Zentrum. Es verfügt über eine sehr schöne Ikonos- tase von Pavle Simić, einem Maler des 19. Jahrhunderts. Im Gebäude des städtischen Gymnasiums befindet sich das Volksmuseum mit einer bedeutenden Sammlung von archäologischen, historischen und ethnographischen Ar- tefakten. Ein weiteres architektonisch bemerkenswertes Bauwerk ist das Haus Krsmanović, das sich in der Karađorđeva Straße befindet, die heute die Hauptfußgän- gerzone ist.

Eine besondere Gedenkstätte ist das Grab von Ašik in der Nähe des Dorfes Metlić. Es wurde in Erinnerung an die tragische Liebe zwischen Pavle und Đula errichtet, den beiden Hauptfiguren in einem Roman von Janko Veselinović.

Die Türken errichteten 1470 die rechteckige Festung von Šabac an der Stelle der mittelalterlichen Stadt Zaslon. Ein Kanal der Sava führte rund um die Festung, von der nur noch ein Turm und die vier Außenwände erhalten sind. Jedes Jahr wird in Šabac zum orthodoxen Feiertag der Ge- burt der Jungfrau Maria ein Volksfest veranstaltet, das als eines der festlichsten Ereignisse in Serbien gilt. Seit 1968 ist Šabac zudem der Gastgeber der Čivijade und die Haupt- stadt der čivijadischen Republik, dem größten Humor- und Satirefestival in Serbien.

Mišar ist ein kleiner Ort in der Nähe von zu Šabac und war der Schauplatz einer Schlacht zwischen der aufständisch- en serbischen Armee unter der Führung von Karađorđe gegen die Türken. Die Schlacht wird im epischen Gedicht Boj na Mišaru (Schlacht von Mišar) beschrieben.

Tourismusorganisation der Stadt Šabac Karađorđeva 5, 15000 Šabac Tel: +381 15 347 383 E-Mail: tosabac@gmail.com www.sabacturizam.org

Touristisches Informationszentrum Šabac Tel: +381 15 347 384

Tourismusorganisation der Stadt Loznicа Jovana Cvijića 20, 15300 Loznica Tel: +381 15 878 520 E-Mail: togloznice@gmail.com www.toloznice.rs

15 878 520 E-Mail: togloznice@gmail.com www.toloznice.rs Legendäre ist auch der Berg Cer, an dem im Ersten

Legendäre ist auch der

Berg Cer, an dem im Ersten

Weltkrieg Stepa Stepanović mit der serbischen Armee einen großen Sieg in der Schlacht von Cer errang. Nur 25 km von Šabac entfernt, ist es zu einem beliebten Aus- flugsort mit einer schönen Berghütte geworden, von der es einen fantastischen Blick auf die Mačva Ebene gibt.

Im Juni jeden Jahres veranstaltet das Dorf Lipolist ein Fest zu Ehren der Lipolist-Rose, das mit der Verteilung von 1.000 Rosen in der Fußgängerzone von Šabac be- ginnt. Lipolist ist bekannt für seinen Rosenanbau und verkauft jährlich etwa 700.000 Rosensetzlinge, ein Drit- tel davon geht in die Europäische Union.

Bogatić liegt im äußersten Nordwest von Serbien an der Mündung der Flüsse Sava und Drina. In der Gegend gibt es seit einiger Zeit mehrere ausgetrocknete Flüsse, die Starača, Batar, Bitva und die Žurava, die drei Viertel der Fläche um Bogatić sehr fruchtbar gemacht haben.

Vor 20 Jahren wurden im Dorf Dublje sehr heiße Quellen entdeckt, die in einer Tiefe von 412 Meter eine durch- schnittliche Wassertemperatur von 75 Grad Celsius ha- ben. Bogatić grenzt an die Republika Srpska in Bosnien- Herzegowina, das mit Serbien über die Pavlović-Brücke verbunden ist.

Die Region um Loznica wurde einst von den Illyrern be- wohnt. Archäologische Funde stammen aus der Zeit von 900 - 300 v. Chr.

Das erste moderne Schwefel-Bad wurden einst im Banja

in Šabac

19. BELGRAD
19.
BELGRAD

(Kurbad) Koviljača eröffnet, nur wenige Kilometer von Loznica entfernt. Die Anfänge dieser Kurbadanlage datieren noch aus antiker Zeit und die Mineralgewässer, die hier entspringen haben eine Temperatur von 15 bis 28 Grad Celsius. Das Kurbad verfügt über einen schönen Park aus der Zeit des 20. Jahrhunderts, der von großen alten Villen und Hotels umgeben ist. Das schön- ste Gebäude ist der Kursalon, den König Aleksandar Karadjordjević 1934 erbauen ließ. Banja Koviljača wird deshalb häufig „das königliche Kurbad“ genannt.

In der Nähe befinden sich die weitere Kurbäder: Banja Badanja am Fluss Cernice und Radiljska Banja am Fluss Drina. Dieses Gebiet verfügt zudem auf dem Bergen Boranja und Cer über reiche Jagdreviere.

Nur 17 Kilometer von Loznica liegt das Kloster Tronoša, das von König Dragutin gestiftet und erst kurz nach seinem Tod im Jahr 1317 fertig gestellt wurde. Im Laufe der letzten Jahrhunderte wurde das Kloster mehrmals zerstört (1833 durch die Türken und jeweils zu Beginn der beiden Weltkriege) und wieder neu aufgebaut. Die jüngste Rekonstruktion fand im Jahre 1961 statt. Heute enthält es ein Museum, das dem serbischen Gelehrten und Sprachreformer Vuk Karadžić gewidmet wurde, der hier das Lesen und Schreiben erlernte.

Nur 6 km von Tronoša entfernt ist das Dorf Tršić. Das Dorf hat eine Ethno-Anlage, die 35 geschützte Objekte enthält, u. a. ein Dostojevski Museum, eine Galerie und da Geburtshaus von Vuk Karadžić. Jeden September wird in Tršić das internationale Treffen Vukov Sabor für Slawisten aus der ganzen Welt veranstaltet.

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Ein Besuch des Grabs von Ašik

– Kauf einer Rose in Lipolist

– Ein Besuch des Vuk-Karadžić-Hauses in Tršić

– Ein Besuch des Vuk-Karadžić-Hauses in Tršić DER TRINKBRUNNEN DER NEUN JUGOVIĆ-BRÜDER Nach einer
– Ein Besuch des Vuk-Karadžić-Hauses in Tršić DER TRINKBRUNNEN DER NEUN JUGOVIĆ-BRÜDER Nach einer

DER TRINKBRUNNEN DER NEUN JUGOVIĆ-BRÜDER

in Tršić DER TRINKBRUNNEN DER NEUN JUGOVIĆ-BRÜDER Nach einer Legende errichteten Jug-Bogdan und die neun

Nach einer Legende errichteten Jug-Bogdan und die neun Jugović-Brüder einen Brunnen vor dem Kloster Tronoša bevor sie zur Schlacht auf dem Amselfeld ins Kosovo zogen. Der Abt Metodije und der Händler Mladen Isaković aus Lešnica rekonstruierte den Brunnen im Jahr 1894. Bischof Jovan vom Bistum Šabac-Valjevo und der Abt des Klosters Antonije Djurdjević restaurierten die Kapelle am Brunnen. Die Kapelle ist dem heiligen Pantaleon gestiftet. Auf der Außenseite der Kapelle ist ein Mosaik- bild zu sehen, das Jug-Bogdan und die neun Jugović-Brüder auf ihren Pferden kurz vor ihrem Aufbruch in die Schlacht auf dem Kosovo zeigt.

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KRUPANJ, KOCELJEVA, VLADIMIRCI, MALI ZVORNIK

Die schöpferische

Krupanj befindet sich zwischen den Gebirgen Boranje, Jagodnje und Sokolska planina im Westen Serbiens. Dieses Gebiet, durch die die Flüsse Vlašića und Jadra fließen, ist auch bekannt als Radjevina. Im Nordwesten grenzt es an Loznica und im Norden an Šabac. Krupanj ist von Belgrad (150 km) entweder über Valjevo oder Šabac zu erreichen. Radjevina ist sehr hoch gelegen und verfügt daher über eine spezifisches Mikrokli- ma. Die Sommernächte sind kühl mit häufigeren Niederschlägen als in den benachbarten Gemeinden. Es gibt meilenweit keine Industrie, so dass die Luft und das Wasser sauber sind und nur gesunde und ökolo- gische Lebensmittel angebaut werden.

Obwohl es sich bei Krupanj um eine kleine Stadt handelt, hat sie eine recht turbulente Geschichte hinter sich. Während des Zweiten Weltkriegs rief Žikica Jovanović Španac im benachbarten Ort Bela Crkva während des Jahrmarkts zur Geburt Johannes des Täufers (Ivan- jdan) die Bevölkerung zum Aufstand gegen die Besatzer auf. Danach wurde dieser Tag, der 7. Juli, mehrere Jahrzehnten als Tag des Aufstandes (Dan Ustanka) gefeiert. Am Mačkov kamen (923 m) auf dem Berg Jagodnje (Erdbeerenberg) kam es 1914 zu einer heftigen Schlacht. Auf dem Gipfel des Berges wurde ein Denkmal für die in der Schlacht gefallenen Kämpfer errichtet. Eine weitere Gedenkstätte wurde 1932 in Krupnja selbst in der Kirche Vaznesenje Gospodnje (Christi Himmelfahrt) aufgestellt.

Von seiner historischen Bedeutung abgesehen, ist Mačkov kamen auch für den Wintersport gut geeignet. Es verfügt über verschiedene Pisten, die über Skilifte erreichbar sind, und über viel Platz zum Rodeln. Jagen und Angeln an einem der vier Flüsse bei Krupanj sind ebenfalls beli- ebte Möglichkeiten zum Zeitvertreib.

Die charmante Stadt Koceljeva liegt zwischen den Städten Šabac, Valje- vo, Loznica und Ub und unterhalb der Gebirge Cer und Vlašić. Koceljeva hat eine besondere Geschichte. Der Pfarrer Luka Lazarević zog von dieser Stadt aus in die Schlacht von Mišar, wo er zum serbischen Kriegshelden wurde. Koceljeva ist auch die Heimatstadt von Janko Veselinović, ein Leh- rer und bekannter Schriftsteller, dessen Romanheld Hajduk Stanko eine Inspiration für viele serbische Jugendliche ist.

Das Gebiet ist reich an Jagdplätzen; so verfügt der Jagdverband Tamnanva über Reviere mit mehr als 3.000 Kaninchen, 3.500 Fasanen, 1.500 Reb- hühnern und bis zu 500 Rehen.

Das genaue Datum des Klosterbaus von Kaona in der Nähe von Vladi- mirci durch Miloš Obilić ist nicht bekannt, doch geht aus historischen Aufzeichnungen hervor, dass es vor 1756 gebaut wurde. Das Kloster

DIE KRAFT DES WASSERS

Mali Zvornik steht ganz im Zeichen des Wassers: Das Wasserkraftwerk am Fluss Drina, der Staudamm am Fluss Radaljska und das im ganzen Kreis verfügbare gute Trinkquellwasser bilden das Lebenselixier von Mali Zvornik. Von je her sind die Quellen im Dorf Radalj für ihre heilende Wirkung bekannt. Die Gewässer um Zvornik sind sehr fischreich und einer Legende nach gibt es hier ein Wunderwesen namens Toša, der einem riesigen Wels ähneln soll.

BELGRAD 20.
BELGRAD
20.

Kraft des Wassers

entstand im byzantinischen Stil auf den Fundamenten einer früheren Kirche und ist dem Hl. Erzengel
entstand im byzantinischen Stil auf den Fundamenten einer früheren
Kirche und ist dem Hl. Erzengel Michael gewidmet. Aus zwei kleinen
Bächen, die das Kloster umfließen, wurde 1982 ein Fischteich gebaut.
Zwei Jahre später wurde dort ein Taufbecken im frühenchristlichen
Stil errichtet, dem das Taufbecken von Theben in Thessalien als Vorbild
diente.
Wenn Sie ein erfrischendes Bad gönnen wollen, ist der Natursee
Vukošićka Bara bei Vladimirci sehr zu empfehlen. Es verfügt über das
ökologisch qualitätvollste Wasser der Region.
Mali Zvornik ist das administrative Zentrum der Kreises Mačva und
liegt auf dem Hauptverkehrsweg Richtung Zvornik-Tuzla-Sarajewo.
Es ist 170 km von Belgrad und 80 km von Šabac entfernt. Die
Gemeinde Mali Zvornik wurde 1955 eingereichtet als das Wasser-
kraftwerkes am Fluss Drina offiziell seine Arbeit aufnahm. Die
meisten Orte der Gemeinde liegen an der Drina oder an einer
ihrer Nebenflüsse.
Tourismusorganisation der
Gemeinde Krupanj
Maršala Tita 2, 15314 Krupanj
Tel: +381 15 684 094, lokal 131
E-Mail: touristok@yahoo.com
www.krupanj.org.rs
Die touristisch interessanteste Attraktion ist ein
System von unterirdischen Gängen der Stadt Mali
Zvornik. Das aufwändige unterirdische Labyrinth
wurde 1931 als Kommandostützpunkt eingerichtet
und barg in sich den Bunker für den König und das
Oberkommando. Gerüchten zufolge verbrachte
der junge König Petar II. Karadjordjević hier seine
letzte Nacht in Serbien bevor er im April 1941 ins Exil
ging.
Das Tunnelsystem ist noch nicht vollständig
erforscht, doch hat es schätzungsweise
eine Länge von zwei Kilometern und die
Form eines Kreuzes. In sich birgt es die
Überreste einer Kapelle mit Altar, die Kam-
mer des Königs, einen Trinkbrunnen und
andere Dinge, die für einen längeren
Aufenthalt unter der Erde notwen-
dig sind. Des Weiteren wird ver-
mutet, dass das Tunnellabyrinth
bis unter das Flussbett der Drina
reicht und auf natürlichem Wege
entstanden ist.
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
– Einen Skiabfahrt am Mačkov kamen
– Ein Bad im See Vukošićka Bara
– Einen Spaziergang am Fischteich des Klosters
Kaona

21.

OSEČINA, LJUBOVIJA

Verlockende

Osečina befindet sich in Westserbien, 130 Kilometer südwestlich von Belgrad, an der Hauptverkehrsstraße Valjevo–Loznica. Dieser Ort liegt an dem Fluss Jadar und seinen zahlreichen wilden Nebenflüßen. Mündliche Überlieferungen besagen, dass dieser Teil Serbiens während der türkischen Besetzung zeitweise vollkommen unbewohnt war. Die Menschen zogen weg und die Dörfer vereinsamten, so dass die Türken dieser Gegend kaum Beachtung schenkten. Vor dem Ersten serbischen Aufstand (1804–1813) war das Oberhaupt von Podgorina Ilija Birčanin, einer der wichtigsten Köpfe bei der Vorbereitung des Aufstandes. Er kam 1804 beim Massaker an den serbischen Knezen (seča knezova) ums Leben, als die Türken alle angesehenen Männer dieser Gegend töteten. Der Aufstand konnte durch diese Tat nicht verhindert werden. Bis zum 20. Jahrhundert waren alle Siedlungen in dieser Gegend ländlich, während Osečina mit seinen vielen Läden und Gasthäusern sich zum Zentrum des gesamten Gebietes entwickelte. Der Reichtum dieser Gegend liegt im Obstanbau, vor allem von Pflaumen, Himbeeren und Brombeeren. Diese werden vor Ort weiterverarbeitet: zu Kompott, Kon- fitüre, Marmelade, Säfte, Obstkuchen und natürlich ach zu Sliwowitz - dem doppelt gebrannten Schnaps, für den Serbien bekannt ist - und hausgemachten Wein. Die ganze Gegend ist reich an verschiedenen Arten von Wild, Heilkräutern und Waldpflanzen und macht sie zu einem Anziehungspunkte für Naturliebhaber. Die Naturschönheiten dieser von klaren Flüssen und Bächen durchzogenen Berg- und Gebirgsgegend, in denen es noch immer Krebse, mancherorts auch Forellen gibt, ist einer der seltenen Lebensräume des Gänsegeiers. In der Gegend gibt es auch mehrere Jagdhäuser, von denen das größte im Gebirge Tisovik liegt. Geeignete Flüsse zum Angeln sind Jadar, Lovačka, Ljuboviđa, Pecka, Ostružanjka. Geangelt werden vor al- lem Döbel, Gründlinge, Nasen, Forellen und Huchen. Die Holzkirche im Dorf Skadar wurde von Zuwanderern

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– ein Gläschen doppelt gebrannten Schnaps in Osečina

– Besuch von Soko grad

– Angeln an der Drina

– Besuch von Soko grad – Angeln an der Drina aus der Umgebung von Skadar am

aus der Umgebung von Skadar am Fluss Bojana (Monte- negro) errichtet, die diesem Ort auch den Namen gaben. Nach vorliegenden historischen Quellen entstand die Kirche 1720 und manche Überlieferungen besagen, dass sie schon im 17. Jahrhundert errichtet wurde. Sie ist der Himmelfahrt Christi gewidmet. Die Außenwand der Kirche wird von sechs prachtvoll dekorierten Säulen und einer Tür mit Schnitzereien an der Westseite geschmückt. Die Kirche wurde 1978 erneuert. Soko grad ist in den letzten Jahren ein bekannter Wall- fahrts- und Ausflugsort in dieser Gegend geworden. Er liegt am Gemeindedreieck von Osečina, Ljubovija und Krupanj. Die Zufahrt ist nur über Ljubovija und dem Dorf Gračanica möglich. Soko grad ist eine Militärfestung, die noch aus römischer Zeit stammt. Wegen ihrer günstigen Lage kämpften verschiedene Armeen um diese Grenzfes- tung. Die Blütezeit erlebte sie während der Türkenzeit. Die Türken nannten sie die Braut des Sultans. Heute wurde ein Aussichtsturm auf den Überresten der Festung errichtet, auf dem ein vergoldetes Kreuz thront. Vom Fuß bis zum Gipfel reihen sich zehn kleine Kapellen aneinander, an denen die zehn Gebote geschrieben stehen. Am Fuß von

Fuß bis zum Gipfel reihen sich zehn kleine Kapellen aneinander, an denen die zehn Gebote geschrieben

Schönheiten

BELGRAD 21.
BELGRAD
21.

Soko grad befinden sich ein Kloster und ein Denkmal, die dem Heiligen Bischof (Vladika) Nikolaj Velimirović gewidmet sind. Die Schlucht des Flusses Ljuboviđa ist eine Landschaftsmosaik zusammengesetzt aus Stromschnellen und blaugrünen Tiefen des Flusses Ljuboviđa und üppigen Weiden. Durch die Schlucht führte einst die Hauptstraße aus Westserbien nach Bosnien. Ljuboviđa wird durch einen Steinbogen der Römischen Brücke (Jerinin most wie er volkstümlich bezeich- net wird) überbrückt. Er stammt aus römischer Zeit und sein heutiges Aussehen erhielt er während der Türkenzeit. Die Gemeinde Ljubovija grenzt an Osečina und über die Drina ist sie auch mit der Republika Srpska bzw. mit Bratunac und Srebrenica verbunden. Die Einwohner nennen diese Gegend Azbukovica und selbst bezeichnen sie sich als Azbu- kovicaner.

und selbst bezeichnen sie sich als Azbu- kovicaner. BITTGEBET Jeden Juli organisieren die Serbische orthodoxe

BITTGEBET

Jeden Juli organisieren die Serbische orthodoxe Kirche und der serbische Aussiedlerverein (Matica iseljenika Srbije) im Kloster des Heiligen Nikolai Srp- skog in Soko grad bei Ljubovija ein Treffen für junge Leute aus der Diaspora und Serbien, genannt „Moba“ (Bittgebet). An der „Moba“ nehmen bis zu 200 serbischstäm- mige junge Leute aus dem Ausland teil. Sie ver- bringen die Zeit zusammen, kümmern sich um die Klosteranlage, lernen Serbisch, Erdkunde und die Geschichte ihrer Vorfahren. Während des Aufen- thaltes im Kloster besuchen die jungen Leute auch andere Orte, um das Land ihrer Herkunft so gut wie möglich kennen zu lernen.

Die dortigen Bewohner pflegen zu sagen, dass ihr größter Trumpf der Fluss Drina ist. Der Reichtum an Fisch zieht viele Angler an. Bei der Fahrt durch die Dörfer am unteren Drinalauf fällt auf, dass fast jedes Haus einen eigenen Strand hat. Jedes Jahr wird am zweiten Samstag im Juli an der Drina die Drina- Regatta organisiert, zu der sich Was- sersportfreunde aus ganz Europa versammeln. Zu ihren Promotern und Stammgästen zählen viele Künstler und Sportler. Ljubovija hat sich trotz seiner Po- tentiale nie zu einer großen Stadt entwickeln können, doch diese Umstände haben andererseits dazu beigetragen, dass die Natur in dieser Gegend un- berührt geblieben ist. Jedes Jahr finden hier und den umliegenden Dörfern sechs Jahrmärkte statt. Der größte ist zum Johannistag am 7. Juli.

statt. Der größte ist zum Johannistag am 7. Juli. Tourismusorganisation der Gemeinde Osečina „Podgorina“

Tourismusorganisation der Gemeinde Osečina „Podgorina“ Karađorđeva 59, 14253 Osečina Tel: +381 14 452 311 E-Mail: topodgorina@gmail.com www.osecina.com

Tourismusorganisation der Gemeinde Ljubovija Vojvode Mišića 45, 15320 Ljubovija Tel: +381 15 661 050 E-Mail: sgtoolj@gmail.com www.tolj.rs, www.turistickaorganizacijaljubovija.rs

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VALJEVO, DIVČIBARE, MIONICA, LAJKOVAC, UB

Der Sanftmut

Südwestlich von Belgrad, am 95. Kilometer der Fernstraße E 760, am Kolubara-Fluss, liegt Valjevo. Diese Stadt ent- stand ursprűnglich am alten Handelsweg Belgrad - Bos- nien an den Ausläufern der Gebirge Medvednik, Povlen, Jablanak und Maljen. Das Stadtzentrum wird vom Denkmal des Vojvoden Živojin Mišić, einem herausragenden Heerführer aus dem Ersten Weltkrieg, geprägt, nach dem auch der Hauptplatz bena- nnt wurde. In einem 1870 errichteten Gebäude auf dem Platz ist das Volksmuseum untergebracht. Am anderen Ufer des Kolubara-Flusses befindet sich das alte Handels- viertel aus dem 18. und 19. Jahrhundert im serbisch-bal- kanischen Stil. Bis zum Ersten Weltkrieg war dieses Viertel der wichtigste Stadtteil. Heute wird dieses Viertel neu belebt durch Straßencafes, Restaurants und Boutiquen. Die Tešnjarske večeri und das traditionelle Jazz-Festival sind zwei der vielen sehenswerten Kulturveranstaltungen dieses aktiven Kulturzentrums. Das älteste Bauwerk Valjevos ist Muselimov konak (Muse- lims Herberge) aus dem 18. Jahrhundert. Hier wird heute die dem Ersten und Zweiten serbischen Aufstand gewid- mete ständige Sammlung aufbewahrt. Seine schlichte Architektur stellt ein seltenes Überbleibsel der türkischen Baukunst dar. Den Turm Kula Nenadovića nahe Valjevo, am Fuße des Klićevac Berges, an der Mündung des Gradac in die Kol- ubara, ließ 1813 Jakov errichten, der Bruder des getöteten Fürsten Aleksa Nenadović. Knapp 12 Kilometer vom Zentrum von Valjevo entfernt be- findet sich das Dorf Brankovina. Sein historischer Ortskern mit Schule und Kirche ist erhalten gebleiben. Brankovina spielte eine besondere Rolle während der dramatischen Ereignisse des 19. Jahrhunderts als Geburtsort und Hei- matdorf einer Reihe für die serbische Kultur bedeutender Persönlichkeiten. Das gilt vor allem für die Nenadovićs, die herausragende Familie aus der Zeit der serbischen Revolu- tion. Sieben Kilometer von Valjevo entfernt befindet sich das bekannte Kloster Ćelije aus dem 14. Jahrhundert. In dieser

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Besuch des Geburtshauses von Živojin Mišić

– Kostprobe an der Wasserquelle im Kurort Banja Vrujci

– Abstecher zur Wassermühle “Jolića vodenica” bei Lajkovac

Gegend gibt es noch einige Klosterbauten aus dem 15. und 17. Jahrhundert. Ein beliebter Ausflugsort der Einwohner von Valjevo ist das von der Stadt fünf Kilometer entfernte Petnica. In der Petnica Höhle (Petnička pećina) gibt es zahlreiche archäologische Funde aus der Frühgeschichte sowie Überreste der Flora der Eiszeit. Petnica hat auch einen zum Angeln geeigneten Stausee sowie ein Sport- und Erholungszentrum mit vier Schwimmbecken. Es ist eb- enso für sein Bildungszentrum für begabte Jugendliche bekannt. Der Fluss Gradac und seine Nebenflüsse stellen eine der Naturattraktionen Valjevos dar. Man findet viele Wasser- mühlen und Fischzuchtanlagen sowie eine ausgespro- chen reiche Flora und Fauna. Südlich von Valjevo erstreckt sich das Maljen Gebirge (1108 m), bekannt für seine Blumenwiesen mit weißen Narzissen. Den Narzissen ist auch ein Fest gewidmet, das jeden Juli im Maljen stattfindet. In diesem Gebirge befindet sich der Luftkur- und Ausflugsort Divčibare. Er ist reich an Quellen und Bächen, eine besondere Attrak- tion stellt der Wasserfall Skakalo am Fluss Manastirica dar. In diesem, wie auch in den anderen Gebirgen in der Umgebung von Valjevo gibt es gute Berghütten, deren Besuch lohnt. Die Dörfer dieser Gemeinde sind typisch für die Region Šumadija und bekannt für die sogenannt- en“Tabak”-Grieben (duvan-čvarci). Mionica ist 92 Kilometer von Belgrad entfernt. Die Ortskirche ist bekannt für ihre Ikonen der Malerschule Hadži-Ruvim. Das Wahrzeichen dieser Stadt ist das Denkmal des Vojvoden Živojin Mišić. Im Dorf Struganik,

Denkmal des Vojvoden Živojin Mišić. Im Dorf Struganik, BRANKOVINA Den Namen Brankovina hat im 20. Jahrhundert

BRANKOVINA

Den Namen Brankovina hat im 20. Jahrhundert am meisten Desanka Maksimović, eine der besten serbischen Dichterinnen, berühmt gemacht. Der Höhepunkt ihres dichterischen Schaffens ist die Sammlung Ich ersuche um Vergebung (Tražim po- milovanje). Sie ist in ihrem Geburtsort Brankovi- na beigesetzt, wo sich auch ihr Gedenkmuseum befindet. Jedes Jahr im Mai findet zu ihren Ehren die Veranstaltung – Desankini majski razgovori (Desanka´s Mai-Gespräche) statt. Brankovina ist auch Gastgeber der Tage der Himbeere, die jeden Juni stattfinden.

alter Zeiten

knapp zehn Kilometer von Mionica entfernt, steht Mišić´s Ge- burtshaus. In der aus Holz und Lehm gebauten Hütte ist die Inn- enausstattung aus der Zeit Mišić´s Geburt erhalten. Zu Ehren des Heerführers finden jeden Juli Mišić´s Tage (Mišićevi dani) statt, zu denen sich die Einwohner dieser Gegend versammeln. Der Großteil der Bevölkerung lebt vom Obstanbau und der Vieh- zucht. Da die Ortschaft aber immer mehr Besucher anzieht, hat sich in Mionica auch der Landtourismus entwickelt, vor allem in den Dörfern Berkovac, Planinica und Popadić. Jagd und Angeln, die malerische Schlucht des Ribnica Flusses und die vorzügliche einheimische Kűche bilden ein attraktives Angebot. In der Ge- meinde Mionica befindet sich auch der bekannte Kurort Banja Vrujci, eines der besten Heilzentren in Serbien, mit erstklassigem Trinkwasser, das ohne technologische Aufbereitung abgefüllt und exportiert wird. Der Eisenbahnort Lajkovac ist eine wichtige Station auf der Strecke Belgrad–Bar in Montenegro. Er liegt 70 Kilometer von Bel- grad entfernt. Die malerische und von historischen Denkmälern umsäumte Landschaft ist für die Touristen aus ganz Serbien at- traktiv. Das bekannteste Kulturdenkmal ist das Kloster Bogovađa, das 1543 auf alten Grundmauern errichtet wurde. Lajkovac besitzt

1543 auf alten Grundmauern errichtet wurde. Lajkovac besitzt BELGRAD 22. JP „Valjevo-turist“ Prote Mateje 1/1, 14000
BELGRAD 22.
BELGRAD
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Grundmauern errichtet wurde. Lajkovac besitzt BELGRAD 22. JP „Valjevo-turist“ Prote Mateje 1/1, 14000 Valjevo Tel:

JP „Valjevo-turist“ Prote Mateje 1/1, 14000 Valjevo Tel: +381 14 221 138, 236 393 E-Mail: valjevoturist@open.telekom.rs, vtmarketing@open.telekom.rs www.divcibare.co.rs www.valjevo-turist.co.rs www.divcibare.rs

Touristisches Informationszentrum Valjevo Tel: +381 14 236 393

Touristisches Informationszentrum Divčibare Tel: +381 14 277 252 E-Mail: visitdivcibare@gmail.com

Tourismusorganisation der Gemeinde Mionica „Ribnica“ Vojvode Mišića 30, 14242 Mionica Tel: +381 14 62 080 E-Mail: tomionica@gmail.com www.mionica.org, www.mionica.webs.com

Touristisches Informationszentrum Banja Vrujci Tel: +381 14 66 030

die aus Stein gebaute 300 Jahre alte Wassermühle Jolića vodenica, die heute noch immer Getreide

mahlt und seit 1895an der heutigen Stelle steht. Sie ist eine der 27 Wassermühlen, die es am Abschnitt zwischen Valjevo und Obrenovac am Kolubara- Fluss gab. Die Gemeinde Ub ist bekannt fűr ihre traditionelle

Getreidezucht und

allem zurűckgehend auf Jugoslawiens Fußball- Ikone Dragan Džajić, der hier geboren wurde. Sein Ruhm trug dazu bei, dass es in Ub ausgesprochen viele Sportanlagen gibt. Der See von Paljuvi bietet Möglichkeit zum Spor- tangeln. Auch die Infrastruktur fűr die Jagd ist gut entwickelt.

als Fußball-Talentschule, vor

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UŽICE, POŽEGA, KOSJERIĆ

Mit der Schmalspurbahn auf „Šarganska

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Fahrt mit der Schmalspurbahn Šarganska osmica

– Lernen Sie das Dorf Kremna und die Vorhersagungen der Gebrüder Tarabić kennen

– Sliwowitz-Kostprobe in Požega

Nach Užice gelangt man über die Fernstraße sowie mit der Eisenbahn, die nach Bar führt. Die Stadt am Fluss Đetinja liegt in einem Talkessel, von allen Seiten von be- waldeten Bergen und hohen Felswänden umschlossen. Das Stadtgebiet weitet sich immer weiter aus. Da es dabei keine große Auswahl hat, werden die Siedlungen an steilen Hängen gebaut, die nur über Serpentinen- straßen zu erreichen sind, während andere Vorstädte durch die Berge von der Innenstadt völlig abgeschnitten sind. Die Geschichte der Stadt reicht bis ins römische Zeital- ter. In der Stadtchronik wird angeführt, dass die erste Grundschule und das erste Gymnasium in Užice ihre Ar- beit 1839, die Post 1841, das Krankenhaus und die Biblio- thek 1853 aufgenommen haben. Im Jahr 1866 wird Užice auch offiziell eine Stadt. Zu Beginn des Zweiten Welt- krieges war es Sitz des freien Gebiets, der so genannten Užička republika (Republik Užice). Die Stadt war 67 Tage unter Kontrolle der Partisanen bis sie in einem brutalen Racheakt eingenommen wurde. Wegen der engen Ver- bundenheit mit den Partisanen erhielt Užice schon 1946 das Beiwort Titovo (Tito´s), das bis 1992 im Gebrauch war. Die interessanteste Sehenswürdigkeit in der Stadt ist

sicherlich die Festung von Užice. Ihre Überreste befinden sich auf einem hohen Felsen westlich vom Stadtzentrum, unter dem der Fluss Đetinja eine S-Kurve bildet. Unterhalb der Stadt, in einer malerischen Landschaft mit wunderschönen, kleinen Wasserfällen befindet sich auch ein altes Miniatur-Kraftwerk aus dem Jahr 1900. Das ist weltweit das zweite Kraftwerk, bei dem Tesla´s Mehrpha- senstromprinzip angewendet wurde. Die alten Maschinen arbeiten heute wieder im Rahmen des Technikmuseums. Der Hauptplatz der Stadt entstand durch die geplante Bebauung nach dem Zweiten Weltkrieg. Dort befinden sich das Volkstheater und das Mitte des 19. Jahrhunderts erbaute Münster des heiligen Georg (Saborna crkva Svetog Đorđa). Auf einer dominierenden Anhöhe oberhalb der Stadt befinden sich die Überreste der alten Stadt Užice (Užički grad), einer mittelalterlichen Festung, die vom oberen Teil der Stadt über einen Mauerturm zum Wasser- turm an der Đetinja abfällt. Am Fluss Đetinja, sogar direkt im Stadtzentrum, baden die Bewohner an schön eingerich- teten Stränden. Traditionell wird jedes Jahr an der Đetinja ein Wassersprung-Wettkampf organisiert. Die Weiße Kirche (Bela crkva) in Karan aus dem Jahr 1337 gehört zur Raška-Schule. In ihr befinden sich erhaltene Fresken vom Stifter Brajan mit Familie, von Kaiser Dušan und Kaiserin Jelena.

Brajan mit Familie, von Kaiser Dušan und Kaiserin Jelena. TÖPFERWAREN AUS ZLAKUSA Nahe Užice liegt das

TÖPFERWAREN AUS ZLAKUSA

Nahe Užice liegt das Dorf Zlakusa. Es sind nicht nur die unberührte Natur und Wiesen voller Erdbeeren und Heilkräuter, die hier locken, sondern auch das Töpferhandwerk, eine über drei Jahrhunderte alte Tradition, für die der Ort über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Zu den Erzeugnissen gehören Gebrauchsgegenstände wie Töpfe und Bräter. Die in solchen Gefäßen zubereitete Nahrung hat einen hervorragenden Geschmack und gutes Aroma. Die Gefäße des besten Töpfermeisters aus Zlakusa sind auf allen Kontinenten zu finden. Jeden Herbst fin- den hier die Veranstaltung „Jesen u Zlakusi“ („Herbst in Zlakusa“) und jeden Sommer eine internationale Keramik- und Töpferkolonie statt.

der Achterschleife osmica“

BELGRAD 23.
BELGRAD
23.

Nahe der Fernstraße Belgrad–Užice und der Eisenbahn- strecke nach Bar, im Dorf Potpeć, befindet sich die be- deutendste Höhle Westserbiens – Potpećka pećina. Der Eingang ist 50 Meter hoch. Die Höhle ist in einer Länge von 555 Meter beleuchtet und ist reich an seltenen Formen von Höhlenschmuck. Kadinjača, 14 Kilometer von Užice entfernt, ist eine Hoche- bene, deren Wahrzeichen ein Denkmal für die Partisanen ist, die im Kampf um das freie Gebiet der Republik Užice gefallenen sind. Sevojno ist geprägt durch die Holzkirche, während der Ethno-Park Terzića avlija (Terzić´s Hof) für die Erhaltung der Tradition und Folklore dieser Gegend bekannt ist. Die Hellseher-Brüder Tarabić lebten im Dorf Kremna, zwischen den Gebirgen Tara und Zlatibor. Ihr Verdienst ist die auch heute noch faszinierende Kremna-Prophezeiung (Kremansko proročanstvo). Das Dorf Kremna wurde anson- sten Anfang des 20. Jahrhunderts zum Luftkurort erklärt. Nicht weit vom Dorf Kremna befindet sich Mokra Gora, bekannt für die Schmalspurbahn Šarganska osmica und Drvengrad (Holzstadt). Šarganska osmica ist eine der schönsten touristische Museumseisenbahn in Europa. Der Höhenunterschied von 300 Meter von Šargan bis Mokra Gora wurde beim Streckenbau durch eine Achterschleife bewältigt, auf der die Schmalspurbahn verkehren konnte. Drvengrad ist ein Film-Ethnodorf in Mokra Gora. Es wurde vom Regisseur Emir Kusturica auf dem Berg Mećavnik errichtet. Mećavnik überragt das Dorf Mokra Gora und liegt auf derselben Höhe wie der Bahnhof Jatare, durch den die Schmalspurbahn führt. Drvengrad ist ein ungewöhnli- ches Ethnodorf im städtischen Stil. An einem Ende hat es ein Eingangstor und am anderen eine kleine Holzkirche. Die Kirche wurde nach russischem Vorbild gebaut und ist dem Heiligen Sava gewidmet. Im zentralen Teil des Dorfes liegt der mit Holzwürfeln bepflasterte Platz umsäumt mit Holzhütten. Diese sind Originale und wurden aus dieser Gegend Serbiens und aus Bosnien hierher verlegt. Drven- grad verfügt u.a. über eine Galerie, eine Bibliothek und ein Kino. Mokra Gora ist ansonsten reich an Wasser. Die Quellen im

Mokra Gora ist ansonsten reich an Wasser. Die Quellen im Flussbett der Kamešina sind heilbringent, vor

Flussbett der Kamešina sind heilbringent, vor allem die Quelle Bela voda. Die lokale Festlichkeit sind die Hei- mattage (Zavičajne dane), die von vielen Touristen aus dem In- und Ausland besucht werden. Alles, was sich hier befindet, gehört übrigens zum Naturpark Šargan – Mokra Gora. In vielen Dingen untrennbar mit Užice verbunden, ist Požega, umgeben von viel Wald, zahlreichen klaren Bächen, sauberen Gebirgsflüssen, Mineralwasser- quellen, dafür bekannt, dass es in dieser Gegend eine hochwertige Pflaumensorte gibt, nach der auch ein Schnaps benannt ist. Die alte Kirche in Požega wurde 1839 errichtet und ist Kaiser Konstantin und Kaiserin Jelena (Helena) gewid- met. Das dem heiligen Georg gewidmete Kloster Go- dovik wurde während der goldenen Epoche der Neman- jiden als eines der ersten in dieser Gegend gebaut und ist 8 km von der Ortschaft entfernt. Die Holzkirche im Dorf Gorobilje nahe Požega ist danach bekannt, dass in ihr die Ikonen des Heiligen Johannes des Täufers, der heiligen Apostel, das letzte Abendmahl u.a. aufbewahrt werden. Der Ikonenschreiber ist unbekannt, aber auf ihnen ist der Einfluss des russischen Barocks erkennbar. Weiter südlich auf der Eisenbahnstrecke nach Bar und der Fernstrasse Richtung Montenegro gelangt man nach Kosjerić. In fünf Bergdörfern dieser Gemeinde bieten die Hofbesitzer sehr gute Unterkunftsmöglich- keiten an. Mitte Juni zur der Veranstaltung Čobanski dani (Hirtentage), die die Tradition und Bräuche pflegt, kommen über 1000 Teilnehmer und an die zehntausend Gäste nach Kosjerić.

Tourismusorganisation Užice Trg partizana 10, 31000 Užice Tel: +381 31 513 485 E-Mail: tours@open.telekom.rs, toursoffice@open.telekom.rs www.turizamuzica.org.rs, www.tours.org.rs

Touristisches Informationszentrum Užice Dimitrija Tucovića 52, 31000 Užice Tel: +381 31 500 555 E-Mail: infocentar@neobee.net

Tourismusorganisation der Gemeinde Požega Francuska bb – Business Zentrum, 31210 Požega Tel: +381 31 714 650 E-Mail: topozega@open.telekom.rs www.topoz.org.rs

Tourismusorganisation der Gemeinde Kosjerić Karađorđeva br. 66, 31260 Kosjerić Tel: +381 31 782 155 E-Mail: tokos@nst.co.rs, tokos@open.telekom.rs www.kosjeric-online.com, www.cobanskidani.rs

24.

BAJINA BAŠTA, TARA, DRINA

Auf schnellem

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Besuch des Klosters Rača

– Spaziergang auf der Teppichwiese

– Schlauchboot-Rafting in der Drina-Schlucht

Von Belgrad aus gelangt man nach Bajina Bašta über Užice. Von der Hauptstadt ist es 180 Kilometer und von Užice 29 Kilometer entfernt. Es liegt an den Hängen des Tara- Gebirges und an der Drina. Es wird die Perle Westserbiens genannt. Die Stadt wurde bereits 1882 nach dem Muster des modern- en Städtebaus ausgebaut, so dass sich alle Straßen im Stadtkern im rechten Winkel schneiden. Nicht zuletzt ihre Architektur verleiht der Stadt Bajina Bašta ihre angene- hme Stimmung. Die schönen Häuser, die die lokalen Baumeister errichteten, sowie der Drina-Strand direkt neben der Brücke hinűber nach Bosnien machen einen Aufen- thalt angenehm. Rund sechs Kilometer südlich, zwischen den Nordhängen des Tara-Gebirges, liegt das Kloster Rača. Man hält es für eine der Stiftungen von Kaiser Dragutin, die Ende des 8. oder Anfang des 9. Jahrhunderts erbaut wurden. Es war ein Zentrum für das Erstellen und Kopieren von Kirchenschrift- en. Noch heute gilt die Rača-Kopierschule als nationales Kulturerbe. In der ersten Oktoberhälfte findet in Bajina Bašta und

Noch heute gilt die Rača-Kopierschule als nationales Kulturerbe. In der ersten Oktoberhälfte findet in Bajina Bašta

Strom

Rača die Veranstaltung Dani Rače ukraj Drine (Rača-Tage an der Drina) statt. Das reichhaltige künstlerische Programm und die wissenschaftlichen Treffen enden mit einer Preisver- leihung an herausragende Kűnstler. Das Gebiet des Nationalparks Tara umfasst das Tara-Gebirge, westlich von ihm das Zvijezda-Gebirge sowie einen Teil der Drina-Schlucht. Der Pflanzenreichtum der Tara mit über 1000 Arten stellt nahezu ein Drittel der Flora Serbiens dar. Etwa 80 Prozent des Nationalparks nehmen Wälder ein, in denen Braunbären und Wildgemsen sowie die nur hier heimische Pančić-Heuschrecke vorkommen. Tara wird von über 130 Vogel- und 37 Fischarten bewohnt. Bekannt ist auch das Torf-Areal Tepih livada (Teppichwiese) in der Nähe eines Kindererholungszentrums. Tara ist für seinen Reichtum an Gewässern bekannt. Zahlreiche Quellen bilden Bäche und kleine Flüsse, die in Richtung Drina stürzen. Die größte Quelle ist Perućac. Das Wasser strömt hervor mit einer Ge- schwindigkeit von 300 Liter pro Sekunde. So fließt der Fluss Perućka reka nur wenige hundert Meter und stürzt in die Drina. Von mehreren Wasserfällen sind Mali und Veliki Skaka- vac (Kleiner und Großer Grasshüpfer) am bekanntesten. Vom Westen und Norden wird der Nationalpark durch den langsamen Wasserlauf der Drina abgegrenzt, die bei Perućac durch einen Damm gestaut ist. Am Drina-Fluss werden traditionsgemäß Floßfahrten organisiert und es wird ge- angelt. Das gilt auch für den Perućac-Stausee, der sich bis Višegrad erstreckt. Der dortige Stausee Zaovine, ist mit dem Perućac-See durch einen Tunnel verbunden. Der See hat eine Fläche von 28 Quadratkilometern sowie eine Länge von 55 Kilometern und erreicht durch den 93 Meter hohen Perućac- Staudamm eine Tiefe von 88 Metern. Die Drina-Schlucht oberhalb des Staudamms, ist die dritt- tiefste der Welt. Die hundertjährige Floßfahrt-Tradition auf der Drina wurde durch den Bau des Wasserkraftwerks abgebrochen, aber es werden stattdessen beliebte Schlauch- boot-Fahrten auf der Drina organisiert, die von erfahrenen Kanuten gesteuert werden.

organisiert, die von erfahrenen Kanuten gesteuert werden. BELGRAD 24. Bajina Bašta ist auch ein Zentrum des
BELGRAD 24.
BELGRAD
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die von erfahrenen Kanuten gesteuert werden. BELGRAD 24. Bajina Bašta ist auch ein Zentrum des Rallyesports

Bajina Bašta ist auch ein Zentrum des Rallyesports in Serbien. Jedes Jahr wetteifern Spitzenfahrer bei den Rallyes Bergautorennen, Rallye Tara Memorial Obren Tešić und YU Rallye Europameisterschaft. Unter- kunft bieten die Hotels Omorika und Beli bor und Privatpensionen im Tara-Gebirge und am Drina-Ufer flussabwärts.

DIE PANČIĆ-FICHTE

und am Drina-Ufer flussabwärts. DIE PANČIĆ-FICHTE Unter den seltenen Pflanzenarten, die im Tara- Gebirge

Unter den seltenen Pflanzenarten, die im Tara- Gebirge vorkommen, sticht eine heraus – die Pančić-Fichte, eine endemische Art, die ihren Namen nach Josif Pančić, dem bekannten serbischen Naturforscher und ersten Vorsit- zenden der Serbischen Akademie der Wissen- schaften, bekam. Diese Fichtenart, die Pančić 1871 entdeckte, kommt nur am mittleren Dri- nalauf vor und steht unter Naturschutz. Der Baum erreicht eine Höhe von knapp 35 Me- tern, ist allerdings sehr schmal und hat kurze Zweige, die ihn optisch noch höher erscheinen lassen. Die beste Stelle, von der man diesen Baum beobachten kann, soll der Fels Bilješka stijena oberhalb des Perućac Stausees sein.

Fels Bilješka stijena oberhalb des Perućac Stausees sein. Zentrum für Tourismus und Sport Bajina Bašta Milana

Zentrum für Tourismus und Sport Bajina Bašta Milana Obrenovića 34/2, 31250 Bajina Bašta Tel: +381 31 865 900 E-Mail: turizam@tara-bajinabasta.com www.tara-bajinabasta.com, www.regata.rs

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ČAJETINA, ZLATIBOR

Kulinarische Wohltat

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Ein Besuch des Museums in Staro Selo Sirogojno

– Ein Besuch des Wasserfall in der Nähe von Gostilje

– Kostprobe vom geräucherten Schinken und der Kom plet lepinja (Fleisch und Ei-Sandwich)

Čajetina liegt am nördlichen Fuß des Gebirges Zlatibor und ist über die Fernstraße in Richtung Užice und die montenegrinische Küste erreichbar. Das Zlatibor Gebirge ist für sein angenehmes Kli- ma, seine schöne Landschaft und die saubere Luft bekannt. Durchschnittliche liegt die Hochebene von Zlatibor auf einer Höhe von 1000 m. Die höchsten Gipfel sind Tornik (1496 m) und Čigota (1422 m). In der herrlichen Landschaft des Zlatibor kann man Wiesen, Weiden, Kiefern, Bächen und Flüssen finden: bei Crni Rzav liegt der sehr schöne See Ribnica und am Fluss Gostilje gibt es einen Wasserfall. Die Höhenlage des Zlatibor und die lange Sonnenscheindauer machen es zu einem idealen Reiseziel für das gesamte Jahr. Die Besucher kommen von überall her, um Sport, Erholung, Entspannung und Spaß im Freien zu ge- nießen. Personen mit Erkrankungen der Schilddrüse bekommt die frische Bergluft, wenn sie zu Behand- lung in eine der Fachkliniken am Zlatibor begeben.

Die meisten touristischen Einrichtungen liegen im Zentrum von Zlatibor. Die Stadt bietet eine Vielzahl von Hotels, Pensionen, Gasthöfen und Rekreation- szentren, die den Aufenthalt so angenehme wie möglich machen. Der Zlatibor ist zudem eine Re- gion mit vielen lokalen kulinarischen Köstlichkeiten. Die Restaurants, Cafés und Gaststätten bieten die örtlichen Spezialitäten an: Kajmak (cremiges Milch- produkt), geräucherter Schinken, weißer Käse und die Zlatiborska komplet lepinja (ein Sandwich mit Schweinefleisch, Lammbraten, Rührei und Kajmak). Die Cafés und Diskotheken der Stadt sorgen für gute Unterhaltung. Nähere Informationen gibt es bei den lokalen Tourismusorganisationen.

Empfehlenswert ist ein Ausflug zum Staro Selo Sirogo- jno (Altes Dorf Sirogojno), das die traditionelle Archi- tektur und Lebensweise der Region symbolisiert. Die historischen Teile des Dorfes sind staatlich geschützt,

da sie auf die beste Art und Weise die traditionellen Struk- turen in Südost-Serbien widerspiegeln. Die geschützten Teile sind in eine Museumsanlage zusam- mengefügt, die fünfzig schön dekorierte Gebäude umfasst und die das Leben in diesem Teil Serbiens in den letzten Jahrhunderten wiedererwecken. Die Häuser der Region sind nicht nur für das Gebiet des Zlatibors spezifisch, sondern auch für Bosnien und für einen großen Teil Kroatiens.

Die Häuser in Sirogojno wurden auf einer Neigung errich- tet und jedes Haus hat ein Steinfundament mit einem halb eingegrabenen Keller. Die oberen Teile der Häuser werden als Wohnraum genutzt und sind aus Holz. Die Besonderheit ist, dass nicht ein einziger Nagel für den Bau dieser Häuser benutzt wurde.

Das örtliche Museum bietet eine Vielfalt an lokalen Souvenirs und handgearbeiteten Pullovern mit spezifischen Motiven der Region. Der Komplex beinhaltet auch eine Pflanze- napotheke und ein Wirtshaus im traditionellen Stil. Die 1764 erbaute St. Peter und Paul-Kirche ragt auf einem Hügel ober- halb der Anlage und bietet von dort einen wunderschönen Blick auf die Gegend.

Zlatibor ist bekannt für seine handgemachten Hand- werksstücke. Die gestrickten Pullover und die hand- gemachte Kleidung aus der Region sind reich verziert und können auf den lebendigen Märkten der Zlatibor-Gegend gefunden werden.

Während der Sommersaison sind auf dem Zlatibor auf den vielen Wanderwegen erholsame Spaziergänge, Wanderun- gen und Fahrrad- und Reit-Ausflüge möglich. Badespaß kann man in den Schwimmbädern erleben und auch für andere Sport- und Fitnessarten für Sportliche aller Niveaus ist der Zlatibor gut geeignet.

für Sportliche aller Niveaus ist der Zlatibor gut geeignet. Tourismusorganisation „Zlatibor“ Miladina Pećinara 2,

Tourismusorganisation „Zlatibor“ Miladina Pećinara 2, 31315 Zlatibor Tel: +381 31 841 646 E-Mail: toz@ptt.rs www.zlatibor.org.rs

Touristisches Informationszentrum Zlatibor Tel: +381 31 845 103 E-Mail: infocentar.zlatibor@gmail.com

für die Seele

Während der Sommersaison werden zudem viele Kultur- und Unter- haltungsveranstaltungen organisiert, die von Open-Air-Konzerte, Theateraufführungen, Festivals und Präsentationen alles beinhalten. Die Hotels veranstalten Malereiausstellungen, literarische Abende und öffentliche Diskussionen. Die Bibliothek, das Kino und das Theater von Čajetina bieten eine Reihe von kulturellen Veranstaltungen.

Nie mangelt es an spannenden Veranstaltungen und Ausflüge am Zlatibor. Es kann aus einem Dutzend von organisierten Aktivitäten in der Region gewählt werden. Dazu gehören die Stopići Höhle mit ihrer einzigartigen umrandeten Steinmauern und der Wasserfall von Gos- tilje, einer der höchsten Wasserfälle in Serbien. Die schönen Klöster Uvac und Dubrava gelten als die Symbole des serbischen Spiritualität und Geschichte und sind zusammen mit den Holzkirchen in Jablanica und Dobroselica einen Besuch wert. Um mehr von der künstlerischen Seite des Zlatibors zu sehen, muss man an den Galerien in Borova glava, Trnava und Šljivovica halten. In dieser Gegend liegen auch die Geburtsorte zweier berühmter serbischen Bürger, Dimitirije Tucović und Sava Jovanović Sirogojno. Für ein wahrhaft spektakuläres Erlebnis in der freien Natur gilt es die Gipfel Tornik und Čigota zu besteigen, die einen atemberaubenden Ausblick. Der Zlatibor in der Wintersaison bereit viel Spaß und Erholung in der Natur. Sowohl beim Ski-, Schlitten- oder Motorschlittenfahren wird man von den majestätisch verschneiten Landschaften begeistert sein. Für das perfekte Winterwochenende ist das Tornik Ski-Zentrum mit sieben Kilometer Piste für alle Schwierigkeitsgrade sehr gut geeignet.

Die Besucher kehren immer wieder zum Zlatibor und zu seiner außergewöhnlich schönen Natur, dem kulturelle Erbe und guten Unterkünften zurück. Es ist daher keine Überraschung, dass das Zlati- bor Gebirge eines der begehrtesten Reiseziele in Serbien ist.

BELGRAD 25.
BELGRAD
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DER GERÄUCHERTE SCHINKEN

in Serbien ist. BELGRAD 25. DER GERÄUCHERTE SCHINKEN VON ZLATIBOR Der geräucherte Schinken von Zlatibor ist
VON ZLATIBOR Der geräucherte Schinken von Zlatibor ist eine Delikatesse des südwestlichen Serbiens. Die Tradition

VON ZLATIBOR

Der geräucherte Schinken von Zlatibor ist eine Delikatesse des südwestlichen Serbiens. Die Tradition des Schinken- räucherns ist am Zlatibor mehr als ein Jahrhundert alt und ist seitdem un- verändert geblieben. Das Klima, die Luft und das Salzen sind wichtige Fak- toren für die Qualität der Schinken. Die beliebteste Sorte kommt aus dem Dorf Mačkat, wo der Schinken auch zum ersten Mal hergestellt wurde. In anderen Regionen wurde versucht, diesen Schinken herzustellen, doch nie ist es gelungen die hohe Qualität des Zlatiborer Originals zu erreichen. In den letzten Jahren hat das Dorf Mačkat erfolgreich die Pršutijada (Fest des geräucherten Schinkens) im Januar veranstaltet. Eine Kostprobe dieser köstlichen lokalen Delikatesse wird Sie nicht enttäuschen!

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NOVA VAROŠ, ZLATAR, PRIJEPOLJE, PRIBOJ

Das majestätische

Nova Varoš befindet sich im zentralen Teil des Zlatibor Ge- birges im südwestlichen Serbien und ist über die Fernstraße nach Montenegro erreichbar. Das Gebiet ist bekannt für seine majestätische Landschaften, die Süßwasser-Quellen und die üppigen Wäldern.

Nova Varoš ist sehr von der Landwirtschaft geprägt, in Beson- deren von Viehzucht und Milchwirtschaft. Der Zlatar Käse ist eine Spezialität dieser Region. Nova Varoš hat zudem Potenzial für den Obstanbau ist ein wichtiger Hersteller von Buchweizen, eine Zutat die in verschiedenen nationalen Gerichte verwendet wird.

Die Kirche der Heilige Dreifaltigkeit und die Moschee sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Novi Varoš. Außerhalb der Stadt gibt es das Kloster Dubnica in Božetići und das aus der Nemanjići Zeit stammende Ethno-Dorf in Štitkovo zu entdeck- en.

Das Gebirge Zlatar liegt nördlich von Nova Varoš. Es ist 22 Kilo- meter lang und 12 Kilometer breit. In einer Höhe von 1627 Meter befindet sich der höchste Gipfel Golo brdo (Nackter Berg). Der Zlatar ist im Westen vom Fluss Lim, im Osten vom Uvac, im Nor- den von der Bistrica und im Süden vom Fluss Mileševo umgeben und hat zusammen mit seiner Umgebung eine wirklich atembe- raubende Landschaft.

Auf dem Zlatar ist der Besuch im Holzkirche in Radijevići ist ein

Zentrum für Tourismus und Sport „Zlatar“ – Nova Varoš Karađorđeva 36 31320, Nova Varoš Tel: +381 33 62 621 E-Mail: tsczlatar@novavaros.rs, tozlatar@verat.net www.zlatar.org.rs

Tourismusorganisation Prijepolje Trg bratstva i jedinstva 1, 31300 Prijepolje Tel: +381 33 710 140 E-Mail: toprijepolje@gmail.com www.turizamprijepolje.org.rs

Tourismusorganisation der Gemeinde Priboj 12. januarа 108, 31330 Priboj Tel: +381 33 451 599 E-Mail: topriboj@yahoo.com www.topriboj.org.rs

Touristisches Informationszentrum Pribojska Banja Tel: +381 33 448 500

Muss. Erbaut wurde sie von Priester Vasilije Purić im Jahr 1808 im Stil einer alten walachischen Hol- zhütte mit einer Speicherkammer und Dachgaube. Die Kirche steht unter staatlichem Denkmalschutz und verfügt über fünf besondere und gut erhaltene Ikonen von Andrija Raičević.

Gemeinsam mit dem Zlatar dominiert das Murter- nica Gebirge diese Region. An seinen Hängen steht im Ort Peti die älteste Holzkirche in diesem Gebiet. Sie wurde mit Hilfe des Metropoliten Mihailo 1832 an der Stelle einer früheren Kirche errichtet und ist der Allerheiligsten Gottesmutter gewidmet.

Für Höhlenliebhaber ist ein Besuch der Höhlen- systeme Bukovik und Usacki ist ein Muss. Auf 6,2 km ist Bukovik die längste Höhle in Serbien. Eine Besonderheit dieses Systems ist, dass man in einige Höhlen, die sich auf dem Gelände des Naturreser- vats „Uvac“ befinden, nur vom See aus mit einem Boot erreichen kann.

Die schönen Seen Zlatarsko, Sjeničko, Radoinjsko und Potpećko jezero bieten unzählige Möglichkeit- en zum Campen, Schwimmen, Angeln und Boot- fahren. Eine der größten Dämme liegt am Kokin Brod, nur 11 km nördlich von Nova Varoš Richtung Zlatibor. Durch den Bau des Dammes entstand der 30 km lange Zlatar See, der mehr als 100 Millionen Kubikmeter Wasser enthält.

Kloster Mileševa

BELGRAD 26.
BELGRAD
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Die Stadt Prijepolje liegt im Herzen des Lim-Tals. Die Stadt entwick- elt sich an der Mündung des Flusses Mileševka in den Lim. Auf Gr- und seiner Lage verfügt es über ein eigenes Mikroklima: Es ist 140 km vom Meer und 160 km vom Pannonischen Becken entfernt. Der Berg Jadovnik ist mit 1734 m der höchste Gipfel in dieser zerklüfteten Bergregion. Der niedrigsten Punkt (440 m) liegt am Schnittpunkt der Flüsse Mileševka und Lim.

Archäologische Funde belegen, das zahlreiche Zivilisationen hier ihre Spuren hinterlassen haben. Die Anfänge der Stadt sind mit dem Kloster Mileševa verbunden, das im Jahr 1234 von König Vladislav gestiftet wurde. Das Kloster ist eines der bekanntesten in Serbien, besonders sind seine außerordentlichen Fresken, darunter das Fresko des Weißen Engels. Für einige Jahre war das Kloster auch die Grab- stätte des Heiligen Sava, der erste serbische Erzbischof. Die bosnische Ban Tvrtko wurde hier 1377 gekrönt. Im 15. Jahrhundert diente das Kloster als Residenz des Erzbischofs Mileševo. Eine der ersten Druck- ereien in Serbien nahm hier im 16. Jahrhundert den Betrieb auf. Dieses herrliche Kloster ist ein Muss!

Neben Mileševa sind auch die Klöster Kumanica, Mili und das vor rund zehn Jahren erneuerte Davidovica einen Besuch wert.

Für mehr Informationen über die Orte und Veranstaltungen dieser Gegend, einschließlich der Veranstaltungen „Limski darovi“ (Gaben des Lim) und „Limska regata“ (Lim-Regatta), wenden Sie sich bitte an die lokalen Tourismusorganisationen.

Pribolj befindet sich am Ufer des Flusses Lim und ist in zwei Teile unterteilt: den alten und den neuen. Das Gebiet ist bekannt für seine bewegte Vergangenheit und die Aufeinanderfolge von verschiedenen Herrschern, darunter den Römern, Türken und Österreich-Ungarn. Im Mittelalter war die alte Karawanen-Straße die kürzeste Strecke zwischen Carigrad (Istanbul) und Dubrovnik. Im städtischen Heimat- museum von Priboj gibt es eine Ausstellungreihe über das tägliche Leben in der Region.

Die ausgedehnten Wälder um Pribolj bieten gute Möglichkeiten für die Jagd. Das Jagdrevier von Javorje ist die Heimat einer geschützten Art des Bergbären. Die Stadt organisiert jährlich eine traditionelle Wolfsjagd Mitte Oktober.

Der Kurort Pribojska Banja liegt unmittelbar oberhalb von Priboj auf 550 m Höhe auf einem Hochplateau und ist reich mit thermischer und mineralischer Ressourcen. Kommen Sie und genießen Sie die Aussicht!

Ressourcen. Kommen Sie und genießen Sie die Aussicht! UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Ein Besuch der
Ressourcen. Kommen Sie und genießen Sie die Aussicht! UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Ein Besuch der

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Ein Besuch der mittelalterlichen Stadt Jerina am Fluss Lim

– Ein Besuch des herrlichen Mileševa Klosters

– Wildwasser-Rafting auf den Flüssen Lim und Uvac

– Wildwasser-Rafting auf den Flüssen Lim und Uvac DER GÄNSEGEIER Die Naturschutzgebiet Uvac ist die Heimat
DER GÄNSEGEIER
DER GÄNSEGEIER

Die Naturschutzgebiet Uvac ist die Heimat des majestätischen Gänsegei- ers (Gyps fulvus). Diese Art ist die letzte in der Familie der Geier, die in Serbien noch heimisch ist. Wie ein Adler kann der Gänsegeier eine Flügelspannweite von drei Metern erreichen. Die Rolle, die der Gänsegeier im Öko- system einnimmt, ist einzigartig und unersetzlich – seine Nahrung besteht ausschließlich aus Tierkadavern, wom- it er die Ausbreitung von Seuchen ver- hindert.

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IVANJICA, GOLIJA, ARILJE

Mit Himbeerhainen durch

Im Südwesten Serbiens befindet sich 224 Kilometer von der Hauptstadt Belgrad entfernt Ivanjica. Es grenzt an den Gemeinden Sjenica, Nova Varoš, Raška, Novi Pazar, Kraljevo, Lučani und Arilje. Die Stadt liegt am Ufer des Flusses Moravica, der in 468 Meter Höhe im Golija-Gebirge entspringt. Ivanjica ist – offiziell – ein Luftkurort. An mehreren Stellen der Moravica-Gegend gibt es Heil- wasserquellen. Unter anderem auch direkt in der Stadt Ivanjica. Herausragende kultur-historische Denkmäler in Ivanjica sind die 1836 erbaute Kirche des Heiligen Kaisers Kon- stantin und der Kaiserin Helena und die 1904 errichtete Steinbrücke über den Fluss Moravica, die größte einbögige Brücke auf dem Balkan. An der Moravica wurde 1911 auch ein Wasserkraftwerk mit einem wunderschönen Wasser- fall gebaut, der zum Wahrzeichen von Ivanjica geworden

ist. Das Kraftwerk ist nach wie vor im Betrieb, versorgt den Stadtpark mit Licht, ist aber gleichzeitig auch ein Muse- umsexponat. In der Nähe der Stadt befindet sich Palibrčki grob, der Überlieferung nach die Grabstätte der Brüder Jugović, auf der die Kirche Lazarica errichtet wurde. Knapp zehn Kilometer von der Stadt entfernt befindet sich die Höhle Hadži-Prodanova pećina. Reich an Höhlen- schmuck ist sie ein wichtiger touristischer und archäolo-

schmuck ist sie ein wichtiger touristischer und archäolo- Gipfel des Gebirges Golija sei halb Serbien zu

Gipfel des Gebirges Golija sei halb Serbien zu sehen. Seine wunderschönen Hänge mit vielen Schneetagen sind ideal für den Wintersport. Hier gibt es zahlreiche Quellen mit klarem Gebirgswasser, über 100 Heilkräuterarten, viel Wild sowie fischreiche Flüsse und Bäche. In 1500 Meter Höhe auf dem Berg Dajićko brdo befin- det sich der See Tičar, der bei den lokalen Anglern sehr bekannt ist. Ein weiterer See, der 1974 nach einem Erdbe- ben in Rumänien entstanden ist, liegt im Gebirge Okrug- lica. Der See Kašinovo ist durch Torfvegetation verwach- sen. Wunderschön sind auch die Wasserfälle am Fluss Izubri. Jagen und Angeln zählen zu einer der beliebtesten Hobbys in dieser Gegend. Die traditionelle Wolfsjagd im Golija-Gebirge ist die größte Veranstaltung dieser Art im Land. Das Gebirge Javor steht Golija in nichts nach. Es ist für seine Laubwälder und vielen Quellen bekannt. Der höch- ste Gipfel ist Vasilijin vrh (1520 m), und unter ihm befindet sich das Denkmal für Major Ilić, dem Held des Javor-Krieg- es. Nur 28 Kilometer südöstlich von Ivanjica befindet sich das Kloster Pridvorica im gleichnamigen Dorf. Die Architek- tur ist typisch für die mittelalterliche Raška-Schule und

gischer Standort. Die Höhle ist in der von 400 Meter erforscht und besteht aus zwei
gischer Standort. Die Höhle ist in der
von 400 Meter erforscht und besteht
aus zwei Ebenen. Die untere Ebene
weist neben einem Hauptgang auch
zwei Nebengänge auf. Der Höhle-
neingang ist rund drei Meter
breit und endet mit einer
Verengung, hinter der
sich eine weiträumige,
rund 50 Meter lange
und knapp 15 Meter
breite Halle er-
streckt.
Es heißt,
vom
Länge
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
– Festival des traditionellen serbischen Gesangs in Prilike
– Himbeerhain in Arilje
– Besichtigung der Höhle Hadži-Prodanova pećina

die Jahrhunderte

BELGRAD 27.
BELGRAD
27.
die Jahrhunderte BELGRAD 27. wird auch in der Urkunde des serbischen Herrschers Nemanja erwähnt. Das Kloster

wird auch in der Urkunde des serbischen Herrschers Nemanja erwähnt. Das Kloster Kovilje befindet sich im Dorf Smiljevac. Es wurde an einer Flussfelswand errichtet und wird zum ersten Mal 1606 erwähnt. Hier gab es ein Priester-Seminar und ab 1813 wurde das Kloster eine Pfarrkirche. Das Städtchen Arilje ist 195 Kilometer von Belgrad entfernt. Sava Nemanjić hat diesen Ort 1219 zum Sitz des Erzbischofs von Moravica ernannt. Das Stadtsymbol ist die Kirche des Heiligen Achillius, die Dragutin Nemanjić zwischen 1283 und 1296 errich- ten ließ. Arilje ist für seine Beerenproduktion bekannt, besonders der Himbeere. Der Ort ist reich an klaren Quellen, die das Trink- wasser für etwa 300.000 Menschen in fünf Gemeinden gewährleisten. Im Dorf Visoka bei Arilje befindet sich ein Kurbad gegen Kno- chenkrankheiten, Herzleiden und Sehbehinderungen, dessen Wassertemperatur 28 Grad Celsius erreicht. An der Grenze zwischen den Dörfern Brekova i Dobrača, in der Schlucht des Flusses Panjica liegt der Eingang zu einer schönen Wasserhöhle, die noch immer nicht gänzlich erforscht ist.

Wasserhöhle, die noch immer nicht gänzlich erforscht ist. DIE UNESCO-BIOSPHÄRE GOLIJA Das Golija-Gebirge wurde von

DIE UNESCO-BIOSPHÄRE GOLIJA

nicht gänzlich erforscht ist. DIE UNESCO-BIOSPHÄRE GOLIJA Das Golija-Gebirge wurde von der UNESCO am 15. Sep-
nicht gänzlich erforscht ist. DIE UNESCO-BIOSPHÄRE GOLIJA Das Golija-Gebirge wurde von der UNESCO am 15. Sep-
nicht gänzlich erforscht ist. DIE UNESCO-BIOSPHÄRE GOLIJA Das Golija-Gebirge wurde von der UNESCO am 15. Sep-

Das Golija-Gebirge wurde von der UNESCO am 15. Sep- tember 2001 zum Biosphärengebiet und durch die Regierung Serbiens zum Naturpark erklärt. Es umfasst eine Fläche von 53.804 ha und ist eins von 211 Reservaten in der Welt und das einzige in Serbien.

Tourismusorganisation der Gemeinde Ivanjica Zorana Đinđića 47, 32250 Ivanjica Tel: +381 32 665 085, 650 290 E-Mail: tooivanjica@eunet.rs www.ivatourism.org

Zorana Đinđića 47, 32250 Ivanjica Tel: +381 32 665 085, 650 290 E-Mail: tooivanjica@eunet.rs www.ivatourism.org
Zorana Đinđića 47, 32250 Ivanjica Tel: +381 32 665 085, 650 290 E-Mail: tooivanjica@eunet.rs www.ivatourism.org

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NOVI PAZAR, SJENICA, TUTIN

Die Heimat der

Novi Pazar befindet sich 280 Kilometer von Belgrad ent- fernt und ist über Kraljevo und Raška zu erreichen. Das regionale Zentrum liegt an der Mündung der Jošanica in den Fluss Raška. Errichtet wurde es im 15. Jahrhundert im Gebiet von Ras, der Hauptstadt des ersten serbischen Staates, einige Kilometer flussabwärts von Stari Pazar (Trgovište). In diesem Gebiet, in dem die bedeutendsten mittelal- terlichen serbischen Geistlichen und Herrscher geboren

wurden, vermischen sich die Einflüsse der christlichen und islamischen Kultur, wovon noch heute viele Denkmäler zeugen. Die Grundmauern des Städtchens im orientalischen Stil setzte Izabeg Isaković. Der ursprüngliche, türkische Name der Stadt war – Jeni Bazar (Neuer Basar). Das bedeutend- ste islamische Denkmal in der Stadt ist die Altun-alem Moschee – die Goldene Edelstein Moschee. Sie wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts als einräumiges Bauwerk mit Kolonnaden und einem Steinminarett err- ichtet. Das Mauerwerk besteht aus sich abwechselnden Reihen von gebrochenem und gemeißeltem Stein und Backstein. Im Zentrum von Novi Pazar befindet sich der Stadtpark mit

den Überresten einer türkischen Festung Jahrhundert. Zwei Jahrhunderte später die Festung von Novi Pazar durch zwei Türme, eine Kaserne und eine kleine Moschee ausgebaut. Der alte Ham- am aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ist das älteste türkische Dampfbad in Serbien mit einem Mauerwerk aus Back- stein und Stein mit elf Kuppeln unterschiedlicher Größen, auf denen sich verglaste Öffnungen befinden. Es hat einen getren- nen Bereich für Männer und einen für Frauen, verfügt über Räume zum Umkleiden, Erho- len, Massieren und Baden. Ein alter Hamam, der seit über 400 Jahre genutz wird, befindet sich auch im Kurort Novopazarska Banja. Wegen seiner günstigen geo- grafischen Lage und Natur- schönheiten war dieses Gebiet schon

aus dem 17. wurde neue

schönheiten war dieses Gebiet schon aus dem 17. wurde neue UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besuch des Klosters
schönheiten war dieses Gebiet schon aus dem 17. wurde neue UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besuch des Klosters

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Besuch des Klosters Sopocani

– Sjenica-Käse und Pešter-Lammbraten

– Bummel durch das alte Handelsviertel in Novi Pazar

STARI RAS

Obwohl dieses Gebiet nicht vollständig erforscht ist, wurde die Denkmalstätte Stari Ras 1979 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenom- men. Zum Gebiet Stari Ras gehörten einst die Klöster Gradac und Studenica. Heute versteht man unter Stari Ras die Petrova crkva (Peter- skirche), Đurđevi stupovi, Crna Reka, Končul und besonders das Kloster Sopoćani.

immer dicht besiedelt. Heute ist Novi Pazar ein Handels- und Gewerbezentrum. Viele Handwerksbetriebe haben

sich zu Fabriken entwickelt, vor allem für die Textil- und Schuhproduktion. Deshalb wird es als die Stadt der Jeans bezeichnet. Neben dem Handwerk wird in Novi Pazar auch die Kultur gepflegt. Bekannt ist die Schule der alten Maltechniken von Novi Pazar und das Festival des Chorgesangs. Die Hauptstadt des ersten serbischen mittelalterlichen Staates Raška, wie Serbien zur Zeit der Nemanjiden genannt wurde, liegt 8 Kilometer westlich von Novi Pazar beim Ort Gradina oberhalb von Trgovište. Bei den vor über 30 Jahren eingeleiteten archäologischen

Ausgrabungen wurde ungleichmäßigen driss, einem Süd-

eine Festung mit einem viereckigen Grun- und Nordtor und einem hohen Turm über dem Haupteingang freigelegt. Die

Ausgrabun-

gen sind

noch im

Gange.

Geistlichen

Unterhalb der Festung, von der man annimmt, dass sie der Hof von Stefan Nemanja war, befindet sich ein Höhlenk- loster mit einer den Heiligen Erzengeln gewidmeten Kirche. Vermutlich entstand hier die serbische Übersetzung des Neuen Testaments von Vuk Stefanović Karadžić. Die vorhan- denen Überreste der Fresken stammen aus dem 8. Jahrhun- dert und auch Inschriften aus dem 16. und 17. Jahrhundert sind hier erhalten. Den dritten Teil dieser Anlage bildet eine Gebäudegruppe in Pazarište, eine komplexe Siedlung, in der mehrere chronologische Phasen unterschieden werden können und Teile von anderen Gebäuden, Kirchen und Nek- ropolen. In Ras betrieb König Radoslav die erste serbische Münzprägestätte. Rund16 Kilometer südwestlich vom Zentrum von Novi Pazar entfernt, befindet sich die älteste Kirche in Serbien – Roton- da, die den Heiligen Petrus und Paulus gewidmet ist. Sie war der mittelalterliche Bischofssitz und Versammlungsort der serbischen Herrscher. Der Rundbau mit vier radial verteilten Apsiden, einer Kuppel und Galerie, wurde im 8. oder 9. Jah- rhundert errichtet, doch seinen Kern bildet ein frühchrist- liches Bauwerk, das wahrscheinlich aus dem 6. Jahrhundert stammt. Es sind einige Fresken- schichten erhalten, von denen die meisten aus dem 13. Jahrhundert datieren. An dieser Stelle unter der Kirche befand sich eine urgeschichtli- che Grabstätte, in der prächtige griechische Vasen, Goldschmuck, Bernstein und andere Kostbarkeiten aus dem 6.-5. Jahrhundert v. Chr. entdeckt wurden. An der Mündung des Flusses Raška, 15 Kilome- ter westlich von Novi Pazar, liegt das Kloster Sopoćani, ein weiterer Schatz der mittelalterlichen Baukunst und Fres- komalerei. Es gehört zu den schönsten Klöstern in Serbien und gilt als eines der größten Heiligtümer. Es ist eine Stif- tung von König Uroš I. Nemanjić (1243–1276), dessen Wunsch es war, hier beigesetzt zu werden. In Sopoćani verbrachte Uroš als Mönch unter dem Namen Simeon die letzten Jahre seines Lebens. Von der recht großen Klosteranlagen ist heute nur die Kirche der heiligen Dreifaltigkeit erhalten ge- blieben, eine einschiffige Basilika mit Kuppel, die zur Raška- Bauschule gehört. In Sopoćani sind die in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gemalten Fresken sehr eindrucksvoll. Die wundervollen Kompositionen, in denen Harmonie und erhabene Schönheit hervorstechen, haben Sopoćani welt- berühmt gemacht. Das Entschlafen der Mutter Gottes, eine Darstellung an der Westwand der Kirche, wurde 1961 auf einer Ausstellung in Paris zur schönsten Freske des Mittelal- ters erklärt. Stefan Nemanja ließ zum Zeichen seiner Dankbarkeit gegenüber dem Heiligen Georg, der ihn vor dem Kerker

gegenüber dem Heiligen Georg, der ihn vor dem Kerker BELGRAD 28. bewahrte, das Kloster Đurđevi stupovi
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bewahrte, das Kloster Đurđevi stupovi (um 1170) erbauen. Den Namen erhielt es wegen der hohen Glockentürmen, die einzigartig in der mittelalterli- chen serbischen Baukunst sind. Der romanische Einfluss dieser Architektur kennzeichnet sich durch eine stufenweise Aufbau des Zentralteils mit seiner Kuppel. Erhalten sind Fragmente der ursprünglichen Fresken sowie die Fresken aus dem 13. Jahrhundert im Narthex. Sjenica trägt die Schönheit und die Bürde längst ver- gangener Zeiten. Dieser Ort ist bekannt für die Pešter Hochebene, Viehzucht und Produkte der dortigen Schafe, wie beispielsweise Käse. Auf der Hochebene gibt es viele Karstflüsse, der größte ist Borovštica, der rund 15 km lang ist und im 5 Kilometer langen Lauf 140 Schlucklöcher aufweist. Die Brücke über den Uvac beim Dorf Ursule, 14 km nördlich von Sjenica, ist eines der seltenen mittelal- terlichen Denkmäler dieser Art in Serbien. Unweit von Sjenica und Novi Pazar befindet sich das Städtchen Tutin. In dieses Gebiet wurde die niedrig- ste Temperatur in Serbien gemessen – minus 37 Grad Celsius. Die Bevölkerung dieser Gegend ist außer- ordentlich herzlich und gastfreundlich. Durchquert man die Dörfer zu Fuß wird man von allen, ob jung, ob alt, begrüßt.

zu Fuß wird man von allen, ob jung, ob alt, begrüßt. Tourismusorganisation Novi Pazar 28. novembra

Tourismusorganisation Novi Pazar 28. novembra 27, 36300 Novi Pazar Tel: +381 20 338 030 E-Mail: info.tonp@gmail.com www.tonp.rs

Tourismusorganisation Sjenica Trg Svetozara Markovića bb, 36310 Sjenica Tel: +381 20 744 843 E-Mail: info@turizamsjenica.com www.turizamsjenica.com www.pester.org.rs

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RAŠKA, KOPAONIK

Die Heilkraft eines

Raška gehört zu den jüngsten Ortschaften in diesem Landesteil. Es wurde durch Erlass von Fürst Aleksandar Karađorđevića 1845 gegründet und befindet sich 82 Kilo- meter südlich von Kraljevo und 252 Kilometer von Belgrad entfernt, an der Mündung des Flusses Raška in den Ibar. Die Ortschaft erhielt ihren Namen nach diesem Fluss und der umgebenden Region.

Doch trotz der kurzen städtischen Entwicklungsgeschichte weisen einige archäologische Ausgrabungen in der Stadt und bei Zajčaka und im Dorf Rvati darauf hin, dass es in diesem Gebiet schon weit vor der Gründung der heutigen Ortschaft Siedlungen und Zivilisationen gab. Außerdem gibt es in der Nähe von Raška zahlreiche Klöster und Kirchen aus dem Frühmittelalter. Darunter sticht das prächtige Kloster Gradac aus dem 13. Jh. hervor. Die Mut- tergotteskirche des Klosters Gradac wurde als Grabkirche der Königin und Stifterin Jelena Anžujska (Hélène d’Anjou), Gattin von König Uroš I. erbaut. Das Kloster Končul, drei Kilometer südöstlich von Raška, direkt am Ufer des Ibar, soll von einem angesehenen Serben dieser Zeit – vielleicht von Nemanja, dem Begründer des serbischen Reiches - gegrün- det worden sein. Heute steht hier noch die Kirche des Heili- gen Nikolaus (crkva Svetog Nikole).

Das Kloster Stara Pavlica befindet sich im Dorf Pavlica, 6 km nördlich von Raška. Es stammt aus dem Zeitalter vor den Nemanjiden und wurde Ende des 12. Jahrhunderts erbaut. Heute ist von ihm nur die Kirche der Heiligen Petrus und Paulus, nach der das Kloster seinen Namen erhielt, teil- weise erhalten geblieben. In unmittelbarer Nähe des Klosters Pavlica befindet sich auch das Kloster Nova Pavlica, das die serbischen Adeligen, die Gebrüder Musić, Ende des 14. Jahrhunderts als Stiftung errichten ließen.

Die Klosterkirche ist dem Einzug der Allerheiligsten Got- tesgebärerin in den Tempel gewidmet. Hier hatte Dragana, Mutter der Gebrüder Musić und Schwester von Fürst Lazar ihr Klosterleben begonnen – bis zu ihrem Tod lebte sie hier

Klosterleben begonnen – bis zu ihrem Tod lebte sie hier als „Schwester Teodosija“. Die Stadt Raška
Klosterleben begonnen – bis zu ihrem Tod lebte sie hier als „Schwester Teodosija“. Die Stadt Raška

als „Schwester Teodosija“. Die Stadt Raška ist heute ein moderner Ort, eingebettet in schöner Natur. Immerhin gibt es in der Region Raška im Durchschnitt pro Quadratkilometer etwa 550 Meter Wasserläufe. Der Ibar Fluss mit seinen Nebenflüssen (Brenevica, Jošanica, Rudnička und Radošička) bildet hier ein dichtes hydrographisches Netz. Die Region ist aber auch reich an Erzen und Mineralquellen. In der Nähe der Stadt befinden sich die Heilquellen Marina voda, der Wasserfall Barska reka, der See Semeteško und scgließlich auch die Hänge des Kopaonik Gebirges, des beliebtesten Wintersportzentrums Serbiens. Das Kopaonik Gebirgsmassiv ist das größte in Serbien und liegt im geographischen Mittelpunkt der Balkan- halbinsel. Es erstreckt sich über 70 km von Norden nach Süden, aber nur sein Nordteil – Suvo Rudište, ein Ho-

Süden, aber nur sein Nordteil – Suvo Rudište, ein Ho- THERMALQUELLEN In den zerklüfteten Felshängen des

THERMALQUELLEN

In den zerklüfteten Felshängen des Kopaonikge- birges entspringen viele Thermal-Mineralquellen. Das Wasser des Kurorts Jošanička Banja (78,5 Grad Celsius) wird zur Heilung, zum Baden, Trinken und Inhalieren verwendet. Legt man ein Ei in die- ses Wasser, ist es in fünf Minuten hart gekocht.

schönen Landes

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chplateau auf rund 1600 Meter über dem Meeresspiegel, steht unter Naturschutz. Von hier ragen mehrere durch Gerbirgssattel miteinander verbunde Gipfel in die Höhe – Karaman und Gobelja (1934 m), Kukavica (1726 m) und Pančićev vrh (2017 m), von dem weite Teile Serbiens zu sehen sind. Der höchste Gipfel ist nach dem berühmten Biologen Josif Pančić (1814–1888) benannt, einem häufigen Besucher dieses Gebirges. Sein Wunsch im Kapoanik-Gebirge bestattet zu werden, wurde ihm 1951 erfüllt – er wurde auf dem höchsten Gipfel dieses Gebirges beige- setzt.

Der Nationalpark umfasst auch die bewaldeten Hänge, die bis zu den Flusstälern der Rasina und Brzećka reka im Norden reichen. Nördlich von Suvo Rudište liegt Banjski Kopaonik mit dem höchsten Gipfel Vučak (1718 m), der über den Ort Jošanička Banja emporragt. Kopaonik besitzt eine sehr reiche Pflanzen- und Tierwelt. Die Wälder teilen sich in Zonen, die je nach Höhelage abwechseln. Zuerst kommen Eichen, dann Buchen und zuletzt Kiefern. Oberhalb der Waldgrenze folgen so genannte Suvati, Weideland mit zahlreichen Quellen und reißenden Bergbächen. Kopaonik bewohnen auch Wölfe, Füchse, Hasen, Adler sowie eine seltene Schmetterlingsart (colias balcanica). Kopaonik ist bekannt für reichliche Schneefälle, weist aber wegen seiner Auslegung in Richtung Süden im Durchschnitt auch 200 Son- nentage im Jahr auf.

Kopaoniks Wintersport- und Erholungszentrum ist vornehmlich auf die Hotelanlage Konaci ausgerichtet. Dorthin führen zwei Straßen – eine von Jošanička Banja und die andere von Brus über Brzeće. Der Wintersportort verfügt über Skilifte, die zu 23 Skistrecken führen – vier für Kinder, 12 für Anfänger, fünf Skipisten sind mittelschwer und zwei schwer. Die Gesamtlänge der Skistrecken beträgt 44 Kilometer, zusätzlich gibt es auf 20 Kilometern ausgebaute Skiloipen. Im Som- mer stehen den Besuchern Wanderwege, offene Tennis-, Fußball- und Basketballplätze und vieles mehr zur Verfügung. Den Namen erhielt die Gebirgsregion nach den Gruben (Kopaonik, Verb: kopati = graben) der mittelalterlichen Bergleute, die Erz aus dem Gebirge förderten, hauptsächlich Eisen und Silber, nach denen die Venezianer dieses Gebirge Montagna dell argento nannten.

die Venezianer dieses Gebirge Montagna dell argento nannten. UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Wanderungen im Kopaonik –
die Venezianer dieses Gebirge Montagna dell argento nannten. UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Wanderungen im Kopaonik –
die Venezianer dieses Gebirge Montagna dell argento nannten. UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Wanderungen im Kopaonik –

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Wanderungen im Kopaonik

– Skifahren im Kopaonik

– Geistliche Feierlichkeiten von Raška

Organisation für Tourismus und Sport Raška Nemanjina 1, 36350 Raška Tel: +381 36 738 670 E-Mail: office@raska-turizam.rs, toraska@eunet.rs www.raska-turizam.rs

Nemanjina 1, 36350 Raška Tel: +381 36 738 670 E-Mail: office@raska-turizam.rs, toraska@eunet.rs www.raska-turizam.rs

30. KRALJEVO

Das Tal, das die Könige

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Besichtung der Fresken im Kloster Žiča

– Erleben Sie den Duft des Flieders im Ibar-Tal

– Bootsregatta “Veseli spust”

Dicht an der Mündung des Ibar in die Zapadna Morava (westliche Morava) liegt Kraljevo, flächenmäßig die größte Gemeinde in Serbien. Es ist das administrative, wirtschaftli- che und kulturelles Zentrum des Bezirks Raška und eine der wichtigsten Städte Zentralserbiens. Über die Fernstraße E 75 sind es von Belgrad nach Kraljevo etwa 174 km. Bis 1882 hieß die Stadt noch Karanovac. Als Milan Obrenović im nahe gelegenen Kloster Žiča zum ersten serbischen König nach der türkischen Besatzung geweiht wurde, bekam es den heutigen Namen Kraljevo („kralj“ = König). Fürst Miloš Obrenović entwarf „mit dem Finger auf dem Boden einer mit Sand gefüllten Pfanne“ den ersten Be- bauungsplan für das moderne Kraljevo. Diese Skizze des schulisch wenig gebildeten, aber scharfsinnigen Herrschers diente Laza Zuban 1832 als Grundlage des Ausbaus von Kraljevo - die Stadt gilt bis heute als Meisterwerk der ser- bischen Städteplanung. Das moderne Kraljevo ist bekannt für seine Kultur-, Bil- dungs-, Wirtschaftseinrichtungen, aber auch als Touris- tismusdestination beliebt. So werden z.B. durch die vielen Kultur- und Kunstvereine „Kolonien der bildenden Kunst“ und andere interessante Veranstaltungen organisiert, darunter die traditionellen Fliedertage (Dani jorgovana) oder die Bootsregatta am Ibar Fluss „Veseli spust“ (= „lustige Abfahrt“). In der Stadt selbst ist die Kirche der Allerheiligsten Gottes- mutter (crkva Uspenja Presvete Bogorodice) sehenswert, ein Sakralbau, den Fürst Miloš Obrenović erbauen ließ. Auch die Herberge Gospodar Vasin konak, im Stil der Her- bergen des 19. Jh. mit Elementen der Balkanarchitektur ist schon allein aufgrund ihrer Architektur sehenswert. Außer- dem beherbergt sie das Volksmuseum mit seiner kostbaren Freskensammlung. Im städtischen Park von Kraljevo zeugt ein Mahnmal von einer der schlimmsten Tragödien des 2. Weltkrieges in dieser Stadt: Die deutschen Besatzer töteten zur Vergeltung 5.750 Einwohner von Kraljevo.

Das Kloster Žiča liegt sechs Kilometer von Kraljevo ent- fernt in Richtung des Kurorts Mataruška banja in einer fruchtbaren Ebene. Es ist ein beeindruckender Bau aus Backstein, Stein, Sinterstein, unverwechselbar durch seine leuchtend rote Farbe. Wenn „Kraljevo“ als „königli- che Stadt“ gilt, so gilt Žiča als königliches Kloster. Es ist eines der größten Heiligtümer des serbischen Volkes, die Stiftung von Stefan dem Erstgekrönten (1195–1223), dem ersten König des christianisierten mittelalterli- chen serbischen Staates, der 1217 in diesem Kloster gekrönt wurde. Chroniken zufolge wurde der Bau die- ses Klosters höchstwahrscheinlich im Jahr 1206 nach der Rückkehr des Heiligen Sava aus Hilandar begon- nen, da die Bauarbeiten bis zu der Krönung des Stifters im Jahr 1217 fertig gestellt sein mussten. Die Klosteranlage von Žiča wurde als Sitz der serbisch- en Archiepiskopie und Ort, wo die kirchlichen Ober- häupter und Herrscher geweiht wurden, konzipiert. Vom einstigen Bauwerk sind heute die Erlöserkirche und die kleine Kirche der Heiligen Petrus und Paulus noch erhalten geblieben, während die übrigen Ge- bäude neueren Datums sind. Dem Architekturstil nach gehört Žiča der Raška-Schule an. Der einschiffige Bau hat eine halbkreisförmige Altarapsis an der Ostseite, einen Außennarthex mit Turm an der Westseite und rechteckige Sängerpulte an der Süd- und Nordseite.

an der Ostseite, einen Außennarthex mit Turm an der Westseite und rechteckige Sängerpulte an der Süd-

begehrten

DAS KLOSTER STUDENICA
DAS KLOSTER STUDENICA

Das politische, kulturelle und geistliche Zentrum Serbiens im Mittelalter war das Kloster Studeni- ca. Es befindet sich an der Straße Kraljevo–Novi Pazar, in der Nähe der Ortschaft Ušće. Es wurde 1190 von Stefan Nemanja gegründet. Das Kloster ist der Allerheiligsten Gottesgebärerin gewidmet. Die Klosteranlage bilden drei Kirchen:

die Muttergotteskirche, die Kirche des Heiligen Joakim und Ante und die Kirche des Heiligen Niko- laus. Das Kloster wurde 1986 zum UNESCO-Weltkultur- erbe erklärt.

BELGRAD 30.
BELGRAD
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Die Wandmalerei in Žiča entstand in drei Phasen im Laufe eines ganzen Jahrhunderts (1219–1316) und zeigt entsprech- ende Unterschiede im Stil und in der Ausgestaltung. Aus der ersten Phase sind Wandmalereien aus dem Zeitraum unmit- telbar nach der Erlangung der kirchlichen Eigenständigkeit in 1219 erhalten. Die Autoren sind anonyme byzantinische Freskenmaler, man vermutet, dass sie mit dem heilige Sava aus Konstantinopel gekommen sind. Die zweite Gruppe der Freskenmalerei stammt aus den dreißigen Jahren des 13. Jahrhunderts. Nach einem Brand in der Turmkapelle sind

diese Bilder leider nur schlecht erhalten. Die dritte, nach der Qualität und Umfang bedeutendste Gruppe von Fresken entstand zwischen 1309 und 1316, die wertvollsten davon befinden sich im Hauptteil der Kirche. Ebenso wertvoll sind auch die Fresken, zu denen die Portraits des Stifters Stefan dem Erstgekrönten und seines Sohnes Radoslav gehören, der selbst in diesem Kloster gekrönt wurde. Knapp dreißig Kilometer von Kraljevo entfernt, auf einer unzugänglichen Bergspitze, befindet sich eine der bester- haltenen mittelalterlichen Festungsanlagen in Serbien – Maglič, eine Festung mit sieben Türmen, über deren Entstehungsgeschichte fast nichts bekannt ist. Vor allem im Mai, wenn der Flieder in voller Blüte steht ist die Fahrt auf diesem Abschnitt (Kraljevo–Raška) ein unvergessliches Erlebnis. Den Flieder ließ hier König Uroš der I. pflanzen, um seiner künftigen Gattin Jelena Anžujska (Hélène d’Anjou) eine Erinnerung an die Straßen ihrer Heimat – in der Provence – zu geben. Nur acht Kilometer von Kraljevo entfernt, am rechten Ibarufer, befindet sich der von den Gebirgen Stolovi und Čemerno umgebene Kurort Mataruška Banja. Das heiße heilsame Wasser mit Temperaturen zwischen 42 und 51 Grad Celsius enspringt in einer 15 Hektar großen Parkanlage inmitten einer malerischen Berglandschaft. Das Wasser

enthält ziemlich viel Schwefel und ist für die Behandlung vieler Krankheit- en. Bei Kraljevo befindet sich auch der Kurort Bogutovačka Banja, ein herrlicher von Wald umge- bener Erholungsort, durch den der Fluss Lopatnica fließt.

damit geeignet

Tourismusorganisation Kraljevo Trg Srpskih ratnika 25, 36000 Kraljevo Tel: +381 36 316 000, 311 192 E-Mail: jutok@tron.rs www.jutok.org.rs

Touristisches Informationszentrum Kraljevo Tel: +381 36 316 000 E-Mail: tokinfo@tron.rs

31. VRNJAČKA BANJA

Die Prinzessin

Das bekannteste Kurbad Serbiens und das Kurbad mit der längsten Tradition, Vrnjačka Banja, befindet sich 195 Kilometer von Belgrad entfernt. Von der Hauptstadt aus gelangt man dorthin auf den Hauptfernstraßen E 761 oder E 75 (bis Pojate). Diesen schönen Ort am Fuße des Goč Ge- birges kann man von Anfang Juli bis Ende August auch mit dem Dampfzug „Romantika“ erreichen. Das Mineralwasser des Kurbades wurde schon in der Antike genutzt. Davon zeugen die 1924 freigelegten Teile eines Schwimmbades und eine alte römische Quelle – Fons Romanus. An der gleichen Stelle wurden auch etwa 500 römische Münzen gefunden, die meisten aus dem Zeitraum vom 2. bis 6. Jahrhundert. Der römische Name des Kurortes ist unbekannt, doch den jetzigen erhielt er nach dem Na- men des Dorfes Vrnjci, in dessen Flur die Mineralquellen auch entdeckt wurden. Legende zufolge soll die Heilkraft des Wassers in Vrnjci während der späten türkischen Herrschaft viele türkischen Reiterkrieger angezogen haben, die sich hier heilen und von der lokalen Bevölkerung be- dienen ließen. Um sich den türkischen Beis zu entziehen, schüttete das Volk zwischenzeitlich die Quellen zu. Der Kurort erlebt seine Blütezeit unter der Herrschaft von Fürst Mihailo, unter dem 1867 offiziell die erste Saison eröffnet und Vrnjačka Banja zum elitärer Erholungsort wurde. 1900, zur Jahrhundertwende, wurden um die Thermalquelle und auf zwei benachbarten Hügeln zahl- reiche Villen errichtet. Heute sind diese Bauten der Stolz des Kurortes. So dient z.B. das im Stil norditalienischer Landvil- len erbaute Schloss des königlichen Regenten Belimarković (1886) als Kulturzentrum und Galerie. Es ist auch als Schloss der Kultur bekannt.

Auch die Häuser auf dem Berg Čajkino brdo fallen durch ihre Eleganz und Schönheit ins Auge. Direkt auf der Spitze des Hügels befindet sich ein Kirchlein, das 1856 Priester Jeftimije Popović errichten ließ. Er hat als großer Liebhaber des Kurortes im selben Jahr auch die erste Quelle eröffnet. Das Wahrzeichen von Vrnjačka Banja ist ein Spatz mit Opanken (Lederschuhe) und Sajkaca (Kopfbedeckung). Seine Skulptur steht im Zentrum des Kurbades. Es gehört sozusagen zum Ritual jedes Besuchers, sich neben der Skulptur zu fotografieren. Bekannt ist auch die Skulptur einer jungen Frau. Vrnjačka Banja besitzt sieben Mineralquellen. Vier Quellen werden für Therapien verwendet, während aus zwei Quellen Mineralwasser abgefüllt wird. Topla voda (Warmes Wasser) ist die älteste und bekannteste Mineralquelle und nach den archäologischen Funden zu urteilen, wurde sie im römischen Zeitalter vom 1. bis 4. Jahrhundert benutzt. Die Wassertemperatur entspricht der des menschlichen Körpers – 36,5 Grad Celsius. Zu den Thermalquellen zählt auch Jezero, während Snežnik (17,5 Grad Celsius) und Slatina (14 Grad Celsius) kalte Miner- alquellen sind. Das Wasser dieser Quellen dient u.a. zur Heilung von Zuckerkrankheit, Gallenerkrankung sowie verschiedener Erkrankungen der Verdauungsorgane. Über das ganze Jahr, und insbesondere während der Sommermonate, bietet Vrnjačka Banja seinen Besuchern ein vielseitiges Kultur- und Unterhaltungsprogramm. Das Filmdrehbuch-Festival findet jeden August statt. Im Juli wird in Vrnjačka Banja ein Karneval veranstaltet.

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Karnevalatmosphäre auf der Promenade von Vrnjačka Banja – Baden an der Quelle
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
– Karnevalatmosphäre auf der Promenade von Vrnjačka Banja
– Baden an der Quelle Topla voda
– Fotografieren bei der Spatz-Skulptur

der Quellen

BELGRAD 31.
BELGRAD
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BRÜCKE DER LIEBE

Wäre er mit Vorhängeschlössern nicht buchstäblich beschlagen, würde niemand diese von rund fünfzehn Brücken über den Fluss Vrnjačka reka, beim berühm- ten Restaurant „Švajcarija“ im Zentrum des Kurortes, bemerken. Auf den ersten Blick ganz gewöhnlich, ist diese Brücke mit ihrer traurigen Geschichte zum Sym- bol von Vrnjačka Banja geworden. Die Einwohner wissen, dass sich einst Relja und Nada liebten. Sie trafen sich meistens auf dieser Brücke, der Brücke der Liebe. Doch mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges ging Relja, ansonsten Offizier der königlichen Armee, in den Kampf und kehrte nie wieder zurück. Die Kriegswirren brachten ihn nach Griechenland, wo er heiratete und Nada vergaß. Sie wartete auf ihn, doch mit der Zeit siechte sie dahin und erkrankte. Obwohl Reljas Familie die Verlobung auflöste, wartete Nada auf Relja bis zum letzten Tag ihres Lebens auf der Brücke der Liebe. Deshalb begannen die jungen Frauen, belehrt von Nada´s bitterer Erfahrung, nachts heimlich auf die Brücke zu kommen und die Herzen ihrer Geliebten mit Schlössern zu „verschließen“. Damit ihre Liebe nicht endet und sie nicht vergessen

Damit ihre Liebe nicht endet und sie nicht vergessen Dann kann man neben den Umzügen in
Damit ihre Liebe nicht endet und sie nicht vergessen Dann kann man neben den Umzügen in

Dann kann man neben den Umzügen in der Stadt auch verschiedenen Wettkämpfen, Sportveranstaltungen, Maskenbällen und Unterhaltungsprogrammen bei- wohnen. Jedes Jahr besuchen über 200.000 Menschen anlässlich der Festlichkeiten den Kurort. In der Reisesaison finden in Vrnjačka Banja die Kultur- feierlichkeiten statt und zum Sankt Valentinstag wet- teifern junge Pärchen auf der Brücke der Liebe um den Titel des längsten Kusses. Vrnjačka Banja verfügt über mehr als 15.000 Betten, davon rund 4.500 in Hotels, Pensionen und Apparte- mentsiedlungen, 850 in Gesundheitseinrichtungen und etwa 10.000 in Privatunterkünften.

Tourismusorganisation Vrnjačka Banja Vrnjačka 6/2, 36210 Vrnjačka Banja Tel/Fax: +381 36 611 106, 611 107 E-Mail: tsc_vb@ptt.rs www.vrnjackabanja.co.rs

Touristisches Informationszentrum Promenada Tel: +381 36 621 900, 611 105

32. TRSTENIK, ALEKSANDROVAC

Die Heimat der

Trstenik ist eine Ortschaft in Zentralserbien, an der Haupt- verkehrstraße Pojate–Kraljevo, 205 Kilometer von Belgrad entfernt. Hier kreuzen sich die Straßen Richtung Kruševac, Kraljevo, Vrnjačka Banja, Župa und Levča. Die Eisenbahn- strecke Stalać–Kraljevo führt ebenfalls durch die Stadt und in unmittelbaren Nähe befindet sich ein kleiner, allerdings nicht öffentlicher Flugplatz. Das Städtchen verdankt sein Ansehen und seinen Wohl- stand vor allem der wunderschönen, reichen und üppigen Landschaft der westlichen Morava. Die Morava und ihr fruchtbares Flussland, die hervorragenden natürlichen, klimatischen und ökologischen Voraussetzungen bildeten seit jeher das wirtschaftliche Rückgrat dieser Region. Vor dem Krieg war Trstenik als Stadt der Handwerker, Händler und Gasthausbesitzer bekannt, nach dem Krieg erlebte es im Zuge der allgemeinen Industrialisierung einen neuen wirtschaftlichen Aufschwung.

Im Zentrum von Trstenik befindet sich die zwischen 1898

und 1900 erbaute Kirche der heiligen Dreifaltigkeit. Sie ist die erste Kirche in Serbien, die nicht im Stil der Morava- Schule errichtet wurde. Unverkennbar ist ihre Ähnlichkeit mit der Kirche von König Milutin im Hilandar. Der alte Stadtkern von Trstenik ist in seiner historischen Bebauung wunderbar erhalten geblieben. Das Haus der Katićs (Kuća Katića) ist das älteste Gebäude, es stammt von Mitte des 19. Jahrhunderts und gilt als eines der schönsten Häuser

in der Morava-Re- befindet sich gion. Im Erdgeschoss ein Restaurant
in der Morava-Re-
befindet sich
gion. Im Erdgeschoss
ein Restaurant

Tourismusorganisation der Gemeinde Trstenik Kneginje Milice bb, 37240 Trstenik Tel: +381 37 715 263 E-Mail: tots03@ptt.rs Tourismusorganisation der Gemeinde Aleksandrovac Jaše Petrovića 42, lokal 11, 37230 Aleksandrovac Tel: +381 37 3554 404 E-Mail: office@toa.org.rs www.toa.org.rs

+381 37 3554 404 E-Mail: office@toa.org.rs www.toa.org.rs mit nationalen Speisen. Das Museum in Trstenik ist wegen

mit nationalen Speisen. Das Museum in Trstenik ist wegen seiner ständigen ethnografischen Ausstellung interessant. In der Umgebung von Trstenik befinden sich zwei mittelalterliche Klöster, es sind zwei Stiftungen von Prinzessinnen, die der Allerheiligsten Gottesmutter gewidmet sind. Das Kloster Ljubostinja vom Ende des 14. Jahrhunderts ist bekannt durch die lebensgroßen Stifter- fresken des Fürsten Lazar und der Fürstin Milica sowie den Fresken ihrer Söhne Stefan und Vuk. Ljubostinja war über Jahrhunderte das kulturelle Zentrum der Region. Von hier stammt auch die berühmte Seidenstickerei der serbischen Dichterin Jefimija mit der „Lobpreisung des Fürsten Lazar“. In der Kirche befinden sich die Stifter- gräber der Fürstin Milica und Jefimija. In der zweiten Junihälfte finden in diesem Kloster die Dichtertage Jefi- mijini dani (Jefimijas Tage) statt. Das Kloster Veluće ist das älteste erhaltene Kloster der Morava-Schule. Einst hieß es Srebrenica, nach dem gleichnamigen Fluss (Silberfluss) und der durch reiche Silbervorkommen geprägten Region. Immer noch ver- suchen Silber- und Goldgräber an den Ufern des Srebren- ica Flusses ihr Glück.

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Besichtigung der Weinfelder

– Besuch des Katić Hauses in Trstenik

– Lamm- oder Ferkelbraten im Dorf Veluće

Weingöttinnen

BELGRAD 32.
BELGRAD
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In der Umgebung von Trstenik befinden sich malerische Dörfer – lohneswerte Ziele für Ausflüge und Entdeck- ungstouren. Das Dorf Brezovica, an den Hängen des Goč Gebirges, z.B. bietet zahlreiche Freizeit- und Erholungsmöglich- keiten. Seit Kurzem gibt es hier auch ein Jagdreservat. Das Dorf Veluće ist bekannt für seine vorzügli- chen Ferkel- und Lammbraten. Auch eine Mineralwas- serquelle gehört zum Dorf. Trstenik und Umgebung können auch aus der Luft besichtigt werden. Nähere Informationen und Ange- bote des lokalen Fliegervereins bekommt man in der lokalen Touristikorganisation. Die Gemeinde Aleksandrovac liegt in Zentralserbien. Den westlichen Teil der Kommune bilden die Ausläufer des Dinarischen Gebirgssystems – Goč, Željin und Kopaonik. Die Ortschaft selbst befindet sich im alten Weinanbaugebiet Aleksandrovačka župa und so dreht sich auch in dem Städtchen selbst vieles um Trauben und Wein Die 22 Weingüter der Region werden poljane (Felder) genannt. Hier wohnt heutzutage niemand mehr, doch die alten Gebäude im traditionellen Stil und die malerische Lage neben Bächen oder auf kleinen Hügeln machen die Felder zu beliebten Ausflugszielen. Das Feld in Pribojevci gehörte einst zu den Weingärten des Fürsten Lazar. Der Fürst trank den Wein aus Župa, ging von hier aus zur Jagd und laut einer Legende (geschichtlich nicht nachgewiesen) wurde er in der Nähe dieses Feldes geboren. Manche Felder in Župa, wie Lukarevina, stehen heute als Museumsdörfer unter Denkmalschutz.

In Župa wird seit Jahrhunderten die Weinlese als allge- meines Volksfest gefeiert. Die Župska berba (Weinlese in Župa) findet immer Ende September und Anfang Oktober statt. Ein Teil der Fußgängerpromenade in der Innenstadt wird zur Weinstraße umgewandelt. Aus dem Springbrun- nen im Zentrum der Stadt, in dem sich eine Skulptur in Form einer Weintraube als Symbol der Geburt und Entste- hung befindet, fließt während der Veranstaltung in Strö- men Rotwein, der an die Besucher kostenlos verteilt wird. In Aleksandrovac gibt es auch ein Weinmuseum, in dem die Göttinnen von Župa, Figuren aus dem Neolithikum in natürliche Größe, aufbewahrt werden. Nahe Aleksandrovac befinden sich die Klöster Rudenica und Drenča sowie die Ruinen der altertümliche Stadt Koznik, die sich malerisch über der Region Rasina erheben. Von der Stadt selbst sind nur die Mauern und drei viereck- ige Wehrtürme erhalten geblieben.

VENUS
VENUS

Im Rahmen der Weinlese in Župa findet jedes Jahr die Wahl der Weingöttin bzw. der schönsten Frauen statt. Den Anstoß gab der lateinische Spruch – Wo Weingott Bacchus, da ist auch Ve- nus, die Göttin der Liebe.

33. BRUS, KOPAONIK

Die Stadt Brus ist das Zentrum der gleichnamigen Ge- meinde am Fluss Graševačka reka in Zentralserbien. Von Belgrad 246 Kilometer entfernt, gelangt man zu ihr über Kruševac.

Die Gemeinde Brus grenzt an die Gemeinden Aleksandro- vac, Raška, Blace, Kuršumlija, Leposavić und Kruševac und gehört selbst zum Bezirk Rasina. Mit den benachbarten Kommunen ist sie durch ein gutes regionales und lokales Straßennetz verbunden.

Ende des 19. Jahrhunderts bis Mitte des 20. Jh. war Brus Zentrum des Kreises Koznik. Damals trafen sich hier der serbische Regent Aleksandar Karađorđević, der bul- garische König Ferdinand und das montenegrinische Oberhaupt Serdar Janko Vukotić und vereinbarten das Balkanbündnis gegen die Türken.

Brus ist ein Luftkurort, aber auch reich an heilsamen Warm- und Kaltwasserquellen. Jagd- und vor allem Sport- tourismus gehören zu beliebten Angeboten der Region. Der Großteil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft und der Agrarproduktion. Von insgesamt 60.000 Hektar Land sind etwa 53,2 Prozent reines Weideland. In kleiner- em Umfang wird hier auch Ackerbau betrieben, meistens werden Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren, aber auch Pflaumen, Äpfel und Weintrauben angebaut. Vor al- lem die Viehzucht steht im Zentrum der landwirtschaftli- chen Betriebe.

In Brus befinden sich die Überreste der Heiligenstätte Metođe aus dem 3. Jahrhundert und das Kloster Lepenica aus dem 15. Jahrhundert. Am Osthang des Kopaonik Gebirges, knapp 25 Kilometer von Brus entfernt, liegt das Dorf Kriva Reka und in ihm die Kirche der Heiligen Petrus und Paulus aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Grabovnica – Gradište oder Gobelja ist ein Ort auf einem Berg oberhalb von Brus, wo sich die Ruinen einer mit- telalterlichen Stadt befinden. Die Stadt erstreckt sich auf zwei Hügeln, die über einen natürlichen Bergkamm

sich auf zwei Hügeln, die über einen natürlichen Bergkamm Das Herz Tourismusorganisation der Gemeinde Brus Kralja

Das Herz

zwei Hügeln, die über einen natürlichen Bergkamm Das Herz Tourismusorganisation der Gemeinde Brus Kralja Petra I

Tourismusorganisation der Gemeinde Brus Kralja Petra I bb, 37220 Brus Tel: +381 37 825 185 E-Mail: toob@open.telekom.rs www.turizamopstinebrus.co.rs

Gemeinde Brus Kralja Petra I bb, 37220 Brus Tel: +381 37 825 185 E-Mail: toob@open.telekom.rs www.turizamopstinebrus.co.rs

der Rasina

miteinander verbunden sind. Der herrliche Ausblick auf die Landschaft der Rasina und die schöne Natur machen den Panoramaweg zu einem beliebten Tourismusziel. Interessant sind auch die Überreste der Stadt Zlatari – Gradište, die sich auf einem Hügel befindet, wo die Bäche Gradiški und Suvajski potok zusammenfließen. Die mittelalterliche Stadt hatte, zumindest nach den Überresten zu urteilen, die Form einer Ellipse und wurde aus gebrochenem Stein und Mörtel erbaut. Die Ostseite des Kopaonik Gebirges (2017 m) gehört bis zum Pančić Gipfel zum Territorium der Gemeinde Brus. Hier ist das Herz der Gemeinde Brus. Obwohl ein Gebirgsmassiv ist es durch die umliegenden Täler leicht zugänglich und wurde wegen der reichen Bodenschätze in der Vergangenheit oft aufgesucht. Die reiche Bergbauvergangenheit des Kopaonik Gebirges geht auf Stefan Uroš I. zurück, der ausländische Lohnarbeiter, die so genannten „Sachsen“ in die Region brachte, um die Erze abzubauen. Die Bergbausiedlungen hat- ten auch Schmelzöfen und Münzprägereien. Der Bergbau im Kopaonik erlebte seine Blütezeit im 14. und 15. Jahrhundert, als sich der Handel mit der Republik Dubrovnik entwick- elte. Über Kopaonik und Brus führten schon die römischen Straßen - ihren Spuren folgten später die Dubrovniker Kar- awanen in Richtung Sofia und Konstantinopel. Auch heute finden sich hier noch Überreste dieser römischen und mittel- alterlichen Epochen.

Kulina (großer Turm), verweist auf die Existenz einer alten Festung, die heute allerdings nicht mehr erhalten ist. Man vermutet, dass die Festungsanlage im römischen Zeitalter, aber auch später, im Mittelalter, als Wehrsystem verwendet wurden, mit dem wahrscheinlich das Bergwerk im Kopaonik geschützt wurde.

Zwischen Brus und dem Pančić Gipfel, dem höchsten Gipfel im Kapoanik, liegt das Drof Brzeće, das heute vor allem von Landwirtschaft und Tourismus lebt. Die Dörfer im Kopaonik zeichnen sich durch Gastfreundschaft und durch eine exzel- lente Küche aus. Die Spezialitäten dieser Gegend können in zahlreichen Restaurants im Kopaonik Gebirge ausprobiert werden. Und natürlich sollte man sich auch nicht den al- ljährlich Ende August stattfindenden Wettbewerb „Zlatne ruke Brusa“ („Die goldenen Hände von Brus“ – entgehen las- sen, der in der Hauptstraße in Brus stattfindet.

las- sen, der in der Hauptstraße in Brus stattfindet. BRENNNESSEL-SCHNITZEL Eine besondere Spezialität in den

BRENNNESSEL-SCHNITZEL

Eine besondere Spezialität in den Kopaonik-Dörfern sind die so genannten Brennnesseln-Schnitzel. Sie werden folgendermaßen zubereitet: 300 gr. Brennnesseln kochen und klein hacken, einen fein geschnittenen Porree dazugeben, dann zwei bis drei Knoblauchzehen, zwei Eier, ein wenig gekochten Reis, zwei Suppenlöffel Weizenmehl, Salz, Pfeffer und ein Bündel fein geschnittener Petersilie. Alles gut durchmischen, zu Schnitzeln formen und in Öl braten.

BELGRAD 33.
BELGRAD
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zu Schnitzeln formen und in Öl braten. BELGRAD 33. UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Kostprobe der Johannisbeeren
zu Schnitzeln formen und in Öl braten. BELGRAD 33. UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Kostprobe der Johannisbeeren

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Kostprobe der Johannisbeeren aus Brus

– Besichtigung der Überreste der Heiligenstätte Metođe

– Kauf eines Kunsthandwerksprodukts der Dorfbewohner- innen im Kopaonik Gebirge

Überreste der Heiligenstätte Metođe – Kauf eines Kunsthandwerksprodukts der Dorfbewohner- innen im Kopaonik Gebirge
Überreste der Heiligenstätte Metođe – Kauf eines Kunsthandwerksprodukts der Dorfbewohner- innen im Kopaonik Gebirge
Überreste der Heiligenstätte Metođe – Kauf eines Kunsthandwerksprodukts der Dorfbewohner- innen im Kopaonik Gebirge

34. KRUŠEVAC, VARVARIN, ĆIĆEVAC

Die Schönheiten

Kruševac erreicht man über die Autobahn Belgrad–Niš und die Ausfahrt bei Pojate (23 km von der Stadt), es be- findet sich 194 Kilometer von Belgrad entfernt. Im Osten grenzt es an Aleksinac und Merošin, im Süden liegen Blace, Prokuplje, Brus und Aleksandrovac, im Westen Trstenik und im Norden Varvarin, Ćićevac und Ražanj. Die mittelalterliche Hauptstadt mit reicher Tradition liegt im zentralen Teil Serbiens an den Kreuzungen der alten Handelstraßen des Balkans. Sie ist das Zentrum des Bezirks Rasina. Der Name der Stadt wird entweder auf die vielen Birnen der Region zurückgeführt, die hier schon immer gut gediehen, oder auf die großen Flusssteine der Morava (krušac), aus denen die hiesige Festung erbaut ist. Die Türken nannten die Stadt Aladža Hisar (Bunte Stadt). Kruševac ist für seinen archäologischen Park bekannt, in dem sich die Mauern der mittelalterlichen Stadt Fürst La- zars, die Kirche Lazarica und das Volksmuseum befinden. Die Stadt wurde von Fürst Lazar 1371 als Residenzstadt und Militärfestung errichtet. Lazarica, das sich ebenfalls in dieser Anlage befindet, ist eine Hofkirche. Mit ihrer Erbauung spricht man vom Beginn der Morava-Schule. Die Kirchenfassade besteht aus verschiedenen Baustof- fen – abwechselnden Schichten aus Stein und Backstein, zweifachen mit Reliefs verzierten Fenstern, Rosetten und rot-weißen Schachfeldern. Da die Fresken nicht erhalten sind, sind die Innenwände der Lazarica völlig leer. Sie gilt als ein Meisterwerk der serbischen Kirchenarchitektur. In der Umgebung der Kirche befindet sich ein halb zerstörter, aber noch

immer beeindruckender 15 Meter hoher Wehrturm. Nicht weit von der Kirche ist auch das Gebäude des Volks- museums, von dem es heißt, dass es das zweitschönste Bauwerk in Serbien ist. Das Museum besitzt reiche Sam- mlungen, die die Geschichte der Stadt und Umgebung veranschaulichen. Das kostbarste Exponat in seiner Sam- mlung ist das Gewand Fürst Lazars. Am Fuße der mittelalterlichen Stadt liegt der Ortskern vom Ende des 19. und Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Stadtzentrum dominiert das Denkmal der Helden vom Amselfeld (spomenik Kosovskim junacima), ein Werk des Bildhauers Đorđe Jovanović. Im Gebäude der heutigen Stadtverwaltung befindet sich ein prachtvolles Mosaik, ein Werk des Akademiemitglieds Mladen Srbinović, das dem mittelalterlichen Serbien gewidmet ist. An den Südhängen des Goč Gebirges, 22 Kilometer von Kruševac entfernt, befindet sich das Kloster Veluće. Es wurde von einer Adelsfamilie gespendet, die sämtlich auf den Kirchenwänden dargestellt ist. Kruševac organisiert viele Veranstaltungen, u. a. die:

“Vidovdanske svečanosti” (Feierlichkeiten zum Sankt Veitstag) Ende Juni und den“Kulturno leto” (Kultursommer) während des ganzen Sommers. Das Theater der Stadt hat eine lange Tradition. Das hiesige Volkstheater ist eines der meistgeschätzten im Land. Bei den traditionellen Theatertagen (Pozorišni dani) kommen Schaus- pielhäuser aus der ganzen Region zusam- men. Die Bewohner dieser Gegend gelten als fröhliche, humorvolle Men- schen. Hier findet jedes Jahr “Der goldene Helm” (“Zlatna kaciga”), ein internationales Humor- und Satirefestival statt.

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Rundgang durch die Kirche Lazarica – Die Feierlichkeiten zum St. Veitstag in
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
– Rundgang durch die Kirche Lazarica
– Die Feierlichkeiten zum St. Veitstag in Kruševac
– Ausflug zum Jastrebac Gebirge

der Lazarica

BELGRAD 34.
BELGRAD
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Ćićevac liegt knapp zehn Kilometer nördlich von Kruševac entfernt. Diese Gegend war sumpfig, durchzogen von Tümpeln und Weihern. Veliki vir (das Große Wasserloch), im Volk „Ludi“ (der Verrückte) genannt, war durch unterir- dische Kanäle mit der Morava verbunden. Man glaubte, es hätte keinen Grund, so dass in ihm niemand badete. In der Gemeinde Ćićevac bei Stalać befindet sich eine der größten spätmittelalterlichen Festungsanlagen. Sie wurde in den 80er Jahren des 14. Jahrhunderts zum Schutz der Zugangswege zur damaligen Hauptstadt Kruševac errichtet. Unweit von Kruševac liegt Varvarin, das für seine glanzvollen Siege im Ersten serbischen Aufstand 1810 bekannt ist. Das vereinigte serbische und russische Heer besiegte die damals zahlenmäßig weit stärkere türkische Armee. Diesem Kampf ging ein Duell voraus, in dem der Zweikämpfer Jova Kursula Omer-Aga tötete.

in dem der Zweikämpfer Jova Kursula Omer-Aga tötete. Tourismusorganisation Kruševac Majke Jugovića 3, 37000

Tourismusorganisation Kruševac Majke Jugovića 3, 37000 Kruševac Tel: +381 37 440 332, 445 180 E-Mail: turizamkrusevac@open.telekom.rs www.turizamkrusevac.com

ROSETTEN
ROSETTEN

Südlich vom Zentrum Kruševacs (15 km) liegt das Ende des 14. Jahrhunderts erbaute Kloster Nau- pare. Von dem reichen Schmuck heben sich zwei außerordentliche Rosetten an der Westfassade hervor. Wie andere Adelskirchen ahmt auch diese die Struktur der Lazarica in Kruševac nach.

Rosetten an der Westfassade hervor. Wie andere Adelskirchen ahmt auch diese die Struktur der Lazarica in

35. JAGODINA, ĆUPRIJA

Zeit zur besinnlichen

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Besichtigung des Heimatmuseums in Jagodina

– Spaziergang auf der Car Lazar Straße in Ćuprija

– Fotografieren in der Kirchenpforte in Ravanica

Jagodina ist von Belgrad 135 Kilometer entfernt und liegt an der Autobahn Richtung Niš. Die ersten bekannten schriftlichen Erwähnungen von Jagodina datieren aus dem 14. Jahrhundert. Im 15. und 16. Jahrhundert legten die Türken hier ihre Kleinstadt an. Reiseschriftsteller dieser Zeit beschrieben sie als „eine schöne Kleinstadt mit vier Karawansereien und zwei Moscheen“. Jagodina spielte in beiden serbischen Aufständen eine bedeutende Rolle für die Befreiung von den Türken. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde hier die

von den Türken. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde hier die erste (Glas-)Fabrik errichtet und kurz darauf

erste (Glas-)Fabrik errichtet und kurz darauf nahm auch eine Bierbrauerei den Betrieb auf. Jagodina ist heute eine moderne Stadt im Bezirk Pomoravlje. Das Stadtzentrum wird geprägt von schönen Gebäuden aus der Vergangenheit dieses Ortes. Im einstigen Haus des Turnv- ereins befindet sich heute das Heimatmuseum Jagodina. Das Zentrum wird auch von der 1899 errichteten Kirche des Heiligen Petrus und Paulus geprägt. Sie hat ebenmäßige Proportionen, einen kreuzförmigen Grundriss, fünf Kuppeln und einen freiste- henden Glockenturm. Unweit davon befindet sich die Herberge Hajduk-Veljko, ein alter Bau benannt nach dem Held des Ersten serbischen Aufstandes, der sich in diesem Haus eine Zeit lang versteckt hielt. Das Kloster Jošanica, Ende des 14. Jahrhunderts errichtet, befin- det sich zehn Kilometer von Jagodina entfernt, an den Hängen des Gebirges Crni vrh. Es ist von Fürst Lazar gestiftet. Die Kirche des Heiligen Nikolaus ist nach den architektonischen Grundleh- ren der Morava-Schule konstruiert. Nur 13 Kilometer von Jagodina entfernt, an der Mündung des Flusses Ravanica in die Velika Morava (Große Morava), befindet

Ravanica in die Velika Morava (Große Morava), befindet NAIVE KUNST In Jagodina besteht seit 1960 ein

NAIVE KUNST

In Jagodina besteht seit 1960 ein Museum der naiven Kunst. Es war das erste Museum für naive Kunst im da- maligen Jugoslawien und ist unter der Bezeichnung Gal- erie der autodidaktischen bildenden Künstler tätig. Das Museum sammelt, verwahrt und erforscht Werke der naiven Kunst. Es wurde in Jagodina errichtet, weil die anfängliche Sammlung zumeist aus Werken von Janko Brašić, einem Bauern-Künstler aus dem nahen Oparić, bestandt. Das Museum befindet sich direkt im Stadtzentrum in einer schönen 1929 gebauten Villa. Es besitzt heute über 2.500 Werke naiver Künstler aus Serbien, was es zu ei- nem der größten Museen dieser Art macht. Rund 200 repräsentative Meisterstücke gehören zur ständigen Ausstellung.

sich Ćuprija. Eine typische Stadt der Morava-Gegend mit rund 22.000 Einwohnern, deren Hauptstraße den Namen Fürsten Lazars (Cara Lazara) trägt. Die Stadt Ćuprija wird besonders mit dem berühmten Kloster Ravanica in Verbindung gebracht. Diese Kirche liegt 15 Kilo- meter vom Zentrum des Ortes entfernt an der Autobahn E 75. Ravanica ist die Stifts- und Grabkirche des Fürsten Lazar, in der sich nun wieder seine Gebeine befinden. Die Mönche haben bei der großen Wanderung der Serben über die Save und Donau die sterblichen Überreste von Fürst Lazar nach Szentendre in Ungarn und von dort aus in das Kloster Vrdnik im Gebirge Fruška Gora gebracht. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er in die Belgrader Kathedrale verlegt und 1989 schließlich nach Ravanica zurückgebracht.

Einkehr

BELGRAD 35.
BELGRAD
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Der Bau dieser Stiftung begann 1375. Die Befestigungsmau- ern umsäumen heute noch mit sieben Türmen das Bau- werk. 1389, 1436 und 1438 wurde es von den Türken zerstört, bis es 1690 schließlich völlig verlassen wurde. Erst später zogen die Mönche wieder in das Kloster Ravanica ein, das noch heute von ihnen bewohnt wird. Die Architektur dieses Klosters entspricht einer Grundlehre der neuen Morava-Schule, der serbischen mittelalterlichen Baukunst. Es ist eine Kombination zwischen einer Kirche in Form eines Kreuzgrundrisses, wie die früheren Herrscher Serbiens sie bauen ließen, und der Bautradition des Heiligen Klosterbergs Athos (Griechenland) mit den dortigen Drei- konchenanlagen. Ein Novum war auch die Höhe der Kirche und vor allem ihrer schlanken mittleren Kuppel. Das Äußere der Kirche ist in der üblichen byzantinischen Tradition mit Stein- und Ziegelsteinschichten gestaltet, allerdings zusätzlich durch eine große Rosette am Westportal und durch Schachbrettmotive unter den Kuppeln verziert. Auch die Fensterrahmen sind mit Flachreliefs geschmückt. Die bekanntesten Fresken sind die Gottesmutter mit Christus in der Altarapsis und ein Zyklus der Wunder Christi. Die Wandmalerei im Narthex stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Knapp 12 Kilometer von Ravanica entfernt befindet sich am Fluss Crnica das Kloster der heiligen Verklärung, das nach sei- nem Stifter, dem Geistlichen Sisoje, benannt wurde. Sein Konterfei ist teilweise auf der Freske erhalten, auf der er in seiner Hand ein Model der Kirche trägt. Diese Kirche gehört ihrem Aussehen nach ebenfalls der Morava- Schule an. Seinerzeit war sie mit Fresken geschmückt, die heute nur teilweise erhalten sind. Der Teil, der im besseren Zustand ist, hat eine starke Ähnlichkeit mit den Fresken in Ravanica, die zu den schönsten Kunstwerken der Morava-Schule zählen.

Tourismusorganisation der Stadt Jagodina Stevana Ivanovića 2, 35000 Jagodina Tel: +381 35 252 983, 282 199 E-Mail: togjagodina@gmail.com www.togjagodina.autentik.net

Tourismusorganisation der Gemeinde Ćuprija 13. oktobar 7, 35230 Ćuprija Tel: +381 35 470 248, lokal 229 E-Mail: turizam@tocuprija.com www.tocuprija.com

Ćuprija 13. oktobar 7, 35230 Ćuprija Tel: +381 35 470 248, lokal 229 E-Mail: turizam@tocuprija.com www.tocuprija.com
Ćuprija 13. oktobar 7, 35230 Ćuprija Tel: +381 35 470 248, lokal 229 E-Mail: turizam@tocuprija.com www.tocuprija.com

3 6. PARAĆIN, DESPOTOVAC

Auf den Spuren von

Südlich von Belgrad, auf dem 160. Kilometer entlang der Autobahn nach Niš, liegt Paraćin. Durch die Stadt fließt der Crnica Fluss, der etwa drei Kilometer weiter in die Morava mündet. Die Gemeinde Paraćin umfasst einen Teil der reichen und fruchtbaren Pomoravlje Region, fällt vom Kučaj Gebirge (Kučajske planine) im Osten zum Morava Fluss im Westen ab und ist durchzogen von den Flussläufen der Crnica und Grza. Paraćin wird erstmals im 14. Jahrhundert schriftlich erwähnt. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts begann die Industrialisierung in diesem Ort. Es wurden Fabriken für die Herstellung von Wollgewebe, Zement und Glas gegründet. Am rechten Ufer des Grza Flusses, am Ausgang der Čestobrodica Schlucht, befindet sich das Kloster der Heiligen Paraskeva. Die Kirche wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut. Die Kuppelformen über dem Naos und Narthex erinnern an die Kuppel der Kirche in Ljubostinja. Knapp 17 Kilometer von Paraćin in Richtung Zaječar liegt das Naherholungsgebiet Grza. Die Quelle dieses Flusses ebenso wie die zwei nahe liegenden Seen sind herrliche Erholungsorte. Auch das Dorf Krivi Vir, das von Paraćin rund 20 Kilometer in Richtung Zaječar entfernt ist, liegt inmitten einer malerischen Landschaft.

entfernt ist, liegt inmitten einer malerischen Landschaft. UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besichtigung der Resava Höhle
entfernt ist, liegt inmitten einer malerischen Landschaft. UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besichtigung der Resava Höhle

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Besichtigung der Resava Höhle

– Besuch des Klosters Manasija

– Abstecher zum Felsspalt Ivkov ponor

Despotovac ist eine kleine Bergbaustadt etwa 130 Kilome- ter südlich von Belgrad. Durch das Kloster Manasija, das Kurbad Despotovačka Banja, das Museum im Bergwerk

Senj und die Quelle des Resava Flusses mit ihren Wasserfäl- len ist diese Gegend seit jeher bei Touristen beliebt. Das Kloster Manasija war eines der bedeutendsten sakralen und kulturellen Zentren des mittelalterlichen Serbien. Die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit im Kloster Resava, bekannter unter dem Namen Manasija, wurde als Mausoleum des serbischen Herrschers, des Despoten Stefan Lazarević, Sohn des Fürsten Lazar, erbaut. Sein Äußeres erhielt das Kloster Manasija erst im 18. Jahrhun- dert. Die gesamte Klosteranlage wurde in zahlreichen Kriegen oft zerstört. Immerhin ist vom alten Narthex der Boden erhalten geblieben, ein Kunstwerk der Mosaiktech- nik aus weißem, grün-blauem und rotem Marmor, das den prachtvollen Böden der Milutin Kirche in Hilandar ähnelt. An den Wänden ist auch Stefan selbst dargestellt, wie er im glänzenden Gewand Speer und Schwert von den Engeln entgegennimmt. Stefan begründete in Manasija auch eine Schule zur Vervielfältigung von Handschriften, die Resava- Schule. Die Fresken des Klosters Manasija zählen zu den schönsten Werken des serbischen Mittelalters.

Gebirge, dessen höchster Gipfel 1339 emporragt, trennt die Region Resava von Homolje. Die Karstlandschaft bedingte die Entstehung von Dolinen (Karsttrich- ter), Karstschloten, Uvalas (Senken) und Höhlen. Die zentrale Ho- chebene ist kahl, doch die

Das Beljanica

Meter

Stefan Nemanja

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Hänge sind mit Buchen- und Eichenwäldern bewachsen, die manchmal fast urwaldähnlichen Charakter haben. Im Schatten der großen Bäume wachsen vor allem Steinpilze. Es gibt zahlreiche Hirtenhütten, aber keine dauerhaft be- wohnten Siedlungen. Mitten im Beljanica Gebirges, knapp zehn Kilometer östlich von Manasija, befindet sich die Re- sava Höhle (Resavska pećina). Der Eingang wurde erst 1962 entdeckt, da sich der Eingang hinter dichtem Bewuchs verbarg. Die Höhle hat drei Etagen und ist insgesamt 2830 Meter lang. Für die Besucher sind die oberen zwei Niveaus geöffnet mit einem 800 Meter langen Touristikweg, während durch die unterste Etage ein unterirdischer Fluss fließt. In der Höhle herrscht immer die gleiche Temperatur – 14 Grad Celsius. Unter der Gebirgsspitze Sokolica entspringt aus dem Felsen das Flüsschen Veliko vrelo, das bereits nach kurzem Lauf einen malerischen Wasserfall – einen der größten in Serbien - bildet. Das hinab stürzenden Wasser hat im Lauf der Zeit eine große Aushöhlung im Karstboden geschaffen. Die größte Felsspalte in Serbien ist die 156 Meter lange Ivkov ponor. Diese Gegend ist auch unter Jägern gut bekannt. Das Jag- drevier Južni Kučaj erstreckt sich auf dem Territorium von Despotovac und Paraćin. Am häufigsten werden Hirsche, Rehen, Wildschweine und Hasen gejagt. Fuchs, Luchs, Fischotter, Wildtaube, Wanderfalke, Kaiser- und Steinadler sind hingegen geschützt. Den Jägern stehen vier gemütli- che Jagdhütten direkt im Revier zur Verfügung.

gemütli- che Jagdhütten direkt im Revier zur Verfügung. DAS RESERVAT VITANOVAČA Die Resava entspringt in 1100

DAS RESERVAT VITANOVAČA

direkt im Revier zur Verfügung. DAS RESERVAT VITANOVAČA Die Resava entspringt in 1100 Meter Höhe im
direkt im Revier zur Verfügung. DAS RESERVAT VITANOVAČA Die Resava entspringt in 1100 Meter Höhe im
direkt im Revier zur Verfügung. DAS RESERVAT VITANOVAČA Die Resava entspringt in 1100 Meter Höhe im

Die Resava entspringt in 1100 Meter Höhe im Kučaj Gebirge und mündet nach 65 km in die Morava. Am Oberlauf der Resava befindet sich das Reservat Vitanovača. Im etwa 38 Hektar großen Schutzge- biet wachsen riesige Buchen.

38 Hektar großen Schutzge- biet wachsen riesige Buchen. Tourismusorganisation der Gemeinde Paraćin Kralja Petra I

Tourismusorganisation der Gemeinde Paraćin Kralja Petra I 13, 35250 Paraćin Tel: +381 35 565 814 E-Mail: turizmparacin@open.telekom.rs www.paracinturizam.com

Tourismusorganisation der Gemeinde Despotovac Cerska 3, 35213 Despotovac Tel: +381 35 613 672 E-Mail: turistorgds@open.telekom.rs www.resava-tourism.rs

37. SMEDEREVO, SMEDEREVSKA PALANKA, VELIKA PLANA

Weinlese volle

DIE FESTUNG
DIE FESTUNG

Von Belgrad gelangt man über Grocka nach 46 Kilometern zu einer Stadt direkt an der Donau – Smederevo. Smederevo ging vor allem deswegen in die serbische Geschichte ein, weil seine Gründung mit dem Beginn der dreieinhalb Jahrhunderte währenden Besatzung Serbiens durch die Türken einher ging. Die Festung von Smederevo, ein monumentales Bauwerk des serbischen Mittel- alters, prägt auch heute das Stadtbild. Die Länge der alten Schutzwälle betragen zur Donau hin 550 Meter, zur Jezava 400 und zum Land hin 502 Meter. Die 25 mächtigen Türme, sechs in der Kleinen Stadt (Mali grad) und neunzehn in der Großen (Veliki grad), waren entlang der Mauern verteilt. In der Großen Stadt gab es auch eine Kirche, deren Grundmauern erst Anfang der 1980er Jahre entdeckt wurden. Die Kirche des Heiligen Georgs in Smederevo, die im Zeitraum zwischen 1851 und 1855 erbaut wurde, ist die erste aus einer ganzen Reihe, die der Baumeister An- drej Damjanov aus Veles errichtete. Damjanov sollte die Kirche nach dem Vorbild von Manasija bauen, daher schuf er hier eine fünfkuppelige Kirche, eine Kombination aus einer Basilika und einer Kirche mit kreuzförmiger Grundlage. Über dem Narthex erhebt sich ein hoher monumentaler barock-klassizistischer Glockenturm. Für Smederevo hatte diese Kirche auch deshalb eine große Bedeutung, weil mit ihrer Errich- tung die Urbanisierung des zentralen Stadtbereichs begann. Im Nordbereich des Stadtplatzes befindet sich das Gebäude des Kreisgerichts, das im Zeitraum von 1886 bis 1888 nach dem Projekt von Aleksandar Bugarski entstand. Das Bauwerk wurde im Stil des Akademis- mus des 19. Jahrhunderts mit plastischen Dekorationen ausgeführt, die stilistische Merkmale der Neurenais- sance aufweisen. Aus dem 20. Jh stammen das Gymna- siumsgebäude und das Gebäude der Gerichtskammer,

Das Wahrzeichen von Smederevo ist seine mächtige Festung, die sich auf 11 Hektar erstreckt. Sie wurde während der Herrschaft von Đurađ Branković direkt an der Mündung des Jezava Flusses in die Donau errichtet. In nur zwei Jahren nach Baubeginn (1428) entstand die Residenz, ein befestigter Hof, auch als „Kleine Stadt“ (Mali grad) bekannt. Die dreieckige Form der Stadt nach dem Vorbild von Konstantinopel ist durch das Gelände bedingt. Die Arbeiten leitete der Bruder der Herrscherin Irina. Sofort darauf begannen auch die Arbeiten an der Großen Stadt (Veliki grad), die größtenteils 1439 fertig gestellt wurde. 1459 nahmen die Türken die Festung ein. Dieses Da- tum bedeutete auch das Ende des serbisch- en mittelalterlichen Staates und den Beginn einer mehrere Jahrhunderte langen türkischen Be- satzung.

r Lebensfreude

r Lebensfreude BELGRAD 37. letzteres ist ein Werk von Pera Popović. Auf dem Dach- gesims des
BELGRAD 37.
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letzteres ist ein Werk von Pera Popović. Auf dem Dach- gesims des Bauwerks über dem Haupteingang befinden sich drei Statuen, Personifizierungen des Rechts, der Ordnung, Wissenschaft und Kultur. Empfehlenswert ist auch ein Besuch der Sommerresidenz der Obrenović und der Villa Zlatni breg (Goldhügel) auf dem Berg Plavi- nac mit seinen Weingärten. Smederevo ist heute Sitz der Region Podunavlje. Diese Stadt ist für ihre Weinanbaugebiete bekannt. Die Weinreben, die an den Hängen an der Donau ange- baut werden, brachte der römische Imperator Probus im dritten Jahrhundert in diese Gegend. Jedes Jahr im September wird der“Smederevska jesen” (Smederevoer Herbst) organisiert, eine der Weinlese und dem Wein ge- widmete festliche Veranstaltung. Zur Erinnerung an den namhaften Schriftsteller von Komödien und Satiren, Branislav Nušić, der ein Teil seines Lebens in Smederevo verbrachte, finden jeden April die Nušić Tage (Nušićevi dani) statt, ein Wettbewerb verschiedener Schauspiel- truppen. Das einstige Bela Crkva, heute Smederevska Palanka, liegt von Belgrad 80 Kilometer und von Smederevo knapp 30 Kilometer entfernt. Es hatte in seiner Ge- schichte verschiedene Namen – u.a. Bink Palanka, Jeni Palanka, Velika Palanka, Hasan-pašina Palanka. Diese Gemeinde an der Mündung der Kubršnica in die Jasenica ist für den Industriebetrieb „Goša“, Hersteller von Wagons, Brücken und anderen Stahlkonstruk- tionen bekannt. Smederevska Palanka ist reich an Thermal- und Min- eralwasserquellen. Die Ortsbewohner, aber auch ihre Gäste suchen im Sommer gerne den nahe gelegenen See Kudreč auf. Die Kirche der Heiligen Verklärung in Palanka wurde im Zeitraum 1865–1890 erbaut. Anfang des 20. Jahrhun- derts bemalte der serbische Maler des Romantismus,

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Die Weinlese in Smederevo

– Wanderung durch das Ausflugsgebiet Jugovo

– Besichtigung der Holzkirche Pokajnica

Tourismusorganisation der Stadt Smederevo Omladinska 1, 11300 Smederevo Tel: +381 26 222 952, 614 726 E-Mail: turizam@open.telekom.rs www.toosd.com, www.tvrdjava.com

Touristisches Informationszentrum Smederevo Kralja Petra I br. 8 Tel: +381 26 615 666 E-Mail: infocentarsd@open.telekom.rs

Tourismusorganisation der Gemeinde Smederevska Palanka Prvog Srpskog ustanka 2/6, 11420 Smederevska Palanka Tel: +381 26 322 982 E-Mail: oto@verat.net, turizamsmpalanka@open. telekom.rs

Zentrum für Tourismus und Sport Velika Plana Nikole Pašića bb, 11320 Velika Plana Tel: +381 26 521 131, 514 538, Fax: +381 26 521 363 E-Mail: tscvpla@open.telekom.rs www.velikaplana.org.rs

Steva Todorović, mit den Malern seiner Schule diese Kirche und schuf den Ikonostas. Nur 15 Meter unterhalb der Kirche befindet sich auch eine alte Steinbrücke, die davon zeugt, dass hier seinerzeit die Straße nach Konstantinopel führte. Die älteste urbane Einheit ist Stara čaršija (das alte Handelsviertel), in der Karađorđeva Straße zwischen der Kirche und der Steinbrücke. Unweit des Stadtzentrums, in der Straße Kralja Petra befindet sich auch die Kirche der Heiligen Paraskeva. Einst galt Velika Plana als das größte Dorf in Serbien. Es liegt 10 Kilometer von Smederevska Palanka entfernt, direkt an der Autobahn Belgrad–Niš. In unmittelbarer Nähe von Velika Plana, sechs Kilometer südwestlich, im Dorf Koporin, steht das gleichnamige Kloster mit einer dem heiligen Stefan gewidmeten Kirche. Abgeschirmt von den Straßen, ist es mit dem Herrscher Stefan Lazarević auch durch sein Portrait und den Insig- nien des Herschers verbunden. Die Holzkirche mit dem symbolischen Namen – Poka- jnica (Büßerin) befindet sich ebenfalls nahe Velika Plana. Mit diesem Ort ist ein tragisches historisches Ereignis verknüpft: Im Wald, in dem heute die Kirche steht, tötete Vujica Vuličević 1817 seinen besten Freund Karađorđe. Es heißt, dass er zum Zeichen der Buße noch im darauf folgenden Jahr eine Kirche an der Stelle erbauen ließ, an der er gerastet hatte, als er die Kleidung, Waffen und Aus- zeichnungen des getöteten Freundes fortgeschafft hatte. Holzkirchen sind in Serbien oft verbunden mit dem Aus- druck des Schuldgefühls des Dorfmilieus. Ihre Eichenhol- zkonstruktion kann auseinandergebaut und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden.

3 8. POŽAREVAC, KOSTOLAC, MALO CRNIĆE, PETROVAC

Die Spuren des Römisc

KOSTOLAC, MALO CRNIĆE, PETROVAC Die Spuren des Römisc UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besuch des Museums von Milena
KOSTOLAC, MALO CRNIĆE, PETROVAC Die Spuren des Römisc UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besuch des Museums von Milena
KOSTOLAC, MALO CRNIĆE, PETROVAC Die Spuren des Römisc UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besuch des Museums von Milena

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Besuch des Museums von Milena Pavlović-Barili

– Kauf von Schmuckfundstücken in Viminacium

– Besuch des Gestüts Ljubičevo

in Viminacium – Besuch des Gestüts Ljubičevo Požarevac wurde zum ersten Mal einer Urkunde des Fürsten

Požarevac wurde zum ersten Mal einer Urkunde des Fürsten Lazar als Dorf Puporače erwähnt. Diese Stadt ist als Zentrum des Bezirks Braničevo von Veliko Gradište im Osten, Malo Crniće und Žabari im Süden, Smederevo im Westen und von am gegenüberliegenden Donauufer im Norden den Gemeinden Kovin und Bela Crkva umgeben. Požarevac ist mit dem Zug, über die Eisenbahnstrecke Bel- grad–Bor–Zaječar erreichbar. In dieser Gegend gibt es auch den Sportflugplatz Ljubiša Veličković in Kostolac. Im Jahr 1888 wurde in Požarevac das Verwaltungs- und Gerichtsgebäude im Stil des Akademismus erbaut und galt es lange als das größte Verwaltungsgebäude in Serbien. Die Kathedrale (Saborna crkva) im Ortszentrum wurde 1819 als einschiffiges neoklassizistisches Bauwerk errichtet, der Ikonostas wurde 1870 von Nikola Marković bemalt. Unmit- telbar neben ihr befindet sich auch das 1895 gegründete Volksmuseum. Es war eins der ersten Museen in Serbien. Heute besitzt es eine wertvolle archäologische, historische, ethnografische und künstlerische Sammlung. Zudem ist die archäologische Sammlung der nahe gelegenen antiken Stadt Viminacium hier ausgestellt. Im Rahmen des Museums gibt es die Galerie von Milena Pavlović-Barili, die im Geburtshaus dieser Malerin unterge- bracht ist. Dort wird ihr gesamter künstlerischer Nachlass aufbewahrt, der rund 600 Bilder, Zeichnungen, Aquarelle enthält. Im Theater von Požarevac (Požarevačko pozorište) wurde 1842 auf dem Balkan die Uraufführung von Romeo und Julia von Shakespeare gezeigt. Der Ethno-Park Tulba ist einer von zahlreichen und typ- ischen Ethno-Parks in Serbien. Er besteht aus einem Hof mit Nebengebäuden, einem Ziehbrunnen, Holzhütten und Häusern aus den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts. Fürst Miloš Obrenović ließ hier für sich und seine Frau ein Ferienhaus bauen, in dem später (1853) das erste größe Pfer- degestüt in Serbien angelegt wurde, das den Namen nach Miloš´s Frau Ljubica, Ljubičevo, erhielt. Die Gegend um Požarevac bieten hervorragende Vorausset- zungen für den Tourismus. Dieses waldarme Gebiet hat einen regionalen Naturpark Plugovo, weitere Naturden- kmäler in Dragovac und Ljubičevo und Landschaften mit besonderen Natureigenschaften – Krivaja, Rastova kosa und Rastovača. Etwa 11 Kilometer nördlich von Požarevac, nahe der Münd- ung des Flusses Mlava in die Donau, liegt Kostolac. Auf den Feldern des Alten Kostolac (Stari Kostolac) befinden sich die Überreste der großen römischen Stadt Viminacium. Es handelt sich um eine Militärfestung, die die Hauptstadt der Provinz Moesien (Moesia) war. Ursprünglich als Militärlager der VII. Römischen Legion errichtet, hat sich Viminatium wegen seiner günstigen geografischen Lage schnell weit- erentwickelt. Während der Herrschaft von Kaiser Hadrian erhielt es den Status einer Stadt und seit 239 auch den Status einer Kolonie und das Recht, Münzen zu prägen. Hier war auch der Sitz des Provinzvorstehers und der Hafen der römischen Donauflotte. Bei den bisherigen archäologischen Ausgrabungen wurden rund 14.000 Gräber in den Nekropo- len dieser römischen Metropole entdeckt. Mehrere Gra- banlagen enthalten mit Wand- und Deckenmalerei gesch-

hen Reiches

BELGRAD 38.
BELGRAD
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mückte Gräber und Sarkophage. Einzelne Funde von Gold- und Silberschmuckstücken sind sehr außergewöhnliche Exemplare, die sich von allen bislang bekannten unter scheiden. Bei den neusten archäologischen Ausgrabungen in Viminacium wurden zwei Aquädukte freigelegt, über die Wasser aus 9 Kilometer Entfernung in die Stadt befördert wurde und über die 30.000 Einwohner versorgt wurden. Vimina- cium ist eine der wenigen Provinzhauptstädte, viel- leicht auch die einzige im ganzen Römischen Reich, auf deren Über- resten später nicht eine große Siedlung errichtet worden ist wie es bei Niš, Belgrad oder Thes- saloniki der Fall ist. Bei Viminacium befinden sich auch Margum, eine Fundstätte aus prähisto- rischer Zeit, das römisches Kastell Rukumija und Malinac aus der prähisto-

rischer und Bronzezeit. Bei Kličevac wurde die sehr bekannte Figur der“Großen Mutter” (Kličevac-Idol) aus der Bronzezeit entdeckt.

Nahe Kostolac liegt Iba, ein wichtiger Rastplatz für Zugvögeln bei ihrem Flug nach Süden (besonders die Flussinseln Žilova ada, Stojkova ada).

12 Kilometer von Požarevac entfernt befindet sich der Ort Malo Crniće. Es ist bekannt für seine wunderschönen und

waldreichen Landschaften, durch die zahlreiche Wasserläufe führen, sowie für das Festival der Dorf-Laienschauspiel Serbiens, das im Mai und der ersten Junihälfte stattfindet.

Im Tal des Flusses Mlava liegt Petrovac na Mlavi, in dessen Umgebung sich zwei mittelalterliche Denkmäler befinden, die auch heute noch für Serbien sehr bedeutend sind.

Kilometer von Petrovac entfernt befindet sich ein Kloster mit der Kirche Mariä Himmelfahrt, zwei Herbergen sowie

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Überreste einer Höhlenkapelle und Mauern einer alten Festung. Im Volksglauben ist das Kloster das Werk von Kaiser Milutin, der es 1257 erbauen ließ. Die mittelalterliche Stadt Ždrelo liegt 14 km von Petrovac na Mlavi entfernt. Es hat mehrere Grabplatten mit Inschriften aus dem 14. und 15. Jahrhundert.

Tourismusorganisation Požarevac Veljka Dugoševića 25, 12000 Požarevac Tel: +381 12 221 941, 542 277 E-Mail: topozarevac@open.telekom.rs, topo- zarevac@gmail.com www.topozarevac.rs

Touristisches Informationszentrum Požarevac Drinska 1, 12000 Požarevac Tel: +381 12 544 155, 221 941, 542 277 E-Mail: toptic@open.telekom.rs, topozare- vacinfo@gmail.com

Tourismusorganisation der Gemeinde Malo Crniće Ulica Glavna 80, 12311 Malo Crniće Tel: +381 12 280 164 E-Mail: turisticka@malocrnice.org, of- fice@toomc.org www.toomc.org

Tourismusorganisation der Gemeinde Petrovac na Mlavi Srpskih vladara 165, 12300 Petrovac Tel: +381 12 326 343 E-Mail: topetrovacnamlavi@gmail. com www.topetrovacnamlavi.rs

topetrovacnamlavi@gmail. com www.topetrovacnamlavi.rs STIG Der Landstrich Stig hat seinen eigenen Heiligen
STIG

STIG

Der Landstrich Stig hat seinen eigenen Heiligen Berg. Davon zeugt die Legende im Gedicht Gott bleibt nieman- dem schuldig. Um zwischen dem Bruder und seiner Schwester Zwietracht zu stiften, schreibt dessen Frau ihrer Schwägerin ein schreckliches Verbrechen zu und treibt ihren Ehemann zur brutalen Rache an seiner Schwester an. Doch dort, wo der Körper der unglücklichen jungen Frau zu Boden fiel, sprossen Gotteshäuser empor. De- shalb liegen mehrere mittelalterliche Klöster nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Ihre Namen – Zaova (Schwägerin), Sestroljin (Schwester, Požarevac), Rukumija (Kučevo) und Bradača. Die Klöster Bradača beim Dorf Kule (Türme – der Name weißt auf eine mittelalterliche Festung) und Zaova werden laut Überlieferung mit dem erwähnten Lied und mit der adeligen Familie Radići in Verbindung gebracht. Das Kloster Bradača ist ein Wallfahrtsort und soll Sterilität heilen. Das Kloster der heiligen Paraskeva (Smoljinci) liegt an einem wunder- schönen mit Pappeln umsäumten See.

39. KUČEVO, ŽAGUBICA

Das mit Gold geschmü

39. KUČEVO, ŽAGUBICA Das mit Gold geschmü Tourismusorganisation der Gemeinde Kučevo Svetog Save 114, 12240 Kučevo

Tourismusorganisation der Gemeinde Kučevo Svetog Save 114, 12240 Kučevo Tel: +381 12 850 666 E-Mail: tokucevo@ptt.rs, tokucevo@gmail.com www.tokucevo.org

Tourismusorganisation der Gemeinde Žagubica Maršala Tita 25, 12320 Žagubica Tel: +381 12 7643 657 E-Mail: tozagubica@gmail.com www.tozagubica.rs

Kučevo ist eine sehr alte Siedlung im Nordosten Serbiens, sie ist von Požarevac 42 und von Belgrad 130 Kilometer entfernt. Die dort entdeckten Goldmünzen mit dem Abbild Kaiser Hadrians bezeu- gen die römische Besiedlung des Gebiets im 2. Jhd. Chr. Die Römer unter- hielten in der Gegend Gold-, Silber- und Eisenerzminen und gründeten in der Nähe der Mündung des Kučajska Flusses in den Pek die Stadt Gudus- kum. An der Stelle des römischen Guduskum liegt heute das Städtchen Kučevo mit seinem reichen archäologischen Erbe. Die gastfreundlichen Einwohner pflegen das traditionelle Brauchtum und laden die Besucher ein, dies mit ihnen zu teilen.

In der Umgebung der Gemeinde Kučevo kann der entdeckungsfreud- ige Gast in der vielfach noch unberührten Natur auf zahlreiche Höhlen stoßen. Für die Touristen ist die Höhle Ceremošnja wegen ihrer Größe und Schönheit am interessantesten. Sie ist insgesamt 775 Meter lang und befindet sich in nur 13 Kilometer Entfernung von der Ortschaft. Über 400 Meter der Höhle sind für die Besucher zugänglich. Eine besondere Attrak- tion bietet sich ihnen mit dem über 20 Meter hohen Kuppelsaal „Arena“, eines der schönsten Naturphänomene in Serbien. Am Ende der Höhle findet auch der Bach Strugarski potok, der Vater der Höhle, als kleiner Wasserfall den Ausgang aus dem unterirdischen Labyrinth.

Kučevo veranstaltet jedes Jahr Ende Mai und Anfang Juni das Fest“Ho-

jedes Jahr Ende Mai und Anfang Juni das Fest“Ho- moljski motivi” (Motive des Homolje Gebirges). Diese

moljski motivi” (Motive des Homolje Gebirges). Diese Veranstaltung zur Folklore Ostserbiens wird seit 1968 gepflegt und hat wesentlich dazu beigetragen, die alten Volkslieder und -tänze sowie die überkommenen Bräuche zu bewahren. Auch die die Rezepte der traditionellen Küche und die alten Handwerkskünste konnten so weiterleben. So hat z.B. die Goldwäsche am Pek Fluss ihren festen Platz während des Festes. Für die gesamte Region sind ansonsten Töpferwaren charakteristisch.

Gold wird in dieser Region nicht nur im Fluss Pek gewaschen sondern auch in den drei Minen Blagojev Kamen, Santa Barbara und Grabova reka abgebaut.

Überliefert ist, dass König Aleksandar Karađorđević mit einer technisch noch recht einfachen Vorform des „Bagger“, bei Neresnica rund drei Ton- nen Gold aus dem Fluss Pek gewann. Das Werkzeug, das früher für die Goldwäsche am Pek und seinen Nebenflüssen eingesetzt wurde, hat sich durch die Geschichte hindurch nicht viel verändert. Am einfachsten war es, ein Schafsfell auf den Flussgrund zutauchen, so dass sich das Gold, das

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GOLDWÄSCHE

ckte Land GOLDWÄSCHE Der Pek-Fluss in Kučevo ist in der Region we- gen seines Goldgehaltes bekannt.
ckte Land GOLDWÄSCHE Der Pek-Fluss in Kučevo ist in der Region we- gen seines Goldgehaltes bekannt.

Der Pek-Fluss in Kučevo ist in der Region we- gen seines Goldgehaltes bekannt. Obwohl es Beweise gibt, die das Vorhandensein von Gold bestätigen, beschäftigt sich die lokale Bevölker- ung mehr mit der Landwirtschaft als mit der Goldsuche. Im 19. Jahrhundert kommentierte der Reiseau- tor Sigmund August Heder diese Situation in einem seiner Reiseberichte. Er schrieb, dass die Bevölkerung die Goldwäsche im Fluss Pek nur als Ergänzung zu ihren traditionellen Berufen betreibt. Sie verkaufen ihre Funde in Čuvatima und Vidin. Es is paradox, dass die Goldwäsche in Kučevo nicht mehr betrieben wird, ander- seits glaubt die lokale Bevölkerung das die Gold- wäsche für den Goldwäscher Unglück bringt. Entsprechend einer Legende hat der Herrscher Trajan, getrieben von seiner Sucht im Fluss Pek Gold zu finden, die Đerdap Schlucht durchbro- chen und damit den Pannonischen See ausget- rocknet.

chen und damit den Pannonischen See ausget- rocknet. BELGRAD 39. UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besuchen Sie eine
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UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Besuchen Sie eine der vielen natuerlichen Quellen des Mlava Flusses

– Erforschen Sie die Ceremošnja Hoehle

– Kaufen Sie Keramikgeschirr in Žagubica

schwerer ist als Sand, dort verfing. Nachdem man das Fell aus dem Wasser herausgenommen hatte musste man es nur noch gut „durchschütteln“, um das Gold einsammeln zu können.

In Richtung Majdanpek, etwa 15. Kilometer von Kučevo entfernt, befindet sich „Kraku lu Jordan“, eine interessante archäologische Grabungsstätte aus dem 3. Jahrhundert mit Zeugnissen damaliger Metallurgie.

Žagubica ist etwa 120 Kilometer von Belgrad entfernt. Das schwach besiedelte Gebiet dieser Gemeinde umfasst den oberen Teil des Tals der Mlava und deren Nebenflüsse. Der Fluss bewirkte eine gebirgige Zweiteilung des Gelän- des. Während das Vorgebirge mit dem Becken Žagubička kotlina durchschnittlich nur 300 Meter hoch ist, erreicht der bogenförmige Beckenrand mit den Gebirgen Gornjačke planine und Homoljske planine im Westen, Norden und Nordosten Höhen zwischen 825 und 940 Metern.

Rund 26 Kilometer von Žagubica entfernt, befindet sich, angelehnt an eine Felswand, das Kloster Gornjak. Das Kloster ließ Fürst Lazar mit Hilfe von Mönch Gregorius (Grigorije) zwischen 1378 und 1381 errichten, der hierher aus dem fernen Sinai gekommen war. Die kunstvollen Wand- malereien entstanden 1847. In einer kleinen Kapelle ober- halb der Kirche werden die Gebeine des Mitbegründers des Klosters, des heiligen Gregorius von Sinai, aufbewahrt. In einer kleinen Grotte sind zudem einige Fresken aus dem 14. Jahrhundert zu sehen.

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VELIKO GRADIŠTE, GOLUBAC

Dort, wo die Donau

Veliko Gradište liegt an der Donau, 114 Kilometer flussabwärts von Belgrad. Dort mündet der Pek Fluss in die Donau. Im Hafen von Veliko Gradište legen jedes Jahr zahlreiche Schiffe auf ihrem Weg zwischen dem Schwar- zen Meer und Mitteleuropa an. Wegen seiner Lage war Veliko Gradište schon im 19. Jahrhundert eine wichtige Exportstation. Aus dieser Zeit stammt die Kirche der heiligen Erzengel (1856) auf dem Hauptplatz, der unmit- telbar an der Donau liegt. Direkt neben der Kirche steht auch das Gebäude des hiesigen Gymnasiums aus dem Jahre 1879. An der gegenüberliegenden Seite, in unmit- telbarer Flussnähe, befindet sich das schöne Bauwerk des Stadthauses. Im Park unterhalb dieser Anlage wur- den Denkmäler für die Gefallenen der beiden Weltkriege errichtet. Das ganze Areal dieses Stadtteils heißt stara Gradištanska čaršija (altes Handelsviertel von Gradište). Die Donau erreicht bei Gradište eine Breite von bis zu 2.000 Metern und trägt mit Recht die Bezeichnung „Donau-Meer“. Knapp drei Kilometer von der Stadt entfernt, befindet sich der Silbersee (Srebrno jezero), der bei den Bewohnern und Gästen von Veliko Gradište sehr beliebt ist. Einst ein Nebenarm der Donau ist der See jetzt 14 km lang, 100–300 m breit und 8–9 Meter tief. Zwischen der Donau und Srebrno jezero befindet sich Ostrvo, eine wunderschöne große Flussinsel. Das Erholungsgebiet „Beli bagrem“ („Weiße Akazie“) schließt sich an das Donauufer an und erstreckt sich im Süden bis zur Hauptverkehrsstraße nach Požarevac. Der gesamte Bereich ist mit Akazien bewaldet, sowie von zahlreichen Kanälen, landwirtschaftlichen Anbau- flächen und Wiesen durchzogen. Der Ausflugsort Jaz liegt einen Kilometer flussaufwärts von der Mündung des Pek in die Donau. Er erfüllt alle Wünsche anspruchsvoller Badegäste. Durch den Bau des Wasserkraftwerks Đerdap und die damit verbundene Anhebung des Pegels der Donau ist an der Pek-Mündung eine kleine Bucht entstanden, die schnell zu einem Nist- und Brutplatz für viele Vogelar- ten geworden ist. Vor allem Zugvögel aus Mittel- und

ten geworden ist. Vor allem Zugvögel aus Mittel- und RAM Die mittelalterliche Festung Ram liegt flussabwärts
RAM
RAM

Die mittelalterliche Festung Ram liegt flussabwärts vom Dorf Ram und etwa 15 Kilometer flussaufwärts von Veliko Gradište. Ram ließ der Herrscher Bajazit II. 1483 errichten, unmittelbar nach der Anlegung der Stadt Kulič. Heute ist die Festung als Kulturden- kmal in der Kategorie archäologischer Ausgrabun- gen geschützt. Die Festung besuchen jährlich rund 5000 Touristen, die das Bauwerk bewundern und den Ausblick genießen, der sich von der Festung über die Donau bis auf die Vojvodina bietet.

Nordeuropa, aber auch aus Nordwestafrika kommen im Herbst hierher und erobern gleichzeitig die Flussinsel beim Dorf Ram in der Nähe von Gradište. Vor einigen Jahren identifizierte eine Gruppe internationaler Experten an die- sem Standort rund 25 Vogelarten und schätzte diese auf 136.000 Exemplare. Zur Vogelbeobachtung stehen dem Interessenten Boote zur Verfügung. Ein Eldorado für Jäger ist das Jagdrevier im Sumpfgebiet Ramski rit, das sich auf ca. 18.000 Hektar erstreckt. Rehe, Wildschweine, Hasen, Fasane und Rebhühner bestimmen das Revier. Der Radweg Eurovelo 6 führt von Veliko Gradište entlang der Straße Golubac–Gradište–Zatonje–Ram. Beim Dorf Ram am Donauufer wartet ein Fährboot auf die Rad- fahrer, um sie an das andere Ufer, auf das Territorium der Vojvodina zu bringen. Das Kloster Nimnik, bekannter unter dem Namen Kloster Marijanski, liegt 2 Kilometer vom Dorf Kurjače entfernt und ist der Übertragung der Gebeine des heiligen Vater Nikolaus gewidmet. Das alte Kloster aus dem 14. Jh., war ein Landgut des Klosters Ravanica und sein Stifter soll der Herzog von Fürst Lazar, Bogoslav, gewesen sein. Später wurde es von den Türken bis auf die Grundfesten zerstört

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wie ein Meer ist

und durch Fürst Miloš erneuert. Heute ist hier ein Frauen- kloster. Golubac befindet sich zwar an der Donau, erinnert aber fast ein wenig an eine Küstenstadt. Kein Wunder, ist doch die Donau an dieser Stelle mehr als sechs Kilometer breit. Die Ortschaft liegt an der Hauptverkehrsstraße Belgrad– Kladovo und ist von der Hauptstadt 130 Kilometer ent- fernt. Sie ist nach ihrer Festung – Golubački grad (Golubac- Stadt) bekannt, die auf einer unzugänglichen Felswand über der Donau liegt. Die Burg wurde im 14. Jahrhundert errichtet, um die Flussschifffahrt und auch das Hinterland zu kontrollieren. Ihr Herrscher war Stefan Lazarević. Her- zog Jeremija soll die Festung später für 12.000 Goldmün- zen an die Türken verkauft haben. Sie hat neun Türme, von denen sich der größte auf der höchsten Erhebung befin- det. Die Festung von Golubac steht unter Denkmalschutz und ist zum „Kulturgut von außerordentlicher Bedeutung“ erklärt worden. Bei Golubac beginnt der Nationalpark Đerdap sowie das Naturreservat „Golubački grad“ mit seiner charakteristisches Flora aus Fliedersträuchen, Orientalischen Hainbuchen, Eschen, Flaumeichen und Rotbuchen sowie einer artenreichen Fauna. Golubac ist für Touristen das ganze Jahr über außeror- dentlich interessant. Im Januar findet die Schakaljagd statt, im Februar das Jägertreffen mit dem Wolf, im Mai die Zander-Tage auf der Festung und Ende Juni eine Hundeausstellung und ein Ethno-Festival. Im Juli gibt es verschiedene Events im Rahmen der Veranstaltung

Juli gibt es verschiedene Events im Rahmen der Veranstaltung UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Spaziergang durch das alte
Juli gibt es verschiedene Events im Rahmen der Veranstaltung UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Spaziergang durch das alte

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Spaziergang durch das alte Geschäftsviertel in Gradište

– Segeln auf der Donau beim Dorf Zatonja nahe Gradište

– eine Portion Zander in der Umgebung von Golubac

Donau-Messe – der Schatz Serbiens, dann folgen Wet- tkämpfe im Fischsuppenkochen „Golubački kotlić“, ein Ethno-Treffen, eine Kajak-Regatta und die Landesmeis- terschaft für Segelboote. Zu Mariä Himmelfahrt findet in Golubac ein Folklore-Treffen statt und Ende September das Cross Country Pferderennen von Golubački grad bis zum Kloster Tuman. Für Wassersportfreunde gibt es auch die Meisterschaft im Beachvolleyball.

gibt es auch die Meisterschaft im Beachvolleyball. Tourismusorganisation der Gemeinde Veliko Gradište Vojvode

Tourismusorganisation der Gemeinde Veliko Gradište Vojvode Putnika 2, 12220 Veliko Gradište Tel/Fax: +381 12 663 179 E-Mail: info@tovg.org www.tovg.org

Tourismusorganisation der Gemeinde Golubac Gorana Tošića-Mačka 1, 12223 Golubac Tel: +381 12 638 614 E-Mail: togolubac01@gmail.com www.golubac.rs

Gemeinde Golubac Gorana Tošića-Mačka 1, 12223 Golubac Tel: +381 12 638 614 E-Mail: togolubac01@gmail.com www.golubac.rs

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DONJI MILANOVAC, MAJDANPEK, KLADOVO

Die Schönheiten des

DONJI MILANOVAC, MAJDANPEK, KLADOVO Die Schönheiten des UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besichtigung der Trajanstafel
DONJI MILANOVAC, MAJDANPEK, KLADOVO Die Schönheiten des UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besichtigung der Trajanstafel
DONJI MILANOVAC, MAJDANPEK, KLADOVO Die Schönheiten des UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besichtigung der Trajanstafel

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Besichtigung der Trajanstafel an der Donau

– Kauf der fischähnlichen Figuren in Lepenski vir

– Mittagessen im alten Dorf Manastirica

Die Bergbaustadt Majdanpek am Fuße des nördlichen Ausläufers des Kučaj Gebirges ist besser bekannt durch den Tagebau als durch ihre kulturellen Sehenswürdig- keiten. Immehin ist die Bergbautradition hier rund 7.000 Jahre alt. Das etwa 192 km von Belgrad Städtchen fällt durch seine dichte Hochhausarchitektur auf – da es in einem schmalen und kurzen Talkessel, eingezwängt von steilen Bergen, angelegt wurde, konnte man es später nur in die Höhe ausgebauen. Die Donau macht während ihres Laufes durch diese Ge- meinde eine große, scharfe Biegung, dabei formt sie das Becken von Donji Milanovac, in der dem sich gleichnami- ge Stadt befindet. Hier ist die Donau etwa 1.800 m breit, ihr Wasserpegel unterliegt wenig Schwankungen und es gibt kaum Strömung, so dass sehr gute Möglichkeiten für Bootsfahrten und Wassersport gegeben sind. Donji Milanovac ist nach dem Bau des Wasserkraftwerks Đerdap I entstanden, wobei seine im Stausee versunkene Vorgängersiedlung Stari Milanovac (Alt Milanovac) auf ein künstlich angelegtes Plateau verlegt wurden. Hier ist auch das Zentrum des Nationalparks des Eisernen Tores. Die Region des „Eisernen Tors“ zählt zum schönsten

Abschnitt im gesamten Donauverlauf. Steile Felswände erheben sich bis zu 300 Meter über die Donau und das Flussbett ist nur 150–170 m breit. In der Schlucht Veliki kazan (Großer Kessel) gibt es sehr tiefe Stellen (bis 71 m), deren Grund sogar unterhalb des Meeresspiegels liegt. Oberhalb dieses Taldurchbruchs befindet sich der wun- derschöne Aussichtspunkt Ploče, der mit einem Wander- weg und einem Picknickplatz für Besucher ausgestattet wurde. Die archäologische Fundstätte Lepenski vir, etwas ober- halb von Donji Milanovac, stammt aus dem Zeitraum zwischen 6500 und 4500 Jahre v. Chr. und ist somit eines der ältesten Zeugnisse europäischer Siedlungsge- schichte. Beim Bau des Wasserkraftwerks Đerdap wurde die archäologische Fundstätte freigelegt und auf eine höher gelegene Stelle verlagert. Im neuen Besucherzen- trum und auf dem überdachten Gebiet der Wohnanlage bekommt man einen faszinierenden Eindruck davon, wie die Menschen hier in prähistorischer Zeit lebten.

In der Nähe von Majdanpek gibt es 110 Höhlen und Grot- ten. Eine der schönsten ist sicherlich die Rajkova pećina (Rajko´s Höhle), zweieinhalb Kilometer von der Stadt entfernt, sie ist für Besucher täglich geöffnet. Im Flusstal des Poreč Flusses, an der Straße Donji Mila- novac–Klokočevac–Rudna glava, befindet sich Miloševa kula. Sieben Kilometer von Rudna glava entfernt stößt man auf die Überreste einer Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert. Im selben Tal ist auch die Ausgrabungsstätte Okno, in der die Überreste eines prähistorischen Berg- werks gefunden worden, vermutlich aus einer Übergang- sepoche von der älteren zur jüngeren Vinča-Kultur. Am Fuße des Miroč Gebirges sollte man auf alle Fälle das Dorf Miroč besuchen, das harmonisch im traditionellem Stil angelegt und erhalten ist. Hier sind auch die Höhle Gradašica und eine Großzahl von Dolinen (Karsttrichter), Uvalas (Senken), Karstschloten und Schlucklöchern. Seh- enswert ist auch die Ruine der monumentalen römischen Festung Gerutalis. Die einzige asphaltierte Panoramastraße im Nationalpark Đerdap führt von Donji Milanovac über Oman nach Ma- jdanpek – die Route führt damit durch einen der schön- sten Teile dieses Parks. Neben der Asphaltstraße führt ein Netz von Wanderwegen (so genannte Gesundheitspfade) durch den Park und einige seiner Naturreservate. Auch bei Kladovo (243 km von Belgrad) ist die Donau noch weit und glatt wie ein kleines Meer. Die serbische Region des Eisernen Tor endet in dieser Gemeinde. Am Ende der Flussenge Mali kazan (Kleiner Kessel), fließt die Donau in das 16 km lange Orsova Becken, auf das die letzte Schlucht folgt - die nur 6,5 km lange Sip-Schlucht. Das kleine Zentrum von Kladovo ist historisch erhalten und schmiegt sich an das Donauufer an. Viele Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Einen guten Überblick über die Geschichte der Region und den Fluss (z.B. auch Stau- dammbau) gibt das Archäologische Museum Đerdap. Kladovo hat auch über einen schönen 900 Meter langen Strand, der über die Promenade zu erreichen ist. Am linken Donauufer, unmittelbar vor Orsova - dem

Eisernen Tores

BELGRAD 41.
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einstigen römischen Dierne - an der Mündung des Flusses Mrakonije in die Donau wurde ein monumentales Porträt des Dakerkönigs Decebalus in den Fels gemeißelt. Abgesehen vom historischen Bezug ist das Werk selbst nicht besonders alt - es wurde in Ende der 80.er/ Anfang der 90.er Jahre von einem rumänischen Unternehmer in Auftrag gegeben. Die westlichste Siedlung innerhalb der Gemeinde Klaovo ist Tekija. Es liegt oberhalb des überfluteten Stara Tekija (Alt Tekija) am Ausgang des Kessels und ist ein typisches Fischerdorf. Hier findet z.B. die Fischerveranstaltung Zlatna bućka (Goldenes Wallerholz) statt – dabei wird gezeigt wie der traditionelle Welsfang mit dem Waller- holz durchgeführt wird. Die Trajans-Tafel, die der römische Feldherr Trajan anbrin- gen ließ, um den erfolgreichen Straßenbau an diesem Donauabschnitt im Jahr 100 n. Chr. zu dokumentieren, ist heute leider nur vom Wasser aus möglich. Das Kulturden- kmal wurde anlässlich des Staudammbaus etwas höher verlegt und befindet sich unterhalb der Hauptverkeh- rsstraße. Die Trajan-Brücke, vier Kilometer flussabwärts von Kladovo, beim Dorf Kostol, wurde in den Jahren 103 bis 105 von dem berühmten Baumeister Apolodor Pontes errichtet. Bis heute sind einige der alten Brückenpfeiler dieses monumentalen Baukunstwerkes der römischen Epoche erhalten geblieben. Die Ruine der römisch-byzantinischen Festung Diana von 2. Jh. n. Chr. liegt auf einer Erhebung direkt über dem Donauufer und zeugt von einer der größten Befestigun- gen dieser Zeit. In der Gemeinde von Kladovo ist in vier Dörfern noch teilweise die traditionelle Dorfarchitektur erhalten gebli- eben. Auch die Sitten und Gebräuche sowie die nationale Küche dieser Region kann man hier noch miterleben.

FISCHÄHNLICHE FIGUREN
FISCHÄHNLICHE FIGUREN

In der prähistorischen Fundstätte Lepenski vir wurden unter anderem merkwürdige fischähn- liche Steinfiguren entdeckt, die keinen direkten Alltagsbezug zeigen, aber offensichtlich mit dem Kultus der damaligen Bevölkerung in Zusammen- hang stehen. Die kunstvoll gestalteten Figürchen, so wie viele andere Funde der Ausgrabungsstätte zeugen davon, dass die Bewohner in Lepenski vir sich bereits zu einer sesshaften und kulturell fort- geschrittenen Gemeinschaft entwickelt hatten.

Tourismusorganisation der Gemeinde Majdanpek Kralja Petra I bb, 19220 Donji Milanovac Tel: +381 30 590 184, 596 184, 596 185, Fax: +381 30 590 184 E-Mail: office@toom.rs www.toom.rs

Touristisches Informationszentrum Donji Milanovac Kralja Petra I bb Tel: +381 30 591 400 E-Mail: tic@toom.rs, rajkova.pecina@toom.rs

Tourismusorganisation der Gemeinde Kladovo Dunavska 16a, 19320 Kladovo Tel: +381 19 801 690 E-Mail: tookladovo@gmail.com www.kladovo.rs

Touristisches Informationszentrum Kladovo Tel: +381 19 801 773

19 801 690 E-Mail: tookladovo@gmail.com www.kladovo.rs Touristisches Informationszentrum Kladovo Tel: +381 19 801 773
19 801 690 E-Mail: tookladovo@gmail.com www.kladovo.rs Touristisches Informationszentrum Kladovo Tel: +381 19 801 773

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BOR, NEGOTIN

Oase der Ruhe und Re

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Verkostung der Weinsorte Tamjanika in Bukovo – Wanderung durch die Tore von
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
– Verkostung der Weinsorte Tamjanika in Bukovo
– Wanderung durch die Tore von Vratna
– Besichtigung der Lazareva Höhle

Bor liegt im Zentrum Ostserbiens, 230 Kilometer von Bel- grad entfernt. Als Siedlung wird es zum ersten Mal im 18. Jahrhundert erwähnt. Es ist von hohen Gebirgen umge- ben (Stol 1165 m, Veliki krš 1148 m und Crni vrh 1043 m). Mehrere archäologische Fundstätten der Umgebung weisen auf menschliche Bewohner in der Bronzezeit hin, doch die erste wirkliche Siedlung stammt aus der Zeit der Römer.

Nach der Befreiung von den Türken beauftragte Fürst Miloš Obrenović Baron Herder, die Bodenschätze Serbiens zu erforschen. Der Baron entdeckte in Brestovica nahe Bor heilkräftiges Mineralwasser und in Bor sogar Erz- vorkommen. Fürst Miloš ließ in der Nähe der Heilquelle eine Herberge errichten, die Einrichtung eines Berg- werkes wurde jedoch erst im 20 Jh. durch Đorđe Vajfert, einem der reichsten Männer des damaligen Serbiens, in die Tat umgesetzt. In Bor hatte Vajfert das Glück auf eine der größten Kupferminen Europas zu stoßen.

In der Gemeinde Bor befindet sich auch die Lazareva Höh-

le. Sie wurde durch den Fluss Lazareva reka geschaffen, dessen Quelle sich direkt am Höhleneingang befindet. In der Bronzezeit muss es hier eine Art prähistorischer Werkstatt zur Herstellung von Metallgegenständen gegeben haben: 5.000 Jahre alte Meißel, Ahlen, Messer, Äxte und Schmuckgegenstände wurden unweit der Höhle entdeckt. In dem Flüsschen lebt eine sehr seltene endemische Art von Lebenwesen – der Gottenmolch oder Menschenfisch. Die Höhle ist seit 1953 für Touristen geöff- net. Eine weitere Höhle (Vernjikica) ist etwa 1 km entfernt. 1953 wurde 16 Kilometer von Bor entfernt, am Fuße des Gebirges Crni vrh, ein Staudamm gebaut. Dabei entstand aus drei kleinen Gebirgsflüssen der Stausee Borsko jezero. Ursprünglich sollte das Wasser aus dem See für den Bedarf der Bergwerke genutzt werden, doch stattdessen entwickelte sich der kristallklare und saubere See bald zum beliebten Bade- und Erholungsort. Heute gibt es hier einen Campingplatz, Restaurants und Cafés. Negotin liegt 138 Kilometer von Belgrad, es ist das Zentrum der Negotinska Krajina im Länderdreieck Ser- bien, Rumänien und Bulgarien. Das historische Zentrum

BELGRAD 42.
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inheit der Natur

MOKRANJAC
MOKRANJAC

Stevan Stojanović Mokranjac, ein Bürger von Negotin und für viele Serben einer der größten Komponisten ihres Landes, widmete seiner Geburtsstadt die Kom- position Četvrta rukovet, den vierten seiner fünfzehn Liederkränze. Die Stadt hat sein Geburtshaus in Ne- gotin in ein Museum verandelt und organisiert jedes Jahr das Festival der Chormusik Mokranjčevi dani.

von Negotin umfasst das alte Handelsviertel, aber auch die Gebäude, Denkmäler, Brunnen und Parkanlage in unmittel- barer Nähe. Zu den denkmalgeschützten Gebäuden gehören das Geburtshaus von Stevan Mokranjac, die Herberge des Fürsten Tonče (das älteste erhaltene Gebäude in Nego- tin; jetzt das Hajduk-Veljko-Museum), die Pädagogische Akademie aus den 19. Jahrhundert sowie die Kathedrale der Heiligen Dreifaltigkeit aus dem 19. Jahrhundert. Bekannt ist auch die im 14. Jahrhundert errichtete Negotiner Festung, genannt Baba Finka. Heute gibt es der Region der Negotinska Krajina rund 1000 Hektar mit Weinbergen. Zu den autochthonen Sorten ge- hören Bagrina, Začinak, Prokupac, Vranac und Smederevka, aber die Rebensorte Tamjanika stammt von hier. Dieser Wein lagert z.B. in den Weinkellern der Landwirtschaftss- chule Bukovo.

Die Negotinske pimnice sind Weindörfer im traditionellen Stil des 18. und 19. Jahrhunderts der für die Dörfern um den Timok Fluss typisch ist. Sie gehören zusammen mit den Grabstätten von Rajac und Rogljevo zum denkmalgeschüt- zen Erbe der Region. Die Höhenlage und die traditionelle Methode des Anbaus, des Rebschnitts und der Verarbeitung haben bei der Weinproduktion gute Ergebnisse gezeitigt. Auch die Weinkeller selbst sind aus reinem Stein gebaut, zum Teil bis zu einem Meter in die Tiefe eingegraben. Die Fässer haben eine Kapazität von bis zu 5.000 Liter. Die

Weinkeller Rajačke pimnice befinden sich beim Rajac. Sie wurden Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut und bilden eine kleine steinerne Weinstadt bilden.

Mehrere serbische historische Filme wurden hier ge- dreht. Bei Rogljevo, Smedovac und Štubik befinden sich weitere Weinkeller, auch das Dorf Tamnič ist für seine Weinkellerei bekannt. Im Spätherbst, wenn der junge Wein gekeltert wird, ist eine der schönsten Zeiten, die- sen Ort zu besuchen. Zu den wichtigsten archäologisch- en Ausgrabungsorten der Krajina gehört die römische Stadt Ad Akvas. Ein Naturphänomen hingegen sind die riesigen steinernen Tore (Veliki Prerast, Mali Prerast und Suvi Prerast) in der Nähe des Klosters Vratna am klaren und zum Angeln geeigneten Gebirgsbach Jabuka. Flüsse und Wälder geben dieser Gegen ihren Reiz, vor allem Stevanske livade (Stevan´s Wiesen) zählt zu den bekanntesten Luftkurorten in Serbien. Der Hügel Badn- jevo nahe Negotin ist ein beliebtes Naherholungsgebiet.

jevo nahe Negotin ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Tourismusorganisation der Gemeinde Bor Moše Pijade 19,

Tourismusorganisation der Gemeinde Bor Moše Pijade 19, 19210 Bor Tel: +381 30 459 020 E-Mail: tobor@ptt.rs, tobor030@open.telekom.rs www.tobor.rs

Tourismusorganisation der Gemeinde Negotin Vojvode Mišića 25, 19300 Negotin Tel: +381 19 547 555 E-Mail: toonegotin@gmail.com www.toon.org.rs

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ZAJEČAR, BOLJEVAC

43. ZAJEČAR, BOLJEVAC Ein Geschenk d Zaječar, eine Stadt an der Mündung des Flusses Crna reka

Ein Geschenk d

Zaječar, eine Stadt an der Mündung des Flusses Crna reka in den Timok, liegt 263 km von Belgrad (über die Fernstraßen E 75 und E 761) und 11 km von der Grenze zu Bulgarien entfernt.

Obwohl es das Zentrum der Timok-Region und die größte Stadt in der Flussebene ist, ist Zaječar jung im Vergleich zu den anderen Ortschaften in der Umgebung. Es wurde 1833 dem Fürstentum Serbien angeschlossen und dank seiner fleißigen Einwohner und der frucht- baren Landschaft, die von Obstgärten und Weinbergen geprägt ist, bald als die reichste Stadt in Serbien nach der Hauptstadt bekannt.

Zaječar ist der Geburtsort von Nikola Pašić und Ljuba Didić, zwei bedeutenden Mitgliedern der ersten großen politischen Partei in Serbien. Hier ist auch Svetozar Marković, Revolutionär und Ideengeber der sozialist- ischen Bewegung auf dem Balkan, geboren. In der Stadt selbst gibt es mehrere sehenswerte Bauten. In der Straße Ljuba Nešić befindet sich die Herberge Radul-begov konak, ein typisches Haus der hiesigen wohlhabenden Familien vom Anfang des 19. Jahrhun- derts. Im Erdgeschoss des Gebäudes werden Souvenirs angeboten, während im Obergeschoss die ständige Sammlung „Stari Zaječar“ (Das alte Zaječar) ausgestellt ist. Die alte türkische Wassermühle, die aus einer früh- eren Epoche stammt, dient heute als ein Restaurant mit traditioneller Küche. Eines der Highlights von Zaječar ist das Volksmuseum. Hier sind die Ausgrabungen von Gamzigrad, insbesondere der Kopf der Statue des Königs Galerius interessant. Beim Streifzug durch die Stadt

fallen die schönen Gebäude des Gymnasiums und der Stadtverwaltung (1911) auf. Auf dem Hauptplatz, der nach Nikola Pašić benannt ist, befinden sich das Denkmal der Gefallenen aus den Kriegen zwischen 1912 und 1918 und ein Werk des Bild- hauers Antun Augustinčić.

In Zaječar finden Veranstaltungen statt wie das bekannte Rockfestival „Gitarijada“, eines der populärsten Musikereignisse in Serbien. Die Markenzeichen der hiesigen Industrie sind vor allem Bier und Kristall. Das Kloster Suvodol beim Dorf Selačka, im Gebirge Manastirska Glama, wird in Über- lieferungen mit Fürst Lazar verbunden. Nach landläufiger Meinung erinnert dieses Kloster an die Anlage von Žiča.

Das Peter-und-Paul-Kloster bei Grlište war eines der Zentren des Aufstandes in Crna Reka. Drei Kilometer von Gamzigrad, Ort eines berühmten römischen Palastes, liegt das Kurbad Gamzigradska Banja mit Thermalquellen und Sportplätzen. In der Nähe befin- det sich auch die Thermal- und Mineralquelle Nikoličevo. Ihr Wasser wird von vielen Nutzern ob seiner heilenden Qualitäten geschätzt, auch wenn die Quelle nicht den Status eines Heilbades hat.

Im Gebiet Zaječars gibt es drei künstliche Seen. Grliško und Sovinac waren für die Bewässerung der hiesigen Felder angelegt worden und wurden später beliebte Naher- holungsgebiete. Der See Rgotsko jezero bildete sich aus dem Grund- und Regenwasser der örtlichen Quarzsand- Gruben. Der See befindet sich beim gleichnamigen Dorf Rgotina, 11 km von Zajecar entfernt.

Boljevac ist eine Gemeinde in der reizvollen Tallandschaft des Flusses Crni Timok, zwischen den Gebirgen Kučaj,

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Besuch des Volksmuseums in Zaječar

– Fotos von Romuliana

– Pflanzenpflücken und Wandern im Rtanj-Gebirge

er reichen Natur

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GAMZIGRAD
GAMZIGRAD

Unweit von Zaječar, im Ort Gamzigrad, befin- den sich die Überreste des frühantiken Festung- spalastes Felix Romuliana. Den Palast benannte der römische Gaius Valerius Maximianus, bekannt als Galerius (übersetzt „Rindhüter“), nach seiner Mutter. Sein Palast Romuliana zählt zu den gran- diosen Werken der römischen Architektur. In der Nähe des Palastes befindet sich auf einer Anhöhe die Grabstätte, wo Kaiser Galerius vermutlich ritu- ell eingeäschert wurde.

Rtanj, Tumba, Slemen und Tupižnica. Für echte Liebhaber der unberührten Natur stellt das Rtanj-Gebirge eine wahre Oase der Gesundheit dar, die immer mehr Freunde gewinnt. Hierher kommen Berg- steiger, Freikletterer, Abenteurer, Jäger und Angler, aber auch Heilkräutersammler.

Vom Rtanj aus sieht man die Gebirge Jastrebac, Malinik, Kučaj und Boljevac. Eine Besonderheit dieses Ortes ist das endemische Rtanj-Veilchen, aus dem der auf dem

Balkan bekannte Rtanj Tee gemacht wird. Es wächst nur in der mittleren Zone des Rtanj-Gebirges und wird im August gepflückt, wenn hier Pflanzensammler aus ganz Europa zusammenkommen. An einem Hang liegt die Kirche Lozica aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Erwähnenswert sind auch das Kloster Lapušnja (1501) sowie die Kirche des Heiligen Ilija in der Ortsmitte.

Tourismusorganisation der Stadt Zaječar Svetozara Markovića 2, 19000 Zaječar Tel: +381 19 421 521 E-Mail: tooza@open.telekom.rs www.toozajecar.co.rs

Turistička organizacija opštine Boljevac Kralja Aleksandra 17/1, 19370 Boljevac Tel: +381 30 63 593 E-Mail: tooboljevac@open.telekom.rs

opštine Boljevac Kralja Aleksandra 17/1, 19370 Boljevac Tel: +381 30 63 593 E-Mail: tooboljevac@open.telekom.rs

44. SOKOBANJA

Thermalquellen für

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Wanderung zum Soko grad – das Wasser an einem der Brunnen in
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
– Wanderung zum Soko grad
– das Wasser an einem der Brunnen in Jošanica
– Ausflug zum Wasserfall Ripljanka

Sokobanja, 235 km von Belgrad entfernt, ist über das 30 km entfernte Aleksinac an die Autobahn und Eisen- bahnstrecke Belgrad - Niš (- Thessaloniki - Istanbul) angeschlossen. Es ist eine der Gemeinden in Serbien, die versuchen, ökologische Standards im Tourismus und der Landwirtschaft einzuhalten. Sie liegt am Ufer des Moravica Flusses, zwischen den Gebirgen Ozren und Rtanj, auf 400 m über dem Meeress- piegel. Heute ist Sokobanja dank seiner Thermal- Miner- alquellen, aber auch des angenehmen Klimas eines der meistbesuchten Kurbäder. Die Thermen wurden hier schon in der Antike, im Mit- telalter und während der türkischen Herrschaft genutzt. Doch Sokobanja erlebte dank Fürst Miloš Obrenović eine rasante Entwicklung. Wie űberall dort, wo er einer Ortschaft Bedeutung geben wollte, ließ Miloš auch hier zunächst sein Landhaus bauen, die Kirche und das türkische Dampfbad erneuern und in der Nähe des Städtchens einen Brunnen errichten. Noch heute sind im Zentrum des Kurortes Bauten aus jener Zeit zu sehen. Der wunderschöne türkische Hamam ist noch immer im Gebrauch und die Besucher können auch Milošev konak (Miloš´s Landhaus) besichtigen. Seh- enswert sind auch die von alten Villen umgebene kleine Kirche aus dem Jahr 1884 sowie das örtliche Heimatmu- seum, das in einem für diese Gegend typischen Gebäude untergebracht ist. Die Stadt erhielt ihren Namen nach der Festung Soko grad, die sich der Moravica flussaufwärts 2 km vom

Zentrum des Kurortes auf einem hohen Felsen befindet. Sie wurde im späten Mittelalter auf römischen Überresten errichtet. Obwohl ganz Sokobanja wie ein großer Park aussieht, ist sein schönster Teil der Wald Čuka drva. An den Hängen des Ozren Gebirges gibt es zwei Sanatorien, in deren Nähe sich der Wasserfall Ripljanka befindet, der höchste in Ser- bien. Hier ist auch der Stausee Bovan, der das fischreich- ste Gewässer in Serbien sein soll. Dieser Kurort mit einer mehr als 150 Jahre währenden touristischen Tradition und seine Quellen gehören zu den besten im Land. Die Qualität des Mineralwasser fűhrt chronisch Kranke hierher (chronische Bronchitis, bronchiale Asthma, Psychoneurose, hoher Blutdruck,

chronischer Rheumatismus, Erschöpfung

ist aber auch ein beliebter Ort für Gesunde, die Erholung suchen und in unberührter Natur mit sauberer Gebirgsluft wandern möchten. Die Thermalquellen in Sokobanja gehören zu den min- eralreichsten in Serbien. Es gibt insgesamt sechs solcher Quellen. Die Wassertemperatur liegt zwischen 28 und 45°. Die Verdampfung der Gase ist so stark, dass jeder Besucher ständig einer milden Inhalation ausgesetzt ist, was auf die Atmungsorgane und den ganzen Organismus wohltuend wirkt. Quellbrunnen gibt es in Sonda Park, Bunar Preobraženje, Banjica Bazen I, Banjica II, Pijaca Hier weilten viele namhafte Vertreter der serbischen Kul- tur und Wissenschaft. Der Nobelpreisträger Ivo Andrić soll jedes Jahr hierher gekommen sein und gerade hier seinen

).

Sokobanja

BELGRAD 44.
BELGRAD
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die Gesundheit

DAS AKKORDEON In Sokobanja findet schon seit fünf Jahrzehnten jeden Sommer das Internationale Akkordeonfes- tival
DAS AKKORDEON
In Sokobanja findet schon seit fünf Jahrzehnten
jeden Sommer das Internationale Akkordeonfes-
tival statt. Die Meister am Akkordeon aus Serbien
und dem Ausland weilen im Kurort und wetteifern
in sieben Kategorien von den jűngsten Schűlern
über Duos bis zu den ältesten Teilnehmern. Am
dritten Wettbewerbstag werden auf der Som-
merbühne „Vrelo“ (Quelle) in Sokobanja bei einem
reichen Kultur- und Kunstprogramm die Sieger
gekűrt.
Organisation für Tourismus,
Kultur und Sport Sokobanja
Trg oslobođenja 2, 18230 Sokobanja
Tel: +381 18 833 988
E-Mail: otks_sokobanja@beotel.rs
www.otks.org.rs
Touristisches Informationszentrum Sokobanja
Tel: +381 18 833 978, 833 988
Informationszentrum Sokobanja Tel: +381 18 833 978, 833 988 bekanntesten Roman Die Brücke über die Drina

bekanntesten Roman Die Brücke über die Drina begon- nen haben. Stevan Sremac, der mit seinen Werken den serbischen Süden berühmt machte, verbrachte hier seine letzten Tage. Der bekannte Autor von Komödien und Satiren, Branislav Nušić, Stammgast im Kurort, kreierte vor etwa siebzig Jahren über einen Fotogra- phen im Ort den Slogan „Sokobanja, Soko grad, dođeš star, odeš mlad“, wörtlich übersetzt „Sokobanja, Soko grad, man kommt alt und geht jung“. Später kamen hier auch die Schriftstellerin Isidora Sekulić und der Geograf Jovan Cvijić und schrieben darüber in ihren Werken. Über viele Orte in der Umgebung von Sokobanja gibt es verschiedene Legenden, wie etwa jene über die Gottesmutter und Christus, deren Bildnis sich an einer Felswand des Ozren-Gebirges abzeichnet, dann über das armenische Kirchlein der Heiligen Erzengel tief im Gebirge sowie über die Höhle von Hajduk-Veljko über dem Waldweg nach Soko grad. Die Kirche Mariä Himmelfahrt unweit von Sokobanja hat sehr ungewöhnliche Fresken, auf denen Jesus als Kind, dann als junger und zuletzt als reifer Mann darg- estellt ist. Es lohnt sich, auch die Berge in der Umgebung von Sokobanja, den Ausflugsort Lepterija sowie Dörfer wie Jošanica zu besuchen, das eigene Thermalquellen besitzt. Dort befindet sich ein ungewöhnlicher Brun- nen, aus dem Wasser aus sechs verschiedenen Ther- malquellen entspringt.

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NIŠ, NIŠKA BANJA, ALEKSINAC

Die Heimat Kai

Stadtäm- ter bracht. Das Ge- unterge- bäude des alten
Stadtäm-
ter
bracht. Das Ge-
unterge-
bäude des alten

Gefängnisses ist für den Bedarf des Forschungszentrums der Stadt umgebaut worden. 1957 wurde auf dem Gelände der Festung eine Sommerbühne errichtet, wo traditions- gemäß die städtischen Events abgehalten werden: Festival der Schauspielleistungen, Chorfeierlichkeiten und das Sommer-Musikfestival Nisomnia. Direkt aus dem Stadtzentrum, von der Brücke am Platz der Freiheit führten fünf Straßen, entlang der Niš, das ab dem 14. Jahrhundert am linken Flussufer ausgebaut wurde. An der Stelle des heutigen Reiterdenkmals wurde im selben Jahrhundert die erste Moschee am Nišava-Ufer erbaut. Später wurde sie eingerissen. Auf dem großen Platz enstanden bald viele schöne Gebäude. Heute ist dies sicherlich der wichtigste Platz von Niš und eine beliebte Promenade. Dort steht auch eines der ersten mehrstöcki- gen Gebäude der Stadt – das Hotel „Ambasador“, das in den 60er Jahren erbaut wurde. In der Mitte des Platzes befindet sich das Denkmal der Befreier von Niš, ein Werk von Antun Augustinčić, und zum Fluss und Park hin steht ein wunderschönes Gebäude, in dem heute der Bürger- meister residiert. Vom Platz verläuft durch das Stadtzen- trum in Richtung Süden die Obrenovićeva Straße, das einst überdachte Handelsviertel und später die wichtigste Handelsstraße. Heute ist es eine Fußgängerzone, in der sich zahlreiche Geschäfte, Cafés und Restaurants befin- den. In der Kujundžijsko sokače Gasse, die an das orien- talische Niš erinnert, sind heute viele Cafes untergebracht. Hier in der Nähe ist auch das Haus der Familie Stambolijski (kuća Stambolijskih), eines der schönsten Zeugnisse der türkische Wohnarchitektur. Heute ist es ein bekanntes Restaurant. Die Kathedrale in Niš (Saborna crkva) befin- det sich am Südrand der Altstadt im einstigen christlichen Viertel Crkvena mala. Der Ćele kula (Schädelturm) befindet sich zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Er entstand nach einer blu-

Niš liegt in einer fruchtbaren Ebene, an drei Seiten umgeben von hohen Gebirgszügen, am Fluss Nišava in der Nähe seiner Mündung in die Južna Morava (Südliche Morava). Diese zwei Flüsse stellen Teilabschnitte der zwei historischen Handels- und Reiserouten auf dem Balkan dar – die eine nach Sofia und Konstantinopel und die andere nach Thessaloniki. Sie kommen unweit von Niš zusammen, führen nach Belgrad und dann weiter in Richtung Mitteleuropa. Niš ist von der serbischen Metropole 238 km entfernt und über die Autobahn erreichbar. Um das Jahr der Geburt Christi eroberten die Römer die- sen Ort. Damals wurde die Stadt zum ersten Mal unter dem Namen Naissus vermerkt. Diese Stadt ist der Geburtsort des römischen Kaisers Kon- stantin des Großen. Während seiner Herrschaft (312–337) erlebte Niš seine größte Blütezeit. Im Mittelalter befand sich diese Gegend in den Grenzen von Byzanz, Bulgarien, Ungarn. Später war es fast 400 Jahre unter türkischer Herrschaft. Im Zeitraum von 1719 bis 1723 errichteten die Türken am rechten Ufer der Nišava die bekannte Festung von Niš. Heute werden viele der Festungsräumlichkeiten für Aus- stellungen, Veranstaltungen oder andere Zwecke ge- nutzt. So ist im Gebäude des Arsenals aus dem Jahr 1857 der Kunstpavillon untergebracht, in der Mosche Bali Bega aus dem 14. Jahrhundert befindet sich der Salon 77 und im Komplex der Pascha-Herberge (Pašin konak) ist eines der

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Getränk in der Gasse Kujundžijsko sokače – Besichtigung der Mosaike in Mediana
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
– Getränk in der Gasse Kujundžijsko sokače
– Besichtigung der Mosaike in Mediana
– Ćevapčići in Aleksinac
BELGRAD 45.
BELGRAD
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ser Konstantins

BELGRAD 45. ser Konstantins Tourismusorganisation Niš Vožda Karađorđa 7, 18000 Niš Tel: +381 18 521 321,

Tourismusorganisation Niš Vožda Karađorđa 7, 18000 Niš Tel: +381 18 521 321, 523 118, 524 877, 250 222 E-Mail: ton1@open.telekom.rs,

ton2@open.telekom.rs

www.nistourism.org.rs

Touristisches Informationszentrum Niška Banja Sinđelićeva 3B, 18205 Niška Banja Tel: +381 18 4548 588

Organisation für Tourismus und Sport der Gemeinde Aleksinac „OTIS“ Dušana Trivunca 54, 18220 Aleksinac Tel: +381 18 804 025 E-Mail: otisaleksinac@open.telekom.rs

Bedeutung dieser Gegend. Das historische Erbe beweist, dass diese Stadt während der Herrschaft von Fürst Miloš eine der wichtigeren Ortschaften war. Dort befanden sich: der Zoll, die Quarantäne, das Bezirkszentrum und sehr reichhaltige Bergwerke. Man muss auch Deligrad sehen, ein einzigartiges Befestigungssystem aus Erde und Holz, Schauplatz der größten Schlachten und Siege im Ersten serbischen Aufstand. Die Bewohner dieser Gegend sind dafür bekannt, dass sie die alten Bräuche pflegen, vor allem diejenigen, die an die Ernte geknüpft sind. So finden z.B. jeden Septem- ber das Treffen der Paprikahersteller (Sabor paprikara) in Rutevac und im Oktober die Bäckertage (Pekarski dani) statt. Zur Tradition gehört auch die Zubereitung der vorzüglichen Ćevapčići in Aleksinac.

VRONSKI
VRONSKI

VRONSKI

Die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit in Gornji Adrovac bei Aleksinac wurde an der Stelle erbaut, wo der russische Oberst Rajevski ums Leben kam, der Tolstoi als Vorlage für die Person Vronski im Roman Anna Karenina diente. Es heißt, Vronski solle dort eine Zeit lang auch begraben gewesen sein.

solle dort eine Zeit lang auch begraben gewesen sein. tigen Schlacht der serbischen Armee gegen die

tigen Schlacht der serbischen Armee gegen die Türken bei Čegar: der türkische Befehlshaber Huschid-Pascha befahl damals, die Köpfe aller getöteten Serben auszuhöhlen, mit Stroh auszufüllen und dem Sultan in Konstantinopel zu schicken, die Schädel aber zur Abschreckung der wider- spenstigen Serben in einem Turm einzumauern. Im Turm wurden 852 Schädel eingemauert, heute sind noch 58 übrig geblieben. Noch etwas weiter von der Stadt entfernt, in Richtung Kurort Niška Banja, befindet sich die archäologische Aus- grabungsstätte Mediana. Sie wurde als Sommerresidenz des Kaisers Konstantin des Großen um 330 n. Chr. erbaut. Man hat inzwischen die Fundamente des Kaiserpalastes, des Getreidespeichers, des Wasserturms, der Thermen und eines heidnischen Tempels freigelegt. Beeindruckend sind die kunstvollen Bodenmosaike, wie z.B. jene, die die Gor- gone Medusa und eine Wassergottheit darstellen sowie einige Mosaike mit schönen geometrischen Verzierungen. Etwa 10 Kilometer von Niš am Fuße des Gebirges Koritnik, suchte das Volk seit Jahrhunderten im Kurbad Niška Banja Linderung und Heilung bei Rheuma, Ischias, Herz- und anderen Erkrankungen. Die radonhaltigen Thermal-Miner- alquellen mit einer durchschnittlichen Wassertemperatur von 37 Grad Celsius waren schon in der römischen und byzantinischen Epoche bekannt. Zur Entwicklung des Kur- bades zwischen den zwei Weltkriegen trug die Einführung einer Straßenbahnlinie nach/von Niš bei. Im Heilzentrum wird bei Rheumaerkrankungen auch Peloid verwendet, ein heilkräftiger Naturschlick. 25 km von Niš entfernt befindet sich auch der Kurort Banja Topilo. Naturfreunde sollten unbedingt Sićevačka klisura besichti- gen, eine 17 Kilometer lange Schlucht, durch die die Nišava fließt. Dort gibt es über 30 kleine Kirchen und Klöster und wegen ihrer Artenvielfalt steht die Schlucht unter Natur- schutz. Auch die Schlucht Jelašnička klisura, die sich etwa 15 Kilometer von hier befindet, ist geschützt. Bei Aleksinac mündet die Moravica in die Südliche Morava. Diese Stadt befindet sich knapp 30 Kilometer vor Niš an der Autobahn aus Richtung Belgrad. Dieses Städtchen war ansonsten die erste Ortschaft, die eine Telegrafenverbind- ung mit der Hauptstadt hatte. Bei jedem Schritt stößt man auf Spuren früherer Zivilisa- tionen. Die Festungen Bolvan, Petrus, Lipovac, Gradac, Kulina, Korman, Aleksinac zeugen anschaulich von der

46.

KNJAŽEVAC, SVRLJIG

Zu Ehren des Weins

46. KNJAŽEVAC, SVRLJIG Zu Ehren des Weins Die Stadt Knjaževac wurde am Zusammenfluss der Flüsse Svrljiški

Die Stadt Knjaževac wurde am Zusammenfluss der Flüsse Svrljiški und Trgoviški Timoka gegründet, die von hier aus den Beli Timok (Weißer Timok) bilden. Knjaževac liegt an der Hauptstraße zwischen Niš und Zaječar (40 km).

Historischen Quellen belegen zuerst die römische Siedlung Timacum Maius (Großer Timok) und im 17. Jahrhundert erschien die Stadt erstmals unter dem Name Gurgusovac. Im damaligen Serbien war diese Siedlung wegen dem Turm Gurgusovačka kula bekannt, die der Prinz Aleksan- dar Karadjordjević als Gefängnis für politische Gefangene benutzte. Als Aleksandar Karadjordjević 1869 außer Landes floh, brannte der neue Herrscher Fürst Miloš den Turm als Symbol der alten Regierung bis auf die Grundmauern nieder. Die Einwohner der Stadt dankten es ihm, indem sie Gurgusovac zu Ehren des Fürsten Miloš (auch Knjaz Miloš genannt) in Knjaževac umbenannt.

Heute ist der alte Teil der Stadt als Cigan Mala (Roma- Viertel) bekannt, es handelt sich dabei um aber um eine

Viertel) bekannt, es handelt sich dabei um aber um eine lebendiges und modernes Stadtviertel voller Hand-

lebendiges und modernes Stadtviertel voller Hand- werks- und Einzelhandelsgeschäfte, das noch heute die authentische Architektur und den Geist der alten Zeit bewahrt hat.

Die Steinbrücke in Knjaževac wurde 1913 erbaut und ist ein wichtiges Symbol der Stadt. Das häufigste Motiv von Touristen ist die Brücke mit der Alt- stadt und der schönen Kastanienallee im Hinter- grund. Das Stadtzentrum liegt am Flussufer des Svrljiški Timok. Die Straße Ace Stanojevića am Fluss liegt mit bunten Häusern und Brücke sehr malerische. Die Straße steht parallel zur Nemanjina Straße, an der sich das Stadtmuseum befindet, das früher das Haus von Ace Stanojević war, einem Anführer der Timočka buna (Timok Rebellion). Das Museum be- wahrt die komplett erhaltenen, alten Möbel des Rathauses aus dem Ende des 19. Jahrhun- derts.

Auf der anderen Seite des Ufers befindet sich das Nationalmuseum im luxuriösen Haus der Familie Sibinović aus dem Jahr 1906. Vom Stadtzentrum aus sieht man die Villa Džervin, ein sehr schönes Haus, das früher im Besitz von Djoko Cvetković war, der das Haus nach der Vorlage einer tschechischen Villa bauen ließ.

Auf dem Džervinovo Hügel liegen die ältesten Wein- berge der Region und in den Weinbergen von Knjaževac wachsen die autochthonen Rebsorten Prokupac, Vranac und Plovdina. Die Eigentümer der Weinberge ve- ranstalten jährlich Messen für geräucherten Schinken, Wein und Käse. Die Weinmesse findet immer im Mai in Knjaževac statt.

Das Dorf Donja Kamenica ist 15 km südlich von Knjaževac. Mihailo, eine bulgarischer Grundstücks- besitzer, baute die örtliche Kirche zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Die Westseite der Kirche ist mit zwei ungewöhnlich spitzen Türmen geschmückt, die den Blick auf die dahinter liegende Kuppel verbergen. Die Freskenmalereien dieser Kirche sind schön. Sie zeigen den Kirchenstifter mit seiner Familie und mehrere Hei- lige auf Pferden reitend.

Etwas weiter liegt das Dorf und das Kloster Gornja

Tourismusorganisation der Gemeinde Knjaževac Miloša Obilića 1, 19350 Knjaževac Tel: +381 19 735 230, 730 988 E-Mail: toknjazevac@open.telekom.rs www.toknjazevac.org.rs

Touristisches Informationszentrum Knjaževac Knjaza Miloša 37, 19350 Knjaževac Tel: +381 19 735 230, 730 988

von Džervina

BELGRAD 46.
BELGRAD
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Kamenica. Despot Lazar, der Sohn von Đurđa Branković, baute diese einfache, schnörkellose und unbemalt gebli- ebene Kirche.

Acht Kilometer von Knjaževac im Dorf Ravna ist Timacum Minus, eine aus römischer Zeit stammende archäolo- gische Stätte. Hier gibt es ausgegraben Fundstücke, Grabsteine und alte Wohnhäuser und wer durch das kleine Ravna bummelt, wird auch noch ein kleines Wein- museum und eine Sammlung von doppelt gestrickten Wollsocken entdecken.

Für Ruhe und Entspannung sind die Kurorte, die Rgoška Banja, und Bazen Banjica gut geeignet. Gäste können sich im wohltuenden heißen Wasser der Thermen ausruhen oder sich in einer der Sportanlagen sportlich betätigen.

Tupižnica befindet sich in der Nähe von Knjaževac. Es ist der höchste Punkt in der Nähe der Stadt. Einheimische kommen oft für Ausflüge her und es ist auch ein beliebter Ort für Jäger.

Jedes Jahr im Mai veranstaltet das Dorf Balta Berilovac die Molitva pod Midžorom (Gebet am Berg Midžor). Die Veranstaltung besteht aus verschiedenen Ritualen und Bräuchen der Region. Wenn Sie das Dorf besuchen, werden Sie am Bach auch eine schöne Wassermühle entdecken.

Die kleine Stadt Svrljig liegt an der Hauptstraße zwischen Knjaževac und Niš zwischen dem Gebirge Svrljig und der Stadt Tresibaba am Fluss Timok. Die Umgebung ist Teil

der Stadt Tresibaba am Fluss Timok. Die Umgebung ist Teil des großen Flusseinzugsgebiets des Svrljig Timok.

des großen Flusseinzugsgebiets des Svrljig Timok.

Das Svrljig-Tal ist eines der größeren Flusstäler zwischen den Karpaten und den Bergen des Balkans. Das Gebiet ist ein beliebter Ort für die lokalen Fischer. Diese malerische Region bietet gute Möglichkeiten für die weitere Ent- wicklung der Bergregion und des ländlichen Tourismus.

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Weinprobe der köstlichen Weine im Dorf Ravna – Verkostungen der leckeren Wurst
UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
– Weinprobe der köstlichen Weine im Dorf Ravna
– Verkostungen der leckeren Wurst im Restaurant
„Kamiondžije“ in Svrljig
– Ein Ausflug zum Balto Berilovac
EIN-METER-WURST
Das Svrljiger Restaurant Kamiondžije (LKW-
Fahrer) ist bekannt für seine Würste, die in Me-
tern verkauft werden. In Svrljig bieten eine Rei-
he von Gasthäusern die örtlichen Spezialitäten
sowie Lammbraten an. Die meisten werden
dabei ihrem Beinamen gerecht - Stadtkneipe
mit einer kartierten Tischdecke und einer At-
mosphäre aus alten Zeiten.

47.

PIROT, STARA PLANINA

Die Geheimnisse alter

Pirot befindet sich im Herzen des Balkans. Diese wunder- schöne Gegend, die eine der größten Gemeinden Serbiens ist, liegt in der Mitte zwischen Niš und Sofia im Nišava Tal. Die antike Siedlung Turres (Lateinisch für Türme) wurde zum ersten Mal in der Tabula Peutingeriana zitiert, einer aus dem 4. Jahrhundert stammenden römische Karte. Heute umfasst dieser Bereich das moderne Pirot. Die Siedlung wurde zur Kontrolle und zum Schutz der Haupt- straße in diesem Teil des Römischen Reiches gegründet. Reisende hielten in Pirot, um sich auszuruhen und die Pferde zu wechseln. In den folgenden Jahrhunderten wurde Turres kaum mehr erwähnt, so dass nur sehr wenig über die Region in der Zeit vom 5. bis zum 15. Jahr- hundert bekannt ist. Vom 15. Jahrhundert an wird Pirot wieder in schriftlichen Aufzeichnungen genannt. Die Stadt war ursprünglich als Pirgos bekannt, das aus dem Griechischen kommt. Verschiedene Armeen erobert die Region. Folgt man der Architektur der Klöster in dieser Region, gehörte Pirot zum Reich des Stefan Nemanja. Im Jahr 1877 gelang es der Stadt sich von der fünfhundert Jahre währenden türkisch- en Herrschaft zu befreien. Eine Festung ragt auf einem Hügel oberhalb der Stadt. Einige glauben, dass die Festung einst Herzog Momčilo gehörte, wie es in einem epischen Gedicht beschrieben wird. Die von Mauern umgebene Festung, die Momčilov grad (Momčilo’s Stadt) genannt wird, war vom 14. Jahr- hundert bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Benut- zung.

ausschließlich serbische Einwohnerschaft. Beiden Stadt- teile haben jeweils eine orthodoxe Kirche aus der Zeit der türkischen Herrschaft. Der ältere, gebaut im Jahre 1834 ist in Pazar. Die Kirche in Tijabar stammt aus dem Jahr 1869. Interessant ist, dass beide Kirchen Ikonen haben, denen man heilende Wirkung nachsagt. In Tijabari befindet sich das Haus Hristić (1848), das eins der schönsten Balkan-Stadthäuser aus dem 19. Jahrhun- dert ist und in dem sich heute das Museum Ponišavlja (Umlang des Nišava Flusses) befindet. Das Museum hat eine große Sammlung von Trachten, Pirot-Teppichen und Keramiken. Nur ein paar Schritte weiter liegt das schönen Gebäude Bela Mačka (Weiße Katze), benannt nach der Kneipe, die einst an der gleichen Stelle stand. In der Straße Srpskih vladara liegen mehrere beeindruckende Bauten, die nach dem Ende der türkischen Besetzung erbaut wurden. Die Straße selbst war Teil der Haupt- straße in Richtung Konstantinopel (Istanbul). An der Ecke zur Dragoljub Milenković Straße liegt das 1907 errichtete Gymnasium und das Eckgebäude der Gerichts (1910).

Pirots Tradition des Teppichwebens (Ćilim) reicht mehrere Jahrhunderte zurück. Die einheimischen Piroter spezial- isierten sich auf das Teppichweben und ihre Arbeit wurde von den Türken sehr geschätzt. Ein weiterer entschei- dender Faktor für die Entwicklung der Teppichindustrie war die lokale Schafszucht, die eine hohe Wollqualität lieferte. Im Gegensatz zu den persischen Teppichen ist der Piroter Teppich auf beiden Seiten seidig, bietet kontrastreichere Farben und Muster mit geographischen Formen an. Rot ist die vorherrschende Farbe in den meisten Teppichen aus Pirot. Die verschiedenen Muster haben bestimmte Namen, wie gugtće na direci (Turteltauben auf Pfeilern), zvezda (Stern), đulovi (rund Blumen), venci (Kränze), bombe (Bomben) und grozdovi (Traubenrebe). Das

Die Fluss Nišava teilt Pirot in zwei Teile. Im Pazar, auf der linken Uferseite des
Die Fluss Nišava teilt Pirot in zwei Teile. Im Pazar, auf der
linken Uferseite des Flusses, lebte eine gemischte Ge-
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UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:
– Beobachtung eines Piroter Webers bei der Arbeit
– Kostprobe des köstlichen Käse und von Vurda (eine Art Frischkäse mit Paprika) vom Gebirge Stara Planina
– Aussicht vom Babin kuk (Oma’s Hüfte)

Teppiche

BELGRAD 47.
BELGRAD
47.

Weber arbeiten per Hand in sitzender Position an den Teppichen, die in spe- ziellen Webstühlen befestigt sind. Die Staatsgrenze zwischen Serbien und Bulgarien stimmt überein mit der natürlichen Scheide des Gebirges Stara Planina, das auf einer Stecke von hundert Kilometern Zaječar bis nach Pirot einen leichten Bogen macht bevor es weiter nach Bulgarien reicht. Dieses Gebirge ist auch bekannt als das Balkan- Gebirge, das der Balkan-Halbinsel ihren

Namen gab. Die Gegend um das Gebirge ist reich an Sedimenten aus verschiedenen Epochen in der Geschichte. Das Tal der Bigar-Quelle folgt den Mäandern der Temštica. Die Gipfel Midžor und Babin Zub (Großmutters Zahn) befinden sich in der Nähe. Die Quelle der Jelovička ist die größte in der Region und hat ein augenförmiges, kleines Becken an der Quelle geformt. Mehr als 1190 Pflanzenarten gibt es im Gebirge Stara Planina. Es ist eines der wichtigsten regionalen Zentren für ein- heimische Pflanzenarten. Besondere Pflanzen sind die krilasti zvoničić (Flügel-Glöckchen) und das Pančićer gemeine Kreuzkraut, die es nur auf Stara Planina gibt. Bergsümpfe sind auf dem Jabučkom Plateau, dem Gipfel Babin Zub und im Gebiet der Arbinje zu finden. Es gibt 116 Arten von Schmetterlingen, 18 Arten von Amphi- bien und Reptilien, 203 Vogelarten und über 30 Arten von Säugetieren in der Stara Planina. Das Gebirge ist der natürli- che Lebensraum der langbeinigen Bussarde, der Feldlerche und der Waldschnepfe. Das Jagdgebiet Stara Planina II, das sich auf über 40.408 ha erstreckt, befindet sich auf der südöstlichen Seite des Gebirges. Dort leben Hirsche, Rehe, Wildschweine, Bären, Wölfe, Felsen-Rebhühner und wilden Waldtauben. In der Umgebung der Stara Planina gibt es auch eine Reihe von kulturellen Sehenswürdigkeiten, wie das Kloster des Hl. Johannes dem Theologen aus dem 14. Jahrhundert und das Kloster des Hl. Georg aus dem 16. Jahrhundert. Der Stausee Zavojsko jezero und die Flüsse Visočica und Toplodolska sind voll mit Forellen und ideal zum Angeln. Der Käse aus Gegend um die Stara Planina und Pirot ist bekannt in der gesamten Region. Er wird aus Schafmilch und entsprechend der lokalen Tradition hergestellt. Vurda ist eine Art von Rahmkäse aus Sauermilch, die für einen Monat mit Paprika fermentiert wird. Auf der Suche nach einem Ort zum Entspannen ist Zvonačka banja (Kurort Zvonačka) ein sehr gutes Ziel, da es über ideale klimatische Bedingungen verfügt.

CHRISTUS

CHRISTUS

Im Gebirge Stara Planina in der Höhle des Bergs Kamik in der Nähe des Dorfes Rsovci steht die Kirche der Heiligen Pe- ter und Paul, die auch als Höhlenkirche bekannt ist. Das Heiligtum verfügt über einzigartigen Fresken an der Nordwand, die Christus als jungen, kahlköpfigen Mann zeigen.

die Christus als jungen, kahlköpfigen Mann zeigen. Das Kliff „Asenovo Kale“ ist der einzige Ort in
die Christus als jungen, kahlköpfigen Mann zeigen. Das Kliff „Asenovo Kale“ ist der einzige Ort in

Das Kliff „Asenovo Kale“ ist der einzige Ort in Serbien, an dem man noch Nester von Steinadlern finden kann.

Tourismusorganisation der Gemeinde Pirot Srpskih vladara 77, 18300 Pirot Tel: +381 10 320 838, 320 839 E-Mail: top010@open.telekom.rs www.topirot.com

48.

VLASOTINCE, BABUŠNICA, DIMITROVGRAD,

Der bezaubernde

48. VLASOTINCE, BABUŠNICA, DIMITROVGRAD, Der bezaubernde Die Gemeinde Vlasotince befindet sich im Südosten von Serbien

Die Gemeinde Vlasotince befindet sich im Südosten von Serbien an der Mündung des Flusses Vlasina in die Velika Morava in der Nähe des Gebirges Suva Planina. In historische Aufzeichnungen wird Vlasotince im 16. Jahrhundert erwähnt. Beim Aufenthalt in der Stadt ist ein Besuch des Nationalmuseums lohnenswert, da es über einzigartige Sammlung von Grafiken aus dem 16. bis 19. Jahrhundert verfügt. Neben dem Museum hat die Stadt zahlreiche kulturelle und historische Denkmäler, einschließlich des Gigin-Hauses, in dem heute die Stadt- bibliothek untergebracht ist, die Popović Mühle und das Sokolski Zentrum. Der alte Markt und der Denkmal- Friedhof sind außergewöhnlich gut erhalten geblieben und für jeden Besucher verbindlich. Am Ufer des Fluss Vlasina liegt das Denkmal zu Ehren der Soldaten des Ersten Weltkriegs und der Balkan-Kriege, das von dem kaiserlich russischen Architekten Nikolai Krstov konzipi- ert wurde. Vlasotnice ist spezialisiert auf den Weinbau. Die Stadt hat seit 1923 einen Verband der Weinerzeuger, dem heute auch die Vororte Dadince, Šišava, Donja Lomnica und Skrapež angehören.

Seit mehr als 45 Jahren organisiert die Stadt einen Wein- Ball, der den Weinerzeugnissen dieser Region gewidmet ist. Diese festliche Veranstaltung findet jedes Jahr im

August an den Ufern des Flusses Vlasina in der Nähe des Nešić Kai statt. Neben der Wahl einer „Weingöttin“ wird für die Dauer des Festes das unabhängige Fürstentum Vla- sotnice ausgerufen und ein Fürst gewählt. Zur Weinprobe der örtlichen Weinberge wird auch ein Unterhaltungspro- gramm geboten und eine Künstlerkolonie eröffnet, die nur Trauben- und Weinmotive malt. Zum Abschluss des Balls wird eine Parade veranstaltet, auf der der Fürst durch die Stadt geführt wird.

In der Nähe von Vlasotnice liegen die Berge Suva Planina, Čemernik und Čobanac, die eine malerische Pracht mit vielfältigen Flora und Fauna beherbergen. Die erfrisch- ende Bergluft ist ein wohltuender Genuss! Die Stadt Babušnica ist von den Gemeinden Pirot und Bela Palanka im Norden, der bulgarischen Grenze im Osten, den Gemeinden Vlasotince und Crna Trava im Süden und Gadžin Han im Westen umgeben.

Babušnica liegt im Herzen des Flusstals der Lužnica in einer Höhe von 520 m. Diese angenehme Stadt auf den Kämmen des Gebirges Stara Planina ist bekannt für die Komarički Wasserfälle und Wassermühlen rund um die Quellen der Lužnica. Derzeit wird ein Damm in der Nähe der Skokovi-Wasserfälle gebaut, der einen künstlichen See am Fluss Raljinska schaffen wird, einem Nebenfluss der Murgovica. Nach Abschluss der Baumaßnahme wird der See 200 m lang sein und zweifellos viel Spaß und Erholung bieten.

Der Kurort Zvonačka Banja, der sich 28 km östlich von Babušnica auf einer Höhe von 680 m befindet, ist ein beliebtes Touristenziel. Besucher können hier nicht nur entspannen und sich vom Kurheilwasser helfen lassen, sondern können auch die schöne Bergwelt genießen.

lassen, sondern können auch die schöne Bergwelt genießen. Tourismusorganisation Dimitrovgrad Balkanska 7, 18320

Tourismusorganisation Dimitrovgrad Balkanska 7, 18320 Dimitrovgrad Tel: +381 10 360 873 E-Mail: todimitrovgrad@ptt.rs, todimitrovgrad@yahoo.com www.todimitrovgrad.org.rs

BELGRAD 48.
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CRNA TRAVA

Laune der Natur

Dimitrovgrad liegt nur fünf Kilometer von der bul- garischen Grenze entfernt. Die Stadt hatte im Laufe der Jahre viele verschiedene Namen. Zuletzt änderte es den Namen vor dem Zweiten Weltkrieg als es von Caribrod (Kaiserschiff) in Dimitrovgrad umbenannt wurde. Diese malerische Stadt hat vielen schönen Naturgüt- er, aber auch einige kulturelle und historische Denk- mäler. Bei einem Spaziergang durch die Stadt kann man die Kirche der Geburt der Heiligen Mutter Gottes entdecken, die 1892 erbaut wurde und im Jahr 1997 auf Initiative der Bürger Dimitrovgrads rekonstrui- ert wurde. Vor den Toren der Stadt befindet sich die Kirche St. Dimitrije, auch bekannt als Manastirče (Klösterchen), die 1996 restauriert wurde. In ihrer Nähe steht eine Wintersportanlage, die ein beliebtes Ausflugsziel für die einheimische Bevölkerung von Dimitrovgrad ist. Das Kloster des Hl. Johannes des Theologe, bekannter als Poganovski Kloster, liegt 15 km von Dimitrovgrad im Jerma Tal. Das Kloster wurde am Ende des 14. Jahr- hunderts errichtet, als die serbischen Herrschaftsge- biete langsam von der türkischen Invasion überrollt wurden. Das Kloster ist nach dem Stil der Morava-Schule mit gebrochem Sand- und Kalkstein erbaut worden, doch ist sein Stifter unbekannt. Experten für byzantinische Kunst und Kenner sind sich einig, dass die Ikonen des Klosters sehr eindrucksvoll sind und die Ikonen des Wunders von Latom und der Christus Pieta besonders außergewöhnlich sind. Das Kloster steht seit 1949 unter Denkmalschutz und wurde 1979 auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

wurde 1979 auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. SPITZENBORDE Den größten Wert in der Kirche der
wurde 1979 auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. SPITZENBORDE Den größten Wert in der Kirche der

SPITZENBORDE

Den größten Wert in der Kirche der Allerheiligen Mutter Gottes in Dimitrovgrad stellt die Iko- nostase dar. Künstler der Samokower Schule haben sie in Handarbeit aus Buchsbaumholz mit der „Spitzen“-Technik hergestellt.

Die kleine Stadt Crna Trava hat 2.500 Einwohner und ist 43 km von Vlasotince entfernt. Die Stadt wurde einst Vilin Lug (Feen-Hain) genannt, was wegen der herrlichen Natur- schauplätze rund um die Stadt niemanden verwundert. Es verfügt über ein gepflegtes Stadtzentrum und mehrere schöne Brücken über den Fluss Vlasina.

Crna Trava hatte schon immer den Vorteil einer schönen Umgebung. Es bewahrte sich auch als es Teil eines Klosterbesitzes die vollständige Autonomie und erhielt den Status der Stadt lange vor den größeren Nachbarstädten.

Insgesamt machen der üppige, hundertjährige Wald, die zahlreichen Flüsse voller Forellen und die gastfreundlichen Menschen Crna Trava zu einem idealen Urlaubort für jeden Reisenden.

Crna Trava zu einem idealen Urlaubort für jeden Reisenden. UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besuch des Fürstentums
Crna Trava zu einem idealen Urlaubort für jeden Reisenden. UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT: – Besuch des Fürstentums

UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT:

– Besuch des Fürstentums Vlasotince

– Bewundern der Ikonen im Klosters des Hl. Johannes des Theologen

– Angeln auf den kleinen Flüssen in Crna Trava

– Bewundern der Ikonen im Klosters des Hl. Johannes des Theologen – Angeln auf den kleinen

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LESKOVAC, LEBANE, BOJNIK

Der Meister des

Die Stadt Leskovac befindet sich am Fluss Veternica, unweit von ihrer Mündung in den Fluss Južna Morava. Sie grenzt an die Gemeinden Doljevac, Gadžin Han, Vlas- otince, Vranje, und Kosovska Kamenica. Leskovac ist 45 km von Niš und 298 km von Belgrad entfernt. In der Mitte des 12. Jahrhunderts übergab der byzan- tinische Kaiser Manuel I. Komnenos diese Region an Ste- fan Nemanja. Die Türken nahmen die Stadt 1454 ein und machten sie zum Sitz des Sandschaks (Bezirk). Leskovac entwickelte sich im