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Übersetzung: Creature Feature - A Losing Bet: Greyhound

Racing’s Impact On Shelters


Animal Sheltering Magazine, Ausgabe März/April 2008

Eine verlorene Wette:


Auswirkungen von Greyhoundrennen auf Tierheime in den USA
In einem Bundesstaat der USA sind diese Hunde nicht einmal Hunde im
juristischen Sinn - sie sind lediglich Renditebringer

von Janet Winikoff


Es ist ein sonniger Novembertag auf dem Palm Beach Kennel Club in Florida.
Einige Eltern, ihre Kleinkinder im Schlepptau, sitzen auf den Zuschauertribüne
neben hartnäckigen Spielern und warten, dass das nächste Rennen anfängt.

Die Faszination des Wettens auf junge Greyhounds wird als eine billige
Familienunterhaltung vermarktet, „schneller als die Geschwindigkeit des
Hundes,“ so lautet eine Werbung der Bahn. Die familienfreundliche Atmosphäre
setzt sich innerhalb des Klubhauses sowie rund um die Bahn fort, wo die
zerknitterten Broschüren, die auf Greyhoundadoptionsgruppen hinweisen, auf
einem Tisch verstreut zusammen mit Renntabellen liegen.

Die Website des Kennel Clubs1 verweist darauf, dass die Bahn „an der Wohlfahrt“
ihrer Windhunde sehr interessiert ist. Diese Website propagiert die Adoption von
'pensionierten' Hunden und verweist auf die Arbeit des Vereins mit einigen
Adoptionsgruppen. Und doch war es jene Bahn, laut einer WPTV-
Nachrichtensendung aus dem Jahr 1998, auf der vier Hunde von einem LKW
überfahren wurden, nachdem sie aus ihren Kennels geflüchtet waren. 2000
berichtete die Palm Beach Post, dass die Körper von drei Hunden auf dem
Gelände des Kennel Clubs entdeckt worden waren; sie waren von ihrem Trainer
begraben worden, um die Tatsache zu verbergen, die sie am Hitzschlag gestorben
waren. Und 2003 berichtete das gleiche Papier, dass ein weiterer Greyhound
starb, nachdem er von dem mechanischen Köder der Bahn getroffen worden war.

Während das nächste Rennen beginnt und die Hunde aus ihren Boxen heraus
schießen, bewegt sich eine andere Gruppe Windhunde nicht so schnell.
Fünf Meilen entfernt befindet sich die Peggy Adams Animal Rescue League 2 in
West Palm Beach, Florida. Hier warten vier ehemalige Rennhunde, die von ihren
Trainern hier abgegeben worden sind, darauf, adoptiert zu werden.

Ein Zyklus der Grausamkeit

Greyhounds, die für das Rennen gezüchtet werden, werden, anders als die
gezüchteten und als Haustiere verkauften Tiere, eher hinsichtlich ihres Potenzials
als Cash Cow3 betrachtet, als als tierische Begleiter angesehen.
1 www.pbkennelclub.com
2 www.hspb.org
3 http://de.wikipedia.org/wiki/Cash_Cow

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Ein rennender Greyhound muss seinen wirtschaftlichen Wert auf der Bahn
beweisen - und wenn er es nicht tut, wird er häufig entsorgt.
„Viele Tierheime begreifen nicht, dass Greyhounds gezüchtet werden, um
weggeworfen zu werden,“ stellt Kansas City Retired Greyhounds as Pets
(KCREGAP4) Sprecherin Cher Oliver fest.

Greyhounds werden gewöhnlich in kommerziellen Großzuchtstätten gezüchtet,


die als "Farmen" bezeichnet werden und die über 500 Welpen auf einmal
beheimaten können. Viel versprechende junge Rennläufer werden an
Ausbildungsfarmen verkauft und zu diesen transportiert, während die Hunde,
denen es an Renninstinkt fehlt, häufig getötet oder „aussortiert“ werden.
„Wenn die Farmen in Staaten wie Florida untersucht werden würden, würde man
wahrscheinlich bei jeder einzelnen Massengräber finden", sagt die Greyhound
Companions of New Mexico5 - Präsidentin Judy Paulsen6.

Die Rennkarriere ist kaum glamouröser oder humaner.


Junge Renner werden routinemäßig hin- und her gefahren zwischen Kennels und
der Bahn, sie verbringen 22 Stunden pro Tag in ihren Boxen und werden nur
herausgelassen, um sich zu lösen, zu trainieren und zu rennen.
Wunden, Abschürfungen und Haarverlust auf der Rückseite der Beine - die
Resultate von fast ununterbrochenem eingesperrt sein - sind allgemein verbreitet.

Die Hunde werden gewöhnlich mit rohem als „4-D“ bekanntem Fleisch gefüttert,
so genannt, weil es von Tieren stammt, die (vor der Schlachtung, a.d.Ü) tot,
krank, sterbend oder verletzt waren (dead, diseased, dying, down).
Die Website der Lobbyvereinigung Greyhound Racing Association of America
behauptet7, dass die 4-D-Fütterung für die Hunde nützlich ist. Sie argumentiert,
dass das Fleisch, das den Hunde gefüttert wird, keinen Unterschied zu dem
meisten Fleisch in kommerziellem Hundefutter aufweist.
Jedoch ist das Fleisch, dass den Greyhounds gefüttert wird, roh. Die
Rohfütterung des 4D-Fleisches steht im Verdacht, das hämolytisch-urämische
Syndrom, eine Form der Vergiftung durch Escheria-Coli-Bakterien zu
verursachen, die durch durch das Fressen des rohen Fleisches hervorgebracht
wird.
Die Krankheit8, die Nierenversagen verursachen kann, wurde unter dem Begriff
“Alabama Rot" (rot=Fäule, A.d.Ü.) bekannt, nachdem Greyhounds auf einer
Rennbahn in Alabama massenhaft erkrankten.
„4-D-Fleisch wird benutzt, weil es billig ist. … Die Kosten der Versorgung der
Hunde werden immer minimal gehalten,“ sagt Susan Netboy, Gründerin der

4 www.kcregap.org
5 www.gcnm.org
6 siehe auch: Bericht HSUS 2002
7 www.gra-america.org/the_sport/articles/a_myths.html
8 http://www.vetpathology.org/cgi/content/abstract/25/6/401

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Greyhound Protection League9 in Penn Valley, Kalifornien. „Ich denke nicht, dass
faules Fleisch irgendjemand stärker macht.“

Wie ein Auto besessen, gemietet und verkauft, beginnen Greyhounds ihre
„Karriere“ mit ungefähr 18 Monaten.
Vorher jedem Rennen wird den Hunden einen Maulkorb übergestreift, sie werden
gewogen, der Öffentlichkeit vorgestellt und dann in die Startboxen geladen, in
denen sie so laut heulen und bellen, dass man es bis auf die Haupttribünen
hören kann. Während die Hasenzugmaschine beginnt, sich die Bahn entlang in
Bewegung zu setzen, werden die Hunde für die Hatz freigelassen.

Die Hunde verletzen sich während der Rennen mitunter, indem sie in den Kurven
zusammenstoßen und sie tendieren dazu, ineinander zu rennen, wenn der Köder
am Ende eines Rennens zu einem plötzlichen Halt kommt, sie schmettern
ineinander oder springen übereinander, um einen Zusammenstoß zu vermeiden.
Hunde verletzen sich beim Rennen, aber sie tragen einen Maulkorb, der sie am
Beißen hindert - ein Verhalten, das sich entwickelt, sobald die Hunde mit dem
Training beginnen und das die Industrie als „Spiel“ beschreibt.
Dieses Szenario findet auf den meisten Bahnen, die Live-Rennen anbieten, alle 15
Minuten statt, etwa 14 mal am Tag.

Im Lauf seiner Rennkarriere sammelt der Hund Renngrade an.


Die Hunde beginnen mit einem Grad von „J“, wenn ein Hund im Rennen sein
Talent beweist, kann sich sein Grad bis zu einem „A“ steigern.
Falls ein Hund es wiederholt nicht schafft, auf einem der ersten drei Plätze zu
landen, wird er heruntergestuft. Wenn die Leistung eines Hundes - aufgrund von
Verletzungen, Mangel an Renntalent oder Alter - schwindet, wird er auf eine
niedrigklassigere Bahn umgesetzt. Diese finden sich in aller Regel in
wirtschaftlich strukturschwachen Gemeinschaften. Dort bleibt er, bis seine
Leistungskraft so weit schwindet, dass er fallen gelassen oder von Rennen
ausgeschlossen wird, indem ihm sein Renngrad entzogen wird.

Nach Ansicht der Humane Society of the United States (HSUS) ist die
Rennkarriere des Greyhounds normalerweise vorbei, wenn er vier Jahre alt ist.10

Die Rennindustrie behauptet, dass die Mehrheit dieser „Pensionäre“ in gute


Hände adoptiert oder zur Zucht auf Farmen zurückgeschickt werden.
Belege von Interessengruppen, die die Greyhoundrennen ablehnen, zeigen jedoch,
dass, sobald dem Hund der Renngrad entzogen ist, es wahrscheinlicher ist, dass
sein „Ruhestand“ darin besteht, auf einer niedrigklassigen Bahn in Mexiko zu
laufen, an die medizinische Forschung verkauft, oder einfach getötet zu werden.

9 www.greyhounds.org
10 www.hsus.org/pets/issues_affecting_our_pets/running_for_their_lives_the_realities_of_greyhound_racing/greyhoun
d_racing_facts.html

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Die Verbindung von Rennen und Haustier-Überbevölkerung

Während die meisten Tierheime daran gearbeitet haben, ein öffentliches


Bewusstsein der Haustierüberbevölkerung, die durch Zoohandlungen, „Puppy
Mills“11 und Hinterhofzüchter verursacht wird, zu schaffen, realisieren sie bisher
nicht, dass die Greyhound-Rennindustrie ebenso eine Schuld trifft.
Es gibt in lediglich 13 US-Bundesstaaten Windhundrennen - aber 800
Zuchtfarmen sind auf 43 Staaten verteilt; Florida, Texas, Kansas und Oklahoma
nehmen den Spitzenplatz ein. Die National Greyhound Association (NGA)12, eine
Organisation Pro-Rennen, berichtet von 3.768 registrierten Würfen im Jahr 2006.

Mangel an externer Aufsicht macht es schwierig, die Genauigkeit der Zahlen der
NGA zu verifizieren und es ist unmöglich, zu bestimmen, wie viele Würfe
stattfinden, die nicht registriert werden.
Multipliziert man aber die registrierten Wurfzahlen des NGA mit der Schätzung
der HSUS von zwischen sechs und 10 Welpen in einem durchschnittlichen Wurf,
öffnen die resultierenden Zahlen einem die Augen: Die Zahl von Greyhounds, die
jährlich geboren werden, reicht wahrscheinlich von ca. 22.500 bis 38.000.
Und Greyhounds werden ständig gezüchtet, um zu garantieren, dass die
wettende Öffentlichkeit immer genügend Hunde zu Verfügung hat, auf die sie
wetten kann. „Es gibt in Florida allein 14 Bahnen, und ein Minimum von 1.000
Hunden wird benötigt, um nur eine Anlage in Betrieb zu halten,“ sagt Christine
Dorchak, Mitbegründer der in Massachusetts ansässigen Anti-Renn-Gruppe
Grey2K USA13.

Obgleich die Rennindustrie die Öffentlichkeit glauben machen will, dass die
Mehrzahl der pensionierten Greyhounds schnell und leicht von den
Rettungsorganisationen platziert werden, haben diese Organisationen häufig die
gleichen Vermittlungsschwierigkeiten wie Tierheime. „Ich könnte das Telefon jetzt
abnehmen und würde sofort 500 Greyhounds bekommen,“ sagt Tierschützerin
Oliver von KCREGAP. „Das wirkt sich auf jeden Bundesstaat aus, sogar auf die,
in denen die Rennen illegal sind. Es gibt in jedem Staat Organisationen, die
versuchen, die Fülle der Windhunde zu vermitteln.“
Und es sind nicht nur Rettungsorganisationen, denen die Fürsorge und die
Suche nach einem neuen Zuhause für unerwünschte Windhunde überlassen
wird. Tierheime im ganzen Land sind beschäftigt mit den von Trainern und
Eigentümern abgegebenen Hunden oder überlassenen Hunden von privaten
Rettungsgruppen, die mehr Hunde aufgenommen hatten, als sie bewältigen
konnten.

Die meisten Greyhounds verlassen die Bahn unkastriert - was bedeutet, dass
11 http://en.wikipedia.org/wiki/Puppy_farming
12 www.ngagreyhounds.com
13 www.grey2kusa.org

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Tierheime und Rettungsorganisationen häufig ebenfalls die Last der


Kastration/Sterilisation der Windhunde tragen.
Durch die Peggy Adams Animal Rescue League wurden im Rahmen der durch die
Organisation subventionierten Sterilisierungskampagne im letzten Jahr 39
Windhunde, die die Bahn verlassen hatten, sterilisiert oder kastriert. „Die Bahn,
die Rennindustrie und der Staat machen Millionen von Dollar, indem sie diese
Hunde ausnutzen. Sie haben ihre eigenen Tierärzte. Sie sollten diesen Tieren
helfen, indem sie allen Rettungsgruppen ein breites Spektrum von Services zur
Fürsorge, Kastration und Adoption dieser Hunde zu Verfügung stellen,“ sagt
Geschäftsführerin Joan Carlson-Radabaugh.

„Eine tickende Zeitbombe“

Die Greyhoundindustrie hat den Tierheimen mehr als überzählige Hunde und
Kastrationskosten aufgebürdet. Sie könnte ebenfalls ihre Krankheitsprobleme auf
sie übertragen haben.

Im Januar 2004 wurde die Tierärztin und Immunologin Cynda Crawford von der
Universität von Florida gebeten, den Ausbruch einer dem Zwingerhusten
ähnlichen Krankheit, die auf der Bahn von Jacksonville, Florida aufgetaucht war,
zu untersuchen. Crawford und ihr Forscherteam entdeckten durch
Untersuchungen, Tests und Leichenbeschau, dass die geheimnisvolle Krankheit
ein durch Luft übertragenes Grippevirus war, später H3N8 oder „Hunde-
Grippe“14 genannt.

Gemäß eines Artikel in der Zeitschrift der amerikanischen veterinärmedizinischen


Vereinigung(AVMA) aus dem Jahr 200515 wird vermutet, dass der Virus vom Pferd
auf den Hund über gesprungen ist. Während niemand weiß, wie das Virus die
Speziesbarriere überwunden hat, umfassen Theorien die Möglichkeit, dass die
Krankheit verbreitet wurde, als Hunde angesteckten Pferden ausgesetzt wurden.
Im Fall der Greyhounds könnte dies an irgendwelchen Bahnen aufgetreten sein,
an denen beide Spezies laufen. Einer anderen Theorie zufolge könnten die Hunde
an dem Virus erkrankt sein, nachdem ihnen verseuchtes Pferdefleisch gefüttert
worden ist.
Ausbrüche von H3N8 wurden bald auf Rennbahnen, in Hundepensionen und
auch in Tierheimen alltäglich. Im Jahr trat H3N8 in 22 Staaten der USA auf, was
sich auf sowohl rennende Windhunde als auch auf Begleithunde gleich
nachdrücklich auswirkte.
Seit der Entdeckung von H3N8 haben einige Rennkommissionen versucht, die
Risiken der Krankheitsübertragung zu verringern, indem sie den regelmäßigen
Transport von Greyhounds in ihre Bundesstaaten eingestellt haben. „Es gibt zur
14 http://www.vetline.de/facharchiv/pferde/journal-
club/pferdeinfluenzavirus_h3n8_infiziert_hunde_amerika__.htm?PHPSESSID=11cc7199f7a88d7af39e7a4200a3d2b5
15 JAVMA:“Canine Influenza Virus Surfaces,” Vol. 227, No. 9, 2005

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Zeit über 50.000 reisende junge Windhunde, die zwischen 34 Bahnen in 13


Staaten pendeln,“ so Dorchak.

Während es noch unklar ist, ob sich die Krankheit direkt von den Rennbahnen
auf die Tierheime verbreitet hat, fragen sich viele, ob die von Tierheimen oder von
Rettern im ganzen Land aufgenommenen Hunde H3N8 in die Tierheimumgebung
gebracht haben, wo das Virus sich nun sowohl auf Greyhounds als auch andere
Hunde auswirkt.

„Für Tierheime und Tierbesitzer ist die Hundegrippe eine tickende Zeitbombe
geworden. Im Palm Beach County ging diese Bombe nun hoch…“ schrieb 2006
der Journalist Stacey Singer in einem Artikel der Palm Beach Post. In diesem
Jahr behandelte die Peggy Adams Animal Rescue League über 180 Hunde gegen
Hundegrippe, während die staatliche Agentur Palm Beach Animal Care and
Control16, die 26.000 Tiere jährlich aufnimmt, die Annahme von Hunden
einstellen musste und die symptomatischen und der Krankheit ausgesetzten
Hunde tötete, um Tiere anderer Landkreise zu schützen.

Bald hatte sich H3N8 überall verbreitet.


2006 wurde das Cheyenne Animal Shelter in Wyoming zur gleichen Entscheidung
gezwungen, sie töteten, als ein Ausbruch auftrat, 42 Hunde, um die Verbreitung
der Krankheit zu stoppen.
Obgleich viele Tierärzte im ganzen das Land die Entscheidung der Tierheime und
staatlichen Tierfürsorge- und Kontrollagenturen unterstützten, Tiere zu töten, um
die Verbreitung der Krankheit einzudämmen, wurde das Ausmaß von Tierarzt
und NGA-Berater Brad Fenwick „unverantwortlich“ genannt, der in einigen Palm
Beach Post Artikeln über die Ausbrüche zitiert wurde. In seinem Interview mit der
Post deutete Fenwick an, dass sich die Rennindustrie, falls ein Grippeimpfstoff
entwickelt werden würde, der Impfung der Hunde entgegenstellen würde. „Die
Sorge der NGA ist, dass ein Grippeimpfstoff auf den Markt gebracht würde, und
jede Rennbahn und jede staatliche Rennbehörde wäre gezwungen, ihre Hunde
mehrfach ohne Nutzen zu immunisieren,“ sagte er.
Dianne Sauve, Direktorin der Palm Beach County Animal Care and Control,
beschrieb eine Vorgehensweise, wie Tierfürsorge- und Kontrollagenturen helfen
könnten, H3N8, Alabama-Rot, STSS17 und andere Krankheiten auf den
Rennbahnen in Schach zu halten. In einem Palm Beach Post Artikel aus dem
Jahr 2006 schlug Sauve vor, taktvoll jede Art von Schuldzuweisung vermeidend,
dass Tierfürsorge- und Kontrollagenturen die Ermächtigung bekommen sollten,
private Tierheime, Rennbahnen oder jede mögliche andere Anlage unter
Quarantäne zu stellen, bei denen ein Ausbruch festgestellt wurde. „Ich sage
nicht, dass die Rennindustrie dies falsch gehandhabt hat…, was mein Büro
betrifft, ist das eine Unbekannte,“ sagte Sauve. „[Aber] wir monitoren und führen
bereits Überwachungen für Tollwut und Krankheiten in kommerziellen
16 www.pbcgov.com/publicsafety/animalcare/
17 http://de.wikipedia.org/wiki/Toxisches_Schocksyndrom

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Zuchteinrichtungen und Tierhandlungen durch.“

Wer schützt Greyhounds?

Wenn es um den Schutz der Greyhounds geht, versagen staatliche Tierfürsorge-


und Kontrollagenturen schon allein deshalb, weil sie annehmen, dass irgendeine
andere Agentur die Wohlfahrt der Greyhounds überwacht. Sie besuchen nur die
lokale Bahnen, wenn Sie durch einen Bahnangestellten oder Rennoffiziellen
hinzugezogen werden. „Wir reagieren nur, wenn es eine Beanstandung wegen
Grausamkeit oder Vernachlässigung gibt,“ sagt Officer Kevin Earley vom Brevard
County Animal Care and Control, die in der gleichen Kommune in Florida gelegen
ist wie der Melbourne-Greyhound-Park.
In den meisten Fällen sind die Bahnen und Farmen verschwiegen über die Art
und Weise, wie sie die Hunde halten und wie sie für sie sorgen - und dies ist so,
weil die Rennindustrie sich in hohem Maße selbst überwachen kann.
Häufig werden dadurch Fälle des Missbrauches, der Vernachlässigung und der
Verletzung übersehen oder heruntergespielt. Jedoch stellte Grey2K USA im Jahr
2005 einen Bericht zur Verfügung18, die anzeigen, dass ungefähr 160 Windhunde
jährlich in Massachusetts verletzt werden und ein anderer Grey2K Bericht
vermerkt, dass über 350 Hunde jährlich auf den Bahnen von New Hampshire
verletzt wurden.19

Auf einigen Bahnen gelten Tierpfleger und auch Tierärzte als „Rennbahnoffizielle“,
deren Hauptaufgabe es ist, zu garantieren, dass die Hunde in Rennform sind und
dass die Prüfung auf leistungssteigernde Drogen nicht positiv ausfällt.
Die meisten dieser Offiziellen berichten staatlichen Renn- oder
Wettkommissionen, was deswegen so ist, um sicherzustellen, dass das Wettspiel
ein lukratives Unternehmen für den Staat bleibt und nicht etwa deswegen, zu
gewährleisten, dass die Hunde gut behandelt werden. In Florida ist der Auftrag
der Abteilung für Totalisatorwetten (Division of Pari-Mutuel Wagering) die
„leistungsfähige, effektive und angemessene Regelung des autorisierten Spiels an
den Totalisatorwettanlagen.“20

Gemäß der Website des Palm Beach Kennel Club ist der Verein eine der größten
touristischen Attraktionen des Gebiets, „mit über 700.000 Besuchern jährlich.
Und der PBKC ist einer von Floridas größten Steuerzahlern, Wett-, Immobilien-
und andere Steuern fließen in den Staatssäckel. Die Bahn vertraut auf lokale
Anbieter für Waren und Dienstleistungen und fördert damit die lokale Wirtschaft.
Über 15 Millionen $ wurde in diesem Bereich im Jahr 2007 umgesetzt.“21

18 http://www.grey2kusa.org/pdf/PR.7.20.05.pdf
19 http://www.grey2kusa.org/pdf/historyNH.pdf
20 http://www.myflorida.com/dbpr/pmw/index.html
21 http://www.pbkennelclub.com/Community.asp

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„Ein Teil der Verantwortung der Regulierungsbedarfs ist die Gesundheit, die
Sicherheit und das Wohlergehen der Gäste sowie der Tiere, die zu Rennen
eingesetzt werden“, sagt Sam Farkas, Pressesprecher der staatlichen
Wirtschaftsaufsichtsbehörde (Department of Business and Professional
Regulation (DBPR), die die Totalisatorwetten Floridas beaufsichtigt. Gemäß
Farkas, überwacht die DBPR die Aufzeichnungen zu Schutzimpfungen, inspiziert
die Zwinger und analysiert die Ergebnisse von den Tierärzten, die die Hunde auf
Drogen untersucht haben.

Bewacht der Fuchs den Hühnerstall?

Allerdings verweisen Sachwalter der Greyhounds auf wiederkehrende Fälle von


Hunden, die sich lebensbedrohende Krankheiten zuziehen, die positiv auf Kokain
getestet werden, die sich während der Rennen Knochen brechen, die während der
Transporte an Hitzschlag sterben oder die durch die Hasenzugmaschine der
Bahn verletzt oder getötet werden.
Auch werden Hunde manchmal erschossen, damit Eigentümer das Geld für einen
privaten Tierarzt sparen, der die Tiere human tötet. Den Hunden werden danach
die Ohren abgeschnitten, damit ihre Identifikations-Tätowierungen nicht
nachverfolgt werden können, und die Körper werden begraben.
Diese anhaltenden Probleme, so argumentieren sie, zeigen, dass die von
Amtswegen verantwortlichen Behörden, die Tiergesundheit und Wohlfahrt
innerhalb der Rennindustrie überwachen sollen, bestenfalls ineffektiv sind in der
Durchsetzung humaner Standards - und schlimmstenfalls der Industrie in die
Tasche wirtschaften.

„Dass die Wettabteilung an den Untersuchungen beteiligt ist, ist, als ob der
Fuchs den Hühnerstall bewacht,“ erklärte Janet Skinner, Sprecherin der
Greyhound Protection League für Florida dem Miami Herald 2002. „Diese
Abteilung erhält einen Großteil ihres Geldes aus den Hunderennen, also obliegt
es ihnen nicht, etwas Unrechtes zu finden.“ Frau Oliver von KCREGAP stimmt
mit ihr darin überein und bemerkt, dass wenige Angestellte es wagen, die Hand,
die sie füttert, zu beißen. „Tierärzte, die von der Industrie bezahlt werden, werden
gegen die Grausamkeiten ihre Stimme nicht erheben,“ sagte sie.
Farkas ist anderer Meinung. „Wir glauben nicht, dass es einen möglichen
Interessenkonflikt gibt,“ stellt er fest. Obgleich die DBPR auch den Veterinärberuf
reguliert und Farkas bestätigt, dass die meisten zugelassenen Tierärzte sich
niemals in die Gefahr begeben würden, ihre Lizenz durch Rücknahme zu
verlieren, beteuert er, dass die DBPR keine Vollzugsvollmachten hat. „Wir können
eine Trainer- oder Tierarztlizenz entziehen, Geldstrafen erheben oder die
Behörden informieren, wenn wir etwas [Illegales] sehen aber… wir sind nur so
stark, wie die Gesetzgebung es zulässt.“

Unfälle und Krankheiten sind auf den Rennbahnen häufig, aber viele Greyhounds

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haben schon Probleme bevor sie ankommen, sagen Tierschützer. Während es


zahlreiche behördliche Verordnungen für die Industrie gibt, die regeln, wie Hunde
transportiert werden sollten, gibt es fast keine Aufsicht. „Ich muss lachen beim
Gedanken an all die Regeln und Verordnungen die entworfen wurden, um die
Hunde beim Transport zu schützen,“ sagt Paulsen von den Greyhound
Companions aus New Mexico. „Obligatorische Klimaanlagen, regelmäßiges
Herauslassen [der Hunde], Wasserverfügbarkeit … jeder bricht diese Regeln, aber
niemand spricht darüber.“
Hunde sterben regelmäßig beim Transport. Im Jahr 2000 starben sechs Hunde
an Hitzschlag, als sie von Oregon zu einer Bahn in Sanford, Florida, transportiert
werden sollten22 und 2002 starben einige Hunde auf dem Transport von Miami
nach Naples (Florida) als die Klimaanlage des Transport-Lkws ausfiel 23. Zwischen
2003 und 2007 ereigneten sich mindestens fünf Unfälle, bei denen entweder der
Anhänger umgekippt oder das Fahrzeug in eine Kollision verwickelt war.

Wann ist ein Hund kein Hund?

Es ist schwierig, Windhunde zu schützen, wenn man sie nicht einmal definieren
kann. In Kansas, wo die National Greyhound Association ihren Sitz hat, gilt ein
staatliches Haustiergesetz, das einen grundlegenden Schutz für Begleittiere
bietet, Greyhounds aber von der Definition des Wortes „Hund“ ausschließt.
„Hund,“ so das Gesetz24, „bedeutet jedes mögliches Tier, das insgesamt oder
teilweise der Spezies Canis familiaris ist, aber umfasst nicht den Greyhound.“
NGA Exekutivdirektor Gary Guccione bietet eine andere Interpretation an und
erklärt in einem Pressekommuniqué des American Greyhound Council, dass die
NGA Greyhounds als Hunde betrachtet, die aber unterschiedlich sind zu Hunden,
die gezüchtet werden, um als Haustiere zu leben.

Die Greyhoundindustrie verwendet die Kunst der Kategorisierung zu ihrem


eigenen Nutzen auf noch eine andere Art und Weise.
Nicht nur sind die Tiere, die von allen Standardwerken als Hunde definiert
werden, keine wirklichen Hunde, sondern, so warnt das American Greyhound
Council, gibt es auch einen großen Unterschied zwischen „Tierschutz-“ und
„Tierrechts-“ Gruppen25. Die Website beschreibt, dass jemand, der „Tierschutz“
betreibt, „eine neutrale Position bezüglich Greyhoundrennen einnimmt.“
Nur extreme Tierrechtsaktivisten, so ist dort nachzulesen, stellen sich gegen
Greyhoundrennen - und diese Leute „fördern Fehlinformation über pensionierte
Windhunde zum Schaden der Industrie.“ Indem sie Verleumder als Radikale

22 http://www.greyhoundnetworknews.org/backissues/00/summer00_cover_b.html
23 http://www.greyhoundracingsucks.com/grs_FloridaarticleMH81402.htm
24“Dog” means any animal which is wholly or in part of the species Canis familiaris but does not include any
greyhound, as defined by K.S.A. 74-8802 and amendments thereto. - Kansas Pet Animal Act, Chapter 47,
Article 17 J http://kansasstatutes.lesterama.org/Chapter_47/Article_17/#47-1701
25 http://www.agcouncil.com/sites/default/files/AGC-FACT_SHEET_DIFFERENCE.pdf

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beschreiben, versuchen die Rennbefürworter Kritiken zu neutralisieren, die auf


die gesamte Industrie abzielen.

Die Rennindustrie und einige Tierschutzgruppen bekämpfen sich öffentlich.


Aber die Frage, ob man sich offen gegen die Industrie ausspricht, ist eine der
größten Schismen, die die Organisationen der Greyhoundschützer teilt.
Während Anti-Renn-Gruppen hoffen, dass ihre fortgesetzte Kritik Änderungen
bewirkt, glauben einige Windhundretter, dass sie mehr für die Tiere tun können,
indem sie neutral bleiben und über die Missbräuche Stillschweigen bewahren, die
den Rennen inhärent sind.

Retter auf einem schmalen Grat

Nach Ansicht der Renngegner nötigen Inhaber und Trainer routinemäßig die
Greyhoundschützer, in dem sie drohen, den Zugang zu den Hunden zu
verweigern, wenn diese irgendetwas Negatives über Windhundrennen sagen. „Sie
tun genau das,“ bestätigt Oliver von KCREGAP.

Einige Gruppen, wie Greyhound Pets of America (GPA), haben Richtlinien 26, die
ihren Vertretern oder Freiwilligen jegliche negativen Äußerungen über Rennen
untersagen. In den Statuten dieser Organisation wird festgestellt, dass die „GPA
politisch neutral und weder Pro- noch Anti-Rennen ist, sondern lediglich daran
interessiert ist, gute Adoptivplätze für Greyhounds zu finden.“ In Gesprächen mit
der Presse oder mit Funk- und Fernsehmedien sollen GPA-Vertreter „das
Gespräch in die Richtung zu zu lenken, wie gut Greyhounds als Haustiere sind.“

Nur wenn sie diesen schmalen Grat gehen, glauben einige Interessengruppen,
wird ihnen weiterhin möglich sein, pensionierte Hunde zu retten. Viele
Rennbahnen treiben nun ihre Partnerschaften mit Adoptionsgruppen voran, und
falls die Partnerschaften unbehaglich sind, ist dies anhand der vielen fröhlichen
Fotografien der vermittelte Windhunde, die auf der Website der Rennbahnen zu
sehen sind, nicht offensichtlich.

Tierschützerin Paulsen meint jedoch, dass sie nie einen Mangel an Hunden
festgestellt hat, obwohl die Drohungen der Verweigerung des Zugangs berechtigt
sein können. „Einige der Trainer arbeiten nicht mit mir, dennoch bin ich der
perfekte Beweis, dass, selbst wenn man auf die schwarze Liste gesetzt wird, man
weiterhin Hunde bekommt,“ sagt sie. „Viele Leute glauben den Drohungen und
entscheiden sich, nichts zu tun. Es gibt so viele Leute, die dieser Rhetorik
Glauben schenken.“
Sally Allen, Präsidentin der Organisation USA Defenders of Greyhounds
(USADOG)27, einer Gruppe, die sich gegen die Rennen ausspricht, stimmt darin
26 http://www.greyhoundpets.org/forms/Code%20of%20Ethical%20Conduct.pdf
27 http://www.usadog.org/

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überein, dass Rettung sogar für Gruppen möglich bleibt, die Stellung beziehen,
da einige Trainer die Politik des „auf die schwarze Liste - Setzens“ missachten
und die Hunde heimlich übergeben. „Ich bin 1998 auf die schwarze Liste gesetzt
worden und habe seither nie Probleme gehabt, Hunde zu erhalten,“ sagt sie.
Oliver glaubt, dass Greyhoundschützer entschlossen bleiben müssen, wenn
ihnen das Wohl der Hunde ein ehrliches Anliegen ist. „Wenn Sie Greyhounds
retten wollen, warum sollten Sie still bleiben?“ sagt sie, „wenn Sie nichts sagen,
erlauben Sie, dass das Leiden weiterhin geschieht.“

Während die Retter der Greyhounds einen schmalen Grat in ihrem doppelten
Wunsch wandeln – den einzelnen Hunden zu helfen und die missbräuchlichen
Praktiken der Industrie zu einem Ende kommen zu sehen - einige wenige
scheinen unter keinem inneren Konflikt zu leiden. Retter sind menschlich und
auch sie können manchmal Beute des Nervenkitzels werden, der Bahnen hilft, im
Geschäft zu bleiben.
Dies war der Fall bei einer Greyhoundschützerin aus Florida, die letzter
November einen Greyhound namens Abby zum Palm Beach Kennel Club brachte,
in der Hoffnung, sie für Adoption ins Rampenlicht zu rücken. Die Tierschützerin
erzählte den Anwesenden auf der Bahn, dass Abby „zurückgezogen worden“ war,
nachdem sie ihr Bein bei einem Rennen gebrochen hatte. Sie erwähnte, dass
Abby ihr „Lieblingshund“ sei. Und fünf Minuten später saß sie mit dem Hund in
den Haupttribüne und bat ihren Ehemann bat, eine Wette auf das folgende
Rennen zu setzen.

Zusammenarbeit

Die meisten Tierschützer unterstützen die Rennindustrie jedenfalls nicht und


versuchen alles, um Partnerschaften im Namen der Hunde bilden können, die
durch die Industrie in Mitleidenschaft gezogen werden.
Aber einige Tierheime verstehen diesen Sachverhalt nicht. „Das Problem ist, dass
die Rennbahnen PR herausgeben, die sagt, dass die Rennen okay sind, und
einige Windhundgruppen Angst haben, dagegen zu sprechen, also hören die
Tierheime nur, dass es keine Probleme gibt,“ sagt KCREGAP-Sprecherin Oliver.

Paulsen glaubt, dass Wohlfahrtsorganisationen und Windhundgruppen Hand in


Hand in dieser Angelegenheit zusammenarbeiten sollten. „Wir arbeiten mit
Tierheimen in New Mexico, um sie zu unterrichten, dass wir helfen wollen, falls
ein Greyhound in das Tierheim gebracht wird,“ sagt sie. „Wir entwickeln z.Z.
Materialien, die Tierheimangestellte und -freiwillige über die Greyhoundrennen
und die speziellen Bedürfnisse der Hunde, die frisch von der Bahn kommen,
unterrichten sollen.“

Gemäß Paulsen haben ehemalige Renngreyhounds Probleme, die normalerweise


in den Adoptionsmaterialien der Rennindustrie nicht erwähnt werden.

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Übersetzung: Creature Feature - A Losing Bet: Greyhound
Racing’s Impact On Shelters
Animal Sheltering Magazine, Ausgabe März/April 2008

Einige Greyhounds können Schlafagression oder andere Verhaltensauffälligkeiten


aufweisen und sie können infolge der schlechten Verpflegung und aufgrund der
ungeeigneten Fürsorge empfänglicher sein für Krankheiten oder Verletzungen.
„Diese Hunde können so leicht verletzt werden,“ sagt sie.
„Ihre Immunsysteme sind häufig beeinträchtigt und sie haben sehr spezifische
Verhaltensanforderungen… sie kommen aus einer Umwelt, die so unterschiedlich
ist zu der anderer Hunde.“
Auf der anderen Seite können Wohlfahrtsorganisationen den
Rettungsorganisationen lehren, wie man bessere Adoptionsverträge gestaltet und
die Beratungsfähigkeiten verfeinert. „Als ich anfing, unterstützten mich die Leute
aus dem Tierheim. Sie haben mir geholfen, die Adoptionsverträge zu entwickeln
und unterrichteten mich darüber, welche Fragen ich stellen sollte,“ so Allen.

Während einige Greyhoundrettungsorganisationen vermutlich davon Abstand


nehmen, Stellung gegen Rennen zu beziehen, um weiterhin pensionierte Hunde
zu erhalten, sind die meisten privaten Wohlfahrtsorganisationen nicht in solch
einer empfindlicher Position. Bislang haben die meisten dieser
Wohlfahrtsorganisationen zu den Greyhoundrennen allerdings keine Stellung
genommen.
Städtische Tierkontrollagenturen, die von der Regierung betrieben werden, sind
gegebenenfalls nicht in der Lage, eine Position zu beziehen, besonders wenn sie
sich in Staaten befinden, in denen Rennen stattfinden. Aber private Tierheime
haben mehr Bewegungsfreiheit, wenn es darum geht, ihre Anhänger aufzuklären.

Während alle Tierschützer darin übereinstimmen, dass es wichtig ist, für die
Hunde, die von der Bahn kommen, zu sorgen und sie richtig zu platzieren,
erinnern einige Windhundliebhaber uns, dass das wirkliche Problem, das
Gemeinschaften adressieren müssen, ist, wie man den inhumanen „Sport“ der
Hunderennen in den Vereinigten Staaten beendet.

***
Janet Winikoff ist Direktorin für Ausbildung für die Humane Society in Vero Beach und Indian
River County in Vero Beach, Florida und arbeitet seit 15 Jahren auf dem Gebiet des Tierschutzes.

Übersetzung und Fußnoten: Dominic Witzel, 21.03.2009

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