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Christian Sander

Er liebt mich, er liebt mich nicht

LEKTION 4:

Der Plan – Wie er sich endgültig in Sie verliebt und eine feste Beziehung führen will

er liebt mich nicht LEKTION 4: Der Plan – Wie er sich endgültig in Sie verliebt

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Inhalt

LEKTION 4

Das Ergebnis des Liebestests:

4

Plan A

6

Der erste Schritt: SIE beenden die Beziehung

12

Der Zweite Schritt – Funkstille

17

Die erneute Anziehungsphase

25

Die SMS-Formel

28

Plan B

34

Die zweite Zutat der Anziehung

42

Was, wenn das alles nicht funktioniert?

50

Plan C

52

Die Einstellung von Traumfrauen in einer Beziehung

54

Nachwort

68

50 Plan C 52 Die Einstellung von Traumfrauen in einer Beziehung 54 Nachwort 68 Seite 3

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LEKTION 4

Das Ergebnis des Liebestests:

ALLE 13 Punkte:

Herzlichen Glückwunsch, Sie sind sein Engel, er liebt Sie ohne jeden Zwei- fel! Sie müssen sich keine Gedanken machen, er hat Sie fest in sein Herz geschlossen. Genießen Sie diese Beziehung! Wenn Sie sich dennoch immer wieder Sorgen machen, ob er Sie denn „nächstes Jahr noch genauso liebt“, sollten Sie vor allem an Ihrem Selbstwertgefühl arbeiten (siehe Lektion 3, letzter Teil). Nur damit bekommen Sie Ihre Angst, ihn zu verlieren, in den Griff. Darüber hinaus sollten Sie sich „Plan C“ (<-Klicken) durchlesen, mit der einen oder anderen Verhaltensänderung verliebt er sich wahr- scheinlich noch mehr in Sie (obwohl das kaum noch möglich ist).

10 - 12 Punkte:

Er liebt Sie. Konzentrieren Sie sich auf das Positive in der Beziehung. Wenn er sich manchmal etwas verschlossen verhält und Sie das Gefühl haben, die Beziehung würde sich nicht weiterentwickeln, dann klicken Sie jetzt auf „Plan C“ (<-Klicken). Dort erfahren Sie, wie Sie seine Liebe auf ein neues und gefestigteres Niveau heben können. Sollte er sich von Zeit zu Zeit ein wenig von Ihnen zurückziehen, sollten Sie sich „Plan B“ (<-Klicken) zu Gemüte führen.

7 - 10 Punkte:

Mal liebt er Sie, mal liebt er Sie nicht. Wirklich sicher ist er sich nicht. Sehr wahrscheinlich hat einer der „Attraktivitätskiller“ aus Lektion 3 dafür gesorgt, dass er sich etwas von Ihnen zurückgezogen hat. Vielleicht hat er schon mal Sätze in den Mund genommen wie: „Ich bin mir nicht sicher, ob ich überhaupt bereit bin für eine Beziehung.“ Klicken Sie bitte jetzt auf „Plan B“ (<-Klicken), dort finden Sie die nötigen Schritte, die Sie ab sofort unternehmen sollten.

auf „Plan B“ (<-Klicken) , dort finden Sie die nötigen Schritte, die Sie ab sofort unternehmen

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4 - 7 Punkte:

LEKTION 4

Allem Anschein nach empfindet er keine ernsthaften Emotionen (mehr) für Sie. Vermutlich wird er die Beziehung auch bald beenden oder er hat sie bereits beendet. Wahrscheinlich hat er die niederschmetternden Sätze benutzt: „Du hast einen Besseren verdient“ oder „Ich kann Dir nicht das geben, was Du brauchst“. Wenn Sie sich dennoch regelmäßig mit ihm tref- fen und/oder Sex mit ihm haben, dann sieht er Sie lediglich als eine Affäre ohne jede Verpflichtung. Vielleicht sind auch noch andere Frauen mit im Spiel. Wie dem auch sei, er befindet sich in Beziehungsphase 1 oder ist vielleicht nie über diese Phase hinausgekommen, er empfindet maximal körperliche Anziehung für Sie. Das hört sich vielleicht im ersten Moment entmutigend an, ist jedoch gar kein so schlechter Ausgangspunkt. Körper- liche Anziehung ist bei Männern eine entscheidende Basis für die weiteren Beziehungsphasen und somit für tiefere Gefühle. Klicken Sie jetzt bitte auf „Plan A“ (<-Klicken), um zu erfahren, wie Sie (erneut) Gefühle in ihm wecken, die über das rein körperliche Interesse hinausgehen.

0 - 3 Punkte:

Irgendetwas zwischen Ihnen und Ihrem Kandidaten ist mächtig schief gelaufen. Ich sage es Ihnen nur ungern, aber die Chancen, ernsthafte Emotionen in ihm zu wecken, stehen nicht sonderlich gut. Lesen Sie sich dennoch „Plan A“ (<-Klicken) durch und probieren Sie aus, ob die darin enthaltenen Tipps etwas bei ihm bewirken. In manchen Fällen funktionie- ren diese Hinweise wider Erwarten erstaunlich gut, in vielen Fällen ist es jedoch besser, wenn Sie sich nach einem anderen Mann umschauen.

Erwarten erstaunlich gut, in vielen Fällen ist es jedoch besser, wenn Sie sich nach einem anderen

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Plan A

LEKTION 4

(Er will sich trennen, hat sich vielleicht sogar schon getrennt)

Wie Sie in Lektion 2 gelernt haben, durchlaufen (die allermeisten) Männer die einzelnen Beziehungsphasen der Reihe nach. Was ich im Laufe der Jahre immer wieder beobachtet habe, ist Folgendes:

Wenn ein Mann spürt, dass seine Partnerin die einzelnen Phasen schnel- ler durchläuft als er selbst und schnurstracks in Richtung Phase 4 rennt (= endgültige, feste Beziehung), ohne auch selbst das Ganze einmal kritisch zu hinterfragen, gerät die Liebe in eine emotionale Schieflage (siehe Lektion 3). Aufgrund des „Teufelskreis‘ der Leidenschaft“, der dadurch in Gang gerät, bleibt ihm im Grunde nichts anderes übrig, als sich von der Frau zurückzu- ziehen. Und zwar tut er das, indem er sich emotional in eine Beziehungsphase davor begibt.

Ein Beispiel:

Ein noch relativ frisches Liebespaar kennt sich seit zwei Monaten und sie tauschen Intimitäten miteinander aus. Der Mann gleitet nun allmählich in Phase 2, da er das Gefühl hat, seine neue Eroberung scheint ernsthafte Ab- sichten für ihn zu hegen. Er beginnt also, sich mehr Zeit für sich selbst und seine anderen Interessen zu nehmen und unterzieht seine neue Liebschaft damit den berüchtigten, männlichen „Eignungstests“. Dadurch schleicht sich – aus den uns mittlerweile bekannten Gründen – ein emotionales Un- gleichgewicht in die Beziehung und die Frau beginnt unbewusst, einen der „Attraktivitätskiller“ auszuleben. Plötzlich bekommt der Mann das seltsame Bedürfnis, sich von ihr zurückzuziehen und seinen „Freiraum“ auszukosten. Je mehr sich nun die Frau ihrer Angst vor Zurückweisung hingibt und ihn damit konfrontiert, umso mehr zieht er sich von ihr zurück. Nachdem die

Angst vor Zurückweisung hingibt und ihn damit konfrontiert, umso mehr zieht er sich von ihr zurück.

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LEKTION 4

beiden den tragischen „Teufelskreis der Leidenschaft“ einige Zeit durchlau- fen haben, eröffnet er ihr: „Du, ich glaube, ich bin momentan nicht bereit “

für eine Beziehung. Lass uns lieber Freunde sein

Ich finde es immer wieder spannend, die offensichtlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau herauszuschälen: Wenn ein Mann sagt: „Lass uns Freunde sein“, hat das eine völlig andere Bedeutung, als wenn eine Frau diesen Satz von sich gibt. Wenn Männer „Freunde“ sein wollen, heißt das meist nichts anderes, als: „Lass uns ab und zu noch treffen und Sex haben, aber ohne jede Verpflichtung.“ Wenn Frauen hingegen mit einem Partner nur noch „befreundet“ bleiben wollen, dann deshalb, weil sie den Mann als Menschen zwar schätzen, aber keine sexuelle Anziehung mehr empfinden. Mit einem „guten Freund“ ins Bett zu gehen, widerspricht der Vorstellung der meisten Frauen.

Welche Bedeutung hat das aber konkret? Ganz einfach: Wenn ein Mann plötzlich mit Ihnen befreundet sein will, nachdem Sie eine Zeit lang eine Liebesbeziehung mit ihm hatten, dann be- deutet das: Er hat sich zurück in die Anziehungsphase (Phase 1) begeben. Er fühlt sich wahrscheinlich noch körperlich zu Ihnen hingezogen und er unternimmt auch (mehr oder weniger) rege Anstrengungen, Sie ins Bett zu bekommen, aber ernsthafte Emotionen sind bei ihm nicht mehr im Spiel. Diese ersten ernstzunehmenden Emotionen entwickeln sich erst in Phase 2, um dann in Phase 3 und 4 zu echten, tiefen Emotionen heranwachsen. Doch offenbar ist er überzeugt, Sie hätten seine Beziehungstests aus Phase 2 nicht „bestanden“, und so wandert er in die erste Phase zurück und empfindet primär nur noch körperliche Anziehung. Eventuell hat er sich aber auch nie in Phase 2 und 3 begeben, sondern ist in der ersten Phase der Anziehung „steckengeblieben“. Das bedeutet für ihn: Er sieht das Ganze als eine Freund- schaft mit sexuellen Vorzügen. So entmutigend sich das auf den ersten Blick vielleicht anhört: Es ist längst nicht so dramatisch, wie Sie vielleicht denken.

sich das auf den ersten Blick vielleicht anhört: Es ist längst nicht so dramatisch, wie Sie

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LEKTION 4

Doch lassen Sie mich zuerst einen in der Damenwelt weit verbreiteten Irr- tum aus der Welt schaffen:

Für die meisten Frauen beinhaltet der Wunsch nach Sex mit einem Men- schen, mit dem man sich gut versteht, ein tiefergehendes Interesse und zu- mindest einen Ansatz von Emotionen – und so verwechseln sie häufig das bloß körperliche Interesse eines Mannes mit dem, was sie selbst als Grundla- ge für Intimitäten erachten: „Er scheint etwas für mich zu empfinden, sonst würde er ja keinen Sex mit mir haben wollen. Und außerdem ist er immer noch sehr charmant, wenn er sich mit mir treffen möchte. Ich glaube, er empfindet noch etwas für mich. Wenn er doch nur zu seinen Gefühlen ste- hen würde!“

Ein großer Denkfehler, liebe Damen

Wenn ein Mann die Chance bekommt, Sex ohne die Verpflichtungen einer Beziehung zu bekommen, wird er dieses Angebot meistens nicht ausschla- gen. Und wenn sich die Frau auf einen solchen Deal einlässt (wir sind nur „Freunde“ und haben ab und zu Sex miteinander), dann wird ein Mann den Teufel tun, und (wieder) eine Beziehung mit ihr beginnen.

Fakt ist: Ihr Kandidat befindet sich in der ersten Phase der Beziehung, näm- lich der Anziehungsphase. Wie Sie mittlerweile aus Lektion 2 wissen, gelten in dieser ersten Phase völlig andere Regeln als in den darauf folgenden Pha- sen. Der häufigste Fehler, den viele Frauen begehen, ist folgender: Sie versu- chen mit den Verhaltensweisen, die in späteren Beziehungsphasen wichtig und richtig sind, einen flüchtigen Mann (wieder) „einzufangen“. Sie demons- trieren ihm, dass sie in „guten wie in schlechten Zeiten“ zu ihm stehen. Sie versuchen ihm zu beweisen, welch „perfektes Team“ sie beide doch wären und dass sie – komme was da wolle – immer für ihn da sind. Doch auf solche „Liebesschwüre“ legen Männer in der Anziehungsphase leider keinen gro-

für ihn da sind . Doch auf solche „Liebesschwüre“ legen Männer in der Anziehungsphase leider keinen

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LEKTION 4

ßen Wert. Im Gegenteil, sie interpretieren diese häufig als emotionale Insta- bilität oder womöglich als „verzweifelte Beziehungssucht“, und dabei spielt es keine Rolle, ob sie sich erst zwei Wochen oder schon zehn Jahre kennen:

Wenn sich ein Mann in die erste Beziehungsphase zurückzieht, gelten die Regeln der Anziehung.

Mhh, aber wie lauteten diese Regeln noch gleich dingt noch einmal in die zweite Lektion hinein.

? Schauen Sie dazu unbe-

Zusammengefasst sind die Grundsätze der Anziehungsphase folgende:

Sie laufen einem Mann nicht hinterher! Sie überschütten ihn nicht mit Liebesbekundungen! Sie beginnen auf keinen Fall, um ihn zu „kämpfen“! SIE sind die Prinzessin, um die ER kämpfen muss, und nicht umgekehrt!

Emotional können Sie also einen „flüchtigen“ Mann nur erreichen, indem Sie das Gegenteil von dem tun, was Ihr Herz für das Richtige hält: Sie ver- suchen ihn nicht davon zu überzeugen, welch tolle Partie Sie sind und wie wundervoll eine Beziehung mit Ihnen beiden sein könnte. Ganz im Gegen- teil: Sie tun etwas, mit dem er nie und nimmer rechnen würde:

Sie akzeptieren die Trennung voll und ganz. Falls er bisher noch nicht den „Mumm“ hatte, sich von Ihnen zu trennen, und nur mit verwirrenden Phra- sen wie „Lass uns lieber Freunde sein“ oder „Ich bin nicht der Typ für feste Beziehungen“ um sich warf, dann hören Sie auf zu hoffen und zu bangen. Tun Sie stattdessen das einzig Wirksame in dieser Situation:

Sie trennen sich von ihm.

Wie Sie in der dritten Lektion gelernt haben, gibt es nur einen „Schuldigen“, der dafür sorgte, dass sich Ihr Kandidat in seine erste Beziehungsphase zu-

gibt es nur einen „Schuldigen“, der dafür sorgte, dass sich Ihr Kandidat in seine erste Beziehungsphase

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LEKTION 4

rückzog: Es ist sein schlechtes Gewissen und das bedrückende Schuldgefühl, Ihnen „nicht das geben zu können, was Sie brauchen.“ Und er ist überzeugt davon, dass sich daran auch nichts mehr ändern wird.

Das Einzige, was nun in dieser Situation Wirkung zeigt, ist ihm dieses Schuldgefühl zu nehmen. Und das erreichen Sie, indem Sie sich von ihm zu- rückziehen, ja noch viel extremer: Sie trennen sich von ihm. Sie wollen keine Beziehung. Sie wollen maximal noch platonisch mit ihm befreundet sein. Sie tun das nicht schmollend und vorwurfsvoll, sondern freundlich und gut gelaunt.

Vielleicht denken Sie jetzt: „Aber das stimmt ja überhaupt nicht, ich will ihm doch nichts vorspielen! Ich will ja eine Beziehung mit ihm! Außerdem habe ich Angst, dass er dann endgültig verschwindet, wenn ich ihm keine Gefühle

mehr zeige

die Ihnen solche Gedanken aufzwingt. Und diese Angst hat den jetzigen Scherbenhaufen überhaupt erst ausgelöst. Können Sie mir also folgen, wenn ich Ihnen sage: Tun Sie das Gegenteil dessen, von dem Sie bisher glaubten, dass es das Richtige ist? Wissen Sie, welche Erfahrungen einen Mann wirklich aufmerksam werden lassen? Es sind Ereignisse, mit denen er nicht rechnet. Jeder Mann hat es im Laufe seines Lebens schon irgendwann einmal erlebt:

Er lässt sich auf eine Frau ein und bekommt irgendwann das Gefühl, keine ernsthaften Emotionen für sie entwickeln zu können. Er bleibt in den ersten Phasen der Beziehung stecken. Das tut ihm leid und er fühlt sich deswe- gen schuldig. Um dieses bedrückende Gefühl der Schuld loszuwerden, bleibt ihm nichts anderes übrig, als diesem Gefühl aus dem Weg zu gehen. Da die Frau der offensichtliche Auslöser dieses Schuldgefühls ist, geht er ihr aus dem Weg und schleicht sich schließlich davon. Er weiß, er kann diese Frau nicht dauerhaft glücklich machen – sie wirkt tief unglücklich, und das auch noch seinetwegen. Weil es aber sein urmännlicher Wunsch ist, einen

“ Nun, das ist nichts anderes als die Angst vor Zurückweisung,

es aber sein urmännlicher Wunsch ist, einen “ Nun, das ist nichts anderes als die Angst

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positiven Eindruck bei einer Frau zu hinterlassen und sie glücklich zu machen, verspürt er dieses Schuldgefühl umso beklemmender. Und nun

beginnt sie auch noch, um ihn zu kämpfen

und macht ihm Vorwürfe. Sie will krampfhaft noch mal „über alles reden“. Sie versucht wirklich alles, um ihn wieder umzustimmen. Das aber verstärkt sein Schuldgefühl nur noch mehr, denn er beginnt langsam zu glauben, er sei ein völliger Unmensch. Wie kann man eine Frau derart leiden lassen? Er muss dringend verschwinden, ihn beschleicht allmählich das Gefühl, er sei ein wahres Monster.

Sie weint und klagt, sie bettelt

Um einen Mann zu kämpfen, der sich nach Phase 1 zurückgezogen hat, oder sogar nie über diese erste Phase hinauskam, wird auf Dauer nicht funktio- nieren.

Beziehungen funktionieren auf Dauer am besten, wenn der Mann am Anfang um die Frau kämpft, und nicht umgekehrt.

Wenn sich eine Frau in einer solchen Situation allerdings anders verhält, als er es kennt und erwartet, können Sie sich einer Sache sicher sein: Er wird denken: „Sie ist wirklich anders als die anderen.“ Und genau das ist der erste Schritt zu dem, was später echten Respekt und Bewunderung in ihm auslösen wird.

Und genau das ist der erste Schritt zu dem, was später echten Respekt und Bewunderung in

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LEKTION 4

Der erste Schritt: SIE beenden die Beziehung

Wenn er also schon öfters Dinge von sich gegeben hat wie „Du verdienst ei- nen Besseren, ich bin nicht gut genug für Dich“, sich jedoch noch nicht end- gültig von Ihnen getrennt hat, dann tun Sie etwas, mit dem er nicht rechnet:

Sie gehen. Wenn er selbst schon die Beziehung beendet hat, dann akzeptieren Sie das voll und ganz.

Beides sollten Sie am besten schriftlich tun, denn das geschriebene Wort hinterlässt oft einen stärkeren Eindruck als das gesprochene.

Unabhängig davon, ob er die Beziehung bereits beendet hat oder Sie (aus Feigheit) noch „hinhält“ und eventuell eine Beziehungspause oder Ähnli- ches gefordert hat – Sie schreiben ihm einen Brief oder eine E-Mail mit der folgenden Formel:

1. Sie erinnern ihn an ein schönes/lustiges/aufregendes Erlebnis

2. Sie listen Eigenschaften auf, die Sie an ihm sehr mögen

3. Sie betonen dabei, dass Sie ihn als Mensch schätzen

4. Leider passen sie beide jedoch nicht zusammen

5. Es tut Ihnen leid, wenn Sie ihn unter Druck gesetzt haben

6. Sie haben momentan weder Zeit noch die Lust auf diesen „komplizier- ten Beziehungskram“

7. Sie und er können ja Freunde bleiben

Der Brief könnte dann in etwa so aussehen:

ten Beziehungskram“ 7. Sie und er können ja Freunde bleiben Der Brief könnte dann in etwa

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Lieber (Name Ihres Kandidaten),

Ich möchte Dir heute etwas schreiben, das ich Dir schon lange mal sagen wollte, doch irgendwie kam ich bisher noch nicht dazu. (Die Einleitung sollte deutlich machen, dass jetzt kein „Drama“ kommt, sondern dass Sie ihm nur etwas mitteilen, woran Sie schon lange denken. Sie vermitteln den Eindruck von „Normalität“ und völliger Gefasstheit.)

Es hat mir immer viel Spaß gemacht, meine Zeit mit Dir zu verbringen. Weißt Du noch, wie wir damals in diesem Vergnügungspark mit dem Autoscooter gefahren sind und sich dieses komische Pärchen so über unse- ren Fahrstil aufgeregt hat? Und wie wir uns danach mit Popcorn beworfen haben? Das war echt ein Riesenspaß! ;-) (Sie stellen damit Gemeinsamkeiten her und setzen ihre gemeinsame Zeit in einen positiven Kontext. Damals hatte er noch keine Schuldgefühle – an diesen Zustand erinnern Sie ihn.)

In der Zeit, die wir gemeinsam verbracht haben, habe ich Dich als humor- vollen, sehr intelligenten und selbstbewussten Menschen kennengelernt. Es gibt nur wenige Männer, die anderen Menschen gegenüber so selbstsicher auftreten wie Du. Das habe ich immer an Dir bewundert. Du bist wirklich ein ganz besonderer Mensch. (Männer hören solche begründeten Komplimente äußerst selten. Damit schmei- cheln Sie seinem Ego ungemein – werden Sie dabei jedoch nicht emotional und schreiben keine Gefühlsäußerungen á la: „Ich habe Dich immer geliebt“.)

Während all der Zeit, in der wir uns kennen, ist mir allerdings etwas bewusst geworden:

(Sie nehmen das Wort „Beziehung“ nicht in den Mund!) Wir beide haben sehr unterschiedliche Persönlichkeiten und für etwas Längerfristiges sind wir einfach viel zu verschieden. Vielleicht habe ich

Persönlichkeiten und für etwas Längerfristiges sind wir einfach viel zu verschieden. Vielleicht habe ich Seite 13

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manchmal den Eindruck erweckt, als würde ich mein ganzes Leben mit Dir verbringen wollen. Vielleicht habe ich Dich damit auch manchmal unter unnötigen Druck gesetzt. Das tut mir leid. Ich weiß, ich kann anderen ganz schön auf die Pelle rücken. ;-) (Damit zeigen Sie Verständnis für ihn – das erleben Männer in solchen Si- tuationen fast nie! Alleine damit heben Sie sich schon enorm vom Rest der Frauen ab. Außerdem reflektieren Sie Ihr Verhalten auf eine humorvolle Art und Weise. Das spricht für Ihre innere Stärke.)

Mir ist mittlerweile bewusst geworden, dass ich momentan überhaupt nicht die Nerven und die Lust auf diesen komplizierten „Beziehungskram“ habe. Damit bereitet man sich nur sinnlose Kopfschmerzen. (Sie deuten damit im Grunde das an, was er selbst empfindet. Sie drehen

also den Spieß um! Er denkt: „Sie ist ja gar nicht so ‚beziehungssüchtig‘, wie

ich immer dachte

“)

Ich schätze Dich als Mensch sehr, aber ich empfinde keine ernsthaften Ge- fühle für Dich. Ich dachte das eine Zeit lang, aber da hatte ich mich wahr- scheinlich in etwas hineingesteigert. Verstehe mich bitte nicht falsch, ich fin- de, Du bist ein toller Mann, aber wir beide passen einfach nicht zusammen. Und das liegt nicht an Dir, sondern an mir selbst. Ich glaube, ich suche nach etwas ganz anderem. (Sie haben nicht genug Gefühle für ihn und das tut Ihnen leid! Das liegt aber nicht an ihm, sondern an Ihnen – wieder drehen Sie den Spieß um und ha- cken obendrein ein wenig auf seiner Eitelkeit herum. Sagen oder schreiben Sie das aber niemals in einem verletzenden, vorwurfsvollen Ton. Sagen Sie es, als würde es Ihnen wirklich leidtun. Damit tauschen sie die Rollen: SIE sind plötzlich diejenige, die die Kontrolle über die Situation hat, nicht mehr nur er alleine!) Deshalb glaube ich, es wäre besser für uns, wenn wir einfach nur noch mit- einander befreundet wären.

Deshalb glaube ich, es wäre besser für uns, wenn wir einfach nur noch mit- einander befreundet

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Ich bin mir sicher, dass Du eines Tages eine Frau finden wirst, die Dich rich- tig liebt und die zu Dir passt. Denn Du bist ein toller Mensch. (Damit betonen Sie noch einmal, dass Sie nicht verletzt oder enttäuscht von ihm sind – eine wichtige Zutat, um sein Schuldgefühl verschwinden zu lassen.)

Alles Liebe

(Ihr Name)

P.S. Tut mir wirklich leid, dass ich Dir manchmal so einen Stress gemacht

habe, ich weiß auch nicht, was da in mich gefahren ist. Ich kann manchmal wirklich eine Furie sein. ;-) Tut mir wirklich leid (Sie wiederholen noch mal Ihr Verständnis für ihn und nehmen ihm damit

sämtliche Schuldgefühle. Allein das kann schon Wunder bewirken

)

Doch auch, wenn er die Beziehung bereits beendet hat: Geben Sie ihm unbe- dingt zu verstehen, dass Sie überhaupt nicht (mehr) auf eine Beziehung aus sind! Sagen oder schreiben Sie ihm so etwas wie: „Ich bin wirklich froh, dass Du das so siehst. Ich habe momentan überhaupt keine Zeit für solche kom- plizierten Beziehungskisten und wenn ich ehrlich bin – ich habe mich da nur in etwas hineingesteigert. Schön, dass wir so ehrlich miteinander umge- hen können!“ Damit loben Sie ihn für seine Ehrlichkeit. Das ermutigt ihn, auch weiterhin ehrlich mit Ihnen umzugehen – ein wichtiger Bestandteil einer späteren, festen Beziehung. Ein weiterer Satz, der Ihnen später zum Vorteil werden kann, ist folgender:

Wenn ein Mann beginnt, die Beziehung mit Ihnen ernsthaft anzuzweifeln, sagen Sie: „Danke, dass Du so offen zu mir bist, ich weiß das wirklich zu schätzen! Ich bin wirklich froh, dass Du das sagst, denn ich bin mir meiner

mir bist, ich weiß das wirklich zu schätzen! Ich bin wirklich froh, dass Du das sagst,

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LEKTION 4

Sache auch nicht sicher.“ Sie bewirken damit in erster Linie Erleichterung bei ihm, anstatt ihn mit Ihren Tränen zu konfrontieren und sein Schuldge- fühl damit nur zu vergrößern. Weinen Sie sich bei einer guten Freundin aus – nicht bei ihm!

Fakt ist: Sie wollen momentan keine Beziehung mit ihm führen. Und das ist noch nicht einmal gelogen – unter diesen Bedingungen (dass er sich ständig unsicher ist oder sich sogar schon getrennt hat) wollen Sie tatsächlich keine Beziehung! Doch anstatt ihm Vorwürfe zu machen, ewig mit ihm zu disku- tieren und ihn damit noch weiter von sich fortzutreiben, denken Sie an den simplen Grundsatz:

Menschen ergreifen die Flucht, wenn sie verfolgt werden.

Und weil er bereits durch die Dynamik des „Teufelskreis‘ der Leidenschaft“ emotional in die Flucht geschlagen wurde, ergreifen Sie nun selbst die Flucht, anstatt ihn weiter zu verfolgen

emotional in die Flucht geschlagen wurde, ergreifen Sie nun selbst die Flucht , anstatt ihn weiter

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LEKTION 4

Der Zweite Schritt – Funkstille

Nach Ihrer Ansage, dass Sie ihr Verhältnis nicht (mehr) als Beziehung sehen, ihn aber als Mensch dennoch schätzen und weiterhin mit ihm „befreun- det“ bleiben möchten, braucht Ihre Seele dringend eine Zeit der Erholung. Sie waren nun eine längere Zeit lang im „Teufelskreis der Leidenschaft“ gefangen, davon brauchen Sie jetzt dringend Ruhe und Abstand. Konkret heißt das: Tun Sie mindestens einen Monat lang nichts, was mit ihm oder der Beziehung zu tun hat. Verbannen Sie alles aus Ihrer Wohnung, was Sie an ihn erinnert. Löschen Sie seine Telefonnummer und seine E-Mail-Ad- resse. Wenn Sie eine gemeinsame Wohnung haben, gehen Sie ihm so weit wie möglich aus dem Weg. Wenn möglich, ziehen Sie zu einer Freundin. Und, am allerwichtigsten: KÜMMERN SIE SICH IN DIESER ZEIT AUS- SCHLIESSLICH UM SICH SELBST!

Was Sie jetzt durchleben, ist eine Art „abgeschwächter Liebeskummer“. Die Beziehung, so wie sie einmal war, ist jetzt vorbei. Allerdings: Sie können froh sein, dass sie vorbei ist. Diese Beziehung hätte Sie nur weiter ins Unglück getrieben. Außerdem haben SIE die Reißleine gezogen und das Ganze erst einmal beendet. Das gibt Ihnen ein stückweit das Gefühl der Kontrolle über die Situation. Sie sind der Gefahr entgangen, sich selbst zu verlieren. Darauf können Sie stolz sein. Trotzdem empfinden Sie in dieser Zeit einen gewissen Liebeskummer. Das ist vollkommen normal. Diversen Studien zufolge dau- ert es nach einer Trennung drei bis sechs Wochen, bis man den schlimmsten Liebeskummer überwunden hat. Interessanterweise ist das die gleiche Zeit- spanne, die größere Wunden unseres Körpers brauchen, um zu heilen.

Die Wunde, die Ihnen der „Teufelskreis der Leidenschaft“ zugefügt hat, muss also erst einmal ausheilen, bevor wir weitere Schritte unternehmen können. In dieser Zeit der „Heilung“ sollten Sie Ihre gesamte Energie darauf richten, was IHNEN guttut. Wenn Sie sich beim Gedanken an IHN ertappen, ärgern

Sie Ihre gesamte Energie darauf richten, was IHNEN guttut. Wenn Sie sich beim Gedanken an IHN

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LEKTION 4

Sie sich nicht darüber. Nehmen Sie es als ein Zeichen der Heilung wahr. Fragen Sie sich stattdessen: „Was würde MIR jetzt Spaß machen?“ Und dann TUN Sie es.

Sie können sich in der Anfangszeit der Funkstille natürlich auch ein wenig selbst bedauern. Es ist nur natürlich, dass Sie sich eine Zeit lang wie ein Op- fer gefühlt haben. Sie haben diesem Mann Ihre ungeheure und unsterbliche Liebe angeboten und waren auf hunderte Arten so gut zu ihm. Aber er hat Sie trotzdem verschmäht. Es ist so unfair!

Gönnen Sie sich dieses Selbstmitleid. Schreiben Sie einen Brief, in dem Sie Ihrem Kandidaten alles sagen, was Sie ihm nie gesagt haben: „Du glaubst wohl, Du bist was Besseres! Natürlich habe ich Gefühle für Dich, aber das gibt Dir noch lange keinen Grund, mich so zu behandeln! Scher Dich doch zum Teufel, Du verdammter §%&$?!! Aber trotzdem wünsche ich mir nichts sehnlicher, als Dich wieder in meinen Armen zu halten. Ich hoffe, Du be- greifst bald, dass Du keine bessere als mich finden wirst. Du und Deine Bin- dungsangst – Du musst dringend etwas dagegen unternehmen!“ Bringen Sie all Ihre Wut und Verletzungen in diesem Brief zum Ausdruck. Schreiben Sie alles auf, das Sie ihm gerne sagen würden. Aber, ganz wichtig: Schicken Sie diesen Brief NIEMALS ab! Am besten, Sie zerreißen diesen Brief wieder.

Nach spätestens einer Woche des Selbstmitleids und der Trauer um die „alte Beziehung“ raffen Sie sich auf und TUN ETWAS FÜR SICH. Gehen Sie zum Friseur und genehmigen Sie sich einen neuen Haarschnitt. Gehen Sie mit Freundinnen aus. Buchen Sie einen Tanzkurs. Widmen Sie sich Ihrem Traumzettel aus Lektion 2 und probieren Sie etwas davon aus. Lernen Sie neue Menschen kennen. FLIRTEN Sie mit anderen Männern. Treiben Sie Sport. Gönnen Sie sich ein Wellness-Wochenende. Was auch immer Sie machen – es muss IHNEN GUTTUN. Auch wenn es sich in der ersten Zeit noch ungewohnt anfühlt: Vergraben Sie sich auf keinen Fall in

IHNEN GUTTUN. Auch wenn es sich in der ersten Zeit noch ungewohnt anfühlt: Vergraben Sie sich

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LEKTION 4

Ihrer Wohnung und warten darauf, dass er sich meldet! Damit würden Sie nur wieder in das alte Schema verfallen.

Damit Sie nicht wieder in die alten Muster verfallen, sollten Sie sich einen Plan aufstellen. Beantworten Sie sich bitte selbst folgende Fragen und schrei- ben Sie die Ergebnisse dazu auf:

• Welche Aktivitäten machten Ihnen Spaß, bevor diese ganze Misere anfing?

• Welche persönlichen Ziele haben Sie außerhalb von Beziehungen?

• Sind Sie auf dem Weg, diese Ziele zu erreichen?

• Wie verläuft Ihr soziales Leben? Pflegen Sie Ihre Freundschaften und Ihr Familienleben?

• Was sind Ihre persönlichen Stärken? Wo bringen Sie diese Stärken ein?

Viele Frauen vernachlässigen während einer unausgeglichenen Beziehung diese Bereiche des Lebens. Wenn Sie nach dieser Bestandsaufnahme fest- stellen, dass Sie den einen oder anderen Lebensbereich zu wenig beachtet haben, schreiben Sie sich eine Liste der Dinge, die Sie nun angehen mit- samt einer Zeitangabe, wann genau Sie diese in Angriff nehmen. Diese Liste könnte wie folgt aussehen:

• Bewerbungen für einen neuen Job schreiben, der Mief in meinem Büro ist nicht mehr auszuhalten (Anfang nächsten Monats)

• Immer montags nach der Arbeit mit Karin verabreden (sofort)

• Vergiss dieses langweilige Joggen – zur Aerobic anmelden (sofort)

• Beim Spanischkurs in der Volkshochschule anmelden (nächste Woche)

• Einmal die Woche ins Grüne fahren (sofort)

Es wird sich am Anfang vielleicht noch seltsam anfühlen, so als ob Sie sich ständig zu etwas zwingen müssten, aber ich garantiere Ihnen:

Es lohnt sich! Sie werden sich wieder Ihrer Stärken bewusst und spüren,

müssten, aber ich garantiere Ihnen: Es lohnt sich! Sie werden sich wieder Ihrer Stärken bewusst und

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dass Sie sehr wohl einen Lebensinhalt außerhalb von Beziehungen haben! Und das wird Ihnen das Gefühl von Kontrolle wiedergeben.

Wenn er in der Zeit Ihrer „Erholung“ den Kontakt zu Ihnen sucht:

Er wird sich wahrscheinlich bei Ihnen melden, um sich nach Ihrem Wohl- befinden zu erkundigen. Schließlich plagt ihn noch ein letzter Rest von Schuldgefühlen. Was auch immer dahinter steckt – es spielt jetzt keine Rolle, WARUM er sich meldet. Fangen Sie bloß nicht an, darüber nachzugrübeln! Wichtig ist nur, dass SIE momentan sehr beschäftigt sind. Ihre Reaktion auf seine Kontaktversuche sollte immer das gleiche Schema haben:

• Sie freuen sich, dass er sich meldet

• Sie sind momentan sehr beschäftigt, haben leider keine Zeit

• Ihnen geht es sehr gut

• Sie melden sich bald mal bei ihm, wenn Sie mehr Zeit haben

„Oh, das ist aber nett, dass Du Dich meldest. Wie geht‘s dir? Ob wir morgen Kaffee trinken? Oh, tut mir leid, ich bin momentan total ausgebucht, vielleicht ein anderes Mal! Ich melde mich! Du, ich muss Schluss machen, gleich kommt Besuch. Wer? Ach, den kennst Du nicht. Nur ein Kollege. Mach‘s gut, pass auf Dich auf!“

Zwei der attraktivsten Eigenschaften einer Frau sind ihre Eigenständigkeit und ihre Unabhängigkeit. Beides geht im „Teufelskreis der Leidenschaft“ meist vollkommen verloren, denn sobald sich eine emotionale Schieflage in die Beziehung schleicht, bekommt der Mann das Gefühl, er hätte die ge- fühlsmäßige Kontrolle über die Frau. Sie scheint ihn und die Beziehung in ihren Lebensmittelpunkt gerückt zu haben. Das ist nun vorbei. Die Zeiten, in denen die meiste Zeit nur ER in Ihrem Kopf herumspukte, sind nun ein für alle Mal Geschichte! Sobald er feststellt,

die meiste Zeit nur ER in Ihrem Kopf herumspukte, sind nun ein für alle Mal Geschichte

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dass er keine Kontrolle mehr über Sie und Ihre Gefühle hat, wird sich fol- gendes in ihm abspielen:

1. Er ist überrascht und verwirrt („Wie kann das sein? Vor einiger Zeit lag sie mir noch zu Füßen, und

jetzt? Ich habe mich scheinbar in ihr getäuscht, sie ist ja gar nicht ‚ab-

hängig‘ von mir

“)

2. Sein bisheriges Schuldgefühl weicht langsam einem neuen Interesse („Ich würde sie gerne wiedersehen. Aber sie hat ja plötzlich keine Zeit! Mhh, interessant!“)

3. Er wird neugierig („Was macht sie wohl die ganze Zeit ohne mich? Ob sie einen anderen hat?“)

Diese drei Dinge sind die Grundzutaten, um das zarte Pflänzchen der Leidenschaft wieder neu in ihm aufkeimen zu lassen.

Allerdings dauert das Ganze eine gewisse Zeit, schließlich wurde die- se Pflanze hoffnungslos überdüngt. Sie braucht jetzt eine Zeit lang absolute Ruhe.

Während der Phase der Funkstille ist es ungemein wichtig, dass Sie sich selbst wieder als einen lebensfrohen Menschen spüren, der es nicht nö- tig hat, Männern „hinterherzurennen“. Alleine dieses Gefühl macht Sie emotional unabhängig und somit immun gegen den „Teufelskreis der Leidenschaft“.

Neben den Aktivitäten, die Ihren Tagesablauf ausfüllen und Ihnen Freude und Erfüllung geben, sollten Sie sich in dieser Phase auch mit anderen Männern treffen. Wenn sich keine Männer in Ihrem direkten Umfeld dafür anbieten, melden Sie sich einfach bei einer Single-Börse im Internet an. Chatten, E-Mailen und telefonieren Sie mit möglichst

Sie sich einfach bei einer Single-Börse im Internet an. Chatten, E-Mailen und telefonieren Sie mit möglichst

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vielen Männern! Picken Sie sich ein paar Männer davon heraus und treffen Sie sich mit Ihnen! Nicht, weil Sie plötzlich zur Femme fata- le mutiert sind, sondern weil es Ihrem Selbstbewusstsein gut tut, mit Männern zu flirten. Das Ganze tun Sie absolut ungezwungen und mit keinerlei Absichten – Sie schauen sich einfach mal auf dem Männer- markt dort draußen um und stöbern ein wenig. Sehen Sie es wie einen Bummel durch ein Modegeschäft. Alleine das Umschauen und Anpro- bieren macht schon Spaß – man muss nicht unbedingt etwas kaufen.

Manche Frauen, denen ich rate, andere Männer zu treffen, haben damit ein Problem. Sie haben das Gefühl, als würden sie ihren Kandidaten „betrügen“, so als müssten sie sich ihm gegenüber „loyal“ verhalten. Mit Verlaub – das ist absoluter Blödsinn. Hat er sich Ihnen gegenüber denn loyal verhalten? Haben Sie denn überhaupt eine Beziehung mit ihm? (Unter einer Beziehung ist ausschließlich die vierte Phase zu verstehen, alles andere läuft unter „Beziehungsanbahnung“.)

Solange Ihnen ein Mann nicht unmissverständlich kommuniziert, dass er eine feste Beziehung mit Ihnen haben will, sind Sie Single. Punkt.

Und ab sofort genießen Sie die Vorzüge, Single zu sein. Sie sind nie- mandem verpflichtet, schulden niemandem eine Erklärung. Sie kön- nen tun und lassen, was auch immer Sie wollen. Wenn Sie das erst mal begriffen und vor allem gelebt haben, werden Sie merken, wie frei Sie eigentlich sind!

Ich weiß, ich weiß

Das Ganze hört sich viel leichter an, als es tatsächlich ist. „Ständig muss ich an ihn denken, es ist wie ein Zwang. Und da erzählt mir Christian Sander nun, ich soll einfach andere Dinge unternehmen und mich so-

wie ein Zwang. Und da erzählt mir Christian Sander nun, ich soll einfach andere Dinge unternehmen

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gar mit anderen Männern treffen. Wenn das mal so einfach wäre

Glauben Sie mir – ich war selbst auch schon einige Male in dieser Si- tuation. Unglücklich verliebt zu sein, kann eine echte Folter sein. Es ist ein qualvolles Gefühl, von einem Menschen, den man liebt, abgelehnt zu werden. Auch uns Männern passiert dies dann und wann und wir leiden nicht weniger darunter. Nicht zuletzt dieses bittere Gefühl hat mich dazu getrieben, dass ich mich intensiv mit dem Thema Liebe aus- einandergesetzt habe und heute darüber schreibe.

Tatsache ist leider, dass man sich in einer unausgeglichenen Beziehung selbst verliert. Der eigene Stolz, die Würde, das Selbstvertrauen – dies alles geht im „Teufelskreis der Leidenschaft“ langsam aber sicher den Bach runter.

Ich wünschte, ich könnte Ihnen hier ein Rezept verraten, mit dem Sie sich quasi über Nacht wieder normal fühlen und das diese endlosen Gedankenschleifen ausschaltet: „Was habe ich nur falsch gemacht, hätte ich doch bloß bei dieser oder jener Gelegenheit anders reagiert. Viel- “

leicht würde er mich dann jetzt anrufen

Es gibt jedoch nur ein Rezept, das hierbei funktioniert. Sie müssen sich mit Aktivitäten befassen, die IHNEN gut tun und die NICHTS mit Ihrem Kandidaten zu tun haben. Sie dürfen Ihr Glück nicht von einem einzigen Menschen abhängig machen. Die Zufriedenheit in Ihrem Le- ben muss auf mehreren Pfeilern stehen. Ich habe im Laufe all der Jahre herausgefunden, dass der „Teufelskreis der Leidenschaft“ im Grunde sehr hilfreich ist:

Er zeigt uns in aller Intensität, dass wir zu wenig für uns selbst tun und zwar unabhängig von unserem Grundbedürfnis, von einem anderen Menschen geliebt zu werden. Insofern ist diese Phase in Ihrem Leben

unserem Grundbedürfnis, von einem anderen Menschen geliebt zu werden. Insofern ist diese Phase in Ihrem Leben

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eine einmalige Chance für Sie, sich mit Ihren Wünschen, Zielen und Leidenschaften zu befassen. Auch wenn Ihnen das am Anfang vielleicht noch etwas „unbequem“ erscheint.

Machen Sie das Beste aus dieser Zeit der Funkstille – Sie werden Spaß dabei haben und nicht unnötig Trübsal blasen! Und denken Sie daran:

Sollte er sich bei Ihnen melden, haben Sie gerade leider wenig Zeit, Sie

sind sehr beschäftigt! (Was Sie ja auch tatsächlich sind

einmal schlechte Laune, Wut oder Trauer in Ihnen aufkommen, besin- nen Sie sich bitte auf die folgende Tatsache:

) Sollte doch

Was Du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir.

(Konfuzius)

die folgende Tatsache: ) Sollte doch Was Du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es
die folgende Tatsache: ) Sollte doch Was Du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es

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Die erneute Anziehungsphase

Nachdem 4 - 6 Wochen der Funkstille ins Land gezogen sind und Sie auf sei- ne Kontaktversuche nur kurz und knapp nach dem obigen Schema reagiert haben, ist es nun an der Zeit, ihm Ihr „neues Ich“ zu präsentieren. Aber auch, wenn er sich bisher noch überhaupt nicht bei Ihnen gemeldet hat – wichtig ist, dass Sie sich von Ihrem Herzschmerz erholen und sich mit Ihren Bedürfnissen außerhalb von Liebe und Beziehungen beschäftigen konnten.

Nachdem Sie also das Verhältnis zum ihm auf Null zurückgeschraubt haben und er sich in regelmäßigen Abständen fragt „Was macht sie eigentlich die ganze Zeit?“, fangen Sie nun langsam an, erneute Anziehung in ihm auszulö- sen. Diesmal aber auf einem ganz anderen Niveau.

Doch bevor Sie sich nun auf die Reise zu einer gänzlich neuen Beziehung zu ihm begeben, sollten Sie unbedingt einige Dinge mit sich selbst klären:

Sie müssen ihm innerlich verzeihen

Wenn Ihr Kandidat in der Vergangenheit Dinge gesagt oder getan hat, die Sie tief verletzt haben, müssen Sie ihm diese Dinge vergeben. Geben Sie ihm nicht die Macht, noch immer über Ihre Gedanken und Gefühle zu herr- schen. Nun ist die Zeit des Neuanfangs gekommen, alles, was Sie einmal mit ihm hatten, gehört der Vergangenheit an.

Sie müssen sich selbst verzeihen

Wenn Sie sich noch immer Gedanken darüber machen, was Sie womöglich alles „falsch“ gemacht haben könnten – HÖREN SIE AUF DAMIT. Fehler sind dazu da, dass man aus ihnen lernt. Es bringt nichts, sich auf Dauer darüber Vorwürfe zu machen, dass man nicht immer alles per-

aus ihnen lernt. Es bringt nichts, sich auf Dauer darüber Vorwürfe zu machen, dass man nicht

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fekt hinbekommen hat. Dafür gibt es schließlich so etwas wie eine zweite Chance!

Sie sind SINGLE. Treffen Sie sich mit anderen Männern

Solange Sie noch in keiner festen Beziehung mit Ihrem Kandidaten sind (und das sind Sie erst ab der vierten Phase!), sollten Sie sich unbedingt auch weiterhin mit anderen Männern treffen. Haben Ihre ersten Ausflüge zu den Single-Börsen im Internet schon erste Früchte getragen? Sehr gut, dann treffen/e-mailen/telefonieren Sie auch weiterhin mit diesen Herren, und zwar aus zwei Gründen:

1. Sie üben das ungezwungene Flirten mit Männern, ohne dass Sie irgend- welche ernste Absichten hätten. Das gibt Ihnen Sicherheit, wenn Sie sich erneut mit Ihrem Kandidaten treffen. (Bald werden Sie sich genau- so ungezwungen und ohne jede Absicht mit ihm treffen.)

2. Sie erweitern Ihren Horizont und damit Ihr Selbstwertgefühl. Selbst wenn Sie bei Ihren Dates feststellen, dass diese Männer allesamt Nieten sind und keiner Ihrem Kandidaten das Wasser reichen kann, hätten Sie einen großen Gewinn. Sie lernen Dinge über die Männerwelt, die Ihnen alle entgingen, wenn Sie stattdessen alleine auf der Couch sitzen und fernsehen würden.

Sie sollten Ihren Kandidaten WOLLEN. Sie BRAUCHEN ihn nicht

Wenn Sie einen Menschen brauchen, weil Sie ohne ihn nicht zurechtkom- men, dann wirken Sie extrem unattraktiv auf ihn. Viel anziehender ist es, wenn Sie im Grunde viele Männer haben können, Sie wollen aber diesen einen. Diese hochattraktive weibliche Einstellung, die wie pure Magie auf Männer wirkt, basiert auf zwei Säulen:

. Diese hochattraktive weibliche Einstellung, die wie pure Magie auf Männer wirkt, basiert auf zwei Säulen:

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1. Sie müssen die Erfahrung gemacht haben, dass Sie auch andere Männer haben könnten, wenn Sie wollten. Deshalb ist es auch so wichtig, andere Männer zu treffen, solange Sie noch in keiner festen Beziehung sind.

2. Sie sollten sich darüber im Klaren sein, warum Sie diesen einen Mann haben wollen. Was kann er Ihnen geben? Wie stellen Sie sich die Zu- kunft mit ihm vor? Können Sie sich vorstellen, auch noch in fünf oder zehn Jahren mit ihm morgens am Frühstückstisch zu sitzen? Haben Sie sich sein Umfeld einmal genauer angesehen? Passt er überhaupt zu Ihnen? Hatten Sie mit ihm das Gefühl von Respekt, Vertrauen und Ehrlichkeit (siehe Lektion 2)? Sie sollten schon klare Fakten aufzählen können; ein diffuses Gefühl des Verliebtseins reicht alleine nicht aus.

Wenn Sie diese Liste der „Vorarbeit“ abgehakt haben, wird es nun Zeit, sich ihm wieder in Erinnerung zu rufen. Unabhängig davon, ob er sich bisher bei Ihnen gemeldet hat oder nicht, bedienen Sie sich zuerst einmal einer „Geheimwaffe“. Sie machen sich dazu eine der stärksten, menschlichen Nei- gungen zunutze, nämlich seine Neugierde. Ich habe dazu eine Art „Formel“ entwickelt, die schon bei unzähligen Frauen erstaunlich gut funktioniert hat. Diese Formel basiert auf ein paar wenigen SMS, die in einem Mann eine extreme Neugierde mit anschließendem Interesse an Ihnen auslösen.

ein paar wenigen SMS, die in einem Mann eine extreme Neugierde mit anschließendem Interesse an Ihnen

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Die SMS-Formel

Zwei wichtige Punkte vorweg:

• In der Phase der „Wiederannäherung“ sollten Sie ihn keinesfalls mit SMS oder Anrufen bombardieren. Wenn er nicht sofort auf Ihre SMS reagiert, ist das nicht zwangsläufig ein schlechtes Zeichen. Sie schicken dann keine erneute SMS hinterher.

• Grundsätzlich sind immer SIE diejenige, die die Unterhaltung per SMS beendet. Auch wenn Sie zig Nachrichten miteinander austauschen und es sich plötzlich so anfühlt, als „wäre alles wie früher“ – Sie warten nicht darauf, bis er das Plaudern beendet, denn damit würden Sie Ihre neuge- wonnene Stärke abgeben.

Zuerst sorgen Sie dafür, dass Sie seine volle Aufmerksamkeit haben, indem Sie ihm eine „offene SMS“ schicken. Eine offene SMS bedeutet, diese Nach- richt hat noch keine Aussage, außer, dass Sie gerade an etwas (Unbestimm- tes) dachten.

Das Schema für eine offene SMS lautet folgendermaßen:

Sie: „Weißt Du, woran ich gerade denken musste

?“

(Ebenso könnten Sie schreiben „Gerade musste ich daran denken, dass

oder „Den ganzen Tag geht es mir schon nicht mehr aus dem Kopf

tig ist, dass die SMS nur aussagt, dass Sie an irgendetwas denken mussten.)

“ Wich-

Es gibt darauf im Prinzip nur eine Reaktion:

Er: „Nein, was denn

?“

denken mussten.) “ “ Wich- Es gibt darauf im Prinzip nur eine Reaktion: Er: „Nein, was

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90 Prozent aller Männer antworten in dieser Form auf eine solche SMS – ihre Neugier zwingt sie ganz einfach dazu.

Dann kommt ein Teil, den ich „Seelenmassage“ nenne. Sie erinnern ihn an irgendeine Eigenschaft, die Ihnen immer schon an ihm gefallen hat (und die ihm vermutlich insgeheim auch selbst gefällt).

Sie: „Ich dachte gerade daran, was für ein selbstbewusster Mensch Du bist. Ich habe es immer bewundert, wie Du Dich bei anderen durchsetzt. Es gibt nur wenige Männer, die einen so starken Charakter wie Du haben. Ich finde es schön, dass ich Dir im Leben begegnet bin!“

Er: „Wow, danke schön!“

Allerdings fügen Sie keine Gefühlsbekundungen in Form von „Ich liebe Dich dafür“ hinzu. Es geht darum, ihn lediglich als Menschen wertzuschät- zen. Sie demonstrieren mit einer solchen Wertschätzung ungemeine Stärke, denn zu solchen Komplimenten sind nur die allerwenigsten Frauen imstan- de, vor allem dann nicht, wenn sie von ihm verlassen wurden.

Wenn nach dem „Danke“ von ihm vorerst nichts mehr kommt, ist das erst einmal ein gutes Zeichen. Sie schreiben NICHTS mehr hinterher. Sie haben das erste Saatkorn gesät: Er wird eine SMS von Ihnen nicht mehr mit diffu- sen Schuldgefühlen verbinden, sondern mit etwas Wohltuendem.

Wenn er sich jedoch ein paar Tage später bei Ihnen meldet, schreiben Sie NICHT sofort zurück. Wenn er Sie anruft, gehen Sie NICHT ans Telefon. Sie rufen auch nicht panisch zurück, um zu erfahren, was er von Ihnen wollte. Ab sofort haben SIE die Kontrolle darüber, wer sich wann und wie oft bei wem meldet.

was er von Ihnen wollte. Ab sofort haben SIE die Kontrolle darüber, wer sich wann und

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Stattdessen spielen Sie weiterhin mit seiner Neugierde. Ungefähr eine Woche nach der ersten schicken Sie eine weitere SMS, dieses Mal mit dem Hinweis auf ein Erlebnis, dass Sie mit jemandem anderen hatten.

Sie: „Du solltest Dir unbedingt (neuer Kinofilm) ansehen, habe ihn gerade mit einem Freund gesehen. Hoffe, dir geht‘s gut!“

Ein anderes Beispiel wäre:

Sie: Warst Du gestern auch im (spaßiger Ort, an dem sich viele Menschen auf- halten)? Du sahst gut aus! :-)

Hintergrund dieser sogenannten „Neugier-Auslöser“ ist folgendes: Sie geben ihm damit auf eine subtile Art zu verstehen, dass Sie momentan viel unter- nehmen, sich prächtig amüsieren und sich eventuell auch mit anderen Män- nern treffen. Mit wem Sie unterwegs sind und was Sie mit diesen Männern verbindet – dazu schweigen Sie sich aus.

Spätestens nach der zweiten Runde von „Neugier-Auslösern“ sollte er sich bei Ihnen gemeldet haben. Sie können in dieser Phase auch immer mal hin- und herschreiben und auch mit ihm telefonieren, nur achten Sie dabei auf folgende Grundregeln:

• SIE beenden die Telefongespräche und SMS- oder E-Mail-Unterhaltun- gen. Und zwar, weil Sie momentan einfach viel erleben: „Hey, danke für Deinen Anruf, war wirklich nett, mit Dir zu plaudern, aber ich muss jetzt los! Ich bin später zum Essen eingeladen, muss mich noch hübsch machen! Mach‘s gut, ich melde mich mal wieder!“ Klick. (Dadurch ha-

ben Sie einmal mehr die Kontrolle über die Situation zurückerlangt. SIE

melden sich irgendwann, nicht ER. Sie haben den Spieß umgedreht

)

über die Situation zurückerlangt. SIE melden sich irgendwann, nicht ER. Sie haben den Spieß umgedreht )

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• Zu den Details Ihrer Verabredungen geben Sie keine Auskunft. Bei ge- nauerem Nachfragen seinerseits antworten Sie einfach: „Ach, den kennst “

Du nicht, ist nur ein Arbeitskollege

Mit diesem Verhalten kreieren Sie eine zutiefst attraktive Mischung: Sie nehmen ihm nicht nur jedes Schuldgefühl, das er wegen des „Teufelskreis‘ der Leidenschaft“ empfand, sondern wecken auch seine unstillbare Neugier, was für eine aufregende Frau plötzlich aus seiner verflossenen Liebe gewor- den ist. Zu guter Letzt produzieren Sie auch noch eine schwelende Eifer- sucht in ihm. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass Männer häufig einen „Besitzan- spruch“ an Frauen stellen, die ihnen einmal „gehört“ haben; die ihnen je- doch aus den Fingern geglitten sind.

Und genau das tun Sie in der Phase der Wiederannäherung: Zuerst demons- trieren Sie ihm, dass Sie ihm gegenüber keinerlei Wut oder Enttäuschung mehr hegen. Im Gegenteil – Sie bedanken sich sogar dafür, dass er einmal ein Teil Ihres Lebens war und sagen ihm, welch ein großartiger Mensch er doch ist! Ansonsten geht es Ihnen sehr gut, Sie erleben aufregende Dinge mit interessanten Leuten (auch mit Männern)! Dies ist die Grundlage von jeder neuen Anziehungskraft, denn auch, wenn es sich vielleicht unange- nehm anhört – Sie befinden sich mit ihm wieder in der allersten Bezie- hungsphase, nämlich die der Anziehung.

Sobald er sich häufiger bei Ihnen meldet, Sie vielleicht zum Essen einlädt und wieder ein neues Interesse an Ihnen signalisiert, verhalten Sie sich so, als würden Sie ihn gerade ganz neu kennenlernen.

Achten Sie dabei unbedingt darauf, nicht wieder die gleichen Fehler wie da- mals zu begehen: Sie sind nach wie vor nicht versessen auf eine Beziehung. Im Gegenteil, momentan haben Sie einfach nicht den Kopf dafür. Sie genie-

nicht versessen auf eine Beziehung. Im Gegenteil, momentan haben Sie einfach nicht den Kopf dafür. Sie

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ßen die Zeit mit ihm, Sie schätzen ihn als Menschen sehr, aber mehr können Sie sich momentan nicht vorstellen.

Doch manchmal überraschen Sie ihn. Sie legen den Arm um ihn und flüs- tern: „Ich finde Dich schon ziemlich sexy“ und hauen ihm auf den Po. Dann drehen Sie sich um und tun so, als wäre überhaupt nichts gewesen. Ein an- deres Mal küssen sie ihn aus heiterem Himmel auf den Mund, nach einigen Sekunden sagen Sie ihm jedoch: „Das geht mir jetzt aber doch zu schnell – nicht dass Du Dich jetzt in etwas hineinsteigerst!“, und lächeln ihn verfüh- rerisch an.

Spielen Sie mit Ihren Reizen, machen Sie sexuelle Andeutungen, verführen Sie ihn.

Aber denken Sie immer daran: Sie wollen keine Beziehung mit ihm. Statt- dessen bremsen Sie seine Annäherungsversuche ein wenig aus und unter-

stellen ihm einfach so etwas wie: „Du scheinst mich ja schon sehr zu mögen. Das sieht man dir auf Anhieb an! Nicht, dass Du Dich noch ernsthaft in

mich verliebst

“ Dabei grinsen Sie ihn schelmisch an.

Wenn er dann eines Tages mehr von Ihnen möchte und Sie gemeinsam im Bett landen, sollten Sie darauf achten, ihm nicht über Nacht wieder völlig er- geben zu sein. Sie bremsen den Fortlauf der Beziehung diesmal eher aus, als dass Sie ihn beschleunigen. Wenn Sie morgens einmal neben ihm aufwachen und am liebsten direkt bei ihm einziehen würden, erklären Sie ihm beim Frühstück: „Du, ich weiß wirklich nicht, wohin das mit uns führen wird. Ich denke, viel mehr als Freundschaft wird daraus nicht werden. Ich möchte nur nicht, dass Du dir eventuell falsche Hoffnungen machst.“

Er bekommt dadurch die exklusive Chance von Ihnen, etwas zu tun, um die Beziehung nach vorne zu treiben. Solange er selbst noch nicht viel dafür tut,

von Ihnen, etwas zu tun, um die Beziehung nach vorne zu treiben. Solange er selbst noch

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und solange Sie nicht erkennen können, dass er sich verbindlicher verhält, halten Sie weiter an Ihrem verführerischen Verhalten fest: Sie lassen ihn über Ihre Gefühle und Absichten völlig im Ungewissen. Erst wenn er seine festeren Absichten bekundet, lassen Sie sich langsam und genüsslich von ihm in Phase 2 begleiten. In diesen weiteren Beziehungsphasen kümmern Sie sich weiterhin um Ihre Ziele und Träume und genießen die Tatsache, von einem Mann umschwärmt zu werden, der (nach einigen Anlaufschwierig- keiten) Ihren Wert als Frau und Mensch erkannt hat.

Sollte er sich innerhalb der nun frischen Beziehung erneut von Ihnen di- stanzieren, sollten Sie sich „Plan B“ durchlesen – dort erhalten Sie einige Sofortmaßnahmen für Männer, die sich innerhalb einer Beziehung auf dem Rückzug befinden.

Des Weiteren sollten Sie sich „Plan C“ durchlesen, dieser enthält noch ein- mal die wichtigsten Grundsätze einer festen Beziehung – zusammengefasst in zwölf Punkten.

Das Wesen der Romantik ist die Ungewissheit.

(Oscar Wilde)

Beziehung – zusammengefasst in zwölf Punkten. Das Wesen der Romantik ist die Ungewissheit. (Oscar Wilde) Seite
Beziehung – zusammengefasst in zwölf Punkten. Das Wesen der Romantik ist die Ungewissheit. (Oscar Wilde) Seite

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Plan B

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Lassen Sie mich kurz Ihre Situation zusammenfassen:

Sie sind schon einige Zeit mit ihm zusammen und er zieht sich in regelmäßi- gen Abständen von Ihnen zurück. Er will häufig „seine Ruhe“ haben, trifft sich häufiger mit seinen Freunden als mit Ihnen und zeigt sich insgesamt weniger verliebt als am Anfang. Scheinbar bedeutet ihm die Beziehung längst nicht so viel wie Ihnen. Irgendwie ist „der Wurm drin“, es findet keine Entwicklung in Richtung „ernste Beziehung“ statt. Mit anderen Worten: Er schreitet innerhalb der Beziehungsphasen nicht voran.

Es gab jedoch eine Zeit, in der alles sehr schön und harmonisch verlief. In der er sich so verhielt, als hätte er nur Sie im Kopf, als würde ihm die Bezie- hung sehr viel bedeuten. Doch irgendwann kühlten seine Leidenschaft und seine Liebe zu Ihnen ab. Anstatt sich gemeinsam eine stabile Basis aufzubau- en, zog er sich emotional Stück für Stück von Ihnen zurück. Er bewegte sich innerhalb der Beziehungsphasen zurück anstatt nach vorne.

Wie wir in Lektion 2 erfahren haben, bringt es nichts, ihn in irgendeiner Form dazu zu drängen, sich doch endlich nach Phase 4 zu bequemen. Im Gegenteil: Sämtliche Versuche, die „Pflanze der Beziehung“ zum schnelleren Wachstum anzuregen, werden zwangsläufig scheitern, wenn diese Versuche von Ihnen ausgehen. Er muss freiwillig die einzelnen Phasen Schritt für Schritt durchlaufen und etwas dafür tun, dass Sie ihm innerhalb der Phasen folgen. Sie laufen innerhalb der Phasen nicht voraus, sondern hinterher. Er hält um Ihre Hand an und nicht umgekehrt.

Doch was können Sie konkret tun, um in diesen Prozess aktiv einzugreifen? Gibt es nicht doch irgendetwas, um den Fortlauf seiner Beziehungsphasen zu beschleunigen?

aktiv einzugreifen? Gibt es nicht doch irgendetwas, um den Fortlauf seiner Beziehungsphasen zu beschleunigen? Seite 34

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LEKTION 4

Hier sind die guten Nachrichten: Sie können durchaus etwas tun. Und genau darum geht es in diesem Kapitel.

Zuerst einmal ist es wichtig zu wissen, dass gewisse räumliche und emotio- nale Rückzüge bei Männern bis zu einem bestimmten Grad normal sind. Vor allem in der zweiten Phase der Beziehung ist es vollkommen natürlich, dass Männer die anfängliche Begeisterung für eine Frau etwas herunter- schrauben. Sie tun das mitunter, um zu sehen, wie sie darauf reagiert. Damit versuchen Männer herauszufinden, wie es um die emotionale Stabilität ihrer neuen Eroberung bestellt ist (siehe Lektion 2).

Dies ist erst einmal kein Grund zur Beunruhigung. Ich vergleiche uns Män- ner ja nur ungerne mit Hunden, aber in diesem Fall gibt es einige Parallelen. Männer sind in dieser Hinsicht tatsächlich ein wenig wie Hunde, die an einer Leine laufen. Wenn Sie die Leine straff halten, um den Hund möglichst in Ihrer Nähe zu halten, wird er mit aller Kraft daran ziehen. Wenn Sie die Leine dagegen lockern oder ihn sogar von der Leine losmachen, wird er eine Zeit lang wild herumtollen und sich über seine plötzlich gewonnene Freiheit freuen. Es dauert jedoch nicht lange, bis er freudestrahlend und hechelnd zu Ihnen zurückkommt, denn er weiß: Er gehört zu Ihnen.

Damit ein Hund gesund bleibt, müssen Sie ihn regelmäßig von der Leine los- machen und ihn seine Freiheit spüren lassen. Das braucht ein Hund ganz dringend. Sie würden sich auch keinerlei Sorgen darüber machen, dass der Hund nicht mehr zu Ihnen zurückkommt. Wo soll er denn auch sonst hin? Bei Ihnen hat er es gut, dass wissen Sie und das weiß er. Stattdessen setzen Sie sich gemütlich auf eine Parkbank, lesen ein Buch und kümmern sich um sich selbst, während der Hund seinen Interessen nachgeht und auf der Wiese her- umtollt.

Wenn sich ein Mann innerhalb einer Beziehung etwas Raum nimmt und Sie

nachgeht und auf der Wiese her- umtollt. Wenn sich ein Mann innerhalb einer Beziehung etwas Raum

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das Gefühl bekommen, er hätte plötzlich weniger Interesse an Ihnen: Verfal- len Sie nicht in Panik! Versuchen Sie auch nicht, ihn dazu zu überreden, sich „mehr um Sie zu kümmern“. „Beschweren“ Sie sich nicht bei ihm oder for- dern Sie nicht mehr Zeit oder Liebe von ihm, das würde das genaue Gegen- teil bewirken. Sie tun damit nämlich nichts anderes, als „die Leine straff zu ziehen“, wodurch er beginnt, nur noch mehr daran zu zerren.

Es ist manchmal nur ein schmaler Grat zwischen „natürlichem, männlichen Rückzug“, und „besorgniserregendem, ernsthaften Desinteresse“. Ich weiß von vielen Frauen, dass sie diese beiden Zustände oft nur schwer auseinan- derhalten können und sich deshalb schon bei kleinen, harmlosen Rückzügen von ihm ernsthafte Sorgen um die Beziehung machen.

Um sich das Leben nicht unnötig kompliziert zu machen, gibt es allerdings einen Grundsatz, an den Sie sich halten sollten, und zwar immer dann, wenn sich Ihr Partner von Ihnen zurückzieht. Und dabei spielt es keine Rolle, ob er sich „völlig normal“ oder schon „wirklich bedenklich“ zurückgezogen hat. Dieser Grundsatz lautet folgendermaßen:

Wenn er sich von Ihnen zurückzieht, laufen Sie ihm nicht hinterher. Stattdessen nehmen Sie Abstand von ihm.

Ein Beispiel:

Seit einigen Monaten sind Sie nun mit Ihrem Freund zusammen. Es fing alles sehr vielversprechend an, doch in letzter Zeit meldet er sich immer weniger bei Ihnen. Er erzählt davon, dass er momentan „extrem viel Stress hat“, und dass er „momentan nicht so die Nerven für Kuschelabende hat“. Natürlich verletzt Sie das und Sie fragen sich, was da gerade schief läuft. Schließlich ist man in einer Beziehung füreinander da und gerade in stressi- gen Zeiten hält man zusammen, oder nicht? Wieso benimmt er sich dann so

füreinander da und gerade in stressi- gen Zeiten hält man zusammen, oder nicht? Wieso benimmt er

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komisch und tut so, als wären Sie nur eine zusätzliche „Belastung“ für ihn, wo Sie ihm doch nur helfen wollen? Sie spüren, dass er Ihnen irgendetwas vorenthält. Also rufen Sie ihn an und fragen, was denn bloß los mit ihm sei:

„Du bist in letzter Zeit so abweisend zu mir, habe ich Dir etwas getan?“ Darauf erhalten Sie nur ein unverständliches Gebrummel von ihm und kurz darauf bricht er das Gespräch ab. Am nächsten Tag schicken Sie ihm eine leicht vorwurfsvoll klingende SMS, in der Sie Ihr Gefühl der Verwirrung zum Ausdruck bringen: „Kannst Du mir mal bitte erklären, warum Du Dich so komisch verhältst? Können wir uns bitte heute Abend mal treffen und darüber reden?“ Darauf erhalten Sie Stunden später nur ein knappes „Leider keine Zeit heute“ und ein paar Tage später eröffnet er Ihnen, dass „er sich überhaupt nicht sicher ist, ob er bereit für eine Beziehung ist“.

Schwenken wir bei dieser Gelegenheit wieder einmal kurz in die männliche Denkweise:

Er empfindet es in der Ausgangssituation tatsächlich als eine zusätzliche Belastung, Zeit mit Ihnen zu verbringen. Es mag sein, dass er gerade viel um

die Ohren hat, aber das alleine ist noch nicht die gesamte Erklärung für sein Verhalten. Es muss irgendeinen Anlass gegeben haben, der in ihm das Ge- fühl ausgelöst hat: „Sie drängt mich zu einer festen Beziehung. Ich mag sie sehr, aber ich möchte erst einmal schauen, wie sich das Ganze entwickelt. Ich werde mich doch nicht nach ein paar Monaten schon festnageln lassen

“ Und so zieht er sich allmählich wieder in Phase 1 zurück, wo nur noch die Mechanismen der Anziehung eine Wirkung auf ihn haben.

Anstatt sich als Reaktion auf einen männlichen Rückzug attraktiv zu verhal- ten, versuchen viele Frauen, ihren flüchtigen Kandidaten mit den Regeln von Phase 4 zu bearbeiten. Sie demonstrieren ihm, dass „sie immer für ihn da sind“. Sie konfrontieren ihn damit, dass man „in einer Beziehung nun mal miteinander über alles redet“ und wundern sich, warum er alles andere will,

man „in einer Beziehung nun mal miteinander über alles redet“ und wundern sich, warum er alles

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als darüber reden. Mit all dem gießen sie ungewollt nur noch mehr Öl in das Feuer seines Rückzugs, denn auf ihn wirkt dieses Verhalten, als würden sie ihn plötzlich mit Gewalt nach Phase 4 zerren wollen, anstatt auf den natürli- chen Verlauf einer Beziehung zu vertrauen. In ihm entsteht mehr und mehr der Eindruck: „Sie scheint schon jetzt, nach nur einigen Monaten, tief un- glücklich mit mir zu sein, sonst würde sie kaum diese ganzen ‚Beschwerden‘ vorbringen.“ Folglich bleibt ihm nach seiner Logik nur ein Ausweg aus der Misere: Er denkt allmählich darüber nach, das Ganze bald beenden, aller- dings möglichst schonend, er will sie ja nicht noch mehr verletzen

Doch halt!

Bevor es zu diesem Scherbenhaufen kommt, haben Sie schon längst die Notbremse gezogen. Sie sind sich mittlerweile bewusst, dass all die „Be- schwerden“ und der Drang, mit ihm über die Beziehung reden zu wollen, nur einen einzigen Hintergrund haben:

Sie haben Angst, ihn zu verlieren.

Weil Sie mittlerweile aber wissen, dass diese Angst nur der erste Schritt in den „Teufelskreis der Leidenschaft“ ist, halten Sie kurz inne und stellen sich die folgende Frage: „Tue ich das, was ich gerade tun will, aus Angst oder aus Überzeugung?“

Sie sollten sich diese Frage öfters stellen, denn sobald Sie aufhören, sich von der Angst vor Zurückweisung leiten zu lassen, wird Ihr Kandidat auch weniger an der Leine Ihrer Verbindung zerren. Stattdessen rufen Sie sich kurz ins Gedächt- nis, worauf es bei den Regeln der Attraktivität und der Leidenschaft ankommt:

Um Leidenschaft und Anziehung zu empfinden, braucht auch ER eine gewisse Prise Verlustangst.

ankommt: Um Leidenschaft und Anziehung zu empfinden, braucht auch ER eine gewisse Prise Verlustangst. Seite 38

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SEINE Angst vor Zurückweisung muss wieder wachgekitzelt werden, sonst stirbt jedes leidenschaftliche Gefühl in ihm ab.

Wenn sich ein Mann (aus welchem Grund auch immer) von Ihnen zu- rückzieht, sollten Sie ihm auf keinen Fall hinterherlaufen, denn damit zerstören Sie jeden Funken von Leidenschaft in ihm.

Stattdessen stellen Sie Anziehung her, und das funktioniert folgendermaßen:

1. Sie lassen die Leine locker, anstatt sie noch mehr zu spannen

Sie geben ihm das Gefühl, als könne er tun und lassen, was immer er will. Telefonieren Sie ihm nicht hinterher, versuchen Sie nicht, über sein Verhalten zu diskutieren. Wenn er Ihnen zu verstehen gibt, dass er „in den nächsten Wochen nur wenig Zeit für Sie hat“, erwidern Sie:

„Hey, kein Problem. Du bist doch ein freier Mensch. Du kannst mit Deiner Zeit anstellen, was immer Du willst. Aber danke, dass Du mir Bescheid gibst, so kann ich meine Zeit besser verplanen! Ich wünsche Dir viel Erfolg bei dem, was Du tust!“

Ende der Diskussion.

Sie tun dies nicht, weil Sie nur sein „Püppchen“ sind, das zu allem Ja und Amen sagt. Sie tun das, weil Sie ihm damit die Chance geben, Sie zu VERMISSEN.

2. Sie kümmern sich aktiv darum, selbst Spaß zu haben

Sie warten nicht passiv darauf, dass er von sich aus wieder liebevoll und aufmerksam wird, sondern unternehmen Dinge mit Freunden! Sie kümmern sich um die Erfüllung Ihrer Ziele und Träume! Wenn Sie

sondern unternehmen Dinge mit Freunden! Sie kümmern sich um die Erfüllung Ihrer Ziele und Träume! Wenn

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zusammen wohnen, sollten Sie für ein paar Tage abends erst sehr spät nach Hause kommen. Wenn er Sie dann spätestens am zweiten Tag et- was verwirrt in Empfang nimmt und Sie fragt, wo Sie waren, erwidern Sie: „Ach, ich war mit ein paar Freunden unterwegs. Ich hatte echt viel Spaß, mach Dir keine Gedanken, mir geht‘s gut!“

Ende der Unterhaltung.

Wichtig ist, dass Sie bei Ihren eigenen, kleinen Rückzügen gute Laune ha- ben und sich tatsächlich darum kümmern, dass Sie Spaß haben. Warum sollten Sie sich von den Launen Ihres Partners verrückt machen lassen? Weshalb sollte sein „Wunsch nach Abstand“ negativ auf Sie abfärben? Wel- chen Sinn ergibt es, sich über seine Absichten und Gefühle den Kopf zu zerbrechen?

Überhaupt keinen

Und deshalb konzentrieren Sie sich auf sich selbst und darum, dass es Ihnen gut geht. Sie und Ihr Partner sind keine siamesischen Zwillinge, die alles ge- meinsam unternehmen müssen, genauso wenig sollte sein aktueller Gefühls- zustand einen Einfluss auf Ihre Stimmung haben. Vor allem deshalb nicht, weil Sie gar nicht wissen können, was er derzeit für Sie fühlt. Insofern hat es überhaupt keinen Sinn, darüber nachzugrübeln.

Nur in einer Sache können Sie sich sicher sein: Wenn Sie ihm während ei- nem seiner Rückzüge hinterherlaufen, über die Beziehung diskutieren und ihm deswegen Vorwürfe machen, werden sich seine liebevollen Gefühle für Sie spürbar abkühlen.

Vielleicht werden Sie jetzt einwenden: „Ich will aber keine Spielchen mit ihm spielen, er soll mich einfach nur so lieben wie ich bin! Und manchmal bin

will aber keine Spielchen mit ihm spielen, er soll mich einfach nur so lieben wie ich

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ich eben anhänglich und quengle herum, so bin ich nun mal. Warum sollte ich mich denn für ihn verstellen?“

Sie glauben gar nicht, wie oft ich solche und ähnliche Sätze von Frauen zu hören bekomme. Dazu kann ich im Prinzip nur eines sagen:

Ihr Selbstwertgefühl und damit Ihr Lebensgefühl hängen zu 95 Prozent davon ab, wie abhängig Sie sich von anderen Menschen machen.

Ein Mensch (z.B. Ihr Partner) zieht sich von Ihnen zurück, um mehr Zeit mit anderen Dingen zu verbringen. Wenn Sie ihn daraufhin mit Vorwürfen konfrontieren und ihn zu überzeugen versuchen, doch „bitte, bitte mehr Nähe zu Ihnen aufzubauen“, tun Sie damit nur eins: Sie machen sich von ihm abhängig. Schlimmer noch: Sie unterwerfen sich ihm und seinem Verhalten.

Weil Sie aber eine unabhängige Frau mit Wünschen und Träumen sind, die Sie sich auch alleine erfüllen können, machen Sie sich von niemandem abhängig. Sie sind frei und er ist es auch, so einfach ist das. Nur aus dieser Freiheit heraus entsteht dauerhafte, gegenseitige Anziehung.

Sie werden sich wundern, mit welcher Geschwindigkeit sich Ihr Partner in Richtung vierter Beziehungsphase begibt, wenn Sie sich diese Einstellung zu eigen machen.

Die Liebe ist ein Kind der Freiheit.

(französisches Sprichwort)

Sie sich diese Einstellung zu eigen machen. Die Liebe ist ein Kind der Freiheit. (französisches Sprichwort)
Sie sich diese Einstellung zu eigen machen. Die Liebe ist ein Kind der Freiheit. (französisches Sprichwort)

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Die zweite Zutat der Anziehung

Ab sofort schalten Sie vom „passiven Modus“, in dem Sie nur auf sein Ver- halten reagiert haben, in den „aktiven Modus“, in dem Sie selbst agieren. Den ersten Schritt dazu haben Sie bereits getan – Sie lassen sich von seinen Rück- zügen nicht mehr verunsichern. Stattdessen haben Sie die Leine lockerer gelassen und sich selbst bereits ein wenig von ihm distanziert.

Mit anderen Worten:

Wenn er innerhalb der Beziehungsphasen zurückspringt, springen Sie selbst auch zurück, und zwar noch einen Schritt mehr als er!

Nur so erreichen Sie, dass er das „Beziehungsruder“ wieder in die Hand nimmt und versucht, Sie von einer festen Beziehung zu überzeugen. Den- ken Sie daran: Das ist sein Job, nicht Ihrer. SIE sind die Prinzessin, und nicht ER.

Nachdem Sie also innerhalb der Beziehung räumlich und emotional einen Schritt zurückgegangen sind, wird sich langsam aber sicher eine gewisse Verwirrung bei ihm einstellen. Er beginnt sich allmählich Sorgen zu ma- chen, was Sie wohl für ihn empfinden mögen. „Ständig ist sie unterwegs und hat nur noch wenig Zeit für mich. Es scheint ihr dabei auch noch verdammt gut zu gehen – ob Sie mich denn noch liebt?“

Sie haben also nun den Spieß umgedreht und somit denkt er darüber nach, wie es wohl um Ihre Gefühle für ihn bestellt ist.

So berechnend sich das vielleicht anhören mag, aber Sie müssen hin und wieder ein wenig Verlustangst in ihm schüren – vor allem dann, wenn er sich plötzlich unschlüssig verhält. Schließlich ist diese Art der Angst ein

– vor allem dann, wenn er sich plötzlich unschlüssig verhält. Schließlich ist diese Art der Angst

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Grundbestandteil der Leidenschaft. Außerdem demonstrieren Sie ihm damit eine existentiell wichtige Eigenschaft: Sie verfügen über emotionale Stabilität. Sie lassen sich von so einer Kleinigkeit wie seinem vermeintlichen Desinter- esse an der Beziehung nicht beunruhigen. Diese Stabilität ist für einen Mann sehr wichtig. Bringen Sie die auf, dann wird er Sie dafür lieben.

Dass sich diese „Angst der Leidenschaft“ langsam in ihm entwickelt, erken- nen Sie an folgenden Anzeichen:

• Er meldet sich häufiger bei Ihnen

• Er zeigt sich ungemein neugierig, mit wem und womit Sie Ihre Zeit ver- bringen

• Sie erhalten kleine, noch etwas verunsicherte Liebesbekundungen von ihm. Er signalisiert Ihnen z.B., dass er Sie vermisst. (Das ist nur der An- fang, um Ihre Hand wird er in dieser Phase noch nicht anhalten)

• Er verhält sich charmanter, bringt Ihnen z.B. kleine Aufmerksamkeiten

Auf diese kleinen „Eingeständnisse der Liebe“ sollten Sie allerdings nicht mit totaler Euphorie und völliger Hingabe reagieren. Sie verhalten sich nach wie vor eher zurückhaltend, denn ab sofort befindet er sich in der Probezeit einer Beziehung. Und denken Sie daran – SIE sind der Boss, der ihn dann irgendwann fest bei sich einstellt oder auch feuert, je nachdem, ob er sich für eine Beziehung mit Ihnen qualifiziert!

Dabei sind Sie ihm gegenüber aber immer freundlich und gut gelaunt – schließlich sind Sie ein netter Chef und dieser ganze Prozess macht ja

auch irgendwie Spaß

!

Sollte sich wider Erwarten nach mehreren Wochen Ihres Rückzugs noch keines der oben genannten Zeichen bei ihm zeigen, müssen Sie noch einen

mehreren Wochen Ihres Rückzugs noch keines der oben genannten Zeichen bei ihm zeigen, müssen Sie noch

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Schritt weiter zurückgehen. Lesen Sie dazu bitte den Abschnitt „Plan A“ durch. (<--klicken)

Wenn Sie aber langsam eines oder mehrere der obigen Anzeichen bei ihm erkennen können, ist es nun an der Zeit, den zweiten Gang einzulegen.

Mittlerweile hat er nämlich mitbekommen, dass Sie über die wichtige Eigen- schaft „emotionale Stabilität“ verfügen (Sie rennen ihm schließlich nicht mehr hinterher und diskutieren auch nicht über die Beziehung).

Außerdem hat er auch nicht mehr das Gefühl, Sie wären unglücklich in der Beziehung (schließlich sind Sie die meiste Zeit über gut gelaunt und ruhen

in sich selbst). Folglich beschleicht ihn langsam die Gewissheit, dass er Sie durchaus glücklich machen kann. (Sie erinnern sich? Eines der Grundbe-

dürfnisse eines jeden Mannes

)

Die Grundvoraussetzungen, mit denen seine emotionale Blockade gesprengt wird, sind also schon einmal gegeben. Darüber hinaus ist er ein wenig ver- wirrt darüber, weshalb Sie plötzlich so beschäftigt sind.

Und genau das ist die Mischung, die ein enormes Interesse bei einem Mann auslöst – völlig egal, ob er noch vor ein paar Wochen sagte: „Ich glaube, ich bin momentan nicht bereit für eine Beziehung.“

Als nächstes streuen Sie ein paar „Attraktivitäts-Köder“ aus, mit denen Sie sein Herz berühren. Dabei geht es nicht darum, ihn mit Gefühlsausbrüchen zu überschütten, sondern ihm kleine Portionen dessen zu geben, wonach sich Männer zeitlebens sehnen:

Wertschätzung

sondern ihm kleine Portionen dessen zu geben, wonach sich Männer zeitlebens sehnen: Wertschätzung Seite 44

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Die wahre Macht der Wertschätzung konnte ich vor vielen Jahren auf einem Ferienlager für Jugendliche beobachten. Ich war selbst noch ein Teenager und innerhalb von Jugendgruppen ging es immer darum, wer der beliebteste von allen war. Es gab dort einen Jungen, den alle von uns sehr schätzten. Er war mit Abstand der Beliebteste von allen und ständig versammelte sich die halbe Schar der Teenies um ihn. Auch bei Mädchen kam er extrem gut an. Neugierig, wie ich schon immer war, stellte ich mir insgeheim die Frage, was ihn so „attraktiv“ für uns alle machte. Ich beobachtete ihn sehr genau und realisierte allmählich: Immer wenn ich ihn sah, gab er mir ein Kompliment. Er sagte mindestens 20 Mal, dass er mein T-Shirt mochte. Genauso ging er mit anderen um: Jedem der Jungen im Ferienlager gab er ein gutes Gefühl. Er lobte sie wegen ihres Fußballspiels oder ihrer handwerklichen Geschick- lichkeit beim Zelte aufbauen. Immer hatte er ein anerkennendes Wort für uns übrig. Ich weiß nicht, ob er das alles aus „taktischen Gründen“ machte, oder ob es einfach seiner Natur entsprach. Ich weiß nur eins: Ich bin danach nie mehr einem Menschen begegnet, der sich solcher Beliebtheit erfreute. Wir alle wären für ihn durchs Feuer gegangen.

Es ist ein tiefsitzender, psychologischer Grundsatz in uns Menschen: Wenn jemand etwas Gutes über uns sagt oder eine Eigenschaft an uns lobt, können wir gar nicht anders, als diesen Menschen sehr gern zu haben. Allerdings, und hier ist der Haken an der Sache: Das Kompliment muss aus einer inne- ren Unabhängigkeit heraus entstehen, ansonsten wirkt es „anbiedernd“. Der Junge im Feriencamp ging mit allen Jungen so um. Er wollte sich bei nie- mandem „einschleimen“. Nur deshalb erfreute er sich dieser ungemeinen Beliebtheit.

Was heißt das nun konkret?

Wenn Ihr Partner allmählich aus seiner „Höhle des Rückzugs“ hervorgekro- chen ist und sich langsam eine gewisse Nähe zwischen Ihnen aufgebaut hat,

des Rückzugs“ hervorgekro- chen ist und sich langsam eine gewisse Nähe zwischen Ihnen aufgebaut hat, Seite

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lassen Sie ihn regelmäßig wissen, was Sie an ihm schätzen. Um dabei aber nicht anbiedernd zu wirken, ist es wichtig zu betonen, dass Sie ihn als Mensch schätzen, und zwar unabhängig von Ihren Gefühlen zu ihm. Ich weiß, dass es vielen Frauen nicht unbedingt leicht fällt, ihre Emotionen von der Sachlichkeit zu trennen. Aber gerade das ist jetzt besonders wichtig.

Sagen Sie ihm in einem ruhigen Moment, dass Sie z.B. die Gespräche mit ihm sehr schätzen:

„Weißt Du was? Du bist wirklich ein toller Gesprächspartner, mit dir kann man sich einfach wahnsinnig gut unterhalten.“

Ebenso sollten Sie bestimmte Talente oder Fähigkeiten von ihm loben:

„Ich bin immer wieder erstaunt, wie logisch und verständlich Du komplizierte Sachverhalte erklären kannst. Vielleicht solltest Du einmal versuchen, Vorträge zum Thema XY zu halten. Ich bin sicher, Du hättest Erfolg damit!“

Diese Art von Komplimenten, die sich auf seine Fähigkeiten beziehen, hat eine ganz besondere Wirkung auf einen Mann. Sie sprechen damit sein „höheres Ich“ an, sozusagen die beste Version seiner selbst. Er wird dadurch spüren, dass Sie keine Einschränkung für ihn sind, sondern dass er sich mit Ihnen weiterentwickeln kann.

Eine ganz besondere Wirkung haben Sie auf ihn, wenn Sie verborgene Ta- lente, die noch ungenutzt in ihm schlummern, erwähnen. Fällt Ihnen z.B. auf, dass er besonders musikalisch ist? Hat er eventuell eine künstlerische Ader? Ist er besonders geschickt im Umgang mit Zahlen? Ich bin mir sicher, Ihnen wird irgendein Talent an ihm auffallen, das ihm selbst noch gar nicht voll bewusst ist. Erwähnen Sie dieses Talent! Sagen Sie ihm: „Ich glaube, es ist noch niemandem aufgefallen, aber Du hast ein extrem gutes Taktgefühl.

Sagen Sie ihm: „Ich glaube, es ist noch niemandem aufgefallen, aber Du hast ein extrem gutes

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Ich beobachte das immer, wenn Du zu Musik rhythmisch auf den Tisch klopfst. Vielleicht solltest Du Schlagzeug spielen lernen; Du hast ein echtes Talent!“

Glauben Sie mir – eine Frau, die einem Mann solche Dinge sagt, kann er nur als eine Bereicherung empfinden. Denn Sie tun damit etwas unglaublich Wertvolles:

Sie inspirieren ihn dazu, das Beste aus sich zu machen.

Mir fällt dazu ein Gespräch mit einem Kollegen ein. Er erzählte, wie er ein Ehepaar beriet, das in einer tiefen Krise steckte. Nach einigen Monaten kam der Mann zu ihm und erzählte: „Meine Frau ist wie verwandelt. Sie lässt mich einfach machen – wo sie früher immer etwas an mir auszusetzen hatte. Jetzt macht sie mir manchmal sogar Komplimente. Und was das Schönste ist: Ich habe auch begonnen, mich zu verändern. Was mir früher unmöglich schien, ist heute für mich kein Problem mehr.“ Darauf fragte der Kollege: “Können Sie mir ein Beispiel sagen?“ – „Ja, natür- lich. Ich kann plötzlich meiner Frau öfters sagen, wie sehr ich sie liebe.“

Sie erinnern sich vielleicht noch daran, was ich in der zweiten Lektion schon einmal angerissen habe: Männer haben das unbestimmte Gefühl, eine Missi- on im Leben erfüllen zu müssen. Viele Männer haben eine diffuse Angst davor, sich fest an eine Frau zu binden, bevor sie ihre beruflichen oder per- sönlichen Ziele erreicht, also „ihre Mission“ erfüllt haben. Sie glauben, die „Last“ und Verantwortung einer Beziehung nicht noch zusätzlich tragen zu können, während sie sich auf ihre Ziele konzentrieren. Doch weshalb neh- men Männer Beziehungen als „potenziellen Ballast“ wahr, der sie von ihren persönlichen Zielen abhält? Nun, wie Sie mittlerweile wissen, ist es für einen Mann entscheidend, die Frau an seiner Seite glücklich zu machen.

Sie mittlerweile wissen, ist es für einen Mann entscheidend , die Frau an seiner Seite glücklich

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Jeder Mann hat aber mindestens einmal in seinem Leben erfahren müssen, dass es nahezu unmöglich ist, seine Partnerin glücklich zu machen. Ständig beschwert sie sich darüber, dass er „so wenig Zeit hat“, immer gibt sie ihm das Gefühl, er mache etwas falsch

Es ist traurig, aber wahr: Nicht wenige Männer assoziieren eine Beziehung mit etwas, dass sie von den wichtigen Dingen im Leben abhält. Etwas, das ihr Selbstwertgefühl ausbremst. Etwas, das ihnen das ermüdende Gefühl gibt, ein Versager zu sein.

Ganz anders ist es hingegen, wenn er eine Beziehung mit Ihnen hat – Sie inspirieren ihn, Sie sind eine Bereicherung für sein Leben.

Eine Beziehung mit IHNEN ist etwas Bereicherndes und kein Gefängnis oder eine zusätzliche Last!

So schwierig Ihnen das vielleicht vorkommen mag – es bedarf in einer Be- ziehung manchmal nur einer gewissen Aufmerksamkeit, welche Stärken und positiven Eigenschaften ein Mann hat. Diese bringen Sie wohldosiert mit ein paar wohlmeinenden Komplimenten zum Ausdruck, und schon nimmt ein Mann Sie als einen enorm wichtigen Teil seines Lebens wahr. Minimaler Aufwand – maximale Wirkung!

In einer Sache sind sich Männer und Frauen nämlich verblüffend ähnlich:

Männer wollen von ihrer Partnerin als jemand Besonderes wahrgenommen werden.

Versuchen Sie, einem Mann das sichtbar zu machen, was sich hinter seiner Fassade verbirgt, nämlich seine wahren Stärken und sein gesamtes Potenzial. Wenn Sie ihn auf diese Stärken regelmäßig aufmerksam machen, reservieren

Stärken und sein gesamtes Potenzial. Wenn Sie ihn auf diese Stärken regelmäßig aufmerksam machen, reservieren Seite

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Sie sich einen festen Platz in seinem Herzen und helfen ihm, seine Stärken zu entwickeln – und das nicht zu ihrem Schaden.

Dazu fällt mir ein kleiner Witz ein, den mir einmal ein Pfarrer erzählt hat. Kommt ein Macho zu ihm und sagt: „Na, Herr Pfarrer? Sie wissen ja: Der liebe Gott hat die Frau als die Gehilfin des Mannes erschaffen. Das steht so in der Bibel. Also sind wir die Chefs.“ Darauf der Pfarrer: „Das mit der Ge- hilfin stimmt. Aber ich schließe daraus etwas anderes. Der Mann braucht eine Gehilfin, weil er alleine nicht zurechtkommt.“

Eine wirklich tiefgreifende Wirkung hinterlässt dieses „inspirierende“ Ver- halten allerdings nur, wenn es gepaart ist mit der folgenden Einstellung:

„Ich komme auch sehr gut alleine zurecht. Wenn Du meine Prinzipien verletzt, bin ich weg!“

Bewunderung und Inspiration auf der einen Seite und eine gewisse Unge- wissheit auf der anderen Seite – diese beiden Zutaten sind im wahrsten Sinne des Wortes unwiderstehlich für einen Mann. Genau DAS lässt ihn innerhalb der Beziehungsphasen in Windeseile nach vorne schreiten. Denn er wird sich denken: „Sie ist eine wirklich besondere Frau, sie gibt mir ein extrem gutes Gefühl. Wenn ich allerdings nicht aufpasse, wird sie mich womöglich verlassen. Ich werde alles unternehmen, damit sie bei mir bleibt!“

Einen Menschen lieben, heißt ihn so zu sehen, wie Gott ihn gemeint hat.

(Fedor M. Dostoevskij)

mir bleibt!“ Einen Menschen lieben, heißt ihn so zu sehen, wie Gott ihn gemeint hat. (Fedor
mir bleibt!“ Einen Menschen lieben, heißt ihn so zu sehen, wie Gott ihn gemeint hat. (Fedor

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Was, wenn das alles nicht funktioniert?

Wenn sich Ihr Kandidat trotz dieser neuen Verhaltensweisen immer wieder von Ihnen entfernt und sich einfach zu keiner festen Verpflichtung durch- ringen kann, gibt es noch eine letzte Möglichkeit:

Setzen Sie sich in einer ruhigen Minute mit ihm zusammen und sprechen Sie ihn auf die Situation an. Allerdings sollten Sie nun keine Lawine von Beschwerden lostreten, genauso wenig stellen Sie ihm ein „Beziehungs-Ulti- matum“. Das würde nur für Ihre Unsicherheit sprechen und eine Traumfrau wie Sie hat so etwas nicht nötig.

Stattdessen setzen Sie sich in aller Ruhe mit ihm zusammen und eröffnen ihm Folgendes:

„Weißt Du, ich fühle mich langsam bereit für eine ernsthafte und feste Bezie- hung. Darunter stelle ich mir folgendes vor (zählen Sie die positiven Dinge einer Beziehung auf):

• Man hat jemanden, auf den man sich verlassen kann

• Man kann über alles miteinander reden

• Man kann lustige/aufregende/interessante Dinge gemeinsam unternehmen

• Genauso kann man immer noch mit Freunden die Zeit verbringen

• Man hilft sich gegenseitig, um im Leben weiterzukommen

• (

weitere positive Aspekte einer Beziehung)

Ich mag Dich wirklich sehr und Du bist ein ganz besonderer Mensch. Ich denke momentan darüber nach, eine solche Beziehung mit Dir auszuprobie- ren. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob das wirklich das Beste für mich ist. Ich brauche ein wenig Zeit, um darüber nachzudenken.“

ganz sicher, ob das wirklich das Beste für mich ist. Ich brauche ein wenig Zeit, um

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Mit dieser Art und Weise signalisieren Sie ihm, dass Sie die vollständige Kontrolle über die Situation und über Ihre Gefühlswelt haben. Sie machen IHN nicht verantwortlich für Ihr Lebensglück, sondern bringen lediglich Ihre Vorstellungen zum Ausdruck. Gleichzeitig deuten Sie an, dass Sie noch längst nicht sicher sind, ob diese Vorstellungen mit IHM als Partner zu ver- wirklichen sind. Mit anderen Worten: Sie stellen ihn und die Beziehung auf sehr attraktive Weise in Frage, denn Sie tun dies ohne Vorwürfe und ohne Beschwerden.

Nachdem Sie ihm somit ganz klar demonstriert haben, dass Sie fortgehen, wenn er nicht aufpasst, begeben Sie sich zum Beginn von „Plan B“ und durchlaufen die einzelnen Schritte noch einmal. Sie unternehmen mehr Dinge mit Ihren Freunden und kümmern sich verstärkt um Ihre Ziele und Träume. Sie reduzieren den Kontakt mit ihm auf ein Minimum. Wenn Sie sich vorher viermal in der Woche mit ihm getroffen haben, sehen Sie sich jetzt nur noch jedes zweite Wochenende.

Sie geben ihm damit einen Vorgeschmack, wie es ist, Sie zu verlieren.

Wenn auch das zu keinem Ergebnis führt – wovon nicht auszugehen ist – sollten Sie in einem letzten Versuch die einzelnen Schritte von „Plan A“ durchgehen. Spätestens jetzt wird er merken, dass Sie eine Frau mit einem sehr starken Charakter sind.

Wenn die neuen Verhaltensweisen langsam Wirkung zeigen, und er sich zu einem späteren Zeitpunkt der Beziehung immer mal wieder von Ihnen zurückzieht, gilt nach wie vor der Grundsatz:

Verfallen Sie nicht in Panik, sondern besinnen Sie sich auf die Dinge, die IHNEN Freude und Zufriedenheit bringen – und zwar unabhängig von ihm.

besinnen Sie sich auf die Dinge, die IHNEN Freude und Zufriedenheit bringen – und zwar unabhängig

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Außerdem sollten Sie sich immer mal wieder die „Regeln“ von „Plan C“ durchlesen, wenn Ihr Partner Sie wieder einmal verunsichert.

Liebe fordert nicht, Liebe ist ein Entgegenkommen. Sie ergreift nicht Besitz; sie gibt Freiheit.

(Fedor M. Dostoevskij)

nicht Besitz; sie gibt Freiheit. (Fedor M. Dostoevskij) Plan C Wenn Sie innerhalb der Beziehungsphasen schon

Plan C

Wenn Sie innerhalb der Beziehungsphasen schon weiter fortgeschritten sind und er sich von Zeit zu Zeit etwas von Ihnen zurückzieht, sollten Sie sich daran erinnern, dass es in gewisser Weise normal ist, dass sich ein Mann im- mer mal wieder Abstand und Raum für sich nimmt. Vor allem dann, wenn er sich gehäuft um seine persönliche „Mission“ kümmert, und sein Studium oder seine Karriere gerade seine gesamte Energie absorbieren.

Entscheidend ist hierbei der kleine aber feine Unterschied, den es zwischen Männern und Frauen gibt:

Männer werden sich der Liebe zu Ihrer Partnerin hauptsächlich dann be- wusst, wenn die Frau nicht in der Nähe ist. Frauen empfinden diese Liebe am stärksten, wenn ihr Partner physisch anwesend ist.

nicht in der Nähe ist. Frauen empfinden diese Liebe am stärksten, wenn ihr Partner physisch anwesend

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Geben Sie ihm also hin und wieder die Chance, Sie zu vermissen, damit er sich seiner Liebe zu Ihnen bewusst wird!

Manche Frauen verfallen immer wieder in leichte Panik, wenn sich ihr Part- ner mal für mehrere Tage etwas abwesend oder desinteressiert zeigt. Wie Sie mittlerweile wissen, ist diese Panik nur der erste Schritt, der direkt in den „Teufelskreis der Leidenschaft“ führt. Anstatt also immer wieder in diese psychologische Falle zu tappen, sollten Sie sich folgendes bewusst machen:

Wenn Ihr Partner sich für einige Zeit ein wenig von Ihnen zurückzieht, sollten Sie das 1. akzeptieren und 2. sich in dieser Zeit vermehrt um sich und Ihre eigenen Bedürfnisse kümmern. Er wird sich nach einiger Zeit zwangs- läufig wieder mehr um die Beziehung bemühen. Die Zeit arbeitet in dieser Hinsicht immer für Sie, niemals gegen Sie, denn in der Zeit der Abwesenheit wächst seine Liebe zu Ihnen, sie verkümmert nicht. Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass Sie ihm diesen Raum geben und ihm kein schlechtes Gewissen dafür einreden. Ansonsten beschleicht ihn das Gefühl, sie wären seine Mutter, die ihm „verbietet“, sich um seine Interessen und sein Leben zu kümmern. Ich garantiere Ihnen, dass Sie auf Dauer damit jegliche Leiden- schaft in ihm einschläfern

Doch es gibt eine bessere Idee:

Sie verhalten sich innerhalb einer Beziehung wie eine “Traumfrau”.

Doch wie verhalten sich die “Traumfrauen”, die niemals von einem Mann verlassen werden? Sehen sie Tag und Nacht sexy und aufgestyled aus? Ko- chen und putzen sie besonders gut? Sind sie bombastisch im Bett?

Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele hartnäckige Gerüchte sich diesbe- züglich immer noch halten. Dabei sind die eben genannten Eigenschaften nicht viel mehr als ein netter „Bonus“, über den eine Frau verfügt. Wenn es

eben genannten Eigenschaften nicht viel mehr als ein netter „Bonus“, über den eine Frau verfügt. Wenn

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darum geht, mit einem Mann dauerhaft glücklich zu werden, gelten andere Maßstäbe. Ich habe in all den Jahren meiner Tätigkeit als Beziehungscoach unzählige glückliche und unglückliche Paare beobachtet und befragt. Da- durch bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass die Frauen, die in einer Beziehung langfristig glücklich sind und bleiben, über eine Hand voll Ei- genschaften verfügen, die ich die „Traumfrauen-Einstellung“ nenne. Diese innere Haltung einer Frau bewirkt bei Männern wie von Zauberhand, dass diese glücklich und zufrieden nach Phase 4 schreiten und auch dort bleiben.

Und das Beste daran:

Sie können sich diese Verhaltensweisen auch zu eigen machen

Die Einstellung von Traumfrauen in einer Beziehung

Hier ist sie also – eine Auflistung von Eigenschaften und Verhaltensweisen, die in einer Beziehung enorm hilfreich sind:

1. Lassen Sie sich in der Liebe niemals von Ihrer Angst leiten

Eine große Liebe löst nämlich meistens auch Angst aus. Viele fragen sich:

„Was ist, wenn sich diese Liebe wieder verflüchtigt? Was, wenn ich ver- letzt werde? Was, wenn danach nichts mehr so ist, wie es mal war?“

Diese Angst gehört bei den wirklich großen Dingen im Leben allerdings immer dazu. Wir alle haben Angst, wenn uns Veränderungen bevorste- hen. Wir haben Angst davor, unsere Träume zu leben. Wir haben Angst, unsere Meinung laut und öffentlich zu äußern. Wir haben Angst vor dem

Träume zu leben. Wir haben Angst, unsere Meinung laut und öffentlich zu äußern. Wir haben Angst

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Erfolg. Im Endeffekt hätten wir eine riesengroße Angst, wenn uns das Glück über Nacht träfe und unser Leben radikal verändern würde

Nur – woher kommt diese Angst? Weshalb bekommt man Angst, wenn einem eine Chance gegeben wird? Wenn ein Mensch in unser Leben tritt, der uns begeistert? Der unser Leben bereichert? In den wir uns mit Haut und Haaren verlieben?

Nun, der Ursprung dieser Angst ist ein tiefsitzender Gedanke, der bleiern im Unterbewusstsein der meisten Menschen schlummert und dort sein Unwesen treibt:

„Ich habe es nicht verdient.“

„Ich habe es nicht verdient, glücklich zu sein und einen Partner zu haben, mit dem ich gleichberechtigt und glücklich zusammenlebe. Meine Eltern hatten schon keine glückliche Beziehung, warum sollte ich dann eine ha- “

ben? Das wäre unfair, das habe ich nicht verdient

Und genau deshalb wiederholen wir oft genug den Blödsinn, der schon bei unseren Eltern nicht funktioniert hat. Wir kopieren deren Verhaltens- weisen, weil wir glauben, „es nicht besser verdient zu haben“. Schauen Sie sich das Leben Ihrer Mutter an und denken Sie einmal darüber nach, wie sie sich in der Beziehung zu Ihrem Vater verhielt. Kann es sein, dass Sie ein paar ihrer Verhaltensweisen übernommen haben? Hat sie z.B. immer wieder an Ihrem Vater „herumgenörgelt“, weil sie eigentlich unglücklich mit ihm war? Hat sie sich niemals ihre tiefsten Wünsche erfüllt, weil sie „immer für ihren Mann und die Familie da war“? Hat sie ihrem Vater be- stimmte Hobbys und Tätigkeiten „verboten“ und damit dessen Leben ein- geschränkt? Hat ihr Vater sich daraufhin immer mehr in seine kleine Welt zurückgezogen, sich vielleicht sogar eines Tages von Ihrer Mutter getrennt?

immer mehr in seine kleine Welt zurückgezogen, sich vielleicht sogar eines Tages von Ihrer Mutter getrennt?

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Unbewusst begeben sich Millionen von Menschen täglich in die gleiche Falle: Sie wiederholen unbeabsichtigt die Beziehungsmuster ihrer Eltern. Wie auch immer die Beziehung Ihrer Eltern verlaufen sein mag – Sie ha- ben etwas Besseres verdient. Nicht, weil Ihre Eltern alles falsch gemacht haben, sondern aus einem anderen, ganz einfachen Grund:

Sie haben die beste Beziehung verdient, die es auf dieser Welt gibt.

Nicht mehr und nicht weniger. Behalten Sie diesen Grundsatz immer im Kopf! Wenn Sie Ihrem Traummann begegnen und sich eine Beziehung mit ihm entwickelt: Haben Sie keine Angst davor! Es ist das mindeste, was Sie verdient haben!

2. Achten Sie auf emotionale Ausgeglichenheit

Sie sind nur dann für ihn verfügbar, wenn Sie auch tatsächlich verfügbar sind. Eine Traumfrau lässt nicht alles stehen und liegen für einen Mann, den Sie vor ein paar Monaten kennengelernt haben. Sie überschüttet ihn nicht mit Gefühlen, wenn von ihm nichts dergleichen kommt. Sie achtet darauf, Ihre anderen Prioritäten im Leben nicht zu vernachlässigen, wie Familie, Freunde, Karriere, Hobbys, persönliche Ziele –nichts von alle- dem gibt Sie auf, um „mehr Zeit mit ihm zu verbringen“. Die viele Zeit und Nähe, die sie ihm damit „opfert“, kann eines Tages dazu führen, dass er sich von ihr eingeengt fühlt. Und Sie werden unglücklich, weil Sie so viel investiert haben. Sie investieren nichts, was er nicht auch investiert. Eine Beziehung besteht immer aus Geben und Nehmen.

3. Sagen Sie ihm, was Sie von ihm erwarten

Das große Problem mit uns Männern ist – wir haben oft keinen blassen Schimmer, was Frauen von einer Beziehung erwarten. Wir wissen noch

Männern ist – wir haben oft keinen blassen Schimmer, was Frauen von einer Beziehung erwarten. Wir

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nicht einmal, warum sich Frauen überhaupt in uns verlieben! Die Wahr- heit ist: Wir sind nicht wirklich gut darin, Beziehungen zu führen. Was wir brauchen, sind Aufgaben und konkrete Ansagen.

Menschen tun meistens genau das, was man von Ihnen erwartet. Sie glauben mir das nicht? Es gibt unzählige Studien darüber, wie Menschen ihr Verhalten ändern, wenn man ihnen eine Uniform anzieht. Stecken Sie einen eher schüchternen Mann in eine Polizeiuniform und er verhält sich plötzlich autoritär. Ziehen Sie ihm eine Mönchskutte an und er wird still und meditativ. Menschen verhalten sich nach den Erwartungen, die ande- re Menschen an sie stellen und versuchen, diesen gerecht zu werden. Was mit Uniformen funktioniert, funktioniert auch mit Worten.

Wenn Sie einem Mann immer wieder sagen, er wäre ein „gefühlloser Egoist“, können Sie ziemlich sicher sein, dass er sich auch wie ein Egoist verhält. Wenn Sie ihm sagen, wie sehr Sie ihn dafür schätzen, dass er so ein aufmerksamer und liebevoller Zuhörer ist – raten Sie, was passiert! Richtig, er wird Ihnen aufmerksamer zuhören.

Menschen tun das, was man von Ihnen erwartet.

Ein altes Sprichwort sagt: Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es heraus.

Dazu eine kleine Geschichte:

In einer Universität war ein Professor besonders beliebt und erfolgreich. Die Schüler verehrten ihn. Eines Tages kam ein junger Professor zu ihm und fragte: „Wie machst Du das? Deine Studenten lernen gut, sie mögen Dich und haben Erfolg. Meine Studenten sind aufsässig und lernen schlecht. „ Darauf die Antwort: „Ganz einfach! Ich schaue darauf, was die positiven

aufsässig und lernen schlecht. „ Darauf die Antwort: „Ganz einfach! Ich schaue darauf, was die positiven

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Eigenschaften der Studenten sind. Und die halte ich ihnen immer wieder vor Augen. Dann sage ich, dass ich diese Eigenschaften besonders an ihnen mag. Das hören die Studenten gerne und sie geben sich Mühe, so zu sein, wie ich es ihnen gesagt habe. „

Es ist eine der mächtigsten Geheimnisse in der menschlichen Kommuni- kation, die es gibt. Mit Ihren Worten können Sie tatsächlich das Verhalten Ihres Partners steuern.

Probieren Sie es einfach mal aus: Benutzen Sie diese Methode, wenn Sie sich ein bestimmtes Verhalten von ihm wünschen, und zwar nach folgen- der Formel:

„Ich (Emotion), wenn Du (gewünschtes Verhalten) tust.“

Wenn Sie sich also irgendein Verhalten von ihm wünschen, sagen Sie:

„Ich liebe es, dass ich mich auf Dich verlassen kann. Schön, dass Du im- mer für mich da bist, wenn ich Dich brauche!“

oder:

„Ich fühle mich so wohl und entspannt, wenn Du mich in der Öffentlich- keit in den Arm nimmst!“

Die negative Version dieses Satzes wäre:

„Nur ganz selten umarmst Du mich, wenn wir unter Menschen sind. Wa- rum eigentlich nicht? Schämst Du Dich für mich?“

Damit bringen Sie indirekt zum Ausdruck, dass Sie unzufrieden mit ihm

nicht? Schämst Du Dich für mich?“ Damit bringen Sie indirekt zum Ausdruck, dass Sie unzufrieden mit

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sind und er wird – alleine schon aus Trotz – auch in Zukunft nur selten die Arme um Sie legen Umgekehrt wirkt die positive Art der Kommunikation gerade auf Männer so effektiv, weil sie weder einen Vorwurf enthält, noch ihnen das Gefühl gibt, dass Sie tief unglücklich mit ihm sind. Denken Sie immer an den männlichen Grundsatz: Ein Mann will eine Frau glücklich machen! Wenn Sie ihm das Gefühl geben, er macht Sie bereits glücklich, werden Sie sein Streben danach noch verstärken.

Vielleicht erinnern Sie sich an einen Satz aus dem Film „Besser geht‘s nicht“. Jack Nicholson gibt seiner Angebeteten Helen Hunt in einem Res- taurant die wohl schönste Liebeserklärung der Filmgeschichte:

„Deinetwegen möchte ich ein besserer Mensch werden.“

Geben Sie Ihrem Partner die Chance, ein besserer Mensch zu werden. Und zwar Ihretwegen.

4. Machen Sie ihn nicht zu Ihrem Lebensmittelpunkt

Ein Mann ist niemals wichtiger als Sie. Sie sollten in einer festen Bezie- hung darauf achten, dass Sie Ihre Interessen auch weiterhin verfolgen und Ihr Leben nicht für Ihren Partner aufgeben. Eine glückliche und ausgegli- chene Beziehung besteht aus einer fein abgestimmten Balance aus „Ich- Zeit“ und „Wir-Zeit“.

In der „Ich-Zeit“ sollten Sie sich um die Dinge kümmern, die Ihnen Spaß und Befriedigung bringen, und zwar ohne ihn. Man kann und sollte in einer Beziehung nicht alles gemeinsam tun. Dafür gibt es dann die „Wir- Zeit“, in der Sie sich über Ihre Erlebnisse austauschen und Gemeinsam- keiten miteinander teilen. Das Schöne an einer Beziehung ist, dass Sie

Erlebnisse austauschen und Gemeinsam- keiten miteinander teilen. Das Schöne an einer Beziehung ist, dass Sie Seite

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beides haben können: Ereignisse, die Sie alleine oder mit Freunden genie- ßen, ebenso wie Erlebnisse, die Sie mit Ihrem Schatz gemeinsam haben. Mit einer regelmäßigen „Ich-Zeit“ fühlen Sie sich erfrischt und laden die Batterien der Beziehung neu auf. Achten Sie darauf, sich nicht nur noch auf Ihren Partner zu fokussieren – das ist nicht der Sinn einer Beziehung.

Männer haben eine ungemeine Angst davor, dass sich ihre Partnerin in jemanden verwandelt, die nur noch für die Beziehung lebt und all ihre anderen Interessen völlig vernachlässigt. Dadurch würde sich der enorme Druck in ihm aufbauen, für ihr gesamtes Wohlbefinden verantwortlich zu sein. Die wenigsten Männer wollen der „Babysitter“ einer Frau sein. Stattdessen braucht ein Mann das Gefühl, die Frau für sich zu gewinnen, jeden Tag aufs Neue. Männer wollen sich ihre Liebe verdienen und nicht einfach vor die Füße geworfen bekommen.

5. Wenn er gehen will, lassen Sie ihn gehen

Männer brauchen phasenweise Zeit für sich. In dieser Zeit verfolgen Sie ihre Ziele oder genießen das Gefühl, sich ausschließlich mit „Männer- kram“ zu beschäftigen. Männer brauchen diese regelmäßigen Abstände für ihre seelische Ausgeglichenheit. Das Attraktivste, das eine Frau in solchen Zeiten tun kann, ist ihm das Gefühl zu geben, dass er gehen kann, wann immer er will. Versuchen Sie ihn nicht von seinen Rückzü- gen abzuhalten. Je mehr Raum Sie ihm geben, umso schneller wird er zu Ihnen zurückkommen. Zeigen Sie ihm, dass Sie ihn nicht ständig um sich herum brauchen, Sie sind schließlich eine emotional unabhängige Frau. Sie haben selbst genügend Dinge im Leben zu tun und genießen die Tage, an denen Sie Ihre „Ich-Zeit“ haben, ungemein! Ihr Lebensglück und Ihre Zufriedenheit hängt nicht davon ab, ob er sich Tag und Nacht mit Ihnen beschäftigt – im Gegenteil: Ermuntern Sie ihn von Zeit zu Zeit, doch einmal etwas mit seinen Freunden zu unternehmen. Solange er nicht das

Ermuntern Sie ihn von Zeit zu Zeit, doch einmal etwas mit seinen Freunden zu unternehmen. Solange

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Gefühl hat, in einem Gefängnis zu sitzen, wird er immer wieder zu Ihnen zurückkommen.

Allerdings sollten Sie nicht einfach blind alles gutheißen, was er in sei- ner „Ich-Zeit“ unternimmt. Wenn er sich z.B. immer wieder mit ande- ren Frauen trifft, dann überschreitet er eine Grenze. Und deshalb ist der nächste Punkt ebenso wichtig:

6. Sie geben Ihre Prinzipien und Wertvorstellungen niemals für einen Mann auf

Je nachdem, wie weit er Ihre Grenzen der Toleranz überschritten hat, gibt es zwei Wege, damit umzugehen:

1. Er verletzt eines Ihrer Prinzipien nur geringfügig. Beispielsweise er- zählt er davon, wie sexy er eine neue Mitarbeiterin seiner Firma fin- det. Natürlich ist das noch kein Weltuntergang, aber er hört einfach nicht auf, von ihr zu erzählen. Doch anstatt beleidigt aufzustehen oder in Tränen auszubrechen (beides versteht ein Mann garantiert falsch), sollten Sie auf „geringfügige“ Grenzüberschreitungen mit folgendem Schema reagieren:

„(Name Ihres Partners), es verletzt meine Gefühle, wenn Du XY tust“

Im Klartext hieße das:

„Thomas, es verletzt meine Gefühle, wenn Du mir stundenlang von anderen Frauen erzählst.“

Ich persönlich kenne keinen Mann, der eine Frau willentlich verletzen will. Männer erzählen oftmals Dinge, bei denen ihnen nicht klar ist,

Mann, der eine Frau willentlich verletzen will. Männer erzählen oftmals Dinge, bei denen ihnen nicht klar

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wie sehr sie ihre Partnerin damit verletzen. Mit dem Satz „Es verletzt meine Gefühle, wenn Du xy tust“ erinnern Sie einen Mann an seinen grundsätzlichen Wunsch: Er will Sie glücklich machen. Daher ist dieser Satz meist vollkommen ausreichend, um sein Verhal- ten zu ändern.

2. Er verstößt massiv gegen eines Ihrer Prinzipien. Zum Beispiel geht er fremd.

In diesem Fall bringt es nicht viel, ihn mit Worten zu bearbeiten. Sie sollten auf eine solch schwerwiegende Grenzüberschreitung hin Ihre Sachen packen und gehen. Ihre Taten haben in diesem Fall einen viel größeren Effekt auf einen Mann als tausend Worte. Sie sollten sich für mindestens eine Woche vollkommen von ihm zurückziehen. Keine Te- lefonate, keine SMS. Er muss spüren, was es bedeutet, Sie zu verlieren. Nur durch die Erfahrung, wirklich von Ihnen verlassen zu werden, be- kommt er die Möglichkeit, sein Fehlverhalten zu überdenken und es zu bereuen. Wenn Sie schwere Grenzüberschreitungen dieser Art tolerie- ren, indem Sie nur tränenüberströmt zu Hause auf ihn warten und ihn mit Vorwürfen überhäufen, hat das nur einen geringen Effekt auf ihn. Er denkt sich: „Sie wird sich schon wieder beruhigen.“ Genauso wenig bringt es, ihm mit solchen Trennungsankündigungen nur zu drohen:

„Wenn Du so weiter machst, verlasse ich Dich!“ Sie müssen tatsächlich gehen und den Kontakt zu ihm vorübergehend abbrechen, Taten haben einen viel größeren Effekt als Worte.

7. Sie lassen IHN innerhalb der Beziehungsphasen voranschreiten an- statt SELBST vorauszueilen

Sie fragen nicht danach, warum „er es denn nicht ernst mit Ihnen meint.“ Sie betteln nicht darum, mehr Nähe und Liebe von ihm zu bekommen.

„er es denn nicht ernst mit Ihnen meint.“ Sie betteln nicht darum, mehr Nähe und Liebe

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Sie stellen ihm auch kein Ultimatum, damit er endlich um Ihre Hand an- hält. Männer wollen nicht von einer Frau eingefangen werden, Sie wollen Ihre Frau selbst einfangen. Er wird das Boot der Beziehung in den siche- ren Hafen rudern, nicht Sie. Während er innerhalb der einzelnen Bezie- hungsphasen Schritt für Schritt voranschreitet, kümmern Sie sich primär um Ihre eigenen Bedürfnisse. Sie genießen die Zeit mit ihm, Sie zeigen ihm Ihre Liebe und Ihre Wertschätzung. Und wenn er sich von Ihnen zurückzieht und „mehr Zeit für sich braucht“, dann ziehen Sie sich ein- fach selbst zurück und geben ihm den Freiraum, den er braucht. Wenn Sie während seiner Rückzüge von Nervosität oder Angst gepackt werden, be- sinnen Sie sich auf eine Tatsache: SIE sind der Preis, den es zu gewinnen gibt. Eine Beziehung mit Ihnen ist das Beste, was einem Mann passieren kann. Er wird genau das realisieren, und zwar vor allem dann, wenn Sie mal eine Zeit lang nicht in seiner Nähe sind.

8. Zeigen Sie Interesse an seinem Leben

Wenn Sie die Verbindung zu einem Mann stärken wollen, sollten Sie Neugierde an seinen Interessen zeigen. Es ist wichtig, dass er Sie nicht „nur“ als seine Freundin betrachtet, sondern auch als einen Menschen, mit dem er jeden Aspekt seines Lebens teilen kann. Es mag Sie überra- schen, aber Männer reden in Beziehungen oft deshalb so wenig mit ihrer Partnerin, weil sie überzeugt davon sind, sie würde sich sowieso nicht für das interessieren, was er erzählt.

Wenn er Sie nur als einen „kleinen Teil“ seines Lebens sieht, wird niemals eine tiefe Verbindung zwischen ihnen entstehen. Mit Sicherheit gibt es Bereiche in seinem Leben, die ihn sehr ausfüllen, wie seine Arbeit, Fuß- ball, seine Lieblingsbands, seine Hobbys usw. Es ist wichtig, dass Sie sich hin und wieder Zeit nehmen, um ihn zu diesen Dingen zu befragen. Zei- gen Sie sich wissbegierig! Zugegeben: Es mag nicht das spannendste der

um ihn zu diesen Dingen zu befragen. Zei- gen Sie sich wissbegierig! Zugegeben: Es mag nicht

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Welt sein, wie sein Lieblingsverein letzte Woche gespielt hat. Genauso un- wichtig mag für Sie sein, welche Akten er diese Woche im Büro bearbeitet hat. Dennoch – schauen Sie sich einmal ein Fußballspiel gemeinsam an! Fiebern Sie mit seiner Lieblingsmannschaft mit! Anstatt nur „Pärchen- dinge“ gemeinsam zu unternehmen, werden Sie dadurch ein wichtiger Teil seines Lebens.

Wenn ein Mann spürt, dass sich seine Partnerin tatsächlich für ihn und die Dinge, die ihm etwas bedeuten, interessiert, bekommt die Beziehung für ihn eine ganz neue Dimension: Er sieht nicht nur die Frau, die er liebt, sondern auch einen Freund, dem er alles erzählen und mit dem er alles teilen kann. Und außerdem wird er wie von selbst auch an Ihren Inter- essen teilhaben wollen – selbst wenn er daran zuvor nicht das geringste Interesse hatte.

9. Erleben Sie neue Dinge gemeinsam

Wenn Sie gemeinsam neue Erfahrungen machen, stärkt das ihre Bindung ungemein. Das ist auch der Grund, warum gemeinsame Urlaube oft ein wichtiger Schritt innerhalb der Beziehung sind. Menschen teilen eine ein- zigartige Erfahrung miteinander und es bildet sich eine tiefe Verbindung, denn die gemeinsame Erinnerung an dieses Erlebnis stirbt niemals. Das bedeutet aber nicht, dass Sie ausschließlich auf den nächsten gemeinsa- men Urlaub hoffen, Sie können neue Erfahrungen schon heute miteinan- der erleben! Gibt es ein neues Restaurant in Ihrem Viertel, das Sie gerne mal besuchen würden? Hat nicht das Museum Ihrer Stadt eine neue Aus- stellung eröffnet? Wie wäre es mit einem Rock-Konzert? Oder das Stra- ßenfest in der Nachbarstadt?

Unternehmen Sie regelmäßig Dinge zusammen, die neu für Sie beide sind. Völlig egal, was es ist, die Unternehmung sollte Sie nur beide aus

zusammen, die neu für Sie beide sind. Völlig egal, was es ist, die Unternehmung sollte Sie

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dem Alltag herausreißen. In stillen Momenten (zum Beispiel, wenn er sich mal wieder auf dem Rückzug befindet) wird er sich genau an diese Momente mit Ihnen erinnern und denken: „Mit dieser Frau hatte ich im- “

mer viel Spaß, sie ist wirklich einmalig

10. Er will das Gefühl haben, ein Mann zu sein

In den letzten 100 Jahren hat sich vieles getan: Frauen haben die gleichen Jobs wie Männer, Sie gehen in die Politik, in die Wissenschaft, überall bekleiden Frauen Positionen der Macht. Sie haben statistisch gesehen so- gar eine höhere Bildung als Männer. Im Prinzip brauchen Frauen keinen Mann mehr. Zumindest nicht als deren Versorger und Beschützer. Viele Männer hat diese Entwicklung etwas irritiert und im stillen Kämmerlein seines Herzens hat sich wohl jeder Mann schon einmal gefragt: „Wozu braucht ihr uns eigentlich noch?“

Es ist ein unausgesprochenes Geheimnis unter Männern, dass wir uns insgeheim danach sehnen, gebraucht zu werden. Nicht, weil wir mehr verdienen oder den „wichtigeren“ Job haben wollen. Es geht vielmehr darum, sich einer Frau gegenüber wie ein Mann zu fühlen.

Was heißt das aber genau?

Wir Männer sehen uns in erster Linie als „Problemlöser“. Wenn es ir- gendein Problem gibt, ziehen wir unseren Cowboyhut an, satteln das Pferd und reiten in die Prärie, um das Problem zu lösen. Ich habe schon bei etlichen Frauen beobachtet, wie sie –natürlich unwissentlich– ihren Partner „entmannt“ haben, indem sie ihm das Gefühl gaben, „alles al- leine zu schaffen“. Dahinter verbirgt sich meistens der Gedanke, einem Mann gegenüber keine Schwäche zeigen zu wollen. Damit nehmen Sie ihm allerdings die Grundlage dafür, dass er sich als Mann fühlt:

Schwäche zeigen zu wollen. Damit nehmen Sie ihm allerdings die Grundlage dafür, dass er sich als

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Er möchte Sie glücklich machen. Er möchte, dass Sie seine Hilfe in An- spruch nehmen.

Es gibt eine „Zauberformel“, mit der Sie bei jedem beliebigen Mann ein Leuchten in den Augen hervorrufen:

„Könntest Du mir vielleicht bei xxx helfen? Ich schaffe das nicht alleine

In seinem Kopf taucht daraufhin nur ein einziger Gedanke auf:

„Was auch immer das Problem ist, ich werde auf jeden Fall eine Lösung dafür finden!“ Es ist der urmännliche Instinkt, den Sie damit wecken – er will diese Mission erfüllen und sich dabei wie ein Mann fühlen.

Natürlich weiß ein Mann, dass Sie eine emanzipierte und selbstbewusste Frau sind. Es geht nicht darum, dass er Frauen „beherrschen“ will. Der Punkt ist, dass wir oftmals nicht wissen, wozu uns eine Frau überhaupt braucht. Und dennoch will sie ständig Zeit mit ihm verbringen. Auf dieses Phänomen gibt es aus seiner Sicht keine schlüssige Antwort, deswegen beginnt er allmählich, ernsthaft an der Beziehung zu zweifeln

Das nächste Mal, wenn Sie ein frustrierendes Erlebnis haben, probieren Sie es einmal aus: „Kannst Du mir bitte bei dieser Sache helfen? Du meis- terst solche Sachen immer mit Bravour; ich weiß, dass Du mir eine Rie- senhilfe wärst!“

Genießen Sie es ab und zu, sich während all der Anstrengungen Ihres Lebens auch einmal „schwach“ zu zeigen. Bitten Sie hin und wieder um seine Hilfe! Es kann manchmal ein großer Vorteil sein, dem „schwachen Geschlecht“ anzugehören. Ziehen Sie Ihren Nutzen daraus!

manchmal ein großer Vorteil sein, dem „schwachen Geschlecht“ anzugehören. Ziehen Sie Ihren Nutzen daraus! Seite 66

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11. Um einen Mann zu behalten, müssen Sie bereit sein, ihn zu verlieren

Auf den ersten Blick klingt das vermutlich absurd, aber die Dynamik

von Beziehungen funktioniert genauso: Solange Sie bereit sind, an jedem Punkt der Beziehung zu gehen, und zwar immer dann, wenn Ihr Partner

eines Ihrer Prinzipien verletzt

solange werden Sie ihn behalten.

Frauen, die sich aus Angst vor dem Alleinsein einem Mann zuliebe „aufopfern“, ihre Interessen für die Beziehung aufgeben oder sich alles von ihm gefallen lassen, werden auf lange Sicht nicht nur unglücklich, sondern am Ende auch wieder alleine dastehen. Denken Sie also immer daran – um einen Mann zu behalten, müssen Sie immer bereit sein, ihn zu verlassen.

12. Lieben Sie sich selbst und entspannen Sie sich

Der letzte Punkt ist im Grunde eine Zusammenfassung all der „Traum- frauen-Eigenschaften“, auf die es in einer Beziehung ankommt:

• Sie lieben sich selbst und respektieren Ihre eigenen Prinzipien.

• In einer Beziehung mit Ihnen gibt es keinen Druck, keine Schuldge- fühle und auch keine Eile.

• Eine Beziehung mit Ihnen ist kein Gefängnis, sondern sie macht Spaß.

• Sie demonstrieren ihrem Partner jeden Tag aufs Neue, dass Sie eine Traumfrau sind, indem Sie sowohl sich selbst als auch ihn respektieren und lieben.

aufs Neue, dass Sie eine Traumfrau sind, indem Sie sowohl sich selbst als auch ihn respektieren

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Nachwort

Liebe Leserin,

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wir sind nun am Ende meines Kurses angelangt. Es gibt zum Thema Liebe und Beziehungen noch so Vieles, was ich sagen und schreiben könnte. Um es aber nicht unnötig zu verkomplizieren, habe ich versucht, Ihnen nur das Wichtigste mit auf den Weg zu geben. Die Zutaten für eine glückliche Bezie- hung haben Sie jetzt, nun müssen Sie diese nur noch zu einer leckeren Mahl- zeit zusammenfügen. ;-)

Ich hoffe, ich konnte Ihnen den einen oder anderen Ausweg aus dem Dschungel der Beziehungskrisen aufzeigen und auch ein wenig mehr Licht ins Dunkel der männlichen Seele bringen. Meiner Meinung nach bieten uns Krisen, egal in welchem Lebensbereich, immer auch eine große Chance:

Die Chance, uns zu verändern. Die Chance, etwas Wichtiges zu lernen. Die Chance, uns weiterzuentwickeln.

In unserem Forum bietet sich Ihnen nun die Gelegenheit, sich mit anderen Frauen auszutauschen. Vielleicht können Ihre Geschichte und deren wei- terer Verlauf anderen Frauen dabei helfen, die Dinge noch klarer zu sehen. Auf jeden Fall glaube ich, dass man gemeinsam schneller vorankommt, als wenn man alleine kämpft. Aus diesem Grund habe ich das Forum in meinen Kurs eingebaut, damit all die zukünftigen Traumfrauen unserer Gemein- schaft einen Ort haben, an dem sie sich in Ruhe und abgeschottet von der Männerwelt miteinander unterhalten können. ;-)

Doch bevor Sie unser Forum besuchen, sollten Sie unbedingt auf die „Bo- nuslektion“ im oberen Menü klicken und sich die Audiodatei anhören. Sie finden darin garantiert noch weitere, entscheidende Tipps für Ihre Situation.

sich die Audiodatei anhören. Sie finden darin garantiert noch weitere, entscheidende Tipps für Ihre Situation. Seite

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Doch zuerst möchte ich Ihnen noch einmal ganz herzlich dafür danken, dass Sie an meinem Kurs teilgenommen haben. Ich hoffe, es hat Ihnen gefallen und Sie konnten einen Nutzen daraus ziehen!

Ich wünsche Ihnen – wie immer – alles Gute im Leben und in der Liebe!

Bis gleich in der Bonuslektion

Ihr Freund Christian Sander

wie immer – alles Gute im Leben und in der Liebe! Bis gleich in der Bonuslektion

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