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Infoblatt für die Gruppenmitglieder von EBM EBM-Report (vormals HÜTTENREPORT) www.einheit-berlin-mitte.de +++ Ausgabe
Infoblatt für die Gruppenmitglieder von EBM EBM-Report (vormals HÜTTENREPORT) www.einheit-berlin-mitte.de +++ Ausgabe

Infoblatt für die Gruppenmitglieder von EBM

EBM-Report

(vormals HÜTTENREPORT)

www.einheit-berlin-mitte.de+++ Ausgabe 3/2016

(68)

für die Gruppenmitglieder von EBM EBM-Report (vormals HÜTTENREPORT) www.einheit-berlin-mitte.de +++ Ausgabe 3/2016 (68)

Inhalt

Editorial

Seite

3

Einladung zur Jahresabschlussfahrt

4

Jahresanfangsfahrt 2016-12-25

6

Neues von der Hütte

8

Buchtipp

10

EBM unterwegs

11

Elbsandsteinsplitter

14

Radweg „Thüringische Städtekette“

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Das Mittelseitenfoto

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Was es sonst noch so los war

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Und was sagt Reinhold Messner?

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V>on hier und dort

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Gipfelkreuze im Kreuzfeuer

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Einladung Vortrag Bedrnd Arnold

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Leiche am Tisenjoch gefunden

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DAV-Unfallbilanz

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Berggewitter – was tun?

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Leute

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Traumfelsen/Termine

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Zahlen

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EBM-Kompakt

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Glückwünsche/Rätsel

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Das Titelbild entstand bei einem Ausflug zum Einsiedlerstein, der von allen Seiten „befühlt“ wurde. Hier von Christiane Lübke an einer schweren Route in der Nordseite nach dem Motto „Versuch macht klug“. Foto: S. 40

2

Impressum: Texte, soweit nicht anders gekennzeichnet, Layout, Druck

und Versand: H. Wiemann;

Bilder: jeweilige Autoren

Editorial

Die Badeutensilien sind wieder für den nächsten Sommer im Schrank verstaut, der Grill ist im Kellergelandet und im Radio sind die Staumeldungen nicht mehr programmfüllend. Kurz: Der Sommer und die letzten Tage des schönen Herbstes sind vergangen. Das aber ist kein Grund, die Outdoor-Klammotten oder das Kletterzeug einzumotten. Das Treffen der Bergsteiger an der Hohen Liebe am Totensonntag und das am Hohen Zschirnstein zu Beginn des Jahres 2017 warten auf eure Teilnahme. Auch die Jahresabschlussfahrt der Berliner Bergsteiger nach Mezni Louka bietet die Möglichkeit, an deren Rande auch ein interessantes Wanderprogramm in der Böhmischen Schweiz einzubinden. Und unsere Hütte bietet trotz Winterschlaf immer Gelegenheit, sie als Ausgangspunkt für schöne Wanderungen zu nutzen.

Der Winterschlaf unserer Hütte wird Ende März beendet sein, und dann brauchen wir viele Hände, unsere Bleibe wieder auf zu hübschen. Bitte schiebt diesen Termin schon mal in Euren Hinterkopf. Im neuen Jahresplan wird dann der genaue Termin stehen.

Bis dahin wünsche ich Euch ein stressfreies Weihnachtsfest und dann einen gelungenen Jahreswechsel verbunden mit einem guten Start ins neue Jahr. Der erste gemeinsame Termin ist ja schon das Wochenende vom 6.-8. Januar 2017 an der Südecke des Großen Zschirnsteins.

Harald

Einladung zur Jahresabschlussfeier 2016

Liebe Bergfreunde, die DAV Sektion Brandenburger Tor lädt zur Jahresabschlussfeier ein. Wir begehen die 47. Feier mit einem neuen Betreiber des Hotels in Mezni Louka und einer neuen Küchencrew! Ausrichter in diesem Jahr ist die Gruppe Bärenstein.

Termin: 04. – 06. November 2016

Ort: Hotel Mezni Louka, 40717 Hrensko, (www.meznilouka.cz/de/)

Leistungen: - 2x Übernachtung / Frühstück

- 1x warmes Abendessen am Sonnabend

(zur Auswahl stehen 4 Gerichte plus zwei vegetarische)

- Abendveranstaltung

Preise: Kinder bis 3 Jahre ohne Bett frei Kinder von 4 bis 9 Jahre 25,- EUR Kinder von 10 bis 15 Jahre 40,- EUR ab 16 Jahre 70,- EUR Die Preise sind pro Person und beinhalten alle oben angegebenen Leistungen. Abendveranstaltung (ohne Essen) 8,- EUR

Übernachtung:

A Hotel „Mezni Louka“

B1 Pension „U Forta“, Haupthaus (ca. 80 m Fußweg)

B2 Pension „U Forta“, Einzelhäuser (ca. 100 m Fußweg)

C Nur für Jugendgruppe: „Zoll-Haus“ (ca. 100 m Fußweg)

Anreise PKW: - Anfahrt mit PKW über Grenzübergang Schmilka / Hrensko

- In Hrensko links abbiegen und ca. 6 km bis Mezni Louka.

- Parkplatz am Hotel

Anreise ÖPNV: - Anfahrt mit der Bahn bis Schöna

- Vom Bahnhof mit der Fähre nach Hrensko

- Weiter mit dem Bus Linie 434 nach Mezni Louka. Achtung! Der letzte Bus fährt 18:27 Uhr.

Programm: Freitag, 04.11.2016

- Individuelle Anreise

- ab 17 Uhr Zimmereinweisung

- Im Restaurant gibt es bis 22 Uhr warme Speisen.

Sonnabend, 05.11.2016

- ab 8 Uhr Frühstück

- Individuelle Freizeitgestaltung

- ab 14.30 Uhr Kinderveranstaltung

(Teilnahme und Kindesalter bei der Anmeldung angeben)

- 18.00 Uhr Abendessen

- 20.00 Uhr Abendveranstaltung

- DJ Stefan

- Fotowettbewerb

- Quiz und Fliegerpokal

- Kletterjahrverabschiedung

Sonntag, 06.11.2016

- ab 8 Uhr Frühstück

- bis 11 Uhr Abrechnung der Verzehrkarte

- bis 11 Uhr Abreise / Zimmerübergabe

Anmeldung: Bitte nur per Email bei Conny Emmermacher:

c.emmermacher@gmx.net

- Bei der Anmeldung bitte Name, Alter der Kinder und, sofern vorhanden, die Gruppenzugehörigkeit angeben. -Teilnahme an der Kinderveranstaltung mit Altersangabe der Kinder

- Quartierwünsche (wer mit wem und warum bzw. warum nicht)

- Telefonische Rückfragen bei Knut Volke (030 / 47 00 64 46)

Sonstiges: Bitte die Fotos für den Fotowettbewerb nicht vergessen.

- Knut Volke (BCB) –

Der nachfolgende Artikel von Willy Göricke konnte wegen des Redaktionsschlusses nicht mehr im Heft 1/2016 untergebracht werden. Gut abgelagert steht er nun in diesem Heft und weist darauf hin, dass ein neues Treffen, dann die 61. Auflage Anfang Januar 2017 ansteht. Leider ist das Jubiläum (60) 2016 nicht so richtig zur Geltung gekommen.

Jahresanfangsfahrt 2016

60 Jahre – solange gibt es schon die Tradition der Jahresanfangsfahrt der

(Ost-) Berliner Bergsteiger. Schade, dass keiner von diesem Jubiläum wusste. Vielleicht hätte sich der eine oder andere noch entschlossen, dabei zu sein. Knut Volke und ich hatten uns in der Zschirnsteinbaude in Kleingießhübel einquartiert, wir waren die einzigen Gäste. Der Treff am Großen Zschirnstein war wie immer von den Lok-Leuten gut vorbereitet und von Lok und HSG auch gut besucht. Nachdem im letzten Jahr

11 Leute von EBM dabei waren, hielten dieses Jahr Reinhard Link und ich die

EBM-Fahne hoch. Mit Knut waren auch die Bärensteiner präsent. Punsch und Würste waren wieder ausreichend vorhanden, bei Temperaturen leicht über 0 Grad hat auch keiner gefroren. Geklettert wurde diesmal nicht, selbst Peter Beyer hatte irgendwie keine Lust.

über 0 Grad hat auch keiner gefroren. Geklettert wurde diesmal nicht, selbst Peter Beyer hatte irgendwie

. Zur Tradition gehört auch, die höchste Erhebung der Sächsischen Schweiz, den Großen Zschirnstein zu „besteigen“. Das haben viele auch getan und statt der obligatorischen Fotos mit der Nagelschen Säule gab es diverse Aufnahmen mit der neuen Panoramatafel. Die Panoramatafel wurde am 4. Mai 2013 eingeweiht und zeigt alle wichtige Steine und Ber-

Mai 2013 eingeweiht und zeigt alle wichtige Steine und Ber- ge der Umgebung. Wir hatten eine

ge der Umgebung. Wir hatten eine tolle Fernsicht. Einige von uns waren überzeugt, den 58 km entfernten Jeschken gesehen zu haben. Wer mehr wissen will:

www.boehmwanderkarten.de/redaktion/is_reda_grosserzsc

hirnstein.html.

Anschließend gingen Knut und ich auf Langstrecke (wie Hannelore sagen würde), bis es dunkel wurde. Am Sonntag zeigte ich Knut unsere Hütte. Danach besichtigte ich die Hüt- te der Bärensteiner in Rathen. Ein Reh begrüßte uns. Die Hütte ist außer- gewöhnlich, mitten im Wald und im Inneren völlig abgeschirmt von der Außenwelt. Kein Wunder dass sich die Bärensteiner zum Kauf ihrer Hütte entschlossen haben. Glückwunsch!

Willy Göricke

Neues von der Hütte

Sägebock.- Immer wieder ist für den brennholzgefräßigen Kaminofen Heizmaterial zu zerkleinern. Das erleichtert uns nun ein Sägebock, der unter der Federführung von Wolfgang Puchmüller gebaut worden ist. Die

von Wolfgang Puchmüller gebaut worden ist. Die „Einsägnung“ wurde auch gleich mit vollem Einsatz von

„Einsägnung“ wurde auch gleich mit vollem Einsatz von Evi Krecksch und Wolfgang zelebriert. Der Bock hängt griffbereit an der Außenwand des Schuppens. Gute Dienste leistete er schon bei der kamingerechten Zubereitung des Holzstapels unter der Fichte an der linken Terrasse und den diversen dickeren Holzstangen. Diese sind nun komplett mundgerecht gesägt, bei Bedarf klein gehackt und gestapelt. Zwei Kreissägeblätter hat die viele Sägerei dabei stumpf gemacht, denn nicht für alle Längen ist der Sägebock geeignet. Ulf wird sie bei einem Schleifer seines Vertrauens wieder schärfen lassen. Bei dieser Holzaktion waren Harald und Steffi Göricke besonders aktiv.

Gäste.- Die Auslastung unserer Hütte ist in diesem Jahr sehr gut (gewesen). Das vor allem durch verhältnismäßig viele Gäste. Die Auslastung am Jahresende wird deutlich höher ausfallen als im vergangenen Jahr. Das kommt natürlich auch dem betriebswirtschaftlichen Ergebnis zugute.

Erscheinungsbild der Hütte.- Die Neugestaltung des Äußeren unserer Weinberghütte ist nun vollständig erledigt. Nach den neuen und größeren Fenstern in den beiden Außentüren und dem Streichen aller Flächen sind nun auch noch die braunen Abdeckleisten angebracht worden. Besonders engagiert haben sich bei diesem Werk Jochen Söhler, Michael Meyer, Ulf Knoll und Bärbel Söhler (siehe auch Bericht im EBM-Report 2/2012).

Bärbel Söhler (siehe auch Bericht im EBM-Report 2/2012). Ω Abgesperrt.- Am Sonntag, dem 8. 11. 2016

Abgesperrt.- Am Sonntag, dem 8. 11. 2016 wird das Wasser wieder in der Ferienanlage bis März 2017 angestellt. Unsere Hütte muss dann wieder in den Wintermodus gehen. Nutzer der Hütte müssen dann mit mindestens fünf Litern Frischwasser pro Person anrücken. Die Toiletten stehen dann nicht in gewohnter Weise zur Verfügung. Die Regenwassertonnen werden erst zu einem späteren Termin geleert. Danach steht nur noch die Bio- Toiletter in der Außendusche zur Verfügung. Das Duschen ist dann natürlich auch nicht mehr möglich.

Schwierige

Arbeit.- In diesem Jahr waren

Schwierige Arbeit.- In diesem Jahr waren Jochen in der Tonne wieder wegen des überwiegend trockenen Wetters

Jochen in der Tonne

wieder wegen des überwiegend trockenen Wetters ausgiebige Bewässerungsaktionen erforderlich. Vier 200-Litter-Regentonnen stehen dafür zur Verfügung, wenn sie denn voll sind. Die untere Tonne neben der Kompostanlage konnte das Wasser bei ergiebigem Regen leider nicht halten. Verschiedene Versuche, die Risse neben dem Ablasshahn abzudichten, waren bisher erfolglos. Jetzt hat sich Jochen – hoffentlich mit Erfolg - des Problems angenommen (Bild). Helfen wird ihm dabei Ulf mit seinen Fähigkeiten.

Er wird eine den vielen Rundungen der Tonne angepasste Dichtungsplatte anfertigen, die dann nur noch eingeklebt zu werden braucht.

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Bücher-Tipp:

Himmelhorn

Die Tage werden immer früher dunkel, die Discounter haben die Stollen ins Sortiment genommen. Ein sicheres Zeichen dafür, dass Weihnachten bald vor der Tür steht. Da steht dann stets die Frage: Was schenken, was sich schenken lassen? Ein Buch ist da immer gut, man kann es ja bei Nichtgefallen bequem weiter reichen. Krimis sind da sehr beliebt, und für Bergsteiger natürlich solche aus dem eigenen Hobby-Metier. „Himmelhorn“ mit Kommissar Kluftiger bietet sich da an. Es bietet Spannung und komödiantische Unterhaltung. Kluftinger fährt zur Entspannung ins Gebirge und findet bei einer Wanderung erst einen Rucksack, dann einen Schuh und später auch noch den Zweiten, an dem aber eine Leiche hängt. Kluftinger ahnt sofort, dass dies kein normaler Bergunfall war und stürzt sich in die Ermittlungen.

Volker Klüpfel und Michael Kobr: Himmelhorn. Droemer Verlag, München, 480 Seiten, 19,99 Euro; ISBN 978-3-426-19939-8

EBM unterwegs

EBM unterwegs .…. EBM

Geburtstagsfeier für einen der letzten Vorsteiger bei EBM

Im vergangenen Jahr, anlässlich einer Ge- burtstags-Kletterfahrt, wurde Wolfgang Puchmüller das schar- fe Ende des Kletter- seils feierlich über- reicht und er erfüllte die Aufgabe des Vor- steigers zuverlässig für das Geburtstagskind und dessen Gäste.

Auch in diesem Jahr, als sich eine kleine Gruppe in der EBM- Hütte zum Klettern traf, war er dabei und bewährte sich als Vor- steiger. Leider war der Wettergott nicht der beste Freund.

Nun

hatte

Wolfgang

der Wettergott nicht der beste Freund. Nun hatte Wolfgang selbst Geburtstag, und wir wollten ihm auch

selbst Geburtstag, und wir wollten ihm auch eine Freude machen, und da bot sich die Bergwelt in Strausberg an. „Geburtstagskindfreier Eintritt“, bei vier zahlenden Gästen. Das war es doch für uns acht von der Hüttenfahrt. Es wurde eifrig geklettert, das Geburtstagskind Wolfgang brachte es auf acht von neun Wegen und hatte sich das von uns, d.h. Evi Sievers, Evi Krecksch, Harald Wiemann, Renate Kölsch und Peter Gapski sowie Hannelore und Pe- ter Hentschel ausgerichtete Geburtstagsessen redlich verdient. Übrigens, Renate war die eifrigste Frau an den Felsen.

EBM unterwegs … EBM unterwegs

EBM

EBM unterwegs … EBM unterwegs EBM Es ist eine interessante Anlage, Arm-kraft ist gefragt, man klettert

Es ist eine interessante Anlage, Arm-kraft ist gefragt, man klettert selbständig in den vorgegebenen Wegen mit etwas gewöh- nungsbedürftiger Sicherung, die aber Pflicht ist. Die Sicher- heitsausrüstung, be- stehend aus Klet- tergurt und Helm, wird gestellt, auch die unbedingt notwen- digen Handschuhe. Letztere sollte man aber möglichst aus dem eigenen Bestand mitbringen. Kletter- schuhe sind nicht erforderlich, aber an einigen Stellen hilf- reich. Abgeseilt wird nicht, sondern immer nach Vorgabe des Stahlseils runter geklettert. Wegen der Art der Sicherung ginge das auch nicht. Deswegen muss der einmal angegangene Weg stets zu Ende geklettert werden.

Hinterher kann man noch vor Petrus geschützt zusammensitzen und sein mitgebrachtes Essen genießen.

Wenn

Wiederholungstätern“ rechnen.

Jochen

Söhler

den

EBM-Besuch

organisiert,

kann

er

sicher

mit

EBM unterwegs

EBM unterwegs .…. EBM

Wiederholungstäter

Wie von Hannelore hellseherisch im vorhergehenden Beitrag voraus gesehen, hatten sich am 15. Oktober etliche „Wiederholungstäter“ und auch ein paar „Neue“ von EBM zu einer weiteren Kletterrunde an den Strausberger Bergwelten eingefunden. Auch wenn die kraftzehrenden Wege nicht von allen in Angriff genommen worden sind, war es doch ein schönes Treffen. Das trübe, regnerische Novemberwetter hatte sich rechtzeitig verzogen. Leider gab es keinen „geburtstagkindfreien“ Eintritt, so dass wir das Klettern bis auf den 10.00 Uhr-Rabatt voll bezahlen mussten. Aber es hat trotzdem Spaß gemacht. unten ein paar Bilder:

Klettern bis auf den 10.00 Uhr-Rabatt voll bezahlen mussten. Aber es hat trotzdem Spaß gemacht. unten

Elbsandstein-Splitter

Geheimnis gelüftet.- Das Geheimnis um den Fundort des Münzschatzes, den zwei Kletterer aus Franken in der Sächsischen Schweiz gefunden hatten, ist gelüftet. Anhand der Fotos, die vom Fundort veröffentlicht wurden, konnte der Kenner auch der allerletzten felsigen Ecken, Mike Jäger, den Ort identifizieren. Er machte ebenfalls Fotos vom vermuteten Ort und verglich. Und siehe da, die Fotos stimmten überein. Die Behörden hatten nur sehr nebulös von einem Fundort zwischen Bad Schandau und Sebnitz gesprochen. Jäger machte seinem Namen alle Ehre und hat auch die beiden Finder ausfindig gemacht. Darüber schweigt er allerdings. Ach ja, der Fundort liegt zwischen Kanstein und Kanstein Vorgipfel.

500 qm mehr.- Deutschland ist um rund 500 Quadratmeter gewachsen. Diesen Zuwachs verdanken wir dem scharfen Blicken des Kartografen Rolf Böhm. Das Stück Wildnis liegt im Nationalpark Sächsische Schweiz an der Grenze zu Tschechien. An dieser Stelle hat sich die Kirnitzsch nach dessen Meinung ein neues Flussbett gesucht und zwar über tschechisches Gebiet. Da aber bereits seit 1452 die Mitte des Flüsschens die Grenze zwischen Deutschland und Tschechien bildet, hätte Deutschland jetzt etwa 500 Quadratmeter mehr. Zurzeit umfasst unser Staatsgebiet 357.375,62 Quadratkilometer. Das sächsische Innenministerium will das Gebiet nun neu vermessen lassen und die deutsch/tschechische Grenzkommission einberufen, falls die Beobachtungen von Böhm zutreffen. Die Kommission muss dann eine Entscheidung treffen.

Viel Holz.- Die sächsischen Grünen haben im Landtag die Holzernte und den Einsatz von schwerem Gerät dabei im Nationalpark kritisiert. Beispielsweise wurden im Jahr 2012 1141 Kubikmeter Holz entnommen. Die Grünen meine, dass dies für den engen Zweck des schonenden Waldumbaus in der Zone A nicht zu begründen. Die Nationalparkverwaltung verwies darauf, dass seit 2015 kein Holz mehr aus dieser Ruhezone entnommen werde. Bis 2030 soll diese Zone von jetzt knapp 60 Prozent der Nationalparkfläche auf dann 75 Prozent ausgedehnt werden.

Ortsumgehung Pirna.- Der Bund hat jetzt die Finanzierung der schon lange geplanten Ortsumgehung Pirna gesichert. Im Bundesverkehrswegeplan sind 97 Millionen Euro freigegeben worden. Die rund vier Kilometer lange Ortsumgehung soll den steilen Anstieg zum Sonnenstein ersetzen und Pirna vom Durchgangsverkehr entlasten.

Basteiaussicht weiter teilgesperrt.- Die Fertigstellung der Sanierung des Basteifelsens wird sich bis in das erste Halbjahr 2017 hinziehen. Der Sanierungsbereich etwa acht bis sechzehn Meter unterhalb der Aussichtsplattform erfor- dert einen größeren Aufwand als zunächst erwartet. Der vordere Bereich der Aussicht – etwa zehn Meter – bleibt deshalb weiterhin gesperrt. Gesperrt bleibt auch die Rahmhanke. Das entsprechende Hinweisschild ist erst kurz vor der Baustelle aufgestellt, nicht schon am Beginn der Rahmhanke.

Baustelle aufgestellt, nicht schon am Beginn der Rahmhanke. Ringausbruch?.- Eine 31-jährige Frau ist Ende August am

Ringausbruch?.- Eine 31-jährige Frau ist Ende August am Gansfelsen 14 Meter tief abgestürzt und ihren schweren Verletzungen erlegen. Nach bisherigen Ermittlungen soll ein Ring (!) ausgebrochen sein. Näheres war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

Gute Aussichten.- Die Nationalparkverwaltung und der Sachsenforst werden beliebte Aussichten wie die am Teufelsturm oder am Oberen Steinbruchsweg an der Hohen Liebe freischneiden. Dies sagte NP- Leiter Dr. Butter bei einer gemeinsamen Begehung mit den Bergsportvereinen zu. Er informierte auch über die forstliche Zukunft des NP. Danach werden nur noch 54 Prozent der Fläche forstlich behandelt. Weymouth-Kiefer und Roteiche sollen weiter zurückgedrängt werden. Auch die Europäische Lärche soll ausgedünnt werden. Fichtenforste sollen planmäig in naturnahe und den Bedingungen des NP angepasste Waldbestände überführt werden. >>>

Nach Erkenntnissen des NP-Leiters hätten 70 bis 80 Prozent der Boofer nichts mit Klettern oder Wandern am Hut. Er beobachte zunehmenden Vandalismus und exzessiven Alkohol- und Drogengenuss sowie „Riffboofen“ und „Riffpicknicken“. Letzteres erfolge überwiegend in gesperrten, das heißt in der Regel in besonders schützenswerten Biotopen, beispielsweise in den Schneelöchern.

Neuer Forststeig.- Seitens des Sachsenforsts gibt es Planungen für einen zu schaffenden etwa 100 Kilometer langen Forststeig, der durch das LSG führen soll. Dieser soll sowohl über sächsisches als auch böhmisches Gebiet führen, zum Beispiel auch über den Hohen Schneeberg. Entlang des Weges sollen drei Übernachtungshütten entstehen.

Unaufgeklärt.- Weiterhin unaufgeklärt bleibt der Todessturz eines Mannes von der Bastei Ende der 1990er Jahre. Die Polizei geht nach wie vor davon aus, dass das kein Unfall war, sondern dass dabei nachgeholfen worden ist.

Lesenswert.- Das Heft 22 der Serie „Aus der sächsischen Bergsteigergeschichte“ ist bereits im Februar erschienen. Das Heft befasst sich im Wesentlichen mit Berichten ehemaliger Kletterer und Funktionäre des Bergsports (zum Beispiel Tagebuchaufzeichnungen) kurz vor und nach ihren klettersportlichen Neuanfängen nach dem Ende des zweiten Weltkrieges im Elbsandsteingebirge. Interessant dürfte aber auch, vor allem für die älteren Bergsteiger unter uns, der Bericht von Helfried Hering über Fritz Eske, Günter Kalkbrenner und Kurt Richter sein, die 1967 tragisch in der Eiger-Nordwand ums Leben kamen. Herausgeber ist die Interessengemeinschaft „Bergsteigergeschichte“ beim SBB.

Trekkinghütten.- Unter der Adresse www.trekkinghuetten.de kann

man nähere Infos zu den vom Sachsenforst unterhaltenen Trekkinghütten in der Sächsischen Schweiz erfahren. Übernachtungstickets, die zwei Jahre lang gültig sind, sind unter anderem beim Sachsenforst, der NPV in Bad Schandau oder beim SBB erhältlich.

Radweg „Thüringer Städtekette“ im Mai 2016

Es war ein langgehegter Wunsch, aber ein schneller Entschluss. Das Wetter an diesem Maiwochenende verhieß nur Gutes; und so packten wir am Freitag, dem 20.5. morgens schnell unsere Satteltaschen, radelten in Leipzig zum Hauptbahnhof, kauften ein Sachsenticket (gilt auch in Thüringen und in Sachsen-Anhalt inklusive Fahrradmitnahme) und stiegen gegen neun Uhr in den Zug. Kurz vor 12 Uhr erreichten wir nach Umsteigen in Erfurt Eisenach und saßen punkt 12 Uhr kurzärmlig im Sattel. Der Radweg „Thüringer Städtekette“ beginnt in Eisenach, verläuft über Gotha, Erfurt, Weimar, Jena, Stadtroda, Eisenberg, Hermsdorf, Gera, Ronneburg, Schmölln nach Altenburg. Die 37 km bis Gotha entlang der Hörselberge über leicht hügeliges Gelände waren schnell geschafft. Kurz vor Gotha passierten wir die 1878 gegründete Pferderennbahn, bevor wir uns den Sehenswürdigkeiten der ehemaligen Residenzstadt des Herzogtums Sachsen-Gotha (Schloss Friedenstein, Rathaus mit Markt) und einem Kaffee samt Kuchen widmeten. Vorbei an den „Drei Gleichen“ mit der weithin sichtbaren Wachsenburg radeln wir mit einigen „Verfahrungen“ teils auf dem Jacobsweg nach Erfurt. Der antennenbestückte Inselsberg im Rücken verfolgte uns bis weit nach Gotha. Das heißt: die Sicht war ausgezeichnet. Erfurt quoll fast über vor Touristen. Alle Freisitze waren besetzt, und ein Quartier für eine Nacht war nicht zu bekommen, was sicher auch daran lag, dass an diesem Wochenende der Rennsteiglauf stattfand (dieses Jahr übrigens mit einer Höchstbeteiligung von 16 412 Zielläufern). So landeten wir in der Sülzer Siedlung acht km nördlich vom Erfurter Zentrum in einer schmucken Ferienwohnung. Dort hatten wir dann 90 km in den Beinen. Obwohl wir schon einigermaßen platt waren, sind wir für ein Abendessen noch nach dem fünf km Richtung Sömmerda gelegenen Stotternheim geradelt. >>>

sind wir für ein Abendessen noch nach dem fünf km Richtung Sömmerda gelegenen Stotternheim geradelt. >>>

Da Erfurt mit seinem Dom, vor dem gerade der sonnabendliche Markt stattfand, der Krämerbrücke und überhaupt der gesamten Innenstadt immer wieder einen Besuch wert ist, begann der Sonnabend mit einem Stadt- rundgang, bevor wir uns dann auf den Weg nach Weimar bega- ben. Der Rad- weg ist gut ausgeschildert, fast durch-weg asphaltiert und mit nicht allzu unangenehmen Steigungen. Obwohl wir mächtig rein traten, wurden wir von einer 10-Männergruppe (auch nicht mehr ganz jung) überholt. Aber schnell war zu sehen: die fahren elektrisch. Sie kamen aus Lüdenscheid/Sauerland und machten von Erfurt aus Tagestouren. Klugerweise wollten wir uns in der Städteinfo in Weimar ein Nachtquartier in Jena sichern lassen. Ergebnis: auch in Jena ist kein freies Bett zu haben. Selbst das teuerste – die Juniorsuite in der 26. Etage des Jentowers war ausgebucht. Erst in dem ca. 20 km weiter an der Radroute liegenden Ort Stadtroda ist in einem 4-Sterne-Hotel noch ein Doppelzimmer zu haben, welches wir aus gutem Grund sofort buchten. Das bedeutete dann wiederum eine 70 km-Tagesetappe. Und vor allem blieb so nicht allzu viel Zeit für einen Verwandtschaftsbesuch in Weimar und einem Bummel durch Jena. Immerhin fanden wir in Jena nahe dem Paradies-Bahnhof Schließfächer für unsere Satteltaschen und konnten so ohne Fahrrad das städtische Treiben genießen. Auch den Jentower „erklommen“ wir für einen Restaurantbesuch in der 29. Etage. Aus mehr als 100 m Höhe hatten wir eine tolle Rundumsicht. Über Jena-Lobeda, die Autobahn A 4 kreuzend, erreichten wir schwitzend das Hotel „Hammermühle“ in Stadtroda. >>>

die Autobahn A 4 kreuzend, erreichten wir schwitzend das Hotel „Hammermühle“ in Stadtroda. >>> 18

Diese Kleinstadt ist zwar schön gelegen am Rodafluss, bietet aber außer ei- ner Zisterzienserklosterruine und dem Kirchberg nicht sehr viel Sehenswer- tes (Entschädigung bot an diesem Abend aber das DFB-Pokalendspiel FC Bayern – Borussia Dortmund mit 11-Meter-Schiessen). Auch der Sonntag begann warm und sonnig. Der Radweg führt ab Stadtroda durch den Holzlandkreis, dem idyl- lischsten Teil der gesamten Tour. Durch den Zeitz- grund und das Mühltal mit seinen vielen

(gast)bewirt-

schafteten Mühlen führte die Strecke zum Glück meist durch schattigen Wald. Hier ra- delten wir auch nicht mehr allein, was sicher an dem herrlichen Wetter lag. Nach dem Hermsdorfer Kreuz passierten wir Bad Klosterlausnitz, danach Eisenberg und Bad Köstritz und erreichten entlang der Weißen Elster Gera. Es ist Mittag und die Tour wird zur Hitzeschlacht. Das merken wir besonders bei Ronneburg auf dem Gelände der Bundesgartenschau 2007. Das renatu- rierte Haldengelände, wo die WISMUT im Tagebau Uranerz abbaute, ist durchaus sehenswert, bietet aber nur wenige Schattenplätze und keine Gastwirtschaft. So stillten wir in der erstbesten Gaststätte in Ronneburg unseren Durst; es ist 14 Uhr. Entlang dem Flüsschen Sprotte, der Burg Posterstein und wieder mal die A4 überquerend hatten wir schon das Endziel Altenburg vor Augen. Da passierte es: ein Platter, und auch noch hinten. Das verhalf uns erst mal zu einer Pau- se. Der Schaden konnte behoben werden und die letzten 12 km (von ca. 90 an diesem Tag) waren bald geschafft. >>>

(weiter auf Seite 22)

werden und die letzten 12 km (von ca. 90 an diesem Tag) waren bald geschafft. >>>

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Sulzenausee Foto: Barbara Angelmi
Sulzenausee
Foto: Barbara Angelmi

(Fortsetzung von Seite 19 und Schluss)

Die Skatstadt Altenburg ist mehr als 1000 Jahre alt, war im Krieg nicht zerstört, hat ein Schloss mit Museum, einen schönen Markt, eine grüne Oase am Großen Teich und das bekannte Lindenau-Museum. Uns interessierte das alles nur am Rande, denn wir hatten nur Durst und Hunger. Beides stillten wir in einem Biergarten namens „Kulisse“ neben dem Theater und fuhren 21 Uhr mit dem Zug (S-Bahn) nach Leipzig. Der Radweg „Thüringer Städtekette“ ist mit 235 km ausgehalten. Wir hatten durch Quartiersuche, Verwandtschaftsbesuch und zweimaliges Verfahren 250 km auf dem Tacho. Fazit: Der Radweg ist – selbst durch die Städte – gut ausgeschildert. Man rollt überwiegend auf Asphalt, nur kurze Abschnitte auf Splitt. Die Höhenunterschiede sind gering, nur dreimal mussten wir bergan schieben. Insgesamt geht es leicht bergab (Eisenach Bhf. 215 m ü. NN, Altenburg 190 m). Die durchfahrenen Thüringer Städte sind allesamt sehenswert und einen längeren Aufenthalt wert. Aber auch die kleinen Ortschaften wie Eisenberg, Bad Klosterlausnitz, Bad Köstritz) sollte man nicht achtlos durchradeln. Die meisten Städte und deren Umgebung kannten wir schon von früheren Aufenthalten und Wanderungen. Neu waren für uns die Täler im Holzland mit den sehr schönen Mühlen und die Gegend entlang der Sprotte und Pleiße bis Altenburg. Der Radweg führt entlang mehrerer Flüsse (Ilm, Saale, Rodabach, Weiße Elster, Sprotte und Pleiße) und ist dann identisch mit den entsprechenden Radwegen (Ilmtal-Radweg usw.). Die Leute, denen wir begegneten, waren freundlich, gesprächig und hilfsbereit. Sicher hat auch das phantastische Wetter dazu beigetragen, dass wir ins Schwärmen geraten. Nun fehlen uns in Thüringen noch der Radweg durch die Rhön und das Werratal, was wir aber bestimmt auch noch mal abradeln werden.

Barbara Angelmi

P.S.:

weittourentauglich.

Unsere

betagten

1-Gang-Fahrräder

sind

immer

noch

Was sonst noch so los ist/war ……

Bergsteiger als Testpersonen für Mars-Missionen.- Fünf Frauen und

fünf Männer, alles Bergsteiger, haben sich freiwillig für längere Zeit auf 4554 Metern Höhe in die Schutzhütte Regina Margherita begeben. Dort soll an ihnen untersucht werden, wie sich ein längerer Aufenthalt unter Sauerstoffmangel und bei niedrigem Luftdruck auf spätere Raumfahrer auswirken wird. Die Bedingungen auf einer Marsstation würden in etwa diesen Bedingungen entsprechen.

Unerkannt geflüchtet.- Der Vorgang erinnert an die kürzlich missglückte Festnahme des vermutlichen syrischen Bombenbauers. Vier Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren hatten den 222 Meter hohen Fernsehturm bei Oldenburg erklettert. Polizei, Feuerwehr und ein Hubschrauber mit Scheinwerfern und Wärmebildkamera waren angerückt, weil sich die Jugendlichen zunächst geweigert hatten, wieder runter zu klettern. Als dann die Höhenrettung der Berufsfeuerwehr nach oben stieg, waren die Jugendlichen plötzlich verschwunden. Sie waren unbemerkt runter geklettert und nach Hause geflüchtet. Dort allerdings bekamen sie später unangenehmen Besuch, denn sie hatten sich über ein soziales Netzwerk verabredet, und so konnte ihre Identität festgestellt werden.

Neuer Stangl-Rekord.- Der österreichische Bergsteiger Christian Stangl ist der erste Bergsteiger, dem das Tripel gelang, also die Besteigung der drei höchsten Gipfel aller Kontinente.

Lieber zu Fuß in die Berge.- Die Seilbahn am Mont-Blanc-Massiv, die die Aiguille du Midi mit der Pointe Helbronner verbindet, ist im September wegen zweier verhedderter Seile stecken geblieben. Von den 110 Passagieren mussten 33 die folgende Nacht in den Gondeln verbringen, teilweise 400 Meter über dem Grund, 48 konnten mit Hilfe von Hubschraubern befreit werden und 29 konnten aus dicht über dem Boden hängenden Gondeln mit Hilfe der Bergrettung befreit werden. Schlechter werdendes Wetter hatte die Rettungsarbeiten soweit behindert, dass sie über Nacht abgebrochen werden mussten.

Schneegeier als Katastrophenprophylaxe.- Bekannt ist, dass manche

Tiere vor Erdbeben Verhaltensauffälligkeiten haben. Sie könnten zum Beispiel bei der Erbebenwarnung sehr hilfreich sein. Tierische Messsysteme übertreffen technische Systeme häufig bei Weitem. Aber wie nutzen. Dazu läuft bei der Max-Planck-Gesellschaft schon seit 15 Jahren das Projekt „Ikarus“. Dabei werden den Vögeln so genannte Tags angeheftet, die nicht nur die Position festhalten, sondern auch andere Daten, wie die Ausrichtung zum Erdmagnetfeld oder die Körpertemperatur. Die Daten werden satellitengestützt abgefragt und können dann ausgewertet werden. Am Ätna sind beispielsweise Ziegen mit solchen Tags ausgerüstet worden und tatsächlich zeigte sich, dass die Tiere vier bis sechs Stunden vor einer starken Eruption auffällige Aktivitäten entwickelten. Die Schneegeier sollen im Himalaya Aufschlüsse über Windströmungen liefern. Gesammelt werden soll übrigens die Datenflut von der ISS, die – so der Plan – am 15. Juni 2017 von Baikonur aus eine 130 Kilogramm schwere und 1,5 Meter lange leistungsstarke Antenne nebst Computer und Software erhalten soll.

Kletterverbot für Nepal.- Weil ein indisches Ehepaar ihre Gipfelbesteigung des Everests erfunden haben soll, hat Nepal ihnen jetzt ein zehnjähriges Kletterverbot für das Land erteilt. Angeblich hatte das Ehepaar den höchsten Berg der Erde am 23. Mai 2016 erreicht. Sie hatten mit Hilfe von Gipfelfotos eines anderen Bergsteigers den Beweis ihres eigenen Aufstiegs gefälscht. Auch gegen die Sherpas werde in diesem Zusammenhang noch ermittelt, teilte die zuständige Behörde mit. Das Zertifikat für die Besteigung wurde dem Paar aberkannt.

Dreckig und nass.- Wer sich in feuchten, dunklen und bemoosten Kletterrouten wohlfühlt, dem macht bestimmt auch eine Teilnahme am Leipziger Matsch-Cross Spaß. Dabei geht es laufend, watend, kriechend oder springend durch Schlammlöcher und diverse andere nicht besenreine Hindernisse. Am Schluss kann aber im nahe gelegenen Markkleeberger See abgebadet werden.

Und was sagt Reinhold Messner?

Die Gipfelkreuze auf den Bergen bezeichnet Messner gegenüber der

„WELT“ als Möblierung der Gipfel und er könne darauf verzichten. Hintergrund ist seiner Ansicht nach ein Missbrauch der Berge zu religiösen Zwecken. Ob er dann auch die Gebetsfahnen an Gedenkstellen im Himalaya als Missbrauch ansieht. Oder die detaillierten Satellitenaufnahmen von heiligen Bergen im Himalaya, wie zum Beispiel des 6638 Meter hohen Kailash? Jedenfalls hat er im September erst einmal in Berlin wieder ein neues Buch präsentiert, das er zusammen mit Mitarbeitern des Deutschen Zentrums für Raumfahrt vorgestellt hat. Darin werden Aufnahmen von 13 großen Bergen dargestellt. Für den Extrembergsteiger ergeben sich aus den dreidimensionalen Satellitenbildern „neue alpinistische Herausforderungen am Berg“ für die kommenden Jahrzehnte. Eine Gefahr, dass solche Bücher den Massentourismus anheizen könnten, sieht Messner nicht. Er verweist da eher auf die fest installierten Pisten auf die höchsten Berge. „Wenn man die Berge so lässt, wie sie sind, ziehen sie ihre eigenen Grenzen“, sagt der 72-Jährige.

In dem Bildband „m4 Mountains – Die vierte Dimension“ werden 170 detaillierte Satellitenansichten gezeigt. Außerdem berichten 15 Bergsteigergrößen über ihre Erlebnisse.

Anlässlich des 25. Jubiläums des „Ötzi“-Fundes am 19. September

hebt der Alpin-Guru auch seine Verdienste um die Sicherung der Leiche für Italien hervor. Gegenüber dem Bielefelder Westfalen-Blatt reklamierte er dies für sich. Zitat:“ Wenn ich nicht so schnell am Fundort gewesen wäre und die Stelle auf italienischem Gebiet verortet hätte, dann hätten die Österreicher den Ötzi geklaut und für immer behalten“. Streitpunkt war der Grenzverlauf. Nähme man nämlich die Wasserscheide, also den Grat, dann

hätte Ötzi in Österreich gelegen. Da Grenzsteine für den Grenzverlauf aber durch Geraden verbunden werden, lag die Mumie rund 92 Meter in Südtirol, also Italien. Messner musste im Zusammenhang mit dem Ötzi, einige skurrile Theorien ertragen. Eine ging so: Messner habe eine ägyptische Mumie geklaut, sie dann am Tisenjoch abgelegt, um aus seiner damaligen Südtirol-Umrundung eine Sensation zu machen. Naja, dem Messner ist zwar in Sachen Publicity viel zuzutrauen, diese Variante geht aber auf keine Kuhhaut. >>>

- har -

(Fortsetzung von Seite 25)

Nach eigener Aussage würde sich Reinhold Messner nach seinem

Tode am liebsten von Geiern auffressen lassen. Er nennt das Himmelbestattung. Im Monatsmagazin „Cicero“ (Oktoberheft) äußerte er:

„Wenn es allein nach mir ginge und [es] gesetzlich erlaubt wäre, würde ich die Himmelbestattung mit Geiern vorziehen.“ Und der große Bergsteiger erläuterte gleich näher: „Bei dieser Zeremonie wird der Leichnam aufgeschlizt, dann stürzen riesige Geier von den Bergen herunter und bedienen sich.“ Die Knochen und der Schädel würden anschließend zerschlagen und ebenfalls an die Geier verfüttert. Er fände dieses Himmelsbegräbnis sehr eindrucksvoll, für ihn sei das die eleganteste Form des Verschwindens im All. Aus pragmatischen und juristischen Gründen werde er sich aber mit einer Feuerbestattung begnügen, so Messner weiter. Schon früher hatte sich Messner zu den Religionen geäußert, die nach seiner Ansicht allesamt zusammen mit ihren Göttern Erfindungen des Menschen seien.

zusammen mit ihren Göttern Erfindungen des Menschen seien. Meldung von dpa vor 30 Jahren: Am 14.

Meldung von dpa vor 30 Jahren: Am 14. September 1986 erreicht der Südtiroler Reinhold Messner den Gipfel des 8516 Meter hohen Lhotse in Nepal. Damit hat er als erster Bergsteiger alle 14 Achttausender der Erde bezwungen.

Von hier und dort und dies und das …

Klettern in der Halle ist beliebt und es gibt das sogar schon als Schulfach. Die beim Klettern komplexe Förderung von Körper und Geist, bei letzterem nicht zuletzt der Fun-Faktor, hat auch der Trainer des Bundesliga-Fußballvereins in Mainz erkannt und schickte deshalb seine Jungs zum gemeinsamen Training in eine Kletterhalle.

☺☺☺

Beim Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) ist innerhalb von fünf Jahren die genaueste 3D-Karte der Erde entstanden. Die Toleranzen in der Höhe betragen einen Meter, in der Horizontalen 12,5 Meter. Zuvor waren es in der Horizontalen nur 25 Meter. Fünf Jahre flogen zwei Satelliten im engen Formationsflug für die Erfassung dieser Daten um die Erde. Unter anderem konnte mit den Ergebnissen das Abschmelzen der Gletscherzungen gezeigt werden, bis zu 30 Metern im Jahr. Auch für Messners neues Buch (siehwe auch S. 25) lieferte es die Bilder.

☺☺☺

Einen weiteren Rekord mit Bezug zum Mount Everest hat der österreichische Extremsportler Lukas Furtenbach aufgestellt und zwar mit dem Flug einer Drohne über dem Everest-Gipfel einschließlich der Gewinnung von spektakulären Bildern. Dazu hatte er sich mit Pro7 zusammen getan und zu dem ganzen Unternehmen einen Doku-Film produziert. Der lief am 3. Oktober im Fernsehen.

☺☺☺

In der Sächsischen Schweiz werden Stufen und Steiganlagen saniert. In diesem Jahr war zum Beispiel die Heilige Stiege bei Schmilksa und die Steiganlage am Großstein dran. Stufen und Geländer wurden abgeschliffen und neu lackiert. Dies führte auch zu vorübergehenden Sperrungen. An den Wochenenden waren sie aber begehbar. In der Sächsischen Schweiz gibt es Steiganlage mit insgesamt mehr als 23000 Meter Länge. Sie überwinden in der Höhe zusammen genommen ungefähr 5000 Meter. Da gibt es für die NPV und die von ihr beauftragten Firmen in den kommenden Jahren noch allerhand zu tun.

Gipfelkreuze im Kreuzfeuer

Es mutet wie eine absurde Filmszene an: Da schleicht sich des Nachts ein Mann mit einer Axt auf einen Berg und traktiert dort ein Gipfelkreuz. So stark, dass es aus Sicherheitsgründen abgebaut werden muss. Wenige Tage später steht ein neues, hoch gebracht und aufgestellt von Mitgliedern der so genannten „Identitären Bewegung“, einer ziemlich rechtslastigen Organisation.

Bewegung“, einer ziemlich rechtslastigen Organisation. Seit einiger Zeit schon wird über die Sinnhaftigkeit von

Seit einiger Zeit schon wird über die Sinnhaftigkeit von Kreuzen auf den Gipfeln der Berge gestritten. Sogar Handgreiflichkeiten hat es gegeben, indem Gipfelkreuze beschädigt oder eigenmächtig entfernt worden sind. Der DAV meint: „Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit [dass Kreuze auf die Berge gehören], da die Alpen sowohl Natur- als auch Kulturland sind.“ Und Sprecher Thomas Bucher ergänzt, dass zur Kultur nun mal auch die Kreuze gehörten. Er räumt natürlich auch ein, dass die Kreuze ihren Ursprung in der Religion hätten, und Berggipfel seien nun mal wegen ihrer Himmelsnähe naheliegende Standorte. Bucher sagt: „ Im Himalaya haben sie ihre Gebetsfahnen, wir haben Kreuze.“ Auch Reinhold Messner äußerte sich zum Thema und zwar auf der Seite der Gegner. Das erste dem DAV bekannte Kreuz stand übrigens bereits 1799 auf dem Großglockner in Österreich.

Achtung! Nikolausüberaschung!

Bernd Arnold zu Vortrag und Gespräch in Berlin:

Am Dienstag, dem 6. Dezember 2016, 19Uhr ist Bernd Arnold zu einer Veranstaltung im DDR-Museum zu Gast. Eingefädelt hat das unser EBM- Mitglied Sören Marotz. Er wird auch das Gespräch mit der Kletterlegende führen. Nachstehend die Daten:. Klettern in der DDR Der Bergsteiger Bernd Arnold im Gespräch mit Sören Marotz

Der Bergsteiger Bernd Arnold im Gespräch mit Sören Marotz Die Alpen oder der Himalaya blieben für

Die Alpen oder der Himalaya blieben für die Bergsteiger der DDR unerreichbare Ziele. Doch mit der Sächsischen Schweiz hatten sie ein echtes Felsklettergebiet und mit dem Spitzenkletterer Bernd Arnold aus Hohenstein auch ein internationales Aushängeschild. Er erschloss schwere Routen an den Sandsteintürmen des Elbsandsteingebirges. Es wurde in den 1980er Jahren immer mehr zu einem Eldorado für Wochenend-Aussteiger. Nur eine Stunde von Dresden entfernt, bot die zerklüftete Felsenwelt ein freies Leben im Kleinen. Bernd Arnold erinnert an das Klettern in der DDR mit vielen Fotos und spannenden Geschichten.

Es moderiert: Sören Marotz, Sammlungsleiter DDR Museum, Berlin

Der Eintritt ist frei, die Veranstaltung beginnt pünktlich um 19Uhr. Rundherum gibt es wieder ein paar Gläser Wein, um den Abend nett ausklingen zu lassen%

Weitere Infos: http://www.ddr-museum.de/termine

Vor 25 Jahren:

Leiche am Tisenjoch gefunden

Als im September vor 25 Jahren am Tisenjoch der Gletscher eine Leiche frei gab, konnte niemand ahnen, welche Kreise das zog. Sogar ein Film wird jetzt über den Ötzi – wie man die Leiche bald nannte – gedreht. Die Rolle des Steinzeitmenschen übernimmt der bekannte Schauspieler Jürgen Vogel. Die Ötzi-Rolle fordert von den Akteuren vollen Einsatz. Wochenlang ging Vogel Bergsteigen, und er ließ sich einen Bart wachsen, ernährte sich mit einer Paläo-Diät und lernte Bogenschießen. Der Film, der Ötzis Lebensgeschichte in ein blutiges Sippendrama einbettet, soll im Winter 2017/2018 in die Kinos kommen.

Beinahe wäre es nicht zu der Ötzi-Hype danach gekommen, weil die Leiche bestattet werden sollte. Der Bestatter war schon bestellt, und der hat dem armen Ötzi noch einen Arm gebrochen, damit er in den mitgebrachten Sarg passte. Ein „komischer Eispickel“ und anderes „Gerümpel“ machten allerdings stutzig. Und so nahm die Entwicklung zur Weltsensation ihren Lauf. Heute wissen wir über den Ötzi unglaublich viel, aber noch nicht alles, zum Beispiel:

- Vor seinem Tod hatte Ötzi noch umfangreich und fettreich gegessen, er war also nicht auf der Flucht.

- Er hatte eine Lactoseintoleranz, Zahnprobleme und war Risikopatient hinsichtlich von Herz-Kreislauf-Problemen.

- Er hatte Paradentose und Karies. Flöhe plagten ihn und in seinem Darm fand sich ein Peitschenwurm.

- Seine Lunge war schwarz, sodass man annimmt, dass er sich viel am Feuer aufgehalten hat.

Ob das alles auch im Film wieder zu finden ist? Warten wir es ab. Das Geschäft mit dem Ötzi floriert. Es gibt schon ein Ötzi.Musical namens „Frozen Fritz“. Da der Name nicht geschützt ist, gibt es mittlerweile auch einen Ötzi-Schnaps, Ötzi-Gummibärchen, Ötzi-Briefbeschwerer, Ötzi- Mousepads, Ötzi-Pizza und so weiter.

Um bei den Forschungen kein Risiko einzugehen, wurden alle Versuche vorher an einer künstlich mumifizierten und gefrosteten Leiche ausprobiert. Die allerdings ruht nach 15 Jahren für die Wissenschaft jetzt in einem Ehrengrab der Anatomie Innsbruck.

Unfälle …

Unfälle …

Unfälle …

Unfälle …

Unfälle …

Unfälle …

Unfälle

DAV legt Unfallbilanz für 2015 vor

Der Deutsche Alpenverein hat im September seine Unfallstatistik für das Jahr 2015 vorgestellt. Danach ist die Zahl der Notfälle wieder leicht gestiegen. Diese Tendenz ist seit den 1990er Jahren ungebremst. Der Verein vermutet als Ursache unter anderem auch den Klimawandel mit öfter auftretenden heißen Wetterlagen. Einerseits sind diese Wetterlagen ein Anreiz, eine Tour anzugehen, andererseits lauern Gefahren, die im Winter oder an kühleren Tagen in der Regel fehlen. Ein Beispiel ist die Dehydrierung von Bergsportlern mit allen ihren fatalen Folgen für den Körper. Aber auch die zunehmende Verbreitung von Handys als Notfallausrüstung spielt eine Rolle. Die Alarmierungsschwelle ist dadurch gesunken. Wanderer und Bergsteiger alarmierten die Bergwacht schon dann, wenn sie Probleme bekommen, es aber noch gar keinen Unfall gegeben habe, heißt es in dem Papier. Die „Rettung“ von unverletzten Personen hat dadurch deutlich zugenommen. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Unfälle in Kletterhallen. Hier gab es verhältnismäßig wenige tödliche Unfälle, nämlich nur acht seit 2000. Fast immer waren Einbindefehler ursächlich. Die Hauptursachen für Unfälle oder Notsituationen bleiben falsche Planung und fehlende Erfahrung. Auch die Übermotivation spielt eine große Rolle. Da werden vor allem Prestigegipfel angegangen wie Watzmann, Zugspitze usw., auch forciert durch Internet oder Fernsehen mit schönen Bildern auf scheinbar sicheren Wegen. Oft sind die Berichte von Hobby-Bergsteigern und die Aufnahmen bei strahlend blauem Himmel. Sie spiegeln auf keinen Fall die wirklichen Gefahren und Schwierigkeiten der Touren wider. Da startet ein 42-Jähriger nachts (!) zu einem Aufstieg auf die Zugspitze durchs Höllental und stürzt in eine Gletscherspalte mit tödlichem Ausgang. Oder: Am Kleinen Watzmann müssen drei Studenten gerettet werden, die erst 15.00 Uhr aufgebrochen waren, also zu einer völlig indiskutablen Zeit. Einer stürzte, verletzte sich schwer, nachdem die Gruppe in unwegsames Gelände gerieten. Tief in der Nacht konnten sie dann von der Bergwacht gerettet werden. >>>

in unwegsames Gelände gerieten. Tief in der Nacht konnten sie dann von der Bergwacht gerettet werden.

Unfälle …. Unfälle …. Unfälle …. Unfälle …. Unfälle …. Unfälle …. Unfä (Fortsetzung von Seite 31)

…. Unfälle …. Unfä (Fortsetzung von Seite 31) Der Watzmann ist einer der Prestige-Gipfel, der auch

Der Watzmann ist einer der Prestige-Gipfel, der auch in diesem Jahr sechs Opfer gefordert hat, seit der Erstbesteigung vor über 100 Jahren sind es schon mehr als 100. Allein diese Zahl sollte ein Achtungszeichen setzen, wenn man insbesondere durch seine hohe Ostwand aufsteigen will. So musste in diesem Jahr eine 12-köpfige Studentengruppe aus Indonesien gerettet werden, die in Schnee und Nebel völlig überfordert war. Ein Großeinsatz für die Retter war die Folge.

Die Zahl der Unfälle von Mitgliedern des DAV hat sich in den vergangenen zehn Jahren von 1500 auf 2500 Fälle nach oben bewegt. Neben den bereits oben genannten Gründen (Klimawandel, Handyeinsatz und Kletterhallennutzung) spielt natürlich auch die wachsende Anzahl der Bergsportler eine Rolle. Dazu Dann noch die Ausdifferenzierung in die einzelnen Spielarten, wie Canyoning Mountainbiking oder Klettersteiggehen. Gerade bei Letzterem haben sich die Bergungseinsätze erhöht, weil sich zunehmend Personen in den Steiganlagen tummeln, die keine Ahnung von dem Sport haben oder das eigene Leistungsvermögen völlig falsch einschätzen. „Blockierungen“ sind häufig die Folge, was nicht nur die Bergwacht beschäftigt, sondern was auch nachfolgende Klettersteiggeher zumindest behindert, wenn nicht gar gefährdet. Letztlich ist auch die durch die Klimaänderung häufig längere Kletter- und Wandersaison für die steigenden Unfallzahlen verantwortlich, weil einfach mehr Leute länger im Jahr unterwegs sind.

Nicht nur im Alpenraum, sondern auch in den Mittelgebirgen haben die Bergwachten gut zu tun. Dort vor allem natürlich mit Freizeitsportlern. Die Bergwacht Baden-Württemberg zum Beispiel berichtet von knapp 300 Einsätzen im Sommer 2015. Darunter waren zumeist Wanderer, die sich verlaufen hatten oder in steilem Gelände abgestürzt waren, aber auch Gleitschirmflieger, die sich Bäume als Landeplatz ausgesucht hatten. Knapp 1400 mal musste die Bergwacht im Schwarzwald ausdrücken, in erster Linie im Winter. >>>

Unfälle …. Unfälle …. Unfälle …. Unfälle …

Unfälle

Immer wieder erschreckend, auch bei uns in der Sächsischen Schweiz, sind die Unfälle, die aus Unkonzentriertheit geschehen. Die häufigsten passieren beim Abseilen (zu kurzes Seil, ungleiche Seilstränge, falsches Handling mit dem Abseilgerät sowie auch falsches Handling an Umlenkhaken usw.) und beim Einbinden. Hier hilft nur konsequenter Partnercheck Konzentration auf das Geschehen, sprich Ablenkungen vermeiden.

Leichtsinn, also Überschätzung der eigenen Fähigkeiten, als auch Unterschätzung der Gefahren, ist auch eine „beliebte“ Unfallursache. So stürzte ein Deutscher Ende August am Mont Blanc beim Abstieg in den Tod. Er war nicht angeseilt (Alleingänger), hatte aber noch nicht einmal einen Eispickel bei sich. Gletschertouren als Alleingeher haben zusätzlich das Gefahrenmoment, dass man meist in einer Gletscherspalte verschwindet, was die Wahrnehmung des Unfalls und dessen Ortung erschwert. Leichtsinnig ist es auch, wenn man ohne Helm klettert. So hat sich ein 56- Jähriger im Weserbergland bei einem Kletterunfall schwerste Kopfverletzungen zugezogen, weil er keinen Helm trug. Der Unfall wäre sicher glimpflicher ausgegangen, hätte er einen Helm getragen. Im übrigen blieb er nämlich praktisch unverletzt, die Sturzhöhe ins Seil war verhältnismäßig gering. Aber er schlug eben mit dem Kopf an die Felswand an.

Und auch das gibt es: Stundenlang bis tief in die Nacht haben Bergretter nach einem Vermissten gesucht, der zu diesem Zeitpunkt aber schon im Zug nach Hause saß. Er war schneller abgestiegen als seine übrige Gruppe und hatte den Treffpunkt in einer Hütte verlassen, ohne eine Nachricht zu hinterlassen.

Rund 80 Prozent der Notrufe gehen heute über das Mobiltelefon ein. Aber Achtung: Den Standort kann die Bergwacht aus dem Anruf nicht ableiten. Dazu sind weitere Aktivitäten mit den Mobilfunkanbietern erforderlich, was wertvolle Zeit kostet. Besser ist, man kann den Unfallstandort genau beschreiben, am besten mit GPS-Daten. Wichtig auch, das Handy sicher am Körper zu verstauen und mit vollem Akku die Tour zu beginnen.

Der nachfolgende Beitrag von Volker Beer wurde dem Heft 2/2016 der Leipziger Sektion des DAV entnommen.

Berggewitter – was tun?

Drahtseile, freistehende Bäume, Stromtrassen, Seilbahnanlagen, vor allem deren Masten meiden.

Seeufer, Brücken, wasserführende Rinnen sofort verlassen und trockenen Untergrund aufsuchen.

Größere Felshöhlen und Mulden bieten Sicherheit, kleine Nischen und Überhängesind gefährlicher als offenes Gelände.

An Felsen gibt es ein so genanntes Sicherheitsdreieck, dessen

Seitenlänge am Boden der Wandhöhe entspricht. Drei bis fünf Meter Abstand zum Fels halten, aber sich nicht etwaigem Steinschlag aussetzen.

Schütterer Wald mit niedrigen Bäumen ist sicherer als eine offene Lichtung mit rundum höheren Bäumen.

Über

den

Rucksack

herausragende

Ski,

Eispickel,

Stöcke

etc.

wirken als Blitzableiter; unbedingt abseits lagern.

 

Alle

Metallgegenstände

ebenfalls

abseits

ablegen,

auch

das

Handy. Letzteres zur Not in die Mitte des Rucksacks.

An exponierten Stellen, auch an scheinbar sicheren Stellen,

Sicherung anlegen und an Fixpunkt legen. Es besteht sonst die Gefahr, dass man von der Druckwelle eines in unmittelbarer Nähe einschlagenden Blitzes aus dem Stand geschleudert wird.

Sicherungen

positionieren; Helm auflassen bzw. aufsetzen.

karabinerlos

ausführen

und

nicht

in

Herznähe

Im Klettersteig, falls er nicht verlassen werden kann, Sicherung von nur einem Fixpunkt aus bauen

• Helm aufsetzen wegen der evtl. Druckwelle. • Gewitter aussitzen.
Helm
aufsetzen
wegen
der
evtl.
Druckwelle.
• Gewitter aussitzen.

Keine Bewegungen! Mit geschlossenen Beinen in Kauerstellung und den Boden mit der kleinstmöglichen Fläche einnehmen, um Schrittspannung zu vermeiden.

Auf isolierende Unterlage setzen (Biwacksack, Seil, Rucksack, Isomatte)

Auf der Haut Aufliegende Metallgegenstände (Kette, Uhr etc.) ablegen, Verbrennungsgefahr!

Bodenströme und Seitenblitze zwischen den Personen zu vermeiden.

Mehrere

Personen

sollten

untereinander

Abstand

halten,

um

In der Hütte Fenster und Türen schließen.Nicht aus dem Fenster lehnen oder in der Tür sdtehen.

Metallwände einer Biwakschachtel nicht berühren.

Leute .… Leute .… Leute …. Leute .… Leute

Leute .… Leute .… Leute …. Leute .… Leute Der passionierte Bergsteiger und Eichstätter Bischof Gregor
Leute .… Leute .… Leute …. Leute .… Leute Der passionierte Bergsteiger und Eichstätter Bischof Gregor

Der passionierte Bergsteiger und Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke, widerspricht Messners Attacke auf die Gipfelkreuze. Er meint, wer keinen Gottesbezug habe, der könne zumindest diese Botschaft mitnehmen: Die Natur gehört nicht mir. Aus Sicht von Hanke seien Gipfelkreuze ein Hinweis darauf, dass die Schönheit und Erhabenheit der Bergwelt einen Ursprung hätten, der „in Gott dem Schöpfer liegt.“

Der Buddha zugeschrieben Ausspruch „Es gibt keinen Weg zum Glück – das Glück ist der Weg.“, der später dann zu dem Kürzel „Der Weg ist das Ziel“ mutiert ist, hat Reinhold Messner (72) anlässlich seiner Buchpräsentation in Berlin nun folgendermaßen interpretiert: „Nicht mehr der Weg zum Gipfel, sondern der Umweg zum Gipfel ist heute zum Ziel geworden.“ 16 Wörter statt fünf, aber mehr Inhalt haben die auch nicht.

Wörter statt fünf, aber mehr Inhalt haben die auch nicht. Während des Trekkings auf einem Abschnitt
Wörter statt fünf, aber mehr Inhalt haben die auch nicht. Während des Trekkings auf einem Abschnitt

Während des Trekkings auf einem Abschnitt des Great Himalaya Trail, den sich Götz Wiegand und Frank Meutzner vorgenommen hatten, regnete es nur an drei Tagen nicht. Das Wasser von oben zwang beide schließlich vier Tagesmärsche vor dem Ziel zum Abbruch der Tour, denn die Felsen wurden glatt und die Flüsse und Bäche schwollen stark an. Der Great Himalaya Trail (obere Variante) zieht sich über rund 1 700 Kilometer vom Kangchendzönga (8 586 m) im Osten bis zum Siebentausender Api im Westen dicht an der Grenze zu Tibet entlang.

Traumfelsen

Auf Erkundungstour für eine mögliche EBM-Gruppenfahrt in den Teuto- burger Wald hatten sich Steffi und Harald im September begeben. Ziel waren vor allem die Extern- Steine. Wenn man sie so ste- hen sieht, sehen sie wie Traumfelsen zum Klettern aus. Aber wegen deren historischer Bedeutung sind sie leider touristisch voll erschlossen, also ist kein Klettern erlaubt. Für uns Sandsteinspezialisten wären sie ideal und der Blick wandert auch gleich an den Rissen und Wänden empor, um eventuell gangbare Linien zu erschließen. Ein weiteres schönes Ziel in der Gegend ist das Hermann-Denkmal. Es war aber damals wegen Sanierung geschlossen. Das ganze Gebiet lädt sehr zum Wandern ein. Mal sehen, ob sich da für un- sere Gruppe etwas organisieren lässt.

Harald

XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

lässt. Harald XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX Termine zum Vormerken 4. - 6. November

Termine zum Vormerken

4.

- 6. November

Jahresabschlussfahrt der (Ost-)Berliner Bergsteiger (siehe S.4/5)

6.

Dezember

Bernd Arnold im DDR-Museum (siehe S. 29)

13. Dezember

7. Januar 2017

Vorweihnachtlicher Gruppenabend

Jahresanfangsklettern am Großen Zschirnstein

Zahlen

Zahlen

Zahlen

Zahlen

Im Jahr 2013, also vor den beiden schlimmen Katastrophen in Nepal, standen 539 Bergsteiger auf dem Everest. In diesem Jahr waren es bis Ende Juli 450. Lizenzen wurden in diesem Jahr an 289 ausländische Bergsteiger vergeben, dazu kommen rund 400 Nepalesen. Das sind rund drei Millionen Euro Einnahmen für das arme Land, allein für die Genehmigung, es zu versuchen. Mehrere Zehntausend Arbeitsplätze hängen von den Expeditionen auf die Gipfel des nepalesischen Himalayas ab.

2005 umrundete der Schweizer Bergführer Norbert Joos den Kanton Graubünden. Auf dieser 740 Kilometer langen Tour bestiegen er und sein Begleiter Peter Gujan in 77 Tagen 335 Gipfel. Jetzt ist der Extrembergsteiger, der bereits 13 der 14 Achttausender ohne Zusatzsauerstoff bestiegen hatte, am Pallagrat des Piz Bernina als Führer einer Dreierseilschaft in den Tod gestürzt. Seine beiden Gäste überlebten schwer verletzt.

4000 illegale Wanderer hat eine automatische Zähleinrichtung auf dem gesperrten Thorwalder Gratweg im vergangenen Jahr registriert. Das ist ein untragbarer Zustand, sagt Nationalparkchef Dr. Butter. Er führt das unter anderem auf zahlreiche Publikationen zurück, in denen dieser Weg und auch andere gesperrte Wege ausführlichst beschrieben seien. Auch das Internet trage zur Ignoranz von Sperrungen bei.

Die berühmt-berüchtigte Route „Action Directe“ am „Waldkopf“ im Frankenjura, 1991 von Wolfgang Güllich erstbegangen, ist inzwischen erst 19 Mal wiederholt worden, unter anderem vom Ausnahmetalent Alex Megos gleich mehrmals. Zwei Sachsen, Alexander Adler als erster Wiederholer nach vier Jahren Ruhe in der Route und im vorigen Jahr Felix Neumärker, sind unter den Erfolgreichen dabei. Die Rute geht an kleinsten Fingerlöchern und Leistchen an einem teilweise 45-Grad-Überhang zum Ausstieg. Schon der Einstieg ist extrem, denn diesen muss man anspringen. Die ganze Route liegt im elften Grad, damals bei der Erstdurchsteigung eine Sensation. Sie hat nicht umsonst den Beinamen „Anschlag auf die Finger“.

EBM kompakt:

Gruppenabende monatlich, jeweils am 3. Dienstag 18 Uhr (im Dezember am 2. Dienstag). im Begegnungszentrum LIBEZEM, Rhinstraße 9, 10315 Berlin-Friedrichsfelde Tel.: 5229200

Gruppenmitgliedschaft 10,– Euro Beitrag/Jahr unabhängig von einer Mitgliedschaft im Deutschen Alpenverein (DAV). Eine Mitgliedschaft im DAV ist nicht Bedingung.

Unsere Hütte in Prossen steht allen Gruppenmitgliedern zur Nutzung offen, genauso deren Freunden und Bekannten, vorausgesetzt, es ist jemand von der Gruppe mit auf der Hütte.

Übernachtungsgebühr 6.- Euro pP, Schüler ab 10 Jahren 3.- Euro und unter 10 Jahren 1 Euro.

Hüttenmitgliedschaft

dann

Übernachtungsgebühr nur 2,50 Euro, Schüler ab 10 Jahre 1

Euro,

(siehe

unten).

Die Hütte befindet sich in 01814 Prossen, in der Ferienanlage Weinberg, Bungalow-Nummer 20 und 21; Anfahrt über Bergstraße

Hüttenschlüssel gegen Pfand bei Thomas Klenz.

Anmeldung bei Thomas Klenz (im Verhinderungsfall auch bei Ulf Knoll).

Kontakte:

Ulf Knoll 0160/98 15 98 77, Alfred-Randt-Str. 16, 12559 Berlin

Thomas Klenz 67820278, Walchenseestr. 12, 12527 Berlin

Harald Wiemann 80 90 89 70, Akeleiweg 11,12487 Berlin

Jochen Söhler 564 87 73, Cecilienstr. 172, 12683 Berlin

30

Euro/Jahr,

Willy

darunter

frei.

Abrechnung

bei

Göricke

EBM-Finanzen: Willy Göricke, wgo99@t-online.de IBAN: DE51160500001100334366, BIC: WELADED1PMB

Ausführliche Infos über: www.einheit-berlin-mitte.de (Dort gibt es auch eine Belegungsübersicht für die Hütte.)

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Der EBM-Report gratuliert mit dieser Aus- gabe nachträglich zu den ‚Runden‘ seit dem letzten Heft:

nachträglich zu den ‚Runden‘ seit dem letzten Heft: Rolf Fliegauf zum 50. Geburtstag am 13. Oktober

Rolf Fliegauf

zum 50. Geburtstag am 13. Oktober 2016

Fotorätsel aus dem Heft 1/2016:

Diesmal war kein Motiv aus der unmittelbaren Nähe unserer Hütte zu erkennen. Vielmehr handelte es sich um einen Blick aus dem Hotel in Maxicky über den Badesee am Haus.

Blick aus dem Hotel in Maxicky über den Badesee am Haus. Und hier nun das neue

Und hier nun das neue Foto-Rätsel: Wo ist dieses

Felsgebilde zu finden? Tipp: Dieses Heft genau lesen.

Felsgebilde zu finden? Tipp: Dieses Heft genau lesen. Lösungen wie immer an die Redaktion:

Lösungen wie immer an die Redaktion: harald.wiemann@t-online.de

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