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Handbuch Greiner Electronic S.A., 2500 Bienne Service technique Collégegasse 12 Téléphone 032 / 3 98 96 Greiner Electronic S.A. Service technique 3, rue Charles Naine 2300 La Chaux-de-Fonds Téléphone 039 / 3 22 13 Greiner Electronic S.A. Service technique 1200 Genave 26, Bd. Helvétique Téléphone 022 / 35 45 90 Chronografic Super Deutschland Greiner Electronic R. Greiner KG Rennfeldstrasse 18 7530 Pforzheim, Telephon 6123 Osterreich Greiner Electronic GmbH, Salzburg Molckhofgasse 1a Telephon 860 731 tS Greiner Electronic AG, 4900 Langenthal / Schwé Gaswerkstrasse 33-35, Telephon 063 2 35 33, Inhaltsverzeichnis Bedienung des Gerites A) Der Netzschalter 8) Der Starthebet ) Der Schlagzahlenwahler D) Die Ablesescheibe E) Offnen des Gehauses Einsetzen einer neuen Registrier-Papierrolle Einsetzen einer neuen Kohlebandrolle Eratmallge Inbetriebeetzung Auspacken Autsteltung Anschluss an das Netz Zubehor Anschluss Chronogratic-Mikrofone ‘Standermikrofon Klemm-Mikrofon Tast-Mikrofon Der Hérer Umschalter fir zwei Mikrofone Zusatz fir Langzeitmessungen Messlineal Das Motormikrofon Induktiver Autnehmer Wartung Betrlebsstdrungen Pannenbehebungstabelie Ersatz- und Zubehdrtelle Garantie Wirkungswelse Technische Daten Abweichende Schlagzahlen Theoretische Schlagzahlen 2. DAS CHRONOGRAFIC AN DER ARBEIT 2.1. Theorle der Verstiirkungsregelung 2.2, Praxis der Veratirkungsregelung 23. Grundsatzliches zur Gangmessung mit Zeltwaagen 3. DIE ANALYSE DER DIAGRAMME 3.1. Die Messung der Kenngrissen einer Uhr 3.1.1. Gang 3.1.2, Amplitude 3.1.3. Isochronismus 3.1.4. Temperaturkoettizient 3.2. Feblerdiagnose 3.2.1. Periodische Ganganderungen 3.2.2. Hemmungsfehler 3.23. Gleichgewichtstehler des ‘Schwingsystems 3.2.4. Dynamisches Auswuchten 3.2.5. Magnetismus 3.3. Elektrische Uhren 4. DIAGNOSE DURCH ABHUREN 5. REGULIEREN IN DER PRAXIS 5.1. Feblergrenzen verechledener Werk-Qualltiten DEFINITION DER VERWENDETEN BEZEICHNUNGEN UND ABKURZUNGEN 7, TABELLE DER HEBUNGSWINKEL 7.1. Callbres Ebauches 7.2, Callbres manufactures 8. BERECHNUNG ABWEICHENDER SCHLAGZAHLEN 8.1. Bestimmung der Diagramme bellebiger ‘Schlagzahien 8.2. Kleinuhrschlagzahien 83. Grossuhrschlagzahien 8.4. Tabelle der Punktrelhen 9. MESSLINEAL Die genialite Morchine kann den in Leligentn Menschen nicht eretzen, doch wird se ibm Zagora 2 sonst serborgen Vorasngen vertchafen, Hauptwerk Langenthal Schweiz, Zum Geleit Zu allererst méchten wir Sie zu der An- schaffung hres CHRONOGRAFIC Super- Geriites begliickwiinschen und Ihnen fir das Vertrauen danken, das Sie uns entgegen- bringen. Dieses Vertrauen durch grésst- mégliche Dienstleistung der Gerite zu rechtfertigen, war stets das hichste Ziel der GREINER ELECTRONIC. Mehr als 25 Jahre sind seit dem Erscheinen der ersten Zeitwaagen verflossen. Als grésstes und ltestes Unternehmen, das ausschliesslich elektronische Geriite fiir die Uhrentechnik herstellt, haben wir es uns zur Aufgabe ge- macht, die Unsumme von Erfahrungen in aller Welt mit den neuesten wissenschaft- lichen Erkenntnissen zu vereinigen und eine von Grund auf neu durchdachte Zeitwaage zu schaffen, die ohne Riicksicht auf den technischen Aufwand hichste Prazision einerseits und rationelles Arbeiten ander- seits verwirklichen sollte. Dass Sie mit sicherem Urteil das CHRONO- GRAFIC Super wihlten, beweist uns, dass wir dieses Ziel erreicht haben, Um die iberragenden Eigenschaften dieses neuen Geriites in Ihrem Betriebe voll zur Nutzentfaltung zu bringen, ist es indessen unerlisslich, dass Sie sich eingehend mit seinem Ejinsatz vertraut machen. Dieses Handbuch will Ihnen hierzu Helfer und Weg- weiser sein. Bitte studieren Sie die folgen- den Seiten in einer Mussestunde; die Leistungen des Geriites werden es Ihnen reichlich lohnen. Alles was sie ttber Hand- habung, Wartung und insbesondere tiber die Auswertung der Diagramme wissen miissen, ist eingehend behandelt. Sollten Sie trotzdem noch vor offenen Fragen stehen, so zigern Sie bitte nicht, sich anuns oder unsere Ver- treter zu wenden, Unsere technischen Dien- ste werden sich stets bemithen, Ihnen zu helfen, GREINER ELECTRONIC Aktiengesellschaft Langenthal /Schweiz Paes Bedienung des Geriites A) Der Netzschalter ist mit dem VERSTARKUNGSREGLER- Knopf kombiniert, Ganz nach links gedreht, ist das Geriit ausgeschaltet. Beim Rechts- drehen erfolgt zuerst das Einschalten, webei das Einrasten des Schalters deutlich spiir- bar ist. Die Skalabeleuchtung zeigt sofort an, dass das Gerit unter Strom steht. Weiterdrehen nach rechts vergréssert die Verstirkung. Die maximal erreichbare Verstirkung kann im Innern des Gerites durch einen Schalter gewihlt werden (siehe Abschnitt "Die Rege- lung der Verstirkung"). B) Der Starthebel soll sich beim Einschalten des Gerites immer in der oberen Stellung I befinden (Abb. 2). Etwa 30 Sekunden nach dem Ein- schalten sind die Elektronenréhren be- triebsbereit und der Starthebel kann in die untere Stellung III gebracht werden, wodurch der Motor angeworfen wird. Wahrend der ganzen Beniltzungsdauer des Geriites kann der Starthebel in dieser unteren Stellung III belassen werden. Falls wihrend des Betriebes des Gerites durch NETZAUSFALL die Stromzufubr un- absichtlich unterbrochen wird, ist etwa 2 30 Sekunden nach Wiederkehr des Netzstro- mes der Motor erneut anzuwerfen, was durch eine Auf- und Abbewegung des Start- hebels bewirkt wird. Der Papiertransport schaltet sich inder un- teren Stellung II des Starthebels automa- tisch ein, sobald eine Uhr auf das Mikrofon gebracht wird und durch Aufdrehen des Verstirkungsreglers eine Aufzeichnung er- folgt. Wenn durch Wegnahme der Uhr vom Mikrofon oder Zurtickdrehen der Verstir- kung keine Aufzeichnung mehr stattfindet, schaltet sich auch der Papiertransport automatisch wieder aus. Durch Verbringen des Starthebels in die Mittelstellung It kann, der Papiertransport auch yon Hand ausge- schaltet werden. DER HORER ist in den Stellungen I oben und II Mitte des Start- hebels eingeschaltet. In der Stellung I unten ist der Hérer abgeschaltet. Um von der Gangmessung auf "Héren"'iiberzugehen, geniigt es, den Starthebel in die Mittel- stellung II zu bringen. C) Der Schtagzahlenwahler besitzt vier Stellungen, in welchen jeweilen alle Schlagzahlen innerhalb einer auf der Platte aufgefiihrten Gruppe gepriift werden kénnen. Eine Sonderausfithrung des Geriites weist noch eine fiinfte Stellung zur Priifung apezieller Schlagzahlen bei Markenvertre- tern auf. Falls die Schlagzahl der zu prii- fenden Uhr nicht bekannt ist, probiere man eine Gruppe nach der anderen, bis sich eine richtige Aufzeichnung ergibt. Wenn das nicht zum Ziel fiihrt, ziehe man den Ab- schnitt "Abweichende Schwingungszahlen"’ zu Rate. D) Die Ablesescheibe wird mittels des Handgriffes so gedreht, dass die Messlinien parallel zuden gedruck- ten Punktreihen auf dem Diagramm stehen. Das Gangergebnis in Sekunden und Minuten pro 24 Stunden kann hierauf unter dem roten Nullstrich abgelesen werden. Die Ablese- scheibe kann samt ihrem Rahmen voll- stindig nach hinten geklappt werden und gestattet ein bequemes Beschriftender Dia- gramme selbst wihrend der Messung (Abb. 3), Das gedruckte Diagramm kann bei zurtickgeklappter Ablesescheibe an der Kante der Papierfihrung durch eine rasche Bewegung nach oben abgerissen werden 2 1 1 0 o Hebelstellung Daplerteansport Horer 1 Starten Aus 1 Wren” Aus MM Messen Ein E) Offnen des Gehduses Vor jedem Oeffnen des Gehiuses ist der Starthebel in die obere StellungIzubringen, die Ablesescheibe nach hinten zu klappen und Registrierpapier und Kohleband durch eine rasche Bewegung nach oben abzureis- sen. Durch gleichzeitiges Driicken auf die beiden am Unterteil vorne seitlich ange- brachten Knipfe wird der Verschluss gelést und der Gehiuseoberteil kann vorsichtig nach hinten gelegt werden. Vor jedem SCHLIESSEN DES GEHAUSES achte man wiederum darauf, dass sich der Starthebel in der oberen Stellung I befindet. Falls Registrierpapier und Kohleband iiber die Fihrung bzw. die Transportrollen vor- stehen, sind diese nach oben abzureissen. Der Oberteil kann hierauf wieder nach vorne gelegt und durch leichten Druck nach unten der Verschluss zum Einschnappen gebracht werden. Einsetzen einer neuen Registrier- papierrolle Man verwende nach Méglichkeit Original- papierrolien, da diese beste Priizision des Druckes und sicheres Funktionierengaran- tieren. Sie sind am Aufdruck "'CHRONO- GRAFIC 36 mm" auf dem Paket zu erken- nen. Zum Einsetzen einer neuen Rolle gehe man wie folgt vor: 1) Abschalten des Geriites und Oeffnen des Gehiuses wie auf Seite 3 Abschnitt E) be- schrieben. 2) Senkrechtstellen des Papierrollenhalters Abb, 4. Entfernen der Kartonhiilse der auf- A + t B A Papiersette Farbschichtscite gebrauchten Rolle und Aufsetzen der neuen Rolle. Dabel ist es gleichgiiltig, ob sich die Rolle oben oder unten abwickelt. Papier- rollenhalter in die waagrechte Lage zurtick- bringen. 3) Etwa 40 cm Registrierpapier vonder Rol- le abwickeIn und es yon rechts in die obere 4 Papierfithrung A einfiihren (Abb. 5). 4) Bilden einer Schleife zwischen oberer und unterer Papierfihrung A und B, Man filhre nun mit der rechten Hand den Streifen seit- lich von rechts her unter die untere Fih- rung B ein (Abb. 6). Dabei entferne mandie Transportrolle durch Druck mit der linken Hand auf die mit einem blauen Punkt ver- sehene Wippe C. Ein leichtes Hin- und Her- ziehen des Streifens in der Ablaufrichtung erleichtert das Einfiihren. 5) Die Schleife zwischen oberer und unterer Papierfiihrung A und B wird durch Zurtick- wickeln auf die Vorratsspule zum Ver- schwinden gebracht. 6) Schliessen des Gehduses gemiss Seite 3, Abschnitt E. Einsetzen einer neuen Kohlebandrolle 1) Abschalten des Geriites, Gehiuse 6ffnen wie Seite 3, Abschnitt E beschrieben. Vor dem Einziehen eines Kohlebandes ist stets der Registrierstreifen aus der untern Pa- pierfihrung B herauszunehmen. Gemiiss Abb. 6 mit der linken Hand auf die Wipe C mit blauem Punkt driicken und den Regi- strierstreifen mit der rechten Hand auf die Vorratsrolle zuriickwickeln. 2) Senkrechtstellen des Papierrollentrigers (Abb. 4). 3) Abziehen des Deckels des Kohleband- magazins durch Fassen in die Austritts- éffnung und Herausnehmen des leeren Spulenkernes. 4) Einsetzen einer neuen Rolle inder Weise, dass sich das Ende oben abwickelt und die Farbschicht am Austritt des Kohlebandes am Magazin unten liegt (Abb. 7). 5) Wicderaufsetzen des Magazindeckels, Feder nach aussen, durch Driicken in der Mitte und herausziehen von etwa 30 cm Kohleband. 6) Einlegen des Kohlebandes indie Fihrung gemiiss Abb. 8. Das vom Magazin her mit der Papierseite nach oben kommende Kohle- band wird in der Gabel A umgelenkt sodass jetzt die Farbschichtseite oben liegt. Sodann bildet man eine Schleife um die untere Pa- pierfihrung B, wobei die Farbschicht aussen an der Schleife legen muss. Abb. 9 zeigt schematisch die Lage des richtig eingezoge- nen Kohlebandes im Gert. In allen Abbil- dungen ist die Papierseite des Kohlebandes weiss, die Farbschichtscite schwarz darge- stellt. 7) Binfiihren des Bandes zwischen die Transportrollen, indem man diese durch Druck auf die gefederte Achse der unteren Rolle offnet (Abb. 10). 8) Wiedereinfiihren des Registrierpapiers gemiiss Seite 4, Punkt 3, 4 und 5. 9) Schliessen des Gehiuses wie Seite 3, Abschnitt E beschrieben. Erstmalige Inbetriebsetzung Auspacken Das Gerdt wird sorgfaltig ausgepackt und alle Zubehérteile kontrolliert. Sofern Réh- ren und Quarze separat verpackt waren, werden diese nach den Angaben neben den Fassungen auf dem Chassis und nach Abb. 25 eingesetzt. Falls das Gert mit eingesetzten Rohren und Quarzen versandt wurde, priife man deren richtigen Sitz in den Sockeln. Aufstellung Die Aufstellung erfolgt am besten auf einem festen Tisch in einem ruhigen Raume. Starke und harte Geriusche wie Hiammern, Klopfen, Maschinenschreiben usw. sind in der Nahe des Geriites wihrend der Messung zuunter- lassen, da sich sonst Streupunkte ergeben kénnen, Die Abfihrung der beim Betrieb des Geriites entstehenden Wirme erfolgt durch die Raum- luft, welche durch die Oeffnungen des Bo- denbleches eintritt und oben und hinten durch die Gehiiusedffnungen wieder ent- weicht. Diese Luftzirkulation muss stets gesichert sein. Das Geriit darf also keines- falls auf eine weiche Unterlage wie Filz, Gummi usw. gestellt werden, welche die Luftzufuhr zu den Bodendffnungen unter- binden wiirde. Ebenso ist die mitgelieferte Plastic-Staubhiille fiir den Betrieb immer vollstindig zu entfernen, Auch diirfen auf dem Gerit keinerlei Gegenstiinde wie Uhrencartons, Notizhefte und dergl. abge- legt werden. Das Geriit ist mit Gummifiissen versehen, sodass kein Zerkratzen von Tischplatten zu 6 befiirchten ist, A. Sichorangshaltor B Sieherung D Aumschait Anschluss an das Netz Das Gerit ist fiir Netzspannungen 110, 125, 150, 220, 250 Volt Wechselstrom, 40 - 60 Perioden eingerichtet. Direkter Anschluss an Gleichstrom ist nicht méglich und hat das sofortige Durchbrennen der Sicherung zur Folge, Auf Wunsch wird ein besonderes Umformergerit geliefert, das zwischen Gleichstromnetz und Gerit geschaltet wird. Normalerweise wird das Geriit im Werk auf 220 Volt eingestellt. Manvergewissere sich vor dem Einschalten, dass die eingestellte Spannung mit der tatsichlich vorhandenen Netzspannung tibereinstimmt. Falls diese nicht bekannt ist, wende man sich andie 2u- stindige Elektrizititsgesellschaft. Abb. li und 12 zeigen den auf der Riickseite des Unterteiles befindlichen kombinierten SPANNUNGSWAHLER und SICHERUNGS- HALTER A. Dieser zeigt in einem Aus- schnitt jeweilen zwei Zahlen, von denen die erste die Stromstirke der Sicherung, die zweite die eingestellte Netzspannung angibt, z.B. 0,6 Ampére-Sicherung, 220 Volt. Zum Einstellen einer anderen Spannung wird im- mer zuerst der Netzstecker aus der Steck- dose gezogenund dannder zentrale Halter A mit der Sicherung B ganz herausgeschraubt. Der dadurch frei werdende Ring C wird ganz herausgezogen und wieder so aufgesteckt, dass die neue gewiinschte Spannung in dessen Ausschnitt D erscheint. Hierauf wird die bisherige Sicherung B durch eine solche mit dem neuen, ebenfalls im Ausschnitt D abzu- lesenden Wert ersetzt und der Sicherungs- halter A wieder eingeschraubt. Die Zusam- menstellung der technischen Daten auf der letzten Seite enthilt eine Tabelle der fiir je- de Netzspannung zu verwendenden Sicherung. Das NETZKABEL D (Abb. Il) des Geriites enthalt eine dritte gelbe Ader, die mit dem Gehiuse verbunden ist. in Verteilnetzen, in denen eine ERDUNG oder NULLUNG vorge- schrieben ist, kann diese dritte, gelbe Ader mit dem Erdungskontakt des Netzsteckers verbunden werden. Man richte sich nach den Vorschriften der lokalen Elektrizititsgesellschaft. Fir die sichere Funktion des Gerites ist diese Verbindung nicht notwendig und kann flr provisorische Aufstellung weggelassen werden. Das Gerat wird nun durch Einfiihren des Steckers in eine Steckdose unter Strom gesetzt. Man achte darauf, dass sich letztere in tadellosem Zustand befindet und dass nicht durch defekte Verteilstecker und Ver- lingerungsschniire Funken und Kontakt- fehler auftreten. Sollte sich beim Anschluss an Steckdosen ohne Erdung beim Berithren der Metallteile des Geriites oder Mikrofons ein leichtes Elektrisieren ergeben, so ziehe man den Stecker aus der Dose und fihre ihn umgedreht wieder ein, worauf dieser harmlose Effekt verschwindet. Zubehé Anschluss Abb. Il zeigt die Riickseite des Geriites. Die Mikrofone werden mit ihrem Kabel und Stecker an der abgeschirmten Buchse B, der Hérer an die beiden Buchsen C ange- schlossen. CHRONOGRAFIC- Mikrofone Die CHRONOGRAFIC-Mikrofone arbeiten nach dem piezo-elektrischen Prinzip und sind ginzlich frei von Magnetismus. Da sie Seignette-Kristalle enthalten, liegt ihr Temperaturbereich zwischen etwa 0° und 40° C. Héhere Temperaturen als etwa 45° C fihren zur Zerstérung des Kristalls, wes- halb direkte Sonnenbestrahlung, Aufstellen auf einem Ofen oder Belassen in einem Auto an der Sonne zu vermeiden ist. Die CHRONOGRAFIC - Mikrofone geben eine ausserordentlich hohe Spannung ab, weshalb alle Gerdusche selbst aus Uhren mit sehr massiver Schale oder allerkleinsten Stiicken einwandfrei registriert werden, ohne dass das Werk herausgenommen werden muss. Die gleiche wertvolle Eigenschaft sichert auch eine weitgehende Unempfindlichkeit des CHRONOGRAFIC Super gegeniiber tius- seren elektrischen Stérungen wie Strassen- bahn, Biiromaschinen usw. St&ndermikrofon Das drehbare Stindermikrofon wurde fiir das CHRONOGRAFIC Super neu geschaffen (Abb. 13). Es gestattet die Aufnahme aller Armbanduhrgrissen, auch solche mit Me- tallfederbiindern, aller Taschenuhren sowie sdmtlicher Werke. Nach Lisen der Rindel- mutter A lisst sich die Klemmgabel B fir alle Uhrendurchmesser einstellen. Alle Armbanduhren spanne man so ein, dass die Aufzugskrone zwischen die feste Abnahme- gabel C zu liegen kommt (Abb. 14). Man achte darauf, dass die Uhr die feste Gabel metallisch gut beriihrt, damit eine einwand- freie Kiérperschalliibertragung stattfindet. Werke kommen gemiss Abb. 15 indie oberen Ausschnitte der beiden Gabeln zu liegen. Zum Einspannen von Taschenuhren wird die Rindelmutter A einige Umgi worauf die Klemmgabel B gem abgedreht werden kann. Die Rindelmutter tritt an Stelle der Klemmgabel; ihre koni- sche Form hilt die Taschenuhr sicher an ihrem Platz. Durch einfaches Drehen des Mikrofonkérpers kann die Uhr inalle Lagen , wobei fiir die sechs haupt- agen federnde Rasten vor- gesehen sind. Siehe auchden Abschnitt "Wie priife ich eine Uhr mitdem CHRONOGRAFIC Super". Klemm -Mikrofon (Abb. 17) Dieses Mikrofon kann ohne wei- teres anstelle des Stindermikrofons am Gerat angeschlossen werden. Es ist unent- behrlich fir die Priifung von Weckern, Tischuhren, Wanduhren, Schaltuhren udgl. Die Klemme soll an irgend einen Teil des Werkes vorzugsweise in der Nuhe der Hem- mung, z.B. an Filsschen oder am Aufzugs- schliissel usw. befestigt werden. Tast-Mikrofon (Abb. 18) Dieses auf Wunsch erhiiltliche Mikrofon wurde besonders zur Serienprii- fung von Uhren und Werken entworfen, die sich in Vielfach-Schachteln befinden. Es besitzt die gleichen giinstigen Eigenschaften wie die tbrigen CHRONOGRAFIC-Mikro- fone, ist aber daritber hinaus noch besonders unempfindlich gegen Gerdusche, die vonder haltenden Hand und vom Verbindungskabel herrihren, Der Hérer leistet wertvolle Dienste beim Feststellen von Reibungen, Spiralklingen, Streifen von bewegten Teilen, Abhéren der Hemmungs- geriiusche inkleinsten Uhren usw. Eine Kon- trolle mit dem Hérer empfiehlt sich immer, falls keine richtige Aufzeichnung erhalten werden kann, Der Hérer ist nur in den bei- den Stellungen I oben und II Mitte des Start- hebels B (Abb. 1) in Betrieb. In der unteren Stellung III ist der Hérer abgeschaltet, doch kann er dauernd angeschlossen bleiben, Die Lautstirke wird mit Knopf A (Abb, 1) gere- gelt. Umschalter fiir zwei Mikrofone (Abb. 19) Dieses auf Wunsch erhiltliche Gerat gestattet den Betrieb des CHRONO- GRAFIC Super von zwei Arbeitsplitzen aus, wobei jeder Platz iiber ein eigenes Mikrofon verfiigt. Das Arbeiten mit zwei Mikrofonen bringt auch bei der Serienpriifung von Uhren wesentliche Einsparungen, da wihrend der Messung einer Uhr, auf dem anderen Mi- krofon bereits die eben gepriifte Uhr ent- fernt und eine neue eingespannt werden kann. Zusatz fiir Langzeitmessungen Auf Wunsch kann das CHRONOGRAFIC Su- per Gerit mit einer wahlweise einschaltba- ren Reduktiondes Papiervorschubes von 10:1 ausgeriistet werden. Dieser langsame Vor- schub gestattet eine Gangmessung von Uhren liber lange Zeit, z.B. wahrend des ganzen 10 Federablaufes und gibt auf bequeme Weise Aufschliisse iiber das Isochronismus-Ver- halten des Schwingsystems und iiber die Gleichmissigkeit der Kraftiibertragung im Raderwerk. Der langsame Vorschub hat zur Folge, dass die Neigung der Aufzeichnung und damit die Anzeigeempfindlichkeit eben— falls um einen Faktor 10 vergréssert wer- den. Alle Ablesungen auf der Skala sind deshalb durch 10 zu teilen, also z.B. Ab- lesung 90 Sekunden. tatstichlicher Gang von 9 Sekunden. Die zehnfach gréssere Empfind- lichkeit kann auch fiir die Feinregulierung von Prizisionsuhren von Vorteil sein, da Gangabweichungen von Sekunden schon grosse Neigungen der Aufzeichnung erge- ben. Der Vorschubzusatz besteht aus einem Schieber mit aufmontiertem Zwischenrad- satz an der linken Seite des Maschinen- kérpers (Abb. 20). In der unteren Stellung des Schiebers ist der Vorschubzusatz aus- geschaltet. Zum Einschalten bringe man den Schieber WAHREND DES LAUFESDER MASCHINE in die obere Stellung. Sobald der langsame Vorschub eingeschaltet ist, bleibt der Papiertransport dauernd in Titig- keit. Er lisst sich also nicht mehr, weder automatisch noch mit dem Starthebel aus~ schalten. Die iibrigen Funktionen des letz- teren bleiben unverindert, In allen Fallen, wo lose Diagramme nach- traglich mit grosser Genauigkeit ausge- wertet werden sollen, leistet das auf Wunsch erhiltliche Messlineal gute Dienste. Wie die Abb. 21 zeigt, wird das Rechteckfeld so auf den Diagrammstreifen gelegt, dass eine der beiden linken Ecken mit dem Beginn einer Punktreihe am Papierrand iiberein- stimmt. Bei vorgehender Uhr wird dies wie im abgebildeten Beispiel die obere Ecke sein, bei nachgehender Uhrdie untere Ecke, Man zihit nun die Anzahl der Durchliufe tiber das Papier, wobei die Langsseite des Rechtecks die ganzen Zahlen, die rechte Schmalseite mitder Einteilung die Dezimal- stelle ergibt. Im Beispiel zihlen wir vonder linken oberen Ecke beginnend entlang der oberen Lingsseite 11 Durchlaufe bis zur oberen rechten Ecke und sodann noch 5 1/2 Teilstriche von dieser oberen Ecke bis zum Schnittpunkt der Punktreihe des Diagramms mit der rechten Schmalseite. Es sind also insgesamt 11,55 Durchldufe innerhalb des Rechtecks. Diese Zahl mit der Konstante des Messlineals von 20 vervielfacht ergibt, den Gang von 23] Sek/24 h. Die Bestimmung des Ganges mit dem Messlineal ergibt im Gegensatz zur Auswertung mit der Ablese- scheibe des Geriites eine konstante Messge- nauigkeit ohne Riicksicht auf die Grisse der Abweichung. Oberhalb des Rechteckes fiir die Gangmessung sind noch 4 verschiedene Skalen angebracht, entsprechend den 4 Schwingungszahlgruppen des Geriites. Diese dicnen der Messung von Querverschiebun- gen auf dem Diagramm, wobei je ein Teil- strich einer Millisekunde entspricht. Diese Millisekundenmessungen dienen z.B. der absoluten Bestimmung des Abfallfehlers oder der Messung der Amplitude mit Hilfe des im zweiten Teil des Handbuches be- schriebenen Verfahrens. Das Motormi rofon Das Motor-Mikrofon erlaubt ein Uhrwerk wihrend einer Minute kontinuierlich durch alle vertikalen Lagen zudrehen und dadureh eine besonders rationelle Ausfihrung des dynamischen Auswuchtens der Unruhwie es im Abschnitt "Unwuchtfehler" eingehend beschrieben ist. Die eigentlichen Mikrofon- Teile sind gegen Vibrationen und Gerdusche von Elektromotor und Getriebe vollkommen isoliert, sodass auch sehr schwach schla~ gende Uhren einwandfrei registriert wer- den, Eine am Mikrofon angebrachte mit- drehende Winkelskala gestattet_ zusammen mit einem mitgelieferten Glasmasstab die bequeme Zuordnung jeden Diagrammpunk- tes zu einer bestimmten Lage des Uhr- werkes. Bei abgeschaltetem Motor kann dieses Mikrofon von Hand in alle Lagen gebracht werden, sodass es invielen Fallen als alleiniges Universalmikrofon das Stin- dermikrofon ersetzen wird. Induktiver Aufnehmer Uhren mit elektromagnetisch angetriebener Unruh ergeben meist keine prizisen Schlag- gerdusche. In solchen Fallen wird vorteil- haft der Antriebsimpuls durch eine Induk- tions-Spule abgenommen die lediglich in dic Nahe des Schwingsystems gebracht werden muss. Die Spule ist in einem Ge- hiuse aus Isoliermaterial untergebracht und mit Kabel und Stecker versehen, sodass sie einfach an Stelle eines Mikrofons am Gerit angeschlossen wird. Die vollstiindige Unempfindlichkeit gegen alle Fremdge- riusche ist ein weiterer Vorzug der induk- tiven Abnahme, 11 12 Wartung Die Konstruktion des CHRONOGRAFIC Super ist fiir unbeschriinkten Dauerbetrieb berechnet und verlangt nur einen beschei- denen Unterhalt. Abb. 23 zeigt zwei mit einem roten Punkt kenntlich gemachte Stel- len, die etwa alle zwei Monate mit einem Tropfen Oel aus dem jedem Gerit beige- packten Plastic-Oeler zu schmieren sind. Als Regel gelte: Gar kein Oel ist weniger schlimm, als zuviel Oel. Zweimal im Jahr gebe man an die Nabe des Druckstiftenster- nes (Abb. 24) einen GANZ KLEINEN Trop- fen Oel, jedoch keinesfalls direkt mit dem Plastic-Oeler, sondern unter Zuhilfenahme eines grésseren Uhrenoelgebers. Dies muss sehr vorsichtig geschehen, um jede Benetz~ ung des Relaisankers mit Oel zu vermeiden, da sonst ernsthafte Stérungen entstehen kén- nen. Der Plastic-Oeler enthiilt Teresso V 63 - Oel der Standard Oil, welches ausschliess- lich zu verwenden ist und jederzeit durch die Fabrik oder ihre Vertreter nachbezogen werden kann, Alle schnellaufenden Achsen sind mit Kugel- oder Sinterbronzelager mit Dauerschmierung fiir mehrere Jahre versehen und verlangen keinerlei Wartung. Ebenso sind simtliche Zahnrider nicht zu schmieren, Betriebsstérungen Das Zusammenwirken von kommerziellen Bauteilen, Langlebensdauerréhren und jahrzebntealter Erfahrung lassen vom CHRONOGRAFIC Super die kleinstmogliche Stéranfilligkeit voraussagen. Wenn nach langer Betriebsdauer doch einmal ein Ver- sagen vorkommen sollte, erméglicht der einfache Aufbau des Geriites dem Besitzer in fast allen Fallen, sich selbst zu helfen. Bevor irgendwelche Massnahmen ergriffen werden, vergewissere man sich durch Auf- legen einer als zuverlissig bekannten und aufgezogenen (!) Uhr, dass tatsiichlich eine Stérung am Geriit vorliegt. Bei Réhrener- satz wechsle man nur eine Réhre aufs Mal und falls der Fehler dadurch nicht behoben ist, setze man die alte Réhre wieder an ihren Platz. Bei Stérungen im Speisungsteil schmilzt meistens die Sicherung durch oder es lassen sich weder der Motor anwerfen noch arbeitet das Aufzeichnungsrelais mit seinem charakteristischen Klopfen. Falls die Aufzeichnung nicht richtig arbeitet, kon- trolliere man immer zuerst mitdem Hérer, ob z.B. die Uhr Nebengeriiusche wie Spiral- klingen, Streifen usw. aufweist. Nachstehen- de Zusammenstellung gibt eine Uebersicht liber die wichtigsten Strungsméglichkeiten und ihre Abhilfe. 13 uazjosia eg" 16£9 ZEN} yn a8:aqq at‘9oeiz fq anu ‘oup uozjaszo ZH 9ge9 Z4EN> qn8 oBtaan ‘oo9iz pun oosét Jaq anu ‘OH1P uazjasz9 ZH O0E9 ZzENd qn oftaqn “ooo12 Pun ooost Yq anu ‘ouIP wazjes4a p A-LZLS ‘Id O1N0H 2a dep apeL, WE YOTU BunUyoLZFAY (q u97j9849 © A 18p0 € A-O9 88 J YOsuON 2ayA dep opyeL uy Sunayoroamny (v uayyezSe[yog woTTe jue ynezyss0A oyeaquaideg azue8 soqn Sunuyojozmny uanasie Bunpjorm ~juoyosngs99 19q ‘wasdopyjaq SYISIOA E A PUN | A-—9D 08 a YaIyOY uapueyioa ayQ Jap she aydsnEseSueqen qo 1919H WT aT[or]U0y woffais + Jnv BIH W JayfeYoS “UIP| Nz BuNxTRISIOA uaprndnang Uu9TorA yur MrUTeIBEIG soreTy WIOy, uanasae Z A 1p 1 AOD 08 a “TEQIOY UaUTUINIGZION IO SITET Jyoyop uojoayyW ‘“sUqgy VaWUMNIQzZION s|Te] ‘uoayniog asyonquoyox4tN Lop 1yeIUOYTOTW Jayerzuaqneayos jiu pan uayayzsne sayoaysuojOI TW “UqIOY UdyOLL UIOH STTeA (P ¥9zj9810 F A-LZLG ‘Id ‘WOPUVYIOA JOIQH WH UOYoLL sTIed (2 uaByuyex sapayasaiH NW [aqayTaHIS We UoIUN ZesropesyeIUoy (q qweaposynn puoSnued qyoru SunyzRIssaA 19po uaquN [IT Sunzfarg UE qYOTE ToqomATIS (B uazi9810 € A-09 $8 d OM4OU. yoru yorToque syeyersSunuyoTozmMY seq env yospeuoyne, qyowu iai[eyos yrodsuenjsaided wo7}9819 § A-DO 88 J OUOH (4 wopomadue yYOIU AOIOW (e ‘ujo yostyewoyne qyowu yorTeyos qzodsuejzaded wania610 £ A-09 88 4 1opO 9 A~T 08 F 2tUOH uaproMuE qyol YoIs 1SsRI Lo}ourWoAyouds 30q DIR} 1eIOD Wl LOVTEYOSTION (P soa [feisiinsjodg wy HYejaq ue Bont “quuezqqoanp 1opai Sunsyoig onou oip sffvg “Uazjesse HunsoyoIg (0 Toyasyoeu ayoneqrawun Jnr ToqRs}ZIeN pun Joxo—ISZION (a “yet puosypguioxs asopyooisz}0N aip qo adureyyosty, 10ula yu ayToayuoN (F (Qyoqu uaynt8 verqoy pun odureyeeys) wo.g UdUT9y IRYLO AEH Seq Bunqoueg pun eysesin 221424 14 UU Ersatz- und Zubehiérteile Folgende Teile kénnen von der Fabrik oder ihren Vertretern bezogen werden: Registrierpapierrollen in Packungen zu 10 Stick Kohlebandrollen schwarz und rot Skalalampe Zwerg Bajonett 6 Volt 2 Wait Elektronenréhren: Europa Amerika E 80 CC 6085 E 88 CC 6922 E80 L 6227 PL 5727 5727 Sicherungen Grdsse 5 x 20 mm, 0,5 - 0,6 - 0,8 - 1 - 1,2 Ampére Mikrofonkabel Oelgeber mit Spezialél Teresso V 63 Hoérer Standermikrofon Klemm-Mikrofon Tast-Mikrofon Umschalter zum gleichzeitigen Anschluss von zwei Mikrofonen Messlineal zur Diagramm-Ausmessung Motor-Mikrofon Induktiver Aufnehmer Garani Jedes CHRONOGRAFIC Super wird neben den zahllosen Einzelpriifungen wihrend der Fabrikation einer strengen Schlusspriifung unterzogen, bevor es zum Versand freigege- ben wird. Falls es im Laufe der Zeit nicht mehr richtig arbeiten sollte, ziehe man den Ab- schnitt "Betriebsstérungen" zu Rate, der in den meisten Fillen eine Behebung des Feh- lers ermoglichen wird. Jedes Geriit ist von einem besonderen Garantieschein tber 1 Jahr begleitet. Die Garantie erstreckt und beschriinkt sich auf kostenlose Instandstel- lung oder Ersatz derjenigen Teile, die nach- weisbar Material- oder Fabrikationsfehler zeigen. Die Elektronenrdhren fallen eben- falls vollumfanglich unter diese Garantie. Alle weitergehenden Anspriiche insbesonde- re direkter oder indirekter Schaden sind ausgeschlossen. Unsachgemisse Behand- lung, Eingriffe unberechtigter Dritter, Wei- terverkauf sowie Entfernen oder Veriindern von Fabrikzeichen und Nummern entbinden uns vonder Garantieverpflichtung. Die Inan- spruchnahme der Garantie setzt voraus, dass das beanstandete Geriit oder der defek- te Teil dem Hersteller oder einem seiner offiziellen Kundendienstwerkstatten ange- liefert wird, zusammen mit einer genauen Beschreibung der Beanstandung. Die Trans- portkosten gehen zu Lasten des Figen- timers ebenso die Fahrtkosten, falls die Garantieleistung andessen Domizil verlangt wird. In der Schweiz, in Deutschland und in allen Lindern mit offiziellen Vertretern bestehen bestens ausgeriistete Kunden- dienststellen mit Ersatzteillagern, die Ihnen bei Ausfiillen zur Verfiigung stehen. Wenden Sie sich fur deren Nachweis an Ihren Lie- feranten oder direkt an uns. A Synchronmotor B_ Druckstiftenstern Wirkungsweise Messen heisst immer vergleichen mit einem Mass. Das CHRONOGRAFIC Super ver- gleicht die zeitliche Lage der Schlige der zu priifenden Uhr mit einem schwingenden Quarzkristall als Zeitmass. Das Mess-Er- gebnis wird fortlaufend auf einen endlosen Registrierstreifen gedruckt. Wie jede Messeinrichtung zerfillt auch das CHRO- NOGRAFIC Super-Gerit in drei grund- sitzliche Teile, die in Fig. 26 schematisch dargestellt sind. 1. Das Zeitmass, bestehend aus dem Schwingquarz, dem Frequenzteiler unddem Kraftverstirker zum Antrieb des Synchron- motors im Registrieraggregat. 2, Aufnahmeteil, bestehend aus dem Uhren- mikrofon, dem Verstirker und einer Thy- ratronrdhre zur Betiitigung des Aufzeich- nungsrelais im Registrieraggregat. 3. Vergleichseinrichtung, bestehend aus a) dem vom Synchronmotor angetriebenen Fihrungsrad fiir das Aufzeichnungsorgan b) Elektromagnet zur Betiitigung der druk- kenden Stifte c) Fihrung und Transportvorrichtung fiir Registrierpapier- und Kohleband. Der schwingende Quarz als Zeitmass istein mechanisch und chemisch dusserst stabiles Gebilde, das optimale Voraussetzungen fur Regelmissigkeit Uber lange Zeitrdume er- gibt. Der Quarz kann daher als das heute —SH+® © Registrierpapier D_ Elektromagnet genaueste und zuverlissigste bekannte Zeit- mass betrachtet werden. Es gibt sehr genaue Pendeluhren, aber es wire sicher falsch zu sagen, dass deswegen jede Uhr mit Pendel auch eine genaue Uhr sei. Aehnlich verhiilt es sich mit Quarzen. Lingst nicht jedes quarzgesteuerte Geriit ist auch genau. Beim Quarz selbst bestehen schon grosse Qualititsunterschiede. Im Vakuum mon- tierte Quarze besitzen bedeutende Vorteile, da sie allen dussern Einfliissen wie Luft- druckschwankungen, Feuchtigkeit und Schmutz entzogen sind. Ferner sind die Temperaturabhiingigkeit und die Alterungs- eigenschaft von Bedeutung. Das CHRONO- GRAFIC Super verwendet ausschliesslich Vakuumquarze, die sorgfaltig vorgealtert sind, Auf Wunsch liefern wir zu jedem Gert ein Bulletin des Observatoriums Neuenburg, das die Genauigkeit bescheinigt. Auf Seite 16 ist ein Bulletin wiedergegeben, das einem streng serienmissig hergestellten CHRO- NOGRAFIC Super erteilt wurde. Die Mes- sungen begannen bei kaltem Zustand des Geriites. Es ist bemerkenswert, dass nach 30 Minuten, also nach fast vollstindiger Erwarmung, vom Observatorium noch kei- nerlei Abweichung festgestellt werden konn- te und dass diese auch nach 1 1/2 Stunden erst 1/1000 Sekunde betrug. Nach 24 Stunden war die gesamte Abweichung nur 1,5/100 Sekunden. Es ist jedem Fachmannklar, dass 15 “@)_ @)_ _ @) e i @) —@) @) @) @) REPUBLIQUE JCHATEL ET CANTON DE (SUISSE) OBSERVATOIRE ASTRONOMIQUE ET CHRONOMETRIQUE DE NEUCHATEL ood CERTIFICAT DE VERIFICATION déliveé a Greiner Chachone Sh, Kaupeual Gute) pourlecompun Chraneprafic ofr S “Oe Mea Quag Ni X Yo? RELEVE DU REGISTRE Tawdiedotapangepek | Tntewalle do empr marque parle compteur | chronoge | compteue chronoge.-enreg. de ee. | ov000 | of ao | om O00 | 2.000 0o/F \/2 0,000 0.00/ ‘ 0.01F “ °o 0.000) 0.000 }7 oof |v 0 6.000) 0.003 z 0.0l 0 0.006! 0.605 z oo lig po 0.000| 4.086 lg 0.0/6 Wr 8 0.000) 4.007 Lg 0.0 [460 0.b00) 0.007 | 2.016 By 0 0.b00\ 4.009 iY 0.01 Jt 0 0.000) 0.0/0 vt 0.06 19 0 0.000) oot sr 0.0/6 (2 0 0.000 aon 6 oor a 0 0.000| 0.0/2 “ 0.01 a o 000 | 0.0l2 ? 0.01 13 0 2.000 0.013 a 0.0/5 aw 0 0.000! Nevcwaten, /4 0¢/obre (AP Certifié conforme Le directeur de Vobservatoire, TIP Blow © © © © © © © la solche ausserordentliche Resultate nur mit Quarzen héchster Giite, tiberlegen aufgebau- ter Schaltung und besten Bauteilen méglich sind. Mit Bezug auf den FREQUENZTEILER hat die jahrzehntelange Erfahrung auf dem Gebiete der Elektronik den Konstrukteuren des CHRONOGRAFIC Super gestattet, die heute noch ilblichen austauschbaren Rader- iibersetzungen zur Priifung verschiedener Schwingungszahlen durch ein rein elektro- nisches System mit umschaltbaren Fre- quenzteilerstufen zu ersetzen. Gegeniiber mechanischen Zahnradgetrieben mit ihren unvermeidlichen Ungenauigkeiten und Ab- niltzungserscheinungen hat der elektro- nische Frequenzteiler den einleuchtenden Vorteil vollkommener Genauigkeit. Zum Unterschied gegeniiber den meisten heute noch auf dem Markt befindlichen Uhren- priifgeriiten werden so beim CHRONOGRA- FIC Super dank diesem einzigartig durch- gebildeten Frequenzteilersystem 24 ver- schiedene Unruh-Schlagzahlen von nur zwei Quarzen aus gesteuert. Dies hat vor allem den Vorteil, dass das Gerit fiir stimtliche damit vorzunehmenden Messungen ein ein- heitliches Zeitmass besitzt. Die durch den Frequenzteiler auf einen technisch brauch- baren Wert reduzierte Frequenz des Schwingquarzes wird sodann einem Kraft- verstirker zugefiihrt, der nun vollkommen unabhiingig von der Frequenz und der Span- nung des Lichtnetzes die zum Betrieb des Synchronmotors nitige Leistung abgibt. Das Mikrofon wandelt die von den Schligen der zu messenden Uhr erzeugten mechani- schen Schwingungen in elektrische Impulse um, die in einem elektronischen Verstirker bis 100'000 mal verstiirkt werden. Auch hier begniigt sich das CHRONOGRAFIC Super nicht mit den allgemein iiblichen Verstir- kern, sondern beschreitet neue Wege. Wah- rend gewohnliche Gerite auf Fremdgeriu- sche aus dem Arbeitsraum usw. sehr emp- findlich reagieren und Streupunkte erzeugen, die zu falschen Schliissen in der Fehlerdiag- nose fihren kénnen, besitzt der CHRONO- GRAFIC Super eine Vorrichtung, welche den Verstirker sperrt, sobald ein Uhrenschlag aufgenommen ist und erst kurz vor dem nichsten Schlag wieder freigibt. Dadurch wird eine grosse Unempfindlichkeit gegen fremde akustische und elektrische Stérun- gen erreicht, die z.B. gestattet, beliebig vie~ le CHRONOGRAFIC Super nebeneinander aufzustellen, ohne dass sie sich gegenscitig beeinflussen, was mit anderen Geriten nicht mdglich ist. Die am Ausgang des Verstirkers gewonnenen Spannungen wer- den einer Thyratron genannten elektroni- schen Relaisrdhre zugefiihrt, die ihrerseits das elektromagnetische Aufzeichnungsor- gan im Registrieraggregat betiitigt. Wohl die revolutionarste Schépfung ist aber der streng punktférmig druckende Aufzeich- nungsmechanismus des CHRONOGRAFIC Super, der ein Diagramm von bisher un- erreichter Prizision liefert. Wie aus Abb. 26 hervorgeht, treibt der Synchronmotor A den Druckstiftenstern B. Dieser bildet gleichzeitig das eigentliche Aufzeichnungs- organ und durch seine genaue vom Quarz gesteuerte Drehbewegung auch das Zeit- mass. Senkrecht tiber dem Druckstiften- stern B wird der Registrierpapierstreifen C durch einen ebenfalls quarzgesteuer- ten Papiertransportmechanismus yorbeige- fihrt. Wenn wir einen einzelnen Druckstift, betrachten, so beschreibt er gegeniiber dem Registrierpapier eine Schraubenlinie wie dies Abb. 27 zeigt. Seine Umfangsgeschwin- digkeit bestimmt das Auflésungsvermégen des Geriites, das im Interesse der Prizision méglichst hoch liegen sollte. Statt eines einzelnen Druckstiftes ist ein ganzer Stern von solchen angeordnet, damit sich immer mindestens ein Druckstift gegentiber dem Registrierpapier befindet. Jedesmal wenn die zu messende Uhr schlagt, wird der Elektromagnet D. Abb. 26, erregt, was ein Auslenken des Druckstiftensterns senkrecht nach oben bewirkt. Ueber dem Registrier- papier ist ein Polster angeordnet und da- zwischen wird mit einem besonderen weiter reduzierten Vorschub das Kobleband in Querrichtung bewegt. Beim Druckvorgang driickt der Druckstift von unten Registrier- papier und Kohleband kriftig gegen das Polster, sodass ein Farbpunkt auf dem Registrierpapier entsteht. Die Druckbewe- gung kann nicht unendlich kurz gehalten werden und die in rascher Bewegung be- 7 18 griffenen Aufzeichnungsorgane aller bisher bekannten Gerite zeichnen deshalb einen undefinierten Strich. Um diesen Strich még- lichst kurz zu halten, arbeiten sie mitklei- nen Umfangsgeschwindigkeiten. Ganz an- ders das CHRONOGRAFIC Super, das die héchste bekannte Umfangsgeschwindigkeit von 180 cm pro Sekunde aufweist. Trotzdem ergibt die patentierte Konstruktion einen scharfdefinierten Punkt, da die Druckstifte entgegen der Drehrichtung eines Fihrungs- rades nachgiebig gelagert sind. Abb. 28 zeigt eine Aufnahme aus der Bewegung des Filhrungsrades mit seinem Druckstiften- stern in dem Augenblick, wo der Druckvor- gang beginnt. Der Druckstift A liegt noch am Nocken Ban. Abb. 29 zeigt das Fihrungs- rad einige tausendstel Sekunden spiter. Deutlich sieht man, wie sich der Druckstift ‘A noch am selben Ort wie auf der Abb. 28 befindet, wihrend das Fihrungsrad mit seinem Nocken B bereits ein Stiick weiter drehte. Deutlich ist auch die Durchbiegung des Druckstiftes zu sehen, Dieser steht also fir die Dauer des Druckvorganges gegen- liber dem Papier still, wihrend das Fih- rungsrad ungehindert weiterdreht. Nach Beendigung des Druckvorganges federt er in seine vorherige Stellung auf dem Fih- rungsrad zuriick, Ein weiterer wichtiger Vorzug besteht in der mehrfach geringeren Geriiuschentwicklung dieses Systems. Die Drehzahl des Fiihrungsrades ist so ge- wihlt, dass die proSekunde unter dem Rey strierpapier durchlaufenden Druckstifte ein ganzzabliges Vielfaches der Uhrenschliige bilden, fir die am meisten verbreitete Schlagzahl von 18000 pro Stunde also 5 Um- drehungen pro Sekunde und 50 durchlaufende Druckstifte. Wenn wir nun annehmen, dass eine genau gehende Uhr gemessenwerde, so wird die Fihrungsscheibe im Moment, wo der Druckstift betitigt wird, immer an der genau gleichen Stelle in der Querrichtung des Registrierpapiers angelangt sein. Da das letztere durch den Papiertransport von einem Schlag zum anderen etwas bewegt wird, entsteht so mit jedem Schlag eine fortlaufende Reihe von Punkten parallel zum Papierrand. Wenn die zu messende Uhr vorgeht, wird jedoch ein Punkt gedruckt, bevor das Filhrungsrad in der Querrichtung des Papierstreifens die Stelle des vor- herigen Punktes erreicht hat und da die Drehbewegung von rechts nach links erfolgt, wird der neue Punkt jeweilen etwas rechts vom vorherigen erscheinen. Auf diese Weise wird eine nach rechts geneigte Reihe von Punkten gedruckt. Ebenso wird bei nach- gehender Uhr der neue Punkt immer etwas nach dem vorherigen gedruckt, und es ergibt sich eine Neigung der Punktreihe nach links. Eine grosse Gangabweichung ergibt eine grosse Querverschiebung pro Schlag und eine entsprechend grosse Neigung der Punktreihe, die deshalb direkt als Mass fur den Gang der zu messenden Uhr beniitzt wird, Im CHRONOGRAFIC Super entspricht die Neigung der Punktreihe in Prozenten der Gangabweichung in Sekunden pro 24 Stunden. Wenn also z.B. auf eine Streifen- lunge von 100 mm eine Querverschiebung der Punktreihe von 16 mm nach rechts statt- findet, so weist die gemessene Uhr einen Vorgang von 16,Sekunden pro 24 Stunden auf. Die Ablesescheibe dient zur direkten Aus- wertung der Diagrammneigung in Ganger- gebnis pro Tag. Zum Messen anderer Schlagzahlen als 18000 werden dem Syn- chronmotor durch den umschaltbaren Fre- quenzteiler andere Frequenzen zugefihhrt, so dass neben 50 Druckstiftendurchlaufen pro Sekunde auch noch solche von 48, 49,5 und 52,5 erzielt werden. Technische Daten Zeit-Dehnung 1800 mm pro Sekunde Diagramm-Neigung 1% pro Sekunde Abwelchung Papier- und Diagrammbreite 36 mm Papiervorschub 125 mm pro Minute Reduktion 10:1 Elektronische ‘Ausriistung 2Steuerquarze im Vakuum schwingend, 6 professionelle Rohren (2XE 88 CC, 2xE80CC, PL 5727, E80L), Lebensdauer 10 000 Std., 6 Halbleltor-Dioden Netzanschiuss Wechselstrom 110 - 125 - 150- 220-250 V, 40-60 Hz ‘Auf Wunsch Vorsatzgerat far Gleichstrom Stromverbrauch 54 VA Aussenmasse 95X24x14,5 om Gewicht mit Mikrofon 8,9 kg Reichhaltiges Zubohér Abweichende Schlagzahien ‘Schlagzahl | Stellung des | Punktreihen| Neigung in ProStunde|SchaltersE jaufmm | Sek/T: | 12600 Mitte rechts 1 0 17280 rechts 10 0 17897 1/7 | Mitte rechts 7 65 18514 rechts 3 0 19932 Mitte rechts 7 —109 20160 Mitte rechts 8 ° 20222 links. 10 +116 20944 4/9 | rechts 4 +6 21000 Mitte rechts 1 ° 21031 1/9 | links 9 +68 21306 6/49 | rechts 9 ~1 24000 links: 2 0 30000 links 1 ° Theoretische Schlagzahien Alle folgenden Schlagzahien kénnen mit dem CHRO- NOGRAFIC SUPER gemessen werden: Links Mitte links | Mitte rechts] Rechts 3600 ‘3780 367346 | 363673 | 3857,14 3750 371250 | 399750 | 3600 3029.78 | s79148 | 402127 | 967659 391304 | 387391 | 4108.69 | 9755.52 4000 3960 4200 3840 | 4090.90 | 4050 429545 | 3927,27 410604 | a14aie | 499534 | 4018.60 428571 | 424285 | 4500 4114.28 4390.24 | 4946894 | 4609.75 | 421463 4500 sass | 4725 4320 461598 | 456923 | 4846.15 | 4430.76 4796.84 | 4689,47 | 497368 | 4547.35 4964.86 | 481621 | s108,10 | 467027 5000 4950 5250 4800 514285 | s0d9142 | 5400 497,14 520411 | 524117 | 555882 } 508235 545454 | 5400 s72727 | 523626 5625 596,75 | 590625 | 5400 580645 | 5748.38 | 6096.77 | 5574,19 6000 5940 6300 8760 620689 | 614482 | 6517.24 | 595862 6428.57 | 636428 | 6750 171,42 6686.66 | 6600 7000 6400 923,07 | 685384 | 720023 | 6646.15 7200 7128 7560 6912 7500 7428 7875 7200 7e26,08 | 774782 | 821739 | 751904 818,81 | 8100 8590.90 | 785454 257142 | 948571 | 9000 8228.57 3000 8910 9450 8640 9473.68 | 9378.94 | 9047.26 | 900473 10000 9900 | 10500 9600 1058823 | 1048295 | 1111764 | 1016470 11250 11197,50 | 1181250 | 10800 +2000 11880 12600 11520 1285714 | 1272857 | 13500 1234285 13846,18 | 19707,69 | 1453846 | 13292,90 15000 14850 | 15750 14400 1696363 | 16200 1718181 | 1570909 18000 17820 18900 17280 20000 19800 | 21000 119200 22500 | 22075 | 29625 21600 25714,28 | 25457,14 | 27000 24685,71 30000 | 29700 © | 31500 28800 36000 35640 37800 34860 45000 44550 47250 43200 ‘60000 59400 | 63000 57600 90000 89100 | 94500 86400 180000___| 178200 __| 1e9000__| 172800 | | | | | | VergleichsmaBstab Vergleichsmastab VergleichsmaBstab tl l wg ey wg iy wey 2g Oms Oms 0 20 Ooms 10 a | #3 CHRONOGRAFIC CHRONOGRAFIC. 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