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Andreas Volkart

Salenstr. 20
8162 Steinmaur CH Steinmaur, den 2.07.2010

Einschreiben Deutsches
Auswärtiges Amt
11013 Berlin

2.07.2010: Zweites Schreiben an Auswärtiges Amt der „BRD“

Geschäftszeichen: 503-501.00
Meine Anfrage vom 30. Mai 2010
Ihre Antwort vom 21. Juni 2010

Sehr geehrter Herr Krauspe,


sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für die Teilbeantwortung meines Schreibens vom 30. Mai 2010. Leider
hat Ihre o. g. Antwort nicht zur abschliessenden Klärung meiner Anfrage vom 30. Mai
2010 geführt, so dass ich nachfolgend nochmals meine Fragen konkreter formuliere,
die Sie bitte im Einzelnen und detailliert beantworten wollen.

1. Die Frage zur Staatsangehörigkeit von Botschafter Dr. Axel Berg haben Sie wie
folgt beantwortet: „Selbstverständlich besitzt Dr. Axel Berg die deutsche
Staatsangehörigkeit.“ Hierbei bleibt unklar, wessen Staats-Angehöriger Dr. Axel
Berg gemäss seiner Personendokumente/Identitätsnachweise tatsächlich ist, bzw.
welcher Staat im völkerrechtlichen Sinne in seinen Personendokumenten/Identi-
tätsnachweisen eingetragen ist, auf den sich seine Staatsangehörigkeit bezieht?
Da Sie „deutsche“ klein geschrieben haben, kann davon ausgegangen werden,
dass Sie keinen Eigennamen, also eine einzige fest und eindeutig bestimmte
Deutsche Staatsangehörigkeit gemeint haben. Wessen Staatsangehöriger ist
also Dr. Axel Berg gemäss seinen Personendokumenten/Identitätsnachweisen tat-
sächlich?

2. Im Internet kursieren Hinweise, daß Dr. Axel Berg Israeli sei, dem eine Israelische
Staatsangehörigkeit zugrunde liegen würde. Ist es zutreffend, daß Dr. Axel Berg
die Israelische Staatsangehörigkeit besitzt, oder ist dies eindeutig nicht der Fall?

3. In Ihrem o. g. Schreiben formulieren Sie: „Ergänzend darf ich Sie darauf hin-
weisen, dass nach dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, so-
wie nach ständiger Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichts die
Bundesrepublik Deutschland nicht „Rechtsnachfolger“ des Deutschen Rei-
ches, sondern als Staat identisch mit dem Staat „Deutsches Reich“ ist (der
in Bezug auf seine räumliche Ausdehnung allerdings bis zur Wiederherstel-
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lung der Deutschen Einheit nur „teilweise identisch“ war).“ Ich weise Sie
deshalb darauf hin, weil dieser Satz einer regierungsamtlichen Täuschung gleich
käme, wenn Sie die nachfolgend im Einzelnen aufgeführten Unstimmigkeiten nicht
gänzlich ausräumen können. Da Sie sich mit Ihrer Behauptung – die Bundesrepu-
blik Deutschland sei als Staat identisch mit dem Deutschen Reich – lediglich auf
das Grundgesetz der (?) Bundesrepublik Deutschland und die ständige Rechts-
sprechung des Bundesverfassungsgerichts stützen (sowie eine Rechtsnachfolge
und somit einen Übergang ausschliessen), müssen Sie diese behauptete Identität
auch staats- sowie völkerrechtlich belegen, bzw. beweisen können.

3.1. An welcher Stelle des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland ist
der eindeutige und unmissverständliche Beleg zu finden, dass die Bundesre-
publik Deutschland als Staat identisch mit dem Staat Deutsches Reich ist,
und wo ist das Staatsvolk der Bundesrepublik Deutschland mit der Staatsan-
gehörigkeit: Bundesrepublik Deutschland?

3.2. Welche „Verfassung“ ist gemeint, über die das Bundesverfassungsgericht


wacht und nach der es entscheidet, da es sich bei dem Grundgesetz für die
Bundesrepublik Deutschland gem. Art. 146 GG schliesslich nicht um eine Ver-
fassung handelt (hiesse ansonsten ja auch unmissverständlich „Verfassung
der Bundesrepublik Deutschland“ und nicht „Grundgesetz für die Bundesrepu-
blik Deutschland“)?

3.3. In dem einstimmig gefassten Urteil BVerfGE 36.1 (15 f.) vom 31. Juli 1973
stellte das Bundesverfassungsgericht autoritativ fest: „Das Grundgesetz – nicht
nur eine These der Völkerrechtslehre und der Staatsrechtslehre – geht davon
aus, dass das Deutsche Reich den Zusammenbruch nach 1945 überdauert
hat, und weder mit der Kapitulation noch durch Ausübung fremder Staatsge-
walt in Deutschland durch die alliierten Okkupationsmächte noch später un-
tergegangen ist: Das ergibt sich aus der Präambel, aus Art. 16. Art. 23. Art.
116 und Art. 146 GG (...) Das Deutsche Reich existiert fort (BVerfGE 2. 266
[277]; 3. 288 [3I9 f.]; 5. 85 [126]; 6. 309 [336, 363]), besitzt nach wie vor
Rechtsfähigkeit, ist allerdings als Gesamtstaat mangels Organisation insbeson-
dere mangels institutionalisierter Organe selbst nicht handlungsfähig.“ An die-
ser Stelle müssen Sie erklären, wie das Deutsche Reich handlungsunfähig
und zugleich mit der Bundesrepublik Deutschland als Staat identisch
sein kann. In dem Urteil aus dem Jahre 1973 wird nicht nur das Fortbeste-
hen des Deutschen Reiches bestätigt, sondern zugleich festgestellt, dass die-
ses noch im Jahre 1973 „mangels Organisation, insbesondere mangels insti-
tutionalisierter Organe selbst nicht handlungsfähig“ sei. Das schliesst ein,
dass die Organe der Bundesrepublik Deutschland nicht Organe des Deut-
schen Reiches sind. Denn wäre das der Fall, wäre die Aussage falsch, dass
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das Deutsche Reich (1973) „mangels institutionalisierter Organe selbst nicht
handlungsfähig“ sei. Mit diesem Satz des Bundesverfassungsgerichts ist Ihre o.
g. Behauptung zur Identität zwischen Deutschem Reich und der Bundesrepu-
blik Deutschland widerlegt. Nach diesem Urteil des Bundesverfassungsgerichts
von 1973 wäre somit nur eine Rechtsnachfolge möglich gewesen, die aber,
wie Sie bestätigen, nicht statt gefunden hat. Selbst wenn Sie sich auf das
Bundesverfassungsgerichtsurteil BVerfGE 77, 137 (150 f., 154 f., 160) vom 21.
Oktober 1987 berufen wollten, wo zu lesen ist: „Mit der Errichtung der Bun-
desrepublik Deutschland wurde nicht ein neuer westdeutscher Staat gegrün-
det, sondern ein Teil Deutschlands neu organisiert (vgl. Carlo Schmid in der
6. Sitzung des Parlamentarischen Rates – Stenßer. S. 70). Die Bundesrepublik
Deutschland ist also nicht Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches, sondern
als Staat identisch mit dem Staat Deutsches Reich – in Bezug auf seine
räumliche Ausdehnung allerdings teilidentisch, so dass insoweit die Identität
keine Ausschliesslichkeit beansprucht…“, stünde nach wie vor das Bundesver-
fassungsgerichtsurteil BVerfGE 36.1 (15 f.) vom 31. Juli 1973 entgegen, wel-
ches bekanntlich nicht aufgehoben wurde. Nach dem Bundesverfassungsge-
richtsurteil von 1987 wären die Organe der Bundesrepublik Deutschland kraft
Identität nun die Organe des – jetzt allerdings anders genannten – Deutschen
Reiches. Wann also hat zwischen 1973 und 1987 dieser Übergang/diese
Rechtsnachfolge (die Sie selbst nicht kennen) stattgefunden?

Letztendlich müsste das ja auch dann bedeuten, das Deutsche Reich habe
einen Sitz in der UNO, sozusagen in „Persona der Bundesrepublik Deutsch-
land“ und somit wäre ja dann die Feindstaatenklausel erloschen und die
UNO musste sich damit auflösen, da ja dann der Feindstaat Deutsches Reich
nicht mehr Gegenstand der Errichtung der Feindstaatenklausel und die eigens
darauf errichtete UNO überflüssig ist!

3.4. Welche anderen staats- und völkerrechtlichen Belege, ausser den bereits von
Ihnen genannten Selbsteinschätzungen, können Sie vorweisen, die Ihre Identi-
tätsbehauptung von Deutschem Reich und der Bundesrepublik Deutschland
beweisen?

Des Weiteren liessen Sie bisher unbeantwortet:

4. Welche Urkunden und anderen Belege besitzt die Bundesrepublik Deutschland, die
einen korrekten Eigentumsübertrag der Botschaftsliegenschaften des Deutschen
Reichs in der Schweiz vom Deutschen Reich auf die Bundesrepublik Deutschland
beweisen? Belegt ist als Eigentümer der Botschaftsliegenschaften des Deutschen
Reichs in Bern zumindest bis August 1975 das Deutsche Reich und nicht die
Bundesrepublik Deutschland. Wann und durch welchen rechtswirksamen Akt er-

3/4
r
fotgte danachder Eigentumsübertrag
vom DeutschenReichauf die Bundesrepu-
blik Deutschtand?

5. Es gibt Belegedafür,dass die Schweizvon einem staats-und vötkerrechtlichen


Fortbestanddes DeutschenReichsausgehtund diesen Standpunktbis heute
nicht revidierthat. Wann und durch welchenzwischenstaatlichenAkt wurde sei-
tens der Schweizeine offizielleAnerkennung der Bundesrepubtik
Deutschland als
Rechtsnachfolger des DeutschenReichsausgesprochen, bzw.durch welchenoffizi-
e[[enzwischenstaatlichen
Akt wurdeseitensder Schweizder Standpunkt, dass die
Bundesrepubtik Deutschlandats Staat identischmit dem DeutschenReichsei. ver-
kündet?

Für die Beantwortung dieserwichtigenFragenmit konkretenBeweisenerlaubeich


mir, lhnen aufgrundder geringenAustastung
des AuswärtigenAmtes (bei einemso
grossenMitarbeiterstab),
eine WocheAntwortezeit
seit Empfangdes Schreibens (ab
Poststempeldatum) zu gewähren.Anderenfatls
muss ich davon ausgehen,dass Sie
nicht in der Lagesind,meineFragenwahrheitsgemäßzu beantwoften
bzw.beantwor-
ten zu wo[[en.

Für die Antwortendankelch lhnenim Voraus.

AndreasVotkart

vermerk: DiesesSchreiben
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