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26. Juli 2016 Schlussbericht Smart Blades FKZ 0325601A/B/C/D 01.12.2012 – 30.04.2016 Ansprechpersonen und Autoren
26. Juli 2016 Schlussbericht Smart Blades FKZ 0325601A/B/C/D 01.12.2012 – 30.04.2016 Ansprechpersonen und Autoren

26. Juli 2016

Schlussbericht

26. Juli 2016 Schlussbericht Smart Blades FKZ 0325601A/B/C/D 01.12.2012 – 30.04.2016 Ansprechpersonen und Autoren

Smart Blades FKZ 0325601A/B/C/D 01.12.2012 – 30.04.2016

Smart Blades FKZ 0325601A/B/C/D 01.12.2012 – 30.04.2016 Ansprechpersonen und Autoren Dr. Jan Teßmer (DLR) Ceyda
Smart Blades FKZ 0325601A/B/C/D 01.12.2012 – 30.04.2016 Ansprechpersonen und Autoren Dr. Jan Teßmer (DLR) Ceyda
Smart Blades FKZ 0325601A/B/C/D 01.12.2012 – 30.04.2016 Ansprechpersonen und Autoren Dr. Jan Teßmer (DLR) Ceyda

Ansprechpersonen und Autoren

Dr. Jan Teßmer (DLR)

Ceyda Icpinar (DLR)

…………… Projektkoordinator

…………… Projektmanager

Alper Sevinc / Dr. Elia Daniele (IWES)

……………

Technologiekoordinator Technologie 1

Dr. Johannes Riemenschneider(DLR)

……………

Technologiekoordinator Technologie 2

Dr. Michael Hölling (FW OL)

……………

Technologiekoordinator Technologie 3

Dr. Claudio Balzani (FW H)

……………

Technologiekoordinator Querschnittsthemen

Das diesem Bericht zugrunde liegende Vorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unter dem Förderkennzeichen 0325601AD gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

Inhaltsverzeichnis

Schlussbericht Projekt Smart Blades

Schlussbericht DLR

Schlussbericht Fraunhofer IWES

Schlussbericht ForWind Hannover

Schlussbericht ForWind Oldenburg

Technologiebericht

Publikationsliste

Deliverables

Schlussbericht Projekt SmartBlades

……………………

Anhang A

Anhang B

Anhang C

Anhang D

Anhang E

Anhang F

Anhang G

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Vorwort

Nachfolgend wird das Projekt Smart Blades mit den unterschiedlichen Schreibweisen SmartBlades „SmartBlades“ oder „Smart Blades“ aufgeführt.

In der Abbildung 1 wird der Aufbau des Schlussberichts grafisch dargestellt.

Ausgewähltes Abkürzungsverzeichnis

AE AEP AP AS BEM BTK CAA CAD CFD CFK CPC DEL DLR FA FEM FSI FT FW H FW OL ForWind GBTK GFK IPC ISD IWES iwes LDA LiDAR PIV SBTK TFD TRL TWiSt WEA WESys

DLR – Institut für Aeroelastik Annual Energy Produktion (Jährliche Energieproduktion) Arbeitspaket DLR – Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik Blattelement Impuls Theorie (engl.: Blade Element Momentum Theory) BiegeTorsions Kopplung Computational Aero Acoustics Computer Aided Design Computational Fluid Dynamics Carbonfaserverstärkte Kunststoffverbunde Kollektive Blattverstellung (engl.: Collective Pitch Control) Schadensäquivalente Belastung (engl.: Damage Equivalent Load) Deutsches Zentrum für Luftund Raumfahrt e.V. DLR – Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik Finite Elemente Methode Fluid Struktur Interaktion DLR – Institut für Flugsystemtechnik ForWind Hannover ForWind Oldenburg Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten H, HB und OL Geometrische BiegeTorsions Kopplung Glasfaserverstärkte Kunststoffverbunde Individuelle Blattverstellung (engl.: Individual Pitch Control) FW H, Institut für Statik und Dynamik Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesytemtechnik, Bremerhaven FW H, Institut für Windenergiesysteme Laser Doppler Anemometrie Light Detection And Ranging Particle Image Velocimetry Strukturelle BiegeTorsions Kopplung FW H, Institut für Turbomaschinen und Fluid Dynamik Technology Readiness Level FW OL, Institut für Physik, AG Turbulenz, Windenergie und Stochastik Windenergieanlage FW OL, Institut für Physik, AG Windenergiesysteme

Schlussbericht Projekt SmartBlades

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Übersicht

Übersicht Abbildung 1: Aufbau des SmartBlades Schlussberichts Schlussbericht Projekt SmartBlades 8 von 11

Abbildung 1: Aufbau des SmartBlades Schlussberichts

Schlussbericht Projekt SmartBlades

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Schlussbericht SmartBlades

Zuwendungsempfänger SmartBlades Konsortium

Förderkennzeichen:

0325601A/B/C/D

Vorhabenbezeichnung: SmartBlades

Laufzeit des Vorhabens: 41 Monate

Berichtszeitraum: 01.12.2012 bis 30.04.2016

Part I: Kurze Darstellung

1.

Aufgabenstellung

In der Windenergiebranche gibt es einen anhaltenden Trend zu immer größer werdenden Rotorblättern, die aufgrund des fluktuierenden und heterogenen Windfeldes immer stärkeren dynamischen Belastungen ausgesetzt sind. Im Rahmen des Verbundprojektes „Smart Blades“ werden daher drei verschiedene Rotorblattkonzepte untersucht, deren Wirkprinzipen darin bestehen die aerodynamischen Verhältnisse am Rotorblatt durch aktive und passive Mechanismen zu verändern und dadurch die Struktur zu entlasten. Bei den untersuchten Technologien handelt es sich um Rotorblätter mit Biege-Torsions-Kopplung (Technologie 1), Rotorblätter mit aktiven Hinterkanten (Technologie 2), und Rotorblätter mit adaptiven Vorflügeln (Technologie 3). Technologie-übergreifende Querschnittsthemen bilden eine Klammer um alle drei Technologien. Während zur Zeit die durchgängige numerische Modellierbarkeit, die Demonstration der Machbarkeit durch Hardware-Komponenten-Tests und der numerische Nachweis der Wirksamkeit von Smart-Blade-Methoden im Fokus stehen, besteht das über die Projektdauer hinausgehende strategische Ziel darin, SmartBlades im Feld zu demonstrieren und geeignete innovative Entwurfs- und Fertigungsmethoden zu validieren. Für weitere Details siehe bitte Anhang E (Kapitel 1).

2.

Voraussetzungen, unter denen das Vorhaben durchgeführt wurde

Die in den letzten Jahren fortgeschrittene Professionalisierung der Windenergiebranche, die sich zunehmend als globale Vorreiterin für innovative und nachhaltige Produktentwicklung qualifi ziert, setzt auch den Standard für die begleitende und unterstützende Forschung. Höchste Anforderungen an eine fundierte und abgesicherte Entwicklung wettbewerbsfähiger und innovativer Produkte für extreme Umwelt- und Betriebsbedingungen sind die Herausforderungen, denen sich die Windenergieforschung und -entwicklung zu stellen hat. Windenergieanlagen sind komplexe Produkte, deren Verständnis Erkenntnisse aus einer breiten Spanne von natur- und ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen erfordert. Der Forschungsverbund Windenergie (FVWE), bestehend aus den Partnern Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), ForWind – Zentrum für Windenergieforschung und Fraunhofer IWES Nordwest, stellt sich genau diesen Anforderungen. Durch die Bündelung von ausgewiesener Expertise und herausragender Forschungsinfrastruktur stellt der Forschungsverbund ein weltweit einmaliges Innovationspotenzial für die Windenergiebranche bereit. Für Hersteller, Zulieferer und Betreiber ist der FVWE idealer Partner bei Technologieentwicklungen – von der Konzeption bis zur Produkteinführung durch Industriepartner, vom Design mit virtuellen Methoden über den experimentellen Test und die Modellvalidierung bis hin zur Automatisierung in der Produktion. Auch systemische Fragestellungen dieser global wachsenden Säule der Energieversorgung können vom FVWE mit seinen mehr als 600 Forscherinnen und Forschern in voller Tiefe und Breite kompetent bearbeitet werden. Die Forschung schafft dabei quantifizierbare und kostensenkende Mehrwerte – durch Effizienzerhöhungen, die Beschleunigung abgesicherter Entwicklungen bis hin zur Zertifizierung, Fertigungsoptimierung und der Steigerung von Ausfallsicherheit im Betrieb. Die Kooperation der drei Partner ermöglicht den unkomplizierten Zugriff auf eine weltweit einmalige Infrastruktur, gewährleistet Technologietransfer aus der Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr und stellt die Verknüpfung mit der universitären Forschung und Lehre sicher.

3.

Planung und Ablauf des Vorhabens bei der jeweiligen Organisation

Der Ablauf des Vorhabens erfolgte gemäß angepassten Zeit- und Arbeitsplan. Die übergeordneten Demonstrationsziele (siehe

bitte Anhang E, Kapitel 1.2) wurden alle erreicht.

4.

wissenschaftlichem und technischem Stand, an den angeknüpft wurde, insbesondere Angabe bekannter

Konstruktionen. Im Projekt SmartBlades wurden die drei Technologien sowie Querschnittsthemen unter sehr unterschiedlichen wissenschaftlichen und technischen Voraussetzungen begonnen. Diese sind im Anhang E technologieweise dargestellt.

 

Technologie 1 Kapitel 3.3

Technologie 2 Kapitel 4.3

Technologie 3Kapitel 5.3

Querschnittsthemen Kapitel 6.3

5.

Zusammenarbeit mit anderen Stellen:

Neben der Arbeit der Partner untereinander, gab es im Rahmen von Unterbeauftragungen und weitergehenden Kooperationen signifikante Zusammenarbeiten mit der DTU (Danmarks Tekniske Universitet), dem Projekt RAVE und dem DFG-

Schlussbericht Projekt SmartBlades

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Forschungsschwerpunkt“ - Wind Turbine Load Control under Realistic Turbulent inflow Conditions (im Rahmen Smart Blades Conference 2015 in Oldenburg).

Part II: Eingehende Darstellung

1. der Verwendung der Zuwendung und des erzielten Ergebnisses im Einzelnen, mit Gegenüberstellung der vorgegebenen Ziele

Die im Antrag gesetzten Ziele wurden im Wesentlichen erreicht. Eine eingehende Beschreibung der Ergebnisse findet sich im Anhang E und Anhang G.

2.

der wichtigsten Positionen des zahlenmäßigen Nachweises

Die veranschlagten Sachmittel und Personalmittel wurden planmäßig eingesetzt. Die wichtigsten Positionen des zahlenmäßigen Nachweises sind die Personalmittel (Siehe bitte Anhang A – D).

3.

der Notwendigkeit und Angemessenheit der geleisteten Arbeit,

Wie unter II.1 beschrieben wurden die geplanten Arbeiten durchgeführt und waren zur Erreichung der Ziele notwendig und angemessen.

3.

des voraussichtlichen Nutzens, insbesondere der Verwertbarkeit des Ergebnisses im Sinne des fortgeschriebenen Verwertungsplans

Die erzeugten Ergebnisse bilden die Basis im geplanten Projekt SB2.0.

4.

des während der Durchführung des Vorhabens dem ZE bekannt gewordenen Fortschritts auf dem Gebiet des Vorhabens bei anderen Stellen

Siehe bitte Bericht der einzelnen Organisationen (Anhang A – D).

5.

der erfolgten oder geplanten Veröffentlichungen des Ergebnisses

Siehe bitte Bericht der einzelnen Organisationen (Anhang A – D).

Schlussbericht Projekt SmartBlades

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Anhang A Schlussbericht DLR

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Schlussbericht DLR

Zuwendungsempfänger Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik

Förderkennzeichen:

0325601A

Vorhabenbezeichnung: SmartBlades

Laufzeit des Vorhabens: 41 Monate

Berichtszeitraum: 01.12.2012 bis 30.04.2016

Part I: Kurze Darstellung

1.

Aufgabenstellung

1.1

Gesamtziel (der Organisation)

Ziel des DLR in diesem Verbundvorhaben war es, sich unter Einbringung des vorhandenen Know-Hows aus der Luftfahrt an der Untersuchung und Weiterentwicklung von SmartBlades Methoden zu beteiligen.

Ziel dieses Vorhabens in Bezug auf die passiven SmartBlades war die Untersuchung der fertigungstechnischen Randbedingungen, welche die Herstellung von anisotropen Faserablagen mit der erforderlichen Genauigkeit gewährleisten.

Das Ziel des Vorhabens in Bezug auf die SmartBlades mit aktiver Hinterkante war die Auslegung und die hardwaretechnische Realisierung einer adaptiven Hinterkante. Um dieses Ziel zu erreichen, war neben einer aerodynamischen und strukturellen Auslegung, der Bau von Komponenten vorgesehen. Um das Design zu verifizieren, wurden die Komponenten auf ihre Funktionalität unter extremen Belastungen getestet.

Das Ziel bezüglich des aktiven Vorflügels war die Simulation und Verifizierung der Simulation von Rotorblättern mit adaptiven Vorflügeln. Dazu sollte die Methodik erarbeitet werden, die zur Auslegung eines verformbaren Vorflügels erforderlich ist und ein entsprechender Demonstrator gebaut werden, der im Windkanal in Oldenburg getestet werden sollte.

1.2

Bezug zu den förderpolitischen Zielen (der Organisation)

Siehe bitte Anhang E, Kapitel 1.3.

1.3

Wissenschaftliche und technische Arbeitsziele (der Organisation)

Die einzelnen Disziplinen sind gut miteinander vernetzt und bieten die Möglichkeit von gekoppelten Rechnungen mit sehr hochwertigen Tools. Darüber hinaus haben die beteiligten Partner bereits langjährige einschlägige Erfahrungen auf diesem komplexen Forschungsgebiet. Derzeit sind keine Patentrechte Dritter bekannt, die einer Durchführung des Vorhabens oder der Verwertung der Vorhabenergebnisse entgegenstehen. Da es sich in diesem Teilvorhaben um eine extrem interdisziplinäre Aufgabe handelt, bringen mehrere DLR Institute ihre Kompetenzen mit ein, was eine Kopplung von sehr hochwertigen Tools der einzelnen Disziplinen ermöglicht. Beteiligt sind im Einzelnen: Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik (FA), Institut für Flugsystemtechnik (FT), Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik (AS) und Institut für Aeroelastik (AE).

Einen Schwerpunkt der Arbeiten stellt die strukturelle Auslegung der einzelnen Konzepte dar. Das Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik (FA) besitzt Kompetenzen und umfangreiche Erfahrungen entlang der gesamten Prozesskette für Faserverbundstrukturen von der Materialauswahl über die Auslegung und Konstruktion bis zur Fertigung im industriellen Maßstab. Einen Schwerpunkt stellen dabei Fertigungsverfahren wie das Preforming von trockenen Faserhalbzeugen dar, wie es auch zur hochpräzisen Fertigung von Faserverbundbauteilen gerade auch mit Verformungs- kopplungen notwendig ist. Das Institut verfügt mit dem Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) in Stade sowohl über Anlagentechnologien zur Herstellung von sehr großen Faserverbundstrukturen (zum Beispiel Flügel) als auch über Anlagen für die schnelle Fertigung von komplexen Strukturbauteilen in großer Stückzahl. Die Auslegung von „Smarten Strukturen“ im Sinne der Formadaption ist ein weiterer Schwerpunkt des Instituts, was an Beispielen wie einer spaltfreien absenkbaren Flü- gelvorderkante (DroopNose), bei der die Haut elastisch deformiert wird, demonstriert wurde. Die Integration von verteilter Piezoaktuatorik wurde für die Anwendung in verwindbaren Hubschrauberrotorblättern entwickelt. Diese Blätter sind in der Lage ihren Anstellwinkel an der Spitze um bis zu +-2° zu verändern und damit die Aerodynamik des Hauptrotors hochdynamisch zu beeinflussen. Diese Vorarbeiten stellen eine hervorragende Ausgangssituation für die Entwicklung von adaptiven Systemen von Windkraftanlagen dar.

Die CFD-Rechnungen zur Strömungs-Struktur-Kopplungen haben am Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik stattgefunden. Jahrzehntelange Kenntnisse im Bereich des Entwurfs von Flugzeugen, Propellern und Rotoren bilden die Grundlage für die Entwicklung leistungssteigernder aerodynamischer Maßnahmen und Lärmminderungstechnologien für Windenergieanlagen und deren Erprobung an Versuchs-Windenergieanlagen. Eine weitere Kernkompetenz des Instituts ist die

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Entwicklung von hochwertigen numerischen Berechnungsmethoden für die multidisziplinäre Strömungs-Simulation und Vorhersage der Schallemissionen sowie die konfigurative Optimierung. Der am Institut entwickelte Computational Fluid Dynamics (CFD)-Löser TAU ist bei der europäischen Luftfahrtindustrie fest im Entwurfsprozess etabliert und kam auch in die- sem Projekt in der Strömungs-Struktur-Kopplung zur Vorhersage der aerodynamischen Lasten unter Berücksichtigung der Strukturdeformationen zum Einsatz.

Aeroelastic Tayloring der Blätter sollte gerade für die strukturell gekoppelten Blätter in Technologie 1 untersucht werden, was die Expertise des Instituts für Aeroelastik (AE) darstellt. Es befasst sich mit industrierelevanten Forschungs- und Entwicklungsaufgaben im Bereich der Strömungs-Struktur-Kopplung. Am Institut werden experimentelle und numerische Methoden entwickelt und angewendet. Eine Hauptaufgabe ist das Erbringen von Nachweisen für die Zulassung von Luftfahrtsystemen durch Flatterrechnungen, Standschwing- und Flugversuche. Weitere Forschungsgebiete sind aeroelastische Effekte an rotierenden Systemen, insbesondere an Drehflüglern und Turbomaschinen, und die Vorhersage von dynamischen Lasten im Flugzeug-Entwurfsprozess. Für Windkraftanlagen kann das Institut wichtige Beiträge leisten zur genauen Bestimmung der aeroelastischen Verformung der Rotorblätter, der Flattergrenze (Einzelblatt-flattern, Whirlflattern) in komplexen Strömungen und der dynamischen Lasten von Rotorblättern und vom Gesamtsystem.

Die Berechnungen des Gesamtrotors und der entsprechenden Lasten wurden vom Institut für Flugsystemtechnik (FT) beigetragen. Es betreibt einen eigenen Simulations-Code für Rotoren, der die Wechselwirkung von Rotordynamik und Aerodynamik von Drehflüglern beschreibt. Dieser Code bietet diverse Schnittstellen zu anderen Werkzeugen zum Beispiel für Computational Fluid Dynamics, Lärmberechnung oder Regleroptimierung und ist für Hubschrauber mit Messdaten validiert. Dieser Code lässt sich auch für Windkraftanlagen nutzen. Deshalb beschäftigt sich das Institut aktuell mit aktuellen Fragestellungen der Windenergieanlagen wie z.B. der Lastreduktion.

2.

Voraussetzungen, unter denen das Vorhaben bei der jeweiligen Organisation durchgeführt wurde

Das DLR legt auf Grund seiner Kompetenzen den inhaltlichen Fokus der Forschungsaktivitäten im Bereich der Windenergie auf die Elemente von der Ressource Wind über die Rotorblätter bis hin zum Gesamtsystem Rotor. Dieser Bogen erstreckt sich vom Verständnis und Anwendung der Meteorologie und Windcharakteristik über den Entwurf und die Konzeption neuer Bauweisen am Rotor und Produktionstechnik bis hin zum Systemverständnis. Damit lassen sich die DLR-Forschungsthemen in mehrere Module gliedern:

Neue Konzepte für Aerodynamik, Aeroelastik und aktiver Rotor

Leichtbau und neue Produktionsweisen

Meteorologie und Betriebsstrategien

Systemische Betrachtung und Modellierung

Im Sinne einer modularen Versuchskette bearbeitet das DLR alle Themenfelder vom Material und Strukturen bis hin zur realen Anlage und verfügt über das notwendige Knowhow und die Infrastruktur, die zur Durchführung des Vorhabens erforderlich sind.

3.

Planung und Ablauf des Vorhabens bei der jeweiligen Organisation

Der Ablauf des Vorhabens erfolgte gemäß angepassten Zeit- und Arbeitsplan.

4.

wissenschaftlichem und technischem Stand, an den angeknüpft wurde, insbesondere Angabe bekannter

Konstruktionen.

Siehe bitte Anhang E. Technologie 1 Siehe bitte Kapitel 3.3 Technologie 2 Siehe bitte Kapitel 4.3 Technologie 3Siehe bitte Kapitel 5.3 Querschnittsthemen Siehe bitte Kapitel 6.3

5.

Zusammenarbeit mit anderen Stellen:

Die Auslegung und Fertigung des passiven Blattsegmentes (in Technologie 2) wurde im Unterauftrag durch die DTU durchgeführt. Die Detailauslegung und Fertigung des aktiven Hinterkante (in Technologie 2) wurde von der Firma Invent durchgeführt. Darüber hinaus ist die Rotorblatt – Bauform (in Technologie 1) von dem Formhersteller SINOI im Unterauftrag hergestellt worden.

Part II: Eingehende Darstellung

1.

der Verwendung der Zuwendung und des erzielten Ergebnisses im Einzelnen, mit Gegenüberstellung der vorgegebenen Ziele

Einige der im Antrag formulierten Inhalte und Ziele wurden aufgrund erzielter neuer Erkenntnisse stärker konkretisiert. Dazu zählen unter anderem die Bauform und die Arbeiten in Bezug auf die hardwaretechnische Realisierung der aktiven Technologie:

 

- Der Bau von sowohl passiven (Technologie 1) als auch aktiven Blättern (Technologie 2) auf Basis einer einzigen Bauform erschien im Hinblick auf die Validierung der entwickelten Methoden nicht sinnvoll, so dass die Bauform zunächst nur für den Bau der passiven Blätter ausgelegt wurde.

- Bezüglich der Hardware-Arbeiten des sog. aktiven „20m – Blattes“ wurde für die Technologie 2 in einer Risikoanalyse im Gegensatz zu den anderen Technologien ein höheres Risiko festgestellt. Neben dem direkten Bau eines ganzen

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Blattes in Technologie 2 für einen Test an einer Anlage wurde daher auch die Einführung eines Zwischenschrittes untersucht und festgestellt, dass in einem „Vorversuch“, bei dem ein Blattsegment unter Zentrifugallast getestet wird, mit reduzierter Komplexität der angestrebte Erkenntnisgewinn erzielt und gleichzeitig auf den Aufwand und die Kosten zur Entwicklung und Herstellung eines ganzen Rotorblattes vorerst verzichtet werden kann. Für weitere Informationen siehe bitte Änderungsbescheid vom 29. Juli 2014.

Die im Antrag gesetzten und im Laufe des Projekts konkretisierten Ziele wurden erreicht. Eine eingehende Beschreibung der Ergebnisse befindet sich im Anhang E und Anhang G bzw. in den Berichten der einzelnen Organisationen (Anhang A – D).

2. der wichtigsten Positionen des zahlenmäßigen Nachweises

Die veranschlagten Sachmittel und Personalmittel wurden planmäßig eingesetzt. Die wichtigsten Positionen des zahlenmäßigen Nachweises sind

o

ca. 3.833.000 Euro Personalmittel, und

o

Sachmittel

ca. 527.000 Euro Rotorblattform Technologie 1,

ca. 343.000 Euro Blattsegmentdemonstrator Technologie 2,

ca. 27.000 Euro Konzeptdemonstrator Technologie 2,

ca. 69.000 Euro Windkanalmodell mit Vorflügel Technologie 3.

Den genauen Nachweis der verwendeten Mittel bitten wir dem Schlussverwendungsnachweis zu entnehmen.

3. der Notwendigkeit und Angemessenheit der geleisteten Arbeit,

Wie unter II.1 beschrieben wurden die geplanten Arbeiten durchgeführt und waren zur Erreichung der Ziele notwendig und angemessen.

3. des voraussichtlichen Nutzens, insbesondere der Verwertbarkeit des Ergebnisses im Sinne des fortgeschriebenen

Verwertungsplans Die erzeugten Ergebnisse bilden die Basis im geplanten Projekt SB2.0. Im Nachfolgenden ist die genaue Darstellung dessen

zur besseren Übersicht taskweise aufgeführt.

Task 1.1.1 Prozessierbarkeit der winkelgenauen, gerichteten Fixierung großer textiler Halbzeuge

Es wurden wichtige Erkenntnisse in Hinblick auf die erforderlichen Binderarten sowie zur Umsetzung des Auftragens gewonnen. Gemeinsam mit der optimierten Faserablage-Methode sind dies Voraussetzungen für den zukünftigen Bau von Rotorblättern mit hoher Qualitätssicherung.

Task 1.1.8 Materialsysteme für anisotrope Blätter

Materialkennwerte der mit Binder variierten GFK-Verbunde sind die Basis zur Auslegung/Design neuer Rotorblattarchitekturen.

neue Absorbermaterialien für WEA bei radarkritischen Standorten.

Task 1.2.1 Fertigungsgerechte Bauweisen für Blätter mit Kopplung

Optimierung auf Basis verschmierter Laminate ist Stand der Technik und zielführend im Auslegungsprozess

Die Generierung diskreter Lagenaufbauen ist ein notwendiger Schritt um Einflüsse von Fertigungsrandbedingungen und - abweichungen auf das Strukturverhalten auch für weitere Bauweisen von Rotorblättern bewerten zu können

Ergebnisse der Drapiersimulation ermöglichen die Quantifizierung von Fertigungsabweichungen -> Abweichung in der Faserwinkelablage, diese kann für Unterschiedliche Vorzugsrichtungen der Halbzeuge ermittelt werden

Das Aufstellen relevanter Design rules und Fertigungsrandbedingungen ermöglichen die Bewertung des Strukturentwurfs

Task 1.2.2 Aerodynamik für Strömungs-Strukturkopplung Es wurden wichtige Erkenntnisse gesammelt für den Bereich:

Netzgenerierung

Verwendung von radialen Basis-Funktionen für die Deformation von Rechengittern

Anwendung verschiedener Turbulenzmodelle

Einfluss von Randbedingungen auf das Ergebnis der Strömungslösung

SubTask 1.2.7.2 AE Tailoring: Analyse dynamischer Kräfte 80m; Optimierte Struktur 80m; parametrisches Strukturmodell 80m

erste Stufe zur gezielte Ausnutzung orthotroper Materialeigenschaften von Faserverbunden

Grundlage für eine Erweiterung der Funktionalität hinsichtlich Lastsensitivitäten, Zielfunktionen und Randbedingungen

SubTask 1.2.7.3 /.4 Flatterbewertung 80m Blatt mit struktureller BTK

Die MKS (MehrKörperSimulation) Methode bietet eine integrierte Plattform für die Analyse dynamischer Eigenschaften einschließlich Flattern von Windkraftanlagen.

Weitere dynamische und Flatter- Analysen für zusätzliche Einsatzbedingungen und zusätzliche Komponenten von Windkraftanlagen können mit der MKS Methode / Plattform durchgeführt werden.

Task 1.4.1 Verbundprozess für anisotropes Rotorblatt mit trockener Faserablage

Mit der im SmartBlades Projekt entwickelten Faserlegetechnologie steht dem DLR eine in dieser Form einzigartige Legetechnologie zur Fertigung von trockenen Faserpreforms zur Verfügung. Die Technologie ist nicht nur für Endanwender in der Windkraft interessant, sondern bietet zudem die Möglichkeit trockene Kohlefaserpreforms für den Automotive Sektor zu fertigen. Erste Gespräche für Spin-Off Projekte haben bereits statt gefunden. In diesem Zusammenhang ist zudem eine Verknüpfung der Legetechnologie mit der EVo-RTM-Prozesskette zur Schaffung einer durchgängigen Fertigungskette eine interessante Option.

Das aktuell in Beschaffung befindliche 20m Rotorblattwerkzeug soll zunächst in SmartBlades 2 zur Fertigung von vier Rotorblättern verwendet werden. Darüber hinaus kann es jedoch auch für weitere Fertigungsversuche von Trockenfaserpreforms wie Wurzelpreforms oder Gurten weiter genutzt werden.

Task 2.2.1 Dimensionierung von Moveables

Schlussbericht Projekt SmartBlades

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Aufbau von Wissen und fachlicher Kompetenzen bei der Modellierung von WEA-Rotorblättern und der Simulation von WEA

Modifikationen am DLR-eigenen Rotorsimulationsprogramm S4 für die Anwendung auf dem Gebiet der WEA-Simulation auch für andere WEA-Projekte (LARS, WindMuSE, RoDeO) von großem Nutzen

Implementierung der Methoden zur Berechnung der Blattlasten auch über die Anwendung auf dem Gebiet der WEA hinaus von Nutzen (z.B. Entwicklung von neuen (Modell-)Rotorblättern von Drehflüglern)

Ausbau der Modellierungsfähigkeiten entscheidend für erfolgreiche Teilnahme an Nachfolgeprojekt Smart Blades II

Task 2.2.4 Regelung der Moveables zur Lastminderung

Sowohl durch Modifikationen an S4 in Task 2.2.1 als auch Modellierungen für S4-SIMPACK-Kopplungssimulation in Task 2.2.4 wurden fachliche Kompetenzen auf dem Gebiet der Modellierung und Simulation von WEA aufgebaut, die nicht nur in anderen Windkraft-Projekten (WindMuSE, LARS, RoDeO) von großem Nutzen sein werden, sondern auch in Luftfahrtprojekten (z.B. DigitalX).

Aufgebaute Kompetenzen in der Reglerentwicklung …

… werden in anderen WEA-Projekten genutzt (WindMuSE, LARS , RoDeO, SmartBlades II)

… stärken nachhaltig Akquise-Möglichkeiten des DLR auch auf europäischer Ebene

Nach dem Aufbau des Windenergieanlagen Forschungswindparks DFWind ist geplant Regler zur Lastminderung in die Erprobung auf den Forschungsanlagen des DLR zu bringen.

Die Tasks 2.2.3 Grobe Strukturkonzepte für Moveables; 2.2.5 Detailliertes Strukturkonzept für Moveables; 2.2.7 Blattauslegung für Moveables; 2.3.1. Bau von Komponenten; 2.3.2 Aufbau von aktiven Komponenten und 2.3.3 Versuchsdurchführung haben es zum Ziel gehabt, ein Demonstrator eines Rotorblattsegments mit aktiver Hinterkante aufzubauen, das die Machbarkeit des Konzepts zeigen und die Validierung der entwickelten Strukturmodelle gewährleisten sollte.

Task 2.2.10 Strukturmodellierung und Dimensionierung

Ohne Lastenrechnung und der Berücksichtigung kritischer Klappenlasten sind die Ergebnisse begrenzt nutzbar

Die Simulationsmodelle können allerdings für Folgearbeiten in diesem Bereich genutzt werden, wenn diese Lasten bereitgestellt werden eine Technologiebewertung ist dann möglich

Task 3.1.1 Werkstoffuntersuchung für adaptiven Vorflügel

Die hier untersuchten Kennwerte dienen der Bearbeitung weiterer Arbeitspakete des Projekts

Task 3.2.1 Strukturkonzept für adaptiven Vorflügel / Task 3.2.3: Detailliertes Strukturkonzept für adaptiven Vorflügel / 3.3.1: Bau des Windkanalmodells

Windkanalmodell mit adaptiven Vorflügel wird für Windkanaluntersuchungen in SBI genutzt

Windkanalmodell kann für Windkanaluntersuchungen in einem möglichen SBII verwendet werden

Erarbeitete Auslegungstools des adaptiven Vorflügels können für Auslegungen und Untersuchungen in anderen Maßstäben (z.B. Full-Scale) verwendet werden.

Erarbeitete Auslegungstools können zur Auslegung ähnlicher adaptiver Strukturen verwendet werden.

Bisherige Darstellung der Ergebnisse auf folgende Konferenzen:

SmartBlades Conference 2015 in Oldenburg

Mögliche zukünfitge Darstellung der Ergebnisse auf folgenden Konferenzen:

o

SmartBlades Conference 2015 in Stade

o

DLRK 2016

o

DLRK 2017

4.

des während der Durchführung des Vorhabens dem ZE bekannt gewordenen Fortschritts auf dem Gebiet des Vorhabens bei anderen Stellen

Im Nachfolgenden sind die bekannt gewordenen Fortschritte auf dem Gebiet des Vorhabens (taskweise) aufgeführt.

Task 1.1.8 Materialsysteme für anisotrope Blätter

Binder:

Für die Pulverbinder liegen keine neuen Erkenntnisse vor.

Reaktive Flüssigbinder werden als Alternative intensiv von Harzherstellern untersucht. Diese könnten für den automatisierten DFP-Prozess interessant sein. Radar:

Hinsichtlich der Radarabsorption liegen keine neuen Erkenntnisse vor.

Task 1.2.1 Fertigungsgerechte Bauweisen für Blätter mit Kopplung

1.2.1.1 Optimierung des Laminataufbaus

Referenz: [1] Sorensen et al.,2011,Optimisation of composite structures using lamination parameters in a finite element

application

Abgrenzung: Methode erweitert den Ansatz von [1] und um die Überführung von Optimierten Steifigkeiten in einen diskreten Lagenaufbau

1.2.1.2 Dapiersimulation

[2] Hamila, 2008, Simulations of textile composite reinforcement draping using a new semi-discrete three node finite element

Im Vergleich zu [2] und anderen wird keine Finite Element Modellierung für die Drapiersimulation benötigt, die Graphentheorie wird verwendet – Der SotA geht immer mehr zu komplexen FE Simulationen, der verfolgte Ansatz ist zeit und kosteneffizient einsetzbar.

Für Rotorblätter wurde kein aktuellerer, vergleichbarer Ansatz gefunden

Subtask 1.2.7.2 AE Tailoring: Analyse dynamischer Kräfte 80m; Optimierte Struktur 80m; parametrisches Strukturmodell 80m

Schlussbericht Projekt SmartBlades

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Structural design of a novel aeroelastically tailored wind turbine blade, Capuzzi M., Pirrera A., Weaver P., Thin- Walled Structures, vol 95, 2015

Multidisciplinary design optimization of offshore wind turbines for minimum levelized cost of energy, Ashuri T., Zaaijer M., Martins J., van Bussel G., van Kuik G., Renewable Energy, 2014

Task 1.4.1 Verbundprozess für anisotropes Rotorblatt mit trockener Faserablage

Voith Composites GmbH [VDMA Nachrichten 09 | 15] Direktfaserablage zur Verschlankung der Wertschöpfungskette

Task 2.2.1 Dimensionierung von Moveables

Abgleich der eigenen Unteruchungen mit Parametrischen Untersuchungen zur Wirksamkeit von Klappensteuerungen Jaione Ortega Gómez Parametric study of a DU 08-W-180-6.5 airfoil equipped with a rigid flap, Deliverable zu Task 2.1.4 der Uni-Hannover

Verwendung der Vorläufigen Geometrie des Referenzblatts des Fraunhofer IWES (R. Braun)

Nutzung der aerodynamischen Untersuchungen zu Kappenwirksamkeiten an den Aufbauprofilen des SmartBlades Referenzblattes (Deliverables 2.2.2.1 / 2.2.2.2 / 2.2.2.3 / 2.2.2.4 von J. Wild & A. Manso Jaume, DLR-AS) zur Validierung des eigenen aerodyn. Klappensimulationsmoduls in S4

Verwendung von Daten der IWES Wind Turbine IWT-7.5-164 Spezification des Fraunhofer-IWES (Del. 4.2.2.1 / 4.4.1.1 von A. Sevinc et. al) für Modellierung der Blätter

Task 2.2.4 Regelung der Moveables zur Lastminderung

Verwendung von Daten der IWES Wind Turbine IWT-7.5-164 Spezification des Fraunhofer-IWES (Del. 4.2.2.1 / 4.4.1.1 von A. Sevinc et. al) für Modellierung des Simulationsmodells auf SIMPACK-Ebene sowie für die Reglerentwicklung (Pitch-Regler)

Implementierung des FEM-Modells des Klappenrotors aus Deliverable 2.2.10.1 (FEM Modell, C. Willberg, FA-STM) in SIMPACK

Nutzung von Informationen zur Basissteuerung aus Del. 2.1.6.3 (Supervisory control for trailing edge flap von R. Ungurán, ForWind – Uni Oldenburg).

5.

der erfolgten oder geplanten Veröffentlichungen des Ergebnisses

Im Nachfolgenden sind die erfolgten und geplanten Veröffentlichungen des DLR-Konsortiums (taskweise) aufgeführt.

Task 1.1.1 Prozessierbarkeit der winkelgenauen, gerichteten Fixierung großer textiler Halbzeuge

Vogel, A. (2014): Konzepterstellung eines Preformwerkzeuges mit formvariabler Geometrie, Studienarbeit.

Abstract: Formvariables Drapierwerkzeug (2014)

Deliverable Task 1.1.1.1: Prozessierbarkeit der winkelgenauen, gerichteten Fixierung großer textiler Halbzeuge /Geeignete Methode zur Trockenablage für 1.4.1 (2015)

Deliverable Task 1.1.1.2: Infusionskonzept für Blätter mit anisotropen Anteilen (2015)

Abstract: Task 1.1.1: Processability of the angle directed fixation of large textile semi-finished / suitable method of dry stacking (2016)

Poster: Task 1.1.1: Processability of the angle directed fixation of large textile preforms (2016)

Task 1.1.8 Materialsysteme für anisotrope Blätter

S. Schmidt, T. Mahrholz, A. Kühn, P. Wierach: Powder binders used for the manufacturing of wind turbine rotor blades. Part 1: Characterisation of resin-binder interaction and preform properties, Polymer Composites (2016) (accepted).

S. Schmidt, T. Mahrholz, A. Kühn, P. Wierach: Powder binders used for the manufacturing of wind turbine blades. Part 2:

Mechanical effects on the performance of glass fibre reinforced composites, Polymer Composites (2016) (planned).

Y. Grohmann, F. Kruse, A. Kühn, N. Stoffers, T. Mahrholz: Mobile Direktfaserablage für die automatisierte Fertigung von Rotorblättern von Windenergieanlagen, Lightweight Design (2016) (accepted).

Y. Grohmann, N. Stoffers, A. Kühn, T. Mahrholz, S. Schmidt, F. Kruse: Reducing manufacturing costs by direct roving placement, ICCM conference contribution (2015).

Y. Grohmann, N. Stoffers, A. Kühn, T. Mahrholz, F. Kruse: Development and qualification of the Direct Roving Placement technology (DRP), ECCM Conference contribution (2016) (planned)

Poster DEWEK 2015 / Optimized Materials Radarabsorption

Optimized Materials Radarabsorption weitere Veröffentlichung geplant.

Task 1.2.1 Fertigungsgerechte Bauweisen für Blätter mit Kopplung

S. Dähne, H. Köke, E. Werthen (DLR): „Design of bendTwist coupled rotor blades tailored to manufacture“, SmartBlades Conference 2016, Stade

Anteilige Nutzung der Ergebnisse für spätere Veröffentlichungen z.B. in Smart Blades 2

Task 1.2.2 Aerodynamik für Strömungs-Strukturkopplung

M. Imiela: ”Prediction of aerodynamic loads for the SB80 rotor”, SmartBlades Conference 2016, Stade

Task 1.4.1 Verbundprozess für anisotropes Rotorblatt mit trockener Faserablage

DEWEK2015, Paper eingereicht

FVWE Kolloquium 2015, Paper und Vortrag

ICCM2015, Paper eingereicht

Lightweight Design, Veröffentlichung in der Ausgabe 02/2016

ECCM2016 in München, Abstract eingereicht

Task 2.2.1 Dimensionierung von Moveables

Oltmann, N.-C.; „Active Trailing Edge Flap Configurations for Load Reduction of Wind Turbines”, FVWE Kolloquium 2014 am 12.11.2014 in Braunschweig, Veröffentlichung in der IOP Conference Series sollte im April 2015 erfolgen

Schlussbericht Projekt SmartBlades

6 A von 10

Task 2.2.4 Regelung der Moveables zur Lastminderung

In Ermangelung von derzeit vorzeigbaren Ergebnissen wurden bislang keine Veröffentlichungen im Bereich der Reglerentwicklung zur Lastminimierung gemacht.

Unabhängig davon aber derzeitig ohne konkrete Pläne wird DLR-FT Ergebnisse publizieren, sobald sie vorliegen.

Task 2.2.10 Strukturmodellierung und Dimensionierung

Willberg, C. & Heinecke, F. Parametrische Multi-skalen Modellierung für Klebschichten im Gesamtentwurf von Windrotorblättern Kolloquium Forschungsverbund Windenergie FVWE 2014, Braunschweig, 2014

Task 2.2.5 Grobe Strukturkonzepte für Moveables /Task 2.2.7 Blattauslegung für Moveables /Task 2.3.1. Bau von Komponenten/ Task 2.3.2 Aufbau von aktiven Komponenten/ Task 2.3.3 Versuchsdurchführung

M. Pohl: „Structural Design of a Flexible Trailing Edge“, SmartBlades Conference 2015 in Oldenburg

M. Pohl: “Lightweight flexible trailing edge demonstrator for wind energy turbines”, SmartBlades Conference 2016 in Stade

Task 3.2.1 Strukturkonzept für adaptiven Vorflügel /Task 3.2.3: Detailliertes Strukturkonzept für adaptiven Vorflügel /3.3.1: Bau des Windkanalmodells

O. Huxdorf: “Conceptual and structural design of a flexible leading edge slat”, SmartBlades Conference 2015 in Oldenburg

O. Huxdorf: “Design of an adaptive slat on wind energy rotor blades for wind tunnel investigations”, SmartBlades Conference 2016 in Stade

Schlussbericht Projekt SmartBlades

7 A von 10

Berichtsblatt

1.

ISBN oder ISSN

2. Berichtsart

 

Abschlussbericht

3a. Titel des Berichts Schlussbericht SmartBlades

 

3b. Titel der Publikation

 

/

4a. Autoren des Berichts (Name, Vorname(n)) Johannes Riemenschneider, Jan Teßmer, Ceyda Icpinar

5.

Abschlussdatum des Vorhabens

30.4.2016

 
 

6.

/

Veröffentlichungsdatum

4b. Autoren der Publikation (Name, Vorname(n))

/

 

7.

Form der Publikation

keine

 

8.

Durchführende Institution(en) (Name, Adresse)

9.

Ber. Nr. Durchführende Institution

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.

/

Programmdirektion Energie (PD-E) Linder Höhe, 51147 Köln

 

10.

Förderkennzeichen *)

0325601 A

 

Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik (AS) Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik (FA, Federführend)

11a. Seitenzahl Bericht

Institut für Flugsystemtechnik (FT) Lilienthalplatz 7, 38108 Braunschweig

 

10

 

Institut für Aeroelastik (AE) Bunsenstr. 10, 37079 Göttingen

11b. Seitenzahl Publikation

 
 

12.

Literaturangaben

14.

Tabellen

13.

Fördernde Institution (Name, Adresse)

   

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) 11019 Berlin

15.

Abbildungen

16.

Zusätzliche Angaben

 

Part III ist vertraulich zu behandeln.

17.

Vorgelegt bei (Titel, Ort, Datum)

 

S. Hackhofer, Jülich,

18.

Kurzfassung

In der Windenergiebranche geht der Trend zu immer größeren Rotorblättern, die aufgrund des fluktuierenden und heterogenen Windfeldes sehr starken dynamischen Belastungen ausgesetzt sind. Im Rahmen des Verbundvorhabens werden drei verschiedene Rotorblattkonzepte untersucht, deren Wirkprinzipe darin bestehen, die aerodynamischen Verhältnisse am Rotorblatt durch aktive und passive Mechanismen zu verändern und die Struktur zu entlasten. Während zurzeit die Demonstration der Machbarkeit durch Subkomponenten-Hardwaretests und der numerische Nachweis der Effizienz von Smart- Blade-Methoden im Fokus stehen, besteht das über die Projektdauer hinausgehende strategische Ziel darin, Smart Blades full- scale zu demonstrieren. Hierzu werden im aktuellen Projekt bereits Testvorbereitungen Vorbereitungen durchgeführt getroffen und Fertigungsunterlagen erstellt.

19.

Schlagwörter

Rotorblatt; Rotor; Lastreduktion; Regelung; Passive Regelung; Biege-Torsions-Kopplung; Geometrische BTK; Strukturelle BTK; Aktive Regelung; Aktive Hinterkante; Moveables; Starrer Vorflügel, Adaptiver Slat; Integrierter Vorflügel; Bewertung; Zuverlässigkeit; Referenz, Referenzanlage, Referenzrotorblatt; Demonstrator; Bauform; Fertigung

20.

Verlag

/

21.

Preis

/

Schlussbericht Projekt SmartBlades

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[Leere Seite]

Anhang B

Schlussbericht IWES

[Leere Seite]

Schlussbericht B

Schlussbericht IWES

Zuwendungsempfänger Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik

Förderkennzeichen:

0325601 B

Vorhabenbezeichnung: SmartBlades

Laufzeit des Vorhabens: 39 Monate

Berichtszeitraum: 01.12.2012 bis 29.02.2016

Part I: Kurze Darstellung

1. Aufgabenstellung

1.1

Gesamtziel (der Organisation)

Innerhalb des beantragten Projekts war eine der zentralen Aufgaben des Fraunhofer IWES, das Referenzblatt und passive Smart Blades zu entwickeln. Dazu wurden alle notwendigen Modelle erarbeitet und experimentell validiert sowie die bestehende Software OneWind entsprechend erweitert. Der Fokus, sowohl bei der Software als auch beim Konstruktionsentwurf der passiven Smart Blades, lag auf der industriellen Anwendbarkeit und Realisierbarkeit. Dazu wurden die folgenden Themenpakete bearbeitet:

 

Blattentwurf: Es wurden das Referenzblatt und passive Smart Blades ausgelegt. Um das aeroelastische Verhalten und die Kopplungseffekte abbilden zu können, wurden die aerodynamische Auslegung, die Lastrechnung, der Strukturentwurf und die „Pitch“-Regelung bestmöglich vernetzt. Zusätzlich wurden für aktive Smart Blades mehrteilige Profile entwickelt. Zur Analyse am Rechner wurde das eigene Softwarepaket OneWind erweitert und weiterentwickelt.

Strukturmodelle & Prüfverfahren: Zur Schaffung eines umfassenden Verständnisses des komplexen Strukturverhaltens bei Smart Blades wurden Werkstoffmodelle erstellt und Komponentenprobekörper gebaut, welche repräsentativ für Smart Blades sind. Anhand der experimentellen Ergebnisse aus der Material- und Komponentenprüfung wurden diese Modelle validiert.

Simulation: Es wurden neue Verfahren zur Bestimmung des aeroelastischen und des veränderlichen aerodynamischen Verhaltens von Smart Blades entwickelt und die Auswirkungen auf die Dynamik der Gesamtanlage untersucht.

Technologiebewertung: Basierend auf der Gesamtanlagenbetrachtung wurden das technologische und wirtschaftliche Potential der unterschiedlichen Technologien bewertet und verglichen.

Die Abteilung Lastrechnung und Systemdynamik (IWES-LuS) befasst sich mit Windenergieanlagen primär aus der numerischen Sicht. Dies schließt die Erforschung des Systemverhaltens auch unter speziellen Belastungen ein. Durch die eigene Entwicklung der dazu verwendeten Software OneWind ist die einfache Integration von neuartigen Konzepten wie Smart Blades in die Lastrechnung möglich.

Das Fraunhofer IWES ist bundesweit die einzige Forschungseinrichtung mit einem detaillierten Einblick in das Strukturverhalten ganzer Rotorblätter. IWES-MuS (Materialcharakterisierung und Strukturanalyse) beschäftigt sich ebenfalls mit dem Entwurf, der Fertigung sowie der Prüfung von Faserverbundkomponenten. Sie sind erforderlich, um statt reinem Werkstoffversagen auch strukturelle Versagensformen identifizieren zu können, die z.B. durch spezielle Werkstoffkombinationen, Geometrien oder Faserarchitekturen hervorgerufen werden. Die Ermüdungsprüfung von Klebnähten mittels Biegebalken zeigt, dass sich ein Schadensbild einstellt, das auch in der Ganzblattprüfung beobachtet wird. Für die Auslegung und Strukturanalyse von Rotorblättern wurde ein Programm zur nichtlinearen Ermüdungsberechnung entwickelt und in ein dreidimensionales FE- Schalenmodell integriert.

Die Abteilung Aerodynamik, CFD und stochastische Dynamik (IWES-CFSD) entwickelt in enger Abstimmung mit FW-TWiSt den CFD-Code OpenFOAM für die Nutzung in der Windenergie. Dieser wird zur aerodynamischen Simulation verwendet, z. B. um dreidimensionale Strömungseffekte zu identifizieren und die Blattgeometrie dementsprechend anzupassen.

Die verschiedenen Abteilungen des Fraunhofer IWES verfügen über alle zur Erfüllung der übernommenen Aufgaben notwendigen Kompetenzen sowie über Einrichtungen zur Fertigung und Prüfung von Materialproben, Komponenten und ganzen Blättern. Einige Mitarbeiter verfügen über langjährige Erfahrung aus der Windindustrie oder der Windenergieforschung.

1.2

Bezug zu den förderpolitischen Zielen (der Organisation)

Der Bezug der Aufgabenstellung zu den förderpolitischen Zielen des IWES lässt sich im Anhang des Technologie-Berichts finden.

1.3 Wissenschaftliche und technische Arbeitsziele (der Organisation)

Der Umfang der wissenschaftlichen Fragestellungen und die Spanne zwischen grundlegender und angewandter Forschung mit dem Ziel einer schnellen industriellen Nutzung stellen hohe Anforderungen an die Kompetenz und die Ausstattung eines Forschungsverbunds. Die Kooperation aus den ForWind-Universitäten Hannover und Oldenburg, Fraunhofer IWES und DLR bündelt die wissenschaftlichen Schwergewichte der zugehörigen Disziplinen. Dieser Verbund stellt eine technisch und zeitlich angemessene Projektdurchführung sicher und ermöglicht einen besseren Wissens- und Erfahrungsaustausch.

Während der gesamten Projektlaufzeit wurde kontinuierlich ein umfassendes Verständnis aerodynamischer und aeroelastischer Effekte und des strukturellen Kopplungsverhaltens erweitert oder aufgebaut. Diese neuen Erkenntnisse wurden und werden im Rahmen von Vorträgen auf nationalen und internationalen Konferenzen sowie in Veröffentlichungen in internationalen

 

Fachzeitschriften in den wissenschaftlichen Diskurs eingebracht.

 

Da jedoch die Veröffentlichung von Projektergebnissen der Anmeldung von Schutzrechten und Patenten unterzuordnen ist, wurde ein klarer Freigabeprozess für Veröffentlichungen definiert. Wie in der Beschreibung des Gesamtvorhabens an gleicher Stelle erwähnt, wurde diese Freigabeprozedur kurz nach Projektbeginn eingerichtet.

 

Bislang bestand zwischen dem reinen Materialverhalten und dem strukturellen Verhalten eines ganzen Rotorblattes noch eine Wissenslücke. Die Komponentenprüfung trug maßgeblich dazu bei, diese Lücke zu schließen, da Effekte, die nur in einer Gesamtstruktur auftreten, unter wohldefinierten Parametern getestet werden konnten.

Durch die konsequente Umsetzung der Modellierungs- und Simulationsarbeiten im Software-Framework OneWind ist es möglich, diese kurzfristig (ab Projektabschluss) in zukünftigen Forschungsarbeiten zu nutzen und weiterzuentwickeln. Aufgrund des in die Gesamtanlagensimulation integrierten Rotorblattdesigns wurden neue Wege im Bereich des Entwurfs von Windenergieanlagen beschritten und Einsparpotentiale aufgezeigt.

Durch die Veröffentlichung des Referenzblattes wurde der wissenschaftlichen Öffentlichkeit die Möglichkeit gegeben, in Bezug auf dieses Blatt, weitere aerodynamische und strukturelle Entwicklungen auf den Weg zu bringen. Das Blatt bietet somit für die Wissenschaft eine Grundlage für die weitere Forschung.

Durch die Zusammenarbeit von ForWind, Fraunhofer IWES und DLR im Projekt „Smart Blades“ wurde die Attraktivität dieser Forschungseinrichtungen gesteigert und auch die Forschungstätigkeit auf internationaler Ebene unterstützt.

2.

Voraussetzungen, unter denen das Vorhaben bei der jeweiligen Organisation durchgeführt wurde

Die durch Smart-Blade-Technologien zu erwartende Senkung der Energieerzeugungskosten stellt einen klaren Wettbewerbsvorteil dar und ist somit direkt industriell vermarktbar. Da die aeroelastischen Effekte und die Auswirkungen struktureller Kopplungseffekte in der wissenschaftlichen Gemeinde noch nicht voll verstanden waren, war es das Ziel der umfassenden Forschungsvorhaben am Fraunhofer IWES, diese Effekte detailliert zu untersuchen, beschreibende Modelle zu entwickeln und der Industrie kurz- bis mittelfristig (2-3 Jahre nach Projektende) in Entwurfsrichtlinien zugänglich zu machen. Das gut aufgestellte Projektkonsortium übernahm dabei die Forschungsanstrengungen, die ein Windenergieunternehmen alleine nicht stemmen könnte, von denen aber die gesamte Branche unmittelbar profitiert. Das wirtschaftliche und technische Risiko für die Anlagenhersteller wurde insbesondere durch zahlreiche Prüfeinrichtungen und die dadurch möglichen Modellvalidierungen drastisch reduziert. Die Investitionen in Prüfmaschinen erlaubten eine besonders kurzfristige wirtschaftliche Verwertung, da die neu zu entwickelnden Komponentenprüfungen auch die Entwicklungszeit konventioneller Rotorblätter senken und das Schadensrisiko für die Betriebszeit signifikant reduzieren. Dies betrifft insbesondere die Prüfmaschine für dicke Laminate, aber in annähernd gleicher Weise auch die Zug/Druck-Torsionsprüfmaschine und den Hydraulikzylinder für die Komponentenprüfung. Passive Smart Blades benötigen keine Aktoren und keine sonstige Zusatzausstattung im Blatt. Da sie zusätzlich die „Pitch“- Aktivität reduzieren haben sie das Potential besonders zuverlässig zu funktionieren und damit Wartungs- und Reparaturkosten insbesondere Offshore zu senken. Das entworfene Referenzblatt wird im Anschluss an das Projekt mit allen Daten der Öffentlichkeit zur freien Verfügung gestellt. Damit steht der Industrie ein aktueller Vergleichsentwurf für eigene Entwicklungen bereit, an dessen Beispiel eigene Tools ausprobiert und eigene Blattentwicklungen vorangetrieben werden können.

Das zur Beschreibung des Werkstoffverhaltens entwickelte Ermüdungsmodell (Task 1.1.2) wird mittelfristig (3-4 Jahre) in den Strukturentwurf industrieller Rotorblätter einfließen können. Zudem wird es genauso für die Bauteilauslegung anderer Branchen nutzbar sein. Die entwickelten Verfahren zur Lastbestimmung von passiven und aktiven intelligenten Rotorblättern werden das Verständnis der Ingenieure in diesem Bereich erhöhen. Die in diesem Projekt entstandenen numerischen Modelle sind einzigartig und bieten dem Fraunhofer IWES durch die Integration in das Software-Framework OneWind mittelfristig neue Verdienst- und Dienstleistungsmöglichkeiten im Bereich der Lastrechnung und des Rotorblattdesigns. Darüber hinaus stellt die Integration der Regelungsalgorithmen in OneWind ebenfalls ein Alleinstellungsmerkmal dar, so dass es erstmals möglich ist, ganzheitliche Simulationen von Windkraftanlagen mit intelligenten Rotorblättern durchzuführen. Nationale und internationale Kunden können bei der Abschätzung der Auswirkungen von intelligenten Rotorblättern auf die Gesamtanlagendynamik beraten werden. Durch die Erstellung eines Dimensionierungs- und Optimierungsverfahrens für Rotorblätter innerhalb des Software-Frameworks OneWind ist es aufgrund der dort umgesetzten konsistenten Modellierung möglich, Rotorblattdesign und Gesamtanlagensimulation in einem Werkzeug anzubieten, wodurch sich erhebliche Kosteneinsparungen im Designprozess realisieren lassen. Darüber hinaus wurde im Verlauf dieses Projekts die Anwendbarkeit und Industrietauglichkeit der Software OneWind insbesondere in Hinsicht auf die Erweiterbarkeit für neuartige Technologien unter Beweis gestellt. Dadurch lässt sich die Akzeptanz dieser Software erhöhen und die Verdienstmöglichkeiten steigern. Das Projekt sicherte Arbeitsplätze beim Fraunhofer IWES und hat für die Projektdauer in Zusammenarbeit mit Universitäten die Möglichkeit von Bachelor- und Masterarbeiten geschaffen. Da ein Großteil der Forschungstätigkeiten im Rahmen von Promotionen durchgeführt wurde, steht dem Arbeitsmarkt hochqualifiziertes Personal mit umfassender Branchenerfahrung zur Verfügung.

3. Planung und Ablauf des Vorhabens bei der jeweiligen Organisation

 

Die aufgeführten Ziele wurden durch Arbeiten in verschiedenen Tasks erreicht. Mit der dreistelligen Tasknummer lässt sich jeder Task in die Matrixstruktur des Gesamtprojekts einordnen, die in folgender Tabelle zu finden ist. Die Tasks 1.3.2 bzw. 4.2.2 lassen sich beim originalen Teilvorhabenantrag nicht finden, da diese ursprünglich als Tasks des Partners FW-LUH eingeplant waren.

 

Task

Titel

Abteilung

 
 

Technologie 1: Passive Smart Blades

 

1.1.2

Ermüdung anisotroper Aufbauten

IWES-MuS

1.1.4

Dimensionierungs- und Optimierungsverfahren für Rotorblätter

IWES-LuS

1.1.5

Verlässliche Regelung von Multimegawatt-WEA mit passiven Smart Blades

IWES- LuS

1.1.6

Analytische Verfahren zur Lastbestimmung mit passiven Smart Blades

IWES- LuS

1.2.3

Biege-Torsions-Kopplung durch strukturelle Anisotropie

IWES-MuS

1.3.1

Komponententests

IWES-MuS

1.3.2

Material- und Komponentenprüfungen

IWES-MuS

   

Technologie 2: Smart Blades mit aktiver Hinterkante

     
 

2.1.2

Analytische Verfahren zur Lastbestimmung mit aktiven Smart Blades

 

IWES- LuS

 

2.1.3

Verlässliche Regelung von Multimegawatt-WEA mit aktiven Smart Blades

IWES- LuS

 

Technologie 3: Smart Blades mit aktivem Vorflügel

   
 

3.2.4

Entwicklung und Optimierung mehrteiliger Profile

 

IWES-CFSD

 

Thema 4: Querschnittthemen

   
 

4.2.1

Aerodynamischer und struktureller Entwurf des Referenzrotorblatts

 

IWES-MuS

 

4.2.2

Integriertes Blattdesign

 

IWES-MuS

 

4.2.3

Aerodynamische Auslegung und Optimierung des Referenzblattentwurfs

IWES-CFSD

 

4.4.2

Bewertung der Auswirkung auf die Gesamtanlage

 

IWES- LuS

Der Zeitplan für die vom Fraunhofer IWES eingebrachten Tasks orientierte sich an den Meilensteinen des Projekts. Das Fraunhofer IWES war zusammen mit FW-LUH für den Entwurf des Referenzrotorblattes verantwortlich, das als Grundlage für viele weitere auch bei ForWind und DLR angesiedelte Tasks benötigt wurde.

In Rahmen der Technologie 1 wurde die Ermüdung anisotroper Aufbauten (T.1.1.2) während der gesamten Dauer des Projekts untersucht: bis zum Q3/2014 wurde die Auslegung der Halterung bzw. des Coupons bestimmt; die Testkampagne hat vom Q1/2014 bis zum Ende des Vorhabens stattgefunden. Die Dimensionierungs- und Optimierungsverfahren für Rotorblätter (T.1.1.4) wurden im Q4/2014 definiert, was die Entwicklung von verlässlicher Regelung von Multi-MW-WEA mit passiven Smart Blades (T.1.1.5) zwischen Q4/2013 und Q4/2015 erlaubte. Die entsprechende Tätigkeit bei den analytischen Verfahren zur Lastbestimmung mit passiven Smart Blades (T.1.1.6) hat 2015 stattgefunden. Die Untersuchung der Biege-Torsions-Kopplung durch strukturelle Anisotropie (T.1.2.3) wurde in die zwei folgenden Phasen unterteilt: Die Entwicklung der Modelle bzw. Berechnungstools bis zum Ende 2013 und die Vorstudie/Strukturauslegung bis zum Ende 2015. Da die Material- bzw. Komponentenprüfung der Schwerpunkt des IWES bei der Technologie 1 war, wurden sowohl die Komponententests, bezüglich BTK-Balken und Gurt-Steg-Verklebungen (T.1.3.2), als auch die Prüfungen auf GBTK-Komponenten, dicker Laminate und gefertigte Blattausschnitte (T.1.3.3) ab Q3/2013 bis zum Ende des Projekts durchgeführt.

In Technologie 2 war das Fraunhofer IWES mit zwei Tasks zum Thema Lastrechnung und Regler-Implementierung vertreten. Aufgrund der Auslegung der Referenzanlage konnten ab Q3/2013 die analytischen Verfahren zur Lastbestimmung mit aktiven Smart Blades (T.2.1.2) bestimmt werden. Ab Q3/2014 bis zum Projektende wurde die verlässliche Regelung von Multi-MW- WEA mit aktiven Smart Blades (T.2.1.3) definiert, um im iterativen Zusammenspiel mit der Entwicklung der Moveables zum abschließenden Entwurf beizutragen.

Im Rahmen der Technologie 3 beschäftigte sich das IWES mit dem Task 3.2.4 und der numerischen Optimierung der Vorflügelstellung. Da dazu der erste Entwurf für das Windkanalmodell bereits zur Verfügung stehen musste, wurde der Task erst im Q4/2014 begonnen und bis zum Ende des Vorhabens durchgeführt.

Zu den Querschnittsthemen zählte das Referenzblatt, das vom Fraunhofer IWES bis zum Ende 2013 maßgeblich entwickelt wurde (T.4.2.1-2). Die aerodynamische Auslegung und Optimierung des Referenzblattentwurfs (T.4.2.3) bezog sich auf die gesamte Anlage, um detaillierte aerodynamische Hinweise für die Verbesserung des Entwurfs bis zum Q2/2015 vorzulegen. Die Bewertung der Auswirkung auf die Gesamtanlage (T.4.4.2) unterstützte die Entwicklung der Smart Blades in einem iterativen Prozess für die gesamte Dauer des Projekts, um mit der vergleichenden Technologiebewertung den Projektabschluss darzustellen.

 

4.

Wissenschaftlicher

und

technischer

Stand,

an

den

angeknüpft

wurde,

insbesondere

Angabe

bekannter

Konstruktionen

 

Die Vorarbeiten des IWES fokussierten sich vor allem auf die Themen der Technologie 1 und 4. Der wissenschaftliche und technische Stand der Technik des IWES lässt sich im Anhang des Technologie-Berichts finden.

5. Zusammenarbeit mit anderen Stellen:

 

Die Abteilung Materialcharakterisierung und Strukturanalyse IWES-MuS kooperierte umfassend mit dem Institut für Windenergiesysteme der Leibniz Universität Hannover (FW-LUH), um den Entwurf des Referenzblattes und der verschiedenen passiven Smart Blades in der Projektzeit zu bewerkstelligen. Zur Fertigung und Prüfung von Probekörpern, die zu den von FW- LUH bearbeiteten Themen gehören, erhielten die beteiligten Mitarbeiter Zugang zur Infrastruktur des Fraunhofer IWES. Dies förderte auch die enge Verzahnung zwischen Grundlagenforschung, angewandter Forschung und experimenteller Erprobung. Die aerodynamischen Entwürfe wurden zusammen mit IWES-CFSD und FW-TWiSt durchgeführt und die Lastrechnung wurde vom IWES-LuS beigesteuert. Die Abteilung IWES-LuS stellte mit der Lastrechnung eine Brücke zwischen Aerodynamik und Strukturentwurf zur Verfügung und arbeitete aus diesem Grund innerhalb der drei Technologien eng mit allen IWES-Abteilungen und mit dem DLR zusammen. Die Abteilung IWES-CFSD arbeitete thematisch eng mit FW-TWiSt zusammen und brachte ihre aerodynamische Expertise auch in die Modellbildung vom IWES-LuS und in die Entwürfe von IWES-MuS und FW-LUH ein.

 

Part II: Eingehende Darstellung

 
 

1.

Verwendung

der

Zuwendung

und

des

erzielten

Ergebnisses

im

Einzelnen,

mit

Gegenüberstellung

der

 

vorgegebenen Ziele

 

Die im Antrag gesetzten Ziele wurden im Wesentlichen erreicht. Eine eingehende Beschreibung der Ergebnisse befindet sich im Anhang des Technologie-Berichts. Eine zusammenfassende Beschreibung der Ergebnisse lässt sich im Erfolgskontrollbericht, Part III-§2 finden. Gegenüber der Antragsstellung gab es nur wenige Abweichungen. Diese werden in den folgen Abschnitten erläutert:

 

Beim Task 1.1.5 wurde die Arbeitsplanung als Maßnahme zur Aufholung des Rückstandes geändert, d.h. die Verwendung der Software Hawc2 statt OneWind und die Nutzung des direkten Regler-Entwurfs in Hawc2.

Grund hierfür war der damalige Stand der Entwicklung von OneWind, der die Simulation von intelligenten WEA noch nicht ermöglichte. Beim Task 1.2.3, 1.3.1 bzw. 1.3.2 wurden die Arbeitsplanungen geändert, da es zu Zeitverzögerungen bei der Abgabe der finalen Ergebnisse kam. Gründe hierfür waren zweifach: Erstens, die verspätete Beendigung der Auslegung des Blatts mit BTK, die in Kollaboration mit NREL überarbeitet wurde; Zweitens, die fehlende Übereinstimmung zwischen den Eigenschaften des gelieferten Prüfungsapparats und den Eigenschaften des erforderlichen Geräts. Beim Task 4.2.3 gab es eine Änderung in der Arbeitsplanung, da die instationäre Simulation sowie die Auswertung und Übergabe der Ergebnisse auf Basis des 80m-Blatts an Stelle des 20m-Blatts durchgeführt werden sollte. Grund hierfür war die größere Datengrundlage des 80m-Blatts, die eine Validierung durch die Ergebnisse der aeroelastischen Simulationen ermöglichte. Diese begrenzten Abweichungen hatten aber keine Auswirkungen auf den Erfolg des Gesamtprojekts.

2. Wichtigste Positionen des zahlenmäßigen Nachweises

Die veranschlagten Sachmittel und Personalmittel wurden planmäßig eingesetzt. Der größte Teil der Kosten wurde auf die Positionen „Personal“ und „technische Anlagen“ aufgeteilt. Die Personalkosten des IWES belaufen sich auf ca. 2.265.000 EUR. Die Investitionsmittel für Messungsapparate, Prüfmaschinen und Software führen zu dem Gesamtbetrag von ca. 912.000 EUR. Den genauen Nachweis der verwendeten Mittel bitten wir dem Schlussverwendungsnachweis zu entnehmen.

3. Notwendigkeit und Angemessenheit der geleisteten Arbeit

Wie unter II.1 beschrieben wurden die geplanten Arbeiten durchgeführt und waren zur Erreichung der Ziele notwendig und angemessen.

4. Voraussichtlicher Nutzen, insbesondere der Verwertbarkeit des Ergebnisses im Sinne des fortgeschriebenen Verwertungsplans

Die Verwertbarkeit der Ergebnisse der IWES-Tasks lässt sich im Sinne des fortgeschriebenen Verwertungsplans wie folgt beschreiben. Aus der im Task 1.1.2 erworbenen Erfahrung im Fall, wenn die Spannungs- bzw. die Laminat-Richtung nicht aneinandergereiht sind, kann abgeleitet werden, dass die Bindemittel eine große Rolle für die Bestimmung der Festigkeitseigenschaften der Verbundwerkstoffe spielen. Deswegen lässt sich empfehlen, die Stärke des Verbundwerkstoff-Bindemittels sowohl mit statischen als auch dynamischen Tests schon bei der Design-Phase zu untersuchen. Das Hauptergebnis der Implementierung von Regelalgorithmen zur Regelung einer WEA mit intelligenten Rotorblättern ist die Anwendung dieser Algorithmen für die Lastrechnung bzw. für den stabilen Betrieb der WEA (siehe T.1.1.5). Möglicherweise sind die Anwendungsgebiete des Tasks 11.1.4-1.1.6 sowohl innovatives Blattdesign als auch zuverlässigere Lastrechnung. Aus Task 1.2.3 stammte eine Evaluation der strukturellen Biege-Torsions-Fähigkeit eines 80m-Blatts der 7.5MW Klasse, die für den aktuellen WEA-Markt sehr relevant ist. Die Ergebnisse des Tasks 1.3.1 zeigten, dass die Prüfung des Blattwurzelgelenks eine vernünftige Methode ist, um die bei der Laminatauslegung verwendeten Bruch-Kriterien (Zug, Spaltbruch, Lagerspannung und Scherbruch) zu verifizieren. Der Task 1.3.2 führte zu einer erweiterten Validierung der Auslegungs- und Materialmodelle und ist Grundlage für ein erweitertes Prüfprogramm für Rotorblattverbindungen im Rahmen des BTK-Konzepts. Dazu soll eine Validierung der Auslegung des Blattanschlusses beim 20m-Demoblatt im Rahmen des Folgeprojekts SB2.0 stattfinden. Die Ergebnisse des Task 2.1.2 lassen sich in weiteren Forschungsprojekten verwenden, da mit den neuen Funktionen in „Modelica“ individualisierte Lastrechnungen für Industriekunden angeboten werden können. Im Rahmen des Task 2.1.3 wurde das DLL-Interface zur Einbindung neuartiger Regler verwendet, dieses ermöglicht auf einfache Weise eine neue Regelung in die Simulation der OneWind Modelica Bibliothek einzubinden. Dies läßt die Simulation mit Stand-der-Technik Regelungen zu, wie zum Beispiel dem IWT-7.5MW Regler für Klappen oder dem Regler der DTU 10MW RWT. Weiterhin können die DLL- Schnittstellen verwendet werden, um DLLs von Industriepartnern im Rahmen von Industrieprojekten einzubinden. Durch das vorhandene Wissen über die Einbindung von DLLs kann prinzipiell jede Bibliothek eingebunden werden. Dieses Wissen soll zum Beispiel im Rahmen des SeaLOWT-Projekts verwendet werden, um externe Seeeismodelle an die Gesamtanlagensimulation zu koppeln. Die Implementierung und der Aufbau der Optimierung mit Gitterverformung, die beim Task 3.2.4 durchgeführt wurde, kann für andere Profile verwendet werden, die sowohl für Forschungszwecke als auch für die industrielle Anwendung genutzt werden und somit evtl. die Energiekosten reduzieren können. Die Entwicklung der Optimierung soll als Promotion und für diverse folgende Publikationen dienen. Die aerodynamische Auslegung und Optimierung des Referenzblattentwurfs und die Abschätzung der 3D-Rotationseffekte aus 3D-CFD-Simulationen in OpenFOAM haben in Task 4.2.3 stattgefunden. Die entsprechenden Ergebnisse können sowohl zu niedrigeren Unsicherheiten bezüglich der Energieerzeugungskosten, als auch zu aktuellen Vergleichsentwürfen für eigene Entwicklungen, für die Industrie führen. Im Anschluss daran wurden die Erkenntnisse auf nationalen und internationalen Konferenzen eingebracht und als Grundlage für die weitere Forschung vorgelegt. Außerdem können die instationären Simulationen mit Pitch-Regelung bzw. die Lasten-Beobachtung ein reduziertes technisches Risiko für die Anlagenhersteller ermöglichen. Die in den Tasks 4.2.1-4.2.2-4.4.2 entwickelten Regler bzw. die IWT-7.5MW Referenzwindenergieanlage werden veröffentlicht, um eine Abschätzung des Einsparpotentiales bei der Auslegung der restlichen Komponenten und Ermittlung der möglichen Leistungssteigerung der Gesamtanlage zu erlauben. Die oben erstellte Liste bildet die Basis für die Tätigkeiten, die im geplanten Projekt SB2.0 stattfinden sollen: Die Finalisierung und Überwachung des Strukturdesigns an Fertigungsrestriktionen; der Test eines BTK Blattes am Rotorblattprüfstand; die Erweiterung, Simulation und Adaption der Betriebsführung und Steuerung für die Versuchsanlage mit Demonstrationsblättern; die Instrumentierung der Versuchsanlage und der Rotorblätter; die Durchführung der Messung im Betrieb der Versuchsanlage und Datenauswertung; die aeroelastischen Simulationen, um einen Vergleich mit Versuchsdaten zur Validierung der Modelle zu erlauben; die Validierung von Methoden zur Simulation von instationären Effekten der Pitchregelung auf die Aerodynamik; die Komponentenprüfungen zur Evaluierung und Validierung von Ermüdungsmodellen für Klebverbindungen unter komplexer Beanspruchung; die Untersuchung der aerodynamischen Effekte zwischen starrem Blatt und flexibler Hinterkante in Rotation; die Effekte instationärer turbulenter Anströmung bei dynamischer Vorderklappe; Auslegung der Regler-Struktur für adaptive Steuerungen; die Untersuchung der Möglichkeiten des Retrofittings an existierenden Windenergieanlagen.

5. Während der Durchführung des Vorhabens dem ZE bekannt gewordenen Fortschritts auf dem Gebiet des Vorhabens bei anderen Stellen

Die dem ZE bekannt gewordenen Fortschritte auf dem Gebiet des Vorhabens bei anderen Stellen werden in der folgenden Liste erläutert:

Task 1.1.2, Alexander Krimmer: „Mikromechanische Modellierung von Fasergelege-Kunststoff-Verbunden auf Basis von Normprüfungen unter Berücksichtigung der in-situ-Eigenschaften der Matrix“. Universitätsverlag der TU Berlin ISBN 978-3-7983-2654-5.

Task 1.2.3, Optimierung der strukturellen Designparameter von Blättern der 10MW Klasse an der DTU (TORQUE

2016).

Task 2.1.2, „ATEFlap Aerodynamic Model, a dynamic stall modell including the effects of trailing edge flap deflection“ von Leonardo Bergami und Mac Gaunaa (Risø DTU).

Task 3.2.4:

o

E.M. Papoutsis-Kiachagias, A.S. Zymaris, I.S. Kavvadias, D.I. Papadimitriou, K.C. Giannakoglou. The continuous adjoint approach to the k–ε turbulence model for shape optimization and optimal active control of turbulent flows, Taylor & Francis Online, Engineering Optimization, Volume 47, Issue 3, 2015.

o

I.S. Kavvadias, E.M. Papoutsis-Kiachagias, G. Dimitrakopoulos, K.C. Giannakoglou. The continuous adjoint approach to the k–ω SST turbulence model with applications in shape optimization, Taylor & Francis Online, Engineering Optimization, Volume 47, Issue 11, 2015.

o

M. Towara, U. Naumann. A discrete Adjoint Model for OpenFOAM, Elsevier, ScienceDirect, Procedia Computer Science 18 429-438, 2013.

o

F. Grasso. Hybrid Optimization for Wind Turbine Thick Airfoils, AIAA 2012-1354, 2012.

Task 4.2.3:

o

Partitioned Fluid-Structure Interaction for Full Rotor Computations using CFD, Heinz, Dansis Seminar on Fluid-Structure Interaction, Roskilde, Denmark, 26th of March 2014, http://www.dansis.dk/Filarkiv/pdf-

filer/2014/FSI/Dansis_FSI_Presentation.pdf.

o

Li, Yuwei. "Coupled computational fluid dynamics/multibody dynamics method with application to wind turbine simulations." PhD (Doctor of Philosophy) thesis, University of Iowa, 2014.

http://ir.uiowa.edu/etd/468.

Task 4.4.2, Simulationsdaten wurden nach FWH geliefert und für die Technologiebewertung verwendet.

6. Erfolgte oder geplante Veröffentlichungen des Ergebnisses

Siehe Publikationsliste im Anhang.

Berichtsblatt

1.

ISBN oder ISSN

2.

Berichtsart

/

Abschlussbericht

3a. Titel des Berichts Schlussbericht SmartBlades

 

3b. Titel der Publikation

 

/

4a. Autoren des Berichts (Name, Vorname(n)) Daniele, Elia

5.

Abschlussdatum des Vorhabens

29.2.2016

 

6.

Veröffentlichungsdatum

/

4b. Autoren der Publikation (Name, Vorname(n))

7.

Form der Publikation

/

keine

8.

Durchführende Institution(en) (Name, Adresse)

9.

Ber. Nr. Durchführende Institution

Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.

/

10.

Förderkennzeichen

0325601 B

Zentral Verwaltung, B6 Forschungs- und Entwicklungsverträge Hansastraße 27c, 80686München

11a. Seitenzahl Bericht

10

Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik Am Seedeich 45, 27572 Bremerhaven

11b. Seitenzahl Publikation

/

 

12.

Literaturangaben

/

13.

Fördernde Institution (Name, Adresse)

14.

Tabellen

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) 11019 Berlin

/

15.

Abbildungen

/

16.

Zusätzliche Angaben:

Part III ist vertraulich zu behandeln.

 

17.

Vorgelegt bei (Titel, Ort, Datum)

S. Hackhofer, Jülich,

 

18.

Kurzfassung

In der Windenergiebranche geht der Trend zu immer größeren Rotorblättern, die aufgrund des fluktuierenden und heterogenen Windfeldes sehr starken dynamischen Belastungen ausgesetzt sind. Im Rahmen des Verbundvorhabens werden drei verschiedene Rotorblattkonzepte untersucht, deren Wirkprinzipien darin bestehen, die aerodynamischen Verhältnisse am Rotorblatt durch aktive und passive Mechanismen zu verändern und die Struktur zu entlasten. Während die Demonstration der Machbarkeit durch Subkomponenten-Hardwaretests und der numerische Nachweis der Effizienz von Smart-Blades zurzeit im Fokus stehen, besteht das über die Projektdauer hinausgehende strategische Ziel darin, Smart Blades in voller Größe (engl. „full-scale“) zu demonstrieren. Hierzu werden im aktuellen Projekt bereits Testvorbereitungen getroffen und Fertigungsunterlagen erstellt. Innerhalb des „SmartBlades“ Projekts wurden als zentrale Aufgaben des Fraunhofer IWES das Referenzblatt und passive Smart Blades entwickelt. Das Referenzblatt und passive Smart Blades wurden ausgelegt. Um das aeroelastische Verhalten und die Kopplungseffekte abbilden zu können, wurden die aerodynamische Auslegung, die Lastrechnung, der Strukturentwurf und die „Pitch“-Regelung bestmöglich vernetzt. Zusätzlich wurden für aktiven Smart Blades mehrteilige Profile entwickelt. Zur Analyse am Rechner wurde das eigene Softwarepaket OneWind erweitert und weiterentwickelt. Zur Schaffung eines umfassenden Verständnisses des bei Smart Blades vorhandenen komplexen Strukturverhaltens wurden Werkstoffmodelle erstellt und Komponentenprobekörper entwickelt, die repräsentativ für Smart Blades sind. Anhand der experimentellen Ergebnisse aus der Material- und Komponentenprüfung wurden diese Modelle validiert. Es wurden neue Verfahren zur Bestimmung des aeroelastischen und des veränderlichen aerodynamischen Verhaltens von Smart Blades entwickelt und die Auswirkungen auf die Dynamik der Gesamtanlage untersucht. Basierend auf der Gesamtanlagenbetrachtung wurden das technologische und wirtschaftliche Potential der unterschiedlichen Technologien bewertet und verglichen. Die passiven Smart-Blade-Technologien, d.h. sowohl die Geometrische- als auch die Strukturelle-Biege-Torsions-Kopplung (GBTC bzw. SBTC), die im Rahmen der Technologie 1 entwickelt wurden, ermöglichen eine Lastminderung an den Rotorblättern. Die Lastminderung führt einerseits zu einer Reduzierung des leistungsbezogenen Gewichts, anderseits ergibt sich die Möglichkeit einer Hoch-Skalierung des Rotors durch den Einsatz von längeren Blättern. In beiden Fällen lassen sich die Energieerzeugungskosten senken. Der Vergleich der verschiedenen Technologien, der in der Technologie 4 betrieben wurde, stellt den WEA-Herstellern die Modelle, Werkzeuge und Ergebnisse zur Verfügung, um die neue Generation von Rotorblättern in der Größenordnung von 10 MW zu entwickeln.

19.

Schlagwörter

Rotorblatt; Rotor; Lastreduktion; Regelung; Passive Regelung; Biege-Torsions-Kopplung; Geometrische BTK; Strukturelle BTK; Materialprüfung; Komponentenprüfung; OneWind Modelica Library; OpenFOAM; Aktive Regelung; Moveables; Starrer Vorflügel; Adaptiver Slat; Integrierter Vorflügel; Bewertung; Zuverlässigkeit; Referenz, Referenzanlage, Referenzrotorblatt; Demonstrator.

20.

Verlag

21.

Preis

/

/

Anhang C Schlussbericht FW-H

[Leere Seite]

Schlussbericht C

Schlussbericht ForWind / Leibniz Universität Hannover

Zuwendungsempfänger Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover

Förderkennzeichen:

0325601C

Vorhabenbezeichnung: Smart Blades Entwicklung und Konstruktion intelligenter Rotorblätter

Laufzeit des Vorhabens: 39 Monate

Berichtszeitraum: 01.12.2012 bis 29.02.2016

Part I: Kurze Darstellung

1.

Aufgabenstellung

1.1

Gesamtziel

Das Ziel der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, im Folgenden ForWind Hannover (FW-H) genannt, war ein maßgeblicher Beitrag zu der Entwicklung marktreifer Methoden und Analysewerkzeuge mit z.T. experimenteller Untermauerung. Dabei sollten wesentliche Vorarbeiten für die industrielle Markteinführung intelligenter Rotorblätter in verschiedenen Bereichen geleistet werden. Im Einzelnen wurden dabei die folgenden Ziele verfolgt:

 

Aeroelastik/Aeroakustik: Um Smart Blades mit aktiven Hinterkanten auslegen zu können muss das lokale Verhalten vorhergesagt werden können. Daher sollte das aerodynamische Verhalten von Profilen mit aktiven Hinterkanten sowie der Zusammenhang zwischen Lärmemission und Hinterkantenklappenregelung geklärt werden.

Entwurf und Optimierung: Es sollten mehrere Strukturen entworfen und ausgelegt werden, z.B. ein Referenzblatt und passive Blätter mit Biege-Torsions-Kopplung (BTK). Um Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten sollten die Entwürfe im Hinblick auf Topologie und Strukturaufbau optimiert werden.

Struktur- und Anlagendynamik: Ein aerodynamisches Modell für Hinterkantenklappen sollte in Matlab implementiert und für die Anlagensimulation zugänglich gemacht werden. Ferner sollte das dynamische Strukturverhalten flexibler Hinterkanten im Rahmen von Finite-Elemente-Simulationen analysiert werden.

Ermüdung: Das Verständnis des Ermüdungsverhaltens von Faserverbundlaminaten sollte vertieft werden. Hierfür sollten vorhandene Materialmodelle und Werkzeuge zur Ermüdungsanalyse angewendet werden.

Material- und Komponentenprüfung: In enger Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (Fraunhofer IWES) sollte ein grundlegendes Verständnis des für passive Blätter mit BTK sehr wichtigen mehraxialen Ermüdungsversagens sowie des Versagens von Gurtabschnitten und Blattwurzelausschnitten aufgebaut werden. Dafür waren sowohl zyklische Materialprüfungen als auch Komponentenversuche vorgesehen.

Bewertung: Im Rahmen einer Abwägung von Vor- und Nachteilen von Smart-Blade-Technologien sollte in Kooperation mit Fraunhofer IWES ein Referenz-Windenergieanlagen-Modell, das auch als Grundlage für die Anlagensimulation dienen sollte, spezifiziert und definiert werden. Außerdem sollten Strategien zur objektiven Bewertung der Technologien in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht als Entscheidungshilfe für zukünftige Entwicklungslinien der Industrie zur Verfügung gestellt werden. Dazu sollte Expertenwissen aus der Industrie in Form standardisierter Befragungen in das Bewertungsmodell integriert werden.

1.2

Bezug zu den förderpolitischen Zielen

Der Bezug zu den förderpolitischen Zielen des Gesamtprojekts, dem sich auch das Teilvorhaben bei FW-H unterordnet, ist im Technologiebericht (Anhang E) in Kapitel 1.3 zu finden.

1.3

Wissenschaftliche und technische Arbeitsziele

Die einzelnen Disziplinen waren gut miteinander vernetzt und boten somit die Möglichkeit gekoppelter Rechnungen mit sehr hochwertigen Tools. Die beteiligten Partner hatten bereits langjährige einschlägige Erfahrungen in den von ihnen adressierten Forschungsthemen. Es waren und sind keine Patentrechte Dritter bekannt, die einer Durchführung des Vorhabens oder der Verwertung der Vorhabenergebnisse entgegenstanden. Aufgrund des interdisziplinären Charakters des Projekts brachten mehrere Institute bei FW-H ihre Kompetenzen mit ein. Im Einzelnen waren dies das Institut für Statik und Dynamik (ISD), das Institut für Turbomaschinen und Fluiddynamik (TFD) sowie das Institut für Windenergiesysteme (IWES).

Einen Schwerpunkt der Arbeiten stellte die strukturelle Auslegung von Rotorblättern und Prüfkörpern dar. Dabei sollte zunächst in den Querschnittsthemen das Referenzblatt der Referenzanlage entworfen werden. Ziel war, einen bisher in der Forschungslandschaft nicht anzutreffenden Detaillierungsgrad des Blattentwurfs zu realisieren, der neben dem aerodynamischen Entwurf der äußeren Schalenform auch den detaillierten Entwurf der Rotorblattstruktur bis hin zum Lagenplan des Rotorblatts vorsah. Auf diesen Erfahrungen aufbauend sollten in Technologie 1 (Rotorblätter mit passiver BTK) zwei Rotorblätter entworfen werden, ein Rotorblatt mit Sichelform und daraus folgender geometrischer BTK mit 80 m Länge und ein Demonstrationsrotorblatt mit 20 m Länge, das in einem Folgeprojekt an einer Versuchsanlage getestet werden soll. Um die Entwurfsannahmen teilweise mit experimentellen Untersuchungen zu unterfüttern sollten Material- und Komponentenprüfungen durchgeführt und dafür die entsprechenden Prüflinge entworfen und ausgelegt werden. Ziel war es insbesondere mehrachsige schwingende Beanspruchungen, dicke Gurtlaminate, geometrische BTK und Blattwurzelausschnitte zu untersuchen. Außerdem weitestgehend mit Entwurfsaufgaben in Verbindung stehend sollte ein anisotropes bionisches Optimierungstool für den Struktur- Entwurf intelligenter Rotorblätter entwickelt und Analysen der aeroelastischen Stabilität für das Referenzblatt ein Rotorblatt in Technologie 1 durchgeführt werden. Für Technologie 2 (Rotorblätter mit aktiver Hinterkante) sollte eine Methodik zur Berechnung der aeroelastischen Stabilität vorbereitet werden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag im Bereich Modellentwicklung für Aerodynamik und Aeroakustik in Technologie 2, wobei hier Entwicklungen für eine starre Hinterkantenklappe und eine flexible Hinterkante durchgeführt werden sollten. Dabei galt es einerseits Profilpolarenkennfelder für unterschiedliche Anstellwinkel und Klappenausschläge für starre Hinterkantenklappen zu

berechnen, ein aerodynamisches Modell in geeignete Software zu implementieren und den Code anschließend auf seine Funktionsfähigkeit zu testen. Ebenfalls für starre Hinterkantenklappen sollte die Aeroakustik von Profilen mit starren Hinterkantenklappen erforscht werden. Dabei sollte aufbauend auf experimentellen Messungen im aeroakustischen Windkanal des DLR und gekoppelten CFD-CAA-Simulationen (CFD: Computational Fluid Dynamics; CAA: Computational Aeroacoustics) ein Modell zur Abschätzung des im Bereich der Hinterkantenklappe emittierten Lärms entwickelt werden. Neben den Aktivitäten für die starre Hinterkantenklappe sollte ausgehend von stationären und instationären CFD-Simulationen einer flexiblen Hinterkante ein Modell für die Gesamtanlagensimulation entwickelt werden.

Der dritte Schwerpunkt des Projekts lag in der Entwicklung von Tools für die Struktur- und Ermüdungsanalyse sowie Festigkeits- und Schwingungsanalysen von Rotorblättern mit flexiblen Hinterkanten (Technologie 2). Hierbei sollten einerseits Morphing- Konzepte analysiert und Ermüdungsanalysen durchgeführt werden. Andererseits sollten erweiterte Modelle für die Festigkeitsanalyse von Faserverbundwerkstoffen entwickelt und Festigkeits- und Schwingungsanalysen von Rotorblättern mit flexiblen Hinterkanten durchgeführt werden.

2.

Voraussetzungen, unter denen das Vorhaben bei der jeweiligen Organisation durchgeführt wurde

ForWind Hannover hat Mitglieder aus den Fakultäten für Bauingenieurwesen und Geodäsie, Elektrotechnik und Informatik sowie Maschinenbau und bündelt damit Kompetenzen der kompletten Bandbreite des Ingenieurwesens. Alle Institute mit Rotorblatt-relevanten Aktivitäten waren an diesem Projekt beteiligt. Dabei wurden insbesondere Kompetenzen in den Feldern Aerodynamik (IWES, TFD), Aeroakustik (TFD), Aeroelastik (IWES, TFD), Rotorblattentwurf (IWES), Strukturdynamik (ISD, IWES), numerische Simulation im Bereich FEM (ISD, IWES) und CFD/CAA (TFD) sowie Systemverständnis des Systems Windenergieanlage (IWES) in das Projekt integriert.

FW-H verfügt über die fachliche Expertise hinaus über eine hervorragende Infrastruktur: Modernste Rechnerarchitekturen, Zugriff auf den Hochleistungs-Rechencluster des Rechenzentrums und Lizenzen hochwertiger Softwarepakete boten und bieten den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern optimale Voraussetzungen für die Durchführung des Vorhabens. Durch die enge Kooperation innerhalb von ForWind, aber auch innerhalb des Forschungsverbunds Windenergie mit Fraunhofer IWES und DLR, ist ein kontinuierlicher Erfahrungsaustausch auf höchstem wissenschaftlichen Niveau und die Nutzung von Synergien für die Forschungsarbeit möglich.

Zusammenfassend lässt sich feststellen dass FW-H über das notwendige Knowhow, die Infrastruktur und die Erfahrungen in der Durchführung koordinierter Verbundforschungsvorhaben verfügt, die zur Durchführung des Vorhabens erforderlich sind.

Die Vernetzung mit der Lehre in den Bereichen Windenergie-Ingenieurwesen, Maschinenbau, Bauingenieurwesen und Computergestützte Ingenieurswissenschaften bietet zusätzlich die Möglichkeit der Integration von Forschungsergebnissen in die Ausbildung der nächsten Ingenieursgenerationen.

3.

Planung und Ablauf des Vorhabens bei der jeweiligen Organisation

Die Task 4.1.2 (Entwicklung eines anisotropen bionischen Optimierungstools für den Struktur-Entwurf intelligenter Rotorblätter) wurde während der Projektlaufzeit abgebrochen weil eine Topologieoptimierung bei Rotorblättern nicht zu innovativen Entwürfen führt und somit die Taskziele nicht erreichbar waren. Die frei gewordenen Mittel wurden in die Tasks 1.2.8 und 2.2.11 umgewidmet, die sich mit der Untersuchung der aeroelastischen Stabilität intelligenter Rotorblätter beschäftigen einem Thema das bis dahin im Projekt nicht bearbeitet wurde. Die Aktivitäten sollten insbesondere als Vorbereitung auf das geplante Nachfolgeprojekt SmartBlades2 dienen.

Darüber hinaus erfolgte das Projekt gemäß angepasstem Zeit- und Arbeitsplan.

4.

Wissenschaftlicher und technischer Stand, an den angeknüpft wurde, insbesondere Angabe bekannter Konstruktionen

4.1

Technologie 1: Die Ausführungen können dem Kapitel 3.3 des Technologieberichts (Anhang E) entnommen werden.

4.2

Technologie 2: Die Ausführungen können dem Kapitel 4.3 des Technologieberichts (Anhang E) entnommen werden.

4.3

Technologie 3: Bei FW-H gab es keine Aktivitäten in Technologie 3.

4.4

Querschnittsthemen: Die Ausführungen können dem Kapitel 6.3 des Technologieberichts (Anhang E) entnommen werden.

5.

Zusammenarbeit mit anderen Stellen

Die Auslegung des Referenzblatts und der Blattentwürfe in Technologie 1 (Tasks 1.2.4, 1.2.6 und 4.2.2) sowie die Spezifikation der Referenzanlage (Task 4.4.1) wurden in enger Kooperation mit Fraunhofer IWES durchgeführt. Ebenfalls die Material- und Komponentenprüfungen (Task 1.3.2) wurden in enger Kooperation mit Fraunhofer IWES durchgeführt. Hierfür wurde die dortige experimentelle Infrastruktur genutzt.

Die Matlab-Implementierung des aerodynamischen Modells für Profile mit Hinterkantenklappe (Task 2.1.4) wurde Fraunhofer IWES zur weiteren Verwendung, insbesondere für die Übertragung in die dort entwickelte Modelica-Library, zur Verfügung gestellt.

Part II: Eingehende Darstellung

1.

der Verwendung der Zuwendung und des erzielten Ergebnisses im Einzelnen, mit Gegenüberstellung der vorgegebenen Ziele

Die eingehende Darstellung der Zuwendung und des erzielten Ergebnisses im Einzelnen, mit Gegenüberstellung der vorgegebenen Ziele wird im Folgenden taskweise vorgenommen.

Task 1.2.4: Design von Biege-Torsions-Kopplung durch gekrümmten Blattgrundriss

Die Hauptziele der Task waren das Aufzeigen des Lastenreduktions-Potenzials von Rotorblättern mit geometrischer BTK und die Darstellung des Einflusses von Parametern der Sweep-Funktion auf die Lastenreduktion.

Dafür wurden wie beantragt Berechnungstools zur Auslegung von Blättern mit geometrischer BTK entwickelt und ein 80 m langes sichelförmiges Blatt mit Pre-Sweep ausgelegt. Im Rahmen der Arbeiten wurde eine im Antrag nicht vorgesehene sehr umfangreiche Parameterstudie zur Optimierung der Sweep-Funktion durchgeführt. Die Aktivitäten in Task 1.2.6 wurden personell aus dieser Task heraus unterstützt, einerseits weil die strukturelle BTK nicht ausreichte um sie messbar bei 20 m langen Blättern darzustellen, daher dort eine geometrische BTK umgesetzt wurde und die Erfahrungen aus Task 1.2.4 hilfreich waren, andererseits weil wegen der Beschaffung der Bauform zeitliche Zwänge vorlagen die ohne die Unterstützung nicht hätten eingehalten werden können. Aufwendige Strukturdimensionierungen in Task 1.2.4 konnten daher nicht wie geplant

durchgeführt werden.

Dennoch konnten die Potenziale zur Lastenreduktion abhängig von der Form des Pre-Sweeps aufgezeigt und somit die Ziele der Task erreicht werden. Insgesamt wurde die Task im beantragten Zeit- und Kostenrahmen erfolgreich abgeschlossen. Die Ressourcen für Personal und Sachmittel wurden ausgeschöpft.

Task 1.2.6: Entwurf eines kleinen Blatts mit struktureller Biege-Torsions-Kopplung

Das Ziel der Task war die Bereitstellung eines Entwurfs des Demo-Blattes (20 m Länge), so dass eine Bauform durch das DLR bestellt werden konnte und somit alle Vorbereitungen für die Fertigung des Demo-Blattes in einem Nachfolgeprojekt getroffen werden konnten.

Die geplante aerodynamische und strukturelle Auslegung wurden erfolgreich und fristgerecht, unter personeller Unterstützung aus Task 1.2.4 heraus, fertiggestellt. Der Entwurf des Demo-Blattes wurde abgeschlossen und dem Projektpartner DLR zur Beschaffung der Bauform überstellt.

Damit wurde das Ziel der Task im beantragten Zeit- und Kostenrahmen erreicht. Die Ressourcen für Personal und Sachmittel wurden ausgeschöpft.

Task 1.2.8: Untersuchung der aeroelastischen Stabilität von passiven Smart Blades

Die Task wurde ebenso wie die Task 2.2.11 durch Umwidmung von Mitteln aus der Task 4.1.2 heraus gestartet. Das Ziel der Task war die Untersuchung der aeroelastischen Stabilität eines Entwurfs der passiven Smart Blades. Dafür sollten Simulationen mit HAWC2 und HAWCStab2 durchgeführt, analytische Modelle entwickelt und Parameter- und Sensitivitätsstudien durchgeführt werden.

Die geplanten Simulationen wurden vollständig abgeschlossen. Die aeroelastische Stabilität der Rotorblätter mit geometrischer BTK wurde numerisch nachgewiesen. Die Parameter- und Sensitivitätsstudien wurden ebenfalls abgeschlossen und erlauben ein vertieftes Verständnis der physikalischen Vorgänge, die zur aeroelastischen Instabilität führen.

Insgesamt wurde somit die Task im beantragten Zeit- und Kostenrahmen erfolgreich abgeschlossen. Die Ressourcen für Personal und Sachmittel wurden augeschöpft.

Task 1.3.2: Material- und Komponentenprüfung

Die Ziele der Task waren ein vertieftes Verständnis des Strukturverhaltens der passiven Smart Blades sowie eine Absicherung der Auslegungsmodelle und -Annahmen durch experimentelle Arbeiten.

Dafür sollten Materialprüfungen von Proben unter mehraxialer schwingender Beanspruchung und von dicken Gurtlaminaten sowie Komponentenprüfungen für die geometrische und strukturelle BTK durchgeführt werden. Die Versuche wurden vollständig abgeschlossen, wobei hier teilweise auf kombinierte Versuche zurückgegriffen wurde.

Die Ziele wurden im beantragten Zeit- und Kostenrahmen erreicht und die Task erfolgreich abgeschlossen. Die Ressourcen für Personal und Sachmittel wurden ausgeschöpft.

Task 2.1.1: Tools für die Struktur und Ermüdungsanalyse von Blättern mit Moveables

Ziele der Task waren die Definition des Morphing-Mechanismus und die Analyse des Morphingkonzepts in Form von Durchführbarkeitsstudien, die Entwicklung und Verifikation von Material- und nichtlinearen Strukturmodellen für die lokale Strukturanalyse sowie die Weiterentwicklung von Analysetools für Ermüdung.

Es wurde ein auf einer 3D-Mikromodellierung basierender Ansatz, der das progressive Druckversagen von Faserverbundlaminaten beschreibt, inklusive der Interaktion verschiedener Versagensmechanismen, weiterentwickelt und im Rahmen von Strukturanalysen angewendet. Auf Basis der vom DLR zur Verfügung gestellten Geometrie- und Modelldaten wurde ein FE-Modell für den Morphing-Mechanismus erstellt. Außerdem wurden Ermüdungsanalysen auf Blattebene für das Referenzblatt durchgeführt.

Die Ziele der Task wurden erreicht. Das DLR hat den Morphing-Mechanismus entwickelt und FW-H hat Verifikationsmodelle erstellt. Außerdem wurden die beantragten Ermüdungsanalysen mit vorhandenen Ermüdungsberechnungs-Tools durchgeführt. Die Ressourcen für Personal und Sachmittel wurden ausgeschöpft.

Task 2.1.4: Entwicklung eines aerodynamischen Modells für Smart Blades mit aktiven Hinterkantenklappen

Ziel dieser Task war die Entwicklung und Bereitstellung eines aerodynamischen Modells für intelligente Rotorblätter mit aktiven Hinterkantenklappen. Das Modell sollte die Stellvorgänge der Klappen ausreichend genau und vor dem Hintergrund einer Anlagensimulation möglichst effizient beschreiben können.

Zur Erreichung des Ziels wurden mit Hilfe von XFOIL gemäß Antrag die stationären Profilpolaren aller relevanten im Referenzblatt auftauchenden Profile ermittelt. Ein instationäres aerodynamisches Modell für Profile mit starren Hinterkantenklappen, das aber auch für flexible Hinterkanten eingesetzt werden kann, wurde in Matlab implementiert und damit instationäre Profilpolaren für reine Pitch-, reine Klappen- und kombinierte Pitch-Klappen-Bewegung für verschiedene reduzierte Frequenzen berechnet. Das Modell wurde Fraunhofer IWES zwecks Implementierung in die dort entwickelte Modelica-Library zur Verfügung gestellt.

Somit wurden alle Task-Ziele im beantragten Zeit- und Kostenrahmen erreicht und die Task erfolgreich abgeschlossen. Die Ressourcen für Personal und Sachmittel wurden ausgeschöpft.

Informativ sei darauf hingewiesen dass aus anderen Finanzierungsquellen, aber thematisch verwandt, Studien durchgeführt wurden bezüglich der optimalen Position und Größe (in Spannweiten- und Sehnenrichtung) einer Hinterkantenklappe, bezüglich der Möglichkeit durch Hinterkantenklappen eine klassische Pitchregelung zu ersetzen sowie zum Einfluss einer Hinterkantenklappenregelung auf die Extremlasten. Die Studien wurden auf nationalen und internationalen Konferenzen veröffentlicht. Diese Veröffentlichungen sind zwar nicht direkt im Projekt Smart Blades entstanden, wären ohne das Projekt aber nicht zustande gekommen.

Task 2.2.6: Festigkeits- und Schwingungsanalysen von Blättern mit Moveables

Die Ziele der Task waren die Finite-Elemente-Modellierung eines Rotorblatts mit flexibler Hinterkante sowie die Analyse der Festigkeit und des Schwingungsverhaltens des Rotorblatts zur Untersuchung der Konsequenzen der flexiblen Hinterkante auf die Rotorblattstruktur.

Im Rahmen der Task wurde ein Input-Generator für parametrisierte Finite-Elemente-Modelle von Rotorblättern entwickelt und damit ein detailliertes FE-Modell des Referenzblattes erstellt und anschließend simuliert. Der Input-Generator ist dabei in der Lage die Vorkrümmung des Blattes zu beschreiben und Bereiche mit flexibler Hinterkante zu integrieren. Es wurden mit den erstellten Modellen Schwingungs-, Stabilitäts- und Festigkeitsanalysen durchgeführt und bewertet. Außerdem wurde eine Toolkette implementiert die eine detaillierte 3D-FE-Modellierung des Rotorblatts mit einer BEM-Beschreibung der Aerodynamik verbindet und so Simulationen mit Fluid-Struktur-Interaktion erlaubt.

Die Ziele der Task wurden somit erreicht. Allerdings muss in die Toolkette noch ein Regelungssystem für Pitch- und Hinterkanten-Aktivität implementiert werden um die Analysen noch aussagekräftiger zu gestalten. Die Ressourcen für Personal und Sachmittel wurden ausgeschöpft.

Task 2.2.8: Strömungssimulation und Lärmabschätzung von Blättern mit Klappen

Das Ziel der Task war ein verbessertes Verständnis der instationären Strömungsvorgänge sowie der Schallentstehung, die bei der Lastregelung durch Klappen auftreten. Auf Basis experimenteller und numerischer Analysen sollte ein Modell zur Abschätzung der Schallemissionen entwickelt werden, um bereits in der Auslegungsphase potentielle Probleme mit erhöhten Schallemissionen zu lokalisieren und gezielt vermeiden zu können.

Um das Ziel zu erreichen wurde für einen Versuchsträger Designparameter (Sehnenlänge, Spannweite, max. Auslenkung, etc.) bestimmt, mit denen der dieser dann gefertigt wurde. Die experimentellen Untersuchungen erfolgten im Windkanal des DLR-BS. Im Rahmen einer zweiwöchigen Messkampagne erfolgte die Lokalisierung der Schallquellen an der Klappe des Flügelprofils für einen großen Betriebspunktebereich. Im Vorfeld der Versuche am DLR erfolgten Vorversuche im Windkanal von FW-H-TFD. In diesen wurde die akustische und aerodynamische Messtechnik entwickelt und erprobt sowie die Auswertealgorithmen (Beamforming) implementiert und getestet. Es wurden stationäre und instationäre Strömungssimulationen für ausgewählte Betriebspunkte durchgeführt. Eine Netz- und Zeitschrittstudie gab Aufschluss über die Abhängigkeit der Strömungslösung von der Netzfeinheit und der Zeitschrittauflösung. Die aus den akustischen Experimenten und numerischen Strömungssimulationen identifizierten Haupteinflussgrößen dienen als Eingangsgrößen für das Modell. Das Modell basiert auf der Bestimmung der Erhöhung des Schalldruckpegels beim Klappeneinsatz in Abhängigkeit vom Anstell- und Klappenwinkel, für die im Windkanal max. erreichbare Reynolds-Zahl (1,4E+06).

Das Ziel der Task wurde im beantragten Zeit- und Kostenrahmen erreicht und die Task erfolgreich abgeschlossen. Die Ressourcen für Personal und Sachmittel wurden ausgeschöpft.

Task 2.2.9: Strömungssimulation von Blättern mit flexiblen Hinterkanten

Die Ziele der Task waren die analysierten Strömungseffekte bei sich bewegender Hinterkante und ein vereinfachtes Modell für die Anlagensimulation, welches die instationären aerodynamischen Effekte während der Hinterkantenbewegung berücksichtigt.

Zur Erreichung der Ziele wurden stationäre, zweidimensionale CFD-Simulationen mit einer parametrisierten Hinterkante durchgeführt und eine optimale Klappengeometrie vorgeschlagen. Als zu variierende Parameter wurden die Klappenlänge, der Auslenkungswinkel und die Form der ausgelenkten Hinterkante gewählt. Die optimale Klappengeometrie wurde im weiteren Verlauf für instationäre Simulationen mit aufgeprägter Hinterkantenbewegung verwendet. Aus diesen Simulationen konnten instationäre Einflussgrößen auf die Aerodynamik herausgearbeitet werden. Anhand dieser Einflussgrößen wurde ein Modell entwickelt, das die instationären aerodynamischen Effekte bei sich bewegender Hinterkante berücksichtigt.

Insgesamt wurden die Ziele im beantragten Zeit- und Kostenrahmen erreicht. Die Ressourcen für Personal und Sachmittel wurden ausgeschöpft.

Task 2.2.11: Vorbereitung zur Untersuchung der aeroelastischen Stabilität von aktiven Smart Blades

Die Task wurde ebenso wie die Task 1.2.8 durch Umwidmung von Mitteln aus der Task 4.1.2 heraus gestartet. Die Ziele der Task waren die Überprüfung der Übertragbarkeit der in Task 1.2.8 erarbeiteten Methodik zur Untersuchung der aeroelastischen Stabilität auf aktive Smart Blades sowie die Spezifikation kritischer Lastfälle für Smart Blades mit aktiver Hinterkantenklappe die mit dieser Methodik untersucht werden können.

Die Möglichkeiten der Übertragbarkeit wurden aufgezeigt. Die kritischen behandelbaren Lastfälle wurden definiert.

Somit wurden die Ziele der Task im beantragten Zeit- und Kostenrahmen erreicht und die Task erfolgreich abgeschlossen. Die Ressourcen für Personal und Sachmittel wurden ausgeschöpft.

Task 4.1.2: Entwicklung eines anisotropen bionischen Optimierungstools für den Struktur-Entwurf intelligenter Rotorblätter

Das Ziel dieser Task war die Entwicklung eines mehrstufigen FEM-basierten Optimierungstools für den Strukturentwurf intelligenter Rotorblätter. Dabei sollte für die Wahl der aerodynamischen Profile sowie für die Bestimmung des Laminataufbaus auf diskrete Evolutionsstrategien zurückgegriffen und für die Strukturtopologie eine Topologie-Optimierung durchgeführt werden. Der Topologie-Optimierung sollte grundsätzlich ein besonderer Stellenwert zukommen, weil nur hiermit innovative Startpunkte für die parametrische Optimierung erwartet wurden.

Anhand von Studien mit kommerzieller FE-Software (ANSYS) an vereinfachten Modellen wurde gezeigt, dass die bionische Topologieoptimierung, die sich an Wachstumsregeln in der Natur orientiert, kein Potential für innovative Strukturkonzepte in Rotorblättern bietet. Bionische Topologie-Optimierungsverfahren, die sich auf dem Prinzip von biologischen Wachstumsregeln am Spannungsfluss innerhalb der Struktur orientieren (vgl. Soft Kill Option, SKO) sind für schlanke, balkenähnlichen Strukturen offenbar ungeeignet.

Da somit die Ziele der Task nicht erreicht werden konnten wurde die Task abgebrochen. Die frei werdenden Ressourcen wurden in die Tasks 1.2.8 und 2.2.11 umgewidmet. Eine negative Auswirkung auf den Gesamtprojekterfolg hatte das nicht.

Task 4.2.2: Aerodynamischer und struktureller Detailentwurf des Referenzrotorblatts

Das Ziel dieser Task war der detaillierte Entwurf eines Referenzrotorblatts auf Basis eines Vorentwurfs aus Task 4.2.1. Der Entwurf des Referenzblatts mit CAD-Zeichnung und Lagenplan wurde dem Konsortium für weitere Arbeiten zur Verfügung gestellt. Damit wurde das Ziel der Task im beantragten Zeit- und Kostenrahmen erreicht. Die Ressourcen für Personal und Sachmittel wurden ausgeschöpft.

Task 4.4.1: Entwicklung eines Tools zur technischen und wirtschaftlichen Bewertung von Smart-Blade-Technologien

Im Rahmen dieser Task sollte eine ganzheitliche vergleichende Bewertung der unterschiedlichen aktiven und passiven Technologien zur intelligenten Regelung von Windenergieanlagen vorgenommen werden. Das Ziel war es die technische und wirtschaftliche Performanz unterschiedlicher intelligenter Regelungskonzepte zu quantifizieren.

Um dieses Ziel zu erreichen wurde ein objektives Bewertungsmodell entwickelt. Darin wurden detaillierte Bewertungskriterien zur ganzheitlichen technischen und wirtschaftlichen Bewertung sowie Wichtungsansätze implementiert. Außerdem wurde für die vergleichende Bewertung eine Referenz-Windenergieanlage in Zusammenarbeit mit Fraunhofer IWES spezifiziert. Im Rahmen der wirtschaftlichen Bewertung wurde ein Kostenmodell für die Anlage entwickelt. Standardisierte Befragungen wurden zur Integration von Expertenwissen in der Industrie durchgeführt und zur Anpassung des Bewertungsmodells, insbesondere des Kostenmodells und der Wichtungsansätze, eingesetzt. Der Nutzen technischer Details wurde abgeschätzt und somit Design Benefits ermittelt. In regelmäßigen Abständen (halbjährlich) und zum Abschluss des Projekts wurde das Bewertungsmodell auf die unterschiedlichen Smart-Blade-Konzepte angewendet.

Das Ziel einer ganzheitlichen vergleichenden Bewertung wurde somit erreicht. Allerdings lässt der Wissensstand zum Zeitpunkt des Projektendes keine abschließende Bewertung zu. Die Bewertungsergebnisse sind vielmehr als Zwischenergebnisse zu

werten, was die Notwendigkeit der Fortführung der Forschungsarbeiten auf dem Feld intelligenter Rotorblätter unterstreicht.

2. der wichtigsten Positionen des zahlenmäßigen Nachweises

Die veranschlagten Sachmittel und Personalmittel wurden planmäßig eingesetzt. Die wichtigsten drei Positionen des zahlenmäßigen Nachweises sind

o

1.404.619,18 in Position 0812 (Personalmittel, Endgeltgruppe E12-15)

o

140.936,09 € in Position 0850 (Gegenstände und andere Invstitionen von mehr als 410 € im Einzelfall)

o

69.857,41 € in Position 0822 (Beschäftigungsentgelte)

3. der Notwendigkeit und Angemessenheit der geleisteten Arbeit,

Die geplanten Arbeiten waren zur Erreichung der Ziele und somit für einen erfolgreichen Projektverlauf und -abschluss notwendig. Der Zeitplan war durchweg ambitioniert, so dass die aufgewendeten Mittel im Bereich Personal, der die zahlenmäßig größte Position in dem Vorhaben darstellt, in vollem Umfang angemessen war. Sachmittel sind insbesondere für Hardware im Windkanalversuch und Software-Lizenzen angefallen. Sie waren für die Durchführung der Arbeiten notwendig und, insbesondere im Bereich der Software-Lizenzgebühren durch die hervorragenden Konditionen die über die Leibniz Universität IT Services (LUIS) der LUH zur Verfügung stehen, angemessen.

4. des voraussichtlichen Nutzens, insbesondere der Verwertbarkeit des Ergebnisses im Sinne des fortgeschriebenen Verwertungsplans

Die erzeugten Ergebnisse bilden die Basis im geplanten Nachfolgeprojekt SmartBlades2. Darüber hinaus ist zur besseren Übersicht die Darstellung taskweise aufgeführt.

Task 1.2.4: Design von Biege-Torsions-Kopplung durch gekrümmten Blattgrundriss

Die Ableitung von Design-Empfehlungen hinsichtlich der Wirksamkeit von Vorkrümmungs-Parametern erleichtert den Entwurf von geometrisch gekoppelten Rotorblättern. Die zugrundeliegende Parameterstudie wurde bereits veröffentlicht und steht der Industrie zur Verfügung.

Auch die Ergebnisse hinsichtlich Lastenreduktion wurden bereits veröffentlicht und stehen der Windenergie-Community zur Verfügung.

Task 1.2.6: Entwurf eines kleinen Blatts mit struktureller Biege-Torsions-Kopplung

Das DemoBlatt wird in SmartBlades2 für den Test an einer Anlage und den Prüfstandversuch bei Fraunhofer IWES benötigt.

Die Versuche in SmartBlades2 mit dem DemoBlatt ermöglichen die Validierung von Simulationstools. Außerdem kann der Entwurf des Blatts für Benchmark-Simulationen vorab bereits zur Verifikation von Simulationstools verwendet werden.

Task 1.2.8: Untersuchung der aeroelastischen Stabilität von passiven Smart Blades

Der Erkenntnisgewinn der erhöhten aeroelastischen Stabilität von Blättern mit geometrischer BTK ist essentiell für zukünftige Rotorblatt-Entwürfe in Wissenschaft und Industrie. Die entsprechenden Ergebnisse werden kurzfristig (innerhalb von 1,5 Jahren nach Projektende veröffentlicht.

Die Untersuchungen bilden die Vorarbeiten für das beantragte Nachfolgeprojekt SmartBlades2.

Task 1.3.2: Material- und Komponentenprüfung

Die Ergebnisse können zur Verifikation und Validierung von Entwurfsprozessen herangezogen werden.

Task 2.1.1: Tools für die Struktur und Ermüdungsanalyse von Blättern mit Moveables

Die entwickelten Material- und Berechnungsmodelle können für vertiefte Festigkeitsanalysen eingesetzt und in den Entwurfsprozess in der Rotorblattentwicklung integriert werden.

Task 2.1.4: Entwicklung eines aerodynamischen Modells für Smart Blades mit aktiven Hinterkantenklappen

Die Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für Simulationen der Technologie 2 im beantragten Nachfolgeprojekt

SmartBlades2.

Task 2.2.6: Festigkeits- und Schwingungsanalysen von Blättern mit Moveables

Die Toolkette bestehend aus FE-Modellgenerator und Fluid-Struktur-Interaktion ermöglicht vertiefte Analysen des Rotorblatts, auch mit flexibler Hinterkante.

Die Toolkette kann der Industrie zu noch zu vereinbarenden Konditionen zur Verfügung gestellt werden.

Task 2.2.8: Strömungssimulation und Lärmabschätzung von Blättern mit Klappen

Ein umfangreiches Auslegungstool aus den gewonnen Erkenntnissen im Task ist mit dem jetzigen Wissensstand zur Schallentstehung an der integrierten Klappen für WEA für eine Anwendbarkeit in der Industrie nur eingeschränkt anwendbar. Die umfangreichen experimentellen und numerischen Untersuchungen zur Aerodynamik und Akustik zeigen auf, dass, im Vergleich zu anderen Klappenkonfigurationen (z.B. Fowler Klappe), ein wesentlich verändertes Strömungsbild an integrierten Klappen vorliegt. Diese Untersuchungen sind noch nicht erfolgt und somit einzigartig in diesem Umfang und ihrer Detailtiefe. Die Erkenntnisse sind grundlegend und wesentlich für die Entwicklung von Minderungsmaßnahmen des Seitenkantenschalls an integrierten Klappen.

Die Anwendung von bereits etablierten Modellen zum Hinterkantenschall und empirischen Modellen zum Klappenlärm von Fowler Klappen ist auf Grund des veränderten Strömungsbildes nicht gegeben/empfehlenswert.

Das im Task erstellte empirisches Modell auf Basis der gewonnen Messdaten zur Erhöhung des Schalldrucks durch den Klappeneinsatz ist im begrenzten Rahmen möglich. Einflussfaktoren (z.B. Richtcharakteristik der Quelle, Skalierungen) werden nicht berücksichtigt, wodurch die Anwendbarkeit des Modells mit Vorsicht zu geniessen ist.

Task 2.2.9: Strömungssimulation von Blättern mit flexiblen Hinterkanten

Durch die umfassende Datenbank an Strömungssimulation bei verschiedenen Parametern kann auch ohne Modell eine gezielte Blattauslegung inkl. beweglicher Hinterkante erfolgen. Die ermittelten Amplituden und Phasenversätze bei harmonischer Hinterkanten- und Anstellwinkelbewegung können einerseits zur Dimensionierung der beweglichen Hinterkante als auch zum Entwurf des Reglers verwendet werden.

Das erstellte Modell kann in einer Gesamtanlagensimulation zur Berechnung der aeroelastischen Stabilität der Anlage verwendet werden. Dabei sind die instationären Effekte besonders wichtig, da diese besonders kritische Faktoren sind, die die aeroelastische Stabilität gefährden können.

Die Implementierung des Modells in einer Gesamtanlagensimulation ermöglicht außerdem eine vereinfachte Auslegung von Blättern mit beweglichen Hinterkanten. Dadurch kann die benötigte Länge, sowohl in Richtung Spannweite als auch in Richtung Sehne, den entsprechenden Anforderungen angepasst werden. Außerdem kann der Einfluss der aerodynamischen Kräfte auf die Struktur abgeschätzt werden.

Task 2.2.11: Vorbereitung zur Untersuchung der aeroelastischen Stabilität von aktiven Smart Blades

Im beantragten Nachfolgeprojekte SmartBlades2 besteht die Möglichkeit die erarbeitete Methodik aus Task 1.2.8 für die ebenfalls definierten Lastfälle auf aktive Smart Blades anzuwenden und deren aeroelastische Stabilität zu untersuchen.

Task 4.1.2: Entwicklung eines anisotropen bionischen Optimierungstools für den Struktur-Entwurf intelligenter Rotorblätter

Es sind keine innovativen Strukturkonzepte durch Topologieoptimierung zu erwarten. Dieses Ergebnis ist nicht verwertbar.

Task 4.2.2: Aerodynamischer und struktureller Detailentwurf des Referenzrotorblatts

Das Referenzblatt kann als Benchmark-Beispiel für Studien aller Art in Kombination mit dem Referenzanlagenmodell verwendet werden, insbesondere für detaillierte Strukturuntersuchungen.

Task 4.4.1: Entwicklung eines Tools zur technischen und wirtschaftlichen Bewertung von Smart-Blade-Technologien

Das Bewertungsmodell erlaubt die technische und wirtschaftliche Bewertung von gesamten Anlagenkonzepten, also auch von einzelnen Komponenten im Kontext der Gesamtanlage. Es kann in zukünftigen Forschungsprojekten für die Analyse von Vor- und Nachteilen neuer Anlagenkonzepte oder -komponenten eingesetzt werden.

Das Bewertungsmodell kann im beantragten Nachfolgeprojekt SmartBlades2 fortgeschrieben werden.

Das Bewertungsmodell kann der Industrie zu noch zu vereinbarenden Konditionen zur Verfügung gestellt werden.

5.

des während der Durchführung des Vorhabens dem ZE bekannt gewordenen Fortschritts auf dem Gebiet des Vorhabens bei anderen Stellen

Zur besseren Übersicht ist die Darstellung taskweise aufgeführt.

Task 1.2.4: Design von Biege-Torsions-Kopplung durch gekrümmten Blattgrundriss

Die Siemens AG verbaut bereits Rotorblätter mit Pre-Sweep. Allerdings sind keinerlei Details zur Blattform oder deren Performanz im Vergleich zu identsichen Rotorblättern ohne Vorkrümmung öffentlich verfügbar. Für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Hersteller von Windenergieanlagen ist eine weitere Beforschung dieser Technologie also sinnvoll und geboten.

Während der Durchführung des Vorhabens sind darüber hinaus dem Zuwendungsempfänger keine Arbeiten oder Fortschritte auf dem Gebiet der sogenannten Swept Blades bekannt geworden.

Task 1.2.6: Entwurf eines kleinen Blatts mit struktureller Biege-Torsions-Kopplung

Dem Zuwendungsempfänger sind während der Durchführung des Vorhabens keine anderen Arbeiten oder Fortschritte auf dem Gebiet der Entwicklung von Demonstrations-Rotorblättern mit Pre-Sweep bekannt geworden.

Task 1.2.8: Untersuchung der aeroelastischen Stabilität von passiven Smart Blades

Das Institut für Aeroelastik des DLR in Göttingen beschäftigt sich parallel in geringem Umfang mit der aeroelastischen Stabilität intelligenter Rotorblätter, s. Task 1.2.7. Die parallelen Arbeiten verfolgen den Zweck in dem geplanten Nachfolgeprojekt SmartBlades2 gemeinsam das Thema zu bearbeiten.

Darüber hinaus sind dem Zuwendungsempfänger während der Durchführung des Vorhabens keine anderen Arbeiten oder Fortschritte auf dem Gebiet der Untersuchung der aeroelastischen Stabilität intelligenter Rotorblätter bekannt geworden.

Task 1.3.2: Material- und Komponentenprüfung

Dem Zuwendungsempfänger sind während der Durchführung des Vorhabens keine anderen ähnlich gearteten experimentellen Arbeiten bekannt geworden.

Task 2.1.1: Tools für die Struktur und Ermüdungsanalyse von Blättern mit Moveables

Dem Zuwendungsempfänger sind während der Durchführung des Vorhabens keine anderen verwandten Arbeiten oder Fortschritte auf dem Gebiet bekannt geworden.

Task 2.1.4: Entwicklung eines aerodynamischen Modells für Smart Blades mit aktiven Hinterkantenklappen

Das implementierte aerodynamische Modell wurde an der Technical University of Denmark (DTU) bereits vor Beginn des Projekts entwickelt und in HAWC2 implementiert. Allerdings sind die Quellen des HAWC2-Codes nicht verfügbar. Daher war zu Forschungszwecken die eigene Implementierung notwendig und geboten.

Bei FW-H-TFD wurde ein alternatives CFD-basiertes Modell entwickelt (s. Task 2.2.9).

Darüber hinaus sind dem Zuwendungsempfänger während der Durchführung des Vorhabens keine weiteren Arbeiten oder Ergebnisse in dem Bereich bekannt geworden.

Task 2.2.6: Festigkeits- und Schwingungsanalysen von Blättern mit Moveables

Dem Zuwendungsempfänger sind während der Durchführung des Vorhabens keine anderen verwandten Arbeiten oder Fortschritte auf dem Gebiet bekannt geworden.

Task 2.2.8: Strömungssimulation und Lärmabschätzung von Blättern mit Klappen

Dem Zuwendungsempfänger sind während der Durchführung des Vorhabens keine anderen verwandten Arbeiten oder Fortschritte auf dem Gebiet bekannt geworden.

Task 2.2.9: Strömungssimulation von Blättern mit flexiblen Hinterkanten

Bei FW-H-IWES wurde das aerodynamisches Modell, das an der DTU bereits vor Beginn des Projekts entwickelt wurde, in Matlab implementiert. Mit diesem Modell wurden zu Verifikations- und Validierungszwecken Vergleichsrechnungen

durchgeführt.

Darüber hinaus sind dem Zuwendungsempfänger während der Durchführung des Vorhabens keine anderen Arbeiten oder Fortschritte auf dem Gebiet bekannt geworden.

Task 2.2.11: Vorbereitung zur Untersuchung der aeroelastischen Stabilität von aktiven Smart Blades

Dem Zuwendungsempfänger sind während der Durchführung des Vorhabens keine anderen verwandten Arbeiten oder Fortschritte auf dem Gebiet bekannt geworden.

Task 4.1.2: Entwicklung eines anisotropen bionischen Optimierungstools für den Struktur-Entwurf intelligenter Rotorblätter

Die Task wurde abgebrochen. Dem Zuwendungsempfänger sind während der Durchführung des Vorhabens keine anderen Arbeiten oder Fortschritte auf dem Gebiet bekannt geworden.

Task 4.2.2: Aerodynamischer und struktureller Detailentwurf des Referenzrotorblatts

Es wurde an der DTU das Rotorblatt für die dort entwickelte 10-MW-Referenzanlage entworfen. Allerdings ist das Blatt nicht direkt auf die in dem Projekt Smart Blades verwendete Referenzanlage übertragbar.

Darüber hinaus sind dem Zuwendungsempfänger während der Durchführung des Vorhabens keine anderen Arbeiten oder Fortschritte auf dem Gebiet bekannt geworden.

Task 4.4.1: Entwicklung eines Tools zur technischen und wirtschaftlichen Bewertung von Smart-Blade-Technologien

An der DTU wurde eine 10-MW-Referenzanlage entwickelt. Diese ist bezüglich ihrer Leistungsklasse für die in dem Projekt Smart Blades adressierten Onshore-Anlagen aber nicht verwendbar.

Darüber hinaus sind dem Zuwendungsempfänger während der Durchführung des Vorhabens keine anderen Arbeiten oder Fortschritte auf dem Gebiet bekannt geworden.

6.

der erfolgten oder geplanten Veröffentlichungen des Ergebnisses

Zur besseren Übersicht ist die Darstellung im Folgenden taskweise aufgeführt.

Task 1.2.4: Design von Biege-Torsions-Kopplung durch gekrümmten Blattgrundriss

Sevinc, Alper; Bleich, Oliver; Balzani, Claudio; Reuter, Andreas (2015): Aerodynamic and structural aspects of swept blades in the context of wind turbine load reduction, Proceedings of EWEA 2015 Conference, 17.-20.11.2015, Paris, Frankreich

Sevinc, Alper; Bleich, Oliver; Balzani, Claudio; Reuter, Andreas (2015): Parameterized analysis of swept blades regarding bend-twist coupling, Proceedings of DEWEK 2015 Conference, 19.-20.05.2015

Task 1.2.6: Entwurf eines kleinen Blatts mit struktureller Biege-Torsions-Kopplung

Bätge, Moritz; Rosemeier, Malo; Sevinc, Alper; Bleich, Oliver (2016): Implementation of passive load reduction in rotor blade design, SmartBlades Conference, 03.-04.02.2016, Stade, Deutschland

Task 1.2.8: Untersuchung der aeroelastischen Stabilität von passiven Smart Blades

Ende, Johannes (2016): Flutter of rotor blades: A sensitivity analysis, SmartBlades Conference, 03.-04.02.2016, Stade, Deutschland

Task 1.3.2: Material- und Komponentenprüfung

Antoniou, Alexandros; Bätge, Moritz; Schrein, S.; Putnam, Eric; Sayer, Florian (2016): Material and component testing towards tailoring structural bend-twist coupling in wind turbine rotor blades, SmartBlades Conference, 03.-04.02.2016, Stade, Deutschland

Task 2.1.1: Tools für die Struktur und Ermüdungsanalyse von Blättern mit Moveables

Garmabi, Mehdi; Bishara, Majeed; Jansen, Eelco; Rolfes, Raimund (2015): Towards efficient tools for strength and vibration analysis of large rotor blades, Smart Blades Symposium, 11.-12.02.2015, Oldenburg, Deutschland

Bishara, Majeed; Garmabi, Mehdi; Rolfes, Raimund; Jansen, Eelco (2016): Tools for detailed strength analysis of smart rotor blades, SmartBlades Conference, 03.-04.02.2016, Stade, Deutschland

Task 2.1.4: Entwicklung eines aerodynamischen Modells für Smart Blades mit aktiven Hinterkantenklappen

Ortega Gómez, Jaione; Balzani, Claudio; Reuter, Andreas (2013): Load reduction potential of large wind turbines using active trailing edge flaps, Conference of the Wind Power Engineering Community (COWEC), VDI Wissensforum, 18.- 19.06.2013, Berlin, Deutschland

Ortega Gómez, Jaione; Balzani, Claudio; Reuter, Andreas (2014): Evaluation of the possibility of replacing pitch control by active trailing edge flaps in wind turbines, Proceedings of EWEA 2014 Conference, 10.-13.03.2014, Barcelona, Spanien

Ortega Gómez, Jaione (2016): Effects of trailing edge flaps on the ultimate loads of a multi-MW wind turbine, SmartBlades Conference, 03.-04.02.2016, Stade, Deutschland

Task 2.2.6: Festigkeits- und Schwingungsanalysen von Blättern mit Moveables

Garmabi, Mehdi; Jansen, Eelco; Rolfes, Raimund (2014): Towards vibration analysis tools for smart rotor blades, Proceedings of the 10th EAWE PhD Seminar on Wind Energy in Europe, 28.-31.10.2014, Orléans, Frankreich

Garmabi, Mehdi; Bishara, Majeed; Jansen, Eelco; Rolfes, Raimund (2015): Towards efficient tools for strength and vibration analysis of large rotor blades, Smart Blades Symposium, 11.-12.02.2015, Oldenburg, Deutschland

Garmabi, Mehdi; Bishara, Majeed; Jansen, Eelco; Rolfes, Raimund (2016): Tools for vibration and strength analysis of smart rotor blades“,Poster at SmartBlades Conference, 03.-04.02.2016, Stade, Deutschland

Task 2.2.8: Strömungssimulation und Lärmabschätzung von Blättern mit Klappen

Brand, Carl Robert; Seume, Jörg R. (2014): Flaps for wind turbine applications: First results of the experimental investigations, Wind Turbine Sound 2014 EWEA Technology Workshop, Malmö, Schweden

Brand, Carl Robert; Seume, Jörg R. (2014): Flaps for wind turbine applications: Noise source localization on a test airfoil, Proceedings of the 10 th EAWE PhD Seminar on Wind Energy in Europe, 28.-31.10.2014, Orléans, Frankreich

Brand, Carl Robert; Seume, Jörg R. (2014): Quantifizierung der globalen Schallemission eines skalierten Flügelprofils mit

Hinterkantenklappe für Windenergieanlagen, 40. Jahrestagung für Akustik DAGA 2014, Oldenburg, Deutschland

Brand, Carl Robert; Seume, Jörg R. (2015): Flaps for wind turbine applications: Results of an acoustic study, Proceedings of EWEA 2015 Conference, 17.-20.11.2015, Paris, Frankreich

Brand, Carl Robert; Seume, Jörg R. (2015): Einfluss unterschiedlicher Datenbearbeitung bei der Schallquellenlokalisierung an Klappen für Windenergieanlagen, 41. Jahrestagung für Akustik DAGA 2015, Nürnberg, Deutschland

Brand, Carl Robert; Seume, Jörg R. (2015): Initial acoustic results of a flap for wind turbine applications, Smart Blade Symposium, 11.-12.02.2015, Oldenburg, Deutschland

Brand, Carl Robert; Seume, Jörg R. (2016): Aeroacoustics of trailing edge flaps, SmartBlades Conference, 03.-04.02.2016, Stade, Deutschland

Brand, Carl Robert: Dissertation, voraussichtlich Anfang/Mitte 2017

Task 2.2.9: Strömungssimulation von Blättern mit flexiblen Hinterkanten

Wolff, Torben; Ernst, Benedikt; Seume, Jörg R. (2014): Aerodynamic behavior of an airfoil with morphing trailing edge for wind turbine applications, The Science of Making Torque from Wind 2014, 18.-20.06.2014, Kopenhagen, Dänemark

Wolff, Torben; Seume, Jörg R. (2014): Numerical investigation of an airfoil with morphing trailing edge for load reduction, Proceedings of the 10th EAWE PhD Seminar on Wind Energy in Europe, 28.-31.10.2014, Orléans, Frankreich

Wolff, Torben; Seume, Jörg R. (2015): Airfoil with morphing trailing edge for load reduction in wind turbines, 33 rd Wind Energy Symposium, AIAA Scitech, 05.-09.01.2015, Kissimmee, Florida, USA, AIAA 2015-1662, DOI: 10.2514/6.2015-1662

Wolff, Torben; Seume, Jörg R. (2015): Investigating the load reduction potential of a morphing trailing edge in wind turbines, Smart Blades Symposium, 11.-12.02.2015, Oldenburg, Deutschland

Wolff, Torben; Seume, Jörg R. (2016): Transient aerodynamic behavior of the smart blades profile with morphing trailing edge, SmartBlades Conference, 03.-04.02.2016, Stade, Deutschland

Task 2.2.11: Vorbereitung zur Untersuchung der aeroelastischen Stabilität von aktiven Smart Blades

Keine Veröffentlichung geplant

Task 4.1.2: Entwicklung eines anisotropen bionischen Optimierungstools für den Struktur-Entwurf intelligenter Rotorblätter

Keine Veröffentlichung geplant

Task 4.2.2: Aerodynamischer und struktureller Detailentwurf des Referenzrotorblatts

Rosemeier, Malo; Bätge, Moritz (2014): A concept study of a carbon spar cap design for a 80m wind turbine blade, Journal of Physics: Conference Series 524 (2014) 012039, doi:10.1088/1742-6596/524/1/012039

Bätge, Moritz; Rosemeier, Malo; Sevinc, Alper; Bleich, Oliver (2016): Implementation of passive load reduction in rotor blade design, SmartBlades Conference, 03.-04.02.2016, Stade, Deutschland

Sevinc, Alper; Rosemeier, Malo; Bätge, Moritz; Braun, Roman; Meng, Fanzhong; Shan, Martin; Horte, Daria; Balzani, Claudio; Reuter, Andreas: IWES Wind Turbine IWT-7.5-164 Specification, Technischer Bericht, Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesytemtechnik, Bremerhaven und Leibniz Universität Hannover, Institut für Windenergiesysteme, Hannover, geplant im Verlauf des Jahres 2016

Task 4.4.1: Entwicklung eines Tools zur technischen und wirtschaftlichen Bewertung von Smart-Blade-Technologien

Horte, Daria; Balzani, Claudio; Reuter, Andreas (2015): Multi-criteria evaluation of multi-MW wind turbines, Smart Blades Symposium, 11.-12.02.2015, Oldenburg, Deutschland

Horte, Daria (2016): Evaluation of smart blades technologies model and evaluation approach, SmartBlades Conference, 03.-04.02.2016, Stade, Deutschland

Sevinc, Alper; Rosemeier, Malo; Bätge, Moritz; Braun, Roman; Meng, Fanzhong; Shan, Martin; Horte, Daria; Balzani, Claudio; Reuter, Andreas: IWES Wind Turbine IWT-7.5-164 Specification, Technischer Bericht, Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesytemtechnik, Bremerhaven und Leibniz Universität Hannover, Institut für Windenergiesysteme, Hannover, geplant im Verlauf des Jahres 2016

Berichtsblatt

1.

ISBN oder ISSN

2. Berichtsart

 

Abschlussbericht

3a. Titel des Berichts Schlussbericht SmartBlades

 

3b. Titel der Publikation

 

/

4a. Autoren des Berichts (Name, Vorname(n)) Balzani, Claudio

 

5.

Abschlussdatum des Vorhabens

29.02.2016

 
 

6.

/

Veröffentlichungsdatum

4b. Autoren der Publikation (Name, Vorname(n))

/

 

7.

Form der Publikation

keine

 

8.

Durchführende Institution(en) (Name, Adresse)

9.

Ber. Nr. Durchführende Institution

Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover

/

Welfengarten 1

 

10.

Förderkennzeichen *)

30167 Hannover

0325601C

 

Institut für Statik und Dynamik (ISD, Projektleiter)

11a. Seitenzahl Bericht

13

Institut für Windenergiesysteme (IWES) Appelstr. 9A, 30167 Hannover

   

Institut für Turbomaschinen und Fluiddynamik (TFD) Appelstr. 9, 30167 Hannover

11b. Seitenzahl Publikation

12.

Literaturangaben

14.

Tabellen

13.

Fördernde Institution (Name, Adresse)

   

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) 11019 Berlin

15.

Abbildungen

16.

Zusätzliche Angaben

 

Part III ist vertraulich zu behandeln.

17.

Vorgelegt bei (Titel, Ort, Datum)

 

Simon Hackhofer, Projektträger Jülich,

18.

Kurzfassung

In der Windenergiebranche geht der Trend zu immer größeren Rotorblättern, die aufgrund des fluktuierenden und heterogenen Windfeldes sehr starken dynamischen Belastungen ausgesetzt sind. Gemeinsames Ziel in Forschung und Industrie ist die Reduktion mechanischer Belastungen auf die Windenergieanlage um entweder die Anlage zuverlässiger oder kostengünstiger zu gestalten. Im Rahmen des Verbundvorhabens werden drei verschiedene Rotorblattkonzepte untersucht, deren Wirkprinzipe darin bestehen, die aerodynamischen Verhältnisse am Rotorblatt durch aktive und passive Mechanismen zu verändern und die Struktur zu entlasten. An der Leibniz Universität Hannover werden Methoden entwickelt und Versuche durchgeführt um die Potenziale von Rotorblättern mit passiver Biege-Torsions-Kopplung und Rotorblättern mit aktiven Hinterkantenklappen oder flexiblen Hinterkanten zu ergründen und zu bewerten. Dazu werden auch vergleichende Analysen mit der gemeinsamen Basis eines speziell dafür entwickelten Windenergieanlagenmodells, der Referenzanlage, durchgeführt.

Während zurzeit die Demonstration der Machbarkeit durch Subkomponenten-Hardwaretests und der numerische Nachweis der Effizienz von Smart-Blade-Methoden im Fokus stehen, besteht das über die Projektdauer hinausgehende strategische Ziel darin, Smart Blades im Feld zu demonstrieren. Hierzu werden im aktuellen Projekt bereits Vorbereitungen getroffen und Fertigungsunterlagen erstellt um im Anschluss zügig die nächsten Schritte gehen zu können.

19.

Schlagwörter

Rotorblatt; Rotor; Lastreduktion; Lastminimierung; Regelung; passive Regelung; Biege-Torsions-Kopplung; flexible Hinterkante; Moveables; Hinterkantenklappe; Windenergieanlage; Windkraftanlage; Windenergie; Bewertung; Zuverlässigkeit; Referenz, Referenzanlage, Referenzrotorblatt; Referenzblatt; Demonstrator; Smart Blades; intelligente Rotorblätter

20.

Verlag

/

21.

Preis

/

[Leere Seite]

Anhang D Schlussbericht FWOL

[Leere Seite]

Schlussbericht D

Schlussbericht ForWind / Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Zuwendungsempfänger Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Förderkennzeichen:

0325601D

Vorhabenbezeichnung: Smart Blades – Entwicklung und Konstruktion intelligenter Rotorblätter

Laufzeit des Vorhabens: 39 Monate

Berichtszeitraum: 01.12.2012 bis 29.02.2016

Part I: Kurze Darstellung

1.

Aufgabenstellung

1.1

Gesamtziel

Das übergeordnete Forschungsziel des hier vorgeschlagenen Teilvorhabens von ForWind – Universität Oldenburg war die präzisere Beschreibung der Anströmung und Strömungs-Strukturinteraktion von intelligenten Rotorblättern, um durch spezifische Regelungskonzepte die dynamischen Lasten zu minimieren und den Energieertrag zu erhöhen.

Die spezifischen Beiträge von ForWind - Universität Oldenburg zum Verbundvorhaben Smart Blades waren im Bereich der Windphysik gruppiert, d.h. sie setzten bei der numerischen und experimentellen Beschreibung der turbulenten Anströmung von intelligenten Rotorblättern in der atmosphärischen Grenzschicht an, behandelten die auftretenden aerodynamische Lasten sowie die untrennbar damit verbundenen aero-elastischen Interaktion (Fluid-Strukturinteraktion) und mündeten in der Auslegung von Regelungssystemen im Hinblick auf Lastminimierung, Ertragsteigerung und Zuverlässigkeit. Im Einzelnen können die verfolgten Ziele den folgenden übergeordneten Bereichen zugeteilt werden:

 

Weiterentwicklung von CFD Methoden: Weiterentwicklung von Computational Fluid Dynamics (CFD) Methoden für die Optimierung von intelligenten Rotorblättern durch Kopplung des lokalen drei-dimensionalen Strömungsfeldes mit flexiblen Blattbewegungen und Ableitung von adjungierten (d.h. inversen) Verfahren, die aus optimierten Strömungsbedingungen die dazu passende Blattgeometrie ableiten unter Nutzung des Open Source Codes OpenFOAM. Dies sollte auf den inkompressiblen Lösern der Navier-Stokes Gleichungen basieren, die bereits vorhanden waren.

Kopplung von CFD und BEM: Entwicklung von schnellen, für die industrielle Entwurfspraxis geeigneten Lastberechnungsmethoden die wesentliche Details von genauen CFD-Berechnungen mit der Ingenieurverfahren der Blattelement-Impulstheorie (blade element momentum, BEM) kombinieren.

Auswirkung turbulenter Strömungen: Bereitstellung von hochaufgelösten Messdaten der turbulenten An- und Umströmung von Rotoren und Blattabschnitten für die Validierung der numerischen Strömungsberechnungen sowie der konstruktiven Auslegung der Blätter und Regelungskonzepte im Verbundvorhaben. Die Messdaten sollten einerseits im Windkanal aus der turbulenten Anströmung einer intelligenten Rotorblattsektion mit aktiven Vorflügel und anderseits durch hochaufgelöste optische Abtastung des einströmenden turbulenten Windfelds einer Windenergieanlage im Freifeld ermittelt werden.

Regelungskonzepte: Erprobung Ableitung von Regelungs- und Auslegungskonzepten für Windenergieanlagen mit Smart Blades, welche die Windenergieanlage als Gesamtsystem berücksichtigen.

1.2

Bezug zu den förderpolitischen Zielen

Der Bezug zu den förderpolitischen Zielen des Gesamtprojekts, dem sich auch das Teilvorhaben bei FW-H unterordnet, ist im Technologiebericht (Anhang E) in Kapitel 1.3 zu finden.

1.3

Wissenschaftliche und technische Arbeitsziele

Den unter 1.1 dargestellten übergeordneten Bereichen sind folgende Arbeitsziele zugeordnet:

 

Weiterentwicklung von CFD Methoden: Ziel war es die aerodynamischen Auswirkungen von Flexibilität und Torsion zu untersuchen. Es sollten CFD Methoden entwickelt werden, die unter den neuen Bedingungen helfen sollten eine optimierte Aerodynamik zu entwerfen. Diese umfassten einerseits die detaillierte Simulation der Strömungs-Struktur- Kopplung mit CFD, andererseits die gezielte Optimierung der Blattverformung mit adjungierten Methoden. Ziel der detaillierten Strömungs-Struktur-Kopplung war die Gewinnung von hochaufgelösten Informationen eines 3- dimensionalen Strömungsfeldes an flexiblen Blättern und dessen Auswirkung auf die Gesamtaerodynamik. Die Optimierung mit adjungierten Verfahren zielte hingegen auf einen Informationsgewinn für die strukturelle Auslegung der Blätter ab, welche auf die ermittelte optimale Verformung auslegt werden sollte.

Kopplung von CFD und BEM: Der Lastenrechnungscode OneWind des Fraunhofer IWES sollte an den CFD Code OpenFOAM zu einem Hybriden BEM/CFD-Modell gekoppelt werden, um so für spezifische Fragestellungen automatisiert CFD-Berechnungen durchführen zu können. Auf diese Weise sollte die Lastenrechnung mit BEM um die Möglichkeit erweitert werden, komplexe Strömungsverhältnisse um intelligente Blätter herum abzubilden.

Auswirkung turbulenter Strömungen: Im Windkanal sollte das Potenzial und die optimale Konfiguration für das Konzept eines dynamischen Vorflügels evaluiert werden. Für verschiedene Turbulenzbedingungen sollte das Verhalten des Vorflügels optimal eingestellt und die Veränderungen des aerodynamischen Verhaltens aufgenommen werden. Durch die zeitlich und räumlich hochaufgelöste Vermessung der Strömung sollte ein detailliertes Bild der Wechselwirkung von turbulenter Strömung mit dynamischen Vorflügeln ermittelt werden, die eine Weiterentwicklung für unterschiedliche Profilgeometrien und Regelungskonzepte ermöglicht. Ziel war es hierbei, Polaren und deren Stabilität für ein durch Vorflügel verbessertes Profil zu ermitteln. Das einströmende Windfeld einer Windenergieanlage sollte durch einen hochaufgelösten „short-range Windscanner“ abgetastet werden und mit den auftretenden Belastungen

 

korreliert werden. Hieraus sollten Validierungsdaten für weitere Teilaufgaben gewonnen werden und die für die verschiedenen Smart Blades Konzepte erforderliche und geeignete Sensorik bestimmt werden.

 

Regelungskonzepte: Hierbei war insbesondere das Zusammenspiel der verschiedenen passiven oder aktiven Regelungsmöglichkeiten lokal am Blatt mit der Pitch- und Drehmomentenregelung der Windenergieanlage zu untersuchen, um ungewünschte Interkationen zu vermeiden. Ein weiterer wesentlicher Aspekt betraf die Zuverlässigkeitsanalyse von Windenergieanlagen mit Smart Blades als Gesamtsystem mit dem Ziel einer qualitativen Zuverlässigkeitsvoraussage sowie dem Vergleich verschiedener Lösungsalternativen und Identifikation von Schwachstellen.

2.

Voraussetzungen, unter denen das Vorhaben durchgeführt wurde

Von ForWind Oldenburg waren die Arbeitsgruppe Turbulenz, Windenergie und Stochastik (TWiSt) und die Arbeitsgruppe Windenergiesysteme (WESys) an diesem Projekt beteiligt. Durch diese beiden Gruppen werden verschiedene Windkanäle, LiDAR-Geräte und ein Rechencluster an der Universität Oldenburg betrieben und kamen in diesem Verbundvorhaben ebenfalls zum Einsatz. Zusätzlich zu der fachlichen Kompetenz zeichnet sich das Zusammenspiel dieser beiden Arbeitsgruppen dadurch aus, dass sie Ansätze aus der Physik (TWiSt) sowie aus den Ingenieurswissenschaften (WESys) für die gestellten wissenschaftlichen Herausforderungen heranziehen.

Durch die enge Kooperation innerhalb von ForWind, aber auch innerhalb des Forschungsverbunds Windenergie mit Fraunhofer IWES und DLR, ist ein kontinuierlicher Erfahrungsaustausch auf höchstem wissenschaftlichen Niveau und die Nutzung von Synergien für die Forschungsarbeit möglich.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass ForWind Oldenburg über das notwendige Knowhow, die Infrastruktur und die Erfahrungen in der Durchführung koordinierter Verbundforschungsvorhaben verfügt, die zur Durchführung des Vorhabens erforderlich waren.

Die Vernetzung mit der Lehre in dem Bereich der Windphysik bietet zusätzlich die Möglichkeit der Integration von Forschungsergebnissen in die Ausbildung.

3.

Planung und Ablauf des Vorhabens

Aufgrund einer besseren thematischen Zugehörigkeit wurden die Inhalte der Task 4.1.1 in neu die geschaffenen Tasks 1.1.9 und 2.1.7 aufgeteilt. Dies ist im Zwischenber