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2007 - 2011 Fünf Jahre Münchner Klimaherbst Eine Dokumentation der Veranstaltungsreihe
2007 - 2011 Fünf Jahre Münchner Klimaherbst Eine Dokumentation der Veranstaltungsreihe

2007 - 2011

Fünf Jahre Münchner Klimaherbst Eine Dokumentation der Veranstaltungsreihe

INHALT

3

Fünf Jahre Münchner Klimaherbst

5

Nach mir die Sintflut oder: Der lange Weg zur Welt-Umweltpolitik, Wolfgang Roth

Aus den Programmen 2007 - 2011 ( Auswahl ) :

7

KULTUR

Nullwachstum, Peter Ludwig

8

Veranstaltungen

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WISSEN

Wir sind die Akteure der Schöpfung, Hans-Peter Dürr

11

Veranstaltungen

13

ZUKUNFT

Wollen wir die Generation sein, die die Erde ruiniert hat, Harald Welzer

14

Veranstaltungen

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KONSUM

Bürger oder Konsument, Oliver Geden

17

Veranstaltungen

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MACHT

Über die Notwendigkeit von Diskursen, Armin Nassehi

20

Veranstaltungen

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Bücher

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Filme

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Kooperationspartner

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Klimaherbst-Heft-Titel

31

Impressum

5 Jahre Münchener Klimaherbst Für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft stellen die Folgen des Klimawandels ein

5 Jahre Münchener Klimaherbst

Für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft stellen die Folgen des Klimawandels ein gewaltige Herausforderung dar. Denn bei allen Unsicherheiten im Detail existiert eine ziemlich plausible Vorstellung von den wahrscheinlichen Folgen fortgesetzten Nichtstun. Um Zukunft nachhaltig gestalten zu können, bedarf es einer grenzüber- greifenden Auseinandersetzung auf der Basis anwachsenden Wissens – global wie regional.

Die Landeshauptstadt München engagiert sich seit seit vielen Jahren im Klimaschutz. Doch ein noch deutlichere Signale zu setzen, braucht es viele Akteure aus allen gesellschaftlichen Bereichen – Akteure, die Zugang zu unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen haben.

Von Greenpeace bis zur HypoVereinsbank, von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften bis zu den Stadtwerken, vom Kinder-Öko-Projekt bis zur Süddeutschen Zeitung. Bereits im ersten Münchner Klimaherbst kamen über 60 Kooperationspartner zusammen. Die vier Initiatoren des Münchner Klimaherbstes wurden 2007 mit dem Münchner Umweltpreis ausgezeichnet.

Seit seiner Premiere 2007 hat sich der Klimaherbst zu einer festen Größe in München entwickelt. Die jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe vernetzt Münchens engagierte Menschen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Kultur und Bildung, um dringende Fragen zum Klimawandel zu stellen und Lösungsansätze aufzuzeigen. Organisationen und Unternehmen aus allen gesellschaftlichen Bereichen sind eingeladen, das Programm mit einem eigenen Beitrag mitzugestalten.

Durch den politischen Erfolg und das große Interesse der Bevölkerung ist die Zahl der Kooperationspartner, seit der Gründung von Jahr zu Jahr stetig gewachsen. Gemeinsam ist es gelungen, den Klimaherbst als “Marke“ in München zu etablieren.

den Klimaherbst als “Marke“ in München zu etablieren. Organisation & Zielgruppen Die Gesamtkoordination des

Organisation & Zielgruppen

Die Gesamtkoordination des Programms übernahm für den ersten drei Jahre (2007-2009) die Münchner Volkshochschule (MVHS) und das Ökologische Bildungszentrum (ÖBZ) der MVHS. In den Jahren 2010 und 2011 wurde die Trägerschaft an Global Challenges Network e.V. (GCN) übertragen. Die einzelnen Programm- vorschläge der Partner werden zusammen mit einem Organisationsteam entwickelt und abgestimmt. Die Programmplanung erstreckt sich über 6 Monate (März-Juli). Dazu finden mehrere Vorbereitungstreffen statt, die auch zur Vernetzung der Kooperationspartner dienen.

Durch die stetige Weiterführung und Erweiterung des Netzwerkes brachten sich in den letzten fünf Jahren über 150 Kooperationspartner (S. 24) in den Klimaherbst ein.

Das Programm des Münchner Klimaherbstes richtet sich an alle interessierten Bürger der Stadt München. Durch die unterschiedliche und teilweise ungewöhnliche Konzeption der Veranstaltungen können neue Milieus der Stadtgesellschaft erreicht werden. Neben klassischen Formaten wie Vorträgen, Workshops oder Symposien soll den Besuchern durch Kunstaktionen, Konzerte, Kaberetts und Exkursionen auch ein emotionaler Zugang zum Thema vermittelt werden. Eine besonderes Augenmerk gilt neben dem Erwachsenenprogramm dem Ausbau des Angebotes für Kinder und Jugendliche. Die meist gut ausgelasteten Veranstaltungen an Schulen und anderen Kinder- und Jugendeinrichtungen sprechen für eine erfolgreiche Umsetzung.

sprechen für eine erfolgreiche Umsetzung. Presse & Öffentlichkeitsarbeit Das jeweilige Programm

Presse & Öffentlichkeitsarbeit

Das jeweilige Programm des Klimaherbstes wird um redaktionelle Beiträge ergänzt und als Magazin gestaltet (Auflage 50.000).

Die Verteilung des Magazins erfolgte an zahlreichen Stellen in der Stadt: Bei Kooperationspartnern, Bündnis- spartnern “München für Klimaschutz“, MVHS-Häuser, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Bars und Geschäften. Über die Hofpfisterei werden mehrere tausend Programme in deren Filialen verteilt. Zudem liegen 10.000 Programme im Veranstaltungszeitraum in den Münchner S-Bahnen aus. Alle Münchner Tageszeitungen werden kontinuierlich mit Presseinformationen versorgt. Eine Internetseite wurde eingerichtet.

versorgt. Eine Internetseite wurde eingerichtet. Finanzierung & Programm Das komplexe Programm des

Finanzierung & Programm

Das komplexe Programm des Münchner Klimaherbstes ist nur durch die finanzielle Unterstützung des Referats für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München, des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, BenE München und der Selbach-Umwelt-Stiftung möglich. Zudem konnte für das Jahr 2011 die Sparda Bank München als Sponsor gewonnen werden. Von 2007 bis 2011 nahmen insgesamt ca. 35.000 Besucher an über 250 Veranstaltungen teil. Diese Dokumentation möchte einen kleinen Überblick über die Vielseitigkeit der Angebote, der Orte und der Akteure geben. Die Texte sind den Programmheften der letzten 5 Jahre entnommen.

der Angebote, der Orte und der Akteure geben. Die Texte sind den Programmheften der letzten 5

Nach mir die Sintflut –

oder der lange Weg zur Welt-Umweltpolitik

Nein, in Europa, in dieser nun auf 25 Nationen ange- wachsenen Wirtschaftsgemeinschaft, entscheidet sich nicht, ob die Erderwärmung noch in einem halbwegs erträglichen Rahmen gehalten werden kann. Ohne die USA, ohne China mit seinen rapide ansteigenden Treibhausgasen, ohne die boomenden Schwellenländer Indien und Brasilien bleiben fast alle Anstrengungen Stückwerk.

Nein, Deutschland ist noch viel weniger in der Lage, dem Klimawandel wirksam entgegenzusteuern. Gesetzt den Fall, Berlin hielte klaren Kurs auf ehrgeizigere Ziele zur Eindämmung der Treibhausgase, so ist das, global gesehen, nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Nein, eine Kommune wie München hebt sich dann überhaupt nicht mehr ab von diesem weltweiten Rauschen und Dröhnen, das Aluminiumwerke und Kohlegruben, neue Ölfördertürme und Flughäfen begleitet. Was soll eine Stadt wie München schon ausrichten? Und wie lächerlich klein ist der Beitrag jedes einzelnen, wie marginal wirken die Bemühungen dessen, der den Heizungsregler herunterdreht und Energiespar- lampen in die Fassung schraubt, angesichts der großen Herausforderung. So groß ist die Herausforderung, dass sie ein Dogma in Frage stellt, das von den Anfängen der Industrialisierung bis heute Gültigkeit beansprucht: die Gewissheit, der technische Fortschritt, so wie ihn der Markt vor-antreibt, trage immer und automatisch auch die Lösung aller Probleme in sich, die er kurzfristig hervor- bringt.

Das macht die einen mutlos, die anderen verführt es zu einem fröhlichen ‚Weiter so, nach mir die Sintflut!’ Besonders zynische Menschen – durchaus auch soge- nannte Welt-Politiker – propagieren ein Modell, das den klassischen Industrieländern erlaubt, ihr Wohlstands- modell ungebrochen fortzusetzen und die Entwicklungs- länder auf ewig im Status von Almosenempfängern zu fesseln. Es wird nicht mehr funktionieren. Aber es funktionierte lange so.

Weil aber der große Wurf nicht möglich ist, weil die Vertragsstaaten der UN-Klimakonvention einstimmig entscheiden müssen, weil die Interessen von Saudi- Arabien und Kiribati verschiedener nicht sein können, geht derzeit wirksamer Klimaschutz trotzdem nur andersherum, vom Kleinen zum Großen. Das ist das Paradox: Ganz unten kann nichts auf direktem Weg ganz oben bewegt werden. Aber viele kleine Erschütterungen dieser Basis können sich über Kanäle fortpflanzen und an Wucht gewinnen auf dem Weg nach ganz oben. Das ist dann die Ebene, auf der allgemein gültige, nicht mehr auf den guten Willen Einzelner angewiesene Gesetze den Klimaschutz voranbringen.

Es kann sich jeder einzelne schon darin üben, wie es ist, ohne großen Komfortverlust in einer Welt zu leben, die weniger und andere Energie verbraucht. Das kann den Nachbarn motivieren, und wenn das ein gutes Gefühl gibt, ist das nicht gering zu schätzen. Nur sollte sich keiner zur Rettung der Welt berufen fühlen, dazu ist diese Welt zu groß. Es ist auch eine durch und durch unfriedliche und ungerechte Welt, so dass die Menschen in vielen Gegenden der Erde weiß Gott andere Sorgen haben als den Schutz des Tropenwalds.

Wenn aber viele Bürger in einer Stadt einen Gefallen daran finden, dass ihre Kommune schon ganz gut gerüstet ist für die Zeit, in der Kohle, Gas, Erdöl knapp und sündhaft teuer sind, dann kann das ein Vorbild für andere Städte sein. In vielen Städten aber hausen viele Wähler und die können ihre Landesregierung und die Bundesregierung auf einen Weg bringen, der künftigen Generationen nicht alle Wege verbaut. Es klingt vielen vielleicht wie ein Märchen, aber in der Demokratie gibt es mit gutem Grund keine andere Möglichkeit: gemeinsame Überzeugungen zu bilden, die in politische Legitimation münden, welche die Exekutive zum Handeln befähigt. Der Traum von der Öko-Diktatur entspringt einer pubertären Gedankenwelt.

Es gibt auch keine Alternative zum weiteren Weg der Bewusstseinsbildung vom Kleinen zum Großen. Nicht moralische Appelle überzeugen letztlich die Klima-Sünder in der Europäischen Union und schon gar nicht die Senatoren und Kongressabgeordneten in den USA. Letztlich überzeugt nur das Beispiel, das Wirtschafts- modell einer Nation, die den Klimaschutz mit der Rendite verbindet, der Abhängigkeit von immer knapperen Rohstoffen zu entkommen. Wenn Deutschland und Europa unfähig zu diesem Nachweis sind, mit welcher Berechtigung könnten sie dann von China oder Indien verlangen, doch bitteschön nicht die Fehler zu begehen, die den Industriestaaten noch immer zum Vorteil gereichen.

Ein Münchner Klimaherbst mag in diesem Sinne etwas ganz und gar Unherbstliches sein, ein Ereignis, auf dem manches wächst: Information, Erkenntnis, Wurzeln für späteres Handeln. Wenn dies sine ira und studio von- statten geht, umso besser. Es hat sich in umwelt-politisch bewegten Kreisen nämlich eine Haltung herausgebildet, die den Zweifeln an einem von Menschen beeinflussten Klimawandel mit einer Empörung entgegentritt, als habe da einer Gotteslästerung begangen oder die Auschwitz- Lüge verbreitet. Wissenschaft braucht aber den Zweifel, auch die ständige Selbstüberprüfung, nur dass die seriöse Forschung bisher noch keinen Anlass sah, ihre immer wahrscheinlicheren Thesen wegen dieser Kritik zu korrigieren. Soweit die Kritik von Lobby-Interessen getragen war, war sie bisweilen auch leicht zu durch- schauen.

Wolfgang Roth, Redakteur der Süddeutschen Zeitung

2007

KULTUR

KULTUR

Nullwachstum

Unser kleiner Sohn ist ein Vorbild weil er sich seiner Zukunft stellt und sich im Gegensatz zu allen andern ans Nullwachstum hält

Er misst jetzt einen halben Meter und dass das auch so bleibt lebt er nur von Tabletten die ihm der Arzt verschreibt

Nachhaltigkeit ist etwas das er besonders liebt und alles was sich logisch für ihn daraus ergibt

Seit fünfundzwanzig Jahren hat er dasselbe an so schont er die Ressourcen unser kleiner Mann

Sex und solche Sachen hat er noch nie gemacht denn das geht nicht mit Nullwachstum hat er sich gedacht

Unser kleiner Sohn ist ein Vorbild weil er sich seiner Zukunft stellt und sich im Gegensatz zu allen andern ans Nullwachstum hält

Vocal: Salome Kammer Text / Musik: Peter Ludwig

Auftaktveranstaltung im Deutschen Museum, 2009

ans Nullwachstum hält Vocal: Salome Kammer Text / Musik: Peter Ludwig Auftaktveranstaltung im Deutschen Museum, 2009

Kultur

Kultur

Cape Farewell - Kunst und Klimawechsel

Ausstellung

Um das Bewusstsein für das Thema Klimawandel zu schärfen und es über wissenschaftliche Herangehens- weisen hinaus als kulturelles Phänomen zu positionieren, hat der britische Künstler David Buckland das Ausstellungsprojekt Cape Farewell initiiert. Auf einem Segelschiff reisten seit 2003 rund 40 Künstler,Wissenschaftler und Lehrer zum 79. Breitengrad in die Arktis, um gemeinsam Zeugen der dramatischen Auswirkungen des Klimawandels auf das fragile ökologische Gleichgewicht der Region zu werden. In der Foto-Dokumentation von Cape Farewell erzählen die Künstler/innen von ihrer Erfahrung der Veränderungen auf ganz persönliche Weise und führen einen Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft zum aktuellen Thema Klimawandel.

Veranstalter: MVHS und British Council, Gasteig, Aspekte Galerie, 2007

MVHS und British Council, Gasteig, Aspekte Galerie, 2007 Water Story Videoinstallation und Performance Islands

Water Story

Videoinstallation und Performance

Islands international bekannte Künstlerin Rúrí befasst sich in ihrem Werk seit Jahren mit Wasser und Umwelt. In ihrer Konzeptkunst verbindet sie sinnliche Erlebnisse mit metaphysischen und sozialkritischen Aspekten, in denen der Umgang mit der Natur hinterfragt wird.

Die St. Lukas Kirche wird Schauplatz von zwei eindrucksvollen Video- und Soundinstallationen, die erstmalig in München präsentiert werden. Aufnahmen von Islands einzigartigen Landschaftsbiotopen und gewaltig rauschenden Wasserfällen werden auf großräumigen Projektionsflächen übertragen und verbinden sich mit der Architektur der Kirche zu einem besonderen Naturereignis.

Veranstalter: Artcircolo kunstprojekte und Evangelische Stadtakademie MünchenSt. Lukas Kirche, 2008

Kultur

Kultur

Carrotmob München

Aktion

Carrotmob ist eine neue Aktionsform, bei der kritische Konsumenten gezielt “massenshoppen“ gehen. Der Name steht bildlich für einen Esel, der mit der Karotte gelockt und so zu einem bestimmten Ziel geführt wird. Die Unternehmen sollen nach dem gleichen Prinzip dazu animiert werden, klimafreundliche Maßnahmen umzusetzen. Die Kunden belohnen durch ihren Einkauf das Geschäft, das unter den angefragten bereit war, die höchste Prozentzahl des Umsatzes in Energieeffizienz zu investieren. Ähnlich dem Flashmob verabredeten sich ca. 300 Menschen über Blogs, Twitter und andere Online-Communities am 17. Oktober um 12.00 Uhr gemeinsam einkaufen zu gehen. Carrotmob plünderte den Lebensmittelladen Löwenzahn in nur 3 Stunden. Die Besitzer hatten sich zuvor verpflichtet, 30 % ihres in dieser Zeit generierten Umsatzes in Energie- effizienzmaßnahmen für ihren Laden zu stecken.

Veranstalter:

Green City e.V., 2009

Großstadtnomaden

Bilder, Texte und Musik

Wenn heute Menschen aus Nordafrika fliehen, haben sie nur ein Ziel: Die europäischen Metropolen. Einst waren die Ankommenden an die Ränder der Städte gedrängt; heute ist diese Grenzziehung nicht mehr haltbar. Wer ist „innen”, wer „außen”? Die Schnittmengen und Gemeinsamkeiten - eben auch mit denen, die schon immer da waren oder aus noch ferneren Ländern kommen - haben mittlerweile längst eine eigene und unvorhersehbare Dynamik. Das Projekt „Großstadtnomaden“ von Peter Ludwig streift mit Musik, Texten und Bildern Momente der Begegnung, der Ausgrenzung und der Sehnsucht.

Veranstalter:

MVHS in Zusammenarbeit mit Global Challenges Network e.V., 2011

Neue urbane Gärten

Kurzfilmabend

Network e.V., 2011 Neue urbane Gärten Kurzfilmabend Eine „mobile urbane Landwirtschaft“ im

Eine „mobile urbane Landwirtschaft“ im Prinzessinnengarten mitten in Berlin-Kreuzberg, ein Nachbar- schaftsgarten, der in Leipzig zum Ausgangspunkt für eine Stadtentwicklung von unten wird, Kochen mit türkischstämmigen „Jungs“. Im Interkulturellen Garten im Görlitzer Park und der Gartenumzug von „RosaRose“, dem berühmten Guerilla-Gardening-Nachbar-schaftsgarten in Berlin-Friedrichshain: Vier Kurzfilme von George Eich geben Einblick in die unterschiedlichsten Dimensionen urbanen Gärtnerns, die Lebendigkeit und sozialen und kulturellen „Nebenprodukte“.

Veranstalter:

Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis, 2010

WISSEN

WISSEN

Wir sind Akteure der Schöpfung

Auf der Grundlage der modernen Weltsicht bedeutet die Frage »Was bringt uns die Zukunft?« nicht so sehr, dass wir darüber rätseln sollen, was wohl in Zukunft passieren wird. Die Fragen, die sich bei einer wesentlich offenen Zukunft vielmehr stellen, sind eher: »Welche Zukunft wollen wir haben? Wie wollen wir Zukunft gestalten?« Das klingt reichlich ver- messen und ist es auch, weil offensichtlich die eingeprägten Tendenzen unsere Handlungsspiel- räume empfindlich einengen. Aber als allgemeine Aufforderung an uns und unsere Lebenshaltung sind diese Fragen doch gültig und wichtig, weil auch Spielräume, wie es die Evolution des Lebendigen zeigt, durch Lernprozesse ständig verändert werden können.

Wesentlich für das 21. Jahrhundert scheint mir deshalb zu sein, zunächst einmal die wohl etablierten, tiefgründigen und erhellenden Erkenntnisse des 20. Jahrhunderts in ihrer vollen Bedeutung aufzunehmen und zu verstehen. Dies wird uns erlauben, das Nebeneinander und Wechselspiel der verschiedenen Menschen und ihrer Kulturen sowie all die verschie- denen Lebensformen auf der Erde als das kreative Ergebnis eines Win-Win-Spiels von Verschieden- artigem zu betrachten, das höchste Flexibilität des Ganzen bei gleichzeitiger Einzigartigkeit der Mitspielenden erlaubt. Das Paradigma des Toten, das determinierten Gesetzen gehorcht, erscheint immer bei einer vergröberten Betrachtung als Möglichkeit, aber gerade diese Vereinfachung verzichtet auf die Auszeichnung des Lebendigen, dessen Wurzeln in eine tiefere Wirklichkeitsschicht hinabreichen. Das Paradigma des Lebendigen ist aus diesem Grunde reicher und spiegelt besser das Wesen der eigentlichen Wirklichkeit wider, das im Grunde geistige Züge trägt. Es ist auch das Lebendige, was die Freiheiten der offenen Zukunft gestaltend nutzen kann und was letztlich die Evolution in Richtung auf differenziertere Strukturen bewirkt, die zum Menschen geführt hat und wohl zu noch Höhere befähigt.

Die moderne Physik lehrt uns, dass das Natur- geschehen kein mechanistisches Uhrwerk ist, das, einmal angeworfen, unbeeinflussbar und determiniert nah ehernen Gesetzen abläuft. Vielmehr ist Zukunft prinzipiell offen, die Schöpfung nicht abgeschlossen. Wir können, so scheint es deshalb, uns Menschen – mit unserer unmittelbar empfundenen Fähigkeit zum freien Handeln – als Akteure in diesem kontinu- ierlichen Schöpfungsprozess begreifen. Der schöpferisch handelnde Mensch steht nicht außerhalb oder im Gegensatz zur Natur, sondern er ist wesentlicher Teil einer sich ständig erneuernden Natur.

Selbstverständlich ist es nicht so sehr unser Zweifel an unserer prinzipiellen Handlungsfreiheit, welche uns zuweilen das Gefühl der Ohnmacht vermittelt, als vielmehr die offensichtliche Frage, ob es uns durch unsere winzigen Kräfte gelingt, irgendwelche spürbaren Änderungen im Ablauf der globalen Prozesse bewirken zu können. Denn diese laufen doch meist aufgrund einer mächtigen Eigendynamik ab, die wir als unabänderliche Sachzwänge erleben. Auch hier zeigt uns jedoch die moderne Forschung, dass hochvernetzte, stark verkoppelte Systeme durch winzig kleine lokale Anstöße überproportional große globale Veränderungen erfahren können. Da ist der Flügelschlag eines Schmetterlings in Japan, der das Wetter in Europa verändert, da sind Spurengase von FCKW’s, die ein Ozonloch mit hochgefährlichen Folgen für die Biosphäre in die obere Erdatmosphäre reißen, da ist ein Komma- fehler in einem Computerprogramm, das eine hochkomplexe Steuerroutine zum Abbruch bringt. Und wer hätte vor wenigen Jahren gedacht, dass eine einzelne Persönlichkeit wie etwa Michail Gorbatschow, den lauf der Weltgeschichte derart tiefgreifend verändern konnte. Und auch hier: Es ist letzten Endes nicht die Tat eines Einzelnen, dieser Flügelschlag des Schmetterlings, der diese Veränderung im Sinne einer linearen Ursache- Wirkung-Beziehung verursacht, sondern es ist die Eigenschaft komplexer Systeme, in geeigneten Situationen – wir sprechen hierbei von »kritischen« Punkten – durch winzig kleine Anstöße umzu- kippen, in einen anderen Zustand überzugehen, sich auf neue Weise zu ordnen.

Wir sollten daher unsere Fähigkeiten nicht unterschätzen, als Katalysatoren, als Keime für neue Entwicklungen wirken zu können. Soll die Menschheit eine Zukunft haben, so haben wir als Mitglieder der menschlichen Gesellschaft keine andere Wahl, als unser gemeinsames Schicksal mit heißem Herzen und kühlem Verstande in beide Hände zu nehmen und mitzuwirken, es entschlos- sen und sanft zugleich durch die gefährlichen Klippen und Stromschnellen der nächsten Jahrzehnte zu steuern. Die Zukunft ist offen. Handeln wir also so, als ob noch alles möglich wäre!

Hans-Peter Dürr, Quantenphysiker, Global Challenges Network e.V.

Auszug: Das Lebendige lebendiger werden lassen, oekom Verlag, 2011, im Klimaherbst 2007, 2008,

2011

Wissen

Wissen

Ohne Klimaschutz keine Nachhaltigkeit

Vortrag

Der renommierte Klimaforscher Prof. Dr. Hartmut Graßl geht in seinem Vortrag auf die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen des Klimawandels ein und zeigt zugleich auf, wie wir dem Klimawandel begegnen können. Prof. Graßl war langjähriger Leiter des Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie und hat bereits in den 1980er Jahren vor dem Klimawandel gewarnt. Die Bayerische Staatsregierung hat ihn im April 2007 zum Vorsitzenden des neu eingesetzten »Klimarates« benannt.

Veranstalter: Schweisfurth-Stiftung, Selbach-Umwelt-Stiftung, Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München und oekom e.V., 2007

Zukunftsfähiges München und oekom e.V., 2007 Unterirdische Ziegelkathedralen Besuch in der Unterwelt der

Unterirdische Ziegelkathedralen Besuch in der Unterwelt der Münchener

Seit der Begründung des Münchner Kanalisationssystems durch Max von Pettenkofer vor rund 150 Jahren wurden in der „Münchner Unterwelt” Millionen von spezialgehärteten Klinker-steinen verbaut. Eine Besichtigung des Kanalsystems gewährt einen Blick in älteste Teile dieser be-eindruckenden unterirdischen Bauwerke. Aber auch eine moderne Anlage, wie eines der gigantischen Regenrückhaltebecken, gehört zum Besich- tigungsprogramm.

Veranstalter:

MVHS in Zusammenarbeit mit der Münchner Stadtentwässerung, 2008

Wissen

Wissen

Klimawandel und Ökonomie: Ist weniger Mehrwert?

Auftaktveranstaltung

lm Fokus des Eröffnungsabends des vierten Münchner Klimaherbstes stehen die vielfältigen Verbindungen zwischen Klimawandel und Ökonomie. Sowohl der Klimawandel als auch die kapitalistische Wirtschaftsform werden als schwer berechenbare ,,Supermacht" empfunden, die ihre eigenen Regeln und (Un-)Ordnungen zu haben scheint. Wie weit sind die Funktionsgrenzen beider Systeme überschritten? Welche gegenwärtigen ökonomischen Zwänge und Realitäten bedingen den Klimawandel? Was wird budgetiert und was nicht? Wie finden klimarelevante Entscheidungen Eingang in ökonomische Bewertungen? Die Auftaktveranstaltung versucht, darauf erste Antworten zu geben.

Panel l: Was und wie wird gerechnet? Prof. Dr. Adelheid Biesecker (Bremen), Wirtschaftswissenschaft; Prof. Dr. Dr. Peter Höppe, Leiter der Geo Risiko Forschung MunichRe. Moderation: Dr. Reinhard Wieczorek, ehem. Wirtschaftsreferent LHM Panel ll: Führt Wissen zum Handeln? Prof. Dr. lngo Pies (Halle-Wittenberg), lnhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsethik, Martin-Luther-Universität; Prof. Dr. Harald Welzer, Sozialwissenschaftler, Kulturwissenschaftliches lnstitut Essen (KWl) Moderation: Dr. Manuel Schneider, Münchner Forum Nachhaltigkeit Veranstalter: Global Challenges Network e.V. Selbach-Umwelt-Stiftung, Referat für Gesundheit und Umwelt, 2010

Veranstalter:

Global Challenges Network e.V. (GCN), Münchner Forum Nachhaltigkeit, Referat für Gesundheit und Umwelt LHM, Alter Rathaussaal 2011

Stromsparen mit Komfort: Haus und Haushalt auf dem Prüstand

Vortrag

Die Stromkosten für Mieter und Eigentümer sind oft höher als die Heizkosten. Nicht zuletzt sind Maßnahmen zum Stromsparen ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Doch wie und wo sind die „Stromfresser“ zu finden? Welche technischen Lösungen können den Stromverbrauch nennenswert senken? Und wie kann der Stromverbrauch halbiert werden, ohne auf den gewohnten Komfort zu verzichten? Referent: Norbert Endres, staatl. gepr. Umweltschutztechniker

Veranstalter:

Bauzentrum München, 2009

Zukunft des Urbanen Leben?

Bilder, Texte und Musik

Der Atom-GAU von Fukushima hat es in dramatischer Weise deutlich gemacht: Wenn es zum Äußersten käme, wären Katastrophen dieser Größenordnung in den Megastädten der Welt kaum zu managen. Heute leben über 50 % der Weltbevölkerung in Städten, für das Jahr 2050 sind 70% prognostiziert. 1950 gab es 34 Millionenstädte, 2025 werden es 650 sein. Städte als Problemverursacher, aber sie sind ebenso auch Orte, die mögliche Lösungsansätze hervorbringen. Zwei Szenarien werden an diesem Abend vorgestellt und diskutiert:

1. Risiko Stadt: Wie verletzlich sind die wachsenden Mega-Cities?

Referent: Thomas Loster, Geschäftsführer der Münchener Rück Stiftung

2. Verheißung Stadt: Wie steht es um das ökosoziale Potential von Großstädten?

Referent: Prof. Dr. Hartmut Häussermann, Stadtsoziologe, Berlin

Veranstalter:

MVHS in Kooperation mit der Hochschule München, Gasteig 2011

ZUKUNFT

ZUKUNFT

Wollen wir die Generation sein, die die Erde ruiniert hat?

Die kollektive Vergesslichkeit, dass unsere Umwelten von uns selbst gemacht und die in ihnen geltenden Regeln von uns bestimmt werden, lässt den Status quo fatalerweise immer als den erscheinen, der den Referenzpunkt für jede Form von Veränderung abgibt. Deshalb wird Veränderung umstandslos mit Verzicht gleichgesetzt, wodurch in dem Augenblick, in dem man ,,Verzicht" sagt, der Status quo als ein Optimum erscheint, an dem um Gottes willen nicht herum- geschraubt werden darf.

Aber gerade der Status quo ist mit einer Fülle von Verzichtsleistungen erkauft - dem Verzicht etwa auf Ruhe, wenn man in der Stadt, an befahrenen Straßen oder in Einflugschneisen von Flughäfen wohnt, dem Verzicht auf Gesundheit, wenn man einer gesund- heitsgefährdenden Tätigkeit nachgehen muss, dem Verzicht auf Kinder, wenn die Karriere- und Mobilitätsmuster keine Vereinbarkeit von Beruf und Familie erlauben.

Solche Verzichtsleistungen erbringen Menschen, weil sie keine bessere Verhandlungsposition haben. Sie folgen solchen Zwängen, weil es sich unterm Strich mehr auszahlt, einen ungesunden Arbeitsplatz zu haben als gar keinen oder eine laute Wohnung als eine ruhige, die man nicht bezahlen kann. Genau das wird dann aber als jener Status quo erfahren, den man auf jeden Fall halten möchte, und die mentalen lnfrastrukturen sorgen dafür, dass jede Veränderung schon vorab als Zumutung und nicht als Chance auf ein besseres Leben begriffen wird.

Das Iiegt auch daran, dass Gesellschaften unseres Typs Sinnbedürfnisse fast ausschließlich über Konsum befriedigen - auch deshalb haben Kon- sumstile und Statussymbole so ein starkes Be- harrungsvermögen. Um einen anderen Referenz- punkt zu finden, von dem aus auf das Gegebene zu blicken wäre, müsste man andere Sinnstiftungen neben dem Konsum finden. Menschen, die Kinder und Enkel haben, wissen, dass sich Sinn auch über Handlungen und Entscheidungen gewinnen lässt, die über die eigene Lebenszeit hinausweisen und den eigenen Status quo überleben werden. Um zu einer Vorstellung darüber zu gelangen, was heute getan werden muss, ist ein ratloses Verweilen in der Gegenwart nicht ausreichend - da endet man eben beim Nachplappern der Wachstumsrhetorik und beim Fortschreiben von Strategien, die nicht zukunftsfähig sind.

Um Veränderung als positiv definieren zu können, muss wieder die schon lange nicht mehr gestellte Frage aufgeworfen werden, wie wir eigentlich leben wollen, wie unsere Gesellschaft, sagen wir, im Jahr 2025 aussehen soll. ln der Grammatik gibt es die interessante Zeitform des Futurum ll. das einen künftigen Zustand beschreibt, auf den man zurück- blickt: Es wird gewesen sein. Erst aus einer solchen Perspektive, nämlich wer man einmal gewesen sein möchte, lässt sich bestimmen, welche Maßnahmen heute sinnvoll und angemessen sind.

Das ist nämlich ins Konkrete übersetzt die Frage danach, ob manTeil jener Generation gewesen sein möchte, die den Planeten ruiniert hat, weil sie dumm und ungeprüft Glaubenssätzen von Wachstum, Fortschritt und Wettbewerb gefolgt ist, ohne zu prüfen, wie weit sie tragen – oder ob man Teil jener Generation gewesen sein möchte, die die Zeichen der Zeit erkannt und noch rechtzeitig umgesteuert hat. Am Ende ist das auch eine Frage von lntelligenz. So weit sollte das Erbe der Aufklärung schon noch reichen, dass man nicht Wachstumspredigern und Fortschrittsaposteln folgt, ohne sich seiner eigenen Vernunft zu bedienen.

Harald Welzer, Kulturwissenschafler, Essen

Gekürzte Fassung aus Monatszeitschrift,,Blätter für deutsche und internationale Politik", 6/ 20 1 0, Referent bei Auftaktveranstaltung Klimaherbst 2010

für deutsche und internationale Politik", 6/ 20 1 0, Referent bei Auftaktveranstaltung Klimaherbst 2010 13

Zukunft

Zukunft

Neue Berufe rund ums Klima

Ausstellung

Gerade für junge Leute bieten die neuen (und alten) Berufe rund um Energie und Klimaschutz gute und interessante Beschäftigungs-chancen. Die Veranstaltung informiert über Voraussetzungen und Anforderungen und gibt Hinweise über unterschiedliche Weiterbildungsmöglichkeiten in den Bereichen erneuerbare Energien und Naturschutz.

Veranstalter:

MVHS und Städt. Bildungszentrum für Solartechnik, 2007

MVHS und Städt. Bildungszentrum für Solartechnik, 2007 Mit Wasser leben in Afrika und München Nebelnetz bis

Mit Wasser leben in Afrika und München Nebelnetz bis Trockenklo

Workshop

Wie können sich Menschen ausreichend sauberes Wasser verschaffen? Dieser Frage geht die Wasserstiftung nach. Nötig sind Wasserstrukturen, die am Alltag der Menschen anknüpfen. In „WasserSchulen“ lernen afrikanische Kinder, wie sie Wasservorräte nachhaltig nutzen und schützen können. Im Workshop berichten Referenten von den Projekten und zeigen Tricks der Wasser-gewinnung. Workshop für Kinder, Jugendliche und Familien mit Henner Lang (WasserStiftung), Monika Seidel (Nord Süd Forum).

Veranstalter:

Nord Süd Forum in Kooperation mit der WasserStiftung Ökologisches Bildungszentrum, 2008

Zukunft

Zukunft

Multivision “ Klima und Energie”

Vortrag

Ein überlegter und vernünftiger Umgang mit Energie und der Schutz des Klimas sind Überlebensfragen. Dies ist die zentrale Botschaft der Multivision ,,Klima und Energie", eines bundesweiten Schulprojekts des BUND. Mit Archivbildern der ganzen Welt lädt die Multivisionsschau zu einer faszinierenden Reise in die Welt von Klima und Energie ein. ln anschließenden Diskussionsrunden können die Schüler mit Profis erörtern, wie man sich in München der Klimaproblematik stellt.

Veranstalter:

Multivision an Münchner Schulen, 2009

Vom Weltall auf die Erde schauen: eine Klimaexpedition

Multimedia

lm All schweben und sich die Erde von oben anschauen. Mit Live-Satellitenbildern zeigt die Klima- expedition die Auswirkungen des globalen Klimawandels. Der Vergleich von aktuellen Satellitenbildern mit älteren Aufnahmen verdeutlicht eindrucksvoll die gravierenden Folgen der Erderwärmung wie z. B. den Gletscherschwund. Die lnhalte der spannenden Germanwatch-Klimaexpedition werden fortaufend mit neueren

also

brandaktuell.

wissenschaftlichen

Erkenntnissen

weiter-entwickelt.

Der

Blick

vom

Weltall

direkt

auf

die

Erde

ist

Veranstalter:

Verbraucherzentrale Bayern e.V., Referat Umwelt und Nachhaltigkeit, in Kooperation mit Germanwatch und Geoscopia Forum 2, 2010

in Kooperation mit Germanwatch und Geoscopia Forum 2, 2010 Die Stadt und Ihre Zukunft Schreibwettbewerb Junge

Die Stadt und Ihre Zukunft

Schreibwettbewerb

Junge Autorinnen und Autoren sind zu kreativen Beiträgen aller Art ein. Ein mögliches Thema: „Wie können Menschen in der Zukunft in dicht besiedelten Städten leben?“ Die besten Beiträge werden veröffentlicht. Die Wettbewerbsbedingungen finden sich auf den Webseiten der Veranstalter. Die Ergebnisse erscheinen auch auf klimaherbst.de. Abschluss mit Lesung und Preis-verleihung mit Wissenschafts- und Technikautor Dr. Ulrich Eberl („Zukunft 2050“).

Veranstalter:

Bund Naturschutz in Bayern e.V., Verein „Kinder lesen und schreiben für Kinder“ in Kooperation mit dem Referat für Gesundheit und Umwelt Alter Rathaussaal, 2011

KONSUM

KONSUM Bürger oder Konsument? Ambitionierte klimapolitische Ziele werden sich nur erreichen lassen, wenn Gesellschaften

Bürger oder Konsument?

Ambitionierte klimapolitische Ziele werden sich nur erreichen lassen, wenn Gesellschaften über wirkmächtige und am Gemeinwohl orientierte Steuerungsinsanzen verfügen.

Dass Regierungen und Parteien bislang nur einen bescheidenen klimapolitischen Leistungsnachweis vorzuweisen haben, gibt Anlass zu großer Skepsis, kann jedoch nicht bedeuten, das Potential staat- icher Regulierung schlicht zu negieren und statt dessen auf die scheinbare Macht des mündigen Verbrauchers zu bauen. Begreift man den sich vollziehenden Klimawandel, ähnlich wie auch die globale Finanzkrise, als Ausdruck eines weitreichen- den Markversagens, so bietet er auch eine Chance für die Wiedergewinnung des Politischen.

Die Rolle des nachhaltigkeitsorientierten Einzelnen wird deshalb nicht zuletzt darin bestehen müssen, auf den regelsetzenden Teil des professionalisierten Politikbetriebs Einfluss zu nehmen.Angesichts der Eigeninteressen der Akteure im politischen Feld ist allerdings mehr als fraglich, ob entscheidende politische Impulse tatsächlich von (im weitesten Sinne) ökologisch motivierten Konsumentscheid- ungen zu erwarten sind. Eine Re-Politisierung des Umweltbewusstseins erfordert deshalb auch eine veränderte Selbstauffassung des an weitreichenden klima-politischen Veränderungen interessierten Individuums.

Der Einzelne sollte sich dementsprechend nicht länger primär als Konsument in Beziehung zur Gesellschaft setzen, sondern vielmehr als Bürger. Er sollte sich nicht ausschließlich an der Qualität der Umwelt interessiert zeigen, sondern auch an der Qualität der Demokratie.

Oliver

Berlin, 2009

Geden,

Stiftung

Wissenschaft

und

Politik,

zeigen, sondern auch an der Qualität der Demokratie. Oliver Berlin, 2009 Geden, Stiftung Wissenschaft und Politik,

Konsum

Konsum

Peak Oil, Klimawandel, Lebensstile - welche Alternativen für welche Zukunft? Symposium

Es hat sich herumgesprochen: Das Öl wird knapp. Doch hartnäckig hält sich die Meinung, dass Wachstum und Wohlstand von der Verfügbarkeit des schwarzen Goldes abhängen. Um Zugang und Verteilung vom Öl wird gekämpft. Es geht also längst nicht mehr nur um wirtschaftliche, sondern zunehmend auch um sicherheits- politische Auswirkungen, die mit dieser Energieressource verbunden sind. Jedoch: Die deutlichen Zeichen des Klimawandels lenken die Aufmerksamkeit zunehmend auf mögliche und machbare Alternativen. Inputreferate und Diskussionen mit:

Jörg Schindler (Peak Oil), Nikolaus Supersberger (Risikofaktor Öl), Dr. Gerhard Berz (Klima), Dr. Werner Zittel (regenerative Energien), Prof. Dr. Gerd Becker (Alternative Energien in Forschung und Lehre), Dr. Holger Krawinkel (Lebensstile), Prof. Dr. Hans-Peter Dürr Moderatoren: Dr. Martin Held, Frauke Liesenborghs, Dr. Manuel Schneider

Veranstalter:

Selbach-Umwelt-Stiftung, Global Challenges Network e.V. in Kooperation mit oekom e.V., ASPO e.V. und MVHS, 2007

e.V. in Kooperation mit oekom e.V., ASPO e.V. und MVHS, 2007 Das internationale Geschäft mit Wasser

Das internationale Geschäft mit Wasser

Vortrag

Problematische Folgen für die Menschen in Entwicklungsländern. Der Wasserkonzern Veolia präsentiert sich gern als Vorreiter für Wasserversorgung und Umwelttechnik. Unterstützung aus dem Entwicklungsbereich lässt Gewinne sprudeln. Aber der Export teurer Großtechnologie geht an den Bedürfnissen der Menschen vorbei. Lokale Konzepte, die nicht viel kosten - wie Regen- wassernutzung - bleiben außen vor. Ähnlich bei Großstaudämmen: Anhand von Beispielen wird gezeigt, wie – mit Beteiligung deutscher Banken und Firmen – überdimensionierte Energie-und Bewässerungsprojekte realisiert werden, von denen die Großindustrie profitiert, während die Menschen vertrieben, Flüsse umgeleitet und ökologische Katastrophen in Kauf genommen werden. Referenten:

Dorothea Härlin (attac, Berliner Wassertisch), Dr. Walter Ulbrich (Germanwatch, Campo Limpo Solidarität mit Brasilien e.V.)

Veranstalter:

Artcircolo kunstprojekte und Evangelischer Stadtakademie München St. Lukas Kirche, 2008

Konsum

Konsum

Greenwashing - Klima-Werbeversprechen zwischen Wahrheit und Verbrauchertäuschung Vortrag

Kennen Sie schon das klimaneutrale Würstchen? Oder liebäugeln Sie mit einem klimafreundlichen Allradauto? Sie begegnen uns immer häufiger – die grünen Werbeversprechen. Für die Unternehmen bedeutet es Umsatzsteigerung, für die Verbraucher bedeutet es Produkte, die womöglich gar nicht so klimafreundlich sind wie versprochen. Dieser Vortrag enthält Beispiele von Firmen, die nach Ansicht der Verbraucherzentrale Greenwashing betreiben.Referent: Ass. iur. Katja Mrowka (Juristische Referentin des Verbraucher-zentrale Bundesverband)

Veranstalter:

Verbraucherzentrale Bayern e.V., 2009

Stadtimker: Perspektive urbaner Landwirtschaft?

Workshop

In der Stadt ist die Artenvielfalt im Vergleich zum Land höher, die Temperaturen sind günstiger und die Absatzwege kürzer. Wird sich die urbane Selbstversorgung durchsetzen und wie intensiv oder extensiv werden wir in Zukunft unser Ökosystem nutzen können? Diese und andere Fragen werden - ausgehend von der Bienen- haltung in München - mit mehreren Teilnehmern und den Anwesenden in Form des „Fishbowl“-Formats bearbeitet.

Veranstalter:

Stadtimker.de, 2011

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Mögen hätte ich schon wollen, aber dürfen hab‘ ich mich nicht getraut

Vortrag

dieses Zitat von Karl Valentin beschreibt das Dilemma auf dem Weg zu suffizienteren Lebensstilen. Ohne einen grundlegenden Lebensstil-wandel mit deutlicher Verringerung des Güterkonsums wird es keine klimafreundliche, gerechte und nachhaltige Gesellschaft geben. Alles eine Frage der Selbstbegrenzung, Genügsamkeit und des rechten Maßes, sagen die einen. Wünschenswert, aber völlig unrealistisch, behauptend die Gegner dieser Suffizienzstrategie. Welche ver-meintlichen wie realen Barrieren stehen einem ökologischen Lebensstil im Weg, warum ändern Menschen so wenig in ihrem Verhalten - und wie lässt sich dies ändern? Referent: Dr. Oliver Stengel (Wuppertal lnstitut für KIima, Umwelt, Energie GmbH)

Veranstalter:

Selbach-Umwelt-Stiftung und Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis, 2010

MACHT

MACHT

Über die Notwendigkeit von Diskursen

Wo finden Diskurse eigentlich statt? Die naive Idee wäre, dass diese in der Gesellschaft zu hören sind, aber das ist ja nirgendwo. Die Diskurse finden entweder in den Medien statt oder in extra künstlichen Veranstaltungen, wo Menschen mit- einander ins Gespräch kommen. Davon ist eine Gesellschaft heute hochgradig abhängig. Blicken wir in andere Gesellschaften: Wovor Diktatoren am meisten Angst haben, sind solche Formate. Das ist in diktatorischen Regimen völlig undenkbar. Es geht also darum, immer neue Konfliktforen zu erfinden. Wir würden immer sagen, dass es Leute gibt, die denken können, und wir nennen sie public intellectuals. Aber das stimmt ja so nicht. Deren Ausgangspunkt und Ausgangsgrund ist ein lokaler:

Es gibt tatsächlich Orte, an denen man laut denken kann und jemand zuhört. Sonst würde es die public intellectuals gar nicht geben. Dafür braucht es genau solche Veranstaltungsformate wie den Klimaherbst in allen Facetten. Verständlich ist die Frage von den Veranstaltern und Akteuren: Wie erreichen wir Leute, die, die wir noch nicht kennen? Wie verbreitet sich unser Anliegen, die Botschaft? Da wäre es aus meiner Sicht notwenig, das gewohnte Muster zu überdenken und sich die Frage zu stellen: Warum suchen wir nicht nach den Unbekannten? Bekannte haben in der Regel gleiche Erfahrungen und Informationen wie wir selbst. Das bedeutet womöglich auch einen Umbau in der Netzwerkstruktur. Die offiziellen Verbreitungsmedien sind eigentlich verbrannt, weil es davon so viele gibt. Aus den Reflexionstheorien über Zivilgesellschaften weiß man, dass Distributionswege zunächst keine offiziellen Wege sind, sondern eher verschlungen beginnen – eben inoffiziell, vom „Hörensagen“ und

in den Salons jenseits der staatlichen Kommunika- tionswege. Entstanden ist die Bewegung in Osteuropa, in den zahlreichen Protestbewegungen zur Zeiten des Kommunismus. Über subkutane Netzwerkstrukturen wurde die Zivil- gesellschaft erreicht und mobilisiert. Hier und heute haben wir es natürlich nicht mehr mit einer autoritären Steuerung zu tun, sondern fast alles kann sich frei entfallen – alles findet gleichzeitig statt. Was wem warum wichtig sein sollte, ist so gut wie nicht einzuschätzen, geschweige denn zu steuern. Hier liegt das typische Problem von Nichtregierungsorga- nisationen - eine unmittelbare Steuerung ist immer nur im Nahbereich möglich. Deshalb müssten Netzwerk- veranstaltungen so lose sein, dass man auch auf Leute trifft, die ganz andere Erfahrungen gemacht haben, als man selbst. Und da landet man zwangsläufig bei Kommunikationsstrategien, die vor der Aufgabe stehen: Wie erreichen wir Leute, von denen wir gar nicht wissen, dass es sie gibt? Das bedeutet aber auch, dass Veranstaltungsformate nicht sinnvoll und effektiv sind, wenn sie nicht weiterführend in den Medien, Publikationen und nach- folgenden Gesprächen weitere Verbreitung finden. Mit anderen Worten: Jede Veranstaltung ist ein Baustein für einen weiteren Diskurs, eine Handlung, einen Protest. Deshalb braucht es immer auch eine mediale Begleitung, eine Art von Dokumentation. Nur so kann eine Kontinuität in Bezug auf das Thema, in diesen Fall, den Münchner Klimaherbst, hergestellt und gesichert werden.

Armin

München Zusammenfassung eines Gesprächs mit Frauke Liesenborghs im Januar 2011

LMU

Nassehi,

Professor

der

Soziologie,

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Macht

Macht

Stadtmobilität im Wandel

SZ-Verkehrsforum

Klimawandel, steigende Benzinpreise, Feinstaub-Belastung, Lärmstress – es gibt viele gute Gründe dafür, die Mobilität der Zukunft mit weniger Autoverkehr zu erreichen. Der Raum in den Städten ist begrenzt. Der Platz, der dem einen Verkehrsträger zukommt, wird dem anderen genommen. Zudem bedarf es einer breiten Akzeptanz in der Bevölkerung, um Verkehrsgewohnheiten zu ändern. Was kann eine Stadt wie München tun? An welche finanziellen und räumlichen Grenzen stößt ein weiterer Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs? City-Maut? Radikale Privilegierung von Radfahrern und Fußgängern? »Shared Space« – gleiches Recht für Fußgänger, Autofahrer und Radfahrer? Auf demPodium:

Christian Ude, Oberbürgermeister der LH München (angefragt), Erwin Huber, Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Bayern (angefragt), Prof. Dr. Hermann Knoflacher, Technische Universität Wien, Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik, Nikolaus Dezasse, Verkehrspolitischer Sprecher des ADAC, Dr. Karl von Falkenhausen, Landesvorsitzender ADFC Bayern Moderation: Wolfgang Roth, Süddeutsche Zeitung

Veranstalter:

Süddeutsche Zeitung, 2007

Zeitung Veranstalter: Süddeutsche Zeitung, 2007 Menschenrecht oder Wirtschaftsgut: Wem gehört das Wasse r
Zeitung Veranstalter: Süddeutsche Zeitung, 2007 Menschenrecht oder Wirtschaftsgut: Wem gehört das Wasse r
Zeitung Veranstalter: Süddeutsche Zeitung, 2007 Menschenrecht oder Wirtschaftsgut: Wem gehört das Wasse r
Zeitung Veranstalter: Süddeutsche Zeitung, 2007 Menschenrecht oder Wirtschaftsgut: Wem gehört das Wasse r
Zeitung Veranstalter: Süddeutsche Zeitung, 2007 Menschenrecht oder Wirtschaftsgut: Wem gehört das Wasse r

Menschenrecht oder Wirtschaftsgut: Wem gehört das Wasser

Menschenrecht oder Wirtschaftsgut: Wem gehört das Wasse r Auftaktveranstaltung Experten nehmen Bezug auf den

Auftaktveranstaltung

Experten nehmen Bezug auf den Klimawandel und dessen Einfluss auf die Wassersituation - global wie auch lokal. Perspektiven einer gerechten Verteilung und nachhaltigen Nutzung des Wassers werden aufgezeigt. Ob es langfristig möglich sein wird, die Versorgung der Menschen mit sauberem Wasser weltweit zu sichern, wird anschließend auf dem Podium diskutiert. Vorträge: ,,Wie lange reicht die Ressource Wasser?" Vorträge: Prof. Dr. Wolfram Mauser, LMU; Dr.-lng. Martin Grambow Bay. Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucher-schutz; Stephan Schwarz, Geschäftsführer für Versorgung und Technik, SWM Diskussion:,,Streit ums Wasser - Wem gehört das Wasser?" mit Dr. Thomas Kluge, lnstitut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt/ Main; Prof. Dr.-lng. Peter Rutschmann, Technische Universität München; Prof. Dr. Eva Lang, Ökologische Ökonomie, Universität der Bundeswehr, München, Prof. Dr. Wolfram Mauser, Dr. lng. Martin Grambow;

Deutsches Museum, 2008St. Lukas Kirche, 2008

Macht

Macht

DESERTEC - Wüstensonne für das Stromnetz der Zukunft

Vortrag

Mitte Juli haben zwölf Unternehmen, darunter auch große Energieversorger, zusammen mit der DESERTEC Foundation die Gründung der DESERTEC lndustrial lnitiative vereinbart. Das DESERTEC-Projekt will einen Teil der großen, ungenutzten Wüstenflächen für Solarthermie-Kraftwerke nutzen und die so gewonnene Energie anteilig sowohl in das europäische Stromnetz einspeisen als auch den Anrainer-Staaten zur Verfügung stellen. Der Vortrag wird das Projekt vorstellen sowie einige technische Details beleuchten.

Referenten: Michael Straub,DESERTEC, Günter Stark, ABB Veranstalter:

Presseclub, 2009

Immer zu spät? Bürgerprotest und Bürgerbeteiligung

Diskussion

Es bewegt sich etwas. Bürger wehren sich gegen Großprojekte, gegen die Umwandlung von gewachsenen Stadtteilen und den Abriss von erhaltenswerten Gebäuden. Sie empfinden diese Art von Modernisierung als rücksichtslos und undemokratisch. Doch oft laufen Initiativen gegen eine Wand von bereits geschlossenen Verträgen und bestehenden Gesetzen. Was genau ist Partizipation, was bedeutet Transparenz in kommunalen Entscheidungsprozessen? Protest-erfahrungen aus Hamburg, Visionen aus Baden-Württemberg und Handlungsspielräume der Landeshauptstadt München sollen bei dieser Diskussion in der Kuvertfabrik Pasing mit Münchner Bürgerinitiativen zur Sprache kommen. Podium: Prof. Dr. Elisabeth Merk, Stadtbaurätin, LH München / Gisela Erler, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, Baden-Württemberg / Jonas Füllner, Aktivist im Netzwerk „Rechtauf Stadt“ Hamburg / Maximilian Heisler, Projektleiter Aktionsgruppe Untergiesing, München / Moderation: Dietlind Klemm

Veranstalter:

Evangelische Stadtakademie München und Kulturforum München-West e.V., 2011

München und Kulturforum München-West e.V., 2011 Aktives Aktionärstum: Chancen der Einflussnahme Vortrag In

Aktives Aktionärstum: Chancen der Einflussnahme

Vortrag

In den letzten Jahren hat sich im Bereich der Aktionärsdemokratie viel getan. Immer mehr Investoren wollen ihre Rechte als Aktionäre für eine nachhaltige und verantwortungsvolle Wirtschaftsweise einsetzen. Die Referenten geben einen Einblick in die Möglichkeiten und Grenzen der Einflussnahme von Aktionären. Referenten: Silke Riedel (Finanzexpertin der imug Beratungs-gesellschaft mbH), Thomas Goldfuß (Leiter Vermögensmanagement, GLS Bank) und Dr. Christoph Schwingenstein (Vorst. Die Umwelt-Akademie)

Veranstalter:

Die Umwelt-Akademie e.V., 2010

BÜCHER

BÜCHER
BÜCHER Wolfgang Behringer: Kulturgeschichte des Klimas Warum verschwanden im 15. Jahrhundert die Wikinger aus Grönland?
BÜCHER Wolfgang Behringer: Kulturgeschichte des Klimas Warum verschwanden im 15. Jahrhundert die Wikinger aus Grönland?
BÜCHER Wolfgang Behringer: Kulturgeschichte des Klimas Warum verschwanden im 15. Jahrhundert die Wikinger aus Grönland?

Wolfgang Behringer: Kulturgeschichte des Klimas

Warum verschwanden im 15. Jahrhundert die Wikinger aus Grönland? Was hat der Winter 1784/85 mit dem Ausbruch der Französischen Revolution zu tun? Das Leben und die Kultur unserer Vorfahren wurde durch Klimaschwankungen deutlich geprägt. Der Historiker Prof. Dr. Wolfgang Behringer beschäftigt sich in seinem Buch mit dem Klima in historischer Zeit und seinen wirtschaftlichen, kulturellen und mentalen Auswirkungen. Eine besondere Rolle spielen dabei die »Mittelalterliche Warmzeit« im 12. Jahrhundert und die »Kleine Eiszeit« zwischen dem 14. und dem 19. Jahrhundert. Seitdem verlor das Klima an Schrecken, bevor es aktuell wieder mit Macht in unser Bewusstsein zurückkehrt.

Harald Welzer: Klimakriege: Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird

Der Klimawandel stelle eine weithin noch unbegriffene Bedrohung menschlichen Zusammenlebens dar, so die Grundthese Welzers in seinem heftig diskutierten Buch, Denn es seien gerade die sozialen Effekte, die aus der Verschiebung der Regenzonen, radant fortschreitender Wüstenbildung und extremer Wetterereignisse Katastrophen machen. Welzer, Direktor des Center for lnterdisciplinary Memory Research am Kulturwissenschaftlichen lnstitut Essen, diskutiert im Anschluss an seine Lesung mit Prof. Hartmut Graßl, ehem. Dir. des Max-Planck-lnstituts für Meteorologie, ehem. Ltg. das Weltklima- forschungsprogramm der UN. Moderation; Dr. Jeanne Rubner (SZ) Lounge edmoses, 2008

Franz Kotteder: Die Billiglüge

Nirgendwo sonst auf der Welt sind die Lebensmittelpreise so niedrig wie in Deutschland. Den Verbraucher auf der ständigen Suche nach Schnäppchen freuts. Aber welche Konsequenzen hat dieses »Geiz-ist-geil-Verhalten«? In zahlreichen Beispielen zeigt der Münchner SZ-Redakteur Franz Kotteder auf, was der Preisdruck bewirkt, den die Discounter mit ihrer Marktmacht auf Lieferanten ausüben: im In- und Ausland führt er zu unsozialen, tierquälerischen und umweltzerstörenden Produktionsweisen. Und viele Verbraucher spielen bereitwillig mit. Kotteders Buch regt an nachzudenken, vor allem über den eigenen und nicht selten auch überflüssigen Konsum. MVHS und Literatur Moths, 2007

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KOOPERATIONSPARTNER

des Münchener Klimaherbstes

Abfallwirtschaftsbetrieb München Agenda 21 - Koordination Eine Welt Agropolis München ANU-Bayern e.V. artcircolo Kunstprojekt GmbH ASPO e.V. attac Bauzentrum München Bayerische Akademie der Wissenschaften Bayerischer Rundfunk Bayerischer Volkshochschulverband (bvv). Bayern-Energie e.V. Beck-Verlag Beltz Verlag BenE München e.V. Bildungszentrum für Solartechnik British Council Bund Naturschutz e.V. Bund Naturschutz in Bayern e.V. Bürgerstiftung München Casa do Brasil e.V Certified Coolness Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. Deutsche Journalistenschule Deutsche Verlags-Anstalt (DVA) Deutsches Museum Die Umwelt-Akademie e.V. die urbanauten echologic EineWeltHaus e.V. Elektrizitätswerke Schönau (EWS) energiewerk Stiftung Erzeuger-Verbrauchergenossenschaft TAGWERK Europäische Akademie Bayern e.V. Eurosolar Evangelische Akademie Tutzing Evangelische Kirche St. Johannes Evangelische Stadtakademie München Fachhochschule München FIAN e.V Förderverein Ökologische Steuerreform e.V. Future Camp FIAN e.V. Gasteig GmbH GELD mit Sinn e.V. Genussgemeinschaft Städter und Bauern Geothermie Pullach germanwatch e.V. Gesellschaft für Bürgergutachten Gesellschaft für ökologische Forschung e.V. Global Challenges Network e.V. Glockenbachwerkstatt

Glore Store München GLS Bank München Green City e.V. Green City Energie GmbH Greenpeace Gruppe München Gregor Louisoder Umweltstiftung Haus der Eigenarbeit (HEI) Hochschule für Design München Hochschule München Hofpfisterei HypoVereinsbank / Unicredit Innung für Elektro- und Informationstechnik Instituto Cervantes K.Group GmbH Katholisches Bildungswerk München Kinder lesen und schreiben für Kinder e.V. klima on… s’cooltour Klimainitiative München Kreisjugendring München-Stadt Kulturforum München-West e.V Kulturwissenschaftliches Institut Essen Kulturzentrum der Israelitischen Gemeinde Landeshauptstadt München (LHM):

LH München Kommunalreferat LH München Kulturreferat LH München Pädagogisches Institut LH München Pädagogisches Umweltzentrum LH München Planungsreferat LH München Referat für Arbeit und Wirtschaft LH München Referat für Bildung und Sport LH München Referat für Gesundheit und Umwelt LH München Referat für Stadtplanung und Bauordnung LH München Schul- und Kultusreferat lifeguide e.V. lifeguide-münchen.de Linus München GmbH Literatur Moths LMU Rachel Carson Center Ludwigs-Maximilians-Universität München (LMU) Malik Management Meteorologisches Observatorium Hohenpeißenberg MISEREOR Bayern mucbook.de Multivision Münchenarchitektur.de Münchener Rück Stiftung Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Münchner Bildungswerk Münchner Forum e.V. Münchner Forum für Nachhaltigkeit

Münchner Spielwies’n Münchner Stiftungsinitiative „Urbanes Gärtnern“ Münchner Umwelt-Zentrum e.V. Münchner Umwelt-Zentrum e.V. (MUZ) Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) Münchner Volkshochschule GmbH (MVHS) natur+kosmos Naturland e.V. Netzwerk Slowmotion Netzwerk Wechselzeit Nord Ost Kultur e.V. Nord Süd Forum München e.V. Nuclear Free Future Award o‘pflanzt is! oekom e.V. oekom verlag Ökologisches Bildungszentrum Ökoprojekt-Mobilspiel e.V. OroVerde – Die Tropenwaldstiftung OSRAM GmbH München Otto-Eckart-Stiftung Petra Kelly Stiftung

plattform3

PM-Magazin Presseclub München Pro REGENWALD e.V. projekt 21 plus Projektbüro mareg Quartiersmanagement „Soziale Stadt Giesing“ RegionaleWirtschaftsGemeinschaft München (ReWig) Robin Wood e.V. Sankt Lukas Kirche München Schweisfurth Stiftung Selbach Umwelt Stiftung Siemens AG Solare Brücke e.V. Stadtimker.de Städtische Berufsschule für Finanzen und Immobilien- wirtschaft Stadtwerke München (SWM) Stiftung Wirtschaft und Politik Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis Süddeutsche Zeitung Südhausbau Südpolstation Neuperlach Süd sustainable AG Technische Universität München terres des hommes Deutschland e.V. The Foo e.V. Think Camp Tollwood GmbH Transition Town München Land Umweltinstitut München e.V. Umweltnetz München Ost e.V. Umweltreferat der Studentenvertretung der TU München

Universität der Bundeswehr München Universitätssternwarte München utopia.de Verbraucherzentrale Bayern e.V. WasserStiftung Wasserwirtschaftsamt München Werkstatt für Ökodesign und lebendige Kunst GbR Wohnbaugenossenschaft wagnis eG Women in Europe for a Common Future (WECF)

Unterstützung:

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Referat für Gesundheit und Umwelt der LH München Kulturreferat der LH München Selbach Umwelt Stiftung FutureCamp Sparda Bank München BenE München

Programmtitel 2007

Programmtitel 2007 26

Programmtitel 2008

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Programmtitel 2009

Programmtitel 2009 28

Programmtitel 2010

Programmtitel 2010 29

Programmtitel 2011

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Herausgegeben von Global Challenges Network e.V.

Layout & Fotos Peter Ludwig

Hefttitel 2007, MVHS 2008-2011, text:bau, München

Unterstützung BeNE e.V., München

© Global Challenges Network e.V.