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Poste Italiane s.p.a.- Spedizione in Abbonamento Postale-D.L.353/2003 (conv.in L.27/02/2004 n°46)art. 1, comma2, NE
Poste Italiane s.p.a.-
Spedizione in Abbonamento Postale-D.L.353/2003
(conv.in L.27/02/2004 n°46)art. 1, comma2, NE Bolzano
Tassa Pagata/Taxe Percue I.R.
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Mitteilungsblatt der Schützen der Alpenregion

40. Jahrgang • erscheint zweimonatlich • N° 6 | Dezember 2016 • Bozen · Innsbruck · Kronmetz · Weyarn

Viel Staub

aufgewirbelt hat jüngst der Landes- übliche Empfang für den Präsiden- ten der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker in Bozen. Was in unseren Breiten seit Generationen eben aus Höflichkeit landesüblich ist, passt neuen und nicht ganz so neuen Mitbürgern in Südtirol offensichtlich gar nicht in den Kram. Das zeigt uns wohl oder übel, dass wir auch in Zu- kunft große Anstrengungen unter- nehmen müssen, unsere Traditionen selbstbewusst zu leben. Traditionen, die übrigens niemanden beleidigen oder ausschließen. Nur so können diese auch als Selbstverständlichkeit wahrgenommen werden. Es liegt also an uns, am Ende eines erfolgreichen Jahres darüber nachzudenken, wie wir unser Brauchtum lebendig hal- ten. Auch im neuen Jahr

meint euer Landeskommandant Elmar Thaler

NACHDENKEN:

NACHDENKEN:

Reflexions-

prozess Projekt

geht weiter

ERINNERN:

ERINNERN:

Wie es vor 70 Jahren zum

Gruber-

De Gasperi-

Abkommen kam

FEIERN:

FEIERN:

400 Jahre

Patrona Bavariae

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kam FEIERN: 400 Jahre Patrona Bavariae 3 8 17 Theodor Freiherr von Kathrein hatte wie kaum

Theodor Freiherr von Kathrein hatte wie kaum ein anderer Tiroler Politiker Einfluss auf die Wiener Zentralbürokratie und selbst auf Kaiser Franz Joseph I.

Vor 100 Jahren starb Landes- hauptmann Theodor Freiherr von Kathrein

von Mag. phil. Andreas Raffeiner

Wenn man das Rad der Zeit um 100 Jahre zurückdreht, kann man sagen, dass der Herbst 1916 ein wahrlich politisch heißer war. Zuerst starb am 2. Oktober in der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck Landeshauptmann Theodor Freiherr von Kathrein we- nige Monate vor seinem 75. Geburtstag, einige Wochen später wurde Ministerpräsi- dent Karl Reichsgraf von Stürgkh von Friedrich Adler erschossen, ehe der greise Kaiser Franz Joseph I. am 22. November nach fast 68-jähriger Regierungszeit im Alter von 86 Jahren für immer die Augen schloss.

Dieser kleine historische Beitrag widmet sich dem Landeshauptmann Theodor Freiherr von Kathrein. Er kam am 25. März 1842 als Sohn des Lehrers Franz Kathrein und der Therese Müller im Deutschtiroler Salurn auf die Welt. Aus einer alten Oberinntaler Familie stam- mend, verbrachte er die Gymnasialzeit in Bozen, Trient und im damals noch österreichischen

N° 6 | Dezember 2016
N° 6 | Dezember 2016

Für kurze Zeit arbeitete Theodor Freiherr von Kathrein als Berichterstatter der katholisch kon- servativen „Tiroler Stimmen“, einer Tageszeitung, die von 1861 bis 1919 in ganz Tirol erschien.

brachte dem italienischen Landesteil Tirols sachliches, tolerantes und konziliantes Interesse entgegen. Zusammen mit dem liberalen Politiker und Reichsgerichtspräsi- denten Dr. Karl Grabmayr von Angerheim war er der bedeutendste Anwalt des da- mals Aufsehen erregenden Konzeptes, den italienischen Einwohnern des Trentino (= Welschtirol) eine weitgehende Autonomie zu gewähren. Überdies hat er wie kaum ein anderer Tiroler Politiker Einfluss auf die

Wiener Zentralautonomie und selbst auf Kaiser Franz Joseph I. genommen. Kathrein, der letzte Landesvater des ver- einten Tirol, war seit seiner Jugend den Ti- roler Standschützen verbunden. Auf diese Weise war er von 1904 bis zu seinem Tode Landesoberschützenmeister und erhielt in dieser Funktion viele Ehrungen und Auszeichnungen. Den Titel des Freiherrn erlangte er 1910, jenen des Geheimrates zwei Jahre später. n

er 1910, jenen des Geheimrates zwei Jahre später. n Am Ende der Amtszeit von LH Theodor

Am Ende der Amtszeit von LH Theodor Freiherr von Kathrein war das Kronland Tirol noch vereint.

Freiherr von Kathrein war das Kronland Tirol noch vereint. 2 Venedig. In der Folge studierte er,

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Venedig. In der Folge studierte er, seit dem Jahr 1865 Mitglied der katholischen Studentenverbindung AV Austria Inns- bruck, in der Tiroler Landeshauptstadt und promovierte dort 1871 nach seiner Tätigkeit als Advokatskonzipient in Wien und Kaltern zum Doktor der Rechte. Der auch für kurze Zeit als Berichterstat- ter der katholisch konservativen „Tiroler Stimmen“ tätige Kathrein meldete sich in den Jahren 1859 und 1866 als freiwilliger Landesschütze und diente als aktiver Lan-

desverteidiger Tirols. 1878, sieben Jahre nach dem Abschluss seines Studiums, er- öffnete er eine eigene Rechtsanwaltskanzlei in Hall in Tirol. Diesen Beruf übte er bis

1912 aus. Im Jahre 1880 wurde er dort in

den Gemeinderat gewählt. Später stieg er auf der politischen Karriereleiter immer höher. So gehörte er ab dem Jahr 1881 dem

Tiroler Landtag und seit 1884 dem Reichs- rat in Wien als Abgeordneter an.

1885 wurde er zum Mitglied des Budget-

ausschusses des Reichsrates gewählt, 1890 wurde er dessen Obmann, 1893 erster Vize- präsident und 1897 Präsident des österrei- chischen Abgeordnetenhauses. Er legte diese Würde aus Protest gegen die Ausführungs- bestimmungen des Ministerpräsidenten Graf Badeni nieder, blieb aber noch bis zum Jahr 1907 einfacher Reichstagsabgeordneter. In den Jahren von 1895 bis 1904 stand er der Stadt Hall in Tirol bis zu seiner Wahl zum Tiroler Landeshauptmann als Bürgermeister vor. Letztgenannte Stellung hatte er bis zu seinem Tode ununterbrochen inne. Später wurde er als erster Nichtadeliger vom Kaiser auf Lebensdauer in das Her- renhaus gewählt. Kathrein war zweifels- ohne eine Persönlichkeit der katholisch konservativen Partei. Er verstand es, in besonderer und feinfühliger Art zwischen seiner Partei und den Christlichsozialen zu vermitteln und dank seiner dialogberei- ten Politik Gegensätze auszugleichen. Er

Ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr! Die Kommandanten der in der Alpenregion vereinten
Ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr!
Die Kommandanten der in der Alpenregion vereinten Schützenbünde wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest
und Gesundheit, Freude und Erfolg für das Jahr 2017.
Mjr. Paolo Dalprà
geschäftsführender Landeskommandant des Verbandes Tiroler Schützen,
die Landeskommandanten
Mjr. Fritz Tiefenthaler und Mjr. Elmar Thaler
und Karl Steininger, Landeshauptmann des BBGK
und ihre Schriftleiter
Hptm. Hans Baur, Franziska Jenewein, Mjr. Günther Mairhofer
N° 6 | Dezember 2016
N° 6 | Dezember 2016

Die Mitgliedskompanien im BTSK: 11.556 Schützen, 1.100 Marketenderinnen, 1.683 Jungschützen.

Schützen, 1.100 Marketenderinnen, 1.683 Jungschützen. 3 Aus den LANDESTEILEN … Absam von Thomas Saurer

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Aus den LANDESTEILEN …

1.683 Jungschützen. 3 Aus den LANDESTEILEN … Absam von Thomas Saurer Reflexionsprozess der Tiroler

Absam

von Thomas Saurer

Reflexionsprozess der Tiroler Schützen in Absam mit erstem Viertelbildungstag: „Mit viel Bewusstsein in die Zukunft!“

M it dem ersten „offenen Forum“ startete das Schützenviertel Tirol-Mitte am Samstag, den 10. September 2016 in Absam

in den groß angelegten Nachdenkprozess des Bundes der Tiro- ler Schützenkompanien. Bereits beim ersten Termin nutzten 85 TeilnehmerInnen, Schützen wie Marketenderinnen, die Möglich- keit, sich in anregenden Diskussionen zu Schützenthemen aktiv einzubringen. Zum ersten Viertelbildungstag waren 69 Kompanien des Schützen- viertels Tirol-Mitte eingeladen, über sich und ihre Werte nachzu- denken: Mit der partizipativen Entwicklung eines Grundsatzdo- kuments will der BTSK die Schützenwerte in der Betrachtung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft widerspiegeln. Landeskommandant Major Mag. Fritz Tiefenthaler freute sich über die rege Teilnahme zum Auftakt, bei dem nun erste Themen und Inhalte gesammelt wurden: „Wir wollen damit die Weichen für die zukünftige Ausrichtung und Schwerpunktsetzung des Tiroler Schützenwesens stellen.“ Mit dem „Nachdenken über uns“ wolle man verstehen, welche Werte und Haltungen die Tiroler Schützen leiten, um das zukünftige Handeln daran auszurichten.

Der Nachdenkprozess der Schützen wurde vor knapp einem Jahr in der Bundesausschuss-Sitzung beschlossen und allen Kompanien in der Bundesversammlung im April 2016 mitgeteilt. Der BTSK wird unter Miteinbeziehung einer breiten Basis, aller vier Schützenviertel und damit aller Kompanien, die zukünftige Schwerpunktsetzung der Tiroler Schützen entwickeln, verhandeln und abschließend von der Bundesversammlung beschließen lassen.

„Wir haben keine Identitätskrise – das möchte ich klarstellen! Ganz im Gegenteil. Gefestigt und gestärkt wollen wir uns gerade jetzt bewusst mit Grundsätzlichem und aktuellen Themen auseinan-

bewusst mit Grundsätzlichem und aktuellen Themen auseinan- Teilnehmer und Teilnehmerinnen stellten ihre anliegenden

Teilnehmer und Teilnehmerinnen stellten ihre anliegenden The- men vor, diskutierten darüber und hielten es auf Protokollen fest.

Wir sind traditionsbewusst, fühlen uns eng mit unserer Heimat verbunden und tragen Verantwortung für unser Land – und mit diesem Nachdenkprozess haben wir ganz klar die Zukunft im Auge.

Landeskommandant Major Mag. Fritz Tiefenthaler

im Auge. Landeskommandant Major Mag. Fritz Tiefenthaler dersetzen“, schloss der Landeskommandant ab. Die ersten
im Auge. Landeskommandant Major Mag. Fritz Tiefenthaler dersetzen“, schloss der Landeskommandant ab. Die ersten

dersetzen“, schloss der Landeskommandant ab. Die ersten intensiv diskutierten Themen in den offenen Foren reichten übrigens von den Schützen-Grundsätzen über organisatorische und kommu- nikative Inhalte bis zu persönlichen Anliegen. Mit viel Herz und Emotion nahmen sich die ersten Marketenderinnen und Schützen des Reflexionsprozesses an. n

und Schützen des Reflexionsprozesses an. n Absam von Thomas Saurer 51. Schützenwallfahrt in Absam:

Absam

von Thomas Saurer

51. Schützenwallfahrt in Absam:

hunderte Schützen und Marketenderin- nen gemeinsam gebetet

Am Samstag, den 9. Oktober 2016 trafen sich bereits zum 51. Mal hunderte Schüt- zen, Marketenderinnen, Ehrenkranzträ- gerInnen, Angehörige und Freunde zur traditionellen Schützenwallfahrt in Absam. Nach dem Bittgang durch das Dorf und dem Einzug in die Marien-Basilika, eine der bedeutendsten Marien-Wallfahrtsstätten Österreichs, zelebrierte Innsbrucks Diöze- sanadministrator Msgr. Mag. Jakob Bürgler den Festgottesdienst: „Wir beten gemein- sam für eine Heimat ohne Grenzen, die Einheit im Glauben, die Anliegen unserer Zeit und all jene, die sich dafür einsetzten

und ihr Leben wagten.“ Die Musikkapelle Gnadenwald und die Speckbacher-Schüt- zenkompanie Absam als Ehrenkompanie empfingen am Gemeindehaus alle Gäste, darunter den Vizepräsidenten des Tiroler Landtages, Anton Mattle, und den Bürger- meister von Absam, Arno Guggenbichler. Die Landeskommandanten Mjr. Mag. Fritz Tiefenthaler (BTSK), und Mjr. Elmar Thaler (SSB) konnten zahlreiche Abordnungen aus allen Teilen Tirols und Bayerns in Absam willkommen heißen und dankten für die Teilnahme. n

zahlreiche Abordnungen aus allen Teilen Tirols und Bayerns in Absam willkommen heißen und dankten für die
N° 6 | Dezember 2016 Änderungen beim Bezug der Tiroler Schützenzeitung bzw. Storno von Abos
N° 6 | Dezember 2016 Änderungen beim Bezug der Tiroler Schützenzeitung bzw. Storno von Abos
N° 6 | Dezember 2016
Änderungen
beim Bezug der
Tiroler Schützenzeitung
bzw.
Storno von
Abos
haben bis spätestens zu
31.12.2016
unter zeitung@tiroler-schuetzen.at
oder
kanzlei@tiroler-schuetzen.at
erfolgen.

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Aus den LANDESTEILEN …

von Thomas Saurer

Kals am Großglockner

Kals am Großglockner

Reflexionsprozess der Tiroler Schützen in Kals/Großglockner mit Viertelbildungstag fortgesetzt: große Motivation auch in Osttirol

N ach dem ersten „offenen Forum“ des Schützenviertels Tirol-Mitte in Absam

setzte nun am Samstag, den 17. September 2016, das Viertel Osttirol den groß ange- legten Nachdenkprozess des Bundes der Tiroler Schützenkompanien erfolgreich fort. Bei diesem Termin nutzten 66 (!) TeilnehmerInnen, Schützen wie Marke- tenderinnen, von Jung bis Alt, die Mög- lichkeit, sich in anregenden Diskussionen zu Schützenthemen einzubringen. Mit viel Motivation und Engagement beteiligten sich die Osttiroler Kompanien in der Berg- dorfschule in Kals am Großglockner am „Nachdenken über uns“. Mit der partizipativen Entwicklung eines Grundsatzdokuments will der BTSK die Schützenwerte in der Betrachtung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft widerspiegeln. Lkdt. Major Mag. Fritz Tie- fenthaler freute sich über die rege Teilnah- me der Osttiroler Schützenkompanien, die auf Einladung des Viertel-Kommandanten Mjr. Josef Außersteiner nach Kals gekom- men waren. Auch in dieser Diskussionsrun- de wurden weitere Inhalte gesammelt:

dieser Diskussionsrun- de wurden weitere Inhalte gesammelt: Wir wollen damit die Weichen für die zukünftige

Wir wollen damit die Weichen für die zukünftige Ausrichtung und Schwerpunktsetzung des Tiroler Schützenwesens stellen. Und dabei wollen wir alle Kompanien breit einbinden.

Landeskommandant Major Mag. Fritz Tiefenthaler

einbinden. Landeskommandant Major Mag. Fritz Tiefenthaler Mit dem „Nachdenken über uns“ wolle man verstehen,
einbinden. Landeskommandant Major Mag. Fritz Tiefenthaler Mit dem „Nachdenken über uns“ wolle man verstehen,

Mit dem „Nachdenken über uns“ wolle man verstehen, welche Werte und Haltun- gen die Tiroler Schützen leiten, um das zukünftige Handeln daran auszurichten. Der BTSK wird unter Miteinbeziehung ei- ner breiten Basis, aller vier Schützenviertel und damit aller Kompanien, die zukünftige Schwerpunktsetzung der Tiroler Schützen entwickeln, verhandeln und abschließend von der Bundesversammlung beschließen lassen. n

Barcelona/Bozen

Barcelona/Bozen

von Paul Decarli

Süd-Tiroler Fahnen in Barcelona

Wie bereits in den Jahren zuvor war der Südtiroler Schützenbund auch heuer beim katalanischen Unabhängigkeitstag „Diada“ in Barcelona vertreten. Ge- meinsam mit hunderttausenden Kata- lanen wurde für die Selbstbestimmung demonstriert.

B ereits am Samstag war der Schützen- bund bei einem traditionellen Fackel-

umzug in dem kleinen Städtchen Vilafranca del Penedès anwesend. Am Sonntagmorgen erfolgte eine Ehrerweisung mit Blumennie- derlegung am Monument des katalanischen Nationalhelden Rafaele Casanova. Am Nachmittag fand dann die Großkundge- bung mit hunderttausenden Menschen statt. Zudem fand anlässlich der „Diada“ ein Treffen der Nicht-Regierungsorganisation

„International Comission of European Citizen“ (ICEC) statt, dem Verband Euro-

of European Citizen“ (ICEC) statt, dem Verband Euro- Der SSB zeigt sich überzeugt, dass man mit

Der SSB zeigt sich überzeugt, dass man mit einer guten Strategie, gesundem Patriotismus und Zusammenhalt über die Grenzen hinweg das Ziel von ICEC erreichen kann: die Selbstbe- stimmung für all jene europäischen Völker, denen sie bis jetzt verwehrt wurde.

päischer Freiheitsbewegungen, in dem auch der SSB vertreten ist. Diese Vereinigung dient als Plattform zum Austausch von Ideen und Erfahrungen. Paul Decarli, der

Südtiroler Vertreter bei ICEC, brachte hier- bei die Erfahrungen des Schützenbundes im Rahmen des Autonomiekonventes und des Unabhängigkeitstages in Bruneck ein. n

N° 6 | Dezember 2016

N° 6 | Dezember 2016 Aus den LANDESTEILEN … 5

Aus den LANDESTEILEN …

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3 FRAGEN AN … Ingemar Gatterer, Direktor der SAD und aktives Mitglied der Schützenkompanie Pfalzen

der SAD und aktives Mitglied der Schützenkompanie Pfalzen 1. Sie haben den ethnischen Proporz bei der

1. Sie haben den ethnischen Proporz bei der SAD (obwohl ein privates Unter- nehmen) zur Anwendung gebracht. Wieso? Als ich die SAD übernommen habe, war es für mich von Beginn an wichtig, dem Unternehmen mehr Südtiroler Identität zu verleihen. Die freiwillige Einhaltung des Proporzes ist, neben vielen anderen Maßnahmen, Teil dieser Strategie. SAD hat auch ein sogenanntes PPP-Projekt für den anstehenden Ausschreibungswettbe- werb entwickelt, um sicherzustellen, dass Wertschöpfung und Beschäfti- gung dieses Industriezweiges im Land

bleiben. Würde nämlich Busitalia, als Tochtergesellschaft der italieni- schen Staatsbahnen, den anstehenden Ausschreibungswettbewerb in Südtirol gewinnen, hätte Italien wieder das er- reicht, was es unter der Faschistenzeit erreichen wollte – nämlich Kontrolle und Einflussnahme auf den öffent- lichen Transport in unserem Land sicherzustellen.

2. Viele Schützen sind der Meinung, dass die SVP bei patriotischen The- men früher „näher“ am Schützen- bund war. Teilen Sie diese Meinung? Absolut! Man muss aber auch kritisch anmerken, dass sich die patriotischen Kräfte in unserer Gesellschaft aus der SVP-Basis selbst zurückgezogen haben. Die SVP hat sich jedenfalls zweifelsfrei von der politischen Mitte Richtung

links entwickelt, was ich als sehr bedenklich empfinde. Die Partei sollte in meinen Augen immer unabhängig bleiben und sich von niemanden bin- den, beeinflussen oder steuern lassen – der Auftrag in Rom kann nur „Politik für Südtirol“ bedeuten und nichts mehr. Von dieser Richtung haben sich ein Karl Zeller und einige andere verabschiedet.

3. Ginge es Süd-Tirols Wirtschaft ohne die Zugehörigkeit zu Italien besser? Ich bin überzeugt, dass es Südtirols Wirtschaft ohne die Zugehörigkeit zu Italien besser ginge. Die Steuerlast, die bürokratischen Auflagen und die allge- meine Rechtsunsicherheit sind einfach zu hoch – dies hemmt Entwicklung, freies Unternehmertum und die Bereit- schaft, Risiken einzugehen.

Unternehmertum und die Bereit- schaft, Risiken einzugehen. Tirol von Florian von Ach Gegen Ignoranz hilft nur

Tirol

von Florian von Ach

Gegen Ignoranz hilft nur Aufklärung - Initiative gegen Nachgesänge „Gott sei Dank“

Immer wieder kommt es beim Abspielen des Marsches „Dem Land Tirol die Treue“, das gar einige ob seiner Beliebtheit auch als „heimliche Tiroler Landeshymne“ bezeichnen, zu Nachgesängen „Gott sei Dank“ bei der zweiten Strophe, die die Zerrei- ßung Tirols thematisiert.

zweiten Strophe, die die Zerrei- ßung Tirols thematisiert. Leider kommt es bei der zweiten Strophe des

Leider kommt es bei der zweiten Strophe des bekannten Marsches von Florian Pedarnig immer wieder zu völlig unpassenden und hässlichen Nachgesängen.

dieser Marsch „Dem Land Tirol die Treue“ viel besser verstanden werden und gerade die zweite Strophe ihren Zweck erfüllen: den Menschen das bleibende Unrecht der Zerreißung Tirols in Erinne- rung zu rufen“, so Neubauer abschließend. n

Letztens kam es bei einem Auftritt einer Musikkapelle aus Ober- österreich am Kärntner Wörthersee zu solch einer unerfreulichen Szene. Schützenkamerad NR-Abg. Werner Neubauer (SK „Major Josef Eisenstecken“ Gries) hat daher dem Obmann der betroffenen Musikkappelle und dem Kapellmeister einen Brief geschrieben, in dem höflich aber bestimmt auf die Unsinnigkeit und beleidigende Wirkung dieses Nachgesanges hingewiesen wird. Die Reaktion der Musikkappelle: zum einen entschuldigte sich der Obmann für den Vorfall. Zum anderen wurde Schützenkamerad Neubauer eingeladen, den Musikanten die Geschichte Tirols näher- zubringen, damit sich solche Szenen nicht wiederholen. „Dies ist ein gutes Zeichen und sollte zur Nachahmung einladen“, so Schützenkamerad Neubauer. „Denn das beste Mittel gegen Igno- ranz ist stets eine fundierte Aufklärung. Viele, die solche Nachge- sänge herausbrüllen, haben nicht die leiseste Ahnung, wie verlet- zend dies auf die Tiroler aller Landesteile wirkt. Im Rahmen eines Gespräches und eines Vortrages kann dem entgegengewirkt werden und ich bin mir sicher, dass wir hier eine Bewusstseinsbildung erreichen können, die nicht nur diese unsinnigen Nachgesänge verstummen lassen. Durch eine entsprechende Information könnte

6 Aus den LANDESTEILEN … *29.7.1777 - + 17.5.1861, ein Tiroler Freiheitskämpfer mit angesehenen Fähigkeiten
6 Aus den LANDESTEILEN … *29.7.1777 - + 17.5.1861, ein Tiroler Freiheitskämpfer mit angesehenen Fähigkeiten

6 Aus den LANDESTEILEN …

*29.7.1777 - + 17.5.1861, ein Tiroler Freiheitskämpfer mit angesehenen Fähigkeiten als Wund- und Feldarzt

mit angesehenen Fähigkeiten als Wund- und Feldarzt Pfunds von Christoph Pinzger Aus dem bewegten Leben des

Pfunds

von Christoph Pinzger

Aus dem bewegten Leben des Schützenhauptmannes, Chirurgs und Wundarztes Jakob Lauterer

Jakob Lauterer, geb. am 29. Juli 1777 in Plaiken bei Kufstein, hatte sich bereits 1796 in schweren Gefechten gegen die Franzosen als Hauptmann der Kastelruther Schützen ausgezeichnet. Im Oktober 1799 erscheint Lauterer als Hauptman einer stattlichen Kompanie der Scharfschützen aus Hall und Umgebung. 1803 übersiedelte der 26-Jähri- ge von Hall nach Pfunds, wo er als Wund- arzt aufgenommen wurde.

Die Gemeinde begründete damals die Auf- nahme mit folgenden Worten:

„Diesen Mann haben Pfundser Schützen in den neunziger Jahren (1796-1799) teils als ei- nen tüchtigen Feldarzt, teils als einen tapferen Hauptmann kennen und schätzen gelernt, der ebenso geschickt ist, die Lazette (Operations- messer) zu führen als einen Degen.“ Jakob Lauterer war auch Adjutant des früheren Freiheitskämpfers und Vertrauten von Erzherzog Johann, Martin Teimer aus Schlanders. Am 7. August marschierte er mit den Pfund- ser Schützen nach Prutz. In den Kämpfen bei Pontlatz rettete Lauterer zwei feindliche Offi- ziere vor schweren Misshandlungen erzürn- ter Obergerichter Schützen. In der dritten Bergiselschlacht am 13. August 1809 musste Lauterer vorwiegend als Wundarzt bei Kra- nebitten, westlich von Innsbruck, im Einsatz sein. Hier schnitt er mehreren Verwundeten

im Einsatz sein. Hier schnitt er mehreren Verwundeten Sillian von Adalbert Jordan die Kugeln heraus, verband

Sillian

von Adalbert Jordan

die Kugeln heraus, verband sie und ließ sie auf Wägen nach Telfs abtransportieren. Am 15. August zog er mit den siegreichen Schützen in Innsbruck ein. Andreas Hofer befahl nun Lauterer ins Außerfern, um dort viele kranke und verwundete Landesverteidi- ger zu behandeln. Er war nun Oberarzt und besaß das volle Vertrauen Andreas Hofers, was folgendes Schreiben bezeugt:

„Vom k.k. Oberkommando Tirols wird hier- mit Herr Jakob Lauterer, Chyrurg zu Pfunds, als Bataillonsarzt zu Reutte ernannt und als solcher autorisiert. Zugleich hat derselbe auf die gebührende Pferdeportion für sein Reitpferd vollen Anspruch.

K.k. Oberkommando Tirols, Innsbruck, den 13. September 1809 Andreas Hofer.“

Bei einem Gefecht in Rossschlag wurden zwei Schützen schwer verwundet. Man bat Lauterer um Hilfe und er ritt noch eilends zu den Verwundeten, aber bald schon wurde er selbst schwer krank. Eines Abends kam ein bayrischer Sergeant mit zwei Soldaten zum todkranken Jakob Lauterer. Ganz brutal traten sie gegen das Kranken- bett. Sie stießen allerlei Drohungen aus, seine Frau lief weinend aus dem Zimmer und Lauterer fiel in Ohnmacht. Die Solda- ten entwendeten rasch seine drei Medaillen

von 1797 und entfernten sich. Der Verlust dieser hohen Auszeichnungen schmerzte ihn noch lange. Erst nach vier Jahren hatte sich Lauterer von seiner schweren Erkran- kung einigermaßen erholt und wirkte noch lange als Wundarzt in Pfunds. Am 30. Oktober 1854 trat er nochmals mar- kant in Erscheinung. Von der Eröffnungs- feier einer neuen Straße bei der Kajetans- brücke berichtet Alois Moriggl, Frühmesser in Zirl, in der Beilage zur Volks- und Schützenzeitung Nr. 6,1855: „An der Ka-

jetansbrücke stand bei der Musikkapelle der große, stattliche Jakob Lauterer, 77 Jahre alt, in Uniform mit grünem Hut, woran man genau den ehemaligen Schützenoffizier erkennt. Lauterer begrüßte Seine Exzellenz, den Statthalter von Tirol Cajetan Graf von Bissingen. Anschließend hielt Lauterer die Festrede.“ Lauterer ist als Tiroler Freiheits- kämpfer in der Kapelle beim Sandhof in Passeier namentlich verewigt. Er zählt zu den bedeutendsten Freiheitskämpfern im Tiroler Oberland. Im Turm an der Innbrücke stürzte Lauterer

1861 über eine Stiege und starb am 15. Mai

in Pfunds. Seine Tochter hatte er schon 1838, seine Frau Anna Maria Koremann aus dem Außerfern bereits 1843 verloren. Sein Sohn starb 1863. n

Das Standschützendenkmal in Sillian

Auf dem Sillianer Marktplatz steht ein eher unscheinbares Denkmal, welches aber an eine Großtat, nämlich die Eroberung des Foramegipfels durch Mitglieder der Stand- schützenkompanie Sillian, erinnert. Dieser Gipfel in der Cristallo-Gruppe beherrscht das Schluderbacher Becken und war bereits im Juni 1915 von den Österrei- chern besetzt worden. Die dortigen Kaiser- jäger wurden aber abgezogen und durch eine aus Galizien stammende ruthenische Landwehreinheit ersetzt. Diese berguner- fahrenen und möglicherweise auch nicht ganz verlässlichen Soldaten flüchteten beim Angriff einer italienischen Patrouille, ohne einen Schuss abgegeben zu haben. So waren für die Österreicher das Schlu-

derbacher Becken, die Straße nach Toblach und schließlich das Pustertal mit der Bahn- linie als wichtigem Nachschubweg in Ge- fahr. Also musste der Foramegipfel wieder in österreichische Hand gebracht werden. Und jetzt kam die Standschützenkompa- nie Sillian mit Standschützen aus Sillian, Strassen, Panzendorf, Abfaltersbach und Anras ins Spiel: Hauptmann Vinzenz Goller – der später berühmt gewordene Kirchen- komponist – erbot sich, mit 30 Freiwilligen in der Nacht über die steil abfallende und ausgesetzte Nordseite die Italiener anzu- greifen, sie von der Forame zu vertreiben und sich dort wieder einzunisten. Selbst Experten meinten, dass die Italiener nur Steine herunter werfen müssten, um das

Unternehmen zum Scheitern zu bringen.

In der Nacht vom 4. auf den 5. September

1916 begannen die freiwilligen Standschüt-

zen den gefährlichen Anstieg. Josef Ortner, Standschütze aus Abfaltersbach, beschrieb ihn in seinem Tagebuch: „Wir waren keine 10 Schritte den Felsgrat hinan- geklommen, als knapp ober unseren Köpfen zwei Handgranaten, ohne Schaden zu tun, krepierten. Der Feind war also verflucht

nahe. Langsam, langsam ging es den steilen Grat hinan, der mitunter so scharf war, dass wir im Reitsitz vorwärts rutschen mussten. Unsere 7,5 cm-Batterie bestrich vor uns den Grat mit Sperrfeuer. Wir kletterten hinter- her. Steine und Granatsplitter surrten fort- während um unsere Köpfe, und mehreren

N° 6 | Dezember 2016
N° 6 | Dezember 2016
N° 6 | Dezember 2016 7 Aus den LANDESTEILEN … Kameraden wurden dadurch die Mützen (Stahlhelme

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Aus den LANDESTEILEN …

Kameraden wurden dadurch die Mützen (Stahlhelme hatten wir damals noch keine) vom Kopf geschlagen. Sie flogen auf der einen oder anderen Seite des Grates in die nächtliche Tiefe. Wir mussten natürlich im Weiterkraxeln jedes Geräusch möglichst vermeiden. Inzwischen begann der Morgen des 5. Sep- tember zu grauen. Wir hingen knapp unter der Kuppe des Foramegipfels. Ich dachte über mein Verhalten im voraussichtlichen Nahkampf nach und erachtete neben der leider einzigen Handgranate den Gewehr- kolben als die wirksamste Waffe. Endlich setzte unser Sperrfeuer aus. Ein Augenblick unheimlicher Stille. Dann gab Hauptmann Goller den Befehl zum Sturm. Mit lautem Hurra stürmten wir auf die Kuppe los. Ich muss dabei doch etwas aufgeregt gewesen sein, denn statt der Handgranate riss ich aus dem Brotsack – die Feldflasche. Der Sturm vollzog sich in blitzartiger Schnelligkeit. Mit wenigen Handgranaten drängten wir den Feind in die Geröllhal-

de. Noch ein paar Sätze und wir sahen die ganze Mulde voll von Italienern. Schon erhoben sie sich in 5 Meter Entfernung zum Gegensturm, Handgranaten flogen beiderseits durch die Luft, ein furchtbar gefährlicher Augenblick – dann ein schau- erlicher Krach mitten unter den Italienern. Offenbar hatte eine unserer Handgranaten ihr Handgranatenlager getroffen und zur Explosion gebracht.“ Die Italiener flüchteten daraufhin über eine Geröllhalde und da starker Nebel aufzog, verzichteten die Standschützen auf eine weitere Verfolgung. Bei dieser Aktion wurden 14 der 30 Frei- willigen verletzt, wobei Huber Stephan aus Tesselberg bald seinem Brustschuss erlag. Dieser Rückeroberung wurde von der österreichischen Armeeführung so große Bedeutung beigemessen, dass die Kriegs- bildhauerin Lora von Zamboni beauftragt wurde, die Erstürmung der Forame in einer Marmorgruppe zu verewigen – eine äußerst seltene Auszeichnung für eine Militäreinheit. Das Denkmal wurde von der Bildhauerin

unmittelbar vor Kriegsende fertiggestellt, verschwand in den Wirren des Zusammen- bruchs und blieb Jahrzehnte verschollen. Erst in den 70er Jahren erfuhr der Sillianer Schützenhauptmann Georg Huber davon, dass es im Heimatmuseum Schloss Bruck in Lienz in einer finsteren Ecke unter einer Stiege stehen soll. Umgehend setzte er sich mit dem damaligen Kustos Dr. Lois Ebner in Verbindung, und dieser war bereit, es den Sillianer Schützen zu überlassen, da es ohnehin nicht in sein Ausstellungskonzept passen würde. Verhandlungen mit Bürger- meisterin Machne aus Lienz und Bürger- meister Gesser aus Sillian ebneten den Weg für eine würdige Aufstellung des Denkmals auf dem ihm adäquaten Platz in Sillian. Dort erinnert es seit 1997 Betrachter an den Mut und die Entschlossenheit der Sillianer Standschützen, ihre Heimat zu verteidigen. Angesichts der Teilung des Pustertales durch eine unnatürliche Grenze und der Trennung Südtirols vom historischen Tirol soll es aber auch an die Sinnlosigkeit von Kriegen mahnen. n

es aber auch an die Sinnlosigkeit von Kriegen mahnen. n Schwaz von Margareth Lun Schützen der

Schwaz

von Margareth Lun

Schützen der Alpenregion: Treffen der Landeskommandanten

Am Samstag, den 15. Oktober 2016 waren die vier Landeskommandanten der Alpenregion mit ihren engsten Mitarbeitern in der Silberstadt Schwaz zu Gast. Die Sitzung fand im Ratssaal des geschichtsträchtigen Rathauses statt, wo Bürgermeister Hans Lintner LKdt. Fritz Tiefenthaler (BTSK), LKdt. Elmar Thaler (SSB), LKdt. Paolo Dalprà (WTSB) sowie LH Karl Steiniger mit ihrem Stab willkommen hieß und in die Geschichte von Schwaz einführte. Ein Bläserquartett der Stadtmusik Schwaz verlieh dem Empfang eine festliche Note.

E iner der wesentlichen Tagesordnungspunkte war der Bericht der vier Landeskommandanten über die derzeitige Situation und die

wesentlichen Themen ihrer jeweiligen Bünde. Der Welschtiroler LK- dt. Mjr. Paolo Dalprà zeigte sich erfreut über die gute Zusammenar- beit mit den anderen Bünden und ging rückblickend auf das Alpenre- gionstreffen der Schützen in Waakirchen ein. Mjr. Fritz Tiefenthaler berichtete über das Projekt „Nachdenken über uns“ des BTSK, bei dem mit zwei externen Projektleiterinnen in offenen Foren schützen- relevante Themen besprochen werden. Mit einer Steuerungsgruppe würden die Diskussionsergebnisse weiterbearbeitet, so Tiefenthaler. SSB-LKdt. Elmar Thaler ging in seinen Ausführungen auf die gesellschaftliche Weiterentwicklung des SSB ein sowie auf die starke Beteiligung der Schützen an Open-Space-Veranstaltungen, am Forum der 100 und am Konvent der 33. Außerdem gab Thaler zu bedenken, dass bereits jetzt Vorhaben in Erinnerung an 100 Jahre Kriegsende 1918/2018 geplant werden müssten. Auch LH Karl Steininger blickte in seinen Worten auf das Alpen- regionstreffen in Waakirchen zurück und mahnte, dass es absolut nicht mehr vorkommen dürfe, dass an diesem bereits Jahre vorher festgelegten Termin ein ganzes Bataillon abwesend sei, weil es selbst sein Fest feiere. Gerhard Biller, der Hptm. der SK Mayrhofen, berichtete ausführlich über den derzeitigen Stand der Vorbereitungen des 25. Alpenregi- onstreffens im Zillertal am 26./27. Mai 2018.

25. Alpenregi- onstreffens im Zillertal am 26./27. Mai 2018. Bei dem für die Teilnehmer am Landeskommandantentreffen

Bei dem für die Teilnehmer am Landeskommandantentreffen von Bgm. Dr. Hans Lintner sowie Hannes Filzer und Wolfgang Moser von der 1. Schwazer SK organisierten Rahmenprogramm wurde un- ter anderem das sehr sehenswerte „Museum der Völker“ in Schwaz besichtigt. - Foto: Wolfgang Moser

Es wurde außerdem beschlossen, dass zum 25. Alpenregionsfest eine neue Fahne der Alpenregion der Schützen angeschafft werden soll. Nach der Bekanntgabe der wichtigsten Termine der vier Bünde wurde die Sitzung aufgehoben. n

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N° 6 | Dezember 2016 8 Aus den LANDESTEILEN … Wien von Dr. Reinhard Olt „Magna
N° 6 | Dezember 2016 8 Aus den LANDESTEILEN … Wien von Dr. Reinhard Olt „Magna

Wien

von Dr. Reinhard Olt

„Magna Charta“ für oder „Verrat“ an Südtirol? Wie es vor 70 Jahren in Paris zum Gruber-DeGasperi-Abkommen kam (Teil 2)

De Gasperi trat am 10. August vor die Friedenskonferenz und erklärte, hinsichtlich des „Alto Adige“ werde eine „weitreichen- de Autonomie vorbereitet“, und die Vertreter Südtirols hätten einer „Regionalautonomie bereits zugestimmt“, was die SVP vehement bestritt. Nach dem Beschluss zur Anhörung Österreichs – wogegen die Sowjetunion, Weißrussland, die Ukraine, Polen, Jugoslawien und die Tschechoslowakei stimmten – reiste auch Gruber nach Paris und vertrat am 21. August in seiner (zusammen mit Figl ausgearbeiteten) Rede vor der Vollversammlung den bekannten Standpunkt Wiens. Auch das am 25. Au- gust vorgelegte Südtirol-Memorandum Österreichs führte letztlich nicht zu einer Änderung der Alliierten-Position, Südtirol bei Italien zu belassen.

Im weiteren Fortgang der Ereignisse stand infolgedessen nur mehr die Autonomie- Frage im Mittelpunkt aller Überlegungen. Nach einer Unterredung mit Carandini sowie mit Bidault verlangte Gruber von den Südtiroler Delegierten, sie sollten ihm ihre Autonomie-Vorstellungen unterbrei- ten. Volgger, von Guggenberg und Schoefl brachten am 26. August ihr Missfallen zum Ausdruck, dass in dem von Gruber dem Generalsekretariat der Konferenz überreichten neuen Memorandum der österreichischen Regierung lediglich „eine Verwaltungsautonomie, wie sie Italien den Aostanern gewährt“, verlangt worden sei. Damit habe Gruber „vorzeitig alle Karten aufgedeckt“, und es werde „offenkundig, wie weit nachzugeben die österreichische Regierung bereit“ sei. Das Heranziehen der Aostatal-Autonomie als Muster kritisierten sie als „verunglückt und gefährlich“.

Dessen ungeachtet deutete Gruber gegen- über Carandini die Bereitschaft an, Inno- centis Vorschläge zur Grundlage für eine Autonomieregelung zu machen; dies aller- dings nur unter der Bedingung, dass sie in einigen Punkten modifiziert würden. Doch auf die von Österreich gewünschte „eindeu- tige territoriale Abgrenzung des autonomen Gebiets“ ließ sich DeGasperi gar nicht erst ein. Als Carandini mit dessen unveränder- lichen Instruktionen am 1. September nach Paris zurückgekehrt war, kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Gruber und der Südtiroler Delegation. Diese nannte den von Carandini überbrachten Vorschlag DeGasperis ungenügend und wies ihn glatt zurück.

Nachdem Gruber die Bereitschaft bekundet hatte, die Frage der Nennung des territori- alen Geltungsbereichs der Autonomie of- fenzulassen und keine Formel zu verlangen, die das autonome Gebiet unbedingt auf die

zu verlangen, die das autonome Gebiet unbedingt auf die Provinz Bozen beschränkte und Carandini dies ebenso

Provinz Bozen beschränkte und Carandini dies ebenso absichtsverschleiernd zusagte, war der Weg für die Unterzeichnung der Vereinbarung am 5. September 1946 in der italienischen Gesandtschaft zu Paris geeb- net. Wider sein Versprechen, die Südtiroler vor Änderungen zu hören, nutzte DeGaspe- ri später just die von ihm reklamierte und von Gruber zugestandene Unbestimmtheit der territorialen Geltung schamlos zuguns- ten der erst noch zu schaffenden Region Trentino-Alto Adige (Autonomiestatut vom 29. Januar; inkraftgetreten am 14. März 1948) aus. Weshalb das Abkommen in der Folge für fortdauerndes Misstrauen und absolut gerechtfertigte Auflehnung in Südtirol sorgte.

Erst nach zahlreichen Anschlägen, Kreis- kys UN-Vorstoß 1960, welchem in den Bomben-Jahren Leid und Tod, massive Ver- geltungsmaßnahmen und Menschenrechts- verletzungen von Seiten Italiens folgten, kam es in der Folge langwieriger, zäher Ver- handlungen im Dreieck Wien-Bozen-Rom zum Autonomie-Paket von 1969, welches ins Zweite Statut von 1972 mündete. Und aufgrund römischen Finassierens sollte es schließlich weitere zwanzig Jahre dauern, bis am 11. Juni 1992 mit der österreichisch-

italienischen Streitbeilegungserklärung vor den UN der Südtirol-Konflikt im völker- rechtlichen Sinne für beendet erachtet werden konnte. Das und die durchaus positive Entwicklung Südtirols – vor allem auf wirtschaftlichem Gebiet – ändert nichts daran, dass die größte Ungerechtigkeit gegenüber den Südtirolern seit 1918/19 fortbesteht, solange ihnen nicht Gelegenheit zur Ausübung des Selbstbestimmungsrechts gegeben ist.

Unter Historikern ist man sich zwar weit- gehend einig, dass die Selbstbestimmung 1946 aufgrund der damaligen Lage und sich herausbildenden Interessengegensätze nicht erreichbar war. Es darf aber auch durchaus als Opinio communis gelten, was Michael Gehler (Hildesheim, früher Innsbruck) aufgrund seiner Forschungsergebnisse einmal so ausdrückte: Es wäre mehr zu holen gewesen, „Gruber hat sich viel zu schnell auf Kompromisse eingelassen; bei einer besseren Verhandlungsführung wäre durch die unablässige Forderung nach einer Volksabstimmung eine echte Autonomie im Sinne einer inneren Selbstbestimmung möglich gewesen.“ Eine „echte Autonomie“ kann die existie- rende, von der Rom seitdem immer wieder

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Scheibchen abschnitt, kaum genannt werden. Und wenn die Südti- roler nicht aufpassen, führt der von der „ewigen Regierungspartei“ SVP auf Wunsch ihres italienischen Koalitionspartners PD (Partito Democratico) eingesetzte Autonomie-Konvent – sozusagen als „Erfüllungsgehilfin“ für die von der Regierung Renzi (PD) voran- getriebene, auf Stärkung des Zentralstaats hinauslaufende Verfas- sungsreform – hinter die mühsam erkämpften Errungenschaften des Zweiten Statuts von 1972 zurück. Horribile dictu!

„Pariser Vertrag“ im Wortlaut: http://www.landtag-bz.org/download/ Pariser-Vertrag_1946.pdf n

Pariser-Vertrag_1946.pdf n Innsbruck von Heinz Wieser Wenn die Herberge der

Innsbruck

von Heinz Wieser

Pariser-Vertrag_1946.pdf n Innsbruck von Heinz Wieser Wenn die Herberge der irdischen Pilgerfahrt zerfällt

Wenn die Herberge der irdischen Pilgerfahrt zerfällt

Allerheiligen und Allerseelen sind die eigentlichen Totengedenk- tage im Jahr, die seit dem 11. Jahrhundert um diese Zeit allgemein üblich sind.

Allgemein üblich sind in diesen Tagen der Gräberbesuch, das feierliche Requiem, bei dem in vielen Gemeinden die Verstorbenen des vergangenen Jahres noch einmal genannt und Freunden und Bekannten in Erinnerung gerufen werden. Diese Erinnerung ist meist schmerzlich, wenn während der letzten zwölf Monate Mütter, Väter oder Kinder aus dieser Welt abberufen wurden. Ebenfalls schmerz- lich ist es, wenn Unfälle, Katastrophen oder schwere Krankheiten Ur- sache für ein allzu frühes Hinscheiden sind. Wir wissen, dass Worte nicht imstande sind, Trost zu vermitteln. Deshalb erhalten wir durch den Text der Präfation für die Verstorbenen die erhoffte Kraft und Zuversicht: „Bedrückt uns auch das Los des sicheren Todes, so tröstet uns die Verheißung der künftigen Unsterblichkeit". Wir wissen, dass für uns alle die Herberge der irdischen Pilgerfahrt zerfällt. Erinnert haben wir uns auch in diesem Jahr immer wieder an die traurigen Ereignisse des Ersten Weltkrieges, der vor 100 Jahren bei uns tobte. Die Kriegerfriedhöfe weisen stets darauf hin, dass die Gedenkstätten des gewaltsamen Todes auch zu Orten des Lebens werden so wie jeder Friedhof. So gab es vor 100 Jahren ein Ringen auf Leben und Tod, das volle vier Jahre dauerte und unsägliches Elend mit Millionen von Toten, Verwundeten und Gefangenen heraufführte. An diesem bis dahin beispiellosen Ringen haben auch die Tiroler ihren Anteil genommen. Auf den Schlachtfeldern Galiziens und Russisch-Polens, in Serbien und Frankreich, in Italien und Asien, überall standen sie in der Feuerlinie, und die 40.000 Toten des Ersten Weltkrieges, die allein in Tirol zu beklagen waren,

beweisen zur Genüge, dass man sich kaum eine größere Tapferkeit, ein größeres Opfer vorstellen kann. Erschütternd sind die langen Verlustlisten an Toten und Vermissten, die wir auf den Krieger- denkmälern der einzelnen Tiroler Gemeinden oder, gesammelt in den vielen Bänden des Tiroler Heldenbuches, auf dem Bergisel sehen können; erreicht doch die Zahl der Opfer nicht selten mehr als ein Zehntel der Gesamtbevölkerung! Heute gilt es, sich daran zu erinnern, dass diese von Furcht, Leid und Not begleiteten Jahre den europäischen Kontinent, der diese Welt so viel an kulturellen und geistigen Gütern durch Jahrhunderte zu geben vermochte, nahezu an den Rand des Abgrundes brachten. n

vermochte, nahezu an den Rand des Abgrundes brachten. n Im ganzen Land befinden sich Kriegerfriedhöfe, die

Im ganzen Land befinden sich Kriegerfriedhöfe, die an die trauri- gen Ereignisse des Ersten Weltkrieges erinnern, der vor 100 Jahren bei uns tobte.

Weltkrieges erinnern, der vor 100 Jahren bei uns tobte. REINHOLD STECHER: BILDKALENDER 2017 Der 20.

REINHOLD STECHER: BILDKALENDER 2017

Der 20. Stecher-Kalender – ein besinnlicher Begleiter durch die Jahre Mit neuen, unveröffentlichten Werken aus Reinhold Stechers Bilderschatz

Auch der „runde“ Reinhold-Stecher-Bildkalender 2017 kann noch immer mit bisher unveröffentlichten Aquarellen aus dem Nachlass des beliebten Innsbrucker Bischofs aufwarten. Auf den Kalenderblättern deuten hintergründige Gedanken aus Literatur und Spiritualität die Bilder und führen den Betrachter weiter. So ist dieser Kalender ein ansprechend-besinnlicher Wegbegleiter durch das Jahr.

Der Künstler: Reinhold Stecher (1921–2013) war über dreißig Jahre in der Jugendseelsorge und als Religionspädago- ge tätig; von 1981 bis 1997 Bischof der Diözese Innsbruck; erfolgreicher Autor, Zeichner und Maler; Träger zahlreicher Preise, u.a. Ökume- nischer Predigtpreis 2010 für sein Lebenswerk (Bonn). Jedes seiner Bücher – alle bei Tyrolia erschienen – ist zu einem Bestseller geworden (Gesamtauflage über 700.000 Exemplare).

Ö

1 0 Interessante Informationen zum Thema Toponomastik in Süd-Tirol unter www.toponomastik.com Aus den LANDESTEILEN …

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1 0 Interessante Informationen zum Thema Toponomastik in Süd-Tirol unter www.toponomastik.com Aus den LANDESTEILEN …

Interessante Informationen zum Thema Toponomastik in Süd-Tirol unter www.toponomastik.com

Aus den LANDESTEILEN …

Tirol/Schweden

Tirol/Schweden

von Lukas Wegscheider

Toponomastik einmal anders

Wir kennen es alle, das sympathische Möbelbastlerhaus aus dem hohen Norden. Wir kennen die mehr oder weniger unkom- plizierten Gebrauchsanweisungen und vor allem kennen wir die drolligen, lustigen Namen für Schränke, Betten und Regale. Das elegante Nachtkästchen „Ekström“ ist folglich seinem Beipackzettel entsprechend zusammenzustellen. Das Badmöbel- stück „Mölby“ mit seinem. „Ekström“ mit „Mölby“ zusammenbasteln?! Geht nicht! Alles hat seinen Namen, seinen Sinn und seine Bedeutung! Dafür tüftelt bei Ikea auch ein Bataillon von Technikern, Designer und McGyver’s!

Die machen da ganze Arbeit. Ganze Arbeit hat seinerzeit auch der gute Herr „E.T“, kein Außerirdischer, gemacht, als er sich an der Wende des vorigen Jahrhunderts anschickte, alles, was in unserem Land nicht italienisch, romanisch oder Süden- orientiert klang oder roch, in eben solches umzuwerkeln. Da war viel zu tun, einem Land, das zwar seit Ewigkeiten Grenzland, aber deutscher Sprach- und Kulturraum war, einen totalen Italo-Look zu verpassen.

Zum besseren Verständnis, drehen wir nun die Uhr abermals noch um ein paar Runden zurück. Dann erkennen wir, dass viele unserer Orts, Flur- und Familienna- men nicht einmal so sehr vom teutonischen Element geprägt sind, sondern aus noch früherer Siedlungsgeschichte stammen. Damals machte sich das Völkchen der Räter diese schöne Gegend urbar. Versahen, so ganz nebenbei Hügel, Lacken und Wäl- der mit Namen, um sich in diesem Landl besser zurechtzufinden und orientieren zu können. Mit der Völkerwanderung kamen dann Bajuwaren über die Alpen zu uns und verdrängten nach und nach die armen Räter. Ihre Toponomastik blieb jedoch teilweise erhalten und wurde mitunter bloß „bajuwarisiert“. Flure und Berge, die noch namenlos waren, wurden nun andererseits von diesem germanischen Stamm mit eben solchen versehen. Das ist wichtig, sich vor Augen zu halten! Geht es doch im Grunde der ganzen Toponomastikdiskussion nicht um deutsch gegen italienisch, gut gegen bö- se, sondern eben angestammt, authentisch, gegen erfunden, aufoktroyiert!

Jedenfalls, an und für sich nichts Besonde- res, dass Menschen ihrer näheren Umge- bung Namen verleihen. Das ist in anderen Gegenden auf unserer lieben Weltkugel sicher auch nicht übertrieben anders.

Dieses „übertrieben Andere“ kam dann erst viel, viel später. Eben in der Form eines kleinen, hageren Männleins namens Ettore Tolomei. Wie bei unserem Ikea-Namensfin- dungsteam fand und erfand er unermüdlich neue, phantasievolle bis putzige, drollige

er unermüdlich neue, phantasievolle bis putzige, drollige Das Thema Toponomastik ist seit einigen Wochen wieder

Das Thema Toponomastik ist seit einigen Wochen wieder aktueller denn je. Aufgrund der Wichtigkeit hat der Schützenbund vor einigen Jahren eine Internetseite eingerichtet, auf der sich ausschließlich Beiträge zum Thema Toponomastik befinden. Diese wurde nun überar- beitet und hat ein neues Design erhalten. Die Seite ist moderner und noch übersichtlicher gestaltet, sodass jeder, der sich für die Ortsnamengebung interessiert, sofort wichtige und auch viele sprachwissenschaftliche Artikel finden kann. www.toponomastik.com

Namen. Aber, mit dem feinen Unter- schied: Es waren vielmehr schlechte, billige Übersetzungen für die bereits bestehenden Namen. Und auch Menschen, die hier lebten, sollten über Nacht rücksichtslos um- gepolt werden. Im Auftrag eines totalitären Regime, aus imperialistischen, nationalisti- schen Gründen.

So nebenbei, haben bei Ikea tolle Artikel tolle Namen. Weniger attraktive weniger tolle. Dem unsympathischen Nachbarn zum Trotz, haben sie ganz unattraktiven sogar dänische Namen gegeben. Tolomei muss den überaus schmucken, sonnen- verwöhnten Weiler Penon im Unterland auch nicht sonderlich gemocht haben um ihn einen „Penone“ zu nennen. Um nicht „Quarazze“, „Aslago“, „Vipiteno“ oder viele andere zu nennen

Jedenfalls ruht nach dem natürlichen Aus- scheiden des Herrn Tolomei die vermale- deite Italianisierung Südtirols keinesfalls!

Mit dem immer noch imperialistischen Gehabe Italiens, mit der Unterwanderung, mit dem touristischen Aufschwung unseres Landes, mit dem Ansturm der italienischen Urlauber kamen auch immer wieder neue italienische Bezeichnungen auf unsere Berge und Almen. Ohne die natürlich jeder

Schwammlklauber von Ala bis Catanzaro der widerspenstigen Wildnis in unseren Breitengraden heillos ausgeliefert wäre. „Schon bloß aus Sicherheitsgründen muss nun jeder größere Stein mit einer zweina- migen Bezeichnung beglückt werden.“ Als ob in Kitzbühel, wegen der mangelnden, italienischen Beschilderung massenweise verlaufene italienische Ötzis unterm Schnee eingeeist wären. In Südtirol hat auch jene Unsitte noch nicht aufgehört, den aleman- nischen Gästen eine heile Mediterranissi-

den aleman- nischen Gästen eine heile Mediterranissi- Das Argument „Sicherheitsrisiko“ hinkt, denn im Norden

Das Argument „Sicherheitsrisiko“ hinkt, denn im Norden Tirols finden sich italieni- sche Gäste mit einsprachigen Wegweisern tadellos zurecht.

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ma-Welt vorzugaukeln. Monte Cuzzo, Zoccolo, Alta Pusteria oder Carezza lassen grüßen.

Dabei geht in der weiten Welt draußen der Trend genau in die entgegengesetzte Richtung. Australien hat erst den weltberühmten Ayers Rock wieder zum Uluru umbenannt. Nordamerikas höchs- ter Berg, Mount McKinley, der Hausberg der größten Nation auf diesem Planeten, wurde vom Präsidenten Obama wieder auf seinen ursprünglichen Namen Denali getauft.

Nicht weit weg von uns, in Courmayeur, Aostatal haben Bürgerin- nen in einem demokratischen Referendum über die eigene Topono- mastik entschieden. Aufgeklärt und mit System à la Ikea.

In unserem Land wird hingegen weiter gewurstelt. Blutlos, herzlos, ohne System. Messie- und Trödlermarkt statt Ordnung von Ikea!

Nicht anders ist zu erklären, dass die 6er-Kommission paritätisch

besetzt worden ist; was ist weiters unsere Autonomie wert, wenn ein Rotzen bei römischen Ministern der ewigen Polit-Hinterbänkler Urzì, Biancofiore und Kronbichler genügt, um ausgehandelte Kompromisse zu überwerfen. Und auch vor einem Kaffeekränzchen selbstverliebter Professoren sollten wir uns nicht in die Hose ma- chen. Vom italienischen Landesrat für Kultur Tommasini, der nun auch englische Bezeichnungen einführen will, brauchen wir an die-

ser Stelle wohl nicht einmal anfangen zu sprechen

überhaupt nichts von der Thematik verstanden. Schade für ihn.

Der hat wohl

Es ist jedoch unsere eigene Schuld, wenn wieder einmal Verträge von italienischer Seite nicht eingehalten werden. Siehe Durnwal- der-Fitto-Abkommen, siehe Durnwalder-Del Rio-Abkommen. Nicht nur in dieser Situation würde, könnte man sich von unseren politischen Vertretern mehr erwarten. Mehr Verhandlungsgeschick, mehr Rückgrat und mehr Zähigkeit, ein Mehr an Tiroler „Dick- schädel“! Denn hier geht es nicht um das Zusammendübeln eines

Unsere Leser meinen

es nicht um das Zusammendübeln eines Unsere Leser meinen In Jahrzehnten haben es Süd-Tiroler Politiker nicht

In Jahrzehnten haben es Süd-Tiroler Politiker nicht geschafft, eine vertretbare Lösung in der Toponomastikfrage zu erzielen. Bis dato sind die deutschen Orts- und Flurnamen lediglich geduldet, offiziell gültig sind amtlich ausschließlich die italienischen Namen.

Wandschranks, um ein halbes Brett und drei Schrauben, die übrig bleiben. Hier geht es um lebendiges Kulturgut. Sonst bleibt wiederum das Gefühl, dass in diesem Staat, unserem Land, italienische Politiker und ihre Wähler bei gewissen Themen nicht an die Aufarbeitung der eigenen und gemeinsamen Geschich- te, nicht an eine gemeinsame Zukunft glauben, sondern bloß die ewige italianità vorantreiben wollen.

Bis dato fahren immer noch die Südtiroler nach Jenesien und die al- toatesini nach San Genesio. Beide werden im selben Dorf, derselben Straße folgend ankommen. Am selben Ort, keine Frage. Aber ob es dieselbe Sache ist, ist eben eine andere Sache.

Von Ikea wissen wir jedenfalls: Ekström ist Ekström, und Mölby ist Mölby. n

jedenfalls: Ekström ist Ekström, und Mölby ist Mölby. n Gedanken und Anregungen Studien belegen: Menschen lesen
jedenfalls: Ekström ist Ekström, und Mölby ist Mölby. n Gedanken und Anregungen Studien belegen: Menschen lesen
jedenfalls: Ekström ist Ekström, und Mölby ist Mölby. n Gedanken und Anregungen Studien belegen: Menschen lesen
jedenfalls: Ekström ist Ekström, und Mölby ist Mölby. n Gedanken und Anregungen Studien belegen: Menschen lesen

Gedanken und Anregungen

Studien belegen: Menschen lesen mehr denn je. Sind es die schnell- lebigen Zeiten unserer Tage mit den neuen Medien? Fest steht, die Informationsflut stellt uns vor eine fast unlösbare Aufgabe. Aber:

Das Mitteilungsblatt der Schützen der Alpenregion stellt sich dieser schwierigen Gratwanderung der Information der Schützen und Mar- ketenderinnen mit großem Engagement.

Die „neue“ Tiroler Schützenzeitung steht im 40. Jahrgang. Vier Jahrzehnte lang begleiten die Inhalte die Schützen, Marketenderinnen und die Freunde des Tiroler Schützenwesens. In den vergangenen Jahrzehnten haben sich die Gesellschaft und mit ihr das Denken nachhaltig verändert. Dieser Tatsache sollten wir uns stellen. Das neue Denken, in politischer und gesellschaftlicher Sichtweise, sollte in den Beiträgen mehr zum Ausdruck kommen. Die Geschichte der Schützen ist geprägt durch den Tiroler Freiheits- kampf 1809 und durch die Loslösung Südtirols nach dem 1. Weltkrieg. Heute sollten uns die Fragen der Autonomie ein besonderes Anliegen

sein. Förderlich für die weitere positive Entwicklung in Südtirol wären Beiträge und Berichte, die das Verbindende vor das Trennende stellen. In den letzten vier Jahrzehnten wurden Brücken gebaut, die trittfest sind. Bauen wir gemeinsam weiter an vielen Brücken zum Wohle der Menschen in unserem Land. Die Inhalte in der Schützenzeitung sind ein ganz besonderer Baustein für die friedliche Zukunft der Menschen in Nord und Süd. Als Schützen tragen wir eine große Verantwortung für das gedeihliche Zusammenleben aller Tiroler und Tirolerinnen.

Geschätzte Redakteure und Redakteurinnen, Danke für eure gute und wertvolle Arbeit.

Um eine Publikation zum „Genuss“ für die Leser zu gestalten, braucht es kluge Köpfe. Vielen ist nicht bewusst, was an Können notwendig ist, um eine Zeitung zu einem „Lesegenuss“ zu kreieren.

Herbert Genser, Mieders

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1 2 Aus den LANDESTEILEN … N° 6 | Dezember 2016 Innsbruck von Thomas Saurer Verdiente

Innsbruck

von Thomas Saurer

Verdiente Schützen mit hohen Landesauszeichnungen geehrt

A ls Zeichen des Dankes und der Anerkennung ehrten Landes- hauptmann Günther Platter und Südtirols Landeshauptmann

Arno Kompatscher am 15. August 2016 in der Innsbrucker Hofburg verdiente Persönlichkeiten mit der Verdienstmedaille – darunter auch zahlreiche verdiente Schützenkameraden aus allen Teilen Tirols.

Verdienstmedaille: Außerordentliches Engagement im Mittelpunkt

Zahlreiche TirolerInnen engagieren sich in unterschiedlichsten Organisationen ehrenamtlich – viele davon in den Traditions- vereinigungen unseres Landes. „Manchmal werde ich gefragt, ob diese Auszeichnungen noch zeitgemäß sind. Da gibt es für mich nur eine Antwort: Ja, sie könnten gar nicht zeitgemäßer sein. Diese verdienten Persönlichkeiten, die ehrenamtlich tätig sind und uns das Wertvollste, nämlich Zeit, schenken, erbringen herausragende Leistungen. Sie engagieren sich über das normal übliche Ausmaß hinaus. Damit sind sie Vorbilder für andere und wichtig für die Gemeinschaft“, hebt Landeshauptmann Platter die Bedeutung der Tätigkeiten hervor.

Verdienstkreuz für Viertelkommandant Mjr. Josef Außersteiner

Der Landeshauptmann von Tirol Günther Platter und Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher haben am Sonntag, den 18. September 2016 bei einem Festakt auf Schloss Tirol insgesamt 44 Persönlichkeiten, die sich um das Land Tirol oder Südtirol beson- ders verdient gemacht haben, mit dem Verdienstkreuz des Landes Tirol gewürdigt. Darunter befand sich auch der Kommandant des Viertels Osttirol, Mjr. Josef Außersteiner. Im Beisein zahlreicher Mitglieder der Landesregierungen von Tirol und Südtirol betonte Landeshauptmann Platter bei der Ehrung, dass das Verdienstkreuz zur Würdigung der Verdienste um das Land Tirol durch hervorra- gendes öffentliches oder privates Wirken vergeben wird.

„Eine Auszeichnung für die Wertschätzung unserem Land Tirol gegenüber!“

Am Vorabend zum Österreichischen Nationalfeiertag zeichnete Landeshauptmann Günther Platter im Rahmen eines Festakts im Landhaus in Innsbruck 13 hochverdiente Persönlichkeiten mit dem „Tiroler-Adler-Orden“ aus: „Sie sind Freundinnen und Freunde unseres Landes Tirol und haben mit ihrem Engagement ihre be- sondere Wertschätzung gegenüber dem Land Tirol zum Ausdruck gebracht. Wir dürfen heute dafür mit dem Tiroler-Adler-Orden, der höchsten Auszeichnung des Landes Tirol für Nicht-Tiroler, ein herzliches Vergelt’s Gott sagen“, erklärte Landeshauptmann Platter in seiner Ansprache. Der Landeshauptmann bedankte sich bei den Geehrten für ihre Treue, die Zuverlässigkeit und den Einsatz zum Wohle des Landes Tirol. Der Kommandant der Bayerischen Ge- birgsschützen, LH Karl Steininger, wurde auf Vorschlag des Bundes der Tiroler Schützenkompanien mit dem Tiroler-Adler-Orden in Gold geehrt. n

mit dem Tiroler-Adler-Orden in Gold geehrt. n   zur Hochzeit Aus unseren Reihen sind den Bund
 

zur Hochzeit

Aus unseren Reihen sind den Bund der Ehe eingegangen:

KUFSTEIN  23. JULI 2016:

Schützenkamerad Josef Gollner, SK Amras & Marketenderin Nina Urbano- wicz, SK Amras

VÖLS  16. JULI 2016:

Kamerad Thomas Lechthaler, SK Amras & Petra Wirth, SK Völs

WILTEN  10. SEPTEMBER 2016:

Kamerad Christoph Steitberger, SK Amras & Johanna

VAHRN  15. OKTOBER 2016:

Schützenkamerad Mathias Speranza & Sabrina Schumacher

Hosch gheart?! A Studie sogg, koan Süd-Tiroler Net ins Rechtssystem, net in die Politik, net
Hosch
gheart?!
A Studie
sogg, koan
Süd-Tiroler
Net ins Rechtssystem, net in die
Politik, net in die Wirtschoft, net
in die
hobm
Vertraun
ins
walsche
die Rechtssystem!

N° 6 | Dezember 2016

N° 6 | Dezember 2016 Aus den LANDESTEILEN … 1 3

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N° 6 | Dezember 2016 Aus den LANDESTEILEN … 1 3 Eppan von Margareth Lun Goaßln

Eppan

von Margareth Lun

Goaßln selber gebaut: Neuer Kurs des SSB ein voller Erfolg

Zuerst wird die eigene Goaßl gemacht, und dann geht’s ans Schnöllen Lernen. Das war die Idee hinter dem Kurs, den der Süd- tiroler Schützenbund erst jüngst in Eppan angeboten hat und der einer jener Kurse war, bei dem es darum ging, Bräuche und altes Handwerk zu pflegen.

„Mir geht es nicht nur darum, dass alte alpenländische Bräuche gepflegt werden, sondern auch darum, dass das Wissen um die handwerkliche Kunst, die nur wenige beherrschen, weitergegeben wird“, erklärt Margareth Lun, die Kulturreferentin des Südtiroler Schützenbundes.

In der Tat gibt es in ganz Tirol nur mehr wenige, die die Techniken des Goaßlbaus beherrschen. Mit MSc Egon Zemmer und Dipl. Ing. Jürgen Schwienbacher aus Lana konnte der Südtiroler Schützenbund zwei Goaßlmacher gewinnen, die mit großer Hingabe, mit viel Fachwissen, den ausge- suchten Materialien und mit fundiertem Knowhow den Kursteilnehmern bei- brachten, wie sie ihre eigene Goaßl bauen können.

Außerdem wurde darüber informiert, dass es auch bei uns im Land verschiedene Typen von Goaßln gibt, sondern auch, dass sie nicht überall gleich gehandhabt werden. Sie ist beispielsweise im Schlerngebiet

Matrei am Brenner/ Innsbruck

Matrei am Brenner/ Innsbruck

beispielsweise im Schlerngebiet Matrei am Brenner/ Innsbruck Die Teilnehmer des Goaßlbaukurses in Eppan mit den

Die Teilnehmer des Goaßlbaukurses in Eppan mit den Referenten Egon Zemmer und Jürgen Schwienbacher: stolz, in die Geheimnisse alter Handwerkskunst eingeweiht worden zu sein.

eine kürze Goaßl üblich, die auch anders geschwungen wird. Im Schützenheim in St. Michael/Eppan wurde schließlich an zwei ganzen Sams- tagen mit Zürgelholz, Garn, Leder, Leim, Lörget (Lärchenpech) und verschiedenen Geräten gedreht, gezwirbelt, genäht, ein-

von Franziska Jenewein

gelassen und versäubert, bis jeder Kursteil- nehmer seine eigene fertige Goaßl stolz in Händen halten konnte. Nun stehen weitere Kurse auf dem Pro- gramm, bei denen das Schnöllen gelernt und geübt wird. n

17. Offiziersausbildungskurs in Matrei a. Brenner

Mit dem Großen Österreichischen Zapfen- streich am Landhausplatz in Innsbruck ging der 17. Offiziersausbildungskurs zu Ende. Immerhin haben sich 50 angehende oder bereits gewählte Schützenoffiziere zwei Tage im Bildungshaus St. Michael das Grundwis- sen eines Schützenoffiziers angeeignet. In verschiedensten Referaten und Vor- trägen wurden die Bestimmungen und Verordnungen im Allgemeinen und der Umgang und die Voraussetzungen für das Führen einer Kompanie vorgetragen und diskutiert. Von der Exerzierordnung bis zu den Bestimmungen über die Voraussetzun- gen von Ehrungen, vom Angebot der Jung- schützen und der Marketenderinnen bis zur Handhabung von Waffen und deren Pflege, wurde ein großer Bogen gespannt und den Zuhörern somit vieles näher gebracht. Erfreulich war die große Anzahl junger „Nachwuchstalente“, die mit großem Idea- lismus und hohem Einsatzwillen ausgestat-

mit großem Idea- lismus und hohem Einsatzwillen ausgestat- tet nach St. Michael gekommen waren. Zur Freude

tet nach St. Michael gekommen waren. Zur Freude der Referenten war der Wille zu mehr Einheitlichkeit und Heimatbewusst- sein deutlich spürbar. Die „Mir-san-mir- Mentalität“ ist bei den jungen und „jung

gebliebenen“ Offizieren Vergangenheit. Im nächsten Jahr wird der Offizierslehrgang wieder am 24. und 25. Oktober in Matrei am Brenner, im Hotel Krone, stattfinden. n

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N° 6 | Dezember 2016 1 4 Aus den LANDESTEILEN … Selbstbestimmung für Süd-Tirol? Europa ist
N° 6 | Dezember 2016 1 4 Aus den LANDESTEILEN … Selbstbestimmung für Süd-Tirol? Europa ist

Selbstbestimmung für Süd-Tirol?

Europa ist im Umbruch. Immer mehr Regionen wollen sich von ihrem derzeitigen Staat loslösen. Unterstützt werden die Separatisten von Parteien unterschiedlicher Couleur. Auffallend ist aber, dass z.B. die Katalanen, die Basken und die Schotten vor allem von Parteien, die dem linken politischen Spektrum zuzuordnen sind, ihre volle Unterstützung erhalten. Auch in Süd-Tirol gibt es unzählige Rufe nach Unabhängigkeit. Hierzulande gehen derzeit die Visionen der politischen Verantwor- tungsträger aber über einen Autonomiekonvent nicht hinaus.

Harald Knoflach ist Autor beim Internetblog Bren- nerbasisdemokratie (www. brennerbasisdemokratie.eu) und Vorstandsmitglied der Südtiroler Gesellschaft für Politikwissenschaft:

„… ein progressives, von ethni- scher Logik losgelöstes, basisde- mokratisches Recht, das man selbstbestimmten Individuen in einer Demokratie unmöglich verwehren kann.“

Individuen in einer Demokratie unmöglich verwehren kann.“ JA – Als Befürworter demokratischer Selbstbestimmung hat

JA – Als Befürworter demokratischer Selbstbestimmung hat man es in Südtirol nicht leicht, da der Diskurs von Unschärfe, Nationalismus und Widersprüchlichkeit geprägt ist. So setzen viele Kritiker Selbst- bestimmung einfach mit staatlicher Unabhängigkeit gleich. Dabei ist ersteres ein Prozess und letzteres nur ein mögliches Ergebnis dieses Prozesses. Die SVP wiederum führt zwar das Selbstbestimmungs- recht in ihrem Grundsatzprogramm, hat es aber dennoch schon einmal geschafft, sich im Landtag ausdrücklich gegen das in den UN-Menschenrechtspakten verankerte Prinzip auszusprechen. Die Heimatbewussten mit rechter Schlagseite fordern hingegen vehement die Unabhängigkeit, berufen sich dabei aber fast ausschließlich auf das Völkerrecht, das auf der irrwitzigen nationalistischen Idee des 19. Jahrhunderts beruht. Sie verkennen offenbar, dass es gerade der Nationalismus war, der Europa im Allgemeinen und Südtirol im Speziellen im letzten Jahrhundert so unendlich großes Leid beschert hat. Als Reaktion darauf bringen indes selbsternannte Weltoffene (zumal die Südtiroler Grünen) das Kunststück zuwege, konservativ und umgekehrt nationalistisch zu argumentieren. Dabei lehnen sie das ihrer Ideologie eigentlich immanente Selbstbestimmungsprinzip wohl nur deshalb ab, weil das Thema von der „falschen Seite“ besetzt ist, während Grüne weltweit in Sachen demokratischer Selbstbestim- mung Vorreiter sind – von Neuseeland über Katalonien bis Schott- land. Befreit man die Selbstbestimmung von ihrem anachronisti- schen Völkerrechtsbezug sowie der Südtiroler Anomalie, bleibt ein progressives, von ethnischer Logik losgelöstes, basisdemokratisches Recht, das man selbstbestimmten Individuen in einer Demokratie unmöglich verwehren kann. Der institutionelle Rahmen, den sich die Bevölkerung eines Gebietes gibt, ist eine demokratische Entschei- dung wie jede andere.

bbd@brennerbasisdemokratie.eu

dung wie jede andere. bbd@brennerbasisdemokratie.eu Univ.-Doz. Dr. Hans Heiss ist Historiker und sitzt seit 2003

Univ.-Doz. Dr. Hans Heiss ist Historiker und sitzt seit 2003 im Südtiroler Landtag (Grüne

Fraktion): „Für Südtirol halte ich Selbstbestimmung, die 1919 und 1945 zu Unrecht verweigert wurde, zwar als Grundrecht und im Notfall für unverzicht- bar, erachte sie aber weder in Gegenwart noch mittelfristig für erstrebenswert.“

NEIN – Selbstbestimmung ist verstärkt ein Kernanliegen europä- ischer Regionen und Gesellschaften. Sie wird begriffen als Chance der Selbstregierung, von Bürgernähe und als Abkehr von einer als drückend empfundenen Staatlichkeit. Wir betrachten Selbstbestim- mung grundsätzlich mit Sympathie, als denkbaren Ausdruck von Demokratie, als Chance zur Eigensteuerung, zur Gemeinschafts- bildung, Zusammengehörigkeit und Solidarität. Vor allem aber ist sie dann im Sinne der UN ein Grundrecht, wenn der Druck von Staaten, der Zugriff auf die Grundrechte von Ländern und Regio- nen, unerträglich wird. Für Südtirol erachte ich sie aber weder in Gegenwart noch mittelfristig für erstrebenswert. Der Grund dafür liegt nicht in der Furcht vor drohenden Blockaden durch die Italie- nische Verfassung, die die Unteilbarkeit der Republik vorsieht oder vor einem allfälligen Einmarsch“ der Forze Armate. Auch nicht vor einer drohenden Isolation durch die EU oder die kalte Schulter Österreichs. Gegen die Forderung sprechen aus meiner persönli- chen und aus grüner Sicht andere, triftige Gründe: „Selbstbestim- mung“ bedarf des grundsätzlichen, tief greifenden Willens einer größtmöglichen Zahl von Menschen auf einem Territorium und des Konsenses aller auf seinem Gebiet lebenden Sprachgruppen. Der Wille zur Selbstbestimmung ist bei einer Minderheit der Südtiroler zwar intensiv spürbar. Ich sehe ihn aber nicht vorherrschend in der deutschen und ladinischen Sprachgruppe und ganz entschieden nicht bei der italienischen Sprachgruppe: Genau dieser gemeinsame Wille aller Sprachgruppen aber wäre als erste Voraussetzung vonnöten. Wenn aber tragende Kräfte einer Gesellschaft, wie es die Italiener Südtirols sind, aber auch Teile der anderen Sprachgruppen, nicht mit- gehen, dann droht nicht nur Misserfolg. Dann führen die Forderung nach Selbstbestimmung und der Versuch ihrer Umsetzung zur tief greifenden Spaltung, die ich mir für Südtirol nicht wünsche. Daher treten wir Grüne Südtirols einer Forderung in Südtirol mit Vorbehalt entgegen. So verlockend der Ausblick auf die Selbstbestim- mung erscheint, der Weg unseres Landes bleibt für die Zukunft ein anderer, bleibt ein mühsamer, von Kompromissen gesäumter Weg.

h.heiss@grueneverdi.bz.it

N° 6 | Dezember 2016

N° 6 | Dezember 2016 15 Pfui Hui …an Wissenschaftler, die faschistische Namen als Kulturgut interpretieren
N° 6 | Dezember 2016 15 Pfui Hui …an Wissenschaftler, die faschistische Namen als Kulturgut interpretieren

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Pfui

Hui

…an Wissenschaftler, die faschistische Namen als Kulturgut interpretieren

die faschistische Namen als Kulturgut interpretieren 48 Professoren aus Italien und Deutschland, unter ihnen

48 Professoren aus Italien und Deutschland, unter ihnen überwie- gend Sprachwissenschaftler, haben kürzlich einen Appell an den italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella für den Erhalt der so genannten italienischen Toponomastik in Süd-Tirol unterzeichnet. Dadurch dass im Appell entscheidende Begriffe wie „Faschismus“, „Ettore Tolomei“, „Unterschied zwischen Zweisprachigkeit von Na- men und Wörtern“ bewusst gemieden wurden, demaskiert sich die Aktion bereits von selbst. Auch die Tatsache, dass sich auf der Liste der Name von Carlo Alberto Mastrelli, des langjährigen Direktors des von Ettore Tolomei gegründeten „Istituto di studi per l’Alto Adige“ finde, zeige, dass die gesamte Aktion einzig einen italienisch- nationalistischen Hintergrund hat, der sich unter dem Deckmantel der Wissenschaft versteckt. Sämtliche Unterzeichner haben keine innovative und wissenschaftlich unwiderlegbare Forschung zur Süd-Tiroler Toponomastik nachzuweisen, wohnen weit weg von Süd- Tirol und sind daher nicht weiter ernst zu nehmen, meint Euer Raffl

…an das Österreich- Südtirol-Forum (ÖSF)

Euer Raffl …an das Österreich- Südtirol-Forum (ÖSF) Am 26. Oktober 1955 endete die Besatzungszeit in

Am 26. Oktober 1955 endete die Besatzungszeit in Österreich. Seitdem ist dieser Tag offiziell österreichischer Nationalfeiertag, und österreichweit werden an diesem Festtag zahlreiche Veranstal- tungen durchgeführt. Aber auch in Süd-Tirol wird dieser Ehrentag alljährlich feierlich begangen. Dafür sorgt das „Österreich-Südtirol- Forum“ (www.oesf.eu), ein ehrenamtlich tätiger Verein mit Sitz in Bozen. So fand am letzten Nationalfeiertag im Ehrensaal des Merkantilgebäudes in Bozen ein Empfang unter dem Ehrenschutz des österreichischen Generalkonsuls Wolfgang Spadinger, des Südtiroler Landtags-Vizepräsidenten Thomas Widmann und des Präsidenten der Handelskammer Bozen, Michl Ebner, statt. Der Abgeordnete zum Nationalrat in Wien, Prof. Karlheinz Töchter- le, ehemaliger Bundesminister für Wissenschaft und Forschung, trat als Festredner auf. Organisiert wurde die sehr festliche und gelungene Veranstaltung vom ÖSF, das seit jeher den kulturellen, wirtschaftlichen und freundschaftlichen Austausch zwischen Süd- Tirol und Österreich pflegt. „Unser Verein steht allen Süd-Tirolern offen, die Österreich lieben, und allen Österreichern, die Süd-Tirol lieben“, erklärt der Präsident des Vereins, Dr. Otto Mahlknecht. Schönes Grundsatzprogramm, meint Euer Raffl

Mahlknecht. Schönes Grundsatzprogramm, meint Euer Raffl MONIKA FRENZEL: TIROL – LAND DER BERGE. ZUKUNFTSREICH

MONIKA FRENZEL: TIROL – LAND DER BERGE. ZUKUNFTSREICH

Alpin – urban – modern: einfach Tirol Ein Bildband auch über die vielen innovativen Seiten des „Landes im Gebirge

Was macht Tirol zu Tirol? Die Berge und die Natur? Die modernen Städte oder die vielen noch bäuerlich gepräg- ten Dörfer? Der Tourismus mit all seinen Licht- und Schattenseiten? Es ist wohl die oft gelungene Verbindung all dieser Elemente, die das „Land im Gebirge“ zu etwas Besonderem werden lässt, das Einheimische wie Touristen immer wieder aufs Neue beeindruckt. Zu entdecken gibt es neben den Spuren einer teils glanzvollen Vergangenheit:

moderne Kunst und Kultur, Architektur auf höchstem Niveau, Wissenschaft und Forschung am Puls der Zeit, erfolgreiche internationale Unternehmen und eine vielfältige, aktive Sportszene. Gleichzeitig pflegt man ein oft noch unverfälschtes Brauchtum, das von der Bevöl- kerung mit Leben erfüllt wird, sowie eine Natur, die trotz aller Einschränkungen des Tourismus an vielen Orten unberührt geblieben ist.

Die Autorin: Monika Frenzel, Fremdenführerin und Organisatorin kultureller Events, studierte Kunstgeschichte und Geschichte an der Universität Innsbruck. Sie veröffentlichte zahlreiche (Fach-)Publikationen zu historischen Themen, v.a. zu Innsbruck und Tirol.

1 6 Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN Mordopfer Johann Mairhofer *15. Mai 1908 † 5.
1 6 Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN Mordopfer Johann Mairhofer *15. Mai 1908 † 5.

16 Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN

Mordopfer Johann Mairhofer *15. Mai 1908 † 5. April 1946

Mordopfer Johann Mairhofer *15. Mai 1908 † 5. April 1946 Bruneck von Efrem Oberlechner Gedenkfeier für

Bruneck

von Efrem Oberlechner

Gedenkfeier für Johann Mairhofer – 1946 in Bruneck erschlagen

„Es gibt Dinge im Leben, die einen erschüttern. So wie jener 5. April 1946.“ Diese Worte fand der Landeskommandant der Schützen, Elmar Thaler in seiner Gedenkrede für Johann Mairhofer, den Hölzlerbauer aus Reischach, der am 5. April 1946 am Brunecker Graben von Faschisten bei einer Selbstbestimmungskundgebung erschlagen wurde.

bei einer Selbstbestimmungskundgebung erschlagen wurde. Nach der tiefgehenden Rede des Landeskommandanten schoss die

Nach der tiefgehenden Rede des Landeskommandanten schoss die SK Anton Steger eine Ehrensalve ab; das Lied vom „Guten Kameraden“ spielte eine Bläsergruppe der Bürgerkapelle von Bruneck.

70 Jahre sind seit seinem Tod vergangen, und die Schützen wollten ihm zu Ehren eine Bronzetafel am Brunecker Graben zwischen Hotel Post und Hotel Corso im Boden einlassen. Genau dort, wo er zu Tode kam. Dies wurde allerdings von der Brun- ecker Stadtverwaltung mit Bürgermeister Roland Griessmair abgelehnt.

Nichtsdestotrotz zog es Schützen aus den Dörfern des Pustertals unter dem Kom- mando vom Bezirksmajor Haymo Laner und viele andere Teilnehmer nach Bruneck auf den Graben, um sich im Anschluss an die Heldengedenkfeier im Waldfriedhof in einer ergreifenden Feier an die Situation vom April 1946 zu erinnern, wie schwierig es damals war, für die Heimat einzustehen. Hans Duregger aus Gais ist es unter an- derem zu verdanken, dass die damaligen Geschehnisse aufgezeichnet wurden. So gab er am 6. April 1946 in der SVP-Geschäfts- stelle Bruneck eine eidesstattliche Erklärung ab, die später auf heimlichem Weg in die „Landesstelle für Südtirol“ bei der Tiroler Landesregierung gebracht wurde. In dieser schilderte er, wie sich die Faschisten auf Teilnehmer stürzten, die Spruchbänder mit- führten. Und wie die Volksmenge dieselben verteidigte. „Darunter war auch der soge- nannte ‚Hölzlerbauer‘ von Reischach. Dann

folgte dem ‚Hölzlerbauern‘ ein Carabiniere mit dem Gewehr und versetzte ihm mit dem Gewehrkolben einen Schlag auf die Schläfe. Er wurde darauf, ohne dass noch ein Lebenszeichen an ihm bemerkbar war, in das Gasthaus ‚Goldener Stern‘ gebracht“; ein dort anwesender Arzt konnte nur mehr seinen Tod feststellen.

Auch der über jeden Verdacht erhabene Journalist, Historiker und Dokumentarfil- mer Claus Gatterer geht in seinem histori- schen Hauptwerk „Im Kampf gegen Rom. Bürger, Minderheiten und Autonomien in Italien“ auf diese Kundgebung und ihre fatalen Folgen ein, wenn er schreibt: „[…] Am 5. April 1946 demonstrieren in Bruneck rund dreitausend Südtiroler, vorwiegend Bauern, gegen die Rückkehr Tolomeis nach Südtirol. Es war die erste größere offene Kundgebung der Südtiroler nach 1945. In einer Resolution wurde das Selbstbestim- mungsrecht für Südtirol reklamiert. Von einem lokalen Exfaschisten angeführt, überfiel eine Gruppe von Italienern die friedlichen Demonstranten; ein Bauer wurde niedergeschlagen und starb noch am gleichen Tage.“

gegebenen Gegengutachten nicht so und empfahl Bürgermeister Roland Griessmair und seinen Referenten eine Absage an den Wunsch der Schützen, dem Hölzlerbauer einen Gedenkstein am Graben zu widmen. Im Kern meint der Historiker Oberhofer, eine Gedenktafel könne ethnisches Unbeha- gen hervorrufen.

„Wir erinnern an Mairhofer nicht, weil er ein besonderer Held war, sondern weil er ein Opfer war, das unabhängig von seiner Todesursache für eine Zeit der Angst, der Hoffnung, des Schmerzes und der Zuver- sicht steht. Auch wenn die Stadtgemeinde Bruneck sein ungeklärtes Schicksal – weil unbequem – lieber aus dem kollektiven Gedächtnis gestrichen hätte“, so Thaler in seiner Gedenkrede. Er versprach den vielen Teilnehmern – die Angehörigen Mairho- fers waren ebenfalls anwesend – dass die Schützen dafür Sorge tragen werden, dass die allgemeinen Umstände, in denen der Hölz- lerbauer den Tod fand, auch den zukünftigen Generationen mitgeteilt werde. n

Dies sah der Stadtarchivar Andreas Ober- hofer in einem anlassbedingten in Auftrag

N° 6 | Dezember 2016 Grußbotschaft zum Jahreswechsel „Patrona Bavariae“, 400 Jahre Schutzfrau Bayerns –

N° 6 | Dezember 2016

N° 6 | Dezember 2016 Grußbotschaft zum Jahreswechsel „Patrona Bavariae“, 400 Jahre Schutzfrau Bayerns –
N° 6 | Dezember 2016 Grußbotschaft zum Jahreswechsel „Patrona Bavariae“, 400 Jahre Schutzfrau Bayerns –

Grußbotschaft zum Jahreswechsel

„Patrona Bavariae“, 400 Jahre Schutzfrau Bayerns – 1616/2016 war in diesem Jahr beim Patronatstag in Garmisch das be- sondere Leitbild für die Gebirgsschützen. Das Alpenregionstreffen in Waakirchen mit ca. 8.000 Schützen, Marketenderinnen, Musikanten und Spielleuten als Teilnehmer war für die ausrichtende Kompanie Waa- kirchen und die Schützen der Alpenregion ein außerordentlicher Erfolg. Neben dem Bundesschießen, Kompaniejubiläen und Bataillonsfesten bleiben auch die örtlichen Veranstaltungen in diesem Jahr in guter Erinnerung.

Mein Dank gilt allen, die zum Gelingen der Ereignisse beigetragen haben. Ich danke für die Unterstützung aus dem Bereich der Kirche, der Politik, der Wirtschaft und des Handwerks. Mein Vergelt’s Gott gilt den Hauptleuten und Offizieren, Marketende- rinnen, Spielleuten und Musikanten mit ihren Familien. Allen wünsche ich ein ge- segnetes Weihnachtsfest und ein gesundes, gutes neues Jahr!

Karl Steininger, Landeshauptmann

Allen wünsche ich ein ge- segnetes Weihnachtsfest und ein gesundes, gutes neues Jahr! Karl Steininger, Landeshauptmann
gutes neues Jahr! Karl Steininger, Landeshauptmann Ettal von Günter Bitala Werdenfelser Gebirgsschützen

Ettal

von Günter Bitala

Werdenfelser Gebirgsschützen feiern 400 Jahre Patrona Bavariae

Kirchweih war, und die Sonne schien. Die Blaskapelle Unterammergau vorneweg, zogen rund 250 Gebirgsschützen durch den Klosterhof zur mächtigen Basilika. Vertreter aller Kompanien des Gebirgsschützenba- taillons Werdenfels und Abordnungen aus allen Gauen des BBGK waren nach Ettal ge- kommen, um mit Abt Barnabas Bögle und seinem Konvent den besonderen Gedenktag für Bayern zu feiern: vor 400 Jahren stellte Herzog Maximilian ganz Bayern und alle Bewohner unter den Schutz der Mutter Gottes. In seiner Predigt erinnerte Abt Barnabas daran, dass damals – am Beginn des 17. Jahrhunderts – die ersten Anzeichen

des 30-jährigen Krieges (1618–1648) auf- blitzten. Für Herzog Maximilian war es eine Selbstverständlichkeit, sich und die Men- schen in seiner Verantwortung in die Obhut Mariens zu geben: „Damals wie heute gibt uns die Mutter Gottes Halt und Orientie- rung auf dem Weg zu Gott. „In zwei Bild- nissen begegnet Maria den Menschen“, sagte Abt Barnabas: „Als Mutter mit dem Kind mahnt sie, dass wir Gott in den Kleinsten, Ärmsten, Ausgestoßenen finden. Das zweite Bild ist die Mater Dolorosa, also die Frau, der man den toten Sohn in den Schoß gelegt hat.“ Nach dem Gottesdienst und den Klängen der Bayernhymne formierten sich

die Gebirgsschützen auf der Terrasse vor der Basilika. Im Mittelpunkt das Banner der Bayerischen Gebirgsschützen mit dem Bild der Patrona Bavariae auf weiß-blau gerau- tetem Tuch. Abt Barnabas Bögle schritt mit Pater Johannes Bauer und Baon-Kdt. Hans Jais das Ehrenspalier der Kompanien ab und die Murnauer Gebirgsschützen schos- sen einen Salut. Landrat Anton Speer hob in seinem Grußwort hervor, dass die Gebirgs- schützen zu den unverzichtbaren Säulen des gesellschaftlichen Lebens im Landkreis Gar- misch-Partenkirchen gehören. Sie stehen für die bayerische Volkskultur. n

Fotos: Günter Bitala

im Landkreis Gar- misch-Partenkirchen gehören. Sie stehen für die bayerische Volkskultur. n Fotos: Günter Bitala

Berichte aus Bayern

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N° 6 | Dezember 2016

Bad Tölz/Kreuth

Bad Tölz/Kreuth

von Hans Baur

54. Bundesschießen 2016

Bundesschützenmeister Harald Schrangl konnte beim 54. Bundes- schießen der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien 755 Teil- nehmer begrüßen, davon 28 Marketenderinnen, 291 Senioren, 429 Schützen und 7 Gäste. Den Alterspreis erhielten Heinz Anuschat, Flintsbach (93 Jahre), Josef Miedl, Endorf (86 Jahre) und Helmut Eitzenberger, Oberam- mergau (85 Jahre).

Königsscheibe:

Johann Rest, Gaißach Gerhard Gradwohl, Wolfratshausen Karl Slawik, Waakirchen

Ehrenscheibe:

Josef Dölle, Miesbach-Parsberg-Wies Mathias Bader, Ohlstadt Christian Siegert, Ohlstadt

Einzelwertung Schützenklasse:

Andreas Bader, Ohlstadt Kaspar Schöffmann jun., Lenggries Hannes Oswald, Gaißach

Einzelwertung Senioren:

Josef Mühlbauer sen., Schliersee Hans Haas, Gotzing Hans Högg, Tegernsee

Punktscheibe:

Herbert Veit, Murnau Georg Aschenloher, Jachenau Magdalena Dirr, Ohlstadt

Marketenderinnen:

Josefa Gistl, Reichersbeuern Magdalena Dirr, Ohlstadt Johanna Kinshofer, Reichersbeuern

137-Teiler

313-Teiler

351-Teiler

130-Teiler

219-Teiler

236-Teiler

94 Ringe

93 Ringe

92 Ringe

98 Ringe

98 Ringe

97 Ringe

142-Teiler

143-Teiler

173-Teiler

94 Ringe

86 Ringe

83 Ringe

142-Teiler 143-Teiler 173-Teiler 94 Ringe 86 Ringe 83 Ringe Gewinner der Kategorie Ehrenschreibe Josef Dölle, Miesbach-

Gewinner der Kategorie Ehrenschreibe Josef Dölle, Miesbach- Parsberg-Wies

Gästeklasse:

Luis Jageregger

88 Ringe

Hubert Straudi

87 Ringe

Walter Cristofori

87 Ringe

Mannschaftswertung Schützenklasse:

Wallgau

855 Ringe

Reichersbeuern

854 Ringe

Gaißach

842 Ringe

Mannschaftswertung Senioren:

Tegernsee

463 Ringe

Endorf

459 Ringe

Waakirchen

454 Ringe

Staatssekretär Johannes Hintersberger überreichte den Ehrenpreis – einen Porzellanlöwen – des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer an den Bundesschützenkönig Johann Rest. Mit dem Luftgewehr – der Ehrengabe S.K.H. Herzog Franz v. Bayern – gratu- lierte I.K.H. Herzogin Helene in Bayern dem Sieger der Ehrenschei- be Josef Dölle. n

in Bayern dem Sieger der Ehrenschei- be Josef Dölle. n vlnr. Peter Denk, Schützenmeister GSK Tegernsee,

vlnr. Peter Denk, Schützenmeister GSK Tegernsee, Josef Dölle, GSK Miesbach ,Bundesschüt- zenmeister Harald Schrangl, I.K.H. Herzogin Helene in Bayern, Johann Rest, GSK Gaißach, Staatssekretär Johannes Hintersberger, Hptm. Hans Baur und Helmut Neuner, beide GSK Wallgau, LH Karl Steininger. Fotos Uta Rowley

und Helmut Neuner, beide GSK Wallgau, LH Karl Steininger. Fotos Uta Rowley Bundesschützenkönig Johann Rest, Gaißach

Bundesschützenkönig Johann Rest, Gaißach

N° 6 | Dezember 2016

Berichte aus Bayern

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N° 6 | Dezember 2016 Berichte aus Bayern 19 19 München von Hans Baur Hopfen und

München

von Hans Baur

Hopfen und Malz

Im Jahre 2016 wurde an ein Jubiläum erinnert, das besonders in Bayern Beachtung fand: 500 Jahre Reinheitsgebot für Bier. In der Landesordnung vom 23. April 1516 verfügten die bayerischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. nach der Wiedervereinigung der bayerischen Teilherzogtümer, dass in ganz Bayern, „forthin allenthalben in unseren Städten, Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gerste, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen“. Dabei ging es aber nicht nur um die Verbesserung der Bierqualität, sondern auch um die Sicherung der Lebensmittelversorgung – denn Weizen und Roggen sollten zum Brotbacken genutzt werden. 1906 wurde das Reinheitsgebot im gesamten deutschen Reich übernommen. Damit gilt es als das älteste Lebensmittelgesetz der Welt, das noch

immer angewendet wird. Heute kreieren ca. 1.300 Brauereien mehr als 5.000 verschiedene Biersorten – eine köstliche Viel- falt. Selbst Hildegard von Bingen (1098–1179) war davon über- zeugt, dass Bier den Mut hebt und die Seelenkräfte fördert. „Cervisiam bibat – man trinke Bier“ empfahl die berühmte Be- nediktinernonne deshalb ihren Zeitgenossen. Ein Rat, den man noch heute beherzigen kann. n

Ein Rat, den man noch heute beherzigen kann. n Quelle: Postfrisch 2/2016 Ellbach von Hans Demmel

Quelle: Postfrisch 2/2016

man noch heute beherzigen kann. n Quelle: Postfrisch 2/2016 Ellbach von Hans Demmel Verdienstmedaille und Ehrenhauptmann

Ellbach

von Hans Demmel

Verdienstmedaille und Ehrenhauptmann

Zwei ganz besondere Auszeichnungen gab es für Martin Sappl (Mi.) beim Jahrtag der GSK Ellbach (Schützengau Isargau). Nach 31 Jah- ren als Hauptmann hat Sappl sein Amt zur Verfügung gestellt. Über 40 Jahre gehörte er der Vorstandschaft an. Nachfolger Josef Sappl (3. v.r.) ernannte seinen Vorgänger nun zum Ehrenhauptmann und überreichte neben der Ernennungsurkunde eine handgeschnitzte Figur, die Sappl als Hauptmann darstellt. Anschließend ergriff der Tölzer Bürgermeister Josef Janker (3. v.l.) das Wort und zeichnete Sappl auf einstimmigen Beschluss des Stadtrates mit der Verdienst- medaille der Stadt Bad Tölz aus. Zu den ersten Gratulanten zählten (v.l.) Stadtrat Anton Mayer, 3. Bürgermeister Dr. Christof Botzen- hart, GSK-Vorstand Volker Melichar und Landeshauptmann Karl Steininger. n

Volker Melichar und Landeshauptmann Karl Steininger. n Foto: Hans Demmel Murnau von Heino Herpen

Foto: Hans Demmel

und Landeshauptmann Karl Steininger. n Foto: Hans Demmel Murnau von Heino Herpen Graf-Arco-Gedenkstein Auf Betreiben

Murnau

von Heino Herpen

Graf-Arco-Gedenkstein

Auf Betreiben des Ehrenoffiziers der Gebirgsschützenkompanie Murnau, Ernst Schedlbauer, wurde im Jahr 2000 ein Denkmal zur Erinnerung an Graf Arco und die Schlacht am 8. Juli 1809 bei Spatzenhausen errichtet. Aufgrund einer Straßenverlegung fristete der Stein zuletzt ein eher unbeachtetes Dasein. Nunmehr wurde der Graf-Arco-Gedenkstein am Gerberhaus in Murnau nahe der Pfarrkirche neu aufgestellt. Pfarrer Siegbert Schindele segnete im Anschluss an einen Gottesdienst das Denkmal. In seiner kurzen Ansprache stellte Hptm. Georg Mair fest: „Hier hat der Stein eine bereits jetzt viel beachtete Heimstätte gefunden.“ Stellvertretend für alle an der Umsetzung Beteiligten hob er die von Oberrottmeister Michael Lutz erbrachte Arbeitsleistung hervor. n

Beteiligten hob er die von Oberrottmeister Michael Lutz erbrachte Arbeitsleistung hervor. n Foto: Herbert Brenner

Foto: Herbert Brenner

Berichte aus Bayern

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N° 6 | Dezember 2016

Berichte aus Bayern 20 N° 6 | Dezember 2016 Pertisau von Robert Stumbaum Kameradschaftstreffen mit Tiroler

Pertisau

von Robert Stumbaum

Kameradschaftstreffen mit Tiroler Schützen verbindet

Seit weit mehr als 30 Jahren pflegen die Gebirgsschützenkompanien des Mangfall-Leitzach-Gaues die Kameradschaft mit den Schüt- zen des Schwazer Bataillons. So trifft man sich in zweijährigem Rhythmus abwechslungsweise in Tirol und Bayern. Das diesjäh- rige Treffen fand in Pertisau am Tiroler Achensee statt. Mit dem Treffen bringen die Gebirgsschützen ihre Zusammengehörigkeit in den Gedanken eines gemeinsamen Glaubens an die Heimat, ihre Kultur, ihr Brauchtum sowie auch ihre Sprache im Alpenraum zum Ausdruck. Im Rahmen des Programmes besichtigten die Schützen das Erlebnismuseum „Vitalberg“ in Pertisau und unternahmen eine Schifffahrt auf dem Achensee. n

und unternahmen eine Schifffahrt auf dem Achensee. n vorne kniend Mitte: Gauhptm. Robert Stumbaum, rechts:

vorne kniend Mitte: Gauhptm. Robert Stumbaum, rechts: Baon-Kommandeur Karl-Josef Schubert

Robert Stumbaum, rechts: Baon-Kommandeur Karl-Josef Schubert Murnau von Georg Mair Franz Schubert 70 Die GSK Murnau

Murnau

von Georg Mair

Franz Schubert 70

Die GSK Murnau gratulierte Franz Schubert zum 70. Geburtstag. Dabei würdigte die Kompanie dessen Verdienste als Gründungs- mitglied, als Hauptmann von 1987 bis 1992, als Fähnrich seit 2004 und nicht zuletzt für die ständig gewährte große Unterstützung der Kompanie. Sie ernannte Franz Schubert zum Ehrenhauptmann. Zur hörbaren Bekräftigung dieser Auszeichnung verehrte ihm der Salutzug einen Ehrensalut. n

Auszeichnung verehrte ihm der Salutzug einen Ehrensalut. n Von links nach rechts: Olt. Robert Schnitzler, Lt.

Von links nach rechts: Olt. Robert Schnitzler, Lt. Rainer Kühn, Franz Schubert, Hptm. Georg Mair

Ohlstadt/Wallgau

Ohlstadt/Wallgau

von Hans Baur

Wir gratulieren

Vor vier Jahren haben sich Michael Hägle und Ramona Heißerer beim Patronatstag in Ohlstadt kennen gelernt. Jetzt haben sie sich in der Pfarrkirche St. Laurentius in Ohlstadt das Jawort gegeben. Die Kompanie Ohlstadt gratulierte ihrem Oberleutnant und seiner Gemahlin.

Ohlstadt gratulierte ihrem Oberleutnant und seiner Gemahlin. In der Pfarrkirche St. Jakob in Wallgau fand die

In der Pfarrkirche St. Jakob in Wallgau fand die Hochzeit von An- ton Simon und Natalie Schlecht statt. Die Kompanie Wallgau war mit Salutzug und Trommlerzug zur Stelle, um ihrem Oberleutnant und seiner Braut zur Vermählung zu gratulieren. n

und seiner Braut zur Vermählung zu gratulieren. n Wackersberg Kaspar Trischberger † Eine große
und seiner Braut zur Vermählung zu gratulieren. n Wackersberg Kaspar Trischberger † Eine große

Wackersberg

Kaspar Trischberger †

Eine große Trauergemeinde begleitete am 8. August 2016 Kaspar Trischberger auf seinem letzten irdischen Weg. Trischber- ger war seit 1958 Mitglied in der Antlaß-Schützenkompanie seiner Heimatgemeinde Wackersberg. Von 1977 bis 1997 Pionier mit Leib und Seele, wurde er 2008 mit der Goldenen Verdienstmedaille vom BBGK ausgezeichnet. Kaspar Trischberger wurde 76 Jahre alt. In Erinnerung wird er allen Kame- raden durch sein stets geselliges Wesen sowie als unermüdlicher Organisator für das Vorderlader- Schießen bleiben. n

raden durch sein stets geselliges Wesen sowie als unermüdlicher Organisator für das Vorderlader- Schießen bleiben. n

N° 6 | Dezember 2016

N° 6 | Dezember 2016 Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN 2 1

Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN

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| Dezember 2016 Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN 2 1 Pians von Alexandra Zangerl Fest der

Pians

von Alexandra Zangerl

Fest der Talschaft Landeck

Das Fest der Talschaft Landeck fand am 19. September 2016 bei bewölktem Himmel und herbstlichen Temperaturen in Pians statt. Die Talschaft Landeck fasst die Kompanien in Landeck und Um- gebung zusammen − also Landeck, Fließ, Grins, Hochgallmigg, Schönwies, Zams und Pians. Sie haben sich ebenso wie die SK Pett- neu, der Bezirks-Trommlerzug, die Südtiroler Fahnenabordnung aus Laas und die Schwarzwälder Musik- und Trachtenkapelle Nuß- bach zur Feier eingefunden. Zum 1. Mal dabei waren die Pianner Jungschützen Fabian Handl und Julian Leitner. Als Ehrenkompanie rückte die SK See unter Hptm. Josef Juen aus. Sehr offen und herzlich begrüßte Bgm. Harald Bonelli Einheimi- sche, Gäste und Formationen auf dem Festplatz. Anschließend dirigierte er die Bürgermusikkapelle Pians durch den von Schützen- kurat Mag. Georg Schödl geleiteten Gottesdienst und den anschlie- ßenden Festakt. LR Bernhard Tilg überbrachte die Grüße des Landeshauptmanns und erinnerte an die Aufgaben der Schützen als Traditionsverband. Er betonte besonders ihr soziales Engagement, das nicht nur in Krisenzeiten und Katastrophen spürbar sei. VKdt. Mjr. Fritz Gastl verstand es einmal mehr aufzuzeigen, dass die Verantwortung für die Aufgaben als Schützen und Marketen- derinnen zu erfüllen seien, dass aber auch Lebensfreude in einer Gemeinschaft erfahren werden könne. Den Einsatz der Tiroler Schützenkompanien für Hilfsprojekte im In- und Ausland lobte er sehr, und er bat weiterhin um Unterstützung. Talkommandant Mjr. Josef Gfall dankte der Pianner Kompanie, die trotz des Wassereinbruchs im Schützenlokal nach dem Muren- abgang durch den Lattenbach dieses Fest so gut ausgerichtet und durchführt hat. Der Obmann der Pianner Kompanie, Stefan Pfeifer, freute sich, dass „seine“ Kompanie diesen Feiertag in Pians ermöglicht hatte, und

Kompanie diesen Feiertag in Pians ermöglicht hatte, und Silz von Christian Dablander Abordnung der SK Pians

Silz

von Christian Dablander

in Pians ermöglicht hatte, und Silz von Christian Dablander Abordnung der SK Pians bei der Defilierung;

Abordnung der SK Pians bei der Defilierung; die anderen Mitglieder arbeiteten bereits im Festzelt.

dankte allen Männern und Frauen, Burschen und Mädchen für ihre Tatkraft, ihre Ausdauer und ihren Gemeinschaftssinn. Im Gedenken an die Opfer der Kriege legten Offiziere der SK Pettneu zum Lied „Der gute Kamerad“ (Text von Ludwig Uhland, Melodie von Friedrich Silcher) einen Kranz nieder. Für seine 60-jährige Kompaniezugehörigkeit wurde Erwin Erhart aus Fließ gedankt und mit dem Ehrenkranz mit Eichenlaub ausge- zeichnet. Dass nahezu alle Aufgaben für dieses Fest − auch die Verköstigung der ca. 600 Festbesucher unter der bewährten Leitung des Küchen- chefs und Schützen Philipp Prantauer − von der Kompanie und de- ren Freunden erledigt wurden, ist besonders beeindruckend, wenn man die Größe der Kompanie bedenkt und das von ihr durchge- führte und bis in die frühen Morgenstunden gehende Oktoberfest vom Vortag. n

Bildungstag im Schützenbataillon Petersberg

Vor kurzem rief das Bataillon Petersberg zum Bildungstag nach Silz. Das Baon Petersberg hat es sich zur Aufgabe gemacht, neben den repräsentativen Aufgaben der Schützen die Bildung in den Vorder- grund zu stellen. Als aller erstes ging man der Frage nach, mehr über das Gericht und Schloss Petersberg, den Namensgeber des Bataillons herauszufinden.

Johann Zauner, Ortschronist aus Silz, brachte den zahlreichen Teil- nehmern die geschichtliche Entwicklung des in der ersten Hälfte des 13. Jhs. errichteten Schlosses näher. Eng verwoben mit der Tiroler Landesverteidigung und somit auch dem Schützenwesen, wechselte das Schloss im Laufe der Jahrhunderte mehrmals die Be- sitzer, bis es schließlich über Kaiser Franz Joseph I. bei den Grafen von Stolberg-Stolberg landete. 1965 wurde St. Petersberg vom Opus Angelorum gekauft und ab 1969 behutsam als Kloster für die Regu- larkanoniker vom Heiligen Kreuz adaptiert.

Nach der theoretischen Einführung begab man sich nach St. Pe- tersberg, um dort das Schloss zu besichtigen. Pater Camillus Essig erklärte ausführlich den Werdegang des Schlosses und die jetzi-

gen Aufgaben des Ordens vom Heiligen Kreuz. Vielen Dank den Organisatoren und Vortragenden, die es ermöglichst haben, einige interessante Details über unsere Heimat zu erfahren. n

interessante Details über unsere Heimat zu erfahren. n Pater Camillus Essig mit den Funktionären des Bataillons

Pater Camillus Essig mit den Funktionären des Bataillons Petersberg

2 2 Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN N° 6 | Dezember 2016

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Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN

N° 6 | Dezember 2016

Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN N° 6 | Dezember 2016 Zirl von Thomas Saurer Viertelschießen in

Zirl

von Thomas Saurer

Viertelschießen in Zirl – „Treffsicher ins Schwarze“

Zu den wesentlichsten Betätigungsfeldern der Tiroler Schützen zählt neben der Traditionspflege natürlich der Schießsport. Am Samstag, den 24. September 2016 bewiesen am Schießstand in Zirl 83 TeilnehmerInnen aus den Bataillonskompanien des Viertels Tirol-Mitte höchste Treffsicherheit.

Bataillon Sonnenburg entschied Mannschaftswertung für sich

Ermittelt wurden die Tagessieger, und aus diesen Ergebnissen wiederum wurden die besten fünf Schützen der jeweiligen Batail- lone für die Mannschaftswertung herangezogen. Ebenso wurde ein Einzelsieger in der Tiefschusswertung gekürt. Den Tagessieg holte sich Wolfgang Zillich von der SK Wilten vor Stefan Ennemoser aus Sellrain und Wilfried Zimmermann aus Grinzens. Immerhin sechs der ersten zehn Plätze belegten die Sonnenburger Schützen, die dementsprechend die Mannschaftswertung in souveräner Manier für sich entschieden – und das bereits zum vierten Mal in Folge! Die Preisverteilung nahm der Zirler Bürgermeister Mag. Thomas Öfner gemeinsam mit LKdt.-Stv. Mjr. Christian Meischl, Viertelkdt. Mjr. Rupert Usel und Hörtenbergs Baon-Kdt. Mjr. Stephan Zangerl vor. Ein herzlicher Dank gebührt einmal mehr Viertel-Schießre- ferent Lt. Ernst Markt, dem Hauptmann der SK Zirl, Manfred De-

Lt. Ernst Markt, dem Hauptmann der SK Zirl, Manfred De- Siegreiches Baon Sonnenburg: Zum vierten Mal

Siegreiches Baon Sonnenburg: Zum vierten Mal in Folge Mann- schaftssieger – Baon-Kdt. Mjr. Anton Pertl, Wilfried Zimmermann von der SK Grinzens und Baon-Schießreferent Hptm. Mag. Christian Holzknecht

francesco, Schießwart Stephan Salinger und seinem Team der Zirler Schützen für die hervorragende Vorbereitung und Durchführung des heurigen Viertelschießens. n

und Durchführung des heurigen Viertelschießens. n Amras von Werner Erhart Die SK Amras verweigert die

Amras

von Werner Erhart

Die SK Amras verweigert die Nachregistrierung der Schützenwaffen

Der Gesetzgeber hat bezüglich der Registrierung der Schützenwaf- fen Bestimmungen erlassen, welche nicht praktikabel sind und den Schützen des ganzen Bundeslandes Tirol Verunsicherung, Sorgen, Mühen und auch erhebliche Kosten verursachen.

Sorgen, Mühen und auch erhebliche Kosten verursachen. In einem umfangreichen Schriftverkehr mit dem BMI und der

In einem umfangreichen Schriftverkehr mit dem BMI und der Landespolizeidirektion Tirol hat der Hauptmann/Obmann der SK Amras, Mag. Alexander Stampfer, seine Rechtsansicht, dass die Schützenkompanie keine Pflicht zur Nachregistrierung ihrer Schützenwaffen trifft, dargelegt. Auf den interessanten Schlagab- tausch kann hier nicht weiter eingegangen werden.

Rechtslage aber anders. Es steht auf dem Standpunkt, dass unter dem Begriff „Mensch“ auch juristische Personen und speziell die SK Amras als Verein zu verstehen ist, diese somit auch die Pflicht zur Nachregistrierung ihrer Schützenwaffen trifft. n

Die SK Amras hat das Glück, einen exzellenten Verwaltungsjuris- ten, nämlich HR i.R. Dr. Bernd Stampfer in ihren Reihen zu haben. Nur deshalb konnte sich die SK Amras dagegen wehren. Um die auch schon in der Presse behandelte Problematik den Freunden unserer Schützenkompanie nahe zu bringen, haben wir daher unseren Leutnant Dr. Stampfer gebeten, die nachstehende kurze Darstellung der Situation (Stand 30.09.2016) aus der Sicht des Verwaltungsjuristen zu verfassen.

Kurzbericht über die bisherige Entwicklung

Vielen Schützen und Marketenderinnen wird bekannt sein, dass die SK Amras keine Nachregistrierung ihrer – seit über 60 Jahren in ihrem Eigentum und Besitz stehenden − Schützenwaffen vorge- nommen hat und sich nach wie vor weigert, dies zu tun. Nach der für die Nachregistrierung einschlägigen Bestimmung (§ 58 Abs. 2 Waffengesetz 1996 in der geltenden Fassung (WaffG)) betrifft die Pflicht zur Nachregistrierung von Schusswaffen der Kategorie C, in die die Amraser Schützenwaffen fallen, nur Menschen (juristisch gesprochen: natürliche Personen). Die SK Amras besteht nun zwar aus Menschen, ist aber selbst kein Mensch, sondern ein Verein im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 und damit eine juristische Per- son. Das Bundesministerium für Inneres (BMI) sah und sieht die

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Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN

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| Dezember 2016 Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN 2 3 Sillian von Patrick Rossmann Karabinerschießen verbindet

Sillian

von Patrick Rossmann

Karabinerschießen verbindet Pustertaler Schützen

Ein nicht alltägliches Schießen fand im Oktober am Schießstand in Sillian statt. 140 Schützen und Marketenderinnen östlich und westlich von Arnbach trafen sich, um am Karabinerschießen mit dem K98 teilzunehmen. Das K98 ist jenes Gewehr, mit welchem die Schützen ihre Ehrensalven bei den verschiedenen Anlässen abfeuern.

Die Teilnehmer erzielten beachtliche Erfolge, aber auch der olympische Gedanke „Dabei sein ist alles“ war bei den Ergeb- nissen zu finden. Selbst die Ost-Tiroler und Pustertaler Schützenführung ließen es sich nicht nehmen, den scharfen Schuss zu probieren.

Dabei konnten Schützen aus dem westli- chen Teil des Pustertals alle Siege für sich verbuchen, aber dicht gefolgt von den Schützen aus dem östlichen Teil, die nur um einen Wimperschlag das Nachsehen hatten. Der Sieg in der Schützenklasse ging an Sieghard Bergmeister (SK Pfunders) vor Helmut Bodner (SK Strassen) und Horst Opperer (SK Virgen). Bei den Marketenderinnen hatte Tamara Ladstätter (SK Peter Sigmayr Olang) den Sieg eingeheimst, gefolgt von Marion Was- serer (SK Steinhaus) und Lisa-Maria Valti- ner (SK Strassen). Die Mannschaftswertung ging an die SK Pfunders vor der SK Strassen und der Kompanie Virgen. Unter der Aufsicht von Viertelschießwart Hans Bergmann, Oberschützenmeister

Anton Moser und Willi Gasser wurde ge- schossen. Die Schützenführung des Viertels Osttirol und des Baon Oberland/Pustertal als ausführendes Bataillon bedanken sich

bei allen Schützen, Marketenderinnen und Helfern, die dazu beigetragen haben, dass diese Veranstaltung unfallfrei über die Büh- ne ging und so ein großer Erfolg wurde. n

über die Büh- ne ging und so ein großer Erfolg wurde. n v.l.n.r.: Bataillonskdt. Hans Obrist,

v.l.n.r.: Bataillonskdt. Hans Obrist, Bezirksmajor Patrick Rossmann, der Sieger Sieghard Bergmeister (SK Pfunders), der Hauptmann der Siegermannschaft SK Pfunders Erich Mayr, Viertelschießwart Hans Bergmann und Oberschützenmeister Anton Moser.

Hans Bergmann und Oberschützenmeister Anton Moser. Pfunds von Franziska Jenewein „Feuer frei“ für das 3.

Pfunds

von Franziska Jenewein

„Feuer frei“ für das 3. Jakob-Lauterer- Regimentspokalschießen in Pfunds

3.500 Schuss sind am Schießstand im letzten Jahr abgegeben worden, und so konnte das 2. Regimentspokalschießen eine hohe Teilnehmerzahl für das Jahr 2015 verzeichnen. Christoph Pinzger, Viertelschießreferent für das Tiroler Oberland, genoss den Erfolg des Karabinerschießens, das 2014 zum ersten Mal in Pfunds ausgetragen wurde.

Wie alles begann

Nachdem das Bundesheer dieses Projekt aus ihrem Aufgabenbe- reich verabschiedet hatte, sah Christoph Pinzger die Gelegenheit, das Karabinerschießen mit seinen Beratern Hans Eller (Waffen- meister des BTSK, Mjr. Johann Eller.) und Fritz Gastl (Regiments- und Viertelkdt. Oberland) vorzubereiten. Mit Unterstützung der Kompanie und der Gilde Pfunds konnte er ein Team von ungefähr 100 Personen zusammenstellen, die nun an diesem Projekt mitar- beiten − angefangen von einem Shuttledienst, der die Teilnehmer von einem Parkplatz in Pfunds zum Tschingelser Hof bringt, dem Team, das die Gäste bewirtet, der Standaufsicht bis hin zur Funkti- on der Schießleitung.

Sicherheit hat Vorrang

Der Platz, eine Ebene, umgeben von Bergen und Wiesen rund um den Tschingelser Hof, bietet alle Sicherheitsvoraussetzungen, die es für so ein Schießen benötigt. Der Hof wurde bereits im 19. Jh. aufgelassen. Darum wurde mit Grundbesitzern, Jagdpächtern und der Gemeinde Pfunds abgeklärt, das schusssichere Gelände für das Projekt „Jakob-Lauterer-Regimentspokalschießen“ nutzen zu können. Der Grundstein war gelegt.

Der Wanderpokal

Die Familie Pecina, große Gönner der Schützen, übernahm die Herstellungskosten des Wanderpokals. Der aus Pfunds stammende Reinhard Thöni fertigte aus Zirbe nach unterschiedlichsten Bildern aus der Zeit von 1777 bis 1861 eine Skulptur von Jakob Lauterer an. Der Wanderpokal schließt mit einem Holzsockel ab, auf dem der Spruch „Libertas et Patria“ eingeschnitzt ist, der so viel wie „Freiheit und Vaterland“ bedeutet.

(Biografie von Jakob Lauterer auf S. 6)

N° 6 | Dezember 2016 24 von Thomas Saurer Sistrans Kopf-an-Kopf-Renn zwischen Sellrain und Grinzens

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N° 6 | Dezember 2016 24 von Thomas Saurer Sistrans Kopf-an-Kopf-Renn zwischen Sellrain und Grinzens Das
N° 6 | Dezember 2016 24 von Thomas Saurer Sistrans Kopf-an-Kopf-Renn zwischen Sellrain und Grinzens Das

von Thomas Saurer

Sistrans

Kopf-an-Kopf-Renn zwischen Sellrain und Grinzens

Das heurige Sonnenburger Bataillonsschießen in Sistrans war an Spannung nicht mehr zu überbieten: Martin Kirchmair aus Sellrain war im jährlichen Wettkampf der Sonnenburger Schützen das „Maß der Dinge“ – mit dem besten Ergebnis im Mannschaftsschießen sicherte er dem Sellrainer Team in Folge den Sieg im Teambewerb und obendrauf holte er sich auch noch „hauchdünn“ die Bataillons- schützenkette. Vom 20. bis 26. Oktober 2016 bewiesen heuer in Sistrans insgesamt 81 Schützen und Marketenderinnen aus den 14 Kompanien des Bataillons Sonnenburg höchste Treffsicherheit. Im Bataillonsschie- ßen konnten in der Luftgewehr-Disziplin die Schützen aus Sellrain wie im Vorjahr den Mannschaftssieg für sich verbuchen – und das punktegleich mit den Schützen aus Grinzens. Nur eine Kleinigkeit entschied für die Konkurrenz aus Sellrain.

Die eigens für das Batail- lonsschießen Sonnenburg in Sistrans gefertigte Schießscheibe

Neben der Traditionspflege zählt der Schießsport zu den wichtig- sten Betätigungsfeldern der Tiroler Schützen. Am elektronischen Schießstand der SK Sistrans fanden sich Tag für Tag die treffsi- chersten Schützen aus den Sonnenburger Kompanien ein, um sich in der Zimmergewehr-Einheitsklasse zu messen. Eine Serie mit 15 Schüssen stand dabei auf dem Programm, geschossen wurde natür- lich „stehend frei“. n

Bozen - Serrada - Lusern

Bozen - Serrada - Lusern

von Margareth Lun

Lehrfahrt des Schützenbezirks Bozen nach Serrada und zur Sprachinsel Lusern

Am 16. Oktober 2016 folgten Schützen, Marketenderinnen und deren Familien- angehörigen der Einladung des Schüt- zenbezirks Bozen und nahmen an der Bildungsfahrt teil, die − anlässlich des 100. Jahrestages der Österreich-ungarischen Südtirol Offensive, auch bekannt als „Die Strafexpedition“ – ins Welschtiroler Serrada und nach Lusern führte. Die Leitung der Fahrt lag in den Händen von Bezirksbil- dungsreferent Lt. Lukas Pfeifer und Thomas Winnischhofer. Mit Thomas Winnischhofer von der SK Truden konnte ein hervorragender Referent gewonnen werden, der die Teilnehmer an der Lehrfahrt nicht nur mit seinen höchst interessanten geschichtlichen Ausführun- gen zum Ersten Weltkrieg und über die Sprachinsel Lusern begeisterte, sondern auch mit sonstigen wissenswerten Informa- tionen über Welschtirol. In der sogen. Wolfsschlucht (Forra del Lupo), die eine wichtige Rolle in der „Süd- tiroloffensive“ spielte, übernahm Dr. Paolo Spagnolli vom Verein „Forra del Lupo“ die Führung. Besonders interessant waren seine Erläuterungen der Tagebuchaufzeichnun- gen und der Privatfotografien des Schwa- zer Standschützen Ludwig Fasser – die Schwazer Standschützen waren nämlich ebenfalls hier stationiert −, sowie Vergleiche von Malereien des berühmten Osttiroler Künstlers Albin Egger Lienz, der während

Osttiroler Künstlers Albin Egger Lienz, der während Das Rathaus der Gemeinde Lusern im Trentino, wo heute

Das Rathaus der Gemeinde Lusern im Trentino, wo heute noch ein 800 Jahre alter, nahezu unveränderter bajuwarischer Dialekt gesprochen wird. Man beachte das Straßenschild mit der Aufschrift „Platz“ an erster Stelle.

des Ersten Weltkriegs in dieser Schlucht gemalt hatte, mit dem heutigen Aussehen genau dieser Stellen. Ein weiterer Höhepunkt bildete der Besuch des Dokumentationszentrums Lusern, wo die Teilnehmer von einem Luserner Mädchen auf Zimbrisch, einer 800 Jahre alten, bis heute kaum veränderten Form des Mittelhochdeutschen begrüßt wurden und

wo Thomas Winnischhofer wieder durch das Museum führte. Auf der Heimfahrt machte die Gruppe noch am Soldatenfriedhof Costalto Halt, wo im Rahmen des Projekts „An der Front − Pro- jekt 1915−2015“ ebenfalls ein Gedenkkreuz aufgestellt worden war. n

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N° 6 | Dezember 2016 Wir gratulieren … 2 5 Andrian Meinrad Berger – 70 Jahre

Andrian

Meinrad Berger – 70 Jahre

Ende September feierte unser treuer Schützenkamerad und zweiter Fähnrich der SK Andrian Meinrad Berger seinen 70. Geburtstag. Eine Abordnung überbrachte ihm die Glückwünsche der Kompanie und als Geschenk einen Korb voller Spezialitäten. Die SK Andrian wünscht ihrem Kameraden Meinrad Berger alles Gute und weiter- hin viel Gesundheit für die Zukunft. n

Gute und weiter- hin viel Gesundheit für die Zukunft. n v.l. Hptm. Hannes Unterkofler, Olt. Mario

v.l. Hptm. Hannes Unterkofler, Olt. Mario Smaniotto, Peter Weiss Gasser, Christoph Tribus, Stefan Barbieri und vorne Jubilar Meinrad Berger

Tribus, Stefan Barbieri und vorne Jubilar Meinrad Berger Weer Alfred Haim – 70 Jahre Am 1.

Weer

Alfred Haim – 70 Jahre

Am 1. Oktober 2016 feierte einer der „dienstältesten“ Weerer Schüt- zen, Lt. Alfred Haim, seinen 70. Geburtstag. Seit Jugendtagen ist Alfred mit der SK Weer eng verbunden: Seine Mutter Viktoria hatte in den 1950er Jahren das traditionsreiche Weerer „Gasthaus Steix- ner“, das „Weerer Schützengasthaus“, betrieben. Leutnant Alfred Haim ist seit Jahrzehnten treuer und immer einsatzbereiter Schütze. Anlässlich seines runden Geburtstages besuchten ihn die Weerer Schützen in seinem Haus in Kolsass und schossen eine ausgezeich- nete Ehrensalve. Hptm. Peter Unterlechner und EHptm. Herbert Schöffauer gratulierten und dankten dem Jubilar. n

Herbert Schöffauer gratulierten und dankten dem Jubilar. n Lt. Alfred Haim und seine Frau Monika freuen

Lt. Alfred Haim und seine Frau Monika freuen sich über den Besuch der Weerer Schützen.

Monika freuen sich über den Besuch der Weerer Schützen. Kappl Ehrenoberleutnant Otto Siegele sen. - 80

Kappl

Ehrenoberleutnant Otto Siegele sen. - 80 Jahre

Am 16. September 2016 luden EOlt. Otto Siegele und seine Frau Frieda die Schützen zur Feier ihres 80. Geburtstages auf Dias ein. Unser Geburtstagskind war von 1978 bis 2006 Hauptmannstell- vertreter und ist seit 2006 Ehrenmitglied der SK Kappl. Trotzdem ist er auch in den letzten 10 Jahren einer unserer verlässlichsten Schützen gewesen und war nicht nur bei den normalen Ausrückun- gen regelmäßig dabei. Die SK Kappl bedankt sich auf diesem Wege noch einmal bei Frieda und Otto für die gute Bewirtung und für die jahrelange Treue zur Kompanie. Wir wünschen weiterhin gute Gesundheit und freuen uns auf noch viele schöne Stunden im Kreis der Schützenkameraden. n

viele schöne Stunden im Kreis der Schützenkameraden. n Aldrans Johann Strobl - 80 Jahre Am 27.
viele schöne Stunden im Kreis der Schützenkameraden. n Aldrans Johann Strobl - 80 Jahre Am 27.

Aldrans

Johann Strobl - 80 Jahre

Am 27. September 2016 feierte Johann Strobl seinen 80. Geburts- tag. Johann trat 1959 der SK Schmirn bei und 1969 der SK Aldrans als Schütze. Er war von 1983 siebzehn Jahre lang Kanonier und im Ausschuss tätig, anschließend wurde er Pionier. Für langjährige Treue erhielt er für 55 Jahre die Andreas-Hofer-Medaille und die Verdienstmedaille in Bronze. Die Geburtstagswünsche samt Geschenkskorb überbrachten dem Jubilar Obmann OLT Hubert Rösch, Hptm. Reinhard Braunhofer, EHptm. Sebastian Wolf, Klt. Josef Piegger, Fähnrich Andreas Groß- gasteiger, Lt. Harald Plozner, Pionier Franz Dollinger und Schütze Christoph Martinek. Auf diesem Wege wünscht die SK Aldrans ihrem Pionier nochmals alles Gute und viel Gesundheit für weitere schöne Jahre mit seiner Frau Julie. n

die SK Aldrans ihrem Pionier nochmals alles Gute und viel Gesundheit für weitere schöne Jahre mit

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Wir gratulieren …

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26 Wir gratulieren … N° 6 | Dezember 2016 Kastelbell Jakob Raffeiner – 91 Jahre Rosi

Kastelbell

Jakob Raffeiner – 91 Jahre Rosi Linser – 80 Jahre Luis Pixner – 70 Jahre

Im Juli 2016 konnte die SK Kastelbell reichlich Geburtstage feiern, mit zwei verdienten Schützen und einer Marketenderin. Den Be- ginn der Wiegenfeste machte der langjährige Hauptmann Luis Pix- ner. Er feierte am 2. Juli seinen 70. Geburtstag. Am 10. Juli feierte die Marketenderin Rosi Linser ihren 80. Zwar keinen runden, aber eine lobenswert hohe Zahl feierte unser ehemaliger Hauptmann Jakob Raffeiner, der am 23. Juli seinen 91. Geburtstag beging. Zu diesen Feierlichkeiten überbrachten Kameraden der Kompanie den Jubilaren die besten Glückwünsche. n

der Kompanie den Jubilaren die besten Glückwünsche. n Die SK Kastelbell gratuliert auf diesem Weg nochmals

Die SK Kastelbell gratuliert auf diesem Weg nochmals und wünscht den Jubilaren für die Zukunft alles erdenklich Gute und vor allem Gesundheit.

die Zukunft alles erdenklich Gute und vor allem Gesundheit. Mieders Kanonier Vinzenz Reinisch - 60 Jahre

Mieders

Kanonier Vinzenz Reinisch - 60 Jahre

Die SK Mieders freute sich über die Einladung ihres langjährigen Kanoniers zum 60. Geburtstag. Am 3. November wurde in gro- ßer Runde der Familie und Verwandten gefeiert. Als Höhepunkt zogen die Vertreter der SK Mieders ihre kleine Kanone bis vor die Haustüre. Das Geburtstagskind feuerte 6 Schüsse zu seinem runden Geburtstag ab, und den letzten Schuss schoss seine Ehefrau Margit ab. Vinzenz begleitete und betreute jahrelang die Jungschützen und Jungmarketenderinnen in der Kompanie, trug viele Jahre die Fahne der Kompanie voran und engagierte sich im Ausschuss. Während er als Schütze noch immer mit Gewehr ausrückt, bleibt ihm das Kano- nenwesen ein besonderes Herzensanliegen zu vielen verschiedenen Festakten in Mieders. Die SK Mieders mit seinen Marketenderin- nen bedankt sich für seinen Einsatz und sein besonderes Engage- ment und hofft, noch viele Jahre auf Vinzenz zählen zu dürfen. n

hofft, noch viele Jahre auf Vinzenz zählen zu dürfen. n Kurz & bündig - Anlässlich des
Kurz & bündig

Kurz & bündig

- Anlässlich des Wolkensteiner Kirchtags marschierte die SK Wolkenstein mit den anderen Kulturvereinen zum Kirchplatz. Erstmals dabei waren auch zwei neue Jungschützen, zwei neue Schützen und die festlich geschmückte Böllerkanone. Vor der Kanonenweihe erklärte Hptm. Dietmar Insam kurz deren Bedeutung: „Vor über 100 Jahren wurden Waffen gesegnet bevor sie in den Krieg zogen, heute ist die Weihe ein Symbol des Friedens, und die Kanone wird nur zu erfreulichen An- lässen gezündet.“ Der Herr Pfarrer segnete die Kanone, und nach dem Kommando des Hptm. wurde Kanonier Christoph Bernardi ein lauter Böllerknall abgefeuert. Anschließend bedankte sich die Kompanie bei der Kanonenpatin Martha Mussner für ihre Unterstützung.

- Im Jahr 2014 besuchte der Militärgeschichtliche Festungsver- ein Ingolstadt die Ortschaft Schabs und die Franzensfeste. Die bei dieser Gelegenheit ausgesprochene Einladung zu einem Gegenbesuch wurde am 24. September 2016 eingelöst. Vor dem Pionierehrenmal in Ingolstadt wurde von der SK Schabs zu Ehren der gefallenen Soldaten eine Ehrensalve abgefeuert. Im Anschluss zog die Kompanie in das bis dato nicht durch einen Feind eroberte Reduit Tilly, der Königlich Bayerischen Landesfestung, ein. Abschließend folgte der nächste Höhe- punkt des Ausfluges nach Ingolstadt: Die SK Schabs nahm an der Eröffnung des Herbstfestet teil, das traditionsgemäß mit einem großen Festzug begann.

- Am Samstag, den 1. Oktober 2016 fand ein Kulturausflug der SK Bozen nach Innsbruck statt. Mit Unterstützung der Partnerkompanie von Innsbruck, der Speckbacher SK Alter Schießstand Olympisches Dorf, konnte ein interessantes Kulturprogramm für diesen Tag erstellt werden. Am Vor- mittag stand ein Empfang im Innsbrucker Rathaus durch Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, selbst Ehrenleutnant der Innsbrucker Partnerkompanie, auf dem Programm. Der Höhepunkt des Tages war die persönliche Führung durch das Rundgemälde und das Kaiserjägermuseum durch den Land- tagspräsidenten und Altlandeshauptmann des Bundeslandes Tirol, Herwig van Staa.

- In Strengen gab es heuer ein besonders schönes Erntedank- fest, das von der örtlichen Kompanie in gebührender Weise mitgestaltet wurde. Nach den Ehrungen der Kompanie bei der Gnadenkapelle wurde am Schießstand das jährliche Ketten- und Adlerschießen der SK Strengen durchgeführt.

- Das Isstal, welches früher noch als Weidewiese genutzt wurde, wird heutzutage vom Menschen durch Mähen und Ausdünnen der Latschen regelmäßig gepflegt. Die SK Mils unterstützte auch heuer den Alpenpark Karwendel bei dieser Aktion. Um für Sicherheit auf den teilweise sumpfigen Wegen zu sorgen, rückten 11 fleißige Kameraden mit Pickel, Schaufel und Motorsäge aus, um die Unterkonstruktion für 70 Laufme- ter Steg im Boden zu verlegen.

Dank der Schützenkompanie wurde in Afing ein neues Gefallenendenkmal errichtet. Aus den KOMPANIEN … 2

Dank der Schützenkompanie wurde in Afing ein neues Gefallenendenkmal errichtet.

Aus den KOMPANIEN …

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Gefallenendenkmal errichtet. Aus den KOMPANIEN … 2 7 Afing von Helmut Gostner Gefallenendenkmal gerettet Die SK

Afing

von Helmut Gostner

Gefallenendenkmal gerettet

Die SK Afing hat auch heuer zum Erhalt eines wichtigen Kulturgutes in ihrem Heimatort beigetragen: Mit Beharrlichkeit, aber auch mit beachtlicher Eigenleistung hat sie dafür gesorgt, dass beim sanierten und erweiterten Friedhof in Afing das Gefalle- nendenkmal in würdiger Form wiedererrichtet wurde.

Bereits nach dem Ersten Weltkrieg hatten die Afinger den Wunsch geäußert, auf dem Friedhof eine Gedenkstätte für die Gefal- lenen zu errichten. Vorerst jedoch mussten sie sich mit der Anführung der Namen der Gefallenen im Kirchenraum begnügen. 1973 war es schließlich soweit, dass ein eigenes Denkmal für die Gefallenen beider Kriege geschaffen wurde, wo deren Namen auf Kupfertafeln angebracht waren, ebenso wie die Namen der verstorbenen Priester. In der Mitte des Denkmales stand eine Pietà. Die Afinger Bevölkerung und private Spon- soren hatten finanziell zur Verwirklichung dieser Gedenkstätte beigetragen. Als das Gefallenendenkmal nun im Zuge der jüngsten Erweiterungs- und Sanie- rungsarbeiten beim Friedhof in Afing von seinem angestammten Platz weichen muss- te (an seiner Stelle steht jetzt die Leichen- kapelle), setzte sich die SK Afing besonders hartnäckig für einen würdigen Ersatz ein. Gemeinsam mit dem Denkmalamt, der Pfarrei und der Gemeindeverwaltung konnte schließlich eine für alle Beteilig- ten zufriedenstellende Lösung gefunden werden: Das Gefallenendenkmal wurde so

Lösung gefunden werden: Das Gefallenendenkmal wurde so Inzing von Hannes Ziegler originalgetreu wie möglich an der

Inzing

von Hannes Ziegler

originalgetreu wie möglich an der Fried- hofsmauer hinter der Apsis wieder aufge- baut und zwar fast gänzlich in Eigenleistung der Schützen mit großzügiger Unterstüt- zung durch die Laurinstiftung. „Uns war es wichtig, den Afingern wieder das zurück- zugeben, was sie einst so mühevoll erwirkt

haben. Und natürlich ging es uns auch darum, die Erinnerung und das Gedenken an die tapferen Soldaten wachzuhalten, die ihr Leben während der beiden Weltkriege lassen mussten“, sagt Schützenhauptmann Helmut Gostner. n

mussten“, sagt Schützenhauptmann Helmut Gostner. n Mit der Wiedererrichtung des Gefallenendenkmals hat die vor

Mit der Wiedererrichtung des Gefallenendenkmals hat die vor zwei Jahren wiedergegrün- dete SK Afing einen weiteren wichtigen Beitrag für den Erhalt von wertvollem Kulturgut in ihrer Heimat geleistet.

Inzinger Dorfschießen in Frauenhand

Mit einer starken Beteiligung ging kürzlich das traditionelle Dorf- schießen der SK Inzing über die Bühne: 66 Dreier-Mannschaften maßen sich an vier Tagen im örtlichen Schützenheim im Kampf um Ringe und Teiler. Äußerst treffsicher erwiesen sich dabei die Inzinger Frauen. Während Mirjam Ziegler mit 24,2 Teilern den besten Tiefschuss abfeuerte und vor Stefan Strickner (Trins) und Oberhofens Haupt- mann Johann Moser gewann, setzte sich Christina Keil nach einem spannenden Finale in der Einzelwertung durch. Die Ehrenplätze in diesem erstmals ausgetragenen Bewerb gingen an Mirjam Ziegler und Klaus Gastl. Die stärksten Schützen kamen diesmal allerdings aus Trins. Im Finale der Gästeklasse erzielte Helmut Salchner das absolut beste Ergebnis und gewann vor Josef Rauth (Ranggen) und Nachwuchs- talent Miriam Kuprian (ebenfalls Ranggen). Auch die beste Mann- schaft (Gerhard Mair, Helmut Salchner, Markus Hofer) stellten die Gäste aus dem Gschnitztal; dahinter folgen Teams der Schüt- zenkompanien Oberhofen und Matrei. Als beste Mannschaft der gastgebenden Kompanie Inzing holten Thomas Ziegler, Matthias Gollner und Siegfried Reich den Sieg in der Vereinswertung. n

und Siegfried Reich den Sieg in der Vereinswertung. n Die Erstplatzierten in der Jugendklasse mit Schießwart

Die Erstplatzierten in der Jugendklasse mit Schießwart Olt. Ernst Markt, Obm. Hannes Ziegler, JS-Betreuer Albert Maurer und Hptm. Andreas Haslwanter.

2 8 Aus den KOMPANIEN … N° 6 | Dezember 2016

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Aus den KOMPANIEN …

N° 6 | Dezember 2016

2 8 Aus den KOMPANIEN … N° 6 | Dezember 2016 Amras von Werner Erhart Gedenkstätten

Amras

von Werner Erhart

Gedenkstätten für Schützenkompanie, Musikkapelle und Trachtenverein am Tummelplatz in Amras

Der im Wald oberhalb von Schloss Ambras liegende Tummelplatz ist heute eine Gedächtnisstätte für gefallene Soldaten der beiden Weltkriege 1914−1918 und 1939−1945. Nur wenige wissen, dass auf dem nunmehrigen Ort der Besinnung und des Gedenkens, einst der Belustigung der Ambraser Schlossbewohner dienend, tatsächlich gefallene Soldaten beigesetzt wurden. In den Kriegsjahren 1797, 1799, 1801 und 1805/1806 war das Schloss Ambras Feldspital. Die dort verstorbenen Soldaten, auch solche aus den alten habs- burgischen Erbländern, 928 an der Zahl, wurden 1797–1806 am Tummelplatz beigesetzt, ebenso im Innsbrucker Garnisonsspital verstorbene Soldaten der Jahre 1848 und 1856. Im Jahre 1809, der Erhebung des Landes Tirol gegen die bayrische Besatzung, wurden auf dem Tummelplatz die Landesverteidiger, die bei den Kämpfen in der Gegend von Amras, am Paschberg und am Bergisel gefallen waren, bestattet. Auch dem Freiheitskämpfer und Getreuen Andreas Hofers Kajetan Sweth konnte im Gedenkjahr 2009 hier ein Denkmal gesetzt werden. Viele Traditionsverbände und Vereine haben am Tummelplatz im Laufe seines Bestehens als Landesgedächtnisstätte Denkmäler in Erinnerung an ihre Gefallenen der zwei Weltkriege errichtet; nun auch im Einvernehmen mit dem Verwaltungs- und Betreuungs- verein und mit Förderung desselben, die Schützenkompanie, die Musikkapelle und der Trachtenverein von Amras. Am Freitag, den 21. Oktober 2016 wurden diese mit einem Festakt feierlich gesegnet. Die Segnung der Kreuze wurde vom Subprior des Stiftes Wilten, Schützenkurat Nikolaus Albrecht, durchgeführt. An

Wilten, Schützenkurat Nikolaus Albrecht, durchgeführt. An Sistrans von Klaus Leitner Festakt zur Wiedergründung

Sistrans

von Klaus Leitner

Festakt zur Wiedergründung

Anlässlich der Wiedergründung der „Sonnenburger“ Kompanie im Jahr 1956 wurde im Anschluss an die Herz-Jesu-Prozession im Beisein zahlreicher Teilnehmer der Festakt zum 60-Jahr-Jubiläum abgehalten. Nach der Begrüßung durch Hptm. Hans Kirchmair und Obm. Albert Erjan wurde auf die Gründungsaktivitäten und im Besonde- ren auf den Einsatz der Gründungsmitglieder − von denen leider nur mehr sechs unter uns weilen − hingewiesen. Die noch aktiven Mitglieder EOlt. Josef Piegger und EFhr. Hermann Kofler konnten mit der Andreas-Hofer-Medaille für 60 Jahre Mitgliedschaft ausge- zeichnet werden. Den nicht mehr aktiven Gründungsmitgliedern EHptm. Josef Siegl, den Zgf. Karl Schweiger, Franz Told und Franz Singer wurde mit einer Ehrenurkunde Dank und Anerkennung ausgesprochen. Als zusätzlichen Höhepunkt wurde Ulli Kirchmair − der Gattin des Hptm. − für ihren jahrelangen Einsatz bei allen Veranstaltungen der Kompanie − im Besonderen für ihre berühmten Krapfen und Strauben bei der Erntedankprozession und beim Weihnachtsmarkt, dessen Ertrag seit Jahren gänzlich einem sozialen Zweck zugute kommt − mit dem Ehrenkranz des BTSK ausgezeichnet. Nach dem gemeinsamen „Auf zum Schwur“ marschierte man zum Gasthof Glungezer, wo das Fest mit einem traditionellen Platzkon- zert der Musikkapelle Sistrans seinen Ausklang fand.

zert der Musikkapelle Sistrans seinen Ausklang fand. allen drei Kreuzen, welche von Jungschützen und

allen drei Kreuzen, welche von Jungschützen und Jungtrachtlern mit Fackeln flankiert waren, wurden mit dem „Lied vom guten Kameraden“ Kränze niedergelegt. Es folgten eine exakt abgefeuerte Ehrensalve der SK Amras und der von Hornisten geblasene Zap- fenstreich. Abschließend hielt der Obmann des Betreuungsvereins Hans Zimmermann eine kurze Ansprache, in der er den Initiatoren der neuen Denkmäler dankte. Während die Kreuze von Musikka- pelle und Trachtenverein traditionell gestaltet sind, hat die Schüt- zenkompanie eine moderne Variante aus Cortenstahl gewählt, ganz bewusst in Anlehnung an die Gedenkkreuze von 2015. n

ganz bewusst in Anlehnung an die Gedenkkreuze von 2015. n Auf dem Kirchplatzl dankten Bgm. Josef

Auf dem Kirchplatzl dankten Bgm. Josef Kofler, Obm. Albert Erjan, Pfarrer Adrian Gstrein (l.) und Hptm. Hans Kirchmair (r.) den Grün- dungsmitgliedern EOlt. Josef Piegger, EFhr. Hermann Kofler und Zgf. Karl Schweiger für ihren Einsatz um die Kompanie. Aus gesund- heitlichen Gründen konnten EHptm. Josef Siegl, Zgf. Franz Told und Franz Singer nicht beim Festakt dabei sein.

Zum Jubiläumsjahr hat es sich die Kompanie auch zur Aufgabe gemacht, die Gedenkkapelle für die Gefallenen der Kriege am alten Friedhof zu renovieren und das Dach der Gletscherkapelle gründlich zu reinigen. n

2 9 Der Strudelkopf im Pragsertal liegt auf einer Höhe von 2.307 m. Aus den
2 9 Der Strudelkopf im Pragsertal liegt auf einer Höhe von 2.307 m. Aus den

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Der Strudelkopf im Pragsertal liegt auf einer Höhe von 2.307 m.

Aus den KOMPANIEN …

liegt auf einer Höhe von 2.307 m. Aus den KOMPANIEN … Amras von Werner Erhart Ausflug

Amras

von Werner Erhart

Ausflug der Amraser Schützen ins obere Vinschgau

Die SK Amras hat traditionell eine enge Bindung zur Familie der Grafen Trapp und kam deshalb gerne der Einladung von Graf Johannes zum Besuch der Churburg in Schluderns nach. So fuhr am 24. September 2016 früh am Morgen ein voll besetzter Autobus mit Schützen aller Altersgruppen und deren Partnerinnen bei strahlendem Wetter über den Reschenpass in den Vinschgau. Von den Jungschützen waren auch die Eltern eingeladen. Erste Station war die im Jahr 1147 errichtete Benediktinerabtei Ma- rienberg, wo uns nach der Besichtigung des Museums Abt Markus Spanier empfing. Äußerst interessant erläuterte er die Geschichte des Klosters sowie die bauliche Anlage. Abt Spanier ist seit 2011 in dieser Funktion tätig und hat in der kurzen Zeit bis jetzt Erstaunli- ches an Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten bewirkt. Dann ging es nach Glurns, das, nach Rattenberg, mit rund 900 Einwohnern die kleinste Stadt Tirols ist und mit einer großartigen, mittelalterlichen Bausubstanz und einer vollständig erhaltenen Stadtmauer beeindruckt. Auf der Churburg in Schluderns erwartete uns schon Johannes Graf Trapp, der uns herzlich willkommen hieß. Die Churburg ist die am besten erhaltene mittelalterliche Burg Südtirols und seit über 500 Jahren im Besitz der Grafen Trapp. Die Rüstkammer genießt Welt- ruf und ist die größte derartige Privatsammlung. Die Jungschützen durften in das im Garten der Burg befindliche Schwimmbad, welches mit Begeisterung und ausgiebig genutzt wurde. Die Mädchen und Buben wurden anschließend vom Grafen selbst in einer eigenen Kinderführung betreut. Die Erwachsenen wurden vom Kastellan mit interessanten und humorvollen Erläuterungen durch die Burg geführt. In der Rüst- kammer stieß die von der Spezialführung begeisterte Jugend mit

stieß die von der Spezialführung begeisterte Jugend mit Taisten von Martin Plankensteiner Graf Johannes zur

Taisten

von Martin Plankensteiner

begeisterte Jugend mit Taisten von Martin Plankensteiner Graf Johannes zur Allgemeinheit. Größtes Entzücken

Graf Johannes zur Allgemeinheit. Größtes Entzücken bereiteten den Kindern die Fledermäuse, welche ihnen Graf Johannes zeigte und vor allem, dass sie eine Fledermaus in die Hand nehmen und streicheln durften. In der Landsknechtsstube, wo uns auch Gräfin Cecily die Ehre gab, war schon eine deftige Jause mit ausreichend Wein und Saft vorbereitet. Bei dieser Gelegenheit wurden vom Hauptmann und dem Oberleutnant die Gastgeschenke überreicht. Die Schützenbu- ben und -mädchen wurden von der gräflichen Familie mit kleinen Geschenken bedacht.

Es war ein ausgesprochen netter und lehrreicher Ausflug, der von der Kommandantschaft bestens vorbereitet war. n

Gedenkfeier am Heimkehrerkreuz Strudelkopf

Es war im Jahr 1981, als Heimkehrer aus dem großen Krieg das Kreuz am Strudelkopf auf einer Höhe von 2308 m oberhalb der Plätzwiese im Grenzgebiet der Gemeinden Prags und Toblach errichteten. Viele Jahre dankten Kriegsteilnehmer an dieser Stelle für das Glücks der Heimkehr und gedachten dabei ihrer Kameraden, die auf den Kriegsschauplätzen dieser Welt ihr Leben lassen mussten.

Vor einigen Jahren war die Verantwortung zum Erhalt und Pflege der Gedenkstätte den Schützenkompanien des Hochpustertals übertragen worden. In Erinnerung an das Kriegsjahr 1916 oblag die Verantwortung in diesem Jahr der SK Taisten. Zur Gedenkfeier am 10. September 2016 konnten die Taistner Schützen dabei die Abordnungen der Kompanien des Hochpus- tertals sowie die Abordnung der Schützenkapelle Pichl begrüßen. Besonders erfreut zeigte sich Hptm. Kurt Schwingshackl über die Abordnung der Musikkapelle Welsberg, welche mit der Standschüt- zenfahne zugegen war. Der niedergelegte Kranz wurde am Tage danach zum Heimkehrer- kreuz auf 2308 m Höhe gebracht, das an die Opfer der unseligen Weltkriege erinnert und als Zeichen gegen das Vergessen um den Kampf für ein vereintes Land Tirol gesehen werden kann. n

Kampf für ein vereintes Land Tirol gesehen werden kann. n Das Gedenken fand in der 1000

Das Gedenken fand in der 1000 Jahre alten Georgskirche im gleichnamigen Taistner Ortsteil seinen würdigen Rahmen. Der Höhepunkt waren anschließend die Kranzniederlegung und die Ehrensalve am Vorplatz der Kirche. Eine besondere Note war die Anwesenheit einiger Kriegsheimkehrer, welche trotz ihres sehr hohen Alters zur Feier gekommen waren.

3 0 In diesem Buch hat Dr. Speckner seine sensationeller Forschungs- ergebnisse zusammengefasst Aus den
3 0 In diesem Buch hat Dr. Speckner seine sensationeller Forschungs- ergebnisse zusammengefasst Aus den

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In diesem Buch hat Dr. Speckner seine sensationeller Forschungs- ergebnisse zusammengefasst

Aus den KOMPANIEN …

ergebnisse zusammengefasst Aus den KOMPANIEN … Gais von Margareth Lun Krimi Porzescharte: Spannung und

Gais

von Margareth Lun

Krimi Porzescharte: Spannung und Staunen bei Vortragsabend

Porzescharte: Spannung und Staunen bei Vortragsabend Mit großer Spannung verfolgen die Zuhörer die

Mit großer Spannung verfolgen die Zuhörer die Ausführungen über die verdächtigen Ungereimtheiten im Fall Porzescharte.

„Krimi Porzescharte – eines der letzten gro- ßen Rätsel der heißen 60er Jahre“, so lautete das Thema zum Vortragsabend mit dem be- kannten Militärhistoriker Hubert Speckner, zu dem der Südtiroler Schützenbund am 28. September 2016 in das Feuerwehrhaus nach Gais geladen hatte. Und gekommen waren viele, die schon gespannt darauf waren, welche Forschungsergebnisse die wissen- schaftlichen Untersuchungen von Speckner hervorgebracht hatten. Der aus Melk stammende Hubert Speckner hat in Innsbruck, Graz und Wien Geschich- te studiert und anschließend promoviert, bevor er die militärische Laufbahn ein- geschlagen hat. Er ist Oberst des höheren militärfachlichen Dienstes, arbeitete von 2000 bis 2009 als Historiker in der Mili- tärgeschichtlichen Forschungsabteilung des Heeresgeschichtlichen Museums und ist seit November 2009 Hauptlehroffizier und Forscher an der Landesverteidigungs- akademie mit dem Themenschwerpunkt „Kulturgüterschutz“ und zeithistorischen Arbeiten zu den Einsätzen des österreichi- schen Bundesheeres. 2007, als sich der Einsatz des österreichi- schen Bundesheeres an der österreichisch- italienischen Grenze zum 40. Mal jährte, hat er begonnen, sich der schier unlösbar scheinenden Aufgabe zu stellen, Licht in den „Krimi“ Porzescharte zu bringen. Bei dem Vorfall am 25. Juni 1967 wurden vier italienische Militärs durch Tretminen

tödlich verletzt. Diese waren – so lautete die offizielle Version Italiens − vorher auf der Porzescharte an der Grenze zwischen Ost- tirol und Belluno durch Südtirolaktivisten ausgelegt worden, die vorher einen Strom- mast gesprengt hatten. Peter Kienesberger, der Arzt Dr. Erhard Hartung und Egon Kufner wurden in der Folge im Prozess von Florenz ohne eindeutige Beweise zu lebens- länglicher Haft verurteilt. Dass der Vorfall auf der Porzescharte gar nicht so abgelaufen sein kann, wie die offizielle Version Italiens lautet, das lag klar auf der Hand und wurde u.a. auch schon damals in der „Tiroler Tageszeitung“ angeprangert. „Der Vorfall auf der Porzescharte, der von Rom verwendet wurde, um Österreich politisch unter Druck zu setzen, fügt sich in die damalige „Strategie der Spannung“, mit der Italien Österreich politisch unter Druck setzte, nahezu perfekt ein“, erklärt die Historikerin Margareth Lun, die das Publikum in ihrer Einführung zum Vortrag von Speckner in die heißen sechziger Jahre zurückbegleitete und aufzeigte, warum diese Anschuldigung für Österreich derart folgenreich war: „Damals ging es für Österreich um zwei wichtige Verhand- lungsthemen: einmal die Aufnahme in die Montanunion, eine Vorgängerorganisati- on der EWG bzw der EU, gegen die nun Italien sein Veto einlegte, und zweitens um die Südtiroler Autonomiepolitik, die noch

mehr in die Defensive gedrängt wurde“. Italien erklärte damals, dass es die Verhand- lungen mit Österreich auf den verschiede- nen Ebenen einstelle, bis es bewiesen habe, dass es „nicht länger als Operationsbasis der Terroristen diene, die in Italien Attenta- te verübten“. Speckner hat Akten des Österreichischen Staatsarchivs durchforstet und Bestände des Innenministeriums ebenso gesichtet wie Archivmaterial des Landesgerichts Wien. Und je mehr er sich in diese Thematik ver- tieft hat, desto mehr Widersprüchlichkeiten und Ungereimtheiten traten zu Tage. „Die Fülle der ermittelten Befunde für eine Manipulation ist dermaßen erdrückend, dass man gar nicht anders kann als anzu- nehmen, dass bei diesem Krimi italienische Stellen ihre Hände im Spiel hatten und bewusst die Tötung von vier Menschen in Kauf genommen haben“, ist die Conclusio von Speckner, der seine Ausführungen durch beeindruckende Fotos und Akten belegen konnte. Im Anschluss an das Referat hatten die Zu- hörer, die den Vortrag mit großer Spannung und Aufmerksamkeit verfolgt hatten, noch die Möglichkeit, Fragen zu stellen. n

3 1 Immer mehr Süd-Tiroler wünschen sich die österrei- chische Staatsbürgerschaft. Aus den KOMPANIEN …
3 1 Immer mehr Süd-Tiroler wünschen sich die österrei- chische Staatsbürgerschaft. Aus den KOMPANIEN …

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Immer mehr Süd-Tiroler wünschen sich die österrei- chische Staatsbürgerschaft.

Aus den KOMPANIEN …

chische Staatsbürgerschaft. Aus den KOMPANIEN … Prad von Efrem Oberlechner Gut besuchte Podiumsdiskussion -

Prad

von Efrem Oberlechner

Gut besuchte Podiumsdiskussion - Die österreichische Staatsbürgerschaft für Süd-Tirol

Zu einer Podiumsdiskussion über die doppelte Staatsbürgerschaft für Süd-Tiroler hatten die SK Prad und der Südtiroler Schützenbund gemeinsam geladen. Mit dem Nationalratsabgeordneten Werner Neubauer (FPÖ), dem Parlamentarier Alb- recht Plangger (SVP), LKdt. Elmar Thaler (SSB) und den Landtagsabgeordneten Hans Heiss (Grüne), Sigmar Stocker (F) und Sven Knoll (STF) war nicht nur das Podium prominent besetzt, sondern auch im Publikum fanden sich zahlreiche Politiker. Gekom- men waren mehr als 200 Personen.

Nach der Begrüßung durch den Haupt- mann der SK Prad, Alfred Theiner, führte Eberhard Daum gekonnt durch den Abend. Elmar Thaler betonte, dass die doppelte Staatsbürgerschaft eine wichtige Absiche- rung der Autonomie sei. Denn diese werde auf Dauer dem Druck aus Rom nicht stand- halten. Thaler gab zu bedenken, dass man nie wissen könne, was in Zukunft passiere. Wer hätte noch vor Jahren gedacht, dass die Briten aus der EU aussteigen? Dies könne auch mit Italien passieren, und dies wäre ein großes Problem für Süd-Tirol.

Hans Heiss meinte hingegen, dass die dop- pelte Staatsbürgerschaft nicht notwendig sei. Der Schutz der Süd-Tiroler sei auch so gewährleistet. Zudem fände sich in Öster- reich keine Mehrheit dazu.

Daraufhin meinte Sven Knoll, dass jedem Bürger das Recht gegeben werden sollte, selbst zu entscheiden, welche Staatsbürger- schaft er haben wolle. Sven Knoll zeigte sich überzeugt, dass eine einfache Änderung des Staatsbürgerschaftsgesetzes in Österreich ausreichen würde, damit die Süd-Tiroler die österreichische Staatsbürgerschaft zusätzlich zur italienischen bekämen. Auch verwies er auf die Bürgerinitiative von über 22.000 Österreichern, welche gefordert hatten, den Südtirolern die österreichische Staatsbürgerschaft zu geben. Für Albrecht Plangger sei die doppelte Staatsbürgerschaft ein Herzensanliegen der Südtiroler Volks- partei. Es müsse jedoch auch die politische Machbarkeit da sein, in Tirol sowie auch in Österreich. Plangger betonte, dass mit der Autonomie viel erreicht worden sei. Die SVP sei dafür, aber die politischen Voraus- setzungen seien nicht gegeben.

„Alle Parteien sollten in Süd-Tirol an einem Strick ziehen und die österreichische Staats- bürgerschaft für Südtiroler verlangen“, so der Freiheitliche Sigmar Stocker. Sie sei sehr wichtig und schütze die Autonomie. Des- halb müsse ein gemeinsamer Weg gefunden werden.

Des- halb müsse ein gemeinsamer Weg gefunden werden. Im Bild (v.l.) Sven Knoll, Elmar Thaler, Albrecht

Im Bild (v.l.) Sven Knoll, Elmar Thaler, Albrecht Plangger, Eberhard Daum, Werner Neubauer, Hans Heiss und Sigmar Stocker.

Werner Neubauer ging auf die Sicht Ös- terreichs ein. Er befürworte die Staatsbür- gerschaft für Süd-Tiroler. Leider finde die derzeitige Regierung jede Ausrede, diese den Süd-Tirolern vorzuenthalten. Wenn die FPÖ in Zukunft in der Regierung sei, dann würde die österreichische Staatsbür- gerschaft ein Teil des Koalitionsabkommen sein.

Viele Teilnehmer meldeten sich anschlie- ßend zu Wort. So meinte ein Vinschger, dass er die österreichische Staatsbürger- schaft wolle, sicherlich aber nicht, um einen Vorteil zu bekommen. Er fühle sich als Tiroler und Österreicher. Ein weiterer Zuhörer erklärte, er fände es legitim, die ös- terreichische Staatsbürgerschaft gemeinsam zu fordern. Seine Ehepartnerin habe die bundesdeutsche Staatsbürgerschaft und sei- ne Kinder hätten beide Staatsbürgerschaf- ten. Dies sei auch kein Problem. Ihm hätten die Argumente für die doppelte Staatsbür- gerschaft sehr zugesagt, und er merkte an,

dass diese erreicht werden könne, wenn man wolle, auch ohne dass die Autonomie angegriffen werde.

Abschließend kann gesagt werden, dass an der österreichischen Staatsbürgerschaft und an der Aufklärung von Missverständnissen diesbezüglich großes Interesse bestand.

Der Südtiroler Schützenbund wird dieses Thema in Zukunft weiterhin diskutieren und somit meinungsbildend in Erscheinung treten. Denn die Süd-Tiroler haben in Itali- en eine Autonomie, weil sie österreichischer Abstammung sind. Sollte dies die Bevölke- rung in Zukunft nicht mehr so sehen, hätte die Autonomie keine Berechtigung mehr und Italien werde für deren Abschaffung sorgen. n

N° 6 | Dezember 2016 3 2 Aus den KOMPANIEN …

N° 6 | Dezember 2016

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Aus den KOMPANIEN …

N° 6 | Dezember 2016 3 2 Aus den KOMPANIEN … Lans von Thomas Saurer Ehrensalve

Lans

von Thomas Saurer

Ehrensalve der SK Lans zur Verabschiedung Dr. Heinz Fischers

Mit Beendigung der zweiten Amtsperiode trat Dr. Heinz Fischer am 8. Juli 2016 als Bundespräsident der Republik Österreich in den wohlverdienten Ruhestand. Am Freitag, den 14. Oktober 2016 wurde der Bundespräsident außer Dienst von der SK Lans im Beisein von Landeshauptmann Günther Platter, LKdt. Mjr. Mag. Fritz Tiefenthaler und weiteren Wegbegleitern aus Tirol würdig verabschiedet. Mit dem Landesüblichen Empfang wurde er aber auch für seine künftige Aufgabe als Gastprofessor an der Universi- tät Innsbruck und als Freund Tirols willkommen geheißen. Tirols Landeshauptmann Günther Platter würdigte die Verdienste Heinz Fischers um Tirol: „Mit Heinz Fischer als Bundespräsidenten hatten wir immer jemanden, der eine große Verbundenheit mit Tirol zeig- te und stets eine große Sensibilität für die Europaregion mit ihren historischen Landesteilen hatte. Dafür danke ich im Namen Tirols sehr aufrichtig!“

hatte. Dafür danke ich im Namen Tirols sehr aufrichtig!“ Ebbs von Hannes Baumgartner Ausflug der Ebbser

Ebbs

von Hannes Baumgartner

Ausflug der Ebbser Schützen zum Wasserscheiben-Schießen

Der diesjährige Ausflug führte die Ebbser Schützen als Hauptpro- grammpunkt zum Wasserscheibenschießen an den idyllischen Schattensee nahe Tamsweg. Bei herrlichem Sommerwetter begann unter Führung unseres Hauptmannes „Karli“ und unseres Obman- nes „Siegi“ der Ausflug zum Schattensee, um sich auf der Anlage des „Krakauer Scheibenschützenvereins“ im Wasserscheibenschießen zu versuchen. Der spiegelblanke Schattensee befindet sich in der Gegend um den Preber und liegt im steirischen Krakau. Geschossen wird von einem Schießstand an einem Ufer auf eine in 107 Meter entfernte 10er-Ringscheibe am gegenüberliegenden Ufer. Der Scheibenmittel- punkt befindet sich 50 cm über dem Wasserspiegel. Die Zielscheibe spiegelt sich auf der Wasseroberfläche. Gezielt wird auf das Spiegel- bild und die von der Wasseroberfläche abprallende Kugel sollte die über dem Wasser sichtbare Zielscheibe treffen. Nach eingehender Einweisung durch den OSM Gottfried Stolz wagten sich die Teil- nehmerinnen und Teilnehmer an die äußerst schwierige Aufgabe. Auch die besten Schützen mussten sich erst an diese Bedingungen gewöhnen und hatten dafür drei Probeschüsse. Für die Wertung

Absam, Kals, Imst, Bad Häring

Absam, Kals, Imst, Bad Häring

von Franziska Jenewein

Auch Mjr. Mag. Fritz Tiefenthaler, Landeskommandant im BTSK, dankte im Namen der Tiroler Schützen dem Bundespräsidenten a.D. für seine Verbundenheit zu Tirol. Dr. Heinz Fischer und seine Gattin Margit wiederum waren über den traditionellen Empfang der SK Lans, Bundesmusikkapelle Lans und dem Ausrücken des höchsten Tiroler Feldzeichens, der Bundesstandarte, erfreut und gerührt. Dabei unterstrich auch Dr. Heinz Fischer seine engen Be- ziehungen zu Tirol: „Ich komme immer gerne nach Tirol! Ich habe viele Freunde hier und habe auch mit der Gastprofessur eine schöne Verpflichtung. Den Traditionsabordnungen danke ich herzlich für den beeindruckenden Empfang.“ Der Obmann der SK Lans, LKdt.- Stv. Mjr. Christian Meischl, kommandierte die Abordnungen, die SK Lans begeisterte mit einer exakten Ehrensalve. Auch der ELkdt. Mjr. DI Dr. Alois Partl, selbst aktives Mitglied der SK Lans, war in Tracht ausgerückt und wohnte dem Empfang bei. n

war in Tracht ausgerückt und wohnte dem Empfang bei. n wurden zwei 5er-Reihen geschossen, wobei die

wurden zwei 5er-Reihen geschossen, wobei die bessere Serie vor dem Gesamtergebnis zählte. Bei der Siegerehrung in Tamsweg wurde noch viel über das Schießen diskutiert. Einigkeit wurde darüber erzielt, dass diese Art des Schießens eine Bereicherung im Leben jeder Schützin und jedes Schützen ist. Den Abschluss bildete der Besuch der Greifvogelschau auf der Burg Hohenwerfen. Die hohe Kunst der Falknerei, die es versteht, einen Vogel an sich zu binden und ihm trotzdem immer wieder die Freiheit zur Jagd zu geben, wurde mit Vorführungen von Taggreifvögeln, die zur Beizjagd abgetragen wur- den, dargeboten. Hier wird eindrucksvoll das Vertrauensverhältnis zwischen Falkner und Greifvogel gezeigt. n

„Du bist uns wichtig“ – Marketenderinnen teilen ihre Themen mit

In allen vier Vierteln des BTSK wurde im Herbst 2016 ein Bildungs- tag organisiert. Gemeinsam wurden Werte und Haltungen im Tiroler Schützenwesen hinterfragt und sie in Diskussionen und Gesprächen zusammengeführt. Mit diesen Sammlungen kann es nun gelingen, das Handeln in der Zukunft danach auszurichten. Die Schritte für diesen Weg konnten in den ersten Veranstaltungen gemeinsam gesetzt werden. Aktiv haben sich sehr viele engagierte und motivierte Marketenderinnen aus den Vierteln mit ihren Themen im sogenann- ten Offenen Forum eingebracht und die Gedanken und Anregungen im Anschluss gemeinsam diskutiert. Wir bedanken uns für den bisherigen engagierten und reflektierenden Prozess und freuen uns auf die weitere aktive Teilnahme, denn auf dich kommt es an. n

N° 6 | Dezember 2016

N° 6 | Dezember 2016 Aus den KOMPANIEN … 3 3

Aus den KOMPANIEN …

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N° 6 | Dezember 2016 Aus den KOMPANIEN … 3 3 Volders von Herbert Rettl Schützenjahrtag

Volders

von Herbert Rettl

Schützenjahrtag 2016 – Nachdenken über uns

Die Senseler SK hat am Seelensonntag ihren Schützenjahrtag abgehalten. Dass die Volderer Schützen keine Nachwuchspro- bleme haben, konnte mit gleich fünf neuen Mitgliedern unter Beweis gestellt werden.

Stand das Schützenjahr 2015 ganz unter dem Motto des Gedenkens an die gefallenen Standschützen im Ersten Weltkrieg, 70 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges und Zweite Republik Österreich sowie 60 Jahre Staatsver- trag und Neutralität, so haben sich die Tiroler Schützen 2016 das Motto „Nachdenken über uns“ auferlegt. Schon bei der Predigt im Rahmen der Gedenkmesse und dem anschließenden Gefallenengedenken wurde auf die zahl- reichen Kriegsherde hingewiesen. Hierzu wurde auch in der Jahreshauptversammlung Bezug genommen. „Die Geschichte ist ein guter Lehrmeister – wir sollten aber gute Schüler sein“ und dies scheint immer weniger zuzutreffen. Hptm. Rathgeber begrüße die Ehrengäste, Pfarrkurator Mag. Tauderer, Vize-Bgm. Wessiak, Hptm. Oberhofer von Mühlbach in Südtirol, den Obmann der Musikkapelle Markart und Ehrenkranzträgerin Rathgeber. Im Rahmen der Versammlung konnten Zgf. Erwin Singer und Zgf. Andreas Gabl für 40 aktive Schützenjahre die Andreas-Hofer- Medaille und Ujg. Gerhard Niederhauser für 25 aktive Schützenjahre die Speckbacher- Medaille verliehen werden. Verena Frischmann konnte zur Verleihung des Österreichischen Sportehrenzeichens herzlich gratuliert werden. „Wir sind die Schützenkompanie mit den schnellsten Marketenderinnen auf der Sportrodel“, so Hptm. Rathgeber, da die beiden Marketende- rin Verena und Melanie Frischmann schon zahlreiche Topplatzierungen bei Europa- und

Frischmann schon zahlreiche Topplatzierungen bei Europa- und Zams von Christian Platter Weltmeisterschaften erzielt

Zams

von Christian Platter

Weltmeisterschaften erzielt haben. Dass in der Volderer SK auch das Schießen hochge- halten wird, stellten heuer Ptf. Niederhauser und Ptf. Wutte unter Beweis. Ptf. Nieder- hauser erreichte mit seinem Ergebnis beim Schützenschnurschießen zum 18. Mal Gold und wurde im Schützenbezirk Zweiter. Ptf. Wutte erreichte beim Schützenschnurschie- ßen ebenfalls Gold und eine Topplatzierung in der Einzelwertung. Darüber hinaus konnte Ptf. Wutte auch zum ersten Platz bei den Be- zirksmeisterschaften in der Faustfeuerwaffe Großkaliber gratuliert werden. Ein besonderer Höhepunkt war die Ange- lobung von fünf neuen Schützen. Bgm.-Stv. Wessiak freute sich im Namen der Gemeinde, dass die Volderer Schützen keine Nachwuch- sprobleme haben.

Die Ehrengäste dankten den Schützen für die Einladung und gratulieren zu den Leistungen und Ehrungen. Besonders hoben sie auch die sozialen Leistungen der Mitglieder hervor. Hier ist vor allem die Beteiligung an der Aktion „Essen auf Rädern“ zu erwähnen. Seit sechs Jahren beteiligen sich zehn Kompanie- mitglieder bei der Essensverteilung an Wo- chenenden. „Auch für uns als Beteiligte ist es jedes Mal eine erfreuliche Erfahrung, wenn wir sehen, wie dieser soziale Dienst dankbar angenommen wird“, so Hptm. Rathgeber. Mit einem dreifachen „Schützen Heil“ konnte die Jahreshauptversammlung beendet werden. Die Vorbereitungen für die nächs- ten Aktivitäten sind schon im Gange, findet doch am 7. Jänner der traditionelle Volderer Schützenball statt. n

Jänner der traditionelle Volderer Schützenball statt. n Neue Schützen legen ihren Schwur auf die Fahne ab

Neue Schützen legen ihren Schwur auf die Fahne ab und werden so in die Kompanie aufgenommen und angelobt.

60 Jahre Wiedergründung der Schützenkompanie Zams

Am 10. September 2016 waren die Wall- fahrtskirche Kronburg und das Gasthof Kronburg Austragungsort für die Feierlich- keiten anlässlich des 60-Jahr-Jubiläums der SK Zams. Dieses Jubiläum wurde mit einem Gottesdienst, der von Pfarrer Götz gestal- tet wurde, begonnen. Das wunderschöne Ambiente, das der Wallfahrtsort Kronburg bietet, wurde auch genutzt, um langjährige Mitglieder zu ehren. Nach dem Abfeuern der Ehrensalve wurde im Gasthof Kronburg auf das 60-Jahr-Jubiläum kräftig angestoßen. n

zu ehren. Nach dem Abfeuern der Ehrensalve wurde im Gasthof Kronburg auf das 60-Jahr-Jubiläum kräftig angestoßen.
N° 6 | Dezember 2016 3 4 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN

N° 6 | Dezember 2016

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Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN

Brixen/St. Leonhard i. Passeier

Brixen/St. Leonhard i. Passeier

von Josef Kaser

Erfolgreicher Jungschützenausflug und Lehrfahrt

Kürzlich veranstaltete der Bezirksjungschützenbetreuer vom Schützenbezirk Brixen, Manuel Fischnaller aus Klausen, mit seinen Kompaniebetreuern eine Fahrt nach St. Leonhard in Passeier zum Geburtshaus von Andreas Hofer. Dazu konnte er besonders viele Jungschützen und Jungmarketenderinnen, teils mit ihren Eltern und Hauptleuten, begrüßen.

Während der Fahrt erklärte Bezirkskulturreferent Josef Kaser entlang der Strecke die Ortschaften, Schlösser und Burgen. Im Museum Passeier wartete bereits der Museumsführer David Hofer, der eine interessante Führung für die Kleineren und eine informativere Führung mit anschaulichen geschichtlichen Darstel- lungen im Freigelände für die Größeren vorbereitet hatte. Die ganz Wissbegierigen konnten das Museum selbst noch genauer erkunden. Man sieht, wie wichtig es ist, dass solche geschichtlichen Orte vom Land gefördert und von der Adelsmatrikel-Stiftung erhalten werden.

Nach dem Mittagessen beim Sandwirt, dem Geburts- und Elternhaus von Andreas Hofer, ging die Fahrt weiter nach Meran-Naif, wo die Jungschützen mit ihren Begleitern mit der Schwebebahn auf Meran 2000 hinauffuhren. Mit großer Begeisterung wurden dort die Spiele angenommen und vor allem die Sommerrodelbahn genützt. Um der Bezeichnung Lehrfahrt gerecht zu werden und das Gesehe- ne nochmals in Erinnerung zu rufen, stellte der Kompaniebetreuer Ernst Dorfmann aus Lüsen gut 30 Fragen über das, was die beiden Museumsführer über den Sandwirt und die Geschichte unseres Landes erzählt hatten. Man staunte im Doppeldeckerbus mit über 80 Personen, wie begeistert die Jungschützen die Antworten über den Mann vom Land Tirol gaben.

die Antworten über den Mann vom Land Tirol gaben. Insgesamt nahmen über 80 Personen am Jungschützenausflug

Insgesamt nahmen über 80 Personen am Jungschützenausflug des Schützenbezirkes Brixen teil.

Den Jungschützenbetreuern gebührt Anerkennung für die gute Or- ganisation der lehrreichen und interessanten Fahrt. Ein großer Dank auch der Bezirksleitung für die Finanzierung des Busses. n

Innsbruck/Höttinger Alm

Innsbruck/Höttinger Alm

von Hans Gregoritsch

51. Jungschützenmesse auf der Höttinger Alm

Bei schönstem Wetter fand am 11. September 2016 der feierliche Ab- schluss der Sommerferien mit den Jungschützen und deren Eltern auf der Höttinger Alm statt. Im Beisein von Vizebgm. Christoph Kauf- mann feierten die Jungschützen des Bataillons Innsbruck gemeinsam den Gottesdienst. Pfarrer Paul Kneußl (Pfarre St. Paulus) zelebrierte die hl. Messe mit Unterstützung der Jungschützen der SK Reichenau. Danach konnte sich jeder vor der Jungschützenhütte stärken, bevor es wieder in die Stadt ging. n

stärken, bevor es wieder in die Stadt ging. n Das 2. Tiroler Marketenderinnentreffen findet am 27.
stärken, bevor es wieder in die Stadt ging. n Das 2. Tiroler Marketenderinnentreffen findet am 27.

Das 2. Tiroler Marketenderinnentreffen findet am 27. Mai 2017 in Pfalzen in Südtirol statt.

in die Stadt ging. n Das 2. Tiroler Marketenderinnentreffen findet am 27. Mai 2017 in Pfalzen

Gesamttiroler

Schützenski-

meisterschaft in Fiss-Ladis

N° 6 | Dezember 2016

meisterschaft in Fiss-Ladis N° 6 | Dezember 2016 Wir gedenken … 35 Josef Ortner † 12.

Wir gedenken …

35

Josef Ortner

† 12. JULI 2016 - ASCH (OSTTIROL)

Am 14. Juli 2016 rückten die SK Anras und die Fahnen- abordnungen des Bataillons Oberland zum Begräbnis von Josef Ortner aus. Ortner war 15 Jahre lang Obmann der SK Anras und amtierte auch als Bezirksmajor im Viertel Osttirol. Sein akti- ves Mitwirken und seine Treue zur Kompanie machten ihn zu einem wertvollen und vorbild- lichen Kameraden.

ihn zu einem wertvollen und vorbild- lichen Kameraden. Unterjäger Alfred Wegscheider † 12. OKTOBER 2016,
ihn zu einem wertvollen und vorbild- lichen Kameraden. Unterjäger Alfred Wegscheider † 12. OKTOBER 2016,
ihn zu einem wertvollen und vorbild- lichen Kameraden. Unterjäger Alfred Wegscheider † 12. OKTOBER 2016,
ihn zu einem wertvollen und vorbild- lichen Kameraden. Unterjäger Alfred Wegscheider † 12. OKTOBER 2016,
ihn zu einem wertvollen und vorbild- lichen Kameraden. Unterjäger Alfred Wegscheider † 12. OKTOBER 2016,

Unterjäger Alfred Wegscheider

† 12. OKTOBER 2016, IGLS-VILL

Die SK Igls-Vill nahm am 15. Oktober 2016 Abschied von ihrem Unterjäger Alfred Weg- scheider, der im 89. Lebensjahr nach einem arbeitsreichen und stets bescheidenen Leben als Handlhof-Bauer während einer Wallfahrt nach Maria Waldrast völlig unerwartet vom Herrn heimgeholt wurde. Direkt nach dem Krieg trat er, unter dem legendären Haupt- mann Josef Eller aus Vill, der SK Igls-Vill bei. Mit 17 Jahren nahm er am 31. Mai 1945 an der Fronleichnamsprozession in Vill teil. Alfred war somit einer der wenigen lebenden Tiroler Schützen, der seit der Stunde null beim Bund der Ti- roler Schützenkompanien war. 2015 erhielt er, als einer der wenigen Schützen in Tirol, die Andreas-Hofer-Medaille für 70-jährige Mitgliedschaft. Mit einer Ehrensalve und den Klängen von „Ich hatt einen Kameraden, einen besseren

find’st du nicht …“ sagten seine Kameraden Vergelt’s Gott für die 71-jährige Treue zur Kom- panie und die viele geleistete Arbeit. Die SK Igls-Vill wird Alfred als guten Kameraden in Erinnerung behalten.

wird Alfred als guten Kameraden in Erinnerung behalten. Oberjäger Oswald Pircher † 17. AUGUST 2016 -
wird Alfred als guten Kameraden in Erinnerung behalten. Oberjäger Oswald Pircher † 17. AUGUST 2016 -
wird Alfred als guten Kameraden in Erinnerung behalten. Oberjäger Oswald Pircher † 17. AUGUST 2016 -
wird Alfred als guten Kameraden in Erinnerung behalten. Oberjäger Oswald Pircher † 17. AUGUST 2016 -
wird Alfred als guten Kameraden in Erinnerung behalten. Oberjäger Oswald Pircher † 17. AUGUST 2016 -

Oberjäger Oswald Pircher

† 17. AUGUST 2016 - IGLS-VILL

Die SK Igls-Vill trauert um Oberjäger Oswald „Ossi“ Pircher, der am 17. August 2016 an den Folgen einer schweren Krankheit im 73. Lebensjahr verstarb. Ossi gehörte der SK Igls-Vill seit dem 1. Mai 1980 an und war neben seiner Tätigkeit als Kanonier ab 1990 Zeugwart. 2001 wurde er in den Kompanieausschuss ge- wählt und 2007 zum Oberjäger befördert. 36 Jahre lang hat er sich nie vor der Verantwortung gedrückt und war er vielen ein Vorbild. Für die viele Arbeit und Bereitschaft, die er für das Schützenwesen in Igls-Vill und Tirol geleistet hat, sagen wir:

„Vergelt’s Gott, Ossi!“ Zu den Klängen vom „Guten Kameraden“, einer Ehrensalve und drei Schuss aus seiner geliebten Kanone verabschie-

und drei Schuss aus seiner geliebten Kanone verabschie- deten sich am 22. August 2016 die Kameraden

deten sich am 22. August 2016 die Kameraden und Marketen- derinnen der SK Igls-Vill und einer Abordnung der SK „Alte Pfarre Natz“ von ihrem Ossi. Die Kompanien werden ihm ein ehrendes Andenken be- wahren. Ossi, mögest du ruhen in Frieden!

Andenken be- wahren. Ossi, mögest du ruhen in Frieden! Paul Unterpertinger † 13. OKTOBER 2016 -
Andenken be- wahren. Ossi, mögest du ruhen in Frieden! Paul Unterpertinger † 13. OKTOBER 2016 -
Andenken be- wahren. Ossi, mögest du ruhen in Frieden! Paul Unterpertinger † 13. OKTOBER 2016 -
Andenken be- wahren. Ossi, mögest du ruhen in Frieden! Paul Unterpertinger † 13. OKTOBER 2016 -

Paul

Unterpertinger

† 13. OKTOBER 2016 - PFALZEN

Plötzlich und unerwartet musste die Sichelburger SK Pfalzen Abschied von ihrem Ehrenhauptmann Paul Unter- pertinger nehmen. Paul gehörte zu den Grün- dungsmitgliedern der Kompa- nie und setzte sich von Anfang an für das Schützenwesen ein. 26 Jahre lang führte er die Kompanie als Hauptmann an und übergab danach an seinen Sohn. Bis zuletzt marschier- te er in den Reihen seiner Kompanie mit, hat mit jedem Jungschützen gescherzt, jedem Schützen konnte er beim Schei- benschießen das Wasser rei- chen und für jede Marketende- rin wusste er ein nettes Wort. Am 17. Oktober begleiteten ihn seine Kompanie, eine Abord- nung der Partnerkompanie Hofmark Sollhüben und meh- rere Abordnungen des Bezirkes auf seinem letzten Weg.

meh- rere Abordnungen des Bezirkes auf seinem letzten Weg. Am 19. März 2017 wird im Skigebiet
meh- rere Abordnungen des Bezirkes auf seinem letzten Weg. Am 19. März 2017 wird im Skigebiet
meh- rere Abordnungen des Bezirkes auf seinem letzten Weg. Am 19. März 2017 wird im Skigebiet
meh- rere Abordnungen des Bezirkes auf seinem letzten Weg. Am 19. März 2017 wird im Skigebiet
meh- rere Abordnungen des Bezirkes auf seinem letzten Weg. Am 19. März 2017 wird im Skigebiet

Am 19. März 2017 wird im Skigebiet Serfaus-Fiss-

Ladis das gemeinsame Ski- rennen der Tiroler Schützen stattfinden. Als Veranstalter fungieren die Schützen- kompanien Fiss und Ladis gemeinsam, da eine gute Zusammenarbeit am Son- nenplateau Tradition hat.

Das Skirennen wird in einem Durchgang als Riesentorlauf durchgeführt. Die Rennstrecke befindet sich auf der Fisser Nordseite.

Serfaus-Fiss-Ladis befindet sich im Tiroler Oberland Richtung Reschenpass und ist eine der bekanntesten Familiendestina- tionen der Alpen. Mit weit über 200 Pistenkilometern, 68 top modernen Anlagen, über 1000 Schneeerzeugern und einer Höhenlage von 1300 m bis 2800 m gibt es eine bunte Vielfalt an Pisten für jedermann.

Übernachtungen sollten möglichst frühzeitig auf www.serfaus-fiss-ladis.at gebucht werden. Die genaue Ausschreibung wird im Laufe des Winters zugestellt.

Die Schützenkompanien Fiss und Ladis von der Talschaft Pontlatz freuen sich bereits jetzt auf viele skibegeisterte Rennteil- nehmer und Begleiter.

und Ladis von der Talschaft Pontlatz freuen sich bereits jetzt auf viele skibegeisterte Rennteil- nehmer und
N° 6 | Dezember 2016 36 Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT

N° 6 | Dezember 2016

36

Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT

Dezember 2016 36 Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT 65 Jahre: Johann Stark und Helmut Rudigier (Landeck)
Dezember 2016 36 Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT 65 Jahre: Johann Stark und Helmut Rudigier (Landeck)

65 Jahre:

Johann Stark und Helmut Rudigier (Landeck)

Termine 2016/2017

60 Jahre:

Josef Gfall, Valentin Schuler, Matthias Tröbinger und Alois Venier (Zams); Max Fleidl (Kolsassberg); Simon Horngacher (Wilten); EFhr. Hermann Kofler, EOlt. Josef Piegger und EHptm. Adolf Rairmair („Sonnenburger“ Sistrans)

55 Jahre:

Alois Ladner und Franz Zangerle (Landeck); Zgf. Bernhard Kirchmair, Zgf. Walter Suppersberger und Lt. Albert Zangerl („Sonnenburger“ Sistrans)

8.

Dezember 2016

Sepp-Kerschbaumer-Gedenkfeier in St. Pauls

11.

Dezember 2016

Dr.-Josef-Noldin-Gedenkfeier in Salurn

22.

Jänner 2017

200 Jahre Tiroler Kaiserjäger

19.

Februar 2017

Andreas-Hofer-Landesfeier in Meran

20.

Februar 2017

Andreas-Hofer-Gedenkfeier in Mantua Andreas-Hofer-Feier, Bergisel

19.

März 2017

17. Schimeisterschaften der Tiroler Schützen, Fiss-Ladis Landesweite Josefifeiern

25.

März 2017

Ordentliche Bundesausschuss-Sitzung in Alpbach

2. April 2017

Baon-Schützenjahrtag des Baon Kufstein in Vorderthiersee

April 2017

29. Bundesversammlung des SSB

50 Jahre:

April 2017

30. Bundesversammlung des BTSK mit Neuwahlen in Innsbruck

Karl Kanitscheider, Alois Streng und Anton Prantauer (Zams);

4.

Mai 2017

Siegfried Juen (Landeck); Zgf. Josef Eichler („Sonnenburger“

7.

Mai 2017

Sistrans)

27.

Mai 2017

11.

Juni 2017

40

Jahre:

Andreas Geisler und Ernst Winderl (Landeck); Rudolf Mitterer

15.

Juni 2017

(Speckbacher SK Alter Schießstand); Herbert Schweißgut,

18.

Juni 2017

Georg Gruber und Wolfgang Chalabala (Reutte)

23.

Juni 2017

25.

Juni 2017

 

30.

Juni 2017

25 Jahre:

Chris Neuner (Speckbacher SK Alter Schießstand); Markus Zangerl (Strengen); Harald Frick (Reutte); Zgf. Andreas Kirchmair („Sonnenburger“ Sistrans)

30 Jahre:

Christian Juen (Landeck)

1. Juli 2017

15 Jahre:

Dietmar Walser (Zams); Stefan Parth und Gerhard Volderauer (Speckbacher SK Alter Schießstand); Matthias Gerold, Fhr. Andreas Triendl, Fhr. Albert Erjan, Anton Bösch und Mark. Marlies Mayer („Sonnenburger“ Sistrans); Lisa Dittberner (Umhausen); Armin Ploner (Wolkenstein)

Gauderfest in Zell am Ziller

Patronatstag des BBGK in Gaißach 2. Tiroler Marketenderinnentreffen in Pfalzen Baon-Schützenfest des Baon Starkenberg in Imst Fronleichnamsprozession in Innsbruck Bataillonsfest Werdenfels in Oberammergau Herz-Jesu-Feier in Weerberg Bataillonsfest Inn-Chiemgau in Bad Aibling Baon-Schützenfest des Baon Schwaz in St. Margarethen Marketenderinnentreffen des Viertels Tirol Mitte in Zirl

Marketenderinnentreffen des Viertels Tirol Mitte in Zirl Impressum Anschriften der Schriftleitungen: Bayern:

Impressum

Anschriften der Schriftleitungen:

Bayern: Hptm. Hans Baur, Schöttlkarstr. 7, D-82499 Wallgau, Tel. 08825/9219560, Fax 08825/9219561 E-Mail: Baur-Hans@t-online.de Nord-/Osttirol: Franziska Jenewein, Brenner-Straße 56, A-6143 Matrei, Tel. 0664/88265867, E-Mail: zeitung@tiroler-schuetzen.at Süd-Tirol: SSB, Schlernstr. 1, I-39100 Bozen, Tel. 0471/974078, E-Mail: presse@schuetzen.com Welsch-Tirol: Romina Tomasini, P.zza d. Chiesa, 27, I-38016 Mezzocorona, E-Mail: info@wtsb.org Redaktionsschluss ist der jeweils letzte Tag der Monate Februar, April, Juni, August, Oktober und Dezember. In der TSZ abgedruckte Bilder und Texte unterliegen dem Urheber- recht und dürfen nur mit Zustimmung der Schriftleiter reproduziert werden.

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