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Beschluss des Unterbezirksparteitages: 17.

Juli 2014 2014 A 13

Sicherung des Bremer Wohnungsbestandes


Der Unterbezirksparteitag bittet die sozialdemokratischen Mitglieder des Senats und
die SPD-Brgerschaftsfraktion, zuknftig im Falle der Veruerung von greren
Wohnungsbestnden die Eingriffsmglichkeiten der ffentlichen Hand zu sichern. Da-
zu ist ein gesamtstdtisches und ressortbergreifendes Konzept zur Sicherung der
Qualitt insbesondere des freifinanzierten Bestandes an Growohnanlagen zu entwi-
ckeln. Dabei sind geeignete bauordnungsrechtliche und planungsrechtliche Rechts-
und Frderinstrumente (Modernisierungs- und Instandsetzungsgebot, Vorkaufsrechts-
satzungen, Wohnungsaufsichtsgesetz, LBO-Novelle, Stadtumbau- und Stdtebaufrde-
rung, Sicherungsanordnungen u. a.) auf ihre Anwendbarkeit der verschiedenen Stadt-
gebiete und Stadtteile zu prfen. Die bestehenden Frdermglichkeiten (bspw. WiN,
soziale Stadt, Modellprojekte) sind einzubeziehen.
Der Unterbezirksparteitag untersttzt die Bemhungen der GEWOBA bei Erhalt und
Modernisierung ihres Wohnungsbestandes.

Begrndung:
Die privatwirtschaftliche, gewinnorientierte Fhrung groer Bestnde von Wohnun-
gen fr untere Einkommensgruppen birgt die Gefahr unzureichender Instandsetzung
und damit des schrittweisen Absinkens der Wohnqualitt unter akzeptable Wohn-
standards. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass diese Wohnungsbestnde zum Han-
delsobjekt von Groinvestoren werden. Eine solche Entwicklung verschrft die be-
schriebene Gefahr.
Diese Gefahr ist, wie die jngsten Vorgnge zeigen, auch in Bremen gegeben.
Neben der notwendigen Frderung des sozialen Wohnungsbaus ist es notwendig, an-
gesichts der Tendenzen des privaten international investierenden Kapitals, in Gro-
wohnanlagen zu investieren und diese unter Renditegesichtspunkten unterhalb er-
trglicher Wohnstandards zu bewirtschaften, den Einfluss der ffentlichen Hand zur
Sicherung der Wohnungssituation breiter Bevlkerungsschichten zu strken.
Dazu sind die verfgbaren rechtlichen Mglichkeiten gezielt und aufeinander abge-
stimmt zu nutzen.
Im Falle des (Weiter-)Verkaufs insbesondere von Growohnanlagen sind die Mglich-
keiten ihrer bernahme durch die Gemeinden Bremen und Bremerhaven zu verbes-
sern.

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