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Beschluss des Unterbezirksparteitages, 27.

November 2012 2012 A 11

1 Die SPD-Bundespartei wird aufgefordert, in ihrem Wahlprogramm fr den Bundes-


2 tagswahlkampf 2013 folgende Aussage aufzunehmen:
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4 Die SPD strebt an, das Gesetz zur Regelung der Wohnungsvermittlung dahingehend
5 zu ndern, dass die Provision fr Makler von der Auftrag gebenden Partei zu tragen
6 ist (Bestellerprinzip).
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8 Begrndung:
9 Wer als Makler dazu beitrgt, dass ein Mietvertrag fr eine Wohnung abgeschlossen
10 wird, hat Anspruch auf eine Provision, wenn er nicht zugleich Eigentmer oder Ver-
11 walter der Wohnung ist. Ein vom Vermieter beauftragter Makler darf gleichwohl vom
12 Mieter ein Entgelt fr seine Ttigkeit fordern. Das Wohnungsvermittlungsgesetz
13 (WoVermG) lsst zu, dass sich Wohnungssuchende zur bernahme dieser Vergtung
14 verpflichten, wenn die Wohnung weder ffentlich gefrdert noch auf andere Weise
15 preisgebunden ist. Der vom Mieter bernommene Betrag darf maximal zwei Mo-
16 natsmieten (netto) betragen, der Vermieter kann von jeglicher finanzieller Belastung
17 frei bleiben
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19 Je knapper das Angebot an ffentlich nicht gefrderten Wohnungen ist, desto weni-
20 ger sehen sich Wohnungssuchende in der Lage, die bernahme von Maklerprovisio-
21 nen zu verweigern. Betroffen sind vor allem Menschen, die auf gnstigen und damit
22 besonders knappen Wohnraum angewiesen sind. Gerade sie sind oft kaum in der
23 Lage, zustzlich zu Miete und Umzug die Vermittlungsprovision zu finanzieren. Dass
24 Vermieter legal Auftrge erteilen knnen, fr die sie selbst nicht zahlen mssen, hat
25 bewirkt, dass die Mglichkeit der berwlzung beinahe zur Regel geworden ist. Um
26 Mieter vor Belastungen zu schtzen, die sie kaum beeinflussen knnen, die sie jedoch
27 teils stark belasten, ist eine gesetzliche nderungen berfllig.

Angenommen und weitergeleitet an die Antragskommission zur


Erarbeitung des Wahlprogrammes fr die Bundestagswahl

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