Sie sind auf Seite 1von 6

8 Deckenbekleidungen und Unterdecken

8.1 Leichte Deckenbekleidungen und Unterdecken nach DIN 18168

Dies sind eben oder anders geformte Decken mit glatter oder gegliederter Fläche, die aus einer Unterkonstruktion und einer flächenbil- denden Decklage bestehen. Deckenbekleidun- gen unterscheiden sich von Unterdecken durch die Verbindung zum tragenden Bauteil. Die Unterkonstruktion wird unmittelbar am tra- genden Bauteil befestigt (8.1), während Unter- decken über Abhänger (8.2) mit dem tragen- den Bauteil verbunden sind. Solche Decken- bekleidungen und Unterdecken besitzen keine wesentliche Tragfähigkeit. Sie dürfen keines- falls betreten werden. Ihr maximales Flächen- gewicht (Eigenlast + Einbauten) ist auf 50 kg/m 2 begrenzt. Hängende Drahtputzde- cken sind davon nicht betroffen; diese sind in DIN 4121 erfasst. Während früher Deckenbekleidungen und Un- terdecken aus Putz auf Putzträger erstellt wur- den, werden sie heute fast ausnahmslos in Trockenbauweise konstruiert.

8.1.1 Anforderungen

Leichte Deckenbekleidungen und Unterdecken können je nach Bauart und Baumaterial eine Vielfalt von Aufgaben übernehmen. Einige Aufgabengebiete sind:

Deckengestaltung (Raumgestaltung). Zu be- rücksichtigen ist dabei Raumkonzept, Gliede- rung der Decke, Oberflächenbeschaffenheit, Material, Farbe, Größe und Form der Platten, Anordnung der Beleuchtungskörper, der Zu- und Abluftelemente, Lichtwirkung usw.

Schallschutz. Schalldämmung bei leichten Rohdecken oder Massivdecken durch Kon- struktion einer biegeweichen Schale in Form einer Unterdecke. Schallabsorption zur Sen- kung des Lärmpegels oder zur Regulierung der Nachhallzeit durch sogenannte Akustik- decken. Näheres zum Thema Schallschutz s. Abschn. 3

decken. Näheres zum Thema Schallschutz s. Abschn. 3 Bild 8.1 Leichte Deckenbekleidung nach DIN 18168. Die

Bild 8.1

Leichte Deckenbekleidung nach DIN 18168. Die Unterkonstruktion ist unmittelbar am tra- genden Bauteil befestigt

a) mit Traglattung (Massivdecke)

b) mit Trag- und Grundlattung (Massivdecke)

c) mit Traglattung (Holzbalkendecke)

d) mit Trag- und Grundlattung (Holzbalkendecke)

1 Traglattung 6 Verbindungselement

2 Grundlattung

3 Distanzhöhe B Verankerung

4 Decklage C Unterkonstruktion

5 Federbügel Metall D Decklage

A Rohdecke

5 Federbügel Metall D Decklage A Rohdecke Bild 8.2 Leichte Unterdecke nach DIN 18168. Die Un-

Bild 8.2 Leichte Unterdecke nach DIN 18168. Die Un-

terkonstruktion ist vom tragenden Bauteil ab- gehängt

1 Grundprofil Metall

2 Tragprofil Metall

3 Decklage

4 Abhänger

5 Verankerungselement

6 Raum für Versorgungsleit.

Brandschutz als vorbeugende Maßnahme. Grundsätzlich sollten nur schwer entflammba- re bzw. nicht brennbare Baustoffe zur Ver-

244

8 Deckenbekleidungen und Unterdecken

wendung kommen. Die DIN 4102 unterschei- det diesbezüglich 3 Konstruktionsarten, die ohne besonderen Nachweis erstellt werden können:

1. Tragdecken, die allein einer Feuerwiderstands- klasse angehören.

2. Tragdecken, die eine Feuerwiderstandsklasse nur mit Hilfe einer Unterdecke erreichen.

3. Unterdecken, die bei Brandbeanspruchung von unten einer Feuerwiderstandsklasse angehören. Dabei sind insbesondere zu beachten:

– die Anschlüsse von Unterdecken an Massiv- wände und an nicht tragende Trennwände,

– Einbauten in die Unterdecke,

– Anbringen zusätzlicher Bekleidungen,

– Brandlast im Deckenhohlraum,

– Dämmschichten.

Näheres s. Abschn. 3.

Trennwandanschlüsse. Leichte Deckenbe- kleidungen und Unterdecken bieten eine größtmögliche Vielfalt an Raumvariationen. Leichte Trennwände können ohne Probleme im Deckenbereich (z.B. Befestigung, An- schluss technischer Einrichtungen) versetzt werden.

Integration von Deckeneinbauten, z.B. Be- leuchtungsanlagen: Dazu stehen Einbauele- mente zur Verfügung, deren Formate dem Deckenraster angepasst sind. Zu beachten ist, dass bei Brandschutzdecken die Einbauleuch- ten rückseitig ummantelt sein müssen. Klimatechnische Anlagen: Beim Niederdruck- system (Lüftungsdecken), wird der gesamte Zwischendeckenbereich als Luftreservoir ge- nutzt. Beim Hochdrucksystem werden Zu- und Abluft über ein Kanalsystem im Deckenzwi- schenraum geleitet. Heizungstechnische Anlagen: Die Unterdecke kann als Heizungsfläche eingesetzt werden (Deckenstrahlungsheizungen).

Sichtschutz. Unterzüge, Träger, Elektroinstal- lationen, Klimaanlagen, Be- und Entlüftungs- anlagen, Rohrleitungen und sonstige techni- sche Einrichtungen, die im Deckenhohlraum verlegt sind, können verdeckt werden.

Leichte Demontierbarkeit. Unterdecken, in denen Deckeneinbauten vorhanden sind, müs- sen jederzeit für Wartungsarbeiten zugänglich sein (durch Herausheben der Platten oder Re-

visionsöffnungen). Auch das Umstellen von Trennwänden erfordert je nach Rastersystem die problemlose Demontierbarkeit von De- ckenelementen.

Aufnahme von Druckkräften. Die Unterde- cken müssen gegen Druckkräfte von unten ausreichend stabil sein (Ballwurfsicherheit, Winddruck bei geöffneten Fenstern).

Wirtschaftlichkeit. Bei der Entscheidung für leichte Unterdecken ist die Wirtschaftlichkeit der angebotenen Systeme ein sehr wesentlicher Gesichtspunkt (z.B. industrielle Vorfertigung, Trockenbauweise, demontabel, Unterbringung technischer Anlagen, Austauschbarkeit der Elemente, geringer Montageaufwand, geringer Unterhaltungsaufwand, variable Trennwand- anschlüsse, niedriges Flächengewicht).

Auf folgenden Gebieten sind leichte De- ckenbekleidungen und Unterdecken eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Deckensystemen: Raumgestaltung, Brand- und Schallschutz, Sichtschutz, Anschluss leichter Trennwände, Integration und Un- terbringung haustechnischer Anlagen, ein- fache Demontierbarkeit, Wirtschaftlichkeit.

8.1.2 Bauteile für leichte Decken- bekleidungen und Unterde- cken (8.1 und 8.2)

Verankerungselemente sind die Teile, die die Abhänger (bei Unterdecken) oder die Decken- bekleidungen unmittelbar mit dem tragenden Bauteil verbinden. Abhänger verbinden die Verankerungsele- mente mit der Unterkonstruktion (nur bei Un- terdecken). Unterkonstruktion dient als Träger für die Decklage.

Raumab-

Decklage

schluss. Verbindungselemente sind die Teile, die Verankerungselemente, Abhänger, Unterkon- struktion und Decklage mit- oder untereinan- der verbinden.

bildet

den

sichtbaren

8.1.1 Anforderungen

245

Leichte Deckenbekleidungen und Unterde- cken nach DIN 18168 bestehen aus: Veran- kerungselementen, Abhängern, Unterkon- struktion, Decklagen und Verbindungsele- menten.

8.1.3 Verankerung

Die Verankerung gewährleistet die sichere und feste Verbindung der Unterkonstruktion mit dem tragenden Bauteil. Die Anzahl der Veran- kerungspunkte ist so zu bemessen, dass die zulässige Tragkraft der Verankerungselemente und die zulässige Verformung der Unterkon- struktion nicht überschritten wird. Mindestens ist jedoch für je 1,5 m 2 Deckenfläche ein Ver- ankerungspunkt anzuordnen. Das bedeutet,

dass jeder Verankerungspunkt maximal mit 75 kg (1,5 m 2 × 50 kg/m 2 ) belastet werden darf. Bei Massivdecken kann die Verankerung an zuvor einbetonierten Halterungen (Anker- schienen Bild 8.3), an nachträglich eingesetz- ten Dübeln oder an nachträglich mit Bolzen- setzwerkzeugen eingetriebenen Setzbolzen erfolgen. Bei der Verwendung von Setzbolzen sind die in DIN 18168-1 (s. Abschn. 8.2.4) formulierten Verarbeitungshinweise unbedingt zu beachten. Einbetonierte Holzlatten sind keine zulässigen Befestigungsteile. Bei Holz- konstruktionen erfolgt die Verankerung in der Regel durch Anschrauben, bei Stahlprofilen mittels Bügel oder Schellen aus Flachstahl, die angeschweißt, geschraubt (Blechschrauben, Gewindeschrauben) genietet oder mit Setzbol- zen befestigt werden.

genietet oder mit Setzbol- zen befestigt werden. Bild 8.3 Verankerung mittels Ankerschienen Bei Massivdecken

Bild 8.3

Verankerung mittels Ankerschienen

Bei Massivdecken erfolgt die Verankerung an zuvor einbetonierten Ankerschienen oder an nachträglich gesetzten Dübeln. Die Ver- ankerung an in Decken einbetonierte Holz- latten ist nicht zulässig!

8.1.4 Abhänger

Aufgabe der Abhänger ist es, die Lasten aus Unterkonstruktion, Decklage und eventuellen Einbauten aufzunehmen und die fixierte Hö- henlage dauerhaft einzuhalten. Zur Einstellung der genauen Höhenlage empfiehlt es sich, stufenlos einstellbare Abhänger zu verwenden. Abhänger für Holz- oder Metallkonstruktionen bestehen nach DIN 18168-1, Tab. 1 aus

– Drähten,

– Federstahl,

– Gewindestäben,

– Stahlblech oder Aluminium.

Alle Metallteile müssen gegen Korrosion (che- mische Korrosion und Kontaktkorrosion) ge- schützt werden. Abhänger aus Holz (Mindestdi- cke 20 mm, Mindestquerschnitt 10 cm 2 ) können ebenfalls eingesetzt werden, sind aber eher die Ausnahme. Die Befestigung der Abhänger erfolgt mit den Verankerungselementen. Die gebräuchlichsten, höhenverstellbaren Ab- hängesysteme sind:

Abhänger mit Draht (Bild 8.4a): umständli- che Montage, nicht druckbelastbar von unten, Mindestdicke 2 mm, der Draht ist am unteren Ende entweder um das Profil zu schlingen oder

246

8 Deckenbekleidungen und Unterdecken

246 8 Deckenbekleidungen und Unterdecken Bild 8.4 Abhänger a) Drahtabhänger, b) Schlitzbandabhänger (für

Bild 8.4

Abhänger

a)

Drahtabhänger,

b) Schlitzbandabhänger (für Metallschienen als Unterkonstruktion),

c)

Schnellspannabhänger mit Feder,

d) Noniusabhänger,

e) Akustikschwingabhän-

ger (für Holzunterkonstruktionen)

durch Löcher im Profilsteg zu führen und sorgfältig zu verrödeln.

Stahlblechabhänger (Bild 8.4b): etwas um- ständliche Montage, druckbelastbar von unten, das Blech ist mit Löchern und Schlitzen zur Befestigung von Verlängerungen ausgerüstet, die Verlängerung ist möglich mit Schlitzband oder mit Draht (dann von unten nicht druckbe- lastbar), die Verbindung der Verlängerung erfolgt mit Schrauben mit Zackenring.

Schnellspannabhänger mit Feder (Bild 8.4c): einfache Montage, stufenlos verstellbar, nicht druckbelastbar von unten, die Feder hat eine Lochung für 4-mm-Stab, die Spannfeder wird zusammengedrückt und der Stab in die Lochung eingeführt, durch loslassen der Spannfeder wird der Stab justiert, das untere Stabende sollte gegen Herausrutschen gesi- chert werden.

Noniusabhänger (Bild 8.4d): einfache Mon- tage, druckbelastbar von unten, es handelt sich um ein U-förmiges Stahlblech, das seitlich mit Nonius-Lochung versehen ist; die Verlänge- rung erfolgt mit einem passenden U-Profil ebenfalls mit seitlicher Nonius-Lochung; die Verbindung erfolgt mit Nägeln die durch Um- biegen der Enden gegen Herausrutschen gesi- chert werden. Daneben gibt es spezielle Ab- hänger, z.B.

Akustik-Schwingabhänger (Bild 8.4e): für schalltechnisch wirksame Deckenbekleidungen.

Als Abhänger werden in der Regel höhenver- stellbare Metallabhänger eingesetzt, z.B. Drahtabhänger, Schlitzbandabhänger, Schnell- spannabhänger mit Feder, Noniusabhänger.

8.1.5 Unterkonstruktion

Als Material für die Unterkonstruktion werden Metallprofile oder Holzlatten verwendet. Ihre Durchbiegung ist auf 1/500 der Stützweite (z.B. des Abhängerabstandes), maximal aber 4 mm, begrenzt. Die Anordnung und Bemes- sung der Unterkonstruktion (vor allem die Abstände der Tragkonstruktion) richtet sich nach der verwendeten Decklage (Unterdecken- systeme mit Achsraster, Längsbandraster oder Kreuzbandraster).

Unterkonstruktion aus Holz Holz als Konstruktionsmaterial für die Unter- konstruktion wird üblicherweise bei Decken- bekleidungen, selten bei Unterdecken, einge- setzt. Das verwendete Holz muss mindestens der Güteklasse II nach DIN 4074-1 entspre- chen, scharfkantig sein und einen maximalen Feuchtgehalt von u < 20 % aufweisen. Alle

8.1.1 Anforderungen

247

8.1.1 Anforderungen 247 Bild 8.5 Schematische Darstellung von Holzunterkonstruktionen a) bei Deckenbekleidungen 1

Bild 8.5

Schematische Darstellung von Holzunterkonstruktionen

a)

bei Deckenbekleidungen

1

Decklage

einfache Lattung

2

Traglattung

doppelte Lattung

3

Grundlattung (flach)

b)

bei Unterdecken

4

Grundlattung (hochkant)

doppelte Lattung mit Abhänger

5

Abhänger

Holzteile müssen mit einem vorbeugenden chemischen Holzschutz (z.B. wasserlösliche, ölige oder schaumschichtbildende Anstriche) ausgerüstet sein.

bei Deckenbeklei-

dung

– Einfache Lattung (Bild 8.5a), Mindestquer- schnitt der Latten 24 × 48 mm, direkt am tragenden Bauteil befestigt, bevorzugt ein- gesetzt bei Holzbalkendecken und Räumen mit geringer Höhe.

– Doppelte Lattung (Bild 8.5b), bestehend aus einer Grundlattung, die direkt am tragenden Bauteil befestigt wird und einer quer dazu angeordneten Traglattung, die die Deckenlage trägt. Die beiden Latten sind an jedem Kreuzungspunkt miteinander zu verschrauben. Einschraubtiefe 5 × Schaftdurchmesser mindestens jedoch 24 mm. Mindestquerschnitt der Latten 24 × 48 mm.

Holzkonstruktion bei Unterdecken

Holzunterkonstruktion

Doppelte Lattung (Bild 8.5c), Mindest- querschnitt der Grundlattung (die Grund- latte wird hochkant eingebaut) 40 × 60 mm, der Traglattung 24 × 48 mm oder bei- de Lattungen je 30 × 50 mm. Die Befesti- gung der Abhänger sollte stets an der Bal- kenseite erfolgen.

Unterkonstruktion aus Metall

Die verwendeten Metallprofile bestehen ent- weder aus feuerverzinkten Stahlblechen oder Aluminiumlegierungen.

Metallprofile finden in der Regel Verwendung bei Unterdecken. Das Konstruktionsprinzip entspricht dem der Holzkonstruktionen.

– Niveaugleicher Kreuzrost (Bild 8.6a), die Verbindungselemente an den Knotenpunk- ten bewirken die Aussteifung der Kon- struktion.

– Zweitägiger Kreuzrost (Bild 8.6b), obere Lage als Grundprofil (im etwas größeren Abstand zu verlegen) und einer unteren Lage als Tragprofil, deren Abstände sich nach der Decklage richten. Die Aussteifung wird sichergestellt durch die kreuzweise Anordnung und Arretierung der beiden La- gen mittels Winkelanker. Holzunterkonstruktionen werden bevorzugt bei Deckenbekleidungen, Metallunterkon- struktionen bei Unterdecken eingesetzt.

8.1.6 Decklagen

Als Decklage kommen für den Stuckateur und Trockenbauer in erster Linie Gipskartonplatten u.a. gipshaltige Plattensysteme zur Anwendung. Daneben bieten sich auch andere Materialien wie z.B. Holz und Holzwerkstoffe, Faserplatten, Metall- und Kunststoffformteile an. Grundsätz- lich lassen sich die Decklagen einteilen in:

– Fugenlose Decklagen und

– Rasterdecken.

Fugenlose Decklagen werden aus plattenför- migen Halbzeugen (z.B. Gipskarton-Bauplat- ten, Gipskarton-Putzträgerplatten) hergestellt. Die Fugen werden nach dem Anbringen der

248

8 Deckenbekleidungen und Unterdecken

248 8 Deckenbekleidungen und Unterdecken Bild 8.6 Schematische Darstellung von Metallunterkonstruktionen a) einlagiger

Bild 8.6

Schematische Darstellung von Metallunterkonstruktionen a) einlagiger Kreuzrost, b) zweilagiger Kreuzrost

1

2

3

4a Grundprofil

Bandrasterprofil

Decklage

Abhänger (Nonius)

4b Tragprofil

5

6

Abhänger (Schnellabhänger)

Profilverbinder

Tabelle 8.7

Zulässige Stützweiten für Unter- konstruktionen mit Beplankungs- dicken von > 12,5 mm

Zeile Unterkonstruktionen

Zul. Stützweiten 1 ) 2 ) bei einer Gesamtlast

bis

über über

0,15

0,15 0,30

kN/m 2

bis

bis

0,30 0,50 kN/m 2 kN/m 2

Profile aus Stahlblech nach DIN 18182-1

1

Grundprofil

CD

60 × 27 × 06

 

900

750

600

2

Tragprofil

 

CD

60 × 27 × 06

 

1000

1000

750

Holzlatten (Breite × Höhe)

 

Grundlatte,

3 48

 

× 24

750

650

600

4 direkt befetigt

50

× 30

850

750

600

5 60

× 40

1000

850

700

Grundlatte,

6 30

× 50 3 )

1000

850

700

abgehängt

7 40

× 60

1200

1000

850

Traglatte

8 48

 

× 24

700

600

500

9 50

× 30

850

750

600

1 ) Unter Stützweite ist bei Grundprofilen oder Grundlatten der Abstand der Abhängungen und bei Tragprofilen o- der Traglatten der Achsabstand der Grundprofile bzw. der Grundlatten zu verstehen. 2 ) Bei Anforderungen an den Brandschutz sind ggf. kleine- re Stützweiten nach DIN 4102-4 einzuhalten. 3 ) Nur in Verbindung mit Traglatten von 50 mm Breite und 30 mm Höhe.

Platten so verspachtelt, dass eine ebene, fugen- lose Unterschicht entsteht. Die Befestigung der Gipskartonplatten kann entweder quer oder längs zu den Tragprofilen mit der Unterkon- struktion vorgenommen werden. Bei der Quer- befestigung (Rückseitenstempelung beachten!)

Tabelle 8.8

Spannweiten der Gipskartonplat- ten

Zeile Plattenart

Platten-

Spannweite bei

dicke

Plattenanordnung

 

in

Quer-

Längs-

befestigung

 

max.

max.

Deckenbekleidungen und Unterdecken 1 )

 

5

Gipskartonplatten

12,5

500

420

6

mit geschlossener

15

550

420

7

Sichtfläche

18

625

420

8

Gipskarton-

9,5

320

3

)

9

Lochplatten 2 )

12,5

320

3

)

10

Gipskarton-

9,5

500

Putzträger platten

1

2

3

)

)

)

Anforderungen an den Brandschutz nach DIN 4102-4. Angaben gelten auch für Vorsatzschalen.

Bei Gipskarton-Lochkassetten mit einer Seitenlänge bis

625

mm ist Längsbefestigung mit einer Spannweite bis

320

mm zulässig.

erfolgt die Befestigung der Gipskartonplatten derart, dass die Kartonfaser rechtwinklig zu den Tragprofilen, bei der Längsbefestigung parallel zu diesen verläuft. Aufgrund der bes- seren Aussteifung sollte der Querbefestigung der Vorzug gegeben werden. Die Abstände