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1. Stand(Klerus): circa 130.

000 (=0,5% der Bevlkerung)


Privilegien: Befreiung vom Militrdienst und allen Steuern; Erhebung eigener
Steuern ist mglich (Zehnt=Kirchensteuer); Ehrenrechte; eigene Gerichtsbarkeit
Pflichten: Armen- und Krankenfrsorge; Seelsorge; Unterrichtswesen
2. Stand(Adel): circa 300.000 bis 400.000 (ungefhr 1,3% der Bevlkerung)
Privilegien: Befreiung von den meisten Steuern; Frondienste abhngiger Bauern,
Erhebung von Abgaben (Zehnt=Kirchensteuer); Anrecht auf mter und Pfrnde;
Jagd-, Holz-, Wasserrechte und andere Rechte
Pflichten: ursprnglich Militrdienst, ab dem 18. Jahrhundert keine Gegenleistung
mehr gefordert.
3. Stand(Brgertum und Bauern): circa 25 Millionen. Der dritte Stand
umfasst das gesamt Volk in Stadt und Land. Er ist in sich vielfach nach der
sozialen Lage geschichtet. Nur einige Schichten stehen in Opposition zum Adel.
Gliederung:
Brgerliche in freien Berufen (circa 10-20% des Brgertums)
Handwerker und Ladenbesitzer (circa 56% des Brgertums)
Arbeiter in Znften organisiert Fabrikarbeiter und Tagelhner Bauern
(85% der Gesamtbevlkerung)

Statt die Mitglieder wie bisher individuell zu berufen, wurden die drei Stnde
aufgefordert, auf der Ebene der mter Vertreter zu whlen. So whlten je der
Adel und der Klerus einschlielich des Pfarrklerus in eigenen Versammlungen ihre
Reprsentanten. Der dritte Stand, Stdte und Landgemeinden, whlten
gemeinsam ihre Vertreter. Es wurde mit dem ganzen Volk verhandelt weil die
Probleme alle angingen. Die Hauptaufgabe der Generalstnde war die Bewilligung
neuer Steuern.

An der Spitze stand der Knig. Er hatte die grte Macht im Staat. An seiner
Seite stand der Adel. Zu diesem gehrten die adligen Ritter. Darauf folgte die
Geistlichkeit. Zu ihr zhlten Priester, Mnche und Pfarrer. Unter der Geistlichkeit
stand die Stadtbevlkerung. Der grte Teil der Stadtbevlkerung war
Handwerker von Beruf wie z.B. Schreiner oder Schmied. Zur Bevlkerung
gehrten auerdem die Hndler. An unterster Stelle in dieser Pyramide standen
die Bauern.

Satz: Stnde sind gesellschaftliche Grogruppen, die sich voneinander


unterscheiden hinsichtlich der Art und Weise der Erwirtschaftung des
Lebensunterhaltes, der Teilhabe am Herrschaftssystem und der Lebensfhrung.