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Melodie - Melodie - Max Eberwein 1813 (1775-1831)

Johann Wolfgang von Goethe, 1810


Hier sind wir versammelt zu lblichen Tun,
Drum Brderchen, ergo bibamus!
Die Glser, sie klingen, Gesprche, sie ruhn;
Beherziget: ergo bibamus!
Das heit noch ein altes, ein tchtiges Wort
Und passet zum ersten und passet sofort
Und schallet ein Echo, vom festlichen Ort,
|: Ein herrliches: ergo bibamus! :|
2. Ich hatte mein freundliches Liebchen gesehn,
Da dacht ich mir: Ergo bibamus!
Und nahte mich traulich, da lie sie mich stehn,
Ich half mir und dachte: Bibamus!
Und wenn sie vershnet euch herzet und kt,
Und wenn ihr das Herzen und Ken vermit,
So bleibet nur, bis ihr was besseres wit,
|: Beim trstlichen Ergo bibamus! :|
3. Mich ruft mein Geschick von den Freunden hinweg;
Ihr Redlichen, ergo bibamus!
Ich scheide von hinnen mit leichtem Gepck,
Drum doppeltes: ergo bibamus!
Und was auch der Filz vom Leibe sich schmorgt,
So bleibt fr den Heitern doch immer gesorgt,
Weil immer dem Frohen der Frhliche borgt:
|: Drum, Brderchen: ergo bibamus! :|
4. Was sollen wir sagen zum heutigen Tag?
Ich dchte nur: ergo bibamus!
Er ist nun einmal von besonderem Schlag,
Drum immer aufs neue: bibamus!
Er fhret die Freunde durchs offene Tor,
Es glnzen die Wolken, es teilt sich der Flor,
Da leuchtet ein Bildchen, ein gttliches vor,
|: Wir klingen und singen: bibamus! :|