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JO H A N N A BUDW IG, Dr., approbierte Apothekerin, Diplom-Chemikerin mit Promotion in Chemie und Physik, war Obergutachterin für Arzneimittel und Fette in hoher staatlicher Funktion. Um die Erkenntnisse auf dem Gebiet der Biochemie der Fette auch in biophysikalischer Hinsicht realisieren zu können, studierte sie noch Medizin. Die Aussagen über «lebensnotwendige Fette» oder «lebensgefährliche Auswirkungen» bestimmter Fette und deren Bedeutung für das Krebsproblem führten zur Kollision mit der bestehenden Meinung und zum Abbruch des Medizinstudiums. Überzeugt von ihrer wissenschaftlichen Erkenntnis auf naturwissenschaftlicher Ebene setzt sich Frau Dr. Budwig seit mehr als 20 Jahren mit ihrer gesamten Existenz dafür ein, die Gültigkeit Ihrer Aussagen für die Praxis in der Medizin unter Beweis zu stellen und dadurch eine Wende in der Krebs-Forschung und -Therapie herbeizuführen. Anschrift: Dr. Jo h an n a Budwig, D-7290 Freudenstadt-Dietersweiler, Hegelstraße 3.

 

D a s

B ittere u n d

d a s

S ü ß e

k

a m

v o n

a u ß e n , d a s

H a rte

v o n

in

S

sa ch e,

N

es,

n en ,

a u s

tat

w o z u trieb . B esc h ä m

v iel

m ich d ie

d em

eig en en

in d er

A c h tu n g

treb en . Ich

a tu r

d a fü r s o

H a u p t­ eig en e

e n d

w ar

u

n d

L ieb e zu

em p fa n g en .

A u ch

P

feile d es H a sse s w u rd en

n

a ch

m

ir

g e s c h o

s s e n ; trafen

m

ich

ab er n ie, w eil sie g ew isser­

m

a ß en zu ein er a n d eren

W elt

g

eh ö rten , zu d er

ich k ein e

B

ezieh u n g en

h a b e

S

elb stp o rträ t (1 9 3 6 )

A lb ert E in stein

Dr. Johanna Budwig

Mensch - Sein

Atmung, Immunabwehr im Würgegriff

A

lle R

ech te

b e i:

D

H

7 2 9 0 F reu d en sta d t

J o h a n n a

r. eg elstr a ß e 3

B u d w ig

1

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit G enehm igung der Autorin.

Inhalt

In

h a ltsv e rz e ic h n is

5

V

o r w o r t

D

er E n g e l

11

Die W ende der F e ttfo rs c h u n g

15

Fettstoffwechsel und A t m u n g

21

Elektronenbiologie in Teilchen, Feldern, Kräften, Fotonen und ihren Wechselwirkungen

31

Die Situation heute

I

43

Elektronenbiologie der hochungesättigten Fettsäuren als Wende der K re b s fo rs c h u n g

55

M

eine E r f in d e rtä tig k e it

 

73

Die Situation in der Zeit

II

81

W as ist biologisch im L ichte der

E

l e k t r o n e n b i o l o g i e ?

 

91

D

ie S itu a tio n

in

d e r

Z eit

I I I

101

L

ebensnahe, lebendige N aturw issenschaft

 

im W ü rg e g riff ?

 

121

D

ie essentiellen F ettsäuren des M enschen in

 

v

o llk o m m en neuer Sicht

 

133

D

ie K onsequenzen

145

A

us d er geschichtlichen E ntw icklung der

 

w

issenschaftlichen A ussage zum T h e m a :

Fett als

F re u n d

o d er F eind

149

N

a tu rp h ä n o m en e als Basis d er W irklichkeit für

 

N

a h ru n g ,

K

u ltu r

u n d

W is s e n s c h a f t

 

159

L

i t e r a t u r a n g a b e n

 

170

W

issenschaftliche V eröffentlichungen d e r A u to rin

.

.

175

Verzeichnis der B ücher der Verfasserin

 

182

Vorwort

„ L icht u n d L e b e n “, so w äre d er Titel dieses B uches m öglich.

D e r Leser k ö n n te g lau b en , ich fah re ja zum U rlau b in die

südliche Sonne. D a s reicht nicht.

S o n n e in

R eak tio n des Lesers k ö n n te sein, k eim en d en

hergestellt, etw a aus „biolog. K o rn “, o d e r W eizenkeim e,

zu

k eim en d er S a a t, dies w äre au ch zutreffend. D ie

W eizen, selber

diese so g a r sterilisiert, zusätzlich

benutzen. D as hilft n ic h t!

T u m o rs“, so

„D

Z

zu r

d

z u r

„gesunden

m

H

im

K o st“

e r

Tod d es

sind

assenrezept

d em , A

d er

B ücher von

ir

a u sa rz t,

H an d el.

d a n n W enn helfen

u n äch st geht

er

Klinik.

A rzt

D as d a n n

m an

a u f

K

zum

w as üblich

entspricht do ch

m itteilt,

ist.

d a ß

rzt

nicht

m eh r

k

an n ,

d an n

schreibt m an

m ir einen

Brief:

Bitte, senden

Sie

so fo rt

Ihre

„ Ö l-E iw eiß -K o st“, gem .

d e m

B uch

„K rebs,

ein

F e ttp ro b le m “. „Ich zahle sofort jed e n

nicht m öglich.

Preis.“ So ist die H ilfe

D e r

W issenschaft ist heute so tiefgreifend, d a ß d er gebildete L e­

K onflikt

zw ischen

W issenschaft

u n d

Perversion

der

ser

w ieder

selber

n ach d en k en

sollte.

E in

oberflächliches

B

lättern in

diesem

B uche, w as sind d en n die „h o ch u n g esät­

tigten

F e tts ä u re n “

u n d

ihre

„ p i-E le k tro n e n “, hilft nicht w ei­

ter.

Ein system atisches

fo

„ N a ch d e n k e n “,

A utors

a r m a c h e n : D a s „W as“ u n d „W ie“ in

der

D id a k tik

des

lg en d ,

w ird

e rk e n n b

d er

O rd n u n g

d er

S ach arg u m en te

ang eb o ten , erleichtert

dem

L eser die klare D u rch sich t. W aru m

w u rd en

Fette h eu ­

te

so

h o c h a k tu e ll?

W

as

h a b e n F ette m it d er A tm u n g zu

tu

n ?

W ie

k o m m t

es

zu

d e r S auersto ffn o t, d er A te m n o t?

B

eherrschen

nicht

Fette

alle

Im m u n b io lo g ie?

Ist dies nicht

etw a

k lar

bew iesen

von

n a m h a fte n

1911

bis zum

heutigen Tage? W aru m

W issenschaftlern seit q u älen sich die „A ids-

K ra n

k e n “,

unsere

S p o rtler

m

it K o n d itio n ssch w äch e, die

K reb sk ran k en

S u ch tk ra n k e n , w enn sie nicht ihnen fehlt?

D er Leser w ird erkennen, w as

hen

K re b sfo rsc h u n g “, fü h rt

gung,

m it A tem n o t u n d V erbrennungsschäden, die

w issen, w elche L ebensenergie

m an als W ied erh o lu n g ausse-

„ E lektronenbiologie

Ü b erzeu ­ „W enn

k ö n n te,

M ax

P

etw a

l a n c k

zum

hat

T h e m a

und

stufenw eise

recht,

zu

d er

er

klaren au sfü h rt:

w enn

je

m a n d

in d er W issenschaft etw as

N eues

en td eck t

h at

u n d

er

k a n n

es nicht so form u lieren , d a ß

je d e rm a n n

es versteht,

d a n n h at er nichts N eues en td eck t.“

D ie von

k an n

„F

M .

P

l a n c k

entdeckte „ N a tu rk o n sta n te “, das Q u a n t,

entdeckte v e rstä n d ­

verständlich

R a h m e n

w erden.

dieser

D

Q

as u a n te n

von

A.

E

i n s t e i n

ist

eld “, im

w irk sam ,

lich.

Es

gestaltet

d as

Z u sam m en w irk en

von

pi-E lek tro n en

in

den S am enölen m it den F o to n en der Sonne.

Ich h ab e

au ch verständlich g em ach t, die v o n

m ir en td eck te

R esonanz

schafft

v o n

p i-E lektronen

fü r

den

L ebensenergie

m it

S onne

M enschen.

u n d Es

S auerstoff

ist

w issen­

schaftlich gut b eg rü n d et in der Physik, dieses E lem entar-E r­ eignis zwischen F o to n u n d lebendigem E lektron, aus S onnen­

ergne

ie

a u fg e b a u t,

gilt

in

d e r

th eo retisch en

P hysik

als

dam en talereig n is,

lenkend,

als Z u k u n ft

„W eltlinie“,

lenkend.

in

die

F u n ­ Sein

ist berufen,

alles D e r

m enschliche

M ensch

er besitzt die

F reiheit, an

dieser O

rd n u n g

ü b e r

dem

C h ao s

m

itzuw irken.

 

D

ie

g ro ß e

Z erstö ru n g

dieses

sch ö p fu n g sg em äß en

Z u sa m ­

m

enspiels von

L icht u n d

L eben ist h eu te u n ter uns deutlich

w

irk sa m , die

E n tw ic k lu n g

zum

„A n ti-M e n sc h e n “ fö rd e rn d .

D

iese

Z erstö ru n g ,

h eu te

latent

u n ter

uns

in

einem

u sm aß

A

bar.

D iese

im

G an g e, g ro ß en

g ro ß en e rk e n n ­

erk en n b ar,

w Z u sam m en h än g e,

ar

fü r

den

L eser bisher k au m

sachlich

sind k o n k ret k lar dargestellt.

D e r

d ru ck

sind die g ro ß en

Leser

m öge

es

scheinbar

m ir

verzeihen,

w en n

zunächst

E in ­ Es

Zielsetzung,

m ir

d er

entsteht,

n u r

seien

W ied erh o lu n g en

Bei

feststellbar.

d er

W iederholungen.

Z u sam m en h än g e

zu verdeutlichen, erschien

a

u ch

w ichtig,

d a ß

d er

Leser

e rk e n n t,

w as

ganz

k o n k ret

faß b a r zur Z erstö ru n g seiner G esu n d h eit, zu

d er A u stro ck ­

n u n g

führt.

Im

J a p a n

m an ,

n u r

Teil d er N atur.

an

der

schöpferischen

E nergien

geführt

h at

u n d

noch

G a rte n eines b e k a n n te n Tem pels

befinden sich drei Felsblöcke,

h rt

w elcher Seite m an

sich au ch

d er Z en-P hilosophie in

d erart ang eo rd n et, d aß

befindet, jeweils stets

D iese P hilosophie

W eisheit: W ir sehen im m er n u r einen

zwei d er drei F elsblöcke sehen k an n .

zu einer g ro ß en

In

d e m

B uche

„Schritte

ü b e r

G re n z e n “ schildert der

Physi­

ker

W .

H

e i s e n b e r g

in

dem

K apitel

„E rinnerungen

an

N.

B O H R “

„ N a tu rk o n s ta n te “,

D u a litä t, die zwei G esich ter des

als

das

R ingen

u n te r

d a s

N atu rw issen sch aftlern

D ie

E lek tro n s

respektieren,

u m

diese

die

F o to n s

auch

Q u a n t.

zu

K o m p le m e n ta ritä t,

u n d

des

dies

ist

etw as

N aturgegebenes

nach den E rfah ru n g en des N aturw issenschaftlers w esentlich für die exakte N aturw issenschaft, hebt diese aus dem rein

m ec h a n istisc h e n

die Basis aller R elativitätstheorie u n d des F o to e ffe k te s!

D e n k e n

h e r a u s ! D ies

ist

n a c h

A.

E

i n s t e i n

D

iese

D y n a m ik

im

M enschsein in

V

erb in d u n g

m

it den

N a ­

turgegebenheiten gilt es zu w ahren.

 

Ich

zitiere

R h a d a k r is h n a n :

„D a s

G

e h e im n is

d e r

W eisheit

u

n d

des

Friedens

ist die

Ü

b erein stim m u n g m it d en W egen

d

e r

N a tu r.“

E r

fü h rt

d a n n

w eiter

a u s:

W

issen sch aft

u n d

T

echnik

sind w eder gut

n o ch

böse.

M an

m u ß

sie bändigen

u

n d

an

den

ihnen

g eb ü h ren d en

Platz

verw eisen.

W enn

das

U

rteil

nicht

lauten

soll:

S elbstm ord

d u rch

G eisteszerrüt­

tung, d a n n

D ie g ro ß e M ach t, die die G estalter d er G esellschaft heute

m üssen w ir h eu te einen neuen A n fan g m achen.

besitzen, k ö n n te d azu beitragen.

Der Engel

A m

8. F eb ru ar

1952 ruft m ich R ika U nger, B ildhauerin, an :

H a n n a ,

ich

w ar

in

d en

letzten

14 Tagen

m it

m einen

G e ­

d

an k e n

m eh r bei

D ir, als

D u

es ah n st.

Ich h ab e

D ir D einen

E

ngel gestaltet. Ich glau b e, jed e r M en sch h a t seinen E n g el.“

M ittags

u m

12

U h r

erschien

bei

m ir

im

B un­

desinstitut

fü r

R ik a W ir

F ettfo rsch u n g .

U n g er gingen

gem einsam

in

m

eine

W o h n u n g .

D o rt

gab

R ika

U n g er

diesem

Engel

2

an

d

er

W an d

den

richtigen

Platz.

Als

w ir

uns

u m

U h r

vor

d

em

B undesinstitut fü r

F ettfo rsch u n g

w ieder verabschiede­

ten,

rief sie

m ir

n o ch ein m al

zu:

„ H

a n n a ,

D ir

nichts

passieren.

diesem

selben

Prof.

D u

h ast

ein en nicht, U h r

gebeten.

sehr s ta rk e n bald

w as w u rd e N u n

ich

E a u f

zu

w urde

n g el.“ m ich

ein em

m ir

A ugenblick

Tage

u m

17

K a u fm a n n

k an n Ich

zukam

a h n te

.

in

A m

G e sp rä c h m itgeteilt,

zu

er

h

a b e

seinem

S o h n e

eine

A p o th e k e

in

D issen

gekauft.

Sein

S

o h n

w ünsche

diese

A p o th ek e

nicht.

E r

wisse

diese

A p o ­

th ek e gerne in m einen

schenken. Ich sei so bis an m ein L ebensende versorgt.

Ich

C hem .

D a s

ü b errasch en d .

H än d en .

fü r

D ie

A p o th ek e

w ürde er m ir

u n d

im

Staatsdienst.

E tw as

Fette

w ar

S ach b earb eiterin

A rzneim ittel

N R W

völlig

im

L an d es-U n tersu ch u n g sam t

k a m

fü r

m ich

A n g e b o t

B

argeld w ollte Prof. K a u fm a n n

m ir au ch no ch zulegen. D ie

B

edingung: N ichts m eh r zu veröffentlichen ü b er

Fett

u n d

K

rebs.

Ich

lehnte

ab.

Prof.

K .:

„Ich

gebe

ihnen

acht Tage

B

edenkzeit.

W enn

Sie

dieses

A n g eb o t

nicht

a n n eh m en ,

w

erden Sie w issenschaftlich u n d w irtschaftlich völlig erle­

digt

plötzlich

seelenlos

den überfiel m ich eine A ngst wie ein Schock. Plötzlich h ö r­

te

k a n n

Ich en tsch lo ß

Ich w ollte ü b erp rü fen , o b kein logischer D en k feh ler v o r­

liegt in dem

die B edeutung der

lebensnotw endigen F ettsäu ren u n d ü b er die lebensgefährli­

che

m ich, die ac h t Tage B edenkzeit a n zu n eh m en .

hast

L e b e n s e n d e .“

w u rd en hatte, S ekun­

sein

bis

a n

Ich

m ir,

Ih r

Seine

niem als

N u r

laut

einen

für

ru fen :

seh r

A u g en gesehen ein

p a a r

„ H a n n a ,

tiefschw arz,

h art.

wie

ich

diese

b ek am

wie

A ngst.

ich

h in ter

nichts

ak u stisch

D u

D ir

passieren.

sta rk e n

E n g el.“

D enksystem , welches ich

elektronenreichen,

w enn

an

diesem

au fg eb au t hatte ü b er hochungesättigten,

L ebensm ittel

Fett

die

S chädigung,

w ertb estim m en d en A nteile an den h o ch u ngesättigten B in­

d u n g en ,

steuernd, n u n zerstört w erden zum Z w ecke d er H a ltb a rm a ­

insbe­

sondere m it m einem

ch ung dieser Öle. W ir ü b erp rü ften n u n

aktiv

die

S au ersto ffau fn ah m e

bei

d er

A tm u n g

gem einsam ,

D o k to ra n d e n

S chm id, die vorliegende

u

n d

v o n

m ir

verarbeitete

L iteratu r

sow ie

die

von

m ir

d

u rch g efü h rten

Beweise

w issenschaftlicher

A rt.

W ir

saßen

bis

a b e n d s

12

U h r

in d e r B ibliothek.

M it seinem

M o to rra d

brach te

d e r

D o k to ra n d

S chm id,

längst

D r.

m

alles d e u te t d a ra u f h i n

Im

ich

n ach

H au se.

m e r : Sie

heute k a m

S chm id, Schluß,

w ieder h a b e n

er

zu

d em

recht. Alles d e u te t d a ra u

f

h

in :

gesehen

h at

v o r

Ih n e n

n o ch

n iem a n d

diese

Z u sa m

m

enhänge. In u n serem

B undesinstitut fü r

F ettfo rsch u n g

in

M

ü n ster arbeitete au ch

D

r. F. V olbert, M ü n ster, wie z.B.

in

d e r Z e itsc h rift „ F e tte u n d S eifen“ 1951 v erö ffen tlic h t, ü b e r

„D ie

In fraro t-S p ek tro g rap h ie

u n d

ihre

A

n w

en d u n g a u f

d e m

F ettg eb iet“. E r

arb eitete

a u c h

ü b e r

die

A

u to x y d a tio n

U n tersu ch u n g en w aren fett-analytischer

A rt. Im m erh in

d a ß

zesse bei den h ochungesättigten F etten, insbesondere des

einbezog. M eine K onzeption

Leinöles, in die B etrach tu n g

des Leinöles. D iese

es fü r m eine D enkprozesse naheliegend,

w ar

ich sch o n d am als,

1952, die R olle der A b so rp tio n sp ro ­

w

ar

d am als,

1952,

etw a

wie

folgt: D ie h o ch u ngesättigten

F

ettsäu ren , o b w o h l

speziell

n och

nicht

nachw eisbar,

w ur­

d en seit 1930 ü b er T ierversuche als essentiell dargestellt.

B

urr u.

B urr schrieben

selber d azu , w ir w ollen

noch

N

a c h ­

w

eism ethoden

fü r

diese

F ettsäu ren

suchen.

In gew isser

W eise w aren

diese

T ierversuche

schon bed eu tsam , o b w o h l

von an d eren

A u to ren

bestritten

als

a u f

den

M enschen

w

e n d b a r!

M eine

K o n tro lle

erfolgte

ü b er

d en

a n ­ M enschen,

ü b er P atienten, U n tersu ch u n g rungsfette. Ich hielt es ferner

d er B lutlipoide u n d d er N a h ­

Z u sa m ­

fü r

erforderlich,

das

m

enspiel v o n F ett- u n d E iw eißstoffw echsel in die B etrach­

tu

n g

einzubeziehen, d a

die V erhaftung von

Eiweiß m it den

F

etten ü b er die hochungesättigte B indung erfolgt. Beide

V

ertreter der S to ffg ru p p en , aus d em G ebiet d er E iw eißstof­

fe u n d der Fette, reagieren ü b er

d en h o ch u ngesättigten F ettsäu ren u n d schw efelhaltigem

Eiw eiß. D iese S to ffg ru p p e m it ihren pi-K om plexen ist en t­

scheidend ab w eh r.

Im m u n ­

L ip o p ro teid e, gebildet aus

w ichtig

M it

für

A tm u n g ,

Prozeß

der

F e tttra n sp o rt

B ildung

d er

u n d

diesem

L ip o p ro teid e

A b ­

so rp tio n der ro ten energieliefernden S trahlen in Z u sa m ­

m en h an g .

(der F etteiw eiß-V erbindungen) sta n d fü r m ich

auch

des

die

M ir

erschien

also

die

S ynopse

Fett-

u n d

Eiw eißstoffw echsels

wichtig.

D abei

erk an n te

ich

die

L einölfettsäuren

als

besonders

w ichtig.

Sow ohl

die

L einölfettsäuren als au ch die ro ten

S trahlen

galten

schon

als

w ach stu m sfö rd ern d ,

das

Z u sam m en w irk en

nicht

e rk a n n t

w ar.

S ofort

o b w o h l b eg an n

ich

a u f

d em

W ege

der

P

apierC hrom atographie die

L ipoidkom plexe

in

G eh irn

u n d

N

erven zu u n tersu ch en u n d

zu analysieren. D as R atten h irn ,

w

elches ich d am als in die U n tersu ch u n g

einbezog, befindet

sich

z u r

Zeit

noch

bei

den

L ab o rato riu m sb estän d en

von

1952.

Bei

m einen

D isk u ssio n en

m it

Prof.

K

a u fm

a n n ,

die

sich ü b er J a h re hinzogen, h a tte ich d en E in d ru ck , d a ß V er­

stän d n is u n d E rk en n tn is bei Prof. K a u fm a n n vorlagen.

Es

w

ar

schw er

verständlich,

w o

der

retard ieren d e

F a k to r

zu

erfolgreichen

im

K a u fm a n n

D ru ck m ittel,

ihn erpressend, d a ß er m ir g egenüber die K ü n d ig u n g erw ir­ ke. D a ich diese lau tstark e A useinandersetzung zw ischen

V orgänge

Spiele

suchen

A rbeit.

w ar.

E in stan d ,

aus

Es

w ar

eine

herrliche

dem

ein

Zeit

der

A ssistent, b en u tzte

d em

bei d a n n

1945

M o tiv b ü n d el

Prof.

als

m it

g egenüber

gegen

ihn

J a h re

diesen

W issenschaftlern

h ö rte,

es

ging

d abei

u m

G eld,

1945

z u r

B ereicherung

b e n u tz t

zog

ich

es

v or,

m einen

W eg alleine zu gehen, u m dieser w ichtigen A ufgabe willen.

Z u

der

dings

den

sam m enspiel der betroffenen G ro ß in d u strie d u rch Steue­

rung w issenschaftlicher T ätigkeiten u n d V eröffentlichun­

diesem g ro ß en

a h n te

W eg

Z e itp u n k t B edeutung

ich

gelegt

nicht,

w urden.

w ar ich dieser

wie

D ies

wie h eu te fest überzeugt von

neuen

E rkenntnisse.

A ller­

H indernisse

z.B.

d u rch

m ir

das

in Z u ­

u m fassen d

erfolgte

gen.

D ieses

Z u sam m en sp iel

erfolgt

v o rn eh m lich

in

d er

A

n o n y m ität.

Dies

ist

fü r

V ertreter

d er

R egierungsverant­

w

o rtu n g

sicher

nicht

im m

er

d u rch sch au b ar.

R ichtig

sagt

L

as

C

a sa s

v o r

K a rl

V .:

Es

sin d ja

so unbegreiflich

w enige,

die allein sagen, was w ah r ist.

Die Wende der Fettforschung

Prof. K aufm ann war der Chef des Bundesinstitutes für

Fettforschung, auch der ehrenamtliche Leiter des Chem. Landes-Untersuchungsam tes NRW . W ir fertigten die dies­ bezüglichen G utachten an, auch für das Ernährungsm ini­ sterium. Als Sachbearbeiterin erarbeitete ich die Unterlagen und die Schriftsätze. Auch als D irektor des pharm azeuti­ schen Institutes in M ünster wurden diesbezügliche Aufga­ ben von Prof. K aufm ann in diesen Funktionsbereich einbe­ zogen. Prof. K aufm ann galt allgemein und weltweit als der

Brockhaus über die

der Papierchrom atographie, die M ethode der

M ethode

„D ünnschichtchrom atographie“ und der „G aschrom ato­ graphie“ ohne L iteraturangaben und ohne A ngaben der A utoren und der Erfinder dieser M ethode.

„F ettpapst“. H eute

liest

m an

etwa

im

D er S ta n d der F ettfo rsch u n g bis 1949 w ar en tsch eid en d m it­ gestaltet v o n Prof. K a u fm a n n . D ie F ettfo rsch u n g , v eran ­

beso n d ers intensiv u n d g ro ß em G eschick hatte

er seinen E influß gesichert im p h arm azeu tisch en Institut,

als L eiter des B undesinstitutes fü r F e ttfo rsch u n g u n d als

eh ren am tlich er Leiter des C hem . L an d es-U n tersu ch u n g s­

am tes m it E ntscheidungsbefugnissen a u f B undesebene.

M

Prof.

K

tenstelle inne. N ach m ein er A p p ro b a tio n au ch als A p o th e ­

kert in d er P h arm azie, w u rd e ganz

u m fassen d

bearbeitet v o n

ihm .

M it

ein

S tu d iu m

erfolgte,

in

n ach

dem

ich

d am als

in

u n d

pflichtgem äßen

u n te r

eine

A ssisten­

„ O stsem ester“

au fm an n .

K

ön ig sb erg ,

p ro m o v ierte

M ü n ste r

hatte

D o rt

kerin ü b e rn a h m ich 1939 die verantw ortliche L eitung einer A p o th e k e für eine A n stalt m it 5000 P ersonen, einschl. eines

L

azarettes m it ca.

1000 B etten.

A nschließend, 1949, m itver­

an

laß t d u rch

Prof.

K a u fm a n n ,

kehrte ich zur w issenschaft­

lichen

L an d es-U n tersu ch u n g sam tes als O b erg u tach terin für A rz­

neim ittel u n d Fette. A uch d en S ach b earb eiter in d e r A b tei­

lung fü r L ebensm ittel v ertrat ich gelegentlich. D u rch den

g ro ß en

lich, jederzeit T ätigkeiten au s dem B undesinstitut

fo rsch u n g u n d ü b er die D o k to ra n d e n au s dem p h a rm a z e u ­

tischen Institut bei unseren Problem stellungen einzubezie­ hen. D ie V erbindung zur Industrie u n d zu diesen F inanzen

n ach M ünster, in das A m t des C hem .

A rb eit zurück

E influßbereich

von

Prof.

K a u fm a n n

w ar

es

m ö g ­

für F e tt­

interessierte m ich k au m .

D ies blieb au ß erh alb m einer

D

en k p ro zesse.

Es soll

n u r

k u rz

v erm erk t w erden, die T ren­

n

u n g

v o n

Prof. K a u fm a n n

ging

aus, w u rd e intensiv verfolgt

ja d a n n au c h zur M arg arin ein d u strie in

D ienst ging. Z u r K ennzeichnung d er Fette u n d Lipoide (fettähnliche V erbindungen) g ab es bis 1949 keinen N ach ­ weis, keine chem ische C h arak terisieru n g sm eth o d e. D ie E r­

von D r. B., d er

k e n n u n g v o n F etten m ittels „F ettfleck“ a u f P apier schloß z.B. P araffin in dieser fettigen M ischung nicht aus. Es be­

schäftigte selbst Prof. K a u fm a n n zu dieser Zeit, wie es m ö g ­ lich sei, in einem P ro d u k t, als „ Ö lsä u re “ im H a n d e l, V erfäl­ schungen m ittels Paraffin kenntlich zu m achen. D ie „ Jo d ­

z a h l“ reichte d a z u nicht aus. Es erw ies sich als em pfindlich stö ren d , d aß es keine N ach w eism eth o d e gab, Fette o d er

F ettsäu ren m ittels einer chem ischen N achw eism ethode als

solche zu charakterisieren. S chon zur T rennung verschiede­

n er B estandteile in F ettgem ischen g ab es keine chem ische

M öglichkeit. D ie oft benutzte M eth o d e d er A n w en d u n g

verschiedener L ösungsm ittel reichte nicht aus, wie von

F ach leu ten zu dieser Z eit bestätigt. D ie

den reichten nicht aus, a u ch nicht die v o n Prof. K a u fm a n n

erlau b te

nicht,

S o n n en b lu m en ö l, in M o h n ö l usw.

vorlagen.

D ie d a n n b en u tzte sp ek tralan aly tisch e E rfassung

in w elcher A n o rd n u n g die

entw ickelte R h o d an zah l.

K en n zah len m eth o ­

M eth o d e

D iese indirekte

u n d

sicherzustellen,

in

o b

D o p p e lb in d u n g e n

d

er

Z ahl

u n d L ag eru n g der D o p p elb in d u n g en blieb eine

u

n v o llk o m m

en e

in direkte

M eth o d e

fü r die

A nalyse, insbe­

sondere, da die T rennung der ungesättigten F ettsäuren bis zu diesem Z e itp u n k t nicht m öglich w ar. D er A ussagew ert derartig er indirekter V erfahren blieb sehr begrenzt, solange es nicht m öglich w ar, die B estandteile der Fette, der F ett­ säu ren u n d der L ipoide zu tren n en u n d so analytisch zu erfassen.

A us

chem G ru n d e Prof.

steru n g , ja m it g ro ß er U n terstü tzu n g m eine A rbeiten

griff, die E n tw ick lu n g d er P apierch ro m a to g ra p h ie d er

te, T rennung der F ettsäu ren wie L inolsäure u n d L inolen­ säure sow ie die C h a rak terisieru n g kleinster M engen, z.B. in

diesen

k urzen

D arlegungen

ist

K a u fm a n n

m it

verständlich,

Z u stim m u n g

aus u n d

wel­

Begei­

a

F

u f­

et­

A

nteilen von 0,001 m g du rch zu fü h ren .

D

ie Papierchrom atographie als A n aly sen m eth o d e w ar 1949

G eb iet d e r E iw eißbe­

standteile u n d a u f dem G ebiet d er Z uck er- u n d K ohlehy­

bereits m it E rfolg a n g e w a n d t a u f

d e m

d

ratv erb in d u n g en . B oldingh, Fett-W issenschaftler, schrieb

n

ach

1949, die

A n w e n d u n g

d er P apierch ro m a to g ra p h ie a u f

dem F ettgebiet ist leider nicht m öglich, d a fettchem ische

N achw eism ethoden fehlen.

1950

veröffentlichte ich zu sam m en m it Prof. K a u fm a n n ,

„N eue

W ege d e r F e tta n a ly se “. D ie A n w e n d u n g d er P a p ier­

ch ro m a to g ra p h ie

h a tte ich in d er A rzneim ittelprüfstelle Eiw eißstoffe zu b eu r­

teilen, die als „lip o tro p e S to ffe“ den F ettstoffw echsel b eein­

flussen sollten, v o n E u le r hatte veröffentlicht, es k o m m e alles d a ra u f an, den F etten die E in o rd nungsbereitschaft in

a u f dem

Fettgebiet

w ar

so

eröffnet.

1951

das

lebende S u b strat zurückzugeben. Bei dieser B earbeitung

fiel

m ir eine A rbeit in die H ä n d e v o n Prof. N o n n e n b ru c h ,

es fehlen blutchem ische G rö ß e n , den Fettstoffw echsel am

lebenden M enschen zu kontrollieren. S ofort b egann ich m it

D o k to ra n d e n u n d einer ehem . techn. A ssistentin, m it U n ­

terstü tzu n g

die

V erb in d u n g

m it d en N ahrungsfetten. A uch M itarb eiter in unserem In ­ stitut beteiligten sich persönlich an diesen Studien ü b er

th

Prof. K a u fm a n n , in K liniken in M ü n ster,

von

B lutlipoide

o d e n

zu

m it d en v o n m ir entw ickelten A n aly sen m e­

D ies erfolgte a u ch

in

ko n tro llieren .

N ah ru n g sfette u n d L ipoide! D iese A n aly sen m eth o d en h a t­

te ich seit 1949 entw ickelt u n d um fassend veröffentlicht, zu­

sam m en

D o k to ra n d e n . Eine Z u sam m en stellu n g dieser V eröffent­

lichungen erfolgte z.B. in „ F o to ele m e n te des L ebens … “ Sie

m it Prof. K au fm an n , Prof. D r. m ed. Szakall u n d

w

ird a u ch hier im A n h a n g angefügt. D a z u geh ö rt au ch die

A

rbeit, 1952 veröffentlicht: „Z u r Biologie

der Fette V. D ie

P

apierc h ro m a to g ra p h ie d er B lutlipoide, G esch w u lstp ro ­

b

lem u n d F e ttfo rsc h u n g .“ In dieser A rb e it legte ich d a r,

d

a ß

es als bew iesen

gelten m u ß , d aß die h ochungesättigten

F

ettsäu ren , in S o n n en b lu m en ö l, insbesondere in Leinöl, bei

d

er F u n ktio n der A te m ferm en te den entscheidenden gesuch­

ten F a k to r darstellen, d en 2. P aarling im Z u sam m en w irk en

m

it

d er

S ulfhydrylgruppe.

D e r

W issenschaftler

T .

T h u n ­

b

e r g

hatte

u m fassen d

veröffentlicht,

d aß

d er

zweite

P aar­

ling

im

A tm ungssystem

d er Zelle, d er

P aarling zu d er Sulf­

h y d y lgruppe

chen

k o n n te

d er

ich

E iw eißvertreter,

gesucht

w erde.

eindeutig

die

ho ch u n g esättig te

A ls

sol­

F ettsäu re

charakterisieren.

T.

T h u n b erg

hatte

d azu

veröffentlicht,

1951,

es

gipfele

das

gesam te

P roblem

der

M edizin

d arin,

d

a ß

dieser

zw eite

P aarling

im

au to x y d ab len

System

der

Zelle

gefunden

w erde.

T .

T

h u n b e r

g

san d te

m ir

1952

m it

G lü c k w ü n sc h e n seine A rb e it z u : „D ie biologische B edeutung

der S u lfy d ry lg ru p p e . “ D a rin befindet sich d e r Satz:

„D iese

g ru p p e für die A u to x y d ab ilität d er lebendigen S u b stan z

d a ­ E n t­ der

bei

schließt ja g a r nicht aus, d a ß

A n n a h m e

v o n

der

B ed eu tu n g

a u ch u ß der

m

d er

Sulfhydryl­

G ru p p e n

d er

an d ere

m an

teilnehm

E

en.

B esonders

n s

nach

d eck u n g

r l a n d s e

(11) von

A u toxydabilität

P

h o sp h atid e

an

diese S u b stan zen

u n d

ihre ungesättigte

F

ettsäu reg ru p p e

denken.

Es

ist

eine

w ichtige

A ufgabe,

d as

V erhalten

eines

System s

zu

studieren,

welches

so­

w ohl

säu reg ru p p e e n th ä lt.“

die

S ulfhydrylgruppe

T .

T

h

u

n

b e r

g

1911

wie

eine

ungesättigte

F ett­

Ich

betone,

zu

diesem

Z eitp u n k t,

1911, suchten

sow ohl

T .

T h u n b e r g

gesättigte

als au ch

F ettsäu re

I.

B

a n g

eine M eth o d e, die gesuchte u n ­

u n d

zu

charakterisieren.

erfolgreiche

A r­

zu

W a ru m

beit im Z en tru m d e r F ettfo rsch u n g blockiert?

isolieren

w urde

n u n

m eine

diesbezügliche

A

rbeiten

u n d

U n tersu ch u n g en , die zu d er V eröffentlichung

h rte n

ü b e r

„ G e sc h w u lstp ro b le m

u n d

F e ttfo rsc h u n g “

w

aren

v erb u n d en

m

it

d er

U

n tersu ch u n g

d er

Fette

in

K

rebsgeschw ulsten,

d er B lutlipoide bei

K reb sk ran k en . U m ­

fassende

U n tersu ch u n g en u n d

B efunde

lagen uns vor, m eh r

als

d a n n

noch m it viel M ü h e zur V eröffentlichung k am en in

d er A rbeit über hocherhitzte Öle, die polym erisierten A n tei­

le, gebildet beim industriellen E rhitzen der ho ch u n g esättig ­

ten

h en d en

nach g ep rü ft

deren

auch sp äter erneut veröffentlicht von a n ­

w u rd en die v o n der M a r­

F ettsäuren.

A nteile

u n d

D ie

bei

diesem

sich

E rhitzen v o n Ö len entste­

als

h ö ch st

toxisch.

D ies

ist

erw iesen

W issenschaftlern. D a d u rc h

g

arineindustrie

b en u tzten

M e th o d en d er H a ltb a rm a c h u n g

betroffen.

sah

au ch

D r.

B., d er d a n n zu r M a rg arin e-In d u strie ging,

ihm entw ickelte P atentverfahren betroffen.

Als

ich

von a u f seinen

D ru c k

a u f

Prof.

K a u fm a n n ausschied,

sah

ich

eher

die

M öglichkeit,

bessere

V erfahren

zum

Z w ecke

zu entw ickeln. Patentrechtlich gelang m ir dies zw ar. Die

M ach t

L aufe

im

a c h u n g der h o ch u n g esättig ten Fette

d er

des

d e r

H a ltb a rm

F ettm o n o p o ls

verflossenen

30

d er

U nilever

kennen.

lernte

D iese

ich

erst

Ja h re

beeinflußt

W issenschaft u n d W irtsch aft stärker, als es für die V olksge­

sundheit zw eckm äßig erscheint.

U n sere

B efunde

ü b e r

die

T oxizität

d e r

„geblasenen

Ö le“,

„p

o ly m e re

A n teile“

e n th a lte n d ,

wie

diese

a u c h

in

C a rc i­

n

om gew ebe

nachgew iesen

w urden

in

unserem

Institut,

w

u rd en

zw ar

1952 n o ch veröffentlicht, zu sam m en m it Prof.

K

a u f m a n n ;

allerdings sta rk g ek ü rzt, veröffentlicht in „F ette

u

n d

S eifen“

1952.

A u f

die

R olle

des

G eg enspielers

D r.

B.

einzugehen, ist hier nicht d e r O rt. D em

nach d en k lich en

Le­

ser, wie

w ird dies im L aufe dieses Buches klar w erden.

L ouis

de

B roglie sch reib t, d e m

„gebildeten L eser“,

Fettstoffwechsel und Atmung

In

einer

schem atischen

D arstellu n g ,

die

ich

in

d er v o rste­

h

en d

angegebenen

V

eröffentlichung

1952

ü ber

„G e­

sc

h w u lstp ro b le m e

u n d

F e ttfo rsc h u n g “

d arle g te ,

n a h m

ich

Bezug

a u f

die

E lektro n en w a n d eru n g

im

lebenden

des

M enschen, im

A tm u n g ssy stem ,

die

B rücke

im

S u b strat F ett-E i­

w eißstoffw echsel einbeziehend, sow ie die V orgänge

im

Blut

u

n d Zellstoffwechsel.

 

S

ch o n

1951

bezog

ich

bei der diesbezüglichen

B earbeitung

d

er

P roblem e die

w issenschaftliche

Basis

ü b er die

E lek tro ­

n

e n th e o rie ein.

D iese n im m t zw ar nicht

B ezug a u f den

F e tt­

stoffw echsel.

D ie

A rb eiten

von

B ernd

Eistert

über

„C h em ism u s

E lek­

tro n en th eo rie,

veröffentlicht

1948

u n d

K

o n stitu tio n “

e rö rte rn

eine

fü r

u n ter m ein e

Idee

v erw e n d b are

Basis

ü b er

E lek tro n en

in

M eh rfach b in d u n g en .

M eine

neu

gew o n n en e

E rk en n tn is

ü b er

die

Rolle

d er

hoch u n g esättig ­

ten

F ettsäu ren

m it ihren

so w ichtigen

pi-E lek tro n en

gestützt

die

herrlichen

A rbeiten

von

L ouis de

w urde B r o g ­

lie

ü b e r

d u rch „L icht

u n d

M a te rie “,

die

Q u a n te n m e c h a n ik

be­

g

rü n d e n d ;

von

W .

H e ise n b e rg

ü b er

q u an tenphysikalische

B

etrach tu n g en

u n d

die

„U n b estim m th eit von

O rt

u n d

Zeit

d e r

E le k tro n e n “ sow ie

des

g ro ß e n

P hysikers E rw in S c h r ö ­

d

in g e r

ü b er

den

gesuchten

„A n ti-E n tro p ie-F ak to r des Le­

b

e n s“

u n d

a u c h

v o n

L inus

P a u lin g

aus

ch em isch er

Sicht.

D iese bestätigten m eine um fassende S ch au ü b er die w eitrei­

B edeutung dieser F u n k tio n des E lek tro n en tran sp o r­

chende

Eiw eiß, gesteuert ü b er die E lektronen

tes zw ischen F ett u n d der h o ch u ngesättigten

Fette.

D ie von

m ir für w ichtig an g e­

sehene E inbeziehung des L ichtes, d er

F u n k tio n

des Lichtes,

in

diesen

Prozeß

fan d

n u n

w u n d e rb a r

bestätigt d u rch

die

A rbeiten

v o n

A.

ich E in ste in

ü b er

den

F otoeffekt,

ab er

a

u ch

ü b e r

die

B ed eu tu n g

des

F eldes,

sich

q u a n te n g e m ä ß

au

sb reiten d .

N ach

E in ste in

ist

dieses

Feld

die

Basis

aller

M

aterie,

q u a n te n h a ft

w irk sam !

In

diesem

Z u sa m m e n h an g

verw eise

ich

a u f m eine

A rb e it:

„Teilchen

u n d

F e ld er“, aus

dem

D as

als

J a h re

F eld

1971, die

Basis

ich

aller

als

vollständig

M aterie

ist

gem einhin

an g en o m m en

w ird

in

zum

A b d ru ck

bringe.

w irksam ,

um fassen d er

unserer

allzusehr

a u f

M

aterie als einzige R ealität ausgerichteten Zeit.

 

D

ie

Synthese

der

D isziplinen

Physik,

B iochem ie,

M edizin

erschien m ir n u n unerläßlich. U n ü b e rseh b a r w ar das T atsa­

chen m aterial

ü b er

die

E lektro n en v ersch ieb u n g

au fg ru n d

d

er E lek tro n en in den M eh rfach b in d u n g en .

Leicht erregbar

d

u rch die p assen d en

S trah len des S onnenlichtes, das in den

p

i-E lek tro n en

ab so rb iert

u n d

ü b er

weite S trecken

ü b er die

W asserstoffbrücken

m it

schw efelhaltigen

Eiw eißstoffen

ge­

leitet

w ird.

A u f

die

von

m ir

erstm alig

für

den

Fettstoff­

wechsel

u n d

für

Eiw eißstoffe

als

w esentlich

erk a n n te

Syn­

opse

des

Z usam m enspiels

von

h ochungesättigten

F ett­

säu ren

trifft

n u n eine Fülle von physikalisch feststehenden T atsachen zu,

eine

offene

fu

m it

ihren

p i-E lek tro n en

in

gem ein sam er

Eiw eißstoffe

B rü ck en ­ —

n k tio n

m it

S u lfhydrylgruppen

d er

w ah rh aft heuristische S chau bestätigend. D as lange als

F rage

d er

M edizin

vorliegende

Problem , wie die

Ü

b ersäu eru n g des Blutes u n d im S äftestro m

n u n beherrscht

w

erden k ö n n e, erw ies sich k lar u n d eindeutig als steu erb ar

ü b er

gen d er elek tro n en reich en

sel als

den

Fettstoffw echsel.

gegne ü b e r

d e n

D ie

hoch u n g esättig ten

den

B in d u n ­

S toffw ech­

S ulfhy­

F ettsäu ren w irken im

„ P se u d o sä u re n

au s

B asen

d

ry lg ru p p e n

des

E iw eißes“.

D ie

w asserstofftragende

Sulf­

h

y d ry lg ru p p e

bildet

m it

den

E lek tro n en sy stem en der

h ochungesättigten F ettsäuren A ssoziationsverbindungen,

die d en

ben,

S u b strat, E nergie leitend. D iese E iw eißstoffe weisen eine

E lek tro n en tran sp o rt im lebenden

W asserstoff, d e r ja das S aure bedingt, nicht freige­

steuern

beim

ab er

L

iebe

a u f

zu

d e n

p i-E le k tro n e n , sie w irk en „elek tro p h il“.

D

ie p i-E le k tro n e n

d ag eg en w irken a u f die

als elektrisch p o ­

sitiv

der

hoch u n g esättig ten

W asserstoffträgern

sam ten Stoffw echsel beim

au

w eglichen

F eldern, u n d den

Schw efelw asserstoff im Physik gilt heute, diese

V erhalten

Sie

A ffinität a u f zu d e r elektrom agnetischen

S o nnenstrahlen. Sie leiten diese Energie

der

M enschen. Ich b eto n e hier erneut, diese elektronenreichen

ü b er

energie

elektrom agnetischen

V ertretern der h arten

Eiw eiß.

E lektronensystem e

ihre

weisen

E nergie

geladenen

„P ro to n -W asse rsto ff-K o m p le x e “ in Eiw eiß

L iebe

zw ischen

den

E le k tro n en

F ettsäu ren u n d d en schw efelhaltigen

beherrscht

in

seiner

Flexibilität

d en

ge­

M enschen. Alle M e m b ra n en sind

P artnerschaft

zw ischen

den

leicht

be­

e n , a u fg e b a u t a u s d e r S o n n e n -

„ p ro to p h il“.

D iese

fg eb au t

m it

aus

dieser

E le k tro n en sy stem

ihren

M aterie, dem

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hochungesättigten Fettsäuren gelten in der Wissenschaft heute als lebensnotwendig für den Menschen. Die Pflanzen können diese in der Fotosynthese aufbauen, nicht die M en­ schen !

Diese pi-Elektronensysteme der Doppelbindungen in Fett­ säuren beherrschen die Auswahl an Sonnenenergie aus den Sonnenstrahlen. Je m ehr D oppelbindungen mit pi-Elektro­ nen in einer Fettsäurekette vorliegen, um so langwelliger ist das bei der A bsorption bevorzugte Sonnenlicht. Um so leichter geht dieses in reine Energie über im Stoffwechsel. Die roten Strahlen am Rande des Sonnenspektrum s werden besonders bevorzugt von den dreifach-ungesättigten Fett­ säuren z.B. im Leinöl. Diese bevorzugen die besonders wärm espendenden Strahlen aus dem ultraroten Bereich. Im lebenden Substrat des Menschen wird nun, wie bewie­ sen, die Sauerstoffaufnahm e und -Verwertung beherrscht von den Elektronensystem en der hochungesättigten Fett­ säuren in ihrem Zusam m enspiel mit der Sulfhydrylgruppe der Eiweißverbindungen. Die G rundlagenforschung heute weiß dies längst. D ennoch stellt m an in den wissenschaftli­ chen Veröffentlichungen fest, daß die klare Aussage a u f die an diesem Prozeß beteiligten Fette fehlt. Die Klärung der natürlichen elektronenreichen Fette in Abgrenzung von den

unter den fettigen Substanzen, ohne die

K unstprodukten