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Uwe Fengler

Die lange Strae

Ich gehe die lange Strae, ohne ein


Ziel. Gestern hatte ich noch meine
Hnde in den Hosentaschen
versteckt, war nicht bereit dem
Leben ins Gesicht zu sehen. Da steht
pltzlich die Alte, rechts von mir. Sie
hat keinen Apfel in der Hand, wirkt
wohl im Verborgenen. Sie will meine
Hnde sehen, knne ihre Linien
deuten. Ich gehe kopfschttelnd
weiter. Meine Hnde nun nicht mehr
in den Taschen. Zgernd sehe ich
mir sie im letzten Sonnenlicht an.

Und ich kann es nicht mehr finden,


das Glck der vergangenen Nacht,
einsam bin ich aufgewacht

Zum Glck kommt morgen Renate.

Uwe Fengler