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Wahl des Bundespräsidenten wird zur Pleite für Merkel

Erst im dritten Durchgang hat


Schwarz-Gelb mit 625 Stimmen
bei der Wahl für das Amt des
Bundespräsidenten eine ausrei-
chende Mehrheit für Christian
Wulff mobilisieren können. 19
Vertreterinnen und Vertreter von
Union und FDP wollten ihn er-
neut nicht wählen. Für den par-
teiübergreifenden Kandidaten
Joachim Gauck stimmten über
30 Wahlfrauen und –männer
mehr als SPD und Grüne in die
Bundesversammlung geschickt
hatten. Der SPD-Vorsitzende
Sigmar Gabriel verwies in meh-
reren Interviews darauf, dass die
Partei Die LINKE Christian Wulff
ins Amt gehoben hat.

644 Wahlfrauen und –männer


hatten Union und FDP in die
Bundesversammlung am 30.
Juni 2010 geschickt, 21 mehr
als für die absolute Mehrheit
notwendig war. Dennoch konnte
der Wulff weder im ersten noch
im zweiten Wahlgang genug Dreimal ging es für die Mitglieder der Bundesversammlung zur Wahlurne.
Stimmen für seine Wahl zum
Bundespräsidenten vereinen.
Joachim Gauck hätte bereits im „die vielen jungen Menschen", „den Beistand der Menschen“.
ersten Wahlgang eine Mehrheit die sich im Zusammenhang mit
Trotz wiederholter Appelle zur haben können. seiner Kandidatur „für Demokra- Einen Kommentar von Garrelt
Geschlossenheit stimmten in tie interessiert“ hätten. Mit ihnen, Duin, MdB zum Verhalten der
allen Wahlgängen viele Vertrete- forderte Gauck, müsse die Politik
Bei dieser Wahl des Bundesprä- Bundestagsfraktion „DIE LINKE“
rinnen und Vertreter von Schwarz weiter im Gespräch bleiben. in der Bundesversammlung und
-Gelb für den überparteilichen sidenten ist bereits im Vorfeld „Bleiben Sie, die sich der Demo-
eines ganz klar geworden: Die zum generellen Umgang mit der
Kandidaten Joachim Gauck. kratie zugewandt haben, dran“, Partei „DIE LINKE“ lesen Sie auf
Den Ausschlag für die Wahl Menschen müssten mehr an ermunterte Gauck. Dem neuen
Seite 4 dieser Ausgabe des
Christian Wulffs gaben letztlich demokratischen Prozessen betei- Bundespräsidenten gratulierte er
Newsletters.
die Wahlfrauen und Wahlmän- ligt werden. Auch der überpartei- und wünschte ihm für seine Auf-
ner der Partei Die Linke. Denn liche Kandidat selbst erinnerte an gabe im höchsten Staatsamt
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Schönredner Brüderle
Der Bundeswirtschaftsminister den vielfältigen Risiken für die
ist in seiner Regierungserklä- Konjunktur. Kein Wort zu den
rung in der letzten Woche den bedenklich gestiegenen Insol-
vielfältigen wirtschaftspoliti- venzzahlen und einer künftigen
schen Herausforderungen in Regelung der Tarifeinheit.
Europa und Deutschland nicht Wenn Antworten kommen,
gerecht geworden. Brüderle dann sind sie falsch: Ein sozial
hat versucht, die wirtschaftliche ungerechtes Sparpaket ohne
Entwicklung und das Handeln konjunkturelle Impulse sowie
der Bundesregierung schön zu angekündigte Laufzeitverlänge-
reden. Die Wirklichkeit sieht rungen bei Atomkraftwerken.
anders aus: Viele Ökonomen Und noch schlimmer: Erfolg-
sehen schon für die zweite reiche Instrumente wie das
Jahreshälfte eine Verlangsa- CO2-Gebäudesanierungspro-
mung der konjunkturellen Er- gramm werden eingedampft.
holung. Von einem selbsttra- Brüderles leerer Vortrag hat
genden Aufschwung kann also deutlich gezeigt: Die Bundesre-
keine Rede sein. gierung hat keinen großen
Plan für Deutschland und geht
Wo sind die Antworten auf die Kanzlerin drückt sich zu den G8/G20-Gipfels Stellung zu inhaltlich und personell auf dem
drängenden Probleme? Die enttäuschenden Ergebnissen des nehmen –Brüderle schweigt zu Zahnfleisch.

Die Koalition des Betrugs: Die gebrochenen Wahlversprechen von Schwarz-Gelb


Neun Monate ist Schwarz-Gelb Serie gebrochen. Deutschland wird vom Vorrei-  versprochen: Breitbandaus-
an der Macht – neun Monate ter zum Nachzügler bau - gebrochen: blindes
eines politischen Debakels ohne Merkel ohne Vertrauen, Regie-  versprochen: Finanzmarktauf- Marktvertrauen
Beispiel in der Geschichte der rung ohne Mehrheit sicht - gebrochen: Finanz-  versprochen: Durchbruch bei
Bundesrepublik. Nach der Som- Folgerichtig ist, dass noch nie- marktaufsicht abgesagt Elektromobilität - gebrochen:
merpause wird Deutschland ein mals eine neue Regierung so  Schaufensterpolitik mit der
versprochen: Anlegerschutz -
Jahr lang nicht regiert. Schwarz- schnell so dramatisch an Ver- Einrichtung einer „Nationalen
gebrochen: auf Druck der
Gelb bricht alle Negativrekorde: trauen verloren hat: Die FDP von Plattform Elektromobilität“
Lobby aufgeweicht
Mit 270 Tagen die längsten je 15 Prozent auf 5 Prozent ein- 
geführten Koalitionsverhandlun- versprochen: Gleichstellung  versprochen: Bildungsrepublik
gebrochen. Guido Westerwelle von Lebenspartnerschaften - - gebrochen: keine Partner-
gen, die noch immer ohne Er- der unbeliebteste Außenminister
gebnis sind. Führungslosigkeit, gebrochen: Benachteiligun- schaft mit den Ländern
aller Zeiten.
Chaos und Streit ohne Ende. gen bleiben bestehen  versprochen: Bologna-Prozess
Ministerrücktritt in Rekordzeit.  versprochen: Entlastung durch verbessern - gebrochen: keine
Die Beispiele für Wortbruch und Bewegung
Eine Rekordzahl von Kommissio- Gesundheitsreform - gebro-
Tatenlosigkeit sind vielfach.
nen, in denen fehlende politische
Nachfolgend eine Auswahl von
chen: steigende Beiträge für  versprochen: Elterngeld aus-
Entscheidungen auf die lange Normalverdiener weiten - gebrochen: Eltern-
Fehlleistungen und Regierungs-
Bank geschoben werden. Das  versprochen: Vermittlungsof- geld kürzen und für Arbeitslo-
versagen:
Kabinett eine Nichtregierungsor- fensive in Arbeit - gebrochen: se streichen
ganisation von Show- und An-  versprochen: Entlastung für
mittlere und untere Einkom-
Arbeitsförderung in Gefahr  versprochen: Frühkindliche
kündigungsministern, Ausweich-  versprochen: Verstetigung der Betreuung ausbauen - gebro-
künstlern und Totalausfällen. Die men- gebrochen: Die Netto-
Lüge Mittel für Arbeitsmarktpolitik - chen: Kommunen in Not,
faulste Regierung aller Zeiten, gebrochen: Einseitige Ein- Bundesregierung schweigt
die erkennbar Probleme hat, ihre  versprochen: Steuergerechtig-
keit - gebrochen: Klientelpoli-
schnitte zu Lasten von Arbeits-  versprochen: Energiekonzept -
Plenarzeit sinnvoll zu füllen, denn losen
tik und Steuerprivilegien gebrochen: Schwarz-Gelbes
noch nie gab es weniger ernst-
hafte Gesetzesinitiativen. Eine  versprochen: Missbrauch bei Atomchaos
 versprochen: Steuerhinterzie-
Kanzlerin, die sich als schwäbi- hung bekämpfen - gebro-
Zeit- und Leiharbeit eindäm-  versprochen: Erneuerbare
sche Hausfrau anpries und jetzt men - gebrochen: den Ankün- Energie ausbauen - gebro-
chen: Steuerflucht wird er-
den Titel der Schuldenkönigin digungen von der Leyens folgt chen: Gefährdung der Ener-
leichtert
von Helmut Kohl übernommen kein Handeln giewende
 versprochen: Steuervereinfa-  versprochen: Insolvenzen
hat, denn noch nie hatte die chung - gebrochen: neue
 versprochen: CO2-
Bundesrepublik eine höhere verhindern - gebrochen: In- Gebäudesanierung verbes-
Subventionen, mehr Bürokra-
Neuverschuldung. Vor allem solvenzen werden beschleu- sern - gebrochen: Halbierung
tie
aber: Schwarz-Gelb ist die Koali- nigt der Mittel
tion des politischen Betrugs,  versprochen: Finanzmarktre-  versprochen: Wachstumsför-
denn noch niemals wurden gulierung - gebrochen: Diese Aufzählung ließe sich noch
derung - gebrochen: Brems-
Wahlversprechen so dreist in spur bei Investitionen ewig weiterführen...
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Große Anfrage zum G-8- und G-20-Gipfel in Kanada


Der mit großen Erwartungen gesehen. Es steht zu befürchten, jetzt ein ehrliches und glaubwür- desregierung ist nicht fristgerecht
versehene G-20-Gipfel in Toron- dass die G-20 Staaten auf ihrem diges Eintreten der gesamten bis 23. Juni 2010 erfolgt.
to vom 26./27. Juni war eine nächsten Gipfel im November Bundesregierung für die Einfüh-
herbe Enttäuschung. Die großen abermals keine gemeinsamen rung einer europäischen Finanz- Dies zeigt uns, dass sich die
Wirtschaftsmächte haben es Positionen zur Regulierung der transaktionssteuer. Dazu muss Regierungskoalition vor dem
wieder nicht geschafft, auch nur Finanzmärkte finden. Deutschland seiner Verantwor- Gipfel nicht auf eine Position
grundlegende gemeinsame Rich- tung als größte europäische festlegen konnte und dass es ihr
tungsentscheidungen für die Vor diesem ernüchternden Hin- Volkswirtschaft gerecht werden bei der Umsetzung der internati-
globale Finanzbranche zu verein- tergrund erwartet die SPD- und nicht nur Forderungen for- onalen Abstimmungen an der
baren. Bundestagsfraktion jetzt, dass die mulieren, sondern endlich ein notwendigen Intensität fehlt. Wir
Bundeskanzlerin Merkel ihre wirksames Konzept auf den Tisch haben deshalb im Bundestag am
Weder in der Frage einer Finanz- Ankündigung, zusammen mit legen. 2. Juli nochmals eine Debatte zu
transaktionssteuer noch in der Frankreichs Staatspräsident Sar- dem Thema geführt und die
Frage einer Bankenabgabe hat kozy eine europäische Finanz- Im Vorfeld des G-8- und G-20- Bundesregierung aufgefordert,
der Gipfel verbindliche Beschlüs- transaktionssteuer einzuführen, Gipfels hatten wir die Bundesre- die Konsequenzen, die sie aus
se gefasst. Die Beteiligung der zügig umsetzt. Die Steuerzahler gierung mit einer Großen Anfra- den Ergebnissen der Gipfels
Verursacher an den Kosten der haben keine Zeit zu verlieren, die ge aufgefordert, zur Umsetzung zieht, zu benennen. Es ist nicht
Krise ist erneut in die ferne Zu- Banken und Finanzakteure wirk- der Gipfelergebnisse des letzten hinnehmbar, dass die Kanzlerin
kunft verschoben worden. Statt sam an den Kosten der Krise zu Jahres im Bereich der Wirtschafts bei zentralen politischen Fragen
entschlossen zu handeln, haben beteiligen. Statt erneuter bloßer - und Finanzpolitik Stellung zu eine immer kraftlosere und an-
wir in Toronto eine Vertagung Lippenbekenntnisse durch die nehmen. Die Antwort der Bun- spruchslosere Haltung annimmt..
auf den Sankt-Nimmerleins-Tag Bundeskanzlerin brauchen wir

Sommerfest der Landesvertretung Niedersachsen

Sommerliches Heimspiel: Trafen sich bei strahlender Sonne auf dem Sommerfest der Vertretung des Landes Nieder-
sachsen beim Bund in den Berliner Ministergärten (von links): Wiard Siebels, MdL, Garrelt Duin, Heiner Bartling,
MdL, Hanne Modder, MdL und der ehemalige Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages Reinhold Robbe.
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Die Linkspartei und ihr langer Schatten


Die Linkspartei hat in den ver- durch Enthaltungen indirekte überzeugend das Argument ent- zeigt, wie es um die Linke in den
gangenen Jahren einiges an Unterstützung der Linken für den kräften können, Gaucks ent- westlichen Bundesländern be-
Metamorphosen durchgemacht. schwarz-gelben Kandidaten schiedener Kampf als Chef der stellt ist. Die Linke stellt ein Sam-
Zumindest erweckt sie an der Christian Wulff – und das frühe Stasi-Unterlagenbehörde sei melbecken dar für alle, die den
Oberfläche den Eindruck. In Ende der Sondierungsgespräche nicht doch der wahre Grund. langen Schatten ihrer Vergan-
ihrem Selbstverständnis ist die nach der Landtagswahl in NRW genheit ebenfalls nicht loswer-
Linkspartei heute die wahre Sozi- zeigen, wie sehr sich die Links- Die Linkspartei hat am 30. Juni den: Trotzkisten, Spartakisten, K-
aldemokratie, die einzige Kraft in partei nachwievor im langen 2010 bewiesen, dass sie auch Gruppen, Sektierer. Lernfähigkeit
Deutschland, die für soziale Ge- Schatten ihrer Vergangenheit nach 20 Jahren noch nicht in der und Innovationswille gleich null.
rechtigkeit und gegen Krieg ist – befindet. Bundesrepublik und auf dem Mit einem solchen Haufen ist
und das nicht erst seitdem Oskar Boden der freiheitlich- kein (demokratischer) Staat zu
Lafontaine eine nun zu Ende Zuerst zu Gauck. Unisono haben demokratischen Grundordnung machen – und erst Recht keine
gehende tragende Rolle über- die Führungsköpfe der Linken angekommen ist. Die weiter stabile Regierungskoalition.
nommen und in der Linkspartei gebetsmühlenartig wiederholt, bestehende Rücksicht auf alte
seine schmutzige SPD-Wäsche zu Gauck stehe für Krieg und sozia- Kader der SED macht eine Zu-
waschen versucht hat. le Ungerechtigkeit, weil er den sammenarbeit mit den Linken auf Wir als Sozialdemokraten tun gut
Bundeswehreinsatz in Afghanis- Bundesebene weiterhin unmög- daran uns genau anzusehen, mit
tan nicht ablehne und Gerhard lich, denn der zentrale sozialde- wem wir uns einlassen. Das Ver-
Unter der Oberfläche jedoch Schröders Sozialreformen gelobt mokratische Grundwert der Frei- halten der Linkspartei in den
sind die Metamorphosen der habe. Beide Punkte zeigen die heit hat sich in der Linken offen- letzten Wochen hat sie als Part-
Linkspartei weitaus kleiner als die Realitätsferne der Linken. Einem bar bis heute nicht herumgespro- ner nicht attraktiver gemacht. Im
Öffentlichkeit glauben soll. Die Pfarrer und Freiheitskämpfer wie chen. Gegenteil: Die SPD kann kein
Ablehnung von Joachim Gauck Joachim Gauck Kriegslüsternheit Interesse daran haben, dass die
als Kandidaten für das Bundes- und soziale Kälte vorzuwerfen, ist Noch kurz zu NRW. Die Gesprä- dunklen Schatten der Linken
präsidentenamt bis in den dritten schlichtweg absurd. Stattdessen che nach der Landtagswahl ha- auch auf uns zurückfallen.
Wahlgang – und damit eine hat niemand in der Linkspartei ben in bestürzender Weise ge-

Julia Ebert wird professioneller Werder-Fan


Abschied im Berliner Werder will einen weiteren
Abgeordnetenbüro von Schritt auf die Fans zugehen.
Garrelt Duin: Julia Ebert, Dabei wollen wir gerade
die seit 2005 als wissen- auch die weiter abgelegenen
schaftliche Referentin Anhänger in unsere Arbeit
dort tätig war, verlässt einbinden“, beschreibt Julia
zum 31. Juli das Büro ihre neue Tätigkeit. „Wer
und geht zurück in ihre weiß, vielleicht treffe ich ja
Heimat Bremen. Zum 1. den einen oder die andere in
August übernimmt sie meiner neuen Funktion wie-
die Leitung der Abteilung der.“ Ein weiterer Schwer-
Fanbetreuung beim SV punkt wird das Engagement
Werder. des SV Werder im Bereich
Anti-Diskriminierung sein.
„Als Werder-Fan von
klein auf geht da schon Garrelt Duin bedauert den
so etwas wie ein Traum Weggang von Julia Ebert:
in Erfüllung“, so Julia. „Auch wenn es ja der falsche
„Mir haben die letzten Verein ist, so kann ich ihren
fünf Jahre großen Spaß Entschluss verstehen. Es hat
gemacht. Die politische Julia Ebert verlässt Berlin. viel Spaß gemacht, mit ihr zu
Arbeit in der Hauptstadt arbeiten.“
und im Wahlkreis war immer rung.“ In ihrer Freizeit war Julia Zu ihren neuen Aufgaben wird es
interessant. Ich habe viele neue unter anderem im Berliner Wer- gehören, mit einem Team den
Leute kennenlernen dürfen und der-Fanclub „Fischmob Berlin“ Kontakt zwischen dem SV Wer- Derweil gibt es im Berliner Büro
werde dementsprechend viele als Vorstandsmitglied aktiv – so der und seinen Fanclubs in ganz bereits personelle Verstärkung,
Leute vermissen. Der Abschied entstand auch der Kontakt zur Deutschland zu intensivieren und die in der nächsten Ausgabe des
fällt mir schwer. Aber ich freue Bremer Vereinsführung. die Bindung zwischen Verein und Newsletters nach der Sommer-
mich auf die neue Herausforde- Fans weiter zu stärken. „Der SV pause vorgestellt wird.
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Kommunen in Finanznot -Weniger Leistungen bei steigenden Gebühren


In dieser Woche hat die Bundes- mes Maßnahmenpaket auflegen. die zu weiteren Belastungen der Freien Berufe in die Steu-
regierung in der „Gemeinde- Der Rettungsschirm muss kurz- der Kommunen führen wür- erpflicht;
finanzkommission“ über die Ab- fristig folgende Maßnahmen den, sind zu stoppen.
schaffung der Gewerbesteuer, umfassen:  wir brauchen qualifizierte und
der Haupteinnahmequelle der Mittel- und langfristig sind fol- rechtlich abgesicherte Anhö-
Kommunen beraten. Die kom-  Die Bundesregierung muss gende Maßnahmen erforderlich: rungsrechte für die Kommu-
munalen Spitzenverbände weh- dafür sorgen, dass die Kom- nalen Spitzenverbände im
ren sich massiv gegen diesen munen eine vollständige  bei bundesgesetzlichen Rege- Deutschen Bundestag bei
Kompensation für ihre durch lungen mit finanziellen Aus- allen Gesetzgebungsverfah-
Angriff auf ihre Handlungsfähig-
das Wachstumsbeschleuni- wirkungen auf die Kommunen ren, die kommunale Belange
keit. Auch viele Länder reagieren
gungsgesetz entstandenen ist eine ausreichende und berühren.
mit Skepsis. Angela Merkel hat
Einnahmeausfälle von 1,6 dauerhafte Finanzierung si-
noch im Wahlkampf 2009 eine
Milliarden Euro pro Jahr er- cherzustellen;
Garantie der Gewerbesteuer
versprochen. Jetzt steht sie erneut halten.
 die Gewerbesteuer als wich- Und es muss klar sein: Die Län-
vor einem schweren Wortbruch. tigste Einnahmequelle der der müssen ihre Verpflichtung zu
 Zur kurzfristigen Stabilisierung
Kommunen ist wieder zu sta- einer auskömmlichen Finanzie-
Unsere Position: Wir fordern der Finanzlage der Kommu-
bilisieren - dies soll auf der rung der Kommunen erfüllen.
einen Rettungsschirm für die nen muss der Bund befristet
Grundlage des so genannten Während einige Länder gezielte
Kommunen auf zwei Jahre seine Beteili-
Kommunalmodells durch eine Hilfen für Kommunen in extremer
gung an den Kosten der Un-
Vor dem Hintergrund der ruinö- Verbreiterung der Bemes- Haushaltsnotlage gewähren und
terkunft um drei Prozentpunk-
sen Finanzlage der Kommunen sungsgrundlage erfolgen. die Mittel des kommunalen Fi-
te, rund 400 Millionen Euro
hat die SPD bereits im Februar Dazu gehört die Zurücknah- nanzausgleichs verstetigen, ver-
anheben.
dieses Jahres einen Rettungs- me der Kürzungen bei der weigern insbesondere schwarz-
schirm für Kommunen gefordert.  Alle von der schwarz-gelben Hinzurechnung von Mieten, gelb regierte Länder den Kom-
Bund und Länder müssen für die Koalition beabsichtigten Vor- Pachten, Leasing und Facto- munen die dringend erforderli-
Kommunen ein kurzfristig wirksa- haben für Steuersenkungen, ring sowie die Einbeziehung che Hilfe.

Spruch der Woche

„SOMMER!“

Impressum
Besuch aus Serbien beendet
Nach vier Monaten heißt es für Nikola Tica, Berlin auf Wiedersehen zu sagen. Vier Monate lang Büro Garrelt Duin, MdB
war der 27-jährige gebürtige Belgrader als Stipendiat des Internationalen Parlaments- Platz der Republik 1
Stipendiums (IPS) 2010 im Büro von Garrelt Duin tätig. „Ich habe viele interessante Einblicke in
die Arbeit des Deutschen Bundestages erhalten“, so Nikola. „Die jahrzehntelange Erfahrung mit 11011 Berlin
demokratischen Prozessen in etablierten Strukturen wird hier überall deutlich.“ Nach seiner Tel.: 030 - 227 - 70145
Rückkehr nach Belgrad wird Nikola sein Jurastudium fortsetzen. Vor der Teilnahme am IPS- Fax: 030 - 227 - 76445
Stipendium, das unter anderem vom Deutschen Akademischen Austauschdienst organisiert wird,
war Nikola unter anderem in der kostenlosen Rechtsberatung für Flüchtlinge des UNHCR tätig. garrelt.duin@bundestag.de
www.garreltduin.de