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Peter Eder Verlag

Ich habe diesen Verlag gegründet um ausgewählte, ungekürzte Literatur in Form von
Hörbüchern herzustellen und zu vertreiben. Wir – der Sprecher und ich - geben uns die
allergrößte Mühe um möglichst alle paar Wochen einen neuen Titel anbieten zu können.
Zudem werden die bei der Hörbuchproduktion errungenen Erfahrungen, in einem
Informationsprofil, regelmäßig veröffentlicht (Firmennamen googeln).

Bei der technischen Ausstattung war nur das beste Equipment gut genug. Und für den Fall
eines Hörbuchverlages ist es auch möglich, sich dieses zu leisten. Denn im Gegensatz zum
Musikstudio, wo viele Audio-Spuren zu bearbeiten sind, muss man beim reinen Sprachstudio
nur eine Audio-Spur bearbeiten.

Alle Hörbücher sind nach intensiver Suche, nach Zeitaufwendigen eruieren mehrerer Skripts,
nach bestem Wissen entstanden. Sollten irrtümlich urheberrechtlich geschützte Texte
verwendet worden sein, so bitte ich, man möge sich bei mir zu melden.

Die Überlegung Bücher vorzulesen zündet in dem Gedanken, dass wir immer weniger Zeit
haben. Wir gehen arbeiten und nach einem langen Tag kommt nur noch die reine Müdigkeit
nach Hause, und dann hat der Fernseher meist die besten Argumente. Die nette Erfindung
des Hörbuchs, ermöglicht es uns die tristen Zeiten besser zu überstehen: bei der Arbeit (für
manche), beim Arbeitsweg, bei der Hausarbeit, beim Sport.

>>Bedeutung von Literatur? Jedes gute Buch ist, wie eine wunderschöne Frau die niemals
altert und, wenn sie doch einmal farblos wird, jederzeit gewechselt werden kann!<<
G.S.Bolkonskij

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Hörlesen!


Fragen und Antworten

Wieso überhaupt einen Eigen-Hörbuch-Verlag Welche Utensilien sind unabdingbar?


betreiben?
Gibt es weiterführende Sachbücher?
Welche Texte darf man verwenden?
Welche Tonqualität kann man erreichen?
Wo bekommt man das nötige Equipment?
Die richtige Ton-Sprachqualität?
Wie lange dauert es, ein Hörbuch aufzunehmen?
Wie trifft man die richtige Lautstärke?
Braucht man eine Sprecherausbildung?
Wie pegelt man ein Mikrofon ein?
 Kakanische Staatsschule
 Utopische Staatsschule Wie arbeitet man mit einem hochempfindlichen
Mikrofon?
Was ist eigentlich MP3?
Wie wird der Equalizer richtig eingestellt?
Wie ist es mit der Luftfeuchtigkeit?
Welche Software ist sinnvoll?
Audio-CD gegen MP3-CD – welches Medium ist
besser? Wichtige technische Parameter?

Wie hört man am besten ein Hörbuch?  En-Voice MKII


 Mynx (XR 627, XR 418)
 RME Fireface
Wieso eigentlich Bücher hören und nicht lesen?
 Focusrite ISA One
 Software
Wieso werden so viele gekürzte Hörbücher  PlugIns
produziert?  Aktuell bevorzugte Plug-in-Aufstellung
 Arbeitsablauf
 Protokoll
Wie viel muss man eigentlich in ein eigenes
Tonstudio investieren? Kann man vom eigenen Hörbuch-Verlag leben?

Wie kommt das Gesprochene auf die CD?

Peter Eder Verlag - Wegweiser

Der Arbeitsplatz – Studio für Hörbuchaufnahmen

Arbeitsablauf „in extenso“

Equipment - Hörbuchproduktion

Technikvergleich (Hörbuch)

Die zweigeteilte Produktion

Tests – MP3 Player, Kopfhörer

Bestandsliste – Peter Eder Verlag

Linkpartner – Sprecher, Tonmeister, Editoren, Verleger

(Die neusten Innovationen gibt es nur auf der Hauptseite - 13.07.2010)


Frage: Wieso überhaupt einen Eigen-Hörbuch-Verlag betreiben?

1. Wegen der vielen gekürzten Hörbücher.


2. Wegen der künstlerischen Freiheit.
3. Wegen der Ehre einen neuen Berufszweig zu gründen.
4. Kampf gegen staatlich organisiertes Desinteresse.
5. Kampf den Drogen - dem Soma - dem Fernsehen.
6. Wegen des zurzeit so beliebten Wechsels.
7. Die Gründung eines eignen Fernsehsenders.
8. Weil jeder Mensch irgendeinen Halt braucht.
9. Weil ich den Zaun nicht allein streichen kann.

10.

Jedenfalls sollte man sich diese utopische Welt-Idee vorher gut überlegen - denn viel
Rückenwind ist nicht zu erwarten. Überhaupt kann davon ausgegangen werden, dass bevor
der Rubel rollt, einen alle nur mit Hohn und Spott (Neid) betrachten. Es wird mit Sicherheit
der eine oder andere verbale Mordversuch im hauseigenen Postkasten des mutigen Akteurs
landen. Ja, sogar die eigenen Freunde werden wackeln, und am Ende, die Dreistigkeit eines
solchen Versuches, hart bestrafen. Doch diese plumpen Anstrengungen sind nur als Dünger
zu werten; ist der Rücken einmal vollgepflastert mit Messern, so ist kein Platz mehr für Neue.
Der Mensch wird nun ein Mal in eine Schublade hineingeboren, hineingezwängt, aus der er
keinesfalls herauskriechen darf. Aber, für alle jene die sich trauten unsere Welt anzusehen,
und noch leben! - kann diese Arbeit zum Lebenselixier werden.
Frage: Welche Texte darf man verwenden?

Das Urheberrecht entsteht mit dem Werk selbst und endet 70 Jahre nach dem Tod des
Urhebers. Bei übersetzten Werken gilt der Sprachexperte als Künstler und somit als
Urheber. Wenn nicht sicher ist, ob ein Werk schon benützt werden kann, einfach anfügen:
kein Urheber gefunden, bitte melden (natürlich nur, wenn wirklich kein Urheber gefunden
wurde!). Es gibt genügend Werke, die auf eine Vertonung warten und schon (lange) frei sind.

Ist erst ein gewisses Niveau, bei der Hörbuchproduktion, erreicht, so werden auch namhafte
Verlage, Interesse bekunden, eine Vertonung durchführen zu lassen. In dieser Idee steckt
nämlich sehr viel Potenzial; denn ein Budget einer professionelle Hörbuchproduktion mit all
ihren Beteiligten (Sprecher, Regisseur, Tonmeister, Schnitt, Mastering) kann schnell
hunderttausend Euro verschlingen. Ich hörte von einer „Harry Potter“ Produktion die eine
halbe Million verschlang!

Also brav arbeiten, und sich einen Namen machen.

Frage: Wo bekommt man das nötige Equipment?

Hauptsächlich im Internet! Ich habe kein einziges Musikfachgeschäft selbst betreten. Nach
den üblichen Verdächtigen „eBay“ und „Amazon“ ist vor allem der Musikversand „Thomann“
zu nennen.

Über Suchmaschinen (google, Yahoo, etc.) kann das nötige Fachwissen gesucht und
gefunden werden. Am meisten zählt aber die eigene empirische Erfahrung – die wiederum in
regelmäßigen Spannen, im Internet veröffentlicht werden sollte; denn gute und neue Ideen
benötigen viel Nahrung für ihre Entfaltung.

Frage: Wie lange dauert es, ein Hörbuch aufzunehmen?

Zwei bis drei Wochen für ein Bühnenstück und fünf bis sechs Wochen für ein
dreihundertseitiges Buch. Diese Zeitangabe ist natürlich, nur für eine durchgehende Arbeit
berechnet. Wird der Verlag nebenberuflich geführt, verschlingt die Produktion mehr Zeit.
Eine Hörbuchproduktion ist sehr Komplex: Textsichtung, Aufnahme, Schnitt, Mastering,
Design, Verkaufsvorbereitung, Verkauf. Außerdem sollte unbedingt professionell gearbeitet
werden. Der Hörer bemerkt sofort, wenn der Text, dem Sprecher nicht im Herze sitzt.

Frage: Braucht man eine Sprecherausbildung?

Nach meiner Meinung nicht. Von Shakespeare, Goethe, Schiller, etc. lernt man viel mehr
und viel schneller als von unseren gewöhnlichen Staats-Schul-Lehrern (verbeamtete
Subjekte im Schatten richtiger Lehrer). Lehrer die dies lesen, sind im Übrigen nicht gemeint:
„Staats-Schul-Lehrer“ lesen in ihrer Freizeit eher weniger.


Wie bitte?!

Denken wir dabei doch an William Shakespeare. Er wurde wahrscheinlich direkt in seinem
Heimatdorf von einer vorbeiziehenden Theatertruppe rekrutiert. Diese, weil sie in London,
wegen der Pest, nicht agieren konnte und logischerweise nicht voll besetzt war nahm den
ehemüden Shakespeare gerne auf. In einer praktischen Ausbildungszeit von 7 Jahren, wo er
als Lehrling nur Frauenrollen spielen durfte (damals so üblich), erarbeitete er sich schön
langsam das nötige Können um die Welt grundlegend zu verändern (nach meiner Meinung).

Zweiunddreißig Jahre nach dessen Tod wurde zum ersten Mal in der
Menschheitsgeschichte, ein König, wegen seiner Machtansprüche [Wahn], von den
„Seinigen“ (dem englischen Parlament), als Erstes im Krieg besiegt und darnach seiner
verdienten Strafe zugeführt - Karl I. (Charles I.) stieg völlig fassungslos auf das Schafott und
wurde durch einen einzigen Hieb vom Leben befreit.

So ein Fortschritt ist aber nur möglich, wenn es einer gewissen Masse von Menschen
ermöglicht wird, selbstständig und autonom zu denken. Und da dieses, in unseren
kapitalistischen Staatsschulen nicht möglich ist, weil dort ausschließlich Roboter erzeugt
werden, müssen wir uns selbst bilden und autodidaktisch lernen.

Kakanische Staatsschule

Die kakanische Staatsschule funktioniert nämlich, wie alle kapitalistischen Staatsschulen,


nach dem symbiotischen Dreiecksystem. Man stelle sich geistig ein rechtwinkliges Dreieck
vor, wobei jede Ecke mit einer Rolle oder Person besetzt ist. Auf der Königsposition, der
Spitze, sitzt, unerfahren, aber am lebendigsten, das wissensdurstige Kind. Die beiden
fundamentalen Ecken sind mit den, zum Teil schon hoffnungslos zerstörten, sogenannten
Erwachsenen besetzt: den Lehrern und den Eltern.

Dies ist eine Zeichnung! (keine genaue geometrische Abbildung)


Das Kind wird nun, vor allem in den ersten Jahren (Volksschule), von den ihm vorgesetzten
Lehrern (Eltern und Lehrer), unterrichtet; die späteren Jahre (Hauptschule, Mittelschule,
Gymnasium) sind dann nicht mehr zu betrachten, denn da ist das Kind entweder schon Tod
oder es unterrichtet sich schon selbst. Der Unterricht wird in erster Linie von den Eltern
geführt, die sich, obwohl nicht dafür ausgebildet, abmühen ihrem Kind, das von dem
Schullehrer Vorgetragene, verständlich zu machen. Die Lehrer nämlich, sind nur, sehr
schlecht ausgebildete Staatsbeamte, die ein mühsam erlerntes Minimum an Stoff, vom
Katheder, auf die Kinder herunterposaunen. Bei einer solchen Lehrmethode kommen
logischerweise nur die Roboterhaften weiter; diejenigen, die nach dem Kern einer Frage
suchen, den staatlich festgelegten Stoff hinterfragen, werden rigoros zerstört – denn so ein
schlechtes System funktioniert nur durch eine sehr hohe Autorität des Lehrers, der
andernfalls von den Kindern einfach aus der Klasse gejagt würde.

Die „Wissenskathete b“ verschiebt sich daher, je nach der pekuniären Lage der Eltern und
der Region, wo das Kind aufwächst, in die Last-Richtung der Eltern. Auch werden diese
Lehrmethoden logischerweise, in einer am Fernsehen und Alkohol orientierten Gesellschaft,
nicht besser. Können sie auch gar nicht! Vielleicht würde sich die kakanische Staatsschule
von selbst stabilisieren, wenn es ein autodidaktisches Pflichtfach geben würde, wie Literatur
(Literatur, Musik, etc.). Doch Bücher sucht man in der kakanischen Schule vergebens; dafür
gibt es Fernseh- und Videoräume.

Ist dieser „Kinderparkplatz“ ein Zufallsprodukt? Ist es möglich, dass diese


menschenunwürdige kakanische Staatsinstitution, aus reiner Faulheit und Insuffizienz
entstanden ist? Ist es gar möglich, dass sie gewollt ist? - Ein Schulsystem, wo nur die
Roboterhaften (devot, gehorchend, knechtisch, untertänig) gefördert werden, ist für einen
konservativen Staat natürlicherweise geradezu ideal. In einem Staat, wo nichts, oder sehr
wenig weiter gehen soll, braucht man solche Menschen, die nach dem „Warum“, erst gar
nicht fragen. Doch die Folgen sind verheerend! Die kakanischen Beamten, kakanischen
Bürger, kakanischen Angestellten, kakanischen Arbeiter machen nämlich alles, was man
ihnen sagt, ohne widerrede, ohne nachzudenken. In der Folge ziehen sich regelmäßige
scheußliche Skandale (Bankenpleiten, Ministerpannen, Staatskrisen, Wirtschaftskrisen)
durch das ganze kakanische Staatsgefüge. Diese Skandale konnten nur groß werden, weil
als sie klein waren, sich niemand traute (lehrerische Autorität) etwas zu sagen.

Eine Frechheit, für die Defizite des kakanischen Staates, die armen Lehrer verantwortlich zu
machen. Die, im Kaffeehaus immer so netten, gewandten Mitbürger, sind sicher nicht schuld.
– Bei ihnen beginnt die allgemeine Erziehung! Die Eltern bemühen sich nach Kräften, neben
Arbeit, Arbeitslosigkeit und Unglück; die Lehrer werden „bezahlt“, einen guten Job zu
machen.

Listen wir ein paar lehrerische Todsünden der kakanischen Staatsschule kurz auf: Die
zukünftigen Lehrer werden nur kurz und dilettantisch ausgebildet; werden von Kakanien mit
dem Titel „Lehrer“ geschmückt, obwohl sie sehr oft, nur den Titel „Aufsichtsperson“
verdienen; müssen sich darnach nicht weiterbilden; werden nach Dienstjahren bezahlt;
unterrichten im bequemen aber zerstörerischen autoritären Stil; sind quasi unkündbar
(Beamtenstatus) und daher völlig reformunwillig.

Wohl bekomms!
Utopische Staatsschule

Ständig nur zu kritisieren ist natürlich auch nicht recht. So versuche ich eine utopische
Schule zu schaffen, die zwar möglich ist, aber von der kakanischen Politik niemals injiziert
werden wird. Diese agiert nämlich, nach einer Menschheitsaufteilung, die sich schlichtweg
unmenschlich und archaisch gebärdet, und die von George Orwell trefflichst beschrieben
worden ist:

>>Von Anbeginn der geschichtlichen Überlieferung und wahrscheinlich seit dem Ende des
Steinzeitalters gab es auf der Welt drei Arten von Menschen: die Oberen, die Mittleren und
die Unteren. ... Die Ziele dieser drei Gruppen sind absolut unvereinbar. Das Ziel der Oberen
ist es, dort zu bleiben, wo sie sind. Das Ziel der Mittleren, mit den Oberen den Platz zu
tauschen. Das Ziel der Unteren, sofern sie überhaupt eines haben - denn es ist ein
bleibendes Charakteristikum der Unteren, dass sie von der Plackerei zu ausgelaugt sind, um
öfter als nur sporadisch etwas Interesse zu zeigen, das außerhalb ihres Alltagslebens liegt -
ist es, alle Unterschiede abzuschaffen und eine Gesellschaft zu errichten, in der alle
Menschen gleich sein sollen. <<

Was der kakanische Staat in erster Linie glaubt, beanspruchen zu können, ist ein
Pyramidenspiel, mit einem breiten FUNDAMENT. Und warum sollte dieses denn lesen
können?!

In einer utopischen Staatsschule zeichnet sich das „Schuldreieck“ etwas anders. Der
„Wissenskatheter a“ bestimmt hier nämlich, beinahe den ganzen Ausbildungsweg des
Kindes.

Dies ist eine Zeichnung! (keine genaue geometrische Abbildung)

Die Eltern werden, durch die absolute Professionalität des Lehrers, völlig aus der
schulischen Entwicklung ihres Kindes herausgenommen. Nicht diktatorisch! Es wird ihnen
lediglich gezeigt, das ihr Kind in der Staatsschule gut aufgehoben ist, und jedwedes
Vorlernen völlig sinnlos ist (wenn ein Kind, einen außerschulischen Vorsprung mitbringt, wird
es einfach als Hilfslehrer eingesetzt – bei einer außergewöhnlichen Begabung kann es die
Klasse überspringen). Durch die bösen Erfahrungen archaischer Zeiten werden in der neuen
Staatsschule, nicht mehr nur ganz grob Staats-Klassen (Dutzendlinge) erzeugt, sondern,
jedes Kind wird individuell, menschbildend betreut.

Diese absolute Professionalität wird durch eine eigene Lehrerschule, in der alle Lehrer für
alle möglichen Schularten (in die Staatsgelder fließen) ausgebildet und weitergebildet
werden, gewährleistet. Diese Aus- und Weiterbildung wird auch ernst genommen, denn
durch sie werden die Gehälter geregelt. Das Lehrerleben beginnt mit der Bonitierung in
Könnens-Stufen (1-10), wobei die Lehrer der unteren Stufen logischerweise, weil diese nur
an ihre Weiterbildung denken sollen, sehr wenig Lohn bekommen; was aber mit einer
Voraussicht auf die Oberen Gehälter ausgeglichen wird – denn professionelle
Staatsschullehrer werden natürlich fürstlich entlohnt. Solche Könnens-Stufen werden durch
zwei schulische Wegpunkte berechnet: erstens, die Einstufung in der Lehrerschule und
zweitens, durch die erreichten Klassen-Noten bei den abschließenden, von unabhängigen
Lehrern durchgeführten, Jahrestests. Lehrer, die zu lange in den unteren Stufen (in denen
sich nur junge und neue Lehrkräfte aufhalten) verweilen, werden Freigesetz. In diesem
System gibt es keinen zerstörerischen Beamtenstatus!

Eine solche Art der Menschbildung baut soviel Druck ab, dass alle glücklicher sind: Die
Eltern können ein eigenes Leben führen; die Lehrer sind endlich wieder, richtig ehrenvoll
angesehene Mitbürger; und die Kinder bekommen ohne Ausnahme, eine gute Bildung. So
können auch die hart arbeitenden Menschen, der dann ausgestorben „unteren Schicht“, fast
sorglos Kinder in die Welt setzen. Das kakanische Wien-Hietzing Modell ist dann obsolet.

Natürlich kostet eine solche Schule, etwas mehr als die Jetzige – mehr als das Doppelte
aber sicher nicht! Ein oder zwei, zusätzlich, in die Bildung investierte Milliarden (jährlich),
schaden nicht nur nicht, sondern amortisieren – das nötige Geld wird einfach im Geiste
schon vorberechnet: durch die dann nicht mehr oder weniger auftretenden Skandale - sich
spätestens nach zehn Jahren. Und erst der Werbewert! Wenn die ganze Welt nach Kakanien
blickt und sieht, dass es einmal, nur ein einziges Mal, keine Scheußlichkeit ausgelöst hat.

Eine kurze Leistungsgegenüberstellung (Staatsschule Kakanisch und Utopisch)

 Kurze dilettantische Ausbildung  Kurze professionelle und praktische


(Pädagogische Akademie oder Ausbildung (Lehrerschule)
Universität)  Lebenslange verpflichtende Weiterbildung
 Keine Weiterbildung (Ferien) (Lehrerschule)
 Keine stoffliche Weiterentwicklung  Ständige stoffliche Weiterentwicklung
 Bezahlung nach Dienstjahren  Bezahlung nach Können (von wenig bis
(durchschnittlich) viel)
 Unkündbar  Kündbar
 Reformunwillig  Reformwillig
 Statisch  Dynamisch
 Säule der Wirtshauskultur  Säule der Menschheit
Kakanien eine solche Schule aufzuzwingen ist sicher nicht leicht. Denn alle politischen
Parteien in Kakanien sind mehr oder weniger, reine Pufferzonenverteidiger. Sie sind schon
sehr zufrieden, wenn alles so ist, wie es gestern war. Und jeder Reformversuch ist
gleichbedeutend mit einem Selbstmordversuch. Denn mit ihren staatlichen Medien
kontrollieren die Politiker ihre kakanischen Bürger mit relativer Sicherheit.

Ein möglicher Weg der Entstehung wäre vielleicht einer, der objektiv und naiv betrachtet,
auch der Einfachste und Schnellste wäre. Paradoxerweise liegt es nämlich gerade in den
Händen derer, die die kakanische Schule so stur stützen: den Lehrern selbst! Wenn diese
Lehrer, weil sie doch selbst am besten Wissen, dass die kakanische Schule nur ein besserer
„Kinderparkplatz“ ist, einfach, geschlossen auf die Straßen gehen und vom kakanischen
Staat eine ehrenvolle Art der Menschenbildung fordern würden – so könnte sich, auch dieser
Staat, nicht wehren!

Würde Kakanien auch nur annähernd eine Schule dieser Art besitzen, dann würde es sich
die eine oder andere ausländerfeindliche Partei gespart haben. Die Kakanier wären dann
nämlich, noch selbst sehr reproduktionsfreudig (was bitte nicht als Ausländerfeindlichkeit
verstanden werden soll).

Nach meiner Meinung wird es eine solche Schule aber leider, niemals geben.

P. S. Meine schlechte Darstellung von „Staats-Schul-Lehrern“ sehe ich nur als Anzeige
gegen unbekannt. Im gesellschaftlichen Umgang mit Menschen ist Toleranz angesagt.
Daher würde ich im Verkehr mit Menschen, ganz sicher nicht auf die Lehrer schimpfen. Denn
auch für die schlechten Lehrer ist das Leben hart genug – wie für alle anderen auch! Meinem
Verlag jedoch muss ich eine Aura des Aufbruchs geben, einen Aufbruch ins Utopische: eine
Welt, wo man gute und schlechte Lehrer selektiert, und die Schlechten vom Katheder
herunterstößt und nach Kakanien schickt.
Frage:Was ist eigentlich MP3?

„Ein Standard der Datenkompression für Musikdaten" - so steht´s im Duden. Der Vorteil von
MP3 ist, das man die Audio-Daten von 10 CDs, bei gleicher Qualität (Sprachaufnahmen), auf
eine CD bekommt: Eine MP3 CD kann ein gesprochenes Buch mit 300 Seiten aufnehmen.

Obwohl heutzutage annähernd jedes CD-Laufwerk (alle Computer sowieso) das MP3-
Format abspielt, empfehle ich beim Gebrauch, die ausschließliche Nutzung mit MP3-Playern.
Wer die Zeit hat, um sich ein Hörbuch auf einer Stereo HiFi Musikanlage anzuhören, kann
auch gleich zum Buch greifen.

Frage: Wie ist es mit der Luftfeuchtigkeit?

In der Umgebung, wo ein Sprecher lebt und arbeitet, sollte eine Luftfeuchtigkeit von 50% (+-
5) vorherrschen. Nun sind meine Verlagsräume in einem Neubau, mit dem [angeblich] gut
durchdachten Dämmkonzept (Energie sparen - Heizung), untergebracht. Das Problem dieser
Bauweise ist nun, dass nicht nur die Temperatur gespeichert wird, sondern auch die
Luftfeuchtigkeit. Als Konzept dagegen schlagen die „Planer“ vor, dass regelmäßig gelüftet
werden sollte. Nun, ich bin nicht das Eigentum meines Eigentums! – oder, ich versuche es
nicht zu sein. Stündlich zu lüften kommt für mich (da ich keine Diener habe), nicht in Frage.
Deshalb habe ich mir einen Luftentfeuchter der Firma Duracraft besorgt. Er temperiert meine
Arbeitsräume rund um die Uhr. Meinem Sprecher habe ich ebenfalls so ein Gerät beschafft –
jetzt ist sein chronisch auftretender Schnupfen auch weg.

Frage: CD gegen MP3 CD – welches Medium ist besser?

Handelt es sich bei der Sprachaufnahme nur um ein kurzes Hörspiel oder ein gekürztes
Hörbuch, so ist es relativ egal. Doch, welches gute Buch, passt schon auf eine CD? Ein
guter Hörbuchsprecher schafft ungefähr 30 Seiten pro Stunde! Eine vollständige Lesung
eines dreihundertseitigen Buches wird also die Speicherkapazität von 10 CDs verschlíngen.
Ein solches Extrembeispiel ist z. B. die vollständige Lesung von „Leo Tolstois - Krieg und
Frieden“, die auf wahnsinnigen 52 CDs (52 x 30 = 1560 Seiten) Platz findet. Bei einer
größeren Hörbuchproduktion (ab 10 CDs) wäre es nur logisch, diese im MP3-Format zu
erzeugen. Weil aber, bei den meisten Konsumenten noch ein normaler CD-Player die Arbeit
verrichtet, und um dabei die Kosten (CDs, Versandgewicht) etwas in Grenzen zu halten, wird
der Speicherplatz bis zum letzten „Daten-Kreis“, bis an den Rand der Scheibenwelt
ausgenützt.


Da die CD-Qualität gegen den Rand kommend schlechter wird (bitte nicht mich fragen), kann
es, und wird es zu Abspielproblemen kommen; ganz egal wie man die CD abspielt: im CD-
Player oder als MP3 Komprimat mit dem MP3-Player. Ganz im Gegenteil, zu einer MP3-
Produktion, wo nicht unbedingt bis zum letzten Platz beschrieben werden muss. Denn, das
denkbar längste Buch (Leo Tolstoi – Krieg und Frieden) findet locker auf 5 MP3-CDs Platz.
Ob nun 5 oder 6 CDs genommen werden, ist dann wurscht.

Fast alle Hörbuchproduktionen werden jedoch noch immer im archaischen CD-Format – 16-
Bit, 41100 Hz / auf diesen einheitlichen Standard einigte sich anfangs die Industrie –
produziert. Die meisten Konsumenten haben sich ja so sehr an diesen Standard gewöhnt,
dass sie meistens sehr pikiert dastehen, wenn sie eine MP3-CD in ihr, dem Plattenspieler
ähnliches, Abspielgerät einlegen. Dort funktioniert die MP3-CD natürlich nicht.

Die Musikindustrie wiederum denkt gar nicht daran, in irgendeiner Form, eine MP3-CD zu
produzieren. Für sie ist es schon schwierig genug, ihre Vorzeigekünstler, für die Produktion
einer einzigen Audio-CD (70 Minuten) Rausch- und Drogenfrei zu halten; wobei die letzten
Tracks dann schon völlig egal sind: Denn die hört sich sowieso niemand mehr an. Und wenn
die mächtige Musikbranche MP3s verkauft, dann nur einzelne Tracks, zu einem Preis von
ca. 99 Cent. Das nötigt mich zu einer kleinen Rechnung: 52 CDs x 70 Minuten = 3640
Minuten; 3640 Minuten / 4 Minuten Durschnittslänge = 910 Tracks; 910 Tracks x 99 Cent =
900,9 Euro. – Ein wirklich sagenhafter Preis!

Frage:Wie hört man am besten ein Hörbuch?

Es gibt unzählige Methoden Hörbücher zu genießen. Hier eine kleine Aufzählung: HiFi-
Anlage, PC, DVD-Player + Fernseher, Mp3-Player, Autoradio. Am besten eignet sich aber
ein guter MP3-Player, mit noch besseren Kopfhörern. Erstens stört man so niemand
anderen, und zweitens ist die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt.
Frage: Wieso eigentlich Bücher hören und nicht lesen?

In aller Ruhe ein Buch zu lesen ist natürlich vorzuziehen. Aber ganz ehrlich, wann haben wir
denn Zeit? Im Normalfall gehen wir in unserer kreativen Zeit arbeiten. Mit Verlaub, in den
meisten Fällen, Arbeit, die wir nicht wollen, und doch brauchen. Und da der Tag leider nur 24
Stunden hat, müssen wir uns mit dem Kompromiss „Hörbuch“ begnügen.

Tun wir das nicht, so ist es sehr wahrscheinlich, dass uns der schwerbehinderte Verwandte
des Buches erwischt. Dieser Verwandte ist ein mächtiger Seelensammler, der staatlich
subventioniert, von vielen Meistern der Technik dispositioniert, von Anfang an die Erziehung
des Menschen übernimmt.

Wenn es doch alle tun – und es bildet doch ungemein!

Mit Bildung hat Fernsehen, obwohl es in allen staatlichen Schulen Fernseh- und
Videoräume gibt, die Lehrer diese auch schamlos nützen, nichts zu tun. Freilich gibt es
nichts Angenehmeres, eine Schar Jugendlicher, vor den Fernseher zu pflanzen, und somit
Ruhe zu haben, vor den möglichen Fragen der Schüler.

Für die Macher des Fernsehens (Produzenten, Techniker, Regisseure, Autoren,


Schauspieler, Sportler, et cetera. …) ist es sicher eine tolle Arbeit, eine solch komplexe [Sch
…] Schaffung zu erzeugen. Für die konsumierenden Probanden dagegen ist das Fernsehen
nur eine andere Form einer Drogensucht: Man hat sich stundenlang „gebildet“, doch der
nächste Tag weiß nur noch von einer flüchtigen Zeitlänge. Darüber hinaus verbreitet das
Fernsehen größtenteils nur den Hass dieser Welt – alles Schlimme wird künstlich noch
einmal aufgebauscht, noch einmal verschlimmert; über das Gute wird, weil uninteressant,
gar nicht erst oder nur kurz berichtet. So war der 11. September noch um einiges schlimmer
als von den „fliegenden Glaubensbrüdern“ beabsichtigt; und die lächerliche Wirtschaftskrise
wurde erst durch die Medien zur wirklichen Wirtschaftskrise (als die beiden Begriffe
„Wirtschaft“ und „Krise“ in jedem Kopf des Planeten projiziert waren).
Frage: Wieso werden so viele gekürzte Hörbücher produziert?

Die vielen mitarbeitenden Menschen kosten Geld! Der Sprecher kostet, das Tonstudio
kostet, das geistige Eigentum kostet und der Verleger arbeitet auch nicht umsonst. Mit
„Abenteuer im Kopf“ kann man, nur in den seltensten Fällen, Geld verdienen: und dann
meistens nur mit Mainstream.

An einer wirklich guten, namhaften Hörbuchproduktion sind so viele Menschen beteiligt


(Sprecher, Produzent, Regisseur, Tonmeister, Designer) dass es mir ein Rätsel ist, wie ein
solches Hörbuch auch noch Geld abwerfen kann. Vielleicht werden solche
Hörbuchproduktionen staatlich gefördert, um auch die Spartenmenschen bedienen zu
können; oder, die Produzenten sind alle, verrückte Idealisten. Bekannte Sprecher
(Schauspieler) verstehe ich ja noch: Die fördern ihr Können. Aber was ist mit den Anderen?
Sind das alles Studenten?

Frage: Wie viel muss man eigentlich in ein eigenes Tonstudio investieren?

So zwischen zehn und zwanzigtausend Euro, sehr viel Zeit und Leidenschaft, und einen
gehörige Portion Wahnsinn.

Scherz beiseite, diese Arbeit ist jeden Cent und jede Minute wert! Das Gefühl, auf dem
richtigen Weg zu sein, während so viele andere falsch gehen oder gar nicht gehen (siehe
Exponat „Couchisten, auf Sofa mit Riesen-TV“), ist wirklich unbezahlbar.

Um die Ausgaben möglichst in die Schranken zu weisen, sollte jeder Hörbuchproduzent


seine Erfahrungen weitergeben: indem er ein Buch schreibt oder irgendwie anders, seine
Erfahrungen veröffentlicht. In einem Interressensfeld das noch nicht weltumspannend
bekannt ist, kann es nur förderlich (umsatztechnisch) sein, wenn alle Geheimnisse
veröffentlicht werden.

Wir müssen die bestehenden Verhältnisse umdrehen, austauschen. Die Fernseh- und
Hörbuchkonsumenten müssen tauschen! Die Fernsehdrohnen müssen (das meine ich ganz
Ernst) ganz einfach, aus dieser Welt heraus euthanasiert werden – natürlich nur mit
friedlichen Verstandesmitteln: der Literatur. Eine gut laufende Hörbuchproduktion ist quasi
das beste Mittel, den rücksichtslosen, rein wirtschaftsorientierten Regierungen einen Strich
durch ihre scheußliche Rechnung zu machen. Platziert man die Guillotine direkt vor den
Nasen dieser, so ist dass noch die beste Möglichkeit, etwas zu verändern; alles andere ist
staatlich geförderte Pufferzonenpolitik.

Frage: Wie kommt das Gesprochene auf die CD?

Grob gesagt kommt der Ton über ein gutes Mikrofon, einen guten Audiowandler
(Audiointerface), zum PC/Notebook. Wenn dazu noch der Schallschutz (Absorbierung
möglichst aller Schallwellen die nicht ins Mikrofon gehen) passt, und somit eine sehr gute
Aufnahme für die Computerbearbeitung zur Verfügung steht, so wird es richtig professionell.

Durch die Einbindung des Computers in den Arbeitsprozess wurde es erst möglich, eine
Audioproduktion in den heimischen vier Wänden zu leiten. Davor war dieses nur in
zentralisierten, sündteuren Musikstudios möglich. Heute kann sich jeder bettelnde
Straßenmusiker, ein eigenes Musikstudio leisten.
Frage:Welche Utensilien sind unabdingbar?

• Mikrofon (ab 300 Euro)


• Audiowandler - Interface (ab 200 Euro)
• Schallschutz (ab 1000 Euro)
• PC/Notebook (ab 600 Euro)
• Popschutz (ab 20 Euro)
• Mikrofonstativ (ab 50 Euro)
• Mikrofonkabel (ab 50 Euro)
• Eine präzise C-Maus (ab 60 Euro)
• Nummer-Pad (20 Euro)
• Software – Audacity / Wavelab (0 bis 100 Euro)
• Kopfhörer: Monitoring (ab 100 Euro)

Frage:Gibt es weiterführende Fachbücher?

Fachbücher
• „Der Kleine hey“ - J.Hey
• "Die Stimme wirkungsvoll einsetzen"
• „Hörbücher produzieren“ – Eckhart - S.F.Gutzeit
Peter Reichel ( eBook [geplant])
• „Das Sprecher Handbuch" - Uwe
Herzog
• „Die Kunst des Hörbuchsprechens“ – Magister- und Abschlussarbeiten
Hans Eckardt
• "Homerecording" - Roland Enders
• „Perfect Vocals“ - Christian Preissig  Der Hörbuchmarkt im
• „Audio-Mastering", „Internal Mixing“ - deutschsprachigen Raum. Zum
Friedemann Tischmeyer aktuellen Boom des Audiobooks –
• „Mischen wie die Profis“, „Mastern Gerlinde Freis
wie die Profis“ – Bobby Owsinski  Hörbücher im Daisy-Format im
• „Mini-Verlag“, „Recht für Autoren“ - Vergleich zu kommerziellen
M.Plinke Hörbüchern – Berit Laufer
• „Mein eigener eBay Shop“ - Ingo &  Die Entwicklunge des Hörbuchs in
Patricia Böhme Deutschland. Geschichte, Formen
• „Bücher erfolgreich im und Rezeption – Antje Fey
Internetverkaufen“ - K.Wallner und
S.Schönfelder
Frage:Welche Tonqualität kann man erreichen?

Studioqualität! Mit hinreichend Fleiß und Geld (10 bis 20 tausend Euro) kann man auch die
beste Tonqualität erreichen. Denn die Musikindustrie, die wir etwas ausnützen, ist sehr
mächtig geworden. Was diese für technische Mittel entwickelt hat, um ihre Künstler besser
zu verkaufen, ist grandios. Und das Beste, wir benötigen nur einen Bruchteil davon. Wir
müssen nur eine einzige Audiospur ins Lot bringen; bei einer Musikproduktion dagegen,
müssen oft 20 30 und mehr Audiospuren harmonisch zusammengefügt werden.

Weil weniger Equipment benötigt wird, kann bei der Gerätequalität gekleckert werden und
das beste angeschafft werden. Mein erster Versuch mit einem „Podcast-Mikrofon“ um 60
Euro scheiterte kläglich: man hörte ein unerträgliches Hintergrundrauschen, als geschähe
gerade der Urknall (sorry H.Lesch).

Zu der Zeit gab es noch keine direkt weiterführende Literatur; doch schon ein paar Jahre
später, rumort es etwas. Immer mehr Eingeweihte fangen an zu veröffentlichen.

Frage: Die richtige Ton-Sprachqualität?

Da sollte man sich nicht lumpen lassen, und mit den besten Sprechern – Christian Brückner,
Hans Eckardt, Thomas Holtzmann, Achim Höppner, Ulrich Matthes, Ulrich Noethen,
Wolfgang Pampel, Katharina Thalbach usw. – seine Aufnahmen vergleichen. Nicht nur das
diese Profisprecher, Jahrelange sprecherische Erfahrung mitbringen; gewöhnlich arbeiten
(arbeiteten) sie auch mit den besten Regisseuren, Produzenten und Tontechnikern
zusammen. Einfach am Ende eines Projekts, die Tonqualität mit der der besten Kauf-
Hörbücher vergleichen, und schön langsam an diese heranpirschen.

Tipp: Als Referenz-Material hole ich mir schon mal einige Profi-Stimmen ins Wavelab. Das
geht ganz einfach (sogar vom MP3 Format!) mit der Software: Switch Sound File Converter.
Frage: Wie trifft man die richtige Lautstärke?

Die endgültige Lautstärke, die der Hörer über seine Kopfhörer erlauschen kann, hat mit der
tatsächlich Aufgenommenen nicht mehr viel gemein. Es wird ganz bewusst etwas leiser
aufgenommen, um im Mastering etwas mehr Spielraum zu haben. Die Lautstärke eines
Hörbuches von Seite eins bis zur Seite „Finalis“, sollte relativ gleich laut sein. Der Hörer stellt
ja die Lautstärke am Anfang einmal ein und will nicht ständig nachjustieren.

Um die richtige Endlautstärke zu eruieren, sollte sich jeder


anfangs, an professionellen Hörbuchproduktionen
orientieren. Mit einer Wandler-Software konvertiert man
verschiedene Hörbücher ins Wave-Format und vergleicht
die durchschnittlichen Lautstärken (Wavelab / RMS-Pegel
Durchschnitt; das Ergebnis wird – werden die „Ausnahmen
von der Regel“ nicht mitgerechnet – so zwischen -18,00 bis
-22,00 dB Durchschnitt liegen. Diese Endlautstärke reicht
auch völlig aus!

Der erste RMS-Pegel Durchschnitt sollte ein paar dB höher


liegen. Ich pegle meine Aufnahmen bei -24,00 bis -28,00
dB ein. Im Mastering wird die Lautstärke dann in einer
ersten Phase (Rendering – Audiobearbeitung) auf -21 bis -
23 dB angehoben, und dann, in der zweiten Phase
(Rendering – Lautstärke), editiere ich die Lautstärke an und
um den -20,00 dB Markstein. Als Referenz sollte unbedingt
dem eigenen Gehör vertraut werden, und die
textgebundene inhaltliche Lautstärke einberechnet werden
– also nicht stur an einen Lautstärken-Punkt halten.

Auf keinen Fall sollte von der Musikindustrie abgekupfert werden. Die Lautstärken, die von
denen produziert werden, sind nur noch gemeingefährlich. In der ungeheuer
Erfolgsorientierten „Schlacht der Rock und Popmusik“, wird die Lautstärke so nahe an den
Nullpegel (so laut als möglich) herangeführt, ja bei Weitem überschritten, dass sie am Ende,
abgeschnitten (mit Brickwall Limitern) und mit Wavelab angesehen, wie eine einzige gerade
Linie aussieht.
Die Wave-Welle eines gut gemasterten Hörbuches sollte nach der endgültigen Bearbeitung in
etwa so aussehen.

Keine einzige Höhe gefährdet den Nullpegel, und somit auch nicht das Gehör. So ist eine
hervorragende Dynamik mit ausreichend Lautstärke gewährleistet. Mit gutem Equipment – siehe
„Test – MP3-Player, Kopfhörer“ – kann nun auch im täglichen Leben, auf jedwede
Lieblingsliteratur zurückgegriffen werden. Wenn es nur genügend Hörbuchproduzenten geben
würde!

Frage: Wie wird der Equalizer richtig eingestellt?

Hierfür müssen zuerst die für den Menschen hörbaren Frequenzen aufgeschlüsselt werden. Um
uns, einen langen und sperrigen Text zu sparen, habe ich mit der Wavelab Spektralanalyse einen
Schnappschuss erzeugt, und anschließend daraus eine beschreibende Zeichnung (recht
dilettantisch) angefertigt. Sie zeigt eine Sprachaufnahme (schon bearbeitet) die die
verschiedenen Frequenzen von 10 Hz bis 22 kHz erkennen lassen; die Vertikalachse ist nicht
tragend – doch kann man sich hier die verschiedenen dB-Werte die den Null-Pegel erklimmen
vorstellen. Die signifikanten Charaktereigenschaften sollen zeigen, wo gearbeitet werden sollte.
Unverzichtbare Anhebungen gibt es beim Bass und bei der Sprachverständlichkeit (Bass 25 –
400 HZ / Sprachv. 1,5 – 5 kHz); der genaue Bereich wo diese Anhebungen vorgenommen
werden variiert von Stimme zu Stimme. Anhebungen sollten eher breitbandig, und Absenkungen
eher steilflankig vorgenommen werden. Sonst gibt es keine zwingenden Regeln. Es können
LowCut und HighCut gesetzt werden; im nasalen Bereich kann abgesenkt; und bei den Höhen
(Äther) etwas angehoben werden. Die Pop- und S-Laute werden entweder manuell mit
Wavelabwerkzeugen oder mit speziellen PlugIns (DeEsser, Dynamic EQ) bearbeitet.

Eine Einstellung „all´unisono“ gibt es nicht! Es muss von Stimme zu Stimme, jedes Mal neu fein
justiert werden. Einzig hilfreich ist hier das eigene Gehör. Weiter unten in diesem Text, zeige ich
ein Ende einer solchen Feinjustierung; von diesen Werten kann notfalls ausgegangen werden –
aber ohne Gewähr!

Für eine Feinjustierung nimmt man sich am besten alle zur Verfügung stehenden Schallerzeuger
– die Studiokopfhörer als Referenz – und stimmt den Klang solange ab, bis alle relativ gut tönen.

Frage: Wie pegelt man ein Mikrofon ein?

Wenn nun alles Equipment gekauft, studiert und zusammengebaut ist, gibt es immer noch
Fragen, die nicht beantwortet oder, wie vor allem bei der Hörbuchproduktion, noch gar nicht
gestellt sind. Hier bedient man sich einfach der Physik und einer ihrer Entdeckungen: der
Hintergrundstrahlung. Beim einpegeln eines Mikrofones wird dieser Begriff als
„Hintergrundrauschen“ verwendet. Jedes Mikrofon nimmt nämlich ein gewisses Raumrauschen
auf. Dieses Rauschen kann am besten mit dem eigenen Studiomikrofon gemessen werden:
Einfach einen kurzen Track (30 – 60 Sekunden) in völliger Raum-Ruhe aufnehmen, mit Wavelab
(WavelabEssential) öffnen, und soweit wie möglich in Richtung Zeitlinie verschieben.

Dort erscheint dann eine Skala, die vom Nulldurchgang (Zeitlinie) in ganz kleinen Schritten in
Richtung „Nullpegel“ verläuft (0.00, 0.04, 0.08 usw.). Nun muss eine Lautstärke gefunden
werden, die einerseits laut genug aufzeichnet und andererseits so wenig wie möglich
Hintergrundrauschen mitnimmt. Bei einer Studiobauweise, wie der, die ich beschreibe, ist ein
Wert von 0.04 schon sehr gut. Schafft man sich eine komplett schallabgedichtete
Aufnahmekabine an, so liegt dieser Wert vielleicht noch tiefer. Ein Wert von 0.08 dagegen, ist
schon zu laut! Dieser hat dann zwei mögliche Gründe: Entweder ist der Pegel am Vorverstärker
zu laut eingestellt, oder im Aufnahmeraum treten zu laute Störgeräusche auf (PC/Notebook,
Strom oder Lichtquellen, Therme, …).

Ein solcher „Lautstärkentest“ ist vor jeder Aufnahmesession sehr empfehlenswert. Das
Einsprechen einfach im Aufnahmemodus ausführen, und diese Testaufnahme darnach mit
Wavelab kontrollieren. Ich habe schon oft mit einem im Hintergrund eingeschalteten Elektrogerät
aufgenommen – da war denn auch die ganze Arbeit kaputt.
Frage: Wie arbeitet man mit einem hochempfindlichen Mikrofon?

Ein hochempfindliches Mikro ist ähnlich geartet wie die eine oder andere oberflächliche
pedantische Frau. „ES“ verzeiht nicht den geringsten Fehler! Daher sollte mit allen nur denkbaren
Kniffen gearbeitet werden, um diesen Vulkan, gar nicht erst zum Ausbruch zu bringen.

[PS: Ich bin kein Frauenfeind! – mag eben keine, medial erzeugten, oberflächlichen „Paris Hilton“
Dutzendlinge. Bitte verzeiht meine kleinen Sticheleien – die beziehen sich auf Frauen von
„Gestern“; hier tummeln sich ausschließlich Frauen von „Morgen“.]

Zunächst muss eine gute Entfernung


gefunden werden. 10 bis 25 Zentimeter. Am
besten nimmt man sich die Kopfhörer seines
Vertrauens und spricht sein Mikrofon auf
Entfernung und Einsprechrichtung in die
richtige Position. Viele Sprecher arbeiten
auch bei der Aufnahme mit Kopfhörern. Ich
benutze diese jedoch nur, um die richtige
Position zu finden: beim Einsprechen eines
Textes oder beim Warmsprechen der
Stimme. So kann ich die Aussprache einfach
besser steuern. Jeder, wie er will und kann!

Die Einsprechrichtung sollte nicht direkt ins


Mikro … in die Membran verlaufen. Dann
treten nämlich vermehrt Popplaute auf.
Wenn man am Mikro (Membran) vorbei
spricht (oben, unten, rechts und links) wird
dadurch die Lautstärke nicht geringer –
extrem empfindliche Mikros –, nur der
Mundausstoß wird besser geleitet und die
heiklen Luftzüge besser kompensiert. Unten
habe ich ein paar „YouTube“ Videos
beigefügt, um auch die phantasielosen zu
bedienen – ab und zu bin ja auch ich sehr
denkfaul. Einsprechrichtung (oben, unten, rechts und links)

Mikrofontechniken Beispiel: Neumann U87 Beispiel: RODE NT1, E-MU 0404


Frage: Welche Software ist sinnvoll?

• Audacity – Schnitt, Mastering, Endbearbeitung


• Steinberg Cubase – Aufnahme, Schnitt
• Steinberg WaveLab Essential - Schnitt, Mastering, Analyse >>Nur bedingt fürs Mastern
geeignet, da nur 4 Plug-in-Plätze zur Verfügung stehen.<<
• Steinberg WaveLab - Schnitt, Mastering, Endbearbeitung, Analyse – >>Ist zwar teuer, aber es
geht leider nicht anders.<<

Mit der Zeit kommen dann auch noch andere „Spielereien“ dazu die richtig ins Geld gehen: TC-
Powercore, Uad-Karte, Sonnox, Sonalksis, Waves.

Frage: Wichtige technische Parameter?

En-Voice MKII

Interfaceabstimmung - MindPrint En-Voice MKII

• Mic Gain - +30 bis +35 dB (wie bes. einpegeln)


• Low Cut - ON
• LF Bass - +1 dB bei 200Hz
• MF Mittenband - +1 dB bei 4,4 KHz, Q 1 bis 2
• HF Höhenband - +1 dB bei 8 KHz
• Tube Saturation - 25 bis 50%
• Treshold - -16 bis -20dB
• Ratio - 3:1 bis 4:1
• Filter - ON
• Compression Mode - V1 od. V3
Bei der Aufnahme benutze ich den EQ des „MindPrint En-Voice MKII“ Gerätes – würde ich bei
allen anderen Interfaces so machen – nicht mehr, da mir eine Bearbeitung im Nachhinein besser
gefällt. Im Nachhinein lassen sich mehrere unterschiedliche Abstimmungen miteinander
vergleichen, ohne die Originalaufnahme zu zerstören. Das geht aber nur mit ausreichen DSP-
Power. Uad und Powercore sind dann Pflicht!

Interfaceabstimmung (Röhre) ohne EQ und Kompressor

• Mic Gain - +42 bis +52 dB (wie bes. einpegeln)


• 48V Phantomspeisung - ON
• Low Cut - ON
• LF Bass - OFF
• MF Mittenband - OFF
• HF Höhenband - OFF
• Tube Saturation - 25 bis 50%
• Treshold - +- 0 dB
• Ratio - 1:1
• Filter - OFF
• Compression Mode - V1 od. V3

Interfaceabstimmung ohne EQ und Kompressor

• Mic Gain - +42 bis +52 dB (wie bes. einpegeln)


• 48V Phantomspeisung - ON
• Low Cut - ON
• Alle anderen - OFF

Interfaceabstimmung (Röhre) für die Arbeit mit einem ext. Preamp

 Line Gain - 0 dB
 48V Phantomspeisung - OFF
 Low Cut - ON
 LF Bass - OFF
 MF Mittenband - OFF
 HF Höhenband - OFF
 Tube Saturation - 25 bis 50%
 Treshold - +- 0 dB
 Ratio - 1:1
 Filter - OFF
 Compression Mode - V1 od. V3

Interfaceabstimmung für die Arbeit mit einem ext. Preamp

• Line Gain - 0 dB
• 48V Phantomspeisung - OFF
• Low Cut - ON
• Alle anderen - OFF
SSL Mynx (XR 627, XR 418)

Interfaceabstimmung SSL Mynx XR 627

 VHD - Off or. IN (Nach Geschmack „Driven“)


 48V Phantomspeisung - ON (Wenn die Verbindung [Mikro - Preamp] steht)
 HI Z - OFF (Normalerweise)
 Pad - OFF
 Gain „grob“ - ON
 Line - OFF
 Gain „trim“ - On (Sachte einstellen – Stichwort: Raum!)
 HF - OFF
 LF - IN (Je nach Stimmbild [Wavelab – 3D-Analyse])
 L Comp - OFF
 Rec L - OFF
 Rec R - OFF

Bei der Aufnahme ist es essenziell wichtig, dass erstens, ein möglichst lautes Signal, bei
zweitens, möglichst geringem Pegel (Preamp) zustande kommt. Ein Lautes (-24,00 bis -26,00 dB
RMS-Durchschnitt) Signal kann besser gemastert werden als ein leises (ab -30,00 dB RMS-
Durchschnitt) – und, je geringer der Pegel (Preamp), desto weniger Raum wird aufgezeichnet.


Mit Cubase sowie mit Wavelab kann das Aufnahmefenster in Richtung Nulldurchgang/Zeitlinie
verschoben werden. Das macht man vor jeder Aufnahme! Die dann laufende Raumwurst sollte
nicht zu dick sein. Da aber natürlich auch möglichst Laut aufgenommen werden soll, muss
gegebenenfalls ein Kompromiss eingegangen werden, oder einfach näher ran ans Mikrofon.
Lieber etwas zu bassig oder mit zuviel überbetonten S-Lauten (die können mit Wavelab
bearbeitet werden), als zuviel Raum.

Interfaceabstimmung SSL Mynx XR 418

 Ratio - Wenig (Nach Geschmack – 9, 10 oder 11 Uhr)


 Lin Rel - OFF
 Treshold - Wenig (Anfangs auf +10 – dann nach Wunsch)
 Release - 9, 10 oder 11 Uhr
 Fast Att - OFF

Um den Kompressor richtig arbeiten zu lassen, sollte als erstes eine Probeaufnahme
(Arbeitslautstärke / ohne Kompressor) gemacht werden. Dann mit dem Treshold-Regler
vorsichtig die Spitzen weg nehmen. Eine sanfte Kompression reicht gewöhnlich aus.
RME Fireface

Hier ist nicht viel. Man steckt es an und es hat sich auch schon mit dem Computer verbunden.
Wenn mit einem externen Channelstrip gearbeitet wird, muss die Lautstärke des RME Fireface
(Softwaresteuerung) auf null gestellt sein. Die Verbindung mit Cubase ist auch noch etwas
knifflig, aber machbar (Gerätesteuerung).

Focusrite ISA One

Preampabstimmung – Vorverstärkerabstimmung

• Gain Input - wie bes. einpegeln


• +48V - ON
• 30-60 - 30 od. 60
• HPF - ON
• Phase - OFF
• Insert - OFF
• Input - Mic
• Z In - ISA 110
Software

Audacity

• Standard Sampleformat - 32-Bit


• Standard Samplefrequenz - 44100 Hz
• Echtzeit Samplekonvertierung - High Quality
• High Quality Samplekonverter - High Quality
• Dithering - Keine
• High Quality Dither - Keine
• Exportformat - Wav 32-bit float

Die freie Aufnahme, Schnitt und Mastering-Software Audacity benütze ich nur für den
Aufnahmeprozess. Die Wave-Dateien werden danach direkt zur Wavelab-Software geliefert.
Natürlich kann auch mit Audacity ein Hörbuch geschnitten und gemastert werden; doch die
beste Qualität, kann nicht erreicht werden. Wenn schon relativ viel für ein ordentliches
Aufnahmestudio ausgegeben wurde, dann ist es nicht verwegen, noch eine Kleinigkeit für die
Software zu investieren. Ist Wavelab erst einmal arbeitstechnisch gewohnt, so werden diese
hohen Ausgaben nur noch als Peanuts abgeschrieben.
Cubase 5

• Framerate – 30 fps
• Samplefrequenz - 44100 Hz
• Sampleformat - 32-Bit
• Aufnahme-Dateityp – Wave-Datei

Bei Cubase ist nicht viel einzustellen, da, ohne Effekte hinzuzufügen, nur aufgenommen
wird. Die errechneten RMS-Pegel Durschnittswerte (Statistik), sind im Vergleich zur Wavelab
Analyse unterschiedlich – müssen also bei Cubase mit einberechnet werden. Alle von mir, in
irgendwelchen Texten angegebenen RMS-Pegel Durchschnittswerte sind ausschließlich mit
Wavelab berechnet worden!
WaveLab Essential und WaveLab

• Format - 32 Bit Float


• Frequenz - 44100 Hz

Alle wesentlichen Arbeitsschritte nach der Aufnahme werden mit Wavelab vollzogen. Diese
Profisoftware erlaubt ein präzises schneiden im „Schnitt“, ein PlugIn Orientiertes bearbeiten
im „Mastering“, die verschiedenen Wandlungen in die Audio-Formate und die endgültigen
Komprimierungen auf das Audio-CD und MP3-Format. Auch wird mit Wavelab die Lautstärke
analysiert (RMS-Pegel Durchschnitt - siehe rechtes „Hardcopy“ Bild) und zum Schluss
endgültig eingestellt.

Ich arbeite im Bereich „Schnitt“ bei 512 Samples pro Pixel und wechsle, nachdem die
Abstände passen, auf 128 Samples für den Bereich „Harmonie“. Folgende WaveLab-
Werkzeuge habe ich geöffnet: Pegel verändern (+ -), Zeitkorrektur (+ -), Parametrischer
Equalizer (S-Laute, Nasal).

Tipps:

• Als punktueller „DeEsser“ - beim Mastering – ist, neben dem Pegel-Werkzeug , der
parametrische Equalizer von WaveLab zu benutzen. (Bandpass / 4000 Hz od. 7000 Hz /- 6
dB / Q 4); ist ein Ton zu schwach betont so kann mit dieser Einstellung auch angehoben
werden. (Bandpass / 4000 Hz od. 7000 Hz / + 5 dB / Q 4)
• Zu nasal klingende Stellen können ebenfalls mit dem parametrischen Equalizer bearbeitet
werden. Diese sollten aber bereits bei der Aufnahme ausgeschlossen werden: Erlaubt der
Gesundheitszustand keine Aufnahmen, so stehen andere Arbeiten an. (Bandpass / 1000 Hz
/- 2 dB / Q 1)
PlugIns

• WaveLab - DeNoiser, EQ-1, Q, •SPL - Vitalizer MK-2T


Multiband Compressor, Crystal • Sonnox - Oxford Dynamics, Oxford
Resampler, CleanComp, Spectralizer EQ,Oxford SuprEsser, Oxford Inflator.
• UAD - Cambridge, PultecPro, • Sonalksis - SV-315 Mk2
Fairchild, 1176LN, Precision DeEsser Compressor, SV-517 Mk2 Equaliser
• Powercore – Denoise, VoiceStrip, • Waves (Renaissance) –
EQSAT, Dynamic EQ, MD3, Brickwall- Compressor, EQ, DeEsser, Vox.
Limiter, Tube-Tech CL 1B, Voicemodeler,
Intonator

Dies ist nur eine kleine Auswahl von Effekt-PlugIns. Ich habe annähernd alle PlugIns, die mir
bekannt sind, gründlich getestet und nur die, die ich für sinnvoll halte in diese Auswahl
aufgenommen.

Einige „Plugin“ Abstimmungen

Schneiden - Abhören • Wavelab, UAD, Powercore - DeNoiser


oder Denoise (Uad,Powercore), Equalizer (Q,
• Wavelab Essential - DeNoiser, EQ-1, Cambridge, Dynamic EQ oder Oxford EQ),
PultecPro, CL 1B, Precision DeEsser, Spectralizer,
Spectralizer, Clean Comp
TC EQSat, Brickwall Limiter
• Wavelab – DeNoiser, Q, Q, Multiband
• Wavelab, UAD, Powercore, Sonnox,
Compressor, Crystal Resampler, Spectralizer,
CleanComp Sonalksis – DeNoiser oder Denoise
• Wavelab, UAD - DeNoiser, Q, Q, PultecPro, (Uad,Powercore), Equalizer (Q ,Cambridge,
Dynamic EQ, Oxford EQ oder SV-517), PultecPro,
Compressor (Fairchild oder 1176), Spectralizer,
Kompressor (Fairchild, 1176, MD3, CL 1B oder SV-
Precision DeEsser
315), DeEsser (Precision DeEsser oder Oxford
SuprEsser), Spectralizer, TC EQSat, Brickwall
Endmastering „Rendern“ Limiter
• Wavelab, UAD, Powercore, Sonnox,
• Wavelab Essential – DeNoiser, EQ-1, Sonalksis – DeNoiser oder Denoise
Spectralizer, Clean Comp (Uad,Powercore), Equalizer (Q ,Cambridge,Oxford
• Wavelab - DeNoiser, Q, Q, Multiband EQ, Dynamic EQ oder SV-517), Equalizer (Q
Compressor, Crystal Resampler, Spectralizer, ,Cambridge, Dynamic EQ, Oxford EQ oder SV-517),
CleanComp Kompressor (Fairchild, 1176, MD3, CL 1B oder SV-
• Wavelab, UAD - DeNoiser, Equalizer (Q oder 315), DeEsser (Precision DeEsser oder Oxford
Cambridge), PultecPro, Kompressor (Fairchild oder SuprEsser), Spectralizer, TC EQSat, Brickwall
1176), Precision DeEsser, Spectralizer, Clean Limiter
Comp
Aktuell bevorzugte Plugin-Aufstellung

• Schnitt

DeNoiser, Q, Q, UAD PultecPro, UAD 1176LN, UAD Precision


DeEsser, Vitalizer MK-2T

• Rendering (Audiobearbeitung)

DeNoiser, Q , TC Dynamic EQ, Renaissance EQ, UAD PultecPro,


UAD 1176LN, Renaissance Compressor, TC EQSat, UAD
Precision DeEsser, Renaissance DeEsser, Vitalizer MK-2T,
Renaissance Vox.

• Rendering (Lautstärke)

TC MD3 Brickwall Limiter, Renaissance Compressor,


Renaissance Vox.

• Dithering

Steinberg UV 22HR

Render 1 (Audiobearbeitung)

Der Steinberg DeNoiser wird als


Rauschunterdrücker eingesetzt. – Dieses
nützliche Tool bräuchten wir im normalen,
gesellschaftlichen Leben ebenfalls sehr
dringend!

Den Steinberg Equalizer (nur Wavelab


Vollversion) nütze ich als Low- und
HighCut Filter, und als alternativ Equalizer.
Er ersetzt den TC-Equalizer in der Schnitt-
Aufstellung. Denn bei der Harmonie
zwischen UAD und TC hapert es, da sie
mit einer unterschiedlichen Taktung (24-
Bit, 32-Bit, 48-Bit) arbeiten.
Der TC Dynamic EQ ist ein äußerst gut
klingender Equalizer. Von diesen kann
man gar nicht genug bekommen. – Er
wird von einer Multiband-
Kompressionseinheit geregelt und kann
gezielt Anhebungen und Absenkungen
vornehmen. So könnte er z. B. auch als
DeEsser genützt werden. Ich setze ihn
aber nur als normalen EQ ein.

Ein weiterer alternativer EQ. Die Waves


Emulation benutze ich Hauptsächlich, um
sie mit dem TC Dynamic EQ zu
vergleichen. Welcher besser tönt, ist reine
subjektive Geschmacksache.

UADs Pultec Pro ist wichtigste PlugIn im


Audioprozess. Mit ihm wird der Bass
eingestellt, wird die Sprachverständlichkeit
angehoben, die Heiserkeit abgesenkt –
kurz, dieses Tool verleiht der Stimme die
nötige Schärfe und Wärme. Es ist
gleichermaßen im Schnitt und beim
Rendering ein Stützpfeiler der
Hörbuchproduktion.

Das zweite Goldstück von UAD. Er ist der


wahrscheinlich beliebteste Kompressor für
Gesangs- und Sprachaufnahmen. Der
UAD 1176LN war schon als Hardware-
Gerät so erfolgreich, dass er auch in der
virtuellen Welt einen fixen Platz
bekommen hat.
Ähnlich wie beim EQ-Vergleich. Nur ist
dieser Kompressor quasi für Idioten
emuliert. Mit dem Waves-Komp kann man
auch auf „Sicht“ arbeiten. Einfacher
komprimieren geht nicht! Welchen werde
ich wohl nehmen?

Den TC EQSat benütze ich lediglich als


Master Enhancer. Er peppt die Aufnahme
nochmals auf, indem er virtuelle Töne
hinzufügt.

Der UAD DeEsser entfernt neben der


manuellen Bearbeitung der Poplaute diese
auch noch automatisch. Sanft einstellen!

Sehr beliebter Software-DeEsser! Ich


arbeite aber lieber mit dem UAD-Pendant.
Wahrscheinlich, weil ich ihn besser kenne
– verdammter Rassist. Sollte man
meinen?! Aber nein! Ich bin ein
Österreicher. Die brauchen eben länger.
als Softwareadaption berechnet. Für
meine strikte Weigerung, nach der
Aufnahme nochmals zu wandeln, ist
Der Hardware SPL Vitalizer wurde in den dieses PlugIn sehr gut geeignet.
Neunzigern des vergangenen Sprachaufnahmen klingen nach der
Jahrhunderts entwickelt. Er sollte das Bearbeitung noch ein bisschen Klarer,
bearbeitete Signal nochmals aufwerten. – lauter – und damit besser!
Nun wurde dieser Klangoptimierer auch

Diese PlugIn Aufstellung nutze ich nur beim Audio bearbeitenden Rendern, da die UAD- mit
der TC-Software bei der manuellen Bearbeitung nicht so gut harmoniert. Wenn WaveLab
beim Schnitt oder im Mastering, im beiderseitigen Gebrauch abstürzt, ist die ganze Arbeit
weg. Also nur beim Rendern – und natürlich für die Feinjustierung – benützen! Für den
Schnitt habe ich eine eigene Schnitt-Aufstellung, die ähnlich klingt und auf die TC-PlugIns
verzichtet.

Render 2 (Lautstärke)

Mit dem TC Brickwall Limiter erstelle ich


die endgültige Lautstärke. An diese, sollte
schon bei der Aufnahme und bei der
Audiobearbeitung gedacht werden – also
schon bei der Aufnahme an die
gewünschte End-Lautstärke denken, und
richtig einpegeln, sodass nach der
Audiobearbeitung nur noch um 2 bis 3 dB
erhöht werden muss.

Die einzige Waves-Emulation, die sich –


vorerst – gegen meine kleinkarierte
österreichische Borniertheit durchgesetzt
hat. Aber auch nur weil es hier keine
Konkurrenz gibt. Den Renaissance-Vox
nutze ich als Gate (bei -48). Eigentlich als
Downward-Expander; weil ich nicht den
ganzen Raum wegschneiden will.
Dithering

Zum Schluss wird mit dem UV22 HR noch


ein gleichmäßiges leises Rauschen
beigefügt. Bei diesem Prozess wandle ich
die 32-Bit-Wave Datei gleich in eine 16-
Bit-Standard Datei. Obwohl ich den MP3
Standard für die Zukunft (für Hörbücher)
halte, schließe ich nicht aus, dass meine
Hörbücher auch einmal im archaischen
CD-Audio-Format erscheinen. Die meisten
Konsumenten sind ja immer noch total
fokussiert auf diesen Standard.

Eine „Erste“ Abstimmung gibt es nicht! Jedes Projekt wird neu gemastert und bekommt seine
eigene Abstimmung. Man bedenke nur, dass alle Hardware-Elemente (Mikrofon, Verstärker,
Interface) anders klingen.

Darüber hinaus würde ich mich sehr freuen, wenn auch andere Tontechniker ihre PlugIn-
Aufstellung veröffentlichen würden. Dies ist nicht die Musikindustrie (wo der Markt gesättigt
ist). Hier sind wir bei der hoffnungsvollen Hörbuchproduktion – also in einem
Wachstumsmarkt.

Alle oben angegebenen Plugin-Einstellungen, waren nur zu einem gewissen Zeitpunkt


aktuell! Jetzt sind sie mit Sicherheit schon veraltet!
Arbeitsablauf „luce clarius“

1. Skript Schreiben - Nummerierung, Satztrennung, Sinntrennung, Haupt u.


Nebenbetonung, Information.
2. Aufnahme - Einsprechen, stimmschonende Session, 32-Bit-Format.
3. Schnitt – Provisorisch (Ausschussentfernung), Schnitt ( Schnitt-Aufstellung / AKG-
K271MKII), 32-Bit-Format.
4. Datensicherung - Original Schnitt CD u. externe Festplatte.
5. Rendering (Audiobearbeitung) - richtige PlugIn-Abstimmung (Feinjustierung mit allen
verfügbaren Kopfhörern), Rendering, 32-Bit-Format.
6. Mastering - Harmonie1 (Brickwall Limiter / AKG-K271MKII), 32-Bit-Format.
7. Datensicherung - Original Master CD od. externe Festplatte.
8. Rendering (Lautstärke) - Brickwall Limiter (oder ein vergleichbares Plug-In), 32-Bit-
Format.
9. Mastering - Harmonie2 (UV22 HR / AKG-K702), 32-Bit-Format.
10. Datensicherung - Original Master CD u. externe Festplatte.
11. Rendering (CompaktDiskNorm) - Dithering, 16-Bit-Format, 44100 Hz.
12. MP3-Konvertierung – >>Ich nütze den Switch Sound File Converter.<<
13. Ende - Original CD

Protokoll

Es wäre sehr empfehlenswert von Anfang


an ein schriftliches Protokoll zu führen
(Lautstärke [RMS-Pegel Durchschnitt],
Pegelverstärkung, PlugIns, ben.
Hardware, ben. Software). Mit diesem
schriftlichen Arbeitsweg kann jederzeit
eruiert werden, wie gearbeitet wurde und
wie der jeweilige Sound entstand. Durch
dieses ständige Schriftführen wird mit der
Zeit die Erfahrung reifen; man wird schön
langsam herausfinden, mit welchen
Lautstärken, am besten gearbeitet werden
sollte - und nach einer mühsamen
Entwicklungszeit kommt man dem Ziel,
Stück für Stück näher: der annähernden
Perfektion! – Außerdem könnte ein
möglicher Auftraggeber so ein Protokoll
verlangen.


Diese Daten sind bei einer langen nervenaufreibenden empirischen Arbeit entstanden. Sie
werden ständig weiterentwickelt und in regelmäßigen Zeiträumen veröffentlicht. Allen
Interessierten steht es frei, diese Daten zu benützen und selbst weiterzuentwickeln, und
anschließend, hoffentlich selbst zu veröffentlichen. Wenn einem erfahrenen Audio-Editor
diese Arbeit über den Weg läuft, und er Fehler oder bessere Lösungen erkennt, würde ich
mich sehr freuen, wenn er mir diese mitteilt.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Spaß!

Frage:Kann man vom eigenen Hörbuch-Verlag leben?

Anfangs sicher nicht! Vor allem braucht man, sofern kein Vermögen besteht, einen gut
bezahlten Nebenberuf. Nebenberuf deshalb, weil ja die Hörbuchproduktion als Hauptberuf
gelten sollte. In diesem Nebenberuf sollte man möglichst eigenständig, sprich unabhängig
arbeiten können: diese Zeit kann zum Korrekturhören verwendet werden.

In Ray Bradbury´s Buch über das Schreiben (Zen in der Kunst des Schreibens) beschreibt
der Autor, wie er sich schließlich durchsetzen konnte: Er hat ganz einfach, ohne Rücksicht
auf Verluste, zehn Jahre nur unverkäuflichen Mist geschrieben. Mit „dieser“ Courage kann
man alles erreichen!

Ich als Österreicher weiß leider nur zu Gut, das solche großen Pläne, zum Guten und zum
Bösen expandieren können – gerade ein Österreicher weiß dies nur zu gut! Wir haben in
dieser Welt …

Es muss eben sehr genau darauf geachtet werden, dass mehr zum Guten als zum Bösen
gestiegen wird. In unserem kapitalistischen Albtraum ist dies leider nicht gegeben. Es ufert
eher in und um die abwärts gerichtete Route.

Deshalb brauchen wir diese Idee! Ganz egal ob sie rentabel ist, oder nicht.